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	<title>ns-zeit &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/ns-zeit/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "ns-zeit"</description>
	<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 13:09:51 +0000</pubDate>

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<item>
<title><![CDATA[Strampeln für die Menschenrechte: Von Schleswig nach Ulnsis: 26. Septerber 09 ]]></title>
<link>http://deutschlandreport.wordpress.com/2009/09/23/strampeln-fur-die-menschenrechte-von-schleswig-nach-ulnsis-26-septerber-09/</link>
<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 17:26:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>Fotopresse Nord - Willi Schewski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Fahrradtour für die Menschenrechte von Schleswig nach Ulnsis: 26. Septerber 09 von fotopresse-nord A]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Fahrradtour für die Menschenrechte von Schleswig nach Ulnsis: 26. Septerber 09</p>
<p><!-- google_ad_section_end -->von <a title="fotopresse-nords Profil" href="http://www.blog.de/user/fotopresse-nord/">fotopresse-nord</a></p>
<p><strong>Amnesty Kiel-Flensburg organisiert eine Fahrradtour für die Menschenrechte von Schleswig nach <a href="http://www.ulsnis.com/">Ulnsis an der Schlei</a>. Diese findet statt im Rahmen der <a href="http://www.interkulturellewoche.de/">Interkulturellen Wochen </a></strong></p>
<div>
<p>Abfahrt: 13 Uhr Oberlandesgericht Schleswig<br />
am Samstag, d. 26.09.09 von<br />
13 Uhr bis ca. 18.30 Uhr</p>
<p>In Ulsnis gibt es Informationen über Zwangsarbeiter in der NS-Zeit und die romantische St- Willehads-Kirche sowie Gespräche im Gemeindehaus bei Kaffee und Kuchen.</p>
<p>Das Startgeld von 5 Euro kommt <a href="http://www.refugio-kiel.de/">Refugio e.V. </a>zu Gute &#8211; dem Kieler Zentrum für die Behandlung, Beratung und Psychotherapie von Folter-, Flucht- und Gewaltopfern in Schleswig-Holstein.</p>
<p>Quelle: amnesty Kiel-Flensburg</p>
<p><a href="http://www.interkulturellewoche.de/">http://www.interkulturellewoche.de/</a><br />
<a href="http://www.refugio-kiel.de/">http://www.refugio-kiel.de/</a><br />
<a href="http://www.ulsnis.com/">http://www.ulsnis.com/</a></div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Quentin Tarantino hat wieder Zeit zum Filmen]]></title>
<link>http://kupillas.wordpress.com/2009/09/11/quentin-tarantino-hat-wieder-zeit-zum-filmen/</link>
<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 15:38:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jens Kupillas</dc:creator>
<guid>http://kupillas.wordpress.com/2009/09/11/quentin-tarantino-hat-wieder-zeit-zum-filmen/</guid>
<description><![CDATA[Seit Kill Bill bin ich stocksauer auf Quentin Tarantino. Nachdem der Starregisseur in den 1990er-Jah]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img src="http://kupillas.wordpress.com/files/2009/09/international.jpg" alt="international" title="international" width="450" height="160" class="alignnone size-full wp-image-1857" /></p>
<p>Seit Kill Bill bin ich stocksauer auf Quentin Tarantino. Nachdem der Starregisseur in den 1990er-Jahren mit Pulp Fiction einen modernen Klassiker abgeliefert hatte und diese Leistung mit Jackie Brown sogar noch übertraf, sorgten die langatmigen Kill-Bill-Filme mit überflüssigen Gewaltausbrüchen und klischeehaften Urangstszenen bei mir für Entrüstung.    </p>
<p>Während Regiegenies wie John Ford oder Alfred Hitchcock ihre Zeit mit dem Drehen von Filmen verbracht haben, hatte Tarantino wohl anscheinend etwas Besseres zu tun. In seiner über 20jährigen Karriere in Hollywood kann der Mann aus Tennessee nur eine Handvoll von ihm verantworteter Filme vorweisen. Auch wenn das Argument &#8220;Qualität vor Quantität&#8221; gegen die oben erwähnte Regisseurbrocken nicht wirklich zieht, kann es in diesem Fall jedoch vielleicht noch für Verständnis sorgen. </p>
<p>Jetzt also Inglourious Basterds. Viel wurde geschrieben über den neusten Tarantino-Film. Schon während der Dreharbeiten im Hinterland von Berlin war kaum ein Entkommen vor der Berichterstattung über die zukünftigen Inglourious Basterds. Ich habe trotzdem versucht alle Meldungen zu ignorieren und den Zug des Infotainment ein mediales Gleis weiter an mir vorbeirauschen zu lassen. </p>
<p>Dementsprechend unvoreingenommen saß ich dann am günstigen Kinotag im ehemaligen DDR-Premierenkino <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kino_International">Kino International</a> in der Karl-Marx-Allee in Berlin. Eingepfercht zwischen geruchstoffesabsondernden Humanoiden mit Hang zur Geräuschverbreitung und Alkoholaufnahme waren die Grundbedingungen eher suboptimal.</p>
<p>Doch erfreulicherweise gingen die fast 160 Minuten Inglourious Basterds überwiegend kurzweilig über die Bühne. Der Film war recht unterhaltsam, relativ lustig und erstaunlich spannend. Auf nervige Videospielsequenzen der letzten James-Bond-Batman-Star-Wars-Orgien wurde zum Glück verzichtet. Überwiegend ruhige Kamerafahrten und eine kammerspielartige Inszenierung sorgten für eine solide Ausgangslage.  </p>
<p>Das der Autorenfilmer Tarantino fast zehn Jahre an der Geschichte gearbeitet hatte, konnte man ihr dann auch anmerken. Trotz der tarantinoüblichen Filmzitate war das Drehbuch sehr gut konstruiert und gehört sicherlich zu eines der stärkeren Einzelteile des Films. Ein weiteres waren einige der Schauspieler des mit deutschen Gesichtsverleihern gespickten Ensembles. </p>
<p>Schöngesicht Brad Pitt lieferte erneut eine erstaunliche Performance ab. Nach seinen brillanten Darstellungen in Fight Club, Snatch und Seven scheint sich der gescheiterte Journalist als einer der besten populären Hollywood-Schauspieler der heutigen Zeit fest zu etablieren.   </p>
<p>Auch der Österreicher Christoph Waltz war als Verkörperung des Bösen eine positive Überraschung. Genauso wie August Diehl, der schon seit 23 zu einem der besseren aktuellen deutschen Schauspieler gezählt werden kann. Mit der jungen Französin Mélanie Laurent als &#8220;Revenge Of The Jews&#8221; gelang Tarantino sogar eine beeindruckende internationale Neuentdeckung. Auch &#8220;Manta, Manta&#8221;-Darsteller Til Schweiger konnte nicht seine Chance nutzen, den Kinobesucher zu nerven oder zum Fremdschämen zu animieren. Dies lag vielleicht aber auch daran, dass er relativ schnell und verdient den Filmtod frönen durfte. </p>
<p>Bei Daniel Brühl sah dies leider schon etwas anderes aus. Auch wenn er in der Lage war seine Figur mit der erforderlichen Schleimigkeit zu füllen kamen bei der Betrachtung seines Spiels keine wirklichen Glücksgefühle auf. Beim Antlitz von &#8220;Punk-Rocker&#8221; Bela B. bin ich dann fast vor Wut aus meinem Kinosessel aufgesprungen. </p>
<p>Martin Wuttke mag besser sein als sein mutmaßlicher Volksbühnen-Counterpart und DDR-Volksschauspieler Henry Hübchen. Als bescheuerter Adolf Hitler war er nicht sehr überzeugend. Dies mag aber auch an Tarantinos Regieanweisungen liegen, den Diktator überzogen und unrealistisch als Witzfigur darzustellen. </p>
<p>Sylvester Groth hatte zum zweiten Mal den Goebbels gespielt. Auch durch die Wiederholung wurde es leider nicht wirklich besser. Dafür war Rod Taylor als Winston Churchill sehr amüsant und auch Mike &#8220;Party on, Wayne&#8221; Myers konnte standardgemäß abliefern. Meine potentielle Nachbarin Jana Pallaske hatte ich zuerst gar nicht erkannt. Dies war aber deswegen rückblickend doch ganz erfreulich. </p>
<p>Das die Filme von Quentin Tarantino gespickt sind mit den vielförmigsten Anekdoten der Filmgeschichte ist hinlänglich bekannt. Auch die zentrale Bedeutung der Musikauswahl wird den meisten Kinogängern bekannt sein. Erstaunlich ist trotzdem, dass sich die Musik von Inglourious Basterds ausschließlich aus den Soundtracks anderer Filme zusammensetzt. </p>
<p>Ennio Morricone Arbeiten zu legendären Italowestern zu verwenden war da mehr als naheliegend. David Bowies Song Cat People (Putting Out Fire) für den Film Katzenmenschen kam dann überraschend und erfrischend unvorsehbar vor. Dagegen war die Für-Elise-Melodie von Ludwig van Beethoven im Intro schon etwas zu naheliegend im Angesicht der Film-Thematik.</p>
<p>Besonders erstaunlich ist, dass Tarantino in Inglourious Basterds eine Hauptfolgen der NS-Zeit klarer zusammengefasst hat als so mancher Historiker: Viele Täter und Verbrecher legten nach dem Krieg ihre Uniformen ab und fuhren oftmals ungestraft und ungehindert mit ihrer Karriere fort. Doch mit einer Harkenkreuznarbe auf der Stirn ist das nicht so einfach möglich – so das ironische Fazit von Tarantino. In diesem Zusammenhang ist es auch erfreulich, dass eindeutig Stellung zu  NS-Kollaborateuren wie Emil Jannings und Leni Riefenstahl bezogen wurde.</p>
<p>Prinzipiell habe ich als Anhänger einer Generation der die Gnade der späten Geburt zuteil wurde keine grundsätzlichen Probleme an einer maßvollen kulturellen Auf- und Verarbeitung des Dritten Reichs. Doch der von mir nicht sehr geschätzte Zeit-Autor Jens Jessen spricht einen wichtigen Punkt an, indem er schreibt: &#8220;Das Brutalste des Films ist seine Leichtfertigkeit. Es ist ihm alles nur ein blutiger Scherz.&#8221; Vielleicht hätte ich doch wirklich nach Kill Bill meine Auseinandersetzung mit dem Werk von Quentin Tarantino beenden sollen. </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[If your grandfather was a murderer ... - Interview für BBC World Service]]></title>
<link>http://uwevonseltmann.wordpress.com/2009/08/22/bbc-heart-and-soul-interview-fur-bbc-world/</link>
<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 18:29:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>uvseltmann</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wenn der Großvater ein Mörder war &#8230; Dieser Frage sind Kristine Pommert und Award-winner Michae]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Wenn der Großvater ein Mörder war &#8230; Dieser Frage sind Kristine Pommert und Award-winner Michae]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ulrichsberg und KZ Lendorf]]></title>
<link>http://lindwurm.wordpress.com/2009/08/22/ulrichsberg-und-kz-lendorf/</link>
<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 11:44:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>lindwurm</dc:creator>
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<description><![CDATA[Na endlich. Verteidigungsminister Norbert Darabos &#8220;erwägt&#8221; zumindest, dass das österreic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Na endlich. Verteidigungsminister Norbert Darabos &#8220;erwägt&#8221; zumindest, dass das österreichische Bundesheer am diesjährigen Ulrichsbergtreffen am 20. September <a href="http://derstandard.at/fs/1250691005550/Ulrichsbergtreffen-Darabos-erwaegt-Bundesheer-Absage">nicht teilnimmt</a>. Das Heer hat dort oben auch nichts zu suchen, denn dieses Treffen ist eine Privatveranstaltung, bei der noch lebende Weltkriegsveteranen einander versichern, ganz normale Soldaten in einer ganz normalen Armee gewesen zu sein, die niemals nicht irgendwelche Verbrechen begangen habe. Am Vorabend des Treffens auf dem Berg feiern Mitglieder der &#8220;Kameradschaft IV&#8221;, also ehemalige SSler, dass sie dem Höllenfeuer ein weiteres Jahr entronnen sind. Heuer wurde überdies bekannt, dass der Vorsitzende der &#8220;Ulrichsberggemeinschaft&#8221; Wolf Dieter Ressenig, NS-Devotionalien im Internet feilgeboten hat. Es gibt also genug Gründe, dass diese Veranstaltung, auf der leider immer noch Politiker aller kärntner Parteien als Redner auftreten, zumindest keine Unterstützung durch das Militär erfährt.</p>
<p>Das österreichische Bundesheer hat übrigens immer noch Schwierigkeiten mit der Vergangenheitsbewältigung. So etwa in der <a href="http://www.nachkriegsjustiz.at/prozesse/umgang/klagenfurt_geschichtsaufarbeitung_pg.php">Kaserne Lendorf bei Klagenfurt</a>, die ein ehemaliges KZ ist, von KZ-Insassen erbaut wurde und eine &#8220;SS-Junkerschule&#8221; war, in der die Mörderelite des Regimes ausgebildet wurde. Nach Jahrzehnten hat man zwar in der Kaserne eine Gedenktafel angebracht, im für Besucher nur mit Ausnahmegenehmigung zugänglichen Militärmuseum im Kasernenkomplex werden allerdings immer noch SS-Uniformen kommentarlos neben jenen von regulären Einheiten ausgestellt. Das ist ein &#8220;Traditionsbewusstsein&#8221;, das längst auf den Müllhaufen der Geschichte gehört. Und die Frage muss erlaubt sein, warum das Bundesheer, das etliche seiner Kasernen <a href="http://noe.orf.at/stories/276772/">zu verkaufen versucht</a>, ausgerechnet eine ehemalige SS-Ausbildungsstätte behalten will.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[andere Woche]]></title>
<link>http://echtzeitmaerchen.wordpress.com/2009/08/08/andere-woche/</link>
<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 12:32:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>echtzeitmaerchen</dc:creator>
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<description><![CDATA[Diese letzte Woche hat viel verändert. Dabei war ich die meiste Zeit schlecht drauf und nicht begeis]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Diese letzte Woche hat viel verändert. Dabei war ich die meiste Zeit schlecht drauf und nicht begeistert. Einen Tag lang habe ich mich furchtbar einsam gefühlt wie ich es nur in Gruppen von 160 Leuten fühlen kann. Zwei wichtige Leute haben sich nicht gemeldet, und ich hatte sie schon so gut wie abgeschrieben. Außerdem habe ich gemerkt, bei aller Introvertiertheit, bei aller Sucht nach Alleinsein und Stricken und mich Zurückziehen und Lesen, wie wichtig Gespräch für mich ist. Thema der Woche war Schuld und Vergebung, und da ich letzte Woche über dieses <a href="http://echtzeitmaerchen.wordpress.com/2009/07/29/schneewittchen/">Buch</a> gestolpert war, bin ich in den Workshop &#8220;Holocaust&#8221; gegangen. Wenn ich es nicht gefunden hätte, vielleicht wäre es Israel/Palästina oder das Schreibprojekt geworden, vielleicht wäre dann auch meine Woche anders gelaufen, ich weiß es nicht. Jedenfalls haben wir in meinem Workshop den Film <a href="http://www.bpb.de/publikationen/N20HJA,0,Sophie_Scholl_Die_letzten_Tage.html">Sophie Scholl </a>mit <a href="http://dasmagazin.ch/index.php/julia-jentsch-das-gesicht-unserer-zeit/">Julia Jentsch</a> gesehen, den ich noch nicht kannte. Er läuft über zwei Stunden, und nur die ersten sieben Minuten, ich habe auf die Uhr gesehen, spielen in der Freiheit, in und an der LMU, an der ich studiere. Ich durchlaufe diesen Lichthof täglich und wechsele im Treppenhaus zwischen meinen Vorlesungen, ich wusste an jeder Ecke an der sie standen welches der schnellste Weg nach draußen gewesen wäre, obwohl ich natürlich wusste, daß sie geschnappt werden würden.</p>
<p>Der Rest ist quasi ein Kammerspiel, er spielt im Gerichtsgebäude, in dem ich kürzlich mit J, die zu Besuch aus Kreisau war, und in demjenigen Saal die Verhandlungsakten angeguckt habe, in der Zelle, kurz in Autos, in Stadelheim, das war es. Trotzdem kommt einem der Film nicht eng vor, weil eigentlich die ganze Welt mitverhandelt wird. In Sophies Argumentation spielt das Gewissen eine zentrale Rolle, so schwammig dieser Begriff ist, so offen ist er auch. Sophie beharrt auf einer Wahrheit jenseits des Rechtes, die nicht subjektiv ist, obwohl sie nicht festgeschrieben wird. Die Objektivität kann nur postuliert werden &#8211; wo immer das Gewissen angesiedelt ist, ob es in der Welt oder bei Gott verankert ist, es lässt sich nicht messen. Aber es ist notwendig, um einem Gesetz, das Verbrechen vorschreibt, etwas entgegen setzen zu können.</p>
<p>Dieser merkwürdig schillernde, schwammige und unabdingliche Begriff ist aber der Kernpunkt an dem die Haltung ihres Verhörers, Robert Mohr, <a href="http://www.bpb.de/themen/CSMOM9,0,0,Robert_Mohr.html">kippt</a>.</p>
<p>Erst fiel ich aus diesem Film in ein Foyer in dem es Kaffee und Kuchen gab und die Leute sich für die Diskussionsforen in Listen eintrugen, geredet habe ich über den Film schließlich nicht, aber über anderes, später, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, erschöpft von den vielen Tränen von denen ich gar nicht wußte das so viele in meinen Kopf reinpassen wurden, die im Laufe des Tages ausbrachen. Warum? Einsam habe ich mich gefühlt. Und in einer Welt, in der &#8230; schwer zu beschreiben. Vielleicht: In der es das sicherste ist, allein zu bleiben.</p>
<p>Am Mittwoch waren wir in Dachau &#8230;</p>
<p>Ich war die ganze Woche nicht gut drauf. Ich dachte die ganze Zeit, daß ich eh nächstes Jahr nicht wieder kommen würde, und ließ meine schlechte Laune, meine Tränen, meine Kritik raus. Damit war die Woche sehr anders als mein sonstiges Leben. Es gab schließlich gute Gespräche, aber die waren ganz anders als sonst. Ich war nicht nett. Es waren auch keine netten Gespräche. Aber es gab welche, es war kein Schweigen. Und sie waren wichtig, wenn sie auch nicht frohgemut waren. Nicht nur. Irgendwie war das alles anders als sonst. Und hat sich damit tief eingeprägt. Ich kann noch nicht mehr wirklich sagen, in welchem Umfang. Aber ich möchte nicht, daß es vorbei geht.</p>
<p>Ach so, und ich habe eine ganze Menge da gelassen. Ich fühle mich freier.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schneewittchen]]></title>
<link>http://echtzeitmaerchen.wordpress.com/2009/07/29/schneewittchen/</link>
<pubDate>Wed, 29 Jul 2009 21:17:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>echtzeitmaerchen</dc:creator>
<guid>http://echtzeitmaerchen.wordpress.com/2009/07/29/schneewittchen/</guid>
<description><![CDATA[Vor ein paar Tagen unterhielt ich mich mit jemandem über Schneewittchen. Ich wollte das Märchen noch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Vor ein paar Tagen unterhielt ich mich mit jemandem über Schneewittchen. Ich wollte das Märchen noch einmal nachlesen. Wie viele Dinge mit denen man sich ablenkt, kam mir dieser Gedanke heute in der Bibliothek, inmitten meiner Althebräischen Bücher und Wörterbücher. Ich suchte im elektronischen Katalog über das Feld &#8220;freie Suche&#8221; nach Schneewittchen und grenzte ein auf die Bibliothek in der ich mich befand. Ein Buch war gerade ausgeliehen, das andere von den beiden hatte eine Signatur im dritten Stock. Ich holte das Buch und machte erst einmal dort weiter wo ich aufgehört hatte: Exodus 12, der Auszug der Israeliten aus Ägypten, das letzte <a href="http://www.talmud.de/cms/Pessach.153.0.html">Pessach</a> vor dem Auszug, die Regelungen für Nicht-Israeliten, die auch beim Auszug mit dabei waren, bei diesem Mahl.</p>
<p>Irgendwann fing ich doch an zu lesen. Um herauszufinden, was dieses merkwürdige Buch mit dem Begriff Schneewittchen zu tun haben könnte. Es heißt &#8220;I<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/10670.html">ch muß doch meinen Vater  lieben, oder?</a>&#8221; von (<a href="http://www.eichborn.de/nc/eb/eichborn/autoren/autorin-einzelansicht/autor/matthias-kessler/">Matthias Kessler</a>)  und besteht aus den Umschriften von Interviews der Tochter des Kommandanten von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Plaszow">Plaszow</a> (bei Krakow, das Krakower Ghetto wurde dorthin verlagert), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amon_Göth">Amon Göth</a>, bekannt aus dem Film &#8220;<a href="http://www.nibis.de/nli1/chaplin/materialien/schindler/arbeitshilfen/united/body_united.html">Schindlers Liste</a>&#8220;, wie das Vorblatt bemerkt, den ich nicht gesehen habe, selbst erst im November 45 geboren, die ihren Vater nie kennengelernt hat.</p>
<p>Ich saß da, in der Bibliothek, mit dem Blick auf die Leopoldstraße, und las das Leben dieser Frau, in Frage und Antwort, oft münchnerisch dialektal, ohne Unterbrechung, bis ich um kurz vor zehn, als die Bibliothek schloss, alles gelesen hatte bis auf die beiden Epiloge, je einer von Interviewer und Interviewter.</p>
<p>Frage und Antwort, Liebe und Schuld, am Anfang empörte mich die Naivität mit der die Antwortende Schuld zu relativieren sucht, bis sich mehr und mehr abzeichnet, daß sie die Schuld nicht ins Nichts abschiebt, sondern allein sich selbst gibt, und zwar alle Schuld, und hier bin ich schon bei dem außergewöhnlichen Leben angelangt: Die Mutter außergewöhnlich grausam, lässt beispielsweise die 20jährige wegen einer Nichtigkeit in die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Isar-Amper-Klinikum_München-Ost">Psychatrie Haar</a> einsperren, wo sie drei Monate verbringt, unter anderem wegen einer vorlauten Bemerkung in einer Zelle mit in die Haut einschneidender <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsjacke">Zwangsjacke</a>, nachdem die Interviewte, Monika, mit Lulu, einem Transvestiten Streit hatte, den die Mutter bei ihr im Zimmer einquartiert hatte und der dort längere Zeit lebte und eine engere Beziehung für die Mutter bedeutete als die Tochter &#8211; dies allein finde ich nicht schlimm, aber außergewöhnlich. Schlimm dagegen ist die erste Ehe von Monika. Da sie kein Dach mehr über dem Kopf hat (die Mutter hatte sie ausgesperrt), heiratet sie nach ein paar Nächten in Hauseingängen und auf Dachböden (&#8220;wissen Sie, damals waren noch nicht alle Häuser abgesperrt&#8221;) einen Mann, der sie vergewaltigt, schlägt und auf den Strich schickt. In diesem Ton erzählt sie das: als hätte sie nichts besseres verdient.</p>
<p>Gerade die Beiläufigkeit, die mich aufregte, als es um die Schuld ihrer Eltern ging, macht mehr und mehr Sinn: Sie nimmt alle Schuld auf sich, sie hat in ihrem Leben so viel als Strafe empfunden, daß sie von daher relativiert. Sie findet als leidendes Kind all das in Ordnung, was die Mutter mit ihr macht, sie findet entschuldigende Worte für ihren ersten Ehemann, es ist, als mache ihr nichts mehr Angst als fremde Schuld, sie nimmt auch die Schuld für die Schläge ihres Mannes auf sich und wirkt dabei milde, großzügig, vergebend, sie scheint all das ernst zu meinen, die guten Worte die sie über alle verliert, und wenn ihr jemand wehgetan hat, wie der GI der als Kind mit ihr gepielt hat und dann weg war ohne sich zu verabschieden, dann sucht sie die Schuld bei sich.</p>
<p>Ich werde diesem Text und diesem Menschen nicht gerecht, ich möchte nur Werbung machen, dieses Buch zu lesen, nicht nur weil es sich schnell und zügig herunterlesen lässt, weil es mit einem Oscar-prämierten Film zu tun hat, weil es um wichtige Dinge geht, sondern weil so vieles darin scheinbar nebeneinander steht  und dann doch sich zusammenfügt: Vom Winde verweht, immer wieder, die Sklaven, die auf Tara im Einklang mit der Herrenfamilie leben, so hätte sich Monika die Zustände im Lager ihres Vaters gewünscht,  ihr Vater sah Rhett Butler ähnlich, und ihre Mutter hatte zeitlebens nur zwei Traummänner, Amon Göth und Rhett Butler.</p>
<p>Die Vornamen der Eltern: Ruth und Amon, beides hebräisch, Amon der böse König der für das Babylonische Exil verantwortlich ist, Vater des überguten König Josija, dem sogar noch das fünfte Buch Mose im Tempel zufällig zufällt (eine Schriftrolle wird in seiner segensreichen Amtszeit gefunden).</p>
<p>Monika selbst ist aufgewachsen in Schwabing, in der Schwindstraße, keine 10 Minuten von meiner Uni entfernt, sie verbringt Zeit im Alten Simpel, am Hohenzollernplatz, sie geht in die Theatinerkirche, all das ganz beiläufig, aber all das in unmittelbarer Umgebung des Ortes wo ich saß und dieses Buch las. Und doch überraschte es mich, irgendwann zu lesen, daß sie eine Sekretariatsstelle an der Uni angenommen hatte und da lange Zeit arbeitete. Und als ich las, dass sie anfing, Althebräisch zuelernen, verschlug es mir das Räuspern, dort zwischen meinen Althebräischen Büchern.<br />
Auch ihr Leben war voller Zufälle, zumindest kommt es mir so vor, aus der Perspektive von heute, daß sie einem befreundeten Kneipenwirth, für den sie heimlich schwärmt, beim Abwaschen beobachtent, und als sie untere seinen hochgerutschten Armen eine tätowirte Nummer sieht, nachfragt, in welchem Lager er gewesen sei, in Polen, aber wo ihn Polen? Ihre Mutter käme daher, sie habe sich mit KZs beschäftigt (langsam versucht sie dem nahe zu kommen, worüber ihre Mutter schweigt und ihre Oma lügt), vielleicht kenne sie den Ort, und als er &#8220;Plaszow&#8221; ausspricht sagt sie, dann kanntest Du meinen Vater! -Wie heißt er? &#8211; Wie ich. Göth. &#8211; Nein, ich kenne keinen Göth. &#8211; Aber wie kannst du dagewesen sein und den Namen des Kommandanten nicht kennen? &#8211; Nein, der Kommandant hieß Gätt.</p>
<p>Der Wirt erstarrt, und Monika erklärt zusammenfassend, die Polen haben kein ö aussprechen können und hätten es als ä gesprochen. Weiter spricht sie mit den Besitzern des Babalou, wo sie sich als Bedienung bewirbt, die ebenfalls beide in Plaszow waren, ihr lange über den Kopf streicheln und sie nach Hause schicken ohne ihr etwas zu sagen. Im Amerikahaus, wo sie sich anmeldet, um etwas zu erfahren, findet sie hauptsächlich Sachen über Auschwitz.</p>
<p>Alles keine Entschuldigung, alles kein Grund, alles kein &#8230;</p>
<p>So viel Naivität, aber andererseits entblättert sich solch ein Leben, das sie fast als Antwort auf die Schuld ihres Vaters gelebt hat ohne es zu benennen, und das andererseits ohne Naivität vielleicht auch nicht aushaltbar ist.</p>
<p>Im neueröffneteten Babalou verbrachte ich vor zwei Jahren eine Sommernacht ohne von all dem zu wissen. Ich werde in die Schwindstraße gehen. Ich werde morgen die beiden Epiloge lesen. Und ich werde aufmerksam die alten Frauen in den Althebräischveranstaltungen beobachten. Und ein paar der teils doch unglaublich klugen Zitate hier reinstellen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schickedanz soll sich an jüdischem Besitz bereichert haben]]></title>
<link>http://heftklammer.wordpress.com/2009/07/21/schickedanz-soll-sich-an-judischem-besitz-bereichert-haben/</link>
<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 18:06:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>heftklammer</dc:creator>
<guid>http://heftklammer.wordpress.com/2009/07/21/schickedanz-soll-sich-an-judischem-besitz-bereichert-haben/</guid>
<description><![CDATA[Wenn ein Mann erzählt, er sei durch harte Arbeit reich geworden, dann frage ihn, durch wessen. Wenn ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wenn ein Mann erzählt, er sei durch harte Arbeit reich geworden, dann frage ihn, durch wessen.  Wenn Frau Schickedanz Geld braucht, soll sie endlich mal arbeiten gehen.</p>
<p>Heute im blassen Spiegel: <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,637407,00.html#ref=rss" target="_blank"> Schickedanz soll sich an jüdischem Besitz bereichert haben</a></p>
<blockquote><p>Allein zwischen 1933 und 1937 habe Schickedanz zehn Firmen und Grundstücke aus jüdischem Besitz übernommen, sagte Dietzfelbinger. Dazu hätten neben der Vereinigten Papierwerke in Nürnberg-Heroldsberg die Brauerei Geismann in Fürth sowie die Firmen Baum &#38; Mosbacher in Frankfurt, M. Ellern in Forchheim-Stadtsteinach, Ignatz Mayer in Nürnberg, die Kohn&#8217;sche Briefmarkensammlung sowie mehrere Grundstücke in Fürth und Forchheim gezählt.</p></blockquote>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sammlung Prinzhorn]]></title>
<link>http://ulrisch.wordpress.com/2009/07/15/sammlung-prinzhorn/</link>
<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 03:42:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>admontmonks</dc:creator>
<guid>http://ulrisch.wordpress.com/2009/07/15/sammlung-prinzhorn/</guid>
<description><![CDATA[Die &#8220;Presse&#8221; berichtet heute in einem Artikel über die Sammlung Prinzhorn, die bis 08. N]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die<a href="http://diepresse.com/"> &#8220;Presse&#8221;</a> berichtet heute in einem <a href="http://diepresse.com/home/kultur/kunst/495075/index.do?from=suche.intern.portal">Artikel</a> über die Sammlung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Prinzhorn">Prinzhorn</a>, die bis 08. November bei uns im Stift Admont zu sehen ist.</p>
<p>Die Austellung ist in <a href="http://www.stiftadmont.at/deutsch/museum/aktuelles/news_uebersicht.php">Admont </a>in einem sehr gedämpften Licht zu sehen. Das erinnert mich an die <a href="http://www.prinzhorn.uni-hd.de/geschichte.shtml#ns-zeit">dunkle Vergangenheit</a>, die diese Sammlung hinter sich hat.</p>
<p>PS: Wir haben bei uns im Konvent auch einen Frater, der Neurologe ist. Er wird uns sicher auch noch mal mitteilen, was er über die Ausstellung denkt, da er als Ordensmann und Arzt sicher einen interessanten Ansatz hat.</p>
<p>verwandte Links:<br />
<a href="http://diepresse.com/home/kultur/kunst/495075/index.do?from=suche.intern.portal">Artikel der Presse</a></p>
<p><a href="http://www.stiftadmont.at/deutsch/museum/museum/prinzhorn.php">Austellung Sammlung Prinzhorn in Admont mit verschiedenen pdf-Dokumenten als Download</a></p>
<p><a href="http://meinekleine.kleinezeitung.at/hartheim/stories/363957/">eine Diskussion auf meinekleine.at</a></p>
<p align="center"><img src="http://www.prinzhorn.uni-hd.de/images/beispiele/geldschein.gif" alt="" width="385" height="257" /></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[D | C | Wollgarnspinnerei und Kammgarnfärberei Amerika]]></title>
<link>http://schlotforum.wordpress.com/2009/05/14/d-c-wollgarnspinnerei-und-kammgarnfarberei-amerika/</link>
<pubDate>Thu, 14 May 2009 17:02:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>vinyl79</dc:creator>
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<description><![CDATA[Alte AK der &#8220;Wollgarnspinnerei und Kammgarnfärberei  Amerika&#8221;. Amerika ist ein Ortsteil ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Alte AK der &#8220;Wollgarnspinnerei und Kammgarnfärberei  Amerika&#8221;. Amerika ist ein Ortsteil ]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[CZ | Hostinné | Papierfabrik Elbemühl]]></title>
<link>http://schlotforum.wordpress.com/2009/05/14/cz-hostinne-bergbau-alte-fabrik/</link>
<pubDate>Thu, 14 May 2009 16:51:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>vinyl79</dc:creator>
<guid>http://schlotforum.wordpress.com/2009/05/14/cz-hostinne-bergbau-alte-fabrik/</guid>
<description><![CDATA[Fotopostkarte des 1835 gegründeten Papierfabrik Elbemühl. AK ohne Verlagsangabe aus dem damaligen De]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Fotopostkarte des 1835 gegründeten Papierfabrik Elbemühl. AK ohne Verlagsangabe aus dem damaligen De]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Filmtipp: Der Vorleser &amp; Control]]></title>
<link>http://annellchen.wordpress.com/2009/05/08/filmtipp-der-vorleser-control/</link>
<pubDate>Fri, 08 May 2009 21:13:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anne Grabs</dc:creator>
<guid>http://annellchen.wordpress.com/2009/05/08/filmtipp-der-vorleser-control/</guid>
<description><![CDATA[VORAB-INFO: Für alle die nach &#8220;Alexandra Maria Lara oben ohne&#8221; suchen, werden hier nicht]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>VORAB-INFO: Für alle die nach &#8220;Alexandra Maria Lara oben ohne&#8221; suchen, werden hier nicht fündig werden.</p>
<p>Gegensätzlicher könnten die Filme nicht sein, aber es sind die Filme, die ich im letzten Monat gesehen habe. Zufälligerweise spielt in beiden Filmen aber <a title="Alexandra Maria Lara : Vita : Filme" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexandra_Maria_Lara" target="_blank">Alexandra Maria Lara</a> mit und das meiner Meinung nach sehr gut. In beiden Filmen kommt ein Gedicht über das Leben und Liebe, Geburt und Tod  vor.</p>
<h2>Der Vorleser:</h2>
<p>Die Geschichte vom 15jährigen Michael, der ein Verhältnis mit der 15 Jahre älteren Hannah hat und sich in sie verliebt (sie sich auch in ihn). Es dauert den Sommer 1943 an, bis Hannah ihn verlässt um in einem KZ zu arbeiten, was Michael aber nicht weiß. Sie &#8220;begegnen&#8221; sich bei den Heidelberger Prozessen 1966 wieder. Michael nimmt während des Jura-Studiums als Zuhörer an dem Prozess teil. Hannah wird lebenslänglich verhaftet, wegen Mordes an 300 KZ-Häftlingen. Er spricht nicht mit ihr, will sie beschützen, aber es ist zu spät. Das Ganze ist sehr dramatisch und traurig. Am Ende bleibt eine ungelebte Liebe, die nur für einen Sommer, Michaels und Hannahs Sommer eine Ausnahme hatte. Besonders gefallen hat mir Kate Winslet in ihrer Rolle als &#8220;einfach-gestrickte&#8221; aber gleichzeitig sehr bestimmende Person. Der Wandel von einer liebenden Person zu einer die Menschen tötet, wurde sehr gut dargestellt und für mich wurde somit plastischer gemacht, wie Menschen damals so handeln konnten. Ohne zu hinterfragen, haben sie einfach das gemacht, was ihnen gesagt wurde. Traurig, aber wahr.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-764" title="Der_Vorleser" src="http://annellchen.wordpress.com/files/2009/05/dervorleser_poster.jpg" alt="Der_Vorleser" width="343" height="462" /></p>
<p>Das Gedicht vom Film kommt relativ am Anfang, ein Auszug aus den Geschichten die Michael Hannah vorliest:</p>
<p>&#8220;Ich fürchte nichts, nichts als die Grenzen deiner Liebe.<br />
Lass auch Hindernisse wie Gebirge zwischen uns treten.<br />
Gefahren werden dich nur reizender machen.<br />
Ich will sie für Treppen nehmen und darüber in deine Arme fliegen.<br />
An meinem Arm sollst du durchs Leben hüpfen.<br />
Schöner als er dich von sich ließ, soll der Himmel dich wiederhaben<br />
und mit Verwunderung eingestehen:</p>
<p>Die letzte Hand an die Seelen legt nur die Liebe.&#8221;</p>
<h2>Control:</h2>
<p>Es geht um den Sänger Ian Curtis von der Band Joy Division, um Krankheiten wie Epilepsie, um Liebe &#38; Heirat. Er ist wirklich sehr bewegend und Joy Division (ich kannte sie vorher noch nicht) haben in den 80ern lässigen Post-Punk, mit ein wenig Düster-Depri-Industrial-Elektronik gemacht. Ian Curtis zerbricht schließlich an seiner Krankheit und an einschneidenden Entscheidungen, die er einst im Leben getroffen hat. Nach seinem Tod haben die übrigen Band-Mitglieder <a title="new order : crystal : joy division : myspace" href="http://www.myspace.com/neworder" target="_blank">&#8220;New Order&#8221;</a> gegründet. Mein absoluter Hit von New Order ist &#8220;Crystal&#8221;.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-767" title="Control_Ian_Curtis" src="http://annellchen.wordpress.com/files/2009/05/controlposter2.jpg" alt="Control_Ian_Curtis" width="335" height="494" /></p>
<p>Das  Gedicht, welches Ian relativ am Anfang des Filmes aufsagt (als er seine spätere Frau &#8220;Debby&#8221; Deborah kennenlernt), handelt vom Leben und Tod sowie vom Glauben. Ich verstehe es als Worte seiner Lebensenergie, aber auch seines Suizids:<br />
&#8220;Mein Herz geht auf, wenn himmelhoch ein Regenbogen steht.<br />
So war es schon von Anfang an und so auch jetzt als reifer Mann.<br />
So sei es, wenn ich ein Greis bald bin, sonst lass mich gehen.<br />
Kind, lebe fort in mir &#8211; dem Mann, nur dieser eine Wunsch mir bleibt.<br />
Der Schöpfung Wunder will ich sehen in Gottes Ewigkeit.&#8221;</p>
<p>Und hier noch ein Originalvideo von<strong> Joy Division</strong> mit dem Lied <strong>&#8220;Transmission&#8221;</strong>:</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/6ZwMs2fLoVE&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/6ZwMs2fLoVE&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Burg Stahleck: Keimzelle der Kurpfalz]]></title>
<link>http://burgerbe.wordpress.com/2009/04/27/burg-stahleck-keimzelle-der-kurpfalz/</link>
<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 22:10:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jan</dc:creator>
<guid>http://burgerbe.wordpress.com/2009/04/27/burg-stahleck-keimzelle-der-kurpfalz/</guid>
<description><![CDATA[Die wieder aufgebaute Burg Stahleck über Bacharach ist heute Jugendherberge (Foto: Meins) Eine Burg ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div id="attachment_1970" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck1.jpg"><img class="size-medium wp-image-1970" title="stahleck1" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck1.jpg?w=300" alt="stahleck1" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die wieder aufgebaute Burg Stahleck über Bacharach ist heute Jugendherberge (Foto: Meins)</p></div>
<p>Eine Burg am Rhein war im Mittelalter eine sichere Einnahmequelle. Die Straßen waren seit dem Ende der Römerzeit miserabel, der Fluss mit seiner angenehm schnellen Strömung hingegen fast durchgängig befahrbar. Kein Wunder, dass das enge Mittelrheintal nur so mit  Zoll-Burgen gespickt ist, deren Besatzungen bei den Kaufleuten kräftig abkassierten.  Eine dieser Festungen &#8211; Burg Stahleck &#8211; sollte sogar zur Keimzelle eines Kurfürstentums werden.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Seit dem Jahr 1000 war die lukrative Gegend im Besitz der Kölner Erzbeischöfe. Die ließen zu Anfang des 12. Jahrhunderts an Stelle einer älteren Befestigung eine Höhenburg im gerade hochmodernen  Stil der Staufer errichten: Ein runder Bergfried, umgeben von einer Schildmauer. Weil zu einer Burg damals ein Wassergraben einfach dszugehörte, füllte man eben vor den Mauern &#8211; hoch über dem Rhein &#8211; ein Bassin mit Wasser.</p>
<div id="attachment_1971" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck0.jpg"><img class="size-medium wp-image-1971" title="stahleck0" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck0.jpg?w=300" alt="stahleck0" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Burg Stahleck von der rechten Rheinseite aus gesehen </p></div>
<p>Auf ihrem Bergsporn über Bacharach (wo der Zoll gezahlt wurde) war die Stahleck die erste Mittelrhein-Burg nördlich von Bingen. Viele andere sollten bald folgen&#8230; Die Stahlecker Burggrafen waren für die Kölner ungemein wichtig. Und auch am kaiserlichen Hof wurde man bald auf die Qualitäten der über dem Fluss thronenden Ritter aufmerksam.</p>
<p><strong>Der streitbare Hermann</strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_von_Stahleck"><br />
Hermann von Stahleck</a> gelang 1125 der große Wurf: Er heiratete die Schwester des Staufer-Königs <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_III._(HRR)">Konrad III.</a> Der königliche Schwager zeigte sich spendabel &#8211; er belehnte Hermann 1142 mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein, die erfünf Jahre vorher als erledigtes Lehen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_I._von_Salm">Otto I. von Salm</a> weggenommen hatte. Hermann und Otto verbrachten die folgenden Jahre in heftigem Streit.</p>
<p>Offenbar hatte der Ritter von Stahleck sein Territorium trotz der Dauer-Fehde gut im Griff. Jedenfalls ernannte Konrad ihn, als er zum Zweiten Kreuzzug aufbrach, für zwei Jahre zum Reichsverweser. Man kann also sagen, dass zwischen 1147 und 1149 das Reich von Stahleck aus regiert wurde.</p>
<p>Aus der Pfalzgrafschaft sollte dann im 12. Jahrhundert die mächtige <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kurpfalz">Kurpfalz</a> werden, deren Herrscher das Amt eines Kurfürsten und Erztruchessen des Reicht bekleideten.</p>
<div id="attachment_1972" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck2.jpg"><img class="size-medium wp-image-1972" title="stahleck2" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck2.jpg?w=300" alt="stahleck2" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Burg Stahleck: Der Innenhof</p></div>
<p>Hermann stritt sich derweil erst einmal heftig mit seinem Nachbarn, dem Mainzer Erzbischof herum, und kam gleich zwei Mal in den Kirchenbann. Nun herrschte auch noch ein gottloser Ketzer auf der Burg&#8230;</p>
<p>Konflikten scheint der Ritter nicht auf dem Weg gegangen zu sein. Sein Onkel Friedrich Barbarossa verurteilte ihn jedenfalls wegen Landfriedensbruch zum reichlich demütigenden &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hundetragen">Hundetragen</a>&#8220;. Aber Hermann schleppte den Vierbeiner offenbar mit Fassung. Der umtriebige Pfalzgraf liegt im Kloster Bildhausen begraben.</p>
<p>Nach Hermanns Tod 1156 gab der Kaiser das Lehen an seinen eigenen Halbbruder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_der_Staufer">Konrad von Hohenstaufen</a> weiter. Das war insofern bemerkenswert, als es sich ja immer noch um ein Kölnisches Lehen handelte, über dessen Herrschaft der Kaiser gar nicht zu bestimmen hatte. Aber so ein bisschen Schiebung zu Gunsten der eigenen Familie hat im Hochadel ja durchaus Tradition&#8230; Die Kölner waren jedenfalls erstmal richtig sauer.</p>
<div id="attachment_1974" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck3.jpg"><img class="size-medium wp-image-1974" title="stahleck3" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck3.jpg?w=300" alt="stahleck3" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Rheinseite der Stahleck</p></div>
<p><strong>&#8220;Stahlecker Hochzeit&#8221;</strong><br />
Zum Tagesgespräch im Reich wurde die Burg dann 1194. Konrads Tochter &#8211; und Alleinerbin &#8211; Agnes nutzte eine Abwesenheit ihres Vaters, um heimlich Welfenherzog <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_(V.)_der_%C3%84ltere_von_Braunschweig">Heinrich von Braunschweig</a>, den Sohn Heinrichs des Löwen, zu heiraten. Der war ein erklärter Gegner der Staufer und auch gerande noch 1192 vom Kaiser geächtet w0rden. Durchaus zurecht, denn der Welfe hatte einige Jahre zu früh den Tod des Kaisers erklärt und prompt sich selbst schon mal als neuen König empfohlen.</p>
<p>Die Zeremonie auf der Burg ging als &#8220;Stahlecker Hochzeit&#8221; &#8211; in die Geschichte ein. Eine Liebesheirat zwischen zwei verfeindeten Familien gegen den Willen der Väter.</p>
<p>In einem anderen Land wäre das ein klassischer Drama-Stoff gewesen. Am Rhein wuchs jedoch bald Gras über die Sache, und der Welfe versöhnte sich mit dem Kaiser. Ein Happy End also.</p>
<div id="attachment_1976" class="wp-caption alignright" style="width: 231px"><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/ottoundagnes.jpg"><img class="size-medium wp-image-1976" title="ottoundagnes" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/ottoundagnes.jpg?w=221" alt="ottoundagnes" width="221" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Otto &#34;der Erlauchte&#34; guckt seine Agnes noch etwas missmutig an. Doch die Verbindung hatte Zukunft... (Bild: Wikipedia/gemeinfrei) </p></div>
<p><strong>Die Wittelsbacher kommen</strong><br />
Fast 30 Jahre lenkt erneut die Heirat einer Agnes das Schicksal von Grafschaft und Burg Stahleck in eine andere Richtung: Die Welfin Agnes, Neffin des Liebesheirats-Heinrichs, hatte Burg und umfangreiche Ländereien geerbt. Seit 1214 lag die Herrschaft über die Pfalz beim Haus Wittelsbach, und was lag da für den regierenden Grafen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_II._(Bayern)">Otto II.</a> (&#8220;der Erlauchte&#8221;) näher, als Erbin Agnes zu ehelichen? Das Modell erwies sich als Erfolg versprechend. Die Pfalz und Burg Stahleck blieben die nächsten fast 600 Jahre (mit kurzen Unterbrechungen) unter Wittelsbacher Herrschaft.</p>
<p>Otto und Agnes residierten in Heidelberg. Gelegentlich erinnerten sich die pfälzischen Wittelsbacher aber noch an Burg Stahleck, die in den folgenden Jahrhunderten mehrfach Schauplatz bedeutender Ereignisse wurde und zeigt, wie verwoben die Wittelsbacher in die Reichspolitik waren:</p>
<p>- Die Wahl von Pfalzgraf Ludwig zu König (später Kaiser) <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_IV._(HRR)">Ludwig IV.</a> im Jahr 1314. Die <span style="text-decoration:line-through;">Bestechungsgelder</span> Kosten der Wahl waren so exorbitant, dass die Stahleck erstmal verpfändet werden musste.<br />
- Die Heirat von Pfalzgrafentochter Anna mit Kaiser <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_IV._(HRR)">Karl IV.</a> im Jahr 1349.<br />
- Kurfürst Rupprecht III. feierte hier im Jahr 1400 standesgemäß seine Einsetzung als deutscher König <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ruprecht_I._(HRR)">Rupprecht I.</a><br />
- 1408 bewirtete König Rupprecht auf der Stahleck erneut die Reichsfürsten.<br />
- 1442 Fest mit den Reichsfürsten anlässlich der bevorstehenden Kaiserkrönung Friedrichs von Österreich.</p>
<p>Als die letzten Fürsten sich 1442 Richtung Aachen aufgemacht hatten, war es mit der reichspolitischen Bedeutung der Stahleck allerdings vorbei. Im beginnenden Kanonen-Zeitalter war der Bau nicht mehr unbezwingbar, auch wenn man eine Kanonenplattform einbaute. Inzwischen war die Anlage auch in die Stadtbefestigung von Bacharach integriert worden. Am Ende des Mittelalters wurde es ruhig über dem Mittelrheintal&#8230;</p>
<div id="attachment_1977" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/800px-burgstahleck1663.jpg"><img class="size-medium wp-image-1977" title="800px-burgstahleck1663" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/800px-burgstahleck1663.jpg?w=300" alt="800px-burgstahleck1663" width="300" height="222" /></a><p class="wp-caption-text">1660: Die Burg nach dem Dreißigjährigen Krieg. (Bild: Wikipedia/gemeinfrei)</p></div>
<p><strong>Der Dreißigjährige Krieg</strong><br />
Das änderte sich 1620 als spanische Truppen Stadt und Burg einnahmen. Der Rhein war als Verbindungs- und Nachschublinie zwischen dem Habsburger Kernland und den spanischen Niederlanden für die kaiserliche Partei unverzichtbar. Das von der Stahleck beherrschte Nadelöhr am Mittelrhein erwies sich als entsprechend wichtig.</p>
<p>Die ins Rheintal einbrechenden Schweden belagerten die Burg 1632, beschädigten sie schwer, und nahmen sie schließlich ein, um 1635 wieder von den Kaiserlichen hinausgeworfen zu werden. Es folgten Sachsen-Weimaraner, Bayern, Spanier, Franzosen und ein desaströses Bombardement der französischen Besatzung  durch kurkölner Truppen unter Constantin von Nievenheim. Als die Franzosen 1650 schließlich gemäß des Westfälischen Friedens abzogen und die Burg wieder an die Kurpfalz übergaben, war ein Schlachtfeld übrig. Aber Bergfried, Wohngebäude und Teile der Mauern standen noch.</p>
<div id="attachment_1979" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck4.jpg"><img class="size-medium wp-image-1979" title="stahleck4" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck4.jpg?w=300" alt="stahleck4" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Blick vom Burghof auf das Mittelrheintal Richtung Süden</p></div>
<p>Pfalzgraf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_I._Ludwig_(Pfalz)">Karl Ludwig</a> ließ 1666 die Folgen des Krieges beseitigen und die Burg umbauen. Doch der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pf%C3%A4lzischer_Erbfolgekrieg">Pfälzer Erbfolgekrieg</a> machte den Aufwand gut 20 Jahre später bereits wieder gründlich zunichte. 1688 wurde die Burg an die Franzosen übergeben. Wenige Monate später sprengten die Besatzer die Pulvervorräte und machten die Anlage so zur Ruine. Die Trümmer flogen bis in die Stadt. Die Zerstörung war so gründlich, dass sich ein Wiederaufbau nicht mehr lohnte, als die Kurpfalz die Anlage schließlich 1697 zurückbekam.</p>
<p>Als die Franzosen dann hundert Jahre später unter Napoleon wieder an den Rhein kamen und das linke Ufer annektierten, fanden sie nur noch Trümmer vor, die sie 1804 zum Verkauf anboten. Es interessierte sich jedoch offenbar niemand für den Schuttberg über Bacharach.</p>
<div id="attachment_2025" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck5.jpg"><img class="size-medium wp-image-2025" title="stahleck5" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck5.jpg?w=300" alt="stahleck5" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Aussichtsterrasse</p></div>
<p>1815 fiel das Gebiet an Preußen. Der burgenbegeisterte Kronprinz Friedrich Wilhelm kaufte das Areal und schenkte die Ruine 1829 seiner Gattin, einer &#8211; und da sind sie wieder &#8211; Wittelsbacherin. Prinzessin Ludowika soll ob dieser einsturzgefährdeten Gabe allerdings nicht sonderlich begeistert gewesen sein. Man dokterte am Weg zur Ruine herum, und die Untertanen planierten flugs letzte Reste mittelalterlichen &#8220;Schutts&#8221;. Die Preußen blockierten dann während der folgenden 70 Jahren alle Versuche, die Ruine irgendwie zu nutzen oder instand zu setzen.</p>
<p>Erst 1909, als die Steinhaufen für 5000 Goldmark in den Besitz des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege kam, konnten erste Sicherungsarbeiten beginnen. Der Erste Weltkrieg unterbrach dann jedoch erstmal die Anstrengungen. In den Goldenen Zwanzigern wurde die Burg zum Prestigeprojekt des Vereins. Am liebsten hätten die Mitglieder die Anlage nach eigenen Plänen historisierend komplett wieder aufgebaut, doch 1925 stieß man bei Ausgrabungen auf alte Grundmauern.</p>
<div id="attachment_2026" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck9.jpg"><img class="size-medium wp-image-2026" title="stahleck9" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck9.jpg?w=300" alt="stahleck9" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Teil des Langhauses, der 1925 fertiggestellten Jungen-Herberge</p></div>
<p>Das verzögerte zwar den Wiederaufbau, allerdings konnte man nun auf alten Fundamenten mauern. Das erste neue Gebäude, ein Fachwerkbau mit Grundmauern aus Stein, das Langhaus, sollte nun als Jungen-Jugendherberge dienen. Ein zweiter Bau für Mädchen folgte.</p>
<p>Es war eine Herberge mit allem Komfort: Küche, Wasch- und Gesellschaftsräume sowie einer Wohnung für den Herbergsvater. Der Keller erhielt eine Eisenbetondecke, die gleichzeitig den Boden der Aussichtsterasse bildete (und noch immer bildet).</p>
<p>Beim Wiederaufbau von Ringmauer und Bergried-Fundamenten griff der Düsseldorfer Architekt Ernst Stahl auf Steine zurück, die bei den Ausgrabungen zum Vorschein gekommen waren. Im Juni 1926 wurde die Herberge feierlich eröffnet. Die Bauarbeiten gingen in den Folgejahren weiter, während die Anlage voll belegt war. Die Resonanz war enorm. Die Palas-Ruine wurde Mitte der 30er-Jahre komplett wieder aufgebaut, um 240 zusätzliche Schlafplätze zu schaffen. Die Einweihung wurde dann zur Schauveranstaltung von Nazi-Partei, Jungvolk, BD, SA und SS. Auch Gauleiter Gustav Simon war dabei.</p>
<div id="attachment_2037" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck7.jpg"><img class="size-medium wp-image-2037" title="stahleck7" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck7.jpg?w=225" alt="stahleck7" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Der heutige Bergfried wurde erst 1966 vollendet</p></div>
<p>Die Nationalsozialisten hielten auf der Burg Kurse für Jugendliche ab. Ihre Prominenz zeigte sich gern auf dem Berg. Nach einem Besuch von Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess 1938 entstand der Plan, den Stumpf des Bergfrieds zur Grundlage eines künftigen siebenstöckigen &#8220;Rudolf-Hess-Turms&#8221; zu machen.  Der Krieg unterbrach jedoch die Arbeiten.</p>
<p>Im Krieg diente die Herberge zunächst als Wehrmachts-Lazarett, dann als Umerziehungslager. 1942 wurden luxemburgische Jugendliche vier Monate lang in den Mauern internier, weil sie gegen ihre Zwangsrekrutierung durch die Wehrmacht protestiert hatten. 1943 wurde die Burg zum Straflager für deutsche Jugendliche.</p>
<p>Nach Kriegsende nutzten französische Besatzungssoldaten die Anlage. Aber bereits im November 1947 konnte die  beliebte Jugendherberge wieder öffnen. 1965 bis 67 folgte dann eine Renovierung, der Bau eines Wirtschaftsgebäudes und &#8211; endlich &#8211; die Fertigstellung des Bergfrieds (es fehlten noch vier Meter). Er bekam dabei auch seinen heutigen Kegelhelm. Die nächste &#8211; und bislang letzte Renovierung &#8211; fand in den 1990ern statt und kostete 8,3 Millionen Mark.</p>
<p><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck9b.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2049" title="stahleck9b" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck9b.jpg?w=150" alt="stahleck9b" width="150" height="112" /></a>Mittlerweile verzeichnet die malerisch gelegene Jugendburg mit ihren 168 Betten pro Jahr 42.000 Übernachtungen. Innenhof und Aussichtplattform sind öffentlich zugänglich. Die Herbergsräume und der Bergfried bleiben &#8220;normalen&#8221; Besuchern leider verschlossen. Man ist also schnell durch.</p>
<p>Die Fahrt nach oben (bzw. der schweißtreibende Aufstieg) lohnt sich aber trotzdem auf jeden Fall!</p>
<p style="text-align:center;"><em>Und hier mal eine kleine Video-Impression:</em><br />
<span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/7doEVBrqkoU&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/7doEVBrqkoU&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p><strong>Lage:</strong> 55422 Bacharach (Beschilderung folgen)</p>
<p><strong>Links: </strong>Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Stahleck_(Bacharach)">Wikipedia-Eintrag</a> zur Burg ist recht ausführlich. Mehr zu Pfalzgraf Hermann von Stahleck findet sich <a href="http://www.schulze-edv.de/hvs/hvstahl.html">hier</a>. Zur Seite der Jugendherberge in der Burg geht es <a href="http://www.diejugendherbergen.de/die-jugendherbergen-auf-einen-blick/bacharach/portrait">hier</a>.</p>
<p><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck6.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2039" style="border:0 none;margin:2px;" title="stahleck6" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck6.jpg?w=112" alt="stahleck6" width="112" height="150" /></a><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck8.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2040" style="border:0 none;margin:2px;" title="stahleck8" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck8.jpg?w=112" alt="stahleck8" width="112" height="150" /></a><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck0a.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2041" style="border:0 none;margin:2px;" title="stahleck0a" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck0a.jpg?w=112" alt="stahleck0a" width="112" height="150" /></a><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck9a.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2042" style="border:0 none;margin:2px;" title="stahleck9a" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/04/stahleck9a.jpg?w=112" alt="stahleck9a" width="112" height="150" /></a></p>
<p><strong>Fotos:</strong> Meine, falls nichts anderes dabei steht  (Anklicken zum Vergrößern)</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[D | Zella-Mehlis | Mercedes Büromaschinen-Werke AG, ca. 1935]]></title>
<link>http://schlotforum.wordpress.com/2009/04/21/d-zella-mehlis-mercedes-buromaschinen-werke-ag-ca-1935/</link>
<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 20:33:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>vinyl79</dc:creator>
<guid>http://schlotforum.wordpress.com/2009/04/21/d-zella-mehlis-mercedes-buromaschinen-werke-ag-ca-1935/</guid>
<description><![CDATA[Konvolut Postkarten der 1906-1990* bestehenden Mercedes Schreibmaschinen- und Büromaschinenfabrik in]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Konvolut Postkarten der 1906-1990* bestehenden Mercedes Schreibmaschinen- und Büromaschinenfabrik in]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nachdrucke von Nazi-Zeitungen: Gute Idee, miserable Umsetzung]]></title>
<link>http://motzmeyer.wordpress.com/2009/03/29/nachdrucke-von-nazi-zeitunge-gute-idee-miserable-umsetzung/</link>
<pubDate>Sun, 29 Mar 2009 16:19:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>motzmeyer</dc:creator>
<guid>http://motzmeyer.wordpress.com/2009/03/29/nachdrucke-von-nazi-zeitunge-gute-idee-miserable-umsetzung/</guid>
<description><![CDATA[Deutschland kann wieder Nazi-Zeitungen lesen! Nach einigem Hin und Her darf der Verleger Peter McGee]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,615370,00.html" target="_blank">Deutschland kann wieder Nazi-Zeitungen lesen</a>! Nach einigem Hin und Her darf der Verleger Peter McGee Nachdrucke von Zeitungen aus der NS-Zeit verkaufen. In den Medien ist der Streit zwischen Bayern und den „Zeitungszeugen“ – wie das <a href="http://www.zeitungszeugen.de" target="_blank">Projekt</a> heißt &#8211; recht präsent gewesen; meiner Meinung nach zu Recht: Ein Verbot der Nachdrucke wäre einer Entmündigung der Bürger gleichgekommen.</p>
<p>Aber die Frage um das Für und Wider dieses Projektes soll es hier gar nicht gehen. Was mich nach diesem Kleinkrieg interessiert: Was bekommt man eigentlich für die 3,80 Euro, die eine Ausgabe der Zeitungszeugen kostet? Ich habe mir deswegen die Sonderausgabe zum Thema „Hindenburgs Tot“ gekauft &#8211; und um es vorweg zu nehmen: Diese lose Zettelsammlung ist vor allem eines: lieblos!</p>
<p>Das fängt schon mit dem Umschlag an: DINA3-Format, einfaches Papier, armseliges Layout; als ob jemand das erste Mal ein wenig mit einem Design herumhantiert und nur Word 97 als Hilfe hatte. Blaue Balken am oberen und unteren Rand, in der Mitte ein großes Bild Hitlers und Hindenburgs, hier schwarze Schrift, da weiße, und hier mal kursiv. Aber gut: Vielleicht soll diese monotone Aufmachung einfach schon mal den Leser darauf einstimmen, dass es genauso langweilig weiter geht.</p>
<p style="text-align:center;">
<div id="attachment_220" class="wp-caption aligncenter" style="width: 292px"><img class="size-full wp-image-220" title="dscn3096" src="http://motzmeyer.wordpress.com/files/2009/03/dscn3096.jpg" alt="Quelle: Zeitungszeugen, Nr. 10, Seite 1" width="282" height="369" /><p class="wp-caption-text">Quelle: Zeitungszeugen, Nr. 10, Seite 1</p></div>
<p>Schlägt man die erste Seite auf, liegen dort lose die Nachdrucke des „Mittags“, der „Deutschen Illustrierten“ sowie eine Ankündigung des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers. Wegen dieser Nachdrucke hat man sich schließlich den „Zeitungszeugen“ gekauft; und sie bilden auch seine einzige Stärke. Der Rest der Ausgabe ist so langweilig, wie schon die Aufmachung des Titels vermuten ließ. Auf den beiden Innenseiten des DINA3-Umschlags sowie auf der letzten Seite steht jeweils ein Text. Ja, wirklich. Die Herausgeber haben es fertig gebracht, ganze DINA3-Seite mit Fließtext und einigen Schwarzweiß-Bildern zu füllen.</p>
<p>Auf Seite 2 steht der Artikel „Zur Rolle Hindenburgs“, auf Seite 3 „In preußischer Tradition“ – daneben eine Chronik &#8211; und auf der hinteren Umschlagseite findet sich die Rubrik „Geschichte erlesen“. An dem biederen Layout erkennt man, dass die Herausgeber Wissenschaftler und keine Journalisten sind: Die langen Texte, aufgeteilt in fünf Spalten, sind im Vergleich zu anderen wissenschaftlichen Texten recht flüssig geschrieben, aber trotzdem einfach langweilig. Fakten reihen sich an Fakten, die Sprache ist monoton und wenig lebendig. Dass man Geschichte auch besser vermitteln kann, beweisen Magazine wie GEO Epoche und Spiegel History.</p>
<p style="text-align:center;">
<div id="attachment_221" class="wp-caption aligncenter" style="width: 292px"><img class="size-full wp-image-221" title="seite-2-und-3" src="http://motzmeyer.wordpress.com/files/2009/03/seite-2-und-3.jpg" alt="Quelle: Zeitungszeugen, Nr. 10, S. 2f (Text von mir unscharf gemacht)" width="282" height="188" /><p class="wp-caption-text">Quelle: Zeitungszeugen, Nr. 10, S. 2f (Text von mir unscharf gemacht)</p></div>
<p>Dazu kommt noch, dass die Artikel auf Seite 2 und 3 nicht ein einziges Mal auf Stellen in den Nachdrucken verweisen. Die Texte hätten auch in einer wissenschaftlichen Publikation veröffentlich werden können; mit dem Projekt „Zeitungszeugen“ haben sie nur von der Themenwahl etwas gemein. Einzig die Rubrik „Geschichte erlesen“ verweist auf Stellen in den Zeitungen. Doch auch hier wäre eine Tabelle oder Ähnliches angenehmer gewesen als ein hunderte von Zeilen umfassender Fließtext.</p>
<p style="text-align:center;">
<div id="attachment_222" class="wp-caption aligncenter" style="width: 292px"><img class="size-full wp-image-222" title="seite-4" src="http://motzmeyer.wordpress.com/files/2009/03/seite-4.jpg" alt="Quelle: Zeitungszeugen, Nr 10, S. 4 (Text von mir unscharf gemacht)" width="282" height="377" /><p class="wp-caption-text">Quelle: Zeitungszeugen, Nr 10, S. 4 (Text von mir unscharf gemacht)</p></div>
<p>Wenn Peter McGee mit diesen Veröffentlichungen wirklich Geschichte näher bringen wollte, so ist ihm das gründlich misslungen. Anstatt Professoren schreiben zu lassen, hätte er sich lieber ein paar freie Journalisten suchen sollen, die den Stoff der breiten Masse wesentlich besser präsentiert hätten. Außerdem sind die Informationen zu den Nachdrucken recht dürftig. Für 3,80 Euro kann man mehr erwarten.</p>
<p>Aber um Aufklärung geht es den Verleger wohl auch gar nicht: Mit Nazigeschichte lässt sich einfach gut Geld verdienen. Und ob der Streit mit Bayern um das Urheberrecht nicht auch Kalkül war, um die Nachdrucke durch die Medien publik zu machen, ist gar kein so abwegiger Gedanke. Die Idee des Projektes halte ich für genial, die Umsetzung jedoch ist miserabel. Für das Geld sollte man sich lieber einmal im Monat ein ordentliches Geschichtsmagazin kaufen; das sieht im Schrank auch besser aus als diese lieblose Zettelwirtschaft.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[WB | Gutenstein | Sommerbad, 1930er Jahre]]></title>
<link>http://schlot.wordpress.com/2009/03/01/wb-gutenstein-sommerbad/</link>
<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 19:43:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>vinyl79</dc:creator>
<guid>http://schlot.wordpress.com/2009/03/01/wb-gutenstein-sommerbad/</guid>
<description><![CDATA[Detailansicht Bad, um 1938 Historischer Ansichtskartenausschnitt des Gutensteiner Strandbades mit Sc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Detailansicht Bad, um 1938 Historischer Ansichtskartenausschnitt des Gutensteiner Strandbades mit Sc]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ralph Giordano - Erinnerungen eines Davongekommenen]]></title>
<link>http://quadraturacirculi.wordpress.com/2009/02/05/ralph-giordano-erinnerungen/</link>
<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 17:44:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>quadraturacirculi</dc:creator>
<guid>http://quadraturacirculi.wordpress.com/2009/02/05/ralph-giordano-erinnerungen/</guid>
<description><![CDATA[Wir sind umgezogen! Diesen Artikel finden Sie jetzt HIER!]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:center;">
Wir sind umgezogen!</p>
<p style="text-align:center;">Diesen Artikel finden Sie jetzt <a href="http://quadraturacirculi.de/2009/02/05/ralph-giordano-erinnerungen/">HIER</a>!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Eine Stadt. Ein Buch]]></title>
<link>http://tag4tag.wordpress.com/2008/11/21/eine-stadt-ein-buch/</link>
<pubDate>Fri, 21 Nov 2008 15:21:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>katisommer</dc:creator>
<guid>http://tag4tag.wordpress.com/2008/11/21/eine-stadt-ein-buch/</guid>
<description><![CDATA[Seit 2002 findet jährlich eine Gratisbuchaktion der Stadt Wien statt, bei der 100.000 Exemplare grat]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:center;"><img class="aligncenter" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41BM4BB2NDL._SS500_.jpg" alt="" width="364" height="364" /></p>
<p class="MsoNormal">Seit 2002 findet jährlich eine <a href="http://www.einestadteinbuch.at/">Gratisbuchaktion</a> der Stadt Wien statt, bei der 100.000 Exemplare gratis verteilt werden.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Bisher waren folgende Werke bei dieser Aktion dabei:</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">2002: „Ewigkeitsgasse“ von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frederic_Morton">Frederic Morton</a></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">2003: „Roman eines Schicksallosen“ von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Imre_Kert%C3%A9sz">Imre Kertesz</a></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">2004:“Das geheime Brot“ von Johannes <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Mario_Simmel">Mario Simmel</a></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">2005: „“Laßt die Bären los!“ von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Irving">John Irving</a></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">2006: „Sehr blaue Augen“ von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Toni_Morrison">Toni Morrison</a></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">2007: „Fever Pitch“ von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nick_Hornby">Nick Hornbys</a></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal" style="text-align:left;">und heuer wird „Weiter leben“, eine autobiographische Erzählung von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ruth_Kl%C3%BCger">Ruth Klüger</a> verteilt:</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">In ihrem Buch beschreibt Ruth Klüger ihre Lebens- und Leidensgeschichte als jüdisches Mädchen im Wien der NS-Zeit sowie in den Konzentrationslagern Theresienstadt, Auschwitz und Christianstadt. Gemeinsam mit ihrer Mutter wurde Klüger als Elfjährige ins KZ deportiert, ihr Vater und ihr Bruder wurden ermordet. Klüger konnte kurz vor Kriegsende flüchten und emigrierte schließlich in die USA. Sie  unterrichtete Literaturwissenschaft an der Princeton University sowie an internationalen Universitäten, u.a. in Göttingen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Ich habe mir gestern Eins von der Stadtbücherei Wien abgeholt und kann es kaum erwarten, es zu lesen.</p>
<p class="MsoNormal">Für Interessierte ist das Buch an folgenden Verteilstellen zu finden:</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Fernwärme Wien</p>
<p class="MsoNormal">Wiener Städtische im ‚Ringturm</p>
<p class="MsoNormal">Wiener Volkshochschulen</p>
<p class="MsoNormal">In den Filialen der Büchereien Wien</p>
<p class="MsoNormal">Stadtinformation im Wiener Rathaus</p>
<p class="MsoNormal">ORF</p>
<p class="MsoNormal">Bezirksvorstehungen</p>
<p class="MsoNormal">WienXtra-Jugendinfo und</p>
<p class="MsoNormal">Diversen Kaffeehäusern</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Kennt jemand von euch „Weiter leben“? Wie hat es euch gefallen?</p>
<p class="MsoNormal">
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nicht alle waren Mörder]]></title>
<link>http://gedankengaenge.wordpress.com/2008/11/01/nicht-alle-waren-morder/</link>
<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 00:43:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>tigger</dc:creator>
<guid>http://gedankengaenge.wordpress.com/2008/11/01/nicht-alle-waren-morder/</guid>
<description><![CDATA[Ich muss mal meinen Senf zu diesem eben gesehenen Film abgeben, bevor ich gleich ins Bett gehe. Ein ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;">Ich muss mal meinen Senf zu diesem eben gesehenen Film abgeben, bevor ich gleich ins Bett gehe.</p>
<p style="text-align:justify;">Ein in meinen Augen sehr guter Film, der in vielen Szenen sehr nahe geht und nicht an Spannung verliert. Ein hochwertiger Film mit einer realistischen Darstellung der Geschichte einer jüdischen Mutter, die zwei Jahre lang zusammen mit ihrem Sohn vor der Verhaftung durch die Nazis flieht und dabei glücklicherweise immer wieder auf Menschen trifft, die sie unterstützen. Viele gute schauspielerische Leistungen, darunter halte ich besonders die Mutter (Nadja Uhl), ihren Sohn (Aaron Altaras) und Herrn Redlich (Axel Prahl), der am Ende des Films seinen Sohn verlor, besonders erwähnenswert.</p>
<p style="text-align:justify;">Einen Makel hatte der Film allerdings: Warum sendet die ARD einen so hochwertigen Film, der neben Unterhaltung auch einen hohen Aufklärungswert besitzt, erst eine halbe Stunde vor Mitternacht? Ist es denn so wichtig, zur Hauptsendezeit den eher harmlosen Film namens &#8220;Der Hochzeitswalzer&#8221; ins Programm zu nehmen und dann noch einen Tatort dran zu hängen, bevor das Publikum reif für einen historischen Spielfilm ist? Stellt dieser Film zu hohe Anforderungen an den Durchschnitts-Zuschauer? Keineswegs, finde ich. Mensch Leute, Ihr müsst Eurem Publikum auch mal was zutrauen! Deutschland besteht doch nicht nur aus Deppen!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
