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	<title>parabel &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/parabel/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "parabel"</description>
	<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 01:44:44 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Die Parabel von der Pipeline]]></title>
<link>http://fmteamjentsch.wordpress.de/2009/11/19/die-parabel-von-der-pipeline/</link>
<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 22:07:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>fmdieter</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wer ist der Klügere von Beiden?]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><h3>Wer ist der Klügere von Beiden?</h3>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/EXjsTNSuLSo&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/EXjsTNSuLSo&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
</div>]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[(Exil) (Erzählung aus Catoblepas)]]></title>
<link>http://selaika.wordpress.com/2009/10/10/exil-erzahlung-aus-catoblepas/</link>
<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 14:16:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>selaika</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Kreuze vernarbt; unwissend ist der Abend. Das Kind hebt die Hand, verbietet, streichelt. Ein Mun]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die Kreuze vernarbt; unwissend ist der Abend. Das Kind hebt die Hand, verbietet, streichelt. Ein Mund, ein Opal der Ironie verklebt, verharzt Element um Element des Raums. Auf dass die Pforten des Paradieses ein Spalt weit wieder geöffnet sind.</p>
<p>Versinkende Welt, endlich alles nautisch! Gegenüber der Idee der Kuppel! Aus Diamant und Blut, das dem Bauch entweicht!</p>
<p>Ich dringe voran, Stein zu Stein. In der Kühle muss ich meinen Verstand vor Vernunft bewahren. Eine Kapelle der, von falscher Intelligenz befreiten Wahrhaftigkeit; zu beiden Seiten verrottetes, zersplittertes Holz zu Säulen, hinweichend zum organischen Palast des Midas. Sonne und Mond sind tot, die Idee der Kuppel nicht mehr als ein Geheimnis hinter lehmiger Wache. Wo nichts als die Finsternis ist und geheimes Leben. Nichts als Unglaube und bestialische Schönheit. Wo die Tempeldienerinnen ihr Fleisch verzehren.</p>
<p>Nichts aber weiß der Abend, im leeren Magen wird der Mittag; die schöne Selbstentrückung erstirbt und wechselt seine Gestalt; die blitzenden Möwen setzen auf die Erde, die Felsen ab, wo sie nicht schlingern können im Flug. Eine Tempeldienerin tritt vor den Palast. Mero bindet Buchschweine unter dem Himmel und weint. Mero fertigt Vintage Prints, während sie in goldenen Meeren watet und Knochen im Stein zur Geburt verhilft. Aus den Schakalen tupft das Lied; ihre Pfoten beben, ein Katarakt beginnt. In meiner Hand schwenke ich ein Klappmesser verkehrt; erst wenn ich blute bemerke ich, dass die Klinge tiefer als das Holz. Ich bohre den Griff in das Dienerinnenfleisch; die kleine, süße Misshandlung ist tiefer, aber leichter als Liebe. Die Musik ist geteilt, wir eilen zurück bis wir zum Fellatio sanctus gelangen.</p>
<p>Ich sage zu ihr, Sonnen zerbrechen, Monde sind schon verschluckt worden und ein Leben, ein schmutziger Strahl aus Blut. Mero redet von Liebe, ich hingegen meide es das Wort überhaupt zum Mund zu nehmen. Nur in nackt verschluckt; gestern noch beim Wandeln bei den Schaufensterpuppen der <em>Metaphysique-Blanc</em> entlang, mit wenig mehr als einer grausamen, plötzlichen biologischen Kräftigung und leise in die Totenköpfe gepinkelt bei verglasten Gassen. Mit nichts anderem als dem kindlichen Matthäus (Bis zum Ende aller Zeiten!), auf die Rückseite meiner linken Hand gekritzelt, die ich noch nie sehen mochte. Die Farbe meiner Hände ist Grau.</p>
<p>Und es sind aber die Pyramiden alle ein Stück verschoben, über den Gräbern. Die Beine der Möwen sinken ins Watt; die Irrtümer schief unter die Wirbelsäule und in die benähten Lippenhäute geschoben; die Kantoren trauen sich nicht mehr aus ihren Booten, sie errichten dort eine schöne, stille Heimat um sich darin zu erleichtern, und die Küken kitzelten ihnen die Füße mit ihren orangefarbenen Schnäbeln.</p>
<p>Das Holz zerberstet, die Klinge dringt glatt durch die Hand. Jetzt bettet sie mich nieder und singt vom schönen Jüngling mit den zerbrochenen Augen. Ein Jahr muss ich das Bett beschweren, zu ranzigem Obst im Morgentauen die Masturbation, gründlich, betreiben. Ich sehe vorbeiziehen nichts als die bunt gefärbten Tücher in den Rucksäcken von Fremden. Jammernd gehen die Narren mit einem Kind in ihren Taschen an die Straßen, der Gauklerwagon gibt alte Vögel frei.</p>
<p>Jeden Morgen zieht Mero hinaus und stößt die Vintage Prints in die Tiefsee; in der Kehle der verrückten Frau wohnt die Brasse. Jeden Morgen schneidet sich die entweihte Tempeldienerin eine Schwanzflosse der Brasse aus dem Mund und nährt mich an den Rand des Todes.</p>
<p>Irgendwann berstet der heilige Sonntag aus dem wunderbaren Schlamm.</p>
<p>Dort sitzt eine Tempeldienerin vor mir. Sachlich verfertigt sie blutgierige Geburt, vorgeführt mit dem finsteren Steiß der Wulstung auf einem orangefarbenen Bastsessel. Sie lässt mir das Kind liegen, dass ich aus meinem ebenso sehr wellenden, nun unablässig hervorstoßenden Blut füttere.</p>
<p>Ich erziehe es. Ich erziehe es mit Schuld. Es ist ein Sohn, er füttert mich mit Teilen der Brasse. Ich erziehe ihn. Ich sage ihm gelegentlich, ich will dich lehren Blut zu spülen in die Welt, ja, sie zu ertränken in Blut, wenn du einmal voll Liebe bist. Ich erzähle ihm auch wie man stiehlt. Ich zeige ihm, wie man würdelos ist, wie man sich gewählt ausdrückt und wie man beleidigt. Ich weiß nicht, wie lange ich ihm dieses und jenes erkläre und zeige, so gut ich es aus meiner Liege heraus weiß. Er wächst schnell und er erscheint kräftig, doch seine fehlende Grausamkeit ist bedrückend. Ich verhöre ihn, erzähle ihm dafür bis in das genaueste Detail in welchen Momenten und wo Mero verletzbar ist. Eines Tages bringt er mir einen jungen Hund und mir wird klar, dass mein Sohn aus eigenem Anreiz sich zu nichts anderem erbaut hat als einem Schwachsinnigen. Ich sage, Gelegenheit. Mein Sohn saugt dem Hund die Schnauze, fängt mit den kleinen Fingern die Zunge.</p>
<p>Deine Gelegenheit, Sohn. Ich habe die Aufmerksamkeit meines verdummten Kindes. Kann ein Hund von Blut leben, frage ich meinen Sohn. Kann ein Hund Blut speisen gleich einem Camembert. Können Tiere sich selbst durchkreuzen. Kann ein Tier sich selbst durchbohren.</p>
<p>Mein Sohn wird schwach, aber ich belehre ihn. Nein, fange auch beim ersten an, ergeile nicht du dumme Frucht. Mein Sohn wirft den Hund auf die dreckigen Dielen, worauf das kleine Wesen aufjault. Ich ergreife es noch während seines Aufschreis im Nacken und so drücke ich ihn in mein Blut bis sein Körper erschlafft.</p>
<p>Alles Leben entweicht aus dem dummen Augen meines Sohns; ich habe ihn nie wieder gesehen, auch, wusste ich, würde Mero nicht mehr erscheinen um mich mit den Schwanzflossen der Brasse zu nähren. Ich umkralle den kalten Körper des jungen Hundes und drücke ihn sacht in die Wölbung zwischen mir und der Wand. Lange liege ich da; gelegentlich untersuche ich das Mündel, untersuche seinen Mund, hoffe auf nichts weiteres, als ein Stück der Brasse, durchsetzt mit hündischem, dicken Speichel, erkunde mit meinem Hals soweit es reicht den Hals des Tiers, stundenlang. Fliegen kamen, die Fliegen waren voller Natur. Lange fächere ich sie vom Leib des Hundes, teils von meinem, schließlich aber, in einem Moment reinen Glückes, erwische ich eine mit den Fingern, dass sie fest darin sitzt.</p>
<p>Ich studierte die Fliege, das kleine schwarze Ding ohne Licht; nur eine Reflektion. Ich studiere den Hund. Ich lege ihm leise eine Fliege in den Mund.</p>
<p>Sein Bellen schallt.</p>
<p>Ich sage ihm, dass ich gesund gepflegt worden bin; es sind schlechte Pfleger mit kaum bemerkenswerten Seelen, aber ich bin durch Pflege gesund geworden. Ich schultere ihn, der Geruch von Walnüssen kam auf. An jeweils zwei Beinen zweier Stühle binde ich die Ecken eines weißen Tuches fest. Ich beuge mich darüber und aus meinem Mund, über die Zunge rinnt zunächst dickes, dann immer geringer und dünn Blut, rot leuchtendes Blut. Rot wie das Herbstlaub, rot wie katalonische Erde. Ich denke an fette Brassen. Das Tuch wölbt sich, nicht ein Tropfen sickert hindurch.</p>
<p>Mero flechtet Knochen und steckt bis zu den aufgerissenen Knien in den goldenen Schlamm der Ebbe. Eines Tages, denke ich, wirst du zwar nicht regelrecht betrogen, du wirst bloß gebeten dir die Gesichter zu ändern, das leichtere Kleid mit der Haut hochzuziehen und die Schwerter in Amerika zu lassen, die Mandolinen über die Kanten brechen und mit dem Morgen zu verschwinden. Ich habe dir ein Kind aus Holz gemacht, ist das nichts? Ach, komm noch einmal, so muss der schwarze Rost des Himmels zu riechen sein, Meru. Und gut ist es auf Zahnfleisch zu liegen, den Atem eines Pferdes nieder laufen zu lassen. Weißt du, im Sand legen wir unsere Ohren in sie und lassen sie ziehen. Mit dem Sand halten wir unsere Zelte fest wie öliges Fleisch, ja. Nur einmal gebeten, nicht weiter. Über die Götter zu steigen, etwas sehr beherzt grausam es auf sie herabregnen zu lassen, die großen, aber hauchdünnen Umspanner, in Ordnung. Ich werde nicht nach drüben in Frieden gehen können, aber mich vom Anblick sacht und allmählich dahin ziehen lassen dürfen, oder? Sieh nach drüben, sie erwarten mich, Paläste des Midas, Chimären.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ich liebe meine Arbeit - Sonntagsblog - Fluch oder Segen?]]></title>
<link>http://ichliebemeinearbeit.wordpress.com/2009/09/06/ich-liebe-meine-arbeit-sonntagsblog-2/</link>
<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 08:18:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ask Alex!</dc:creator>
<guid>http://ichliebemeinearbeit.wordpress.com/2009/09/06/ich-liebe-meine-arbeit-sonntagsblog-2/</guid>
<description><![CDATA[Fluch oder Segen? Eine chinesische Parabel Ein alter Mann lebte in einem Dorf, auf den selbst die Kö]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Fluch oder Segen? Eine chinesische Parabel Ein alter Mann lebte in einem Dorf, auf den selbst die Kö]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hans IV (Fortsetzung)]]></title>
<link>http://donkyswelt.wordpress.com/2009/09/04/hans-iv-fortsetzung/</link>
<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 08:31:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Donkys Freund</dc:creator>
<guid>http://donkyswelt.wordpress.com/2009/09/04/hans-iv-fortsetzung/</guid>
<description><![CDATA[Fortsetzung von Teil 1 Die Lage war heikel: Hans, der Wellensittich, wollte die Klimaschwankungen in]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Fortsetzung von <a href="http://donkyswelt.wordpress.com/2009/09/02/hans-iv/" target="_blank">Teil 1</a></p>
<p>Die Lage war heikel: Hans, der Wellensittich, wollte die Klimaschwankungen in Deutschland nicht wahrhaben. Sein Freund Kolumbi, der Holzwurm, hatte den Ernst der Lage noch nicht erkannt, wie sensibel entflogene Wellensittiche auf Kälte reagieren. Und „sensibel&#34; ist noch milde ausgedrückt.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Bubu, die Blindeule, machte sich zunehmend Sorgen um das ungleiche Paar. Wenn jemand die Lage überblickte, war es Bubu. Wobei „Überblicken&#34; vielleicht das falsche Wort ist, denn Bubu konnte vor allem nachts sehr schlecht sehen. Das kann eine Eule, die vorwiegend nachts ihrer Beute auflauert, sehr behindern. So jagte sie lieber mit Taschenlampe. Die arglosen Eichhörnchen konnten ja nicht ahnen, dass das Licht der Taschenlampe nicht von einem verirrten Wanderer geführt wird. Deshalb knusperten sie meist leichtsinnigerweise weiter an ihren Nüssen. Ein folgenschwerer Irrtum.</p>
<p>Die Blindeule war so weise, dass sie wirklich auf jede Frage eine Antwort parat hatte, und sei es „Ja!&#34; oder „Nein!&#34;. Manchmal wusste sie sogar schon eine Antwort auf Fragen, die noch gar nicht gestellt wurden. Diesmal zum Beispiel auf die Frage: „Überlebt Hans den Winter?&#34; Das ist eine wirklich wichtige Frage, vor allem für Hans, aber sie hatte tatsächlich noch niemand offen gestellt. Also fragte sie Hans in einer ruhigen Minute (und sie hatte wirklich viele ruhige Minuten): „Überlebst du den Winter?&#34; Die Frage war dann doch etwas voreilig, denn Hans entgegnete entrüstet: „Na klar, ich habe noch jeden Winter, wie ihr ihn nennt, überlebt! Ist doch dasselbe wie der sogenannte Sommer, nur etwas weißer. Und wenn die Heizung erstmal wieder geht…&#34; Er drehte sich beleidigt weg. Kolumbi hörte aufmerksam zu. „Im Park gibt es keine Heizung. Das habe ich dir doch schon erzählt!&#34;, warf er ein und wandte sich an Bubu: „Aber wir überleben doch auch ohne Heizung, glaube ich, oder?&#34; Bubu schüttelte den Kopf: „Wir schon, aber Hans lebt eigentlich in Australien!&#34; – „Das ist mir neu&#34;, meckerte Hans IV schnippisch. Bubu nickte mit dem Kopf, breitete ihre Flügel über die beiden und flüsterte: „Ich glaube, du hast dich schon entschieden, stimmt’s, Hans? Pass gut auf ihn auf, Kolumbi&#34;. Dann segelte sie ins Dickicht des Waldes, während Kolumbi ihr staunend hinterherblickte.</p>
<p>So vergingen einige Tage und die beiden Freunde wechselten kaum ein Wort. Der Kanten vom Christstollen, den Hans vor einigen Tagen im Gebüsch fand, war fast aufgefuttert und die restlichen Krümel wurden von einem heftigen Windstoß von der Parkbank weggefegt, als Kolumbi sagte: „Du musst wieder zurück!&#34;. – „Warum?&#34;, entgegnete Hans mit schwacher Stimme, „wenn es hier wirklich keine Heizung gibt, dann überlebe ich eben ohne. In Australien gibt es ja auch keine Heizung.&#34; Er wusste inzwischen, dass er sich selbst etwas vorgaugelte, denn er hatte über Bubus Worte lange nachgedacht. Ja, er hatte sich entscheiden. Hans sah Kolumbi mit wässerigem Blick an und rief: „Ich bin doch frei, oder?&#34; Der Holzwurm schluckte und schwieg.</p>
<p>An einem Montagmorgen war Hans weg. Einfach weg. Raureif bedeckte den Platz, auf dem er die letzten Tage fast regungslos gesessen und Kolumbis Vorträgen über die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen von Buchenarten gelauscht hatte. Kolumbi schwante Übles. Elli, die Elster, erzählte wenig später, dass sie beobachtet hatte, wie Hans in den dunklen Wald geflogen war, aber Elstern darf man keinen Glauben schenken.</p>
<p>Kolumbi war todunglücklich. Er vermisste seinen besten Freund und alle tröstenden Worte halfen nicht. Er überließ sogar Borkenkäfern kampflos seine Holzlöcher und selbst die feinste Edeltanne schmeckte ihm nicht mehr. Die Maulwürfe schlugen Saltos zu seiner Unterhaltung. Das sieht wirklich lustig aus, denn Maulwürfe schaffen nur halbe Saltos und bleiben kopfüber in der Erde stecken. Lustig für alle, nur nicht für Kolumbi. Hätte doch Hans auf ihn gehört. Ein Käfig ist doch immer noch besser als der Tod. Meinte er.</p>
<p>Kolumbi mümmelte gerade lustlos eine morsche Zaunlatte, als Bubu sich zu ihm setze. „Hast du Lust auf einen Ausflug?&#34;, schlug sie vor. „Ach, nee!&#34;, nuschelte Kolumbi. „Doch komm, ich habe von einem prima Aussichtspunkt gehört und brauche dich, damit ich mir nicht den Kopf stoße.&#34; Der Holzwurm zögerte. Doch die Eule blieb beharrlich sitzen und schaute Kolumbi unentwegt an. „Wenn es sein muss!&#34;, seufzte Kolumbi schließlich und kroch in Bubus Gefieder. Nach einem kurzen Flug mit einigen Beulen ließ sich Bubu auf einem Jägerzaun nieder. „Und jetzt?&#34; Kolumbi bahnte sich einen Weg aus den Federn. Bubu sagte: „Weiter können wir nicht, hier beginnt Menschenland. Das ist zu gefährlich. Ich kann doch so schlecht sehen. Schau doch mal dort über den Rasen!&#34; Der Holzwurm mühte sich auf Bubus Kopf und lugte angestrengt über einen Garten. In zwanzig Metern Entfernung stand ein kleines, gelbes Haus und durch das Fenster funkelte ein Weihnachtsbaum mit wohligem Licht. Ein kleines Mädchen kam gerade auf das Fenster zu. Auf dem Fensterbrett standen ein Porzellanengel und ein Käfig. Ein Käfig? „Ein Käfig!&#34;, schrie Kolumbi auf, „und Hans pickt an seinem geliebten Spiegel!&#34;. Der grüne Wellensittich schien sehr zufrieden. „Er lebt!&#34;, überschlug sich die Stimme des kleinen Holzwurmes und er purzelte Bubus Rücken hinunter. „So, so, wenn das so ist&#34;, bemerkte die Eule und lächelte milde. Kolumbi fragte aufgeregt: „Darf ich zu ihm?&#34; – „Das ist nicht unsere Welt!&#34;, mahnte Bubu, &#34;Lass uns wieder fliegen!&#34; – „Sein geliebter Spiegel…&#34;, flüsterte Kolumbi und lächelte das erste Mal seit Wochen. Er verstand zwar die Blindeule nicht, vertraute ihr aber und kuschelte er sich wieder in Bubus Kleid. Bubu schwang ihre Flügel und flog wieder in den Wald.</p>
<p>„Spekulatius!&#34;, zwitscherte der Vogel fröhlich, als das Mädchen ihm einen kleinen Teller in den Käfig stellte. Er liebte es, gemütlich durch das Fenster das Treiben im Garten zu beobachten und dabei Spekulatius zu knuspern. Doch kurz hielt er inne, als eine Eule vom Jägerzaun abhob und etwas ungelenk in den Wald verschwand. „Für dich, Pucki, aber friss nicht so schnell!&#34;, sagte das Mädchen. Pucki hörte sie aber nicht und seine Flügel fingen zu zittern an, als er der Eule nachschaute. Leise flötete er in seinen Bart: „Wie es wohl da draußen so ist? Ob es da draußen im Wald wohl einen Spekulatiusgarten gibt?&#34;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hans IV]]></title>
<link>http://donkyswelt.wordpress.com/2009/09/02/hans-iv/</link>
<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 09:42:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>Donkys Freund</dc:creator>
<guid>http://donkyswelt.wordpress.com/2009/09/02/hans-iv/</guid>
<description><![CDATA[„Gestatten, Hansi, meine Freunde nennen mich Hans&#8221;, stellte sich der grüne Vogel dem Holzwurm ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>„Gestatten, Hansi, meine Freunde nennen mich Hans&#8221;, stellte sich der grüne Vogel dem Holzwurm vor, als er ihn gerade ausgewürgt hatte.</p>
<p>Eigentlich mögen Wellensittiche gar keine Holzwürmer, aber er hatte Hunger und noch keinen Cracker-Baum mit Honig und Vitamin D im Park gefunden. Kolumbi nahm es ihm nicht krumm, schüttelte sich kurz und sagte. „Willkommen im Park, Hans! Wo kommst du denn her?&#8221; Hans flatterte aufgeregt von Ast zu Ast und zwitscherte: „Zwei Jahre saß ich im Käfig und schubste einen langweiligen Plastikvogel von rechts nach links. Jetzt will ich die Welt sehen. Das ist doch hier die Welt, oder?&#8221;- „Eigentlich der Park.&#8221;, grübelte Kolumbi. Für einen Holzwurm ist schon ein Park ziemlich groß und so wusste er auch nicht, dass Hans nicht der erste entflogene Wellensittich mit Namen Hansi war. Der vierte, um genau zu sein.</p>
<p><!--more-->Der erste saß eine Woche verängstigt in einer Astgabel, bis er einfach erschöpft ins Gras plumpste und dort auch liegen blieb. Die anderen Parktiere dachten, er wäre ein Durchreisender. Das war auch am einfachsten, denn er störte ja niemanden. Der zweite entpuppte sich als pingeliger Möchtegern-Papagei und zupfte alle Herbstblätter von den Zweigen für eine freie Sicht und mehr Ordnung. Er versammelte eine Schar Spatzen um sich herum, die in den ganzen Tag vergötterten und bedienten. Zu gern wären sie auch so schön blau gewesen. Außerdem erzählte er immer so aufregende Geschichten von Mäusen, die Kater verprügelten oder einem Fisch, der mutig bis Australien in ein Aquarium einer Arztpraxis geschwommen war, um seinen Sohn zu retten. So musste sich der Schnösel um nichts kümmern außer um sein Gefieder. Bis der Winter kam und Hans II plötzlich keine Geschichten mehr erzählen konnte und er schließlich bibbernd auf dem frei gezupften Zweig langsam hinwegdämmerte. Der dritte Hans lebte nur einen Tag im Park. Er hätte nicht mit der Katze spielen sollen, wie er es zu Hause immer mit dem dicken Langhaardackel tat. Katzen sind da nicht zimperlich, aber woher sollte Hans III das wissen? Und dabei wollte er doch nur einen kurzen Ausflug machen.</p>
<p>„Herrliche 22 °C habt ihr hier. So mag ich es!&#8221;, rief Hans IV. „Wie bitte?&#8221;, entgegnete Kolumbi verdutzt, denn er hatte nicht wie der Wellensittich jahrelang ein Zimmerthermometer neben sich stehen. Eigentlich wusste der Holzwurm noch nicht einmal, was ein Thermometer ist. „Ich meine, hier ist gut geheizt&#8221;, versuchte Hans zu erläutern. „Ist ja auch Sommer!&#8221;, warf Hotz, der Hirschhase, ein. Inzwischen waren einige Parkbewohner hinzugekommen, um neugierig den neuen Gast zu beäugen. Er war im Vergleich zu seinen Vorgängern ein wirklich munterer und aufgeschlossener Geselle. „Sommer?&#8221; Nun war Hans etwas verwirrt, denn Jahreszeiten kannte er nicht. Nur 22°C eben. „Ja, Sommer! Noch!&#8221; – „Aha&#8221;, murmelte der Sittich und verstand kein Wort.</p>
<p>Hans lebte sich schnell ein und fand in Kolumbi einen echten Freund. Kolumbi half ihm beim Suchen eines Cracker-Baums. Zwar fanden sie keinen, dafür aber unzählige Abfallkörbe mit vertrauten Leckereien wie Reste von Brötchen oder Müsliriegeln. Hans wagte sich sogar an einige Gräser und Samen, vorausgesetzt, diese sahen Hirse einigermaßen ähnlich. Abends lauschte Kolumbi mit leuchtenden Augen den Anekdoten über Eichenvitrinen und Baumkuchen aus Hansis altem Leben. So ganz konnte sich Hans noch nicht von seinen Gewohnheiten lösen und fand deshalb auch das Trinken aus Pfützen ziemlich ekelig. Zumindest ersetzten diese Lachen seinen heißgeliebten Käfigspiegel ein wenig. Bis er seinem Spiegelbild das übliche Küsschen gab. Dann war es weg. Gemeinsam erforschten die beiden den ganzen Park. Der Wellensittich flog und der Holzwurm übergab sich dabei auf seinem Rücken mit Sägespäne. Ein Riesenspaß! „Frei wie ein Vogel!&#8221;, schrie Hans über den Park, wobei er fast vergaß, selbst einer zu sein.</p>
<p>Aber immer wenn er den anderen Parkbewohnern übermütig die Riesenfete zu seinem Jahrestag in Freiheit ankündigte, vernahm er nur betretenes Schweigen. Außer Kolumbi, der vor Freude hüpfte, wie ein Holzwurm eben hüpfen kann. Er kannte das Schicksal von Hans II nicht. „Was ist? Wollt ihr nicht? Ach egal, dann feiern wir eben jetzt schonmal!&#8221;, trillerte der Ex-Hausvogel und zeigte auf einen dicken Hamburger, den er im Abfall gefunden hatte. Die Tiere ließen sich nicht zweimal bitten und die Stimmung hellte sich auf. Hans’ Partys hatten sich inzwischen weit herum gesprochen. „Ich bleib’ noch ein bisschen oben&#8221;, rief der kleine Maulwurf ins Loch und kroch schnell zum Baumstumpf, auf dem Hans wieder einen neuen Menschenwitz zum Besten gab. Zum Brüllen, diese Menschen! Es war dank Hansi der beschwingteste Sommer, den es je im Park gab…</p>
<p>Hans IV beschwerte sich immer öfter über die kaputte Heizung. Auch gingen die Spaziergänger immer eiliger über die blätterbedeckten Wege, ohne irgendwelche Picknickreste in die Abfallkörbe zu werfen. Wieder hatte jemand das Licht so früh ausgemacht und Hans zitterte, egal wie aufgeplustert er auch in der inzwischen kargen Baumgabelung kauerte. „Was ist mit mir los?&#8221;, wisperte er verzweifelt, „Kolumbi, was ist bloß mit mir los?&#8221; – „Das ist ganz normal, keine Angst, das ist der Herbst&#8221;, beruhigte ihn Kolumbi und knusperte ein Stück Rinde. Hans sah ihn mit großen Augen an: „Herbst?&#8221;</p>
<p>Die Lage war heikel: Hans, der Wellensittich, wollte die Klimaschwankungen in Deutschland nicht wahrhaben. Sein Freund Kolumbi, der Holzwurm, hatte den Ernst der Lage noch nicht erkannt, wie sensibel entflogene Wellensittiche auf Kälte reagieren. Und „sensibel&#8221; ist noch milde ausgedrückt.</p>
<p>Bubu, die Blindeule, machte sich zunehmend Sorgen um das ungleiche Paar. Wenn jemand die Lage überblickte, war es Bubu. Wobei „Überblicken&#8221; vielleicht das falsche Wort ist, denn Bubu konnte vor allem nachts sehr schlecht sehen. Das kann eine Eule, die vorwiegend nachts ihrer Beute auflauert, sehr behindern. So jagte sie lieber mit Taschenlampe. Die arglosen Eichhörnchen konnten ja nicht ahnen, dass das Licht der Taschenlampe nicht von einem verirrten Wanderer geführt wird. Deshalb knusperten sie meist leichtsinnigerweise weiter an ihren Nüssen. Ein folgenschwerer Irrtum.</p>
<p>Die Blindeule war so weise, dass sie wirklich auf jede Frage eine Antwort parat hatte, und sei es „Ja!&#8221; oder „Nein!&#8221;. Manchmal wusste sie sogar schon eine Antwort auf Fragen, die noch gar nicht gestellt wurden. Diesmal zum Beispiel auf die Frage: „Überlebt Hans den Winter?&#8221; Das ist eine wirklich wichtige Frage, vor allem für Hans, aber sie hatte tatsächlich noch niemand offen gestellt. Also fragte sie Hans in einer ruhigen Minute (und sie hatte wirklich viele ruhige Minuten): „Überlebst du den Winter?&#8221; Die Frage war dann doch etwas voreilig, denn Hans entgegnete entrüstet: „Na klar, ich habe noch jeden Winter, wie ihr ihn nennt, überlebt! Ist doch dasselbe wie der sogenannte Sommer, nur etwas weißer. Und wenn die Heizung erstmal wieder geht…&#8221; Er drehte sich beleidigt weg. Kolumbi hörte aufmerksam zu. „Im Park gibt es keine Heizung. Das habe ich dir doch schon erzählt!&#8221;, warf er ein und wandte sich an Bubu: „Aber wir überleben doch auch ohne Heizung, glaube ich, oder?&#8221; Bubu schüttelte den Kopf: „Wir schon, aber Hans lebt eigentlich in Australien!&#8221; – „Das ist mir neu&#8221;, meckerte Hans IV schnippisch. Bubu nickte mit dem Kopf, breitete ihre Flügel über die beiden und flüsterte: „Ich glaube, du hast dich schon entschieden, stimmt’s, Hans? Pass gut auf ihn auf, Kolumbi&#8221;. Dann segelte sie ins Dickicht des Waldes, während Kolumbi ihr staunend hinterherblickte.</p>
<p>So vergingen einige Tage und die beiden Freunde wechselten kaum ein Wort. Der Kanten vom Christstollen, den Hans vor einigen Tagen im Gebüsch fand, war fast aufgefuttert und die restlichen Krümel wurden von einem heftigen Windstoß von der Parkbank weggefegt, als Kolumbi sagte: „Du musst wieder zurück!&#8221;. – „Warum?&#8221;, entgegnete Hans mit schwacher Stimme, „wenn es hier wirklich keine Heizung gibt, dann überlebe ich eben ohne. In Australien gibt es ja auch keine Heizung.&#8221; Er wusste inzwischen, dass er sich selbst etwas vorgaugelte, denn er hatte über Bubus Worte lange nachgedacht. Ja, er hatte sich entscheiden. Hans sah Kolumbi mit wässerigem Blick an und rief: „Ich bin doch frei, oder?&#8221; Der Holzwurm schluckte und schwieg.</p>
<p>An einem Montagmorgen war Hans weg. Einfach weg. Raureif bedeckte den Platz, auf dem er die letzten Tage fast regungslos gesessen und Kolumbis Vorträgen über die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen von Buchenarten gelauscht hatte. Kolumbi schwante Übles. Elli, die Elster, erzählte wenig später, dass sie beobachtet hatte, wie Hans in den dunklen Wald geflogen war, aber Elstern darf man keinen Glauben schenken.</p>
<p>Kolumbi war todunglücklich. Er vermisste seinen besten Freund und alle tröstenden Worte halfen nicht. Er überließ sogar Borkenkäfern kampflos seine Holzlöcher und selbst die feinste Edeltanne schmeckte ihm nicht mehr. Die Maulwürfe schlugen Saltos zu seiner Unterhaltung. Das sieht wirklich lustig aus, denn Maulwürfe schaffen nur halbe Saltos und bleiben kopfüber in der Erde stecken. Lustig für alle, nur nicht für Kolumbi. Hätte doch Hans auf ihn gehört. Ein Käfig ist doch immer noch besser als der Tod. Meinte er.</p>
<p>Kolumbi mümmelte gerade lustlos eine morsche Zaunlatte, als Bubu sich zu ihm setze. „Hast du Lust auf einen Ausflug?&#8221;, schlug sie vor. „Ach, nee!&#8221;, nuschelte Kolumbi. „Doch komm, ich habe von einem prima Aussichtspunkt gehört und brauche dich, damit ich mir nicht den Kopf stoße.&#8221; Der Holzwurm zögerte. Doch die Eule blieb beharrlich sitzen und schaute Kolumbi unentwegt an. „Wenn es sein muss!&#8221;, seufzte Kolumbi schließlich und kroch in Bubus Gefieder. Nach einem kurzen Flug mit einigen Beulen ließ sich Bubu auf einem Jägerzaun nieder. „Und jetzt?&#8221; Kolumbi bahnte sich einen Weg aus den Federn. Bubu sagte: „Weiter können wir nicht, hier beginnt Menschenland. Das ist zu gefährlich. Ich kann doch so schlecht sehen. Schau doch mal dort über den Rasen!&#8221; Der Holzwurm mühte sich auf Bubus Kopf und lugte angestrengt über einen Garten. In zwanzig Metern Entfernung stand ein kleines, gelbes Haus und durch das Fenster funkelte ein Weihnachtsbaum mit wohligem Licht. Ein kleines Mädchen kam gerade auf das Fenster zu. Auf dem Fensterbrett standen ein Porzellanengel und ein Käfig. Ein Käfig? „Ein Käfig!&#8221;, schrie Kolumbi auf, „und Hans pickt an seinem geliebten Spiegel!&#8221;. Der grüne Wellensittich schien sehr zufrieden. „Er lebt!&#8221;, überschlug sich die Stimme des kleinen Holzwurmes und er purzelte Bubus Rücken hinunter. „So, so, wenn das so ist&#8221;, bemerkte die Eule und lächelte milde. Kolumbi fragte aufgeregt: „Darf ich zu ihm?&#8221; – „Das ist nicht unsere Welt!&#8221;, mahnte Bubu, &#8220;Lass uns wieder fliegen!&#8221; – „Sein geliebter Spiegel…&#8221;, flüsterte Kolumbi und lächelte das erste Mal seit Wochen. Er verstand zwar die Blindeule nicht, vertraute ihr aber und kuschelte er sich wieder in Bubus Kleid. Bubu schwang ihre Flügel und flog wieder in den Wald.</p>
<p>„Spekulatius!&#8221;, zwitscherte der Vogel fröhlich, als das Mädchen ihm einen kleinen Teller in den Käfig stellte. Er liebte es, gemütlich durch das Fenster das Treiben im Garten zu beobachten und dabei Spekulatius zu knuspern. Doch kurz hielt er inne, als eine Eule vom Jägerzaun abhob und etwas ungelenk in den Wald verschwand. „Für dich, Pucki, aber friss nicht so schnell!&#8221;, sagte das Mädchen. Pucki hörte sie aber nicht und seine Flügel fingen zu zittern an, als er der Eule nachschaute. Leise flötete er in seinen Bart: „Wie es wohl da draußen so ist? Ob es da draußen im Wald wohl einen Spekulatiusgarten gibt?&#8221;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Het Leven Uit Een Dag", of: Nederlandse filmmagie]]></title>
<link>http://afellinimovie.wordpress.com/2009/08/30/het-leven-uit-een-dag-of-nederlandse-filmmagie/</link>
<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 18:11:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>likethecastofafellinimovie</dc:creator>
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<description><![CDATA[Loïs Dols de Jong en Matthijs van de Sande Bakhuyzen als Ginny en Benny. Middelbare scholieren hebbe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div id="attachment_565" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-565" title="hlued2" src="http://afellinimovie.wordpress.com/files/2009/08/hlued2.jpg" alt="Loïs Dols de Jong en Matthijs van de Sande Bakhuyzen als Ginny en Benny." width="600" height="140" /><p class="wp-caption-text">Loïs Dols de Jong en Matthijs van de Sande Bakhuyzen als Ginny en Benny.</p></div>
<p>Middelbare scholieren hebben het door de jaren heen steeds makkelijker gekregen. Eén van de tegemoetkomingen die de combinatie van schoolstress en puberteit hebben verlicht, is de boekverfilming. Waarom zou je nog je weg door <em><strong>Turks Fruit</strong></em>, <em><strong>De Ontdekking van de Hemel</strong></em> of <em><strong>De kleine blonde dood</strong></em> zwoegen als je binnen een uurtje of twee van iedere plotwending op de hoogte kan zijn? Ook de 187 pagina’s van de boekenlijstklassieker <a href="http://www.hetlevenuiteendag.nl" target="_blank"><em><strong>Het Leven Uit Een Dag</strong></em></a> van A. F. Th. van der Heijden zijn nu tot een anderhalf uur durende filmversie omgevormd. Beroepsromanticus Mark de Cloe (<strong><em>Boy Meets Girl Stories</em>, </strong>de korte NPS-film <em><strong>Zomerdag</strong></em>) heeft zijn visie losgelaten op de complexe, gelaagde literaire parabel. Het resultaat ligt, in tegenstelling tot veel van zijn verwanten, ver voorbij de grenzen van de boekverfilming.<!--more--></p>
<p>Nu is het bronmateriaal zelf ook geen toonbeeld van concreet en rechtlijnig vertellen. A. F. Th. heeft een politiek-filosofische fabel vervaardigd, zwanger van de symboliek, in dichterlijke zinsneden geformuleerd. Zowel boek als film verhalen van een wereld waarin ieder mensen leven slechts één dag duurt, een dag waarin zodoende alle grote gebeurtenissen van een mensenleven in sneltreinvaart de revue passeren. De klassieke betekenis van zonsopgang en –ondergang is hier een letterlijk gegeven. Alles tussen deze twee tijdsuitersten is onherhaalbaar – je jeugd, je keuzes, de liefde. Met name “de liefdesdaad” – eufemismen zegevieren in het verhaal – is een (fysiek) onherroepelijke gebeurtenis: een man is maar één keer in staat tot bevruchting, een vrouw kan evenzo eenmalig zwanger raken. Liefdeslevens, schooljaren en carrières zijn beperkt tot uren, minuten, seconden.</p>
<p>Binnen dit magisch-realistische universum vinden de jonge Benny (Matthijs van de Sande Bakhuyzen) en Ginny (Loïs Dols de Jong) elkaar, en daarmee liefde, verlangen en seks. Om hun liefde niet te laten beperken tot die enkele dag, besluiten ze een rigoureuze maatregel te nemen om elkaar tot in de eeuwigheid te kunnen blijven zien. Ze begaan een fatale misdaad om vervolgens, na hun gerechtelijke executie, keer op keer hun liefde te herbeleven in de wereld van de herhaling, kortweg ‘hel’. Door een technisch mankement bij hun simultane terechtstelling komen de beiden geliefden echter niet samen in de andere wereld terecht, maar gescheiden van elkaar, verlangend naar elkaar, zoekend naar elkaar.</p>
<div id="attachment_567" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-567" title="hlued4" src="http://afellinimovie.wordpress.com/files/2009/08/hlued4.jpg" alt="Van de Sande Bakhuyzen en Tygo Gernandt (als de blinde, orakelende zwerver Scant: &#34;Morgen is er weer een dag&#34;)." width="600" height="140" /><p class="wp-caption-text">Van de Sande Bakhuyzen en Tygo Gernandt (als de blinde, orakelende zwerver Scant: &#34;Morgen is er weer een dag&#34;).</p></div>
<p>Enkele jaren geleden experimenteerde regisseur De Cloe gretig met vorm in het uit vierendertig korte filmpjes bestaande <em><strong>Boy Meets Girl Stories</strong></em>. De ambitie ging echter gepaard met flink wat missers; op een enkele bijdrage na – zoals <a href="http://www.cinema.nl/nps-korte-film/media/3226120/alleen-boy-meets-girl-stories-28-van-mark-de-cloe" target="_blank">het poëtische filmpje <em><strong>Alleen</strong></em></a>, waarin een telefoongesprek tussen twee ex-geliefden wordt afgespeeld tegen beelden van een zwerm vogels – verzandden de filmpjes in pretentie en knullige dialogen. De openingsscènes van <em><strong>Het Leven Uit Een Dag</strong></em> ademen eerst eenzelfde NPS-gevoel uit, doordat er onmiddellijk zware, universele mededelingen aan de kijker gedaan worden. De beelden en dialogen vervreemden eerst voornamelijk, in plaats van dat zij ons bij de plot betrekken.</p>
<p>Na een klein half uur besluit De Cloe echter om in te zoomen op de consequenties die dit surrealistische universum heeft op de herkenbare mensen die er deel van uitmaken. Hier wint de film in grote mate aan dramatische kracht. Een moeder die betraand haar zoontje uitzwaait op zijn eerste schooldag, omdat ze weet dat hij een jongvolwassene zal zijn als ze hem uiteindelijk weer ophaalt. Een groep mensen die zich verzamelt op het strand om hun eerste en laatste zonsondergang mee te maken. Benny en Ginny die door één brute daad uit elkaar gerukt worden.</p>
<p>Precies daar komt De Cloes experimenteerdrang weer om de hoek kijken, maar dit keer om de juiste redenen. Vanaf het moment dat de twee hoofdpersonen in de wereld der herhaling ontwaken, is het beeld omgevormd tot <em>split screen</em>. Hoewel dit een beproefde en niet ongebruikelijke techniek is – zelfs <em><strong>Mean Girls</strong></em> heeft de truc gehanteerd – geeft De Cloe er zijn eigen draai aan: hij houdt deze beeldscheiding aan tot aan het eind van de film. Hiermee krijgen we twee parallelle verhalen te zien die elkaar vaker spiegelen en resoneren dan ze zelf weten. Langzaam maar zeker weet De Cloe middels uitgekiende cinematografie en montage de twee werelden nader tot elkaar te trekken. Hij herhaalt elementen en personages in beide narratieven met een dergelijke dramatische ironie, dat de kijker medeplichtig lijkt te worden aan de tragiek van de personages.</p>
<div id="attachment_568" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-568" title="hlued5" src="http://afellinimovie.wordpress.com/files/2009/08/hlued5.jpg" alt="Terence Schreurs (als Allison) en Dols de Jong." width="600" height="140" /><p class="wp-caption-text">Terence Schreurs (als Allison) en Dols de Jong.</p></div>
<p>Die tragiek wordt echter nergens deprimerend, omdat De Cloe zich zo bekwaam toont de voor de hand liggende sentimenten te vermijden. Door het uitstekende spel van Van de Sande Bakhuyzen en debutante Dols de Jong behoudt de film voortdurend zijn kloppend hart. Daarbij wordt het centrale duo omringd door een schitterende bijrolcast, waarvan iedere acteur een eigenzinnigheid en ongrijpbaarheid heeft die naadloos aansluit op de sfeer van de film. Met name Hadewych Minis maakt indruk als de sensuele maar o zo pathetische Rosalie, die, net als andere terugkerende zijfiguren, meer lijkt te weten. De Cloe speelt voortdurend met dat niveau van kennis. Briljant is het moment wanneer Ginny foto’s van een jonge fotograaf bekijkt en daarbij net één foto over het hoofd ziet, iets wat de camera nog net wél meepikt. Het is de foto van Benny.</p>
<p>De sfeer die wordt opgeroepen door de tragische thematiek, de perfect in dit universum geaarde acteurs en de gedetailleerde beeldvoering van Jasper Wolf, is beklemmend en onvergelijkbaar. Daarbij laat sounddesigner Lawrence Horne voortdurend een soort zuchtende ruis over de geluidsband dwalen, een verzameling stemmen die de setting van de film net dat beetje <em>otherworldliness</em> meegeeft. Zo kan tijdens een vroege liefdesscène tussen Benny en Ginny een opsomming van zachte liefdeskreetjes in diverse talen gehoord worden. Het is een detail, maar het voegt toe aan de geloofwaardigheid van dit net niet realistische universum.<strong> </strong></p>
<p><em><strong>Het Leven Uit Een Dag</strong></em> betoont zich op die manier een bijzondere film. Niet foutloos, maar wel aangrijpend, betoverend, gedurfd – en daarmee natuurlijk weer niet geschikt voor een groot publiek. Scholieren zullen de film wel weer weten te vinden als er een boekverslag of literatuurexamen op handen is. <em><strong>Het Leven Uit Een Dag</strong></em> verdient echter een groot publiek, vooral in ons land. Zo te zien hoeven we de hoop voor de Nederlandse film nog even niet op te geven.</p>
<p><span style="color:#003366;"><strong>Vanaf donderdag 3 september te zien in de grotere Nederlandse steden.</strong></span></p>
<div id="attachment_569" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-569" title="hlued3" src="http://afellinimovie.wordpress.com/files/2009/08/hlued3.jpg" alt="Van de Sande Bakhuyzen en Dols de Jong. In de regen. (That is, specialeffectregen van Harry Wiesenlaan, voor de duidelijkheid.)" width="600" height="140" /><p class="wp-caption-text">Van de Sande Bakhuyzen en Dols de Jong. In de regen. (That is, specialeffectregen van Harry Wiesenlaan, voor de duidelijkheid.)</p></div>
<pre>Dit artikel is oorspronkelijk geschreven voor de website van <a href="http://www.xi-online.nl">Xi</a>.</pre>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Einkommen ohne zu arbeiten. Was ist passives Einkommen?]]></title>
<link>http://visionenleben.wordpress.com/2009/08/19/was-ist-passives-einkommen/</link>
<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 13:40:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>Suraya</dc:creator>
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<description><![CDATA[Geld verdienen leicht gemacht: passives Einkommen was könnte das wohl bedeuten? Dass man Geld verdie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="text-align:justify;">Geld verdienen leicht gemacht: passives Einkommen was könnte das wohl bedeuten? Dass man Geld verdient ohne dafür arbeiten zu müssen? Nicht ganz, aber fast. Zumindest nachdem man eine Pipeline &#8211; ein Netzwerk &#8211; aufgebaut hat. Hier die Parabel der Pipeline, sie erklärt sehr schön das Prinzip des <strong>passiven Einkommens</strong>:</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/mrM-do38DIk&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/mrM-do38DIk&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p style="text-align:justify;">Mehr Infos bekommst Du auch auf meiner Website: <strong><a href="http://www.gluecklicher-arbeiten.de" target="_blank">www.gluecklicher-arbeiten.de</a></strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[(Der Säulenbauer) (Erzählung aus Catoblepas)]]></title>
<link>http://selaika.wordpress.com/2009/08/18/erzahlung-der-saulenbauer/</link>
<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 14:09:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>selaika</dc:creator>
<guid>http://selaika.wordpress.com/2009/08/18/erzahlung-der-saulenbauer/</guid>
<description><![CDATA[Er wischt sich die schmutzigen Hände in seinem Kittel. Sie sind Psalme. Sein Gesicht scheint kurz zu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Er wischt sich die schmutzigen Hände in seinem Kittel. Sie sind Psalme. Sein Gesicht scheint kurz zu leuchten, dann verschwindet es. Dein neuer Adonis ist traurig geworden, sage ich und mein Zeigefinger deutet einen Kanal im Himmel. Der Adonis, von dem ich spreche ist marmorn; Adonis verlegt das Gesicht in seine Hand. Manuel befestigt seinen Mund an seiner abgelegenen Wange mit bedauerlicher Teilnahmslosigkeit. Dass es mich stört, sage ich nicht. Ich denke, wenn nur die Hälfte aller, durch den Menschen getroffenen Mutmaßungen wahr sind, die Welt der Unendlichkeit ja nicht unähnlich ist, oder kurz: wir bewegen uns hier mit Allem auf dünnem Eis (womöglich auch wie Maria Sharapova auf Sand). Der Adonis, mein Freund, verkauft sich heutzutage nicht, wenn er eine glückliche Miene macht, antwortete Manuel.</p>
<p>Hundertfüßler schwirren am adamantroten Grund und verschwinden in die vereinzelten Grasbüschel. Der Tag, der über alle Nächte herfällt und sie uns kurzerhand ausräumt wie ein Dieb, so sicher, dass er zwischen den Zähnen eines Kamms entlang zu wandeln vermag. Ich will jemanden besiegen, Freund, sagt er jetzt, ohne Freundschaft; eine Weile hielt er sich selbst den Mund dann er richtete er ihn gegen den strahlenden Terrassengrund; er kennt sich selbst zu gut, denke ich. Das kommt, da der Himmel derart stiert; wenn der Himmel stiert, heißt es, dann ist eine Wiese ein Pferd, das nicht frisst. Oder ein Esel. Hast du das verstanden, überzeugte er sich nach einer Weile; es liegt so klar wie ein Traktat vor mir, sage ich ihm. Ich grabe eine dünne Plastikschiene in Weißwein-Mousse. Ich suche meinen Mund und Ouroboros in einem verklebten Pappbecher. Jede Wiese ist ein Pferd, das nicht frisst. Und, früher oder später, springen dort zunächst Hundertfüßler, dann, wenn die Grasfläche nur lang genug dazu ist, kriechen die Tausendfüßler in sie. Schlafen aus einem Licht aus Nichts. Das Nichts ist weich. Und es wird grundsätzlich bei erster Gelegenheit entführt. Etliche Tage ohne weiteren Schlaf. Das Licht aus Nichts liegt wie ein Welpe vor dem Samstagabend und der Hals wird ihm durchgeschnitten. Unmittelbar danach aber kehrt es heim, kommt aufs Neue angetrottet.</p>
<p>Die Tausendfüßler kriechen solange in den Grasbüschel, bis du ihn ausreißt; dann sprichst du mit den Säulen; dort oben eine Figur, so plastisch, dass du seine Lungenoberfläche vorbehaltlos so groß wie deine empfindest, mit einem platten, elefantösem Fuß auf einer Erde, auf der Pferde und Esel kein Gras fressen. Manuel verschiebt einen Finger in die Braue. Jeden Tag an dem ich aufwache, hier unten auf der Erde &#8211; morgens ist sie gelegentlich golden &#8211; ist mir nicht kalt. Ich liege morgens in der Haut und bin sehr gemäßigt. Schnell gleitet seine Hand über seinen Kittel zu den, trotz seiner vor wenigen Monaten noch schwärmerischen Gesinnung, nüchternen, nahezu protestantischen Gesichtszügen zurück. Immer nur das Graben im Gesicht zu haben, den Schädel als Baustelle, lässt jeden alt werden. Der Fingerzeig des Adonis scheint sich in jedem möglichem Winkel auf tatsächlich Manuel richten; Manuel steigt auf keines seiner Gerüste, da er weiß, dass er sofort die Hand des marmornen Adonis im Gesicht hat.</p>
<p>Die glücklichen Adonisse werden zurückgebracht, weißt du, sagt er, immer langsamer im Sprechen werdend, sie kommen immer am Sonntag zurück; früher, als ich sie noch versuchte an den Mann zu bringen, meist gleich mehrere mit Lieferwägen. Nur wenn ich nachts auf der Erde liege, bis sie kalt geworden ist, aber nie mehr so kalt, wie sie noch vor kurzem kalt wurde, und morgens solange liegen bleibe, bis sie ein wenig warm, aber nicht übermäßig warm geworden ist, dann werden sie behalten. Bis ich nichts mehr aushalte, bis ich aufgrund der mäßigen Kälte und der mäßigen Hitze nicht mehr weiß, was ich bin.<br />
Er hatte den Ärmel seines Kittels verkürzt, merkte ich. Ich ließ meinen Hals und das Handgelenk knacken und sah lange auf die absolute Spitze seines Kopfes, sagte: du warst immer sehr freundlich, aber nicht sehr dankbar, mein Freund. Manuel lachte mit Atmungen. Ein Dämon ist alles außer Materie; seine Materie ist im idealem Fall, mutmaßte ich und schob den Pappbecher in einen Papierkorb unter dem Tisch ohne von der Bank zu gehen, exakt ausgeliehen. Nun gut, ich bin dein Freund, ich werde hier sitzen bleiben, bis du besiegt worden bist. Mach mich früh genug nur darauf aufmerksam, dann werde ich sogar zusehen. Er bedankte sich eilig, aber ich habe ihn dabei nicht ins Gesicht gesehen.<br />
Solange Adonis sich an ihn heranschleicht, darf niemand etwas sehen, es wurde bisher noch keinem Menschen gestattet.<br />
Wenn ich schnell die Augen zupresse, werden sie länger geschlossen bleiben; Adonis erlaubt schließlich kein Gerüst, er muss von der 5 Meter hohen Säule selbst herunterklettern und das, ohne dass man ihn hört, denn auch das ist noch untersagt. Er wird sich etwas einfallen lassen müssen, aber daran zweifele ich nicht, denn er ist wirklich traurig. Ich lasse leichter die Lider geschlossen, wenn ich eine Remineszens an Manuel stattfinden lasse. Ich habe ihn im Kopf; er geht im Schädel; die Pupillen verlaufen auf seinen Augenbällen während er die Bänke Knochen wäscht. Seine Bank ist nicht verklebt.<br />
Ich denke von dir, Manuel, dass du am unteren Fuße einer weitreichenden Karawane stehst wobei dein Gesicht zermürbt ist. Dass du mit deinen Fingern spielst als wären Ringe daran. Dass du deine Brauen rasierst, damit zu Zeiten, wenn die Sonne am höchstem stehst, kein Schatten in der Pupille ist, und das Augenweiß zieht wie ein zartes Äderchen hinten in den Kopf hinein.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Hotelparabel]]></title>
<link>http://diskretion.wordpress.com/2009/08/07/die-hotelparabel/</link>
<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 13:22:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>diskretion911</dc:creator>
<guid>http://diskretion.wordpress.com/2009/08/07/die-hotelparabel/</guid>
<description><![CDATA[Nathan ist tot. „Komm ruhig näher mein Freund. Du bist der neue ? Mein Name ist nicht von Bedeutung,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom:0;">Nathan ist tot.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">„Komm ruhig näher mein Freund. Du bist der neue ? Mein Name ist nicht von Bedeutung, ich bin nur hier um dich ein wenig herumzuführen. Viel zu tun gibt es hier nicht, wir haben nur drei Zimmer. Du stutzt ? Auf den ersten Blick scheint das unverständlich, aber irgendwo müssen wir doch eine Mauer ziehen. Komm ich zeige dir den ersten Stock, er ist bei weitem der schlimmste.“ Ein Lächeln. Im Aufzug beschwichtigende Musik, beruhigend. Es wird kein Wort gesprochen, bevor sich die Türe, untermalt von einem leichten Surren, öffnet. Widerlicher Gestank schlägt von weitem ins Gesicht.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">„Mach dir keine Sorgen, du musst es hier nicht allzu lange aushalten. Wir sehen nur kurz nach, ob alles seine Richtigkeit hat. Einen Gast weist man nicht ab. Das Housekeeping sieht hier nicht nach dem rechten. Unrentabel.“ Die Schlüssel klimpern. Irgendwo hinkt jemand mit dem Messer. „Den kannst du auch getrost ignorieren. Mecki. Tötet Menschen. Lungert hier schon eine ganze Weile herum. Unverständlich.“ Schreie von Neugeborenen. Eingehüllt in Lumpen liegt jemand auf dem Gang. Wir steigen hinüber. „Einfach missachten. Solange sie nicht zum Problem werden, lassen wir sie liegen. Ist sehr eng hier, nicht jeder kann ins Zimmer. Mal hat man Glück, mal Pech. So läuft das Geschäft.“ Feisste Männer in Unterhemden, gezeichnet vom Leben. Gewalt. Unverständnis. „Siehst du den Kasten dort ? Der ist bei deiner Schicht von elementarer Bedeutung. Regelt den Strom. Wenn sie kein Fernsehen haben werden sie unruhig. Gegenüber ist die Speisekammer. Soviel sie zum Leben brauchen ist unser Motto. Mehr können wir nicht herausgeben. Unrentabel.“ Pragmatik. So läuft das Geschäft. „Ich hasse diesen Teil meiner Schicht. Nimm dir das Elend nicht so zu Herzen. Taugt nicht viel. Wir gehen jetzt in den zweiten.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Die Türe klappt zu. Zurück bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Der Aufzug fährt nach oben, Schwerkraft drückt auf das Trommelfell. Die Musik ist einfühlsam.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Zweiter Stock. Leere. Kein Mensch auf dem Gang. Der Geruch undefinierbar. Ein Hauch von Parfum. Irgendwo elektronische Musik. „Hier ist nicht viel los. Abgeschottet. Jeder kehrt von seiner eigenen Haustür.“ Ein Zwinkern. Kein Leben. Das klimpern der Schlüssel. Ein Klopfen. Die Tür, verriegelt mit Ketten, ein Blick. Es wird laut. „Wir kaufen nichts.“ Vorsicht.Wut. „Müssen nur nach dem rechten sehen. Alles nach Vorschrift.“ Die Scharniere knarren, die Tür springt auf. Kinder sitzen auf Stühlen, aschfahl. Seine Frau in weiß, kümmert sich um den Garten. Kinder des Zorns. An der Wand eine leere Stelle, Schemen deuten auf ein Kreuz. Alles nach Vorschrift. Die Türe schließt sich. „Wir machen diese Rundgänge aus Sicherheitsgründen. Zum Schutze der Bewohner. Müssen sie beschützen, vor sich selbst versteht sich. Irgendwann dreht immer einer durch.“ An uns vorbei schreitet eine junge Frau, geschminkt, der Rock kürzer als als ein Gürtel. Billiges Parfum, hochhackige Schuhe. Er nickt. „Die kommt manchmal aus dem ersten hier hoch. I do everything but judging.“ Ein Lächeln. Er spricht Englisch. Kein Wunder. Wir gehen um eine Ecke, der Teppich ist rot, flankiert von Sauberkeit. „Dort drüber liegen die Zeitungen. Schüren die Angst, legen sie sie aus. Wenn sie es mal vergessen, nicht tragisch. Hier ist wieder der Stromkasten. Immer zu kontrollieren.“ Wir machen uns auf den Rückweg. An uns vorbei eine Junge Frau, ihr Rock kürzer als das Leben einer Eintagsfliege. Es riecht nach Sandelholz, ihre Zähne eben, erinnern an Elfenbein. Der Blick zurück. Hochhackige Schuhe. I do everything but judging. „Aus dem ersten fragst du ?“ Ein Lächeln umspielt seine Lippen. Die Aufzugtüren öffnen sich.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Die Türe klappt zu. Zurück bleibt Unverständnis. Gedanken an den ersten vergessen. Die Musik beruhigt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Dritter Stock. Steril. An der Wand eine Konsole. Auf ihr eine Hand voll Ziffern. Als er auf sie drückt, ertönt mehrmals ein monotones Piepen. „Die Codenummer ist dreimal die sechs. Wir müssen sie beschützen. Leben gefährlich. Es gibt Neider.“ Die mit Eisen beschlagene Tür geht langsam auf. Vor ihr Wachpersonal, in Schwarz, mit Knöpfen im Ohr. Ein Nicken. Wir gehen auf Marmor. Ich werde geblendet von Gold. „Wo die Menschen sind fragst du ? Es gibt hier nicht viele. Meistens sind sie unterwegs, das was du hier siehst ist ein Denkmal, das sie sich selber gestellt haben. Glitzernd wartet es auf sie, wenn sie nach Hause kommen und während ihrer Abwesenheit spielt es mit den Kindern. Es ist kalt, aber füllt die leere.“ In der Mitte steht ein Schaukelstuhl, auf und ab wippend, das Holz unter dem Gewicht knackend. Auf ihm, unkenntlich, ein alter Greis. Seine Zähne eben. Nichtmal ein Nicken. Eine graue Eminenz. Wir müssen uns verneigen. „Hat damals das Fundament gelegt. Ohne ihn läuft hier gar nichts.“ Regeln des Seins. Unverständlich. Wir gehen weiter. Eine Sackgasse. Ich werde nervös. „Wo ist der Stromkasten ?“ Ein Lachen. „Du hast es nicht verstanden.“.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Nathan ist tot. Drei Ringe. Einer zu knechten.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><img class="aligncenter" title="Hotel" src="http://www.satyrsight.com/assets/images/Otto_Dix_1922_To_Beauty.jpg" alt="" width="243" height="282" /></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Parabel von Georges Raillard]]></title>
<link>http://glareanverlag.wordpress.com/2009/07/27/parabel-von-georges-raillard/</link>
<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 22:03:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>Walter Eigenmann</dc:creator>
<guid>http://glareanverlag.wordpress.com/2009/07/27/parabel-von-georges-raillard/</guid>
<description><![CDATA[. Der richtige König Georges Raillard . Wieder werden die breitesten Straßen der Hauptstadt gesperrt]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<h2 style="text-align:center;"><span style="color:#ff0000;">Der richtige König</span></h2>
<p style="text-align:center;"><em>Georges Raillard</em></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align:justify;">Wieder werden die breitesten Straßen der Hauptstadt gesperrt, werden Abschrankungen aufgestellt, wird der Verkehr weiträumig umgeleitet. Wieder postieren sich an allen strategischen Punkten Sicherheitskräfte in Uniform und Zivil. Wieder strömt das Volk herzu, staut sich hinter den Schranken, säumt dunkel die helle Asphaltstrecke wie Ungeziefer einen befallenen Pflanzenstiel. Stundenlang harrt es, ob in Hitze, Regen oder Kälte, geduldig und unbeirrbar und immer wieder voller Erwartung, des Vorbeizugs.<br />
«Wozu brauchen Sie denn einen König?» fragt der Reporter eine ältere Frau, die sich mit verschränkten Armen auf die Abzäunung stützt.<br />
Die Frau starrt ihn verständnislos an, zuckt schließlich mit den Schultern und wendet sich rasch ab, als müsste sie sich schämen.<br />
Thronanwärter ziehen mehrmals in der Woche vorbei, auf geschmückten Elefanten reitend, auf bunten Streitwagen stehend, von einer Herde schäumender Pferde gefolgt, im Cockpit eines ultramodernen Düsenjets sitzend, einen Trupp im Tarnanzug kommandierend oder von einem Dutzend leichtbekleideter Mädchen umschwärmt. Mit solch exorbitantem Aufwand buhlen sie um das Volk, denn das Volk ist ihr Richter: Es allein bestimmt, wer der richtige König sei.<br />
Das Volk ist nicht leicht zu gewinnen. Eine einzige ungeschickte Handbewegung, ein Kopfnicken zur falschen Zeit, eine unpassende Gewandung, und das Volk buht und wendet sich enttäuscht weg. Seit Monaten, ja Jahren konnte kein König das Volk überzeugen.<br />
Die Spannung ist groß. Manche halten ein Transistorradio ans Ohr geklemmt. Vor der Stadt fänden blutige Gefechte statt, hört man. Von einem Duell wird berichtet, bei dem der Sieger dem Besiegten den Kopf abschneide, um sich damit für den Vorbeizug zu schmücken. Der heutige Anwärter komme als Piratenhäuptling auf einem großen Segelschiff, heißt es, das in einem riesigen, von Sattelschleppern gezogenen Wasserbecken schwimme. Gerüchte laufen aus wie Flüssigkeit aus lecken Tanks, fließen zusammen, schwellen an, rauschen durch die Menschenmenge und heben sie empor. Stimmen überschlagen sich, überschreien einander, zetern. Aber noch immer ist die ganze Strecke lang nichts zu sehen.<br />
«Wozu brauchen denn Sie einen König?» fragt der Reporter nun einen jüngeren Mann, auf dessen Schultern ein kleines Mädchen sitzt und ein Fähnchen schwenkt.<br />
Der Mann denkt nach, sagt dann: «Sobald ich ihn sehe, weiß ich&#8217;s vielleicht.»<br />
«Aber wie wissen Sie denn, welches der richtige König ist?» hakt der Reporter rasch nach.<br />
Der Mann antwortet nicht. Niemand spricht plötzlich mehr. Das Stimmengewirr, wie durchgeschnitten. Alle Blicke in eine Richtung, nach links die Straße entlang. Recken tausender Hälse, Scharren tausender Füße, Drängen und Drücken. Der Reporter spürt fremden, warmen Atem in den Haaren, im Nacken, an den Schultern, an den Armen. Jetzt wird ein Schritt hörbar, deutlich und gemessen, der Schritt eines Einzelnen, der Schritt eines Einzigen, näher und näher. Wer ist es? Wie ist er? Noch ist nichts entschieden!<br />
Der Mann mittlerer Größe, mittleren Alters schreitet ohne Eile seines Wegs. Sein Blick ist in die Ferne gerichtet: Seines Zieles und seiner Ankunft ist er sich gewiss. Gekleidet ist er schlicht, beige Hosen, hellblaues Hemd. Er geht ganz allein und scheint nichts zu brauchen.<br />
«Ein Schwächling, hat niemanden», ruft jemand.<br />
«Im Gegenteil», widerspricht jemand anders, «noch nie war einer so stark, allein und mittellos zu kommen.»<br />
Andere Stimmen erheben sich, erhitzen sich im Dafür und Dawider. Worte gellen hin und her. Ratlos steht der Reporter mitten im Streit und sieht dem Anwärter nach, der ruhig weiterschreitet und sich entfernt. Da wendet sich der jüngere Mann mit vor Erregung gerötetem Gesicht um und schreit dem Reporter durch den Lärm hindurch zu:<br />
«Sehen Sie&#8217;s? Dies ist der richtige König! Er stiftet die Zwietracht, in der wir uns selbst finden. Jetzt können wir aufbegehren. Ohne König sind wir nichts als ein einziger harter Körper und nicht imstande, uns gegen uns selbst zu wenden.»</p>
<p style="text-align:justify;">_______________________</p>
<p style="text-align:justify;"><em><strong><a href="http://www.edition-sisyphos.de/autoren.htm" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-7586" title="Georges Raillard" src="http://glareanverlag.wordpress.com/files/2009/07/georges-raillard.jpg" alt="Georges Raillard" width="100" height="136" /></a><a href="http://www.georges-raillard.com" target="_blank">Georges Raillard</a></strong><br />
Geb. 1957 in Basel/CH, Schriftsteller und Komponist (Gitarrenmusik), lebte 18 Jahre als Übersetzer und Sprachlehrer in Madrid, seit 2001 wieder in Basel</em></p>
<p style="text-align:justify;"><em><span style="color:#ffffff;">.</span></em></p>
<p style="text-align:justify;"><em><span style="color:#ffffff;">.</span></em></p>
<p style="text-align:justify;"><em><span style="color:#ffffff;">.</span></em></p>
<p style="text-align:justify;"><em><span style="color:#ffffff;">.</span></em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Parabel von der Pipeline]]></title>
<link>http://fmteamheisel.wordpress.com/2009/07/22/die-parabel-von-der-pipeline/</link>
<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 20:13:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Stefan Heisel</dc:creator>
<guid>http://fmteamheisel.wordpress.com/2009/07/22/die-parabel-von-der-pipeline/</guid>
<description><![CDATA[Hallo werter Leser! Wer kennt das nicht? Geld regiert die Welt. Viele Menschen fühlen sich von dem D]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hallo werter Leser!</p>
<p>Wer kennt das nicht?<br />
Geld regiert die Welt. Viele Menschen fühlen sich von dem Druck des Geld beschaffens dominiert und sind unzufrieden. Das hat viele Gründe.</p>
<p>Doch schauen wir uns nicht die Probleme an, die mit Geld zu tun haben, sondern wenden wir uns einer Lösung zu, die ein nur eines Umdenkprozesses bedarf.</p>
<p>Wir vom FM- Team beschäftigen uns intensiv mit dem Thema Geld und haben für sie diesen anschaulichen Trickfilm ausgesucht.</p>
<p>Viel Spaß mit dem folgenden Film &#8220;Die Parabel von der Pipeline&#8221;</p>
<p style="text-align:center;"><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/EXjsTNSuLSo&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/EXjsTNSuLSo&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p><strong></p>
<h2 style="text-align:center;"><span style="color:#ff0000;"><a href="http://fmteamheisel.wordpress.com/kontakt/" target="_self">&#8212;-&#62; Das interessiert mich &#60;&#8212;- </a></span></h2>
<p></strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Blumenkasten]]></title>
<link>http://ilikepoetry.wordpress.com/2009/06/15/der-blumenkasten/</link>
<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 12:08:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>jawool</dc:creator>
<guid>http://ilikepoetry.wordpress.com/2009/06/15/der-blumenkasten/</guid>
<description><![CDATA[Wenn wir in einem Paradies leben wollen, dann müssen wir als Gärtner selbst Hand anlegen und unsere ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wenn wir in einem Paradies leben wollen, dann müssen wir als Gärtner selbst Hand anlegen und unsere Umgebung gestalten. Jedoch müssen wir immer beachten was wir tun, denn jede Aktion birgt eines Tages eine Reaktion. &#8220;Wer Wind sät, der wird Sturm ernten&#8221;:</p>
<blockquote><p><strong>Mein kleiner Blumenkasten</strong></p>
<p>Es war vor langer Zeit in einem Land namens Balkonien<br />
in dem ich begann eine kleine Gemeinschaft aufzuziehn.<br />
Sie war voller Farbe und voller Frohnatur<br />
bis eines Tages ich von Veränderung erfuhr!<br />
Als des Winters Eis begann wieder zu taun,<br />
erschien kein Frühlingsblau, sondern Faschobraun.</p>
<p>Ein Unkraut machte sich nun im Kasten breit<br />
eine Revolution geschürt aus Wut, Haß und Neid.<br />
Sie pflanzten sich fort im Zeichen einer Rune,<br />
Mit dem Ziel: „Ein Platz an der Sonnenblume!“<br />
Doch als der Kreuzkümmel anfing Haken zu schlagen,<br />
da begann ein Krieg mit Kampfansagen!</p>
<p>„Nicht bevor die Rose fällt,<br />
bleibt dies Land von euch unbestellt!“<br />
Doch der weißen Rose Versuch zu lindern<br />
konnt des Unkrauts Erdreich nicht verhindern.<br />
So wurd der Freiheits Keim am Boden zerdrückt,<br />
und der Kasten war nach Rechts gedrückt.</p>
<p>Die Pflanzen wurden braun und der Wille er ward zahm<br />
Doch für die Blumen begann er nun der Rassenwahn.<br />
Vom Unkraut sogleich verstümmelt und zerrupft<br />
Entstieg ab sofort kein Blumen- sondern nur noch Verwesungsduft.<br />
Und wer dies Unheil schaffte zu überstehen<br />
wollte nun keine Samen gedeckt mit Unheil mehr sähen.</p>
<p>Aber nach Monaten voller Kälte und Bangen<br />
fingen die Blumen an Hoffnung zu erlangen.<br />
Ein Atompilz, gesät von den Allianzen<br />
ließ die Bösewichte hinterm Wolfskraut sich verschanzen.<br />
Doch das folgende Erdreich erschütternde Beben,<br />
ließ alle Pflanzen nicht mehr am Leben.</p>
<p>Voller Furcht blickte ich auf meinen Blumenkasten<br />
dessen Schicksal tat mich nun belasten.<br />
Denn ich der Gärtner düngte als Verrat<br />
den Nährboden für solch eine Wahnsinnstat.<br />
Bevor also dieser Kasten so etwas nochmal erlebt<br />
entferne ich jenes Unkraut mit meinem Jätgerät
</p></blockquote>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[(Die Sonnenfurche) (Erzählung aus Catoblepas)]]></title>
<link>http://selaika.wordpress.com/2009/06/12/die-sonnenfurche-erzahlung-aus-catoblepas/</link>
<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 13:41:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>selaika</dc:creator>
<guid>http://selaika.wordpress.com/2009/06/12/die-sonnenfurche-erzahlung-aus-catoblepas/</guid>
<description><![CDATA[Das blaue, reinliche Trockenwasser des Abends drückt; ein Magnatsskalpell auf einem Eck aus Kork. Di]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Das blaue, reinliche Trockenwasser des Abends drückt; ein Magnatsskalpell auf einem Eck aus Kork.</p>
<p>Die Himmelfrau; ihre Waden sind aus flammenden Bast.</p>
<p>Die Himmelfrau fragt jeden, wer das ausgewaschen hat. Sie deutet auf ein Magazin auf dem aschefarbenen Grund.</p>
<p>Stur streichen perlmuttfarbene Schnecken über die Straße aus Dampf. Der Wind schluckt die Teergrube, es singt ein Loch in der Erde. Die Himmelfrau hat einen Jungen mit einem schiefen Daumen angehalten, während diejenigen, die aus einem akuten Anlass heraus die Suche und die große Prachtfahrt der Göttin Artemis herzustellen in Begriff stehen, eine Castella vergeuden; ihre goldenen Augen sind voller Narben in Formen kleiner Gabeln. Die Liebe zu einer alten, gebräunten Dame sei unschön;</p>
<p><em>Pochpochon</em>; mein Mann bist du schon faul?</p>
<p>Das Magazin zerbricht, der Junge staunt.</p>
<p>Mezänus lächelt, mein Liebster, das Licht rückt in die Windflasche, bist du des Wahnsinns. Die aufgeschlagene Rum-Anzeige ist nun eingelassen in das Angesicht des Grundes; die karibische Frau ist eine Madonne im Spiegel des Äthers; es ist zu leicht.</p>
<p>Der Krumme sagt, es ist zu leicht, sie Erdfrau zu nennen; die Himmelfrau wischt sich die Borreliose mit einem Schwamm aus Fleisch. Er ist zu leicht, sagte der Physiotherapeut Mezänus, der Kopf, er soll machen, dass er schwer wird. Nichts leichter als das, sagte Mezänus; er presst etwas heißen Rotz aus dem Hals, bevor er weiter spricht. Er sagt ihm, dass er alt und durchaus ziemlich gebildet sei, sich nie trügen ließe. Er erzählt ihm, dass der Praxisraum sich zunächst allmählich im royalistischem Azur und Purpur voll sog, nun sich aber ein gelber, drachenförmiger Schein bereits seit einer halben Stunde, stetig intensiver zu wachsen scheinend, auf dem Gesicht des Physiotherapeuten sich hervorbildete.</p>
<p>Auf die Fliegen in der Grube steht die Sonne, sagt er, das hat es ewig nicht gegeben, nicht, seitdem die Himmelfrau davor gestanden hat. Die Fliegen wissen jetzt über die Vorgänge der Geburt; am Abend werden sie allesamt fort sein. Sie wollen sich in die Sonnenfurche legen, im Gesicht des Therapeuten.</p>
<p>Mezänus Kopf ist so schwer geworden wie Granit. Sie werden ihm den Drachen aus dem Kopf trinken. Die Schnecken trinken die Erdfrau aus dem Grund; der Junge mit dem krummen Finger nimmt die Anhöhe zur Praxis; seine Beine bleiben stur gegen die Schatten der Pinien.</p>
<p>Die Himmelfrau wäscht sich das Gesicht in einem Brunnen, sie geht umher und, als der Abend erloschen ist, legt sie sich die goldenen Schnecken auf die Schenkel; sie kriechen hinauf und verschwinden für die Flüchtigen auf der Suche nach der Göttin Artemis unter dem Himmelsrock. Die Flüchtigen haben übermenschliches Glück, denn wohlbehalten taucht sie, Artemis, aus dem Schatten des Pinienwaldes auf. Sie ist wohlbehalten, nur die Fersen, sagt sie, hat sie sich gestaucht, geschehen beim Betreten des Zuges in Asine.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Kantine]]></title>
<link>http://ilikepoetry.wordpress.com/2009/06/10/die-kantine/</link>
<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 22:05:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>jawool</dc:creator>
<guid>http://ilikepoetry.wordpress.com/2009/06/10/die-kantine/</guid>
<description><![CDATA[Stell dir vor es sind Wahlen und keiner geht hin. So lautete dieses Wochenede  die Überschrift zu de]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Stell dir vor es sind Wahlen und keiner geht hin. So lautete dieses Wochenede </p>
<p>die Überschrift zu den EU Wahlen. In Deutschland scheint dabei mit die größte</p>
<p>Politik-Verdrossenheit zu herrschen. Was dieser Unmut letzten Endes für</p>
<p>einen Effekt hat lässt sich gut in einem Gedicht aufzeigen.</p>
<p> </p>
<blockquote><p><strong>Die Kantine</strong></p>
<p>Voller Frohmut stolziert Hans Hubert pünktlich wie ein Uhrwerk<br />
und fleißig wie eine Biene in Richtung Firmen – Kantine.<br />
Wo früher nur ein Einheitsbrei geboten wurd&#8217;,<br />
und ja meine Lieben es klingt absurd,<br />
der nur den Wenigsten zu schmeckten vermochte,<br />
da steht der neue Chef, der bisher nur das Beste kochte.</p>
<p>Das frühere rein deutsche Unternehmen<br />
ward vor langer Zeit geplagt von einigen Problemen<br />
und wurde so aufgrund fehlender Kompetenz und Transparenz<br />
von der Konkurrenz zur Insolvenz getrieben.<br />
Ein Investoren-Mix aus Amis, Russen, Franzosen und Briten<br />
ermöglichte es nun den Angestellten kulinarische Köstlichkeiten zu bieten.</p>
<p>So wählten Hans Hubert und Kumpanen von den edlen Gaben<br />
nur die schönsten Farben, um sich an ihnen zu laben.<br />
Und es entstand somit die erste Nahrungs-Auslese,<br />
bestehend aus schwarzem Schwarzbrot, roten Tomaten und gelbem Käse.<br />
Jaha, es schmeckte und schmeckte, dass man sich die Finger leckte<br />
und des Mannes Bauch über den Gürtel sich hervorstreckte.</p>
<p>Doch bald war die flammende Euphorie verloren<br />
denn die Mahlzeiten wuchsen aus mancherlei Ohren.<br />
Weil Zeiten sich ändern wie die Geschmäcker fürs Essen,<br />
entstanden nach den Fress-Exzessen ganz neue Intressen.<br />
„Weniger Kern, mehr Kraft“, rief der Arbeiter-Rat<br />
„Als Menü-Beilage gibt’s nun &#8216;nen grünen Salat!“</p>
<p>Ein bunter Mix war nun entstanden<br />
den dennoch einige als störend empfanden.<br />
Auch Hans Hubert hörte man sagen:<br />
„Ich will ein anderes Schwarzbrot haben,<br />
doch reagieren tut man nicht auf mein klagen.<br />
Sie mahnen“: „Es würde der Ernährung schaden.“</p>
<p>Die Mehrheit war jetzt Kantinen verdrossen<br />
und hatte sich deshalb entschlossen,<br />
die Wahlen nun zu boykottieren,<br />
um zu zeigen: „Wir demonstriern!“<br />
Doch nicht jeder war mit aufgesprungen,<br />
denn die Minderheit hatte jetzt Macht errungen.</p>
<p>Voller Frohmut stolzierte Hans Hubert pünktlich wie ein Uhrwerk<br />
und fleißig wie eine Biene in Richtung Firmen – Kantine.<br />
Doch diesmal blieb er erschrocken stehn,<br />
denn von der Streikeslust war nichts zu sehn.<br />
Stattdessen saß voller Unglück<br />
die Mehrheit vor einem Scheisse Stück!</p>
<p>Hans Hubert rannte zum Kantinen-Koch<br />
bei dem es streng nach Kacke roch.<br />
„Wer hat den bloß diesen Mist bestellt,<br />
du siehst doch wie es allen missfällt“<br />
Der Koch antwortete mit hängenden Wangen:<br />
<strong> „Wärst du doch bloß wählen gegangen!“</strong></p></blockquote>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Parabel von der Pipeline]]></title>
<link>http://duftwelt.wordpress.com/2009/05/25/die-parabel-von-der-pipeline/</link>
<pubDate>Mon, 25 May 2009 09:14:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>Stefan Heisel</dc:creator>
<guid>http://duftwelt.wordpress.com/2009/05/25/die-parabel-von-der-pipeline/</guid>
<description><![CDATA[Hallo werter Leser! Wer kennt das nicht? Geld regiert die Welt. Viele Menschen fühlen sich von dem D]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hallo werter Leser!</p>
<p>Wer kennt das nicht?<br />
Geld regiert die Welt. Viele Menschen fühlen sich von dem Druck des Geld beschaffens dominiert und sind unzufrieden. Das hat viele Gründe.</p>
<p>Doch schauen wir uns nicht die Probleme an, die mit Geld zu tun haben, sondern wenden wir uns einer Lösung zu, die ein nur eines Umdenkprozesses bedarf.</p>
<p>Wir vom FM- Team beschäftigen uns intensiv mit dem Thema Geld und haben für sie diesen anschaulichen Trickfilm ausgesucht.</p>
<p>Viel Spaß mit dem folgenden Film &#8220;Die Parabel von der Pipeline&#8221;</p>
<p style="text-align:center;"><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/EXjsTNSuLSo&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/EXjsTNSuLSo&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Park-Partei]]></title>
<link>http://donkyswelt.wordpress.com/2009/05/14/die-park-partei/</link>
<pubDate>Wed, 13 May 2009 22:12:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>Donkys Freund</dc:creator>
<guid>http://donkyswelt.wordpress.com/2009/05/14/die-park-partei/</guid>
<description><![CDATA[Die Park-Partei Ob &#8220;Jetzt aber zack&#8221; ein geeigneter Werbeslogan für eine Parlamentswahl ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3577/3529644870_b1ec05bc32_m.jpg" alt="Die Park-Partei" width="240" height="170" /><p class="wp-caption-text">Die Park-Partei</p></div>
<p>Ob &#8220;<em>Jetzt aber zack</em>&#8221; ein geeigneter Werbeslogan für eine Parlamentswahl ist, kann diskutiert werden. Dass <span style="text-decoration:underline;"><a title="Alle Figuren der bande und was das überhaupt soll." href="http://donkyswelt.wordpress.com/neu-hier/" target="_blank">die Bande</a></span> die Park-Partei (<strong>PP</strong> ) gründete, um die Zukunft des Parks zu gestalten, halten wir jedoch für sehr löblich. Wie die anstehende Demokratisierung des Parks überhaupt eine ehrenwerte Angelegenheit ist. Einige Minderheiten wie entflogende Kanarienvögel hatten bisher einen schweren Stand&#8230;bis zum Winter, dann allerdings nicht mehr. Das wird jetzt anders: Nun dürfen sie nämlich wählen, wer sie bis dahin schikaniert.</p>
<p>Wir vermuten allerdings auch, dass die Bande einfach bestimmen will, was läuft. Basta! Dafür muss die PP sich jedoch zunächst warm anziehen gegen die <strong>AAA</strong> (Allianz alternativer Amseln), die <strong>KKK</strong> (Koalition der Kriech- und Krabelltiere), die <strong>VVV</strong> (Vereinigung vielfliegender Vögel), die <strong>UUU</strong> (Union ufernaher Unterwasser-Tiere) und die dubiose <strong>DDD</strong> (Drei demokratische Dampfnudeln). Diese Gruppe ist im Park nicht bekannt und kann als Zünglein an der Waage wahlentscheidend sein. Immerhin sind nur 20 Parlamentssitze zu verteilen.</p>
<p>Der eindeutige Nachteil, dass die Abkürzung der Park-Partei nur zwei anstatt drei Buchstaben zählt, wiegt genauso schwer wie der Umstand, dass die Bande noch gar keinen Vorsitzenden gewählt hat. Und auch das Wahlprogramm sieht noch nicht so überzeugend aus. Zu allem Übel ist es noch nicht einmal beschlossen:</p>
<ul>
<li>Nachtsingverbot bis 8:00 Uhr für Amseln.</li>
<li>Lammkotellets für alle!</li>
<li>Borkenkäfer sind doof!</li>
<li>Herbstinitiative: Finger weg von den Blättern am Baum!</li>
<li>Wer nicht mitmacht, fliegt raus!</li>
</ul>
<p>Der vorläufige Wahlkampfspot mit <span style="text-decoration:underline;"><a title="Der Erpel lebt im Park und ist recht tabulos." href="http://www.donkyswelt.wordpress.com/versteckt/donky" target="_blank">Donky</a></span> und<span style="text-decoration:underline;"> <a title="Der eitle Hase hält sich irrtümlicherweise für den König des Waldes." href="http://www.donkyswelt.wordpress.com/versteckt/hotz" target="_blank">Hotz, dem Hirschhasen</a></span>, wird auch den ein oder anderen Wähler verprellen. Allerdings gibt es im Park sowieso keinen Strom:</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/a0azriQ0Mso&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/a0azriQ0Mso&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Unsere Einschätzung zu den anderen Parteien:</p>
<ul>
<li>Glücklicherweise ist die <strong>KKK</strong> (Koalition der Kriech- und Krabbeltiere) so zerstritten, dass <a title="5-beinige Spinne mit Minderwertigkeitskomplexen" href="http://www.donkyswelt.wordpress.com/versteckt/igitte" target="_blank"><span style="text-decoration:underline;">Igitte</span></a> als Ex-Krabbeltier und <a title="Naiver Holzwurm, der so ziemlich alles glaubt." href="http://www.donkyswelt.wordpress.com/versteckt/kolumbi" target="_blank"><span style="text-decoration:underline;">Kolumbi</span></a> als Holzwurm mit Ohne-Beine-Prädikat hier einige Wähler abgreifen könnten. Besonders um die angestrebte Beinpauschale gibt es große Meinungsverschiedenheiten innerhalb der <strong>KKK</strong> .</li>
<li>Vorteilig ist auch, dass Kaulquappen noch nicht zur Wahl zugelassen sind. Erst nächstes Jahr, wenn sie keine mehr sind. So wird die <strong>UUU</strong> (Union ufernaher Unterwasser-Tiere) ihr Potenzial nicht abschöpfen können.</li>
<li>Wie die <strong>VVV</strong> (Vereinigung vielfliegender Vögel) abschneidet, hängt stark vom Zuspruch nicht so viel fliegender Vögel ab. Von Pinguinen zum Beispiel.</li>
<li>Die <strong>AAA</strong> (Allianz alternativer Amseln) hat sich ein paar neue Lieder zum Mitsingen ausgedacht. Nun ja, wen&#8217;s interessiert.</li>
<li>Die <strong>DDD</strong> ist schwer einzuschätzen.</li>
</ul>
<p>Wir werden den Fortgang des Wahlkampfes hier im Blog weiter dokumentieren und kommentieren.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das Mofa vor dem Fenster]]></title>
<link>http://ablage.wordpress.com/2009/04/22/das-mofa-vor-dem-fenster/</link>
<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 08:00:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
<guid>http://ablage.wordpress.com/2009/04/22/das-mofa-vor-dem-fenster/</guid>
<description><![CDATA[Das Mofa vor dem Fenster ist eines dieser kleinen täglich wiederkehrenden Dinge, die dem Leben Stabi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Das Mofa vor dem Fenster ist eines dieser kleinen täglich wiederkehrenden Dinge, die dem Leben Stabilität verleihen. Vor meinem Fenster stehen eigentlich ganz viele Mofas, aber eines fällt mir täglich auf.</p>
<p>Morgens halb 8 vor meinem Fenster startet jemand sein Mofa. Das Mofa lässt sich aber nicht starten. Er versucht es wieder und wieder. Er hat da großes Durchhaltevermögen. Beim 10. Versuch schließlich klappt es dann endlich.</p>
<p>Ich frage mich, was ist die Geschichte hinter dem Mofa mit dem kaputten Anlasser? Warum wird es nicht repariert? Steckt eine Tragödie der Armut dahinter oder einfach nur Faulheit? Werde ich es jemals erfahren?</p>
<p>Bei diesem Mofa führt Beharrlichkeit zum Ziel. Soll ich jetzt das Mofa wie ein Pfarrer in seiner Predigt als Parabel auf das Leben verwenden? Ich verzichte darauf, aber vielleicht regt es ja zum Nachdenken an.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Boer Niels en Ezelin Brenda]]></title>
<link>http://danielverhoeven.wordpress.com/2009/03/25/boer-niels-en-ezelin-brenda/</link>
<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 16:09:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniel Verhoeven</dc:creator>
<guid>http://danielverhoeven.wordpress.com/2009/03/25/boer-niels-en-ezelin-brenda/</guid>
<description><![CDATA[Permalink Author: Don Fabulist In de dorpspolder van Zwankendamme woonde boer Niels in een boerderij]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://2bloggen.org/2009/03/25/boer-niels-en-ezelin-brendaboer-niels-en-ezelin-brenda/">Permalink</a></p>
<p>Author: Don Fabulist</p>
<p><a rel="attachment wp-att-8472" href="http://2bloggen.org/2009/03/25/boer-niels-en-ezelin-brenda/donfabulistaliasdirksluys/"><img class="alignright size-full wp-image-8472" title="donfabulistaliasdirksluys" src="http://thewingsofthecarp.files.wordpress.com/2009/03/donfabulistaliasdirksluys.png?w=293&#038;h=379" alt="donfabulistaliasdirksluys" width="293" height="379" /></a>In de dorpspolder van Zwankendamme woonde boer Niels in een boerderijtje. Vroegtijdig stierf zijn levensgezellin enkinderen liet ze hem niet na. Na de dood van zijn vrouw verwaarloosde Niels de landerijen. e boerderijdieren deed hij van de hand, maar van de ezelin Brenda kon hij geen afstand doen. Bij versomberd gemoed bleef zij zijn lichtpunt.</p>
<p>Toch mocht niet gezegd worden dat de eenzaat het zonder menselijke vriendschap stellen moest. Vooral in de kroegen was hij een graag geziene gast. Met Niels onder het avondlijk cafédak draaide de donkerste stemming naar een zonnige zijde. Met Niels aan de toog verbroederden zich de ergste vijanden. Velen waren dan ook diep geschokt door het drama dat tijdens een decembernacht plaatsvond.</p>
<p>In zijn stamstaminee zette Niels een punt achter een avondje zwalken. Hij luidde er de klepelklok voor een laatste rondje, dronk er zijn pint leeg en nam er uitbundig afscheid van vrienden en vriendinnen. Zijn opgewektheid kende een nooit gezien hoogtij.</p>
<p>&#8220;Met zijn vrolijkheid wilde hij verbergen wat hij doen ging,&#8221; zeiden de polderbewoners naderhand.</p>
<p>Hun besef kwam te laat. De volgende dag werd Niels thuis dood aangetroffen. Gekoord hing hij koud aan de zolderingbalk. Niemand kon diep genoeg in het eenzame mensenhart kijken. Daarom kon ook niemand begrijpen wat Niels bewoog om zo gruwzaam heen te gaan.<!--more--></p>
<p>De mensen vergisten zich en ook boer Niels had zich lelijk misrekend. Hij keerde wel degelijk weer. Echter niet zoals men hem wenste of ook niet zoals hij zichzelf graag gezien zou hebben.</p>
<p><img class="aligncenter" title="donkeyfarmer" src="http://image24.webshots.com/24/9/9/1/39890901IjIhEO_fs.jpg" alt="" width="1181" height="1772" /></p>
<p>Drie maanden later, aan het begin van de lente, verscheen Niels als spook in de boerderij. Voordat de boer er een eind aan maakte, had hij er nauwgezet op gelet om aan alle bekenden nog een groet te brengen. Maar hij vergat zijn dierbaarste. De ezelin Brenda kreeg van hem geen blijk van vaarwel.</p>
<p>Nu kon spook Niels de eeuwige rust pas vinden nadat die plooi gladgestreken was. Het spook moest eerst terdege vanBrenda afscheid nemen. Niet zomaar met wat wuiven van verre, maar met een stevige omhelzing. Brenda bracht de winter in woelige gevoelens door. Wat miste ze haar Niels! Wat snakte ze naar haar weldoener in goede en in kwade dagen!</p>
<p>Vertederd dacht ze aan hun dagelijkse wandelingetjes en aan de spiksplinternieuwe hoefijzertjes die ze altijd van hem kreeg. Verweesd peinsde ze aan zijn opbeurende schoftklopjes en aan de bemoedigende woordjes die hij haar zo dikwijls in het oor fluisterde.</p>
<p>Hoe kon Niels haar, zonder een teken na te laten, in de kou laten staan? Hoe kon hij haar in die vriesnacht heimelijk verlaten? Die vragen verjoegen Brenda&#8217;s weemoed om in de plaats een wrede woede binnen te laten. Brenda wist wel dat de mens, met zijn beladen denkvermogen, de keuze tot sterven hebben moest. Dat weten kon de kwaadheid niet bedaren.</p>
<p>Haar verstand en haar gevoel verstonden elkaar niet. In de jongste schemering van een heilzame lentemorgen kwam er eindelijk een verzoenende gedachte bij de ezelin op bezoek.</p>
<p>&#8220;Gij waart voor Niels de liefste,&#8221; sprak die. &#8220;Het liefste dat ge ziet is bij een scheiding het moeilijkste om aan te spreken. Daarom gaf hij u zelfs geen afscheidswenk.&#8221;</p>
<p>Brenda&#8217;s bozigheid brak. Vanachter de palissade hief ze de kop op naar het livingvenster van de boerderij. Wat zag zij daar? Een spook dat als een losgeslagene naar haar gebaarde. Het was haar Niels, dat wist ze zo zeker als dat zijn spookverschijning daar zotte kuren opvoerde.</p>
<p>Haar hart jubelde. Ze stormde naar het openstaand poortje, maar voordat ze naar het raam kon hollen, plukte het scheller wordend licht spook Niels van voor haar karbonkelkijkers weg.</p>
<p>De ezelin versteef ter plekke. In een schicht trof haar een helder inzicht.</p>
<p>&#8220;Spoken zijn hier op aarde om een begaan euvel recht te trekken,&#8221; schoot het Brenda te binnen. &#8220;Uit de bewegingen van spook Niels op te maken, heb ik daarmee iets van doen.&#8221;</p>
<p>Zoals het &#8216;aha&#8217; bij mensen de inval beduidde, zo viel het Brenda met een &#8216;iha&#8217; in dat het door spook Niels goed te maken zaakje het nagelaten gedag aan haar moest zijn.</p>
<p>&#8220;Dat spookje daar mag in het vervolg wenken wat het wil,&#8221; balkte Brenda, &#8220;het mag smeken dat het een onlust is. Geen sprake van dat ik me laat omarmen, want na de omarming ben ik Niels werkelijk voor altijd kwijt!&#8221;</p>
<p>Het was een kenmerk van wijze wezens dat ze om iets te bereiken niet handelden. Zulks gold zeker voor de ezelin Brenda. Voortaan bleef ze op veilige afstand buiten staan.</p>
<p>De ezelin luisterde elke nacht naar de jammerbeden van het spook. Elk kruimelmoment in de ochtend nam ze te baat omde spokenbewegingen te bekijken. Doch zich verroeren, dat deed ze niet.</p>
<p>De nachten lang zat het spook in de rafelige leunzetel voor het vensterraam te speuren naar een glimp van Brenda. Zodra het de ezelin in het eerste ochtendlicht ontwaarde, zwaaide het met de armetierige armen, peddelde het met de broze benen en trok het de snater in alle mogelijke vormen.</p>
<p>Slechts trekkebekkend liet Brenda de lange tanden zien. De afzijdigheid van Brenda kende geen einde. Tot overmaat van ramp kon het spook niet naar haar toegaan, want het was ertoe veroordeeld om binnenshuis te blijven.</p>
<p>Aan iemand vragen om de ezelin naar de boerderij te leiden, behoorde ook al niet tot de mogelijkheden. Geen ziel waagde het om langer dan één spokenschreeuw op het spookhof te blijven.</p>
<p>Bij elk gerucht en naar elke onder het maanlicht bewegende schaduw kreet spook Niels immers:</p>
<p>&#8220;Kom toch nader! Laat me u omhalzen!&#8221;</p>
<p>Altijd al kampte Niels met een hapering in de spraak, waarbij de &#8216;a&#8217; zich soms op de plaats van de &#8216;e&#8217; zette. Ooit lachte men smakelijk, toen boer Niels zei:</p>
<p>&#8220;Ik word pas wakker als de wakker rinkelt.&#8221;</p>
<p>Maar met dat &#8216;omhalzen&#8217; van het spook kon niemand lachen. Geen mens hoorde daarin &#8216;omhelzen&#8217;.</p>
<p>De lente ging heen, de zomer vertrok, de herfst verdween en de winter trad in. Nog steeds sleet spook Niels het eenzaamste spokenleven. De ezelin gevoelde groot medelijden. Toch speelde ze het klaar om op afstand te blijven. Haar liefde werd tenslotte door een zekere berekening getoomd.</p>
<p>Door het van zorgen verstoken blijven, verzwakte de ezelin. Op een winterochtend viel ze levenloos op haar zijde. Voordat het daglicht de spokencontouren opslokte, stak spook Niels de grijpers in wanhoop naar het bladderend plafond.</p>
<p>In de nakomende tijd hing spook Niels met neerhangend hoofd in de schimmelfauteuil. Geen lapje hoop restte het spook. Brenda was dood! Het hels boerderijverblijf strekte zich onbegrensd in het spokenbrein uit. Zelfs de bangste wezel zou de neiging bekropen hebben om spook Niels vertroostend te omhelzen.</p>
<p>Op een lenteochtend, toen de morgenster in de schemering oplichtte, schrok spook Niels op. Een herhaaldelijk bonken klonk op de dorpel aan de voordeur. Gesnuif drong door het deurhout naar binnen. Spook Niels sidderde.</p>
<p>&#8220;Zou een spook me komen treiteren?&#8221; schokte het door de spookkop.</p>
<p>De deur sprong open. De lucht tochtte. Tegen de vale achtergrond van schemerlicht, droeg het deurkader de spookachtige schildering van een stille ezelin, wier oren gelijk hoornen opstonden. Spook Niels kon niet geloven dat het waar was. Daar stond spook Brenda!</p>
<p>Het mondgat van Niels viel glimlachend open.</p>
<p>&#8220;Voorwaar,&#8221; daagde het de spookboer, &#8220;Brenda weigerde mij de verlossende omhelzing, omdat ze van in het begin doorhad dat ze door de zonde van de weigering als spook zou moeten weerkomen. Ze wilde eerst spook zijn om,&#8230;om tezamen met mij,&#8230; om&#8230;&#8221;</p>
<p>Spook Niels krikte zich met gammele krachten uit de zetel op en strompelde zo snel het kon naar de deurdrempel. De spookezelin wachtte aan de arduinrand buiten. Op de drempel sloeg spook Niels de armen rond de hals van spook Brenda. Ze vervaagden en verdwenen in het oprijzend licht. Sindsdien spookte het niet meer ten huize Niels.</p>
<p><strong><em>Don Fabulist</em></strong>, <em>Ridder der Vagebonden van Het Kapersnest, is woonwagenbewoner. Hij put zijn inspiratie uit het mysterievolle rijk der eenzaamheid en uit het leven in de oorden die hij doorkruist. Al vertellend, in de zwerverstaal (Bargoens) zingend en al schrijvend, brengt hij ballades, fabels, sproken en sprookjes.</em></p>
<p>Meer info op <strong><a href="http://www.donfabulist.be/">www.donfabulist.be</a></strong></p>
<p style="text-align:center;"><strong><img class="aligncenter" title="female donkey" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/49/Donkey-06.jpg" alt="" width="691" height="518" /><br />
</strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Boer Niels en Ezelin Brenda]]></title>
<link>http://2bloggen.org/2009/03/25/boer-niels-en-ezelin-brenda/</link>
<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 16:09:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniel Verhoeven</dc:creator>
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<description><![CDATA[Permalink Author: Don Fabulist In de dorpspolder van Zwankendamme woonde boer Niels in een boerderij]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Permalink Author: Don Fabulist In de dorpspolder van Zwankendamme woonde boer Niels in een boerderij]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Wie Hotz ein Hirschhase wurde]]></title>
<link>http://donkyswelt.wordpress.com/2009/01/30/wie-hotz-ein-hirschhase-wurde/</link>
<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 07:49:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Donkys Freund</dc:creator>
<guid>http://donkyswelt.wordpress.com/2009/01/30/wie-hotz-ein-hirschhase-wurde/</guid>
<description><![CDATA[&quot;Wie kann man nur den ganzen Tag still den Kopf durch das Loch stecken? Was für ein Job! Und wi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>&#34;Wie kann man nur den ganzen Tag still den Kopf durch das Loch stecken? Was für ein Job! Und wie bekommt er das sperrige, unnütze Kopfgestell abends zurück durch die Wand?&#34; Hotz, der Hase, schüttelte mit dem Kopf. Fröhlich machte er öfter mal einen kleinen Umweg, um auf das Fensterbrett des grünen Häuschens am Waldesrand zu springen und durch die Scheibe zu schauen.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://farm4.static.flickr.com/3255/2784244077_b8c69d2076_b.jpg"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3255/2784244077_b8c69d2076_m.jpg" alt="Hotz" width="240" height="160" /> </a> <p class="wp-caption-text">Hotz</p></div>
<p>Rechts auf dem Regal thronte ein Waldkauz auf einem kleinen Sockel mit einem goldenen Schildchen &#8216;Waldkauz&#8217;. &#34;Angeber!&#34;, rief Hotz durch das Fenster, aber der Vogel rührte sich nicht. Bewundernd schaute er auf die andere Seite des Zimmers, wo ein Mauswiesel auf zwei Beinen auf einem Holzast balancierte. Der Hirsch schaute gegenüber ziemlich dämlich aus der Wand, auch wenn sein Geweih recht imposant wirkte. Hotz konnte Hirsche nicht leiden, weil sie so wichtig taten. Er fand Wichtigtuerei angeberisch. Seine Mutter hatte immer mit beschwichtigendem Tonfall gesagt: &#34;Hirsch ißt man lieber als Hase.&#34;, nachdem sie regelmäßig laute Gewehrschüsse in den Bau gescheucht hatten.  Das verstand er überhaupt nicht. Warum ißt man Hirsch lieber als Hase? Hotz musterte den Hirschen missmutig. Er wollte gerade vom Fensterbrett springen, als er nur einen dumpfen Schlag vernahm. Dann wurde es um ihn herum dunkel.<!--more--></p>
<p>Herr Gerbenbeck klingelte an der verschnörkelten Klingel am grünen Häuschen. &#8216;Wilhelm Franke, Präparator&#8217; stand in geschwungender Schrift auf dem Schildchen. Es hatte lange gedauert, bis er seine Frau überreden konnte, ein ausgestopftes Tier über den Kaminsims zu hängen oder darauf zu stellen. Als passionierter Jäger hatte er aufgrund einer Sehschwäche leider noch kein geeignetes Tier erlegt. Also hatte er ein paar Euro für den Kauf eines Exemplars bei Herrn Franke zurückgelegt. Seine Frau fand die Idee eigentlich widerlich und verlangte zumindest ein Mitspracherecht.  Ein Kompromiss eben.</p>
<p>&#34;Herr Gerbenbeck? Einen Moment. Ich mache auf!&#34;, hörte das Ehepaar einen Ruf durch die Tür. Herr Franke öffnete beherzt und führte nach einem kurzen Plausch die beiden in seinen Ausstellungsraum. Ein  ganzer Zoo schien hier auf engem Raum zusammengestellt zu sein. Selbst unter dem Tisch breitete ein Bussard seine Flügel aus, abgedeckt mit einer Plastikfolie. &#34;Voila, bitte schön! Suchen Sie sich was aus. Nur die feinsten Präparationen.&#34; Frau Gerbenbeck rümpfte die Nase.</p>
<p>Als Hotz mit dickem Schädel seine Augen öffnete, fand er sich in einer grob gezimmerten Kiste wieder. Diese roch neu nach Harz und Leim. Er erschrak, kannte er doch gar keinen Leimgeruch. Vor der offenen Kiste war ein Drahtgeflecht gespannt. Der Leim tropfte aus einer Ecke auf ein Salatblatt, ein anderer Tropfen war schon darauf getrocknet. Etwas entfernt erblickte er durch die Drahtmaschen einen Schotterweg hinunter einen Wegweiser in Richtung des grünen Häuschens, neben dem sein kleines Gefängnis stand. <em>&#8216;Ausgestopfte Tiere für jedermann&#8217;</em> konnte er schemenhaft erkennen. Der Hase konnte kaum atmen. Ausgestopft! Ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken. Schnell ahnte er, was dieses Wort bedeutete. Der Kauz, das Wiesel, der Hirsch: Alle waren also tot und wahrscheinlich mit Stroh gefüllt und er saß in einem Stall neben dem Haus mit eben diesen toten und mit Stroh gefüllten Kreaturen. Das war kein gutes Zeichen. Er verschwendete keinen Gedanken mehr daran, über den Hirschen zu spotten. Langsam stiegen ihm die Tränen in die Augen.</p>
<p>&#34;Schatzi, was willst du denn jetzt?&#34; Herrn Gerbenbecks Stimme klang verzweifelt. &#34;Auf jeden Fall kommt mir kein Geweih ins Haus. Was denken denn die Nachbarn. Und auch nichts mit Federn, die nur vor sich hin stauben!&#34;, erwiderte seine Frau schnippisch. Herr Gerbenbeck fasste sich an den Kopf:  &#34;Dann bleiben ja nur noch Wiesel und Marder. Das sieht doch so was von hässlich aus!&#34; &#8211; &#34;&#8230;und Hasen!&#34;, entgegnete die Gemahlin. Herr Gerbenbeck drehte übertrieben den Kopf hin und her und jammerte: &#34;Siehst Du hier einen Hasen, meine Liebe?&#34;</p>
<p>Hotz hörte die Unterhaltung durch das Fenster. Er versuchte sich besonders klein zu machen und kauerte in einer Ecke, als aber schon die Hintertür des grünen Häuschens quietschte und eine Stimme sagte: &#34;Da habe ich was für Sie!&#34; - &#34;Aber nichts mit Geweih!&#34; wiederholte Frau Gerbenbeck mit forderndem Ton. Herr Franke beruhigte: &#34;Nein, einen Hasen! Wie gewünscht, nur noch nicht präpariert&#34;. In den Stall lugten nun zwei skeptische Blicke und Hotz zitterte inzwischen am ganzen Leib. &#34;In einer Woche wäre er fertig. Die Pose können Sie sich sogar aussuchen: sitzend, springend, aufrecht.&#34;, erklärte Herr Franke. Herr Gerbenbeck seufzte resigniert, als ihn seine Frau fragend mit hochgezogenen Augenbrauen anschaute: &#34;Na gut, dann eben einen Hasen.&#34; Dann verschwanden die drei wieder im Haus.</p>
<p>Hotz erfasste die nackte Panik. Mit aller Wucht sprang er gegen die Holzwände, immer und immer wieder. Die Kiste wackelte zwar, aber es bot sich keine Lücke für die Flucht. Stattdessen verschmierte ihm der Leim seine Blume. Niedergeschlagen legte er sich ramponiert auf das spärlich verteilte Stroh. &#34;Aber nichts mit Geweih!&#34;, schoss ihm immer wieder durch den Kopf. &#34;Aber nichts mit Geweih!&#34;, hatte die Frau vorhin gesagt. Er leckte sein geschundenes Fell, als er den ekligen Geschmack eines Leimtropfens auf der Zunge spürte. Er stockte kurz. &#34;Das ist es! Kein Geweih!&#34; Hotz sprang erregt auf. Er blickte sich hektisch um und wenig später rieb er seine Ohren an jeder Wand, bis sie ihm schrecklich weh taten. Jeder Tropfen Leim und Harz benetzte seine Lauscher mehr, bis diese nur so trieften. &#34;Ich habe ein Geweih! Ich habe ein Geweih!&#34; wimmerte Hotz verwirrt und schlief wenig später völlig erschöpft wieder ein.</p>
<p>&#34;Was ist das denn?&#34;, weckte ihn ein Schrei.&#34;Ich habe ein Geweih!&#34;, krächzte Hotz noch im Tran, als ob ihm die Kehle zugeschnürt wäre. &#34;Das ist ja eklig! Das kriege ich doch nie mehr aus dem Fell raus&#34;, rief Herr Franke entsetzt, als er den Hasen sah. Dessen Ohren und auch Teile des Fells waren hart verkrustet mit einem Harz-Leim-Gemisch. &#34;Ich muss Herrn Gerbenbeck anrufen. Das wird nichts mit dem Hasen! Mist, verdammter!&#34;, fluchte er. &#34;Ich habe ein Geweih!&#34;, wiederholte Hotz monoton, als Herr Franke unwirsch den Stall öffnete. Er packte Hotz an den Hinterläufen und schleuderte ihn über den Zaun auf den harten Schotter. &#34;Schade um jedes Salatblatt.&#34;, rief er ihm hinterher. Dann stampfte er wütend in das grüne Häuschen und schlug mit lautem Knall die Hintertür zu.</p>
<p>Als Hotz nach dem schweren Aufprall zu sich kam, torkelte er Stunden benommen durch den Wald. Das grüne Häuschen, das noch durch die Bäume schimmerte, war dem Hasen fremd. Er wusste nicht mehr, wo er war und vor allem warum. Kein Gedanke war noch an seinem Platz. Seine Ohren waren steif wie ein Brett. &#34;Ich habe ein Geweih! Ich habe ein Geweih!&#34;, murmelte er mit dünner Stimme immer und immer wieder in sich hinein.  &#34;Ich bin kein Hase mehr, sondern ein Hirschhase.&#34;, bestimmte er. Endlich verstand er seine Mutter. &#34;Hirsch ist man lieber als Hase&#34;, hatte sie  doch immer gesagt. So war das also! &#34;Guck mal, Mama!&#34;, flüsterte Hotz noch etwas schwach, &#34;Jetzt habe ich sogar ein Geweih.&#34;</p>
<p>Langsam wurde sein Gang sicherer. Entfernt sah er einige Rehe grasen. Plötzlich beschlich ihn ein seltsam wichtiges Gefühl. Ein sehr wichtiges. Er blickte einmal rund um sich auf Wald und Wiese und nickte. Stolz hob der Hirschhase den Kopf, streifte noch ein paar Harzkrümel vom Fell, und während sein Ohrengeweih wippte, hoppelte er humpelnd, aber zielstrebig auf die nichts ahnenden Rehe zu.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Leerboek voor het leven]]></title>
<link>http://omtersaaist.net/2009/01/10/leerboek-voor-het-leven/</link>
<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 23:23:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>pieterr</dc:creator>
<guid>http://omtersaaist.net/2009/01/10/leerboek-voor-het-leven/</guid>
<description><![CDATA[Een parabel over diversiteit. Van deze meneer, die wel meer ander intrigerend materiaal staan heeft.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div class="wlWriterSmartContent" id="scid:5737277B-5D6D-4f48-ABFC-DD9C333F4C5D:fd66ebf3-a976-47fe-9c7e-ef7486d17bb9" style="display:inline;margin:0;padding:0;">
<div id="7303ef90-5aeb-4833-b6e3-59cf84d7bc08" style="display:inline;margin:0;padding:0;">
<div><a href="http://www.youtube.com/watch?v=kAIpRRZvnJg" target="_new"><img src="http://omtersaaist.files.wordpress.com/2009/01/video1f763854223a.jpg"/></a></div>
</div>
</div>
<p>Een parabel over diversiteit. Van <a href="http://www.youtube.com/user/TheraminTrees">deze meneer</a>, die wel meer ander intrigerend materiaal staan heeft.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die hohe Baumschule]]></title>
<link>http://donkyswelt.wordpress.com/2008/11/20/baumschule/</link>
<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 08:29:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>Donkys Freund</dc:creator>
<guid>http://donkyswelt.wordpress.com/2008/11/20/baumschule/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Ich gucke mich noch ein wenig um!&#8221;, rief Hotz, der Hirschhase und schaute angestrengt v]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>&#8220;Ich gucke mich noch ein wenig um!&#8221;, rief <a title="Der Hase mit dem Haarspray in den Ohren meint, er wäre der König des Waldes und ist damit ziemlich allein (außer Kolumbi)." href="http://donkyswelt.wordpress.com/versteckt/hotz" target="_blank">Hotz, der Hirschhase </a>und schaute angestrengt von links nach rechts über die Wipfel der angrenzenden Baumschule. Er saß etwas eingezwängt in einer Astgabel und sein linkes Ohr büßte etwas Spannkraft ein. Das Haarspay verlor langsam seine Wirkung und musste eigentlich dringend aufgefrischt werden.</p>
<p>&#8220;Die Maulwürfe müssen mal wieder ihren Dreck wegmachen!&#8221;. Hotz konnte sogar die entfernte Weide mit den wahllos verteilten Erdhäuflein erkennen. Er hatte wirklich einen guten Überblick über sein &#8216;Reich&#8217; als selbsternannter König des Waldes. Hoch über dem Waldboden umklammerte er einen dünnen Zweig für ein besseres Gleichgewicht. &#8220;Nur weil Maulwürfe blind sind, heißt das noch lange nicht, dass<em> ich</em> mir diese Sauerei anschauen muss.&#8221;, schimpfte er mit erhobener Stimme.</p>
<p>Tock, tock, tock. &#8221;Und Herr Specht hält die Mittagspause nicht ein.&#8221; Seine Stimme überschlug sich: &#8221;Du da, Ruhe jetzt! Sonst ist was los!&#8221;. Tock, tock, tock. TOCK, TOCK, TOCK!</p>
<p>&#8220;Ich muss hier mal andere Saiten aufziehen!&#8221;, erboste sich Hotz und fuchtelte mit seinen Vorderläufen. Nur mit Mühe konnte er sich gerade noch an dem dünnen Zweig halten.</p>
<p>Unten knackten die Hirsche teilnahmslos einige Eicheln. &#8220;Hmmm&#8221;, brummten sie. Vor mehreren Stunden hatte Hotz ihren Rehen das Schmatzen abgewöhnen wollen. Hirsche mögen nicht, wenn man sich in ihre Angelegenheiten einmischt.</p>
<p>&#8220;Igitt! Könnt ihr Borkenkäfer euch nicht eine andere Rinde suchen? Und überhaupt! Habe ich euch das erlaubt?&#8221; Zwei Borkenkäfer krochen langsam in ein Loch auf dem kranken, morschen Ast. Der schmeckte und würde auch weiter schmecken, Hotz hin oder her. &#8220;Krzzz!&#8221;, klang es verdächtig unter Hotz&#8217; Blume. Der Ast drohte jeden Moment unter der Last von Hotz Gewicht abzubrechen. Hotz hielt den Atem an.</p>
<p>&#8220;Darf ich jetzt wieder runter?&#8221;, flüsterte Hotz und blickte nach unten, ohne sich zu bewegen. </p>
<p>Für einen kurzen Augenblick war das zermahlende Knorpsen von Hülsenfrüchten das einzige Geräusch im Wald. &#8220;Hmmm&#8221;, brummten die Hirsche und waren mit ihrer &#8216;Baumschule&#8217; als Erziehungsmaßnahme sehr zufrieden.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Parabel von der Pipeline]]></title>
<link>http://fmteamheisel.wordpress.com/2009/07/21/die-parabel-von-der-pipeline-2/</link>
<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 21:12:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Stefan Heisel</dc:creator>
<guid>http://fmteamheisel.wordpress.com/2009/07/21/die-parabel-von-der-pipeline-2/</guid>
<description><![CDATA[Hallo werter Leser! Wer kennt das nicht? Geld regiert die Welt. Viele Menschen fühlen sich von dem D]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hallo werter Leser!</p>
<p>Wer kennt das nicht?<br />
Geld regiert die Welt. Viele Menschen fühlen sich von dem Druck des Geld beschaffens dominiert und sind unzufrieden. Das hat viele Gründe.</p>
<p>Doch schauen wir uns nicht die Probleme an, die mit Geld zu tun haben, sondern wenden wir uns einer Lösung zu, die ein nur eines Umdenkprozesses bedarf.</p>
<p>Wir vom FM- Team beschäftigen uns intensiv mit dem Thema Geld und haben für sie diesen anschaulichen Trickfilm ausgesucht.</p>
<p>Viel Spaß mit dem folgenden Film &#8220;Die Parabel von der Pipeline&#8221;</p>
<p style="text-align:center;"><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/EXjsTNSuLSo&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/EXjsTNSuLSo&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
