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	<title>personliches-misspig &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/personliches-misspig/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "personliches-misspig"</description>
	<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 23:17:39 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Daheim]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/2008/03/12/daheim/</link>
<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 14:01:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>misspig</dc:creator>
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<description><![CDATA[Diesen Beitrag schreibe ich, außer für mich (ich habe heute Vormittag das komplette Blog noch einmal]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Diesen Beitrag schreibe ich, außer für mich (ich habe heute Vormittag das komplette Blog noch einmal gelesen, damit ich weiß, was ich die letzten 7 Wochen so erlebt habe <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> , für all jene, die entweder aus purer Gewohnheit der letzten 7 Wochen ohne Nachdenken hier hergeklickt haben oder jene, die wissend, daß sie gerade unvernünftig sind aber von ihrer Sucht nicht lassen können, vage gehofft haben, daß sie sich vielleicht getäuscht haben und es hier doch weitergeht. Ich wollte Euch nicht zu schnell entwöhnen, aber ich warne Euch: Es ist tatsächlich aus. Ich bin wieder in Wien, wir sind wieder zu Hause.</p>
<p>Meine Rucksäcke sind ausgepackt und verstaut für die nächste Reise, die Etiketten abgenommen und in den Mistsack geworfen: &#8220;Emirates Long Transfer Via DXB&#8221;, &#8220;Emirates To VIE Vienna EK 0127/11 Via DXB Dubai EK 0413, Strichcode, Strichcode&#8221; und ein Namensschild von STA Travel mit einer Kontaktadresse &#8220;There: City Garden Lodge, 25 St. Georges Bay Rd., Parnell, Auckland&#8221;, wo wir dann gar nicht übernachtet haben. Zwei Waschmaschinen sind gewaschen, die Wäsche hängt, darunter meine zwei neuen T-Shirts: Aoraki Mount Cook und &#8220;the earth has music for those who listen &#8211; new zealand&#8221;, ein Zitat von Shakespeare, wie ich gerade festgestellt habe. Der wußte ja direkt, wovon er schreibt, der alte William!</p>
<p>Auf meinem Couchtisch liegt all das, was ich eingekauft und mitgebracht habe; ich wußte ja gar nicht mehr, was da alles meinen Rucksack so schwer gemacht hat, außer meine Steine, besonders mein wunderschönes Dinosaurierei. Ich bin ja so froh, daß ich mir das angetan habe, das Schleppen und das Zittern bei der Security: Ich hab&#8217;s heute schon mehrmals in der Hand gehabt, und, was soll ich sagen, there&#8217;s music in this stone, too, ich kann sie hören, wenn ich den Stein in meiner Hand wiege!</p>
<p>Sehr seltsam war es gestern, mich nach dem Duschen wieder anzuziehen und zu überlegen, was ich mir anziehe. Ich meine, so richtig zu überlegen, mit Auswahl und so. In Neuseeland war die Überlegung einfach: an durchschnittlichen Tagen die leichte lange Hose. An warmen Tagen, die Short. An kalten Tagen die Jeans. Dazu das aktuelle T-Shirt, so lange, bis es den morgendlichen Schnüffeltest nicht mehr bestand. Dann das nächste T-Shirt, das ich beim Griff in den Rucksack erwischte. Wenn&#8217;s kälter war, noch zusätzlich den Pullover. Fertig. Auf einmal stelle ich mich wieder vor den Spiegel und überlege, ob mir die Zusammenstellung gefällt. Seltsam &#8230;</p>
<p>Als ich fertig angezogen war, fühlte ich mich um die Körpermitte herum so ungewohnt leicht. Dann fiel mir auf: Ich tragen kein Bauchtascherl, und ich muß es auch nicht tragen! Darauf hatte ich mich ja sogar schon wieder gefreut, aber nicht damit gerechnet, daß sich das so ungewohnt anfühlt, daß ich mehrmals erst nachdenken muß, ob ich alles habe. Auch heute wieder der überraschte Kontrollgriff zum Bauch, bis mir dämmerte: Nicht nötig, ich bin auch ohne Bauchtascherl komplett!</p>
<p>Jetzt beim Tippen stelle ich fest, daß ich mich auch schon ziemlich an die englische Tastatur gewöhnt hatte: Jedes z ist zunächst ein y, jeder Strichpunkt ein ö, jeder Doppelpunkt ein Ö. Dafür fehltem diesem Text anfangs die Umlaute und scharfen s, bis ich durch ein Doppel- oder Strichpunkt-ö auf sie gestoßen bin, dann habe ich sie nachträglich eingefügt. Beim Tippen sprangen mehrmals meine zwei Kätzchen, naja, sagen wir: meine zwei ausgefressenen Kater, auf meinen Schoß: Die zwei haben mir also sehr schnell verziehen, daß ich sie so lange alleine gelassen habe. Aber sie wurden ja liebevollst versorgt. Ich hatte heute das Vergnügen, eine Art Katzen-Betreuungsblog nachlesen zu können, die schriftliche Kommunikation der drei Katzensitterinnen nämlich. War sehr amüsant und hat mir bestätigt, wovon ich ohnehin überzeugt war, daß es meinen zwei Katzen nämlich auch ohne mich sehr gut ging. Trotzdem holten sie sich gestern und heute ausgiebigst die Zwischendurch-Streicheleinheiten, die ihnen in den letzten Wochen gefehlt haben.</p>
<p>Die zwei  haben sich auch ziemlich gefreut, als ich heute nacht um 1:59 aufwachte und die nächsten Stunden eher schlaflos im Bett lag, denn so waren sogar nächtliche Streicheleinheiten drin! Dabei hatte ich gestern abend bis 19:57 durchgehalten, da wäre theoretisch schon dringewesen, daß ich zumindest bis 4 oder 5 durchschlafe, aber wahrscheinlich stand mein Körper dann schon auf dem Standpunkt, daß es zumindest Zeit für einen 45-Minuten Walk wäre. Nach diesen über 30 Stunden ständigen Sitzens. Habe ich aber verweigert und es doch bis 7:55 geschafft, liegenzubleiben und immer wieder zu dösen. Dafür fände ich es jetzt gerade äußerst nett, mich ins Bett zu legen, und um das zu verhindern, werde ich mich jetzt aus dem Haus begeben.</p>
<p>Ich muß schließlich auch noch ein wenig einkaufen, hier herrscht natürlich gähnende Leere bei meinen Vorraten, und mich auch langsam wieder an den Gedanken gewöhnen, zur Arbeit zu gehen. Ich dachte, ich gebe mir von selbiger heute einmal eine homöopathische Dosis von einem Stündchen oder so und steigere diese Woche langsam, bis ich es nächste Woche wieder so richtig angehe.</p>
<p>Das war&#8217;s dann aber jetzt wirklich so ziemlich in diesem Blog. Es wird bestimmt irgendwann, nachdem Karin ihre mehreren 1000 Fotos gesichtet hat, eine Foto-Seite geben, die werden wir dann auch hier verlinken. Ansonsten wird es jetzt Zeit, daß wir uns alle von dieser Seite entwöhnen. Wenn es Euch tröstet, nicht nur Euch wird etwas fehlen, wenn Ihr hier nichts mehr zu lesen kriegt, auch mir, wenn ich nicht mehr lockig-flocker dahinblubbern kann. Ich habe mir schon überlegt, mir die Seite www.geblubber.at zu sichern und dort weiter frisch-fröhlich draufloszuschreiben über alles und nichts. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Aber andererseits, jetzt kann ich Euch ja wieder persönlich mit G&#8217;schichtln, die die Welt nicht braucht, versorgen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Okarito]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/2008/03/01/okarito/</link>
<pubDate>Sat, 01 Mar 2008 04:08:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>misspig</dc:creator>
<guid>http://kiwi2008.wordpress.com/2008/03/01/okarito/</guid>
<description><![CDATA[Wir sind zurueck aus der tiefsten Pampa, aus Okarito, und Okarito gehoert nun zu den absoluten Highl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wir sind zurueck aus der tiefsten Pampa, aus Okarito, und Okarito gehoert nun zu den absoluten Highlights dieser Reise.</p>
<p>Okarito liegt etwa 25 km von Franz Josef entfernt; durch Franz Josef, rund 350 Einwohner, werden taeglich ueber 3.000 Touristen geschleust, dort herrscht also unheimlicher Betrieb. Da reiht sich Hotel an Motel an B&#38;B an Backpacker, Gefuehrte Gletscher-Wanderungen an Gletscher-Rundfluege an Heli-Skiing &#8211; ich glaube, Ihr versteht, was ich meine. Davon merkt man in Okarito ueberhaupt nichts mehr. 25 km, und es scheint eine gaenzlich andere Welt.</p>
<p>Wie im letzten Beitrag schon erwaehnt ist der Ort eher klein; wie wir jetzt wissen, sind es mittlerweile 36 Einwohner. Ende des 19. Jahrhunderts waren es einmal ueber 1.000, das war die Zeit des Goldrausches, doch davon merkt man quasi nichts mehr. Zwei &#8220;historische&#8221; Gebaeude, ein paar Informationstafeln. Doch man hat nicht das Gefuehl, in einer &#8220;gestorbenen&#8221; Stadt zu sein, in der versehentlich noch ein paar Kaeuze leben, die halt dort geboren wurden, weil es ihre Familien nicht mit allen anderen geschafft haben, diesen Ort wieder zu verlassen, sondern in einem schmucken Kaff mit schmucken Haeusern, in dem Menschen leben, die sich dort wohl fuehlen.</p>
<p>Und obwohl dort durchaus Tourismus herrscht &#8211; es gibt einen Backpacker, die Jugendherberge, eine Lodge und einen Campingplatz, ausserdem Kayaks auszuborgen und zwei gefuehrte Natur-Wanderungen &#8211; wirkt das Dorf nicht touristisch. Wo die Touristen alle waren, ich weiss es nicht. Wir kamen gegen 14 Uhr  bei strahlendem Sonnenschein an, und das Dorf lag voellig ruhig, menschenleer strahlend vor uns.</p>
<p>Die Jugendherberge befindet sich in einem der zwei historischen Gebaeude, im <a href="http://www.okarito.net/page/schoolhouse.html">alten Schulhaus</a> von 1901, in dem bis 1946 unterrichtet wurde. Das Haeuschen, mehr ist es nicht, ist entzueckend: Zwei Raeume, eine Wohnkueche mit 9 in drei Stockwerken uebereinander angeordneten Betten, und ein Schlafraum mit weiteren 6 Betten, in dem auch ein Waschbecken ist. Wir kamen rein, kein Mensch da, man muss sich drei Haeuser weiter, im Backpacker, selbst &#8220;einchecken&#8221;, und bis 19:40 dachten wir, wir haetten das Haus fuer uns alleine, dann kam doch noch ein Franzose.</p>
<p>Ein paar Schritte von der Jugendherberge entfernt der Strand &#8211; breit und schoen. Das Meer selbst ist dort zum Baden wegen Stroemungen zu gefaehrlich, doch der Strand steigt zunaechst an, faellt dann wieder ab, und in der Senke dahinter ist ein Becken, das sich bei Flut fuellt und in dem man auch Baden koennte. Ich habe sogar kurz darueber nachgedacht, doch dann sind wir doch einfach am Strand entlanggebummelt, der diesmal mehr einer fuer mich war: Eher keine Muscheln, dafuer viele schoene Steine. Ich sag&#8217; Euch, ich werde wirklich kiloweise Steine heimschleppen (weiss der Geier, was ich damit mache, aber manche sind einfach so schoen &#8230;)</p>
<p>Zu kayaken haben wir nicht geschafft, weil man nur bis 14:30 Kayaks ausgibt. Aber die Enttaeuschung darueber hielt sich in Grenzen, denn wir waren deswegen erst so spaet beim Verleih eingetroffen, weil wir am Weg dahin noch im Nebenhaus der YHA eine Kiwispotting-Tour gebucht hatten &#8211; eine der zwei gefuehrten Naturwanderungen, die man in Okarito anbietet. Und dort hatten wir Riesen-Glueck gehabt: Ian nimmt maximal 8 Personen mit auf eine Tour, und er hatte gerade, als wir bei der Tuer hereinkamen, das Telefon aufgelegt und die Absage von 2 Personen entgegengenommen, und so war Platz fuer uns.</p>
<p>Um 19:40 stellten wir uns wieder bei ihm ein und erhielten eine kurze Einweisung. Er hatte eine Skizze an der Wand haengen, aus der wir ersehen konnten, welche 8 Voegel in dem Gebiet, in das wir fahren wuerden lebten, welches Maennchen mit welchem Weibchen, wie der Weg verlief, den wir gehen wuerden, und wie die Territorien aussahen. Ausserdem machte er uns darauf aufmerksam, dass es von uns, dem Team abhinge, ob wir Kiwis sehen wuerden; im Februar sei er bis zu diesem Zeitpunkt 20 x draussen gewesen, 17 x davon haetten sie Kiwis gesehen, und er schilderte den Abend davor, an dem sie nach einer Stunde Wartens die ersten Kiwis gehoert und weitere 20 Minuten spaeter einen Kiwi gesehen haetten, eine weitere Stunde spaeter sogar noch zwei Voegel auf einmal. Aber: Darauf koennten wir nicht bauen, jede Tour sei anders.</p>
<p>Dann bekamen wir jeder eine gelbe Warnweste (wegen der Jaeger, die auch um diese Zeit unterwegs waeren &#8211; da wurde mir einmal anders!), einen Hut mit Moskitonetz, eine Taschenlampe und ein Walkie Talkie, und los ging&#8217;s.</p>
<p>Am Weg zu unserem Ausgangspunkt spielte er uns eine Kassette mit Kiwi-Geschrei vor, damit wir wuessten, worauf wir zu hoeren hatten, beim Marsch ins Kiwi-Territorium erzaehlte er uns noch mehr darueber, wie Kiwis leben, welche Geraeusche sie machen. Z.B. das Rascheln im Busch: ein stetiges Rascheln sei ein Possum. Hoerten wir jedoch Rascheln, Rascheln, Pause, wieder Rascheln, Pause, dann sei das ein Kiwi, das kaeme von ihrer Art, ein, zwei Schritte zu gehen, und dann mit ihrem Schnabel im Laub nach Futter zu suchen.</p>
<p>Ja, und dann ging&#8217;s los. Einweisung in die Funktion der Walkie Talkies, und eine Hollaenderin, Ciska, war die erste, der er mitteilte, dass sie sich einen gewissen Baumstamm merken solle, denn hier ende ihre Zustaendigkeit. Ein paar zig Meter weiter liess er Ciska und mich stehenbleiben, teilte mir mit, dass ich schauen solle, wo er Karin hinstellen wuerde, denn dort wuerde meine Zustaendigkeit enden, und Ciska und ich standen alleine da. Dann meldete sich Ian noch einmal ueber Funk, liess jeden von uns bestaetigen, dass wir ihn hoerten, und dann war Stille. Wir lauschten, und schliesslich gingen wir langsam los. Schritt, Lauschen. Schritt, Schritt. Lauschen. Lauschen. Ein Blick zurueck, ob ich Ciska noch sehe, mittlerweile war es schon ziemlich dunkel, sie verschwand gerade hinter der Kurve. Schritt, Schritt. Lauschen. Lauschen. Ploetzlich sprang das Walkie Talkie an, &#8220;It&#8217;s Rachel, I hear walking in the bush.&#8221; Ian: &#8220;Ok, I&#8217;ll come and check that out. Over.&#8221; Zu diesem Zeitpunkt waren wir vielleicht 5-10 Minuten lauschend unterwegs. Wieder einen Schritt, Lauschen. Schritt, Schritt, Lauschen. Dann stellte ich fest, dass ich eigentlich schon dort war, wo Karin angefangen hatte, drehte um, Schritt, Schritt, Lauschen. Schritt, Lauschen. Ploetzlich das Walkie Talkie, Ian: &#8220;I want you all down here with me, NOW!&#8221;.</p>
<p>Ich drehte um und ging, moeglichst leise, aber doch so rasch, wie es ging, den Weg weiter hinunter. Ploetzlich wieder Ian: &#8220;Ciska, don&#8217;t answer to this one, I want you to RUN here as fast as possible, just RUN!&#8221;</p>
<p>Nachdem ich ja unmittelbar vor Ciska war, begann nun auch ich zu laufen, und die Anspannung war so gross, und das Gefuehl, jetzt wirklich gleich einen Kiwi IN THE WILD zu sehen so grossartig, dass mir Traenen der Freude kamen. Ich dachte nur immer &#8220;Ein Kiwi! Ein Kiwi!&#8221; und lief, bis ich Karin einholte, die unertraeglich langsam den Weg entlangging, &#8220;warum schlaeft die ein&#8221;, dachte ich, &#8220;ein Kiwi, verdammt, ich will zum Kiwi!&#8221;</p>
<p>Und dann hatten wir die Gruppe erreicht. Ian leuchtete immer wieder mit seiner Rotlichtlampe (unsere weissen Taschenlampen waren nur fuer den Rueckweg gedacht) in den Busch, lies sie wandern, und wir standen alle mucksmaeuschenstill. Und dann hoerten wir: Rascheln. Rascheln. Pause. Rascheln. Und dann ein ohrenbetaeubend lautes Schreien, das genauso klang, wie es uns Ian im Auto vorgefuehrt hatte. Rascheln, Rascheln, das naeher kam.</p>
<p>Und schliesslich tat Ian das, was er angekuendigt hatte: Er leuchtete staendig auf eine Stelle am Rand des Busches, und er hatte vorher gesagt, wenn er das taete, dann sollten wir diese Stelle fixieren, denn er sei recht gut darin zu erkennen, wo der Kiwi rauskommen wuerde. Und dann ging es ganz schnell:</p>
<p>Rascheln, Rascheln &#8211; und dann ein Schnabel, ein Kopf, und dann lief dieser Kiwi &#8211; erstaunlich gross uebrigens &#8211; mit seltsam federnden Schritten und erstaunlich schnell, vor uns ueber den Weg und verschwand wieder im Busch. Ian leuchtete noch ein wenig, doch er war nicht mehr zu sehen, wohl aber noch zu hoeren.</p>
<p>Er liess uns Plaetze tauschen, so dass Karin und ich vorne bei ihm standen, und wir warteten wieder, hoerten auf das Rascheln. Und schliesslich tauchte wieder der Schnabel auf &#8211; und ich konnte mir nicht helfen, mir entkam ein doch hoerbares &#8220;Ja!&#8221;, was aber gottseidank den Kiwi nicht zu erschrecken schien, und noch einmal lief der Kiwi, vielleicht 3 Meter von uns entfernt, ueber den Weg.</p>
<p>Dieses Laufen ist schwer zu beschreiben: Ich kann es ganz gut vorfuehren <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Es hat ein wenig etwas von einer Comicfigur. Stellt euch vor, Ihr drueckt Euch auf die Zehen, und lauft dann, indem Ihr die Knie extrem hoch zieht, und beim Landen federt Ihr wieder auf den ganzen Fuss &#8211; so ungefaehr.</p>
<p>Ian informierte uns dann, dass es sich um ein Maennchen namens BZ handelte &#8211; saubloeder Name. Das ist eigentlich der einzige Daempfer bei der ganzen Geschichte: da sehe ich einen Kiwi IN THE WILD, und dann heisst der BZ! Da kann Ian aber nichts dafuer, die Namen vergibt das DoC, und manche Voegel kriegen richtige Namen, und manche nur solche, die ihre Abstammung verraten. BZ ist uebrigens liiert mit BQ &#8211; auch nicht besser!</p>
<p>Nun ja, Ian meinte dann, so schnell sei es fast ueberhaupt noch nie gegangen, dass die Tour erfolgreich gewesen sei, und nachdem BZ keine Anstalten mehr machte, sich noch einmal zu zeigen, gingen wir den Weg zurueck, und Ian wollte noch unterwegs schauen, ob wir einen weiteren Vogel saehen, denn Rachel hatte noch einen Vogel rufen gehoert, und er hatte sie schon vorgeschickt, um ihn zu orten.</p>
<p>Doch das wurde nichts, und so gingen wir die halbe Stunde zurueck, ich hatte schon abgeschlossen, dass wir noch einen Kiwi sehen wuerden, weil Ian sich dann auch schon  mit uns unterhielt, als er uns stoppen liess und meinte, er wuerde jetzt vorgehen, wir sollten ihm leise und langsam folgen. Das taten wir auch &#8211; endlos lange, wie es mir schien, Ian ging vorweg und schwenkte seine Rotlichtlampe links und rechts, rechts und links.</p>
<p>Und ploetzlich kam ueber das Funkgeraet: &#8220;Stop! I want you all to step to the left hand side of the path und slowly get to where I am pointing now.&#8221; Was wir taten, und relativ schnell hoerten wir wieder das Rascheln &#8211; und dann kam Beaumont, ein Weibchen, aus dem Busch.</p>
<p>Und dieses Tier lief nicht nur vor uns ueber den Weg, nein, sie liess sich ein bisschen laenger anschauen, verschwand dann wieder im Busch, und Ian folgte ihr langsam, und da blickte ich mich um und stellte fest: Wir standen neben unserem Auto!</p>
<p>Da fuehrt uns dieser Ian also eine halbe, dreiviertel Stunde weissichwieweit in den Busch, um einen Kiwi zu sehen, und dann wartet ein anderer gleich bei unserem Auto? Wisst Ihr, wieviele beschienene Gelsen um uns herum gewesen waren? Wir haetten gemuetlich im Auto warten koennen! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Auf jeden Fall sahen wir Beaumont dann noch einmal, ausfuehrlich sogar, ein wenig weiter im Busch &#8211; und dann liessen wir es gut sein.</p>
<p>Das Gefuehl nachher war einfach grossartig. Alles nur, weil wir so ein teppertes, flugunfaehgiges braunes Hendl gesehen haben, das die bloede Angewohnheit hat, nachtaktiv zu sein &#8211; ich war einfach nur gluecklich.</p>
<p>Wir tranken dann danach noch mit dem Franzosen in der YHA ein Flaeschchen Wein, und  kurz vor 1 waren wir im Bett.</p>
<p>Standen am naechsten Tag noch um 7 (!!!) auf, und gingen den <a href="http://www.okarito.net/page/things_to_do.html">Okarito Trig Walk</a>, auf einen Berg, von dem aus wir nach rechts ein Panorama mit den Southern Alps (das zweite Bild bei obigem Link) hatten &#8211; und genau, als wir oben waren, zogen die Wolken weiter, und wir sahen endlich den Aoraki Mount Cook. Und nach links blickten wir auf die Lagune und das Meer. Die Sonne kam auch genau hervor, waehrend wir rasteten, und uns war herrlich warm, es war still und wunderschoen.</p>
<p>Und dann haengten wir noch den Three Mile Lagoon-Weg an, noch einmal 2 1/2 Stunden, durch den Bush bergauf und bergab zu einer weiteren Lagune, und dann am Strand zurueck, diesen Weg kann man nur bei Ebbe gehen, und das passte gerade so hervorragend, denn um 10:22 war Ebbe und genau um diese Zeit gingen wir von der Thee Mile Lagoon zurueck. Um 1/2 12 waren wir wieder bei unserem Querci und hatten schon fast 4 Stunden Fussmarsch und mehrere sensationelle Ausblicke und Ansichten hinter uns.</p>
<p>Eigentlich haetten wir danach noch kayaken wollen, doch es zog dann zu und begann zu troepfeln, und genaugenommen waren wir auch ziemlich geschafft, haetten eh keine 4 Stunden mehr paddeln wollen. So fuhren wir also gemuetlich los in Richtung zum bereits einmal erwaehnten Old Church Backpacker, wo wir am fruehen Nachmittag ankamen, wo wieder die Sonne schien, und wir liessen den Nachmittag gemuetlich verstreichen, indem wir am Fluss, in der Sonne, Karins Muscheln und meine Steine wuschen und aussortierten, ich tollte mit einem Hund im Garten herum, spielte mit der noch jungen (!! so suess!!) Hauskatze, dann fuhr ich noch 16 km nach Ross, um Vanilleeis zu kaufen, weil wir beschlossen, unseren Crumble zu backen, und dazu gehoert Vanilleeis, was wir nicht hatten &#8211; ja, das waren zwei paradiesische Tage hintereinander.</p>
<p>Der Old Church-Backpacker, der wird Euch noch einmal begegnen, wenn ich den Teil II des Berichtes ueber unsere Unterkuenfte, die Highlights, schreibe.</p>
<p>Fuer heute belasse ich es hier. Ich weiss, es ist wieder sau-lang geworden, aber ich wollte Euch einfach so hautnah wie moeglich miterleben lassen, wie sensationell diese Kiwi-Tour fuer mich war. Ich hoffe, Ihr koennt es irgendwie nachfuehlen &#8211; mir standen beim Schreiben wieder streckenweise die Traenen in den Augen: Es hat mich unsagbar beruehrt, diese Voegel zu sehen.</p>
<p>Jetzt fehlt nur noch der Kea &#8211; und Ian hat uns genau mitgeteilt, wo am Weg nach Arthurs Pass eigentlich immer Keas zu finden sind. Ich werde, vermutlich, berichten &#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Invercargill - back to civilization]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/2008/02/12/invercargill-back-to-civilization/</link>
<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 08:15:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>misspig</dc:creator>
<guid>http://kiwi2008.wordpress.com/2008/02/12/invercargill-back-to-civilization/</guid>
<description><![CDATA[Wir haben die Catlins hinter uns gelassen, diese entlegene Gegend Neuseelands, in der wir schon einm]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wir haben die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Catlins#Geography">Catlins</a> hinter uns gelassen, diese entlegene Gegend Neuseelands, in der wir schon einmal an einem Schild &#8220;Internet &#8211; 6 km&#8221; vorbeispaziert sind und durch Orte kamen, die auf Karins Karte einen Namen hatten, im Durchfahren von uns aber gar nicht wahrgenommen wurden. Den letzten Supermarkt gab es genau in jenem Ort, von dem wir zuletzt geschrieben haben, danach haben wir nur noch zwei Mini-Stores der Sorte: 2 Packungen Baked Beans, 2 Packungen 2-minute-Noodles, 2 Packungen Spagetthi lagernd, Oeffnungszeiten taeglich 12-17 Uhr gesehen. Es waren nur 2 1/2 Tage seit unserem letzten Eintrag, trotzdem habe ich das Gefuehl, dass wir ewig durch entlegene Landstriche gegondelt sind &#8211; und das meine ich keinesfalls negativ, es waren wunderbare Tage.</p>
<p>Die Catlins liegen schon ziemlich weit im Sueden. Genaugenommen, absolut im Sueden, denn ich darf vermelden: So weit suedlich wie heute war ich definitiv noch nie. Zum Unterschied von Karin war ich bei meiner &#8220;damaligen&#8221; Reise ja sowohl nach Dunedin als auch in die Catlins bis in die Gegend der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Cathedral_Caves">Cathedral Caves</a> vorgestossen, nur wo genau ich damals uebernachtet hatte, wusste ich nicht mehr.</p>
<p>Ich habe bei obigen Link bewusst etwas nach unten in den Wikipedia-Artikel hinein verlinkt, weil Ihr dort gleich eine Karte seht. Auf dieser Karte ganz unten sind zwei Points mit Pfeil markiert, denen wir heute einen Besuch abgestattet haben, Waipapa Point wegen eines Leuchtturmes, den ich mir aus genetisch bedingten Gruenden anschauen musste (Hafenrundfahrten und Leuchttuerme liegen mir im Blut, da kann ich gar nichts dafuer <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ), und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Slope_Point">Slope Point,</a> der suedlichste Punkt der Suedinsel Neuseelands. Aeusserste Punkte sind meine ganz persoenliche Leidenschaft: Noerdlichste, suedlichste, Dreilaenderecke etc. &#8211; man sieht es nicht, dass diese Punkte Extrempunkte sind, aber als alter Geographie-, Landkarten- und Sinnloses-Wissen-Freak liebe ich es einfach, an irgendeinem nichtssagenden Flecken am Arsch der Welt zu stehen und, so wie heute zu wissen, weiter suedlich geht&#8217;s auf dieser Insel einfach nicht mehr.</p>
<p>Das Schild im verlinkten Wikipedia-Beitrag ist schlecht zu lesen, darum hier die Daten: Ich befand mich 5140 km suedlich vom Aequator, und nur 4803 km noerdlich vom Suedpol. Wobei ich persoenlich es einen Wahnsinn finde mir vorzustellen, dass es doch noch so weit zum Suedpol ist; wenn ich mir im Kopf eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Weltkarte.jpg">Weltkarte</a> denke, klebt in meinem Kopf Neuseeland schon so weit unten, dass mir gar nicht bewusst ist, wie weit es da noch hinunter geht, bis die Antarktis auftaucht, von der ich zu Karin nur halb im Spass gemeint hatte, dass wir ja &#8220;schnell&#8221; hinunterfliegen koennten. Ich glaube, das werden wir doch bleiben lassen, das dauert wohl doch laenger als die von mir veranschlagten 2-3 Stunden.</p>
<p>Was also haben wir die letzten Tage getrieben? In Owaka, dem 400-Einwohner-Kaff, das ich im letzten Eintrag schon erwaehnte, haben wir zwei Naechte uebernachtet und den Tag dazwischen, nach dem Internet-Cafe, dafuer genutzt, zwei Wasserfaelle und ein &#8220;Blowhole&#8221; zu besuchen, das immerhin 140 m vom Meer entfernt liegt, d.h. dass das Meerwasser 140 m lang durch eine Hoehle fliesst, bis es aus diesem Loch spritzt. Wobei es bei uns nicht sehr gespritzt hat, der Tag war nicht stuermisch &#8211; beeindruckend war&#8217;s allemal. Insgesamt 80 km Fahrt und rund 4 Stunden Spazierwanderungen durch z.T. wirklich wunderbaren neuseelaendischen Regenwald, mit seiner Vielzahl an Farnen, die Karin und ich so lieben, u.a. diese <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Baumfarne.jpg">tollen Baumfarne</a> &#8211; die obligatorischen Karin- bzw. Gabi-unter-Baumfarn-Bilder folgen hoffentlich: Karin hat neben mir gerade den 2. Computerabsturz verursacht beim Versuch, die 1236 Fotos ihres USB-Sticks zu betrachten (von Bearbeiten und Hochspielen brauchen wir noch gar nicht reden, aber sie wechselt Computer, wird&#8217;s probieren).</p>
<p>Am folgenden Tag sind wir weiter die Southern Scenic Route gefahren, auch nur rund 90 km, haben unterwegs Straende, Flussmuendungen, die oben erwaehnten Cathedral Caves und die Mc Lean-Wasserfaelle mitgenommen, die sich als die schoensten bisher gesehenen entpuppt haben, ach ja, die Niagara-Falls of New Zealand kamen dann noch kurz vor unserem Ziel, naemlich Curio Bay.</p>
<p>Curio Bay hatten wir ausgesucht, weil a) die Bay so schoen sein sollte, b) Hectors Dolphins dort nah an der Kueste leben und vom Strand aus zu beobachten sein sollten, c) dort ein versteinerter Wald am Strand liegt, der bei Ebbe zu besichtigen ist, d) es dort einen Backpacker gibt, der versprach, direkt am Strand zu liegen. Und weil das alles so toll klang, hatten wir gleich zwei Naechte gebucht.</p>
<p>Es war auch ein wunderbarer Flecken Erde, der Backpacker lag tatsaechlich direkt am Strand, auch die Delphine waren da. Gleich am Abend machten wir noch einen Strandspaziergang, und da las ich auf den Infotafeln des Department of Conservation, dass es sich bei den Delphinen um eine Gruppe von 20 (!) Tieren handelt, die stationaer in dieser Bay leben und keinen Zuzug von aussen verfuegen, die aber, weil 20 Tiere nicht wirklich viel sind, um ein Ueberleben der Gruppe zu gewaehrleisten, sehr empfindlich auf die Stoerungen durch den verstaerkten Tourismus reagiert. Wobei ich sagen muss: Fuer mein Gefuehl war dort sehr wenig los, die Catlins sind wahrlich nicht ueberlaufen, aber es waren doch, zu jeden Zeitpunkt, wenn ich hinausgeschaut habe, zwischen 3 und 10 Personen im Wasser, die darauf hofften, dass die Delphine mit ihnen schwimmen wuerden, am naechsten Morgen auch Surfer und ein Boot. Ich hatte urspruenglich ueberlegt, ob ich auch baden gehen sollte, um die Chance auf eine Begegnung mit einem Delphin zu haben, trotz der Wassertemperatur von 16 Grad und der Lufttemperatur in den niedrigen 20ern, aber angesichts der Information ueber die oekologische Auswirkung, naemlich moeglicherweise niedrigere Fortpflanzungsrate, habe ich dies Ueberlegung leichten Herzens wieder ad acta gelegt. Wir werden voraussichtlich am Ende unserer Reise noch ein paar Tage auf der Banks-Peninsula bei Christchurch verbringen, dort gibt es diese Delphine auch, und sollten die Delphine dort weniger gefaehrdet sein, kann ich das dort immer noch tun.</p>
<p>Auch die Aussichtsplattform beim Versteinerten Wald haben wir uns, trotz Flut, noch am selben Abend gegeben, vom Wald war &#8211; natuerlich, das wussten wir &#8211; nichts zu sehen, dafuer watschelten gerade wieder zwei Yellow-eyed Penguins ueber die Steine: Jedes Mal wieder entzueckend, obwohl wir bei unserer Wildlife-Tour schon 26 (!) Tiere gesehen hatten.</p>
<p>Auf jeden Fall beschlossen wir nach diesem Spaziergang, doch nur eine Nacht zu bleiben: Wir hatten das Gefuehl, eh gerade erst sehr gemuetlich unterwegs gewesen zu sein, und einen weiteren Tag so geruhsam, mit nur wenig zu tun/besichtigen, wollten wir doch nicht mehr anhaengen, obwohl der Ort wirklich schoen war. Aber beim Nachrechnen hatten wir auch festgestellt, dass wir schon 3 unserer 9 Reservetage verbraucht haben wuerden, wenn wir diese zweite Nacht anhaengen, und so sind wir doch schon heute nach Invercargill weitergefahren.</p>
<p>Die heutigen zwei Stops habe ich schon ganz oben beschrieben; beim Waipapa Point sind wir ziemlich lange am Strand entlangspaziert, der bot sowohl eine schoene felsige Kueste, bei der wir, weil Ebbe, von Fels zu Fels hupfen konnten, als auch Sandstrand, und viele, viele, sensationelle Muscheln. Ich schaetze, dass Karin mittlerweile rund 2 kg gesammelt hat. Irgendwann wird Ausmisten angesagt sein &#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ja, und Invercargill &#8211; das ist wieder eine Stadt. 50.000 Einwohner, schnurgerade Strassen, eher eine Stadt fuer Autofahrer als fuer Fussgaenger, dabei aber gar nicht unattraktiv. In den meisten Reisefuehrern kommt Invercargill eher schlecht weg, Keith Richards hat Invercargill einmal das &#8220;Arsehole of the whorld&#8221; genannt &#8211; kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wir sind heute durch einen wunderschoenen Rosengarten gebummelt, die Geschaeftsstrassen, die wir bisher gesehen haben, waren schmuck, und auch durchaus ganz attraktive Haeuser, nicht der neuseelaendische Holzhaus-Einheitsbrei. Heute beim Reinfahren habe ich voller Begeisterung wirklich jedes Schild laut vorgelesen: &#8220;7 day dairy&#8221;, &#8220;Hairdresser&#8217;s&#8221;, &#8220;1000 Video-films&#8221;; keine Ahnung mehr, was alles, aber ich war so begeistert darueber, was Zivilisation nicht alles zu bieten hat <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Morgen geht&#8217;s dann wieder in die Pampa &#8211; und zugleich noch ein wenig suedlicher: Wir fliegen nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stewart_Island">Stewart Island.</a> Morgen in der Frueh um 9 Uhr fliegen wir hin, der Flug dauert 20 Minuten, der Tag soll ziemlich schoen werden, da werden wir wohl ein Wassertaxi nach Ulva-Island, der Vogelinsel, nehmen und dort 3-4 Stunden herumspazieren, das soll fantastisch sein. Dann eine Uebernachtung, wir haben angeblich die letzten 2 Betten im letzten Backpacker, der noch Betten frei hatte, ergattert, und am Donnerstag um 18:30 nehmen wir die Faehre zurueck, die 1 Stunde braucht. Danach bleiben wir wieder zwei Naechte in Invercargill, um noch ein wenig von der Stadt und ihrem Umland aufzunehmen.</p>
<p>So, jetzt seid Ihr wieder ausfuehrlichst up to date. Wird ja auch wieder 3 Tage dauern, bis wir uns wieder melden koennen, denn auf Stewart Island wird es wieder ein wenig einfacher. Obwohl es dort grundsaetzlich Internet gibt, wie sagt mein Reisefuehrer: Auf Stewart Island lebt man (= 400 Einwohner) in einem anderen Rhythmus, aber man lebt nicht hinter dem Mond. Ich bin auf jeden Fall gespannt.</p>
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<title><![CDATA[Dunedin - und Essen (hat nichts miteinander zu tun)]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/2008/02/07/dunedin-und-essen-hat-nichts-miteinander-zu-tun/</link>
<pubDate>Thu, 07 Feb 2008 09:44:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>misspig</dc:creator>
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<description><![CDATA[Karin moechte heute gar nichts schreiben, so bin schon wieder ich dran. Ich habe gemeint, ich schaff]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Karin moechte heute gar nichts schreiben, so bin schon wieder ich dran. Ich habe gemeint, ich schaffe das locker, heute auch einen Beitrag hinzublubbern, obwohl wir heute fast nichts erlebt haben. Ich habe noch so viele Themen, ueber die ich noch gar nichts geschrieben habe, kein Problem fuer mich.</p>
<p>Z.B. ueber Karin und Herbert. Folgenden Monolog von Karin ueber Herbert fand ich bemerkenswert. Er fand unmittelbar in Herberts Umfeld statt: &#8220;Herbert, aha, das ist also Herbert. Kann Herbert etwas? Hmm, nein, wenn ich mir Herbert so anschaue, kann Herbert nichts. Herbert liegt einfach nur dumm rum. Nein, Herbert, das wird nichts mit uns beiden, ich muss Dir leider sagen, dass du ueberhaupt nicht meinTyp bist.&#8221; Und waehrend sie den letzten Satz sprach, passierten wir schon das Ortsende-Schild von Herbert und liessen den Ort hinter uns.</p>
<p>Und dann war dann noch heute die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Baldwin_Street">Baldwin Street,</a> die laut Guinness Buch der Rekorde steilste Strasse der Welt.  Zu dieser sind wir heute marschiert, haben sie selbstverstaendlich zu Fuss erklommen, und dann wollte Karin noch gerne ein Foto mit einem Auto drauf, weil sie hoffte, dass man auf so einem Foto besser sieht, wie steil die Strasse ist. Also haben wir auf 2/3 der Hoehe darauf gewartet, bis endlich wieder ein Tourist mit Auto kam, der sie unbedingt fahren musste. Allerdings nahm er ziemlich viel Anlauf und raste sie ziemlich schnell hinauf, so dass Karin das Auto nur so halb und verschwommen drauf hatte, weswegen wir noch auf das Hinunterfahren warteten, in der Hoffnung, dass er da mit Motorbremse langsam hinunterrollen wuerde. Was er auch tat, Karin kniete wieder und blickte durch den Gucker, schoss ihre Fotos &#8211; und als das Auto weg war und sie ihre Fotos begutachtete, hoerte ich: &#8220;Wo ist das Auto? Mist, wo ist das Auto? Warum ist da kein Auto auf den Fotos?&#8221; Sie hatte die Serienbildfunktion ihrer Kamera genutzt, und die Kamera hatte es tatsaechlich geschafft, ein Foto genau VOR dem Moment zu machen, bevor das Auto ins Bild kam, und das naechste unmittelbar DANACH, so dass auf Karins Fotos nicht einmal ein Fitzelchen von einem Auto zu sehen war. Oh du segensreiche Technik! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Ich brauche wohl nicht zu erwaehnen, dass wir noch weitere 10 Minuten gewartet haben, bis endlich wieder ein Auto kam, und obwohl Karin mit dem Foto auch nicht ganz gluecklich ist, durften wir nachher gehen.</p>
<p>War ohnehin schon 17:30 geworden, wir waren weder shoppen gewesen, noch in der Cadbury-Schokoladenfabrik, noch im Museum, noch am Strand, weil wir vor der Baldwin Street schon schaetzomativ 4 Stunden im Botanischen Garten zugebracht hatten: wunder-, wunderschoen. Ich glaube, ich habe es bei Wellington schon erwaehnt: Von (botanischen) Gaerten verstehen die Englaender und ihre Abkoemmlinge einfach etwas, bei uns gibt es nicht annaehernd einen so schoenen Garten. Und Karin und ich koennen sowieso ewig in solchen Gaerten verbringen; Sonne und Bluetenmeere noch dazu: ich habe heute festgestellt, dass ich mich wirklich schon sehr daran gewoehnt habe, dass ich gerade Sommer habe, dass von oben die Sonne lacht und unten die Blumen bluehen, und ich weiss, das wollt Ihr ueberhaupt nicht hoeren, so sorry.</p>
<p>Dann komme ich eben zu Unverfaenglicherem, naemlich zum Essen, weil ich weiss, dass es mindestens einen Menschen in good old Austria gibt, der sich Sorgen macht, ob sein Maedchen auch gut und vor allem: genug isst. Ich darf vermelden, ich lebe hier wie Gott in Frankreich. Seitdem wir unser Auto haben, haben sich die von uns transportierten Vorraete vervielfacht. Wir haben uns zwei huebsche, kleine Kuehltaschen gekauft, ausserdem eine schoene &#8220;go green, save NZ&#8221;-Einkaufstasche und fuehren einen kleinen Supermarkt mit uns rum, aus dem wir uns von obstig-gesund ueber sandwichig-pikant bis zu schoko-suess staendig bedienen koennen. Des Abends wird &#8216;mal gekocht, &#8216;mal gehen wir aus; dabei kochen wir gar nicht nur so richtig typisch backpackerisch dosenfuttrig sondern durchaus abwechslungsreich vernuenftig. Heute z.B. einen Salat mit Raeucherlachsstuecken und Knoblauchbrot, gestern einen Gemueseeintopf. Obwohl ich gestehen muss: Hier gibt es vollkommen fertige ganz toll leckere indische Curries zu kaufen, ich koennte mich ausschliesslich davon ernaehren, so wunderbar schmecken die. Haben wir auch schon gemacht, werden wir bestimmt wieder tun.</p>
<p>Ueberhaupt muss ich sagen: Kulinarisch hat sich in Neuseeland viel getan, und zwar in jeder Beziehung. Gab es, als ich das erste Mal hier war, im Supermarkt genau 3 Sorten Kaese, naemlich milden Cheddar, tasty Cheddar und Colby-Cheese, so findet man mittlerweile in wirklich jedem Supermarkt Camembert und Brie und mindestens eine Sorte Blaukaese. In grossen Supermaerkten, die wir bevorzugt aufsuchen, findet man dann auch White Castello, Blue Castello, Cambozola, Feta, etc. Ausserdem gibt&#8217;s mittlerweile eine Auswahl an Pasteten &#8211; ich kann mich nicht erinnern, dass es 1991 auch nur etwas aehnliches wie eine Streichwurst gegeben haette, jetzt gibt&#8217;s Chicken-Port-Pastete u.ae. Oder dann eben diese Fuelle an Fertiggerichten: 1991 gab es Baked Beans. Vielleicht noch Maccheroni and Cheese. Punkt. Und jetzt, jetzt schlagen sie uns, vor allem bei den exotischen Gerichten.</p>
<p>Und mir kommt vor, dass auch die Auswahl der Gerichte in ihren Cafes ein wenig zugenommen hat. Nicht mehr nur Sandwiches, Pies, und Soup of the day &#8211; obwohl es die natuerlich immer noch gibt. Aber auch z.B. Lasagne oder Quiche. Zumindest gibt es jetzt schoen ueberall Cappuccino etc, so dass ich fast auf meinen taeglichen Kaffee komme. 1991 hatte ich in 6 Monaten glaube ich genau 2 &#8220;richtige&#8221; Kaffees bekommen. Und dann noch ihre wunderbaren Kuchen dazu &#8211; erwaehnte ich schon, dass ich in einer suessen Phase bin? Karin leidet, weil ich sie ununterbrochen in Versuchung fuehre, aber brav isst sie meistens einen Paprika oder eine Kiwi, wenn ich mich z.B. mit Orangen-Chocolate-Chip-Cookes vollstopfe.</p>
<p>Also, ich bin sehr zufrieden.</p>
<p>Zum Fruehstueck gibt&#8217;s uebrigens fast jeden Tag eine Avocado &#8211; herrlich. Die Avocados hier, die schmecken so wunderbar gut. Da gibt es einfach keine, die reift und gleich schwarz ist, oder ein wenig faulig schmeckt, oder seltsame Faeden zieht: Jede einzelne reift zur perfekten, streichfaehigen Weichheit und zum perfekten Geschmack heran. Mittlerweile schauen wir, dass wir staendig 2 bis 3 Avocados bei uns haben, damit zu jedem Fruehstueck eine reif ist, und dann brauchen wir fast nichts Anderes mehr. Auch Kiwis verdruecken wir jede Menge, weil auch die, sogar wenn sie mega-weich sind, wenn sie bei uns schon diesen leicht gegaerten Geschmack haetten, immer noch wunderbar nach Kiwis schmecken.</p>
<p>Alles bestens also, das Projekt &#8220;maestet das Schwein&#8221; ist in vollem Gange, wir werden sehen, wie erfolgreich wir damit sind. Also &#8211; privater Einschub, alle, die nicht mein Vater sind, koennen alles bis zum Ende dieses Absatzes ueberlesen: Lieber Papa, ich hoffe, mit diesem Beitrag eine Deiner Hauptsorgen beseitigt zu haben. Zur zweiten Frage, die jetzt gleich kommt: Ich habe den Sack immer noch voller Geld und gebe es, wie gewohnt, hemmungslos aus &#8211; alles in bester Ordnung also <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ja, das war&#8217;s also wieder in gewohnt schweinischer Kuerze. Morgen erleben wir wieder etwas, darueber kann dann Karin berichten. Frei nach einem Vertreter, der immer meinte, das was ich brauche, solle ich laufend bestellen, bei ihm solle ich das bestellen, was ich nicht brauche, gilt hier: Wenn es etwas zu berichten gibt, lasse ich Karin ran, und wenn es nichts zu berichten gibt, uebernehme ich das <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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