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	<title>possesivpronomen &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "possesivpronomen"</description>
	<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 15:26:01 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Die Macht des "Unser"]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2007/11/10/die-macht-des-unser/</link>
<pubDate>Sat, 10 Nov 2007 17:53:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jörg Haas</dc:creator>
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<description><![CDATA[Auf meiner Reise in den Libanon kamen wir auch in Kontakt mit der dortigen UN-Truppe UNIFIL. Gemeins]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img src="http://farm2.static.flickr.com/1314/1311769720_665353e1bd.jpg?v=0" align="right" height="161" width="242" />Auf meiner Reise in den Libanon kamen wir auch in Kontakt mit der dortigen UN-Truppe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/United_Nations_Interim_Force_in_Lebanon" title="Wikipedia" target="_blank">UNIFIL</a>. Gemeinsam mit der libanesischen Armee kontrolliert sie den Südlibanon, das Grenzgebiet zu Israel. Unter anderem ist auch eine Kommission damit beschäftigt, den genauen Grenzverlauf zwischen Israel und Libanon, die sogenannte &#8220;blaue Linie&#8221;, zu demarkieren. Ein sinnvolles Unterfangen, weil vermeintliche Grenzverletzungen immer wieder zu Zwischenfällen führen. <!--more--></p>
<p>Der Grenzverlauf wird dabei nicht auf Meter genau, nein <strong>auf Zentimeter genau</strong> festgelegt.  Und dies in einem Gebiet, das als steinige Halbwüste zu bezeichnen wäre.</p>
<p>In dieser wie vielen anderen kriegerischen Auseinandersetzungen geht es nicht mehr allein um rationale Interessen. Es geht um das kollektive &#8220;Unser&#8221; oder &#8220;Euer&#8221;, für das schon Tausende, ja Millionen gestorben sind. Wie im blutigen Grenzkrieg zwischen Eritrea und Äthiopien um einen Streifen trockenes Land.</p>
<p>Das Possesivpronomen &#8220;Unser&#8221; mobilisiert politische Energien. Im Schlechten, wie bei den oben genannten kriegerischen Konflikten. Aber auch im Guten. Denn der Unterschied zwischen Hardin&#8217;s &#8220;Tragik der Allmende&#8221; und einem Gemeinschaftsgut ist oft genau dies: Das Wörtchen &#8220;Unser&#8221;. Denn Hardin bezieht sich nicht auf ein Gemeinschaftsgut, für das sich eine Gemeinschaft verantwortlich fühlt. Sondern auf Niemandsland, auf Dinge die niemandem gehören und für die sich niemand verantwortlich fühlt.</p>
<p>Es ist ein Unterschied, ob ich davon rede, dass RWE&#8217;s Kohlekraftwerke &#8220;die Umwelt&#8221; belasten, oder davon, dass sie &#8220;unsere Atmosphäre&#8221; mit CO2 vollmüllen. Im letzteren Fall begeht RWE ein Delikt an unserem kollektiven Eigentum.</p>
<p>Das Possessivpronomen &#8220;Unser&#8221; ist also ein machtvolles Wort. Eines das Kriege auslösen kann. Aber auch eines, das meinen Mit-Besitz an Gemeinschaftsgütern bezeichnet. Das mich zum Mit-Nutznießer, Mit-Anspruchsberechtigten, Mit-Verantwortlichen macht. Es ist die politische Energie, die sich die Commons-Debatte zu Nutze macht. Und in konstruktive, gemeinwohl-dienliche Bahnen lenkt.</p>
<pre>Foto: Grenzzaun zwischen Libanon und Israel, von <a href="http://flickr.com/photos/51129413@N00/" target="_blank">peaceworker46</a> auf flickr</pre>
</div>]]></content:encoded>
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