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	<title>printmedien &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "printmedien"</description>
	<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 13:21:51 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Warum Verleger weinen würden und die Blockadestrategie gegen Google verlogen ist]]></title>
<link>http://gunnarsohn.wordpress.com/2009/11/23/warum-verleger-weinen-wurden-und-die-blockadestrategie-gegen-google-verlogen-ist/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 01:32:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>gunnarsohn</dc:creator>
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<description><![CDATA[Beim Mainzer Kongress „besser online“ des DJV haben Vertreter von klassischen Medien, Onlinemedien u]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://rdn-online.de/besseronline/">Beim Mainzer Kongress „besser online“ des DJV</a> haben Vertreter von klassischen Medien, Onlinemedien und Blogs einen Tag lang über aktuelle Themen des Internet-Journalismus diskutiert. Die Podiumsdiskussionen und Fachforen waren mit interessanten Experten bestückt. Häufig fehlte aber eine lebendige Debatte, was teilweise an den etwas emotionslosen Moderatoren lag. </p>
<p><a href="http://gunnarsohn.wordpress.com/files/2009/11/dsc_0003.jpg"><img src="http://gunnarsohn.wordpress.com/files/2009/11/dsc_0003.jpg" alt="" title="DSC_0003" width="455" height="304" class="alignleft size-full wp-image-2112" /></a>Beim Eröffnungspodium „Google sei bei uns“ sagte <a href="http://bjoern-sievers.de">Björn Sievers</a>, stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft/Finanzen von Focus Online, dass die Blockadestrategie von Rupert Murdoch und Springer gegen Google zum Scheitern verurteilt sei: „Technisch ist es einfach möglich, Google und jede andere Suchmaschine über eine kleine Textdatei, die man auf dem Server ablegt, auszuschließen. Das ist kein Hexenwerk. Wenn man sich den Traffic von großen Nachrichten-Websites anschaut, dann liegt der Prozentanteil des Google-Traffics ungefähr zwischen 30 und 60 Prozent. Das bedeutet, das ein typisches deutsches Nachrichtenportal um die Hälfte schrumpfen würde, wenn man Google ausschließt“. </p>
<p>Entsprechend verlieren Verlage Anzeigenerlöse über die Websites. Man könne zwar versuchen, diesen Verlust durch Paid Content-Strategien wieder aufzufangen. Sievers glaubt allerdings nicht an den Erfolg dieses Vorgehens. Bei allgemeinen Nachrichten werde man damit scheitern. Eher funktioniere so etwas bei der Stiftung Warentest, wo man vor dem Kauf einer Waschmaschine vielleicht auch Geld für einen Testbericht ausgibt, weil man dann in der Relation zum Kaufpreis wichtige Informationen erhält. Wenn Murdoch und Springer es wahrmachen und Kassenhäuschen für die Nutzung ihres Contents aufstellen, dann kommt der Markt für Journalismus wieder in Bewegung und es gibt neue Chancen für alternative Angebote wie dem <a href="http://heddesheimblog.de/">Heddesheimblog von Hardy Prothmann</a>.<br />
<a href="http://gunnarsohn.wordpress.com/files/2009/11/dsc_0011.jpg"><img src="http://gunnarsohn.wordpress.com/files/2009/11/dsc_0011.jpg" alt="" title="DSC_0011" width="455" height="304" class="alignleft size-full wp-image-2113" /></a><br />
Der freie Journalist Albrecht Ude warf die Gegenfrage auf. Was würden Verleger sagen, wenn Google die Entscheidung trifft, Verlage auszusperren? „Die würden schreien, die würden klagen, die würden verzweifelt sein und das sind sie eigentlich auch jetzt schon. Die Verleger versagen. Es ist die Aufgabe der Verleger, aus guten Inhalten auch irgendwann gutes Geld rauszukriegen und das schaffen sie im Internet zur Zeit nicht“.<br />
<a href="http://gunnarsohn.wordpress.com/files/2009/11/dsc_0006.jpg"><img src="http://gunnarsohn.wordpress.com/files/2009/11/dsc_0006.jpg" alt="" title="DSC_0006" width="455" height="304" class="alignleft size-full wp-image-2121" /></a><br />
Lars Reppesgaard, Autor des Buches &#8220;Das Google-Imperium&#8221;, findet es verlogen, wenn die Verleger behaupten, sie würden durch Google enteignet werden. Als Autor findet er diese Position unverschämt, da ihn Verleger jeden Tag mit buy out-Verträgen und anderen Unfreundlichkeiten knebeln würden. Dadurch werde man als Urheber faktisch enteignet durch das Ungleichgewicht der Kräfte. Beim Druck, den Verleger derzeitig gegen Google aufgebauen, gehe es nicht um die Aufrechterhaltung von Qualitätsjournalismus, sondern nur um eine bessere Verhandlungsposition mit dem Mountain View-Konzern, um die eigenen Kassen zu füllen. Hier liegen die wahren Gründe für die Forderung nach einem so genannten Leistungschutzrechtes. Hier die komplette Audio-Aufzeichnung der Runde (die Qualität der Lautsprecher im Konferenzsaal des ZDF war nicht so besonders):</p>
<p><span style='text-align:left;display:block;'><p><object type='application/x-shockwave-flash' data='http://wordpress.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' width='290' height='24' id='audioplayer1'><param name='movie' value='http://wordpress.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' /><param name='FlashVars' value='&amp;bg=0xf8f8f8&amp;leftbg=0xeeeeee&amp;lefticon=0x666666&amp;rightbg=0xcccccc&amp;rightbghover=0x999999&amp;righticon=0x666666&amp;righticonhover=0xffffff&amp;text=0x666666&amp;slider=0x666666&amp;track=0xFFFFFF&amp;border=0x666666&amp;loader=0x9FFFB8&amp;soundFile=http%3A%2F%2Fgunnarsohn.wordpress.com%2Ffiles%2F2009%2F11%2Fds220004.mp3' /><param name='quality' value='high' /><param name='menu' value='false' /><param name='bgcolor' value='#FFFFFF' /></object></p></span></p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD787CDC274993E94C1/Doc~ECF21B6D568F948389F884C3CFC556A8D~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">Der FAZ-Netzökonom Holger Schmidt hat es zum zehnjährigen Jubiläum von Google den Punkt gebraucht: </a>„Ohne Google sind Informationen wenig wert, weil sie – ganz simpel – nicht gefunden werden. Und was nicht gefunden wird, existiert nicht. Zumindest nicht für die junge Generation, für die das Internet Leitmedium und Google ihr zentraler Wegweiser ist: Auf die Frage, wo sich die Menschen näher über ein Thema informieren, antworten heute 51 Prozent der Deutschen ‚im Internet’. 1999, als es Google in Deutschland noch nicht gab, waren es 9 Prozent. Noch deutlicher fällt dieser Anstieg unter jungen Menschen aus: Von 19 Prozent auf 75 Prozent ist dieser Wert hochgeschnellt. Ob Online-Händler, Reiseanbieter, Produktvergleichsmaschine oder Medien – fast alle, die im Internet Geld verdienen, bekommen einen großen Teil ihrer Kunden oder Leser über Google. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um reguläre Suchtreffer handelt oder Werbung auf der rechten Seite. Die Präsenz unter den Top-Ten-Suchtreffern entscheidet über Sein oder Nichtsein im Internet“. </p>
<p>Und wenn Google so eine Teufelsmaschine ist, warum forcieren denn viele Verleger ihre Präsenz in der Suchmaschine? „Heerscharen sogenannter Suchmaschinenoptimierer basteln zurzeit an den Internetseiten der Medien, damit ihre Inhalte von Google möglichst prominent angezeigt werden. Die Journalisten müssen heute ‚Google-optimiert’ schreiben, also die richtigen Schlagworte in der richtigen Häufigkeit einsetzen. Die ‚optimale Keyword-Dichte’ ist im Google-Zeitalter essentiell geworden. Denn auch Journalisten wissen längst: Zugriffe auf Artikel, die auf Google News oben stehen, schnellen sofort hoch. Wessen Artikel nur unter einer Sammeladresse wie ‚und 856 ähnliche Artikel’ aufgeführt ist, hat es schwer, die gewünschte Aufmerksamkeit zu bekommen“, so Schmidt. </p>
<p><a href="http://gunnarsohn.wordpress.com/files/2009/11/dsc_0018.jpg"><img src="http://gunnarsohn.wordpress.com/files/2009/11/dsc_0018.jpg" alt="" title="DSC_0018" width="455" height="304" class="alignleft size-full wp-image-2115" /></a>Jens Matheuszik, Macher des <a href="http://www.pottblog.de/">Pottblogs</a>, hat auf sympathische Weise dargestellt, warum seine lokalen Berichte auf eine so große Resonanz stoßen und bei den Lokalzeitungen eher kritisch beäugt werden. Er ist eben häufig schneller mit relevanten kommunalen Ereignissen im Internet präsent als WAZ und Co. Ähnliches berichtete Hardy Prothmann vom Heddesheimblog (den Vortrag hörte sich meine Freundin an, lief parallel).<br />
Hier geht es zur Audioaufzeichnung des Pottblog-Vortrages:</p>
<p><span style='text-align:left;display:block;'><p><object type='application/x-shockwave-flash' data='http://wordpress.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' width='290' height='24' id='audioplayer1'><param name='movie' value='http://wordpress.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' /><param name='FlashVars' value='&amp;bg=0xf8f8f8&amp;leftbg=0xeeeeee&amp;lefticon=0x666666&amp;rightbg=0xcccccc&amp;rightbghover=0x999999&amp;righticon=0x666666&amp;righticonhover=0xffffff&amp;text=0x666666&amp;slider=0x666666&amp;track=0xFFFFFF&amp;border=0x666666&amp;loader=0x9FFFB8&amp;soundFile=http%3A%2F%2Fgunnarsohn.wordpress.com%2Ffiles%2F2009%2F11%2Fds220005.mp3' /><param name='quality' value='high' /><param name='menu' value='false' /><param name='bgcolor' value='#FFFFFF' /></object></p></span></p>
<p><a href="http://gunnarsohn.wordpress.com/files/2009/11/dsc_0022.jpg"><img src="http://gunnarsohn.wordpress.com/files/2009/11/dsc_0022.jpg" alt="" title="DSC_0022" width="455" height="304" class="alignleft size-full wp-image-2122" /></a>Die Twitter-Runde mit dem Thema „Nachrichten oder Nabelschau“ war nicht so prickelnd, so dass ich irgendwann mein Aufnahmegerät ausgeschaltet habe. Über Sinn und Unsinn des Nachrichtendienstes immer noch zu palavern, war doch nervig. Frank Schmiechen von Welt Kompakt war in dem Kreis noch der interessanteste Diskutant. So setzt er nach eigenen Aussagen auf die Interaktion mit den Social Media-Kanälen. Zwei Seiten in jeder Printausgabe werden diesem Thema gewidmet. Ich habe das Blatt lange Zeit nicht mehr gelesen, werde es aber überprüfen. Hier eine Hörprobe der Expertenrunde:  </p>
<p><span style='text-align:left;display:block;'><p><object type='application/x-shockwave-flash' data='http://wordpress.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' width='290' height='24' id='audioplayer1'><param name='movie' value='http://wordpress.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf' /><param name='FlashVars' value='&amp;bg=0xf8f8f8&amp;leftbg=0xeeeeee&amp;lefticon=0x666666&amp;rightbg=0xcccccc&amp;rightbghover=0x999999&amp;righticon=0x666666&amp;righticonhover=0xffffff&amp;text=0x666666&amp;slider=0x666666&amp;track=0xFFFFFF&amp;border=0x666666&amp;loader=0x9FFFB8&amp;soundFile=http%3A%2F%2Fgunnarsohn.wordpress.com%2Ffiles%2F2009%2F11%2Fds2200061.mp3' /><param name='quality' value='high' /><param name='menu' value='false' /><param name='bgcolor' value='#FFFFFF' /></object></p></span></p>
<p>Siehe auch:</p>
<p><a href="http://www.schweizmagazin.ch/2009/11/23/purer-protektionismus-kampf-von-springer-und-co-gegen-google-verlogen/">Purer Protektionismus: Kampf von Springer und Co. gegen Google verlogen.</a></p>
<p><a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=85462">Kampf gegen Google verlogen.</a></p>
<p><a href="http://carta.info/18731/leistungsschutzrecht-replik-schweizer/">Vorhang zu und alle Fragen offen: Replik auf Robert Schweizers Verteidigung des Leistungsschutzrechts.</a></p>
<p><a href="http://blog.nz-online.de/vipraum/2009/11/23/was-ist-ein-bratwurstjournalist/">Hardy Prothmann vom Heddesheim-Blog über Bratwurstjournalismus und den Autismus der Lokalzeitungen. </a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Psychologie Heute 12 / 2009 erschienen]]></title>
<link>http://psychologieblog.org/2009/11/20/psychologie-heute-12-2009-erschienen/</link>
<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 19:51:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
<guid>http://psychologieblog.org/2009/11/20/psychologie-heute-12-2009-erschienen/</guid>
<description><![CDATA[Psychologie Heute 12 / 2009 Partnerschaft]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://dailypsychology.wordpress.com/files/2009/11/fotolia_16669691_xs-1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-218" title="Text - latinum HR" src="http://dailypsychology.wordpress.com/files/2009/11/fotolia_16669691_xs-1.jpg?w=112" alt="" width="112" height="150" /></a></p>
<p style="text-align:center;"><strong>Psychologie Heute </strong></p>
<p style="text-align:center;"><strong>12 / 2009<br />
</strong></p>
<p style="text-align:center;"><strong>Partnerschaft</strong></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gehirn &amp; Geist 12 / 2009 erschienen]]></title>
<link>http://psychologieblog.org/2009/11/11/gehirn-geist-12-2009-erschienen/</link>
<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 13:27:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
<guid>http://psychologieblog.org/2009/11/11/gehirn-geist-12-2009-erschienen/</guid>
<description><![CDATA[Nachdem alle rechlichen Fragen bzgl. der Verwendung der Grafik geklärt wurden, darf ich Euch einen n]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignright size-medium wp-image-181" title="GuG_12_2009.jpg.652616" src="http://dailypsychology.wordpress.com/files/2009/11/gug_12_2009-652616.jpg?w=225" alt="GuG_12_2009.jpg.652616" width="225" height="300" />Nachdem alle rechlichen Fragen bzgl. der Verwendung der Grafik geklärt wurden, darf ich Euch einen neuen &#8220;Service&#8221; vorstellen. Sobald Neuerscheinungen von Printmedien vorliegen, die sich mit Psychologie beschäftigen, wird es hier zu lesen sein. Heute gehts los.</p>
<p><strong>Gehirn &#38; Geist 12 / 2009</strong></p>
<p><strong>Themen:</strong></p>
<ul>
<li>Weisheit</li>
<li>Schlaf und Gedächtinis</li>
<li>Kindsverlust</li>
<li>Bewusstsein</li>
</ul>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Anzeigen finanzieren Printmedien, nicht Leser: Und die wandern ins Netz!]]></title>
<link>http://gunnarsohn.wordpress.com/2009/11/04/anzeigen-finanzieren-printmedien-nicht-leser-und-die-wandern-ins-netz/</link>
<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 12:07:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>gunnarsohn</dc:creator>
<guid>http://gunnarsohn.wordpress.com/2009/11/04/anzeigen-finanzieren-printmedien-nicht-leser-und-die-wandern-ins-netz/</guid>
<description><![CDATA[Endlich hat jemand mal die Sache in der Diskussion um die Zukunft der Printmedien auf den Punkt gebr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:zukunft-der-zeitung-bezahlen-sie-fuer-diesen-inhalt/50032625.html">Endlich hat jemand mal die Sache in der Diskussion um die Zukunft der Printmedien auf den Punkt gebracht!<br />
Joachim Dreykluft, Nachrichtenchef von FTD online hat eine einfache Frage treffen beantwortet. </a></p>
<p>Wer bezahlt für die Inhalte der Printmedien, wer bezahlt Journalisten? &#8220;Hierfür haben sich Verleger schon vor Hunderten von Jahren eine zweite Einnahmequelle ausgedacht: Anzeigen. So gut wie kein Blatt der Welt verzichtet darauf. Bislang fiel die Tatsache, dass gar nicht die Leser die Journalisten bezahlen, nicht weiter auf. Es war auch nicht wichtig, das einzeln aufzudröseln. Denn alle Einnahmen kamen in der guten alten Zeit in einen Pott. Druckereierlöse, Vertriebserlöse, Anzeigenerlöse. Am Ende wurde zusammengezählt. Heraus kaum oft eine schöne schwarze Zahl. Und das war kein Wunder. Denn die Verlage hatten nicht nur ein begehrtes Produkt anzubieten. Sie hatten auch einen starken Zugriff auf die Margen eines bedeutenden Teils des Produktionsprozesses&#8221;. Und sie hatten wie in Bonn oder Köln auch ein schönes Zeitungsmonopol. Da waren die Lokal- oder Regionalzeitungen richtige Dukatenesel. Aber wer braucht denn noch Immobilienanzeigen, Stellenzeigen, Kleinanzeigen oder Heiratshilferufe in Gesternzeitungen. Das können Webangebote viel besser darstellen. Schneller, günstiger, informativer und sogar personalisiert. Häuser, die in allen Facetten gezeigt werden mit Fotos und Filmchen, bundesweite Recherchemöglichkeiten für die Jobsuche und von den vielen Partnerbörsen ganz zu schweigen. Das Experiment, Printprodukte hoch zu bepreisen und auf Anzeigen zu verzichten, wagt aus gutem Grund so gut wie niemand, meint Dreykluft. &#8220;Denn der Leser ist nicht bereit, neben den Distributionskosten auch noch den Inhalt zu finanzieren. Aber genau dieser Denkfehler führt zur Diskussion über Paid Content&#8221;. </p>
<p>Zunächst sollten Journalisten, die für Print arbeiten und glauben, der Leser bezahle sie und deshalb sei ihr Inhalt wertvoller als der der Onlinekollegen, in sich gehen. Und Verleger sollten nicht alle paar Jahre eine neue Bezahlinhalte-Sau durchs Dorf treiben. &#8220;Sonst wird die Diskussion immer wieder da enden, wo sie es schon 2001 und 2004 tat: im Nichts. Viel wichtiger ist, darüber nachzudenken, wie es Verlagen gelingen kann, wieder Kontrolle über größere Teile der Distributionskette zu bekommen. Wenn Zeitungs- und Zeitschriftenhäuser Druckereien und Vertriebe besitzen, warum überlassen sie es dann Amazon, Sony oder Apple, mobile Lesegeräte auf den Markt zu bringen? Hier etwa wäre eine große Chance, wieder Marge zu machen. Und für solch eine Initiative müsste man nicht auf Rupert Murdoch warten&#8221;. <strong>Aber das wird nicht gelingen. Da fehlt den Verlegern ein Genius wie Steve Jobs. Daher wird Apple auch hier einen großen Teil der Wertschöpfung abschöpfen. </strong></p>
<p>Siehe auch:<br />
<a href="http://gunnarsohn.wordpress.com/2009/10/30/jeff-jarvis-und-die-pawlowschen-reflexe-der-alten-medienwelt-die-zeiten-sind-vorbei-wo-die-printwelt-bei-den-anzeigenpreisen-kraftig-zulangen-konnte/">Jeff Jarvis und die pawlowschen Reflexe der alten Medienwelt – Die Zeiten sind vorbei, wo Zeitungen bei den Anzeigenpreisen kräftig zulangen konnten.</a></p>
<p><a href="http://www.ne-na.de/riepl-illusionen-und-die-kulturellen-katastrophen-der-computerkommunikation-zeiten-der-informationsmonopole-sind-vorbei/">Riepl-Illusionen und die kulturellen Katastrophen der Computerkommunikation &#8211; Zeiten der Informationsmonopole sind vorbei.</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sehen und Farbwahrnehmung]]></title>
<link>http://outlawzz.wordpress.com/2009/11/03/sehen-und-farbwahrnehmung/</link>
<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 10:19:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>outlawzz01</dc:creator>
<guid>http://outlawzz.wordpress.com/2009/11/03/sehen-und-farbwahrnehmung/</guid>
<description><![CDATA[Immer mehr beschäftigen wir uns im Zuge der Fotografie, der Grafik und dem Druck mit der visuellen W]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Immer mehr beschäftigen wir uns im Zuge der Fotografie, der Grafik und dem Druck mit der visuellen Wahrnehmung des Menschen und dessen Farbempfinden. Dabei stösst man auf soo einiges&#8230; Wie zum Beispiel hier, lasst den Schwarzen Punkt fixiert!! Bitte das Bild anklicken um den&#8221;Effekt&#8221; zu sehen.</p>
<div id="attachment_288" class="wp-caption alignleft" style="width: 520px"><a href="http://outlawzz.wordpress.com/files/2009/11/stare1.gif"><img class="size-full wp-image-288" title="stare" src="http://outlawzz.wordpress.com/files/2009/11/stare1.gif" alt="Farbwahrnehmung" width="510" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">Bitte das Bild anklicken um den &#34;Effekt&#34; zu sehen!</p></div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schwazer Printmedien unter ÖVP-Zensur?]]></title>
<link>http://listetirol.wordpress.com/2009/10/19/schwazer-printmedien-unter-ovp-zensur/</link>
<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 22:56:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>listetirol</dc:creator>
<guid>http://listetirol.wordpress.com/2009/10/19/schwazer-printmedien-unter-ovp-zensur/</guid>
<description><![CDATA[  Leiden Redakteure und Journalisten unter politischer Einflussnahme? Innsbruck, Bozen:  Erst kürzli]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong> <a href="http://listetirol.wordpress.com/files/2009/10/zeitungen20090326133730.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1200" title="zeitungen20090326133730" src="http://listetirol.wordpress.com/files/2009/10/zeitungen20090326133730.jpg?w=1024" alt="zeitungen20090326133730" width="1024" height="614" /></a></strong></p>
<p><strong>Leiden Redakteure und Journalisten unter politischer Einflussnahme?</strong></p>
<p><strong>Innsbruck, Bozen:</strong>  Erst kürzlich wurde seitens der LISTE TIROL auf die Schieflage der Medienlandschaft und auf die politisch gefärbte Berichterstattung in Tirol hingewiesen. Im Bezirk Schwaz dürfte die ÖVP mit ihren „Methoden“ die lokalen Medien fast zur Gänze unter Ihre Kontrolle gebracht haben, resümiert Manfred Maierbrugger von der LISTE TIROL.  Innerhalb von knapp 1 ½ Jahren hat sich die bis dahin offene und pluralistische Vielfalt, besonders in der politischen Berichterstattung der Printmedien, zu einer eintönigen „tiefschwarz gefärbten Hofberichterstattung“ gewandelt. Gleichermaßen betroffen sind außer der schwarzen Einheitspartei alle Oppositionsparteien und politischen Gruppierungen im Bezirk, eine punktuelle Abweichung besteht lediglich für die Stadt Schwaz.    </p>
<p> </p>
<p><a href="http://listetirol.wordpress.com/files/2009/10/gschwendter_gepaoliverlerch200804181950573.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1196" title="gschwendter_GepaOliverLerch20080418195057" src="http://listetirol.wordpress.com/files/2009/10/gschwendter_gepaoliverlerch200804181950573.jpg?w=300" alt="gschwendter_GepaOliverLerch20080418195057" width="300" height="180" /></a></p>
<p>Sogar den  roten Spitzenfunk-tionären ist die „Schwarzfärbung“ der Schwazer Medien aufge-fallen, sie sind schon ziemlich sauer. Links im Bild: Der Chef der Tiroler-SPÖ Hannes Gschwentner  </p>
<p>Etwa am Beispiel der „Bezirksblätter“ wird die unkritische bis parteikonforme Berichterstattung zugunsten der „Schwarzen Landesherren“ erkennbar. Jedenfalls einflussreiche und polternde ÖVP-Proponenten hat Schwaz genug, so Manfred Maierbrugger. Unter einigen Redakteuren und Journalisten ist jedenfalls gehöriges Stresspotential erkennbar, einige stehen unter enormen Druck.   Maierbrugger spricht sich daher für einen besseren Schutz zugunsten der Journalisten und der damit verbundenen freien Berichterstattung aus. Politische und wirtschaftliche Willkür haben in einer freien Gesellschaft nichts verloren und dies gilt auch für den Bezirk Schwaz, schließt Manfred Maierbrugger.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Libri amici - Bücher sind Freunde]]></title>
<link>http://christiangatterer.wordpress.com/2009/10/18/libri-amici-bucher-sind-freunde/</link>
<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 11:20:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>christiangatterer</dc:creator>
<guid>http://christiangatterer.wordpress.com/2009/10/18/libri-amici-bucher-sind-freunde/</guid>
<description><![CDATA[An mein erstes Buch kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber zuerst wurden sie mir vorgelesen (Wem ni]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>An mein erstes Buch kann ich mich nicht mehr erinnern.<br />
Aber zuerst wurden sie mir vorgelesen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  (Wem nicht?), dann musste ich sie lesen (Schule) und dann las ich sie freiwillig.<br />
Und sie wurden immer mehr.<!--more--><br />
<img class="alignleft size-full wp-image-38" title="Bücherwand" src="http://christiangatterer.wordpress.com/files/2009/10/buecherwand.jpg" alt="Bücherwand" width="302" height="227" /><br />
Libri amici &#8211; <strong>Bücher sind Freunde.</strong> Das bedeutet für mich, dass ich Bücher nicht borge und lese, sondern kaufe und archiviere.<br />
So kann ich sie immer wieder zur Hand nehmen. Immer wieder nachlesen. Mit ihnen arbeiten-sie beschreiben und anzeichnen.<br />
Oft schreibe ich zu dem jeweiligen Buch ein Exzerpt und lege dieses dann ins Buch rein. Jahre später hilft dies beim Erinnern.. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p> </p>
<p>Mein ältestes Buch stammt aus dem Jahr 1852 &#8211; ist also mittlerweile über 150 Jahre alt:</p>
<div class="mceTemp">
<dl class="wp-caption alignleft">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-34" title="1852-1" src="http://christiangatterer.wordpress.com/files/2009/10/1852-1.jpg" alt="Volksfreund " width="302" height="227" /></dt>
</dl>
</div>
<div class="mceTemp"><img class="alignleft size-full wp-image-40" title="1852-2" src="http://christiangatterer.wordpress.com/files/2009/10/1852-21.jpg" alt="1852-2" width="105" height="227" /></div>
<dd class="wp-caption-dd">Der Volksfreund</dd>
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<p>Welche Bücher finden sich in meiner kleinen &#8220;Bibliothek&#8221;?<br />
Sehr viele Themen, die mich interessieren&#8230;.<br />
Von Kriminalromanen über Archäologie bis hin zu Physik, Biologie, Esoterik, Science Fiction und Literatur.</p>
<p>Mein letztes gekauftes und gelesenes Buch:</p>
<div class="mceTemp">
<dl class="wp-caption alignleft">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-43" title="symbol" src="http://christiangatterer.wordpress.com/files/2009/10/symbol.jpg" alt="Das verlorene Symbol" width="146" height="227" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Das verlorene Symbol</dd>
</dl>
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<p>Mehr dazu: <a href="http://www.focus.de/kultur/buecher/das-verlorene-symbol-dan-brown-schlaegt-wieder-zu_aid_418694.html">http://www.focus.de/kultur/buecher/das-verlorene-symbol-dan-brown-schlaegt-wieder-zu_aid_418694.html</a></p>
</div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Oho!]]></title>
<link>http://pieks.wordpress.com/2009/10/13/oho/</link>
<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 17:08:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Pik</dc:creator>
<guid>http://pieks.wordpress.com/2009/10/13/oho/</guid>
<description><![CDATA[- von Überraschungen, mit denen man nicht mehr gerechnet hätte. (!) Da findet das Pik eines Tages in]]></description>
<content:encoded><![CDATA[- von Überraschungen, mit denen man nicht mehr gerechnet hätte. (!) Da findet das Pik eines Tages in]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Film vs. digital - quo vadis photography?]]></title>
<link>http://rothfranz.wordpress.com/2009/10/10/film-vs-digital-quo-vadis-photography/</link>
<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 12:11:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>rothfranz</dc:creator>
<guid>http://rothfranz.wordpress.com/2009/10/10/film-vs-digital-quo-vadis-photography/</guid>
<description><![CDATA[Digital versus Film Selbst im professionellen Sektor ist diese Debatte noch nicht zu Ende: Weiter au]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div id="attachment_1838" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://rothfranz.wordpress.com/files/2009/10/digital_film.jpg"><img class="size-full wp-image-1838" title="DIGITAL_FILM" src="http://rothfranz.wordpress.com/files/2009/10/digital_film.jpg" alt="Digital versus Film" width="450" height="176" /></a><p class="wp-caption-text">Digital versus Film</p></div>
<p>Selbst im professionellen Sektor ist diese Debatte noch nicht zu Ende: Weiter auf Film fotografieren oder nur noch digital.</p>
<div id="attachment_2649" class="wp-caption aligncenter" style="width: 459px"><a href="http://rothfranz.wordpress.com/files/2009/10/nikon-d2h-f4-22_11_2009-franz-016.jpg"><img class="size-full wp-image-2649" title="NIKON-D2H-F4-22_11_2009-FRANZ 016" src="http://rothfranz.wordpress.com/files/2009/10/nikon-d2h-f4-22_11_2009-franz-016.jpg" alt="" width="449" height="339" /></a><p class="wp-caption-text">Nikon F4 (links) und Nikon D2H (rechts) - analog vs. digital</p></div>
<p>Längst keine Diskussion mehr im Bereich der aktuellen Nachrichtenfotografie. Hier zählt die Schnelligkeit. Aber im Stockfotobereich kann Film durchaus noch eine Alternative sein. Denn professionelle digitale SLR-Kameras sind nicht gerade preiswert. Schon gar nicht die, mit den zig Megapixeln. Um nur ein Beispiel zu nennen: meine Nikon D2H hat als Vorführgerät so ziemlich das in Euro gekostet, was 1990 meine F4-E (auch ein Vorführgerät) in DM kostete. Sie war mehr als dreimal so teuer wie damals eine Nikon F2 mit Motor MD-2!</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/gGLk9BfaNEw&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/gGLk9BfaNEw&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Dann kommt da noch eine ganz andere banale finanzielle Überlegung hinzu: man hat funktionsfähige und robuste Werkzeuge, für die man einmal viel Geld bezahlt hat. Will man die heute verkaufen, dann kriegt man kaum noch was dafür. Man muß nur mal reinschauen bei ebay, wie dort solche Gerätschaften geradezu verramscht werden. Sicher, wenn du Profi bist, dann sind die Kameras längst abgeschrieben. Aber &#8230; </p>
<div id="attachment_1844" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://rothfranz.wordpress.com/files/2009/10/analog.jpg"><img class="size-full wp-image-1844" title="ANALOG" src="http://rothfranz.wordpress.com/files/2009/10/analog.jpg" alt="Analoge Profi-SLR's und Dias" width="450" height="197" /></a><p class="wp-caption-text">Analoge Profi-SLR&#39;s und Dias</p></div>
<p>Die D2H hat mal gerade 4,1 Megapixel. Da hat selbst eine Coolpix P5000 mehr. Das reicht zwar dicke für mehr als 90% aller möglichen Verwendungen meiner Bilder.  Im Zeitungsdruck allemal selbst für größere Formate. </p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.franz-roth-presse.de/HAUS/PRESSE/FR-2008-C-9458.JPG"><img class="aligncenter" title="FAZ" src="http://www.franz-roth-presse.de/HAUS/PRESSE/FR-2008-C-9458.JPG" alt="" width="450" /></a></p>
<p>Und auch in Zeitschriften und Magazinen verlangt die übliche Abbildungsgröße nicht nach mehr.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.franz-roth-presse.de/HAUS/PRESSE/FR-2008-C-9819.JPG"><img class="aligncenter" title="Schuldturm" src="http://www.franz-roth-presse.de/HAUS/PRESSE/FR-2008-C-9819.JPG" alt="" width="450" /></a></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.franz-roth-presse.de/konzept/A_2009/FR-2009-C-11340.JPG"><img class="aligncenter" title="TV14" src="http://www.franz-roth-presse.de/konzept/A_2009/FR-2009-C-11340.JPG" alt="" width="450" /></a></p>
<p><em>An der Stelle mal ein &#8220;Retro-View&#8221;: vor der Zeit der digitalen Bilddateien habe ich meine Abnehmer keisewegs nur mit 18&#215;24-Abzügen beliefert. Das war nur mal ganz früher bei SW-Fotos so. Farb-Prints gingen im 13&#215;18-Format an die Presse raus (angefertigt im Schnell-Labor, in einer Stunde waren bei Photo Porst hier in Nürnberg der Film entwickelt und die Prints fertig!). Da war auch der Preis der Grund dafür. Und auch das konnte größer als lediglich als &#8220;Briefmarke&#8221; gedruckt werden. Siehe z.B. nachstehende Publikation mit einem Abdruckformat über zwei Spalten in einer Zeitschrift.</em></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.franz-roth-presse.de/HISTORY/FR-2008-C-8298.JPG"><img class="aligncenter" title="Gegirnwäsche" src="http://www.franz-roth-presse.de/HISTORY/FR-2008-C-8298.JPG" alt="" width="450" /></a></p>
<p>Anders sieht es da aber schon im Hochglanz-Buchdruck aus &#8230;</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.franz-roth-presse.de/konzept/A_2009/FR-2009-C-10837.JPG"><img class="aligncenter" title="Buch" src="http://www.franz-roth-presse.de/konzept/A_2009/FR-2009-C-10837.JPG" alt="" width="450" /></a></p>
<p>&#8230; da sind bereits höhere Auflösungen selbst für eine Viertelseite gefragt. Also doch eine D3 kaufen? Nie und nimmer nicht! Ich wüßte nicht, wie ich die bezahlen sollte. Wenn man sich mal überlegt, daß die Honorare im Fotosektor seit 20 Jahren nahezu unverändert sind. Eher rückläufig. Man denke nur an Microstock-Agenturen, bei denen sich durchaus auch die Größen der Verlagshäuser bedienen. </p>
<p>Alternative? Eben auf Film fotografieren, statt der D-SLR in einen &#8211; guten &#8211; Scanner investieren, der im Regelfall dennoch preiswerter ist als die Super-Megapixel-Reflex? Dias oder Negative mit 5.000 Pixeln lange Seite digitalisieren. Sehr arbeitsaufwendig. Sehr zeitraubend. Aber rentiert sich die unter viel Aufwand produzierte Qualität noch? Im Zeitalter von Microstock. Dem allgegenwärtigen, von einer Vielzahl von Fotografen - insbesondere Amateuren &#8211; bedienten Konkurrenten?</p>
<p>Ich persönlich habe mir die Nachtschichten am Scanner seit mehr als drei Jahren abgewöhnt. Zu viel Aufwand. Denn, wie gesagt, für 90 Prozent meiner Bildverwendungen reicht die D2H. Und es ist schlußendlich auch eine Raumfrage. Denn das analoge Bildmaterial muß archiviert werden (und eine Viertelmillion Dias und Negative habe ich mindestens im Archiv) und das digitalisierte Material dann noch zusätzlich.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.franz-roth-presse.de/HISTORY/FR-2009-C-10672.JPG"><img class="aligncenter" title="Bildarchiv" src="http://www.franz-roth-presse.de/HISTORY/FR-2009-C-10672.JPG" alt="" width="450" /></a></p>
<p><a href="http://www.franz-roth-presse.de/HISTORY/HISTORY1.html" target="_blank">Meine eigene Zukunft</a> ist daher nur noch digital. Meine &#8220;alten&#8221; Arbeitsgeräte sind &#8220;eingemottet&#8221; und <a href="http://www.franz-roth-presse.de/A__SALES/__SALES.html" target="_blank">stehen zum Verkauf</a>. Ich kenne aber Kollegen, die parallel auch immer noch auf Film fotografieren. Und auch welche, die nur auf Film fotografieren.</p>
<p><strong><em>Drum Frage und Diskussionsanstoß: Wie sieht&#8217;s allgemein so aus damit? Hat er eine Zukunft, der Silberhalogenidfilm?</em></strong></p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/84QTkftu_1s&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/84QTkftu_1s&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p><em>Quo vadis photography? Ein Plädoyer für die Nikon D2H. Bekenntnis eines Pressefotografen gegen die Megapixel-Hype. Warum man seine analogen Geräte nicht einfach auf den Müll schmeißen oder zu Dumping-Preisen verhökern muß. Als hochqualitatives &#8220;Zweitgerät&#8221; weiter in Betrieb. Für all die Motive, bei denen es nicht auf die Schnelligkeit ankommt, die Bilder gleich verfügbar zu haben. Denn mit einem guten Scanner holt man aus Dias und Negativen gut und gerne 15 Megapixel!</em></p>
<p><strong>Related Articles:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://rothfranz.wordpress.com/2009/06/10/quo-vadis-fotojournalismus/">Quo vadis Fotojournalismus</a></li>
<li><a href="http://rothfranz.wordpress.com/2009/06/15/fotografen-alltag-der-ganz-normale-wahnsinn/">Fotografenalltag &#8211; der ganz normale Wahnsinn</a></li>
<li><a href="http://borderline-press.blogspot.com/search?q=n%C3%A4hk%C3%A4stchen" target="_blank">Aus dem Nähkästchen geplaudert</a></li>
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<li><a href="http://rothfranz.wordpress.com/2009/06/01/der-garten-paparazzo/">Der Garten-Paparazzo</a></li>
<li><a href="http://rothfranz.wordpress.com/2009/08/18/neues-vom-garten-paparazzo/">Neues vom Garten-Paparazzo</a></li>
<li><a href="http://rothfranz.wordpress.com/2009/08/13/film-und-lange-brennweite-was-tun-gegen-verwackeln-tipps-fur-filmer-und-fotografen/">Tipps gegen Verwackeln</a></li>
<li><a href="http://rothfranz.wordpress.com/2009/08/11/in-eigener-sache-we-do-nature-photography-and-nature-film/">Naturfotografie und -film</a></li>
<li><a href="http://rothfranz.wordpress.com/2009/08/19/fotografie-oder-film-was-ist-die-zukunft/">Fotografie oder Film?</a></li>
<li><a href="http://rothfranz.wordpress.com/2009/07/05/action-fotos-im-makrobereich/">Action-Fotos im Macro-Bereich</a></li>
<li><a href="http://rothfranz.wordpress.com/2009/04/27/die-muhen-des-naturfotografen/">Die Mühen des Naturfotografen</a></li>
<li><a href="http://rothfranz.wordpress.com/2009/03/26/mal-n-bischen-technik-kram/">Mal &#8216;n bißchen Technik-Kram</a></li>
<li><a href="http://borderline-press.blogspot.com/2009/05/footage-videos-vertriebswege.html" target="_blank">Footage &#8211; Videos &#8211; Vertriebswege</a></li>
</ul>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Size Zero]]></title>
<link>http://einmaedchenfueralles.wordpress.com/2009/10/09/size-zero/</link>
<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 22:00:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>lovesonic</dc:creator>
<guid>http://einmaedchenfueralles.wordpress.com/2009/10/09/size-zero/</guid>
<description><![CDATA[I wanna be like those guys, I wanna wear my clothes tight. &#8211; The Hives Momentan ist es recht a]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote><p>I wanna be like those guys, I wanna wear my clothes tight. &#8211; The Hives</p></blockquote>
<p>Momentan ist es recht angesagt, nur aus Haut und Knochen zu bestehen. Ich geb&#8217;s ja zu, ich wäre auch gern so eine schwindsüchtige Gazelle mit Bambi-Augen. Das ist komisch, weil wenn ich länger drüber nachdenke, komme ich zwangsläufig zu dem Schluß, sooo super sieht das auch nicht aus, eher irgendwie krank.<br />
Die Brigitte hat jetzt die Tage <a href="http://www.brigitte.de/mode/ohne-models-1037114/" target="_blank">verkündet</a>, sie werde ab Januar 2010 darauf verzichten, professionelle Models in ihrem Magazin abzubilden.<br />
Wow, das ist groß. Das ist so groß, dass ich&#8217;s erst glaube, wenn ich&#8217;s sehe.<br />
Das wäre sozusagen der Beginn einer Revolution potentiell ungeahnten Ausmaßes. Wenn die das machen und damit am Ende ihre Auflage deutlich steigern, dann müsste der Rest der angeschlagenen Printmedien wohl oder übel ernsthaft darüber nachdenken nachzuziehen. Das würde definitiv Druck aufbauen. Die Model-Agenturen hätten möglicherweise deutliche Einbrüche zu verzeichnen und müssten wahrscheinlich anfangen, Frauen mit normalen Proportionen unter Vertrag zu nehmen. Die gesamte Modeindustrie könnte sich plötzlich genötigt sehen, Kleidung zu designen, die auch an Menschen gut aussieht, die nicht gebaut sind wie Skelette und die Size Zero Stars und Sternchen könnten wieder feste Nahrung zu sich nehmen. Möglicherweise müsste Germany&#8217;s Next Topmodel eingestellt werden &#8211; was mir persönlich sehr leid tun würde, denn ich schau mir das sehr gerne an (aber das ist eine andere Geschichte).<br />
Da im Leben bekanntlicherweise nie etwas so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird, bleibt abzuwarten, was tatsächlich hinten dabei rauskommt. Wenn die Brigitte zwar darauf verzichten würde, Frauen zu fotografieren, die Size Zero tragen, wäre das sicherlich ein Anfang. Wenn aber die Frauen, die zukünftig im Magazin abgebildet werden, trotzdem noch überdurchschnittlich schlank sind, oder ihre Bilder so intensiv nachbearbeitet würden, dass sie mit der Wirklichkeit nicht mehr viel zu tun hätten, dann hätte keiner was gewonnen, außer vielleicht die Brigitte, weil sie die Gagen für die Models einsparen könnte.<br />
Trotzdem bin ich irgendwie total begeistert von der Aktion, denn sie nennt ein Problem beim Namen, dass sonst ähnlich wie Doping im Radsport beharrlich totgeschwiegen oder als gelöstes Problem verkauft wird.<br />
Die meisten Frauen, die wir in den Medien, sei es in Musikvideos, auf Plakatwänden oder eben in Modestrecken sehen, sind schlichtweg unterernährt. Wir sind so sehr an Size Zero als aktuelles Schönheitsideal gewöhnt, dass wir einfach ausblenden, dass was wir sehen eigentlich nicht gesund sein kann. Und auch wenn ich mir dessen bewußt bin, dass sich die Frau, die ich um ihren vermeintlich perfekten Körper beneide, vermutlich von Wasser und drei Karotten am Tag ernährt, kann ich mich nicht davon frei machen, dass ich insgeheim denke &#8211; wenn&#8217;s schee macht.<br />
Deswegen wäre ich der Brigitte sehr dankbar, wenn sie tatsächlich ein Pionierin würde für ein neues Schönheitsideal weit ab von Size Zero und standardisierten Körpern. Ich würde sogar ernsthaft drüber nachdenken, Abonnentin zu werden, auch wenn das Magazin inhaltlich normalerweise nicht so meine Szene ist.<br />
Aber, was tut man nicht alles&#8230;</p>
<p><strong>UPDATE:</strong><br />
Laut <a href="http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,654472,00.html">SPON</a> hat sich nun auch Karl Lagerfeld zum Thema geäußert.</p>
<p>Die Frage ist, träumen wir wirklich alle davon schwindsüchtige Wesen zu sein, und wenn ja warum. Viel wichtiger allerdings &#8211;  dem geneigten Beobachter entgeht nicht, die Debatte hat begonnen. Ich bin ja direkt gespannt, ob ähnlich wie im Radsport bald auch Supermodels tränenüberströmt auf Pressekonferenzen gestehen, ja ich bin magersüchtig. Wenn&#8217;s nicht so tragisch wäre, wär das direkt eine lustige Vorstellung.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Paid-Content und Online-Erlöse als Rettungsanker]]></title>
<link>http://businessmediablog.com/2009/10/03/paid-content-und-online-erlose-als-rettungsanker/</link>
<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 09:23:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Markus Caspari</dc:creator>
<guid>http://businessmediablog.com/2009/10/03/paid-content-und-online-erlose-als-rettungsanker/</guid>
<description><![CDATA[Paid Content und Online-Erlöse sind die Hoffnungsträger der Medienmanager, die auf eine wirtschaftli]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Paid Content und Online-Erlöse sind die Hoffnungsträger der Medienmanager, die auf eine wirtschaftliche Erholung im nächsten Jahr setzen. Die Medienbranche erwartet außerdem, dass durch Übernahmen oder Verkäufe von Verlagen die Konsolidierung zunehmen wird.  Das sind die wichtigsten Ergebnisse des ersten Printmedien-Entscheider-Panels, einer vom Geschäftsbereich Presse Services der Deutschen Post DHL in Auftrag gegebenen Umfrage.</p>
<p>104 Entscheider oberer Führungsebenen der Medienbranche wurden vom Hamburger Marktforschungsinstitut BIK Aschpurwis + Behrens GmbH zur gegenwärtigen und künftig erwarteten Lage der Printmedien befragt. 58 Prozent rechnen mit einem Aufschwung im kommenden Jahr, ein knappes Drittel erwartet ihn in 2011. Dabei hat die derzeitige Krise für 62 Prozent der Befragten konjunkturelle Gründe, für 38 Prozent ist sie strukturell bedingt. Eine große Mehrheit von 88 Prozent der Top-Entscheider geht davon aus, dass der Restrukturierungsdruck weiter zunehmen wird.</p>
<p>Knapp 84 Prozent erwarten deshalb auch eine Zunahme von Mergers &#38; Acquisitions. Hoffnungsträger  sind die Online-Erlöse. Für 2010 geht fast die Hälfte der Entscheider (46 Prozent) von einem Online-Erlösanteil am Gesamtumsatz zwischen zehn und 25 Prozent aus. Für die Jahre danach schätzen drei Viertel diesen Anteil bereits auf zwischen 20 und 40 Prozent. Erlöse rechnen sich die Medien auch im Bereich des Paid Content aus, auch wenn gut zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) davon überzeugt sind, dass journalistische Inhalte im Netz weiterhin kostenlos bleiben. Neun von zehn Entscheidern sehen die Chance, in spezifischen Themenfeldern Geld für Content zu verlangen, und mehr als die Hälfte (58 Prozent) hält die Einführung zeitlich flexibler Flatrate-Angebote für möglich.</p>
<p>Quelle: Printmedien-Entscheider-Panel 2009 im Auftrag der Deutschen Post DHL</p>
<p>Weitere Artikel zum Thema Paid Content:<br />
<a title="Pemanent-Link: Paid Content in B2B-Märkten" rel="bookmark" href="http://businessmediablog.com/2009/07/19/paid-content-in-b2b-markten/" target="_blank">Paid Content in B2B-Märkten</a><br />
<a title="Pemanent-Link: Paid Content: Handelsblatt launcht Newsletter" rel="bookmark" href="http://businessmediablog.com/2009/04/16/paid-content-handelsblatt-launcht-newsletter/" target="_blank">Paid Content: Handelsblatt launcht Newsletter</a><br />
<a title="Pemanent-Link: Paid Content: Todgesagte leben länger" rel="bookmark" href="http://businessmediablog.com/2008/06/08/paid-content-todgesagte-leben-langer/" target="_blank">Paid Content: Todgesagte leben länger</a></p>
<p>***** <a href="http://www.feedburner.com/fb/a/emailverifySubmit?feedId=2436582&#38;loc=en_US" target="_blank"><span style="color:#0066cc;">Hier klicken, um News von BusinessMediaBlog.com kostenfrei per E-Mail zu erhalten</span></a> *****</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kleine Fallstudie: Wie mit Datenmüll ein Hype angeheizt wird]]></title>
<link>http://stadtbote.wordpress.com/2009/10/01/kleine-fallstudie-wie-man-einen-hype-mit-datenmull-anheizt/</link>
<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 16:10:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>STADTBOTE</dc:creator>
<guid>http://stadtbote.wordpress.com/2009/10/01/kleine-fallstudie-wie-man-einen-hype-mit-datenmull-anheizt/</guid>
<description><![CDATA[Die globale Finanzmarktkrise hat bekanntlich ihre Wurzeln in einer gigantischen Blase am US-Häusermä]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die globale Finanzmarktkrise hat bekanntlich ihre Wurzeln in einer gigantischen Blase am US-Häusermärkt. Die in Erwartung ewigen Hauspreisanstiegs von US-Banken vergebenen NINJA-Kredite (NINJA steht für <span style="text-decoration:underline;">N</span>o <span style="text-decoration:underline;">I</span>ncome, <span style="text-decoration:underline;">N</span>o <span style="text-decoration:underline;">J</span>obs or <span style="text-decoration:underline;">A</span>ssets) wurden über mehrere Verbriefungsstufen unkenntlich gemacht, neu abgemischt, mit wohlklingenden Namen versehen und massenhaft nach Deutschland verkauft.</p>
<p>Mit amerikanischem Datenmüll verhält es sich manchmal ähnlich. In der größten Medienrevolution seit Gutenberg, in der wir uns seit zwei Jahrzehnten befinden, kommt es immer wieder zur Bildung größerer und kleinerer Blasen. Übertriebene Prognosen tragen zur Blasenbildung erheblich bei. Seit man selbst mit einfacher Blogsoftware (Danke WordPress!) im Web ein paar Umfragedaten bei den Surfern einholen kann, werden neben wertvollen Informationen auch ungeheure Mengen von Datenmüll produziert. Teils aus Unbedarfheit, teils aus Interesse und kühl kalkuliertem Gewinnstreben.</p>
<p><!--more--></p>
<p><strong>Daten aus dem Bermuda-Dreieck</strong></p>
<p>Für die Mechanismen der Verbriefung und Verbreitung von Datenmüll scheint mir <span style="color:#000000;">der Fall <em>Unisfair/eMarketer</em>/FAZ</span> exemplarisch zu sein, <a href="http://stadtbote.wordpress.com/2009/09/29/faz-journalist-als-evangelist/" target="_blank">auf den ich neulich schon mal hingewiesen habe</a>.</p>
<p>Der Fall wird Folgen haben. Circa ein Jahr lang wird bei jedem Marketing-Kongress und jedem Barcamp irgendein Guru ausrufen, dass sage und schreibe drei Viertel der US-Unternehmen mehr Geld in <em>Social Media</em> investieren wollen. Und nur drei Prozent mehr in Zeitungswerbung. Stimmung wird gemacht, Druck wird erzeugt, Herdenverhalten wird gefördert.</p>
<p>Im Marketing, wird sich mancher Marketingleiter sagen, sind die Amis immer vorn. Und vorsichtshalber Geld in <em>Social Media</em> investieren<em>.</em> In Zeitungen dafür weniger. Auch bei der FAZ wird man sich womöglich dann bald Haare raufend fragen, warum die Anzeigenumsätze schon wieder zurückgegangen sind.  </p>
<p>Weil dieser Fall &#8211; obwohl für sich genommen keine große Sache &#8211; so typisch ist für riesige Mengen von Datenmüll und PR-Schrott, versuche ich ihn, so gut es mit begrenzten Recherchemöglichkeiten geht, zu dokumentieren. Mir geht´s primär um das Verständnis der Mechanismen, nicht um Vorwürfe an die Beteiligten. Ähnlich wie bei der Finanzmarktkrise summieren sich lässliche Sünden Einzelner erst per Saldo zu größeren Schadenspotenzialen.</p>
<p><strong> Unisfair,  Menlo Park, Kalifornien, 14. September 2009</strong></p>
<p><em><img class="size-thumbnail wp-image-7785 alignright" style="border:black 1px solid;" title="UNISFAIR" src="http://stadtbote.wordpress.com/files/2009/10/unisfair.jpg?w=150" alt="UNISFAIR" width="150" height="94" />Unisfair, </em>ein kleiner Spezialanbieter für virtuelle Kundenveranstaltungen (Live-Chats im Internet u.ä.), die im Rahmen von <em>Social Media Marketing</em> eingesetzt werden,<em> </em>kündigt <a href="http://www.unisfair.com/news/company-news-press-releases-unisfair-releases-enhanced-platform-social-media" target="_blank">via Pressemeldung</a> ein neues Produkt an und nennt, um dessen Bedeutung zu betonen, einige Zahlen über geplante Marketingmaßnahmen, die aus einer Umfrage bei gut hundert Marketingverantwortlichen stammen sollen. Drei Viertel der Marktingverantwortlichen wollen demnach mehr in <em>Social Media</em> werben. Wer und wie gefragt wurde, sagt die Pressemeldung nicht. Vielleicht hat <em>Unisfair</em> seine eigenen Kunden einen kleinen Fragebogen ausfüllen lassen. Oder eine Umfrage auf der Firmenwebsite veranstaltet, bei der jeder mitmachen konnte. Wir wissen es nicht. Alle Erfahrung lehrt allerdings, dass es sich praktisch immer um  wertlosen Datenmüll handelt, wenn ein Absender vermeintlicher MaFo-Daten keinerlei Angaben über Stichprobe, Grundgesamtheit und Erhebungsmethode macht. Außerdem: Es macht stutzig, dass von sieben abgefragten Marketing-Mix-Tools  zwei sehr spezielle Tools (<em>virtual events, conferences</em>) zum Kerngeschäft von <em>Unisfair</em> gehören (siehe Grafik unten).</p>
<p><strong>eMarketer, New York, 21. September 2009</strong></p>
<p>Die Pressemeldung von <em>Unisfair</em> stößt  bei <em>eMarketer</em> auf Interesse. Ein <a href="http://www.emarketer.com/AboutUs.aspx?page=Bios" target="_blank">Team von sieben Mitarbeitern</a> ist bei <em>eMarketer</em> permanent damit beschäftigt, Daten aus weltweit mehr als 3.000 Quellen (so die Eigenwerbung) zu eigenen Reports, Artikeln, Präsentations-Charts, Newslettern weiterzuverarbeiten. Dieses Material wird teils auf der Website gratis veröffentlicht, teils im Abonnement verkauft. Nach eigenen Angaben hat <em>eMarketer</em> 500 zahlende Firmenkunden, darunter viele Medien. Primärmarktforschung betreibt <em>eMarketer</em>, soweit ersichtlich, nicht.</p>
<p><img class="size-full wp-image-7754  alignleft" style="margin-top:1px;margin-bottom:1px;border:black 1px solid;" title="eMarketer21.9." src="http://stadtbote.wordpress.com/files/2009/10/emarketer21-92.jpg" alt="eMarketer21.9." width="305" height="339" /></p>
<p>Aus den Daten von <em>Unisfair</em> erstellt <em>eMarketer</em> <a href="http://www.emarketer.com/Article.aspx?R=1007284" target="_blank">einen kleinen Artikel</a> mit drei Balkengrafiken, darunter die Grafik links. <em>Unisfair</em> wird korrekt als Quelle genannt, dazu sogar das Datum. Hinweise auf die Erhebungsmethode werden auch von <em>eMarketer</em> nirgends gegeben. Während aber in der Pressemeldung von <em>Unisfair</em> noch konkret  &#8220;more than 100 marketing professionals&#8221; als Prozentuierungsbasis genannt wurden, sind daraus bei <em>eMarketer</em> allgemein &#8220;US Marketers&#8221; geworden. Die Analysten von <em>eMarketer</em> suggerieren damit, die Daten seien für alle US-Unternehmen repräsentativ. Schließlich gibt es kaum Unternehmen, die nicht zumindest in rudimentärer Form Marketing betreiben.  Am 21. September stellt <em>eMarketer</em> den Artikel mit <em>Unisfair</em>-Material auf seiner Website gratis zur Verfügung.</p>
<p> Das ist sozusagen die <span style="color:#ff0000;">erste Verbriefungsstufe</span>.<strong> </strong>Ohne <em>eMarketer</em> hätten die Zahlen von <em>Unisfair</em> kaum eine Chance in die internationale Umlaufbahn zu gelangen.  Das <em>Wall Street Journal</em>  und die <em>New York Times</em> verbreiten keine amerikanischen Umfragedaten, wenn man ihnen keine methodische Beschreibung dazu liefert. Das Kleinunternehmen <em>eMarketer</em> besteht immerhin schon seit den 1990er Jahren und hat eine gewisse Reputation erworben – wenngleich dieser Fall klar darauf hindeutet, dass Datenquantität für <em>eMarketer</em> vor Datenqualität geht. <em>eMarketer</em> agiert offenbar im Datenmarkt ein bisschen wie die Rating-Agentur im Finanzmarkt. Man drückt ein Auge zu, wenn man mitverdient.</p>
<h3>FAZ-Wirtschaftsredaktion, Frankfurt am Main, 28./29. September 2009</h3>
<p>Nun kommt Holger Schmidt ins Spiel, der sich “Netzökonom“ nennt, in der Blogger- und Twitterszene einen Namen hat und als Redakteur im Wirtschaftsressort der <em>Frankfurter Allgemeinen Zeitung</em> arbeitet. Am 28. September veröffentlicht Schmidt einen Beitrag unter der Überschrift „Soziale Netzwerke vor der Gewinnschwelle“ &#8211; <a href="http://www.faz.net/s/Rub2F3F4B59BC1F4E6F8AD8A246962CEBCD/Doc~EE443775857C94AAB9848BB52B6BDFE96~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">zunächst bei FAZ.net</a>, am Tag darauf auch in der gedruckten FAZ. Tenor: <em>Social Media</em> wie Facebook, StudiVZ, YouTube und Co. würden für die Werbewirtschaft nun immer interessanter werden.</p>
<p>Die Daten von <em>Unisfair</em>, die Schmidt bei <em>eMarketer</em> gefunden hat, passen natürlich bestens zu diesem Tenor. Schmidt lässt die obige Grafik im FAZ-Layout nachbauen und verändert die Quellenangabe. Nicht mehr <em>Unisfair</em>, sondern nur noch <em>eMarketer</em> gibt er als Quelle an. Sauberes Handwerk ist das nicht. Es ist ungefähr so, als würde die <em>New York Times</em> fürs deutsche Wirtschaftswachstum das <em>Pinneberger Tageblatt</em> als Quelle nennen, bloß weil dort mal BIP-Daten abgedruckt waren.</p>
<p>Aus Holger Schmidts Sicht mag die Umetikettierung von Vorteil sein. <em>Unisfair</em> würde wohl bei deutschen Lesern Stirnrunzeln auslösen. <em>eMarketer</em> klingt besser und hat eine gewisse Bekanntheit bei Insidern. Im Fließtext gibt Schmidt zusätzlich die (Falsch-)Information, das „Marktforschungsunternehmen Emarketer“ (die falsche Schreibweise ist wohl ein Versehen der FAZ) habe „amerikanische Werber nach ihren Plänen für das kommende Jahr befragt&#8221;. </p>
<p>Nun ist der amerikanische Datenmüll auf der <span style="color:#ff0000;">zweiten Verbriefungsstufe</span> angekommen. Er wird für die deutsche Marketing- und Internetszene dank des guten Rufes der FAZ quasi mit dem AAA-Rating versehen.</p>
<p><strong>Bullshit Bingo</strong></p>
<p>Wie beim Bullshit Bingo kann jetzt jeder mitzählen wie oft ihm das <em>wishful thinking</em> einer Internetklitsche aus dem Silicon Valley in Zukunft als Erkenntnis seriöser Marktforschung serviert wird. Der Erste, der mir zehn Quellen für die unkritische Weiterverbreitung dieser <em>Unisfair</em>-Zahl in Deutschland nachweisen kann, schicke mir eine Mail mit der Betreffzeile <em>Bullshit</em>. Er bekommt eine Flasche Schampus. Ein <a href="http://www.mediaberater-blog.de/gewinnschwellen-von-sozialen-netzwerken/2009/09/29/" target="_blank">bloggender Mediaberater</a> ist, wie ich eben sehe, mit dem Datenmüll der FAZ-Grafik schon unterwegs (siehe unten).</p>
<div id="attachment_7777" class="wp-caption alignleft" style="width: 465px"><img class="size-full wp-image-7777 " style="border:black 1px solid;" title="Datenschrott.1" src="http://stadtbote.wordpress.com/files/2009/10/datenschrott-13.jpg" alt="Datenschrott.1" width="455" height="306" /><p class="wp-caption-text">Auch Falsch-Infos breiten sich viral aus</p></div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Update: Ihre Meinung, bitte!]]></title>
<link>http://willyams.wordpress.com/2009/09/29/update-ihre-meinung-bitte/</link>
<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 15:17:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>willyam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Merkzettel an mich: Mit rhetorischen Verfremdungseffekten in Zukunft vorsichtiger umgehen. Denn das ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Merkzettel an mich: Mit rhetorischen Verfremdungseffekten in Zukunft vorsichtiger umgehen. Denn das ]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ihre Meinung, bitte!]]></title>
<link>http://willyams.wordpress.com/2009/09/22/ihre-meinung-bitte/</link>
<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 14:15:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>willyam</dc:creator>
<guid>http://willyams.wordpress.com/2009/09/22/ihre-meinung-bitte/</guid>
<description><![CDATA[Wie der Irrwitz es so möchte, erreichte mich vor knapp zwei Stunden folgende Email aus der Redaktion]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Wie der Irrwitz es so möchte, erreichte mich vor knapp zwei Stunden folgende Email aus der Redaktion]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[5 aus 29 - ausgewogene Berichterstattung zur Bundestagswahl?]]></title>
<link>http://willyams.wordpress.com/2009/09/11/5-aus-29/</link>
<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 19:03:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>willyam</dc:creator>
<guid>http://willyams.wordpress.com/2009/09/11/5-aus-29/</guid>
<description><![CDATA[Vergangenen Dienstagvormittag folgende Email zusammengeschustert und an die Redaktionen der führende]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Vergangenen Dienstagvormittag folgende Email zusammengeschustert und an die Redaktionen der führende]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ob mit oder ohne Manifest: Bei vielen Massenmedien werden die Lichter ausgehen]]></title>
<link>http://gunnarsohn.wordpress.com/2009/09/08/ob-mit-oder-ohne-manifest-bei-vielen-massenmedien-werden-die-lichter-ausgehen/</link>
<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 21:59:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>gunnarsohn</dc:creator>
<guid>http://gunnarsohn.wordpress.com/2009/09/08/ob-mit-oder-ohne-manifest-bei-vielen-massenmedien-werden-die-lichter-ausgehen/</guid>
<description><![CDATA[Es gibt das Kommunistische Manifest, das Manifest des Surrealismus, das konsumistische Manifest, das]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img src="http://gunnarsohn.wordpress.com/files/2009/09/manifest.jpg" alt="Manifest" title="Manifest" width="115" height="115" class="alignleft size-full wp-image-1779" />Es gibt das Kommunistische Manifest, das Manifest des Surrealismus, das konsumistische Manifest, das Cluetrain-Manifest und nun das <a href="http://internet-manifest.de/">Internet-Manifest</a>. Nach dpa-Meinung soll es ein Beben ausgelöst haben &#8211; aber wer spürt denn da wirklich die Schwingungen unter seinen Füßen? Die Autoren haben ihre 17 Behauptungen. als Gegenentwurf zur &#8220;Hamburger Erklärung&#8221; formuliert, in der über 160 Verleger Ende Juni einen besseren Schutz des geistigen Eigentums im Internet verlangt hatten. Man kann viele Positionen unterschreiben. Etwa: &#8220;Das Internet ist ein Medienimperium in der Jackentasche. Das Web ordnet das bestehende Mediensystem neu: Es überwindet dessen bisherige Begrenzungen und Oligopole. Veröffentlichung und Verbreitung medialer Inhalte sind nicht mehr mit hohen Investitionen verbunden. Das Selbstverständnis des Journalismus wird seiner Schlüssellochfunktion beraubt &#8211; zum Glück. Es bleibt nur die journalistische Qualität, die Journalismus von bloßer Veröffentlichung unterscheidet.&#8221; Oder: &#8220;Wenn Medienhäuser weiter existieren wollen, müssen sie die Lebenswelt der Nutzer verstehen und sich ihrer Kommunikationsformen annehmen. Dazu gehören die sozialen Grundfunktionen der Kommunikation: Zuhören und Reagieren, auch bekannt als Dialog.&#8221; Richtig ist auch: &#8220;Internet-Zugangssperren gleich welcher Form gefährden den freien Austausch von Informationen und beschädigen das grundlegende Recht auf selbstbestimmte Informiertheit.&#8221; Auch die anderen Punkte beschreiben die Realität einer neuen Medienwelt, die von den Großverlagen einfach nicht akzeptiert wird. Pech gehabt. An den System-Defiziten werden die meisten Medienmacher scheitern und das kann uns doch ziemlich Wurscht sein. </p>
<p>Das ist eine Chance für all jene, die ohne große Overhead-Kosten spannende Projekte auf den Markt bringen &#8211; und das sogar in Printform, wie beispielsweise Dummy. <a href="http://gunnarsohn.wordpress.com/?s=Dummy&#38;searchbutton=Go!">Das hat Dummy-Herausgeber Oliver Gehrs hervorragend analysiert:</a> „Die großen Verlage sind nur auf ihre Rendite erpicht. Sie wollen keine Innovationen machen. Sie haben alle journalistischen Spielwiesen, die wirklich Spaß machen, gestrichen, weil sie nicht den Renditezielen entsprachen. Ich habe eine denkbar schlechte Meinung von dieser Medienlandschaft, vor allem im Printbereich“, sagte Gehrs beim Medienforum Mittweida schon vor zwei Jahren! Verlage hätten es verschlafen, wirkliche Marken im Internet zu etablieren. Die Online-Auftritte seien lange Zeit nur Abflussrohre der Printausgaben gewesen.</p>
<p>Die Massenblätter seien dazu verdammt, immer den kleinsten Nenner zu finden. Sie müssten an den Studienrat in Heidelberg und an die 25-Jährige in Berlin-Mitte denken. Dieser Spagat würde nicht mehr funktionieren. „Wenn man den Stern oder den Spiegel liest, kriegt man ständig gesellschaftliche Zustände beschrieben, die es so gar nicht gibt. Zumindest nicht in diesen großen gesellschaftlichen Clustern. Diese Gesellschaft, die da abgebildet wird, ist so nicht mehr existent. Etwa die Neue Bürgerlichkeit. Die kann man finden, aber auch genau das Gegenteil. Oder die Neue Gemütlichkeit in Berliner Kneipen (Stern-Bericht). Auch das kann man antreffen. Man könnte aber schreiben, die Neue Kühle in Berliner Kneipen. Es gibt mittlerweile so viele Lebensstile, die nebeneinander existieren. Die Welt wird immer dialektischer“, erklärte Gehrs. </p>
<p>Massenmedien würden noch immer dem großen gesellschaftlichen Kanon hinterherlaufen. Die Zeit für hohe Printauflagen mit einer Million Auflage sei endgültig vorbei. <strong>Die großen Tanker mit ihrem Themen-Mainstream ohne Trennschärfe könnten die reale Welt immer weniger abbilden.</strong> Daran werden auch die krampfhaften Abwehrschlachten der Verleger nichts ändern. In Zukunft werde es immer mehr Publikationen geben, die vielleicht 80.000 Leser erreichen. Das sei das Dilemma der großen Verlage, die nur in Dimensionen von 250.000 aufwärts rechnen. Ein Heft wie Dummy werde es bei Gruner &#38; Jahr, Burda oder Bauer nie geben. Diese Konzerne könnten nicht in kreativen Einheiten denken. Da müsse jeder als Profit Center dazu beitragen, dass die Verlagsbosse auch schön in ihren Dienstwagen fahren können. Die Verlagskonzerne seien nicht in der Lage, gesellschaftliche Veränderungen zu spüren und publizistisch abzubilden.</p>
<p>Der Journalismus-Professor Stephan Ruß-Mohl sieht es ähnlich: „Die Verlagsmanager haben sich an entscheidenden Stellen verkalkuliert. In der ‘guten, alten’ Zeit hatten die meisten Blätter regionale oder lokale Oligopole oder Monopole, also eine marktbeherrschende Stellung. Damit konnten sie bei den Anzeigenpreisen kräftig zulangen. Über Jahrzehnte hinweg erzielten sie Traumrenditen, von denen nicht nur viele Verleger, sondern auch so manche Redakteure in ihren Nischen wie die Maden im Speck lebten. Im Internet herrscht dagegen Wettbewerb. Der Konkurrent, der auf dieselben Anzeigenkunden hofft, ist nur einen Mausklick entfernt. Deshalb schrumpfen bei den Werbeumsätzen die Margen, aus denen sich früher Redaktionen großzügig finanzieren ließen“, so Ruß-Mohl. Für die Werbetreibenden seien das paradiesische Zustände. Sie könnten ihre Zielgruppen ohne allzu große Streuverluste über das Internet sehr viel besser erreichen und müssten das Geld nicht mehr zum Fenster rausfeuern. </p>
<p>Und noch ein Trend schröpft die Verlage: Wer nach einer neuen Freundin Ausschau hält oder sein Auto zum Verkauf anbietet, kann online inzwischen gratis oder für wenig Geld seine Ziele erreichen. Hier hilft die Silo-Taktik der Verlagsmanager nicht weiter. Die entsprechenden Portale laufen auch ohne Nachrichten-Content!<br />
Offensichtlich fehlt vor allen Dingen den Medienmachern in Deutschland eine klare Strategie. Zu lange haben sie das Thema heruntergespielt. Sie haben über Jahre das eigene Niedergangs-Szenario verdrängt, kritisiert Ruß-Mohl.</p>
<p>Das Internet hat die Autorität der Massenmedien untergraben und sie vom Nachrichtenthron gestoßen. Psychologisch ist das wohl schwer zu verkraften. Braucht uns nicht zu interessieren. Es gibt keine Selektionsmacht mehr, die früher den Nachrichtenstrom in ein Rinnsal verwandelt hat. Auch die Urheberschlachten, Abmahnsysteme der Nachrichtenagenturen und sonstige neuen Strafmaßnahmen gegen die Internetwelt ändern nichts an den technologisch bedingten Änderungen der Geschäftsgrundlage, die Professor Ruß-Mohl dargelegt hat. Die Kohle für Werbung, Immobilien-, Klein- und Kontaktanzeigen wandert immer mehr ins Web ab. Dafür braucht man keine klassischen Verlage mehr. Und auch der mediale Einheitsbrei der Tageszeitungen kann uns gestohlen bleiben. Sehr hübsch übrigens in der September-Ausgabe des DJV-Verbandsmagazins &#8220;journalist&#8221; unter die Lupe genommen. &#8220;Crossmedial total&#8221; war beispielsweise eine Artikel-Verzahnung des Iran-Korrespondenten Martin Gehlen. &#8220;Sein Beitrag über den Schauprozess gegen Clotilde Reiss stand weitgehend identisch nicht nur in der Frankfurter Rundschau und im Kölner Stadtanzeiger, sondern auch in der WAZ, der Westfälischen Rundschau und der Neuen Ruhr Zeitung.&#8221; Identitäten stellte der journalist-Autor sogar bei Zeichensetzungsfehlern fest. </p>
<p>Und wenn man sich die Politik- und Wirtschaftsberichte in Regionalzeitungen anschaut, bekommt man angesichts der Flut von Meldungen der einschlägig bekannten Nachrichtenagenturen das Grausen. Die Gesternzeitungen konkurrieren halt mit der Tagesschau von gestern. Mit oder ohne Manifest. Bei vielen Massenmedien werden die Lichter ausgehen. Gute Nacht!</p>
<p><strong>Ziel sei es nach Angaben von Manifest-Co-Autor Stefan Niggemeier übrigens gewesen, eine Debatte zu entzünden. Dies sei zweifelsohne gelungen, auch wenn sich bislang kaum Verleger zu Wort gemeldet hätten. Er geht aber schon davon aus, dass dies in den Verlagen aufmerksam zur Kenntnis genommen wird. Jo, zur Kenntnis nehmen kann man viel. Passieren wird in den Verlagen wenig. </strong></p>
<p>Siehe auch:<br />
<a href="http://meedia.de/nc/details/article/web-verrei-t-das-internet-manifest_100023104.html">Web verreißt das Internet-Manifest.</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[An Publikum und Futterlieferanten]]></title>
<link>http://schreibkrampf.wordpress.com/2009/09/08/uber-das-publikum/</link>
<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 09:02:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>andbehold</dc:creator>
<guid>http://schreibkrampf.wordpress.com/2009/09/08/uber-das-publikum/</guid>
<description><![CDATA[Inspiriert von der  Meldung über die aktuellsten LeserInnenzahlen der grössten Zeitungen und Zeitsch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Inspiriert von der  Meldung über die aktuellsten LeserInnenzahlen der grössten Zeitungen und Zeitschriften der Schweiz fühlte ich mich mal wieder an den ollen Tucholsky erinnert. Was er 1931 über Kunst und Gesellschaft schrieb, trifft auch heute noch den Nagel auf den Kopf. Bei der Durchsicht der verschiedenen Meldungen ist interessant, dass die grösstenteils deprimierende Nachricht je nach Leseart als möglicherweise stabile &#8220;Talsohle&#8221;  oder als Indiz für einen fortgeführten LeserInnenschwund interpretiert werden.</p>
<p>Die <strong><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/gratis-_und_sonntagstitel_erreichen_mehr_leser_1.3513830.html" target="_blank">NZZ</a></strong> liefert dazu die erschreckenden Zahlen (sie hat auch am wenigsten verloren, also Grund zur Freude. Vielleicht ein Hinweis oder ein Bespiel für ihre &#8220;Konkurrenz&#8221;?):</p>
<blockquote><p>Insbesondere grosse Titel verloren viele Nutzer, etwa der «Blick» (–12%), der «Tages-Anzeiger» (–15%), der «Beobachter» (–14%), die «Schweizer Illustrierte» (–12%) und der «Sonntags-Blick» (–9%). Negativer Spitzenreiter ist die «Basler Zeitung» (–24%). Moderat war der Rückgang bei der NZZ (–3%), der «Neuen Luzerner Zeitung» (–4%) und der «Südostschweiz» (–5%). Das «St. Galler Tagblatt» (–16%) verlor laut Angaben des Verlags Leser, weil die verlegerischen Vorstösse in den Mittelthurgau, also ins Gebiet der «Thurgauer Zeitung» eingestellt wurden. Der Zuwachs der «Mittelland-Zeitung» (+10%) ist mit der Eingemeindung der «Basellandschaftlichen Zeitung» erklärbar. Noch wäre es zu früh zu behaupten, die im Vergleich zum Vorjahr geringen Leserverluste würden auf eine generelle Stabilisierung bei der Nutzung traditioneller Pressetitel hindeuten.</p></blockquote>
<p>Beim <a href="http://tagesschau.sf.tv/content/view/full/2062898" target="_blank"><strong>Schweizer Fernsehen</strong></a> gibt man sich relativ unbetroffen. Schliesslich geht es hier um ein anderes Medium.</p>
<blockquote><p>Der Medienexperte Ueli Custer liess offen, ob es sich tatsächlich um eine Trendwende handelt. Zumindest vorläufig dürften die Bezahlzeitungen die Talsohle und die Gratiszeitungen den Zenit erreicht haben, sagte er.</p>
<p>Wer keine Bezahlzeitung mehr wolle, dürfte jetzt weg sein. Custer gab jedoch zu bedenken, dass vor allem ältere Menschen der Bezahlzeitung die Treue halten. «Wenn diese Personen wegsterben, setzt sich die Erosion der Reichweite fort. Jüngere informieren sich nämlich vorwiegend über Gratiszeitungen und Internet.»</p></blockquote>
<p>Beim &#8220;negativen Spitzenreiter&#8221; (laut NZZ), der <strong><a href="http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Zeitungen-stoppen-Leserschwund/story/19850888" target="_blank">Basler Zeitung</a></strong>, ist dieselbe Agenturmeldung wie beim SF zu lesen, man gibt sich also verhalten hoffnungsvoll und spart sich eine eigene Meinung, auch wenn die BaZ über die letzten 5 Jahre 24% ihrer Leserschaft eingebüsst hat. &#8211; Galgenhumor, unverwüstlicher Optimismus oder Symptom ihres Schicksals?</p>
<p>Als bescheidene Anregung von meiner Seite vielleicht der Hinweis, dass eine Bezahlzeitung den Konkurrenzkampf mit den Gratisblättern nicht dadurch gewinnen kann, dass sie deren Inhalte und Erscheinungsbild kopiert. Das liegt in der Natur der Sache. Klatsch kommt im Internet immer billiger und farbiger und lustiger daher, und für gedrucktes Internet gibt niemand Geld aus. Stattdessen sollte bei der Lektüre der Zeitung klar werden, wofür man den Kaufpreis investiert hat &#8211; weil man richtige Artikel und Reportagen im Gegensatz zu Agenturmeldungen nicht selber in 3 Minuten zusammenschnurpfen kann. Tiefgang und eine langfristige Perspektive auf die Entwicklungen, also die Elemente, die bei den Kurzfutter-Händlern und &#8220;News&#8221;-Meldern fehlen, sollen im Printmedium auf die vordere Sitzbank gerückt werden. Nur wenn der Artikel umfassend und komplex und trotzdem lesbar genug ist, dass man ihn nicht auf dem Bildschirm lesen will, verstehen LeserInnen, warum das Zeug auf Papier gekauft werden soll. Hört sich bei der fortschreitenden Boulevardisierung widersprüchlich an, doch die Einstellung von &#8220;News&#8221; wie auch &#8220;.ch&#8221; in manchen Regionen zeigt, dass die Leute auch nicht alles abholen, was bunt und billig ist. Letzten Endes geht es um die Würde der JournalistInnen, aber auch um die Aufgabe, die die Medien als vierte Instanz im Staat eigentlich wahrnehmen sollten.</p>
<p>Nun aber wie versprochen <strong><a href="http://www.tucholsky.net/" target="_blank">Tucholskys</a> &#8220;An das Publikum&#8221; </strong>(1931) :</p>
<blockquote><p>O hochverehrtes Publikum,<br />
sag mal: Bist du wirklich so dumm,<br />
wie uns das an allen Tagen<br />
alle Unternehmer sagen?<br />
Jeder Direktor mit dickem Popo<br />
spricht: &#8220;Das Publikum will es so!&#8221;<br />
Jeder Filmfritze sagt: &#8220;Was soll ich machen?<br />
Das Publikum wünscht diese zuckrigen Sachen!&#8221;<br />
Jeder Verleger zuckt die Achseln und spricht:<br />
&#8220;Gute Bücher gehn eben nicht!&#8221;<br />
Sag mal, verehrtes Publikum:<br />
Bist du wirklich so dumm?</p>
<p>So dumm, daß in Zeitungen, früh und spät,<br />
immer weniger zu lesen steht?<br />
Aus lauter Furcht, du könntest verletzt sein;<br />
aus lauter Angst, es soll niemand verhetzt sein;<br />
aus lauter Besorgnis, Müller und Cohn<br />
könnten mit Abbestellung drohn?<br />
Aus Bangigkeit, es käme am Ende<br />
einer der zahllosen Reichsverbände<br />
und protestierte und denunzierte<br />
und demonstrierte und prozessierte&#8230;<br />
Sag mal, verehrtes Publikum:<br />
Bist du wirklich so dumm?</p>
<p>Ja dann&#8230;<br />
Es lastet auf dieser Zeit<br />
der Fluch der Mittelmässigkeit.<br />
Hast du so einen schwachen Magen?<br />
Kannst du keine Wahrheit vertragen?<br />
Bist also nur ein Griesbrei-Fresser-?<br />
Ja, dann&#8230;<br />
Ja, dann verdienst dus nicht besser.</p></blockquote>
<p>Wir erinnern uns, dass zwei Jahre nach diesem Gedicht (1933) sich die NSDAP in die Politik hauen und putschen konnte, ohne dass ein hörbarer Aufschrei durch die Lande gegangen wäre. Tucholskys Bücher wurden prompt verboten, und er musste ins Exil fliehen. Wer nicht lesen will, muss offenbar fühlen, wie weit die Ignoranz uns noch bringen kann. Wissen und Lesen ist nicht spiessig, sondern Grundvoraussetzung für eine Gesellschaft, die sich als solche versteht und verstehen kann, was in ihr passiert. Wahrscheinlich ist die Kehrseite der grenzenlosen Spassgesellschaft eben genau von der Art des dunklen Kapitels, aus dem Europa immer noch nicht ganz herausgekrochen ist, bzw. von der sie langfristig doch nichts gelernt hat.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Links am Wochenende]]></title>
<link>http://mitunter.wordpress.com/2009/09/06/links-am-wochenende/</link>
<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 10:06:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>Thorsten</dc:creator>
<guid>http://mitunter.wordpress.com/2009/09/06/links-am-wochenende/</guid>
<description><![CDATA[Der Streisand-Effekt, Eigenbeschuß durch Abmahnung &#8211; Jako entschuldigt sich (zu spät) Der Elek]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Der Streisand-Effekt, Eigenbeschuß durch Abmahnung &#8211; <a href="http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/jako-entschuldigt-sich/">Jako entschuldigt sich (zu spät)</a></p>
<p>Der Elektrische Reporter &#8211; <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/160/">Webwahlkampf: Im Maschinenraum</a>. Ein Bild der Ist-Situation und die Aussicht, was noch kommen kann.</p>
<p>Printmedien &#8211; Qualitätsjournalismus <a href="http://www.50hz.de/nordwest-zeitung-geifert-gegen-wikipedia/">geht</a> ganz <a href="http://extra3.blog.ndr.de/2009/09/05/liebe-kollegen-von-faz-net/">anders</a></p>
<p>Plantons Höhlengleichnis &#8211; <a href="http://www.xn--jrg-friedrich-imb.de/2009/02/17/philosophische-podcasts-3-platons-hohlengleichnis/">Philosophischer Podcast</a> von und mit Jörg Friedrich</p>
<p>Die Waldbrände in Kalifornien &#8211; <a href="http://www.boston.com/bigpicture/2009/09/wildfires_in_southern_californ.html">Beeindruckende Bilder</a></p>
<p>Warum <a href="http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/atomkraft-kostet-258-milliarden-euro/">Kernkraft zu teuer</a> ist</p>
<p>&#8220;Wir haben die Kraft&#8221; &#8211; Miriam Meckel über <a href="http://www.miriammeckel.de/2009/09/05/auf-wiederwaehlen-05/">die wahre Bedeutung</a> des neuen Miteinanders der CDU.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Rollup Display Aktion vom 01.09. - 14.09.2009]]></title>
<link>http://outlawzz.wordpress.com/2009/08/31/rollup-display-aktion-vom-01-09-14-09-2009/</link>
<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 10:18:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>outlawzz01</dc:creator>
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<description><![CDATA[Sehr geehrte Geschäftspartner, liebe Kunden, profitieren Sie von unserem Angebot unserer Partner, di]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sehr geehrte Geschäftspartner, liebe Kunden,</p>
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<div id="attachment_87" class="wp-caption alignnone" style="width: 516px"><img class="size-full wp-image-87" title="display1" src="http://outlawzz.wordpress.com/files/2009/08/display1.jpg" alt="Display Aktion outlawzz:com und Stot" width="506" height="161" /><p class="wp-caption-text">Display Aktion outlawzz:com und Stot</p></div>
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outlawzz:com</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hamburg macht wild]]></title>
<link>http://pieks.wordpress.com/2009/08/27/hamburg_macht_wild/</link>
<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 16:30:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>Pik</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8230;oder so. Hab auf jeden Fall süße Aufkleber mit diesem Spruch gefunden, die ich unbedingt habe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[&#8230;oder so. Hab auf jeden Fall süße Aufkleber mit diesem Spruch gefunden, die ich unbedingt habe]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ach, liebe Mopo]]></title>
<link>http://stadtbote.wordpress.com/2009/08/23/ach-liebe-mopo/</link>
<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 18:41:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>STADTBOTE</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8230; jetzt baust Du Deine Fehler ja sogar schon im Aufmacher auf der Titelseite. Und das kurz vor]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>&#8230; jetzt baust Du Deine Fehler ja sogar schon im Aufmacher auf der Titelseite. Und das kurz vor Deinem sechzigsten Geburtstag, den Du am 16. September feiern wirst.  </p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-7127" title="Morgenpost" src="http://stadtbote.wordpress.com/files/2009/08/morgenpost.jpg?w=233" alt="Morgenpost" width="170" height="219" />Die SPD hatte Dich 1949 gegründet, aber schon in den 1970er Jahren verkauft. Zeitweise hatten sich in den letzten Jahren renditehungrige  Heuschrecken Deiner bemächtigt, doch seit Du die abgeschüttelt hast, können sie nicht mehr  schuld sein, wenn Du &#8211; wie in der gestrigen Ausgabe &#8211; Klausen und Klauseln verwechselst. Oder &#8211; wie kürzlich geschehen &#8211; in reißerischer Bildzeitungsmanier einen verunglückten Pauli-Fan zeigst, der in seinem Blut liegt. War das  Sommerwetter schuld? Die Urlaubszeit? Die Schweinegrippe? Egal. Gute Besserung darf man Dir in jedem Fall wünschen. Und eine schöne Jubiläumsfeier. Und ein langes Leben. Es war in den letzten sechzig Jahren immer mal wieder gut, ein Gegengewicht zur Springerpresse in der Hansestadt zu haben.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der verzweifelte Kampf der Gestern-Medien: Murdoch, Döpfner, Hombach und das Versagen der Verlagsmanager]]></title>
<link>http://gunnarsohn.wordpress.com/2009/08/19/der-verzweifelte-kampf-der-gestern-medien-murdoch-dopfner-hombach-und-das-versagen-der-verlagsmanager/</link>
<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 14:56:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>gunnarsohn</dc:creator>
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<description><![CDATA[Handelsblatt-Blogger Thomas Knüwer sieht die Medienmacher Murdoch, Döpfner, Hombach &amp; Co. in ein]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://www.uvk.de/buch.asp?ISBN=9783867640770&#38;WKorbUID=58065069&#38;TITZIF=2159&#38;be=&#38;uBe="><img src="http://gunnarsohn.wordpress.com/files/2009/08/kreative-zerstorung.jpg" alt="Kreative Zerstörung" title="Kreative Zerstörung" width="402" height="648" class="alignleft size-full wp-image-1734" /></a><a href="http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=2189">Handelsblatt-Blogger Thomas Knüwer </a>sieht die Medienmacher Murdoch, Döpfner, Hombach &#38; Co. in einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenendilemma">Gefangenendilemma</a>. Die verzweifelten Initiativen gegen die Kostenlosmentalität der Internetnutzer würden in eine Sackgasse laufen. Die &#8220;spieltheoretischen&#8221; Szenarien beschreibt Knüwer wie folgt:  </p>
<p>&#8220;a) Alle verschließen ihre Inhalte hinter Bezahlwänden. Eine mittelschwere Strafe wäre das, denn sie würden alle auf substanzielle Werbeeinnahmen verzichten. Gleichzeitig bestünde die Hoffnung, dass die Nutzer reichlich Abos abschlössen, um qualitativ gute Inhalte zu bekommen.</p>
<p>b) Nur einige der Angebote werden kostenpflichtig. Diese gehören dann zu den Verlierern, denn die anderen ziehen Leser und Werbung ab. Und die Leser würden sich mit Recht fragen, warum sie an der einen Stelle für etwas zahlen sollen, was sie an der anderen gratis bekommen.</p>
<p>c) Keiner installiert Bezahlinhalte &#8211; dann sind wir in der aktuellen Situation&#8221;, so Knüwer. </p>
<p>Allein würden es die Medienmacher nicht schaffen, deshalb würden sie wie WAZ-Chef Bodo Hombach eine konzertierte Aktion der Verlage favorisieren. &#8220;Das ist bemerkenswert: Denn so etwas könnte als Ausnutzen der Machtposition interpretiert werden. Entschließen sich die Verlage tatsächlich, gemeinsam Bezahlwände zu errichten, könnte ein Kartellverfahren nicht uninteressant werden&#8221;, vermutet der Handelsblatt-Blogger. </p>
<p>Aber selbst wenn sich alle Gefangenen zur Kooperation entschließen würden, dürfte sie die Höchststrafe ereilen. &#8220;Verschwinden die Angebote hinter Bezahlwänden, darf trotzdem über das, was sie berichten, berichtet werden. So etwas nennt sich Pressefreiheit und ist in einem Werk namens Grundgesetz festgemauert worden. Und das bedeutet: Sind Der Westen, Spiegel Online oder Focus.de nur noch gegen Abo zu lesen, werden zahlreiche Billiganbieter auf den Markt kommen, die über deren Geschichten berichten&#8221;, so Knüwer.</p>
<p>Eine ausweglose Reaktion. Und ist mit dieser Strategie der Niveauverlust des klassischen Journalismus zu stoppen? Die Schwächen der Gestern-Medien werden mit einer Mauertaktik nicht beseitigt.<br />
Vor einigen Wochen hat WAZ-Verlagschef Bodo Hombach in einem Beitrag für die Zeitschrift Cicero noch die hausgemachten Probleme der klassischen Medien beklagt. Sie müssten Gelenkstelle zwischen allen Räumen des öffentlichen Lebens sein, Drehscheibe für Ideen, Arena, Forum, Nische und Nest, Rumpelkammer für Exkurse ins Fantastische, frech, präzise, zivil, Sendbote zwischen Ein- und Ausgeschlossenen, Dolmetscher zwischen oben und unten, Gestern und Morgen, Rand und Mitte, Vor- und Nachdenker, Instrument der Auseinandersetzung und des Zusammengehens, aktuell, flexibel, empfindsam und hart, mit Leidenschaft und Kühle, Katheter für sozialen Problemstau, Kompostecke für Kulturabfall, Schredder für Abgelegtes, Abgenutztes, Abgestandenes, Seismograf für feinste Beben auf der nach oben offenen “Richter-Skala” des Geistes, offen für jede Bitte, aber verschlossen für jeden Befehl. Also all das, was man in der Blogosphäre schon wahrnehmen kann durch die Vielfalt, durch das kreative Chaos und der Inspiration der Basis. Kein Territorialverhalten, keine selektive Nachrichtenauslese, kein Auflagendruck, kein Bestreben nach dem absoluten Medienscoop.</p>
<p>Die klassischen Medien “jagen im Rudel”, so Hombach”. “Kampagnenjournalismus muss nicht mehr organisiert werden. Es ergibt sich wie von selbst. Die Neidhammel umkreisen den Sündenbock”. In vielen Blättern und Sendern werden Agenturberichte ungeprüft übernommen. “Man hört und sieht und liest denselben Bericht. Das empfinden die meisten als Bestätigung. Mancher glaubt sogar dem selbst erfundenen Gerücht, wenn es zu ihm zurückkehrt”. </p>
<p>Kompensieren Bezahlmodelle für Internet-Content diese Schwächen? Wohl kaum. Die Gründe für den Niedergang der Printmedien hat Journalismus-Professor Stephan Ruß-Mohl in einem Beitrag für <a href="http://pfaffe3000.typepad.com/blog/2009/07/ich-hab-immer-brand-eins-gekauft-aber-sonst-war-da-nicht-viel.html">&#8220;Druckreif&#8221;</a> gut zusammengefaßt: &#8220;Die Verlagsmanager haben sich an entscheidenden Stellen verkalkuliert. In der &#8216;guten, alten&#8217; Zeit hatten die meisten Blätter regionale oder lokale Oligopole oder Monopole, also eine marktbeherrschende Stellung. Damit konnten sie bei den Anzeigenpreisen kräftig zulangen. Über Jahrzehnte hinweg erzielten sie Traumrenditen, von denen nicht nur viele Verleger, sondern auch so manche Redakteure in ihren Nischen wie die Maden im Speck lebten. Im Internet herrscht dagegen Wettbewerb. Der Konkurrent, der auf dieselben Anzeigenkunden hofft, ist nur einen Mausklick entfernt. Deshalb schrumpfen bei den Werbeumsätzen die Margen, aus denen sich früher Redaktionen großzügig finanzieren ließen&#8221;, so Ruß-Mohl. Für die Werbetreibenden seien das paradiesische Zustände. Sie könnten ihre Zielgruppen ohne allzu große Streuverluste über das Internet sehr viel besser erreichen und müssten das Geld nicht mehr zum Fenster rausfeuern. Und noch ein Trend schröpft die Verlage: Wer nach einer neuen Freundin Ausschau hält oder sein Auto zum Verkauf anbietet, kann online inzwischen gratis oder für wenig Geld seine Ziele erreichen. Hier hilft die Silo-Taktik der Verlagsmanager nicht weiter. Die entsprechenden Portale laufen auch ohne Nachrichten-Content!</p>
<p>Offensichtlich fehlt vor allen Dingen den Medienmachern in Deutschland eine klare Strategie. Zu lange haben sie das Thema heruntergespielt. Sie haben über Jahre das eigene Niedergangs-Szenario verdrängt, kritisiert Ruß-Mohl. </p>
<p><a href="http://www.dummy-magazin.de/issues/14-Tempo"><img src="http://gunnarsohn.wordpress.com/files/2009/08/dummy_big.jpg" alt="dummy_big" title="dummy_big" width="380" height="492" class="alignleft size-full wp-image-1735" /></a><a href="http://pfaffe3000.typepad.com/blog/2009/07/ich-hab-immer-brand-eins-gekauft-aber-sonst-war-da-nicht-viel.html">Noch deutlicher hat Dummy-Herausgeber Oliver Gehrs die Systemkrise der großen Verlage auf den Punkt gebracht.</a> &#8220;Die großen Verlage sind nur auf ihre Rendite erpicht. Sie wollen keine Innovationen machen. Sie haben alle journalistischen Spielwiesen, die wirklich Spaß machen, gestrichen, weil sie nicht den Renditezielen entsprachen. Ich habe eine denkbar schlechte Meinung von dieser Medienlandschaft, vor allem im Printbereich&#8221;, sagte Gehrs beim Medienforum Mittweida schon vor zwei Jahren! Verlage hätten es verschlafen, wirkliche Marken im Internet zu etablieren. Die Online-Auftritte seien lange Zeit nur Abflussrohre der Printausgaben gewesen. </p>
<p>Die Massenblätter seien dazu verdammt, immer den kleinsten Nenner zu finden. Sie müssten an den Studienrat in Heidelberg und an die 25-Jährige in Berlin-Mitte denken. Dieser Spagat würde nicht mehr funktionieren. &#8220;Wenn man den Stern oder den Spiegel liest, kriegt man ständig gesellschaftliche Zustände beschrieben, die es so gar nicht gibt. Zumindest nicht in diesen großen gesellschaftlichen Clustern. Diese Gesellschaft, die da abgebildet wird, ist so nicht mehr existent. Etwa die Neue Bürgerlichkeit. Die kann man finden, aber auch genau das Gegenteil. Oder die Neue Gemütlichkeit in Berliner Kneipen (Stern-Bericht). Auch das kann man antreffen. Man könnte aber schreiben, die Neue Kühle in Berliner Kneipen. Es gibt mittlerweile so viele Lebensstile, die nebeneinander existieren. Die Welt wird immer dialektischer&#8221;, erklärte Gehrs. Massenmedien würden noch immer dem großen gesellschaftlichen Kanon hinterherlaufen. Die Zeit für hohe Printauflagen mit einer Million Auflage sei vorbei. Die großen Tanker mit ihrem Themen-Mainstream ohne Trennschärfe könnten die reale Welt immer weniger abbilden. In Zukunft werde es immer mehr Publikationen geben, die vielleicht 80.000 Leser erreichen. Das sei das Dilemma der großen Verlage, die nur in Dimensionen von 250.000 aufwärts rechnen. Ein Heft wie Dummy werde es bei Gruner &#38; Jahr, Burda oder Bauer nie geben. Diese Konzerne könnten nicht in kreativen Einheiten denken. Da müsse jeder als Profit Center dazu beitragen, dass die Verlagsbosse auch schön in ihren Dienstwagen fahren können. Die Verlagskonzerne seien nicht in der Lage, gesellschaftliche Veränderungen zu spüren und publizistisch abzubilden. </p>
<p>Auch diese Analyse zeigt deutlich, dass die Verlagskrise hausgemacht ist!</p>
<p>P.S. Handelsblatt-Redakteur Thomas Knüwer bekommt im Buch &#8220;Die Alpha-Journalisten 2.0&#8243; von Weichert und den Ehrentitel &#8220;Der Nestbeschmutzer&#8221;, weil er seit Jahren über die Defizite der Printwelt bloggt und mit &#8220;Indiskreation Ehrensache&#8221; auch bei seinen Kollegen regelmäßig aneckt. <a href="http://gunnarsohn.wordpress.com/2008/12/05/blogger-zoff-im-handelsblatt-–-kluwer-und-die-identitatskrise-des-printjournalismus/">Siehe auch &#8220;Blogger-Zoff im Handelsblatt&#8221;. </a> Vielleicht wäre die Bezeichnung &#8220;Der Hellseher&#8221; angebrachter. </p>
<p><a href="http://newsosaur.blogspot.com/2009/06/worst-quarter-for-newspapers-sales-dive.html">Zum Niedergang der Tageszeitungen interessante Statistik. </a></p>
<p><a href="http://gutjahr.wordpress.com/2009/08/08/free-journalism/">free journalism!</a></p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/08/03/medienwandel-die-kommende-fragmentierung-der-medienbranche/">Fragmentierung der Medienbranche. </a></p>
<p><a href="http://www.methemedia.com/download/">Mediennutzungsanalyse.</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Zeit für die Zeit]]></title>
<link>http://pieks.wordpress.com/2009/08/17/zeit_fuer_die_zeit/</link>
<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 22:16:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>Pik</dc:creator>
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<description><![CDATA[Zeitunglesen ist nicht Jedermanns Sache, aber Jedermann sollte sich zumindest in verschiedenen Leben]]></description>
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