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	<title>pyrenaen &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/pyrenaen/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "pyrenaen"</description>
	<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 06:34:39 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Der Dämon und Fräulein Prym (Paulo Coelho)]]></title>
<link>http://ludwigsprivatbibliotheken.wordpress.com/2009/11/29/der-damon-und-fraulein-prym-paulo-coelho/</link>
<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 23:36:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>sachar</dc:creator>
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<description><![CDATA[Sachar und Bestseller &#8211; ein neuer Selbstversuch Ein geheimnisvoller Fremder stört eines Tages ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Sachar und Bestseller &#8211; ein neuer Selbstversuch Ein geheimnisvoller Fremder stört eines Tages ]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[La France magnifique et sa belle langue ]]></title>
<link>http://haplifnet.wordpress.com/2009/11/28/la-france-et-sa-belle-langue/</link>
<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 07:43:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>haplifnet</dc:creator>
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<description><![CDATA[  Aus einem Facebook-Dialog mit Enni Sander (Toulouse) Ich habe diesen Thread mal präventiv initiier]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em> </em></p>
<p><em>Aus einem Facebook-Dialog mit Enni Sander (Toulouse) </em></p>
<p>Ich habe diesen Thread mal präventiv initiiert, chère Enni, damit Du hier schnell hemmungslos üben kannst und immer einen Freund hast, der Dir Tipps geben kann.</p>
<p>Ich hatte zwar Französisch bis zum Abi, konnte es aber kaum fließend sprechen. Als ich zwischendurch an der Pariser Sorbonne studierte, gab’s für mich eine Empfangsparty von einer Deutschen, die gerade an ihrer Doktorarbeit in Literatur schrieb. Dort lernte ich Annie, eine Anglistikstudentin, kennen und lieben. Brachte sie gleich in meinem Auto nachhause, und danach sahen wir uns täglich. Sie hatte einen großen Freundeskreis. Zusammen unternahmen wir viel.</p>
<p>Ich musste mir dann vor jedem Treffen ein paar coole Sprüche und Sätze ausdenken, die ich bei Annie oder ihren Freunden einfließen lassen wollte. Schon nach ein paar Tagen begann ich dann auf Französisch zu denken und zu träumen.</p>
<p>Ein kleiner Trick hat mir das Image eines Top-Fließendsprechenden eingebracht. Ich notierte mir anfangs alle Floskeln und Füllseln, die die Pariser routinemäßig verwenden. Diese baute ich dann wie am Schnürchen in meine Phrasen ein.</p>
<p>Mit Annie ging ich oft ins Kino rund ums Quartier Latin (Arrondissement Saint-Germains-des-Prés). Häufig war ich abends in der Comédie Française, um insbesondere Molière-Stücke zu sehen. Dieser versrhythmische Edelsprachstil hat sich dann quasi ergänzend noch bei mir eingenistet.</p>
<p>Annies Vater war Generaldirektor bei der staatseigenen Schnellbahn <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/TGV">TGV</a>. Die Familie hatte in der Loire-Gegend nördlich von Orléans ein Ferienhaus mit eigenem Tennisplatz. Wir fuhren öfters an den Wochenenden hin, um im Partykeller abzufeiern.</p>
<p>Da mir an der Sorbonne beim Examen auch eine mündliche Prüfung bevorstand, wofür man ein paar Gedichte zum Auswendigrezitieren und zur anschließenden Inhaltsbesprechung parat haben musste, hatte ihre Mutter, die Gymnasiallehrerin war, das mit mir – ganz professionell – geübt.</p>
<p>Ich kenne Frankreich &#8211; insgesamt - ziemlich gut. Speziell liebe ich die Côte d’Azur.</p>
<p>In Toulouse hatte mich die gotische Kathedrale fasziniert. Mit der Bundeswehr (bin Offizier d.R.) waren wir mal zu einer Austauschtruppenübung in der Nähe von Pau (südwestlich von T.) stationiert, wo es in der weiteren Umgebung viele begehbare Höhlen gibt. Von da aus machten wir Ausflüge in die Pyrenäen. Badete am Fuße eines Gletschers in einem wirklich eiskalten See (dabei schmerzten v.a. die Hoden). Zum Abschluss campten wir noch an einem kilometerlangen Atlantiksandstrand und mischten abends Biarritz auf (wo die russische Haute-Volée der Zarenzeit ihre &#8211; vor Richesse strotzenden &#8211; baustilistischen Spuren hinterlassen hatte).</p>
<p>Wollte Dir, chère Enni, ’la France et sa belle langue’ ein bisschen schmackhaft machen. Immerhin war das hochgeschätzte Französisch einstmals in ganz Kontinentaleuropa in den Adelskreisen und in der Bourgeoisie weit verbreitet.</p>
<p>Cordially, Frank &#8211; your amicable tutor <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align:right;"><em>Supplementary:</em> <a href="http://haplifnet.wordpress.com/2009/08/03/enni-sander-%e2%80%93-a-%e2%80%98germany-twitter%e2%80%99-success-story/">Enni’s Twitter Success</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Izco, 27. Juni 2009]]></title>
<link>http://muschelkalk.wordpress.com/2009/09/07/izco-27-juni-2009/</link>
<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 17:37:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>muschelkalk</dc:creator>
<guid>http://muschelkalk.wordpress.com/2009/09/07/izco-27-juni-2009/</guid>
<description><![CDATA[Was für ein bezaubernder Ort! Ich sitze auf dem Mäuerchen hinter dem – natürlich romanischen – Kirch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Was für ein bezaubernder Ort! Ich sitze auf dem Mäuerchen hinter dem – natürlich romanischen – Kirchlein, links von mir, unsichtbar, aber nicht zu überhören, planschen die Kinder des Dorfes im ortseigenen Pool, unter mir liegen Weizenfelder, Weizenfelder und noch mehr Weizenfelder. Rechts werden die Weizenfelder von einem strahlendweißen Weg unterbrochen: Dem Camino. Weiter links schneidet die fast leere Autobahn durch das Land. Begrenzt werden die Weizenfelder von Hügeln mit dichten grünen Wäldern auf den Kuppen. Und Schwalben flattern um die Kirche, durch die Landschaft und um mich herum. Ich! Wie mache ich mich in dieser Landschaft? Überraschend gut. Damit meine ich nicht die Tarnfarbenhose und das braune Wander-T-Shirt. Arme und Beine sind inzwischen angemessen angebräunt, allerdings auch von Mückenstichen zerbissen. Mit dem Laufen komme ich gut zurecht, heute war der erste Tag, an dem das rechte Knie keine nennenswerten Zicken gemacht hat. Voltaren und dem umgepackten Rucksack sei Dank! Die Iso-Matte baumelt nicht mehr am Rucksack herum, ich habe sie tatsächlich  in den Rucksack hineingestopft bekommen. Das stelle man sich mal vor – hätte ich die Iso-Matte nicht dabei, könnte ich wie Marisol gemütlich mit einem 24-Liter-Rucksack durch die Gegend schlendern.</p>
<p>Morgens um sieben in Sanguesa des Rätsels Lösung für den Gestank in der Stadt: Der Jakobsweg führt direkt an einer Fabrik entlang, an der man nur mit angehaltenem Atem vorbeikommt. Ich vermute: Kläranlage, aber Christina meint, etwas von einer Papierfabrik gehört zu haben.  Meinetwegen, ich sehe zu, daß ich weiterkomme. Nach diesem Auftakt wird der Pilger reichlich belohnt. Zunächst geht es entlang  an… Weizenfeldern. Und nach der ersten Höhe (Alto de Aibar) auf einem Schlängelpfad am Abhang entlang mit weitem Blick nach rechts in die von… Weizenfeldern durchzogene Landschaft. Am Wegesrand blühen Wildblumen in allen Formen und Farben.  Irgendwann höre ich in der Nähe ein Bimmeln, ich denke: Bitte, nicht wieder Kühe! – und dann stehen dort Pferde mit Kuhglocken um den Hals und kleine braune Fohlen unter einem schattigen Baum. Noch schöner wird es nach dem nächsten Anstieg: Bunte Blumenwiesen, soweit das Auge reicht, und eine Armada von blauen, gelben, braunen Schmetterlingen umflattert mich. Ich fühle mich wie eine Disney-Prinzessin, die im Zeichentrickfilm von singenden, tanzenden Tieren umgeben wird.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-97" title="Alto de Aibar" src="http://muschelkalk.wordpress.com/files/2009/09/081.jpg?w=300" alt="Alto de Aibar" width="300" height="225" /></p>
<p>Nach siebzehn lässigen Kilometern kommt Izco in Sicht, ein hübsches Dörfchen, wie immer auf einem Hügel gelegen, und genau der Ort, bei dem ich schon von Weitem weiß: Hier werde ich einen wunderbaren Nachmittag verbringen. Ein Bett bekomme ich auf jeden Fall, die Herberge ist klein, aber es gibt ein Matratzenlager für Notfälle. Die Spanier haben Christina, Caroline und ich den ganzen Tag über nicht gesehen, sie scheinen direkt nach Monreal zu wandern… schade, daß ich sie nicht mehr wiedersehen werde, denke ich, während ich die letzten hundert Meter durch den Wald laufe. Dann fällt mir auf, daß ich in diesem Wald Stimmen höre. Mittlerweile laufe ich ein ganzes Stück vor Christina und Caroline, aber es sind ganz sicher nicht meine schwedischen Adoptiv-Pilgerinnen, die sich da lautstark auf Spanisch verständigen. Als ich aus dem Wald trete, sehe ich, wem die Stimmen gehören:  In vielleicht zweihundert Meter Entfernung schleppen sich drei Pilger in der glühenden Mittagshitze an der Autobahn entlang. Wie sind die denn dahin gekommen? Ich schaue nochmal hin: Es sind tatsächlich Marisol und ihre Brüder. Und obwohl sie viel zu weit weg sind, um irgendwas zu verstehen, habe ich den Eindruck, daß sie sich streiten. Kein Wunder, ich wäre auch sauer, wenn irgendjemand mich bei diesen Backofentemperaturen an der Autobahn entlang lotsen würde. Die müssen sich doch verlaufen haben! Ich  winke ihnen wild zu. Mit dem Hut und dem orange-roten Rucksack bin ich eigentlich auffällig genug, aber die drei sind so vertieft in ihre Streiterei, daß sie mich nicht bemerken. Sie schleppen sich weiter entlang der Autobahn mit ihren unübersichtlichen  Auf- und Abfahrten, und irgendwann werden sie vom Buschwerk verschluckt. Na gut, denke ich mir, vielleicht kennen sie irgendeine supertolle Abkürzung nach Monreal, <strong>mein</strong> Bett in Izco nehmen die mir nicht weg – da kommt direkt am Dorfeingang Marisols jüngster Bruder aus einem Feldweg geschossen und rennt im Laufschritt vor mir zur Herberge hoch. Also haben sie mich doch gesehen und befürchtet, daß die Schwedinnen und ich <strong>ihnen</strong> die Betten wegnehmen? Wir sind offensichtlich alle  noch ein wenig von der Herberge in Sanguesa geschädigt. In Izco ist aber alles ganz anders, die Herberge ist so sauber und ordentlich wie das ganze hübsche Dorf, die Bäder sind vernünftig, die vier Etagenbetten geradezu luxuriös. Nachdem die Betten verteilt und die Credencials gestempelt sind, klettert der Hospitalero auf einen Stuhl und öffnet einen Hochschrank im Gemeinschaftsraum. Hier drin versteckt sich der Supermarkt der Herberge. Nacheinander klettern wir alle ebenfalls auf den Stuhl und wählen Nudeln und Sauce, Schokolade und  Kekse aus. Bezahlt wird irgendwann heute Abend. Definitiv der schrägste Einkaufsbummel des ganzen Caminos!</p>
<p>Später, während wir uns in dem kleinen Schlafsaal einrichten, treffen auch Fede und Mila noch ein. Das Rätsel der Autobahn löst sich auf: Die Spanier haben nicht nur eine unruhige Nacht in der gruseligen Herberge von Sanguesa verbracht, sie sind heute morgen auch eine andere, mir unbekannte,  keinesfalls idyllische und nicht von Schmetterlingen umflatterte Route gelaufen. Folge: Die Spanier sind frustriert und erschöpft, die Schwedinnen fröhlich,  und ich lächele einfach vor mich hin und schmiere Ringelblumensalbe auf meine blasenlosen Füße.</p>
<p>Am Abend findet im Gemeinschaftsraum der Herberge eine Dorfveranstaltung statt, weshalb wir gebeten werden, „draußen“ zu bleiben. An so einem schönen Sommerabend: Gerne! Christina und Caroline haben sich irgendwoher eine Flasche Rotwein organisiert, und wir sitzen zusammen auf dem kleinen Dorfspielplatz und plaudern über das Leben im allgemeinen und das Pilgern im besonderen. Die beiden werden mich wohl nur noch bis morgen begleiten, denn wie die Spanier wandern sie nur bis Puente la Reina, ich bin die einzige, die nach Santiago laufen will. Meine erster Pilgerabschnitt, der Camino Aragonés, geht damit unweigerlich dem Ende entgegen, und eines kann ich jetzt schon sagen: Die vergangenen acht Tage waren die erlebnisreichsten, überraschendsten, schönsten meines Lebens. Was immer mich auf der Pilgerautobahn erwartet, und auch wenn ich abbrechen muß – sei es wegen der Füße, des Knies oder weil’s mir einfach zu voll ist – die Tage auf dem Camino Aragonés waren schon viel mehr, als ich erwartet hatte!</p>
<p>Ein wenig später, als ich zum Sonnenuntergang nochmal  zu dem Mäuerchen hinter der Kirche gehe, sehe ich plötzlich Marisol mit mehreren Dörflern auf die Kirche zu marschieren. Entschieden winkt sie mich hinzu – für uns wird die Kirche aufgeschlossen! In diesem kleinen romanischen Gemäuer befindet sich wie in jeder spanischen Dorfkirche ein atemberaubend vergoldeter Altar. Angeblich sind die Kirchen deshalb immer abgeschlossen. Mitten in der Exklusivführung fällt allerdings der Strom aus, und die lautstarke Debatte, in der die  aufgebrachten spanischen Señoras einander die Schuld dafür in die Schuhe schieben, ist noch bemerkenswerte als der vergoldete Altar.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sanguesa, 26. Juni 2009]]></title>
<link>http://muschelkalk.wordpress.com/2009/09/04/sanguesa-26-juni-2009/</link>
<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 17:29:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>muschelkalk</dc:creator>
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<description><![CDATA[Morgens um halb sieben steht ein spanisch-skandinavisch-deutsches Pilgergrüppchen vor der Herberge v]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Morgens um halb sieben steht ein spanisch-skandinavisch-deutsches Pilgergrüppchen vor der Herberge von Ruesta und frühstückt, was die Lunchpakete hergeben: Orangensaft, Obst, leckere süße Kuchen. Nach und nach brechen wir dann auf – „Buen Camino“, „Buen Camino“ – ich lasse mir am meisten Zeit und spaziere als Letzte los. Auf der Bank vor der Herberge liegt ein vergessenes Lunchpaket, das kann eigentlich nur Schwedin Christina gehören. Kurzerhand nehme ich es mit den Resten meines eigenen mit – wenn ich Christina wiedersehe, wird sie sich über den Apfel und die Orange freuen, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, und falls ich sie wider Erwarten nicht wiedersehe, freue <em>ich</em> mich über das Obst.</p>
<p>Wie von meinem Reiseführer versprochen, geht es zunächst zwei Stunden lang nur bergauf. Hin und wieder bieten sich Ausblicke auf den türkisfarbenen Yesa-Stausee, über dem tiefe Wolken hängen. Nach dem Film gestern Abend  hat der schöne Anblick aber einen melancholischen Beigeschmack.  In einer Kurve gegen Ende des Anstiegs entdecke ich dann meine skandinavischen Schwestern am Wegesrand beim zweiten Frühstück. Christina freut sich unbändig über ihr Lunchpaket – ich habe den Eindruck, die beiden Damen wollen mich auf der Stelle adoptieren. Bis Undués de Lerda wandern wir mal gemeinsam, mal versetzt über eine Hochebene. Auf den Wiesen am Wegesrand leuchtet es blau, rot und gelb, dahinter befindet sich hier ein Weizenfeld, dort ein verlassenes Haus. Außer Vogelgesang gibt es in dieser Landschaft keine Geräusche. Unterhalb von Undués de Lerda führt der Weg ein kurzes Stück auf den Originalsteinen einer alten Römerstraße entlang – ich mag die alten Römer, aber ihre Straßen sind für den heutigen Fußgänger etwas anstrengend. Zum Ort geht es unweigerlich einmal mehr bergauf – Orte gibt es ja ohnehin nicht viele in dieser Gegend, aber die wenigen, die es gibt, befinden sich mit hundertprozentiger Sicherheit auf einer Anhöhe. Am Dorfbrunnen wartet schon Marisol mit ihren Brüdern. Fede und Mila stoßen ebenfalls dazu, dann kommt noch die Mittelalter-Tanja, von der meine Schweden-Schwestern mir gestern bereits erzählt haben: Um die Pilgerreise so authentisch wie möglich zu machen, wandert sie im Leinenhemd, in Wollsocken und Sandalen.  Und als die meisten schon weiterspaziert sind und ich mich auch zum Aufbruch rüste, biegen die Lüneburger um die Ecke! Mit denen hatte ich wirklich nicht mehr gerechnet. Sie haben es am Vortag tatsächlich und unter Tränen bis nach Ruesta geschafft, sind drei Stunden nach mir angekommen und haben auf dem kleinen Campingplatz hinter dem Ort gezeltet. So erleichtert bin ich darüber, daß sie noch am Leben und Laufen sind, daß ich selbst fast das Weitergehen vergesse. Folglich komme ich genau in die Mittagshitze, als ich endlich aufbreche. Auch mein rechtes Knie fängt wieder an zu pochen. Der weitere Weg bis Sanguesa führt hauptsächlich durch Weizenfelder, und obwohl dieser Teil eigentlich leicht  und die gesamte Etappe mit zweiundzwanzig Kilometern auch nicht übermäßig lang ist, zieht sich die Strecke für mich endlos. Einzige Höhepunkte: Nach einer guten Stunde wird der Grenzstein zwischen den Regionen Aragon und Navarra passiert. Und wenig später kommt mir im Gegenlicht auf dem Weg ein schwarzer Schatten entgegen – kein wilder Hund, sondern Fuchs Nummer Zwei.</p>
<p>Sanguesa ist mit über viertausend Einwohnern eine echte  kleine Stadt, in der es eigenartig riecht. Ich übersehe mal wieder einen gelben Pfeil und muß  mich zur Herberge einmal mehr durchfragen. Als ich sie schließlich gefunden habe, stelle ich fest: Hier will ich gar nicht bleiben. Drinnen riecht es noch eigenartiger als draußen, es gibt keinen vernünftigen Aufenthaltsraum, keine Wäscheleine, keinen Platz für die Wanderschuhe, keinen Hospitaslero, die Toilettentüren lassen sich nicht absperren &#8211;  und heißes Wasser, stellt Marisol fest, ist vorerst auch Fehlanzeige.  Dafür gibt es ein weiteres Rätsel des Jakobsweges: Während  im weltvergessenen Arrès sechzehn Betten plus Matratzenlager zur Verfügung standen und im einsamen Ruesta gar sechzig, bietet die  Herberge der ersten Stadt nach achtzig Kilometern Pampa gerade mal vierzehn Betten. Und die sind bereits alle belegt. Einen Hospitalero gibt es nicht, nachmittags kommt jemand zum Stempeln und Kassieren. Eine kanadische Pilgerin weiß Rat: Am Campingplatz am Ortseingang soll es auch eine Herberge geben – und weil sie gerade nichts anderes zu tun hat, bietet sie mir an, mir den Weg dorthin zu zeigen. Miss Canada erzählt unterwegs, daß sie heute aus Artieda gekommen ist. Bitte? Aus Artieda? Das liegt zehn Kilometer <em>vor</em> Ruesta, sprich, sie ist heute zweiunddreißig Kilometer gelaufen, aber sie hat mich heute definitiv nicht überholt und ist deutlich vor mir in Sanguesa angekommen. Das wiederum bedeutet: Als ich heute morgen um kurz vor sieben in Ruesta aufgebrochen bin, muß sie schon lange durch den Ort durch gewesen sein. Wann bist du denn in Artieda aufgebrochen? erkundige ich mich. Sie zuckt die Achseln: Zwischen drei und vier.  – Aber da ist es doch noch stockfinster? – Ja, aber mit Stirnlampe ist das  nicht weiter schlimm. Sie könnte in diesen Herbergen einfach nicht schlafen. Ich versuche mir vorzustellen, wie man diese einsame Etappe in dunkler Nacht alleine wandert und stelle fest: Obwohl es nachwievor brüllend heiß ist, läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken. Und wenn man mal davon absieht, daß es schlicht und einfach unheimlich ist, mitten in der Nacht mutterseelenallein durch eine menschenleere Gegend über einsame Landstraßen und verlassene Waldwege zu spazieren: Von der schönen Landschaft sieht man dabei auch nichts.  Miss Canada gesteht allerdings auch, daß sie nicht mehr viel Lust zum Wandern hat, morgen will sie den Bus nehmen. Na gut, die werde ich dann wohl auch nicht mehr wiedersehen. Unterwegs gabeln wir noch Christina und Caroline auf, die in der Städtischen Herberge ebenfalls nicht mehr untergekommen sind, und zu dritt bekommen wir am Campingplatz tatsächlich ein gemeinsames Zimmer für neun Euro pro Person. Dreibett- statt Vierzehner-Zimmer, das lassen wir uns gerne einen Euro mehr kosten.</p>
<p>Nach den üblichen Tätigkeiten – Duschen, Füße massieren und eincremen, Wäsche waschen – tut mein rechtes Knie immer noch weh, und ich warte eigentlich nur noch darauf, daß die Apotheke ihre Siesta beendet, damit ich Voltarensalbe kaufen kann. Spanische Siesta-Zeiten sind für den durchschnittlichen Nordeuropäer gewöhnungsbedürftig: Zwischen dreizehn und siebzehn Uhr geht gar nichts. Immerhin befindet sich gegenüber dem Campingplatz ein  amerikanisch anmutender „Hyper-Mercado“, der ohne Siesta geöffnet hat, da kann ich mich schon einmal mit Proviant für die nächsten beiden Tage eindecken. Und obwohl ich mich heute beim Wandern schon auf Stadt! Supermarkt! Einkaufen! gefreut hatte, fühle ich mich plötzlich überfordert. Zehn Sorten Äpfel? Meterweise Joghurtregale? Keksauswahl in allen Formen und Farben? Da bin ich gerade mal den siebten Tag unterwegs und schon vollkommen zivilisationsmüde!</p>
<p>Beim frühabendlichen Rundgang durch die gepflegte kleine Stadt entdecke ich auf einem Kirchturm ein Storchennest. Storchennester gibt es in Hamburg gar nicht, und wenn es in der Umgebung eines gibt, ist das eine Zeitungsmeldung wert. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich nie einen Storch aus der Nähe gesehen. Und hier brüten sie gemütlich nicht nur auf einem Kirchturm, sondern, wie ich sprachlos feststelle, auch auf dem nächsten und dem übernächsten.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-91" title="Störche in Sanguesa" src="http://muschelkalk.wordpress.com/files/2009/09/079.jpg?w=300" alt="Störche in Sanguesa" width="300" height="224" /></p>
<p>Später vor dem Abendessen mit Christina und Caroline nutze ich den kostenlosen Internet-Anschluß am Campingplatz. Offensichtlich ist Michael Jackson gestorben. Wie konnte das denn passieren? Michael Jackson war fester Bestandteil meiner Jugend! Andererseits fühlt es sich so an, als ob er schon die letzten zehn Jahre tot gewesen wäre.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ruesta, 25. Juni 2009]]></title>
<link>http://muschelkalk.wordpress.com/2009/09/03/ruesta-25-juni-2009/</link>
<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 19:49:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>muschelkalk</dc:creator>
<guid>http://muschelkalk.wordpress.com/2009/09/03/ruesta-25-juni-2009/</guid>
<description><![CDATA[Radfahrer Pedro im Etagenbett über mir hat heute Nacht sieben Wandersleute wach geschnarcht – da hal]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Radfahrer Pedro im Etagenbett über mir hat heute Nacht sieben Wandersleute wach geschnarcht – da halfen auch meine Ohropax nichts mehr. Ausgerechnet er ist der Erste, dem ich an diesem Morgen  in der Küche begegne. Mit einem strahlenden „Buenos días“ und „Qué tal“ werde ich begrüßt – und weil ich (noch) keine Ahnung habe, was „schnarchen“ auf Spanisch heißt, murmel ich nur mein standardmäßiges „Muy bien, muy bien“. Wenig später, beim Packen und Frühstücken mit den Spaniern, lerne ich dann die Vokabel, die kein Pilger jemals wieder vergißt: „roncar“.</p>
<p>Ich habe kein einziges Foto von Arrès gemacht. Kein Bild der Welt könnte diesen Frieden, diese Atmosphäre, diese Aussicht, diese Geräusche und diese Gastfreundschaft wiedergeben. Den wunderbaren letzten Abend werde ich ohnehin nie vergessen. Meine Dankbarkeit ist so groß, daß ich nach dem Frühstück alle meine Spanisch-Vokabeln zusammen nehme, um dem Hospitalero und seiner Frau – die jeden Pilger mit Handschlag und Küßchen verabschieden -  zu sagen was für ein besonderer Abend dies für mich war. Als ich schließlich um sieben aufbreche, sind die Spanier alle miteinander schon unterwegs. Nur die beiden Lüneburger nutzen die Ruhe nach Pedros Verschwinden und schlafen noch eine Runde.</p>
<p>Die heutige Etappe ist nicht so schön zu wandern. Das liegt weniger an der relativ langen Strecke  und auch nicht ausschließlich an der Hitze. Das rechte Knie macht wieder Zicken (morgen in Sanguesa gibt es Voltarensalbe), und ich ärgere mich immer mehr über meinen Wanderführer. Die sogenannten Höhenprofile sind wirklich ein Witz, denn es geht ständig bergab und bergauf, und die Bewertung „leicht“ trifft vielleicht an einem milden Herbsttag zu, nicht aber an einem schwülen Sommertag. Mein schöner Plan, wie gestern eine ausgiebige Mittagssiesta zu machen, fällt mangels schattiger Plätze ins Wasser, und der einzige schattenspendende Busch, den ich finde, entpuppt sich als Mückenfalle. Die Landschaft besteht bis Kilometer zwanzig bei Artieda aus Weizenfeldern und verwandelt sich dann in einen lebensfeindlichen Backofen – heiße Asphaltstraße unter, graue, an eine Mondlandschaft erinnernde Basaltberge rechts und links, die Sonne am wolkenlosen Himmel über mir. Die gute Nachricht: Der Weg schwenkt irgendwann nach links weg von der Straße. Die schlechte: Dafür geht es jetzt steil bergauf. Dann und wann blitzt der unglaublich türkisfarbene Yesa-Stausee zwischen den Bäumen auf. Die Pyrenäen, die mich seit fünf Tagen begleitet haben, sind endgültig verschwunden.</p>
<p>Ruesta ist ein unheimlich anmutendes, eigentlich verlassenes Dorf oberhalb des türkisfarbenen Yesa-Stausees. Die Herberge ist aber vollkommen in Ordnung, es gibt Abendessen, ein Lunchpaket für morgen früh und, trara, nach Geschlechtern getrennte Zimmer. Der Hospitalero teilt mir mit, daß ich mein Zimmer mit dos chicas aus der Schweiz und aus Finnland teile. Da bin ich ja gespannt! Die beiden chicas sind im Moment nicht da, dafür hat sich die spanische Boygroup bereits im Nebenzimmer eingerichtet, Marisol und ihre Brüder kommen kurz nach mir an, und als Fede und Mila eintreffen, höre ich, wie sie im Flur unterrichtet werden: „La chica de Alemania ya està aqui.“ Wenig später, während ich meinen Füßen ihre tägliche Ringelblumensalben-Massage zukommen lasse,  kehren dann auch die beiden chicas aus der Schweiz und aus Finnland zurück. Diese entpuppen sich als braungebrannte, gutgelaunte Endfünfzigerinnen, die nicht in Finnland und der Schweiz, sondern  Dänemark und Schweden zu Hause sind. Da sie ausgezeichnet Englisch sprechen, können wir uns sofort ausgiebig unterhalten. Sie heißen Christina und Caroline, sind Schwestern und pilgern „zur Probe“ von Jaca nach Puente la Reina. Heute sind sie ganz gemütlich neun Kilometer von Artieda nach Ruesta gebummelt, nachdem sie  gestern auf der langen Strecke von Santa Cilia nach Artieda so sehr in die Hitze gekommen sind, daß sie den Aufstieg in den auf einem Hügel gelegenen Ort nicht mehr geschafft haben und vom Hospitalero im Auto abgeholt werden mußten. Bis vor zwei Tagen war ich ja noch der Meinung, das frühe Rascheln und Wühlen und der Aufbruch bei Sonnenaufgang  hätte etwas mit Angst vor überfüllten Herbergen zu tun. Dabei ist es schlicht und einfach das einzige, was man tun kann, um dem Hitzestau ab Mittag zu entgehen. Jeder Kilometer, den man vor zehn Uhr wandert, ist ein guter Kilometer.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-84" title="Ruesta" src="http://muschelkalk.wordpress.com/files/2009/09/071.jpg?w=300" alt="Ruesta" width="300" height="225" /></p>
<p style="text-align:center;"><strong>Ruesta</strong></p>
<p>Später spaziere ich durch den verlassenen Ort, über dem eine dramatische Gewitterwolke hängt, und als ich zur Herberge zurückkehre, bedeutet mir Mila, daß ich ihr unbedingt folgen soll, vor dem Abendessen würde ein Video über Ruesta gezeigt werden. Spanisches Fernsehen, das kann ja lustig werden! Tatsächlich geht es um den Yesa-Stausee, der für den Wanderer zwar wunderschön türkisfarben in der Sonne glitzert, für die Menschen in dieser Gegend aber eine echter Fluch ist, da durch die Aufstauung mehrere Dörfer des Tales (und ein Teil des Original-Jakobsweges) versunken sind. Ruesta blieb zwar erhalten, wurde aber verlassen, nachdem die Infrastruktur des Tales zusammengebrochen war. Der Film zeigt  sehr eindrücklich die direkten Folgen für die Bevölkerung in den erhaltenen Dörfern – Eltern, die ihre Kinder nicht mehr sehen, weil es keine Schulen mehr im Umkreis gibt und Ausbildung nur im Internat erfolgen kann, ältere Leute, die sich nach den im See versunkenen Orten ihrer Kindheit zurücksehnen.  Eine Vergrößerung des Stausees ist nachwievor in Planung, was unweigerlich zur Folge hätte, daß Ruesta endgültig verschwinden und selbst das auf einer Anhöhe gelegene Artieda versinken würde – ebenso wie der Jakobsweg. Damit bekommt die heutige Etappe einen traurigen Nachgeschmack. Was habe ich unterwegs in der Basalthölle geflucht! Und wie froh bin ich jetzt, daß ich diesen Weg gegangen bin!</p>
<p>Das Abendessen findet in genauso netter Atmosphäre statt wie gestern in Arrès, ergänzt um Christina und Caroline, die sich genauso tapfer wie ich mit Händen und Füßen und ohne Spanisch durchschlagen. Die beiden Lüneburger habe ich nicht mehr gesehen, aber da sie mindestens eine Stunde nach mir in Arrès aufgebrochen sein müssen, vermute ich, daß sie in der heutigen Hitzeschlacht nicht bis Ruesta gekommen sind und irgendwo in der Einsamkeit ihr Zelt aufgeschlagen haben. Morgen, warnt mein Reiseführer, geht es die ersten sieben Kilometer nur bergauf. Frühes Aufstehen ist also wieder angesagt. Christina, Caroline und ich plappern und plaudern noch ein wenig von Etagenbett zu Etagenbett – wir fühlen uns ein wenig wie im Landschulheim –, ehe wir einander „Buenas noches“ wünschen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Arrès, 24. Juni 2009]]></title>
<link>http://muschelkalk.wordpress.com/2009/09/01/arres-24-juni-2009/</link>
<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 16:52:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>muschelkalk</dc:creator>
<guid>http://muschelkalk.wordpress.com/2009/09/01/arres-24-juni-2009/</guid>
<description><![CDATA[Meine erste Nacht im Gemeinschaftsschlafsaal: Dank Ohropax schlafe ich ganz gut, aber als um Punkt s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Meine erste Nacht im Gemeinschaftsschlafsaal: Dank Ohropax schlafe ich ganz gut, aber als um Punkt sechs Uhr das berühmte Rascheln und Wühlen einsetzt, werde ich doch wach. Ich höre mir das eine Weile vom Bett aus an und mische erst mit, als ein Großteil der Pilger schon aufgebrochen ist. Mittendrin fängt ein Handy-Wecker an zu klingeln, wird lauter und lauter und lauter, ohne abgestellt zu werden. Die Señora aus dem Bett mir gegenüber verdreht die Augen, einer ihrer beiden Begleiter sagt: „Alemanes!“ – entweder waren doch Landsleute da, oder es gibt hier ein böses Vorurteil.  Auf jeden Fall bin ich die letzte, die den Schlafsaal verläßt… nein, nicht ganz. In all dem Rascheln, Wühlen und Klingeln ist immer noch ein friedlicher Schnarcher zu hören – natürlich, ein Radfahrer!</p>
<p>Als ich die um viertel nach sieben die Herberge verlasse, bin ich fast die letzte – und auf jeden Fall die einzige, die sich zumindest fünf Minuten Zeit für’s Frühstück genommen hat. Auf dem Weg aus Jaca heraus verliere ich die gelben Pfeile mal wieder völlig, bis mich ein netter Señor am Ellenbogen nimmt und auf den rechten Weg zurückführt. Wie konnte ich die Pfeile übersehen? Der Weg war gut markiert. Meine schlechte Laune verfliegt bald, nachdem die gelben Pfeile mich auf einen Feldweg gelotst haben. Es ist wunderbar morgens zu laufen, inzwischen ist es neun, aber immer noch nicht so heiß, richtig angenehm, ich kann es gar nicht abwarten, morgen wieder früh zu starten, und huch, was liegt denn da unter dem Baum? Zwei nackte braune Füße auf einer Iso-Matte. Ein braungebrannter, weißhaariger Pilger telefoniert mit Deutschland. Wir grüßen „Buen Camino!“ – „Buen Camino!“, er telefoniert weiter, ich wandere weiter und wundere mich. Siesta um diese Uhrzeit – an solchen Tagen nutzt man doch die kühlen Morgenstunden und läuft los! Ein Stückchen weiter überquere ich eine Furt auf Trittsteinen – mir würde ja mittlerweile etwas fehlen, wenn das nicht einmal pro Tag vorkäme! -, laufe anschließend links statt rechts und lande in einem hübschen, aber leider falschen Tal. Ausnahmsweise ärgere ich mich nicht über den Umweg – der auch wirklich meiner eigenen Verträumtheit zu zuschreiben ist – denn das Tal mit der malerischen Ruine an den grünen Hängen und der Wiese voller Feldblumen ist wirklich nett anzuschauen. Auf den rechten Weg zurückgekehrt, habe ich mir eine Frühstückspause verdient – prompt überholt mich der Handy-Pilger. Unglaublich, der Mann muß über siebzig sein, schleppt schwankend und ohne Stock einen Rucksack mit Zelt und Iso-Matte durch die Gegend und hat am Gürtel Handtuch, Taschenmesser und Einkaufstasche hängen. Ich grüße ihn auf deutsch – mir ist definitiv nach Gesellschaft. Das nächste Mal treffen wir uns auf der Wiese hinter dem Hotel Aragon. Er sucht den Weg, ich habe den nächsten gelben Pfeil schon entdeckt, und so kommen wir ins Gespräch. Rentner Rudi hat nicht nur Voltarensalbe für mein schmerzendes rechtes Knie, sondern auch viel Pilgererfahrung. Er läuft jetzt zum dritten Mal, gerne würde er auch mal die ganze Strecke von Zuhause in Nürnberg aus laufen, aber dagegen spricht: Dann wäre er zu lange von seiner Frau getrennt. Die gestattet seine Extratouren auch nur, weil er sie jeden Morgen um Punkt neun anruft. Ach so! Daher also die frühe Telefonsiesta. Neben dem diesjährigen Camino plant er auch eine Tour durch die USA, 5.000km mit dem Fahrrad. Da darf die Gattin allerdings mit, im Begleitfahrzeug. Rentner Rudi, meine erste echte Pilgerbekanntschaft, beeindruckt mich durch sein Gottvertrauen, seinen Glauben und seine Gelassenheit. Er hat ein Zelt dabei – „Dann bin i‘ autark“ – und wegen der angeblich ständig überfüllten Herbergen soll ich mir auch keine Sorgen machen: „Dann schmeißt halt dei‘ Isomatten in a Maisfeld nei‘!“. Abgesehen davon ist er fest davon überzeugt, daß ich es bis Santiago schaffen werde. Ich kann mich seinem Optimismus noch nicht ganz anschließen. Er unterhält mich bis Santa Cilia ,und nachdem wir uns gegenseitig am lokalen Pilgerdenkmal fotografiert haben, fragt er: „Na? Tut’s Knie noch weh?“ – Ich: „Nee, gar nicht.“ – Er grinsend: „Siehst? Weil’s so gut abg‘lenkt warst!“. Er macht in Santa Cilia Pause, ich schmeiße mich hinter Santa Cilia zur Siesta in ein Weizenfeld. Kein Wunder also, daß wir uns an diesem Tag noch dreimal gegenseitig überholen, bis wir uns kurz vor der Abzweigung nach Arrès endgültig voneinander verabschieden. Er will weiter, wild campen. Schade, wir werden uns wohl nicht wiedersehen.</p>
<p>Arrès liegt auf einem Hochplateau und ist  über einen angeblich 3km (gefühlt: 6km) langen Pfad zu erreichen, der sich  am Berg entlang schlängelt, derweil rechterhand in der Ferne immer noch die schneebedeckten Pyrenäen glitzern. Vor den Pyrenäen ein bewaldetes Vorgebirge, dazwischen die von Weizenfeldern durchzogene Ebene des Rio Aragon, der sich durch sein steiniges Bett wälzt. Und wenn der Pfad sich zum hundertsten Mal um den Berg geschlängelt hat, ist man plötzlich in Arrès. Dort steht die Luft in der glühenden Nachmittagshitze. Ein Hund hat sich unter ein Auto verkrochen, ein Kätzchen verbirgt sich in einem schattigen Hauseingang.</p>
<p>In der Herberge wartet erstens der weißhaarige Hospitalero, der mir sehr viel auf Spanisch erzählt – ich nicke freundlich und sage zu allem sí und gracias &#8211; , zweitens die drei Fußpuhler aus Jaca, die ich inzwischen in „Boygroup“ umgetauft habe, und drittens die Señora aus dem Bett gegenüber mit ihren beiden Begleitern. „La chica de Jaca,“ erkennt die Boygroup und wirkt dabei ziemlich überrascht. Wieder bin ich allein unter Spaniern, aber anders als in der größeren  Herberge in Jaca verschwindet die Sprachbarriere hier sehr schnell. Señora aus dem Bett gegenüber heißt Marisol und ist mit ihren beiden Brüdern unterwegs. Ich selbst werde Regina getauft, weil niemand meinen Namen aussprechen kann. Nach den üblichen Tätigkeiten – Duschen, Wäsche waschen, Beine hochlegen – spaziere ich durch das Dorf. Auf ein intaktes und liebevoll hergerichtetes Gebäude kommt  ein verfallenes. Zusammen mit dem grandiosen Ausblick beiderseits in die Täler ergibt das ein dekoratives Gesamtbild.</p>
<p>Es ist immer noch brüllend heiß, und die schattigste Stelle des ganzen Ortes ist ohne Zweifel der kleine Platz vor der Herberge, wo sich außer mir und meinem Tagebuch nach und nach auch die anderen Pilger einfinden. Ein spanisches Ehepaar – Fede und Mila – trifft noch ein, die Hospitalera setzt sich zu uns, plaudert mit jedem, auch mit mir, denn meine Behauptung „No hablo español“ wird hier ganz allgemein als Beweis dafür angesehen, daß ich durchaus Spanisch spreche. Und gerade als ich feststelle, daß der Gedanke, einen weiteren Abend allein unter Spaniern zu verbringen, gar nicht mehr so furchtbar ist wie in Jaca, taucht ein weiteres Pilgerpaar auf dem Weg auf. Ich zwinkere, ich blinzele: Das kann doch gar nicht sein! Doch: Es sind tatsächlich die Lüneburger aus Villanúa. Die hatte ich allerdings mitsamt ihrer Camping-Ausrüstung kilometerweit vor mir vermutet. Sie haben tatsächlich hinter Jaca auf dem Campingplatz übernachtet, sind heute erst um neun gestartet und damit noch mehr in die Mittagshitze gekommen als ich. Während sie in der Herberge einchecken, betrachten die Spanier staunend ihre riesigen Rucksäcke inklusive drei Liter Wasservorrat pro Person. Die Spanier, das ist mir schon in Jaca aufgefallen, sind nämlich alle miteinander mit sehr leichtem Gepäck unterwegs. Eine Iso-Matte schleppt da keiner durch die Gegend, und die Rucksäcke beschränken sich  auf 24 Liter Volumen. Die Lüneburger Rucksäcke sind dreimal so groß und enthalten, wie ich später erfahre, neben Zelt und Gaskocher Dinge wie einen zweiten Pullover – falls es beim Campen nachts kalt wird – und einen Zahnputzbecher. Zahnputzbecher? Ich denke an meinen blauen Emaillebecher, der mir seit fünf Tagen gute Dienste leistet als Zahnputzbecher, Saftglas, Teetasse.  Einen Emaillebecher, sagt Frau Lüneburg, hätte sie zusätzlich dabei.</p>
<p>Die Hospitalera holt nach und nach jeden Pilger ins Haus, um ihr beim Kochen zu helfen – ich komme  mit Tomatenschneiden davon -, dann dürfen die Männer einen Tisch auf dem Vorplatz aufstellen, ein kariertes Tischtuch wird ausgebreitet, eine Blumenvase darauf gestellt. Die Damen decken ein, während die Herren Stühle herbeitragen. Ein verspäteter Radpilger kommt noch an und springt unter die Dusche, während alle anderen zum Abendessen Platz nehmen. Die Hospitalera spricht ein kurzes Gebet. Es gibt Paella und Salat, Spanien plaudert fröhlich drauf los, Deutschland versucht, irgendwas zu verstehen. Irgendwann zählt einer von Marisols Brüdern die Anwesenden durch und stellt fest, daß alle da sind, die er heute unterwegs getroffen hat. Nur der wackelige alte Mann würde fehlen, den hatte er zuletzt auf einem Stein sitzend im Wald gesehen. Es stellt sich heraus, daß die meisten ihn dort zuletzt gesehen haben, nur Fede und Mila hatten ihn noch auf der Brücke in Puente la Reina de Jaca getroffen.  Dort hatte ich mich auch von ihm verabschiedet. Reizend, daß sie sich um ihn Sorgen machen! Mit Händen und Füßen und einigen italienischen Vokabeln erkläre ich, daß Rentner Rudi am liebsten unter dem Sternenhimmel schläft. Ansonsten, fürchte ich, würde noch ein Suchdienst aktiviert werden in dieser an Menschen und Herbergen armen Gegend.</p>
<p>Zum Nachtisch gibt es Melonen, und danach schließen die Hospitaleros uns das alte, unscheinbare Kirchlein auf, das von innen sehr liebevoll gepflegt ist. Nach der Besichtigung führen sie ihren Pilgertrupp zum Aussichtsstein über dem Tal, wo wir gemeinsam den Sonnenuntergang anschauen. Meine Dankbarkeit für diesen Bilderbuch-Pilgertag ist riesengroß. Und noch etwas stelle ich fest, als ich mich in meinen Schlafsack kuschele: Der Tag Vier, an dem ich meiner Selbsteinschätzung nach platt in den Pyrenäen liegen sollte, ist lang vorbei. Heute war Tag Fünf, ich bin bei Temperaturen von über dreißig Grad fünfundzwanzig Kilometer mit einem acht Kilo schweren Rucksack durch die Gegend gelaufen, und ich habe keinen Muskelkater, keine Blasen, keine Rückenschmerzen, selbst mein Knie hat sich  wieder beruhigt, ich bin nicht vollkommen erschöpft: Am Ende hat Rentner Rudi Recht und ich komme tatsächlich in Santiago an.</p>
</div>]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Jaca, 23. Juni 2009]]></title>
<link>http://muschelkalk.wordpress.com/2009/08/27/jaca-23-juni-2009/</link>
<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 16:38:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>muschelkalk</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich bin bei den Pilgern angekommen. Heute Mittag, eine Stunde vor Jaca, an dem einsamen Haus mit den]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich bin bei den Pilgern angekommen. Heute Mittag, eine Stunde vor Jaca, an dem einsamen Haus mit den roten Fensterläden, den Jakobsmuscheln am  Garagentor und den spielenden Kätzchen im Garten, da bog er um die Ecke: Der erste Co-Pilger! (Die beiden Lüneburger zähle ich nicht mit, da sie noch kein Credencial hatten). Und gleich darauf: Nummer zwei und drei. Harte Jungs, die heute morgen um sieben in Somport gestartet sein müssen, während andere Leute noch gemütlich in ihrem Einzelzimmer ihrem MP3-Player gelauscht haben.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-74" title="Pilger vor Jaca" src="http://muschelkalk.wordpress.com/files/2009/08/051.jpg?w=225" alt="Pilger vor Jaca" width="225" height="300" /></p>
<p style="text-align:center;"><strong>Nach dreieinhalb Tagen: Pilger gesichtet!</strong></p>
<p>Gemäß meinem festen Vorsatz, heute eine kurze Wohlfühl-Etappe einzulegen, spaziere ich nach einem späten Frühstück in zwei Stunden von Villanúa nach Castiello de Jaca:  Abgemähte, duftende Wiesen, ein wenig Rio Aragon, tanzende Schmetterlinge, ein  Berg mit kleinen Schneefeldern immer im Rücken. Das Einzige, was mich an dem Zwischenstopp in Castiello de Jaca interessiert, ist der Brunnen. Mehr hat der Wanderführer auch nicht zu dem Ort zu sagen. Und dann das: Hinter den Schindeldächern des Ortes erhebt sich vor strahlendblauem Himmel der nächste Tafelberg. Schaut man zurück, an dem romanischen Kirchlein vorbei, fällt der Blick auf den Berg mit Schneefeldern. Vor der Kirche und dem Bergpanorama befindet sich ein gepflegter kleiner Platz mit Bänken und einem Beet, in dem Lavendel und Stockrosen blühen. Menschen gibt es hier mal wieder nicht, außer zwei schick frisierten älteren Damen in geblümten Kittelkleidern, die mir am Ortseingang begegnet sind.  Die wunderbare Aussicht und der hübsche Platz sind für mich ein guter Grund, Schuhe, Strümpfe und Rucksack abzuwerfen und eine ausgedehnte Pause zu machen. Von dem Lavendel breche ich mir später ganz unpilgerhaft ein Zweiglein ab und stecke es an meinen Rucksack. Wäre jemand da gewesen, ich hätte um Erlaubnis gefragt. Kann ich etwas dafür, daß diese Orte so ausgestorben sind?</p>
<p> In Jaca hat die Herberge noch geschlossen, und während mehrere spanische Pilger und die eine deutsche Pilgerin im schattigen Innenhof warten, lerne ich, was ein Pilger nach getaner Tippelei tut: Er zieht sich Schuhe und Strümpfe aus (darauf bin ich noch von alleine gekommen). Dann holt er sein Erste-Hilfe-Set aus dem Rucksack (habe ich nicht) und bastelt an seinen Blasen herum (habe ich auch nicht).</p>
<p>Kaum hat die Herberge geöffnet, rennt alles unter die Gemeinschafts-Duschen.  Ich verkrümel mich erst einmal an den kostenlosen Internet-Terminal und schicke eine verwirrte Email nach Hause. Anschließend sind die Gemeinschafts-Duschen wunderbar leer, während alle anderen  an die beiden Internet-Terminals drängen. Meine Co-Pilger sind tatsächlich alle miteinander Spanier, und da meine letzte Stunde Spanisch-Unterricht fünfzehn Jahre zurück liegt, beschränkt sich der Kontakt vorerst auf freundliches Kopfnicken.</p>
<p>Jaca ist eine hübsche Stadt mit einer unheimlichen romanischen Kirche. Ich spaziere einmal an der Zitadelle entlang, in deren Graben tatsächlich Hirsche leben, und statte einem echten Supermarkt einen Besuch ab. Mein Reiseführer sagt: Letzte Einkaufsmöglichkeit für die nächsten 80km, also kaufe ich Unmengen von Energieriegeln, Obst und anderem Zeug, das ich unmöglich schleppen oder bis morgen aufessen kann. Bei meiner Rückkehr ist die Herberge leer, außer mir hat niemand das Bedürfnis, sich in der Küche ein Abendessen zu kochen, und erst als ich später auf der Galerie sitze, die um den Innenhof führt, erfahre ich den Grund: Übermorgen ist ein großer Festtag, und heute finden bereits Umzüge in der Straßen statt. Diese verdammte Sprachbarriere! Hätte ich bloß vor Abreise einen Spanischkurs gemacht! Nach vier Tagen Einsamkeit fange ich an frustriert zu sein.</p>
</div>]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Villanúa, 22. Juni 2009]]></title>
<link>http://muschelkalk.wordpress.com/2009/08/27/villanua-22-juni-2009/</link>
<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 15:21:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>muschelkalk</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Pilgerin macht sich. Sie ist jetzt etwa 60km gelaufen, in drei Tagen. Kinderkram, mögen Hardcore]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die Pilgerin macht sich. Sie ist jetzt etwa 60km gelaufen, in drei Tagen. Kinderkram, mögen Hardcore-Pilger sagen, die die selbe Strecke in zwei Tagen erledigen. Aber Hardcore-Pilger sind auch nicht völlig konditionslos, sie haben kein lahmendes rechtes Knie und  nicht so viel Zeit wie ich, sie legen keine Extra-Etappen in den Pyrenäen ein und machen auch nicht ständig einen Foto-Stopp. Aber der Reihe nach.</p>
<p>Nach dem Frühstück in Borce spaziere ich hinüber zum auf der anderen Seite der Nationalstraße gelegenen Dörfchen  Etsaut. Dort fährt in einer Dreiviertelstunde der Somport-Bus ab, und wie mir der Haltestellenaushang mitteilt, fährt er an diesem Tag wegen irgendwelcher Bauarbeiten eine halbe Stunde später  ab als gewöhnlich. Allmählich beschleicht mich das Gefühl, daß irgendjemand meine Ankunft auf dem Somport-Paß mit allen Mitteln verhindern oder aber  mein Durchhaltevermögen testen will. Ich halte durch. Es gibt schließlich schlimmere Dinge, als an einem sonnigen Morgen auf einem französischen Dorfplatz zu sitzen. Kuhglocken bimmeln von den Berghängen herab, der Brunnen plätschert. Ein braungebrannter Radfahrer kommt angesaust, dreht eine Runde um den Platz. Radfahrer haben mich bisher immer sehr freundlich gegrüßt – vermutlich denken sie: Gottseidank jemand, der noch bekloppter ist als wir – aber dieses Exemplar ignoriert mich gepflegt. Ein Trüppchen Holländer marschiert vorbei, beladen mit  den riesigsten Rucksäcken, die ich je gesehen habe. Einen Meter scheinen die Dinger über die Köpfe ihrer Träger hinauszuragen.  Was haben die bloß da drin? Mit sowas auf dem Rücken würde ich nicht einmal über die Straße kommen, geschweige denn durch’s Gebirge. Die Holländer – auch keine Pilger – laufen weiter, ein hübscher weißer Hirtenhund, wie ich sie in den letzten beiden Tagen so oft gesehen habe, spaziert über den Platz. Dann kommt irgendwann mein komplett leerer Bus. Ich zeige Monsieur le conducteur meine Fahrkarte vom Samstag, erkläre, was passiert ist – dank der Übung der letzten Tage kann ich das inzwischen sehr flüssig – und darf ohne neues Ticket einsteigen.</p>
<p>Schon nach zwei Tagen zu Fuß finde ich es eigenartig, im Bus zu sitzen. Kaum haben wir den Ort verlassen, taucht linkerhand ein Pilgertrüppchen auf – unverkennbar die Muscheln am Rucksack! -, das sich tapfer die Nationalstraße hoch kämpft. Sofort  regt sich mein schlechtes Gewissen… was bin ich für ein Weichei… wäre ich doch auch die letzte Etappe zum Somport gelaufen … zwei Serpentinen weiter begegnet der Bus in einer Kurve einem LKW, und ich weiß: Nein, ich hätte nicht laufen sollen. Ich will die ganze Geschichte hier nämlich lebend überstehen! Und abgesehen davon: Bis vor zwei Tagen  war überhaupt noch nicht die Rede davon gewesen, auf der französischen Pyrenäen-Seite zu laufen. Ich bin also tatsächlich im Begriff, mir ein schlechtes Gewissen zu machen, weil ich etwas nicht tue, das ich nie vorhatte zu tun. Mein Gewissen und ich, wir müssen noch viel lockerer werden!</p>
<p>Unterdessen schlängelt sich der Bus zum Paß hinauf. Schneefelder liegen noch auf einigen Gipfeln, die Aussicht nach vorne – Spanien – und nach hinten – Frankreich – ist gleichbleibend grandios. Der Bus fährt durch die alte Grenzstation und hält vor der Herberge. „Bonne route!“ wünscht Monsieur le conducteur, während ich mich aus seinem Bus stürze. Somport! Ich bin wirklich angekommen! An dem Ort, der trotz allem irgendwie der Ausgangspunkt meiner Reise ist. So steht es in meinem Pilgerausweis, die letzten beiden Tage waren ja nur ein Prolog. Ich könnte schon wieder heulen. Dann laufe ich zu dem Gebäude, das hier am Abhang klebt und auf 1.600m Höhe die einzige Infrastruktur bildet: Bar und Herberge Aysa. Ich will einen Stempel, dasselbe Mißgeschick wie in Oloron passiert mir nicht nochmal. An der Bar bedient ein desinteressierter Jüngling, der mir wortlos den Stempel ins Credencial drückt. Offensichtlich ist er  um Fassung ringende Irre hier oben gewohnt. In der Bar gibt es eine Toilette, und wenn man eines als Pilger lernt, dann: Nutze jede Gelegenheit auf Klo zu gehen – wenn sie vertrauenswürdig ist. Die 50-Cent-Toilettengebühr, die für Nicht-Gäste anfallen – ich bin viel zu aufgeregt, um hier noch einen Kaffee, eine Orangina oder sonstwas zu trinken – weist der junge Mann aber vehement zurück. In meiner Aufregung verwechsle ich auf dem Weg nach draußen die Türen, mit der Folge, daß der Knabe mich jetzt endgültig für bekloppt hält. Egal. Der hat auch nicht seit vier Monaten auf diesen Augenblick gewartet: Ich fotografiere bei strahlendem Sonnenschein und traumhaften Bergpanorama die erste Wegmarke, den offiziellen Beginn des Jakobsweges in Spanien. Leider ist einmal mehr außer mir niemand zu sehen, so daß das Erinnerungsfoto mit mir selbst ausfallen muß.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-67" title="Wegstein Somport" src="http://muschelkalk.wordpress.com/files/2009/08/0321.jpg?w=300" alt="Wegstein Somport" width="300" height="225" /></p>
<p style="text-align:center;"><strong>Ganz offiziell: Hier geht&#8217;s los</strong></p>
<p>Und dann, Uhrenvergleich: 11.50h, spaziere ich los. Den Weg kann ich auswendig aus meinem Wanderführer nachsprechen, so oft habe ich ihn gelesen: <em>„Über eine Treppe und einen Trampelpfad erreichen wir … die Ruinen … des Pilgerklosters Santa Cristina und den Ort Candanchú… der älteste, wenn auch nicht ansprechendste Wintersportort in den Pyrenäen.“ Die</em> Klosterruinen sind winzig, die Häuser in dem Ort groß und häßlich. Was für ein Gegensatz vor der prächtigen Bergkulisse!</p>
<p>Anschließend geht es auf sanften Bergpfaden mehr oder weniger sanft bergab. Der Weg ist ausgezeichnet markiert mit Muschelwegweisern, gelben Pfeilen und den weiß-roten Streifen des GR65. Gar kein Vergleich zu gestern! Der Wanderführer kann getrost in der Tasche stecken bleiben. An der einzigen Stelle, an der ich nicht richtig hingeschaut habe, begegnen mir drei spanische Wanderer und schieben mich auf den richtigen Weg zurück. Dieser führt zwischenzeitlich recht steil bergab – gut, daß die spanische Armee an der Felswand gegenüber gerade eine Übung abhält, da ist Erste Hilfe gewährleistet, sollte ich sie brauchen.</p>
<p>Es geht über eine Wiese in einen Wald, die Berge sind immer noch da, der Rio Aragon rauscht. Dann über eine Kuhweide… das ist ja wohl ein Scherz! Ich weiß, daß das vollkommen irrational ist, aber vor Kühen habe ich Angst. Vorgestern bin ich extra einen kleinen Umweg gelaufen, um so eine Weide nicht überqueren zu müssen, aber heute geht das nicht. An den Kühen und der Wiese führt kein Weg vorbei. Zu allem Überfluß ist auch noch das Gatter so schmal, daß kein normaler Mensch mit Rucksack da durchpaßt – also klettere ich über den Zaun.  Der Vorteil beim Allein-Wandern: Niemand kann sich hinterher darüber lustig machen, daß ich den braunen Kühen, die ich persönlich für wilde, gefährliche, aggressive Tiere halte,  „Über sieben Brücken mußt du geh’n“ vorsinge. Kaum bin ich an ihnen vorbei und beglückwünsche mich zu meiner Heldentat, da schnürt kein vier Meter vor mir ein Fuchs über den Weg. Ein Fuchs?! Wir starren einander sekundenlang verwirrt an, bis er im Unterholz verschwindet.</p>
<p>Nach den Kühen verschwindet der Weg auf einem Bärenklau-Feld. Zwei Meter hoch ranken die Pflanzen auf den schmalen Pfad, den ich nur wiederfinde, indem ich einmal mehr mit meinem Stöckchen wie mit einer Machete um mich schlage. Ich komme mir vor wie Indiana Jones.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-68" title="Bärenklau" src="http://muschelkalk.wordpress.com/files/2009/08/039.jpg?w=300" alt="Bärenklau" width="300" height="225" /></p>
<p style="text-align:center;"><strong>Dónde está el Camino?</strong></p>
<p>Irgendwann taucht unter mir im Tal der Bahnhof von Canfranc Estación auf, der der Redensart „großer Bahnhof“ einen ganz neuen Sinn gibt. Er ist riesig, 241m lang, teilt mein Wanderführer mir mit, und hat wohl nur dem mittlerweile eingestellten Eisenbahnverkehr nach Frankreich gedient. Am Bahnhof entlang zieht sich der sanft in der Siesta entschlummerte Ort. Vor der Touristen-Info befindet sich ein schattiger Brunnen in Muschel-Deko  mit Trinkwasser – genau das, was ich jetzt brauche. Ich lade meinen Rucksack ab, mache Picknick mit dem, was meine Lunchbox noch hergibt, fühle mich wohl und zufrieden, als ein braungebrannter Radfahrer an mir vorbeizischt. Das gibt’s doch gar nicht! Das ist derselbe Radler, der heute morgen in Etsaut die Runde über den Dorfplatz gedreht hat! Während ich in den letzten vier Stunden Bus gefahren bin, Schmetterlinge und Bergpanoramen fotografiert und Kuhweiden überquert habe, ist der Typ die Pyrenäen auf der einen Seite hoch und auf der anderen wieder herunter gestrampelt. Da haben wir’s: Ich bin doch ein Weichei.</p>
<p>Hinter Canfranc Estación geht es ein Stück an der Straße entlang, denn links hinunter zum Rio Aragon, der hier von einem Staudamm in Schach gehalten wird, bis als nächstes mit Canfranc Pueblo ein weiterer verschlafener Ort erreicht wird. Gleichzeitig ist dies die letzte Ortschaft vor meinem Tagesziel Villanúa. Die letzten Kilometer durch offenes, steiniges Gelände ziehen sich endlos hin, es ist wirklich heiß, zweihundert Meter vor mir spaziert eine Schulklasse herum und bietet mir immer wieder einen guten Vorwand für eine Pause, um Wasser zu trinken und den Abstand zu halten. In einer Kurve überhole ich die Schulklasse dann doch, und kaum bin ich vorbei, höre ich das Gebrüll: „Una peregrina! Una peregrina! Ein rosa Elefant! Ein rosa Elefant!“</p>
<p>Auf den letzten Kilometern steigere ich mich in Fantasien über das wunderbare Abendessen, das ich mir heute verdient habe. Nicht wieder Schinken-Käse-Baguette, sondern ein richtiges, vernünftiges, umfangreiches Abendessen mit einem knackigen Salat, einem fleischhaltigen Hauptgang und einem leckeren Nachtisch. Und dazu: Gesellschaft. Nach drei Tagen Allein-Wandern in den Pyrenäen ohne auch nur einen einzigen Co-Pilger zu treffen, ist mir definitiv nach Gesellschaft. Deutschsprachig, da ich schonmal beim träumen bin. Mit all den Eindrücken und Erlebnissen steigt mein Mitteilungsbedürfnis, und obwohl ich das auch auf Englisch und Französisch ausleben könnte, ist mir heute irgendwie  nach muttersprachlicher Gesellschaft.  Die Geschichte von den Kerkeling’schen Wünschen ans Universum fand ich immer etwas sonderbar, aber nichtsdestotrotz beschließe ich, die Sache mal in der Praxis auszuprobieren. Also teile ich dem Universum mit: „Ich hätte gerne ein fleischhaltiges Abendessen und dazu deutsche Gesellschaft.“</p>
<p>Endlich komme ich in Villanúa an – und stehe vor einer geschlossenen Herberge. „Geöffnet ab 19.00h“ steht auf einem Schild. Neunzehn Uhr? Schon wieder so ein Scherz. Um neunzehn Uhr ist kein Pilger mehr unterwegs. Laut meinem schlauen Wanderführer soll die Herberge rund um die Uhr geöffnet sein! Im ganzen Ort ist mal wieder niemand zu sehen, und selbst wenn, was mir auf Französisch leicht fiele, ist auf Spanisch ein ganz anderer Schnack.  Bis neunzehn Uhr sind es noch zwei Stunden, vor der Herberge ist ein schattiges Plätzchen, Wasser habe ich genug, warte ich halt hier. Kaum habe ich den Rucksack abgesetzt, kommt ein Pärchen um die Ecke, offensichtlich ebenfalls Wanderer – und Landsleute! Sie können mir sagen, daß die eigentliche Herberge voll ist – eine Schulklasse, wer hätte das gedacht? -, im Hostal über der Bar aber noch Platz ist. Der Wirt würde gleich kommen. Der Wirt kommt tatsächlich gleich darauf und bietet mir für €29,- ein Einzelzimmer mit eigenem Bad, Frühstück und Abendessen an. Ich fühle mich wie im Paradies.</p>
<p>Einige Stunden später und nach einem großen Dank ans Universum sitze ich vor einem Teller Schweinekoteletts und plaudere mit meinen Landsleuten. Sie kommen aus Lüneburg,  sind mit dem frühen Bus von Oloron nach Somport gefahren, sie hatte auch Angst vor den Kühen, er fand den Riesen-Bärenklau beeindruckend. Ansonsten sind sie mit dem Zelt unterwegs, wollen  eigentlich wild campen und in den nächsten zweieinhalb Wochen bis Burgos laufen. Die gute Nachricht: Bis Burgos sind es nur noch 350km. Die schlechte Nachricht: Von Burgos bis Santiago sind es dann immer noch 500km.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Borce, 21. Juni 2009]]></title>
<link>http://muschelkalk.wordpress.com/2009/08/24/borce-21-juni-2009/</link>
<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 21:28:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>muschelkalk</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die heutige Etappe  war auf jeden Fall anstrengender als die gestrige, und das wäre sie auch ohne di]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die heutige Etappe  war auf jeden Fall anstrengender als die gestrige, und das wäre sie auch ohne die beiden Ehrenrunden gewesen, die mich circa vier Kilometer und eine Stunde gekostet haben.</p>
<p>Dabei fing der Tag wirklich gut an. Ausgeschlafen, Wäsche trocken, und in der kleinen Küche gibt es sogar schwarzen Tee. Während mein Frühstück in den letzten Zügen liegt, kommt Monsieur vorbei und erkundigt sich, wie ich mich entschieden hätte – „marcher“ oder „autobus“. Mein „marcher“ nimmt er mit einem erfreuten Lächeln zur Kenntnis. „Alors, au revoir et bonne route!“ – Moment, da fehlt doch noch was! Etwas stotternd frage ich ihn, was ich ihm für seine Gastfreundschaft eigentlich schuldig sei. Monsieur, der bereits in der Refektoriumstür steht, winkt ab. „Ça va, ça va.“ Da kommen mir erstmal die Tränen. Keine Ahnung, ob der Mann Pfarrer, Mönch oder Verwalter war, aber das Alpenglühen-Kloster werde ich nie vergessen.</p>
<p>Nach einem Foto im Kreuzgang verlasse ich das Kloster. Nebenan wird gerade zur Messe geläutet, also stehen die fünf alten Damen des Dorfes im Sonntagsstaat vor der Kirche. Bei meinem Anblick geht ein Strahlen über ihre Gesichter, Daumen hoch und „Bonne route, Mademoiselle!“. Mir kommen schon wieder die Tränen. Fünf nach neun, noch keinen Kilometer gelaufen und schon zweimal kurz vorm Heulen – was soll das nur für ein Tag werden!</p>
<p>Monsieur hat mir empfohlen, den Weg auf den ersten Kilometern zu ignorieren und an der Straße entlang zu laufen. Das sei leichter und heute am Sonntag wegen des LKW-Verbots auch nicht problematisch. So komme ich gut voran, bis bei einem kleinen Weiler eine deutliche Abzweigung mit Muschelsymbol in den Wald führt. Es folgt ein Hohlweg oberhalb der Aspe. Der Fluß rauscht links, die Berge steigen beiderseits empor, der Weg ist grün und ein wenig glitschig und in jedem Fall wunderschön. Am Ende folgt ein Feldweg, bergab, bergauf, rechts und links und auch auf dem Mittelstreifen blüht es in allen möglichen Farben. Rechts am Wegesrand leuchtet etwas kleines Rotes. Es ist… eine Walderdbeere. Und noch eine und noch eine. Sie schmecken köstlich, die Mini-Erdbeeren. Rechterhand treibt ein Schäfer seine Herde den Berg hoch, geradezu erheben sich  beängstigend hohe Berge, und dann ist irgendwann Bedous erreicht, das erste Drittel geschafft.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-61" title="Vor Bedous" src="http://muschelkalk.wordpress.com/files/2009/08/020.jpg?w=300" alt="Vor Bedous" width="300" height="225" /></p>
<p style="text-align:center;"><strong>Es geht nicht immer bergab oder bergauf</strong></p>
<p style="text-align:center;"> </p>
<p>In Bedous wird eine weitere Schafherde durch den Ort getrieben, vor der wunderbarerweise geöffneten Epicerie steht der halbe Ort an. Da verzichte ich auf das Warten – habe eh noch genug zu essen im Rucksack – und spaziere weiter in Richtung Jouers. Denke ich jedenfalls. Denn das ist das eigentliche Problem mit meiner französischen Aushilfs-Wegbeschreibung: Die Wege aus den Orten heraus sind sehr eigenwillig erklärt. Bedous ist der erste, aber nicht der letzte Ort, bei dem ich mit den Worten „Gehen Sie nach Süden“ nicht viel anfangen kann. Der Weg ist zwar mit Muscheln und den weiß-roten Streifen des Fernwanderweges GR65 markiert,  aber diese befinden sich gerne an vieldeutigen Stellen. So lande ich nicht auf dem Jakobsweg, sondern beim Wasserfall „Weinende Steine“, der immerhin noch ganz hübsch ist. Das gleiche Spiel in Jouers, das wegen des romanischen Kirchleins einen Umweg wert sein soll – es ist allerdings verriegelt und verrammelt und niemand weit und breit zu sehen – und in Accous, wohin mich wieder nicht meine Wegbeschreibung, sondern die Landstraße bringt und wo jegliche Markierung einfach aussetzt. „Gehen Sie nach Osten“, sagt meine Fotokopie, und wo genau (nicht ungefähr), bitteschön, ist Osten? Ein weiterer Fehlversuch, diesmal leider bergauf, noch mehr „Excusez-moi“ – wie sagt man das bloß ab morgen auf Spanisch? – und wie freue ich mich auf den deutschsprachigen Wanderführer, den ich ab Somport benutzen kann! Auf keinen Fall gehe ich morgen die letzte Etappe zum Somport zu Fuß, nicht mit dieser Wegbeschreibung!</p>
<p>Zwischendurch meldet sich mein Knie, nicht das linke – von dem ich es erwartet hätte – sondern das rechte, und teilt mir deutlich mit, daß es keinen Bock mehr hat. Ich auch nicht. Erst die Hälfte der Etappe geschafft, der halbe Tag vorbei, seit Stunden versuche ich, Kilometer zwischen mich und Bedous zu bringen, außer mir keine Menschenseele unterwegs – und schon gar keine Pilger -, das verdammte Knie pocht und hämmert, und nun geht der Weg auch noch mehrere Kilometer an der Nationalstraße entlang. Die Berge sind hoch, ich bin klein, die Straße ist kurvig, und ich bin völlig ratlos, auf welcher Seite ich in die Kurven gehen soll. Das Knie hat definitiv keine Lust mehr, und ich habe keine Ahnung, wie ich es jemals nach Santiago schaffen soll. Momentan will ich nur noch nach Cette-Eygun, das ist der letzte Ort vor meinem Etappenziel Borce. Da kann ich meine Wasserflasche auffüllen, und dann sind die letzten paar Kilometerchen ein Kinderspiel.</p>
<p>Meine prima Wegbeschreibung lotst mich irgendwann von der Straße weg über eine Brücke auf die andere Seite der Aspe. Ein Hohlweg, sehr idyllisch,  und ein Muschelwegweiser, ich bin also richtig. Gutes Gefühl! Der Hohlweg führt bergab und bergauf, ich bin froh und dankbar über meinen Stock, sehe auf der anderen Seite die Häuser von Cette-Eygun vorbeiziehen… Moment! Da wollte ich doch hin! Wasser auffüllen, Knie ausruhen… Cette-Eygun ist auf der einen Seite des Tales, ich auf der anderen, zwischen uns liegen die rauschende Aspe, zwei Abhänge und die Straße, und obwohl ich das angesichts des Gestrüpps auf meinem Weg gar nicht glauben mag, bin ich immer noch richtig. So viele Muschelwegweiser habe ich den ganzen Tag über noch nicht gesehen! Ich überquere eine Wiese, wobei ich mit meinem Stock wie eine Machete um mich schlage, um mir den Weg frei zu räumen. Dieser Teil kommt in meiner Fotokopie definitiv nicht vor, aber wenn es sich um den Jakobsweg handelt – und die Wegweiser beweisen es – muß ich früher oder später in Borce ankommen. Der schmale Weg führt glitschig steil bergauf und glitschig steil bergab. Irritierenderweise wird er von Pferdeäpfeln geschmückt – also wenn die hier entlang getrabt sind, dann will ich mich mal nicht so anstellen. Irgendwann entdecke ich vor mir zwischen all dem Gestrüpp die Ruine eines Hauses.  Und daraus dringt… das Jaulen eines Hundes. Die kleine Pilgerin bleibt einen Augenblick lang versteinert stehen, dann beschließt sie, daß sie keine Tierfreundin ist – und auch nicht an Gespenster glaubt, schon gar nicht unter strahlendblauem Himmel – und sieht zu, daß sie weiterkommt.</p>
<p>Der letzte Muschelwegweiser liegt nun schon eine Weile zurück, und ich fange an mich zu fragen, ob ich nicht vielleicht doch wieder falsch bin – andererseits, jede Abzweigung hier könnte nur links über den Fluß oder rechts den Hang hochführen – als es mir abermals aus dem Gestrüpp entgegen leuchtet: Gelbe Muschel auf blauem Grund. Ein paar Schritte weiter ist der Weg definitiv zu ende. Ein Zaun versperrt den Weg oberhalb des Flusse, und der Zugang zur Holzbrücke, die links über die Aspe und zur Straße führt, ist mit einem Wellblech verhängt. Das kann doch nur ein Scherz sein! Ich ziehe und schiebe an dem Wellblech, nichts passiert. Die Brücke dahinter wirkt vollkommen intakt, und ich habe ganz sicher nicht vor, jetzt  zurück zur Straße zu latschen, bergab und bergauf, an dem jaulenden Hund vorbei,  und dann den ganzen Weg nochmal zu laufen. Meinetwegen kann die Brücke unter mir zusammenbrechen, das ist mir ganz egal. Ich hieve mich, den Rucksack, meinen Stock und das schmerzende rechte Knie über die Absperrung. Die Brücke bricht nicht unter mir zusammen, dafür irritiert mich ein Schild auf einem der Pfeiler, mit dem Monsieur und Madame ihren 2005 beim Wandern in den Pyrenäen verschollenen Sohn suchen. Uh. Unheimlich. Nichts, was man seiner besorgten Mutter erzählt.</p>
<p>Hinter der Brücke geht es tatsächlich zur Straße hoch. Steil. Lustig, wenn man bedenkt, wie schlau mir mein Plan erschien, die Pyrenäen auf der einen Seite hinauf zu fahren und auf der anderen wieder hinunter zu laufen. Irgendwo habe ich auch gelesen, daß die Pilger, die in St. Jean Pied de Port starten, durch den großen Schwierigkeitsgrad der ersten Etappe nach Roncesvalles „ein besonders Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln“. Da kann ich ja nur lachen! Zwei Tage mit einer französischen Wegbeschreibung in den Pyrenäen, und man hat genug Schwierigkeiten! Und zwar ganz alleine!</p>
<p>Am Ende komme ich tatsächlich in Borce an, das, wie sollte es anders sein, nochmal einen guten Anstieg oberhalb der Straße am Berghang klebt. Ich bin so fix und fertig, daß ich die Pilgerherberge am Ortseingang übersehe und mich im Gîte d’Etappe neben der Kirche einquartiere. Eine gute Wahl, geräumig, sauber, vernünftige Badezimmer. Außer mir sind nur noch drei schweigsame Franzosen und zwei junge Engländer da, alle keine Pilger, sondern „normale“ Wanderer. Die Engländer beeindrucken mich nachhaltig, weil sie sich tatsächlich ein mehrgängiges Abendessen kochen – bei mir gibt es nur Baguette mit Käse und Schinken – und dabei so exotische Dinge wie Eier aus ihren Rucksäcken hervorzaubern.</p>
<p>Ich glaube nicht, daß ich je wieder so alleine durch die Gegend laufen werde wie heute, daß ich mich je wieder an einem einzelnen Tag so oft verlaufen werde, daß ich je wieder der einzige Gast eines freundlichen Monsieurs in einem Kloster sein werde. Der heutige Tag war anstrengend, aber er war auch, wie der gestrige, ein wunderbares und vollkommen unerwartetes Geschenk. Wie immer es weiter geht mit dem Jakobsweg und mir: Meine beiden Bonus-Wandertage in Frankreich werden mir unvergeßlich bleiben.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sarrance, 20. Juni 2009]]></title>
<link>http://muschelkalk.wordpress.com/2009/08/24/sarrance-20-juni-2009/</link>
<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 18:05:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>muschelkalk</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich bin an einem Ort, von dessen Existenz ich bis heute vormittag nichts wußte und der sich auch def]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich bin an einem Ort, von dessen Existenz ich bis heute vormittag nichts wußte und der sich auch definitiv nicht in Spanien befindet.</p>
<p>Seit vier Monaten stand fest: Meine Pilgerreise beginnt am Somport-Paß. So habe ich es mir vorgenommen, so steht es in meinem Pilgerausweis. So hat mir der charmante junge Mann gestern in Pau meine Fahrkarte verkauft. So bin ich heute morgen in Pau um 9.00h in den kleinen Zug gestiegen. Der Zug setzt sich in Bewegung, mit zehn Minuten Verspätung. Es folgt ein Durchsage, von der ich nur „tour à velo“ verstehe (ich habe mittlerweile meinen MP3-Player in Betrieb genommen und Kopfhörer in den Ohren). Daueroptimistisch und in dem wirklich guten Französisch, das ich in Notfällen parat habe, erkundige ich mich beim Schaffner, ob der Bus in Oloron denn trotz Verspätung warten würde. Non, Mademoiselle, erklärt Monsieur Schaffner. Der Bus fährt nämlich gar nicht. Fällt aus wegen eines Radrennens.</p>
<p>Äh… ich starre etwas ratlos auf die  gestern gekaufte Fahrkarte, auf der zweifelsfrei steht, daß ich am 20. Juni um 9.50h mit dem Bus ab Oloron Ste. Marie nach Somport fahren werde. Und ich dachte immer, sowas passiert nur bei der Deutschen Bahn! – Und, äh, wie, frage ich, komme ich dann heute zum Somport?</p>
<p>Später, sagt Monsieur Schaffner. Mit dem Bus in fünf Stunden. Der fährt ganz planmäßig.</p>
<p>Ich starre Monsieur Schaffner fassungslos an. Ein älterer Herr schräg gegenüber nickt mir und meinem Rucksack mitleidsvoll zu. Allerdings sagt er nicht: Keine Panik, Mademoiselle, mein Auto steht in Oloron auf dem Parkplatz, ich fahr Sie die 60km zum Paß hoch.</p>
<p>Während Monsieur Schaffner sich den übrigen Fahrgästen zuwendet – von denen keiner mit irgendeinem Bus irgendwohin will – krame ich den Busfahrplan hervor, den ich zum Glück gestern im Bahnhof mitgenommen habe, und gehe meine Optionen durch:</p>
<ol>
<li>Ich vertrödele den  Vormittag in Oloron Ste. Marie, nehme den späten Bus, komme um 16.00h am Somport-Paß an und übernachte in der dortigen Herberge, da ich keine Nachtwanderung durch die Pyrenäen unternehmen will.</li>
<li>Ich vertrödele den ganzen Tag in Oloron, übernachte dort und nehme den Bus morgen früh</li>
<li>Ich besinne mich auf das, was in meinem Pilgerausweis steht: Nämlich daß meine Reise am 20. Juni beginnt, und spaziere direkt in Oloron los. Den Bus kann ich dann morgen noch in einem anderen Ort nehmen. Die Tatsache, daß ich für die französischen Pyrenäen weder Wegbeschreibung noch Unterkunftsverzeichnis habe, ignoriere ich dabei komplett.</li>
</ol>
<p>Viele gute und vernünftige Gründe sprechen für Variante eins oder zwei, aber hier geht es gerade nicht mehr um Vernunft. Hier geht es nur noch um eins: Ich will endlich los! Seit Monaten habe ich auf diesen Moment  hin geplant, seit Tagen schlafe ich schlecht, und heute will ich nicht mehr irgendwo herumtrödeln, sondern loswandern! Ich bin zum Wandern angezogen, ich bin auf Wandern eingestellt, ich will WANDERN!</p>
<p>Als erstes brauche ich  eine Wegbeschreibung. Die gibt es hoffentlich im Office de Tourisme. Oloron ist eine hübsche Stadt mit alten Häusern und schönen Brücken, aber für diese Details fehlt mir jetzt der Blick. Ich verlaufe mich zweimal, bis ich das Office de Tourisme  gefunden haben, und die Dame dort nimmt meinen Vortrag, daß der Somport-Bus  ausfällt, nur mit einem Achselzucken zur Kenntnis. Offensichtlich hat sie die Klage heute schon öfter gehört. Als ich aber hinzufüge, daß ich meinen Jakobsweg alternativ hier beginnen möchte, kommt Leben in sie, sie kopiert mir mehrere Seiten Wegbeschreibung, versichert, daß der Weg gar nicht schwer sei, zeichnet den Jakobsweg auf dem Stadtplan von Oloron ein und wünscht mir herzlich eine Bonne route. Ohne die Wegbeschreibung  genau studiert zu haben – ich lese nur: 1. Tag, 21km, fünfeinhalb Stunden – entscheide ich: Das kann ich. Es ist halb elf, selbst wenn ich noch einkaufen und zur Kathedrale gehe: Wenn ich um zwölf losmarschiere, bin ich spätestens abends um sechs in einem Ort namens Sarrance. Nie gehört, aber ein Blick auf den Fahrplan zeigt mir, daß dort morgen vormittag ein Bus hält, der mich zum Somport-Paß bringt. Alles ist wieder gut. Nun muß ich nur noch die Kathedrale finden. Das ist jetzt zwar ein Umweg, aber eine Pilgerreise kann ja wohl kaum an einer Touristen-Information beginnen. „Finden“ ist allerdings wirklich ein gutes Stichwort. Meine Vermutung, daß eine Kathedrale sich im Zentrum befindet und an ihren hohen Türmen weithin erkennbar ist, entpuppt sich als großer Irrtum. Ein paar „Excusez-moi, Monsieur“ weiter finde ich sie dann tatsächlich, und es ist ganz klar, weshalb ich sie so gut übersehen konnte: Ein uraltes romanisches  Kirchlein duckt sich auf einen sonnenbeschienenen Platz. Innen diffuses Vormittagslicht, die Farben der Fensterscheiben werden auf die Steinplatten geworfen, bunte Malereien an den Wänden… und für all das habe ich gar keine Augen. Ich bin von Emotionen überkommen. Schniefend finde ich mich vor einer Statue der Jungfrau Maria wieder, zünde eine Kerze an und denke an meine liebe Familie. Wieder zu mir gekommen suche ich nach jemandem, der mir einen Stempel in mein Credencial drücken könnte. Es gibt niemanden. Nur eine Liste, auf der Pilger sich eintragen können.</p>
<p>Egal, ehe ich losspaziere, will ich eh noch eine Orangina in dem Café vor der Kirche trinken und die französische Wegbeschreibung studieren… und als ich das getan und auch die Kathedrale fotografiert habe, ist der Stempel vergessen. Statt dessen gehe ich los.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-45" title="Oloron Ste. Marie: Kathedrale" src="http://muschelkalk.wordpress.com/files/2009/08/009.jpg?w=225" alt="Oloron Ste. Marie: Kathedrale" width="225" height="300" /><strong>    Endlich Aufbruch: </strong><strong>Die Kathedrale von Oloron Ste. Marie</strong></p>
<p>Wunderbares Wanderwetter. Sonne und Wolken wechseln sich ab, es ist nicht zu warm und nicht zu kalt. Kurz hinter der Kathedrale fragt mich ein älteres Ehepaar: „Vous allez à Santiago?“  &#8211; „Oui!“ (seit hundert Metern)  – „Bonne courage!“  So, ich gehe also wirklich nach Santiago. Ich könnte schon wieder heulen. Dafür fällt mir der Stempel wieder ein. Laut meiner Karte komme ich an einer weiteren Kirche vorbei, und da sich auch neben dieser in Muschelzeichen befindet, denke ich: Werde ich da wohl meinen Stempel bekommen. Dummerweise befindet sich das Kirchlein auf einem Hügel (von meinem grandiosen Plan, am ersten Tag eher entspannt bergab als anstrengend bergauf zu gehen, habe ich lange Abstand genommen), und so bin ich recht rotgesichtig und verschwitzt, als ich die quietschende Seitentür aufschiebe. Oh weh! Wie der heilige Geist persönlich stehe ich direkt neben dem Altar, unter dem gerade la petite Camille getauft wird. Ich denke spontan, eine Pilgerin zur Taufe kann la petite Camille nur Glück bringen, aber die Taufgesellschaft und der Pfarrer betrachten mich recht konsterniert.  Da ich nun schon mitten in der Kirche stehe, kann ich nicht einfach auf dem Absatz umdrehen und ebenso laut und quietschend wieder verschwinden. Es dauert eine gefühlte halbe Stunde, bis ich eine Pause in den Segenssprüchen des Pfarrers zum dezenten Rückzug nutzen kann. Natürlich schon wieder mit Tränen in den Augen – Taufe, la petite Camille… da ist es nur ein kurzer gedanklicher Schritt zu meinen beiden kleinen Neffen.</p>
<p>Nun will ich aber wirklich los. Es ist bald zwölf, sechs Stunden  Wanderung und ein unbekanntes Nachtquartier liegen vor mir. „Bonne route!“ wünscht die Dame in dem kleinen Geschäft, in dem ich meinen Proviant auffülle, und dann geht’s los. Der Anfang ist einfach. Man folgt einer Straße aus Oloron heraus. Prompt stehe ich an einer Kreuzung, die in meiner französischen Wegbeschreibung nicht vorkommt. Dafür steht dort eine Bank, auf der sich… mein erster Muschelwegweiser befindet! An der Bank lehnt auch ein junger Radfahrer, den ich zurate ziehe, da Muschel und Kreuzung, wie gesagt, nicht da sein sollten. Der Radfahrer rät mir, die Muschel zu ignorieren. Nach Sarrance ginge es rechts entlang, nicht links, ganz klar.</p>
<p>Ich will ihm zu gute halten: Er hat es ganz sicher nicht absichtlich getan. Er war so schüchtern und erschrocken, daß ich ihn überhaupt angesprochen habe – aber nach einer halben Stunde auf einer Landstraße muß ich mir eingestehen, daß dies keineswegs der angekündigte Waldweg ist. Ohne vernünftige Karte bin ich ziemlich verloren, bis mir die Straßenschilder anzeigen, daß ich auch auf diesem Weg zum Zwischenstopp Eysus komme. Dort kann ich den verpaßten Jakobsweg wieder aufnehmen.</p>
<p>Die Landschaft: Gepflegte Häuser in grüner Voralpen-Atmosphäre. Hier ein paar Kühe, da ein paar Schafe. Überall Hunde. Sonne und Wolken wechseln sich nachwievor ab.  In Eysus, sagt meine französische Wegbeschreibung, soll ich vom Zentrum aus in die Route du Fonton abbiegen, die sanft ins Tal hinabsteigt. Zentrum? Aber bitte nicht am Samstagmittag. Die Mairie ist so groß wie eine Garage und verschlossen, und daß ich mich zum Pausensnack am Kriegerdenkmal niederlasse, interessiert auch niemanden. Die Route du Fonton geht tatsächlich gegenüber ab, aber sie steigt nicht sanft ab, sondern sanft an. Ich komme an einer Kirche vorbei, die Jakobspilgern „service“ bietet – auch hier niemand – und stehe schließlich auf einem kleinen Platz, an dem die Route du Fonton endet und drei andere Wege abgehen. Von denen selbstverständlich kein einziger in meiner Wegbeschreibung auftaucht. Der einzige, den ich fragen könnte, ist ein schlafender Hund. Ich habe wirklich keine Ahnung, wo es weitergeht, und auch keine Lust, mich wieder zu verlaufen. Mir bleibt wirklich nichts anderes übrig, als in diesem ausgestorbenen Nest an eine Tür zu klopfen und ein großes „Excusez-moi“ vorzubringen, als eine freundliche Stimme hinter mir fragt:  „Qu’est-ce que vous cherchez?“ Madame hat mich vom Küchenfenster aus beobachtet. „Je cherche… le chemin de St. Jacques.“ Madame zeigt auf den mittleren Weg, und wenn der sich gabelt, wieder den mittleren Weg nehmen. Und Madame hat Recht! Der mittlere Weg steigt tatsächlich sanft ins Tal hinab, und dort, an der nächsten Gabelung, lese ich hochoffiziell: Chemin de St. Jacques de Compostelle. Ich bin so erleichtert, mir kommen schon wieder die Tränen. Ein kleines Steinhäufchen vor dem Wegweiser deutet darauf hin, daß ich nicht die erste bin, die hier Dankbarkeit empfindet.</p>
<p>A propos – wo sind eigentlich die anderen Pilger? Hier jedenfalls nicht,  ich laufe  seit anderthalb Stunden alleine herum. Vielleicht hängt es mit meinem späten Aufbruch in Oloron zusammen. Der Weg ist jedenfalls sehr hübsch, der Fluß Aspe rauscht mal näher, mal ferner, die Orte und Häuser sind wunderbar gepflegt. Nicht wenige mit einer Palme im Garten, vor Bergpanorama. Einmal gehe ich einen kleinen Umweg, weil ich Weiden mit Kühen so ungern überquere, und einmal lande ich in einer Art Bachbett, das sich aber tatsächlich als Jakobsweg entpuppt – in all dem Gestrüpp taucht wieder die gelbe Muschel auf. Seitdem sieht meine Hose wirklich wie eine Wanderhose aus, und der Stock ist jetzt auch mehr als ein Must-have-Accessoire. In Lurbe St. Christau, einem Ort wie aus dem Bilderbuch, winkt mir eine Oldtimer-Fahrerin fröhlich zu. Ich spaziere an stillgelegten Bahngleisen entlang durch eine friedliche Voralpenlandschaft. Die Wiesen sind frisch und grün, Feldblumen blühen in allen Farben, Schmetterlinge flattern um mich herum, Schafe mähen, Kuhglocken bimmeln. Als der Weg hinter Escot die Straße kreuzt, werde ich einmal mehr Opfer meiner französischen Wegbeschreibung, übersehe eine Abzweigung und lege die letzten Kilometer bis Sarrance auf der Nationalstraße zurück, die aber an diesem Samstagnachmittag von mehr freundlich grüßenden Radfahrern als Autos befahren wird – und dann bin ich plötzlich an meinem ersten Etappenziel, in Sarrance. Hébergement – Unterkunft verspricht meine Wegbeschreibung, ohne genaueres zu verraten, und nach einem weiteren „Excusez-moi, Monsieur“ erfahre ich: Im Kloster.</p>
<p>Das Kloster befindet sich am Ausgang des hübschen, im Tal der Aspe gelegenen Ortes. Um einen quadratischen Innenhof gruppieren sich die Kirche und mehrere Gebäude, und an einem alten Tor entdecke ich schließlich den Zettel: „Pélérins sonnez ici s’il-vous-plaît“. Also klingele ich, unglaublich gespannt, ob und wie es gleich in meiner ersten Pilgerherberge weitergeht.</p>
<p>Nach einer Weile öffnet ein weißhaariger Monsieur die Tür und nickt auf meine Frage, ja, natürlich könnte ich hier schlafen. Ich sei sogar der einzige Gast heute. Monsieur führt mich durch einen begrünten romanischen Kreuzgang in eine Art Abstellkammer. Wie, da soll ich…? Aber er bedeutet mir nur, die Schuhe auszuziehen. Auf Strümpfen darf ich das ehemalige Refektorium betreten, einen großen, dunklen Raum, in dessen einer Ecke sich eine kleine Küche befindet. Rechts und einen Schritt über den Hof geht es zu den Duschen und Toiletten, und davor führt eine breite Treppe zu dem Schlafsaal in der oberen Etage, in dem vier Etagenbetten stehen. Unter dem Bogenfenster, das bis zum Fußboden reicht, steht ein wackeliger kleiner Tisch mit Blick auf den Dorfplatz, den Fluß und die Berge – genau dort hätte ich den Tisch auch hingestellt. Alles in diesen Räumen ist alt – inklusive Monsieur -, nichts paßt zueinander, aber alles ist sauber, und ich wähne mich im Pilgerparadies.</p>
<p>Monsieur drückt den ersten richtigen Stempel in mein Credencial, lauscht meiner Geschichte von dem ausgefallenen Bus (Jaja, diese tour à velo… bringt immer soviel Unruhe in die Gegend!) und fragt, ob denn morgen den Bus nehmen oder zu Fuß gehen will. Ich bin noch unentschieden, eigentlich wollte ich  morgen zum Somport-Paß fahren, andererseits war dieser erste Wandertag in Frankreich so unerwartet schön, daß ich gerne weiter laufen würde – Zeit genug habe ich ja… wieder andererseits hat sich meine Wegbeschreibung als wenig zuverlässig erwiesen… Monsieur meint, die morgige Etappe nach Borce sei zwar etwas schwieriger, aber landschaftlich noch schöner. Und ich hätte Glück, morgen sei ja Sonntag, da dürfen auf der Nationalstraße, die ich öfter kreuzen muß, keine Lastwagen fahren – das sollte ich ausnutzen. Ich bin unentschieden und will das morgen früh vom Wetter und etwaigem Muskelkater abhängig machen.</p>
<p>Später sitze ich an dem Tisch unter dem Bogenfenstern und schreibe die Ereignisse des Tages auf. Aus meinem Fenster schaue ich auf einen kleinen Platz mit Palmen, dahinter stehen fünf Platanen, eine altmodische Laterne und rechts das unvermeidliche Kriegsdenkmal, in diesem Fall eine schlichte weiße Stele mit Bronzehahn. Dann kommt der Fluß Aspe, den man nicht sehen, aber rauschen hören kann. Und dann steigen unmittelbar die Berge empor, sehr grün, oben schroff und felsig, und von dort oben bimmeln und muhen glückliche Kühe zu mir hinüber. Dieser Ort ist so zauberhaft, und ich bin so froh, daß ich ihn kennenlernen durfte! Alle Menschen, die ich heute getroffen habe, waren freundlich und hilfsbereit. Das vermeintliche Pech mit dem ausgefallenen Bus scheint sich in den ersten großen Glücksfall meiner Reise zu verwandeln.</p>
<p>Als ich wieder aus dem Fenster schaue, fangen Berge, Felsen, Almen und Kühe rosa-orange an zu leuchten. Alpenglühen! Mir steigen einmal mehr Tränen in die Augen, und die Frage, ob ich morgen  laufe oder Bus fahre, beantwortet sich in genau diesem Augenblick.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Pau, 19. Juni 2009]]></title>
<link>http://muschelkalk.wordpress.com/2009/08/24/pau-19-juni-2009/</link>
<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 17:12:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>muschelkalk</dc:creator>
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<description><![CDATA[Pau ist eine nette kleine Stadt und für meine Zwecke – einen Tag ausspannen, bevor es ernst wird – p]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Pau ist eine nette kleine Stadt und für meine Zwecke – einen Tag ausspannen, bevor es ernst wird – perfekt geeignet. Es gibt hier keine Super-Sehenswürdigkeiten, keinen Massentourismus-Magneten. Tatsächlich mußte ich heute morgen eine ganze geschlagene Stunde durch die Stadt schlendern, bis ich überhaupt anderen Touristen begegnet bin  &#8211; und zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits die Markthallen durchquert, eine Kirche besichtigt und das Musée Bernadotte passiert!</p>
<p>Die größte Sehenswürdigkeit ist das Schloß mit dem Schildkrötenpanzer, der König Heinrich dem Vierten als Wiege gedient haben soll. Besagter König ist hier geboren, wäre dies nicht so, wäre die Zahnradbahn vom Bahnhof zur Stadt die größte Sensation. Und natürlich der Pyrenäenblick, den man vom Boulevard des Pyrénées haben… soll. Denn ich wage es kaum zu schreiben: Wie bei meinem ersten Pyrenäen-Auftenthalt vor sieben Jahren ist nichts zu sehen. Gestern hüllte sich mein freundliches Gebirge in Hitzedunst. Letzte Nacht hat es dann geregnet, und das Gebirge hat sich endgültig hinter Wolken versteckt. Prompt mache ich mir Sorgen, ob mein ersten Wandertag morgen auch glich der erste Regentag sein könnte. Das wäre auf 1.600m Höhe und bei Wegbeschreibungen mit dem Hinweis „plötzlich ansteigende Wasserpegel“ kein guter Anfang.</p>
<p>Nach der Schloßbesichtigung bin ich zum Bahnhof hinunter spaziert (diesmal doch mit Hilfe der Zahnradbahn) und habe bei einem charmanten jungen Mann („Sind Sie unter 26?“)  meine Fahrkarte für morgen gekauft. 9.05h mit dem Zug von Pau nach Oloron Ste. Marie, 9.50h mit dem Bus von Oloron nach Somport (Grenze zu Spanien), Ankunft 10.59h…  Kaum zu glauben, daß ich morgen um diese Zeit schon die erste Etappe hinter mir haben werde. Mein Wanderführer schlägt vor, am ersten Tag fröhliche 33km von Somport nach Jaca durchzumarschieren, 800m Höhenunterschied inklusive. Ich halte das für Größenwahn,  von meiner ersten Etappe auf dem Jakobsweg will ich schließlich jeden Schritt genießen, und abgesehen davon komme ich ja sowieso erst am Vormittag los. Also werde ich die Strecke teilen und bei Kilometer 17 in Villanúa übernachten. Der zweite Tag mit 16km nach Jaca ist dann ebenfalls recht entspannt, so daß ich am dritten Tag, wenn ich mich und meine Kräfte besser einschätzen kann, die 25km von Jaca nach Arrès in Angriff nehmen kann.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Pau, 18. Juni 2009]]></title>
<link>http://muschelkalk.wordpress.com/2009/08/22/pau-18-juni-2009/</link>
<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 20:10:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>muschelkalk</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es ist soweit. Vorhin, als ich auf dem Weg vom Bahnhof hinauf in die Stadt die Gratis-Zahnradbahn ab]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Es ist soweit. Vorhin, als ich auf dem Weg vom Bahnhof hinauf in die Stadt die Gratis-Zahnradbahn absichtsvoll übersehen  und mit Wanderstock den Fußweg genommen habe, habe ich mich zum ersten mal so gefühlt: Als Pilgerin.</p>
<p>Gestern hatte ich noch nicht zu hoffen gewagt, daß ich heute abend gemütlich und entspannt in meinem Hotelzimmer in Pau sitzen und in den blauen Abendhimmel schauen würde. Denn bevor ich weiterschreibe, muß ich erwähnen, welch abgrundtiefe Angst und Panik mich gestern nachmittag ergriff, als ich nach Feierabend und Verabschiedung vom Arbeitsplatz meine Wohnungstür aufschloß. WAS HABE ICH GETAN! schoß es mir durch den Kopf. Einen (krisen-)sicheren Job gekündigt, um eine weitere Ausbildung anzufangen. Und als ob das noch nicht genug des Größenwahns wäre, bilde ich mir ein, vorher noch 900km  im Hochsommer durch Nordspanien tippeln zu müssen.</p>
<p>Alle Vorfreude, alle Energie war in diesem Augenblick wie weggeblasen. Ich wollte für immer und ewig auf meinem Sofa sitzenbleiben. Wäre Germanwings an diesem Abend pleite gegangen oder der Hamburger Flughafen spontan von einem Orkan zerstört worden – ich hätte es dankbar zur Kenntnis genommen.</p>
<p>Nichts dergleichen ist passiert. Mein Wecker klingelt um sechs Uhr, was unnötig ist, weil ich ohnehin und wie seit Tagen um vier hellwach bin. Mehr als ein halbes Franzbrötchen zum Frühstück bekomme ich nicht herunter. Um acht  treffe ich mein Verabschiedungskomitte, bestehend aus meiner Mutter, an der S-Bahn. Am liebsten wäre ich Kerkeling-like mit einem leisen „Ich bin dann mal weg“ verschwunden, denn die eine Hälfte  von mir ist nachwievor  überzeugt, daß ich nach Tag Vier platt in den Pyrenäen liegen werde.  Die andere Hälfte meint allerdings sehr entschieden: „Ich will in Santiago de Compostela ankommen!“, und meine Mutter ist seit Wochen energischste Unterstützerin dieser Hälfte. Also darf sie mich auch zum Flughafen bringen.</p>
<p>Wie gut, daß wir so pünktlich waren: Bei Germanwings ist genau eine Mitarbeiterin damit beschäftigt, zwei Flüge einzuchecken. Die Hotelfachfrau in mir weiß ganz genau, wie es ihr gerade geht.  Die Warteschlange zieht sich weit in die Abflughalle hinein, und nach einer halben Stunde, als ich wirklich und wahrhaftig als nächste dran sein werde, hat sie sich nochmal verdoppelt. Nichtsdestotrotz nähert sich jetzt aus Richtung Parkplatz zielstrebig ein Gepäckwagen, hinter dem zwei ältere Herrschaften auftauchen, die parallel auch noch jeder einen Gehwagen schieben. Und kein noch so demonstratives in die entgegen gesetzte Richtung Starren kann verhindern, daß mich die ältere Dame am Ärmel zupft: „Sie lassen uns doch vor, nicht?“.  Natürlich lasse ich sie vor. Erstens werde ich auch irgendwann alt sein, zweitens brauche ich nach den 900km wahrscheinlich ebenfalls einen Gehwagen, und drittens ist es wohl ganz falsch, eine Pilgerreise mit dem Hinweis zu beginnen, daß der Gehwagen auch über eine Sitzfläche verfügt und man bei körperlichen Einschränkungen vielleicht etwas zeitiger am Flughafen sein sollte. Während die beiden Alten ihren Gepäckwagen zum Check-in-Schalter schieben, drehe ich mich zu den hundert anderen Wartenden herum und stelle fest: Die hätten’s mir nicht übel genommen, wenn ich die beiden ans Ende der Schlange geschickt hätte.</p>
<p>Mittlerweile ist meine Mutter vorgeprescht, um den beiden die Koffer auf das Laufband zu stellen. Ich zähle mit: Eins, zwei… drei Gepäckstücke für zwei Personen. Und ich weiß schon wieder, was als nächstes geschehen wird.  „Sie haben nur zwei Gepäckstücke angemeldet,“ sagt die eine einzige Mitarbeiterin am Check-In-Schalter.</p>
<p>„Ja und?“ sagt die ältere Dame.</p>
<p>„Wenn Sie ein drittes Gepäckstück mitnehmen möchten, müssen Sie 20 Euro extra bezahlen.“</p>
<p>„Wieso das denn?“</p>
<p>„Weil Sie nur zwei Gepäckstücke angemeldet haben.“</p>
<p>„Ja und?“</p>
<p>Die arme einzige Mitarbeiterin holt tief Luft und zeigt auf den Reservierungsausdruck. „Hier in Ihrer Buchung haben Sie zwei Gepäckstücke angemeldet. Wenn Sie am Flughafen zusätzliches Gepäck aufgeben, wird das mit zwanzig Euro pro Gepäckstück berechnet.“</p>
<p>„So eine Frechheit, das bezahle ich nicht.“</p>
<p>„Dann kann ich Sie nicht einchecken.“</p>
<p>„Es ist ja wohl vollkommen egal, wie viele Gepäckstücke wir mitnehmen!“ Die Dame schaut sich nach Zustimmung heischend zu den übrigen hundert Wartenden um und blickt auf eine Wand von Menschen, die alle miteinander so aussehen, als ob sie gleich mit meinem Wanderstock auf sie einprügeln wollten. (Ich würde mich nicht daran beteiligen – ich bin ja Pilgerin).</p>
<p>Das Hin und Her dauert eine geschlagene Viertelstunde. Am Ende wird das Rote Kreuz gerufen, um die beiden im Rollstuhl ans Flugzeug zu fahren, die Gehwagen werden als Sperrgepäck transportiert und das Übergepäck für den dritten Koffer wird unter lautstarken Protesten ebenfalls bezahlt. Mein eigener Check In dauert circa dreißig Sekunden, und das aufregendste dabei ist, daß ich jetzt endlich erfahre, wieviel mein Rucksack eigentlich wiegt – knappe acht Kilo, exakt das empfohlene Achtel meines Körpergewichts.</p>
<p>Das geplante kleine Flughafen-Frühstück mit meiner Mutter muß sich nach dem endlosen Check In auf eine eilige heiße Schokolade beschränken, und dann, ehe wir beide in Tränen ausbrechen können, murmele ich tatsächlich „Ich bin dann mal weg“ und verschwinde durch die Sicherheitskontrolle. Der Flug ist unspektakulär, wenn man davon absieht, daß Oma und Opa Gehwagen ein paar Reihen schräg vor mir der Meinung sind, mit drei bezahlten Gepäckstücken auch Anspruch auf drei Sitzplätze zu haben… ich kann ja verstehen, daß man ab einem gewissen Geburtsjahr nicht mehr im Internetzeitalter ankommen will oder kann, aber hätte, wer immer für die beiden die Buchung gemacht hat, ihnen nicht die Details erklären können?</p>
<p>Über Toulouse hängt eine drückende Hitzeglocke, und bei der Vorstellung, unter solchen Bedingungen kilometerweit mit meinem Rucksack durch die Gegend zu latschen, sagt meine pessimistische Hälfte wieder: Nach vier Tagen liegst du platt in den Pyrenäen, meine Liebe.</p>
<p>An der Flughafen-Bushaltestelle  entdecke ich vor mir einen Rucksack, an dem Sicherheitsnadeln hängen und das orangefarbene Namensschild, das Globetrotter bei Erstbestellungen als Dankeschön mitschickt. Unverkennbar: Mein erster Co-Pilger! Das ging ja schneller als ich gedacht habe. Im Gespräch stellt sich allerdings heraus, daß der Junge den Camino del Norte laufen und daher heute noch bis an die spanische Grenze fahren will. Immerhin ist er so nett, mit einem Blick auf meinen Rücken zu bemerken: „Dein Rucksack ist viel kleiner als meiner!“ – genau das ist es, was ich nach zwei Monaten Packen auch hören wollte.</p>
<p>Toulouse vom Bus aus wirkt sehr schön, aber obwohl ich über zwei Stunden auf meinen Zug nach Pau warten muß, verzichte ich auf einen Stadtrundgang. Die Hitze erschlägt mich geradezu. Später im Zug wird es besser. Ich klebe an der Fensterscheibe und halte nach den Pyrenäen Ausschau. Vor sieben Jahren, in dem Urlaub, der mich auch nach St. Jean Pied de Port geführt hat, habe ich eine ganze Woche am Fuß der Pyrenäen verbracht und nicht einen einzigen  der angeblich schneebedeckten Berge zu Gesicht bekommen. Ich finde: Dieses Gebirge ist mir noch etwas schuldig!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Eine Pilgerfahrt zu einem Heiligtum Marias]]></title>
<link>http://hospitaliers.wordpress.com/2009/07/17/eine-pilgerfahrt-zu-einem-heiligtum-marias/</link>
<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 14:53:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>hospitaliers</dc:creator>
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<description><![CDATA[Eine Pilgerfahrt zu einem Heiligtum Marias, der Mutter Jesu, obgleich eine Hoffnungsreise, dennoch z]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><span>Eine Pilgerfahrt zu einem Heiligtum Marias, der Mutter Jesu, obgleich eine Hoffnungsreise, dennoch zugleich auch ein ungewollter Trip, mitten hinein in ein Geschäftstüchtiges Zentrum, wie es so nur von Menschen gemacht wird. Engel Gottes sind dort wohl kaum zu finden, oder doch? </span></p>
<p style="text-align:center;"><span><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/5sQVtguo50g&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/5sQVtguo50g&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Enduro: Freeride in den Pyrenäen mit Taddy Blazusiak und Cyril Despres]]></title>
<link>http://enduroxcup.wordpress.com/2009/06/15/enduro-freeride-in-den-pyrenaen-mit-taddy-blazusiak-und-cyril-despres/</link>
<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 15:06:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>enduroxevents</dc:creator>
<guid>http://enduroxcup.wordpress.com/2009/06/15/enduro-freeride-in-den-pyrenaen-mit-taddy-blazusiak-und-cyril-despres/</guid>
<description><![CDATA[http://www.motoverte.com/site/dvd-mv-special-franchissements-des-images&#8211;40908.html#video]]></description>
<content:encoded><![CDATA[http://www.motoverte.com/site/dvd-mv-special-franchissements-des-images&#8211;40908.html#video]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Un endroit pour l’expérience de vie]]></title>
<link>http://zeitzusammen.wordpress.com/2009/06/06/un-endroit-pour-l%e2%80%99experience-de-vie/</link>
<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 19:34:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>helmutoutdoor</dc:creator>
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<description><![CDATA[Un stage de trois semaines est fini ! J’étais au Mas de l’Alzine dans les Pyrénées dans un internat ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Un stage de trois semaines est fini ! J’étais au Mas de l’Alzine dans les Pyrénées dans un internat Waldorf qui s’appelle « Centre de Formation ». J’ai fait un séjour intéressant, émouvant et même de temps en temps dangereux, mais tout à fait bon. J’ai travaillé avec des élèves qui ont des difficultés à l’école, une volonté faible mais ils seraient comme moi &#8211; s’ils n’avaient jamais pris de drogues&#8230;</strong></p>
<p>Le Centre de Formation se trouve dans les montagnes, qui sépare l’Espagne de la France, près de Perpignan. La ville le plus près est Tautavel. Elle est très connue parce qu’ici, dans une grotte des Gorges des Gouleyrous, on a trouvé l’européen le plus âgé :<strong> l’homme de Tautavel</strong>. La Région fait partie du département Languedoc-Roussillon, anciennement le pays des <strong>cathares</strong>, dont il y a encore beaucoup de châteaux et une langue spéciale, différente du français. L’environnement du Centre est très montagneux, et on voit le <strong>Pic de Canigou</strong>.</p>
<div id="attachment_132" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-132" title="09 Abschlussbericht, Pic de Canigou" src="http://zeitzusammen.wordpress.com/files/2009/06/09-abschlussbericht-pic-de-canigou2.jpg" alt="09 Abschlussbericht, Pic de Canigou" width="500" height="181" /><p class="wp-caption-text">Die Berge gaben mir Kraft und gute Laune.</p></div>
<p>Le Centre de Formation est <strong>un internat</strong> basé sur les principes de Rudolf Steiner. Il prend des élèves qui veulent rattraper l’école pour obtenir une diplôme plus élevé mais aussi aux qui ont des problèmes sociaux comme les drogues, une famille difficile ou un comportement inacceptable. L’école pour les élèves de la Suisse allemande et l’Allemagne est en allemand mais on traduit un peu s’il y a des étudiants de la Suisse romande. Ils apprennent les mathématiques, la physique, la biologique, l’allemand et l’anglais. <strong>J’ai enseigné l’anglais</strong> aux élèves pendant mon stage. L’autre moitié de la journée ils travaillent dans le jardin, la piscine ou dans l’hôtel et le restaurant.<a href="#_msocom_2"></a></p>
<div id="attachment_133" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-133" title="09 Abschlussbericht, Centre" src="http://zeitzusammen.wordpress.com/files/2009/06/09-abschlussbericht-centre2.jpg" alt="09 Abschlussbericht, Centre" width="500" height="378" /><p class="wp-caption-text">Der Eingang zum Kongresszentrum „Mas de l’Alzine“.</p></div>
<p><strong>L’hôtel et le restaurant</strong> sont la deuxième composante à côté de l’école et la plus lucrative. Il y a des jolies chambres avec un ou deux lit pour 45 personnes.  En plus il y a un dortoir et un grand camping. Au restaurant les hôtes mangent, mais aussi des grimpeurs et randonneurs. La grande salle est aussi appropriée pour les fêtes et des mariages.</p>
<p>Mais jamais deux sans trois, donc il y a <strong>la piscine</strong>, seulement ouverte en l’été, mais ça pouvant accueillir plus de 300 personnes.</p>
<p>En hiver, tout est fermé au Centre et les élèves vont <strong>au Maroc</strong> pour traverser le désert et vivre avec les marocains.</p>
<p>Toute l’institution est dirigée par <strong>Grégoire Scherer</strong>. Ce physicien, professeur, cuisinier et comptable a fondé le Centre de Formation. Il y a 10 ans qu’ils ont déménagé à Tautavel. Avec son caractère positif et calme il travaille vite et il se débrouille avec les jeunes.</p>
<p>Une femme d’entretien aide aussi bien qu’elle lepeut dans le grand ménage de l’hôtel. De temps en temps c’est même trop de travail pour elle parce que, en plus, les jeunes la stressent. A côté de moi, il y avait <strong>Bruno</strong>, un deuxième stagiaire, qui est déjà là depuis cinq semaines. Maintenant il a 40 ans, mais il a eu un passé difficile, comparable à celui des jeunes. Son enfance était marquée par des parents alcooliques rouspétant sans cesse, et une sœur qui est morte à six ans. Pendant sa jeunesse, dans sa clique, il était Rock star dans un groupe musical très connu.</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td width="614" valign="top">
<p align="center"><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/_2C2bHTtnMI&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/_2C2bHTtnMI&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span> <strong>„MC   Bruno“ mit seinem Song „Mr. Big“ und der Band „Sleazy Heaven Drive“ (schäbige   Himmelfahrt) mit 20 Jahren.</strong></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Quand il en a eu assez de la vie populaire, il a ouvert un bar en Suisse. Mais maintenant, il cherche le sens de la vie. Il a assez de la vie célèbre et de l’argent. Son but est de devenir âgé et sage. Il peut très bien aider les élève ici, peut être parce qu’il avait eu une vie pareille à la leurs, mais il ne l’a que changé avec sa volonté.</p>
<p>En ce moment il y a seulement <strong>trois élèves</strong> qui sont ici pour différentes raisons. Normalement les élèves sont là pour un semestre.</p>
<p>Tobias, qui a 15 ans, est le plus simple dans le domaine social. Il est ici pour rattraper à l’école parce qu’il est dyslexique. Il était mon meilleur ami et nous travaillions beaucoup ensemble ou nous avons fait de l’escalade, nagé et <strong>construit un radeau</strong>.</p>
<p>Les autres étaient plus difficiles parce qu’ils ont pris des drogues. Ils sont ici pour apprendre des règles sociales pour pouvoir trouver un travail. Jonas a 18 ans et il est venu de la Suisse romande. Son problème le plus grand est qu’<strong>il ne respecte pas les autres</strong>, particulièrement les éducateurs. Il fait des bêtises, dit des injures et ignore les ordres. Quand on le blâme, il se met en colère. Mais de temps en temps il est tout à fait normal. Il m’a aidé à corriger mes textes français et il est aimable jusque à ce qu’il se passe quelque chose qui le dérange. Les drogues ont abîmé son cerveau d’une telle manière, qu’il ne peut plus contrôler ses nerfs. Il lui manque l’autodétermination. Ça veut dire qu’il n’a pas d’avis et il ne peut rien décider. C’est difficile et aussi dangereux de travailler avec lui quand il est agressif. Pour se calmer il fume beaucoup, mais même ça ne sert que dans les pauses. Pour être avec lui j’ai eu besoin d’un caractère comme un arbre : calme et sévère pour détenir du respect.</p>
<div id="attachment_134" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-134" title="09 Abschlussbericht, ganze Familie" src="http://zeitzusammen.wordpress.com/files/2009/06/09-abschlussbericht-ganze-familie1.jpg" alt="09 Abschlussbericht, ganze Familie" width="400" height="433" /><p class="wp-caption-text">Die ganze „Familie“: Till, Grégor, Bahija, ich – Jonathan, Finn und Bruno</p></div>
<p style="text-align:center;"><a href="#_msocom_4"></a></p>
<p>Les drogues ont tellement abîmé Felix qu’on ne peut pas lui faire une remarque sans qu’<strong>il se fâche</strong>. Quand on lui demande de faire quelque chose, ses pieds commencent à trembler et il bégaye. En ces instants il aurait frappé des gens s’il avait été encore dans sa clique. Au début de mon stage il était un grand égoïste. Il n’a jamais rien fait chose pour les autres, sans s’assurer qu’il en tire profit. Dans une réunion nous avons parlé avec lui, et nous lui avons dit de travailler pour la communauté dans le jardin, la piscine et dans le ménage comme les autres. Mais le garçon de 18 ans était si entêté qu’il n’a rien fait pendant une semaine entière, sauf être dans sa chambre et écouter de la musique Hip-Hop. Nous n’avons rien fait et après une semaine il est revenu pour travaille très bien jusqu’à la fin de mon stage. Et je suis curieux de savoir comment il va changer.</p>
<p>A la maison, en Allemagne, je m’étais imaginé qu’on joue, travaille et fait de bêtise avec les jeunes français. Mais quand je suis arrivé, tout de suite <strong>je me suis aperçu que l’internat est allemand et la situation des jeunes est plus grave</strong>. J’ai choisis cette place pour un stage dans les Pyrénées pour améliorer mon français mais ici j’ai parlé en français avec seulement une personne qui vient d’un pays arabe. Et la situation des jeunes était si difficile, que je devais être un modèle et un guide sérieux au lieu d’un pote. Mais ça, c’était aussi une chance pour apprendre comment on traite des jeunes qui ont pris des drogues.</p>
<p>La description officielle des jeunes est : « <strong>L’enfants indigo</strong> ». Autrefois on disait « Psychoorganisches Syndrom » et on leur donnait des médicaments pour les tranquilliser, mais depuis on s’est aperçu que la médicine est peu saine, on supporte les jeunes comme ils sont et on montre de la patience.  Ils sont comme les enfants petits auxquelles on ne peut pas dire ce qu’il faut faire et ne pas faire, mais il faut leur montrer tranquillement comment on se comporte. Par exemple, quand on dit qu’ils doivent nettoyer la cuisine, ils ne font rien ou ils aident ailleurs. Ils ne sont pas responsables. Si on essaie de les forcer en les contrôlant, ils s’énervent et ils se fâchent.</p>
<p>Ceci à se passe lorsque nous avons fait des règles pour travailler. Entre outre les règles disent que c’est interdit de fumer et d’écouter de la musique pendant le travail. Nous ne les avons pas poursuivi à cause de cela parce que ils étaient trop entêtés est sont devenu agressifs quand on a mentionné les conséquences. J’ai appris que la seule possibilité de les rendre appliqué était de leur faire de compliments. Ça montre que, même s’ils donnent l’impression d’être insensibles, <strong>dans leur cœur ils ne plaisantent pas avec les mots des éducateurs</strong>. Ils prennent aux sérieux ce que les autres disent, mais ils ne peuvent pas changer leur caractère tout de suite. Pour cette raison, les parents désespèrent souvent et les pédagogues ont besoin de beaucoup de patience et d’un caractère qui reste ferme dans toutes les discussions déjantées.</p>
<p>Tout de même on doit corriger leur caractères. Mais on ne doit jamais les critiquer eux-mêmes, mais leurs comportements parce qu’ils sont très fragiles dans leur cœur. Par exemple, on ne doit pas dire : « Tu es un égoïste » mais on peut dire : « <strong>Tu es vachement un bon garçon, mais comme tu te comporte, c’est vraiment égoïste. </strong>»</p>
<p>De plus en plus je me suis aperçu, que j’avais eu (ou même que j’ai encore) des petits symptômes de l’enfant indigo. Donc, pour aider les jeunes ici, j’ai essayé de me souvenir comment je me suis senti dans les cas particuliers quand j’ai eu un problème et comment <strong>j’ai souhaité que les adultes réagissent</strong>. Dans les plupart des cas ça a marché.</p>
<div id="attachment_135" class="wp-caption aligncenter" style="width: 529px"><img class="size-full wp-image-135" title="09 Abschlussbericht, Centre à vendre.jpg" src="http://zeitzusammen.wordpress.com/files/2009/06/09-abschlussbericht-centre-a-vendre2.jpg" alt="09 Abschlussbericht, Centre à vendre.jpg" width="519" height="345" /><p class="wp-caption-text">Das idyllisch gelegene Landhaus steht zum Verkauf.</p></div>
<p style="text-align:center;"><a href="#_msocom_5"></a></p>
<p>Pour les stagiaires c’est très confortable. <strong>Ils vivent dans une belle chambre comme les hôtes dans un hôtel</strong>. Toujours il y a des bons repas avec plusieurs menus, cuisinés par Grégoire. Tout le monde mange ensemble avec les élèves. On parle beaucoup, et j’étais occupé de traduire en français. Grâce à ça j’ai développé un bon sens du français, bien que je parlais allemand avec les autres et j’ai enseigné l’anglais.</p>
<p>Le Centre de Formation est un bon lieu pour un <strong>stage social</strong>. J’ai appris beaucoup sur les conséquences négatives des drogues et comment les jeunes détruisent leur vie et leur futur.</p>
<p>C’est bien si les stagiaires peuvent prendre des <strong>initiatives</strong>, parce qu’au Centre il y a beaucoup de possibilités, comme faire un jardin, construire une petit cabane ou organiser des jeux. Grégoire accueille chaque idée. Le temps minimum pour un stage est trois semaines, mais plus on reste longtemps, mieux c’est. Avoir des initiatives et être appliqué sont des qualités primordiales pour être un modèle pour les élèves et c’est la condition indispensable pour le stage.</p>
<p>Mais où il y a beaucoup de soleil, il y a aussi de l’ombre. Un internat, un hôtel et une piscine font trop de travail pour deux personnes. Grâce à son attitude positive, Grégoire se débrouille très bien dans tout le travail, mais tout le monde n’a pas une attitude aussi positive. La situation financière devient de plus en plus difficile, parce que les gouvernements ne payent plus pour leurs jeunes problématiques. <strong>La propriété du Centre de Formation est à vendre</strong>. On ne sait pas encore quand il fermera, mais peut être un jour il sera grand temps d’abandonner cet édifice trop vaste.</p>
<p><strong>Merci à tout le monde au Centre</strong>, aux élèves qu’ils m’ont respecté bien que j’avais le même âge qu’eux et á Grégoire et Bahija, qu’ils m’ont rendu possible cette expérience exceptionnelle. J’aimerais revenir n’importe quand.</p>
<p>Helmut</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td width="307" valign="top">émouvant</td>
<td width="307" valign="top">bewegend, rührend</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">grotte</td>
<td width="307" valign="top">Höhle</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">Gorges</td>
<td width="307" valign="top">Schlucht</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">Suisse roman</td>
<td width="307" valign="top">Französische Schweiz</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">la piscine</td>
<td width="307" valign="top">Schwimmbad</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">jamais deux sans trois</td>
<td width="307" valign="top">aller guten Dinge sind drei</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">le comptable</td>
<td width="307" valign="top">der Buchhalter</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">rouspéter</td>
<td width="307" valign="top">meckern, schimpfen</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">le radeau</td>
<td width="307" valign="top">das Floß</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">un dyslexique</td>
<td width="307" valign="top">ein Legastheniker</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">les éducateurs</td>
<td width="307" valign="top">die Leiter</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">une injure</td>
<td width="307" valign="top">ein Schimpfwort, eine   Beleidigung</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">blâmer</td>
<td width="307" valign="top">zurechtweisen</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">les nerfs</td>
<td width="307" valign="top">die Nerven</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">abîmer</td>
<td width="307" valign="top">zerstören</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">la autodétermination</td>
<td width="307" valign="top">Selbstbestimmung</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">détenir qc.</td>
<td width="307" valign="top">etw. hüten, etw. bewahren</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">bégayer</td>
<td width="307" valign="top">stottern</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">suis curieuse</td>
<td width="307" valign="top">gespannt sein</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">améliorer</td>
<td width="307" valign="top">verbessern</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">désespérer</td>
<td width="307" valign="top">verzweifeln</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">rester ferme dans</td>
<td width="307" valign="top">unerschütterlich bleiben</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">déjanté</td>
<td width="307" valign="top">ausgeflippt, durchgeknallt</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">primordiale</td>
<td width="307" valign="top">wichtig</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">fragile</td>
<td width="307" valign="top">verletzlich, zerbrechlich</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">la cabane</td>
<td width="307" valign="top">die Hütte</td>
</tr>
<tr>
<td width="307" valign="top">le présupposé</td>
<td width="307" valign="top">Vorraussetzung</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Au Centre de Formation il n’y a pas beaucoup de français]]></title>
<link>http://zeitzusammen.wordpress.com/2009/05/20/au-centre-de-formation-il-n%e2%80%99y-a-pas-beaucoup-de-francais/</link>
<pubDate>Wed, 20 May 2009 12:15:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>helmutoutdoor</dc:creator>
<guid>http://zeitzusammen.wordpress.com/2009/05/20/au-centre-de-formation-il-n%e2%80%99y-a-pas-beaucoup-de-francais/</guid>
<description><![CDATA[Dans les premières montagnes des Pyrénées, se trouve le Centre de Formation, un internat pour les je]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Dans les premières montagnes des Pyrénées, se trouve le Centre de Formation, un internat pour les jeunes, qui ont des problèmes à l’école et avec leurs parents. Ces jeunes s’occupent du Mas de L’Alzine, un centre de congrès pour des étudiant ou des classes et un grand hôtel. A côté de ce travail les jeunes sont dans l’école.</strong></p>
<p style="text-align:left;">Le centre de Formation est entouré par des montagnes les Pyrénées. Ils sont à 50 Km de la Mer Méditerranéen et de Perpignan. Ici on n’entend pas le vent de la mer mais on a des palmiers, cactus et un climat très doux. On a environ 20 °C chaque jour et un soleil très fort. A cause de ça on ne travaille pas à midi. Au lieu de travailler à midi les gens font une pause dans la maison. Maintenant c’est silencieux et chaud dehors.</p>
<div id="attachment_130" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-130" title="04 Die Schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen" src="http://zeitzusammen.wordpress.com/files/2009/05/04-die-schneebedeckten-gipfel-der-pyrenaen1.jpg" alt="04 Die Schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen" width="600" height="319" /><p class="wp-caption-text">Die Schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen. Dahinter befindet sich Spanien</p></div>
<p>On ne doit pas grimper très haut pour voir les cimes de montagnes avec de la neige dans le sud. La, se trouvent les frontière de l’Espagne et d’Andorre. Il faut aller seulement une heure avec la voiture pour être en Espagne.</p>
<p>Beaucoup de jeunes trouvent le travail difficile et ça est la raison pourquoi ils sont ici. Ici il y a un qui a 15 ans et les deux autre ont 18 ans, comme moi. Avant ils sont venu ils n’avaient pas trouvé du travail et peut à peut ils ont commencé à fumer, boire et dans une clique ils ont pris des dragues.</p>
<p>Seulement une des trois élève vient de la Suisse française mais il parle aussi allemand parce que c’est tous en allemand ici, les leçons, les ordre pour le travail et les conversation quotidiennes. Il y a une seule personne qui ne parle que français avec moi. Cette personne est Bahija, la femme de Grégoire, qui vient du Maroc. Elle est occupée entièrement de l’hôtel mais tout de même très gentille. Un hôtel pour 60 visiteur fait beaucoup de travaille si une seule femme doit nettoyer tous les chambre, tous les lits et laver tout le linge sale.</p>
<p>Grégoire est le fondateur de cette institution pour les jeunes. Il vient de la Suisse allemand pour quelle raison le Centre de Formation était soutient par la Suisse. Mais maintenant c’est fini. La Suisse ne paye plus pour les jeunes, qui ne peuvent pas être près de leur maison. Pourquoi Grégoire a fondé le Centre est une histoire long et émouvant. Peut-être je vais vous la raconter plus tard.</p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td width="171" valign="bottom">s’occuper</td>
<td width="198" valign="bottom">sich um   etwas kümmern</td>
<td width="113" valign="bottom">grimper</td>
<td width="85" valign="bottom">Klettern</td>
</tr>
<tr>
<td width="171" valign="bottom">centre de congrès</td>
<td width="198" valign="bottom">Kongresszentrum</td>
<td width="113" valign="bottom">alcool</td>
<td width="85" valign="bottom">Alkohol</td>
</tr>
<tr>
<td width="171" valign="bottom">palmiers</td>
<td width="198" valign="bottom">Palmen</td>
<td width="113" valign="bottom">la clique</td>
<td width="85" valign="bottom">Klicke</td>
</tr>
<tr>
<td width="171" valign="bottom">cactus</td>
<td width="198" valign="bottom">Kakteen</td>
<td width="113" valign="bottom">dragues</td>
<td width="85" valign="bottom">Drogen</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Euroliner funkelt wie eine Bordelltür]]></title>
<link>http://zeitzusammen.wordpress.com/2009/05/15/38/</link>
<pubDate>Fri, 15 May 2009 20:29:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>helmutoutdoor</dc:creator>
<guid>http://zeitzusammen.wordpress.com/2009/05/15/38/</guid>
<description><![CDATA[Für mich fangen die Ferien schon 5 Tage früher an, da ich ein Praktikum am Centre de Formation in de]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong> </strong></p>
<p><strong>Für mich fangen die Ferien schon 5 Tage früher an, da ich ein Praktikum am Centre de Formation in den Pyrenäen erleben werde. Eine sehr lange Reise, die ich aus Preisgründen mal wieder mit dem Busunternehmen Eurolines bestritt. </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Doch fast hätte ich meinen Euroliner nach Perpignan verpasst, nicht weil ich zu spät dran wäre, sondern weil ich die schicke Karre nicht erkannt hatte. Normalerweise sind Euroliner-Büsse groß, etwas älter und haben osteuropäische Fahrer. Doch dieser Bus war ein nobler Mercedes-Kleintransporter, dessen Innenausstattung eher einem gehobenen Bordell entsprach, statt eines Busses für Billigreisen. Und der Fahrer war ein gestresster Deutscher&#8230;</p>
<p>Doch schon in Karlsruhe stieg ich um, in den üblichen Eurolines-Flair.</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td width="614" valign="top">
<p align="center"><span style="color:#ff0000;">Unbequem kann so billig sein. Ihre Eurolines!</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Spanische, lebensfreudige Fahrer, die kein einziges Wort deutsch können und englisch nur in Bruchteilen. Wie lange die Pausen sind, erfährt man mit Händen und Füßen von den rund 95 % spanischen Insassen.</p>
<p>Dafür merkt man gleich, dass hier eine andere Mentalität herrscht. Sicherheitsgurte weit und breit nicht zu sehen. Dass der Bus somit gar nicht in Deutschland Personen transportieren darf, wird auch „laxo“ genommen.</p>
<div id="attachment_124" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-124" title="03 Wohnhaus Centre" src="http://zeitzusammen.wordpress.com/files/2009/05/03-wohnhaus-centre.jpg" alt="03 Wohnhaus Centre" width="540" height="358" /><p class="wp-caption-text">Das Wohnhaus des Centre de Formation von Süden</p></div>
<p style="text-align:center;">Dann überqueren wir den Rhein und sind in Frankreich. Viel verändert sich da nicht, bis auf die Sprache der Werbung und dass es an jeder Straßenecke ein Tabak-Shop gibt. Zum Schutz der Jugendlichen sind Zigarettenautomaten in Frankreich verboten, wodurch es diese extreme Häufung der Tabakläden gibt. Doch mein erster Eindruck zeigt, dass in Frankreich allgemein mehr Jugendliche rauchen als in Deutschland.</p>
<p>Schon die ganze Fahrt über läuft hier eine Musik, die eine Stimmung verbreitet, wie sie auf der besten Party nicht zu finden ist. Man fühlt in dem Bus ein Stückchen spanisches Territorium mitten in Deutschland mit Lebenslust und konspirativer Musik.</p>
<p>Doch entgegen den russischen Fahrern, die auch in der Nacht die Musik weiter dudeln lassen, wir hier auf klassische Oper im Flüsterton umgeschaltet, geradeso, dass es den Motor übertönt aber genau richtig, dass man gut einschläft.</p>
<p>Aufgewacht bin ich erst, als die Sonne über dem Mittelmeer aufging. Das Meer spiegelte auf der einen Seite und auf der anderen erstrecken sich felsige Hügel, bis sie im Hintergrund zu schneebedeckten Gipfeln übergehen. Auf einer neuen Autobahn erreichen wir Perpignan.</p>
<p>Ein Praktikant und die Hotelleiterin holen mich vom Bahnhof ab. Und der Rest ist auf Französisch.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gerona Autovermietung - Autovermietung Barcelona]]></title>
<link>http://autoverleih.wordpress.com/2009/04/07/gerona-autovermietung-autovermietung-barcelona/</link>
<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 16:21:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>far2eezi</dc:creator>
<guid>http://autoverleih.wordpress.com/2009/04/07/gerona-autovermietung-autovermietung-barcelona/</guid>
<description><![CDATA[Gerona ist voll unentdeckte fantastischen Orte, Architektur und historische Monumente machen aus der]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Gerona ist voll unentdeckte fantastischen Orte, Architektur und historische Monumente machen aus der Altstadt von Gerona einen beeindruckenden Platz. In der Nähe der römischen Stadt ist die Kirche von Sant Feliu, die Abtei von Sant Pere de Galligant, die arabischen Bäder und das jüdische Viertel. Die Kathedrale von Gerona ist wohl eins der grössten Kirchen der Welt. Die beste Jahreszeit diese fantastische Mittelmeerstadt zu besuchen ist der Monat Mai im Frühjahr, wenn das Zentrum der Altstadt sich in eine Explosion von Aromen und Farben verwandelt, eine bekannte Tradition in der Region. </p>
<p>Die Stadt Gerona ist voller Überraschungen, die beeindruckende Architektur und zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten, Museen, Shopping-Arkaden und Parks machen aus Gerona ein faszinierendes Reiseziel. Ob für private oder berufliche Zwecke, Hispacar bietet die beste Preise für <a href="http://www.hispacar.com/autovermietung/gerona/">Gerona Autovermietung</a> und andere touristische Destinationen der spanischen Küste an. Der Flughafen von Gerona befindet sich nur 40 km nördlich von Barcelona und ist deshalb ein populäres Reiseziel bei vielen Touristen weltweit. Gerona ist der ideale Ausgangspunkt um mit einem Mietwagen das Hinterland oder die Pyrenäen zu entdecken. Auch einen Ausflug in eine der schönsten Metropolen des Mittelmeers, Barcelona, ist empfehlenswert.</p>
<p>Barcelona ist eine der kulturreichste Städte Spaniens. Sie ist berühmt für die architektonischen Werke von Antonio Gaudi, dessen Bauwerke sich im Stadtzentrum und der Umgebung befinden. Die bekanntesten Bauten sind La Pedrera und Casa Batlló, am Passeig De Gracia gelegen, oder der von Gaudi entworfene Parc Guell. Ohne Zweifel ist die Sagrada Familia, ein unvervollständigter riesiger Tempel, das Meisterwerk Gaudis. Falls Sie Höhenangst haben, sollten Sie lieber nicht bis ganz oben auf die Türme steigen. Barcelona hat aber auch andere architektonische Schätze zu bieten. Die gothische Kathedrale im Herzen des gotischen Viertels sollte man unbedingt besichtigen.</p>
<p>Die mediterrane und kosmopolitische Barcelona, befindet sich in einer priviligierten Lage umgeben von römische Relikte, mittelalterliche Viertel und die schönsten Beispiele der Avant Garde und des Jugendstils des 20. Jh. Die UNESCO hat die Bauwerke der Katalanischen Architekten Lluís Doménech i Montaner und Antoni Gaudi zu Weltkulturerbe ernannt. Naturliebhaber haben es nicht weit bis zu den Bergen der Cordillera Litoral und den Katalanischen Pyreneen, im Flughafen oder gar in der Innenstadt Barcelonas gibt es mehrere Mietwagenfirmen die Preiswerte <a href="http://www.hispacar.com/autovermietung/barcelona/">Autovermietung Barcelona</a> anbieten.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Quéribus: Die letzte Zuflucht der Katharer]]></title>
<link>http://burgerbe.wordpress.com/2009/02/23/queribus-letzte-zuflucht-der-katharer/</link>
<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 23:22:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jan</dc:creator>
<guid>http://burgerbe.wordpress.com/2009/02/23/queribus-letzte-zuflucht-der-katharer/</guid>
<description><![CDATA[Burg Quéribus bei Cucugnan in den Pyrenäen (Foto: Meins) Die Katharer waren hartnäckig. Obwohl beim ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div id="attachment_1647" class="wp-caption alignright" style="width: 306px"><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2009/02/queribus2.jpg"><img class="size-medium wp-image-1647" title="queribus2" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/02/queribus2.jpg?w=300" alt="queribus2" width="296" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">Burg Quéribus bei Cucugnan in den Pyrenäen (Foto: Meins)</p></div>
<p>Die Katharer waren hartnäckig. Obwohl beim <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Albigenserkreuzzug">Albigenser-Kreuzzug</a> ihr Machtzentrum Carcassonne 1209 in die Hände der Katholiken gefallen war, krallten sich die &#8220;Ketzer&#8221; in mehreren scheinbar uneinnehmbaren Felsenburgen der Pyrenäen fest. Der letzte größere Stützpunkt, der fiel, war 1255 Burg Quéribus.</p>
<p>Erstmals 1020 in einem Testament erwähnt, war die von einem dreifachen Mauergürtel geschützte Burg  in den ersten Jahrhunderten Grenzfeste Aragons gegen das französische Languedoc. Erst 1239 verkaufte Aragon die von Katharern besetzte Feste an Frankreichs König Ludwig IX. Sollten sich doch die Franzosen mit den verbarrikadierten Ketzern herumärgern&#8230;</p>
<p><!--more--></p>
<p>Quèribus steht in 728 Meter auf dem höchsten (und äußerst steilen) Gipfel der Gegend. Man kann von oben bis zur etwa acht Kilometer entfernten Burg Peyrepertuse schauen, bei gutem Wetter sieht man das Mittelmeer am Horizont glänzen. Kommandiert wurde Quèribus in ihren letzten Katharer-Jahren (seit 1241) von dem Haudegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Xacbert_de_Barbaira">Xacbert de Barbaira</a>. Hohe katharische Würdenträger wie der Diakon Benedikt von Termes fanden hier Zuflucht.</p>
<div id="attachment_1661" class="wp-caption alignleft" style="width: 290px"><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2009/02/queribus.jpg"><img class="size-medium wp-image-1661" title="queribus" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/02/queribus.jpg?w=300" alt="queribus" width="280" height="211" /></a><p class="wp-caption-text">Steile Felswände bestimmen das Bild (Foto: Meins)</p></div>
<p>De Barbaira wurde 1255 von seinem ehemaligen Kampfgefährten Oliver de Termes auf Quéribus belagert und musste schließlich nach längerer Belagerung aufgeben &#8211; für die garantie freien Abzugs übergab er die Burg.  Die Zeit der Katharer war wenige Monate später, mit dem Fall der Burg <a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Ch%C3%A2teau_de_Niort-de-Sault">Niort de Sault</a> endgültig beendet.</p>
<p>Burg Quéribus fiel im Vertrag von Orbeil 1258 dann endgültig an Frankreich. Nun bewachte sie von französischer Seite aus die Grenze und wurde somit einer der &#8220;fünf Söhne&#8221; (Grenzfestungen) von <a href="http://burgerbe.wordpress.com/2008/12/22/burg-carcassonne-man-rechnete-immer-mit-verrat/">Carcassonne</a> &#8211; neben Aguilar, Peyrepertuse, Puilaurens und Termes. Von hier aus ließ sich der Durchgang ins Pyrenäen-Massiv der <span>Corbières und die Ebene des </span>Roussillon <span>überwachen.</span></p>
<div id="attachment_1663" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2009/02/queribus3.jpg"><img class="size-medium wp-image-1663" title="queribus3" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/02/queribus3.jpg?w=225" alt="queribus3" width="210" height="280" /></a><p class="wp-caption-text">Der zentrale Pfeiler im gotischen Saal.</p></div>
<p>Das im Inneren prägende architektonische Element der Burg ist ein gotischer Pfeilersaal im Bergfried. Dessen Gewölbe ruht auf einem zentralen Stützpfeiler, der einer Palme ähnelt. Erleuchtet wird er von einem großen Fenster mit steinernem Fensterkreuz. Das Gewölbe trägt eine Terrasse, die man über eine Wendeltreppe erreicht.</p>
<p>1258 wurde die Grenzlinie Frankreich-Aragon praktisch in Sichtweite von Queribus gezogen (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Corbeil">Vertrag von Corbeil</a>). Die französische Krone ließ die Anlage daraufhin ausbauen. Der größte Teil der heute sichtbaren Burg &#8211; speziell die drei Mauerringe &#8211; stammen aus den ersten 50 Jahren der französischen Herrschaft. Im 15. Jahrhundert schafften es aragonesische Truppen trotzdem kurzzeitig, die Anlage zu erobern.</p>
<p>Quéribus behielt seine strategisch wichtige Bedeutung bis zum Pyrenäenvertrag von 1659, als die Grenze erneut neu gezogen wurde und der Expansionsdrang der Spanier einen Dämpfer bekam (Annektion des Roussillon durch Frankreich).</p>
<div id="attachment_1672" class="wp-caption alignleft" style="width: 229px"><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2009/02/queribus61.jpg"><img class="size-medium wp-image-1672" title="queribus61" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/02/queribus61.jpg?w=225" alt="queribus61" width="219" height="291" /></a><p class="wp-caption-text">Blick auf die Ruine vom Donjon aus</p></div>
<p>Sicherheitshalber hielt Frankreich noch einige Jahrzehnte lang eine Garnison auf der Burg. Um die Burg im Schwarzpulver-Zeitalter überhaupt verteidigen zu können, wurden Öffnungen für Kanonen in die Ringmauern geschlagen. Durch die Lage inmitten steiler Felsen k0nnte die Burg von 15 bis 20 Mann gut verteidigt werden.</p>
<p>Während der Revolution wurde die Anlage schließlich komplett aufgegeben. Man hatte gerade wichtigeres zu tun.</p>
<p><span>Es dauerte lange, bis Frankreich sich seines katharischen Erbes bewusst wurde. Erst </span>1907 wurde die Burg in die Liste der <em><a title="Monument historique" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Monument_historique">Monuments historique</a> </em>aufgenommen, 1943 unter Schutz gestellt.<em> </em></p>
<p><span>1951 begann die Restaurierung des Burgturms. Zwischen 1998 und 2002 wurde die Ruine komplett saniert. </span>Neben dem Bergfried sieht man heute die Überreste diverser Gebäude (Haus des Schlossherrn, Kaserne) und der Zisterne.</p>
<p><span>Man kann die Burg jetzt auf einem steilen, steinigen Pfad besichtigen, der Eintritt kostet fünf Euro für Erwachsene und drei Euro für Kinder. Festes Schuhwerk nicht vergessen&#8230;<br />
</span></p>
<p><strong>Links: </strong><a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Ch%C3%A2teau_de_Qu%C3%A9ribus">Quéribus-Eintrag</a> bei Wikipedia (frz.). Mehr zu meiner <a href="http://burgerbe.wordpress.com/2008/10/10/pyrenaen-tour-auf-den-spuren-der-katharer-die-starken-sohne-von-carcassonne/">Pyrenäen-Tour</a> zu den &#8220;Söhnen von Carcassonne&#8221;. Einen leicht verständlichen Artikel zu den Katharern und ihren  Burgen habe ich bei <a href="http://www.echo-online.de/kultur/template_detail.php3?id=604785">Echo-Online</a> gefunden.</p>
<p><strong>Lage:</strong> Über dem Dorf Cucugnan (Beschilderung folgen).</p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2009/02/queribus5.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1665" style="border:0 none;margin:2px;" title="queribus5" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/02/queribus5.jpg?w=72" alt="queribus5" width="72" height="96" /></a><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2009/02/queribus4.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1666" style="border:0 none;margin:2px;" title="queribus4" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/02/queribus4.jpg?w=72" alt="queribus4" width="72" height="96" /></a><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2009/02/queribus7.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1667" style="border:0 none;margin:2px;" title="queribus7" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/02/queribus7.jpg?w=72" alt="queribus7" width="72" height="96" /></a><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2009/02/queribus8.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1668" style="border:0 none;margin:2px;" title="queribus8" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/02/queribus8.jpg?w=72" alt="queribus8" width="72" height="96" /></a><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2009/02/queribus9.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1669" style="border:0 none;margin:2px;" title="queribus9" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2009/02/queribus9.jpg?w=127" alt="queribus9" width="127" height="96" /></a></p>
<p><strong>Fotos: </strong>Meine (Anklicken zum Vergrößern)</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[_una_experiencia_]]></title>
<link>http://eblogdepedro.wordpress.com/2009/01/12/_una_experiencia_/</link>
<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 23:18:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>eblogdepedro</dc:creator>
<guid>http://eblogdepedro.wordpress.com/2009/01/12/_una_experiencia_/</guid>
<description><![CDATA[Que espero no sea única. Bueno, muchos sabéis que a mediados de agosto me fui con mi cuñado y unos a]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Que espero no sea única. Bueno, muchos sabéis que a mediados de agosto me fui con mi cuñado y unos amigos a haer una maarcha por los Pirineos. Estaba planteado todo de forma que salíamos un día y no volvíamos a tener contacto alguno con la civilización hasta el sexto día, cumbreando y buscando lagos o pequeñas balsas de las que poder sacar agua con el filtro para cocer sopa, con nuestras tiendas&#8230; en fin, una experiencia como decía que no voy a poder comparar con ninguna anterior. Pasamos hambre, sufrimos el peso de las mochilas, frío, granizadas&#8230; en fin, sin embargo os digo algo&#8230; recuerdo especialmente la noche que dormimos en las Balsetes d&#8217;Ardones. Mira, desde ahí se ve todo el valle a tus piés y a continuación toda la sierra elevándose gigantesca, con el Aneto coronándola&#8230; donde están las balsetes es una pequeña llanura verde, las vacas están merodeando por ahí, el viento es realmente fuerte, frío&#8230; ves ponerse el sol y te emocionas. Me encantaría repetir esto cien veces y más. Y yo lo recomiendo. Ahí escuchas el silencio por primera vez en la vida&#8230; es especial, emocionante.</p>
<p>En fin, que os dejo para que veáis el vídeo que hay con las fotos de entonces.</p>
<p style="text-align:center;"><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/Zt8_wkV1tWw&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/Zt8_wkV1tWw&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zwischen Genie und Wahnsinn: Salvador Dali]]></title>
<link>http://dietergotzen.wordpress.com/2008/11/27/zwischen-genie-und-wahnsinn-salvador-dali/</link>
<pubDate>Thu, 27 Nov 2008 00:29:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dieter Gotzen</dc:creator>
<guid>http://dietergotzen.wordpress.com/2008/11/27/zwischen-genie-und-wahnsinn-salvador-dali/</guid>
<description><![CDATA[Der Künstler Salvador Dali erregte bis Ende der 80er immer wieder Aufsehen. In meiner aktiven Windsu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Der Künstler Salvador Dali erregte bis Ende der 80er immer wieder Aufsehen. In meiner aktiven Windsurfzeit besuchten wir 1985 sein Heimatdorf Cadaquez am Fuße der Pyrenäen.<!--more--></p>
<p>Salvador Dali war stets medienpräsent. Er verstand es, sich immer wieder mit diversen Aktionen in Szene zu setzen. Viele hielten ihn für einen Spinner, manche schoben vor dem Wort noch &#8220;genialen&#8221; ein. Die gesamte Costa Brava ist heute extrem von Dali geprägt. Überall begegnen einem Plakate mit seinem legendären Bild, den zerfließenden Uhren.</p>
<p>Auf meiner Webseite stelle ich Ihnen einige seiner Exponate vor. Urteilen Sie selbst, sofern es über die Fotografie überhaupt möglich ist. Denn er war ein Meister der Illusion, und in fast all seinen Zeichnungen und Objekten ist irgendetwas versteckt. <a title="Salvador Dali Museum Figueres" href="http://www.foto-dg.de/80.html" target="_blank">Salvador Dali Exponate</a></p>
<p>Das er auch Goldschmied war, ist dem ein oder anderem vielleicht nicht bekannt. Eines der für mich beeindruckendsten Motive erhalten Sie auf meiner Galerieseite als Ilfochrome &#8211; Print in der Rubrik Kunst/ART. <a title="Galerie Dieter Gotzen" href="http://galerieladen.foto-dg.de" target="_blank">Galerieseite Photographie Dieter Gotzen</a></p>
<p>Wer heute nach Cadaquez aufbricht, ist wahrscheinlich über den dortigen Rummel entsetzt. Vor allem im Sommer ist dieses kleine und eigentlich beschauliche Dörfchen völlig überlaufen. Hier findet man an manchen Häusern noch Bilder von Dali aus seinen letzten Tagen. Allerdings ist Cadaquez nicht der Hauptwohnsitz gewesen. Dafür müssen Sie noch ein paar Kilometer weiterfahren. Folgen Sie einfach nur der Beschilderung, oder, wenn Ihnen vom Reiseveranstalter ein Reisexposé von mir ausgehändigt wurde, nehmen Sie die Ausweichstrecke.</p>
<p>Wem das alles zuviel ist, der macht einen Abstecher nach Figueres ins Dali &#8211; Museum. In Figueres unbedingt auf die Beschilderung achten. Spanier nehmen es nicht immer so genau, und ein nach oben gerichtetes Hinweisschild bedeutet: geradeaus.</p>
<p>Um den Künstler Salvador Dali zu verstehen, sollten Sie sich in die Zeit der 60er und 70er hinein begeben. Nur zur Erinnerung: Spanien wurde von Franco als Diktatur geführt. Schon die Zufahrt auf das spanische Zollgebiet glich einem Abenteuer. Die Zollpolizei (Guardia Civil) hatte kein Problem damit, ihre MG´s ins Familienauto zu halten. Aber das ist eine andere Geschichte.</p>
<p>Wer sich für Dali interessiert, der findet unter anderem bei Wikipedia weitere Informationen.</p>
<p>PHOTOGRAPHIE Dieter Gotzen<br />
Telefon: (02192) 9358927<br />
Telefax: (02192) 935223<br />
Internet: <a title="Webseite Photographie Dieter Gotzen" href="http://www.foto-dg.de" target="_blank">http://www.foto-dg.de</a><br />
Email: <a title="Mailadresse Photographie Dieter Gotzen" href="mailto:studio@foto-dg.de" target="_blank">studio@foto-dg.de<br />
</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die spanischen Pyrenäen, ein grosses Skigebiet]]></title>
<link>http://urlaubspanien.wordpress.com/2008/11/26/die-spanischen-pyrenaen-ein-grosses-skigebiet/</link>
<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 11:01:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>ferienwohnungspanien</dc:creator>
<guid>http://urlaubspanien.wordpress.com/2008/11/26/die-spanischen-pyrenaen-ein-grosses-skigebiet/</guid>
<description><![CDATA[Die spanischen Pyrenäen umfassen ein weites Gebiet mit unzähligen Möglichkeiten zur Ausübung von Win]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die spanischen Pyrenäen umfassen ein weites Gebiet mit unzähligen Möglichkeiten zur Ausübung von Wintersportarten. In dem Gebirge gibt es zahlreiche und in verschiedener Hinsicht attraktive Anlagen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei: Neben leichten und für Familien geeigneten Pisten existieren auch komplette grosse Skigebiete. Die sogar im Winter herrschenden angenehmen Temperaturen und eine wunderschöne landschaftliche Umgebung sind weitere Kennzeichen dieser Region im Norden Spaniens. </p>
<p>Im spanischen Teil der Pyrenäen gibt es insgesamt sechzehn Skistationen, die dem Skifahrer alles bieten, was heute im Bereich dieser Sportart auf dem Markt gefordert werden kann: ein interessantes Angebot für Après-Ski-Aktivitäten sowie zahlreiche Serviceleistungen. Die Einrichtungen entlang dieser Bergkette verfügen über die modernsten Infrastrukturen, sowohl im Bereich Ski als auch für Freizeit und Unterkunft. In diesem Sinne sind besonders die Bemühungen um die Förderung des Skisports als Familienunternehmung zu nennen, wobei besondere Sorgfalt auf Kindergärten, Schneeparks und andere Einrichtungen für Kinder gelegt wird. Nicht weniger interessant sind die Zusatzangebote in den Bereichen Kulturtourismus und Gastronomie sowie weitere Aktivitäten rund um den Sport in freier Natur: Schlittschuhlaufen, Flüge im Heissluftballon, Rafting, Wandern, Reitausflüge, Gleitschirmfliegen und Radtouren, um nur einige zu nennen. </p>
<p>Die katalanischen Pyrenäen<br />
Baqueira-Beret ist das bedeutendste unter den elf Wintersportgebieten der katalanischen Pyrenäen. Für viele begeisterte Skifahrer sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland zählen die Skipisten in Baqueira zu den besten Europas. Es gibt höchst anspruchsvolle Abfahrten für sehr gute Skifahrer; daneben stehen jedoch auch weite Gebiete und Pisten zur Verfügung, die sich wunderbar für Anfänger eignen. Ein weiterer grosser Vorteil der Skistation liegt in ihrer günstigen geographischen Situation und der Höhe, wodurch, auch mithilfe der rund fünfhundert Schneekanonen, während der gesamten Saison stets optimale Schneeverhältnisse und eine hohe Qualität garantiert sind. In der näheren Umgebung bieten die Ortschaften Arties, Salardú und Bossot interessante Bauwerke romanischen Stils aus dem 12. und 13. Jahrhundert sowie beispielhafte Zeugnisse der volkstümlichen Architektur der Pyrenäen. </p>
<p>In den Einrichtungen von La Molina und Masella wiederum können Sie ein etwas gelasseneres Après-Ski-Ambiente geniessen. Besonders stark konzentriert es sich Puigcerdá, der Hauptstadt der Region La Cerdaña. Obwohl die beiden Skistationen voneinander unabhängig sind, werden sie durch eine Seilbahn miteinander verbunden. Auf diese Weise verfügt der Skifahrer über Pisten von insgesamt mehr als einhundert Kilometern Länge. </p>
<p>Im Herzen der Zentralpyrenäen in der Provinz Lérida liegt im Valle de Boí das Boí Taüll Resort. In dieser Anlage mitten in den Bergen werden Skisport und andere dem Skifahrer zur Verfügung stehende Freizeitaktivitäten und Tourismusangebote in Einklang gebracht. Es ist die am höchsten gelegene und modernste Station der Pyrenäen. Es befinden sich keine Unterkünfte direkt am Fuss der Pisten; die Schneeverhältnisse sind reichlich und die Pisten werden gut gepflegt. Unter den Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind zudem der Nationalpark von Aigües Tortes und Dörfer mit noch erhaltenen schönen romanischen Gebäuden wie etwa San Clemente de Taüll, Erill la Vall, Sant Feliu, San Lorenzo und Santa María zu nennen. Einige dieser Orte wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. </p>
<p>Ohne die Umgebung von Aigües Tortes verlassen zu müssen, stehen dem Skifahrer in der ebenfalls zur Provinz Lérida zählenden Ortschaft Espot die Skilifte der Station Espot Esquí zur Verfügung, deren Pisten zwischen Pinienwäldern und Tälern verlaufen und nach Nordwesten ausgerichtet sind. Sie sind besonders für erfahrene Skifahrer geeignet. Nicht weit entfernt bieten die Dörfer Sort, Llavorsí und Esterri d&#8217;Aneu unverbesserliche Bedingungen und Einrichtungen für die Ausübung von weiteren Sportarten wie Rafting, Gleitschirmfliegen, Reiten, Canyoning, Kanufahren, Klettern und Wandern. </p>
<p>Den Skistationen Port del Compte, Rasos de Peguera, Tavascán, Vall de Nuría und Vallter 2000 ist die geringe Entfernung und schnelle Anfahrt von Barcelona und Gerona aus sowie ihr ruhiges und familiäres Ambiente gemein. Zusätzlich gibt es noch weitere ideal zur Ausübung anderer Aktivitäten in freier Natur geeignete Einrichtungen und Möglichkeiten für angenehme Aufenthalte in den Bergen. Für Reisenden aus Deutschland ist der Flughafen Barcelona oder Gerona das beste Reiseziel. Mietwagen Anbieter gibt es in Barcelona Flughafen und auch in Gerona gibte es Mietwagen Firmen direkt im Flughafengebäude, die es ermöglichen billige Autovermietung online zu buchen mit eine grosse auswahl von Mietwagen für einen angenehmen Urlaub in Spanien.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ausflug ins Blaue]]></title>
<link>http://nothingtoulouse.wordpress.com/2008/11/11/ausflug-ins-blaue/</link>
<pubDate>Tue, 11 Nov 2008 10:08:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>Sonja</dc:creator>
<guid>http://nothingtoulouse.wordpress.com/2008/11/11/ausflug-ins-blaue/</guid>
<description><![CDATA[Für unseren ersten Ausflug hatten wir kein Ziel, nur zwei Vorgaben: Irgendwie in die Berge und bloß ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Für unseren ersten Ausflug hatten wir kein Ziel, nur zwei Vorgaben: Irgendwie in die Berge und bloß keine teuren Autobahnen. So landeten wir an einem wunderbar sonnigen Tag erst einmal in Foix.</p>
<dl class="wp-caption alignleft">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://nothingtoulouse.files.wordpress.com/2008/11/_a100597.jpg"><img class="size-full wp-image-80" title="Foix" src="http://nothingtoulouse.wordpress.com/files/2008/11/_a100597.jpg" alt="Foix" width="500" height="666" /></a></dt>
</dl>
<p>Die putzig in den Bergen gelegene Kleinstadt wird von einer Burg beherrscht, die, wie der Blick in den Reiseführer verrät, dem Grafen von Foix zu verdanken ist.<br />
Es war Markttag und die ganze Stadt summte und brummte. Wir schlenderten also erst einmal über den pitoresken Markt, wo Johannes fast der Versuchung erlegen wäre, ein Schwein zu erwerben. Zugegebenermaßen war es ein sehr süßes kleines Hausschwein&#8230;</p>
<p>Die den Franzosen heilige Mittagspause machte unseren Ambitionen die Burg zu besichtigen einen Strich durch die Rechnung. So wanderten wir noch einige Zeit ziellos durch die Gassen und setzten dann unsere Tour fort.</p>
<p>Etwa 30 km von Foix entfernt thront die Feste von Montségur auf einem buckeligen Felsen und erinnert an das Ende der großen Zeit der Katharer. Das erzählt zumindest unser schlaues Buch. Hoch und uneinnehmbar, zumindest für uns, denn wir scheitern bei der Besteigung schon an den ersten Metern bei einem unerwarteten Kassenhäuschen. Schon wieder eine Lektion gelernt: In Frankreich kostet wirklich alles Eintritt und das nicht gerade wenig. Trotzdem war das Picknick im Schatten der Burgruine beeindruckend.</p>
<dl class="wp-caption alignright">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://nothingtoulouse.files.wordpress.com/2008/11/_a100607.jpg"><img class="size-full wp-image-89" title="Montségur" src="http://nothingtoulouse.wordpress.com/files/2008/11/_a100607.jpg" alt="Montségur" width="500" height="375" /></a></dt>
</dl>
<p>Weiter ging es immer tiefer in die Pyrenäen. An den Grotten von Lombrives wurde uns sogar vom Guide von der Besichtigung abgeraten &#8211; ob er einfach keine Lust mehr auf eine weitere Führung hatte oder uns einfach zu nett zum Abzocken fand blieb dabei offen.</p>
<p>Der Blick in die Karte verriet uns, dass wir uns schon in unmittelbarer Nähe zu Andorra befanden. Mit der Aussicht auf billiges Tanken haben wir uns also die<br />
Serpetinen bis zu der Grenzstadt Pas de la Casa hochgequält.</p>
<p>Andorra macht sprachlos. Mitten in der kargen Mondlandschaft, zwischen imposanten Gipfeln und grandiosen Ausblicken eine glitzernde Konsumwüste mit Leuchtreklame à la Las Vegas. Andorra macht wirklich sprachlos, das kann man nicht erzählen, das muss man sehen.</p>
<div id="attachment_96" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://nothingtoulouse.files.wordpress.com/2008/11/_a1006352.jpg"><img class="size-full wp-image-96" title="Andorra" src="http://nothingtoulouse.wordpress.com/files/2008/11/_a1006352.jpg" alt="Andorra" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Andorra</p></div>
<div id="attachment_97" class="wp-caption alignleft" style="width: 510px"><a href="http://nothingtoulouse.files.wordpress.com/2008/11/_a1006231.jpg"><img class="size-full wp-image-97" title="Andorra" src="http://nothingtoulouse.wordpress.com/files/2008/11/_a1006231.jpg" alt="Andorra" width="500" height="666" /></a><p class="wp-caption-text">Andorra</p></div>
<p>Der Anblick der Preistafeln vor den Tankstellen und der Etiketten im Supermarkt lösten halbe Begeisterungsstürme aus. Mit vollgepackten Taschen ging es dann mit Einbruch der Dunkelheit wieder zurück ins heimische Toulouse.</p>
<p>Auf jeden Fall ein Ausflug, der Lust auf mehr macht!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Video con Foto Tedesco]]></title>
<link>http://hospitaliers.wordpress.com/2008/11/06/video-con-foto-tedesco/</link>
<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 17:38:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>hospitaliers</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wallfahrt nach lourdes muss man erlebt haben]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div class="watch-video-desc description"><span>Wallfahrt nach lourdes muss man erlebt haben </span></div>
<p style="text-align:center;"><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/UYBGq2GA338&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/UYBGq2GA338&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
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