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	<title>qbis-blog &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "qbis-blog"</description>
	<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 12:24:25 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Vom Preis der Freiheit]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2007/12/17/vom-preis-der-freiheit/</link>
<pubDate>Sun, 16 Dec 2007 23:00:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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<description><![CDATA[Irgendwann muß ich mal meine GNU/Linux-Suse-Ubuntu (Leidens-) Geschichte erzählen. Warum nicht heute]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img src="http://farm1.static.flickr.com/1/4021444_a65332c5b4_m.jpg" align="right" border="3" height="142" hspace="3" vspace="3" width="200" /> Irgendwann muß ich mal meine GNU/Linux-Suse-Ubuntu (Leidens-) Geschichte erzählen. Warum nicht heute? Lassen Sie mich mit einem Geständnis beginnen: Ich bin Überzeugungstäterin. Ich nutze Freie Software aus rein politischen Gründen. Kann nicht ein einziges technisches Problem lösen. Fragen Sie meinen wunderbaren &#8220;Linuxdoktor&#8221;, Jens Kubieziel vom <a href="http://www.kubieziel.de/blog/">Qbis Blog</a>. Also alles eine Frage der Überzeugung. Schließlich geht es um&#8230; <!--more-->&#8230; unsere Rechte und Freiheiten als NutzerInnen. Um die Notwendigkeit, den Quelltext offen zu halten. Um die Idee, in communities bessere Lösungen für alle zu schaffen. Die Verteidigung der Freiheit fordert Opfer.</p>
<p>Ich kann schonmal vorweg nehmen, dass ich der Meinung bin, inzwischen genug Opfer gebracht zu haben. Das liegt freilich nicht an der Freien Software, sondern an der Welt drumrum.</p>
<p>Hier die Geschichte: frisch angekommen in einer thüringischen Kleinstadt und noch ohne Telefonanschluss habe ich es gewagt, einen laptop zu kaufen. Dann nahm ich mir die Freiheit, auf dem guten Stück ausschließlich Linux installieren zu lassen. Ich war stolz auf mich. Jawohl! Dummerweise hatte mich der Computerhändler nicht sachgerecht beraten. Ich suchte mir also den Laptop, der mir am besten gefiel und bezahlbar war. Mir war nicht klar, dass hardware so auszusuchen ist, dass auch die von mir gewünschte Software darauf läuft. Den Hardwareherstellern, so scheint&#8217;s, sind die Bedürfnisse von Bill Gates wichtiger als die der Kunden. Für Computerfreaks ist das eine Binsenweisheit: für technisch unbedarfte politische Überzeugungstäter nicht.</p>
<p>Als nach knapp 3 Monaten (mitten in Deutschland!) der Telefonanschluß kam, nahm das Drama seinen Lauf. Ich packe die Anleitung zur Installation der DSL Software aus. Auf dieser stand mehr oder weniger folgender Text: &#8220;Alles gaaanz simpel. Die Software installiert sich praktisch von allein. CD auspacken, CD einlegen, Click auf einen button, Fertig.&#8221; Tja, auf Windows. Bei mir ging gar nix. Der Service des Telefonanbieters war völlig überfordert mit einer Kundin, die genervt darauf bestand, mit DSL-Installationshinweisen für ein freies Betriebssystem versorgt zu werden. Ich forderte Gleichbehandlung mit Windowskunden. Unverschämtheit. Das Personal befand, ebenfalls genervt, wer Linux hat, soll sehen wie er klarkommt. Ich kam aber nicht klar.<br />
Ich muß einen mitleiderregenden Eindruck gemacht haben. Nach Tagen versucht ein Mitarbeiter besagter Firma, mir in seiner Mittagspause -gegen ein kleines Honorar- wenigstens eine Kabelverbindung aufzubauen.</p>
<p>Ich hatte mich von der Idee verabschieden müssen, mit dem eingekauften DSL Paket und der dazugehörenden Hardware über eine Funkverbindung online zu gehen. Der Telefonanschluß ist im Flur. Nun sitze ich also da -bzw. in meiner Miniküche daneben- statt am Schreibtisch.</p>
<p>Wochen vergehen. Kriegt man nicht doch noch WLAN zum laufen? Die Idee von Jens war, es über einen USB-Stick zu versuchen. Wunderbar. Ich weigerte mich, das Ding zu kaufen. Es würde garantiert das falsche sein. Selbst Jens mußte dreimal in den Laden laufen, um einen Stick zu finden, der sich mit dem vorinstallierten WLAN Programm auf meinem Lap nicht in die Quere kommt und der auf Linux installierbar ist. Dann wechseln wir noch zu Ubuntu.<br />
Nach weiteren Wochen steht nun die WLAN Verbindung &#8211; jedenfalls im Linuxkrankenhaus. Hier zu Hause müssen wir alles erst wieder umprogrammieren. Jens wird mich schon retten. Wieder mal.</p>
<p>Ich revanchiere mich, mit einigem Engagement und habe Richard Stallman nach Jena eingeladen. Bin sicher, dass ich dann vergesse, wieviel Nerven (und Investitionen) ich in dem Prozess gelassen habe und wieder eifrig für meine Überzeugungen fechte.</p>
<p>Heute arbeite ich auf Ubuntu. Jeden Morgen, wenn ich den Rechner anschalte, freue ich mich über dieses afrikanische Wort (aus dem Zulu und Xhosa): Es bedeutet so etwas wie Menschlichkeit, Nächstenliebe, Gemeinsinn. Also genau das, worüber wir hier auf dem Blog die ganze Zeit schreiben.</p>
<pre>foto on flickr by <a href="http://flickr.com/photos/a_mason/" target="_blank">Andrew Mason </a></pre>
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