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	<title>radweg-25 &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/radweg-25/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "radweg-25"</description>
	<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 22:24:23 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Entspannte Herbstrunde im Ried: Wolfskehlen - Leeheim - Dornheim (15,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/28/entspannte-herbstrunde-im-ried-wolfskehlen-leeheim-dornheim-153-km/</link>
<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 22:50:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/28/entspannte-herbstrunde-im-ried-wolfskehlen-leeheim-dornheim-153-km/</guid>
<description><![CDATA[Anscheinend treibt mich der Herbst so ein bisschen in die Ebene. Zumindest bin ich auch heute wieder]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Anscheinend treibt mich der Herbst so ein bisschen in die Ebene.<br />
Zumindest bin ich auch heute wieder unten im Ried gelaufen, und damit zum zweiten Mal in Folge im Flachland.<br />
Das gab´s schon richtig lange nicht mehr&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aber irgendwie war´s auch genau der richtige Tag für die weiten, Felder und Brachwiesen der Rheinebene. Freundlich und ein bisschen verhalten, mit einer etwas fahlen aber angenehmen Herbstsonne, die sich regelmäßig hinter den diesigen Hochnebelschlieren am milchigblauen Himmel versteckte, windstill, nicht zu warm, nicht zu kalt, unspektakulär und umgänglich.<br />
Gar nicht schlecht für Ende Oktober, da liess sich was draus machen&#8230;</p>
<p><!--more--><br />
Gestartet bin ich heute mal in <a href="http://www.riedstadt.de/site/daten/wolfskehlen.php">Wolfskehlen</a>, dem nordwestlichsten Ortsteil der Gemeinde Riedstadt.<br />
Fast zwei Jahre und beinahe 4000 Kilometer her, dass ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/14/im-hagelsturm-durchs-flachland-griesheim-wolfskehlen-und-zuruck-12-8-km/">zum letzten Mal hier durchgekommen bin</a>, da war´s einfach mal wieder an der Zeit. </p>
<p>Ausgangspunkt: Griesheimer Str. in der östlichen Ecke des Dorfes.<br />
Von hier aus: Westwärts, auf der Ernst-Ludwig-Str. einmal längs durch Wolfskehlen durch, auf einem schmalen Bürgersteig an eng stehenden Häusern, Dorfgeschäften und der hübschen Kirche in der Ortsmitte entlang, schließlich links in die Oppenheimer Str. und aus dem Ortskern raus, weiter nach Westen.<br />
Nach 300 m. dann die Bahntrasse am westlichen Ortsende, hier ging´s durch eine von diesen großen, langen Fußgänger- und Radfahrerunterführungen ins Gewerbegebiet auf der anderen Seite der Gleise, und auch dort dann weiter westwärts, dem Radweg 20 folgend vorbei an Supermärkten, Sonderpostengeschäften und dem lokalen Fastfoodburgerbrater mit dem gelben M bis an die B26, die ich überquerte und mich halblinks in direkt südlicher Richtung in die unendlichen Rübenäcker schlug. </p>
<p>Es gibt Tage, da ist es eine Strafe, hier zu laufen &#8211; wenn der Himmel dunkelgrau und tief ist, die Felder leer und trostlos, und es nichts Schönes oder Interessantes gibt, an dem das Auge sich festhalten kann, während es in die Weite schweift.<br />
Heute war zum Glück kein so ein Tag:<br />
Pastellige Herbstatmosphäre in der Ebene, blassgelbes Sonnenlicht von schräg vorne, in der Ferne leichter Dunst über der Ebene, der sich stimmungsvoll an die grünen Hecken, bunten Baumgrüppchen und kleinen Dörfer jenseits der braunen Felder klammerte und dabei von den einzeln herab fallenden Sonnenstrahlen zum Leuchten gebracht wurde.<br />
Irgendwie beruhigend, unaufgeregt und auf eine angenehme Art ein bisschen melancholisch, ein schöner Nachmittag, um sich einfach ein bisschen in den Herbst treiben zu lassen.<br />
Lief sich sehr angenehm, enspannt, ohne Leistungsdruck oder hohes Tempo.</p>
<p>800 m. südwärts auf einem Betonplattenweg voll alter Erdplacken, dann links und wieder nach Westen, über die B44, dann weiter durch die Felder, aufs ferne Leeheim zu, dessen im schlanker Kirchturm bereits über dem Dunst jenseits der vermeintlich unendlichen Äcker erkennbar war. </p>
<p>Hier unten im fast vollkommen flachen, offenen Ried, ziehen sich die Strecken oftmals, auf eine Art und Weise, die man in den Bergen und Hügeln der umliegenden Mittelgebirge kaum erlebt. Auf schnurgeraden Feldwegen läuft man durchs Flachland, das sich in alle Richtungen erstreckt, das nächste Ziel beständig vor Augen, jedoch noch so weit weg, dass es scheinbar kaum näher kommt.<br />
Entsprechend verliert man sich hier oftmals so ein bisschen in der Weite, während sich Wahrnehmung und Bewegung ein Stück weit voneinander abkoppeln.<br />
Manchmal finde ich das unangenehm.<br />
Heute aber nicht, da passte es irgendwie perfekt zu dem milchigen, hellen, etwas verwaschenen Herbsttag&#8230;</p>
<p>Westwärts, westwärts, westwärts, gemächlich, ohne Ambitionen oder Kampf.<br />
Links zog in der Ferne langsam das Dörfchen Erfelden am Altrheinufer vorbei, eingerahmt von den turmhohen alten Bäumen des Kühkopfs, das sich im Dunst langsam in den Herbstabend träumte.<br />
Rechts des Weges, noch weit weg und wesentlich dunstiger, schimmerten die Dächer von Dornheim über die Äcker herüber.<br />
Und geradeaus, ebenfalls noch weit weg, wenn auch im schneckentempo näherkommend, Leeheim, mein nächstes Etappenziel. </p>
<p>Fast ein Kilometer, erst auf einem rissigen Wirtschaftsweg weg, dann auf grasigem Erdboden zwischen den Stoppelfeldern, bis ich das schmale Asphaltband der Riedlinie erreicht. Normalerweise ist die mit einem blauen Punkt markiert, aber hier draußen gibt´s nichts, wo man den Anbringen könnte.<br />
Hier kurz rechts, ein paar hundert Meter nordwärts in Richtung Hof Hayna, bis zu einer Kreuzung mit ein paar Graffiti-beschmierten Stelen und Steinsäulen, an denen ich wieder mal nach Westen abknickte und weiter in Richtung Leeheim lief.</p>
<p>Nochmal 1,4 km westwärts, während sich die Sonne hinter einer lichten Wolkenbank versteckte und weit vorne sich langsam die steilen Hügelflanken des rheinhessischen Hügellandes jenseits des Rheins aus dem hellen Dunst schälten. </p>
<p>Schließlich <a href="http://www.leeheim.de/Lee_start.html">Leeheim</a>. War ich erst einmal, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/10/25/sonniger-sonntagnachmittag-am-rhein-leeheim-kornsand-und-zuruck-165-km/">letzten Sonntag</a>.<br />
Und heute schon wieder. So geht´s manchmal&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Auch hier wieder enge Strassen mit dicht stehenden Häusern, Rieddorfarchitektur eben. Aber nett, vor allem im indirekten Pastelllicht der milchigen Spätnachmittagssonne.<br />
Ich lief immer noch westwärts, zumindest noch ein Stück weit, durch die Schulstr. bis an die Erfelder Str., auf der ich auch am Sonntag durchgelaufen war.<br />
Eigentlich ein Umweg, aber auf der Übersichtskarte sind die beiden Läufe damit direkt verbunden, das sieht einfach sauberer aus&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die Erfelder Str. rechts hoch in den alten Dorfkern, dort dann wieder rechts und auf der Hauptstr. zurück nach Osten. Am Ortsrand dann links hoch, auf den Radweg 18, vorbei an einem Supermarkt, einen kleinen Schlenker am Leeheimer Friedhof, der etwas außerhalb der Dorfgrenzen liegt, dann wieder mal durch die weiten, offenen Felder, neben der K157 nach Nordosten in Richtung Dornheim.</p>
<p>Langes Stück, fast 2,5 km.<br />
Schräg links hinter mir verabschiedete sich allmählich die Sonne &#8211; zwar waren es noch 20 oder 25 Minuten bis zum eigentlichen Sonnenuntergang (um kurz nach FÜNF!!! So ein Unsinn!!!!), aber der zum Boden dichter werdende Dunst verschluckte das gute alte Zentralgestirn regelrecht, so dass es so langsam schon ein bisschen kühl und dämmrig wurde.<br />
Beim letzten Mal hatte ich das noch zum Anlass genommen, einen Zahn zuzulegen, aber heute nicht.<br />
Wie gesagt, angesichts der mild-melancholischen Herbststimmung war das einfach kein Tag zum Tempo machen, außerdem hatte ich gerade am Sonntag wieder gemerkt, dass meine recht einseitig berglauftrainierte Muskulatur im Moment nicht bereit ist, mir eine schnellere Gangart im Flachland ohne Zwicken und Katern durchgehen zu lassen.<br />
Also: Gemessen weiter, unaufgeregt, Schritt für Schritt für Schritt auf dem bequemen Radweg neben der von bunten Bäumchen gesäumten Kreisstrasse durch die Feldlandschaft in die Protodämmerung hinein, dabei immer mal einen Blick nach links hinten über die Schulter zum westlichen Horizont, wo die inzwischen unsichtbare Sonne ein wunderschönes pastellrosaschimmerndes Abendmuster in die schlierigen Wolkenspiralen am purpurbläulichmilchigen Himmel projizierte.<br />
Sehr hübsch.</p>
<p>Ansonsten passierte hier praktisch nichts (außer dass sich kurz mein Zynismus einschaltete, als ich über den Schriftzug &#8220;Sternenprinzessin, ich liebe dich&#8221; lief, den jemand kurz hinter dem Leeheimer Friedhof auf den Radweg gesprüht hatte &#8211; &#8220;Sternenprinzessin&#8221;, nä echt, und das aufm Radweg zwischen den Rübenäckern. Prust&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ), und irgendwann war ich dann in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dornheim_(Hessen)">Dornheim</a>, das bereits zur Kreisstadt Groß-Gerau gehört.<br />
Premiere, denn hier bin ich bisher nur ein paar Mal auf der B44 durchgefahren, aber noch nie durchgelaufen. </p>
<p>Ostwärts, an der Rheinstr. in die Ortsmitte.<br />
Auch hier wieder: Typisches Dorf im Ried, die Häuser stehen eng beieinander und direkt am Bürgersteig, getrennt durch schmale Hofenfahrten mit mannshohen Hoftoren (an denen laufe ich nie so gerne vorbei, wenn hinter so einem Ding ein leicht erregbarer Hund lauert, dann erschreckt man sich immer fast zu Tode), dazwischen ein paar hübsche alte Häuser, Backstein oder Fachwerk.</p>
<p>Am Ende der Rheinstr. erreichte ich die Kreuzung mit der B44 im Dorfkern, wo ich eine kurze Fußgängerampelpause einlegen musste.<br />
Die erste heute, aber in netter Gesellschaft, denn direkt neben der Ampel hat´s eine hübsche <a href="http://www.hgv-dornheim.de/html/geschichte/gaensehirte.html">Skulpturengruppe von einem Mann und ein paar Gänsen</a>, die daran erinnert, dass Dornheim bis in die Fünfzigerjahre hinein das &#8220;Gänsedorf&#8221; im Ried war, durch das jeden Tag hunderte von Gänsen zu ihren weiden getrieben wurden.<br />
Das gibt´s heute nicht mehr, schade eigentlich, charmanter als die B44 wär´ es schon irgendwie&#8230;</p>
<p>Nach der Kreuzung ging´s weiter geradeaus, nun die Bahnhofstr. runter, die nach ein paar hundert Metern den schilfigen Scheidgraben überquerte, der hier durchs Dorf fliesst, und danach durch ein etwas neueres Wohngebiet führte (erkennbar an den breiteren Bürgersteigen, und daran, dass die kleinen Heimstättenhäuschen hier Vorgärten haben und nicht ganz so eng stehen)</p>
<p>Noch 200 m., dann scharf rechts und gleich wieder links, durch die Gerhart-Hauptmann-Str. zum südöstlichen Rand des Örtchens, wo ich mit dem Radweg 18 auf einer Brücke erst die Bahntrasse überquerte, dann zwischen einer erklecklichen Zahl junger Mütter mit einem Pulk semilauffähiger Kleinkinder durchlavieren musste (Interessante Erkenntnis: Dreijährige gucken einem beim Vorbeilaufen fast genauso verständislos nach wie Kühe) und schließlich weiter ostwärts ins ackrige Flachland lief, das ein bisschen nach irgendeinem Küchenkraut roch (Petersilie? Schnittlauch? Ich war nicht sicher).</p>
<p>Inzwischen war die Sonne nicht nur de facto sondern auch de iure hinter dem Horizont verschwunden, entsprechend dämmerte es ernsthaft. Der Himmel färbte sich gräulich purpur (außer im Westen, wo er immer noch in wunderschön schlierigem Rosé-Tönen schimmerte &#8211; leider kriegte ich davon nicht soo viel mit, denn ich lief ja in die entgegengesetzte Richtung  und kann meinen Kopf aus irgendeinem Grund beim Laufen [und auch so] nicht eulenartig um 180° nach hinten drehen&#8230;), das Licht wurde zunehmends schwächer, irgendwo in den Äckern rechts von mir honkte eine einsame Kanadagans traurig ihrer offenbar verloren geganngen Reisegruppe hinterher, und über den Feldern, Gräben und Brachwiesen bildete sich langsam ein fetter, flaumiger Teppich aus weißlich-waberndem Bodennebel.<br />
Hatte so ein bisschen was von Droste-Hülshoff, hier in die heraufziehende Nacht zu laufen. Schön.</p>
<p> Genau 600 m. nach der Brücke ein einsames Wasserhäuschen (oder sowas) in den Feldern, an dem ich rechts abbog, kurz danach eine herbstliche Baumreihe am Scheidgraben passierte und schließlich an einem Baggersee mit hoch aufgetürmten Kiesbergen vorbei zum Weilerhof gelangte, einem großen Gutshof mit schönen alten Häusern, der ca. 1,5 km nördlich von Wolfskehlen zwischen Feldern und Weiden (und ein klein bisschen Wald) liegt. </p>
<p>Durch den ging´s jetzt durch, nach rechts, an der alten Hofreite, den Stellen und ein paar lebensgroßen metallenen Pferdestandbildern vorbei, dann wieder links und südwärts zwischen leeren Pferdeweiden hindurch in Richtung Wolfskehlen und Ziel. </p>
<p>Fast dunkel, bis auf den im Westen immer noch schwach schimmernden Himmel und den im Osten schimmernden verwaschenen Mond, dichte Nebelschwaden, auf den Weiden schauten mir ein paar Eselschen beim vorbeilaufen zu (ich mag Esel. Die sind ein bisschen wie Pferde, aber kleiner und nicht so nah am Wahnsinn gebaut&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) , es wurde so langsam etwas frisch.<br />
Aber immer noch gut zu laufen, der Weg war breit und asphaltiert, die Umgebung mit Feldern, Wald, und Weiden abwechslungsreich, und vor mir waren in der Ferne schon die ersten schimmernden Lichter von Wolfskehlen unter dem blauen Nachthimmel herüber.<br />
Das gefiel mir alles sehr gut, auf eine zufriedene, unaufgeregt-beschauliche Art und Weise.</p>
<p>Insgesamt vielleicht noch 1,2 km südwärts in die beginnende Herbstnacht, durch Wiesen und dunkle Felder, bis ich auf den kurz vor Wolfskehlen auf den Radweg 25 stieß, den ich vor zwei Jahren schon mal in anderer Richtung (und im Hellen) gelaufen war.<br />
Dem musste ich jetzt nur noch folgen, 150 leicht geschwungene m. an einer herbstlich bunten (zumindest nahm ich das an, so richtig viel Farbe war angesichts der Lichtverhältnisse nicht mehr auszumachen) Baum- und Heckenreihe entlang, dann lief ich im Schein der heimelig-gelben Strassenlaternen auf der Ernst-Ludwig-Str. in Wolfskehlen ein, auf der ich nach weiteren 350 m. schließlich wohlbehalten und ein bisschen müde am Ziel ankam, ungefähr zur selben Zeit, zu dem der letzte Schimmer Tageslicht sich aus dem Himmel gen Westen davonstahl.</p>
<p>Kein Kampf, kein Krampf, keine Rekorde, keine Momente für die Ewigkeit.<br />
Einfach nur ein schöner, unaufgeregter Lauf an einem schönen, unaufgeregten Herbsttag durchs schöne, unaufgeregte hessische Ried.<br />
Mehr als genug.</p>
<p>Strecke: 15,3 km<br />
Zeit: 1:32 h (= 9,98 km/h bzw. 6:01 min/km)<br />
Anteil der noch nie gebloggten/gelaufenen Passagen an der Gesamtstrecke: 95,56% (14,62 km von 15,3 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/wolfskehlen-leeheim-dornheim.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/wolfskehlen-leeheim-dornheim.jpg?w=150" alt="Wolfskehlen - Leeheim - Dornheim" title="Wolfskehlen - Leeheim - Dornheim" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6838" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Maria Einsiedel, Winkelbach und Jägersburger Wald mit Hund und Foto (10,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/03/31/maria-einsiedel-winkelbach-und-jagersburger-wald-mit-hund-und-foto-105-km/</link>
<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 19:34:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/03/31/maria-einsiedel-winkelbach-und-jagersburger-wald-mit-hund-und-foto-105-km/</guid>
<description><![CDATA[Das ließ sich gut an heute. Draußen: Strahlender Sonnenschein, aromatische-milde Frühlingsluft, Temp]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Das ließ sich gut an heute.</p>
<p>Draußen: Strahlender Sonnenschein, aromatische-milde Frühlingsluft, Temperaturen um die 15° C &#8211; Königswetter (Für Kaiserwetter hätte es auch noch klar sein müssen, aber leider hing so ein leichter Dunst in der Luft, der die Fernsicht störte und den azurblauen Himmel am Horizont weisslich einfärbte &#8211; aber ich will nicht meckern, solang das Wetter irgendwie blaublütig daherkommt, bin ich ja hochzufrieden <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Drinnen: Gute Laune, Tatendrang, Lust aufs Laufen.<br />
Und zwar nicht irgendwo, heute war mir nach Flachland. Offene Felder, lichter Wald, weiter Horizont, alles in der herrlichen, prallen, drallen Frühlingsonne &#8211; verlockend!<br />
Also schnell eine kleine Tour im großen Jägersburger Wald unten in der Ebene rausgesucht, da war ich schon lange nicht mehr gewesen.<br />
Der Plan: Von Westen über Maria Einsiedel am Ufer des Winkelbachs durch den Wald bis zur Langwadener Fußgängerbrücke (diese Strecke hatte ich schon lange mal erforschen wollen, die Wanderkarte zeigt da einen kleinen Pfad, den ich bisher aber immer verpasst habe), dann auf der Langen Schneise und durch die Felder vor Gernsheim zurück zum Ausgangspunkt.<br />
9 oder 10 angenehme Kilometerchen mit ein bisschen Abenteuer und Entdeckerfeeling, das klang super, da packte ich gleich auch noch den Foto mit ein, einfach so, weil mir danach war.</p>
<p>Oh, und den hier packte ich auch mit ein, der wollte nämlich mit:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1556.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3808" title="img_1556" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1556.jpg" alt="img_1556" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #1: Nemo. Übrigens frisch von seinem Winterpelz befreit, da sieht er gleich mal zwei Jahre jünger aus</em></p>
<p>Außerdem, angesichts des prächtigen Wetterchens, zum ersten Mal dieses Jahr ganz in kurzen Klamotten.<br />
Positiv: Fühlt sich gut an.<br />
Nicht ganz so positiv: Hmm, irgendwie muss die Hose ein klein bisschen eingegangen sein, während sie den Winter über im Schrank gelegen hat. Zumindest glaube ich mich zu erinnern, dass sie im Herbst etwas weniger gespannt hat&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Start mitten im Feld, an der Abzweigung, wo´s von der neuen B44 vor Gernsheim links auf den Fahrweg nach Maria Einsiedel reingeht.</p>
<p><!--more--><br />
Kurz das flache, ackrige Riedpanorama zur dunstigen Bergstrasse mitgenommen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1558-1560pano.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3810" title="img_1558-1560pano" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1558-1560pano.jpg" alt="img_1558-1560pano" width="400" height="139" /></a><br />
<em>Bild #2: Blick vom Startpunkt nach Osten über die Äcker. Am linken Bildrand das Wegkreuz vor Maria Einsiedel (da würden wir auf dem Rückweg vorbeikommen). Im Vordergrund das fruchtbare Ackerland der Rheinebene, im Mittelgrund der Rand des Jägersburger Waldes, bläulich im Hintergrund die nördliche Bergstrasse, gekrönt vom mächtigen Melibokus rechts der Bildmitte</em></p>
<p>&#8230;und schon ging´s los. Kurz auf einem namenlosen Feldweg neben der B44 südwestwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1557.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3811" title="img_1557" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1557.jpg" alt="img_1557" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #3: Heute war´s hier draussen im offenen Gelände so gleissend hell, da kriegte der Foto schon leichte Probleme mit der Belichtung, wenn man ihn nur in die ungefähre Richtung unses geschätzten Zentralgestirns deutete</em></p>
<p>&#8230;dann links auf einen schönen, leicht alleeartigen Fußweg..<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1561.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3812" title="img_1561" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1561.jpg" alt="img_1561" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #4: Riedlinie in südöstlicher Richtung vor Gernsheim</em></p>
<p>&#8230;und dem blauen Kreismarker der Riedlinie folgend nach Süden, in Richtung Maria Einsiedel.</p>
<p>Wunderbarer Weg &#8211; sehr gepflegt, äußerst bequem zu laufen, voll in der warmen, freundlichen Sonne. Hübsch.<br />
Nach 300 m. passierten wir eine kleine Backsteinkapelle am Wegesrand&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1571.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3813" title="img_1571" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1571.jpg" alt="img_1571" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 5: Kapelle an der Riedlinie. Hier in der Umgebung hat´s überhaupt sehr viele kleine religiöse Stätten, was natürlich an der Nähe von Maria Einsiedel liegt, das ein waschechter katholischer Wallfahrtsort ist. Aber dazu gleich mehr&#8230;</em></p>
<p>&#8230;trafen direkt dahinter auf den Winkelbach, dessen Ufer wir für die nächsten vier oder fünf Kilometer folgen wollten&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1572.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3814" title="img_1572" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1572.jpg" alt="img_1572" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #6: Winkelbach zwischen Maria Einsiedel und Gernsheim. Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lauter_(Odenwald)">Winkelbach</a> hat die Besonderheit, dass er zwei Namen besitzt: Sein oberer Teil, der von der Quelle an der Neunkircher Höhe durch den Odenwald bis nach Bensheim fliesst, heisst Lauter. Der untere Teil hingegen, der von Bensheim aus durchs Ried fliesst und bei Gernsheim in den Rhein mündet, heisst Winkelbach. Die Lauter/der Winkelbach ist einer der zwei Odenwaldflüsse, deren Verlauf ich inzwischen fast vollständig von der Quelle bis zur Mündung erlaufen habe (der andere ist die weiter nördlich verlaufende Modau).</em></p>
<p>&#8230;und näherten uns Bald schon Maria Einsiedel, das wie eine kleine grüne Oase zwischen den braunen, platten Äckern herübergrüßte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1573.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3815" title="img_1573" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1573.jpg" alt="img_1573" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #7: Maria Einsiedel von Norden aus. Links die neue Pilgerhalle, in der Bildmitte der Turm der Wallfahrtskirche zwischen den Bäumen</em></p>
<p>Eigentlich hätten wir <a href="http://www.maria-einsiedel.de/">Maria Einsiedel</a> ja links liegen lassen können, aber es ist hübsch, ich hatte den Foto dabei, und ich mag es eigentlich sehr gerne.<br />
Also machten wir einen kleinen Abstecher hinein.</p>
<p><em>Kurzinfo: Maria Einsiedel ist eine kleinen, schön begrünten Gebäudeansammlung mitten in den weiten Feldern vor Gernsheim, zu der u.a. eine kleine Wallfahrtskirche, eine Pilgerhalle und ein katholisches Jugendhaus gehören. Seit Jahrhunderten ist es ein offizieller Wallfahrtsort für Katholiken, die Hauptwallfahrt findet jedes Jahr im Juli statt. Der <a href="http://www.gg-online.de/html/maria_einsiedel.htm">Gründungsmythos</a> besagt, dass hier einst eine Marienstatue in einem Holunderbusch gefunden wurde. Als man die in die Gernsheimer Kirche brachte, verschwand sie dort in der nächsten Nacht und tauchte wieder im selben Busch auf. Das ging ein paar mal so, bis man schließlich eine eigene Kirche für die Statue baute und den Ort zur Wallfahrtstätte wurde.<br />
Als heidnischer Nicht-Katholik finde ich den Ort irgendwie immer total faszinierend&#8230;</em></p>
<p>Kurz links von der Riedlinie und dem Winkelbachufer ab&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_15751579pano.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3816" title="img_15751579pano" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_15751579pano.jpg" alt="img_15751579pano" width="400" height="210" /></a><br />
<em>Bild #8: Westlicher Zugang von Maria Einsiedel</em></p>
<p>&#8230;Nemo an die Leine, damit er keinen Unfug anstellt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1577.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3817" title="img_1577" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1577.jpg" alt="img_1577" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #9</em></p>
<p>&#8230;und rein ins kleine, grüne, gepflegte Herz des Wallfahrtsörtchens und dort ein bisschen umgesehen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_158687p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3818" title="img_158687p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_158687p.jpg" alt="img_158687p" width="400" height="228" /></a><br />
<em>Bild #10: Zentraler Platz von Maria Einsiedel. Mittig rechts der Freiluftaltar für Gottesdienste unter freiem Himmel, rechts die kleine Wallfahrtskirche</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1579.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3819" title="img_1579" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1579.jpg" alt="img_1579" width="400" height="297" /></a><br />
<em>Bild #11: Wallfahrtskirche von schräg&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_158081p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3820" title="img_158081p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_158081p.jpg" alt="img_158081p" width="400" height="675" /></a><br />
<em>Bild #12: &#8230;und frontal</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1583.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3821" title="img_1583" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1583.jpg" alt="img_1583" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #13: Allee von der Kirche nach Osten</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1585.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3822" title="img_1585" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1585.jpg" alt="img_1585" width="400" height="505" /></a><br />
<em>Bild #14: Bildstock (oder etwas in der Art) hinter dem Freiluftaltar. Offenbar ist Maria Einsiedel nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem speziellen Anlaufpunkt für Heimatvertriebene geworden, von denen viele in diese Gegend gezogen sind</em></p>
<p>Wie gesagt: Wirklich hübsch und freundlich hier, und gerade weil ich ja von Haus aus wenig Bezug zum Katholizismus im Besonderen und der Religion im Allgemeinen habe immer eine irgendwie interessante Geschichte.</p>
<p>Nachdem wir uns kurz umgetan und ein bisschen die friedliche Atmosphäre und den Schatten genossen hatten, ging´s weiter. Zurück auf die Riedlinie (nun kurz ergänzt durch den Saar-Rhein-Main-Weg/gelbes Plus), und zwischen Winkelbach und der Rückseite von Maria Einsiedel ein hübsches Pfädchen entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1590.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3823" title="img_1590" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1590.jpg" alt="img_1590" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #15</em></p>
<p>&#8230;vorbei an einem weiteren großen Holzkreuz&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1593.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3824" title="img_1593" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1593.jpg" alt="img_1593" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #16: Dieses Mal ein Mahnmal für die Weltkriegsopfer</em></p>
<p>&#8230;und einer wunderschönen alten Weide direkt am Bachufer&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1594.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3825" title="img_1594" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1594.jpg" alt="img_1594" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #17</em></p>
<p>&#8230;bis wir am Ende von Maria Einsiedel wieder läuferisches Neuland erreichten, nämlich den mysteriösen, unmarkierten Weg direkt am Ufer des Winkelbachs, den die Wanderkarte verzeichnet hatte.<br />
Naja&#8230;<br />
Also ganz ehrlich, ein Weg war´s nicht. Nicht mal so richtig ein Pfad. Eigentlich nur eine Wiese direkt neben der Uferböschung:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1596.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3826" title="img_1596" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1596.jpg" alt="img_1596" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #18</em></p>
<p>War aber ok &#8211; ein bisschen holprig und uneben, aber insgesamt ganz ordentlich zu laufen.</p>
<p>Und so folgten wir dann also erstmal dem ruhig dahinfliessenden Winkelbach.<br />
Erst ein gutes Stück durch die schier unendlich weiten Äcker, die angesichts des gleissend hellen Sonnenlichts und ihrer vorfrühlingshaften Kahlheit irgendwie was Wüstenartiges hatten (aber auf eine durchaus aparte Art und Weise)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1597-1600p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3827" title="img_1597-1600p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1597-1600p.jpg" alt="img_1597-1600p" width="400" height="122" /></a><br />
<em>Bild #19: Die Bäume am linken Bildrand sind die letzten Ausläufer von Maria Einsiedel. Die rechts am Horziont sind der Jägersburger Wald. Und gaaanz hinten lugt wieder die blauschemenhafte Bergstrasse hervor</em></p>
<p>&#8230;dann an einer buschigen Hecke entlang, die &#8211; dem Geräuschpegel nach zu Urteilen &#8211; bis zum Bersten mit singenden Vögeln zugepackt war&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1602.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3828" title="img_1602" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1602.jpg" alt="img_1602" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #20: Nicht im Bild: Der wesentlich komfortablere Saar-Rhein-Main-Weg, der jenseits der Hecke in vielleicht 50 m. Entfernung parallel verläuft</em></p>
<p>&#8230;bis der &#8220;Pfad&#8221; sich ca. 1 km nach Maria Einsiedel immer mehr dem Rand des Jägersburger Waldes näherte und schließlich in den betonierten Saar-Rhein-Main-Weg überging, der dann doch ein bisschen angenehmer zu laufen war als das holprige Wiesenstück.</p>
<p>Hier draußen in der prallen Sonne herrschte übrigens eine Bullenhitze &#8211; ich schwitzte ordentlich, und der arme Nemo, der ja noch gutes Stück hitzeanfälliger ist als ich, war schon ziemlich am Hecheln:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1603.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3829" title="img_1603" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1603.jpg" alt="img_1603" width="400" height="310" /></a><br />
<em>Bild #21: Hechelnder Nemo auf sonniger Wiese vor betoniertem Saar-Rhein-Main-Weg</em></p>
<p>Immerhin freuten sich die Schmetterlinge über die Wärme, so wie die hier gleich dutzendweise rumflatterten:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1607.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3830" title="img_1607" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1607.jpg" alt="img_1607" width="400" height="395" /></a><br />
<em>Bild #22: Im Flug kriegte ich keinen Schmetterling vor die Linse, aber zumindest diesen Gelben (Zitronenfalter???) konnte ich beim Aussaugen irgendeiner Frühlingsblume ablichten</em></p>
<p>Und weiter, schwitzend, hechelnd und den Frühling geniessend am das Ufer entlang. Nach ein paar hundert Metern knickte der bequeme Saar-Rhein-Main-Weg links nach Norden, und liess uns einmal mehr mit einem einem einsamen Wiesenstreifen samt winzigem Pseudopfädchen zurück, der dem gewundenen Bachlauf tiefer in den Wald hinein folgte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1608.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3832" title="img_1608" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1608.jpg" alt="img_1608" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #23: In den Jägersburger Wald hinein&#8230;</em></p>
<p>Wir hinterher. Ab hier vollkommenes Neuland, das war natürlich besonders spannend.</p>
<p>Nach ein paar Metern aber erstmal eine kurze Pause. Nemo machte inzwischen einen ziemlich durstigen und hitzigen Eindruck, also lotste ich ihn mal kurz die steile Böschung runter an den Winkelbach.<br />
Eigentlich sollte er ja nur was trinken, aber irgendwie hatte er das falsch verstanden und stürzte sich gleich ganz in die Fluten&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1610.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3833" title="img_1610" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1610.jpg" alt="img_1610" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #24: Rin in die Kartoffeln&#8230;</em></p>
<p>&#8230;die sich allerdings als deutlich tiefer herausstellten, als er es erwartet hatten &#8211; bevor er sich´s versah, verlor er den Boden unter den Füßen und begann, langsam im Strom abzutreiben.<br />
Davon gibt´s kein Foto, weil ich zu diesem Zeitpunkt schon drauf und dran war, hinterherzuspringen, um meinen Hund vor einer unfreiwilligen Reise in den Rhein und die Nordsee zu bewahren.<br />
Glücklicherweise werden alle Hunde mit einem Satz verlässlicher Schwimmsoft- und -hardware ausgeliefert, die nun ansprang: Nachdem Nemo die ersten Überraschung überwunden hatte, paddelte er aus eigener Kraft, mit der bedingt souveränen Grazie eines besoffenen Nilpferds, zurück an rettende Ufer&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1611.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3834" title="img_1611" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1611.jpg" alt="img_1611" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #25: &#8230;raus aus die Kartoffeln.</em></p>
<p>&#8230;wo er dann stolz und ein bisschen nach nassem Hund stinkend erstmal ein wenig rumposierte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1612.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3835" title="img_1612" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1612.jpg" alt="img_1612" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 26: Aber erfrischt isser jetzt immerhin</em></p>
<p>Und weiter ging´s: Einfach immer weiter dem Winkelbach hinterher, auf dem ca. 15 m. breiten Wiesenstreifen neben der Uferböschung durch den Wald:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1616.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3836" title="img_1616" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1616.jpg" alt="img_1616" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #27</em></p>
<p>Auch hier: Kein richtiger Weg, sondern nur eine Art holpriger Pseudpfad, der immer mal wieder durch Wildschweinspuren oder Unmengen von Maulwurfshügeln zerkratert war. Ein bisschen anstrengend, aber insgesamt gut zu laufen &#8211; zumal wir die perfekte Jahreszeit erwischt hatten, und das Gras schön niedrig war &#8211; in ein paar Monaten wird hier meterhohes Elefantengras voller Zecken und Brennesseln wuchern, durch das es fast kein Durchkommen geben dürfte.</p>
<p>Jetzt war´s aber noch ein hübsches, einsames Stück fernab der normalen Spazierwege, das sich gut bewältigen liess &#8211; rechts konstant der Winkelbach (den ich zugegebenermaßen etwas lieber mag, solange er die noch Lauter ist &#8211; oben im Odenwald ist er nämlich ein kleiner aber ungezähmter Bergbach, hier unten ist er kanalisiert und nicht so richtig naturnah, das ist doch ein bisschen weniger spektakulär), links der dichte aber noch kahle Waldrand mit seinen alten, knorrigen Bäumen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1604-06p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3837" title="img_1604-06p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1604-06p.jpg" alt="img_1604-06p" width="400" height="540" /></a><br />
<em>Bild #28: Kann sein, dass ich mich irre, aber ich hatte den Eindruck, dass die Bäume hier im Vergleich zur wenige Kilometer weiter westlich liegenden Bergstrasse noch nicht ganz so weit sind. Lediglich ein paar vereinzelte Knospen ließen sich hier unten erkennen</em></p>
<p>&#8230;ganz selten mal durchbrochen von einem Querweg tiefer in den Wald:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1614.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3838" title="img_1614" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1614.jpg" alt="img_1614" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #29</em></p>
<p>Abgesehen davon sah´s eigentlich immer recht ähnlich aus, egal ob nach einem halben Kilometer&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_161819p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3839" title="img_161819p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_161819p.jpg" alt="img_161819p" width="400" height="393" /></a><br />
<em>Bild #30</em></p>
<p>&#8230;oder nach anderthalb Kilometern:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_162021p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3840" title="img_162021p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_162021p.jpg" alt="img_162021p" width="400" height="380" /></a><br />
<em>Bild #31</em></p>
<p>Aber hübsch.</p>
<p>Lediglich die Geräuschkulisse änderte sich langsam, da sich zum frenetischen Gezwitscher der von Frühlingssonne und Hormonen aufgeheizten Waldvögel zusehends das dröhnen der unsichtbaren aber stetig näherrückenden Autobahn gesellte. Nicht ganz so idyllisch, aber zumindest ein guter Gradmesser dafür, dass wir vorankamen.</p>
<p>Nach insgesamt über vier Kilometern am Ufer war´s schließlich an der Zeit, sich vom Winkelbach zu verabschieden. Auf Höhe der Winkelbachbrücke vor Langwaden&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1622.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3844" title="img_1622" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1622.jpg" alt="img_1622" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #32: Winkelbachbrücke vor Langwaden. Die überquerten wir natürlich nicht, denn sie führt nach Süden, und wir wollten ja zurück nach Nordwesten. Aber fotografiert hab´ ich sie trotzdem. Wenn man schon mal da ist&#8230;</em></p>
<p>&#8230;links. Mal wieder ein ordentlicher Waldweg (Nibelungenweg/Gelbes Quadrat und Riedlinie/Blauer Kreis), der nach ein paar Metern die Kreuzung am Anfang der Langwader Fußgängerbrücke über die A67 erreichte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1625.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3845" title="img_1625" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1625.jpg" alt="img_1625" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #33: Wegweiser kurz vor Langwaden. Im Hintergrund schimmert bereits die Autobahn durch die Bäume</em></p>
<p>&#8230;wo wir dann noch mal links abbogen, und uns auf den Rückweg machten. Radweg 25 im Jägersburger Wald, erst kurz ein Stück an der Wiese neben der A67 entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1627.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3846" title="img_1627" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1627.jpg" alt="img_1627" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #34</em></p>
<p>&#8230;und dann einfach nur noch geradeaus auf der &#8220;Langen Schneise&#8221;&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1628.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3847" title="img_1628" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1628.jpg" alt="img_1628" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #35</em></p>
<p>&#8230;zurück nach Nordwesten, mittendurch durch den hohen, alten, sonnigen Wald:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1630-32p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3848" title="img_1630-32p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1630-32p.jpg" alt="img_1630-32p" width="400" height="875" /></a><br />
<em>Bild #36: Wenn eine Schneise Wald den Namen &#8220;Lange Schneise&#8221; trägt, ist sie meistens ziemlich lang</em></p>
<p>Schöner Weg. Gut zu laufen. Mit jedem Schritt liess das Rauschen der Autobahn hinter uns wieder etwas nach und die Vögel eroberten sich mehr und mehr ihren Platz an der Spitze des Geräuschpegels zurück.<br />
Hin und wieder mal ein einsamer Radfahrer, ansonsten nix los. Viel helles Sonnenlicht, viele Stimmungsvoll tiefe Schatten.</p>
<p>Nach ca. 1 km mehrten sich am Wegrand die Spuren kürzlich durchgeführter intensiver Baumfällarbeiten: Links und rechts waren gewaltige Stapel frisch geschnittener Baumstämme aufgetürmt, dazwischen immer mal die tiefen Spuren schweren Geräts, die sich Lindwurmartig in den Wald hineinzogen. Der Wald selbst schien davon kaum beeinträchtigt, der ist so groß und dicht, da fielen die gefällten Bäume im Gesamtbild nicht weiter auf.</p>
<p>An der großen Kreuzung mitten im Wald&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1637.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3849" title="img_1637" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1637.jpg" alt="img_1637" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #37: Links geht´s hier wieder runter an den Winkelbach, die Abzweigung rechts führt zur einsamen und halbvergessenen Brücke über die A67 zwischen Hähnlein und Langwaden</em></p>
<p>&#8230;wollte man uns dann umleiten:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1638.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3850" title="img_1638" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1638.jpg" alt="img_1638" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #38: Schildinspekteur Nemo</em></p>
<p>Allerdings konnte man &#8211; weil´s ja die Lange Schneise war &#8211; inzwischen bis zum gegenüberliegenden Waldrand gucken, und da gab´s keine Forstarbeiten.<br />
Und die vereinzelten Radfahrer waren auch alle durchgefahren.<br />
Und außerdem sind wir ja total die Draufgänger&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1643.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3852" title="img_1643" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1643.jpg" alt="img_1643" width="400" height="384" /></a><br />
<em>Bild #39: Ein Blick wie Steve McQueen</em></p>
<p>&#8230;also liefen wir dann doch durch.<br />
Was schwäbische Hippokraten können, können wir schließlich schon lange! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Überhaupt kein Problem, hier gab´s wie vermutet weder Kreissägen, noch Waldarbeiter, noch schweres Gerät, noch fallende Bäume. Nur viele ruhigen Wald, ein paar hübschen Lichtungen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1644.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3853" title="img_1644" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1644.jpg" alt="img_1644" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #40</em></p>
<p>&#8230;und zwischendurch mal das halbversteckte Häuschen des Gernsheimer Vogelschutzbundes, das mir hier noch nie aufgefallen war, obwohl ich eigentlich schon mal vorbeigekommen sein müsste:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1647.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3854" title="img_1647" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1647.jpg" alt="img_1647" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #41: Nanu? Wo kommt das denn her?</em></p>
<p>Und dann war der Jägersburger Wald auch schon wieder zu Ende:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1655.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3855" title="img_1655" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1655.jpg" alt="img_1655" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #42: Westlicher Waldrand am Ende der Langen Schneise</em></p>
<p>Wieder raus ins Freie, in die weiten, strahlend hellen, erdigbraunen Felder vor Gernsheim&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1656.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3856" title="img_1656" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1656.jpg" alt="img_1656" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #43: Wie gesagt &#8211; hatte etwas Wüstenartiges. Bei schlechtem Wetter sicher total trübsinnig, heute, unter den ungefilterten, warmen Strahlen der Frühlingssonne, war´s auf seine Weise aber auch irgenwie schön</em></p>
<p>&#8230;und auf holprigen, namenlosen Feldrainpfaden&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1658-68p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3857" title="img_1658-68p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1658-68p.jpg" alt="img_1658-68p" width="400" height="70" /></a><br />
<em>Bild #44: 180°-Ried-Panorama</em></p>
<p>&#8230;weg vom Wald und irgendwie zurück in Richtung des Ausgangspunktes&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1669.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3858" title="img_1669" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1669.jpg" alt="img_1669" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #45</em></p>
<p>Wüstenartig waren hier draußen übrigens auch wieder die Temperaturen, es war fast schon hochsommerlich warm. Da freute sich manch ein Expeditionsteilnehmer über die häufigen Schlammoasen am Weg:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1670.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3859" title="img_1670" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1670.jpg" alt="img_1670" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #45: Glücklicherweise war´s nur Wasser, anscheinend hatten die Bauern ihre Felder in der Umgebung noch nicht mit Gülle gedüngt&#8230;</em></p>
<p>Irgendwann mal westwärts, dann wieder nordwärts, vorbei an folienbedeckten Feldern, die so sehr in der Sonne gleissten, dass es einen fast blendete&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1671.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3860" title="img_1671" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1671.jpg" alt="img_1671" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #46: Die Bäume im Hintergrund, das ist übrigens schon wieder Maria Einsiedel</em></p>
<p>&#8230;bis wir schließlich auf den asphaltierten Feldweg zwischen Maria Einsiedel und den Aussiedlerhöfen am Stockweg gelangten. Noch schnell eine Panoramaaufnahme von der fernen Bergstrasse jenseits der Ebene gemacht&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1672-80p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3861" title="img_1672-80p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1672-80p.jpg" alt="img_1672-80p" width="400" height="42" /></a><br />
<em>Bild #47: Der langgezogene Bergrücken links ist das Frankensteinmassiv samt Ilbeskopf, das sich von Eberstadt bin Seeheim zieht. Wenn man ganz genau hinschaut, kann man relativ weit links, über dem äußersten Wellblechdachunterstand auf der Weide, die Türme der Burg Frankenstein erkennen.<br />
Rechts davon wird´s dann etwas niedriger, dort sind die Wiesen an der Neutscher Höhe zu sehen, gekennzeichnet durch die drei charakteristischen Windräder. Unter dem mittleren Windrad sieht man knapp über dem Waldrand das Lufthansa-Schulungszentrum über Seeheim. Rechts unter dem rechten Windrad kann man den weißen Funkmast an der Alexanderhöhe bei Jugenheim ausmachen, rechts davon (und wieder etwas höher) die Häuser von Steigerts auf der Steigertser Höhe. Rechts davon beginnt sich dann langsam das Melibokusmassiv aufzutürmen, erst zum noch relativ niedrigen Darsberg (über dessen Gipfel der Funkmast des höheren aber weiter hinter liegenden Felsbergs herausragt), direkt rechts darunter und nur knapp über den Gipfeln des Jägersburger Waldes der Turm vom Alsbacher Schloss. Dann der Melibokus selbst, auf dem man den hohen Funkturm und direkt davor den kleineren, leuchtenden Aussichtsturm erkennt (und direkt links unter dem Aussichtsturm die felsige Scharte am Abgrund, an der die Drachenfliegerrampe steht). Dann geht´s wieder abwärts in etwas niedrigere Höhenlagen (hinter denen bereits der mächtige Höhenzüg der Knodener Höhe sichtbar ist), bis zum Auerbacher Schloss, dass am ganz rechten Bildrand gerade noch erkennbar ist</em></p>
<p>&#8230;dann links, den Asphaltweg entlang bis zum Hubertushof ganz knapp vor Maria Einsiedel.<br />
Hier gab´s&#8230;</p>
<p>&#8230;blühende Forsythien (ein sicheres Zeichen, dass der Frühling da ist)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1681.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3862" title="img_1681" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1681.jpg" alt="img_1681" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #48</em></p>
<p>&#8230;Ponies und Pferde&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1682.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3863" title="img_1682" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1682.jpg" alt="img_1682" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #49</em></p>
<p>&#8230;kopflose Hühner&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1683.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3864" title="img_1683" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1683.jpg" alt="img_1683" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #50</em></p>
<p>&#8230;sowie die letzte Abzweigung rechts hoch zum Ziel.<br />
Die nahmen wir.</p>
<p>Noch 400 m. nordwärts durch die Felder, vorbei an Horden nordic walkender Damen (von denen die meisten ein paar mitleidige Blicke für den hechelnden Nemo übrig hatten) und einem letzten, hübschen, mit frischen Blumen geschmückten Wegkreuz&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1685.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3865" title="img_1685" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1685.jpg" alt="img_1685" width="400" height="543" /></a><br />
<em>Bild #51: Übrigens das, das in Bild #2 schon mal zu sehen war</em></p>
<p>&#8230;und dann hatten wir´s auch schon geschafft &#8211; Ziel!</p>
<p>Schöne Tour.<br />
Insgesamt schön problemlos, viel Licht und Wärme in ansprechender Umgebung, dazu das mal wieder das hübsche Maria Einsiedel und die Erkundung des bisher unentdeckten Winkelbachufers, so mag´ ich das.<br />
Allerdings auch mit einem Wermutstropfen, denn für Nemo war´s heute schon fast zu warm &#8211; denn werde ich bald in seine wohlverdiente Sommerpause schicken, und dann fürs nächste Jahr einsam und hundlos durch die Gegend streifen müssen&#8230;</p>
<p>Strecke: 10,5 km<br />
Zeit: Wees ick imma noch nüsch&#8230;<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 54,19 % (5,69 km von 10,5 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/maria-einsiedel-und-winkelbach.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-3806" title="maria-einsiedel-und-winkelbach" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/maria-einsiedel-und-winkelbach.jpg?w=128" alt="maria-einsiedel-und-winkelbach" width="128" height="93" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Erweiterte Wochenübersicht 2008 KW 48 (01.12.-07.12)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/07/erweiterte-wochenubersicht-2008-kw-48-0112-0712/</link>
<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 19:31:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/07/erweiterte-wochenubersicht-2008-kw-48-0112-0712/</guid>
<description><![CDATA[Aus Zeitgründen gibt´s vorerst leider nur Laufblog Light™, also die Laufberichte nur in Form eines e]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>Aus Zeitgründen gibt´s vorerst leider nur Laufblog Light™, also die Laufberichte nur in Form eines erweiterten Wochenrückblicks.<br />
Siehe unten.</em></p>
<p>Humpf. Bescheidene Woche. Das Wochensoll hab´ ich zwar erreicht, aber dieses Mal ist es mir echt nicht leicht gefallen.<br />
Schuld daran war vor allem das Wetter: Als bekennender Schönwetterläufer schlägt mir so eine Witterung wie in dieser Woche einfach furchtbar aufs Gemüt. Da muss ich mich jedesmal überwinden, um bei Sturm und Dauerregen loszulaufen, und die Touren unter solchen Bedingungen kotzen mich eigentlich ausnahmslos an, machen überhaupt keinen Spass, und kosten total viel Kraft. Ein, zweimal in der Woche ist das erträglich, aber wenn es von Montag bis Sonntag durchgängig feuchtkaltrüb ist und Bindfäden regnet&#8230; Bäh!!!</p>
<table style="border-collapse:collapse;border:black 1px solid;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="5">
<tbody>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Tag</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Strecke</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Zeit</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Entfernung</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Mo.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"> </p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Di.</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:center;border:black 1px solid;"> </td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Mi.</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:center;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/4-orte-runde-an-der-bergstrasse.jpg">4-Orte-Sprint bei Dauerregen</a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">0:40 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">7,9 km</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Do.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/raststatte-bb-griesheim-weiterstadt.jpg">An der Autobahn durchs Ried: Raststätte Büttelborn &#8211; Griesheim &#8211; Weiterstadt</a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">1:06 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">11,3 km</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="left">Fr.</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center">-<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/um-ober-beerbach.jpg"></a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Sa.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/um-den-melibokus-bei-regen.jpg">Wieder mal um den Melibokus</a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">1:06 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">10 km-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">So.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/jagersburger-wald-dez08.jpg">Halbwegs versöhnlicher Wochenabschluss im Jägersburger Wald  </a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center"> 1:04 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">11,2 km</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;vertical-align:top;border:black 1px solid;" colspan="3">Wochenlaufleistung</td>
<td style="font-weight:bold;vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">40,4 km</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Und hier noch die Berichte zu den einzelnen Läufen:</p>
<p><strong>Lauf #1, Mittwoch 3.12.08: 4-Orte-Sprint bei Dauerregen (7,9 km)</strong><br />
Ein grässlicher Tag: 3° Celsius, böiger und ziemlich starker Wind, und dazu auch noch ekelhafter Dauerregen &#8211; widerlich, da hätte ich am allerliebsten aufs Laufen verzichtet.<br />
Ging aber leider nicht, denn ich hatte gestern schon ausgesetzt, weil da so ein grässlicher Tag gewesen war, deshalb musste es heute halt wohl oder übel sein, wegen dem Wochenziel und so.</p>
<p><!--more--><br />
Also bin ich raus in den Regen/die Kälte/den Wind/den Matsch und hab´ wenigstens eine kleine Runde absolviert: Von Jugenheim auf dem Blütenweg nach Alsbach, durch Alsbach durch, dann über die grauen, verregneten Weinberge unterhalb vom Alsbacher Schloss bis nach Zwingenberg. In Zwingenberg den Grenzweg am nördlichen Ortsrand runter zur B3, und der dann mehr als 2,5 km nach Norden gefolgt, an der Sandwiese vorbei bis nach Bickenbach rein. Dort dann via Darmstädter Str., Jugenheimer Str. und dem Radweg neben der K146 durch Feld zurück nach Jugenheim, und dann auf der Bickenbacher Str./Hauptstr./Alsbacher Str. nach Hause.</p>
<p>Erkenntnisse:<br />
1) Bei so einem Wetter laufen macht mir keinen Spass<br />
2) Mit ständig verregneter/beschlagener Brille laufen macht mir keinen Spass<br />
3) Nasse Laufklamotten bei eisigem Wind machen keinen Spass<br />
4) Nasse Schuhe auch nicht<br />
5) Auch wenn´s keinen Spass macht: Diese Art von Wetter macht mich in der Regel total schnell, weil ich da schnelle Strecken laufe (nämlich Asphalt, nach 48 Stunden Dauerregen waren Feld- und Waldwege keine Option mehr), weil ich es schnell hinter mich bringen will, und vor allem, weil ich an solchen Tagen sowieso schon vor allem aus trotzigem Masochismus laufe, der sich auch bestens zum Tempomachen unterwegs eignet.</p>
<p>Sonstige Vorkommnisse? Beim schnellen Bergablaufen in Zwingenberg haben mir die Waden wehgetan, und auch bei strömenden Regen bietet sich manchmal eine Gelegenheit zu einer guten Tat (die in diesem Fall darin bestand, einer verloren wirkenden jüngeren Dame im BMW zu erklären, wie sie von Bickenbach nach Weinheim kommt) &#8211; wenigstens etwas&#8230;</p>
<p>Strecke: 7,9 km<br />
Zeit: 0:40 h (=11,85 km/h bzw. 5:04 min/km)<br />
Neue Strecke: -<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/4-orte-runde-an-der-bergstrasse.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2511" title="4-orte-runde-an-der-bergstrasse" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/4-orte-runde-an-der-bergstrasse.jpg?w=128" alt="4-orte-runde-an-der-bergstrasse" width="128" height="93" /></a></p>
<p><strong>Lauf #2, Donnerstag 4.12.08: An der Autobahn durchs Ried: Raststätte Büttelborn &#8211; Griesheim &#8211; Weiterstadt (11,3 km)</strong><br />
Heute eine Odyssee durchs Rhein-Main-Gebiet: Erst im monströsen Möbelhaus Segmüller in Weiterstadt an der A5 nach einem neuen Sofa Ausschau gehalten (Erkenntnisse: 1) Polstermöbel können ganz schön teuer sein. 2) Von aussen erinnert das Möbelhaus in seinem seelenlosen Gigantismus an einen stalinistischen Prachtbau. 3) Von innen ist es groß genug, um auf seinen drei oder vier Stockwerken eine ordentliche Jogginstrecke zu plotten [wäre doch mal was anderes, so eine Tour durchs Möbelhaus... <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ]), dann kurz rüber nach Mainz, und auf dem Rückweg noch schnell einen Lauf in der Semifremde neben der Autobahn eingegschoben, weil ich ja eh schon mal in der Gegend war.</p>
<p>Heutiges Laufgebiet: Das Platte Land zwischen Griesheim und Weiterstadt: Ein bisschen Wald, viele Äcker, und mittendrin eine Autobahn, ein paar Mülldeponien und ein Knast. Charming&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Wetter natürlich auch heute wieder mies, mit nieseligem Dauerregen, feuchtkaltem Südwind und Temperaturen um die 5°. Brrr.</p>
<p>Start auf der Autobahnraststätte Büttelborn Süd an der A67 &#8211; nicht wirklich pittoresk im grauen Herbstregen, aber immerhin mit guten Parkmöglichkeiten (Und zudem ein laufbloggerisches Novum, denn von einer Autobahnraststätte war ich bisher noch nie losgelaufen).<br />
Von hier aus Südwärts, vom Raststättengelände runter in die endlosen Spargeläcker des nördlich-zentralen Rieds, und am Waldrand des Hegwalds entlang in Richtung Griesheim.<br />
War alles erwartungsgemäß trist &#8211; das letzte Mal vor ich vor <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/16/projekt-nordwarts-griesheim-buttelborn-121-km/">über einem Jahr</a> hier vorbeigekommen, im Rahmen von &#8220;<a href="http://de.wordpress.com/tag/projekt-nordwarts/">Projekt Nordwärts</a>&#8221; und hatte die Gegend ziemlich trostlos gefunden &#8211; und da der 4.12.08 ein noch trüberer, ekeligerer Tag als der 16.11.07 war, änderte sich an dieser Einschätzung auch heute nicht wirklich viel &#8211; irgendwann muss ich hier einfach noch mal an einem schönen Sommerabend durchlaufen, um die Gegend auch mal unter anderen Umständen zu erleben&#8230;</p>
<p>Lauftechnisch lief´s ebenfalls ziemlich beschissen: Meine Beine waren nach der gestrigen Temporunde träge, schwer und unwillig, der Untergrund war ziemlich unangenehm (traktorreifenzerfurchte Wirtschaftswege nach drei Tagen Dauerregen sind nicht sehr lauffreundlich &#8211; der riedtypische Sandboden klebt und matscht zwar nicht besonders wenn er nass ist, aber dafür sackt er unter Belastung einfach so weg), und ausserdem hatte ich die ganze Zeit total fiesen Gegenwind. Anstrengend.</p>
<p>Nach etwas über einem km links, über die Äcker bis zum nächsten Wäldchen an der Autobahn, am Waldrand ein Stück geradeaus, dann wieder nach Süden im Richtung des Industriegbiets im griesheimer Norden, dessen geduckte Silhouette jenseits der Felder kauerte wie eine betongewerdene Herbstdepression.</p>
<p>Immer weiter südwärts, erst Äcker, dann die Weiterstädter Str. runter &#8211; eigentlich nur ein betonierter Fahrweg ohne Fahrbahnmarkierungen (und natürlich ohne Randstreifen/Radweg/Fußweg), der aber nichtsdestrotz ein Verkehrsaufkommen hatte, dass dem der nahen Autobahn in nichts nachstand &#8211; ständig musste ich in den Strassengraben wechseln, um Autos auszuweichen, das war dood.</p>
<p>Am der Nordostecke Griesheims links, auf einen asphaltierten Radweg neben dem Nordring und 750 m. ostwärts. Mehr Äcker, weiter hinten dann ein potthässliches junges Wäldchen, schließlich eine eckige Unterführung unter der A67 durch.</p>
<p>Direkt dahinter bog ich links ab und folgte dem Radweg 21 nach Norden. Hier fand ich´s hübscher als auf der anderen Seite der Autobahn: Mehr Wald, der zudem nicht neu und klein und hässlich war, sondern älter und imposanter &#8211; bei Sonne wäre das wahrscheinlich sogar richtig nett gewesen.<br />
Nach 300 m. kam der erste kleine Höhepunkt der Tour in Sicht, nämlich ein kleiner See, an dem ich zwar noch nie zuvor gewesen war, den ich aber trotzdem seit Jahrzehnten kenne, weil man ihn unweigerlich sieht, wenn man auf der A67 nach Norden fährt und kurz nach dem Waldrand hinter dem Darmstädter Kreuz nach rechts aus dem Auto guckt. Der See ist nicht groß und fast perfekt rechteckig, und hat mich wegen seiner irgendwie immer an eine Toastbrotscheibe erinnert, also hab´ ich ihn im Geiste bisher immer als den &#8220;Toastbrotsee&#8221; bezeichnet.<br />
Und heute wollte ich ihn zum ersten Mal aus der Nähe sehen.<br />
Ging leider nicht so richtig, denn das ganze Gelände drumrum ist ein gesperrtes Naturschutzgebiet (&#8220;Biotop am Weigandsbusch&#8221;), aber immerhin sah´s auch im Vorbeilaufen sehr nett und schilfig und gar nicht wirklich toastbrotig aus. Nett.</p>
<p>Und weiter nordwärts, auf einer kleine Brücke über den überraschend breiten Darmbach, dann an einer riesigen tiefgelegenen Niedrung voller Schilf vorbei, die offensichtlich so eine Art Notrückhaltebecken für den Fall ist, dass der Darm(bach) mal überläuft, und schließlich geradeaus in den Flachlandwald namens &#8220;Triesch&#8221;.<br />
An dessen Eingang war ´ne Schranke mit einem Schild, das jedem der den Wald betritt &#8220;Lebensgefahr&#8221; verheisst, ohne allerdings zu erklären warum. Das stoppte mich erstmal, weil´s so mysteriös war. Warum das wohl da war? Astbruch? Feuergefahr? Kannibalische Wildschweine?<br />
Ich überlegte kurz, ob ich nicht lieber eine andere Strecke nehmen sollte, aber ehrlich gesagt war mir nicht nach Umwegen zumute, und als dann 100 m. weiter vorne mitten im Wald auch noch ein Spaziergänger mit Hund auftauchte, der Weder von Astbruch noch von Feuer noch von kannibalischen Wildschweinen behelligt wurde, lief ich halt doch mittenrein in den Triesch, der sich als netter, lichter Flachlandwald mit viel Bodenbewuchs herausstellte, und nicht besonders lebensgefährlich rüberkam.</p>
<p>Nach 1,3 km auf der Salzlackschneise war der Wald dann zuende, und es erwarteten mich einmal mehr die weiten, verregneten Äcker des Rieds. 500 Nordwärts auf einem asphaltweg (der &#8220;Orfelder Rod&#8221;), bis an den Südrand von Weiterstadt, der unter dem bleigrauen, düsteren Himmel genauso trist und deprimierend wirkte wie Griesheim von Norden (schlimmer war allerdings der Anblick, der sich rechts des Weges hinter den Feldern bot: Die Betonwüste aus Einkaufszentren und Großmärkten an der A5 und der Riedbahn [allen voran der bereits erwähnte stalinstische Klotz des Möbelhauses Segmüller] mag ökonomisch eine tolle Sache für Weiterstadt sein, aber aber an einem Tag wie heute ist sie so unerträglich hässlich, dass es fast schon weh tut, da hinzugucken. Grausig!).</p>
<p>Kurz vor der B42 am Weiterstädter Ortsrand nach links, westwärts, und zwar über einen Kilometer &#8211; mehr Äcker, mehr schwere Beine, mehr Nieselregen von schräg vorne.<br />
Alles Mist.<br />
Dann schließlich links, auf einem überbreiten Fußweg neben einer tristen Strasse nach Süden, vorbei an einer etwas fragwürdig duftenden Kompostierungsanlage bis runter an den Haupteingang der JVA Weiterstadt, ihres Zeichens das modernste Gefängnis im Landkreis und außerdem der Ort, wo die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sprengstoffanschlag_gegen_die_JVA_Weiterstadt">RAF vor 15 Jahren ihren allerletzten großen Anschlag durchgeführt hat</a>.<br />
Noch ´ne Premiere, direkt an einem Gefängnis war ich bisher auch noch nicht vorbeigekommen.<br />
Hier rechts und dem äußeren Zaun am Nordrand der Anlage (hinter dem ein weiterer hoher Zaun mit Stacheldraht und eine noch höhere Betonmauer mit kleinen Wachtürmen liegt &#8211; sieht zumindest für einen Laien wie mich ziemlich ausbruchssicher aus. Aber das ist vermutlich auch Sinn der Sache&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) nach Westen gefolgt.<br />
An der Nordwestecke der JVA dann kurz noch nach Süden runter, und dann gleich wieder westwärts in die Äcker, nochmal auf einem unsäglich miesen, schlammigen, unebenen Feldweg.<br />
Hier fing´s dann richtig zu regnen an. Das fand ich scheisse.<br />
Aber es war auch nicht mehr weit. Das fand ich weniger scheisse -<br />
750 m. Feldweg, dann links auf einen etwas besseren Asphaltweg (Radweg 23), der geradewegs auf die Autobahnbrücke an der Raststätte Büttelborn führte, die ich hastig erklomm, von oben noch mal die Triste Aussicht auf die graue, dämmrige Landschaft genoss (ohne es wirklich zu geniessen) und auf der anderen Seite geradewegs runter zum wartenden Auto laufen konnte.<br />
Huije, geschafft!</p>
<p>Positiv: Viel neue Strecke, bis Weiterstadt gekommen (da war ich laufenderweise noch nie), mit dem Toastbrotsee und der JVA Weiterstadt ein paar interessante Orte erlaufen.<br />
Negativ: Lief nicht wirklich gut, war ein widerlicher Tag, hat nicht so richtig Spass gemacht.</p>
<p>Fazit: Na ja&#8230;</p>
<p>Strecke: 11,3 km<br />
Zeit: 1:06 h (10,27 km/h bzw. 5:50 min/km)<br />
Anteil der noch nie gebloggten/gelaufenen Passagen an der Gesamtstrecke: 96,37% (10,89 km von 11,3 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/raststatte-bb-griesheim-weiterstadt.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2525" title="raststatte-bb-griesheim-weiterstadt" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/raststatte-bb-griesheim-weiterstadt.jpg?w=128" alt="raststatte-bb-griesheim-weiterstadt" width="128" height="93" /></a></p>
<p><strong>Lauf #3, Samstag 6.12.08: Wieder mal um den Melibokus (10 km)</strong><br />
Ok, den können wir ganz kurz machen:<br />
Strecke: Hoch in den Wald, über die Ruine Jossa auf den Pürschweg am Ende des Darsbergtals. Auf dem Pürschweg weiter aufwärts, dann weit oben auf namenlosen Waldwegen, dem Lucibergweg und der Melibokusstr. einmal um den Melibokusgipfel, schließlich über Kattenberger Schneise, Melibokusweg, Darsbergwiese und Melibokusweg zurück.</p>
<p>Hund dabei.<br />
Wald feucht und kalt und schlammig und eklig.<br />
Laune schlecht.<br />
Wetter schlechter. Den großteil der Strecke (nämlich alles über 250 HM) hab´ ich IM INNEREN einer einzigen, eisig kalten Regenwolke absolviert, die um den Melibokus rum abhing. Entsprechend war´s superfeucht, und ich musste praktisch blind laufen &#8211; meine Brille war ständig so beschlagen und verregnet, dass ich sie schließlich abgesetzt habe &#8211; aber ohne ging´s auch nicht besser (von wegen Kurzsichtigkeit im finsteren Wald und so).</p>
<p>Hat überhaupt keinen Spass gemacht, sondern mich wirklich vom ersten bis zum letzte Schritt angekotzt.<br />
Drecksherbst, hoffentlich ist bald Schluss damit&#8230;</p>
<p>Strecke: 10 km<br />
Zeit: 1:06 h (= 9,1 km/h bzw. 6:36 min/km [schneller geht einfach nicht, wenn man nix sieht...]).<br />
Neue Strecke: Keine. Aber selbst wenn, hätte ich wohl nix davon bemerkt, wegen Regenblindheit und so&#8230;<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/um-den-melibokus-bei-regen.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2521" title="um-den-melibokus-bei-regen" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/um-den-melibokus-bei-regen.jpg?w=128" alt="um-den-melibokus-bei-regen" width="128" height="93" /></a></p>
<p><strong>Lauf #4, Sonntag 7.12.08: Halbwegs versöhnlicher Wochenabschluss im Jägersburger Wald (11,2 km)</strong><br />
Auch heute morgen war der Blick aus dem Fenster wieder mal ziemlich deprimierend: Zwar regnete es ausnahmsweise mal nicht mehr, aber es war immer noch grau, trüb und eklig.<br />
Bah! Da hatte ich echt überhaupt keine Lust, mir noch einen Lauf anzutun, auch wenn noch 10,8 km bis zum Wochensoll fehlten. </p>
<p>Immerhin hellte es nach dem Mittagessen langsam ein bisschen auf, so dass ich mich dann schließlich doch noch überwand, mich selbst und den Hund ins Auto lud, und runter an den Jägersburger Wald fuhr, um doch noch meine läuferische Pflicht zu tun, und dabei ein paar bisher ungelaufene Nebenschneisen zu erkunden (auf die Äcker um Zuhause rum hatte ich wirklich überhaupt keine Lust, genausowenig wie auf den Wald am Melibokus, da hatte mir die Tortur gestern voll und ganz gereicht). </p>
<p>Start mal wieder auf dem Parkplatz der Verdichterstation am Waldrand hinter Hähnlein, neben der L3112 nach Gernsheim.<br />
Hier unten war´s unglaublich feucht &#8211; der schwere Flachlandboden hatte sich nach den Regenfällen der letzten Tage wie ein Schwamm vollgesogen und was nicht mehr reinging, hatte sich in zahllosen Pfützen gesammelt, und der Wald hing voll fetter, schwerer Nebelschwaden &#8211; aber es war wenigstens nicht kalt oder windig, und oben, zwischen den Wolken schaute der blaue Himmel durch, also gar nicht so übel&#8230;</p>
<p>Gleich zu Anfang überquerten Hund &#38; Matthias die L3112 und liefen gegenüber der Verdichterstation südwärts in den Wald rein. Irgendein relativ gepflegter Radweg ohne Nummer, der erst auf die A67 zuführt, dann rechts in die Rohrlach-Schneise, dann wieder links in die Büttelweg-Schneise einknickte. Lief ganz gut, Nemo hatte es ziemlich eilig und peste vorneweg, ich kam etwas gemächlicher hinterher. </p>
<p>Und dann kam die Sonne raus.<br />
Unglaublich, was so ein bisschen direktes Sonnenlicht ausmacht: Auf einmal machte mir die Sache wieder Spass, und der eben noch eher unspektakuläre kahle Flachlandforst stellte sich als hübsche und abwechslungsreiche Waldlandschaft heraus,deren wabernden Nebelschwaden wunderbar stimmungsvoll von den schräg hereinfallenden Lichtstrahlen illuminiert wurden. Tat richtig gut &#8211; so hin und wieder brauch´ ich einfach ein bisschen Licht und Sonne, um das Laufen laufenswert zu machen&#8230;</p>
<p>Nach 700 sonnigen Metern auf der Büttelweis-Schneise versteckte sich unser wichtigster Himmelskörper wieder schamhaft hinter den immer dünner werdenden Wolken (die dadurch aber rosig schön schimmerten), und Nemo und ich bogen rechts ab und überquerten auf der alten, einsamen Autobahnbrücke mitten im Wald die A67. </p>
<p>Auf der anderen Seite dann geradeaus/halblinks weiter, auf einem guten aber namen- und weitgehend markierungslosen Kiesweg (gegen Ende war er dann mit der gelben 5 markiert) bis zum westlichen Waldrand, wo wir auf einen feuchtsumpfigen Wiesenpfad wechselten, der ein paar Meter jenseits der letzten Bäume am Ufer des Winkelbachs nach Nordwesten führte, und nach ein paar hundert Metern in einen alten Plattenweg überging. </p>
<p>Dem folgten wir, liefen an der Westecke des Waldes vorbei in die Äcker, nunmehr auf dem Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) bzw. der Riedlinie (Blauer Kreis). An unserem lokalen Wallfahrtsörtchen <a href="http://www.maria-einsiedel.de/">Maria Einsiedel</a> vorbei, direkt danach dann an der Kreuzung beim Hubertushof rechts, und in nordöstlicher Richtung durch die schier endlosen Äcker und Pferdekoppeln westlich von Gernsheim (die weiterhin unter herrlich blauem Himmel lagen, und dementsprechend schön freundlich wirkten). </p>
<p>Ewig lange gerade auf bequemen Asphalt und mit leichtem Rückenwind, da konnten wir nochmal gut Tempo machen (auch wenn man ein bisschen auf die Pfützen achten musste, die teils den gesamten Weg bedeckten und ungefähr genauso tief wie das Kaspische Meer zu sein schienen). Nach 1,2 km passierten wir das Gestüt Karlshof am Stockweg, wo ich Nemo lieber festmachte, damit er keins von den vielen Pferden reissen konnte, die am Wegesrand standen und irre glotzten (<em>Klarstellung: Nemo wäre mit seinen beachtlichen acht Kilo Gesamtgewicht rein physisch natürlich problemlos in der Lage, ein Pferd oder auch einen Büffel oder einen Bären zu erlegen, aber weil er ein lieber Kerl ist, würde er sowas niemals tun. Trotzdem: Sicher ist sicher&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> ).<br />
Danach noch einen halben Kilometer weiter auf dem Weg, der nunmehr zum Radweg 25 geworden war (zumindest laut Wanderkarte, vor Ort fiel mir kein Marker auf). Kurz vor der L3112 und kurz hinter dem Wasserwerk bogen wir dann wieder rechts ab und liefen auf einem schlammig-verlaubten Pfad westwärts in den Wald rein, der allenthalben von grasbewachsenen und eingezäunten Wasserhäuschen aufgelocktert wird. </p>
<p>500 m. ostwärts, dann die erste Schneise links hoch an die L3112, die überquert und auf der anderen Seite weiter geradeaus die Dornschneise hoch, und schließlich nach weiteren 600 m. rechts in die Orgäng-Schneise, an deren Ende eine Fußgängerbrücke über die A67 liegt, auf der wir eigentlich wieder zurück auf die Ostseite der Autobahn wollten.<br />
Uneigentlich stellte sich das leider als unmöglich heraus: Die Brücke war gesperrt, der Aufgang mit Brettern vernagelt, und jemand hatte ein schludrig ausgedrucktes Schild mit der Aufschrift &#8220;Betreten Verboten!&#8221; drangepappt. </p>
<p>Seufz! </p>
<p>Was hab´ ich eigentlich getan, dass die mir seit anderthalb Jahren ständig die Brücken sperren, auf denen ich über die A67 will, häh?<br />
Total nervig (zumal das ja eigentlich auch der offizielle Verlauf des Saar-Rhein-Main-Wegs ist, der damit unterbrochen wird), aber es liess sich nicht ändern &#8211; Nemo und ich mussten einen alternativen Übergang über die Autobahn finden.</p>
<p>Also liefen wir südwärts, kurz die Spundloch-Schneise runter, dann links auf der Löchernschneise bis fast an die Autobahn, dann wieder rechts die Kohlhof-Schneise runter, die erst über eine größere Lichtung voll unglaublich dicker Nebelschwaden direkt neben der A67 führte, und dann sang- und klanglos am Fuß der meterhohen Böschung der L3112 endete.<br />
Na Prima!</p>
<p>Auf Umkehren hatte ich keinen Bock, also kraxelten wir halt die Böschung bis an die Landstrasse hoch. Dort schnappte ich mir den Hund (es gibt so Momente, da bin ich echt froh, dass ich keine Dogge hab&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), kletterte über die Leitplanke, spurtete über die Fahrbahn, und kletterte über die Leitplanke auf der anderen Seite, wo wir wohlbehalten den Radweg zwischen Hähnlein und Gernsheim erreichten. Dem folgten wir dann neben der L3112 über die Autobahn und zurück zur Verdichterstation, und da war der Lauf dann zu Ende. </p>
<p>Ganz ehrlich: Keine Supertour, aber im Gegensatz zu den restlichen Touren dieser Woche zumindest ziemlich angenehm. Schon komisch, was so ein bisschen Sonne und blauer Himmel manchmal ausmachen können&#8230;</p>
<p>Strecke: 11,2 km<br />
Zeit: 1:04 h (<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 43,21% (4,84 km von 11,2 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/jagersburger-wald-dez08.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2526" title="jagersburger-wald-dez08" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/jagersburger-wald-dez08.jpg?w=128" alt="jagersburger-wald-dez08" width="128" height="93" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Meditatour zwischen Crumstadt und Stockstadt (13,4 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/11/06/niemandsland-zwischen-crumstadt-und-stockstadt-134-km/</link>
<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 20:29:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/11/06/niemandsland-zwischen-crumstadt-und-stockstadt-134-km/</guid>
<description><![CDATA[Heute war wieder einer von diesen deprimierend drögen Herbsttagen, die ich so richtig hasse: Dichte ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute war wieder einer von diesen deprimierend drögen Herbsttagen, die ich so richtig hasse:<br />
Dichte Bewölkung/Hochnebel, durch die nicht der Hauch eines Sonnenstrahls drang, deshalb war´s selbst um die Mittagszeit so trüb und dunkel, dass die Autos mit Licht unterwegs waren. Alles grau in grau, furchtbar demotivierend. Dazu regte sich kein Lüftchen, es war kalt aber auch irgendwie dumpf -Un après-midi de plomb (um mal den Titel eines <a href="http://www.bedetheque.com/fiche-9289-BD-Colere-noire-Un-apres-midi-de-plomb.html">obskuren frankobelgischen Comics</a> zu plagiarisieren. Die Deutsche Übersetzung lautet übrigens &#8220;Ein Nachmittag wie Blei&#8221;&#8230;).<br />
Schönes Laufwetter sieht anders aus. </p>
<p>Aber drücken wollte ich mich auch nicht, schließlich war schon Donnerstag und ich hatte erst eine Tour diese Woche. Also beschloss ich stattdessen, es mir heute so richtig dreckig zu geben. </p>
<p>Und zwar so:<br />
In meinem Laufnetz klaffte seit Monaten eine etwas größere Lücke mitten im plattesten Ried, zwischen Crumstadt, Stockstadt, Biebesheim und Allmendfeld. Bisher hatte ich mich nie so richtig motivieren können, die mal zu schliessen, denn da unten gibt es fast nichts: Flach wie ein Bügelbrett, ein paar einsame Landstrassen und einsamere Aussiedlerhöfe, dazwischen nur Rübenäcker:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/die-lucke-im-ried.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/die-lucke-im-ried.jpg" alt="die-lucke-im-ried" title="die-lucke-im-ried" width="400" height="290" class="alignnone size-full wp-image-2201" /></a><br />
<em>Ganz recht, werte Leser &#8211; das Spannendste, was Google Earth im fraglichen Gebiet anzuzeigen hat, ist eine Verdichterstation&#8230;</em></p>
<p>Das mag an einem freundlichen Sommertag noch ganz hübsch sein (wenn auch nicht so richtig doll spannend), aber an einem halblichtigen, dunstigen, kalten, bleigrauen Depri-Novembernachmittag wie heute ist es da draussen ungefähr genauso heiter und erbaulich wie auf einem Begräbnis.<br />
Brrrr.</p>
<p>Aber andererseits: An so einem furchtbaren Tag bewusst durch die graue Einöde zu laufen, das klang irgendwie auch wieder ganz faszinierend. Vielleicht ja mal eine interessante, ja vielleicht sogar eine läuternde, Erfahrung&#8230;<br />
(Ausserdem fiel mir eh nix Besseres ein <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p><!--more--><br />
Folgerichtig: Am mittleren Nachmittag gut einmummelt, rein ins Auto, und westwärts ins Ried getuckert, bis ins neblig-graue Crumstadt, das bereits in angemessener Tristesse unter dem gewaltigen, finster bleifarbenen Himmel kauerte.  </p>
<p>Start in der Rathausstr. Von hier aus ein bisschen durch den Ort, erst südwärts die Rathausstr., dann rechts in die Karlsbader Str.<br />
Wohngebiet, rechts etwas älter, links etwas neuer, sah ungefähr <a href="http://www.panoramio.com/photos/original/8591304.jpg">so</a> aus, nur nicht so freundlich.<br />
Nach etwas über 300 m., an der Strasse &#8220;Am Lohrrain&#8221; dann rechts und aus Crumstadt hinaus in die Felder. </p>
<p>Wow. Das war wirklich trostlos heute, fast so trostlos, wie ich es erwartet hatte.<br />
Ein Welt aus leeren, wuchtigen, menschenfeindlichen Flächen: Oben ein gewaltiger, tiefhängender grauer Himmel, der einen regelrecht niederdrückte, ja beinahe erschlug. Links und rechts braune Stoppeläcker im fahlen Halblicht, scheinbar bis in die Unendlichkeit (die liess aber auch nicht lange auf sich Warten, denn aufgrund der Wetterlage verlor sich die Fernsicht nach ein, zwei Kilometern im milchig-finsteren Dunst).<br />
Kurz hinter Crumstadt, wahrscheinlich auf dem Verlauf einer alten Neckarschleife, gab´s noch ein paar Bäume, an denen sich das imgrauen Nichts herumirrende Auge noch ein bisschen festhalten konnte, doch die waren bald passiert &#8211; und dahinter wurde es leer.</p>
<p>Hier war´s kalt und deprimierend und einsam &#8211; aber irgendwie gefiel´s mir.<br />
Wenn man sich darauf einlässt, einsam und verloren in die graue Leere zwischen den Orten zu laufen, ist es eigentlich sogar recht befreiend. Normalerweise versuche ich ja immer ganz bewusst zu laufen, mit allen Sinnen zu Erleben, Augen und Ohren offen zu halten.<br />
Heute war das genaue Gegenteil angesagt: Ohne äußere Stimuli versank ich schnell in mir selbst, liess das Bewusstsein nach innen gleiten, während mein Körper und das Unterbewusstsein sich ohne Aufsicht ums Laufen kümmerten.<br />
Vorteil: Ein bisschen wie Meditation<br />
Nachteil: Man erlebt nicht viel von der Umgebung. Aber da gab´s ja eh nichts zu erleben, zumal ausser mir hier draussen offensichtlich keine Menschenseele unterwegs war. </p>
<p>So ging´s erstmal 2,5 km über holprige, verschlammte Landwirtschaftswege, bis an die K154 vom Philippshospital. Dort links, an einer Ampel über die B44 und weiter in Richtung Stockstadt, vor dem Ortseingang jedoch links, und auf weiteren holprigen verschlammten Landwirtschaftswegen zwischen Äckern und der Rückseite eines grauen, tristen Gewerbegebiets nach Süden, und schließlich auf dem Odenwaldring außerhalb des Ortes (kein Seitenstreifen, kein Radweg) bis an die quer verlaufende K153 (von Stockstadt nach ääääh, offensichtlich nach nirgendwohin, die endet irgendwo weiter westlich einfach in der K151). </p>
<p>Kurz rechts, dann wieder links, weiter nach Süden. Offiziell auf der Riedlinie (blauer Kreis), aber viele Markierungen waren nicht zu sehen &#8211; hier draussen gibt´s einfach wenige Bäume, Zäune oder Pfosten, an denen man Marker anbringen könnte. Ansonsten alles beim Alten: Links Äcker (und die B44), rechts Äcker (und das geduckte, graue Stockstadt &#8211; heute war aber irgendwie auch alles grau&#8230;), im Kopf Zen. </p>
<p>An der Waldmühle (die bei schönerem Wetter und größerer Aufmerksamkeit möglicherweise ein hübsches, altes, freistehendes historisches Gebäude ist) über die graubraune Modau, direkt danach links und auf einem Feldweg am schilfigen Ufer des Fanggraben ein Stück nach Osten (weiterhin Riedlinie, glaube ich &#8211; Marker waren keine da). Nach 600 m. wieder rechts, wieder mal rein in die Äcker, auf denen hier bräunliche Spargelbüsche standen und es nach Maggi roch (Liebstöckel-Plantage?). </p>
<p>Laaaange Gerade nach Süden, geradewegs auf ein riesiges Hochregallager am Nordostrand des Biebesheimer Industriegebietes zu, das von geradezu exquisit monströser Hässlichkeit war &#8211; ein gewaltiger, disharmonischer Block, gestrichen in vier verschiedenen Grautönen, die das bisschen Tageslicht regelrecht aufzufressen schienen.<br />
Wer das geplant und gebaut hat muss ein wahrer Meister des Grässlichen sein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach 800 m. erreichte ich den Brunnenweg, bog links ab, überquerte die B44 auf einer Brücke, und lief dann ein paar hundert Jahre geradeaus, ostwärts durch die Äcker. Das Halblicht hatte sich inzwischen erst in Drittellicht, dann in Viertellicht gewandelt, denn aufgrund der undurchdringlichen tiefen Wolkendecke setzte die Dämmerung schon lange vor Sonnenuntergang ein &#8211; es wurde allmählich dunkel.<br />
Machte mir aber nicht viel aus, schließlich änderte sich kaum was (lediglich die unansehnlichen Biebesheimer Industrieanlagen weit rechts wurden hübscher, weil diverse helle Flutlichter angingen und alles stimmungsvoll ausleuchteten). </p>
<p>Ich passierte ein oder zwei einsame Bauernhöfe im Nichts (Karlshof?), die bis auf einen hysterisch keifenden Zwingerhund verlassen wirkten, wandte mich nach insgesamt fast 1,7 km schnurgeradeaus schließlich nach links, und lief bis zum Modauufer an der Hahnlachmühle (keine Ahnung, ob die auch hübsch ist, war schon zu dunkel und ich war zu sehr im Tran). Rechts, am Flussufer entlang weiter nach Osten, nach 300 m. über die K151, dann nach weiteren, vollkommen ereignislosen 700 m. auf einer kleinen Fugängerbrücke beim Birkenhof über die Modau, und von nun an nach Norden. </p>
<p>Inzwischen fast schon Nacht, links des hellgrau schimmernden Betonwegs ein kleines Gehölz mit diversen Tiefbrunnen, rechts weitere nach Maggi riechende Äcker. Nach 750 m. noch ein Schlenker nach rechts, dann wieder links, nun Radweg 25 nach Norden, bis zur Abzweigung vor dem Hof Wasserbiblos, dort links und auf einem asphaltierten Weg unter einer Oberlandleitung in Richtung Crumstadt. Möglicherweise war´s so kurz wieder etwas abwechslungsreicher, mit Hecken, Schrebergärten und einem weiteren Aussiedlerhof (&#8220;Landhof&#8221;), aber so richtig kriegte ich das nicht mit, denn inzwischen war es Rabennacht. </p>
<p>Aber ich hatte es ja auch fast geschafft: Kurz nach dem Landhof eine Linkskurve, dann ziemlich bald rechts und auf der Poppenheimer Str. ins abendlich beleuchtete Crumstadt hinein, geradeaus bis zur Dorfkirche und dem hübschen alten Rathaus, dort wieder links in die Rathausstr. zum Auto.<br />
Und Ende. </p>
<p>Na sowas!<br />
Das war doch tatsächlich eine interessante Erfahrung heute. Wenn man sich drauf einlässt, kann man auch einem abgrundtief drögen Tag im unspektakulärsten Teil des Rieds Einiges abgewinnen &#8211; der Trick besteht einfach darin, sich nicht ständig darüber zu ärgern, dass es nicht wie ein himmelhoch herrlicher Tag im spetkakulärsten Teil der Bergstrasse ist, sondern das Ganze einfach unvoreingenommen mitzunehmen, und sich ggf. in der Leere und Weite treiben zu lassen.<br />
Geht sicher nicht immer, und muss auch nicht immer sein, aber heute war´s eigentlich ganz angenehm.  </p>
<p>Strecke: 13,4 km<br />
Zeit: 1:15 h (10,72 km/h bzw. 5:36 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 94,25% (12,63 km von 13,4 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/crumstadt-stockstadt1.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/crumstadt-stockstadt1.jpg?w=128" alt="crumstadt-stockstadt1" title="crumstadt-stockstadt1" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-2208" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kleine Runde im Jägersburger Wald (8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/06/22/kleine-runde-im-jagersburger-wald-8-km/</link>
<pubDate>Sun, 22 Jun 2008 11:19:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/06/22/kleine-runde-im-jagersburger-wald-8-km/</guid>
<description><![CDATA[Sonntagslauf mit Jost. Weiterhin eher flach und kurz, da bot sich mal wieder der Jägersburger Wald a]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sonntagslauf mit Jost.<br />
Weiterhin eher flach und kurz, da bot sich mal wieder der Jägersburger Wald an &#8211; nachdem wir´s vor <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/06/08/verirrt-im-jagersburger-wald-106-km/">zwei Wochen nicht bis nach Maria Einsiedel geschafft hatten</a>, hatte ich heute eine nette 11-km-Strecke rausgesucht, mit der wir das nachholen können würden &#8211; Parkplatz Venuleth-Schneise bis zum Winkelbach, dann via Riedlinie nach Maria Einsiedel, weiter nach Gernsheim, von da aus dann durch den Wald nördlich der L3112 zurück. </p>
<p>Sah ganz gut aus, hatte aber einen Schwachpunkt: Viel offenes Gelände. Nicht ideal bei 28+ Grad schwüler Hitze und prallem, gnadenlosen Sonnenschein. Aber hey, war ja nicht weit&#8230;</p>
<p><!--more--></p>
<p>Start also gegen 10:45 auf dem Parkplatz Venuleth-Schneise an der L3112 zwischen Gernsheim und Hähnlein. Auch hier unten im Wald war´s nicht wirklich frischer, weiterhin eine furchtbar drückende Hitze, die nicht wirklich angenehm war.<br />
Start Ostwärts, parallel neben der Strasse in Richtung Autobahn, langsames Tempo. Netter Weg, grasig, lichter Baumbestand, gut zu laufen, keine Markierung. Nach 400 m. rechts, auf der (unmarkierten) Kuhweidschneise in den Wald.<br />
Geradeaus.<br />
Geradeaus&#8230;<br />
Hin und wieder über eine Querschneise&#8230;<br />
Dann noch ein bisschen geradeaus &#8211; Wie das eben so ist im Jägersburger Wald mit seinen vielen langen schnurgeraden Schneisen. Links und rechts der hübsche aber wenig spektakuläre Wald, singende Vögel, das Rauschen der Autobahn, im Schatten der Bäume ein ganz klein bisschen weniger drückend.</p>
<p>Für mich lief´s eigentlich sehr gut, Jost hatte allerdings ziemlich zu kämpfen &#8211; Hitze, Trainingsrückstand (seitdem ich ihn abgeholt hatte, hatte er mir vorgejammert, wie fett er doch in den letzten Wochen geworden sei &#8211; sieht man ihm zwar nicht wirklich an, aber wenn er´s sagt, wird´s wohl stimmen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), dazu hatte er offensichtlich auch ziemlich starke Verdauungsprobleme. Entsprechend war er eigentlich von Anfang an ziemlich am Schnaufen, wirkte angestrengt.<br />
Nach einem Kilometer dann schon die erste Pause: Josts Darmperistatik (das Wort hab´ ich heute gelernt <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ) trieb ihn mal kurz in die Büsche (davon gab´s hier zum Glück genug), in Ermangelung eines Taschentuchs musste der ausgedruckte Streckenplan zur &#8220;Nachbereitung&#8221; mit (wozu so ein Google-Earth-Ausdruck doch nicht alles gut ist)&#8230;<br />
Von jetzt an also im Blindflug (den Streckenplan wollte ich nicht mehr benutzen, nachdem Jost damit fertig war&#8230;). </p>
<p>Weiter geradeaus auf der Kuhweid-Schneise nach Südwesten durch den Wald. Schließlich die Stockweg-Schneise (halbrechts die Lichtung mit den Wasserhäuschen oder was das ist), die wie geradeaus überquerten, und dann weiter auf der Linnig-Schneise liefen.<br />
Natürlich nach Südwesten, natürlich geradeaus, natürlich durch den Wald. </p>
<p>Nach 900 m. Ende der Linnig-Schneise (na ja, tatsächlich ging noch sowas wie ein völlig zugewuchertet Pseudo-Pfad geradeaus, aber der war nicht Laufbar). Kurz rechts auf der Schweinsgrub-Schneise (unmarkiert) zum Waldrand, nochmal rechts, und dann auf der Riedlinie (blauer Kreis) am Nordufer des Winkelbachs nach Westen in Richtung Maria-Einsiedel.<br />
Schöner Pfad am Waldrand, etwas uneben und mäanderig, mal was anderes als die ewigen schnurgeraden breiten Schneisen.<br />
Aber stickig, das war wieder unangenehm, vor allem für Jost, der so langsam richtig abbaute &#8211; nach einem halben Kilometer mussten wir erstmal eine Gehpause einlegen, damit er sich etwas erholen konnte.</p>
<p>Nach knapp 900 m. kam zum blauen Kreis der Riedlinie auch noch das gelbe Plus des Saar-Rhein-Main-Wegs dazu, kurz danach ging´s dann am Parkplatz Winkelbach endgültig aus dem Wald raus in die offenen Felder vor Gernsheim.<br />
Betonweg, links der Winkelbach, rechts Erdbeerfelder, oben die gnadenlos sengende Mittagssonne.<br />
Anstrengend für mich, zuviel für Jost, der heute wirklich einen echt miesen Tag erwischt hatte.<br />
Nächste Gehpause, und eine Planänderung: Nicht mehr nach Gernsheim und durch den Wald nördlich der L3112, stattdessen lieber ein paar Kilometer weniger durch die Felder. </p>
<p>Aber erstmal noch ein paar hundert Meter geradeaus durch die Felder, dann vorbei an <a href="http://www.maria-einsiedel.de/">Maria Einsiedel</a> (Sonntagmorgen an einem katholischen Wallfahrtsort, da stand der gesamt Parkplatz voll) und noch 200 m. geradeaus bis zur Kreuzung am Hubertus-/Georgenhof. Hier rechts, nach Nordosten in Richtung Stockweg.<br />
Und noch eine Gehpause.<br />
Jost war fertig, beschwerte sich ständig aber schwach darüber, wie unfit er sei.<br />
Aber mein Angebot, alleine weiterzulaufen und ihn mit dem Auto abzuholen schlug er aus &#8211; na gut, wer nicht will&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Stattdessen also ganz langsam weiter, mal joggend, mal gehend. 1,2 km durch die Äcker und Weiden bis an den Stockweg, zwischenzeitlich mißgünstig beäugt von einem Rudel rotbrauner Pferde am Wegesrand (Pferde &#8211; nachdem meine Cousine Anette gerade vorhin beim Familienessen die Geschichte zum Besten gegeben hat, wie ihr ein karnivorer Klepper letztes Jahr den Finger abgebissen hat [der inzwischen gottseidank wieder dran ist], sehe ich mein grundlegendes Mißtrauen gegen die Viecher wieder mal voll bestätigt&#8230;), ansonsten nix los.<br />
Wer ist denn auch so blöd, sich zur mittäglichen Siestazeit durch die sonnenverbrannten Felder zu schleppen?<br />
Ach ja richtig, wir&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Hinter dem Stockweg weiter geradeaus, (jetzt Radweg 25), 850 m. bis zur L3112, ein Teil davon am etwas kühleren Waldrand. Joggen. Gehen. Joggen. Gehen.<br />
An der Landstrasse rechts: Noch 1 km auf dem Fahrradweg bis zur Startpunkt, den wir dann noch langsam joggten (was Jost sichtlich schwer fiel), schließlich gegen Viertel vor Zwölf wieder am Auto.</p>
<p>Tja. Das war mal wieder weniger als geplant, sehr kurz und sehr langsam. Aber mehr war einfach nicht drin, Jost war angesichts der Hitze und seines Trainingsrückstandes heute einfach zu mitgenommen, entsprechend war das die einzig vernünftige Variante.<br />
Na ja, zumindest ich fühle mich noch ziemlich fit, vielleicht mach´ ich heute Abend ja noch mal eine ganz kurze Runde, um wenigstens noch über die 40 Wochenkilometer zu kommen&#8230;</p>
<p>Strecke: 8 km<br />
Zeit: 0:58 h (= 8,26 km/h bzw. 7:15 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/06/kleine-jagersburger-wald-runde.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/06/kleine-jagersburger-wald-runde.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-604" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/41818">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Jägersburger Wald Mitte-Nord (12 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/01/10/jagersburger-wald-mitte-nord-12-km/</link>
<pubDate>Thu, 10 Jan 2008 16:13:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/01/10/jagersburger-wald-mitte-nord-12-km/</guid>
<description><![CDATA[Als ich heute los kam, war es schon relativ spät, zudem war das Wetter auch nicht soo besonders (war]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Als ich heute los kam, war es schon relativ spät, zudem war das Wetter auch nicht soo besonders (warm, windig, hellgrauer Himmel mit unregelmässiger Wolkendecke, durch die hin und wieder mal ein Eckchen blauer Himmel oder ein Sonnenstrahl drangen).<br />
Da traf sich´s ganz gut, dass ich mir nicht ganz so viel vorgenommen hatte, sondern nur mal wieder ein bisschen durch den Jägersburger Wald wollte: Entlang der Landstrasse von Hähnlein bis fast nach Gernsheim, dann etwas nach Süden und durch Wald zurück &#8211; flache Strecke mit langen Geraden, dafür ohne größere Ablenkungen, ideal für einen kleinen Lauf zwischendurch.</p>
<p>Zweite wichtige Entscheidung: Ich würde nicht alleine laufen, sondern Nemo <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2007/09/nemobild-3.JPG" title="nemobild-3.JPG"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2007/09/nemobild-3.thumbnail.JPG" alt="nemobild-3.JPG" /></a>mitnehmen.<br />
Eigentlich jogge ich ja nicht so gerne mit ihm auf Strecken, die ich noch nicht kenne, besonders wenn sie an einer vielbefahrenen Strasse liegen und durch sehr wildreiches Gebiet führen (normalerweise kein Problem, denn er hört recht gut, aber ganz sicher kann man da nie sein&#8230;), denn da muss ich ihn viel an der Leine halten, was lauftechnisch immer ein klein wenig unbequemer ist, als ihn einfach frei laufen zu lassen und die Leine umzuschnallen.<br />
Andererseits waren sowohl Witterung als auch Streckenlänge ideal für einen Lauf mit Hund, und Nemo konnte die Ablenkung brauchen (im Moment ist er ein klein wenig trübsinnig, da ist so eine Herausforderung genau das richtige, um ihn mal wieder auf Touren zu bringen), also durfte er mit.<br />
<!--more--><br />
Start in Nordwesten <a href="http://www.alsbach-haehnlein.de/">Hähnlein</a>s, Spießgasse Ecke Römerstrasse, kurz hinter der Grundschule. Ausgestiegen, kurz gedehnt, Nemo angeseilt, und los ging´s: 50 m. westwärts bis zum Ortsrand, dort dann zwischen den letzten Häusern des Dorfes und den Feldern 300 m. nach Süden bis zur Landstrasse nach Gernsheim (L3112).</p>
<p>Gerade die ersten Meter waren etwas hakelig, aber das ist beim Laufstart mit angeleintem Hund normal &#8211; der braucht immer erst mal eine Weile, um zu kapieren, dass es kein normales Gassi-Gehen ist, bei dem er nach Belieben nach links und rechts ziehen und an jeder Ecke das Bein heben kann, sondern ein konzentrierter, schnellerer Lauf, bei dem er mithalten muss. Glücklicherweise hat Nemo ja schon eine ganze Menge Jogging-Erfahrung &#8211; bereits nach den ersten ein, zwei Minuten hatte er geschnallt, was von ihm erwartet wurde und und trabte brav und diszipliniert neben mir her &#8211; Guter Hund, ist eben ein Profi!</p>
<p>Wir überquerten die L3112 kurz vor dem westlichen Ortsausgang und bogen auf der anderen Strassenseite nach rechts ab, auf den Fahrradweg der neben der Strasse bis nach Gernsheim führt.<br />
Und dem folgten wir dann eine kleine Ewigkeit.<br />
Ok, ok, eigentlich eher eine mittlere Ewigkeit&#8230;<br />
Erstmal durch die Felder, 1,3 Kilometer Richtung West/Nordwest, zum Waldrand an der Verdichterstation. Weiter geradeaus, in den Jägersburger Wald rein, nach 250 m. über die Autobahnauf- bzw. -ausfahrt in Richtung Frankfurt, dann den überraschend langen Anstieg zur Autobahnbrücke hoch (mit dem Auto ist das eine Sache von Sekunden, zu Fuß dauert´s doch wesentlich länger), über die A67, auf der anderen Seite wieder runter.<br />
Immer noch Wald, immer geradeaus neben der Strasse her.<br />
Nach 200 m. links der Parkplatz-Venuleth-Schneise, rappelvoll mit Autos (keine Ahnung, warum hier donnerstagmittags so viel los ist), danach noch 1 km bis zum Waldrand, dann nochmal 1,2 km zwischen Wald (rechts) und Feldern/Wiesen (links, dort außerdem Blick auf Maria Einsiedel) bis fast zur großen Strassenkreuzung mit der B44 zwischen dem <a href="http://www.hubertus-gernsheim.de/Foto_Tour/Luftbild/luftbild.html">Hotel Hubertus</a> und <a href="http://www.gernsheim.de/gernsheim/">Gernsheim</a>.<br />
Insgesamt ca. 4,5 km von Hähnlein, wie gesagt, eine mittlere Ewigkeit&#8230;</p>
<p>Bis hierhin eine etwas durchwachsene Bilanz: Tempo ordentlich, Lauf recht flüssig, und die Koordination Mensch-Hund klappte auch bestens. Allerdings ist die Strecke direkt neben der vielbefahrenen Landstrasse nicht unbedingt berauschend, zudem machte mir schon wieder mein linkes Bein zu schaffen &#8211; genau wie <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/01/08/im-land-der-langen-dorfer-neunkircher-hohe-winterkasten-klein-gumpen-laudenau-139-km/">vorgestern in Winterkasten</a> lief da irgendwas nicht so ganz rund, die Muskulatur um das Schienbein herum (gibt´s da Muskulatur? Ich hoffe doch&#8230;) fühlte sich bei jedem Schritt krampfig-schmerzhaft an, so dass ich zwischendurch sogar ein paar mal kurz anhalten und das Bein etwas lockern musste &#8211; sehr unangenehm, vielleicht wird´s wirklich mal Zeit für neue Schuhe&#8230;</p>
<p>Aber egal, wir mussten ja weiter, deshalb bogen wir kurz vor der Kreuzung bei Gernsheim scharf links in die Felder ab, auf den langen, asphaltierten Stockweg nach Südosten.<br />
Und schon wieder ewig geradeaus&#8230;</p>
<p>Das erste Stück durch Ackerland, dann vorbei an diversen Aussiedlerhöfen, jeder davon mit mindestens einem unfreundlichen Hofhund, der sich genötigt sah, unser Passieren mit mehr oder weniger hysterischem Gebell zu begleiten. Aber über sowas stehen wir ja drüber, wie es sich für echte Jogger gehört, ignorierten Nemo und ich das Gekläff und liefen hocherhobenen Hauptes weiter (na gut, Nemo hielt ein paar mal an, um an markanten Stellen verächtlich seine persönliche Duftmarke zu setzen, aber das hatten diese unfreundlichen Kläffer ja auch nicht anders verdient&#8230;).</p>
<p>Nach 900 m. erreichten wir die Wegkreuzung am Gestüt Karlshof, die ich von <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/08/06/jagersburger-wald/">früheren</a> <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/11/jagersburger-wald-nord-153-km/">Läufen</a> in der Gegend bereits bestens kannte, und überquerten sie geradeaus, weiter in südöstlicher Richtung, vorbei an den weitläufigen Pferdekoppeln des Gestüts (Radweg 25).<br />
Hier fing es dann so langsam an, richtig rund zu laufen &#8211; die Sonne war unter den Wolken rausgekommen und tauchte die Umgebung in ein freundliches, mattes Winterlicht, die Probleme in meinem linken Bein hatten sich rausgelaufen, und es war so wenig los, dass ich Nemo endlich unbesorgt ableinen konnte, was ihm etwas mehr Freiheit und mir etwas mehr Laufkomfort bescherte &#8211; bestens!</p>
<p>Nach 800 m. erreichten wir schließlich den Waldrand am Parkplatz Stockweg, den wir überquerten und weiter geradeaus die Stockwegschneise entlangliefen (Markierung gelbe 4). Angenehme Bodenbeschaffenheit, schräges Sonnenlicht durch die Bäume, hin und wieder mal eine hübsche Lichtung am Wegesrand, dazu ein aufmerksamer, gut folgender Hund, der mit sichtlichem Spass bei der Sache neben mir her trabte, auch hier lief´s bestens.<br />
Am Ende der langen Geraden (ca. 1,5 km nach dem Waldrand) halblinks, nun fast genau in östlicher Richtung, und auf einer kleinen, dicht bewachsenen Brücke wieder zurück auf die Ostseite der A67, wo offensichtlich deutlich weniger los ist &#8211; der Wald wirkt hier irgendwie ruhiger, die Wege sind in merklich schlechterem Zustand, und Markierungen gibt´s auch keine mehr.<br />
Wir liefen noch ca, 250 m. geradeaus und bogen dann halblinks in die Büttelwies-Schneise ein (eigentlich hatte ich geplant, hier geradeaus zu laufen, aber an diesem Weg hing ein Schild, das den Wald dahinter als &#8220;Wildruhezone&#8221; auswies und darum bat, ihn nicht zu betreten).<br />
650 m. nach Nordosten, dann eine T-Kreuzung an der Rohrlach-Schneise. Links ein breiter, trockener, gepflegter Weg, der überaus einladend aussah, aber leider in die total falsche Richtung führte.<br />
Deswegen nach rechts, auf einen tief zerfurchten, schmoddrig-zugeschlämmten Pseudo-Pfad zwischen den Bäumen hindurch in Richtung Ost-Südost.</p>
<p>Ein &#8230;interessantes Lauferlebnis.<br />
Schlamm bis zu den Kniekehlen, scheinbar bodenlose Pfützen, uneben wie ein Acker, bedeckt mit einer unglaublich rutschigen, zentimeterdicken Schlickschicht &#8211; bereits nach wenigen Metern hatte es mich zweimal fast hingehauen, und wir waren vollkommen eingesaut (bei mir ging´s ja noch, da der Gröbste Dreck immerhin nur bis zu den Knien reichte, der gerade mal kniehohe Nemo sah dagegen aus wie ein frisch gesuhltes Ferkel &#8211; da lief jemand geradewegs auf ein Vollbad zu&#8230;).<br />
Insgesamt mehr als einen halben Kilometer schmatzten, stolperten und schlidderten wir durch den Matsch, dann hatten wir endlich den Ostrand des Waldes erreicht und liefen hinaus auf die Feuchtwiesen vor Hähnlein.<br />
Fast geschafft&#8230;</p>
<p>Geradeaus weiter, ein grasbewachsener Pfad durch Felder, direkt am Holzlachgraben ostwärts. Nur marginal weniger schlammig als der Waldweg von eben, aber mit einer etwas festeren Konsistenz &#8211; zähflüssig-klebrig anstatt dünnflüssig-schmierig, mit jedem Schritt blieb etwas mehr davon an den Schuhen hängen, so dass ich bereits nach wenigen Metern auf einer kiloschweren Sohle aus Schmodder und Gras lief, die an meinem Schuhwerk klebte &#8211; einerseits lästig, andererseits ein völlig neues Laufgefühl&#8230;.</p>
<p>Nach etwas über einem halben Kilometer eine Kreuzung an einer Hecke, hier links, 200 m. nach Norden, dann wieder rechts, bis zum Ortsrand, dort auf der Strasse &#8220;Im Ritterbruch&#8221; weiter nordwärts bis zur Gernsheimer Str. kurz vor der Tankstelle, die überquert und durch die Römerstr. zurück zum Auto.</p>
<p>Trotz kleinerer Probleme ein guter Lauf mit ordentlichem Tempo (mit Hund ist es immer etwas langsamer als wenn man alleine gelaufen wäre), gegen Ende etwas arg schlammig, dafür aber mit schönem Wetter. Besonders gefreut hat mich, dass Nemo auch nach längerer Joggingpause mit so viel Spass und Konzentration bei der Sache war und so gut mitgehalten hat &#8211; am Ende war er zwar von der Nase bis zur Schwanzspitze eingesaut, aber nichtsdestotrotz (oder wahrscheinlich gerade deshalb) offensichtlich rundum zufrieden. Mal sehen, vielleicht schaffe ich es in Zukunft ja mal wieder etwas öfter, ihn mitzunehmen.</p>
<p>Strecke: 12 km<br />
Zeit: 1:12 min (= 10 km/h bzw. 6 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/01/jaegersburger-wald-mitte-nord.jpg" title="jaegersburger-wald-mitte-nord.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/01/jaegersburger-wald-mitte-nord.thumbnail.jpg" alt="jaegersburger-wald-mitte-nord.jpg" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/21235">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Projekt Nordwärts: Flughafen Frankfurt - Kelsterbach (13,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/12/04/projekt-nordwarts-flughafen-frankfurt-kelsterbach-135-km/</link>
<pubDate>Tue, 04 Dec 2007 16:27:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/12/04/projekt-nordwarts-flughafen-frankfurt-kelsterbach-135-km/</guid>
<description><![CDATA[ Projekt Nordwärts ist eine Serie von Läufen, mit denen ich in den nächsten Wochen etappenweise vom ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p> <a href="http://de.wordpress.com/tag/projekt-nordwarts/"><strong><font color="#b85b5a">Projekt Nordwärts</font></strong></a> ist eine Serie von Läufen, mit denen ich in den nächsten Wochen etappenweise vom südlichen Ende des Rhein-Main-Gebietes bis nach Frankfurt am Main laufen möchte, um die Strecke des Frankfurt-Marathons an mein übriges Streckennetz anzubinden. </p>
<p>Heute also Lauf #6 von Projekt Nordwärts. Letzte Woche hatte ich es ja immerhin schon <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/28/projekt-nordwarts-monchbruch-startbahn-west-152-km/">bis in den Hegwald am Westrand des Frankfurter Flughafens geschafft</a>, heute wollte ich endlich bis an den Main vorstossen (und zwar bei Kelsterbach).</p>
<p>Äußere Bedingungen: Pffft. Erträglich, mehr nicht (will heissen: Kein Regen [positiv], aber wieder mal einener von diesen deprimierend-tristen Herbsttagen in drögem Grau, an denen einen so gar nichts nach draußen treibt [nicht so positiv]).</p>
<p>Start auf dem Parkplatz am Airportring, am westlichen Ende des Flughafengeländes, von dem aus ich auf dem Fahrradweg neben der Straße nordwärts lief. Links Wald, rechts die Rollfelder, dahinter die Bauten der Cargo City Nord. Ein Kilometer geradeaus direkt an der vierspurigen, stark befahrenen Strasse entlang, dann machten Airportring und Fahrradweg an der Nordwestecke des Flughafens eine Linkskurve, von jetzt an also zwischen A3 und der Nordseite des Flughafengeländes ostwärts.<br />
<!--more--></p>
<p>Technisch ist die Strecke am Airportring gut zu laufen, ein flacher, breiter Fahrradweg/Bürgersteig in exzellentem Zustand. Was den Laufgenuß angehnt, ist die Strecke aber nichtsdestotrotz nahe am Totalausfall: Links ein ein dürrer, 30 m. breiter Waldstreifen mit dürren Kiefern und Birken, gleich dahinter die sechsspurige lärmende A3. Rechts direkt der Airportring, seines Zeichens vierspurig und sehr stark befahren, sofort dahinter der graue Wall einer titanischen Lärmschutzwand, sicherlich 15 oder 20 m. hoch, der sich &#8211; mit ganz wenigen kleinen Unterbrechungen &#8211; kilometerweit hinzieht, jeden Blick auf das Flughafengelände abblockt, und den Lärm der Autobahn und des Airportringes regelrecht kanalisiert und verstärkt &#8211; Laut, nichts auch nur ansatzweise Sehenswertes im Sicht, dazu die kumulierten Abgase einer Autobahn, einer stark frequentierten Umgehungsstrasse und eines Großflughafens &#8211; gute Laufumgebung sieht anders aus. Zudem fühlte ich mich heute auch noch ziemlich schlaff und unfit und hatte ein leicht wattiges Gefühl im Kopf, da zog sich das Ganze natürlich um so mehr&#8230;<br />
Aber gut, da musste ich nun mal durch.<br />
Also weiter, eine kleine Ewigkeit den Airportring entlang gen Osten.</p>
<p>Nach knapp 2,3 km endlich meine Abzweigung, vom Airportring links ab, auf der Mörfelder Str. über die Autobahn und die Bahntrasse in Richtung Kelsterbach, seines Zeichens schon wieder einer der (erschreckend vielen) Orte, die ich bisher nur als Autobahnausfahrt kannte.<br />
Wie würde es da wohl aussehen?</p>
<p>Naja, so lala. Direkt nach der Brücke gleich das Gewerbegebiet Kelsterbach Süd &#8211; nicht unbedingt ein berauschender Anblick, das übliche Konglomerat aus Autohäusern, Speditionsfirmen und Kühlmittelhändlern (oder sowas in der Art), in diesem Fall ergänzt Betriebe aus der Flughafenperipherie, wie beispielsweise dem NH-Airport-Hotel, einer Unterkunft mit dem äußeren Charme eines Büroblocks in der Vorstadt (ist ja eigentlich auch klar: Wer hier absteigt, tut das nur aus einem Grund, nämlich weil es direkt am Flughafen liegt &#8211; ästhetische Gesichtspunkte sind wohl eher zweitrangig&#8230;).</p>
<p>Nach 300 Metern war das Gewerbegebiet beendet, stattdessen nun ein halber Kilometer offenes Gelände (das sogenannte &#8220;<a href="http://www.regionalpark-rheinmain.de/default.asp?action=article&#38;ID=235">Mittelfeld</a>&#8220;), eine recht aparte Mischung aus Feldern und heideartigen Wiesen, dazwischen hin und wieder mal ein paar Schrebergärten, schließlich eine große Kreuzung am Ortseingang von <a href="http://www.kelsterbach.de/">Kelsterbach</a>.</p>
<p>Gezwungenermassen eine Pause an der Ampel, dann weiter auf der Mörfelder Str. in den Ort hinein. Wohngebiet, dazwischen ein Schule, das Rathaus (Neubau), nichts Besonderes aber nach der Tristesse am Airportring auf jeden Fall schon mal eine deutlich Verbesserung (zumal das hier nur das neuere Unterdorf war, durch das historische und vermutlich noch etwas reizvollere Oberdorf kam ich gar nicht).<br />
Nach 750 m. ein Unterführung unter der Bahntrasse durch (verziert mit Friedensbotschaften in vielen verschiedenen Sprachen &#8211; ob das hier unten was bringt, weiß ich nicht, war aber trotzdem irgendwie nett), direkt dahinter eine Grünanlage mit Klohäußchen, an dem ich links auf einen kleinen, namenlosen Fußweg zum Mainufer einbog.</p>
<p>Der bot erst mal eine ziemliche Überraschung, denn er entpuppte sich als Hohlweg, der relativ lange und relativ steil zwischen zwei hoch aufragenden Böschungen bergab führte &#8211; irgendwie war ich davon ausgegangen, dass hier alles mehr oder weniger dieselbe Höhe hat, stattdessen stellte sich nun heraus, dass Kelsterbach tatsächlich auf einer ca. 10 &#8211; 20 m. hohen Anhöhe über dem Flußufer sitzt, zu dem ich nun hinunter lief.<br />
Wer hätte das gedacht?</p>
<p>Unten dann: Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Main">Main</a>, auch bekannt als &#8220;Weißwurstäquator&#8221;, angeblich ja die Grenze zwischen Nord- und Süddeutschland &#8211; breit, schnell fließend, im stumpfen Herbstlicht graubraun schimmernd. Dahinter das Panorama der nördlichen Mainebene, eingegrenzt von der dunklen Silhoutte des Taunus, in der Ferne hoch aufragend der Feldberg (hmm, der Feldberg&#8230; 880 m. ü. NN., da müsste man irgendwann auch noch mal hochlaufen&#8230;:) ).<br />
Hübsch, trotz des trüben Depri-Wetters.<br />
Noch hübscher allerdings das Gefühl, jetzt jeden der drei großen Flüsse unserer Region erlaufen zu haben, und das alles in einem großen, ungebrochenen Streckennetz &#8211; <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/30/bickenbach-allmendfeld-gernsheim-135-km/">Rhein</a>, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/16/badische-bergstrasse-weinheim-bis-heidelberg-27-km/">Neckar</a>, und heute eben den Main.</p>
<p>Wie bei seinerzeit bei den beiden anderen Flüssen musste ich natürlich erst mal ans Ufer und zumindest mal eine Hand ins Wasser halten (mein persönliches &#8220;Ich hab den Fluss erreicht&#8221;-Ritual), dabei wäre ich beinahe noch in den Fluss gefallen, dann ging´s auch schon weiter: Ich bog links auf die Mainuferpromenade ein und folgte dem Flussufer und den Markierungen nach Südwesten (wieder Mal die gute, alte Riedlinie, Blauer Kreis, die übrigens hier in Kelsterbach ihren Anfang nimmt, außerdem das Blaue M des Mainweges).</p>
<p>Es folgte eine lange Gerade durch die <a href="http://www.regionalpark-rheinmain.de/default.asp?action=article&#38;ID=236">Wiesen am Mainufer</a>, rechterhand der Fluss, links die hoch aufragende Wand der Böschung, obendrauf die ersten Häuser von Kelsterbach (eigentlich sollte man ja erwarten, dass hier am Abhang mit freiem, unverbaubaren Mainblick vor allem Villen stehen sollten, tatsächlich wirkten die Häuser da oben zumindest aus meiner Froschperspektive nicht besonders ostentativ, später standen sogar einige Plattenbauten direkt an der Steilwand).<br />
Nach einem knappen Kilometer ging es etwas bergauf und vom Ufer Weg, oberhalb des kleinen <a href="http://www.kelsterbach.de/fileadmin/content/Fremdenverkehr_Freizeit/stadtplan/bildw_hafen/hafen.htm">Kelsterbacher Hafens</a> entlag (der wird offensichtlich rege benutzt, es lagen zwei Tankschiffe vor Anker), dann wieder runter zum Main, auf die Auwiesen südwestlich der Stadt, dort dann schließlich nach ca. 600 m links, durch einen Tunnel unter der B43 und der Bahnstrecke durch in den Kelsterbacher Stadtwald/Mönchwald hinein. Kurz die Orientierung verloren (hier geht eine ganze Menge Wege in verschiedene Richtungen ab, da kommt sowas schon mal vor), dann weiter der Riedlinie folgend über die Fahrstrasse in Richtung Flughafen und auf die lange, gerade Grundschneise nach Süden (Blauer Kreis).<br />
Schöner Mischwald, vor allem Kiefern und Stabeichen, gepflegte Wege, regelmässig aufgestellte Bänke und Infotafeln zu Geschichte und Ökologie. Nach ein paar hundert Metern rechts eine Art steiler Hügel, direkt im Anschluss die große offene Fläche des schilfumrankren Mönchwaldsees, der absolut ruhig da lag und in einem wunderschönen, ungewöhnlichen Dunkelgrün durch die Bäume schimmerte &#8211; sehr stimmig.</p>
<p>Direkt im Anschluss eine Kreuzung &#8211; ich wollte geradeaus, aber links lag in gerade mal 100 m. das <a href="http://www.kelsterbach.de/rathaus-verwaltung/verwaltung/aemter-und-abteilungen/sport-und-badeamt/fremdenverkehr/freizeitangebote/wildgatter.html">Wildgehege</a> im Stadtwald, das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, also eben mal ein kurzer Abstecher dorthin.<br />
Großes Areal, dicht bewachsen, nur leider konnte ich kein einziges Tier darin ausmachen, selbst als ich einmal ganz drumherum gelaufen war &#8211; offensichtlich hatten weder Rothirsche noch Mufflons Lust sich zu zeigen, kann man nichts machen&#8230;</p>
<p>Einmal ganz um das Wildgatter herum, dann wieder zurück in die Riedlinie, weiter südwärts durch den Wald, vorbei an einigen weiteren Infotafeln, liebevoll handgeschnitzen &#8220;Haltet den Wald sauber&#8221;-Schildern und einer Gruppe von kleinen Forsthütten auf einer Lichtung, wie gesagt, alles sehr hübsch.</p>
<p>Warum ich ständig darauf rumreite, dass hier alles so hübsch ist?<br />
Ganz einfach, hier durchzulaufen hat mich ziemlich nachdenklich gemacht:<br />
Der Kelsterbacher Stadtwald ist das Areal, das für den <a href="http://www.ausbau.fraport.de/cms/default/rubrik/2/2133.htm">Ausbau des Frankfurter Flughafens vorgesehen </a>ist. Sollten der also stattfinden (und danach sieht es ja momentan aus), würde das bedeuten, dass große Teile dieses Waldes einfach plattgemacht würden &#8211; Kiefern und Eichen, Wildgehege, Ruhebänke und Infatofaleln, Mönchwaldsee, das alles wird möglicherweise schon in wenigen Jahren einfach nicht mehr da sein.</p>
<p>Bisher war die Diskussion um den Flughafenausbau für mich als nicht direkt Betroffenen doch eher abstrakt (auch wenn ich Verwandschaft habe, die unmittelbar unter dem Ausbau zu leiden hätte), entsprechend hatte ich keine ausgeprägte Meinung dazu.<br />
Heute, vor Ort, hatte ich Gelegenheit, mal ernsthaft darüber nachzudenken.</p>
<p>Mein Schlüsse?</p>
<p>1). Die Vorstellung, dass ein ganzer Wald von mehreren hundert Hektar einfach so aus dem Weg geräumt werden soll, um den ohnehin schon riesigen Frankfurter Flughafen nochmals zu vergrößern (und das zu einem Zeitpunkt, zu dem fragwürdig ist, ob der Flugverkehr angesichts von Ressourcenknappheit und ökologischen Problemen mittel- und langfristig überhaupt weiterwachsen kann), die gefällt mir ehrlich gesagt überhaupt nicht.</p>
<p>2). Noch weniger gefällt mir die Vorstellung, dass dieser Ausbau zudem gegen den dezidierten Willen und auf Kosten der Lebensqualität von Zehntausenden Menschen aus der Region geschehen soll, die ihren Vorbehalten seit Jahren lautstark und eindeutig Luft machen &#8211; dass das Projekt trotzdem durchgedrückt wird schmeckt bei genauerer Betrachtung in der Tat arg nach politischer Willkür, und scheint mir zutiefst undemokratisch und ungerecht.</p>
<p>Entsprechend dieser Überlegungen muss ich sagen, dass ich vollstes Verständnis für die <a href="http://bbi.unser-forum.de/">Gegner des Flughafenausbaus</a> habe, und hoffe, dass sie sich durchsetzen können.<br />
Weiter so, Leute!</p>
<p>So, genug Regionalpolitik, machen wir noch schnell den Lauf zu Ende: Nach dem Abstecher zum Wildgatter also wieder auf die Riedlinie, 1 km nach Süden durch den Wald, ein kleiner Schlenker westwärts, dann auf einer langen Brücke über die Bahntrasse und die A3. Auf der anderen Seite die Kiesgrube am Mönchhofdreieck, an der ich schon beim letzten Mal vorbeigekommen war.<br />
Hier links, auf der asphaltierten &#8220;alten Hegwaldschneise&#8221; durch den Wald (kein Seitenstreifen oder Radweg, dazu intensiver LKW-Verkehr, entsprechend teilweise etwas unangenehm zu laufen &#8211; eben genau wie letzte Woche), nach 900 m. dann wieder der Airportring, rechts runter und noch ein kleines Stück neben der Strasse her, und ich war wieder beim Auto angekommen.</p>
<p>Kein besonders guter Lauf: Wetter dröge, Matthias unfit, Umgebung gerade am Flughafen alles andere als ein Hochgenuß. Immerhin wurde es um Kelsterbach herum deutlich besser, das Erreichen des Mains war schon ein kleines persönliches Highlight, und am Ende sogar noch ein bisschen politische Gewissensbildung im Mönchwald &#8211; das macht dann schon wieder Einiges wett&#8230;</p>
<p>Strecke: 13,5 km<br />
Zeit: 1:22 h (= 9,88 km/h bzw. 6:05 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/12/kelsterbach.jpg" title="kelsterbach.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/12/kelsterbach.thumbnail.jpg" alt="kelsterbach.jpg" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/20618">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Projekt Nordwärts: Mönchbruch - Startbahn West (15,2 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/28/projekt-nordwarts-monchbruch-startbahn-west-152-km/</link>
<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 16:35:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/28/projekt-nordwarts-monchbruch-startbahn-west-152-km/</guid>
<description><![CDATA[Projekt Nordwärts ist eine Serie von Läufen, mit denen ich in den nächsten Wochen etappenweise vom s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://de.wordpress.com/tag/projekt-nordwarts/"><strong><font color="#b85b5a">Projekt Nordwärts</font></strong></a> ist eine Serie von Läufen, mit denen ich in den nächsten Wochen etappenweise vom südlichen Ende des Rhein-Main-Gebietes bis nach Frankfurt am Main laufen möchte, um die Strecke des Frankfurt-Marathons an mein übriges Streckennetz anzubinden. </p>
<p><strong>Frage:</strong> Kann man mitten im Rhein-Main Gebiet 15 km laufen, ohne auch nur in Sichtweite einer Ortschaft zu kommen?</p>
<p><strong> </strong><strong>Antwort:</strong> Yup. Gar kein Problem. Zum Beispiel in den weitläufigen Forstgebieten am Frankfurter Flughafen, da gibt es kilometerweit praktisch nichts ausser Wald, nur spärlich durchbrochen von Wiesen oder vereinzelten Strassen (und natürlich dem Flughafen, aber den zählen wir mal nicht als Ortschaft im klassischen Sinne&#8230;).</p>
<p>Und genau dort wollte ich heute Teil von von Projekt Nordwärts absolvieren: Von der Mönchbruchmühle an der B486 zwischen Rüsselsheim und Mörfelden aus (also da, wo ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/26/projekt-nordwarts-gross-gerau-monchbruch-nauheim/">beim letzten Lauf</a> wieder nach Süden abgedreht war) nordwärts, durch das Naturschutzgebiet Mönchbruch, dann parallel bis fast an die A3 bei Kelsterbach, dann durch den Wald zurück nach Süden.</p>
<p>Gesagt getan.<!--more--><br />
Start also auf dem Parkplatz der <a href="http://www.moenchbruch-muehle.de/">Mönchbruchmühle</a>. Schon wieder Glück mit dem Wetter, zwar kalt und etwas diesig, aber strahlender Sonnenschein &#8211; hach, wenn´s doch bloß immer so wäre!<br />
Kurz gedehnt, dann gleich los, auf dem Radweg neben der Bundesstrasse (Radweg R8, allerdings keine Markierung in Sicht) ostwärts. Linkerhand, die weite, offene Fläche der Mönchbruchwiese, von einem durchgehenden Zaun von der Strasse getrennt. Mitten auf der Wiese, vom Radweg aus gut sichtbar: Ein Rudel Hirsche (wohl Damwild), das sich weder vom Verkehrslärm der Bundesstrasse, noch den tieffliegenden Flugzeugen beim Äsen stören liessen &#8211; wow, gleich zu Anfang des Laufes ein Highlight, so lob´ ich mir das!</p>
<p>Nach 600 m die Bundesstrasse überquert, auf der anderen Seite durch ein Gattertor im Zaun mitten rein ins Naturschutzgebiet (Laut AFC-Karte ist das u.a. der Radweg 8, davon war vor Ort allerdings nichts zu sehen &#8211; lediglich die schon arg verblassten Markierungen des Odenwaldclubs, ein weisses Dreieck und ein hohles gelbes Quadrat waren hin und wieder mal sichtbar).</p>
<p>Nordwärts auf dem sogenannten &#8220;Gundweg&#8221;, eine wunderschöne Strecke direkt am Waldrand &#8211; links direkt der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6nchbruch_(Landschaft)">Mönchbruch</a>, eine urige Feuchtwiese, hohes Gras zwischen dem Wasser im Sonnenlicht schimmerte, vereinzelte uralte Bäume, die äsenden Hirsche, ein Graureiher, ganz weit hinten, schon fast vom leichten Nebeldunst verhüllt, die dunkle Wand der Bäume. Rechts derweil lichter Laubwald, hautsächlich alte Buchen und Eichen, durch die die Sonne ungehindert Muster auf den Waldboden zeichnen konnte, dazwischen ein (oder mehrere) meandernde natürliche Wasserläufe und hin und wieder mal eine Waldwiese.<br />
Wunderschön, erinnerte mich landschaftlich total an die Gegend im Nationalpark von <a href="http://www.info-polen.com/natur/bialowieza.php">Białowieża</a> im Osten Polens&#8230;</p>
<p>Ich folgte dem Gundweg ungefähr 1,5 km, erst nach Norden, dann graduell ostwärts, bis ich schließlich an der zweiten Abzweigung nach links abbog, aus dem Wald hinaus ins offene Gelände auf die &#8220;Zinswiese&#8221;, eine weitere große Feuchtwiese nordöstlich des Mönbruchs &#8211; ebenfalls eine urwüchsig-schöne Marschlandschaft, leider mit Strommasten zugepflastert ist und direkt unter der Ab- bzw. Einflugschneise der Startbahn West, das trübt den Gesamteindruck doch merklich. Nichtsdestotrotz immer noch hübsch, vor allem der Fußweg durch die Wiese, ein kleiner erhöhter Damm mit einem alleeartigen Spalier knorriger alter Bäume.</p>
<p>Am Nordrand der Wiese eine Wegscheide, ich lief rechts, an einem Birkenwäldchen vorbei auf die &#8220;Neuwegschneise&#8221;, die hier am Rand eines ewig langen Streifens offenen Geländes mitten im Wald (offensichtlich eine künstliche Schneise, wohl für die Strommasten) nach Nordwesten verläuft.<br />
Gerader Weg, etwas zu grob geschottert aber insgesamt gut zu laufen, auch hier schöne Landschaft &#8211; links die offene Schneise, eine steppenartige sandige Heidelandschaft mit viel Buschwerk, rechts kiefernlastiger Mischwald, durch den hin und wieder das laut grummelnde Dröhnen eines startenden Großraumfliegers drang (die Startbahn West verläuft hier nur ein paar hundert Meter weiter westlich &#8211; nicht zu sehen, aber sehr deutlich zu hören).</p>
<p>Nach ca. 1,5 Kilometern am Rand des großen Heidestreifens erreichte ich die Mönchbruch-Schneise (Radweg 25/Regionalparkweg), auf der ich halbrechts in den Wald einbog, 500 m geradeaus lief, und dann noch mal halbrechts auf die Hohewart-Schneise/Riedlinie (Blauer Kreis) einschwenkte. Hier bereits ein schwacher Kerosingeschmack in der Luft, der Geruch von Flughafen, Urlaub, Abenteuer, weiter Welt&#8230; Es heisst ja, dass bestimmte Gerüche unmittelbar intensive Empfindungen hervorrufen können, bei mir war´s in diesem Fall ein akuter Anfall von Fernweh &#8211; da starten hier im Minutentakt die Maschinen zu irgendwelchen fremden, aufregenden Orten, und man selbst ist schon seit Jahren nicht mehr richtig rausgekommen&#8230;</p>
<p>&#60;Seufzer&#62;</p>
<p>&#60;Doppelseufzer&#62;</p>
<p>Und nochmal:<br />
&#60;Seufzer&#62;</p>
<p>Aber was willste machen?<br />
Eben, nix!<br />
Also weiter!</p>
<p>Noch ein paar hundert Meter auf der Riedlinie ostwärts durch den Wald, und ich war direkt an der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Startbahn_West">Startbahn West</a> angekommen, von der man allerdings nichts sah &#8211; statt offenem Blick auf die Piste war da nur ein massiver Betonzaun mit Stahlträgern als Streben, dahinter mehr Wald, aus dem hin und wieder ein Flutlicht-Mast mit Überwachungskamera ragte.<br />
Doch auch wenn von der Startbahn selbst nichts zu sehen war, zu überhören war sie nicht. Ich bin normalerweise ja überhaupt nicht an Technik interessiert, die meisten Leistungen moderner Ingenieurskunst lassen mich eher kalt, aber ganz ehrlich: Das tiefe Dröhnen, das entsteht, wenn 150 m. neben einem ein mehrere hundert Tonnen schwerer Metalkoloss von vier gewaltigen Turbinen mit über 300 km/h in den Himmel geprügelt wird, das geht einem wirklich durch Mark und Bein und ist schon ganz arg beeindruckend (andererseits muss ich sagen: Die Vorstellung, diese Geräuschkulisse in leicht abgeschwächter Form Tag für Tag 16 oder 18 Stunden um sich zu haben, ist nicht gerade angenehm &#8211; da kann ich die Gegner des Flughafenausbaus voll und ganz verstehen)</p>
<p>Für mich ging´s hier auf jeden Fall weiter nach Norden, auf einem breiten, leicht schlammigen Kiesweg am Flughafenzaun entlang (Immer noch Riedlinie, also blauer Kreis). Nach 1,2 km teilte sich der Weg nach links und rechts, ich lief rechts, zwischen Zäunen hindurch bis zur Ausichtsplattfrom am Anfang der Startbahn West, von der aus man <a href="http://www.qype.com/place/photos/80508-Aussichtsplattform-Startbahn-West-Frankfurt-am-Main?page=1">einen guten Blick auf das Flughafengelände</a> hat.</p>
<p>Ach du Scheisse, ist das riesig!!!!<br />
Wenn man im Flieger sitzt und drüberrollt, merkt man das gar nicht so, aber wenn man erst mal davorsteht &#8211; Boah!<br />
Rechts runter die Startbahn West, eine drei Kilometer lange und 500 Meter breite Schneise im Wald, geradeaus die beiden anderen Bahnen, vier Kilometer nach Nordosten, so weit, dass man die Terminalgebäude am Nordende der Bahnen im Dunst nicht mehr richtig sehen konnte.<br />
Mannomann, nicht schlecht, Herr Specht, da sieht man erstmal, wie groß ein Großflughafen wirklich ist!</p>
<p>Ein, zwei Minuten Aussichtspause, dann weiter, auf einem kleinen Fußpfad an den Airport-Ring, den dann auf einem breiten Fahrradweg entlang, erst kurz nach Westen, dann nordwärts, weiterhin guter Blick auf das Flughafengelände (von dem hier ein seltsames, fluktuierend-pfeiffendes Summgeräusch zu hören war. Etwas nervig), vorbei an einem Parkplatz (das wird wohl der Ausgangspunkt für den nächsten Lauf von &#8220;Projekt Nordwärts sein), bis zur alten &#8220;Hegwaldschneise&#8221;, einer Asphaltstrasse die kurz vor der A3 vom Airportring weg in westlicher Richtung in den Wald führt.</p>
<p>Der folgte ich nun einen knappen Kilometer (vorsichtig, hier gibt´s keinen eigenen Rad- oder Fußgängerweg, dafür aber regen LKW-Verkehr) und erreichte schließlich die Kiesgrube am Mönchofdreieck, am oberen Ende der langen Schneise, der ich nach der Zinswiese schon ein Stück gefolgt war. Hier links, der Strasse entlang der Kiesgrube folgend zurück nach Süden (Radweg 4 [aber wieder mal keine entsprechende Markierung zu sehen]/Regionalparkweg [=die dreiteilige magenta-Pyramide]). Um mich herum geschäftiges Treiben, behäbige Kieslaster auf dem Weg von oder zur Kiesgrube, dazu ein Wald ominös brummender Strommasten, rechts ein Miniaturgebirge aus Schutt- und Sandbergen (die im Sonnenschein so ein bisschen was von Sahara hatten).</p>
<p>Ein Kilometer auf der Strasse entlang, dann rechts ab, nach Süden in den Wald (Die &#8220;Stegwaldschneise&#8221; &#8211; Theoretisch Radweg 6, aber mal wieder nicht markiert).</p>
<p>Von da an: Einfach nur geradeaus. Eeeeeeewig geradeaus. Genauer gesagt: Mehr als drei Kilometer. Wald, wald, wald, nichts als Wald. Weiterhin ganz sonnig und hübsch, aber auf Dauer doch etwas Monoton, besonders wenn das Interessanteste, was man unterwegs sieht,<br />
ein vorbeifliegender Buntspecht und die Hütten der Naturfreunde Bischofsheim und des Odenwaldclub Rüsselsheim sind<br />
Ansonsten: Gut laufbarer aber unspektakulärer Weg durch den Flachlandwald, der sich ganz ordentlich zog, dabei irgendwann wieder zur Riedlinie (Blauer Kreis) wurde.</p>
<p>Schließlich, nach einer gefühlten halben Ewigkeit ein kleiner Schlenker auf die leicht versetzt nach Süden verlaufende Mönchbruch-Schneise (Radweg 25), noch ein paar Minuten weiter, dann der Waldrand am Nordende der Mönchbruch-Wiese.<br />
Fast geschafft.</p>
<p>Den letzten knappen Kilometer noch mal mitten durch die Mönchbruch-Wiese: Auf der Mönchburch-Allee, einem großartigen, von alten Kastanien gesäumten Weg, durch die Feuchtwiesen, herbstlich-goldener Sonnenschein, der vom im Wasser zwischen dem dichten Gras reflektiert wurde, in der Ferne ein paar Nebelschwaden über dem Marschland &#8211; herrlich, einfach herrlich, wunderbarste Natur, und das mitten im Rhein-Main-Gebiet!<br />
Sah ziemlich genau so aus wie bei diesem <a href="http://kugelblick.de/wwp412/5978_de.html">Link</a>.<br />
Perfekt!<br />
Am Ende der Allee ein <a href="http://kugelblick.de/wwp412/6048_de.html">Aussichtsturm</a>, da kletterte ich natürlich auch noch mal rauf und besah mir das ganze von oben (von da hatte man auch noch mal einen schönen Blick auf die immer noch friedlich weidenden Damhirche), dann noch ein paar hundert Meter bis zum <a href="http://www.gg-online.de/html/moenchbruch_schloss.htm">Jagdschloss</a>, das ebenfalls sehr hübsch ist (wenn auch mit etwas viel Patina, wird aber wohl gerade renoviert), über die B486 und zurück zum Auto.</p>
<p>Fazit: Hat viel Spass gemacht. Schönes Wetter und eine reizvolle Strecke, vor allem natürlich um den großartigen Mönchbruch herum, das ist ganz zweifellos eine der schönsten Ecken des Rhein-Main-Gebietes. Faszinierend auch der Spannungsbogen zwischen urwüchsiger Natur auf der einen, und dem hochmodernen Frankfurter Flughafen auf der anderen Seite &#8211; kaum zu glauben, wie nah diese beiden Extreme hier beieinander liegen.<br />
Sehr guter Lauf in gemütlich-moderatem Tempo.</p>
<p>Strecke: 15,2 km<br />
Zeit: 1:36 h (= 9,5 km bzw. ca. 6:20 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/flughafen.jpg" title="flughafen.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/flughafen.thumbnail.jpg" alt="flughafen.jpg" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/20536">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Projekt Nordwärts: Gross-Gerau - Mönchbruch - Nauheim (13,4 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/26/projekt-nordwarts-gross-gerau-monchbruch-nauheim/</link>
<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 17:09:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/26/projekt-nordwarts-gross-gerau-monchbruch-nauheim/</guid>
<description><![CDATA[Projekt Nordwärts ist eine Serie von Läufen, mit denen ich in den nächsten Wochen etappenweise vom s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://de.wordpress.com/tag/projekt-nordwarts/"><strong><font color="#b85b5a">Projekt Nordwärts</font></strong></a> ist eine Serie von Läufen, mit denen ich in den nächsten Wochen etappenweise vom südlichen Ende des Rhein-Main-Gebietes bis nach Frankfurt am Main laufen möchte, um die Strecke des Frankfurt-Marathons an mein übriges Streckennetz anzubinden.</p>
<p>Lauf #4 von Projekt Nordwärts &#8211; <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/22/projekt-nordwarts-buttelborn-klein-gerau-gross-gerau-131-km/">beim letzten Mal</a> hatte ich es bis an den Rand des riesigen Forstgebietes im südlich-zentralen Rhein-Main-Gebiet geschafft. Heute also weiter nach Norden, vom äußersten Punkt der letzten Tour nördlich von Gross-Gerau bis zum Mönchbruch, dann über Nauheim zurück. Erwartete dominante Geländeform: Wald, Wald, Wald, Wald, Wald, Wald und nochmals Wald.<br />
Oh, und natürlich Wald.</p>
<p>Wetter: Unbeständig-durchwachsen, Regen, Wolken, Sonne, alles mit dabei, fluktuierte quasi im Minutenrhythmus. Dazu kalt: 2-3 Grad, leicht windig. Brr.</p>
<p><!--more--><br />
Start: Waldparkplatz am Woogsdamm und der B44, nördlich von Gross Gerau. Von hier aus direkt in den Wald, den &#8220;Mönchbruchpfad&#8221; (Radweg 25) entlang nach Norden.<br />
Ewig lange gerade &#8211; vom Parkplatz bis zum Mönchbruch 4 Kilometer, einfach immer nur geradeaus. Bequemer, gut befestigter Waldweg (nach der <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/24/schone-gegend-schlechte-wege-zell-gronau-ober-hambach-128-km/">Tortur vorgestern</a> äußerst angenehm), so flach wie ein durchschnittliches Comedy-Programm im deutschen Privatfernsehen. Links und rechts nichts als kahle Bäume (meist dichter, mittelalter Mischwald mit wenig Unterholz). Praktisch direkt unterhalb der An- und Abflugschneise der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Startbahn_West">Startbahn West</a>, deswegen immer wieder das laute Röhren der Flugzeuge (wow, das ist echt laut, kein Wunder, dass die Anwohner keine Flughafenerweiterung wollen), ansonsten Totenstille im Wald.<br />
Oh, das ganze übrigens bei eiskaltem Regen und Wind, der durch die kahlen Bäume nicht abgehalten wurde, recht eklig.</p>
<p>Fassen wir zusammen: 4 km lange flache Gerade, guter Untergrund, keinerlei Ablenkungen, kalt &#8211; ideal, um mal so richtig aufs Tempo zu drücken.<br />
Genau das machte ich dann auch: Nach einer kurzen Aufwärmphase verfiel ich in einen schnellen, wahrscheinlich schon leicht anaeroben Semi-Sprint und raste mit einer Riesengeschwindigkeit (für meine Verhältnisse) durch den Wald.<br />
Lief super.<br />
Hin und wieder mal ein Wegstein oder eine Schneise, ein, zwei kleine Brücken über Bachläufe (einer davon durch ein Schild als Hegbach ausgewiesen), ansonsten: Bäume.<br />
Nach knapp 2,5 Kilometern eine größere Schneise, daneben eine Schutzhütte, in der ganz viele Bilder und/oder Zeitungsauschnitte hingen &#8211; sah interessant aus, aber ich war mitten drin, deswegen lief ich durch, ohne mir die Hütte genauer anzusehen &#8211; schade eigentlich (Markierung übrigens immer noch Radweg 25, nach der Hütte kam der blaue Kreis der Riedlinie dazu).<br />
Weiter, weiter, immer geradeaus, mehr Wald, dann auf einmal ein offenes Gatter, dahinter Gebäude, eine Strasse: Ich hatte den nördlichsten Punkt der heutigen Tour, die historische Häusergruppe mitten im <a href="http://www.gg-online.de/html/moenchbruch_nsg.htm">Naturschutgebiet Mönchbruch</a>, erreicht (und das in einer Superzeit: 19,5 Minuten für 3,92 km, das entspricht einem Durchschnitt von über 12 km/h bzw. einer Kilometerzeit von knapp unter 5 Minuten).</p>
<p>Äußerst hübsch hier, erst die <a href="http://www.moenchbruch-muehle.de/">Mönchbruchmühle</a> mit apartem Restaurant und (saisonal bedingt geschlossenem) Biergarten, ein schönes und gepflegtes altes Fachwerkhaus mit Nebengebäuden. Dann die B44, dahinter das ebenfalls äußerst hübsche <a href="http://www.gg-online.de/html/moenchbruch_schloss.htm">Jagdschloss</a> und die große offene Fläche der szenischen <a href="http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/10183171">Mönchbruchwiese</a> (na gut, so schön wie auf dem verlinkten Foto sah sie heute nicht aus, aber trotzdem&#8230;) &#8211; wirklich alles sehr hübsch, allerdings sah ich mich nicht zu lange um, schließlich will ich alles was nördlich der Bundesstrasse liegt (und damit auch das Jagdschloss und die Wiese) erst beim nächsten Lauf erkunden, das sparte ich mir also auf.</p>
<p>Stattdessen hier kurze Verwirrung, eigentlich wollte ich auf einem Waldpfad am hier durchfliessenden Schwarzbach wieder nach Süden, aber den konnte ich auf Anhieb nicht finden. Also noch mal 150 m. zurück, zur Orientierungstafel am Anfang der Lichtung, dort die Existenz des Pfades verifiziert, wieder an die B44, dort dann kurz links über den Schwarzbach und auf einem kaum sichtbaren, völlig überwuchterten Pfad durch ein zu öffnendes Gattertor (die nehmen das mit dem Naturschutzgebiet hier wohl sehr ernst) wieder in den Wald zurück, Richtung Südwest.</p>
<p>Überwucherter, schmaler Pfad parallel zum Schwarzbach, fast schon Urwaldhaft, wurde aber bald etwas besser. Ca 400 m., dann links, auf einer rustikalen Holzbrücke über den Bach, dann gleich wieder scharf rechts, westwärts. Auch hier wieder: Wald, Wald, Wald, zur Abwechslung mal etwas kiefernlastig.<br />
Nach einem halben Kilometer schimmerte vor mir eine riesige, offene Wiese durch die Bäume idyllisch eingefasst von noch mehr Wald (übrigens dieselbe Wiese, die man von der A67 aus in nördlicher Richtung rechts sieht, kurz bevor man das Rüsselsheimer Dreieck erreicht &#8211; also wieder ein bekannter Ort aus einer gänzlich unbekannten Perspektive!) &#8211; schöner Anblick, besonders weil inzwischen die Sonne rausgekommen war.<br />
Der Weg selbst knickte hier auf einer Lichtung links in die &#8220;Brandsee-Schneise&#8221; ab und lief parallel zur großen Wiese ca. 1 1/4 km nach Süden (Wald, Wald Wald, diesemal viele Birken, rechts immer mal Wiese).</p>
<p>Schließlich eine große Querschneise, markiert mit dem Blauen Kreis der Riedlinie und dem Pyramidenpfeil des Regionalparkwegs, hier rechts, westwärts. Noch mehr Wald, wieder mehr Kiefern, von der halbverhangenen schrägstehenden Sonne von hinten schwefelgelb angestrahlt, was einen sehr interessanten, scherenschnittartigen Silhouetteneffekt erzeugte.<br />
Nach etwas über einem Kilometer rechts ein einsames, altes Forsthaus an einer Lichtung (das &#8220;Untere Treburer Forsthaus&#8221;, Vereinsheim des Odenwaldclub Gross-Gerau), davor eine stark verwachsene Baumgruppe, von einer Plakette als <a href="http://www.nauheim.de/openpic.php?lang=de&#38;filename=/pics/medien//image_1083589060391.jpeg&#38;title=Naturdenkmal+K%F6rnerlinden&#38;width=600&#38;height=562">Naturdenkmal &#8220;Körnerlinden&#8221;</a> identifiziert, kurz dahinter ein kleines Eichenwäldchen das von einem Schild als der &#8220;Nauheimer Hochzeitswald&#8221; identifiziert wurde (was immer das bedeuten mag) &#8211; hübsch hier.</p>
<p>Noch etwas geradeaus, dann auf einer Schneise links (Radweg 12/Regionalparkweg), wo der Waldweg in eine Asphaltstrasse überging, auf der ich nach einem halben Kilometer die Autobahnbrücke bei Nauheim erreichte und die A67 überquerte (dabei Blick nach rechts auf den Taunus &#8211; ungewohntes Gefühl, beim Laufen eine nicht allzu weit entfernte Bergkette zu sehen die nicht die Bergstrasse ist&#8230;).</p>
<p>Dahinter eine offene Fläche umrahmt von Wald, Kleingärten, ein Freizeitgelände mit Basketballfeld, dann <a href="http://www.nauheim.de/">Nauheim</a>, eine Reihe kleiner, weißer Häuser, ordentlich aufgereiht am entfernten Waldrand &#8211; hübsch. Ich lief noch ein Stück geradeaus auf der Strasse (&#8220;Berzallee&#8221;) weiter, vorbei an einem Spalier schöner alter Alleebäume, und bog dann am Ortseingang links in den Wald in Richtung Hegbachsee ab (Radweg 27).</p>
<p>300 m. auf einem frisch gepflasterten und nagelneuen Fußweg nach Süden, dann kurz vor dem See nach links in den Seeweg (Dämliches Wortspiel des Tages: Heute lege ich einen Teil meiner Joggingstrecke auf dem Seeweg zurück. <em>Seeweg</em>, get it? Ha! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), eine geschwungene Kurve entlang einer Wohnwagensiedlung, dann auf einem Parkplatz vor einem blockigen Gebäude links, über einen weiteren Fußweg und einen Spielplatz ans östliche Ufer des <a href="http://www.nauheim.de/staticsite/staticsite.php?menuid=125&#38;topmenu=12">Hegbachsees</a>, direkt neben der Autobahn.<br />
Wieder so ein seltsam vertrauter aber zugleich unbekannter Ort &#8211; im Vorbeifahren auf der A67 habe ich den See schon X-Mal durch die Bäume schimmern sehen, dagewesen war ich bisher noch nie&#8230;</p>
<p>Vor Ort zu Fuß machte der See eigentlich einen sehr hübschen Eindruck: Große Wasserfläche, viel Wald, Enten und Kanadagänse drauf, dichter Uferbewuchs, direkt am weg gepflegte Liege- und Freizeitwiesen &#8211; lediglich die allenthalben aufsgestellten Warnschilder, die Sinngemäß darauf hinwiesen, dass der See eine Todesfalle aus Kolibakterien, Salmonellen und dünnem Eis sei, und man sich entsprechend unbedingt fernhalten solle, störten die Idylle etwas. Tja, man kann halt nicht alles haben&#8230;</p>
<p>Ich lief zwischen Ufer und Autobahn durch die Grünflächen und erreichte am Ende des Sees schließlich einen weiteren Parkplatz (mit weiterem blockigen Neubau) , über den ich mit einem kleinen Schlenker auf die Asphaltstrasse gelangte, die direkt neben der A67 nach Süden führt und den wunderbar prosaischen Namen &#8220;Hartmannslochschneise&#8221; trägt.<br />
Umgebung übrigens zur Abwechslung mal: Wald.<br />
Mal was Neues&#8230;</p>
<p>Nach 800 Metern eine Kurve zur Autobahnbrücke nach Gross-Gerau, wieder über die A67 rüber, dahinter dann die Feldschneise weiter nach Osten &#8211; weiterhin Asphaltierter Weg, links Waldrand, rechts die offenen Felder nördlich von Gross-Gerau mit bedingt erhebendem Blick auf die qualmenden Schlote der Zuckerrübenfabrik und die Lärmschutzmauer an der Autobahn.<br />
600 Meter nach der Brücke bog die Strasse rechts ab, ich lief auf einem etwas schlammigen Weg allerdings weiter stur nach Osten in den Wald rein (Yayyy, Wald&#8230;), und bog schließlich kurz vor dem Waldrand, mit Blick auf die Heimstättensiedlung, nach Norden in die Loogschneise ein. Hier noch 400 Meter nordwärts, dann halbrechts in einen kleinen, zugewucherten Trampelpfad, vorbei an der Rückfront des Geländes der Ahmadiyya-Moslems (laut <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ahmadiyya">Wikipedia</a> übrigens eine sympathisch liberale Glaubensgemeinschaft), und schließlich auf den Parkplatz mit dem wartenden Auto.</p>
<p>Wow. Sehr schnelle Tour, entsprechend am Ende etwas ausser Atem, aber ansonsten keine Probleme &#8211; gut. Sightseeing-technisch vielleicht nicht die attraktivste Strecke, die ich jemals gelaufen bin (obwohl gerade das NSG Mönchbruch bei schönem Wetter sicher einiges hermacht), aber ideal, um ein paar schnelle, ungestörte Kilometer in angenehmer Umgebung und auf gutem Untergrund zurückzulegen &#8211; sehr gute Joggingstrecke. Dazu die faszinierende Erkenntnis, dass es mitten im Herzen des scheinbar so dicht besiedelten Rhein-Main-Gebietes ein riesiges Areal mit relativ unberührter und zum Teil sehr schöner (Halb)Wildnis gibt, und das befriedigende Gefühl, wieder ein Stück mehr von der Landschaft jenseits der Autobahn erforscht zu haben &#8211; insgesamt gar kein so übler Lauf!</p>
<p>Strecke: 13,4 km<br />
Zeit: 1:13 h (11,01 km/h bzw. 5:27 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/gg-moenchbruch.jpg" title="gg-moenchbruch.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/gg-moenchbruch.thumbnail.jpg" alt="gg-moenchbruch.jpg" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/20383">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Projekt Nordwärts: Büttelborn - Klein-Gerau - Gross-Gerau (13,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/22/projekt-nordwarts-buttelborn-klein-gerau-gross-gerau-131-km/</link>
<pubDate>Thu, 22 Nov 2007 16:57:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/22/projekt-nordwarts-buttelborn-klein-gerau-gross-gerau-131-km/</guid>
<description><![CDATA[Projekt Nordwärts ist eine Serie von Läufen, mit denen ich in den nächsten Wochen etappenweise vom s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong><a href="http://de.wordpress.com/tag/projekt-nordwarts/">Projekt Nordwärts</a></strong> ist eine Serie von Läufen, mit denen ich in den nächsten Wochen etappenweise vom südlichen Ende des Rhein-Main-Gebietes bis nach Frankfurt am Main laufen möchte, um die Strecke des Frankfurt-Marathons an mein übriges Streckennetz anzubinden.</p>
<p>Heute also Lauf #3 im Rahmen von Projekt: Nordwärts.<br />
Schauplatz: Die Gegend um Gross-Gerau.<br />
Ein Gebiet, das mir faszinierenderweise zugleich sehr vertraut und praktisch unbekannt ist &#8211; als Autobahnbenutzer bin ich hier schon tausend Mal langgefahren, die Strecke auf der A67 ist mir quasi genauso vertraut wie mein Wohnzimmer.<br />
Abseits von der Autobahn sieht´s aber gleich ganz anders aus: In Büttelborn war ich in meinem ganzen Leben höchstens vier oder fünf Mal, Gross-Gerau kenne ich nur vom sehr seltenen Durchfahren und ein paar Besuchen in der (übrigens sehr netten) <a href="http://www.gg-online.de/html/fasanerie.htm">Fasanerie</a>, und nach Klein-Gerau hatte ich im Leben noch keinen einzigen Fuß gesetzt (um ehrlich zu sein, ich wusste noch nicht mal, welcher Ort &#8220;das da rechts von der Autobahn&#8221; war).<br />
Also eine ziemlich spannende Ausgangssituation: Ein Lauf in der vertrauten Fremde, der neue Perspektiven einer (ansatzweise) bekannten Gegend versprach.<br />
<!--more--></p>
<p>Wetter: Trist. Trübes Mittelgrau, sah zu Anfang noch halbwegs freundlich aus, verfinsterte sich im Verlauf der Tour aber immer mehr und ging von Nieselregen zu richtigem Regen über.<br />
Meh. Immerhin etwas wärmer als in den letzten Tagen&#8230;<br />
Machte nicht gerade viel Lust, aber was muss, das muss&#8230;</p>
<p>Start: Friedrich-Ludwig-Jahn-Strasse in <a href="http://www.buettelborn.de/">Büttelborn</a>, also dort, wo ich beim <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/16/projekt-nordwarts-griesheim-buttelborn-121-km/">letzten Lauf des Projektes Nordwärts</a> wieder nach Süden abgeknickt war.<br />
Heute ging´s natürlich in die andere Richtung, also nach Norden: Die Darmstädter Str. entlang in den Ortskern, vorbei an der Sparkasse in die Rhönstrasse, an deren Ende links in die Taunusstr. (die durch einen Grünstreifen zweigeilt ist). Recht hohes Tempo, der spröde Charme von Büttelborn bei schlechtem Wetter animierte nicht unbedingt zum Trödeln, ausserdem hatte ich furchtbaren Druck auf der Blase (wäre besser noch mal vor dem Start aufs Klo gegangen), und wollte so schnell wie möglich aus dem Dorf raus, um ein ruhiges Eckchen zum Ablassen dieses Drucks zu finden (am Ende war´s dann der bereits erwähnte Grünstreifen in der Taunusstr. &#8211; aaaah&#8230;).</p>
<p>200 Meter zwischen Ortsrand und Autobahnauffahrt westwärts durch die Taunnusstrasse, dann rechts, entlang der Landstrasse in Richtung Worfelden. Vorher hatte ich mir ein bisschen Sorgen gemacht, ob ich durch das Gewirr aus Autobahn, Landstrasse, Bundesstrasse und den Auf- bzw. Abfahrten dazwischen durchkommen würde, vor Ort stellte sich das dann aber als problemlos heraus &#8211; einfach auf den Radweg neben der Strasse (Radweg 25) und der Markierung unter/neben/über die Brücken gefolgt. </p>
<p>Hinter der Autobahnbrücke dann erst mal Flachland: Trübe Äcker, links die A67, dahinter Groß-Gerau mit seiner charakteristischen Skyline aus Wasserturm, den dampfenden Schloten der Zuckerfabrik und dem Blauen Kasten des Wick-Hochregallagers an der Autobahn, geradeaus im Dunst die etwas geduckt wirkenden Häuser von Klein-Gerau, rechts das graue Nichts (bei klarerem Wetter hätte man hier wahrscheinlich Weiterstadt in der Ferne gesehen).<br />
Neuer, asphaltierter Fahrradweg neben der Landstrasse, gut und schnell zu laufen, wenig los (ausser mir nur ein verschreckter Turmfalke und eine älterer Herr auf einem noch älteren Fahrrad) nach knapp einem Kilometer dann <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klein-Gerau">Klein-Gerau</a>, das eigentlich einen ganz aparten Eindruck machte &#8211; klar, typisches Rieddorf mit Neubaugebiet außenrum und einem Kern schmuckloser, dicht aneinandergedrängten Altbauten, wirkte aber nichtsdestotrotz netter als erwartet, bei gutem Wetter wär´s vielleicht sogar richtig hübsch gewesen.</p>
<p>Ich lief weiter nordwärts, durch die kleine, gepflasterte Thüringer Str. weiter in die Bahnhofstr.<br />
Da war dann allerdings erstmal Schluss: Schwer beschrankter Bahnübergang neben einem kleinen Provinzbahnhof (an dem wahrscheinlich kaum noch Züge halten), Schranken unten &#8211; warten.<br />
Und warten.<br />
Und warten.<br />
Kein Zug in Sicht. Gottseidank war´s halbwegs warm und windstill, sonst wäre ich da weggefroren.<br />
Und noch ein bisschen warten.<br />
Dumdidumdidumdidum&#8230;</p>
<p>Schließlich, nach über 5 Minuten endlich ein Güterzug, die Schranken gingen auf, ich konnte weiter, war etwas aus dem Rhythmus. Blöde Warterei&#8230;<br />
Die Waldstrasse entlang, durch ein unspektakuläres Wohngebiet und über einen kleinen Bach bis zum nördlichen Ende von Klein-Gerau, dort wieder ins offene Gelände (Weiterhin: Radweg 25). Auch hier: Eigentlich ganz hübsch, die obligatorischen Äcker von kleineren Feldern durchbrochen, hin und wieder ein Hof. </p>
<p>Nach ca. 700 m. dann Ende mit Feldern, hallo Bäume: Das südliche Ende des gewaltigen Forsts, der sich von hier mehr oder weniger ungebrochen bis nach Frankfurt hoch erstreckt. Für mich ging´s mittenrein, noch 200 Meter geradeaus dann dem Fahrradweg 25 folgend nach links, westwärts.<br />
Viel Wald, gemischt aber Kiefernlastig, kahl, mit regelmäßigem Bodenbewuchs (Brombeerhecken usw.), offensichtlich nicht besonders alt, flach, nicht wirklich unansehnlich aber doch etwas langweilig &#8211; aber da werd´ ich mich dran gewöhnen müssen, schließlich stehen mir noch einige Kilometer in diesem Wald bevor. Immerhin: Wenig Ablenkung, guter, fester Waldweg, da war weiterhin Tempo Machen angesagt.</p>
<p>Nach 400 Metern ging´s über die Bahngleise, eine gewaltige, steile Bahnbrücke, die angesichts der Tatsache, dass sie mitten im Nirgendwo am Ende eine Waldweges lag, völlig überdimensioniert wirkte &#8211; da hatte wohl irgendjemand noch ein paar hunderttausend Euro  Steuergelder übrig, die er schnell loswerden wollte&#8230;<br />
Aber hey, geschenktem Gaul schaut man nicht ins Maul, Hauptsache ein ordentlicher Weg über die Gleise, also rüber.  </p>
<p>Auf der anderen Seite: Noch mehr unspektakulärer Wald, und das mehr als einen Kilometer lang (Immer noch Radweg 25, nordwestliche Richtung). Schließlich eine kleine Abzweigung. Ich musste eigentlich geradeaus weiter, allerdings verkündete ein Wegweiser, dass es links zur &#8220;Denksäule&#8221; ginge, offensichtlich eine lokale Sehenswürdigkeit, die wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.<br />
Folgerichtig ein kurzer Abstecher nach links, kleiner Waldweg, gesäumt von ein paar seltsamen Rampen (für Biker mit dem unstillbaren Wunsch nach einem Schädel-Hirn-Trauma?), ca. 150 m. lang, am Ende eine kleine Lichtung mit einem etwas unmotiviert in der Landschaft rumstehenden Obelisken drauf, der Denksäule.<br />
Durchaus hübsch, das Highlight war aber fraglos die Inschrift, die in drolligem, verschwurbelt-archaischen Deutsch den Sinn des Obelisken erklärte &#8211; der wurde nämlich von den stolzen Gerauern Ende des 18. Jahrhunderts installiert, um daran zu erinnern, dass irgendein Fürst samz Hofstaat hier mal zwei Wochen campiert hat. Wie gesagt, war furchtbar äusserst drollig, leider war die Inschrift viel zu lang, um sie sich zu merken (und im Netz gibt´s gleich gar nichts zur Location), sonst hätte ich sie hier verbatim wiedergegeben.<br />
Sehr schön auch der Gedanke, dass das gemeine Volk so Happy war, dass ihr Landesvater bei ihnen Urlaub gemacht hat, dass sie deswegen gleich mal spontan ein Monument aufbauen. Da sieht man mal, wie die Zeiten sich geändert haben &#8211; wenn heute Roland Koch hier bei mir zwei Wochen im Wald hinterm Haus biwakieren, das lokale Wild in rauhen Mengen massakrieren, und seine Notdurft an den Wegen verrichten würde, wo ich sonst mit dem Hund gassi gehe, wäre mir das keine Stele wert. Aber vielleicht bin ich ja voreingenommen weil ich Roland Koch nicht mag&#8230;</p>
<p>Anyway, nach kurzer Bewunderung dieses bedeutenden historischen Monuments wieder zurück auf den Radweg 25, und nach ein paar Metern halb aus dem Wald raus (= links offenes Gelände, ein großer, eingezäuntes Acker, laut Schild ein &#8220;Versuchsfeld. Rechts Waldrand mit ein paar Häusern) und geradeaus auf einem aspahltierten Weg (&#8220;Am Woogsdamm&#8221;) bis zur B44.<br />
Kurz über die Bundesstrasse rüber, vorbei an einem muslimischen Freizeitzentrum (hübsch gelegen am Waldrand) auf den Waldparkplatz Gross-Gerau-Nord/Am Woogsdamm, von dem aus ich die nächste Tour in der Gegend starten will, dann wieder zurück, entlang der Bundesstrasse nach Süden, in Richtung Gross-Gerau. </p>
<p>Nach ca. 500 m. Gross-Gerau Nord, die sogenannte Heimstädtensiedlung. Erst Tankstelle und Autohändler, dann unspektakuläres Wohngebiet, an dessen Rand ich weiter südwärts lief (Frankfurter Strasse), bis ich das Industriegebiet an der Autobahn erreichte (ungewohnter Anblick: Der blaue Kasten des Wick-Hochregallagers von hinten &#8211; bisher kannte ich das nur von vorne, von der Autobahn aus).<br />
Auch hier weiter geradeaus, unter der Autobahnauffahrt durch, dann steil auf die Autobahnbrücke rauf, über die A67 und von Norden her in den eigentlichen Ortsbereich von <a href="http://www.gross-gerau.de/">Groß-Gerau</a>. </p>
<p>Ganz ehrlich: Von Norden kommend macht die Stadt keinen besonders einladenden Eindruck: Dröges Industriegebiet, durchbrochen von brachigem Bauerwartungsland, dahinter Blick auf die rauchenden Schlote der Zuckerfabrik, rechts die mehrspurige Fahrstrasse, die auf einer erhaben auf einer Hochtrasse unbehelligt über dem Industriegebiet verläuft.<br />
Allerdings ohne den Fuß/Radweg, der führt mittendurch, nicht wirklich hübsch, passte stimmungsmässig dafür aber um so besser zu dem rapide beschissener werdenden Wetter, dass sich inzwischen zu &#8220;dunkelgrau, mit leichtem Dauerregen&#8221; gewandelt hatte.<br />
Yay. </p>
<p>Nach 200 Metern wurde es dann noch etwas finsterer, der Fuß/Radweg verlief nun direkt unter der Hochtrasse, stockdunkel aber immerhin trocken, bis zum Bahnhof, dort eine Unterführung, dahinter endlich auf der Frankfurter Str. ins eigentliche Groß-Gerau (wie gesagt: Absolutes Neuland für mich, hier war ich noch nie&#8230;).<br />
Das war dann zugegeben schon deutlich netter: Belebt, beleuchtet, und zum Ortskern hin mit einer Reihe schöner alter Häuser mit viel Fachwerk (allen voran das schöne <a href="http://www.gross-gerau.de/Bilder/Panorama/GG-07-4a_14554x2882_600x338_opti_90_JA.html">historische Rathaus</a>), und eine <a href="http://www.gross-gerau.de/Bilder/Panorama/GG-07-4a_14554x2882_600x338_opti_90_JA.html">nette kleine Fußgängerzone</a> &#8211; durchaus ansehnlich, wenn nur das Wetter nicht so beschissen gewesen wäre&#8230;</p>
<p>Ich lief insgesamt noch ca. 600 m. die Frankfurter Str. nach Süden durch die Stadt und bog dann rechts in einen kleinen Fußweg mit Grünstreifen ab (&#8220;Friedrich-Ebert-Anlage&#8221;), der mich schließlich auf die Darmstädter Str. in Richtung Südwesten führte. Hier einen knappen Kilometer geradeaus, durch eine breite, baumbestandene Allee, etwas südlich vorbei am markanten <a href="http://www.meinestadt.de/kreis-gross-gerau/bilder?id=14497">Wasserturm</a> bis zu einer großen Kreuzung.<br />
Hier links, unter den Gleisen durch und aus dem Ort hinaus in das offene Stück zwischen Gross-Gerau und dem bereits sehr nahen Büttelborn. Richtung Südost, Fahrradweg entlang der B42. Inzwischen strömender Regen, verfrühte Dämmerung, dröger Ausblick, links düstere Äcker, rechts eine schlammige Grossbaustelle, laut Schild entseht hier das Gewergebebiet GG-08 mit Großmärkten und Fastfood-Schuppen. Unschön (und überhaupt: Wie kann es sich eigentlich lohnen, noch mehr Toom-Märkte u.ä. aus dem Boden zu stampfen &#8211; mal ehrlich, wir sind doch schon überversorgt, und weder Bevölkerung noch Kaufkraft werden in Zukunft groß ansteigen, trotzdem werden momentan neue Super- und Großmärkte gebaut, als gäb´s kein Morgen. Da stimmt doch irgendwas nicht&#8230;).</p>
<p>Ein Kilometer die Bundesstrasse entlang, dann über die Ampel am Ortseingang von Büttelborn, die Mainzer Strasse in Richtung Dorfmitte. Weiterhin strömender Regen, kalt, also Endspurt um es schnell hinter mich zu bringen &#8211; zog sich noch mal ordentlich, fast 1 km die Mainzer Str., dann rechts in die Darmstädter Str. und schließlich die Jahnstrasse mit dem Auto, klitschnass, ausser Atem, leicht unterkühlt. Brrr.</p>
<p>Hmm. Ein schneller Lauf auf gutem Untergrund, aber kein schöner. Einerseits wegen dem Scheisswetter, das keine Rechte Laune aufkommen liess, andererseits aber auch, weil es keine wirklich hübsche Strecke ist &#8211; zuviel davon führt durch Industriegebiete oder direkt an Bundes- oder Landstrassen entlang, das macht einfach nicht so viel Spass.<br />
Andererseits kein Totalausfall, es gab ja auch ein paar reizvolle Ecken, Klein-Gerau war relativ nett, die Denksäule hat mir gefallen, und auch Gross-Gerau dürfte &#8211; Sonnenschein vorausgesetzt &#8211; noch mal einen Blick wert sein.<br />
Zudem wieder ein Stück nordwärts gekommen, und dabei ein scheinbar vertrautes Gebiet aus einem ganz neuen Blickwinkel kennengelernt, das ist gut!</p>
<p>Strecke: 13,1 km<br />
Zeit: 1:13 h (= 10,77 km/h bzw. 5:35 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href='http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/gross-gerau.jpg' title='gross-gerau.jpg'><img src='http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/gross-gerau.thumbnail.jpg' alt='gross-gerau.jpg' /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/20376">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Projekt Nordwärts: Griesheim - Büttelborn (12,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/16/projekt-nordwarts-griesheim-buttelborn-121-km/</link>
<pubDate>Fri, 16 Nov 2007 19:25:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/16/projekt-nordwarts-griesheim-buttelborn-121-km/</guid>
<description><![CDATA[Heute gleich der nächste Lauf im Rahmen meines Plans, in den nächsten Wochen etappenweise bis an den]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute gleich der nächste Lauf im Rahmen meines Plans, in den nächsten Wochen etappenweise bis an den Main bei Frankurt zu laufen und dadurch die Route des Frankfurt-Marathon an den Rest meines Streckennetzes anzubinden (Ab sofort werde ich alle Läufe dieses Plans übrigens<br />
mit &#8220;Projekt Nordwärts&#8221; überschreiben werde &#8211; da ist klar, worum es geht, und es erspart mir die Suche nach immer neuen, griffig-schmissigen Überschriften <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/14/im-hagelsturm-durchs-flachland-griesheim-wolfskehlen-und-zuruck-12-8-km/">Vorgestern</a> war ich bis ans Nordende von Griesheim gekommen, heute wollte ich da ansetzen und &#8211; grob der A67 folgend &#8211; weiter bis Büttelborn laufen.</p>
<p>Start also im Norden Griesheims, Industriegebiet, Nordring Ecke Schöneweibergasse (dass nenn´ ich mal einen chauvinistischen Strassennamen). Wetter: Pfft. Heute morgen war´s noch schön und sonnig, inzwischen hatte es sich aber wieder zugezogen, entsprechend war´s kalt und lustlos-grau. Meh.<br />
Auto abgestellt, auf dem Beifahrersitz umgezogen, und los ging´s, nordwärts auf einem asphaltierten Weg aus Griesheim raus in die Felder (Radweg 23).<br />
<!--more--><br />
Schon auf den ersten Metern wurde klar, dass das heute kein guter Lauf werden würde &#8211; ich habe die letzten drei, vier Nächte wenig und schlecht geschlafen, das machte sich nun bemerkbar: Ich war furchtbar müde, abgespannt, unkonzentriert, konnte keinen Rhytmus finden, dazu war mir kalt &#8211; nicht gerade Idealbedingungen für einen ruhigen, entspannten Lauf.<br />
Dazu die Umgebung &#8211; die nicht so richtig viel hermachte:<br />
Äcker, Äcker, Äcker (zugegeben, entgegen meiner klischeehaft-verzerrten Erwartungen nicht nur Spargel, auch Lauch, Kohl, Kohlrabi, Brokkoli, und eine Vielzahl anderer Gewächse, die ich nicht identifizeren konnte), Hochspannungsleitungen, mehr Äcker, weit vor mir die Autobahn, dahinter die charakteristische Erhebung der Mülldeponie bei Büttelborn (wer öfter mal die A67 fährt, weiss, was ich meine) &#8211; im fahlen, diffus-dünnen Licht wirkte das alles arg trist und freudlos.</p>
<p>Und es zog sich auch noch: Mehr als 1,5 km einfach nur stur geradeaus in Richtung Autobahn, bis zur Ecke eines kleinen Wäldchens, hier dem Radweg folgend kurz nach Westen, dann wieder rechts, wieder nordwärts (mehr Äcker). Noch einen Kilometer weiter bis an die Autobahn, vorbei an einer kleinen Autobahnbrücke, zum südlichen Ende der Autobahnrastätte Büttelborn (Süd).</p>
<p>Hier einen kleinen Schlenker von der Autobahn weg, halblinks in das saisonalbedingt kahle Waldstück hinter der Raststätte, um die Raststätte herum, und wieder halbrechts zurück an die A67 (Markierung: Radweg GG). Dann einen Kilometer direkt an der Autobahn entlang. Zuerst noch ein bisschen Wald, durchbrochen von einer wilden, heideartigen Sumpfwiese, dann das offene Gelände südlich von Büttelborn, bestehend aus (oh Wunder!) noch mehr Äckern. Rechterhand derweil ein zehn Meter breiter Streifen aus Buschwerk, gefolgt von der A67, laut und etwas nach Abgasen riechend &#8211; auch kein so dolles Stück.</p>
<p>Schließlich <a href="http://www.buettelborn.de/">Büttelborn</a>, genauer gesagt, das Gewerbegebiet am südöstlichen Ortsrand (Yaaay, schon wieder ein Gewerbegebiet). Wenig ansehnlich, aber immerhin ein breiter Bürgersteig. Westwärts auf der Darmstädter Str. in Richtung Ortskern, über einen Kreisverkehr aus dem Gewerbegebiet raus, durch die obligatorisch engen Strassen mit schmucklosen, dicht aneinandergedrückten Häusern.<br />
Nach 900 Metern schließlich links, die Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. bis zum südlichen Ortsrand.<br />
Laut Karte sollte hier ein kleiner Weg an den Häusern entlang nach Süden führen.<br />
Laut Realität war hier jedoch eine riesige Großbaustelle zur Erschliessung eines neuen Wohngebietes, bestehend aus viel planierter Erde, ein paar kleineren und größeren Trümmerfeldern, und einigen frisch asphaltierten Strassenzügen im Nirgendwo &#8211; das machte die Navigation ein klein wenig komplizierter als erwartet.<br />
Glücklicherweise war ich der Herausforderung trotz traniger Müdigkeit gewachsen, und entdeckte meine geplante Route zurück nach Griesheim &#8211; nach kurzem Suchen sowie einem Beinahe-Zusammenstoss mit einem unkoordiniert über die Baustelle eiernden Mini-Bagger &#8211; schließlich versteckt hinter einer Schutthalde.</p>
<p>Also zurück nach Süden.<br />
Langer, gerader Feldweg, links Äcker, rechts Äcker, hinten Äcker(und Büttelborn), vorne Äcker (dahinter der in der Ferne aufragende Melibokus &#8211; wenigstens etwas, woran sich der ansonsten verloren durch ebene streifende Blick festklammern konnte). Alles natürlich weiterhin im drögen Grau eines bewölkten Herbsttages.<br />
Oh Mann&#8230;</p>
<p>Wie üblich auf solchen Strecken eeeeeewig geradeaus. Zwischendurch ansatzweise Abwechslung durch einen Aussiedlerhof (&#8220;Silcherhof&#8221;) und einen Reitplatz, ansonsten tote Hose, ausser mir und ein paar verlorenen Rabenvögeln nix los hier draussen.<br />
Nach einem Kilometer ein kurzer Knick westwärts, dann aber gleich wieder nach Süden, noch mal ein fast genausolanges Stück. An dessen Ende kurz rechts, knapp 200 m. eine Reihe hoher, schlanker Bäume entlang, und nochmals nach Süden (ab hier: Radweg 25), in den/die/das &#8220;Hausstatt&#8221; das Wäldchen zwischen Büttelborn und Griesheim.</p>
<p>Weiter auf einem stark belaubten Waldweg, durch kahlen, jungen Buchenwald, mittendrin kurz links, dann rechts auf eine lange, gerade Schneise bis zum Kanal südlichen Waldrand, den ich auf einer kleinen Brücke überquerte und mich auf dem Radweg 18 nach links wandte (hier war ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/14/im-hagelsturm-durchs-flachland-griesheim-wolfskehlen-und-zuruck-12-8-km/">vorgestern</a> auch schon langekommen).</p>
<p>Ein paar hundert Meter westwärts am Waldrand, kurz nach Süden, dann wieder nach Westen, durch noch mehr (und jetzt Alle, bitte in leicht angeödetem Tonfall:) Äcker, Äcker, Äcker.<br />
Nördlich von Griesheim über die Landstrasse, noch ein bisschen mehr Äckerwatching, dann scharf rechts, bis zum Rand des Griesheimer Industriegebietes, über den Nordring, durch eine Art als schlecht als Feldweg getarnte Schlammgrube hinter einer Gärtnerei, schließlich links ins Gewerbegebiet rein. Noch ein paar hundert Meter auf dem Rübweg zwischen Gartencentern, Autowerkstätten und Kühlanlagenfirmen westwärts, dann in die Schöneweibergasse nach links zum Auto.</p>
<p>Ganz ehrlich: Kein gute Tour. Die Strecke ist zwar angenehm zu laufen (fast durchgängig asphaltierte Wege), ist landschaftlich allerdings nicht besonders reizvoll &#8211; bei schönem Wetter mag das noch angehen, an einem so trübkalten Tag wie heute wirken die endlosen kahlen Äcker zwischen Autobahn und Industriegebieten einfach nur trist und traurig. Dazu die Müdigkeit: Von Anfang an lustlos, matt und unkonzentriert, ein Zustand, der sich auch während des Laufens nicht besserte. Entsprechend wenig Spass bei der Sache.<br />
Aber immerhin: Wieder ein paar Kilometer weiter nordwärts, demnächst werde ich dann mal weiter bis Gross-Gerau vordringen&#8230;</p>
<p>Strecke: 12,1 km<br />
Zeit: 1:15 h (= 9,68 km/h bzw. 6:12 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2007/11/griesheim-buttelborn.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-293" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2007/11/griesheim-buttelborn.jpg?w=128&#038;h=93" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/20310">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Im Hagelsturm durchs Flachland: Griesheim - Wolfskehlen und Zurück (12, 8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/14/im-hagelsturm-durchs-flachland-griesheim-wolfskehlen-und-zuruck-12-8-km/</link>
<pubDate>Wed, 14 Nov 2007 18:08:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/14/im-hagelsturm-durchs-flachland-griesheim-wolfskehlen-und-zuruck-12-8-km/</guid>
<description><![CDATA[Vorgestern Odenwald, heute ins Ried &#8211; ein gutes Kontrastprogramm. Da ich mittelfristig vorhabe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/12/nordliches-gersprenztal-141-km/">Vorgestern Odenwald</a>, heute ins Ried &#8211; ein gutes Kontrastprogramm.</p>
<p>Da ich mittelfristig vorhabe, die Route des <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/10/28/frankfurt-marathon-2007-422-km/">Frankfurt-Marathon</a> mit dem Rest meiner bisher gelaufenen Strecken im südlichen Rhein-Main-Gebiet zu verbinden, will ich mich in den nächsten Wochen verstärkt nordwärts orientieren, um die momentan noch recht große Lücke nach und nach zu schließen.</p>
<p>Deswegen heute auf dem Programm: Das nordöstlich-zentrale Ried, von Griesheim bis nach Wolfskehlen im Westen, dann in einem nordwärts geschwungenen Bogen wieder zurück.<br />
Start: Willy-Brandt-Alle im Neubaugebiet (so neu, dass es bei Google Earth noch nicht mal auftaucht) im südwestlichsten Zipfel von <a href="http://www.griesheim.de/">Griesheim</a>.<br />
Wetter: Saukalt und wechselhaft-unberechenbar, von Sonnenschein bis Wintersturm war alles drin.<br />
<!--more--></p>
<p>Von hier zuerst mal nach Süden, auf dem Pfungstädter Weg aus Griesheim raus, dieselbe Strecke, über die ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/10/04/verirrt-hinter-pungscht-pfungstadt-griesheim-und-zuruck-194-km/">vor ein paar Wochen nach Griesheim reingelaufen</a> war (Radweg 20).<br />
Nach 300 Metern, am mitten in den Feldern liegenden <a href="http://www.griesheim.de/Freizeitgelaende-Sued.431.0.html">Freizeitgelände Griesheim-Süd</a> scharf rechts, dann ewig geradeaus, erst über die Strasse nach Pfungstadt, dann auf einem asphaltierten Weg 2 km durch die westwärts durch Felder.<br />
Überraschend hübsche Strecke, links und rechts immer mal wieder Aussiedlerhöfe, dazwischen Hecken, Wäldchen, Wiesen und Felder, Hinweisschilder auf den irgendwo hier liegenden <a href="http://www.solarpark-griesheim.de/">Griesheimer Solarpark</a> abwechslungsreicher als erwartet (bei &#8220;Ried vor Griesheim&#8221; hatte ich bisher vor allem endlose öde Spargeläcker vor meinem geistigen Auge, dem war aber offensichtlich nicht so). Dazu wunderbarer, schönster Sonnenschein, leider etwas getrübt durch die ominöse Präsenz einer heranziehenden schwarzblauen Wolkenfront im Norden, die nach Platzregen oder Schlimmeren aussah und sich immer näher schob&#8230;</p>
<p>Nach ca. 2 Kilometern ein kleiner Schlenker, erst links nach Süden, dann gleich wieder rechts, weiter westwärts, runter vom Fahrradweg 25, zu einem langezogenen Streifen aus nautrbelassenem Wald und Schilf mitten in den Feldern (laut Plan das Naturschutzgebiet Kuhweide).<br />
Auch hier ging´s geradeaus weiter, auf einem deutlich schlechteren (nass, glitschig) Feldweg durch das Naturschutzgebiet hindurch, wobei ich &#8211; ohne es zu merken &#8211; den 1000 Blogkilometer vollendete. Yay!!!<br />
Statt Feierlaune mit bunten Luftballons und Luftschlangen erwartete mich am anderen Ende des Wäldchens jedoch eine nicht besonders angenehme Überraschung &#8211; nachdem ich an den Bäumen vorbei war, hatte ich freien Blick nach Westen, über die nackten Äcker bis nach Wolfskehlen, wo das Wetter gerade so richtig schlecht war: Eine gewaltig, pechschwarz dräuende Wolkenfront, die das gesamte Panorama in eine Art verfrühte Dämmerung tauchte und dabei äußerst unheilvoll nach Wintersturm aussah.<br />
Brrr. Und ich musste natürlich mitten rein.</p>
<p>Aber erstmal rechts, ein Stück nach Norden, 600 m. parallel zum bewaldeten Bogen des Naturschutzgebietes. Dann links, westwärts, in die Schwärze des Sturms.<br />
Zuerst wurde es finster. Vor 10 Minuten war ich noch schön durch die strahlende Herbstonne gelaufen, plötzlich schien ich mitten in eine Winternacht geraten zu sein.<br />
Dann der Wind, schneidend kalte, pappig-nasse Böhen aus dem Norden, teilweise so stark, dass man kaum gerade laufen konnte.<br />
Schließlich der Hagel, kleine, harte Körner, die vom Sturm getrieben, fast senkrecht auf mich einprasselten, sich im Kragen meiner Laufjacke festsetzten, und auf der Haut wie kleine Nadelstiche ziepten.<br />
Ekelhaft!<br />
Und das alles im offenen Gelände, Möglichkeiten zum Unterstellen: Keine. Mir blieb also nichts weiter übrig, als so schnell wie möglich weiterzuhasten, auf das noch mehr als einen Kilometer entfernte Wolfskehlen zu.</p>
<p>Nach ein paar Minuten liess immerhin der Hagel nach, und verwandelte sich stattdessen in fette, klebrige Schneeflocken, zudem trieb die Schlechtwetterfront langsam aber sicher weiter, weg von mir.<br />
Nach ca. 600 Metern erreichte ich das Ende des Feldwegs und bog nach rechts ab, in nordwestlicher Richtung genau auf Wolfskehlen zu. Kurzer Stopp an einer Fußgängerämpel an der Umgehungsstrasse um den Ort herum (auch die so neu, dass sie bei Google Earth nocht nicht auftaucht), und ich war mitten drin in <a href="http://www.riedstadt.de/site/daten/wolfskehlen.php">Wolfskehlen</a>. Typischer alter Riedort: Alte, eng beieinander stehende Häuse, enge Strassen, an sich ganz hübsch, besonders weil es hier Windstill war. Ich lief ein Stück geradeaus ins Dorf rein (Espenstrasse) und bog dann links in die Ernst-Ludwig-Str. ein, auf der ich Wolfskehlen auch schon wieder verliess, und an einer einzeln stehenden Scheune vorbei über den Radweg 25 nach Nordosten lief. Wetter übrigens schon wieder besser, der Hagel/Schneesturm war weitergezogen, stattdessen weniger dunkle Wolken ohne Niederschlag, dahinter schon wieder blauer Himmel erkennbar.</p>
<p>Auch hier wieder mehr als einen Kilometer geradeaus, erst durch die Äcker, dann an am Waldrand entlang, schließlich über eine sehr hübsche, von Bäumen umschlossene Wildwiese bis zu einer kleinen alten Steinbrücke (&#8220;Hohe Brücke), die hier über einen schilfbewachsenen Bach führe. Nett!</p>
<p>Dahinter weiter westwärts, rechterhand mehr Äcker (mit Kohl oder sowas), links ein schnell fließender begradigter Kanal, dahinter eine schönes, größeres Waldstück. Hübsche Gegend, besonders in der prächtigen Licht der schrägen Sonne, die hier noch mal für ein paar Minuten unter den Wolken hervorlugte und alles in einen wohlig-goldenen Schein tauchte.</p>
<p>Für mich ging´s schließlich scharf rechts nach Süden, Radweg 18 in Richtung Griesheim. Mehr Felder, rechts ein künstlicher Hügel (der sich später beim Vorbeilaufen als &#8220;Erdaushubdeponie&#8221; herausstellte), ein paar nette Obstbaumwiesen, dann eine graduelle Linkskurve, bis es schließlich wieder direkt nach Osten ging. Über die Landstrasse, und schon war ich wieder in Griesheim, genauer gesagt auf der Pfützenstr. am westlichen Ortsrand, der ich nun einfach nach Süden folgte.</p>
<p>Erst Industriegebiet, kein Bürgersteig, dafür ein Trampelpfad am Strassenrand zwischen Birken und Lattenzaun, dann Wohngebiet. Viel Wohngebiet. Wow, selbst in Nord-Süd-Richtung zieht sich Griesheim ganz schön lange hin. Irgendwann passierte ich die Haupt-Ost-West-Achse des Ortes (Verlängerung der Wilhelm-Leuschner-Str.) und lief nun auf der Oberndorfer Str. weiter, bis ich schließlich am südlichen Stadtende links in die Magdalenenstr. einbog und durch das Neubaugebiet zurück zum Auto lavierte.</p>
<p>Guter Lauf, zügig, keine Problem, spektakuläres Wetter (nicht immer angenehm, aber spektakulär, das ist doch auch mal was), dazu eine Strecke, die vielleicht nicht das größte Highlight im Rhein-Main-Gebiet ist, aber auf jeden Fall mehr hermacht, als ich erwartet hätte.<br />
Und natürlich der eintausendste Blogkilometer, das allein ist auf jeden Fall schon mal ein kleines, selbstgefälliges Grinsen wert&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 12,8 km<br />
Zeit: 1:15 h (= 10,24 km/h bzw. 5,51 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2007/11/griesheim-nw.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-290" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2007/11/griesheim-nw.jpg?w=128&#038;h=92" alt="" width="128" height="92" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/20304">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Rasen durchs Ried: Hahn - Allmendfeld - Hof Wasserbiblos (12,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/10/18/rasen-durchs-ried-hahn-allmendfeld-hof-wasserbiblos-126-km/</link>
<pubDate>Thu, 18 Oct 2007 19:22:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/10/18/rasen-durchs-ried-hahn-allmendfeld-hof-wasserbiblos-126-km/</guid>
<description><![CDATA[Heute war ich spät dran &#8211; erst kurz nach fünf konnte ich los, da war natürlich nicht mehr allz]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute war ich spät dran &#8211; erst kurz nach fünf konnte ich los, da war natürlich nicht mehr allzuviel Strecke drin, bevor es dunkel wurde. Passte aber ganz gut, schließlich will ich die letzten Tage vor dem Marathon ja insgesamt etwas ruhiger angehen. Also nur ein kürzeres Stück, Lückenfüllen im Ried, von Pfungstadt-Hahn nach Allmendfeld, dann nordwärts bis zum Hof Wasserbiblos bei Crumstadt, und wieder zurück nach Hahn.</p>
<p>Start um kurz nach halb sechs bei der Infotafel in der Gernsheimer Strasse, am westlichen Ende von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hahn_(Pfungstadt)">Hahn</a>. Kühles, wechselhaftes Wetter, und die Sonne stand auch schon ziemlich tief, deshalb hielt ich mich nicht lang mit Dehnen auf, sondern lief zügig los. Erst ein paar Meter in Richtung Ortsausgang, dann aber gleich links, auf einer Strasse etwas bergab, hinter die letzten Häuser des Dorfes, dort dann ostwärts. Etwas über einen halben Kilometern zwischen Weiden/Feldern und dem Ortsrand entlang, ausser einer gruppe zotteliger Kühe war wenig los.<br />
Schon jetzt ziemlich schnell, im <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/10/16/bibliser-ortsteile-wattenheim-nordheim-und-der-rhein-11-km/">Gegensatz zu vorgestern</a> muckste sich mein leicht angeschlagenes linkes Bein überhaupt nicht und machte das hohe Tempo klaglos mit; fast zu reibungslos, das gab mir ehrlich gesagt etwas zu denken &#8211; lief das jetzt so gut, weil alles bestens war, oder war das vielleicht nur die Diclofenac-Tablette, die ich kurz vor Laufbeginn geschluckt hatte, und die nun jegliches Unbehagen ausschaltete, während ich mir unbemerkt das Bein zuschanden lief?</p>
<p>Ja, ja, so isser der Matthias: Wenn´s schlecht läuft, macht er sich Sorgen, und wenn´s gut läuft auch&#8230;</p>
<p><!--more--></p>
<p>Dergestalt meinen leicht trübsinnigen Hypochonderphantasien nachhängend erreichte ich nach ein paar Minuten den südlichsten Zipfel von Hahn und knickte nach Süden ab: Erst durch den Geschwister-Größmann-Weg (= Kiesparkplatz hinter den Häusern), dann &#8220;Im Wiesengrund&#8221; (leicht belästigt von einem gelangweilt-stupiden Gör auf einem zu großen Fahrrad, das nix besseres zu tun hatte, als ständig um mich rumzukurven), und schließlich in die Obergasse, die &#8211; genau wie <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/10/09/pfungstadter-ortsteile-eschollbrucken-eich-hahn-94-km/">beim letzten Mal</a>, als ich hier durchgekommen war &#8211; immer noch eine einzige Baustelle war.<br />
Der folgte ich dann, und erreichte weniger später den südlichen Ortsausgang mit dem Naturdenkmal Schillereiche (das ist &#8211; oh Wunder &#8211; eine große Eiche), und einem hübscher großer Spielplatz mit vielen Bäumen drumrum.</p>
<p>Aus Hahn raus in die Felder, parallel zur A67, die wenige hundert m. weiter links verläuft: Erst über die Modau, dann vorbei an ein paar Gehöften, dann das übliche Programm im Ried, nämlich Äcker, Äcker, Äcker. Asphaltierter Feldweg, schnurgerade, entsprechend weiterhin schnell.<br />
Die Sonne stand inzwischen schon ziemlich schräg, was einerseits etwas blendete, andererseits die linkerhand glasklar sichtbare Bergstrasse in ein herrliches Abendlicht tauchte &#8211; wunderschön!<br />
Nach ein paar Minuten dann knickte der Weg leicht nach Südwesten, dann erreichte ich die einsame Autbahnbrücke in Richtung Bickenbach (an der ich natürlich vorbeilief, denn da sollte es ja nicht hingehen), schließlich verschwand der Asphalt und wurde durch etwas weniger laufruhigen Erd/Schotter-Untergrund erstetzt (Markierungen gab´s bisher keine).</p>
<p>Inzwischen war ich schon ungefähr auf der Höhe von Allmendfeld, entsprechend bog ich nach einem kleinen Graben rechts ab und lief auf einem grasigen Trampelpfad durch die Äcker, bis ich nach ein paar Minuten einen weiteren Feldweg erreichte, der &#8211; mit ein paar kleinen Knicken und Wendungen &#8211; über den Landgraben und bis nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Allmendfeld">Allmendfeld</a> führte (Auch hier wieder: Keine Markierung).</p>
<p>Hier angekommen hätte ich eigentlich gleich nach rechts gemusst, um den Ort in nördlicher Richtung wieder zu verlassen, aber da ich eine Verbindung zur <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/30/bickenbach-allmendfeld-gernsheim-135-km/">letzten Strecke durch Allmendfeld</a> herstellen wollte, lief ich stattdessen erstmal geradeaus auf der Rathausstrasse weiter, um kurz den Ortskern zu touchieren.<br />
Dort lief ich dann ein kleines Karree, durch die Hauptstrasse und die Raiffeisenstrasse vorbei am Gemeindehaus, dann vor dem <a href="http://www.allmendfeld.de/allmendfeld1.htm">alten Rathaus</a> rechts, und wieder durch die Rathausstrasse zurück (u.a. vorbei an einem Garten voller Hühner, die mein Anblick unwillkürlich dazu animierte, gackernd auf mich zuzustürmen, mir bis zum Ende des Zaunes zu folgen, und mir dann verständlislos hinterher zu glotzen. Weird&#8230;). Insgesamt dauerte dieser kleine Umweg überraschend lange (waren fast 1,4 km), ein weiterer Beleg dafür, wie extrem weitläufig Allmendfeld im Vergleich zu anderen Rieddörfern ist.<br />
Wieder am östlichen Ende des Dorfes angekommen bog ich dann wie geplant links in nördlicher Richtung in die hintere Strasse ein (Markierung: Radweg 25), auf der ich noch weitere 600 m durch Allmendfeld lief, vorbei an pittouresk-verschlafenen Höfen (die mich teilweise ein bisschen an Masuren erinnerten, hat mir sehr gefallen), adretten Einfamilienhäusern und einem Komplex, der mit einer etwas seltsame architektonische Mischung aus Bauernhof, semindustrieller Produktionsstätte und dem Verkaufsraum eines Autohauses aufwartete (laut Schild davor der <a href="http://www.nibelungenhof-kraeuter.de/">Nibelungenhof</a>).</p>
<p>Schließlich am nordöstlichen Ende Allmendfelds auf einer kleinen Brücke über den Fanggraben, und weiter dem Radweg 25 nach Norden gefolgt. Anstatt der üblichen Felder gab es linkerhand eine pedantisch gepflegte Rasenfläche, die durch liberal verteilte Verbotsschilder (Tenor: &#8220;Das ist unser Rasen, Fremder, also denk nicht mal dran, den mit deinen unwürdigen Nicht-Golferfüssen zu besudeln&#8221;) als Golfplatz ausgewiesen wurde &#8211; auch nicht wirklich spannender, aber immerhin mal was anderes (der hat auch ´ne Website, aber nach den unfreundlichen Verbotsschildern verlinke ich die hier nicht &#8211; selbst Schuld, ihr arroganten Golfer, seid halt beim nähsten Mal etwas freundlicher&#8230;).<br />
Kurz hinter dem Golfplatz erreicht ich einen Aussiedlerhof (&#8220;Hof Gräbenbruch&#8221;) mit schönen alten Häusern, wo der bis hierher angenehme Asphalt durch grobes Kofsteinplaster ersetz wurde &#8211; schön anzusehen, nicht ganz so schön zu laufen. Auf einer weiteren Brücke zum Zweiten Mal heute über die Modau, und auf dem holprigen Pflasterweg bis zur B426 zwischen Hahn und Gernsheim. Inzwischen war die Sonne hinter eine dunklen Wolkenfront am Horizont verschwunden, enstprechend wurde es trüb, relativ kühl, und dämmrig, und ich beeilte mich noch ein bisschen mehr.</p>
<p>Über die Bundesstrasse drüber und halblinks bis zu einem weiteren Aussiedlerhof, dort dann rechts auf einen schnurgeraden, ebenen Feldweg in Richtung Crumstadt (immer noch Radweg 25). Es folgte ein ewig langes, eintöniges Stück durch die Felder. Nichts Interessantes zu sehen (ich hoffte immer noch ein bisschen darauf, dass die untergehende Sonne noch mal unter der dichten Wolkenbank auftauchen und alles in ein goldenes Sonnenuntergangslicht tauchen würde, aber da wurde nichts mehr draus), immer geradeaus, ideal zum Tempo machen, also schon fast im Semi-Sprint weiter.<br />
Nach ca. 1,5 km war der Weg dann zu Ende, ich bog nach rechts auf eine Art kleine Landstrasse ein (Markierung: Keine), die in ein kleines Gehölz führte. Nette Abwechslung nach den unendlichen Äckern bisher: Linkes und rechts viele Bäume mit buntem Herbstlaub, hin und wieder schimmerten mehrere große Teiche durch das Gehölz, dazu gab´s als Bonus ein ganzes Rudel Fasane, die bei meiner Annäherung indigniert schreiend davonstoben. Am Ende des Wäldchens erreichte ich ein großes, gepflegtes weisses Gebäude, den Hof Wasserbiblos. Vor dem Hof rechts ab, auf einen unebenen Feldweg in Richtung Hahn (Markierung wie immer nicht vorhanden).<br />
Inzwischen war es schon ziemlich düster, was weiter anspornte, entsprechend das hohe Tempo trotz inzwischen merklich schwerer Atmung gehalten und bis zum Erreichen der Pumpwerk-Kläranlagen-Kleintierzüchtervereinsheim-Kombination (schon etwas seltsam, oder? Züchten die da Karnickel und Meerschweinchen ohne Geruchssinn?) nördlich von Hahn.</p>
<p>Dort dann über die Umgehungsstrasse und an den Sportplätzen vorbei ins Dorf, und im letzten Tageslicht einen etwas verwinkelten Kurs (&#8220;Im Hain&#8221;, &#8220;Gartenstr.&#8221;, &#8220;Claudiusstr.&#8221;, &#8220;Hebbelstr.&#8221;, &#8220;Lessingstr.&#8221;) durch die properen Wohngebiete des Hahner Westend wieder zurück zur Gernsheimer Str. und dem wartenden Auto.</p>
<p>Wie üblich mitten im Ried: Schnelle, schnörkellose Strecke mit wenig Ablenkung. Eben, dazu heute überwiegend sehr guter bis guter Laufuntergrund. Insgesamt ein reibungsloser Lauf, trotz sehr hohen Tempos keine Probleme, ob das allerdings auf eine gute Verfassung meinerseits oder die Wirkung der Diclofenac zurückzuführen ist &#8211; keine Ahnung.</p>
<p>Strecke: 12,3 km<br />
Zeit: 1:07 h (= 11,01 km/h bzw. ca. 5:27 min/km )<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/10/hahn.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/10/hahn.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-225" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/20000">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sololauf: Philippshospital - Kühkopf und zurück (13,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/22/solotour-crumstadt-kuhkopf-und-zuruck-135-km/</link>
<pubDate>Sat, 22 Sep 2007 16:05:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/22/solotour-crumstadt-kuhkopf-und-zuruck-135-km/</guid>
<description><![CDATA[Vorgestern steil in den Odenwald, heute als Kontrastprogramm wieder mal flach durch´s Ried. Genauer ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Vorgestern steil in den Odenwald, heute als Kontrastprogramm wieder mal flach durch´s Ried.<br />
Genauer gesagt: Das letzte unerlaufene Stück zwischen unserer <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/07/09/kuhkopf/">Kühkopftour</a> von vor zweieinhalb Monaten und meinem <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/18/sololauf-durchs-ried-eschollbrucken-crumstadt-und-zuruck-131-km/">Lauf bis Crumstadt</a> von letztem Dienstag.</p>
<p>Schon wieder alleine unterwegs, Wetter schön (aber fast schon wieder zu warm, dazu sehr diesig), Startzeit gegen 11:50 Uhr vormittags, Startpunkt am <a href="http://www.zsp-riedstadt.de/index2.html">Philippshospital</a>.<br />
<!--more--></p>
<p>Start nordwärts entlang der Strasse in Richtung Goddelau, erst durch die schattige, waldartige Siedlung des Philippshospitals, dann durch offenes Gelände, wo die pralle Mittagssonne ziemlich brannte. Auch heute war das Anlaufen wieder ziemlich zäh, was möglicherweise aber auch daran lag, dass ich schlecht geschlafen und nicht richtig gefrühstückt hatte, und entsprechend nicht so richtig auf Touren kam.</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern bereits die ersten Häuser von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Goddelau">Goddelau</a> (von Einheimischen auch liebevoll &#8220;Golle&#8221; genannt, ersichtlich an den liberal im Ort verteilten Werbeschildern für die &#8220;Goller Kerb&#8221; &#8211; weckte in mir übrigens unwillkürlich gewisse <a href="http://www.herr-der-ringe-film.de/v2/de/darsteller/gegner/gollum/gollum-2.php">Tolkien-Assoziationen</a>. Aber hey, Ortsnamen auf Südhessisch klingen ja meistens etwas seltsam, des is´ bei uns in Jurem joa oa net annerster&#8230;).<br />
Anyhow, geradeaus weiter auf dem kastaniengesäumten Fahrradweg, links eine Art Lärmschutzhecke, hinter der wohl mehr &#8220;Golle&#8221; lag, rechts jenseits der Strasse ein frisches Neubaugebiet (ist noch nicht mal auf der Google Earth-Karte drauf) voller zutiefst unansehnlich-blockiger Vielfamilienhäuser, wirkte ein klein bisschen trostlos.</p>
<p>Voll im Ort angekommen links die Hospitalstrasse entlang, dann gleich die nächste rechts in den Weidweg &#8211; eigentlich ein Umweg, aber wo ich schon mal da war (zum ersten Mal, vorher hat´s mich noch nie nach Goddelau verschlagen), wollte ich mir auch gleich noch das Geburtshaus des von mir sehr geschätzten Schriftstellers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_B%C3%BCchner">Georg Büchner</a> ansehen.<br />
Das war allerdings gar nicht so einfach zu finden, und so eierte ich ein bisschen durch die Nebenstrassen, bevor ich auf die entsprechende Beschilderung stiess und nach einer kleinen Ehrenrunde durchs Dorf fündig wurde: Das <a href="http://www.gg-online.de/html/buechnerhaus.htm">Büchnerhaus</a> stellte sich als hübsches, kleines Fachwerkhaus in einer ruhigen Seitenstrasse heraus, nicht wirklich spektakulär aber auf jeden Fall nett (da das Tor zu war, konnte ich nicht näher ran und mich genauer umsehen).</p>
<p>Wieder zurück auf die geplante Route: Auf der Ludwigsstrasse nach Westen, vorbei am überaus unansehnlichen und klotzigen Rathaus der Gemeinde Riedstadt, dann halblinks die Bahnofstrasse entlang, unter den Gleisen durch, und schließlich über die Römerstrasse aus Goddelau raus.</p>
<p>Ein kurzes Stück durch die Felder, über die B44, und schon war ich in <a href="http://www.riedstadt.de/site/daten/erfelden.php">Erfelden</a>. Geradaus durch die Bahnstrasse, im Ortskern dann erst halblinks, dann gleich noch mal ganz links, und die Rheinstrasse runter bis zur Uferpromenade am Altrhein. Dort dann über die sanft geschwungene <a href="http://fischerhp.de/pageID_467844.html">Fußgängerbrücke</a> auf den <a href="http://www.kuehkopf.de/">Kühkopf</a>, der nach den wenig spektakulären Kilometern durch Felder und eher schlichte Dörfchen auf Anhieb einen wohltuenden Kontrast bot: Sattgrüne Wiesen, urwüchsige Auwälder, ganz viel Natur, einfach immer wieder schön!</p>
<p>Von der Brücke aus lief ich kurz geradaus, bog aber noch vor dem <a href="http://www.forsthaus-kuehkopf.com/">Forsthaus </a>links ab auf den Haubentaucherweg (Markierung: H/der blaue Kreis der Riedlinie), der hier an dem/der Kisselwörth (was immer das ist&#8230;) nach Süden führt. Angenehm schattig, rechts wild wuchernder, praktisch unberührter Urwald, linkerhand zwischen den Bäumen eine Niederung voller Schilf.<br />
Wirklich schön, zumindest solange man in Bewegung ist &#8211; wer hier stehen bleibt, macht sich allerdings instant zum Ziel gewaltiger Schnakenhorden, wie ich bei einer (deswegen überhastet beendeten) Pinkelpause feststellen musste, also bei aller Schönheit kein idealer Ort zum Verweilen&#8230;;)</p>
<p>Nach etwas über einem km knickte der Weg dann leicht rechts ab und verwandelte sich in eine Art schnurgerade, beidseitig von imposanten, uralten Kastanien flankiert Waldweg/Allee-Kombo, die bis nach <a href="http://www.hofgut-guntershausen.de/geschichte.htm">Gunterhausen</a> an der südlichen Kühkopfbrücke führte.<br />
Hier angekommen stach mir rechts eine von diesen <a href="http://www.fa-navigator.de/deutschland/rhein/gernsheim/slide1_12.php">alten hammerförmigen Ölpumpen</a> ins Auge, die es früher immer mal wieder in im Ried zu sehen gab &#8211; und weil die mich schon als Kind immer irgendwie fasziniert hatten (&#8220;Die südhessischen Ölfelder&#8221; &#8211; klingt schon irgendwie komisch, oder?), machte ich spontan einen kleinen Schlenker, um sie mir genauer anzusehen: Zwar war sie nicht in Betrieb (die Zeiten der Ölförderung sind wohl vorbei), aber dafür gab´s eine interessante Infotafel, die man auch noch ungestört lesen konnte, da sie in der Sonne stand und das die Schnaken fernhielt.</p>
<p>Vorbei an den etwas verloren wirkenden Häusern von Guntershausen und der kleinen Gaststätte auf die Brücke nach Stockstadt, wieder runter vom Kühkopf (immer noch blauer Kreis, ausserdem das rote R des Rhein-Neckar-Weges). Direkt hinter der Brücke lief ich allerdings nicht geradeaus weiter, sondern bog rechts auf einen Weg ein, der auf die sogenannte Königsinsel führt &#8211; schließlich sollten es heute mindesten 13 km werden, deswegen musste ich da noch einen kleinen Umweg laufen (Markierung gelbe 5).<br />
Also einen weiteren alleeartigen Weg (grob geschottert, deshalb ziemlich unangenehm zu joggen) entlang ca. 1 km nach Westen, auch hier noch viel Natur, aber nicht so wild wie auf dem Kühkopf, dann schließlich halblinks hoch auf einen einen asphaltierten Feldweg, den noch etwas geradeaus (um einen möglichen Verbindungspunkt zu einem irgendwann später mal geplanten 20-km Lauf am Rhein entlang zu schaffen), dann eine Kehrtwende und auf dem Feldweg durchs offene Gelände (puuh, heiß!) wieder zurück nach <a href="http://www.stockstadt.de/">Stockstadt</a>.</p>
<p>Kurz vor dem Ortseingang überquerte ich ein kleines Flüßchen, das hier in den Althrein fliesst und sich im Nachhinein als die Modau herausstellte &#8211; irgendwie faszinierend, besonders nachdem ich vorgestern ja ein paar Meter von der Modauquelle auf der Neunkircher Höhe vorbeigelaufen war. Weiter zu einem Sportgelände voller kickender Kinder und gröhlender Soccer-Dads (&#8220;Ei dann lauf doch auchemol raus, Noel-Marvin!!!&#8221;), hier links auf den Deich am Ortsrand entlang.<br />
Dabei kurz haltgemacht, um eine alten Gedenkstein zu entziffern (&#8220;Hier ist 1740 mal irgend ein Landgraf über den Rhein gewechselt&#8221;. Ok. Interessant war dabei vor allem, dass selbst der Alt-Rhein fast zweihundert Meter entfernt war &#8211; da sieht man mal, wie sehr sich der Flusslauf in den letzten Jahrhunderten verändert hat).</p>
<p>Dem Deichverlauf weiter gefolgt (links ein Reitgelände), dann schließlich rechts in den Ort rein, auf die Vorderstrasse. Hier gab´s auch mal wieder eine Wegmarkierung (weisser Kreis), von der ich wusste, dass sie bis zum Philippshospital führte, also alles bestens.<br />
Ein Stück geradaus, dann rechts in die Friedrich-Ludwig-Jahn-Strasse in Richtung Crumstadt, durch eine wuchtige und etwas komplizierte Bahnunterführung und schließlich durch ein weiteres Industriegebiet am Ortsrand aus Stockstadt raus, praktisch auf die Zielgrade.</p>
<p>Noch ein kurzer Ampelstopp an der B44, dann ewig lang geradaus unter sengender Sonne (ok, sie war nicht wirklich sengend, aber ein bisschen kühler hätte es ruhig noch sein dürfen) durch die Äcker zum Philippshospital und dem wartenden Auto, finito.</p>
<p>Kein ganz perfekter Lauf. Alleine ist fällt es mir gerade in der Ebene irgendwie immer etwas schwerer, dazu war´s zeitweilig etwas zäh, zu warm, und Schlafmangel und fehlendes Frühstück machten´s auch nicht unbedingt angenehmer. Dazu ist die Strecke nur in Teilen (nämlich am und um den Kühkopf) so richtig schön, der Rest ist eher unspektakulär (und das auch nur, weil freundliches Wetter war &#8211; bei Nieselregen hätte es mir vermutlich überhaupt nicht gefallen).<br />
Aber immerhin: Nun ist die Strecke zwischen Bergstrasse und Rhein zumindest in diesem Teil des Rieds endgültig erschlossen, das ist auch was wert.</p>
<p>Strecke: 13,5 km<br />
Zeit: 1:27 h (ca 9,3 km/h bzw. ca. 6:25 min/km).<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/kuhkopf2-135.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/kuhkopf2-135.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-136" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/19647">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Jägersburger Wald Nord (15,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/11/jagersburger-wald-nord-153-km/</link>
<pubDate>Tue, 11 Sep 2007 20:16:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/11/jagersburger-wald-nord-153-km/</guid>
<description><![CDATA[Der erste Lauf nach dem Halbmarathon. Zwar waren wir beide eigentlich völlig fit, nichtsdestotrotz w]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Der erste Lauf nach dem Halbmarathon. Zwar waren wir beide eigentlich völlig fit, nichtsdestotrotz war ein entspannter, nicht zu langer lauf auf ebenem Terrain vorgesehen.</p>
<p>Da ich ja am liebsten immer neue Strecken laufe, die aber gerade in Richtung Ried so langsam etwas rar werden, wollten wir wieder mal durch den Jägersburger Wald; diesesmal sollte allerdings der äußerste nördliche Zipfel durchquert werden, also zumindest teilweise ein unbekanntes Stück (das sich zudem durch die Existenz einer mysteriösen Autobahnbrücke auszeichnet, die ich schon mehrmals gesucht, aber bisher nie gefunden hatte).</p>
<p><!--more--><br />
Zu dritt (David war heute auch mal wieder mit von der Partie) mit dem Auto bis zum Startpunkt, dem Parkplatz am Friedhof östlich vor den Toren Hähnleins (einem dieser Orte, zu denen sich kein postenswerter Link finden wollte). Kurzes Aufwärmen, dann ging´s auch schon los.<br />
Startzeit: 18:45<br />
Wetter: Ok, leicht bis mittel bewölkt, ca 16 bis 17 Grad.</p>
<p>Zuerst mal über eine kleine Fußgängerbrücke westwärts nach Hähnlein rein, ein Stück die Dorfstrasse entlang, dann rechts in die Georg-Fröba-Str. nach Norden bis zum Ortsrand (dabei durch das weitgehend unbekannte Hähnleiner Hinterland jenseits der Hauptstrasse &#8211; faszinierend&#8230;).</p>
<p>Immer geradaus, westwärts , erst auf einem asphaltierten Feldweg am Ortsrand (Radweg 19), dann auf einer Art begehbaren Acker (unmarkiert), kurz nach rechts, dann wieder westwärts, vorbei durch die Umspannwerk/Baustellen-Combo am Waldrand (auch zu der gibt es keinen Link).<br />
Laut Wanderkarte hätten wir spätestens hier auf eine Wegmarkierung in Form eines gelben Kreuzes treffen müssen (der Saar-Rhein-Main-Weg), die uns eigentlich für die nächsten km hätte führen sollen. Aber: Nüscht war. Kein gelbes Kreuz, keine anderen Markierungen, nur unerforschtes Ödland jenseits des Umspannwerks!</p>
<p>Natürlich ließen wir uns von sowas nicht beeindrucken, und joggten unverdrossen in die Tiefen des Waldes hinein, eine lange, gerade Schneise entlang in Richtung der Autobahn und (so hofften wir) der geheimnisvollen Brücke.<br />
Keine Ahnung, was als nächstes passiert ist &#8211; auf jeden Fall waren wir dann auf einmal direkt an der A67, aber von einer Brücke konnte keine Rede sein. Erst ein Erkundungstrip in die Brennesselverseuchten Regionen direkt am Strassenrand brachte Aufklärung (und einen Satz brennende Beine): Irgendwie hatten wir die Brücke verpasst und waren zu weit nach Norden abgedriftet.<br />
Also zurück in den Wald, in eine Richtung, die zumindest ungefähr in Richtung Brücke führte.<br />
Aber auch wirklich nur ganz ungefähr&#8230;<br />
Tatsächlich schafften wir es ein zweitesmal, an der Brücke vorbeizulaufen (kein Wunder, dass ich sie bisher nicht gefunden hatte, das Ding ist besser versteckt als Osama Bin Laden!), konnten diesen Fehler aber durch schieres Glück ausgleichen, und gelangten schließlich (endlich!) zur verlorenen Autobahnbrücke im nördlichen Jägersburger Wald!<br />
Ein durchaus absurder Anblick: Steht das Teil doch einfach so da, mitten im Nichts, am Ende eines völlig übewucherten Trampelpfades, den wahrscheinlich seit Monaten kein menschlicher Fuß mehr beschritten hat, und der keinerlei Markierung aufweist (auch wenn er es eigentlich sollte). Eine große, neu aussehende Fußgängerbrücke über die Autobahn, massiv, komfortabel, ansehnlich &#8211; und das im wahrsten Sinne des Wortes am Darmausgang der Welt, versteckt, fast unerreichbar, und damit weitgehend sinnlos. Keine Ahnung, wer die hat bauen lassen, sieht aber von meiner Warte nach einer echten Fehlinvestition aus.</p>
<p>Immerhin nützte sie uns was (intakte Autobahnbrücken über die A67 sind ja keine Selbstverständlichkeit, wie einige meiner früheren Blogeinträge eindrucksvoll belegen), und brachte uns unbeschadet über die Autobahn, direkt zum nächsten Problem.<br />
Denn auch auf der anderen Seite fand sich keine Spur der Wegmarkierung. Dummerweise hatten wir uns aber alle so sehr auf das gelbe Kreuz verlassen, dass sich niemand die Mühe gemacht hatte, sich zu merken, wie genau der Weg von hier an eigentlich hätte verlaufen sollen.<br />
Also liefen wir einfach mal auf gut Glück immer weiter gerade aus (was falsch war, eigentlich hätten wir gleich nach der Brücke links ab gemusst, aber das wusste halt niemand), eine weitere, ewig lange, merklich unmarkierte Schneise durch den Wald, bis wir schließlich den Waldrand erreichten. Geradaus ging´s nicht weiter, als bogen wir nach links ab (so grob die Richtung, in die wir wollten &#8211; stellte sich später als Radweg 25 raus).</p>
<p>Und wir hatten Glück: Nach einem knappen km sahen wir vor uns die Fahrstrasse zwischen Hähnlein und Gernsheim, was eine instante Ortsbestimmung erlaubte: Zwar nicht da, wo wir sein wollten, aber immerhin wussten wir nun wieder, wo wir waren. Das war gut.</p>
<p>Wir überquerten die Strasse und liefen weiter am Waldrand geradeaus, in Richtung Maria Einsiedel. Schließlich erreichten wir den Bauernhof, an dem wir auf unserer <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/08/06/jagersburger-wald/">ersten Tour durch den Jägersburger Wald</a> schon mal vorbeigekommen waren (damals jedoch aus anderer Richtung), und waren damit endgültig wieder auf Kurs.</p>
<p>Links ab nach Südwesten, vorbei an diversen weitläufigen Pferdekoppeln und Viehweiden, die aufgrund der schräg stehenden Sonne in ein unwirkliches Licht getaucht waren (ebsenso wie die angestrahlte Bergstrasse im Hintergrund), bis wir am Parkplatz &#8220;Stockweg&#8221; wieder in den Wald hineinliefen. Kurz geradaus, dann rechts und nach ein paar hundert Metern wieder links, auf die Lange Schneise, die schräg durch den Wald bis nach Langwaden führt.</p>
<p>Hier ging´s dann erst mal mehrere Kilometer einfach nur geradeaus, auf ebener Strecke durch den schon recht dunklen Wald, wobei wir zusehends schneller wurden, und das Stück schweigend, konzentriert und mit ziemlich hohem Tempo in recht kurzer Zeit zurücklegten.</p>
<p>Irgendwann kam dann die altbekannte Fußgängerbrücke bei Langwaden in Sicht, auf der wir die A67 wieder überquerten (Nibelungenweg &#8211; gelbes Quadrat), und dann mit nur wenig verminderter Geschwindigkeit durch ganz Langwaden rannten.</p>
<p>Am Orstausgang blieben wir an der Landstrasse und folgtem dem Fahrradweg in nach Nordosten. Inzwischen war die Sonne bereits untergegangen und es dämmerte, das Tempo zog sogar wieder etwas an, und so erreichten wir schließlich im Semi-Sprint den Ortseingang von Hähnlein. Noch ein paar hundert Meter Endspurt am Ortsrand entlang, und wir hatten das Ziel erreicht.</p>
<p>Ein sehr schneller Lauf, der aber trotz des hohen Tempos (wenn David dabei ist, wird´s irgendwie immer etwas schneller&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ) überraschend wenig anstrengend war &#8211; besonders postiv angesichts des Halbmarathons vorgestern, der offenbar keinerlei größere Spuren hinterlassen hat.<br />
Strecke angenehm aber etwas unspektakulär, lediglich die &#8220;verschollene Brücke&#8221; und die fehlenden Wegmarkierungen waren etwas ärgerlich.</p>
<p>Strecke: 15,3 km<br />
Laufzeit: 87 min (= 10,55 km/h bzw. 5:40 min/km, also sehr zügig, ein ermutigendes Ergebnis direkt nach dem Halbmarathon!)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/03/jaegersburgerwaldnord.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/03/jaegersburgerwaldnord.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-436" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/19523">Interaktive Streckenkarte </a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Jägersburger Wald (17,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/08/06/jagersburger-wald/</link>
<pubDate>Mon, 06 Aug 2007 13:46:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/08/06/jagersburger-wald/</guid>
<description><![CDATA[Nachdem wir mit unserer letzten Freitagstour nach Rodau zumindest mal in Sichtweite des Jägersburger]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nachdem wir mit unserer letzten Freitagstour nach Rodau zumindest mal in Sichtweite des Jägersburger Waldes gekommen waren, hatten wir uns gestern entschlossen, auch mal den Wald von innen zu erkunden. Einen genauen Routenlan gab´s wegen Google-Earth Problemen meinerseits nicht, stattdessen Navigation aus dem Kopf anhand der vorher konsultierten Wanderkarte (Naturpark Bergstrasse-Odenwald #15, &#8220;Nördliches Ried&#8221;) &#8211; da unten kann man sich ja eh nicht verlaufen&#8230;</p>
<p><!--more--><br />
Anreise mit dem Auto bis <a href="http://www.bensheim-online.de/stadtteile/langwaden.html">Langwaden</a> (von Jugenheim aus wären hin und zurück noch mal 10-12 km extra gewesen, das wäre zu weit geworden), dort an der Dorfkirche geparkt. Beim Dehnen musste ich feststellen, dass ich zuhause nicht aufgepasst hatte, und anstatt meiner Jogging-Schuhe meine normalen Laufschuhe angezogen hatte, die nicht fürs Joggen ausgelegt und zudem abelatscht und schlechter gefedert sind &#8211; Merda! Aber gut, dann halt so&#8230;</p>
<p>Vom Startpunkt aus die Dorfstrasse entlang Richtung Autobahnbrücke, die momentan wegen Sanierungsarbeiten gesperrt ist (entsprechend war auch in Langwaden praktisch kein Verkehr, weil es momentan eine Sackgasse ist). Über die Baustelle (etwas abenteuerlich), dann auf der unfertigen Brücke die A67 überquert und die ungeteerte Baustellenpiste in den Jägersburger Wald, auf der Fahrstrasse Richtung Biblis. Eigentlich wollten wir die Strasse bis zum Wasserwerk Jägersburg durchlaufen, doch da sie sich nach ein paar hundert Metern mit der vielbefahrenen Fahrstrasse von Einhausen vereinigt und es da keinen Fuß/Fahrradweg gibt, haben wir spontan beschlossen, einen Schlenker durch den Wald zu laufen, um auf einem ruhigeren Waldweg parallel zur Strasse bis zum Wasserwerk zu laufen. Das hat dann auch geklappt; entlang der Überlandleitung kamen wir problemlos bis zum Wasserwerk und dem dazugehörigen <a href="http://www.odenwald-quelle.de/familie/jaegersburger.phtml">Wildgehege</a>, wo wir ein paar Minuten Pause gemacht haben, um die Wildschweine zu bestaunen (die eine sehr schöne, weitläufige Anlage mit eigenem Teich haben und ziemlich zutraulich sind).</p>
<p>Danach ging´s ein paar Meter zurück, um dann nach Norden abzubiegen. Dabei hat sich dann allerdings ein Fehler eingeschlichen &#8211; der ursprünglich Plan war gewesen, die Kreuzschneise nach Norden bis zum Winkelbach zu laufen, und von da aus dann am Bachufer entlang bis Maria Einsiedel. Dummerweise sind wir eins zu früh abgebogen, und auf die Asthofertränk-Schneise geraten, die nicht bis zum Bach führt, sondern nach ein paar Lichtungen und Wasserhäußchen mitten im Nichts an einem namenlosen Kanal endet (immerhin gab´s unterwegs einen netten Blick aufs AKW Biblis&#8230;).</p>
<p>Da wir ja keine Karte dabei hatten, mussten wir uns spontan entscheiden, und sind nach ein bisschen vor- und zurück-Irren dann schließlich nach Westen auf die Hundertmorgenschneise eingebogen (nach Links wären wir nach ca. 150 m. wieder auf die geplante Route gestossen, aber das wusste ja keiner), die ebenfalls irgendwann relativ abrupt und überraschend endete, ohne irgendwohin gekommen zu sein. Glücklicherweise gab´s einen überwucherten Trampelpfad, der uns vorbei an einem Obsthain aus dem Wald ins Freie führte.</p>
<p>Da waren wir also, irgendwo im Nirgendwo zwischen Rhein und Wald, auf irgendwelchen Äckern, ohne genau zu wissen, wo wir hin mussten. Da Süden (auf jeden Fall falsch) und Osten (da waren wir ja gerade hergekommen) ausschieden, und es keinen Weg nach Norden gab, sind wir also notgedrungen erstmal weiter den Trampelpfad nach Westen bis zu einem einsamen Aussiedlerhof, dann nach Norden, und schließlich wieder nach Westen, bis wir schließlich an einen halbwegs ordentlichen Feldweg erreichten, der zu einem Dorf führte.</p>
<p>Den sind wir dann entlanggelaufen. Unterwegs konnten uns ein paar Fahrradfahrer mitteilen, dass das Dorf vor uns Klein-Rohrheim war, was uns aber nicht so richtig geholfen hat, da niemand wusste, wo genau Klein-Rohrheim den eigenlich so liegt (immerhin hatte David mit seiner Vermutung, dass Groß-Rohrheim dann ja irgendwo in der Nähe sein müsse, recht, wie sich im Nachhinein rausstellte). Da die entfernte Baumgruppe mitten in den Äckern, die wir einfach mal willkürlich als unser Etappenziel Maria Einsiedel definiert hatten, zumindest in der ungefähren Richtung von Klein-Rohrheim lag, sind wir eben weiter gelaufen.</p>
<p>Am Dorf konnten uns dann zwei ältere Herrschaften mit Fahrrädern bestätigen, dass wir alles richtig gemacht hatten, und die Baumgruppe tatäschlich Maria Einsiedel war &#8211; perfekt! Also weiter in die richtige Richtung über die Felder, bis wir schließlich an der Brücke über den Winkelbach waren, die wir eigentlich von der anderen Richtung hatten erreichen wollen &#8211; wir waren wieder auf Kurs.</p>
<p><a href="http://www.maria-einsiedel.de/">Maria Einsiedel</a> stellte sich als schattiger, beschaulicher katholischer Wallfahrstort mit neo-gotischer Kirche, moderner Pilgerhalle und vielen Kreuzen und Marienbildern heraus &#8211; sehr hübsch. Eine kurze Pause (war auch nötig, nachdem mein falsches Schuhwerk mir ziemliche Schmerzen beschert hatte, musste ich erstmal meine gereizten Achillessehnen massieren), dann weiter nach Norden, bis zu einem Gestüt etwas südlich der Strasse Hähnlich-Gernsheim. Dort nach Südwesten in Richtung Wald abgebogen, und eine weitere Pause gemacht um Pferde zu streicheln. Schließlich mit den letzten direkten Strahlen der Abendsonne im Rücken (sehr schöne Stimmung &#8211; gibt nichts besseres als laue Sommerabende um zu laufen!) wieder in den Jägersburger Wald. Einen kleinen Schlenker nach Süden, dann den Naturlehrpfad und die lange Schneise immer geradeaus, bis wir wieder an der A67 waren. Dort über die Fußgängerbrücke nach Langwaden, und um Punkt 21:00 am Auto angekommen.</p>
<p>Insgesamt trotz (oder gerade wegen) den üblichen Navigationssproblem eine sehr schöne Strecke, die viel Abwechslung zu bieten hat und sich zudem sehr angenehm laufen lässt (zumindest mit dem richtigen Schuhwerk &#8211; ich fand´s gegen Ende alles andere als angenehm, aber dafür konnte die Strecke nix&#8230;). Entsprechend waren wir trotz der insgesamt 17 km eigentlich noch recht frisch, und das, obwohl wir ein recht ordentliches Tempo gelaufen waren (ca. 9,7 km/h, Kilometerzeit ca. 6:10 Minuten). In Zukunft sicherlich eine interessante Gegend, auch für noch längere Läufe.</p>
<p>Strecke: 17,1 km<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/02/jaegersburger-wald-mitte.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/02/jaegersburger-wald-mitte.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-412" /></a><a title="jaegersburger-wald.jpg" href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/08/jaegersburger-wald.jpg"></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/19430">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
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