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	<title>reaktionar &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/reaktionar/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "reaktionar"</description>
	<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 23:43:28 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Ver-Führer und Verführte]]></title>
<link>http://nachrichtenbrief.wordpress.com/2009/11/11/ver-fuhrer-und-verfuhrte/</link>
<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 04:11:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Peter Nasselstein</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es hat etwas Befriedigendes, am Anfang der neuesten Biographie über Joseph Goebbels (Narziß Goebbels]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Es hat etwas Befriedigendes, am Anfang der neuesten Biographie über Joseph Goebbels (<a href="http://www.amazon.de/Narziss-Goebbels-Biografie-psychohistorische-Biografie/dp/3205784111/ref=sr_1_2?ie=UTF8&#38;s=books&#38;qid=1257593929&#38;sr=1-2"><strong>Narziß Goebbels</strong>. Eine psychohistorische Biographie</a>) Reich zitiert zu sehen. Wenn es auch merkwürdig berührt, daß im Literaturverzeichnis als Originalausgabe der <a href="http://www.amazon.de/Die-Massenpsychologie-Faschismus-Wilhelm-Reich/dp/3462017942"><strong>Massenpsychologie des Faschismus</strong></a> „The Mass Psychology of Fascism, New York 1933“ genannt wird.</p>
<p>Im ersten Kapitel geht es um jene Gruppe, aus der Goebbels entwachsen ist und die die Hauptstütze des Nationalsozialismus war: das Kleinbürgertum, das durch den Untergang des wilhelminischen Deutschland sich gezwungen sieht, die sie tragenden gesellschaftlichen Strukturen so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Dazu diene insbesondere die Aufrechterhaltung der gewohnten Feindbilder.</p>
<blockquote><p>So steht [das Kleinbürgertum] den Vertretern des Großkapitalist feindlich gegenüber, und zwar als unbewußte Wahrnehmung der ökonomischen und damit auch der sexuellen Freiheit, wie Wilhelm Reich darstellt, weshalb es Adolf Hitler und Joseph Goebbels später ein Leichtes sein wird, aus einem latenten einen massiv-aggressiven Antisemitismus in der Bevölkerung aufzubauen. (S. 18)</p></blockquote>
<p>Reichs Analyse fassen die Autoren wie folgt zusammen:</p>
<blockquote><p>Eine politisch-gesellschaftliche Diktatur, wie der Nationalsozialismus sie darstellt, gründet ihr Fundament auf Begriffe wie Reinheit, Ehre, Pflicht, Tapferkeit und Disziplin, wodurch ein vermehrter Druck auf die zwangsmoralischen gesellschaftlichen Vorstellungen ausgeübt wird. Da diese permanente sexuelle Selbstbeherrschung und die Angst vor der eignen Sexualität den Kleinbürger überfordern, entsteht eine Führersehnsucht, um die eigene individuelle (und damit auch sexuelle Verantwortung) abzugeben, womit die Strukturlegung für den reaktionären Menschen gegeben ist. (S. 19)</p></blockquote>
<p>Ansonsten das übliche: Tiefenpsychologie a la Theweleit und Pilgrim. Irgendwie gewinnt man den Eindruck, es handele sich dabei eher um platte „Psycho-Logik“ bzw. beliebige „Logelei“. Die Relevanz für unser heutiges Leben ist gleich Null!</p>
<p>Was mir aber bei Büchern über die Nazi-Größen wirklich auf den Geist geht, ist, daß man es immer mit „Verführten“ zu tun hat. Hitler habe imgrunde anständige und intelligente, wenn auch psychisch angeschlagene, Individuen verführt. Oder umgekehrt: Hitler sei Opfer einer nicht mehr zu kontrollierenden Radikalisierung seiner Umgebung geworden.</p>
<p>Reichs Perspektive ist eine andere. Er hält Hitlers Persönlichkeit, oder gar die eines Goebbels, für vollständig nebensächlich und denkbar uninteressant. Ihm ging es darum, wie die Massen auf solche Knallchargen haben hereinfallen können. Die Frage ist demnach: <em>Was geht in den Massen vor?</em></p>
<p>Ein Teil der Analyse Reichs wird, wie angedeutet, von Gathmann und Paul am Beispiel der Ursprungsfamilie von Goebbels abgehandelt, ähnlich wie Reich es an der Herkunft Hitlers getan hat.</p>
<blockquote><p>Daß [die] Massenorganisierung gelang, lag an den Massen und nicht an Hitler. Es lag an der autoritären, freiheits-ängstlichen Struktur der Menschen, daß seine Propaganda Wurzeln fassen konnte. Daher kommt das, was an Hitler soziologisch wichtig ist, nicht aus seiner Persönlichkeit, sondern aus der Bedeutung, die er von den Massen bekommt. (<strong>Massenpsychologie des Faschismus</strong>, S. 57)</p></blockquote>
<p>Es geht darum, ob die Massen ihr Leben selbst in die Hand nehmen oder irgendeinem „Obama“ folgen, weil der ihnen verspricht, er werde sie an die Hand nehmen und sie „betreuen“. Es geht um die Übernahme von <em>Eigenverantwortung</em>.</p>
<p>Die Grundlage von Eigenverantwortung ist der ungehinderte „psychische“ Kontakt mit seiner Umgebung. „Psychohistorie“, wie sie in <strong>Narziß Goebbels</strong> zelebriert wird, mit einer ach so cleveren Interpretation nach der anderen, verlagert jedoch die Energie ins Gehirn („Grübelei“, „Logelei“) und verstärkt dadurch die Kontaktlosigkeit des Lesers. (Sie ist in etwa mit dem Marxismus vergleichbar, dessen „Analysen“, den gleichen blöde machenden Effekt haben. Kein Wunder, daß Psychoanalyse und Marxismus bei „Intellektuellen“ so beliebt sind!)</p>
<p>Und dann ist da etwas, was Bücher die <strong>Narziß Goebbels</strong>, in denen die Massen und sogar ihre Führer letztendlich alle „Opfer“ und „verführte“ sind, schlichtweg ungenießbar macht: Es wird nie diskutiert, daß Leute wie Hitler und Goebbels nicht einfach nur „böse“ waren und Lügen verbreitet haben, sondern vor allem auch Wahrheiten ausgesprochen haben, die nie über die Lippen unserer vermeintlichen „Demokraten“ kommt. Das ist das <em>wirkliche</em> Faszinosum, das die Nachfrage für Autoren schafft, die ein verlogenes Buch nach dem anderen über Hitler und Konsorten schreiben. Reich:</p>
<blockquote><p>Es ist nie aus den Augen zu verlieren, daß Hitler stets an den berechtigten Haß des Massenmenschen gegen die Scheindemokratie und das Parlamentssystem anknüpfte – und mit viel Erfolg! (ebd., S. 233)</p></blockquote>
<p><img src="http://nachrichtenbrief.wordpress.com/files/2009/11/goebbels.jpg" alt="goebbels" title="goebbels" width="450" height="336" class="aligncenter size-full wp-image-5037" /></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[„Sloterdijks Visionen“ oder: Wozu brauchen wir eigentlich den Sozialstaat?]]></title>
<link>http://lowestfrequency.wordpress.com/2009/11/04/%e2%80%9esloterdijks-visionen%e2%80%9c-oder-wozu-brauchen-wir-eigentlich-den-sozialstaat/</link>
<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 15:33:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>lowestfrequency</dc:creator>
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<description><![CDATA[Sloterdijk ist Philosoph, sagt man. Glaubt er auch selbst. Philosophie sollte aus sich selbst heraus]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Sloterdijk ist Philosoph, sagt man. Glaubt er auch selbst. Philosophie sollte aus sich selbst heraus]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sanningen bakom granskningen av autonoma]]></title>
<link>http://stoppamatsskogkar.wordpress.com/2009/10/12/sanningen-bakom-granskningen-av-autonoma/</link>
<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 23:53:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>stoppamatsskogkar</dc:creator>
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<description><![CDATA[Gissa vem som låg bakom idén att Sydsvenskan skulle granska den autonoma vänstern! Jo, ledarredaktio]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Gissa vem som låg bakom idén att Sydsvenskan skulle granska den autonoma vänstern! Jo, ledarredaktio]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Aufklärung - Alles muss raus!]]></title>
<link>http://diesseitsvongutundboese.wordpress.com/2009/09/05/aufklaerung-alles-muss-raus/</link>
<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 09:10:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>Holger</dc:creator>
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<description><![CDATA[Liebe Aufklärungsfreunde, warum muss man das Gesamtpaket kaufen, in dem u.U. eine Menge verdorben is]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Liebe Aufklärungsfreunde, warum muss man das Gesamtpaket kaufen, in dem u.U. eine Menge verdorben ist und durch seinen üblen Gestank auch das, was brauchbar ist, verpestet? Trägt nicht der mehr zum Guten bei, der die noch benutzbaren Stücke heraus pickt? Die Rede von der &#8220;Dialektik der Aufklärung&#8221; stammt von Marktschreiern, die eben dieses Gesamtpaket kurz vor Ladenschluss losschlagen müssen. Dazu haben sie sich eine raffinierte Strategie einfallen lassen: Sie weisen extra auf die verdorbenen Stücke hin und fügen hinzu, dass Käufer und Verkäufer verhungern müssten, wenn die Käufer nicht einsähen, dass die guten Sachen nur zusammen mit den übel riechenden und also nicht gewollten, produziert werden könnten. Man solle also nicht so sein und gefälligst alles abnehmen.<br />
Während die Aufklärungsfeinde anfangen, am Verkaufswagen zu rütteln, versucht der Aufklärungsskeptiker mit dem abgekämpft aussehenden, jüngeren Gehilfen des Marktschreiers zu feilschen: Was sei denn gemeint, wenn man &#8220;die Aufklärung&#8221; anpreist? Bürgerliches Selbstbewusstsein, Umgangsformen, Theoriekenntnis, Subjekt/Objekt-Trennung, Emanzipation von der Religion, irdisches Glück, geistige Autonomie, Humanismus, wirtschaftliche Freiheit, politische Selbstbestimmung&#8230;? Das sei doch schließlich nicht alles dasselbe! Warum nur, fragt er weiter, hat der Budenbesitzer solche Angst, eine Inhaltsangabe zu machen, auf der die erhältlichen Freiheiten und Pflichten verzeichnet sind? Höchstwahrscheinlich gibt es da draußen die eine oder andere unerschlossene Käuferschicht, die solche Listen schätzen würde. Ihm würden da bspw. Leute einfallen, die durchaus wissen, dass ein Gottesstaat jeglicher Art heute weder wünschenswert noch möglich ist. Und die ebenso wissen, dass der rein naturwissenschaftliche Zugriff auf alles und jeden die Welt verwüstet. Warum sollen solche Leute denn der offenen Reaktion in die Hände fallen?<br />
Er habe jetzt zu tun, entgegnet der Gehilfe, all das sei schließlich schon oft verhandelt worden und irgendwo müsse auch er seine Brötchen verdienen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Elitär" und "reaktionär" - faschistoid?]]></title>
<link>http://secondlitart.wordpress.com/2009/08/07/elitar-und-reaktionar-faschistoid/</link>
<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 13:42:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>regulaerni</dc:creator>
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<description><![CDATA[Eckhard Fuhr versucht zu ergründen, warum Marlene Streeruwitz den Prominentauftrieb in Salzburg ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Eckhard Fuhr <a href="http://www.welt.de/die-welt/kultur/article4272959/Was-ist-faschistoid.html">versucht</a> zu ergründen, warum Marlene Streeruwitz den Prominentauftrieb in Salzburg &#8220;faschistoid&#8221; findet.</p>
<blockquote><p>Weil die Welt unübersichtlicher geworden ist, hat sich das Wort &#8220;faschistoid&#8221; schon lange in den Kyffhäuser zurückgezogen. Die Deutschen haben es längst vergessen. Sie wüssten sich seiner gar nicht mehr zu bedienen. In Österreich allerdings gehen die Uhren anders. Es ist keine Überraschung, dass eine Österreicherin, die Schriftstellerin Marlene Streeruwitz, das schlummernde Wort heim in die deutsche Sprache geholt hat. In einem Interview mit dem &#8220;Deutschlandradio Kultur&#8221; bezeichnete sie die Salzburger Festspiele als &#8220;faschistoid&#8221;, weil sie nur der Selbstdarstellung bestimmter gesellschaftlicher Schichten dienten und überhaupt elitär und reaktionär seien.</p></blockquote>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zu Gómez Dávila]]></title>
<link>http://diesseitsvongutundboese.wordpress.com/2009/06/14/zu-gomez-davila/</link>
<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 08:55:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>Holger</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich lese Nicolás Gómez Dávila und habe ein schlechtes Gewissen. Solche Leser wie mich will er, glaub]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich lese <a href="http://www.drehbuchwerkstatt.de/Fachtexte/GomezDavila.htm" target="_blank">Nicolás Gómez Dávila</a> und habe ein schlechtes Gewissen. Solche Leser wie mich will er, glaube ich, nicht. Oder vielleicht will er, dass solche wie ich genau in diese Zweifel gestürzt werden &#8211; also endlich mal anfangen, kritisch mit ihrer Vergangenheit zu sein, über sich unsicher zu werden?</p>
<p>Ich versuche zu verstehen: Was treibt jemanden dazu, reaktionär zu werden? Ein Blick in die Lebenswelt zeigt einem intelligenten Menschen mehr deutbare Dinge als andere Menschen sehen können. Das heisst, er macht sich mehr Gedanken über Alltagsverhalten als andere. Die Deutung führt bei ihm zu der Einsicht, dass er vieles nicht versteht und auch nicht verstehen will, weil er es abstoßend findet. Das Abstoßende ist: Die Menschen vollführen Selbstverständliches, das früher aus verschiedenen Gründen undenkbar schien. Heute machen sie es trotzdem und geben aber keine Gründe an &#8211; sie achten nicht auf Bewahrung, Kontinuität, die darin bestehen, die Logik der Entstehung von etwas auszustellen. Der Reaktionär sieht also die volle Manipulierbarkeit der Menschen. Gegen diese Haltung der totalen Einsetzbarkeit des Menschen für alles richtet er Widerstandszonen auf, Grenzen, Tabus. Er möchte die Geschichte genau bis zu dem Punkt zurück drehen, an dem die wesentlichen Elemente des Alltagslebens noch begründbar waren. Er will Gründe und Sinn und gilt als Menschenfeind, weil er das bunte Chaos der Willkür flieht.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Konservativ sein?]]></title>
<link>http://diesseitsvongutundboese.wordpress.com/2009/05/18/konservativ-sein/</link>
<pubDate>Mon, 18 May 2009 16:19:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Holger</dc:creator>
<guid>http://diesseitsvongutundboese.wordpress.com/2009/05/18/konservativ-sein/</guid>
<description><![CDATA[Ist denn bewahren besser als verändern? Da bspw. die Handys einmal in der Welt sind, muss man sie al]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ist denn bewahren besser als verändern? Da bspw. die Handys einmal in der Welt sind, muss man sie als Konservativer behalten wollen. &#8211; Es gibt nur eine &#8220;konservative Revolution&#8221; als historische Strömung, keine im Wortsinne; logisch kann es nur eine reaktionäre Konterrevolution gegen die revolutionäre Gegenwart des Kapitals geben, gegen das Kapital, das die Zeit vorwärts treibt.<br />
Dazu passend Disraeli (über die Bedeutung von &#8220;konservativ&#8221;): &#8220;Assist progress, resist revolution&#8221; (Fußn. 5, S. 21 in Kaltenbrunner). So spricht der Feind.<br />
Reaktionär zu sein ist also keine eitle Wichtigtuerei, sondern folgt aus der Komplizenschaft des Konservativen mit dem permanenten Umsturz durchs Kapital. Marx spricht vom &#8220;automatischen Subjekt&#8221;.<br />
Die &#8220;Legitimität geschichtlichen Wandels&#8221; (Kaltenbrunner ebd.) gilt es eben anzugreifen und nicht den Konservativen vor dem Vorwurf zu bewahren, er erkenne sie nicht an. Vielmehr ist die Nichtanerkenntnis ein Adelstitel für den Reaktionär &#8211; auch das könnte den Reaktionär mit dem fortschrittsfeindlichen Kommunisten verbinden.</p>
<p><em>Kaltenbrunner, Gerd-Klaus: Konservatismus in Europa, Freiburg i. Br., 1972</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Was verstehen die eigentlich unter "Bevölkerungsschrumpfung"?]]></title>
<link>http://killthekitten.wordpress.com/2009/04/20/63/</link>
<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 12:42:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>killthekitten</dc:creator>
<guid>http://killthekitten.wordpress.com/2009/04/20/63/</guid>
<description><![CDATA[Hach ja, der Frühling. Die Natur erwacht, die Blumen sprießen, die Vögel zwitschern, die noch mild w]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hach ja, der Frühling. Die Natur erwacht, die Blumen sprießen, die Vögel zwitschern, die noch mild warme Sonne streichelt angenehm sanft die Haut und die Bekloppten kriechen aus ihren Löchern, um mit irgendwelchen reaktionären Flugblättern die Menschen davon zu überzeugen, dass die Welt trotzdem scheisse ist. Nachdem ich am Wochenende von einer offensichtlich evangelikalen Schrift darüber aufgeklärt wurde, dass die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise eine Strafe Gottes für Atheismus und Maßlosigkeit in unserer Gesellschaft ist, liegt heute schon wieder so ein Ding in meinem Briefkasten. &#8220;Bund gegen Anpassung&#8221; stand da groß als Urheber. Was mich zunächst etwas enttäuscht hat. Schließlich ist heute der 20. April, der 120. Geburtstag des Führers, da erwartet man schon braune Hetzschriften in gotischer Frakturschrift, von Gruppen mit zackigen Namen wie &#8220;Neue Nationale Germanenfront&#8221; oder &#8220;Neue Völkische Kameradschaft&#8221;. Leider waren es nur die üblichen weichgespülten Neostalinisten. Den schmucken Aufklärungstext will ich dennoch nicht vorenthalten:</p>
<blockquote><p>
<b>KLAMMHEIMLICH</b></p>
<p>wurden die Lebensgrundlagen Europas, besonders unseres Landes, an die US-Gewalthaber übertragen; Näheres findet jeder Interessierte unter SPIEGEL-online (wwe.spiegel.de/spiegel/0,1518,druck-609081,00.html), Freilich stellt das Blatt, welches die Köpfe &#8220;einheitlich auszurichten&#8221; hat (neben dem funktionsgleichen STERN), eine in berechnender Geheimhaltung durchgeführte Erpressung, deren Ergebnisse man erst hinterher erfährt, wie ein zufälliges privates Geschäft dar, auf welches tausende kindlich gebliebener Lokalbeamter, offenbar in gegenseitiger Unkenntnis, doch erstaunlich gleichförmig hereingefallen seien. Das glaube, wer da mag (&#8220;Dein Glaube hat Dir geholfen&#8221;, Lk 17,19); einen weniger irreführenden Bericht über den massenhaften, sehr strikt abgeschotteten Vorgang finden klügere und weniger suggestible Köpfe in unseren neuesten &#8220;KETZERBRIEFEN&#8221; (Nr. 152).</p>
<p>In Wahrheit haben sich die unter Geheimhaltungszwang tätigen Kommunalbosse im Umgang mit den Heuschrecken, also den US-Räubern, an welche sie Häuser, Verkehrsbetriebe etc &#8220;für 75 Jahre&#8221; abtraten, haargenau wie die Negerhäuptlinge verflossener Zeiten verhalten, welche ihr Land und ihre Untertanen für ein paar Gewehre und Whiskykisten an die bedrohlichen, weißen Kolonialisten abtraten. (Die Freiburger haben durch Zufall hinsichtlich der Kommunalwohnungen einiges Glück im Unglück gehabt, aber in erdrückender Mehrheit den Vorgang nur sehr mangelhaft begriffen. Ihre Pseudo-&#8221;Linke&#8221; hat sie darüber natürlich auch nicht aufgeklärt &#8211; ist sie ja doch nur ein Klon der SPD, ähnlich wie die zuvor funktionsgleichen &#8220;Grünen&#8221; ein Retortenkind der &#8220;Medien&#8221;.) -</p>
<p>Da man den ganzen Vortrag leicht nachlesen kann, bringen wir hier für seine Nacherzählung keine Opfer, Hinweise oben. Aber neben dem &#8220;Großen&#8221; (zusätzlich zum ebenfalls &#8220;großen&#8221;, mitnichten auf besonders unverantwortliche &#8220;Manager&#8221; zurückzugehenden globalen Bankenschwindel, über den wir schon informiert haben) gibt es auch noch etliches &#8220;Kleines&#8221;, das nichtsdestotrotz höchst fühlbar und chronisch auf die Lebensqualität drückt: IHR SOLLT IM TRÜBEN SITZEN. Nämlich mit den schlappen und elenden &#8220;Sparfunzeln&#8221; statt Glühbirnen, deren trübes Scheiß-Licht hervorragend zum Ende eines Scheiss-Arbeitstages paßt.</p>
<p><b>KLAMMHEIMLICH</b></p>
<p>wurde die Produktion der Glühbirnen, nach öffentlichkeitsloser Absprache der Konzerne mit den EU-Regierungen, eingestellt;</p>
<p><b>DANN</b></p>
<p>aber erst dann, trat der STERN eine Jubelpropaganda zugunsten der Sparleuchten los, und erst DANN, aber natürlich DANN begann verlogenerweise und absprachgemäß eine &#8220;Diskussion&#8221; in der restlichen gleichgeschalteten Presse über deren Vorzüge und, wie kritisch aber auch, Nachteile, d.h. zu einem Zeitpunkt, als das Volk  mangels Produkten sich keinen wirklich nachhaltigen Vorrat mehr an dem ihm gestohlenen Artikel anlegen konnte, selbst wenn es unwahrscheinlicherweise intelligent genug dazu gewesen wäre. Schon heute kriegt das eigentliche Volk <i>gar</i> keine Glühbirnen mehr (nämlich im ALDI, wo statt dessen in täuschend ähnlicher Verpackung nur das &#8220;Spar&#8221;-Zeug liegt; im EDEKA gibt es noch ganz wenige, nur im teuren MIGROS herrscht noch kein Mangel, auch nicht an Zierformen). <b>[vermutlich weil MIGROS nur in der Schweiz ansäßig ist und die Schweiz nicht zur EU gehört; Anmerkung des Blogschreibers]</b></p>
<p>Die lächerliche Begründung der neuen Verschlechterung lautet mal wieder &#8211; na, wie wohl!?! &#8211; &#8220;für die Umwelt&#8221;. Wie gelogen das ist, geht ausreichend aus der Tatsache hervor, daß die zu erträglichem Leben so nötige (traditionelle) Beleuchtung nur 1,2% der Energiekosten der Gebäude ausmacht, die völlig überflüssigen, in Wahrheit scheußlich gesundheitsschädigenden (aber das Tragen von Anzügen im Sommer ermöglichenden, das ist des Pudels Kern) Klimaanlagen <i>mehr als das Doppelte der</i> Heizkosten (Quelle: W. Pistohl, Handbuch d. Gebäudetechnik, Bd. 2, p. L21). Hier quatscht keiner was von &#8220;Sparen&#8221;, obwohl diese Erkältungsquellen &#8211; Neunmalkluge und Papageien erzählen immer, sie <i>könnten</i> aber erträglicher sein &#8211; so überflüssig wie die Kröpfe sind, nur Neurotiker sie vermissen (ähnlich wie sie im Mittelalter Geißeln für Bußübungen im Hotelzimmer u.ä. lauthals vermißt hätten) und viele ihre Gesundheit durch sie zernagt bekommen. Hier könnte man in der Tat mal pfundig sparen &#8211; aber <i>das</i> würde unseren lieben Kolonialherren, die auf dem Zeug nun bekanntlich ganz besonders stehen, einfach gar nicht passen, und darum ist bezüglich der weitaus happiger als das angenehme Licht energiefressenden Klimaanlagen mal wieder die weltweite &#8220;Umweltaktion Mucksmäuschen&#8221;.<br />
Im übrigen: wären die &#8220;Energiesparlampen&#8221; wirklich so ein angemessener Ersatz der unterdrückten Glühbirnen, so bräuchte man diese gar nicht zu unterdrücken &#8211; kaum mehr jemand ist auf Rosen gebettet, die Vergeudung der fossilen Energieträger für bloßes Wimmeln weltweit hat die Strompreise explodieren lassen (und ein Ende der Explosion ist noch lange nicht abzusehen), und wer wirklich das gleiche Licht für weniger Abzocke (oder auch unmanipulierten, mangelbedingt hohen Preis) erhielte, würde ganz von selbst das angepriesene neue Zeug kaufen, Gewalt wäre überflüssig. Hat man uns als Kinder nicht bis zum Kotzen mit dem Lobpreis des Marktes vollgestopft, welcher die Warenqualität hoch und die Preise niedrig halten soll und uns außerdem eine von Selbstlob nur so stinkende, doch fabelhafte Überlegenheit über den inzwischen zerstörten &#8220;Ostblock&#8221; bescheren soll?! &#8211; Jetzt, wo dieser unter dem Duck militärischer Überlegenheit seines Erzfeindes zerbröselt ist, will der allein überlebende Westblock von seinem Geschwätz von gestern nichts mehr wissen, setzt auf Zwang statt Markt; in Wirklichkeit ist sein Staatsapparat einfach längst mit den zu Monopolen mutierten &#8220;Branchenriesen&#8221; zu einem totalitären Kuchen verbacken, Drohungen &#8211; letztlich mit den Massenvernichtungswaffen der USA &#8211; hat Marktverhandlungen bzw. überhaupt Verhandlungen unter Gleichen ersetzt, und ansonsten schließen sich Monopol und Markt sowieso schon formallogisch aus. Nichts anderes steckt hinter der globalen Welle von Zwang und Bevormundung, Mißachtung der Menschenrechte bis hin zum Superlativ von Guantánamo und gewöhnlichen Alltagslebens, für welche die gepriesenen, aber vor allem aufgezwungenen Trübfunzeln nur eins von unendlich vielen Beispielen sind. Und mit der Bevölkerungsziffer steigt diese Welle immer höher, denn je ersetzbarer der einzelne, umso schwächer ist und umso rechtloser und billiger wird er. Daher die unermüdliche Gebärpropaganda (z.B. des STERN)<b>[hat bei statistischen 1,3 Kinder pro Frau wohl nicht so recht funktioniert; Anm. d. Blogschreibers]</b> auf einem längst scheußlich überfüllten und ausgesogenen Planeten &#8211; aber Herrschaft und Ungleichheit sind nunmal (für deren Nutznießer) das höchste Gut, und diesem wird Wohlbefinden und Intelligenz der Unzähligen nun einmal geopfert. -</p>
<p>Wir können Euch nur zurufen: Laßt Euch von der Umweltscheiße nicht zumüllen! (Wie verlogen sie ist, zeigt schon unser Beispiel: Glühbirnen vs. Klimaanlagen!) Sogar Mülltrennung ist an sich wohl eine feine Sache, aber kein Ersatz für Geburtenkontrolle bzw. Bevölkerungsschrumpfung. (Wenn man weltweit die gleiche Anti-Raucher-Propaganda &#8211; auf US-Befehl natürlich, siehe http://www.who.int/fctc/about/en/index.html, vergleiche auch http://www.who.int/fctc/en/; es repräsentiert den [vorläufigen] Gipfel der Heuchlersprache und ist schon dadurch lehrreich, Orwell ist dadurch jedenfalls abgehängt &#8211; verbreiten kann, wäre eine entsprechende Geburtenkontrollpropaganda erst recht kein Problem, vom Steuerrecht ganz abgesehen. Sogar die persischen Mullahs, heute so angerempelt und zuvor so lange gebauchpinselt, waren darin trotz ihrer Sexualfeindschaft sehr erfolgreich&#8230;aber <i>das</i> bindet euch die gleichgeschaltete Presse natürlich auf die Nase&#8230;)<br />
Jeder weiß, daß die Umweltquälerei &#8211; als Vorwand für immer neue Schikanen gebraucht und manchmal ohne jeden Zusammenhang mit deren Thema &#8211; extrem zugenommen hat, die intakte Umwelt jedoch keineswegs. Ohne Bevölkerungsschrumpfung geht das ja auch nicht, selbst massenhaftes Leben wie im Warschauer Ghetto wäre bei gleicher oder gar steigender Menschenzahl nur eine ebenso dämliche wie verabscheuenswerte Zwischenlösung, so &#8220;gut für die Umwelt&#8221; ein Leben auf Sparflamme im Helotenstatus laut unseren Kartellparteien und deren Presse für die Untertanen auch sein soll.</p>
<p>Wir dagegen sind für Freiheit und Wohlstand, nicht etwa nur für Erben und Lakaien, die beides nur durch das Elend des Rests bekommen können, sondern für alle (evtl. mit Ausnahme der echten Verbrecher, aber das sind meistens nur wenige). Nichts anderes war das Programm von Marx und Engels &#8211; es läßt sich nachlesen -, und es ist auch unser Programm. Natürlich knattern jetzt die Abwehrreflexe, aber lest es besser erst einmal unvoreingenommen im Original, besser als Imperialismus, Gängelei und perspektivloses Absacken ohne Ende ist es ja vielleicht doch.</p>
<p>In unseren Worten und modernisiert lautet es:</p>
<p>Geburtenkontrolle, Arbeitszeitverkürzung, Gleichheit weltweit</p>
</blockquote>
<p>Nun ja, was soll ich sagen? Ich fand den Text irre komisch, fürchte aber er ist ernst gemeint.<br />
Bedenklich ist vorallem die Tatsache, dass mit dieser Flugblattverteilung gezielt das zukünftige Personal der öffentlichen Verwaltung angesprochen werden sollte.</p>
<p>Nachtrag: Wer einige gute Analysen dieser in den folgenden Artikeln gerne als &#8220;Politsekte&#8221; bezeichneten Gruppierung lesen möchte, dem seien noch folgende Artikel bzw. Beschreibungen ans Herz gelegt:</p>
<p><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/17/17793/1.html">TP: Ahrimans Erben</a><br />
<a href="http://www.sekten-sachsen.de/kurzbeschreibung-politsekten.htm">Sekten-Sachsen.de</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Feinde der Zukunft]]></title>
<link>http://benjatmin.wordpress.com/2009/04/03/die-feinde-der-zukunft/</link>
<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 18:38:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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<description><![CDATA[(von Daniel) Jetzt sind anscheinend alle wieder vom G20-Protest daheim, NATO-Gipfel ist auch nicht s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[(von Daniel) Jetzt sind anscheinend alle wieder vom G20-Protest daheim, NATO-Gipfel ist auch nicht s]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[:: Wie man gegen die Reaktion sein und trotzdem Obdachlosenzeitungen dissen kann]]></title>
<link>http://acherontamovebo.wordpress.com/2009/02/12/wie-man-gegen-die-reaktion-sein-und-trotzdem-obdachlosenzeitungen-dissen-kann/</link>
<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 02:28:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>Sathom</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der Herr Sathom ist derzeit sehr beschäftigt, weshalb, dazu später mehr, weshalb er folgendes Elabor]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;">Der Herr Sathom ist derzeit sehr beschäftigt, weshalb, dazu später mehr, weshalb er folgendes Elaborat etwas verspätet der Welt verkündet – was aber seiner Meinung nach hoffentlich kein Schade ist, da zwar der Anlaß schon einige Tage her, nicht jedoch das Thema selbst deshalb von weniger Belang ist.</p>
<p style="text-align:justify;">Am letzten Sonntag nämlich genehmigte sich der Herr Sathom die vom Sender <strong>3sat</strong> in den Weltäther projizierte Literatursendung <strong>druckfrisch</strong><!--more [Weiterlesen]--> – eine Wiederholung der Ausstrahlung vom 01. Februar – und durfte darum Zeuge werden, wie Herr Denis Scheck, seines Zeichens Literaturkritiker, die aktuellen Protagonisten der Bestsellerlisten teils lobte, teils verriß. Dagegen ist durchaus nichts einzuwenden, und Verrisse sogenannter Bestseller finden ohnehin eher des Herrn Sathom Zustimmung; doch plötzlich verstieg Herr Scheck sich dazu, die Qualität von <strong>Joanne K. Rowlings</strong> <em><strong>Die Märchen von Beedle dem Barden, </strong></em>um seiner Geringschätzung Ausdruck zu verleihen, als <strong>so spannend wie eine Obdachlosenzeitung</strong> zu bezeichnen. Daß man diese Äußerung für bedenkenlos tragbar hält, zeigt sich übrigens daran, daß der Sender <strong>DasErste</strong> auch keineswegs verschämt hofft, sie möge sich versendet haben (wie man bei Herrn Sathoms lange Jahre zurückliegenden Praktikum beim <strong>UniRadio der FU Berlin</strong> zu Fehlleistungen wie Versprechern u.ä. zu sagen pflegte), sondern sie für Jedermann und –frau <strong><a title="druckfrisch" href="http://www.daserste.de/druckfrisch/thema_dyn~id,263~cm.asp" target="_blank">nachlesbar hier online</a></strong> stellt (Herr Sathom hält die Seite allerdings für eine, die sich dynamisch aktualisiert, also mag dort in einigen Monaten etwas anderes stehen). Nun gönnt sich Herr Sathom auch gelegentlich die Lektüre einer Obdachlosenzeitung, und findet diese meistens gar nicht so unspannend, wie Herr Scheck zu unterstellen  beliebt; und sei es auch nur, weil sie einen Blick auf die Dinge aus anderer Perspektive gestattet, und die Gedanken und Empfindungen von Menschen zur Kenntnis bringt, von denen – und deren Blickwinkel – der Bildungsbürger oft nichts wissen mag. Insofern muß er Herrn Scheck schon bezüglich des Vergleichs als solchen, der mehr als nur ein wenig hinkt, widersprechen.</p>
<p style="text-align:justify;">Vor Allem aber findet Herr Sathom, daß Herrn Schecks Vergleich beweist, daß der verächtliche Dünkel, die selbstzufriedene Ignoranz und die Überheblichkeit des gebildet sein wollenden Deutschen, allzumal des Literaten, heute wie eh und je Eckpfeiler von dessen <strong>Identität</strong> sind. Denn, nicht wahr – wie schön einfach das ist: anstatt es dabei zu belassen, ein gerade kurz umrissenes Werk als belanglos, langweilig o.ä. zu bezeichnen, oder sich als Beweis eigenen Witzes eine geistreichere Metapher einfallen zu lassen, braucht man nur mit dem Finger zu zeigen und zu sagen <strong>„wie Obdachlosenzeitung“,</strong> und schon wissen alle, die sich auf gleichem Niveau (hohem nämlich) mit dem Rezensenten dünken, was gemeint ist (zumal sie auch „wissen“, was in Obdachlosenzeitungen steht, besonders dann, wenn sie noch nie eine gelesen haben; sie „wissen“ ja schließlich auch, was Obdachlose für Versager sind, also was werden die schon Spannendes schreiben, richtig?).</p>
<p style="text-align:justify;">Was im vorliegenden Fall auf gesellschaftlicher Ebene heißt: ob das, was gesagt wird, als lesenswert (hier: spannend) oder anderweitig von hoher Qualität gilt, hängt weniger vom Gesagten ab als davon, wer es sagt und wo dies geschieht; ist man zu nichts anderem fähig, als zwecks Abwertung eines Textes stupide zum billigsten Klischee aus der Trödelkiste zu greifen, bleibt die eigene Aussage dennoch von Belang und gewichtig, einfach deshalb, weil man Rezensent und im Fernsehen ist, ein Literaturkenner, während ein Anderer sagen kann, was er will – stünde es in der Obdachlosenzeitung, wäre es eben das bedruckte Papier nicht wert, weil nicht „spannend“, und umgekehrt ist etwas, das nichts taugt, eben wie eine Obdachlosenzeitung (übrigens: wer hat eigentlich behauptet oder darf verlangen, daß eine Obdachlosenzeitung spannend, also unterhaltsam sein müsse? Muß sie, um existenzberechtigt zu sein, die selben Vorgaben erfüllen wie ein Thriller? Ist sie ein zulässiges Etikett, unspannende Bücher damit zu kennzeichnen, und wer maßt sich an, das zu entscheiden?). Das ist, was der Herr Sathom mit seiner Meckerei meint (um <strong>political correctness</strong> geht es hier <strong>nicht</strong>) – sich als intellektuell, literarisch gebildet, oder in welcher Weise auch immer der Sphäre der Kultur angehörig, oder als zur Bewertung des Schreibens Anderer berufen verstehen zu können, bedarf keiner wirklichen Substanz, sondern ist allein Sache der Zugehörigkeit zur richtigen, dieselben stereotypen Vorurteile teilenden Gruppe; und aus dem Munde dessen, der ihr angehört, ist alles von Belang, alles profundes Urteil, aus dem Munde (oder der Feder) Außenstehender hingegen alles „nicht spannend“. So darf man denn auch, um die geringe Qualität von etwas festzustellen, es einer Obdachlosenzeitung gleichsetzen, verknüpft mit der absurden Aussage, dieser mangele es an Spannung, und dies sei ein Qualitätsmerkmal (was es für Frau Rowlings Buch ja wäre, aber um so grotesker ist der  &#8211; zudem unzutreffende, vorurteilsbehaftete &#8211; Vergleich mit der Zeitung). Sollte Herr Scheck das gar nicht so gemeint haben, wäre allerdings zu fragen, was die Heranziehung der Obdachlosenzeitung zum Vergleich überhaupt sollte, denn dann bedeutete sie ganz einfach: <strong>nichts.</strong></p>
<p style="text-align:justify;">So aber entsteht der Eindruck: was in einer Obdachlosenzeitung steht, muß von geringem Wert sein (und implizit, zwar nicht laut Herrn Scheck, aber laut des Vorurteils, an das seine Rede appelliert: von geringem Wert, weil es von bestimmten Leuten geschrieben wurde). Und wer Literatur abliefert, die nicht gefällt, ist nicht etwa ein schlechter Autor oder Literat, also schlechter Angehöriger der hohen Kultur, sondern sein Werk begibt sich dadurch in die niedere Sphäre Jener, die in Obdachlosenblättchen veröffentlichen, wechselt sozusagen den sozialen Status, hinab auf eine Ebene, von der nichts Taugliches kommt. Weil es dem Hochgebildeten nicht spannend erscheint ( also: ihn nicht unterhält – Obdachlosenzeitung als Entertainment für Besserverdienende?). Die Schubladen, anhand derer gerade der sich kultiviert dünkende Deutsche seine primitiven Zuordnungen vornimmt, stehen weiterhin zum Einsortieren offen. Kultur und Bildung – nach wie vor mehr ein Ausdruck dessen, daß man sich für Besseres hält (gesellschaftlich: es ist) und sich auch so benehmen kann, beispielsweise indem man sich in dieser Weise verächtlich äußert; dadurch (und nicht etwa, indem man Offenheit und Interesse für Äußerungen von Menschen anderen sozialen Status bewahrt, oder anderweitig Charakterbildung zeigt) erweist man sich als zugehörig zur Gruppe der Kultivierten. Die wiederum sich selbst dadurch entlarvt als nur eine weitere Clique, die lediglich gemeinsame Vorurteile und Dünkel zusammenschweißen. Man ist eben keiner von denen – den Obdachlosen (oder den schlechten Autoren, und deren Lesern) in diesem Falle. Die Arroganz des &#8211; literarisch oder anderweitig – „gebildeten“ Deutschen liegt darin, sich nicht etwa in Rede und Handeln als wirklich gebildet zu erweisen, sondern durch Abwertung Anderer; denn daß man selbst gebildet sei, dessen ist man sich so gewiß, daß man eben nicht auch noch so zu handeln oder sich zu reflektieren bräuchte, sondern es sich vielmehr dadurch beweist, daß man nach unten spuckt. Mehr noch: gerade weil man sich des eigenen Niveaus sicher ist, darf man das auch – egal, was man von sich gibt, die eigene Niveauebene kann man nicht verlassen, und auch die anderen bleiben auf ihrer, nicht obwohl, sondern weil man selbst ihnen mit dümmlichen Klischeevorstellungen entgegentritt.</p>
<p style="text-align:justify;">So braucht auch der Rezensent, dem selbst kein besserer Vergleich für das gescholtene Druckwerk einfiel, nicht etwa Dinge von besonderem Erkenntniswert oder wenigstens Witz zu sagen – er muß nur irgendein beliebiges sozial Verachtetes, heute erwischt’s halt mal die Obdachlosenblättchen, als nicht lesenswert verunglimpfen, um die Höhe seines eigenen Anspruchs (und damit implizit die eigene geistige Höhe) herauszustellen. Und das gescholtene Werk, anstatt es sachlich negativ zu kommentieren, in die Schublade „Obdachlosenzeitung“ sortieren, um es als Schund zu kennzeichnen. Womit er zugleich sich selbst in den geschlossenen Block der Niveauvollen eingliedert, sich sozusagen in die Schublade mit dem Platingriff setzt.</p>
<p style="text-align:justify;">Übrigens kann ja aus der Sicht dessen, der aus dieser Schublade herauslugt, in einer Obdachlosenzeitung auch nichts Lesenswertes stehen – man müßte ja, würde man dies zugeben, sich mit deren Verfassern gemein machen; und vor sich selbst qua Kenntnisnahme des dort Geschriebenen zugeben, daß die eigene Bildung, das eigene Wissen, noch erweiterbar sind (und zwar auch durch wenig geschliffen Formuliertes), und nicht etwas, das man „hat“ und der Andere eben nicht. Der eigenen Bildung, des eigenen literarischen Hochgeschmacks, des eigenen Intellektualismus oder was auch immer sonst noch, kann man sich gerade deswegen gewiß sein, weil man sie nie überprüft und alles, was den eigenen Vorurteilen widerspräche, von vornherein abwertet als der Kenntnisnahme nicht würdig. Diese Selbstgewißheit, Ausdruck einer profunden Dummheit, macht den Habitus und das Auftreten derer, die hierzulande die Eliten geben, so unerträglich, und Herrn Schecks Ausrutscher ist ein feines Beispiel hierfür. Bravo, möchte der Herr Sathom deshalb rufen, eine reife Leistung.</p>
<p style="text-align:justify;">Übrigens: daß es sich bei Herrn Schecks Äußerung um eine intellektuellen Dünkels handelt, dafür ist nach Herrn Sathoms Meinung auch ein Indiz, daß Herr Scheck sich zugleich über die Exkursionen der Frau <strong>Charlotte Roche</strong> in ihre <strong>Feuchtbiotope</strong> abfällig äußert, indem er diesen vorwirft, die <strong>„Reaktion im Gewand der Avantgarde“</strong> zu sein. Wohlgemerkt: auch Herr Sathom steht dem Reaktionären ablehnend gegenüber; doch meint Herr Sathom, daß Herr Scheck, indem er „Reaktion“ einfach als Schlagwort hinwirft, sich vor Allem einer bestimmten <strong>in-group</strong> zuordnet, also erklärt, zu den Nicht-Reaktionären, selbst somit implizit zur wirklichen Avantgarde (= nicht nur deren Gewand tragend) zu gehören.  Daß Herr Scheck fast gleichzeitig Platitüden über Obdachlosenzeitungen von sich gibt, also selbst recht reaktionär (jedenfalls konservativ-dünkelhaft) daherredet, scheint Herrn Sathom ein Hinweis, daß es mit seiner Ablehnung des Reaktionären nicht weit her sein kann; vielmehr meint Herr Sathom, daß sämtliche Begriffe – Reaktion, Avantgarde und Obdachlosenzeitung – <strong>beliebig</strong> sind und nur Redner und Zielpublikum als Angehörige einer bestimmten Gruppe kenn- und auszeichnen sollen. Als Angehörige einer Elite, einer Avantgarde eben, jedenfalls einer, die „über“ Obdachlosenzeitungen wie auch Reaktion steht, nämlich über diese abwertend urteilen kann. Einer Avantgarde, der anzugehören man wie gesagt so sicher ist, daß man selbst auf Klischees von vorgestern zurückgreifen kann, ohne darin einen Widerspruch dazu zu sehen, nicht reaktionär sein zu wollen. Wäre Herrn Schecks Abneigung der Reaktion hingegen echt, wäre kaum zu erklären, wie er eine dem entgegenstehende Einstellung äußern kann, eine spießige, bourgeoise Abfälligkeit nämlich, es sei denn, beide Begriffe wären eben in Wirklichkeit objektiv inhaltsleer, und dem Herrn Scheck nur subjektiv bedeutsam, Eckpunkte seiner Identität und <strong>Denkstereotypen,</strong> anhand derer er sich selbst definieren und auszeichnen kann.</p>
<p style="text-align:justify;">A propos in-group: solche Äußerungen fallen ja gern, wenn man <strong>unter sich</strong> ist; die hier aufgegriffene verdankt ihre Existenz vielleicht auch der sicheren Gewißheit, daß Obdachlose wohl nicht druckfrisch gucken.</p>
<p style="text-align:justify;">Bei alledem ist’s Herrn Sathom keineswegs darum bestellt, den Herrn Scheck anzugreifen, noch ihm persönlich eine verächtliche Einstellung gegenüber Obdachlosen anzudichten; sondern vielmehr darum, eine bestimmte Einstellung zu brandmarken. Und leider konnte Herr Sathom, sei’s in Kolumnen oder Artikeln, sei’s in der persönlichen Begegnung, nur allzu oft feststellen, daß die hier beschriebene solche eine dem gebildeten Deutschen vielleicht nicht mehr hundertprozentig allgemeine, jedoch eine – gerade bei den „Erfolgreichen“ – immer noch weit verbreitete ist (denn letztlich: Herrn Schecks Rede richtet sich ja an ein Publikum – eines, von dem er wohl annehmen muß, daß es seine Aussagen bejaht). So meint Herr Sathom, daß Redner und Angeredete wohl ein gemeinsames gedankliches Koordinatensystem teilen müssen, in welchem eine solche Äußerung unverfänglich, und die Verwendung bestimmter Etiketten zur Kennzeichnung von literarischer Produktion, die keinen Genuß bereitet, sinnvoll scheint – weil alle einen Horizont teilen, der sicherstellt, daß sie das Etikett gleich bewerten.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Du skall icke häda]]></title>
<link>http://orangia.wordpress.com/2009/02/11/du-skall-icke-hada/</link>
<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 22:30:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Agnes</dc:creator>
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<description><![CDATA[Satt på Stadsbiblioteket idag och skrev en engelskuppgift, i och med att jag hade feber var jag inte]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Satt på Stadsbiblioteket idag och skrev en engelskuppgift, i och med att jag hade feber var jag inte i skolan. Först traskade jag omkring en stund och letade, det var rätt fullt i facksalarna på studieplatserna. Till slut hittar jag en plats i trängseln, sätter mig ner och börjar skriva i mitt block.</p>
<p>Obotligt nyfiken som jag är kan jag inte låta bli att kika på vad dom omkring håller på med. Killen till höger verkar läsa ekonomisk historia, mannen till vänster läser om kinesisk massage ser det ut som. Snett mittemot till vänster sitter en kille och läser om rättegångar. Rejäl blandning alltså. </p>
<p>Nu är det så att jag är uppfostrad med att böcker är heliga. Man kladdar inte i dom, man antecknar inte i marginalen utom i nödfall och i så fall <em>endast</em> med blyerts – aldrig någonting annat. Döm om min studsning som jag precis lyckades hindra från att slippa lös när killen med rättegångsboken tar upp en överstrykningspenna och <em>börjar stryka över saker i boken</em>. Jag höll på att dö! Så <em>får</em> man inte göra med böcker! Det spelar ingen roll om det är hans egen eller bibliotekets (var det bibblans, vilket jag tvivlar på, är det förstås <em>ännu</em> mer förkastligt), man <strong>KLADDAR INTE I BÖCKER</strong>! </p>
<p>Jag undrar om alla är lika rabiata som jag. </p>
<p>Min svensklärare är snarare rabiat åt andra hållet. På lektionerna får man inte läsa minsta lilla text utan en penna i handen. Å andra sidan kopierar han upp våra texter på papper, och då är det faktiskt okej.</p>
<p>Läs även andra bloggares åsikter om <a href="http://bloggar.se/om/stadsbiblioteket" rel="tag">stadsbiblioteket</a>, <a href="http://bloggar.se/om/plugg" rel="tag">plugg</a>, <a href="http://bloggar.se/om/sjukdom" rel="tag">sjukdom</a>, <a href="http://bloggar.se/om/feber" rel="tag">feber</a>, <a href="http://bloggar.se/om/skrivuppgift" rel="tag">skrivuppgift</a>, <a href="http://bloggar.se/om/nyfikenhet" rel="tag">nyfikenhet</a>, <a href="http://bloggar.se/om/b%F6cker" rel="tag">böcker</a>, <a href="http://bloggar.se/om/helighet" rel="tag">helighet</a>, <a href="http://bloggar.se/om/helgedom" rel="tag">helgedom</a>, <a href="http://bloggar.se/om/h%E4da" rel="tag">häda</a>, <a href="http://bloggar.se/om/h%E4dande" rel="tag">hädande</a>, <a href="http://bloggar.se/om/%F6verstrykningspenna" rel="tag">överstrykningspenna</a>, <a href="http://bloggar.se/om/uppr%F6rd" rel="tag">upprörd</a>, <a href="http://bloggar.se/om/k%E4nslom%E4ssig" rel="tag">känslomässig</a>, <a href="http://bloggar.se/om/socialt+anpassad" rel="tag">socialt anpassad</a>, <a href="http://bloggar.se/om/rabiat" rel="tag">rabiat</a>, <a href="http://bloggar.se/om/reaktion%E4r" rel="tag">reaktionär</a>, <a href="http://bloggar.se/om/svenskl%E4rare" rel="tag">svensklärare</a>, <a href="http://bloggar.se/om/anteckningar" rel="tag">anteckningar</a>, <a href="http://bloggar.se/om/vett+och+etikett" rel="tag">vett och etikett</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hur många såna "individer" finns det inom poliskåren?]]></title>
<link>http://komigenuva.wordpress.com/2009/02/05/hur-manga-individer-finns-det-inom-poliskaren/</link>
<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 11:39:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>komigenuva</dc:creator>
<guid>http://komigenuva.wordpress.com/2009/02/05/hur-manga-individer-finns-det-inom-poliskaren/</guid>
<description><![CDATA[När man tänker på den nyligen redovisade preferensen för djuranalogier som enstaka individer inom po]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://blogg.aftonbladet.se/12269/perma/1101044/">När</a> man tänker på den <a href="http://aftonbladet.se/nyheter/article4330231.ab">nyligen redovisade </a><a href="http://www.dn.se/DNet/jsp/polopoly.jsp?a=880757">preferensen </a>för <a href="http://sydsvenskan.se/malmo/article410789/Polis-Den-lille-javla-apajaveln.html">djuranalogier </a>som <a href="http://sydsvenskan.se/malmo/article410787/Otroliga-bakslag-i-polisens-arbete.html">enstaka <strong>individer </strong></a>inom <strong>poliskåren</strong> ger uttryck för i sin <a href="http://sydsvenskan.se/webbtv/webbtv_malmo/article410731/Polisens-egen-film-fran-Rosengard.html?context=webbtv">vokabulär</a>, så infinner sig osökt en undran över <a href="http://books.google.se/books?id=fpmYe9nMGXAC&#38;pg=PA217&#38;lpg=PA217&#38;dq=BR%C3%85+diskriminering+av+brottsoffer+pga+etnisk+h%C3%A4rkomst&#38;source=web&#38;ots=90Cg0OARAw&#38;sig=5Ub1khQw29pd3N7a7iiCOd_ZXIw&#38;hl=sv&#38;sa=X&#38;oi=book_result&#38;resnum=3&#38;ct=result#PPP1,M1">hur pass utbredd </a>den kan vara, särskilt efter det att man också ålades <a href="http://www.mah.se/templates/Page____3339.aspx">&#8220;<strong>inre utlänningskontroll</strong>&#8220;</a> inom ramen för Schengensamarbetet. Man undrar också ifall det finns <a href="http://www.alba.nu/motvallsbloggen/?p=341">ytterligare</a> <a href="http://blogg.aftonbladet.se/12269/perma/1101044/">praxisproblematik </a>och <a href="http://www.dn.se/DNet/jsp/polopoly.jsp?a=879863">ännu fler </a>politiska utspel och <a href="http://www.expressen.se/nyheter/1.1145005/sverigedemokraterna-far-stod-av-moderater">trender</a> som <a href="http://www.svd.se/nyheter/inrikes/artikel_2406473.svd">kan </a><a href="http://arvidfalk.se/2009/01/moderaterna-och-deras-stodparti-sd/">tänkas </a><a href="http://qatt.wordpress.com/2009/02/03/tidstecken/">påverka </a>utbredningen av dessa språkliga egenheter, och rentav skapa risk för att de utvecklas till en <a href="http://expo.se/">allmän jargong</a>.</p>
<p>Läs <strong>bloggarna</strong>: <a href="http://knuff.se/u/5e1ae5">Knuff</a><a href="http://knuff.se/u/5e1ae1">Knuff</a>, Se och hör i <a href="http://aftonbladet.se/nyheter/article4330231.ab">Aftonbladet</a><br />
<a href="http://www.bloggparaden.se/index.php?a=in&#38;u=Nemokrati"><br />
<img src="http://www.bloggparaden.se/button.php?u=Nemokrati" alt="Bloggparaden" border="0" /></a></p>
<p> <!-- knuff.se/api/ --></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[LÄRORIK LÖRDAG]]></title>
<link>http://salkavalka.wordpress.com/2009/01/12/larorik-lordag/</link>
<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 22:16:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>salkavalka</dc:creator>
<guid>http://salkavalka.wordpress.com/2009/01/12/larorik-lordag/</guid>
<description><![CDATA[Det har varit en fullmatad lördag i Stockholm, med flera positiva händelser samtidigt. På Akademibok]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Det har varit en fullmatad lördag i Stockholm, med flera positiva händelser samtidigt.</p>
<p>På Akademibokhandeln talade Mattias Gardell om sin bok <a href="http://www.leopardforlag.se/Article/View/?articleId=136">Tortyrens återkomst</a>. Jag kunde inte närvara men utgår från att det var intressant. Boken är högaktuell och handlar om USAs nya öppna och aggressiva tortyrpolitik och hur den har påverkat utvecklingen i världen. Jag kan bara upprepa vad jag sagt här tidigare på bloggen: läs den. Även den som tror sig kunna mycket om detta ämne får en mer heltäckande, och skrämmande, bild av ett av de viktigaste skeendena i samtiden.</p>
<p>Vid samma tidpunkt som Gardells startade en <a href="http://www.svd.se/nyheter/inrikes/artikel_2302061.svd" target="_blank">demonstration</a> till stöd för palestinierna i Gaza och mot Israels förfärliga massakrerande av befolkningen där. I tidningarna uppgavs 8000 personer ha deltagit i den. Och tidningarna använder polisens siffror som enligt min erfarenhet så gott som alltid är för lågt satta. Min gissning utifrån den uppgiften är uppemot 9000 personer. I vilket fall som helst en väldigt hög siffra när det gäller demonstrationer i huvudstaden. Det visar att det som händer Gazaborna inte sker i tysthet.</p>
<p>Det är ett hån att som tidningarna gör kalla det hela ett krig. Ett krig utkämpas mellan nationer eller åtminstone någorlunda jämbördiga parter. Det som sker i Gaza är massakrer på en försvarslös civilbefolkning instängd bakom en fängelsemur. Fanatiska sionister framhärdar i att kalla det en &#8220;skyddsmur&#8221;.</p>
<p>Israel är ett projekt från början dömt, den sista europeiska kolonin. För de tidiga sionisterna var det koloniala övertagandet av ett land, ett &#8220;hemland åt judarna&#8221; i sig ett mål. Att det skulle vara just Palestina var då inte så viktigt, flera förslag fanns, Uganda bland annat. När Israel etablerades var tiden för kolonialism av denna öppna typ egentligen över (även om vi idag ser tendenser att göra något delvis liknande, som Irakinvasionen).</p>
<p>Staten Israel byggdes ideologiskt på en rasistisk teori, praktiskt på en fördrivning av ett folk. De spillror av det palestinska folket som blev kvar inom staten Israels eller de ockuperade områdenas gränser underkastades en apartheidlagstiftning. Till exempel kan palestinier som flytt från sitt eget land inte återvända. Vilken jude som helst i världen kan däremot &#8220;återvända&#8221; till ett &#8220;hemland&#8221; de eller deras släkt kanske aldrig ens varit i.</p>
<p>Det finns många myter om sionismen, sanningen är som så ofta både enklare och krassare. Sionismen är inte någon mystisk konspiratorisk plan som på något vis har orsakat världens tillstånd. Den är inte heller en oförarglig idé som inte får ifrågasättas för då är man ond. Det är en ideologi bland andra. Och den ideologin är i grunden rasistisk. Den bygger på idén om kolonialism som något positivt som &#8220;bringar civilisation&#8221; till förment &#8220;ociviliserade&#8221; områden. Och på idén att judarna skulle vara ett folk som inte kan leva bland andra folk eller religiösa grupper. En idé man delar med en annan ideologi, nämligen nationalsocialismen.</p>
<p>På grund av hela den problematik grundandet av staten Israel har skapat, har rasismen mot palestinierna tagit sig groteska proportioner. Det finns faktiskt folk som på allvar hävdar att man inte kan prata om palestiniers problem eftersom &#8220;det finns inget palestinskt folk&#8221;. Den logik som hela detta rasistiska projekt följer är den mot fördrivning och förintelse. Palestinierna ska bort. Palestinska liv är betydelselösa. Israels millitärmakt hävdar sin &#8220;rätt&#8221; att bete sig hur som helst utan att behöva redovisa det för omvärlden, massakrera civila och bryta mot alla konventioner som finns om mänskliga rättigheter och krigslagar.</p>
<p>Det mest beklämmande är att höra kören av liberaler som försöker försvara detta beteende och till och med brännmärka dem som kritiserar det. Vänstern skälls för &#8220;antisemitisk&#8221; för att den protesterar mot Israels apartheidsystem, fördrivningar, &#8220;skyddsmur&#8221;, massakrer och den rasistiska ideologi som motiverar allt detta. Den kritiken lär historien kasta tillbaka på dem som fäller den. Lika lite populära lär de som idag försvarar Israel bli i historiens ljus, som de som tidigare försvarat den tyska nationalsocialismen eller apartheid i Sydafrika.</p>
<p>Det verkar för mig mer antisemitiskt att försvara Israel än att kritisera det. Det är som att hävda att vara jude måste vara samma sak som att stödja Israel. Ungefär som om någon skulle hävda att vara svensk måste vara samma sak som att stödja Sverigedemokraterna. Det går lika bra för judar att ställa sig kritiska till kolonialistisk praktik och de sionistiska idéerna som för vilken annan grupp som helst, och självklart finns det också <a href="http://www.ijsn.net/about_us/purpose/" target="_blank">judar som kritiserar Israel</a>. Frågan handlar i grund och botten inte om etnicitet utan om nationalism och rasism.</p>
<p>Samt om mycket materiella saker. Som vatten. Israel vill för allt i världen inte förhandla om en palestinsk stat, för då måste man släppa ifrån sig källflödena till det vatten som är så nödvändigt för överlevnad i området. Man har målat in sig i ett hörn och går hellre över de palestinska lik som är värda så lite i den inhemska debatten.</p>
<p>Israel är totalt beroende av en omvärld bortom sitt grannskap för att kunna fortsätta denna hänsynslösa återvändsgränd till kolonialpolitik. USA sponsrar landet, och är garanten för dess starka militär. Inget mystiskt här heller, USA vill gärna ha lojala allierade i området, och det är svårt att inte vara lojal när man är så totalt ekonomiskt beroende. Vi andra fortsätter att handla med Israel och köpa deras produkter. Jag undrar när det blir dags för en köpbojkott mot Israel i stil med den omfattande köpbojkott som en gång i tiden starkt bidrog till att fälla apartheidregimen i Sydafrika? Demonstrationer är bra, men det är hög tid att gå från symbolik till handling. En <a href="http://sv.wikipedia.org/wiki/Isolera_Sydafrika-Kommitt%C3%A9n" target="_blank">isolera-Israel-kommitté</a> borde vara en bra start.</p>
<p>Själv hade jag egentligen tänkt att gå på demonstrationen. Men sen fick jag nys om ett spännande föredrag i stan. Personer som varit aktiva i <a href="http://libcom.org/history/1985-2001-anti-fascist-action-afa" target="_blank">brittiska AFA</a> och <a href="http://www.redaction.org/" target="_blank">Red Action</a> var inbjudna av <a href="http://www.revfront.org/" target="_blank">RF</a>, för att berätta lite om dessa organisationer och deras historia. En chans att höra dessa erfarenheter i första hand kommer inte varje dag, så jag beslöt att gå och lyssna.</p>
<p>Detta är inte rätt forum att återge hela föredraget, och det skulle för övrigt bli hur långt som helst. Men det var inspirerande att lyssna, det fick mig att vilja berätta om några saker: nämligen den antifascistiska historien på ön under 1900-talet,  och om dessa gruppers samhällsanalys, som jag tycker är vältänkt och borde spridas mer.</p>
<p>I Storbrittanien har det funnits en tradition av militant antifascism under lång tid. Den första fascistiska organiseringen i landet kom 1923 med British fascisti. Kommunisterna satte käppar i hjulen för dem genom att störa mötena.</p>
<p>På 30-talet kom en klassisk och uttalad fascistorganisation in på scenen: British Union of Fascists. Trots att det var en uttalat fascistisk grupp fanns bland annat en del stora tidningar som inte skämdes för att stödja organisationen. Också denna gång visade kommunister och arbetarrörelse att de inte tänkte acceptera fascismen. En kulmen var det berömda <a href="http://www.youtube.com/watch?v=-AQDOjQGZuA" target="_blank">Battle of Cable Street</a>, där 250 000 personer beräknas ha samlats för att fysiskt hindra fascisterna från att propagera. 250 000! Ett mörkare kapitel vid denna tid var spanska inbördeskriget, där antifascister från alla håll i Europa riskerade, och allt för ofta också miste, sina liv för att som frivilliga bekämpa fascismens makttillträde. Sorgligt nog misslyckades det.</p>
<p>På 40-talet fanns också organiserade fascister i landet, trots att man kunde tro att kriget skulle fått dem att dra öronen åt sig. Denna gång gick de under det lite luddigare namnet The Union Movement. De bekämpades nu av en organiserad antifascistisk grupp som kallade sig 43-group. En våldsam grupp som i stort bestod av judar som deltagit som frontsoldater i det nyligen avslutade kriget. 43-group gav också ut en tidning vid namn On Gard.</p>
<p>Efter en tid dog fasciströrelsen nästan ut. Men den förde en tynande tillvaro och i slutet av 50-talet började den återkomma. Den här gången använde den sig av den ökande invandringen som syndabock för de sociala och ekonomiska svårigheter folk upplevde. Åter dök en antifascistisk grupp upp, 62-group.</p>
<p>1967 bildades National Front. De torgförde sin reaktionära politik med invandringsfrågan som verktyg. De inriktade sin propaganda på att verka tala för/om arbetarklassen, men det de inte pratade lika högt om var naturligtvis det konservativa idéinnehållet och att fascismen i praktiken aldrig varit emot kapitalismen och därmed inte heller kan leda till något annat än bevarandet av just klassamhället. Under 70-talet formerades Anti-nazi league, med rötter i det trotskistiska SWP (Socialist Workers Party), som arbetade på flera sätt. Med konfrontationer, genom att exponera NF som fascister, och att få med sig de unga genom framförallt en musikrörelse med konserter. Och till skillnad från den eländiga proggen i Sverige vid denna tid talar vi här om bra musik. The Squads kallades antifascistiska kampgrupper som tog kampen på gatorna.</p>
<p>På 70-talet stod det klart att NF inte alls levde upp till sina egna förväntningar och mål. De fick inte mer än en procent av rösterna i valet. En viktig orsak var det arbete militanta antifascister gjorde i vardagen för att avslöja och konfrontera fascisterna. En annan orsak var Thatcher som sög upp en del potentiella NFväljare.</p>
<p>Som en följd av dessa misslyckanden övergav NF helt den parlamentariska strategin under 80-talet. Då svängde man istället in på en strasseristisk väg där man tänkte sig att man skulle agera så kallade &#8220;politiska soldater&#8221;. Det vill säga genom terrorverksamhet underminera samhället så att, tänkte man sig, fältet sen skulle bli fritt för ett fascistiskt maktövertagande som skulle återbringa ordning. 1982 bildades British National Party, som ett svar på omsvängningen inom NF. Vid denna tid började fascisterna lansera vit-makt-musiken som ett sätt att skapa gemenskap, värva och få in pengar till sin rörelse. Nu var det dags för AFA att ta över den antifascistiska stafettpinnen. AFA var inte enhetligt ideologiskt utan svar på ett konkret problem. Till organisationen kom folk från flera håll. Från det trotskistiska Workers Power, från anarkist-/direkt aktionsmiljön, från <a href="http://www.londonclasswar.org/intro_swedish.php" target="_blank">Class War </a>(en organisation med rötterna i anarkiströrelsen som betonade klassfrågan) samt från Red Action. Red Action var en organisation med marxistisk grund, som också de betonade att klassen måste vara den politiska grunden. Red Action bildades när SWP slängde ut The Squads ur sina led. (Om detta och mycket annat intressant som hände inom brittisk antifascism under 70- och 80-talen kan man läsa i boken <a href="http://www.bokus.com/b/9781903854228.html" target="_blank">No Retreat</a> av Dave Hann   och Steve Tilzey, Milo books). AFAs målsättningar var att vara proaktiva, oberoende av stat och borgerliga intellektuella samt givetvis att krossa fasciströrelsen. Man gav ut tidningen Fighting Talk. I ett, visserligen föga framgångsrikt, försök att försvara sig mot AFA bildade fascisterna Combat 18. Arbetet antifascisterna bedrev var mycket framgångsrikt . Det fick fasciströrelsen att helt backa från gatorna. Istället satsade de, precis som SD gjort i Sverige, på att bli mer prydliga, slänga ut sina gatuhuliganer och inrikta sig på att försöka få parlamentarisk framgång.</p>
<p>Det är läget idag. Man kan undra varför fascister finns idag? Hur kommer det sig att de har kunnat bygga upp en rörelse och skaffa sig en plattform trots allt? Veteranerna från Red Action och brittiska AFA  levererade en del viktiga svar.</p>
<p>Fascismen uppstår inte i ett vacuum. Den är inte en abstrakt &#8220;ondska&#8221;, ett moraliskt problem som kan lösas med lagstiftning eller höjda pekfingrar. Istället får den sina framgångsvågor under specifika omständigheter. I tider som den vi lever i nu: tider av ekonomisk kris, industrinedläggningar, och hög arbetslöshet.</p>
<p>Fascismen är en radikalt konservativ ideologi, reaktionär till sin natur. Den erbjuder ingen väg ut ur kapitalismen. Tvärtom. Fascismen är ett sätt att låsa fast relationerna mellan klasserna i  en gammldags patriarkal kultur, där man ska sitta och samarbeta med klassfienden i så kallade branschråd. Råd uppbyggda för att ge arbetsköparna ett betydligt större mandat än de har under borgerlig parlamentarism. Alla former av fascism bygger på auktoritetstro, elitism, diktatoriskt ledarskap och socialdarwinistiskt tänkande.</p>
<p>Den ideologi fascismen står närmast är konservatismen, den ideologi den är mest olik är socialismen i alla dess olika skepnader. Men detta försöker fascisterna ofta aktivt att dölja, genom alla tider har de försökt sälja in sig som en ideologi som är &#8220;både höger och vänster&#8221;. De försöker sälja in sig till så många grupper de kan, och påstår att de står för något &#8220;klasslöst&#8221;. Fast sanningen är just den motsatta.</p>
<p>När fascismen kom till makten i bland annat Tyskland och Italien var det, för att citera en av talarna, inte så att &#8220;de behövde storma slottet. Nej, det borgerliga samhället fällde ner vindbryggan och släppte in dem.&#8221; Förutom den borgerliga statens bredvillighet att acceptera fascisterna, eftersom man hoppades på dessa som ett värn mot den revolutionärt sinnade arbetarrörelsen, fanns även en social bas. Det var intellektuella, akademiker, tjänstemänn, småföretagare, en rad olika medelklassgrupper som utgjorde stommen i den rörelsen. Arbetare i storstäderna i Tyskland röstade i mycket ringa grad på NSDAP, som hade sin bas i småstäder, välbärgade förorter och på landsbyggden.</p>
<p>Idag ser vi ett annat mönster. Allt oftare har fasciströrelsen framgång när de riktar sin propaganda till arbetardominerade områden, i England till exempel i områden som utsatts för industrinedläggningar där arbetslösheten är hög, i Sverige ser vi något motsvarande i gamla regementesstäder där regementena lagts ner.</p>
<p>Ett stort ansvar för att fascisterna fått detta spelrum ligger på vänstern, både i dess reformistiska och radikala delar. De så kallade vänsterpartierna driver inte längre någon arbetarklasspolitik. I England har New Labour lämnat sin bas helt. Situationen känns igen i Sverige med en helt urvattnad och visionsfri socialdemokrati och ett Vänsterparti som intresserar sig för småföretagare men glömmer bort arbetarklassen och vars väljarbas numera är storstädernas kulturella medelklass. Alliansen attackerar samtidigt öppet arbetarklassen.</p>
<p>Samtidigt har den radikala vänstern allt mer övergett en politik klart och tydligt baserad på klassmedvetenhet, och övergått till en luddig identitetspolitik. Identiteter som kulturell tillhörighet, religion, sexualitet och liknande har blivit en grund för politik. Till och med till den extrema grad att en sexuell läggning eller en livsstil, som att ladda ner musik, i sig anses vara politiskt.</p>
<p>Baksidorna är uppenbara. Fokus flyttas från kollektivet, från vår styrka som är gemenskapen. Det blir lätt att glömma de materiella förhållanden som behöver ändras, att glömma bort vad klassbegreppen innebär och varför de är viktiga.</p>
<p>Till exempel kan man höra så kallade vänstermänniskor tala om &#8220;underklassen&#8221;. De har glömt att vi säger arbetarklass av en anledning: för att det också ligger en makt förborgad där, de som skapar allt värde kan genom att undanhålla sitt arbete hota hela systemet. Om de kommer samman som klass, agerar som kollektiv.</p>
<p>Man kan också höra vissa vänstermänniskor säga &#8220;vi i Sverige har det så bra, vi kan inte klaga&#8221;. Ett uttalande från en trång medelklassutsiktspunkt. Det gör alla i Sverige som inte har det bra osynliga. Arbetarnas problem med vräkningar, arbetslöshet, löner som inte går att leva på, trångboddhet, varsel, kackerlackor, att inte kunna köpa barnen skor, att vara ofri och övervakad hela dagarna på arbetet. Dessa verkliga materiella problem ignoreras, vänstern är mer upptagen med att vara lite vagt snälla och förstående mot olika &#8220;svaga grupper&#8221; (arbetarklassen är inte svag, den är bara satt under press och inbegripen i en daglig klasskamp).</p>
<p>Vem ska då leverera svaren på arbetarklassens akuta problem? Här finns ett tomrum som fascisterna kan utnyttja politiskt. Och allt identitetspolitiskt tal om olika minoriteter underlättar för dem. För de kan använda samma språkbruk men vända på det: svenskarna då? Är kanske vi en minoritet? Några som håller på att dö ut och måste räddas? Den vita arbetarklassen?  Vem värnar den? Så blir arbetarklassen en identitet bland alla andra, som kan användas för rasistiska och reaktionära syften. Istället för att se arbetarklassen som en klass, med möjligheten att enas över alla individuella identiteters och nationers gränser för att kullkasta klassamhället som sådant.</p>
<p>Dessutom leder identitetspolitik, som en talare så riktigt påpekade, hur progressivt menad den än från början är, till ett konserverande av just de förhållanden den säger sig vilja angripa.</p>
<p>Detta såg jag ofta exempel på under 90-talets feministiska våg. Att tjejer tog plats i den politiska miljön var fantastiskt på alla sätt, och många av oss utnyttjade möjligheterna att ta kommandot över det egna livet till fullo. Men många andra blev helt fixerade av en idé om vad det innebar att vara kvinna: att man skulle vara förtryckt, ickevåldsam, ta lite plats, vara undergiven och passiv i sängen, må dåligt och ständigt förlora. Tyvärr identifierade de sig med detta och började tävla om att kunna berätta offerhistorier, ha ätstörningar, inte ta plats på möten, och allmänt vara just offer för patriarkatet.</p>
<p>Ett exempel på när högern på liknande sätt låser fast oss i identiteter är detta eviga snack om hur vi svenskar är kristna, som på senare tid har etablerats av grupper fientliga till muslimer.  Nu heter det att &#8220;vi svenskar får inte längre ha skolavslutning i kyrkan enligt våra traditioner, nej det ska tas hänsyn till invandrarna och deras olika religioner&#8221;. Plötsligt har alltså att vara kristen och svensk blivit en enhet.</p>
<p>Jag hatade att vi skulle ha präster som nedkallade guds välsignelse över oss och sjunga psalmer på skolavslutningarna. Min släkt har bott på ett mycket begränsat område i västsverige sen hedenhös, men jag är uppväxt i en ateistisk familj. Min mamma betraktade husförhör och kristna ritualer med vantro och närmast förakt redan som sjuåring och har aldrig gift sig eftersom hon ogillar kyrkliga ritualer. I samma anda är jag varken döpt eller konfirmerad, kommer aldrig att gifta mig, döpa eventuella barn, eller ha präst på begravningen. Det gör mig uppenbarligen till invandrare, representant för &#8220;främmande religioner&#8221; eller bara diffust ickesvensk. För &#8220;vi svenskar&#8221; är ju kristna nu för tiden. Trots att Sverige är en av världens mest sekulariserade länder.</p>
<p>Sammanfattningsvis: identitetspolitk och individualism hos vänstern, en sviktande tro på och ibland inte ens något intresse för att systemet går att kullkasta, och vänsterpartiernas svek mot det som en gång var deras väljare, bereder mark för fasciströrelsen. En rörelse som efter sin förra organiseringsfas under skiftet 80-90-tal idag har en färdig plattform att stå på, och de har även lärt av en del tidigare misstag. Mycket avgörs av hur vänstern väljer att agera framöver.</p>
<p>Själv ser jag glädjande tecken på att denna insikt är på väg tillbaka. Föredrag som detta, en grupp som RF, reorganiseringen inom SAC mot basorganisering och kollektivisering på arbetsplatserna, en långsamt växande insikt även hos de större facken om att de måste sluta vara serviceorganisationer och gå tillbaka till att vara kamporganisationer, att papperslösa organiserar sig och väcker insikten om att klassgemenskap inte kan stanna vid vissa identiteters gränser. Sådana saker visar på en nyorientering som är helt nödvändig. Nödvändig för arbetarklassen, nödvändig för vänstern, nödvändig om inte de mest reaktionära krafterna ska ta över rodret och styra samhället bort från möjligheten till socialism och rakt in i barbariet.</p>
<p>Tack för ett viktigt och tankeväckande föredrag!</p>
<p>Och för er som vill avsluta med lite bra musik kommer här <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GzKv5gjOzTA&#38;feature=related" target="_blank">Ghosts of Cable Street</a>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Erste Eindrücke von der Kussaktion]]></title>
<link>http://aaronbruckmiller.wordpress.com/2008/11/24/erste-eindrucke-von-der-kussaktion/</link>
<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 13:26:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>aaron</dc:creator>
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<description><![CDATA[50 SchülerInnen küssten gegen das Kussverbot und andere sinnlose bis reaktionäre Verbote an Schulen:]]></description>
<content:encoded><![CDATA[50 SchülerInnen küssten gegen das Kussverbot und andere sinnlose bis reaktionäre Verbote an Schulen:]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Reaktionäre online]]></title>
<link>http://efeder.wordpress.com/2008/09/05/reaktionare-online/</link>
<pubDate>Fri, 05 Sep 2008 14:48:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mcp</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ausgewählte Scholien von Nicolás Gómez Dávila: mausklick. Der Reaktionär ist die Reaktion auf den Ak]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Ausgewählte Scholien von Nicolás Gómez Dávila: mausklick. Der Reaktionär ist die Reaktion auf den Ak]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[USA ein Entwicklungsland?]]></title>
<link>http://tomswochenschau.wordpress.com/2008/06/15/usa-ein-entwicklungsland/</link>
<pubDate>Sun, 15 Jun 2008 10:19:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>tom</dc:creator>
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<description><![CDATA[Verlassen wir einen Augenblick die Zivilisation werfen einen Blick über den großen Teich auf die Ver]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Verlassen wir einen Augenblick die Zivilisation werfen einen Blick über den großen Teich auf die Vereinnahmten Staaten von Amerika:<br />
Die Nachfahren der europäischen &#8220;Zivilisationsflüchtlinge&#8221; haben in letzten <a href="http://tomswochenschau.wordpress.com/2008/03/15/die-kriege-der-usa/">160 Jahren</a> immer noch nicht gelernt, dass man Konflikte mit Verstand besser löst, als mit barbarischer (militärischer) Gewalt. Erst seit den 70&#8242;ern gelangten die Amerikaner allmählich zu der Erkenntnis, dass dunkelhäutige Personen auch Menschen sind und gestanden ihnen schrittweise gleiche Bürgerrechte zu. Ob sie schon soweit sind, für einen &#8220;afroamerikanischen&#8221; Präsidenten? Nun, dass Wahlkampf keine Popveranstaltung ist, scheinen sie auch noch nicht zu wissen. Liebe US-Politiker, richtiger Wahlkampf wird über Inhalte geführt, es geht keinesfalls darum den politischen Gegner durch <a href="http://my.barackobama.com/page/content/fightthesmearshome/">Lügen</a> zu <strike>dissen</strike> diffamieren! Und Überhaupt: Weder kann ein Terminator ein guter Gouverneur noch ein drittklassiger Cowboy (Reagan, Bush jr.) und erst Recht keine Tüte Pommes (McCain) ein guter Regierungschef sein! Ich bin also dafür, dass Europa endlich die Entwicklungshilfe für Euch streicht, indem man keine US-Politiker mehr zu teuren sinnlosen Staatsbesuchen einlädt, nur damit diese endlich mal was Anständiges zu Essen auf die Gabel kriegen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Was ist ein Neocon?]]></title>
<link>http://tomswochenschau.wordpress.com/2008/05/15/was-ist-ein-neocon/</link>
<pubDate>Thu, 15 May 2008 10:38:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>tom</dc:creator>
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<description><![CDATA[Als bekannt setze ich vorraus, dass Neo das griechische Präfix für Neu ist. Kommen wir nun zum zweit]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Als bekannt setze ich vorraus, dass <strong>Neo</strong> das griechische Präfix für Neu ist. Kommen wir nun zum zweiten Wortteil <strong>con</strong>. Hier klärt ein Blick ins Englisch-Deutsch-Wörterbuch auf:<br />
Ein <strong>con man</strong> ist ein Betrüger, Bauernfänger, Hochstapler, Trickbetrüger. Ein <strong>Neocon</strong> dementsprechend ein neuzeitlicher Betrüger, Bauernfänger, Hochstapler und Trickbetrüger. Diese Attribute werden von der Realität untermauert: Wie war nochmal die Begründung für den Irak-Krieg? Wie wurde George W. Bush erstmalig Präsident der Vereinigten Staaten? Das könnte man noch endlos fortführen&#8230;keine weiteren Fragen!</p>
<p>So kann mein Slogan nur lauten: <strong><em>Please let me die, before I turn into neocon.</em></strong></p>
<p><strong>(Neo)con man:</strong><br />
<img src="http://tomswochenschau.wordpress.com/files/2008/05/mccain_neocon.jpg" alt="" width="208" height="263" class="alignnone size-full wp-image-417" /></p>
<blockquote><p>Here comes the con man, coming with his con plan.<br />
We won&#8217;t take no bribe, we&#8217;ve got to stay alive.<br />
We gonna chase those crazy baldheads out of town&#8230;</p></blockquote>
<p><em>Bob Marley Song: Crazy Baldheads</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Det var bättre förr (typ under jura)]]></title>
<link>http://ordsallad.wordpress.com/2008/04/18/det-var-battre-forr-typ-under-jura/</link>
<pubDate>Fri, 18 Apr 2008 12:06:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>ordsallad</dc:creator>
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<description><![CDATA[Somliga har alltid varit konservativt lagda och haft den goda smaken att uppröras av sådant som man ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p class="MsoNormal" style="margin:0;">
<div class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;"></span></div>
<div class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;"><span style="font-family:Times New Roman;">Somliga har alltid varit konservativt lagda och haft den goda smaken att uppröras av sådant som man bör uppröras över. På 60-talet var det de långhåriga pojkarna i Beatles, på 70-talet den förskräcklige Alice Cooper, numera är det kanske den yngre generationens utmanande klädsel och hängiga byxor, vad vet jag?</span></span></div>
<div class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;"></span></p>
<div class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;"><span style="font-family:Times New Roman;">Själv har jag nyligen upptäckt att jag blir upprörd av Odyssén. Upprörd, och indignerad. Och den är ändå 2700 år gammal. Jag är förmodligen det konservativaste som finns.<br />
Möjligtvis med undantag av Margret Thatcher, om hon fortfarande lever.<br />
</span></span><span style="font-size:11pt;"><span style="font-family:Times New Roman;"><span style="font-size:11pt;"><span style="font-family:Times New Roman;"> </span></span></span></span></div>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;"><span style="font-family:Times New Roman;"><span style="font-size:11pt;"><span style="font-family:Times New Roman;"><a title="Kapten Stofil" href="http://www.kaptenstofil.net/senaste_numret.php" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-50" src="http://ordsallad.wordpress.com/files/2008/04/stofil.jpg" alt="" width="175" height="245" /></a></span></span></span></span></p>
</div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Stasi-Schwärmerin Wegner]]></title>
<link>http://thetruthwillwin.wordpress.com/2008/02/15/stasi-schwarmerin-wegner/</link>
<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 10:57:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>thetruthwillwin</dc:creator>
<guid>http://thetruthwillwin.wordpress.com/2008/02/15/stasi-schwarmerin-wegner/</guid>
<description><![CDATA[Die niedersächsische Landtagsabgeordnete Wegner wünscht sich die Stasi zurück und rechtfertigt den B]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die niedersächsische Landtagsabgeordnete Wegner wünscht sich die Stasi zurück und rechtfertigt den Bau der Mauer.Zum Thema Stasi sagte sie gegenüber dem Magazin Panorama, diese sollte als &#8220;Schutz gegen reaktionäre Kräfte&#8221; wieder eingeführt werden. Laut meinen Kenntnissen der Terminologie der Kommunisten, als denen zugehörig man Frau Wegner als Mitglied der DKP bezeichnen kann, bedeutet das gegen Kräfte, die der Revolution entgegenstehen, die konservative oder liberale Positionen vertreten, die Mitte unserer Gesellschaft. Eilig distanziert sich die Partei davon, wehrt sich dagegen, verabscheut jede Form von Diktatur und geisselt gleichzeitig den Stalinismus als Missbrauch des Sozialismus. Man mag es ihr glauben, muss aber nicht, denn wenn Kommunisten, Sozialisten, ehemalige DDR-Stasibonzen und neue soziale Verlierer und ideologische Romantiker und Utopisten, die nicht erwachsen gewordenen 68er, sich von Mauer und Stasi distanzieren, hört sich das immer ein wenig so an, wie wenn die NPD Hitler und den Nationalsozialismus geisselt: unglaubwürdig.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Reaktionär...]]></title>
<link>http://gemischt.wordpress.com/2007/12/20/reaktionar/</link>
<pubDate>Thu, 20 Dec 2007 11:30:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>Grzegorz Rumatowski</dc:creator>
<guid>http://gemischt.wordpress.com/2007/12/20/reaktionar/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Wenn man sagt, jemand &#8216;gehöre seiner Zeit&#8217; an, sagt man lediglich, dass er mit de]]></description>
<content:encoded><![CDATA[&#8220;Wenn man sagt, jemand &#8216;gehöre seiner Zeit&#8217; an, sagt man lediglich, dass er mit de]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
