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	<title>rhein-neckarweg &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/rhein-neckarweg/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "rhein-neckarweg"</description>
	<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 05:36:58 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Bickenbach - Allmendfeld - Gernsheim (13,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/30/bickenbach-allmendfeld-gernsheim-135-km/</link>
<pubDate>Sun, 30 Sep 2007 17:37:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/30/bickenbach-allmendfeld-gernsheim-135-km/</guid>
<description><![CDATA[Hey, heute ging´s doch tatsächlich schon wieder etwas besser mit meinem Bein &#8211; meine hochprofe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hey, heute ging´s doch tatsächlich schon wieder etwas besser mit meinem Bein &#8211; meine hochprofessionellen Methoden der Selbstbehandlung (wenig Belasten, ein warmer Körnersack, und ein paar Placebo-Magnesiumtabletten) hatten offensichtlich geholfen.<br />
Yay!<br />
So ganz perfekt ist es zwar noch nicht wieder, aber das wird&#8230;</p>
<p>Nach der (gezwungenermassen) laschen letzten Woche hatte ich heute richtig, richtig Lust, mal wieder etwas zu laufen. Zumal wirklich großartiges Wetter war (Sonne, blauer Himmer, warm), sowas kann man ja nicht einfach ungenutzt verstreichen lassen, oder?<br />
Kurzes Hadern mit mir selbst &#8211; laufen oder nicht &#8211; (Contra: Bein noch nicht ganz in Ordnung. Pro: Ich will aber. Und muss eigentlich auch mal wieder. Und es ist doch so schönes Wetter), dann war klar: Heute wird gelaufen, und zwar weiter als poplige 6 km!<br />
Um´s nicht zu übertreiben, entschied ich mich für einen flachen Lauf von moderater Länge: Von Bickenbach aus durchs Niemandsland zwischen den Autobahnen bis an den Rhein in Gernsheim.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Start gegen 16:10 am Bahnhof in Bickenbach. Wetter traumhaft, Bein nicht so.<br />
Gleich durch die Unterführung unter den Bahngleisen durch, ins Bickenbacher Industriegebiet, bis zur neuen Umgehungsstrasse (Bertha-Benz-Strasse), die übrigens auf dem augenscheinlich etwas veralteten Bildmaterial von Google-Earth noch nicht mal zu sehen ist.<br />
Hier rechts nach Norden, in Richtung der Autobahnauffahrt, ein paar hundert Meter durch die Äcker, dann links durch die dunkle, schmucklose Unterführung am Erlensee unter der A5 durch.</p>
<p>Weiter in westlicher Richtung auf dem stark bevölkerten Feldweg (Sonntagmittag bei Sonnenschein, da ist was los), in ein dichtes, wild wucherndes Gehölz (das ist wohl inzwischen eine Naturschutzgebiet), und auf einem schmalen Pfad das Südufer des <a href="http://www.oj.h-da.de/projekte/ws0304/ladadi/Erlensee.htm">Erlensees</a> entlang. Ein sehr angenehmes Stück, weicher Untergrund, hin und wieder mal die klare, spiegelnde Oberfläche des Gewässers rechterhand (hatte ein bisschen was von Masurische Seenplatte), dazu schon leicht schräges Sonnenlicht durch die Bäume, sehr nett.<br />
Am westlichen Ende des Sees vorbei am Kiosk (auch hier viel Betrieb), über den Parkplatz auf den asphaltierten Weg (Fahrradweg 28), dort dann rechts, weiter nach Westen.</p>
<p>Eigentlich hatte ich ja erwartet, dass die folgende lange Gerade bis zur A67 (knapp 3 km) ein furchtbar ödes Stück durch langweilige Stoppeläcker sein würde. Tatsächlich stellte sie sich jedoch als durchaus interessant und angehnehm heraus: Links vom Weg fliesst hier der Landbach, dessen Lauf in den letzten Jahren offensichtlich renaturiert wurde, wodurch ein Marschland entstanden ist, das dem Urzustand des Rieds wahrscheinlich relativ nahekommt, und das neben viel Wassergeflügel auch mit einem Graureiher und einer vielzahl romantisch-lästiger Altweibersommerspinnwebfäden aufwarten konnte (lästig deshalb, weil ich ein paar davon verschluckt habe&#8230;).<br />
Gar nicht so schlecht.<br />
Rechts dagegen die erwarteten Felder, aber immerhin hin und wieder von Weiden, Baumgruppen und Aussiedlerhöfen durchbrochen. Dazu war selbst hier draussen überraschend viel los (neben den obligatorischen Radfahrern u.a. Modellflugzeugbauer beim Fliegen Lassen ihrer Geräte, sowie ein unglaublich alter Mann, der auf einem unglaublich langsamen Elektrorollstuhl durchs Nichts fuhr), dazu die angenehme Herbstsonne, langweilig war´s nicht.</p>
<p>Schließlich erreichte ich den letzten Aussiedlerhof an der Autobahn (laut Wanderkarte der &#8220;Neuhof&#8221;) und die nebendran liegende Brücke (ziemlich alt, wirkte ein bisschen wie ein natürlicher, bewachsener Hügel, durch den zufällig die Autobahn läuft, das hat mir gefallen), auf der ich die A67 überqerte, während langsam noch mehr Felder und die Industrieanlagen am Gernsheimer Rheinufer in Sicht kamen.</p>
<p>Wie immer, weiter westwärts, immer noch Fahrradweg 28, die Brücke runter und zum südlichsten Zipfel des Örtchens <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Allmendfeld">Allmendfeld</a>, das ich &#8211; soweit ich mir erinnern kann &#8211; noch nie zuvor betreten hatte (und das, obwohl´s gerade mal ein paar km von zu hause weg ist). Da mein Bein noch gut mitmachte, beschloss ich deshalb spontan, das zu ändern, und einen kleinen Abstecher durch das Dorf zu machen, anstatt wie geplant geradaus weiter zu laufen &#8211; deshalb rechts hoch, in die Hauptstrasse.</p>
<p>Allmendfeld ist unglaublich weitläufig. Da es gerade mal 70 Jahre alt ist, fehlt der für die meisten Rieddörfer typische klaustrophobische alte Ortskern, in dem Bauernhof an Bauernhof gequetscht ist. Stattdessen besteht der Ort aus wenigen, langen Strassen, die in rechten Winkeln zueinander angeordnet sind (ich habe mal irgendwo gehört, dass es bei seine Gründung 1937 den Grundriß eines Hakenkreuzes hatte &#8211; keine Ahnung, ob das stimmt, wenn ja, hat man das in der Zwischenzeit glücklicherweise behoben). Am Strassenrand stehen in großzügigen Abständen Höfe und Wohnhäuser, meist mit großen, gut gepflegten Gärten voller alter Obst- und Nußbäume und Kastanien. Das Ganze hat so ein bisschen was von &#8220;grüner Oase in der Puszta&#8221;, auf jeden Fall recht idyllisch und auf seine Art sehr hübsch.<br />
Wenn auch recht langwierig zu erlaufen: So lging es ich erst mal knapp einen km nach Norden bis zum etwas dichter bebauten Ortskern erreicht, hier links durch die Raiffeisenstrasse vorbei an Bürgerhaus, großem Platz, <a href="http://www.allmendfeld.de/allmendfeld1.htm">altem Rathaus</a>, alter Genossenschaftsbank und Kirche, dann gleich noch mal links und durch die Waldstrasse wieder fast einen km zurück auf den Fahrradweg 28, wo ich meinen ursprünglichen Weg in Richtung Gernsheim fortsetzte.</p>
<p>Dabei ein Zufallsbegegnung mit meiner Tante und meinem Onkel, die gerade auf einer Radtour vorbeikamen, beim Laufen etwas mit ihnen geplaudert und darüber mal fünf Minuten nicht auf meinen linken Oberschenkel geachtet, was sich als durchaus positiv erwies: Durch die Ablenkung kam ich &#8211; nach immerhin fast 10 km &#8211; endlich mal so richtig in meinen natürlichen Laufrhytmus (vorher hatte ich wieder gezielt versucht, mein linkes Bein zu schonen, was zu einen eher ungleichmäßigen Rhytmus zur Folge hatte), entsprechend lief es dann gleich noch mal etwas besser (ohne dass es meinem Bein viel ausgemacht hätte).<br />
Bestens!</p>
<p>Inzwischen war <a href="http://www.gernsheim.de/gernsheim/">Gernsheim</a> schon ziemlich nahe, und nach einem kurzen Knick nach Süden erreicht ich schließlich die große Kreuzung vor dem Ortseingang. Da ich ja noch bis zum Rhein weiterwollte, lief geradaus weiter, den Fußweg an der Heidelberger Strasse entlang, dann durch die baumgesäumte Alsbacher Str., und schließlich vorbei an diversen Supermärkten durch die Bensheimer Str. bis zum Bahnhof.<br />
Hier durch die Unterführung (kurz Luft angehalten, um so wenig von dem unterführungstypischen Miasma aus Bier und Urin einzuatmen), auf der anderen Seite die Treppe hoch (weiterhin Farradweg 28), und halblinks in die Zwingenberger Strasse.<br />
An der Ecke Riedstrasse spontan nach links bis zum Stadthaus (da war ich noch nie, und es sah von weitem ganz hübsch aus [war es auch]), dann in der kleinen Fußgängerzone wieder rechts in Richtung Rhein.<br />
Durch die leicht geschwungene Magdalenenstrasse weiter, vorbei am <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Peter_Schoeffer_01.jpg">Schöfferdenkmal</a> (Das Gernsheims berühmtesten Sohn, den Gutenberg-Gehilfen und Buchdruckpionier Peter Schöffer darstellt) und dem Schöfferhaus (mit <a href="http://www.gernsheim.de/gernsheim/kultur/museum.php">Museum</a>), über Wormser Strasse, und schließlich die schöne, alleeartige Rheinstrasse entlang bis zum gut besuchten Rheinufer am <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Gernsheim_Hafen_04.jpg">Gernsheimer Hafen</a> und der Fähranlegestelle.<br />
Noch kurz bis an den Fluss runter (der wunderschön im trägen frühabendlicht glitzerte), etwas mit Original-Rheinwasser erfrischt, und fertig!</p>
<p>Das Bein war noch dran, und der Lauf hat riesig Spass gemacht. Angenehme Strecke, noch hübscher als erwartet. Super!!</p>
<p>Strecke: 13,5 km<br />
Laufzeit: 1:27 h Minuten (ca. 9,3 km/h bzw. ca. 6,26 min/km)<br />
Karten:<br />
- Teil 1: Bickenbach bis zu A67<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/10/gernsheim1.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/10/gernsheim1.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-179" /></a></p>
<p>- Teil 2: A67 bis Gernsheim<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/10/gernsheim2.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/10/gernsheim2.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-180" /></a></p>
<p>- Gesamtstrecke<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/10/gernsheimganz.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/10/gernsheimganz.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-181" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/19796">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Badische Bergstrasse: Weinheim bis Heidelberg (27 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/16/badische-bergstrasse-weinheim-bis-heidelberg-27-km/</link>
<pubDate>Sun, 16 Sep 2007 18:39:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/16/badische-bergstrasse-weinheim-bis-heidelberg-27-km/</guid>
<description><![CDATA[Ok. Unsere Sonntagmorgen-Tour am Rhein hatte also nicht geklappt, wir standen in Erfelden an Althrei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ok. Unsere Sonntagmorgen-Tour am Rhein hatte <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/16/der-wert-der-punktlichkeit/">also nicht geklappt</a>, wir standen in Erfelden an Althrein, die Fähre war weg, und ich war extrem übellaunig.<br />
Eigentlich hätte ich das ganze am liebsten Abgeblasen und wäre einfach nur heimgefahren, um dort vor mich hin zu brüten.</p>
<p>Aber das Wetter war halt einfach zu schön.</p>
<p>Also gab´ ich mir einen Ruck, schluckte meine Ärger, und wir machten uns auf, eine Alternativroute zu laufen.<br />
Die einzige Strecke in entsprechender Länge, die mir auf Anhieb einfiel (und die &#8211; soweit ich mich erinnern konnte &#8211; einfach genug war, um spontan und ohne zusätzliche Planung bzw. ein zu großes Verlauf-Risiko navigierbar zu sein), war die Fortsetzung unseres laufenden Projektes &#8220;Bergstrasse immer weiter nach Süden&#8221;. Beim <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/14/weiter-sudwarts-weinheim-214-km/">letzten Mal</a> waren wir ja immerhin schon bis Weinheim vorgedrungen, entsprechend sollte das unser Ausgangspunkt für die vorerst finale Etappe bis nach Heidelberg runter sein.<br />
<!--more--></p>
<p>Also eine länger Autofahrt von Erfelden bis nach Weinheim. Schweigend, denn ich war immer noch ziemlich verschnupft.<br />
Dort haben wir uns dann einen Parkplatz am Hauptbahnhof gesucht, und sind von dort aus losgelaufen.<br />
Wetter: Traumhaft. Sonne, blauer Himmel, 19 Grad, Leichter Wind.<br />
Laune: Düster, deswegen die erste Stunde ebenfalls schweigend und brütend runtergelaufen, besserte sich aber im Verlauf der Tour zusehends (war einfach zu schön&#8230;).</p>
<p>Erstmal ging´s vom Weinheimer Hauptbahnof durch die Bahnofstrasse nach Osten, in Richtung Innenstadt, vorbei an irgendeinem Folksfest (das erste von vielen an diesem Tag) zur Hauptstrasse, dort <a href="http://www.weinheim-marketing.de/rundgang/pages/03.htm">rechts in die Fußgängerzone.</a> Damit waren wir dann auch auf dem Blütenweg (Markierung: Gelbes B), dem wir bis nach Heidelberg folgen wollten.<br />
Die Fußgängerzone war ziemlich voll (sah ungefähr <a href="http://www.lemonpage.de/kurzreisen/weinheim-kerwe.html">so</a> aus), was das Joggen zu einer Art kleinem Hindernislauf machte(normale Fußgänger sind gerade in Pulks furchtbar unaufmerksam, da muss man aufpassen, dass man niemanden Umrennt), und irgendwie verpassten wir kurz die richtige Abzweigung, was uns einen kleinen Umweg bescherte. War aber nicht schlimm, wir fanden den richtigen Weg schnell wieder, und liefen zurück über den <a href="http://www.weinheim-marketing.de/rundgang/pages/16.htm">Marktplatz</a> bergauf vorbei am Schloss durch die Obertorstr. nach Süden (natürlich immer dem gelben B folgend).<br />
Durch einen weitere kleine Unaufmerksamkeit verpassten wir die Abzweigung in den anscheinend ziemlich hübschen <a href="http://www.weinheim-marketing.de/rundgang/pages/15.htm">Schlosspark</a> und mussten aussen an der Mauer entlanglaufen, danach kurz links hoch, gleich wieder rechts, dann ewig auf der Lützelsachsener Str. durch ein Wohngebiet.</p>
<p>Irgendwann wurde aus der Strasse dann die Weinheimer Str., wohl ein Zeichen, dass wir inzwischen im Ortsteil <a href="http://www.verkehrsverein-luetzelsachsen.de/">Lützelsachsen</a> waren, aber ansonsten änderte sich erst mal wenig: Immer geradaus, Wohngebiet (teilweise recht hübsch, aber nix besonderes), konstante Höhe, etwas verbissener Lauf (weil: Immer noch übellaunig). Dann Hohensachsen &#8211; weiterhin grob dasselbe (wenn auch schon merklich dörflicher), allerdings gings mal ein bisschen bergauf und bergab.</p>
<p>Am Ortsausgang dann erstmalig ein freier Blick auf die Ebene (auf Mannheim, das ziemlich nah wirkte) &#8211; der Weg führte über einen sonnigen Hang voller Weinberge ins nächste Dorf, das sich im Nachhinein als <a href="http://www.grosssachsen.de">Großsachen</a> herausstellte (da wir die Route spontan gelaufen waren, kannte niemand die Strecke, weswegen wir die allermeiste Zeit während des Laufes keine Ahnung hatten, wo wir waren). Hier ging´s erstmal wieder ein bisschen bergab ins Tal, mit Blick auf die zwei Ortskirchen, von denen eine den <a href="http://www.grosssachsen.de/Bildseiten/bildseiten50/b-kirche-kath.htm">fragwürdigen Charme eine Getreidesilos </a>hatte- modern, aber nicht unbedingt ansehnlich.</p>
<p>Vom Ortskern im Talgrund aus wieder steil bergauf, aus dem Ort raus, und wieder in die Weinberge, wo sich der Blütenweg auf etwas abenteuerlichen und schmalen Pfaden durch einen Hohlweg den Hang hinauf schlängelte, und schließlich nach Leutershausen führte, einem weiteren hübschen kleinen Weinort. Hier waren wir eine knappe Stunde gelaufen, deshalb machten wir eine kurz Trink- und Esspause an einem kleinen Brunnen (am Dohlweg).<br />
Dann wieder bergauf in die Wohngebiete, wo wir kurz vor Ortsausgang auf eine Absperrung samt Streckenposten stiessen &#8211; auf den Hügeln über dem Ort fand gerade eine <a href="http://www.odenwald-bike-marathon.de/informationen/index.php">Fahrradrallye</a> statt, deren Routenführung ein Stück weit mit dem Blütenweg konform ging. Also mussten wir wohl oder übel sehr vorsichtig weiter, durch einen engen Hohlweg mit einigen schnell entgegenkommenden Radfahrern auf eine kleine Anhöhe (wie immer: Mitten in den Weinbergen), dann wieder auf einem ebenfalls engen Kiesweg wieder bergab (diesmal mit schnellen Radfahrern von hinten).</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern konnten wir die Fahrradstrecke dann wieder verlassen, liefen durch ein kleines Wäldchen, und um eine Kurve, nur um uns unversehens mitten in einem weiteren Volksfest mitten im Weinberg wiederzufinden &#8211; offensichtlich war im nächsten Ort &#8211; <a href="http://www.schriesheim.de/">Schriesheim</a> &#8211; die jährliche Weinwanderung, was hunderte von Leuten auf die Hänge getrieben hatten, die nun Führungen machten oder sich in dort oben aufgebauten Festzelten ein paar Gläschen Wein genehmigten.<br />
Auch das war wieder ziemlich eng, was dazu führte, dass wir wieder mal die richtige Abzweigung verpassten &#8211; anstatt dem Blütenweg weiter auf die Anhöhe zu folgen, fanden wir uns auf einem asphaltierten Weg voller Weinwanderer wieder, der hinunter ins Dorf führte (auch wieder recht hübsch, mit ein bisschen <a href="http://www.schriesheim.de/index.php?id=98">Altstadt</a> und einer netten, leicht mediterranen Weinort-Atmo).</p>
<p>Da wir den Blütenweg wieder finden wollten, wandten wir uns am nächsten Hang nach links, die Burgstrasse hoch in Richtung der nächsten Anhöhe, auf der eine uns unbekannte Burg thronte (die <a href="http://www.schriesheim.de/index.php?id=517">Strahlenburg</a>, wie sich herausstellte) &#8211; sehr steil und &#8211; wegen der Weinlwanderung, die auch im Süden Schriesheims stattfand &#8211; auch wieder ziemlich voll.<br />
Auf halber Höhe stiessen wir immerhin auf den Burgenweg (Markierung blaues B) &#8211; zwar nicht ganz, was wir gesucht hatten, aber besser als nix, also folgten wir ihm schaufend weiter bergauf in Richtung der Strahlenburg, die wir schnell auch noch mitnehmen wollten (eigentlich ein kleiner Umweg, aber wenn man schon mal da ist&#8230;), aber irgendwie verpassten, und oberhalb von ihr wieder in die Weinberge kamen.<br />
Da die Wege unterhalb von uns proppenvoll mit Weinwanderend und Festzelten waren, beschlossen wir, erst mal auf dem Burgenweg zu bleiben, und folgten ihm ca. einen halben km nach Süden (oberster Weg auf dem Weinberg, grandiose Sicht aufs nahe Mannheim), wo er weiter nach oben in den Wald führte.</p>
<p>Auch hier ging´s erst mal weiter bergauf (teilweise auf einem sehr engen Trampelfpfad), aber nach einer Weile wurde der Weg eben und liess sich gut laufen.<br />
Nach ein paar Minuten kamen wir völlig unvermittelt am hinteren Ende einer weiteren Burg an, die so am Hang lag, dass wir sie fast übersehen hätten. Glücklicherweise nur fast &#8211; wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um die <a href="http://www.schauenburg.de.vu/">Ruine Schauenburg</a>, die nicht aufeiner hohen Klippe über Dossenheim sitzt, und nicht nur einen großartigen Ausblick auf die Rheinebene, sondern auch auf die wildromantischen Felsformationen auf der anderen Talseite bietet.<br />
Natürlich machten wir kurz Pause, um uns umzusehen &#8211; über einen schmalen Pfad am Rande des Burggrabens gelangt man zur Ruine selbst, wo wir uns ein paar Minuten ins Gras setzten, was aßen und tranken, und die Sonne genossen, ebenso wie die Blasmusik die aus dem Dorf unter uns (Dossenheim, Volksfest) nach oben klang &#8211; spätestens da war dann auch mein schlechte Laune weitgehend abgeklungen, da oben war´s einfach zu schön.</p>
<p>Ein paar Minuten später ging´s dann weiter, ein tiefes Tal unterhalb der Ruine steil bergab bis nach <a href="http://www.dossenheim.de/servlet/PB/menu/-1/index.html">Dossenheim</a>, wo wir wieder auf den Blütenweg (gelbes B) stiessen. Auch hier wieder hübsch, dazu das fast schon obligatorische Volksfest in der Altstadt (da war die Blasmusik hergekommen), das wir diesesmal aber nur streiften, bevor wir am anderen Ende des Dorfes wieder in die Weinberge liefen, die hier durch eine Reihe von Schrebergärten in Hanglage mit teils sehr exotischen Pflanzen (Bananenstauden, Kiwis &#8211; die Bergstrasse hat nicht umsonst mit das mildeste Klima in Deutschland) ergänzt wurden.</p>
<p>Inzwischen waren rechts vorne schon die ersten Ausläufer von Heidelberg zu erkennen (die Kliniken am Neuenheimer Feld), und nach ca. 1,5 km durchs offene Gelände liefen wir in Handschuhsheim ein &#8211; zumindest in Heidelberg waren wir schon mal!<br />
Geradeaus durch den Obstgartenweg bis zu einem Friedhof, dann rechts leicht bergab und wieder links auf die Burgstrasse bis zur Ortsmitte (die übrigens voller Amerikaner war, keine Ahnung warum). Dort stiessen wir auf die <a href="http://www.tiefburg.de/tiefburg.htm">Tiefburg</a>, eine mittelalterliche Festungsanlage mitten im Kern des Ortsteils &#8211; sehr nett.</p>
<p>Da der Getränkegürtel inzwischen leer war, und wir schon über zwei Stunden laufen hinter uns hatten, machten wir hier erst mal eine kurze Pause in einem Restaurant &#8211; schließlich wollten wir noch mal hoch in die Berge, deswegen gab´s eine große Cola für jeden (Zucker, Koffein und Flüssigkeit &#8211; genau das richtige, um sich noch mal einen Energieschub zu holen).<br />
Zu lange konnten wir allerdings nicht verweilen, wir hatten ja noch was vor, also ging´s nach kurzer Rast weiter den Blütenweg entlang, der erst einen Schlenker nach Norden (also eigentlich die falsche Richtung) machte, bevor er nach Osten in einen schmalen, steilen, gerade den Berg hochführenden Fußweg einbog. Es folgten ca. 800 m. harter Aufstieg (da war man wirklich dankbar für die Cola), meist auf Kopfsteinpflaster, bis wir schließlich den Mönchbergweg im Wald oberhalb von Handschuhsheim erreichten.</p>
<p>Hier folgte dann noch ein relativ ebenes Stück, das sich sehr angenehm laufen liess, dann ging es rechts den Hang abwärts, wobei plötzlich der Neckar unter uns auftauchte &#8211; groß, breit, in der Sonne glitzernd, und ziemlich unverhofft. Schön!<br />
Ein paar Meter weiter erreichten wir einen architektonisch beeindruckenden kleinen Turm auf einer Wiese, der begehbar und geöffnet war - <a href="http://www.bismarcktuerme.de/website/ebene4/bawue/heidelb.html">die Bismarcksäule </a>. Natürlich mussten wir da hoch. Vom Fuß des Turms gibt es keine Aussicht, dazu ist der Wald zu Dicht &#8211; um so überwältigender ist der Anblick, der sich einem bietet, wenn man ihn erklommen hat: <a href="http://www.stadtpanoramen.de/heidelberg/heidelberg_blick.html">HEIDELBERG!!!</a><br />
Und zwar alles &#8211; Altstadt, Schloss, Neckar, das ganze Paket, und das bei Kaiserwetter &#8211; Wahnsinn, allein dieser unglaubliche Anblick war die ganze Mühe wert, einfach großartig!</p>
<p>Dergestalt inspiriert musst wir jetzt erstmal runter ins Neckartal. Von der Bismarcksäule wand sich der Weg nach unten, bis er schließlich <a href="http://www.cvb-heidelberg.de/e553/e861/index_ger.html">Philosophenweg</a> traf, von dem man ebenfalls einen großartigen Panoramablick auf die Stadt hat (ich muss zugeben: Obwohl ich schon oft in Heidelberg war, hab´ ich´s nie auf den Hang des Heiligenbergs am Nordufer des Neckar geschafft, deshalb war mir dieser großartige Anblick mehr oder weniger neu und entsprechend doppelt begeisternd).<br />
Wir folgten dem ziemlich überlaufenen Philosophenweg ein Stück nach Osten (Markierungen neben dem blauen B u.a. der rote Balken des Weitwanderwegs Odenwald-Vogesen und das rote R des Rhein-Neckar-Wegs), und verliessen ihn dann auf dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlangenweg_(Heidelberg)">Schlangenweg</a>, der deutlich zu steil und ausgetreten zum Joggen war.<br />
Unten angekommen fanden wir uns direkt an der <a href="http://www.cvb-heidelberg.de/e553/e862/e868/index_ger.html">alten Brücke</a> wieder, auf der wir dann den Neckar überquerten und durch das prächtige <a href="http://www.technologiepark.heidelberg.de/Altstadt-Information/Sektor11/Sektor11o_Brueckentor.htm">Brückentor</a> in die Altstadt einliefen, die natürlich hoffnungslos überlaufen war (Heidelberg, Sonntag, wunderbares Wetter, da ist eben viel los), was uns einen weiteren Hindernislauf bescherte.</p>
<p>So ganz taufrisch fühlte ich mich inzwischen nicht mehr, aber natürlich konnen wir jetzt nicht einfach abdrehen und zum Bahnhof laufen &#8211; wir hatten es bis Heidelberg geschafft, also mussten wir auch noch mal aufs Schloss!<br />
Entsprechend hielten wir uns in der Altstadt halblinks, liefen an der <a href="http://ww2.heidelberg.de/Altstadt-Information/Sektor11/Sektor11u_Heiliggeistkirche.htm">Heiliggeistkirche</a> vorbei über den <a href="http://www.stadtpanoramen.de/heidelberg/marktplatz.html">Marktplatz</a>, weiter zum <a href="http://www.cvb-heidelberg.de/e553/e862/e870/index_ger.html">Kornmarkt</a> und schließlich auf dem steilen, steilen, steilen Burgweg hoch aufs <a href="http://www.heidelberg-schloss.de/">Schloss</a>.<br />
Puuh!</p>
<p>Den Eintritt wollten wir allerdings nicht zahlen, also verschauften wir nur kurz, und machten uns dann an das allerletzte Stück unserer Strecke: Auf dem Burgweg wieder in die Altstadt, bis zum Marktplatz, dann durch das dichte Gewühl in der ewig langen Hauptstrasse parallel zum Neckar bis zum Ende der Fußgängerzone, dort einen kleinen Knick nach Süden, dann durch die weniger dicht bevölkerte aber ebenso ewig lange Kurfürstenanlage bis zum Hauptbahnhof, wo wir gegen 15:30 ankamen.<br />
Geschafft! Ende der Tour.</p>
<p>Notgedrungene längere Pause weil wir den Zug nach Weinheim knapp verpasst hatten, ausruhen, ein bisschen dehnen, viel trinken (aaaaaahhhh!).<br />
Dann schließlich mit dem Zug via irgendeinen Mannheimer Vorort zurück nach Weinheim zum Auto, noch mal vorbei an der Strecke, die wir gerade zurückgelegt hatten (und die deprimierend schnell vorbeiflog).</p>
<p>Fazit: Toller lauf. Lang (3+ Stunden mit Pausen), weit (27 km), anspruchsvoll, und trotzdem keine nennenswerten Blessuren oder Probleme, nicht mal eine größere Erschöpfung hinterher &#8211; möglicherweise auch, weil wir dieses Mal sehr bewusst auf regelmässige Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme geachtet hatten.<br />
Wunderschöne Strecke (besonders ab Schriesheim) mit fulminantem Ende, wirklich toll, dazu (ich muss es noch mal wiederholen) traumhaftes Wetter &#8211; fast perfekt, wenn nicht der Ärger von heute morgen gewesen wäre.<br />
Immerhin, so hatten wir doch noch unseren weiten Lauf, der vielleicht sogar fast besser war, als der eigentlich geplante. Entsprechend war ich da auch schon wieder etwas milder gestimmt. Zumindest etwas, denn irgendwie geht´s ja auch um´s Prinzip, und das bleibt nun mal bestehen (bin halt ein alter Pedant&#8230;).</p>
<p>Karten (heute mal vier, weil´s so eine Lange Strecke war):<br />
- Teil 1: Weinheim bis Leutershausen<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/heidelberg-teil-1.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/heidelberg-teil-1.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-519" /></a></p>
<p>- Teil 2: Leutershausen bis Dossenheim<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/heidelberg-teil-2.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/heidelberg-teil-2.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-520" /></a></p>
<p>- Teil 3: Dossenheim bis Heidelberg Hauptbahnhof<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/heidelberg-teil-3.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/heidelberg-teil-3.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-127" /></a></p>
<p>- Gesamtstrecke:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/heidelberg-gesamt.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/heidelberg-gesamt.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-128" /></a></p>
<p>So! Und damit hätten wir die 500 km-Marke durchbrochen (zumindest im Blog. In echt haben wir natürlich seit Anfang des Jahres schon Einiges mehr). Nicht schlecht für ein paar unsportliche alte Säcke wie uns, oder?</p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/19601">Interaktive Streckenkarte</a></p>
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