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	<title>riedlinie &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/riedlinie/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "riedlinie"</description>
	<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 16:51:33 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Entspannte Herbstrunde im Ried: Wolfskehlen - Leeheim - Dornheim (15,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/28/entspannte-herbstrunde-im-ried-wolfskehlen-leeheim-dornheim-153-km/</link>
<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 22:50:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/28/entspannte-herbstrunde-im-ried-wolfskehlen-leeheim-dornheim-153-km/</guid>
<description><![CDATA[Anscheinend treibt mich der Herbst so ein bisschen in die Ebene. Zumindest bin ich auch heute wieder]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Anscheinend treibt mich der Herbst so ein bisschen in die Ebene.<br />
Zumindest bin ich auch heute wieder unten im Ried gelaufen, und damit zum zweiten Mal in Folge im Flachland.<br />
Das gab´s schon richtig lange nicht mehr&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aber irgendwie war´s auch genau der richtige Tag für die weiten, Felder und Brachwiesen der Rheinebene. Freundlich und ein bisschen verhalten, mit einer etwas fahlen aber angenehmen Herbstsonne, die sich regelmäßig hinter den diesigen Hochnebelschlieren am milchigblauen Himmel versteckte, windstill, nicht zu warm, nicht zu kalt, unspektakulär und umgänglich.<br />
Gar nicht schlecht für Ende Oktober, da liess sich was draus machen&#8230;</p>
<p><!--more--><br />
Gestartet bin ich heute mal in <a href="http://www.riedstadt.de/site/daten/wolfskehlen.php">Wolfskehlen</a>, dem nordwestlichsten Ortsteil der Gemeinde Riedstadt.<br />
Fast zwei Jahre und beinahe 4000 Kilometer her, dass ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/14/im-hagelsturm-durchs-flachland-griesheim-wolfskehlen-und-zuruck-12-8-km/">zum letzten Mal hier durchgekommen bin</a>, da war´s einfach mal wieder an der Zeit. </p>
<p>Ausgangspunkt: Griesheimer Str. in der östlichen Ecke des Dorfes.<br />
Von hier aus: Westwärts, auf der Ernst-Ludwig-Str. einmal längs durch Wolfskehlen durch, auf einem schmalen Bürgersteig an eng stehenden Häusern, Dorfgeschäften und der hübschen Kirche in der Ortsmitte entlang, schließlich links in die Oppenheimer Str. und aus dem Ortskern raus, weiter nach Westen.<br />
Nach 300 m. dann die Bahntrasse am westlichen Ortsende, hier ging´s durch eine von diesen großen, langen Fußgänger- und Radfahrerunterführungen ins Gewerbegebiet auf der anderen Seite der Gleise, und auch dort dann weiter westwärts, dem Radweg 20 folgend vorbei an Supermärkten, Sonderpostengeschäften und dem lokalen Fastfoodburgerbrater mit dem gelben M bis an die B26, die ich überquerte und mich halblinks in direkt südlicher Richtung in die unendlichen Rübenäcker schlug. </p>
<p>Es gibt Tage, da ist es eine Strafe, hier zu laufen &#8211; wenn der Himmel dunkelgrau und tief ist, die Felder leer und trostlos, und es nichts Schönes oder Interessantes gibt, an dem das Auge sich festhalten kann, während es in die Weite schweift.<br />
Heute war zum Glück kein so ein Tag:<br />
Pastellige Herbstatmosphäre in der Ebene, blassgelbes Sonnenlicht von schräg vorne, in der Ferne leichter Dunst über der Ebene, der sich stimmungsvoll an die grünen Hecken, bunten Baumgrüppchen und kleinen Dörfer jenseits der braunen Felder klammerte und dabei von den einzeln herab fallenden Sonnenstrahlen zum Leuchten gebracht wurde.<br />
Irgendwie beruhigend, unaufgeregt und auf eine angenehme Art ein bisschen melancholisch, ein schöner Nachmittag, um sich einfach ein bisschen in den Herbst treiben zu lassen.<br />
Lief sich sehr angenehm, enspannt, ohne Leistungsdruck oder hohes Tempo.</p>
<p>800 m. südwärts auf einem Betonplattenweg voll alter Erdplacken, dann links und wieder nach Westen, über die B44, dann weiter durch die Felder, aufs ferne Leeheim zu, dessen im schlanker Kirchturm bereits über dem Dunst jenseits der vermeintlich unendlichen Äcker erkennbar war. </p>
<p>Hier unten im fast vollkommen flachen, offenen Ried, ziehen sich die Strecken oftmals, auf eine Art und Weise, die man in den Bergen und Hügeln der umliegenden Mittelgebirge kaum erlebt. Auf schnurgeraden Feldwegen läuft man durchs Flachland, das sich in alle Richtungen erstreckt, das nächste Ziel beständig vor Augen, jedoch noch so weit weg, dass es scheinbar kaum näher kommt.<br />
Entsprechend verliert man sich hier oftmals so ein bisschen in der Weite, während sich Wahrnehmung und Bewegung ein Stück weit voneinander abkoppeln.<br />
Manchmal finde ich das unangenehm.<br />
Heute aber nicht, da passte es irgendwie perfekt zu dem milchigen, hellen, etwas verwaschenen Herbsttag&#8230;</p>
<p>Westwärts, westwärts, westwärts, gemächlich, ohne Ambitionen oder Kampf.<br />
Links zog in der Ferne langsam das Dörfchen Erfelden am Altrheinufer vorbei, eingerahmt von den turmhohen alten Bäumen des Kühkopfs, das sich im Dunst langsam in den Herbstabend träumte.<br />
Rechts des Weges, noch weit weg und wesentlich dunstiger, schimmerten die Dächer von Dornheim über die Äcker herüber.<br />
Und geradeaus, ebenfalls noch weit weg, wenn auch im schneckentempo näherkommend, Leeheim, mein nächstes Etappenziel. </p>
<p>Fast ein Kilometer, erst auf einem rissigen Wirtschaftsweg weg, dann auf grasigem Erdboden zwischen den Stoppelfeldern, bis ich das schmale Asphaltband der Riedlinie erreicht. Normalerweise ist die mit einem blauen Punkt markiert, aber hier draußen gibt´s nichts, wo man den Anbringen könnte.<br />
Hier kurz rechts, ein paar hundert Meter nordwärts in Richtung Hof Hayna, bis zu einer Kreuzung mit ein paar Graffiti-beschmierten Stelen und Steinsäulen, an denen ich wieder mal nach Westen abknickte und weiter in Richtung Leeheim lief.</p>
<p>Nochmal 1,4 km westwärts, während sich die Sonne hinter einer lichten Wolkenbank versteckte und weit vorne sich langsam die steilen Hügelflanken des rheinhessischen Hügellandes jenseits des Rheins aus dem hellen Dunst schälten. </p>
<p>Schließlich <a href="http://www.leeheim.de/Lee_start.html">Leeheim</a>. War ich erst einmal, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/10/25/sonniger-sonntagnachmittag-am-rhein-leeheim-kornsand-und-zuruck-165-km/">letzten Sonntag</a>.<br />
Und heute schon wieder. So geht´s manchmal&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Auch hier wieder enge Strassen mit dicht stehenden Häusern, Rieddorfarchitektur eben. Aber nett, vor allem im indirekten Pastelllicht der milchigen Spätnachmittagssonne.<br />
Ich lief immer noch westwärts, zumindest noch ein Stück weit, durch die Schulstr. bis an die Erfelder Str., auf der ich auch am Sonntag durchgelaufen war.<br />
Eigentlich ein Umweg, aber auf der Übersichtskarte sind die beiden Läufe damit direkt verbunden, das sieht einfach sauberer aus&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die Erfelder Str. rechts hoch in den alten Dorfkern, dort dann wieder rechts und auf der Hauptstr. zurück nach Osten. Am Ortsrand dann links hoch, auf den Radweg 18, vorbei an einem Supermarkt, einen kleinen Schlenker am Leeheimer Friedhof, der etwas außerhalb der Dorfgrenzen liegt, dann wieder mal durch die weiten, offenen Felder, neben der K157 nach Nordosten in Richtung Dornheim.</p>
<p>Langes Stück, fast 2,5 km.<br />
Schräg links hinter mir verabschiedete sich allmählich die Sonne &#8211; zwar waren es noch 20 oder 25 Minuten bis zum eigentlichen Sonnenuntergang (um kurz nach FÜNF!!! So ein Unsinn!!!!), aber der zum Boden dichter werdende Dunst verschluckte das gute alte Zentralgestirn regelrecht, so dass es so langsam schon ein bisschen kühl und dämmrig wurde.<br />
Beim letzten Mal hatte ich das noch zum Anlass genommen, einen Zahn zuzulegen, aber heute nicht.<br />
Wie gesagt, angesichts der mild-melancholischen Herbststimmung war das einfach kein Tag zum Tempo machen, außerdem hatte ich gerade am Sonntag wieder gemerkt, dass meine recht einseitig berglauftrainierte Muskulatur im Moment nicht bereit ist, mir eine schnellere Gangart im Flachland ohne Zwicken und Katern durchgehen zu lassen.<br />
Also: Gemessen weiter, unaufgeregt, Schritt für Schritt für Schritt auf dem bequemen Radweg neben der von bunten Bäumchen gesäumten Kreisstrasse durch die Feldlandschaft in die Protodämmerung hinein, dabei immer mal einen Blick nach links hinten über die Schulter zum westlichen Horizont, wo die inzwischen unsichtbare Sonne ein wunderschönes pastellrosaschimmerndes Abendmuster in die schlierigen Wolkenspiralen am purpurbläulichmilchigen Himmel projizierte.<br />
Sehr hübsch.</p>
<p>Ansonsten passierte hier praktisch nichts (außer dass sich kurz mein Zynismus einschaltete, als ich über den Schriftzug &#8220;Sternenprinzessin, ich liebe dich&#8221; lief, den jemand kurz hinter dem Leeheimer Friedhof auf den Radweg gesprüht hatte &#8211; &#8220;Sternenprinzessin&#8221;, nä echt, und das aufm Radweg zwischen den Rübenäckern. Prust&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ), und irgendwann war ich dann in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dornheim_(Hessen)">Dornheim</a>, das bereits zur Kreisstadt Groß-Gerau gehört.<br />
Premiere, denn hier bin ich bisher nur ein paar Mal auf der B44 durchgefahren, aber noch nie durchgelaufen. </p>
<p>Ostwärts, an der Rheinstr. in die Ortsmitte.<br />
Auch hier wieder: Typisches Dorf im Ried, die Häuser stehen eng beieinander und direkt am Bürgersteig, getrennt durch schmale Hofenfahrten mit mannshohen Hoftoren (an denen laufe ich nie so gerne vorbei, wenn hinter so einem Ding ein leicht erregbarer Hund lauert, dann erschreckt man sich immer fast zu Tode), dazwischen ein paar hübsche alte Häuser, Backstein oder Fachwerk.</p>
<p>Am Ende der Rheinstr. erreichte ich die Kreuzung mit der B44 im Dorfkern, wo ich eine kurze Fußgängerampelpause einlegen musste.<br />
Die erste heute, aber in netter Gesellschaft, denn direkt neben der Ampel hat´s eine hübsche <a href="http://www.hgv-dornheim.de/html/geschichte/gaensehirte.html">Skulpturengruppe von einem Mann und ein paar Gänsen</a>, die daran erinnert, dass Dornheim bis in die Fünfzigerjahre hinein das &#8220;Gänsedorf&#8221; im Ried war, durch das jeden Tag hunderte von Gänsen zu ihren weiden getrieben wurden.<br />
Das gibt´s heute nicht mehr, schade eigentlich, charmanter als die B44 wär´ es schon irgendwie&#8230;</p>
<p>Nach der Kreuzung ging´s weiter geradeaus, nun die Bahnhofstr. runter, die nach ein paar hundert Metern den schilfigen Scheidgraben überquerte, der hier durchs Dorf fliesst, und danach durch ein etwas neueres Wohngebiet führte (erkennbar an den breiteren Bürgersteigen, und daran, dass die kleinen Heimstättenhäuschen hier Vorgärten haben und nicht ganz so eng stehen)</p>
<p>Noch 200 m., dann scharf rechts und gleich wieder links, durch die Gerhart-Hauptmann-Str. zum südöstlichen Rand des Örtchens, wo ich mit dem Radweg 18 auf einer Brücke erst die Bahntrasse überquerte, dann zwischen einer erklecklichen Zahl junger Mütter mit einem Pulk semilauffähiger Kleinkinder durchlavieren musste (Interessante Erkenntnis: Dreijährige gucken einem beim Vorbeilaufen fast genauso verständislos nach wie Kühe) und schließlich weiter ostwärts ins ackrige Flachland lief, das ein bisschen nach irgendeinem Küchenkraut roch (Petersilie? Schnittlauch? Ich war nicht sicher).</p>
<p>Inzwischen war die Sonne nicht nur de facto sondern auch de iure hinter dem Horizont verschwunden, entsprechend dämmerte es ernsthaft. Der Himmel färbte sich gräulich purpur (außer im Westen, wo er immer noch in wunderschön schlierigem Rosé-Tönen schimmerte &#8211; leider kriegte ich davon nicht soo viel mit, denn ich lief ja in die entgegengesetzte Richtung  und kann meinen Kopf aus irgendeinem Grund beim Laufen [und auch so] nicht eulenartig um 180° nach hinten drehen&#8230;), das Licht wurde zunehmends schwächer, irgendwo in den Äckern rechts von mir honkte eine einsame Kanadagans traurig ihrer offenbar verloren geganngen Reisegruppe hinterher, und über den Feldern, Gräben und Brachwiesen bildete sich langsam ein fetter, flaumiger Teppich aus weißlich-waberndem Bodennebel.<br />
Hatte so ein bisschen was von Droste-Hülshoff, hier in die heraufziehende Nacht zu laufen. Schön.</p>
<p> Genau 600 m. nach der Brücke ein einsames Wasserhäuschen (oder sowas) in den Feldern, an dem ich rechts abbog, kurz danach eine herbstliche Baumreihe am Scheidgraben passierte und schließlich an einem Baggersee mit hoch aufgetürmten Kiesbergen vorbei zum Weilerhof gelangte, einem großen Gutshof mit schönen alten Häusern, der ca. 1,5 km nördlich von Wolfskehlen zwischen Feldern und Weiden (und ein klein bisschen Wald) liegt. </p>
<p>Durch den ging´s jetzt durch, nach rechts, an der alten Hofreite, den Stellen und ein paar lebensgroßen metallenen Pferdestandbildern vorbei, dann wieder links und südwärts zwischen leeren Pferdeweiden hindurch in Richtung Wolfskehlen und Ziel. </p>
<p>Fast dunkel, bis auf den im Westen immer noch schwach schimmernden Himmel und den im Osten schimmernden verwaschenen Mond, dichte Nebelschwaden, auf den Weiden schauten mir ein paar Eselschen beim vorbeilaufen zu (ich mag Esel. Die sind ein bisschen wie Pferde, aber kleiner und nicht so nah am Wahnsinn gebaut&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) , es wurde so langsam etwas frisch.<br />
Aber immer noch gut zu laufen, der Weg war breit und asphaltiert, die Umgebung mit Feldern, Wald, und Weiden abwechslungsreich, und vor mir waren in der Ferne schon die ersten schimmernden Lichter von Wolfskehlen unter dem blauen Nachthimmel herüber.<br />
Das gefiel mir alles sehr gut, auf eine zufriedene, unaufgeregt-beschauliche Art und Weise.</p>
<p>Insgesamt vielleicht noch 1,2 km südwärts in die beginnende Herbstnacht, durch Wiesen und dunkle Felder, bis ich auf den kurz vor Wolfskehlen auf den Radweg 25 stieß, den ich vor zwei Jahren schon mal in anderer Richtung (und im Hellen) gelaufen war.<br />
Dem musste ich jetzt nur noch folgen, 150 leicht geschwungene m. an einer herbstlich bunten (zumindest nahm ich das an, so richtig viel Farbe war angesichts der Lichtverhältnisse nicht mehr auszumachen) Baum- und Heckenreihe entlang, dann lief ich im Schein der heimelig-gelben Strassenlaternen auf der Ernst-Ludwig-Str. in Wolfskehlen ein, auf der ich nach weiteren 350 m. schließlich wohlbehalten und ein bisschen müde am Ziel ankam, ungefähr zur selben Zeit, zu dem der letzte Schimmer Tageslicht sich aus dem Himmel gen Westen davonstahl.</p>
<p>Kein Kampf, kein Krampf, keine Rekorde, keine Momente für die Ewigkeit.<br />
Einfach nur ein schöner, unaufgeregter Lauf an einem schönen, unaufgeregten Herbsttag durchs schöne, unaufgeregte hessische Ried.<br />
Mehr als genug.</p>
<p>Strecke: 15,3 km<br />
Zeit: 1:32 h (= 9,98 km/h bzw. 6:01 min/km)<br />
Anteil der noch nie gebloggten/gelaufenen Passagen an der Gesamtstrecke: 95,56% (14,62 km von 15,3 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/wolfskehlen-leeheim-dornheim.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/wolfskehlen-leeheim-dornheim.jpg?w=150" alt="Wolfskehlen - Leeheim - Dornheim" title="Wolfskehlen - Leeheim - Dornheim" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6838" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Verirrt auf dem Kühkopf (12,2 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/19/verirrt-auf-dem-kuhkopf-122-km/</link>
<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 21:03:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/19/verirrt-auf-dem-kuhkopf-122-km/</guid>
<description><![CDATA[Irgendwie ist im Moment so ein bisschen der Wurm drin&#8230; Auch zwei Tage nach der bisher ersten u]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Irgendwie ist im Moment so ein bisschen der Wurm drin&#8230;<br />
Auch zwei Tage nach der bisher ersten und einzigen Tour der Woche hatte ich wenig Drang, loszulaufen, war desinteressiert, gleichgültig, irgendwie mit anderen Dingen beschäftigt.<br />
Pfff, laufen&#8230;</p>
<p>In so einer Situation kommt dann aber immerhin die Routine durch: Ich mach´ das jetzt schon so lange, dass ich auch trotz Motivationsloch starte.<br />
Hat nichts mit Spaß an der Sache oder irgendsonem blödsinnigen &#8220;Laufen ist Lebensqualität, das brauch ich&#8221;-Gewäsch zu tun, sondern ist ganz einfach Gewohnheit.<br />
Dienst nach Vorschrift, auch wenn man einem gerade nicht wirklich danach ist und man sich nichts davon verspricht&#8230;</p>
<p>So ist es dann auch heute.<br />
Laufen?<br />
Hmphfffjoaa, ach, was soll´s, ok. </p>
<p>Von Zuhause?<br />
Nö, kein´ Bock.</p>
<p>So´n bisschen Anderswo?<br />
Ja, ok, aber zum Planen bin ich zu desinteressiert.<br />
Also such´ ich mir schnell was raus, wo ich nicht planen muss und entscheide mich spontan für den <a href="http://www.kuehkopf.de/">Kühkopf</a> &#8211; ist ´ne Insel, ich kenn´ mich ganz gut aus, wenn ich da einmal rundrum renne sind das vielleicht 16 km und ich kann nix falsch machen.<br />
Vielleicht wird´s ja sogar noch ganz hübsch&#8230;</p>
<p><!--more--><br />
Ich komme spät los (wenn man sich nicht besonders drauf freut, ist es relativ leicht, sich zu vertrödeln), muss unterwegs wegen einen ordentlich Umweg in Kauf nehmen weil die B426 vollgespert ist (naaaa suuuper, das geht ja ganz doll los&#8230;), und komme deshalb viel zu spät beim Start auf dem Parkplatz an der Stockstädter Altrheinbrücke an.<br />
18:40 Uhr, weniger als eine Stunde bis Sonnenuntergang &#8211; da kann das Licht eigentlich nicht mehr für 16 km reichen, aber mir ist ja alles so ein bisschen egal.<br />
Also lauf ich halt einfach los, hoch auf die Brücke über den brackigen Altrhein, dann halblinks zum Hof Guntershausen.<br />
Wird schon irgendwie klappen, und wenn nicht wird´s halt unterwegs dunkel.<br />
Pfft.</p>
<p>Relativ hohes Tempo, also wollte ich´s schnell hinter mich bringen.<br />
So schnell wie letztes Jahr bin ich lange nicht, aber es tut trotzdem (oder gerade deshalb) ein bisschen weh, über die alten, unebenen Asphaltwege des Naturschutzgebiets zu hetzen.</p>
<p>Zwischen den alten Hofgebäuden von Guntershausen hindurch in die riesenhaften Brachwiesen, die das Innere der Insel dominieren (Radweg 24).<br />
Extrem diesig, prächtig untergehende Sonne von links, deren Strahlen sich um Dunst und den Gräserspitzen fangen, Weite, links und rechts des Weges die Apfelbaumallee, alle paar Meter ein altes, knorriges Apfelbäumchen mit Infotafel, auf der zu lesen ist, welche alte Apfelart hier wächst.<br />
Es gäbe Tage, da würd´ ich mich drüber freuen, wie schön das hier gerade ist.<br />
Heute nicht.<br />
Heute renne ich einfach, und meine Beine tun ein bisschen weh, und ich mach´ Dienst nach Vorschrift. </p>
<p>Ein halber Kilometer durch die Wiesen, dann erreiche ich die erste Abzweigung, biege spontan links ab.<br />
Verkürzt die Strecke (wegen dem schwindenden Tageslicht und so) und ich bin hier noch nie gelaufen, also warum nicht? </p>
<p>Mehr untergehende Sonne, mehr Brachwiese, mehr Apfelbäumchen, mehr hohes Tempo, mehr muckende Beine und kurzer Atem.<br />
Anderthalb Kilometer, dann kommt ein Waldstreifen samt Kreuzung.<br />
Ich biege rechts auf den Nachtigallenweg ab.<br />
Bin mir ziemlich sicher, dass der nordwärts geht, um einen See rum und dann irgendwie auf den Haubentaucherweg, der einmal ganz um die Insel führt, da will ich hin. </p>
<p>Hier ist Schluss mit Asphalt, stattdessen ein Pfädchen auf einem uralten Deich durch den dichten Urwald des Naturschutzgebiets.<br />
Nach ein paar Minuten kommt tatsächlich ein See in Sicht, oder besser ein großer, brackiger Sumpftümpel, bedeckt von Entengrütze und umrahmt von wildwucherndem Auwalddschungel.<br />
Der Weg führt links dran vorbei, dann weiter nordwärts.</p>
<p>Aber nicht direkt auf den Haubentaucherweg, wie ich es in Erinnerung habe.<br />
Stattdessen biegt und windet er sich ein bisschen.<br />
Das macht´s kompliziert, denn das hier ist wirklich urwald &#8211; alles sieht ein bisschen gleich aus, und wenn die Sonne so tief steht wie heute abend, dann kann man einfach keine Himmelsrichtungen mehr bestimmen.<br />
Und wenn man dann auch noch nicht so wirklich an der Richtung interessiert ist und außerdem nach Nordosten läuft, anstatt nach Nordwesten, wie man glaubt&#8230;.</p>
<p>Mein Richtungssinn versagt vollends, ich ignoriere die richtige Abzweigung nach links, weil ich mir todsicher bin, dass es da nach Süden geht, wo ich doch eigentlich nach Nordwesten will und folge stattdessen dem Weg.<br />
Der geht übrigens nach Nordosten.<br />
In genau die entgegengesetzte Richtung, die ich will&#8230;</p>
<p>Aber wie gesagt, das merkt man hier drin nicht so leicht, also renne ich einfach immer weiter geradeaus, den schmalen Pfad auf dem kleinen Deich entlang, durch den undurchdringlichen Urwald. Hin und wieder passiere ich mal ein uraltes Stauwehr oder einen weiteren Sumpftümpel, aber ansonsten gibt´s keine Anhaltspunkte. </p>
<p>Natürlich wird mir irgendwann klar, dass ich offensichtlich nicht da bin, wo ich eigentlich hin will. Rechts sollte irgendwann mal der Altrhein auftauchen, vielleicht sogar die Schwedensäule auf der Knoblochsaue, und ein paar Wiesenpassagen hatte ich eigentlich auch erwartet.<br />
Stattdessen: Urwald, Urwald, Urwald. </p>
<p>Na gut, renn´ ich halt weiter, ohne die geringste Ahnung, wo das hier hinführt.<br />
Wird schon irgendwo rauskommen. </p>
<p>Tut´s auch.<br />
Fast 2 km nach dem größeren Tümpelteich erreiche ich eine Kreuzung an einem Asphaltweg.<br />
Kommt mir vage bekannt vor, aber ich kann sie einfach nicht einordnen.<br />
Selbst der Wegweiser hilft mir nicht viel, links geht´s zu einer Einkehrmöglichkeit, rechts zu einem Infopunkt.<br />
Aber die die einzige Stelle, wo so ein Wegweiser stehen könnte, ist im eigentlich Ostteil der Insel, und ich bin mir immer noch ziemlich sicher, dass ich die ganze Zeit nach Westen gelaufen bin.<br />
Hmmm. Seltsam&#8230;</p>
<p>Rechts ist in vielleicht 200 m. der Waldrand zu erkennen, dahinter Wiesen. Ich lauf´ mal hin, dort im Offenen werde ich mich besser orientieren können.</p>
<p>Das klappt, als ich aus dem Wald raus bin, erkenne ich links vorne jenseits der Wiesen Guntershausen. </p>
<p>&#8220;Vollkommen unmöglich&#8221;, denke ich mir, &#8220;ich bin doch im Westteil der Insel, da vorne muss eigentlich das Rheinufer sein&#8221;.<br />
Ist es aber nicht.<br />
Ich bin im Ostteil des Kühkopfes, und damit die letzten Kilometer in genau die falsche Richtung gelaufen.<br />
Na prima!<br />
Aber wenigstens bin ich wieder orientiert.</p>
<p>Die Runde um die Insel ist damit gestorben, das wären von hier immer noch 12 oder 13 km, und die Sonne geht in ein paar Minuten unter.<br />
Deshalb entschließe ich mich, von hier aus die Insel zu verlassen und nach Erfelden zu laufen, um von dort aus dann dem Altrheinufer zurück nach Stockstadt zu folgen. Nicht unbedingt die schönstmögliche Strecke, aber unkompliziert.<br />
Das reicht für heute. </p>
<p>Zurück in den Wald, zur Kreuzung an der ich eben rausgekommen bin, dort biege ich rechts ab. Schmaler Pfad, auf dem Deich durch den Urwald, alles wie gehabt.<br />
Aber dieses Mal unmarkiert.<br />
Nicht dass das noch einen Unterschied macht. </p>
<p>Nach ein, zwei Minuten weiss ich schon wieder nicht genau, wo ich hinlaufe. Ist aber egal, Abzweigungen gibt´s keine, also folge ich dem Weg so lange, bis er an einer Hütte auf einen Querweg stösst.<br />
Auch die kommt mir vage bekannt vor, und mit Hilfe zweier Spaziergänger mit Hund, gelingt es mir, die Stelle zu identifizieren:<br />
Rhein-Neckar-Weg bzw. Riedlinie am Ostrand der Insel, war ich schon mal.<br />
Rechts geht´s nach Guntershausen, links zum Forsthaus.<br />
Ich laufe links.<br />
Weg auf Deich durch den Urwald, inzwischen allerdings schon ziemlich finster.<br />
An der Abzweigung zum Forsthaus vorbei, dann die nächste rechts, durch die Wiesen im Nordosten der Insel bis zur Erfelder Fußgängerbrücke, auf der ich den Altrhein überquere. </p>
<p>Inzwischen tut mir alles ordentlich weh, bin das Tempo einfach nicht gewöhnt. Ist mir aber egal, ich lauf´ trotzdem nicht langsamer weiter. </p>
<p>Von der Brücke runter ans Erfelder Altrheinufer, dort rechts auf den Fußweg neben dem Altrhein nach Osten.<br />
Links Erfelden, rechts der Althrein, geradeaus Asphalt.<br />
Unkompliziert. </p>
<p>Mehr als ein Kilometer, am Althrein aus Erfelden raus, bis kurz vor die große Strassenkreuzung, an der die B44 durchführt.<br />
Eigentlich müsste ich da geradaus auf den Weg neben der 155, der nach Stockstadt führt.<br />
Aber kurz vorher geht rechts ein schmaler Weg in die Wildnis ab, der weiter dem Altrheinufer folgt.<br />
&#8220;Hm,&#8221; denk ich mir, &#8220;viellicht komme ich auf dem ja schneller nach Stockstadt ohne an der Strasse laufen zu müssen&#8221;. </p>
<p>Also probier´ ich ihn aus.<br />
Vielversprechend, zumindest auf den ersten paar hundert Metern.<br />
Dann erreiche ich die Stelle, wo der Schwarzbach in den Altrhein mündet.<br />
Da ist Sense, denn Stockstadt liegt hinter dem Bach, und der ist zu breit um rüberzuspringen. </p>
<p>Pfff, dann eben nicht.<br />
Genervt folge ich dem Weg weiter, der nun nicht mehr dem Altrhein sondern dem Schwarzbach folgt, unter zwei Brücken durchführt, und schließlich nach einem ordentlichen Bogen im Erfelder Gewerbegebiet rauskommt, genau dirt wo ich ursprünglich sowieso vorbeigekommen wäre (bloss eben ohne den doofen Umweg).<br />
Das nervt mich. </p>
<p>Von hier aus ist´s dann wirklich ganz einfach: Radweg am Rand der K155, nicht hübsch aber einfach und eben, angesichts der Tatsache, dass es gerade Nacht wird und keine Lust mehr habe, ist das gar nicht so übel.</p>
<p>1,5 km, bis nach Stockstadt rein, dann rechts über den Winterdeich an den Sportplätzen zurück zum Parkplatz an der Altrheinbrücke und fertig. </p>
<p>Hrm.<br />
Hat nicht so richtig gut getan.<br />
Zuwenig Spaß, zuviel verirrt, zuviel Tempo, das bin ich nicht gewöhnt.<br />
Kopf ist deswegen nicht freier geworden, und ehrlich gesagt ärgert´s mich im Nachhinein sogar noch ein bisschen, dass ich so eine schöne Umgebung wie den Kühkopf an so einen Lauf verschwendet habe.<br />
Hmpf.</p>
<p>Strecke: 12,2 km<br />
Zeit: 1:06 h (11,09 km/h bzw. 5:25 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 38,28% (4,67 km von 12,2 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/verirrt-auf-dem-kuhkopf.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/verirrt-auf-dem-kuhkopf.jpg?w=150" alt="Verirrt auf dem Kühkopf" title="Verirrt auf dem Kühkopf" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6367" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die erste Tour danach: Einmal Jägersburger Wald (10 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/07/23/die-erste-tour-danach-einmal-jagersburger-wald-10-km/</link>
<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 21:44:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ok, da hat man also gerade sowas wie einen wichtigen Meilenstein hinter sich gebracht und hat nun en]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ok, da hat man also gerade <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/07/23/und-dann-isses-auf-einmal-vorbe/">sowas wie einen wichtigen Meilenstein</a> hinter sich gebracht und hat nun endlich wieder Zeit und einen freien Kopf zum laufen.<br />
Da könnte man zur Feier des Tages doch eigentlich gleich mal mit einer richtig guten Premiumtour starten,´mit allem was dazu gehört: Sehenswürdigkeiten, neue schöne Strecke, ein bisschen Abenteuer, vielleicht mit dem Foto in der Hand&#8230;</p>
<p><!--more--><br />
Uneigentlich war das aber dann aber erstmal noch nicht drin.<br />
Zum einen war ich ziemlich müde &#8211; nachdem gestern alles erledigt war und die Anspannung der letzten Wochen von mir abgefallen ist, hab´ ich erstmal gemerkt, wie fordernd diese Zeit war (wenig schlaf, ganz viel Konzentration und Arbeit, das kostet Kraft), und mein Körper ist &#8211; jetzt wo er sich´s wieder leisten konnte &#8211; regelrecht runtergefahren.  </p>
<p>Außerdem muss ich gestehen, dass meine Formkurve durch die längere Trainingspause, während der ich vornehmlich am Schreibtisch gesessen und mich mit Nervennahrung, Koffeein und Aspirin vollgestopft habe, wohl doch ein bisschen gelitten hatte &#8211; das eigentlich schon abtrainierte Wohlstandsbäuchlein ist wieder aufgetaucht, die Hosen spannen wieder etwas &#8211; &#8220;lean and mean&#8221; fühlt sich anders an. </p>
<p>Und dann war da auch noch das Wetter das draußen, und das war heute wirklich unerträglich:<br />
Waschküche!<br />
Temperaturen am oberen Ende der 20er-Grade, ca. 90% Luftfeuchtigkeit, regelmäßige Gewitter, die keinerlei Linderung brachten und sich dauernd mit bleigrau-trüben Turmwolken und stechend-brennendem Sonnenschein (bei dem man sich anfühlte wie eine Ameise unter dem Brennglas) abwechselte. </p>
<p>Nee, nee, nee, das war kein Tag für einen Premiumlauf.</p>
<p>Aber ein bisschen raus wollte ich dann doch noch, also suchte ich mir kurzentschlossen eine kurze Strecke im Jägersburger Wald zwischen Hähnlein und Gernsheim, die ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/12/07/erweiterte-wochenubersicht-2008-kw-48-0112-0712/">letzten Winter schon mal gelaufen war</a> und die sich durch generelle Flachheit und absolute Unkompliziertheit auszeichnete.<br />
Genau das richtige zum Wiedereinstieg.</p>
<p>Start bei der großen Verdichterstation am Waldrand hinter Hähnlein.<br />
Ca. eine Stunde vor Sonnenuntergang, dichte, dunkle Wolken, dumpfe, brütende Atmosphäre wie in der Sauna.<br />
Sogar das hastige, etwas schludrige Präliminar-Dehnen bringt mich schon ins Schwitzen&#8230;</p>
<p>Und dann geht´s los, runter an die L3112, über die Fahrbahn, und auf der anderen Seite in den feuchtwarmen, einsamen Jägersburger Wald diesseits der A67.<br />
Lässt sich nicht so besonders doll an, angesichts von genereller Müdigkeit in Kopf und Gliedern, Trainingsrückstand und dampfig-klebriger Dschungelluft.<br />
Schnaufe, schwitze, eiere mich auf dem ordentlichen Weg waldeinwärts, gaaaaaaaanz langsam und ohne viel zu denken, quasi auf Autopilot.<br />
Das geht hier zum Glück gut, denn es gibt nur einen einzigen guten Waldweg, solange man nicht von dem auf eine der unlaufbaren Schlammlochschneisen gerät, kann man nichts falsch machen.</p>
<p>500 m. geradeaus, bisdie nahe A67 durch die Bäume schimmert und rauscht, dann links, die Rohrlachschneise runter.<br />
Dampfig-dumpf, Matthias keucht aber hat inzwischen seinen Rhythmus, läuft mit leerem Kopf und langsamen Schritten durch.<br />
700 m. bis zur nächsten Kreuzung, dort rechts Büttelwies-Schneise.<br />
Kein Lüftchen regt sich unter dem bleiernen Himmel, kein Vogel zwitschert, nur die Autobahn singt ihr monotones Lied, das nur von einem gelegentlichen Donnergrollen aus der Ferne unterbrochen wird.<br />
Seltsame Stimmung, aber schon gar nicht mehr so unangenehm &#8211; irgendwie hat das was, hier draußen, so ganz einsam zwischen den Bäumen unter dem grauwolkigen Himmel.<br />
Und außerdem ist es schön, mal wieder zu laufen &#8211; nicht flüssig oder bequem, aber schön.</p>
<p>Nach 700 m. die nächste Rechtskurve, nun leicht aufwärts, auf die alte, einsame, baumbestandene Brücke, die mitten im Wald über die A67 führt, danach wieder runter, in den Hauptteil des Waldes westlich der Autobahn, wo ich an der Gabelung nach 400 m. halblinks laufe, runter in Richtung Waldrand und Winkelbach.<br />
Hier ist etwas mehr los, außer mir sind ein Bussard und eine Walkerin unterwegs, die sich ziemlich erschreckt, als ich in sicherem Abstand beginne, die Sohlen auf dem Schotter schleifen zu lassen, um sie vorzuwarnen bevor ich überhole. </p>
<p>Und dann irgendwann der Waldrand, ich laufe geradeaus zwischen den letzten Bäumen durch bis zum Wiesenpfad am Ufer des Winkelbachs, dem ich nach rechts folge.<br />
In Richtung Rhein, Gernsheim, Maria Einsiedel.</p>
<p>Vor mir ein spektakulärer Anblick: Über der weiten, offenen Feldlandschaft der Ebene, im Westen jenseits des Rheins, herrscht Nacht &#8211; dort türmen sich kilometerhohe, purpurschwarze Unwetterwolken zu beängstigenden Formationen auf, unter denen die mächtigen Hügel Rheinhessens klein und verletzlich wirken, gewaltige Blitze zucken durch die Schwärze, begleitet vom lange verzögerten Dröhnen des Donners, das man mehr in der Brust spürt als das man es hört. Und links runter, nach Süden in Richtung Mannhein sieht es nicht besser aus.<br />
&#8220;Gut, dass das nicht hier bei mir ist&#8221;, denke ich mir, während ich staunend, schauend, fasziniert zwischen Winkelbach und Waldrand entlanglaufe, erst auf dem schmalen Wiesenpfad, später dann auf dem schmalen Betonstreifen von Riedlinie (Blauer Kreis) und Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus).</p>
<p>Nach etwas über einem Kilometer passiere ich die Kante des Waldes, laufe nun ganz raus in die schier unendlichen Felder, vor mir sehe ich bereits die Bäume des kleinen Wallfahrtsörtchens Maria Himmelfahrt.<br />
Hier ist es zum ersten mal seit dem Start ein bisschen windig, sehr angenehm wie die erfrischende Brise von Südwesten die Schwüle auflockert und&#8230;</p>
<p>Moment mal!<br />
Brise von Südwesten?!?<br />
Aber da toben doch gerade diese gewaltigen Unwetter!<br />
Das bedeutet doch&#8230;</p>
<p>Ich schaue kurz hoch in den grauen, wolkenverhangenen Himmel.<br />
Wohin ziehen die Wolken?<br />
Tatsächlich: Sie ziehen nach Nordosten, und zwar zügig.<br />
Und das bedeutet, dass die nachtschwarzen, zutiefst beunruhigenden Unwetterfronten auf dem Weg zu mir sind!<br />
Ach du sch&#8230;</p>
<p>Ich lege einen Zahn zu, vielleicht sind es auch zwei Zähne.<br />
Schluss mit tranig, die finsteren, bedrohlich blitzenden Wolken treiben mich an &#8211; bloss beeilen, vielleicht schaff´ ich es noch, zumindest die nächste paar Kilometer durchs vollkommen offene Gelände, da möchte ich nämlich auf keinen Fall von einem so gewaltigen Gewittersturm überrascht werden.</p>
<p>Läuft überraschend gut.<br />
Mit langen, hastigen Schritten fliege ich über den Asphaltierten Weg, vorbei an den Infotafeln die die Benjeshecke am Wegesrand erklären, vorbei an einem einsamen Radler, der mir entgegenkommt und seinerseits beunruhigte Blicke auf das näherrückende Inferno im Südwesten wirft, schließlich vorbei an den Bäumen, Häusern und Wegkreuzen von Maria Einsiedel, bis hin zur Kreuzung am Hubertushof. </p>
<p>Hier geht´s rechts, auf eine Zweikilometergerade zurück nach Norden, in Richtung der L3112.<br />
Inzwischen atme ich schon etwas schwerer, bin vollkommen geschwitzt, aber ich mache weiter Tempo. Hinter mir ziehen unaufhaltsam die dunklen Sturmwolken heran, sie sind schneller als ich, es wird immer finsterer. Nur vor mir ist der Himmel noch heller, freundlicher aber dieses lichte Stück Himmel driftet immer weiter weg von mir, als würde es vor dem Zorn der Gewitterwolken fliehen.   </p>
<p>Gewitterstimmung. Fahles, dunkles Licht über den Feldern und Weiden, die Pferde und Kühe links des Weges scheinen geduckt, wirken nervös. Inn der Ferne bellt ein Hund, auf dem Weg liegt eine tote Katze, es ist stickig, gewittrig, unwirklich, und ich renne.<br />
Nur weg von dem dräuenden Sturm, bevor er mich verschlingt.</p>
<p>1,2 km, dann erreiche ich die Aussiedlerhöfe am Stockweg.<br />
Die ersten Regentropfen fallen, auf einmal ist es dämmrig.<br />
Ich laufe weiter, schnell, leicht geduckt, die letzten Meter durchs Offene Gelände, bis ich wieder am Rand des Jägersburger Waldes bin, der mir wenigstens ein bisschen trügerischen Schutz vor dem Unwetter verspricht (denn die Bäume sind deutlich höher als ich, wenn es wirklich zu blitzen anfängt, geben die hoffentlich bessere Ziele ab). </p>
<p>Schließlich die L3112 zwischen Gernsheim und Hähnlein, jetzt muss ich nur noch dem Radweg neben der Landstrasse nach rechts folgen, 2 km durch den Wald, dann hab´ ich es geschafft.<br />
Inzwischen ist es stockfinster, es regnet stark, dichte dicke kalte Tropfen prasseln auf mich hernieder, entwickeln dabei überraschend viel Wucht, so dass ich mich Frage, ob da nicht auch ein bisschen Hagel dabei ist. </p>
<p>Und so haste ich weiter, neben der Landstrasse durch den dampfenden, verregneten Wald. Meine Brille ist nass, beschlagen, die Sicht entsprechend schlecht, die Scheinwerfer der entgegenkommenden Autos verwandeln zunehmends in diamantenfärmige Farbkleckse, der Radweg in en Labyrinth aus tiefen Pfützen und unzähligen Schnecken, die der Platzregen aus ihren Löchern auf den Asphalt getrieben hat.</p>
<p>Inzwischen rast mein Puls, Atem und Beine sind schwer, das Shirt klebt an meinem Oberkörper, gleichermaßen durchtränkt von Schweiss und Regen. Aber ich renne weiter. Ist ja nicht mehr weit.<br />
Und bisher hat es hier weder geblitzt noch gedonnert, anscheinend habe ich doch Glück, und es ist nicht die Sturmfront aus Rheinland-Pfalz, sondern nur ein schwere Regengebiet&#8230;</p>
<p>Die Autobahnbrücke über die A67 kommt in Sicht, dann ist sie da, es geht aufwärts (uijuijui, das zieht rein), ich überquere die Autobahn, nochmal mit einem besonders mulmigen Gefühl (hier über der A67 wachsen keine Bäume, da bin ich für ein paar Sekunden der höchste Punkt in der unmittelbaren Umgebung. Da beruhigt auch die rationale Erkenntnis wenig, dass es statistisch praktisch unmöglich ist, dass gerade jetzt gerade hier in Blitz einschlägt&#8230;), dann geht´s abwärts, auf dem Radweg zwischen Wald und Strasse runter in Richtung Hähnlein, schnaufen, japsend, keuchend, mit wummerndem Puls, brennenden Beinen und zugenässter Brille über die Autobahnauffahrt und schließlich zum Waldrand, über die Strasse, zur Verdichterstation, wo ich fix und fertig ankomme, durchnässt bis auf die Knochen aber nicht vom Unwetter verschlungen.</p>
<p>Seltsamer Lauf zum Einstieg.<br />
Seltsame Atmosphäre, seltsame Tagesform, und eine seltsame Aufteilung zwischen schnell und langsam, die am Ende eine etwas enttäuschend unseltsame Durchschnittsgeschwinigkeit ergibt.<br />
Aber es hat halbwegs geklappt, da kann man drauf aufbauen.<br />
Und vielleicht wird´s ja am Wochende was mit dem Premiumlauf&#8230;</p>
<p>Strecke: 10 km<br />
Zeit: 0:58 h (10,34 km/h bzw. 5:48 min/km)<br />
Neue Strecke: Keine<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/07/gewitterrunde-jaegersburger-wald.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/07/gewitterrunde-jaegersburger-wald.jpg?w=150" alt="Gewitterrunde Jaegersburger Wald" title="Gewitterrunde Jaegersburger Wald" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-5259" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Käfertaler Wald mit Foto und ein kleiner Bonussprint (13,8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/19/kafertaler-wald-mit-foto-und-ein-kleiner-bonussprint-138-km/</link>
<pubDate>Tue, 19 May 2009 21:40:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/19/kafertaler-wald-mit-foto-und-ein-kleiner-bonussprint-138-km/</guid>
<description><![CDATA[In den Monaten gegen Ende letzten und Anfang diesen Jahres ist bei mir zeitlich und stressbedingt ja]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>In den Monaten gegen Ende letzten und Anfang diesen Jahres ist bei mir zeitlich und stressbedingt ja so Einiges ein bisschen zu kurz gekommen.<br />
Nicht nur die Lauferei, auch anderer Kram.<br />
Kino zum Beispiel &#8211; War doch tatsächlich seit über einem halben Jahr nicht mehr im Kino.<br />
Höchste Zeit, das mal wieder zu ändern, deswegen war ich heute Abend in Mannheim zum Kino verabredet. Der neue Star Trek Film, von dem hört man ja viel Gutes, und so ein bisschen Popcornunterhaltung zwischendurch, da hatte ich mal wieder so richtig Lust drauf.</p>
<p>Ebenfalls Lust hatte ich natürlich auch aufs Laufen in &#8220;Monnem&#8221; (wie die Rhein-Neckar-Metropole von den Ureinwohnern genannt wird) .<br />
Ihr wisst ja: &#8220;Wenn man schon mal da ist&#8221; und so &#8211; Nachdem Ingo und ich vor <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/10/10/mannheim-318-km/">fast zwei Jahren beim Marathontraining mal hingelaufen sind</a> (von Jugenheim aus, das ist ein äußerst ordentliches Stück), liegt Mannheim am Rand meines Streckennetzes und wartet im Prinzip nur darauf, endlich mal richtig erlaufen zu werden.<br />
Gute Gelegenheit, also los.</p>
<p><!--more--><br />
Zuerst hatte ich vor, mal direkt in die Stadt reinzulaufen, aber das scheiterte an der knappen Vorbereitungszeit und der Tatsache, dass ich kein echtes &#8220;Gefühl&#8221; für Mannheim habe &#8211; ich kenn´ mich dort einfach überhaupt nicht aus, das macht die kurzfristige Planung eines Innenstadtlaufs zu kompliziert.<br />
Außerdem war herrliches Wetter mit 25°, Sonnenschein und blauem Himmel, da wollte ich dann eh nicht so in die City rein. </p>
<p>Deswegen: Ausweichplan.<br />
Eine schöne Tour vom Karlstern aus durch den Käfertaler Wald nördlich der Stadt (da ist´s hübsch, das hatte ich vom Lauf mit Ingo noch in Erinnerung), mit einer Bonusrunde um das lokale Wildgehege mit Hirschen, Wildschweinen und Bisons.<br />
Ums ganz unkompliziert zu machen, beschloss ich, einfach einen der vielen markierten Geo-Naturpark-Wege abzulaufen und entschied mich nach kurzem Studium der Wanderkarte für den Schützenhaus-Weg (gelbe 7), der hat eine schöne Länge und die Markierungen hat jemand aus der Verwandschaft angebracht, da sollte also nichts schief gehen. </p>
<p>Alles gepackt (auch den Foto. Weil.. aääh, na ja, er lag halt gerade da und Bisons hab´ ich beim Laufen noch nie fotografiert&#8230;), mit etwas Verspätung (wie immer halt&#8230;) in den herrlich-sommerlichen Nachmittag gestartet, und runter nach Mannheim gefahren, auf den großen, schattigen Waldparkplatz in der Lampertheimer Str. im Ortsteil Gartenstadt., kurz vor dem Karlstern.</p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2860.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2860.jpg" alt="IMG_2860" title="IMG_2860" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4588" /></a><br />
<em>Bild #1</em></p>
<p>Viel los hier, selbst an einem Dienstag Nachmittag &#8211; der Käfertaler Wald ist eines der wichtigsten Naherhohlungsgebiete der Stadt, entsprechend zieht es an einem wunderbaren Tag wie heute viele Mannheimer hier raus. Kein Wunder, ist wirklich hübsch hier.</p>
<p>Kurz gedehnt, festgestellt das ich zeitlich schon gut im Verzug war (nicht so gut, wenn man fürs Kino verabredet ist) und schnell gestartet.<br />
Zuerst zur &#8220;Bonusrunde&#8221;, einmal ganz um das große Wildgehege herum, das direkt neben der Lampertheimer Str. anfängt.<br />
Darauf hatte ich mich besonders gefreut &#8211; als Ingo und ich hier im Sommer ´07 vorbeigekommen waren, hatten wir schon über 30 km in den Knochen und entsprechend nicht so richtig viel Lust/Kraft für das Wildgehege übrig, das konnte ich jetzt endlich mal nachholen.<br />
Also rüber, zwischen den Bäumen hindurch, schon von weitem die ersten Bisons gesehen (aber die wollte ich mir für den Rückweg aufheben und lief erst mal weiter) und dann rechts, gegen den Uhrzeigersinn am Zaun um den Wildpark herum:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2864.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2864.jpg" alt="IMG_2864" title="IMG_2864" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4589" /></a><br />
<em>Bild #2</em></p>
<p>Herrlich zu laufen: Angenehmer Pfad/Weg mit heller Sonne und kühlem Schatten, ein paar zufriedene Spaziergänger und andere Jogger (Positiv: Die Mannheimer Großstadtjogger grüßen anscheinend bereitwilliger als die Frankfurter Großstadtjogger), links das riesige, schöne waldwiesenartige Areal des Wildgeheges:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2865.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2865.jpg" alt="IMG_2865" title="IMG_2865" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4590" /></a><br />
<em>Bild #3</em></p>
<p>Bloss die Bewohner des Geheges kriegte ich erstmal nicht zu Gesicht. War aber nicht schlimm, die würden schon noch kommen.<br />
Und ansonsten lief´s super, ich war gut drauf, gut gelaunt und gut schnell (auch wegen dem zeitlichen Verzug).</p>
<p>Etwas überrascht wurde ich durch die Größe des Geheges &#8211; hatte die &#8220;Bonusrunde&#8221; drumrum vorher nicht ausgemessen, im Nachhinein sollte sich die Umrundung als Extra-Weg von über zwei Kilometern herausstellen, das dauerte natürlich ein paar Minuten.<br />
Am Südende entlang (schöner Weg, keine Hirsche), dann die Westseite hoch (schöner Weg, keine Hirsche), dann an der Nordseite zurück in Richtung Karlstern &#8211; schöner Weg, und da liessen sich dann auch die Wildparkbewohner blicken.</p>
<p>Damwild&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2866.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2866.jpg" alt="IMG_2866" title="IMG_2866" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4591" /></a><br />
<em>Bild #4</em></p>
<p>&#8230;Mufflons&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2868.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2868.jpg" alt="IMG_2868" title="IMG_2868" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4593" /></a><br />
<em>Bild #5</em></p>
<p>&#8230;und schließlich viele, viele Wildschweine in allen Größen von XS bis XXL.<br />
Wildschweine sind total cool und interessant, denen könnte ich ewig zugucken:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2869.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2869.jpg" alt="IMG_2869" title="IMG_2869" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4594" /></a><br />
<em>Bild #6: So nah kommt man denen in freier Wildbahn irgendwie nie.<br />
Ist wahrscheinlich auch besser so&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2873.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2873.jpg" alt="IMG_2873" title="IMG_2873" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4595" /></a><br />
<em>Bild #7: Überläufer</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2875.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2875.jpg" alt="IMG_2875" title="IMG_2875" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4596" /></a><br />
<em>Bild #8: Neugierige Halbwüchsige</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2876.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2876.jpg" alt="IMG_2876" title="IMG_2876" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4597" /></a><br />
<em>Bild #9: Sieht nach einem Bad Hair Day aus. Ob man das mit einer Schlammpackung auf die Reihe kriegt?</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2877.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2877.jpg" alt="IMG_2877" title="IMG_2877" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4599" /></a><br />
<em>Bild #10: Hier ist mir aus irgendeinem Grund der Blitz losgegangen, weswegen das Bild viel düsterer geworden ist als die Realität.<br />
Leute, wenn euch beim Abendlauf im dämmrigen Wald sowas live und ohne Zaun begegnet, ist es höchste Zeit, schreiend auf die Bäume zu klettern&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zuviel Zeit konnte ich leider nicht aufwenden, also riss ich mich schließlich von den nicht wirklich wilden Sauen los und rannte weiter zum nahen Karlstern, einer Lichtung am Waldrand, auf dem eine hübsche Pagode steht, und von dem sternförmig Wege in alle Richtungen abgehen (daher kommt der &#8220;Stern&#8221;-Teil im Namen. Der &#8220;Karl&#8221;-Teil verweist hingegen auf den Kurfürsten Karl Theodor, der hier gerne seine Parforcejagden durchführte).</p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2881.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2881.jpg" alt="IMG_2881" title="IMG_2881" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4598" /></a><br />
<em>Bild #11: Am Karlstern. Als ich hier vorletzten Sommer durchgekommen bin, hingen lustigerweise auch überall &#8220;frisch gestrichen&#8221;-Schilder. Woraus wir jetzt entweder schliessen können, dass die hier sehr regelmässig streichen, oder dass sich seit ´07 niemand die Mühe gemacht hat, die Schilder zu entfernen</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2882.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2882.jpg" alt="IMG_2882" title="IMG_2882" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4601" /></a><br />
<em>Bild #12: Die Pagode von näher&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2883.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2883.jpg" alt="IMG_2883" title="IMG_2883" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4602" /></a><br />
<em>Bild #13: &#8230;und von noch näher. Hier sieht man schön die Schilder für die sternförmig abgehenden Waldwege. Ich wollte übrigens erstmal die Kastanienalle hoch</em></p>
<p>Als zentralem Punkt des Waldes laufen hier alle Lokalwege zusammen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2884.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2884.jpg" alt="IMG_2884" title="IMG_2884" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4603" /></a><br />
<em>Bild #14: Das nenn´ ich mal ein dichtes Wegennetz.<br />
Mein Marker der Wahl für die nächsten zehn Kilometer ist auch dabei, nämlich die gelbe 7 des Schützenhaus-Weges (übrigens frage ich mich immer noch, was dieser rotweisse runde Dreizackmarker zu bedeuten hat. Muss ich irgendwann unbedingt mal rausfinden&#8230;)</em></p>
<p>Über den Karlsternplatz und in nordwestlicher Richtung auf der schnurgeraden Kastanienallee in den Wald.<br />
Zumindest 150 m., dann kam linkerhand der Vogelpark am Karlstern in Sicht.<br />
Hab´ ich schon mal erwähnt, dass ich Tierparks und Wildgehegen kaum widerstehen kann, selbst wenn ich eigentlich zu spät bin&#8230;?<br />
Natürlich musste ich da auch noch schnell vorbeischauen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2886.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2886.jpg" alt="IMG_2886" title="IMG_2886" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4604" /></a><br />
<em>Bild #15</em></p>
<p>Links durch die Tür, und eine kleine Runde an den Volieren vorbei. Nette kleine Anlage mit einem schönen Mix aus verschiedenen Vogelarten bei leichter Fasanenpräferenz:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2888.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2888.jpg" alt="IMG_2888" title="IMG_2888" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4605" /></a><br />
<em>Bild #16: Schneeeule</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2893.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2893.jpg" alt="IMG_2893" title="IMG_2893" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4606" /></a><br />
<em>Bild #17: Pfau und ein Haufen nervös wirkender Perlhühner. Lag wahrscheinlich an den beiden Wüstenbussarden (nicht im Bild), die dieselbe Voliere bewohnten, da wäre ich als Perlhuhn auch so ein bisschen nervös&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2894.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2894.jpg" alt="IMG_2894" title="IMG_2894" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4607" /></a><br />
<em>Bild #18: Silberfasan</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2896.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2896.jpg" alt="IMG_2896" title="IMG_2896" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4608" /></a><br />
<em>Bild #19: Schopfwachtel. Gurrte mir etwas zu, aber ich verstand nicht ganz, was sie wollte.</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2897.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2897.jpg" alt="IMG_2897" title="IMG_2897" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4609" /></a><br />
<em>Bild #20: Ääääh. Dingsfasan.<br />
Ok, weiss gerade nicht, was für ein Fasan das ist, aber wenn ich dran denke, krieg´ ich´s noch mal raus&#8230;<br />
<strong>Edit: Ist ein Königsfasan</strong></em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2898.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2898.jpg" alt="IMG_2898" title="IMG_2898" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4614" /></a><br />
<em>Bild #21: &#8220;Normaler&#8221; Jagdfasan, endlich aufs Bild gebannt. In freier Wildbahn sind die meist versteckt und man hört sie nur kreischen, oder sie halten nicht lang genug still zum Fotografieren.</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2901.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2901.jpg" alt="IMG_2901" title="IMG_2901" width="400" height="323" class="alignnone size-full wp-image-4610" /></a><br />
<em>Bild #22: Balzender Pfau (nicht derselbe wie in Bild #17). Interessant finde ich das rasselnde Geräusch, das die Federkiele machen wenn er sein Rad schlägt.</em></p>
<p> <a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2907.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2907.jpg" alt="IMG_2907" title="IMG_2907" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4611" /></a><br />
<em>Bild #23: Unscharfe australische Kookaburras, die extra für mich (hoff´ ich mal) ihre <a href="http://video.google.com/videoplay?docid=3808304573841392701">charakteristischen Rufe</a> ertönen liessen (die ihnen den deutschen Beinamen &#8220;Lachender Hans&#8221; eingebracht haben)</em></p>
<p>Hübsch, sowas mag ich.<br />
Aber hatte leider auch Zeit gekostet &#8211; obwohl ich mich gesputet hatte, hatte ich nach dem Vogelpark bereits fast 20 Minuten meiner ohnehin knapp bemessenen Zeit mit Tierbeobachtungen verbracht, das wurde so langsam echt ein bisschen knapp&#8230;<br />
Also schnell weiter, mit schnellem Schritt durch den Käfertaler Wald, immer der gelben 7 hinterher.</p>
<p>Noch kurz die Kastanienalle hoch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2908.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2908.jpg" alt="IMG_2908" title="IMG_2908" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4615" /></a><br />
<em>Bild #24</em></p>
<p>&#8230;und dann rechts, auf einem schmalen, schattig-schummrigen Pfad mitten durch den dichten, üppig grünenden Forst:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2909.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2909.jpg" alt="IMG_2909" title="IMG_2909" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4616" /></a><br />
<em>Bild #25</em></p>
<p>Wirklich schön der Käfertaler Wald, gerade an so einem sonnigen Frühsommertag wie heute: Ansprechender Mix aus turmhohen Kiefern und kleineren Laubbäumen, dichter Bodenbewuchs, licht genug um viel Sonne durchzulassen aber zugleich schattig genug, dass es nicht zu heiss wurde, weitgehend flach und mit wunderbar weichen Waldbodenwegen, und schön einsam war´s hier hinten jenseits des Karlsterns auch. </p>
<p>Ich machte gut Tempo, deutlich schneller als ich in den letzten Wochen unterwegs gewesen war. Lief erstmal sehr gut, zumal die gut angebrachten Markierungen es sehr einfach machten, dem richtigen Pfad zu folgen (was gut war, denn ohne die hätte ich wahrscheinlich recht schnell die Orientierung verloren).<br />
Auf Fotos verzichtete ich dabei allerdings weitgehend, einerseits wegen dem Zeitdruck, andererseits weil der Flachlandwald zwar wunderschön war, aber auf eine Art und Weise, die auf Bildern einfach nicht so richtig rauskommt &#8211; da sieht man dann einfach &#8220;nur Wald&#8221;, das find´ ich immer ein bisschen schade.<br />
Bloß eins machte ich zwischendurch noch, zwischen den Kiefernwipfeln zum blauen Himmel hoch, weil ich solche Motive mag:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2910.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2910.jpg" alt="IMG_2910" title="IMG_2910" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4617" /></a><br />
<em>Bild #26</em></p>
<p>Abgesehen davon müsst ihr mir halt einfach mal glauben, dass es da unten richtig hübsch ist&#8230;  <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Lange geradeaus, die schmale Siebseeschneise hoch, schließlich an der Grenzschneise (die &#8211; wie der Name schon sagt &#8211; zugleich die Landesgrenze zwischen Hessen und BaWü darstellt) rechts, dann gleich wieder links und auf der &#8220;neuen Poststr.&#8221; (die zusätzlich zur gelben 7 auch mit dem blauen Kreis der Riedlinie markiert ist) zur Autobahnbrücke über die A6&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2915.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2915.jpg" alt="IMG_2915" title="IMG_2915" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4618" /></a><br />
<em>Bild #27: Hier bin ich seinerzeit auch mit Ingo drübergejapst, aus der anderen Richtung kommend</em></p>
<p>&#8230;von der ich kurz mal einen Blick nach rechts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2916.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2916.jpg" alt="IMG_2916" title="IMG_2916" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4619" /></a><br />
<em>Bild #28: Blick nach Osten. Die Berge dahinten, das ist die Bergstrasse, glasklar zu sehen. Heute war einer dieser seltenen Tage, an denen es sowohl schön als auch klar ist, da tat´s mir fast ein bisschen leid, dass ich nicht in den Bergen unterwegs war</em></p>
<p>&#8230;und links&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2917.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2917.jpg" alt="IMG_2917" title="IMG_2917" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4620" /></a><br />
<em>Bild #29: Gegenlichtiger Blick nach Westen. Wenn man die A6 lang genug durchfährt, kommt man nach Frankreich. Dafür mag ich sie total gerne&#8230;</em></p>
<p>&#8230;und dann auf der anderen Seite wieder runter in den (nun endgültig hessischen) Wald, wo mich die US-Army gleich mal mit einer freundlichen Warnung begrüßte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2918.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2918.jpg" alt="IMG_2918" title="IMG_2918" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4621" /></a><br />
<em>Bild #30: Seeehr beruhigend&#8230;</em></p>
<p>Direkt nach der Brücke scharf links (immer weiter gelbe 7, hach war das schön unkompliziert) und die &#8220;Panzerstr.&#8221; neben der Autobahn entlang, die eigentlich gar keine Strasse war (aber zumindest ein paar alte Panzersperren standen im Wald daneben), sondern ein breiterer Weg mit vielen klaren Pfützen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2919.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2919.jpg" alt="IMG_2919" title="IMG_2919" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4622" /></a><br />
<em>Bild #31: Selbstportrait in einer Pfütze. Soviel Zeit muss sein&#8230;</em></p>
<p>Hier war´s nicht so schattig und entsprechend heiss, außerdem merkte ich so langsam das recht hohe Tempo in den Beinen. Aber ich hatte es ja eilig, also nicht schwächeln sonder zügig weiter.<br />
Nach ein paar hundert m. halbrechts in den Wald rein (wieder auf der grenzschneise, also quasi mit einem Bein in Hessen und einem in Baden-Württemberg) und schließlich links auf den langen, geraden Neuwaldgrenzweg, auf dem ich nach etwas über einem Kilometer erst ein kleines altes Wasserwerk&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2922.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2922.jpg" alt="IMG_2922" title="IMG_2922" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4623" /></a><br />
<em>Bild #32: Daneben stand noch ein Gedenkstein für den großen Waldbrand von 1976, aber das war das Bild zu unscharf. Vorstellen, bitteschön!</em></p>
<p>&#8230;dann eine irgendwie fies guckende Katze&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2923.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2923.jpg" alt="IMG_2923" title="IMG_2923" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4624" /></a><br />
<em>Bild #33: Denkt wahrscheinlich sowas wie &#8220;Wenn du kleiner wärst würd´ ich dich erst langsam zu Tode foltern und dann aufessen&#8221;</em></p>
<p>&#8230;und schließlich das Ausflugslokal Schützenhaus neben einem Bogenschiessplatz passierte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2924.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2924.jpg" alt="IMG_2924" title="IMG_2924" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4625" /></a><br />
<em>Bild #34: Hier hätte ich gerne was getrunken, aber die Zwillingsfaktoren &#8220;kein Geld dabei&#8221; und &#8220;keine Zeit mehr&#8221; waren dagegen</em></p>
<p>Direkt hinter dem Schützenhaus mit einer links-recht-Kombo zurück in den hübschen sonnig-schattigen Wald und auf dem bisher holprigsten und schmälsten Pfädchen westwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2925.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2925.jpg" alt="IMG_2925" title="IMG_2925" width="400" height="533" class="alignnone size-full wp-image-4626" /></a><br />
<em>Bild #35: Das machte mir richtig Spass!</em></p>
<p>&#8230;irgendwann mal wieder links, dann wieder rechts, bis zu einem Weg neben den Bahntrasse Frankfurt-Mannheim, auf dem ich eigentlich die A6 unterqueren und zurück nach Süden laufen wollte.<br />
Uneigentlich hatte hier dummerweise jemand einen Bauzaun aufgestellt, der den Weg mit deutscher Gründlichkeit vollkommen versperrte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2930.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2930.jpg" alt="IMG_2930" title="IMG_2930" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4627" /></a><br />
<em>Bild #36: Na super!</em></p>
<p>Eigentlich kein Durchkommen, aber für einen Umweg fehlte es mir an Zeit und Ortskenntnis, und also musste ich halt doch irgendwie dran vorbei, direkt neben dem Gleisbett.<br />
Das war richtig, richtig unangenehm, denn so nah an ICE-Trassen fühle ich mir irgendwie nicht wirklich wohl.<br />
Aber es ging&#8230;</p>
<p>Auf der anderen Seite dann am Waldrand neben den Gleisen südwärts auf dem &#8220;östlichen Riedbahnweg&#8221;.<br />
Herrliches Stück:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_293132p.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_293132p.jpg" alt="IMG_2931+32p" title="IMG_2931+32p" width="400" height="727" class="alignnone size-full wp-image-4628" /></a><br />
<em>Bild #37</em></p>
<p>Allerdings inzwischen auch schon leicht beinnörgelig und atemlos, denn ich wurde immer schneller. Puha!</p>
<p>Nach 700 m. links zurück in den Wald und auf die lange, gerade Ahornallee, die mich zurück zum Karlstern bringen sollte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2933.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2933.jpg" alt="IMG_2933" title="IMG_2933" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4629" /></a><br />
<em>Bild #38</em></p>
<p>Fast geschafft, da konnte ich jetzt ja noch mal richtig Tempo machen!<br />
So weit war´s nicht mehr, dachte ich, vielleicht noch so ein Kilometer.</p>
<p>Tatsächlich waren´s noch 2,5 km.</p>
<p>Kennt ihr den Unterschied zwischen einem und 2,5 Kilometern?<br />
Wenn nein, dann rennt einfach mal volle Lotte drauflos, mit einem Tempo am oberen Bereich eurer Leistungsgrenze&#8230;</p>
<p>Mannomannomann, das war nochmal richtig schön fies.<br />
Nach ein paar hundert Metern wechselte meine Atmung von &#8220;entspannt und ausgeglichen&#8221; zu &#8220;stossweise und keuchend&#8221;.<br />
Nach ein paar weiteren hundert Metern begannen meine Beine damit, sich richtig zu beschweren. Autsch.<br />
Und nach noch ein paar hundert Metern begann mein sauerstoffdepriviertes Hirn damit, ernsthaft daran zu zweifeln, ob diese verdammte Allee durch den Wald irgendwann mal ein Ende nehmen würde.<br />
Das zooooooooooooooooooooooooooog sich vielleicht, wollte und wollte kein Ende nehmen.<br />
Endlos lange Geraden können da furchtbar sehr gemein sein.<br />
Pfffffffffglhrghhhaaaaargl&#8230;</p>
<p>Schließlich, endlich, fix und alle, doch noch der Karlstern:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2934.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2934.jpg" alt="IMG_2934" title="IMG_2934" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4630" /></a><br />
<em>Bild #39: Hsnsnsnsnssssssshhhhhhhhhhaaaaaaaauaaaaaa</em></p>
<p>Uijuijui.<br />
Für die 2,6 km von den Bahngleisen bis hierher hatte ich ca. 12,5 Minuten gebraucht. Das ist eine Kilometerzeit von unter 5 Minuten &#8211; für meine Verhältnisse ganz nah am Limit.<br />
Kein Wunder, dass ich fix und fertig war&#8230;</p>
<p>Trotz Zeitmangels kurz durchgeatmet und dann in entspannterem Tempo die letzten Meter angegangen, nochmal runter zum Teil des Wildgeheges, den ich vorhin ausgespart hatte &#8211; der mit den Bisons &#8211; und noch ein bisschen Buffalo-Watching betrieben&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2936.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/img_2936.jpg" alt="IMG_2936" title="IMG_2936" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4631" /></a><br />
<em>Bild #40: Einfach beeindruckend, diese ruhigen, massigen Kolosse.<br />
Und schon wieder eine exotische Tierart für den Laufblog-Roster.</em></p>
<p>&#8230;und schließlich recht erschöpft aber recht zufrieden das letzte kleine Stück zurück zum wartenden Auto getrabt.</p>
<p>Normalerweise wäre hier Schluss mit dem Eintrag, heute aber nicht.<br />
Musste ja auch noch ins Kino in der Mannheimer City und war heillos zu spät. So schnell wie möglich (= nicht sehr schnell) durch die Innenstadt bei Rush Hour geheizt, zwischendurch noch ein oder zweimal grandios verfahren (hab´ ich schon erwähnt, dass ich überhaupt kein Gespür für Mannheim habe &#8211; Großstädte sind aber auch ein total lästiges Verkehrshindernis, die sollte man abschaffen!) und schließlich um kurz vor Halb Acht beim eigentlich ausgemachten Treffpunkt bei L7 angekommen (die Mannheimer Innenstadt hat teils keine echten Strassennamen sondern stattdessen durchnummerierte Quadrate) &#8211; natürlich niemand mehr da, war ja auch fast 30 Minuten zu spät.<br />
Mistmistmistmistmist!!!<br />
Letzte Hoffnung: Vielleicht würden die Leute, mit denen ich verabredet war, ja noch vor dem Kino warten.<br />
Nix wie hin!<br />
Aber schnell. </p>
<p>Obwohl schon frischgemacht und in normalen Klamotten also losgesprintet, auf steifen, leicht unwilligen Beinen so schnell wie möglich durch Mannheim. Gar nicht weit, nur etwas über 600 m., aber ich hatte mich ja schon vorher ganz gut verausgabt, entsprechend zog das jetzt bös rein.<br />
Über die Bismarckstr., dann zwischen L6 und L8 hoch, zwischen parkenden Autos und störenden Passanten hindurch (urgl), schwitzend, keuchend krampfend, bis zu den Lauergärten bei M6 (auauauauauau), da zufällig rechts die Strasse runter das Kino-Schild gesehen, sonst wär´ ich auch noch vorbeigelaufen (Meine miese Mannheim-Kenntnis hab´ ich schon mal erwähnt, oder?), also rechts, mit letzter Kraft bis zum Eingangsbereich des Lichtspielhauses gehetzt (AAAAAARGH!!!), dort dann  leicht delirös dreimal an den Leuten, mit denen ich verabredet war, vorbeigewankt und ausschau gehalten, bis ich sie doch noch entdeckte.<br />
Geschafft (im doppelten Wortsinn)!<br />
Puuuuuh!<br />
Und &#8211; natürlich wie in solchen Situationen üblich &#8211; war ich nicht mal der Letzte&#8230;<br />
Bloss das mit dem Frisch machen vorher, das hätte ich mir auch sparen können, denn nach dem Hochleistungssprint durch die sommerliche Innenstadt war ich schweissiger als nach dem Waldlauf.<br />
Aber hey &#8211; es hat noch geklappt, zum ersten Mal sein Monaten wieder im Kino, den neue Star Trek Film richtig genossen, und als Dreingabe noch einen kleinen Extralauf durch Mannheim, der mir ein unangeschlossenes Streckenfragment in der Innenstadt beschert hat, dass ich jetzt irgendwann an den Rest des Streckennetzes anschließen kann/darf/muss &#8211; also ein rundum gelungener Abend&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Schöner Ausflung nach Mannheim, mit einem schnellen aber schönen Lauf im Käfertaler Wald und einem schnelleren aber nicht ganz so schönen Sprint in der Innenstadt. Macht man auch nicht jeden Tag.<br />
Und außerdem hab´ ich Wildschweine, Kookaburras und Bisons gesehen und miterlebt, wie Mr. Spock was mit Lt. Uhura hat.<br />
Prima! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Hat alles Spass gemacht, und mein Körper scheint mir die Quälerei halbwegs großzügig verzeihen zu wollen &#8211; was willste mehr? </p>
<p><strong>Hauptlauf:</strong><br />
Strecke: 13,2 km<br />
Zeit: 1:10 h reine Laufzeit (= 11,31 km/h bzw. 5:18 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 92,8% (12,25 km von 13,2 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/kafertaler-wald.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/kafertaler-wald.jpg?w=150" alt="Käfertaler Wald" title="Käfertaler Wald" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4641" /></a></p>
<p><strong>Bonussprint durch die Mannheimer City</strong><br />
Strecke: 0,6 km<br />
Zeit: So hastig dass es weh getan hat<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 100%<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/kinosprint.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/kinosprint.jpg?w=150" alt="Kinosprint" title="Kinosprint" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4642" /></a></p>
<p>PS: Helmut &#8211; richtig gute Arbeit mit den Markierungen, lediglich nördlich der A6 war ich ein, zwei mal leicht unsicher, aber das hat dann ja auch geklappt. Dankeschön! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Belohnungslauf ins Ried: Erfelden - Knoblochsaue - Bensheimer Hof (13,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/04/21/belohnungslauf-ins-ried-erfelden-knoblochsaue-bensheimer-hof-135-km/</link>
<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 20:07:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/04/21/belohnungslauf-ins-ried-erfelden-knoblochsaue-bensheimer-hof-135-km/</guid>
<description><![CDATA[Wiedereinstieg die Nächste: Nach der wunderbaren Tour im Odenwald stand heute die nächste Belohnungs]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wiedereinstieg die Nächste:<br />
Nach der wunderbaren <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/04/19/belohnungslauf-ins-gersprenztal-rodenstein-beerfurth-reichelsheim-mit-foto-133-km/">Tour im Odenwald</a> stand heute die nächste Belohnungstour an, die landschaftlich so ein bisschen das Gegenteil werden sollte: Anstatt ostwärts in die Berge gings heute westwärts, ins Flachland der Riedebene. </p>
<p>Sollte natürlich auch wieder besonders schön werden, deswegen hatte ich ursprünglich geplant, mal durch das Naturschutzgebiet Knoblochsaue am Rhein bzw. Altrhein zu laufen. Leider wäre eine Tour durch das komplette NSG etwas zu weit geworden, also beschloss ich stattdessen, nur von Erfelden am westlichen Ende meines Streckennetzes bis zum Rand der Knoblochsaue zu laufen und dann wieder umzukehren &#8211; quasi um einen Brückenkopf für eine spätere Tour zu haben.</p>
<p>Strecke geplottet (von Erfelden am Ufer des Altrheins bis zur Knoblochsaue, dann durch die Felder zurück), den richtigen Moment abgewartet (schön spät, am frühen Abend), und los.</p>
<p><!--more--><br />
<em>So, ab jetzt schreib´ ich einfach mal im Präsens weiter. Weil ich das lange nicht mehr gemacht hab´, und weil ich keinen Foto dabeihatte und der Bericht dadurch unmittelbarer wird&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Anfahrt über ruhige Landstrassen durch die endlos weiten Felder und Wiesen. Herrliches Wetter, Fenster auf, alles wunderbar entspannt &#8211; das Ried ist eine ausgesprochene &#8220;Abendlandschaft&#8221;, die am schönsten wirkt, wenn die Sonne langsam in Richtung Horizont sinkt und der Tag friedlich ausklingt. Das ist wunderschön. </p>
<p>Parke mitten in Erfelden, am Richthofenplatz, direkt bei der Fußgängerbrücke, die über den Altrhein rüber auf den Kühkopf führt.</p>
<p><em>Kurzinfo: Da hier noch öfter die Rede von sein wird, bringen wir´s gleich mal hinter uns und schreiben was über Kühkopf und Knoblochsaue: Das Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue am Rheinufer zwischen Rheinkilometer 468 und 478 (ganz grob) ist mit ca. 24 Quadratkilometern das größte Naturschutzgebiet in ganz Hessen (der nachweislich größere Nationalpark Kellerwald-Edersee in Nordhessen zählt offenbar nicht als NSG&#8230;). Es ist eines der letzten Gebiete, in denen die ursprüngliche Rheinuferlandschaft aus dichten Schilfgürteln, offenen Brachwiesen und dunklen, urigen Auwäldern noch erhalten ist und bietet einen wertvollen Rückzugsraum für unzählige seltene Pflanzen und Tiere (so sind beispielsweise über 250 Vogelarten dokumentiert, die hier permanent oder zeitweilig leben).<br />
Wie der Name vermuten lässt, besteht das NSG aus zwei großen Teilen:<br />
- Dem <a href="http://www.kuehkopf.de/">Kühkopf</a>, einer großen Insel zwischen Rhein und Altrhein, die im 18. Jahrhundert durch die Rheinbegradigung entstanden ist&#8230;<br />
- &#8230;und der Knoblochsaue nördlich des Altrheins, einer Wald- und Wiesenlandschaft auf dem &#8220;Festland&#8221;.<br />
Zusammen bilden diese beiden Teile eine der schönsten, unberührtesten Naturlandschaften im südlichen Hessen</em></p>
<p>So. Zurück nach Erfelden auf den Parkplatz an der Altrheinbrücke. Wenig los, angenehm frisch, in der Luft liegt der charakteristische, ganz leicht modrige (aber nicht unangenehme) Geruch des Altrhein.<br />
Ich laufe los.<br />
Runter ans Ufer, dort dann rechts auf den kleinen Uferdeich zwischen Altrhein und dem Dorf. Rhein-Neckar-Weg (rotes R), dem werde ich jetzt ´ne ganze Weile einfach folgen.</p>
<p>Fange gemächlich an, auf der sonnigen Deichkrone westwärts. Herrliche Abendstimmung, alles entspannt: Rechts auf der Rheinallee unter dem Deich stehen ein paar ältere Leute an einem Hoftor und plaudern. Es riecht nach Gegrilltem. Links der träge, schöne Altrhein, dahinter die Wildnis des Kühkopf: Hohe Schilfdickichte, dazwischen uralte knorrige Bäume, Vogelgesang aus hunderten kleiner gefiederter Kehlen. Vorne die Sonne, die sich schon langsam dem Horizont zuneigt und dabei immer sanfter und angenehmer wird.<br />
Einfach schön!</p>
<p>Nicht so schön meine Form: Etwas wacklige Beine, allerdings kein Problem. Aber meine verspannt linke Schulter knackt und krampft genau wie vorgestern, das will mir gar nicht gefallen.<br />
Na ja, vielleicht läuft sich´s noch raus&#8230;</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern entfernen sich Deich und Rhein-Neckar-Weg ein bisschen vom Ufer, links kommen jetzt erst ein paar Sportplätze (die dürften bei Hochwasser nur für Wasserball taugen&#8230;), dann die beiden Erfelder Yachthäfen am Altrhein (&#8220;Kandel&#8221; und &#8220;Lochinsel&#8221;) in denen Dutzende von kleinen und nicht ganz so kleinen Booten vertäut sind. Rechts hat Erfelden inzwischen aufgehört, dort verläuft nun die wenig befahrene K156 direkt am Deich, dahinter erstreckt sich das weite, sonnige Ried, hin und wieder durchbrochen von einem Wälchen oder den Dächern eines kleinen Dorfes. Ganz, ganz weit weg, am Ende der Ebene, sind die bläulichen Silhouetten von Taunus und Rheingau zu sehen.</p>
<p>Bis auf die Schulter läuft´s schön rund, ich gleite dahin, der schrägen Sonne entgegen, im Reinen mit mir und der Welt. Zwischenzeitlich überholt mich ein anderer Jogger, aber ich lasse ihn einfach ziehen (das erweist sich als richtige Entscheidung, denn der Typ ist deutlich schneller als ich&#8230;). </p>
<p>Nach dem zweiten Yachthafen biegt die Landstrasse vom Deich ab, der Rhein-Neckar-Weg führt noch ein Stück geradeaus an einer Kiesgrube vorbei, und knickt dann scharf links ab, zurück ans Ufer, dem er dann nach Südwesten folgt. </p>
<p>Unsagbar schönes Stück: Ein schmaler Pfad, der nur wenige Meter neben dem friedlich-idyllischen Altrhein unter gewaltigen, uralten, traumhaft schönen Eichen und Ulmen entlangführt. Links jenseits des Wassers weiterhin die urwüchsige Kühkopflanschaft, rechts kleine Felder und Wiesen voller dichter Hecken und knorriger Apfelbäume, die zum Teil noch blühen.<br />
Bis auf die lauthals trällernden Vögel allenthalben ist es vollkommen ruhig, das schräge Sonnenlicht von vorn verleiht der Umgebung eine warme, unwirtlich schöne Patina.<br />
Inzwischen bereue ich, den Foto daheim gelassen zu haben.<br />
Aber diese Atmosphäre hätte er wohl eh nicht einfangen können.</p>
<p>Irgendwo hier lache ich mir auch eine ganze Eskorte von Libellen an.  Sieben oder acht Stück, die mir mindestens 150 m. weit folgen.<br />
Da kommt man sich ein bisschen wie eine Fregatte bei Star Wars vor, die von einem Geschwader kleinerer Raumschiffe begleitet wird (meine Versuche, die Libellen mittels nerdigem Star Wars-Talk zu gezielter Kooperation zu bewegen ["Allianz-Fregatte an Gold Leader. Allianz-Fregatte an Gold Leader. Bitte schwenken Sie auf Elf Uhr ein und gehen Sie in Formation"] fruchten allerdings nichts&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Auch nachdem die Libellen weg sind, gibt die Natur keine Ruhe: Über mir fliegt ein Raubvogel vorbei &#8211; Eckiger Schwanz, sieht aus wie einer der seltenen Schwarzmilane, von denen es nirgendwo in Deutschland so viele Brutpaare gibt wie auf dem Kühkopf.<br />
Außerdem sehe ich aus dem Augenwinkel was Kleines, Buntes am Flussufer flattern. Vielleicht ein Eisvogel?</p>
<p>Nach einem halben km muss ich einen kleinen Bogen machen, zwei ältere Herrschaften sitzen mitten auf dem Pfad in der Abendsonne, Arm in Arm. Normalerweise würde ich vielleicht was fieses über Passanten denken, die einfach so die Durchgangswege versperren, aber heute Abend ist es zu schön, also grüße ich freundlich, und meine es auch richtig ernst. </p>
<p>Nach etwas über einem km eine kleine Überraschung &#8211; links im Uferdickicht steht eine <a href="http://www.panoramio.com/photo/13024906">Aussichtskanzel</a> mit der Aufschrift &#8220;Aquarium&#8221;, die muss ich mir natürlich genauer ansehen.<br />
Also kurzer Abstecher, hoch auf die Kanzel. Von oben hat man einen wunderbaren Blick über den Altrhein zum Kühkopf, wo sich eine Art Lagune (das sogenannte &#8220;Aquarium&#8221;) in die Insel hineinfrisst. Sicher ein toller Ort zum Bird-Watching, heute Abend ist allerdings nicht so viel los &#8211; nur ein paar Enten dümpeln friedlich auf dem ruhigen Altrhein vor sich hin.<br />
Trotzdem schön.</p>
<p>Nach kurzer Pause (die ich auch zum Ausschütteln und Lockern der bockenden linken Schulter nutze) geht´s weiter auf dem immer noch herrlichen Rhein-Neckar-Weg am Ufer entlang. Rechts zieht ein baumgesäumter Teich vorbei, links am Ufer des Altrheins ein paar wohlgenärte Angler, die am Ufer eine Art Basislager eingerichtet haben und sich gerade in einer osteuropäischen Sprache palavern (&#8220;darf man hier im NSG überhaupt angeln?&#8221;, frage ich mich kurz, aber dann bin ich auch schon vorbei).</p>
<p>Schließlich erreiche ich den Rand der Knoblochsaue, wo sich der bisher relativ lichte Bewuchs des Uferstreifens in unberührten Urwald verwandelt: Hohe, alte Bäume, dichter Bodenbewuchs, kühler Schatten, singende Vögel, der Altrhein-Geruch wird durch das leicht knoblauchartige Aroma von frischem Bärlauch ergänzt.<br />
Eigentlich hätte ich hier am Waldrand entlang vom Ufer weglaufen sollen, doch das sieht alles so spannend und schön aus, dass ich die Abzweigung verpasse und geradeaus in den Wald reinlaufe, ohne den Fehler zu bemerken. </p>
<p>Während ich durch den wunderschönen Auwald laufe, stelle ich fest, wie gut es ist, dass ich so früh im Jahr hier bin &#8211; Kühkopf und Knoblochsaue sind nämlich die schlimmsten Schnakenbrutstätten weit und breit, wenn man hier im Sommer oder Frühherbst durchkommt, wird man von den kleinen Biestern regelrecht aufgefressen (keine Übertreibung, ich hab´ selbst schon erlebt, wie sich hier binnen weniger Sekunden Dutzende Stechmücken auf eine stürzen). Heute jedoch ist davon noch nichts zu merken&#8230;</p>
<p>Und dann &#8211; ganz plötzlich und unerwartet &#8211; öffnet sich rechterhand der Wald zu einer kleinen Lichtung, auf der ein beeindruckendes Monument steht: Die 12 m. hohe <a href="http://www.panoramio.com/photo/1577591">Schwedensäule</a>.</p>
<p><em>Kurzinfo: Die Schwedendsäule wurde 1632 im Auftrag des schwedischen Königs Gustav Adolf errichtet. Sie erinnert an die Rheinüberquerung der schwedischer Truppen im Dezember 1631 während des Dreißigjährigen Krieges. Um die bei Oppenheim verschanzten spanisch-katholischen Truppen zu überraschen ließ Gustav-Adolf hier sein ganzes Heer von mehreren Tausend Mann mit Hilfe provisorischer Boote (die aus den requirierten Scheunentoren der umliegenden Ortschaften gebaut worden waren) über den damals 300 m. breiten Fluss setzen (das war vor der Rheinbegradigung, entsprechend war das damals noch nicht der Altrhein, sonder der echte, große Rhein). Durch diese Aktion gelang es den Schweden, die Spanier zu überraschen und nicht nur Oppenheim sondern auch Mainz im Handstreich zu eroben</em></p>
<p>Das überrascht mich kurz, denn eigentlich hatte ich ja gar nicht so weit in die Knoblochsaue vordringen wollen. Aber hey, wenn man schon mal da ist &#8211; bisher habe ich die Säule nur aus der Ferne gesehen, vom Kühkopf aus, auf der anderen Seite des Altrheins. Also schaue ich mir jetzt erstmal alles aus der Nähe an: Beeindruckend hoher Obelisk, der auf vier Kugeln ruht und von einem Löwen gekrönt wird, wirkungsvoll platziert auf einem gepflegten kleinen Platz samt interessanter Infotafel.<br />
Gefällt mir, und ich freue mich diebisch, dass ich diesen Ort mehr oder weniger ungeplant entdeckt habe&#8230;</p>
<p>Zum Glück ist mein Plan gut, so dass ich die Route ohne Probleme an den kleinen Umweg anpassen kann: Von der Schwedensäule aus geht´s nordwärts, weg vom Altrhein, auf der breiten Schwedenschneise (gelbe 5) durch den Urwald, bis diese nach ca. 400 m. auf einen Fahrweg aus festgedrückter Erde stösst, neben dem sich hölzerne Strommasten in den Wald hinein ziehen (die führen wahrscheinlich zum alten Forsthaus, tiefer im Wald drinnen). </p>
<p>Hier geht´s rechts, nun wieder nach Osten. Gelbe 5, das ist der <a href="http://www.gg-online.de/html/ela_wanderweg.htm">Elisabeth-Langgässer-Weg</a> (benannt nach einer prominenten Schriftstellerin, die ein Buch über das Ried geschrieben hat, bevor ihr die Nazis das Leben zur Hölle gemacht haben), dem ich jetzt ein ganzes langes Stück folgen werde. </p>
<p>Zwischenzeitliche Bestandsaufnahme: Beine ok, Schulter spannt und knackt und fühlt sich nicht so gut an. So viel zum Thema &#8220;wird sich noch rauslaufen&#8221;. </p>
<p>Nach weiteren 400 m. der Waldrand, ich verlasse die Knoblochsaue schon wieder, laufe hinein in eine herrliche, wunderschöne Landschaft aus satten Wiesen, kleinen Feldern, dichten Hecken, hübschen Wäldchen und idyllischen Teichen. Das hier ist eine von der Zivilisation weitgehend vergessene Ecke des Rieds, in der Beuge zwischen Rhein und Altrhein gibt es auf mehreren Quadratkilometern keine Dörfer oder Durchgangsstrassen, ja noch nicht einmal Aussiedlerhöfe &#8211; nur pastorale Landschaft mit ganz, ganz viel wunderschöner Natur.<br />
Eine herrliche Gegend, besonders im Licht der untergehenden Sonne, die alles in ein wunderbar warmes, rötliches Abendlicht taucht und die Schatten lang und länger macht.<br />
Hhhaaaaahhh&#8230;<br />
So fühlt sich Laufglück an, da kann die Schulter meckern und spannen wie sie will! </p>
<p>Ich folge dem Langgässer-Weg nach Nordosten: Grobes, uraltes Kopfsteinpflaster, furchtbar zu laufen aber schön.<br />
Dann geht´s vorbei an einem kleinen Waldstück mit Teichen, der sogenannten &#8220;Mordhecke&#8221; (sieht harmlos und pittoresk) aus, dann nach ein paar hundert Metern an einem strahlendgelben Rapsfeld scharf links, nochmal nach Westen.<br />
Auf die untergehende Sonne zu, die sich rapide den sanft geschwungenen Hügeln drüben in Rheinhessen, jenseits des Rheins, nähert: Roter Glutball, leuchtet zwischen den scherenschnittartig ausgeleuchteten alten Bäumen am Wegesrand hindurch und gibt ein spektakuläres Schauspiel ab. </p>
<p>Dann wieder rechts, nordostwärts bis zum Bensheimer Hof, einem beeindruckenden alten Anwesen mit großen, alten Häusern und einem Ziegelschornstein, umgegeben von einer hohen Steinmauer.<br />
Wenn ich einen Foto hätte, würde ich ein Bild machen.<br />
Hab´ ich aber nicht, also lauf´ ich nur dran vorbei, bis zur Landstrasse nach Leeheim, die direkt dahinter vorbeiführt.<br />
Hier rechts, neben der Strasse den Radweg 31 runter, nach der ersten Kurve dann links und quer durch die Felder nach Osten.</p>
<p>Ganz mieser Feldweg, unmarkiert, zerfurcht von Traktorreifen. Nicht gut zu laufen, zudem spannt die Schulter mehr denn je &#8211; tut sogar ein bisschen weh. Entsprechend zieht sich das Stück, furchtbar, rechts vorne kommt gaaaaanz langsam Erfelden näher. Zu langsam, finde ich -jetzt machen sich der Trainingsausfall der letzten zwei Wochen und der Umweg zur Schwedensäule bemerkbar.<br />
Irgendwo mittendrin geht dann endgültig die Sonne unter, als ich mich umdrehe, ist nur noch ein grandioser roter Widerschein am Horizont zu erkennen. </p>
<p>Nach knapp zwei Kilometern erreiche ich schließlich die Riedlinie (blauer Kreis), den Hauptwanderweg des OWK durchs Ried.<br />
Zumindest glaube ich das, denn einen Marker gibt es nicht &#8211; hier mitten in den Äckern gibt es schlichtweg keine Oberfläche, auf dem mann den anbringen könnte.<br />
Der folge ich nach rechts, zurück ins dämmrige Erfelden hinein, während sich oben am Himmel bereits die ersten Sterne im bläulichen Himmel zeigen. </p>
<p>Hier ist es dann nochmal ein knapper Kilometer bis zum Ziel. Der wird ganz hart: Ich hab´ ich tierischen Durst, und das Spannen und Krampfen in meiner linken Schulter hat sich inzwischen über den gesamten Rücken ausgebreitet, das ist richtig unangenehm.<br />
Aber ich muss ja noch zurück, also lauf´ ich halt weiter durch die abendlichen Strassen in den hübschen, alten Ort hinein, bis ich schließlich ziemlich geschlaucht und mit dem letzten Tageslicht wieder beim Parkplatz vor der Altrheinbrücke ankomme. </p>
<p>Das Fazit ist dasselbe wie Vorgestern: Die Runde war alles andere als problemlos, gerade die Sache mit der Schulter ist überhaupt nicht gut (dieses Jahr ist aber auch irgendwie der Wurm drin, ständig muckt irgendwas anderes).<br />
Abgesehen davon war´s aber eine unglaublich herrliche Tour, in beeindruckend schöner Umgebung, bei toller Abendstimmung, mit ganz viel wunderbarer Natur, spannenden Entdeckungen und tonnenweise neuer Strecke.<br />
Kurzum: Ein Lauf für die Seele, zum Glücklichsein, und daran ändern auch die Probleme nix! </p>
<p>Strecke: 13,5 km<br />
Zeit: 1:19 h (= 10,25 km/h bzw. 5:51 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 98,3% (13,27 km von 13,5 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/erfelden-west.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/erfelden-west.jpg?w=128" alt="erfelden-west" title="erfelden-west" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4078" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Maria Einsiedel, Winkelbach und Jägersburger Wald mit Hund und Foto (10,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/03/31/maria-einsiedel-winkelbach-und-jagersburger-wald-mit-hund-und-foto-105-km/</link>
<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 19:34:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/03/31/maria-einsiedel-winkelbach-und-jagersburger-wald-mit-hund-und-foto-105-km/</guid>
<description><![CDATA[Das ließ sich gut an heute. Draußen: Strahlender Sonnenschein, aromatische-milde Frühlingsluft, Temp]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Das ließ sich gut an heute.</p>
<p>Draußen: Strahlender Sonnenschein, aromatische-milde Frühlingsluft, Temperaturen um die 15° C &#8211; Königswetter (Für Kaiserwetter hätte es auch noch klar sein müssen, aber leider hing so ein leichter Dunst in der Luft, der die Fernsicht störte und den azurblauen Himmel am Horizont weisslich einfärbte &#8211; aber ich will nicht meckern, solang das Wetter irgendwie blaublütig daherkommt, bin ich ja hochzufrieden <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Drinnen: Gute Laune, Tatendrang, Lust aufs Laufen.<br />
Und zwar nicht irgendwo, heute war mir nach Flachland. Offene Felder, lichter Wald, weiter Horizont, alles in der herrlichen, prallen, drallen Frühlingsonne &#8211; verlockend!<br />
Also schnell eine kleine Tour im großen Jägersburger Wald unten in der Ebene rausgesucht, da war ich schon lange nicht mehr gewesen.<br />
Der Plan: Von Westen über Maria Einsiedel am Ufer des Winkelbachs durch den Wald bis zur Langwadener Fußgängerbrücke (diese Strecke hatte ich schon lange mal erforschen wollen, die Wanderkarte zeigt da einen kleinen Pfad, den ich bisher aber immer verpasst habe), dann auf der Langen Schneise und durch die Felder vor Gernsheim zurück zum Ausgangspunkt.<br />
9 oder 10 angenehme Kilometerchen mit ein bisschen Abenteuer und Entdeckerfeeling, das klang super, da packte ich gleich auch noch den Foto mit ein, einfach so, weil mir danach war.</p>
<p>Oh, und den hier packte ich auch mit ein, der wollte nämlich mit:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1556.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3808" title="img_1556" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1556.jpg" alt="img_1556" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #1: Nemo. Übrigens frisch von seinem Winterpelz befreit, da sieht er gleich mal zwei Jahre jünger aus</em></p>
<p>Außerdem, angesichts des prächtigen Wetterchens, zum ersten Mal dieses Jahr ganz in kurzen Klamotten.<br />
Positiv: Fühlt sich gut an.<br />
Nicht ganz so positiv: Hmm, irgendwie muss die Hose ein klein bisschen eingegangen sein, während sie den Winter über im Schrank gelegen hat. Zumindest glaube ich mich zu erinnern, dass sie im Herbst etwas weniger gespannt hat&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Start mitten im Feld, an der Abzweigung, wo´s von der neuen B44 vor Gernsheim links auf den Fahrweg nach Maria Einsiedel reingeht.</p>
<p><!--more--><br />
Kurz das flache, ackrige Riedpanorama zur dunstigen Bergstrasse mitgenommen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1558-1560pano.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3810" title="img_1558-1560pano" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1558-1560pano.jpg" alt="img_1558-1560pano" width="400" height="139" /></a><br />
<em>Bild #2: Blick vom Startpunkt nach Osten über die Äcker. Am linken Bildrand das Wegkreuz vor Maria Einsiedel (da würden wir auf dem Rückweg vorbeikommen). Im Vordergrund das fruchtbare Ackerland der Rheinebene, im Mittelgrund der Rand des Jägersburger Waldes, bläulich im Hintergrund die nördliche Bergstrasse, gekrönt vom mächtigen Melibokus rechts der Bildmitte</em></p>
<p>&#8230;und schon ging´s los. Kurz auf einem namenlosen Feldweg neben der B44 südwestwärts&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1557.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3811" title="img_1557" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1557.jpg" alt="img_1557" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #3: Heute war´s hier draussen im offenen Gelände so gleissend hell, da kriegte der Foto schon leichte Probleme mit der Belichtung, wenn man ihn nur in die ungefähre Richtung unses geschätzten Zentralgestirns deutete</em></p>
<p>&#8230;dann links auf einen schönen, leicht alleeartigen Fußweg..<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1561.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3812" title="img_1561" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1561.jpg" alt="img_1561" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #4: Riedlinie in südöstlicher Richtung vor Gernsheim</em></p>
<p>&#8230;und dem blauen Kreismarker der Riedlinie folgend nach Süden, in Richtung Maria Einsiedel.</p>
<p>Wunderbarer Weg &#8211; sehr gepflegt, äußerst bequem zu laufen, voll in der warmen, freundlichen Sonne. Hübsch.<br />
Nach 300 m. passierten wir eine kleine Backsteinkapelle am Wegesrand&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1571.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3813" title="img_1571" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1571.jpg" alt="img_1571" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 5: Kapelle an der Riedlinie. Hier in der Umgebung hat´s überhaupt sehr viele kleine religiöse Stätten, was natürlich an der Nähe von Maria Einsiedel liegt, das ein waschechter katholischer Wallfahrtsort ist. Aber dazu gleich mehr&#8230;</em></p>
<p>&#8230;trafen direkt dahinter auf den Winkelbach, dessen Ufer wir für die nächsten vier oder fünf Kilometer folgen wollten&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1572.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3814" title="img_1572" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1572.jpg" alt="img_1572" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #6: Winkelbach zwischen Maria Einsiedel und Gernsheim. Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lauter_(Odenwald)">Winkelbach</a> hat die Besonderheit, dass er zwei Namen besitzt: Sein oberer Teil, der von der Quelle an der Neunkircher Höhe durch den Odenwald bis nach Bensheim fliesst, heisst Lauter. Der untere Teil hingegen, der von Bensheim aus durchs Ried fliesst und bei Gernsheim in den Rhein mündet, heisst Winkelbach. Die Lauter/der Winkelbach ist einer der zwei Odenwaldflüsse, deren Verlauf ich inzwischen fast vollständig von der Quelle bis zur Mündung erlaufen habe (der andere ist die weiter nördlich verlaufende Modau).</em></p>
<p>&#8230;und näherten uns Bald schon Maria Einsiedel, das wie eine kleine grüne Oase zwischen den braunen, platten Äckern herübergrüßte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1573.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3815" title="img_1573" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1573.jpg" alt="img_1573" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #7: Maria Einsiedel von Norden aus. Links die neue Pilgerhalle, in der Bildmitte der Turm der Wallfahrtskirche zwischen den Bäumen</em></p>
<p>Eigentlich hätten wir <a href="http://www.maria-einsiedel.de/">Maria Einsiedel</a> ja links liegen lassen können, aber es ist hübsch, ich hatte den Foto dabei, und ich mag es eigentlich sehr gerne.<br />
Also machten wir einen kleinen Abstecher hinein.</p>
<p><em>Kurzinfo: Maria Einsiedel ist eine kleinen, schön begrünten Gebäudeansammlung mitten in den weiten Feldern vor Gernsheim, zu der u.a. eine kleine Wallfahrtskirche, eine Pilgerhalle und ein katholisches Jugendhaus gehören. Seit Jahrhunderten ist es ein offizieller Wallfahrtsort für Katholiken, die Hauptwallfahrt findet jedes Jahr im Juli statt. Der <a href="http://www.gg-online.de/html/maria_einsiedel.htm">Gründungsmythos</a> besagt, dass hier einst eine Marienstatue in einem Holunderbusch gefunden wurde. Als man die in die Gernsheimer Kirche brachte, verschwand sie dort in der nächsten Nacht und tauchte wieder im selben Busch auf. Das ging ein paar mal so, bis man schließlich eine eigene Kirche für die Statue baute und den Ort zur Wallfahrtstätte wurde.<br />
Als heidnischer Nicht-Katholik finde ich den Ort irgendwie immer total faszinierend&#8230;</em></p>
<p>Kurz links von der Riedlinie und dem Winkelbachufer ab&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_15751579pano.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3816" title="img_15751579pano" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_15751579pano.jpg" alt="img_15751579pano" width="400" height="210" /></a><br />
<em>Bild #8: Westlicher Zugang von Maria Einsiedel</em></p>
<p>&#8230;Nemo an die Leine, damit er keinen Unfug anstellt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1577.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3817" title="img_1577" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1577.jpg" alt="img_1577" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #9</em></p>
<p>&#8230;und rein ins kleine, grüne, gepflegte Herz des Wallfahrtsörtchens und dort ein bisschen umgesehen:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_158687p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3818" title="img_158687p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_158687p.jpg" alt="img_158687p" width="400" height="228" /></a><br />
<em>Bild #10: Zentraler Platz von Maria Einsiedel. Mittig rechts der Freiluftaltar für Gottesdienste unter freiem Himmel, rechts die kleine Wallfahrtskirche</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1579.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3819" title="img_1579" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1579.jpg" alt="img_1579" width="400" height="297" /></a><br />
<em>Bild #11: Wallfahrtskirche von schräg&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_158081p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3820" title="img_158081p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_158081p.jpg" alt="img_158081p" width="400" height="675" /></a><br />
<em>Bild #12: &#8230;und frontal</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1583.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3821" title="img_1583" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1583.jpg" alt="img_1583" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #13: Allee von der Kirche nach Osten</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1585.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3822" title="img_1585" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1585.jpg" alt="img_1585" width="400" height="505" /></a><br />
<em>Bild #14: Bildstock (oder etwas in der Art) hinter dem Freiluftaltar. Offenbar ist Maria Einsiedel nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem speziellen Anlaufpunkt für Heimatvertriebene geworden, von denen viele in diese Gegend gezogen sind</em></p>
<p>Wie gesagt: Wirklich hübsch und freundlich hier, und gerade weil ich ja von Haus aus wenig Bezug zum Katholizismus im Besonderen und der Religion im Allgemeinen habe immer eine irgendwie interessante Geschichte.</p>
<p>Nachdem wir uns kurz umgetan und ein bisschen die friedliche Atmosphäre und den Schatten genossen hatten, ging´s weiter. Zurück auf die Riedlinie (nun kurz ergänzt durch den Saar-Rhein-Main-Weg/gelbes Plus), und zwischen Winkelbach und der Rückseite von Maria Einsiedel ein hübsches Pfädchen entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1590.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3823" title="img_1590" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1590.jpg" alt="img_1590" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #15</em></p>
<p>&#8230;vorbei an einem weiteren großen Holzkreuz&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1593.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3824" title="img_1593" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1593.jpg" alt="img_1593" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #16: Dieses Mal ein Mahnmal für die Weltkriegsopfer</em></p>
<p>&#8230;und einer wunderschönen alten Weide direkt am Bachufer&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1594.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3825" title="img_1594" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1594.jpg" alt="img_1594" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #17</em></p>
<p>&#8230;bis wir am Ende von Maria Einsiedel wieder läuferisches Neuland erreichten, nämlich den mysteriösen, unmarkierten Weg direkt am Ufer des Winkelbachs, den die Wanderkarte verzeichnet hatte.<br />
Naja&#8230;<br />
Also ganz ehrlich, ein Weg war´s nicht. Nicht mal so richtig ein Pfad. Eigentlich nur eine Wiese direkt neben der Uferböschung:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1596.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3826" title="img_1596" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1596.jpg" alt="img_1596" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #18</em></p>
<p>War aber ok &#8211; ein bisschen holprig und uneben, aber insgesamt ganz ordentlich zu laufen.</p>
<p>Und so folgten wir dann also erstmal dem ruhig dahinfliessenden Winkelbach.<br />
Erst ein gutes Stück durch die schier unendlich weiten Äcker, die angesichts des gleissend hellen Sonnenlichts und ihrer vorfrühlingshaften Kahlheit irgendwie was Wüstenartiges hatten (aber auf eine durchaus aparte Art und Weise)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1597-1600p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3827" title="img_1597-1600p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1597-1600p.jpg" alt="img_1597-1600p" width="400" height="122" /></a><br />
<em>Bild #19: Die Bäume am linken Bildrand sind die letzten Ausläufer von Maria Einsiedel. Die rechts am Horziont sind der Jägersburger Wald. Und gaaanz hinten lugt wieder die blauschemenhafte Bergstrasse hervor</em></p>
<p>&#8230;dann an einer buschigen Hecke entlang, die &#8211; dem Geräuschpegel nach zu Urteilen &#8211; bis zum Bersten mit singenden Vögeln zugepackt war&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1602.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3828" title="img_1602" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1602.jpg" alt="img_1602" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #20: Nicht im Bild: Der wesentlich komfortablere Saar-Rhein-Main-Weg, der jenseits der Hecke in vielleicht 50 m. Entfernung parallel verläuft</em></p>
<p>&#8230;bis der &#8220;Pfad&#8221; sich ca. 1 km nach Maria Einsiedel immer mehr dem Rand des Jägersburger Waldes näherte und schließlich in den betonierten Saar-Rhein-Main-Weg überging, der dann doch ein bisschen angenehmer zu laufen war als das holprige Wiesenstück.</p>
<p>Hier draußen in der prallen Sonne herrschte übrigens eine Bullenhitze &#8211; ich schwitzte ordentlich, und der arme Nemo, der ja noch gutes Stück hitzeanfälliger ist als ich, war schon ziemlich am Hecheln:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1603.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3829" title="img_1603" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1603.jpg" alt="img_1603" width="400" height="310" /></a><br />
<em>Bild #21: Hechelnder Nemo auf sonniger Wiese vor betoniertem Saar-Rhein-Main-Weg</em></p>
<p>Immerhin freuten sich die Schmetterlinge über die Wärme, so wie die hier gleich dutzendweise rumflatterten:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1607.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3830" title="img_1607" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1607.jpg" alt="img_1607" width="400" height="395" /></a><br />
<em>Bild #22: Im Flug kriegte ich keinen Schmetterling vor die Linse, aber zumindest diesen Gelben (Zitronenfalter???) konnte ich beim Aussaugen irgendeiner Frühlingsblume ablichten</em></p>
<p>Und weiter, schwitzend, hechelnd und den Frühling geniessend am das Ufer entlang. Nach ein paar hundert Metern knickte der bequeme Saar-Rhein-Main-Weg links nach Norden, und liess uns einmal mehr mit einem einem einsamen Wiesenstreifen samt winzigem Pseudopfädchen zurück, der dem gewundenen Bachlauf tiefer in den Wald hinein folgte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1608.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3832" title="img_1608" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1608.jpg" alt="img_1608" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #23: In den Jägersburger Wald hinein&#8230;</em></p>
<p>Wir hinterher. Ab hier vollkommenes Neuland, das war natürlich besonders spannend.</p>
<p>Nach ein paar Metern aber erstmal eine kurze Pause. Nemo machte inzwischen einen ziemlich durstigen und hitzigen Eindruck, also lotste ich ihn mal kurz die steile Böschung runter an den Winkelbach.<br />
Eigentlich sollte er ja nur was trinken, aber irgendwie hatte er das falsch verstanden und stürzte sich gleich ganz in die Fluten&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1610.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3833" title="img_1610" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1610.jpg" alt="img_1610" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #24: Rin in die Kartoffeln&#8230;</em></p>
<p>&#8230;die sich allerdings als deutlich tiefer herausstellten, als er es erwartet hatten &#8211; bevor er sich´s versah, verlor er den Boden unter den Füßen und begann, langsam im Strom abzutreiben.<br />
Davon gibt´s kein Foto, weil ich zu diesem Zeitpunkt schon drauf und dran war, hinterherzuspringen, um meinen Hund vor einer unfreiwilligen Reise in den Rhein und die Nordsee zu bewahren.<br />
Glücklicherweise werden alle Hunde mit einem Satz verlässlicher Schwimmsoft- und -hardware ausgeliefert, die nun ansprang: Nachdem Nemo die ersten Überraschung überwunden hatte, paddelte er aus eigener Kraft, mit der bedingt souveränen Grazie eines besoffenen Nilpferds, zurück an rettende Ufer&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1611.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3834" title="img_1611" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1611.jpg" alt="img_1611" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #25: &#8230;raus aus die Kartoffeln.</em></p>
<p>&#8230;wo er dann stolz und ein bisschen nach nassem Hund stinkend erstmal ein wenig rumposierte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1612.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3835" title="img_1612" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1612.jpg" alt="img_1612" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 26: Aber erfrischt isser jetzt immerhin</em></p>
<p>Und weiter ging´s: Einfach immer weiter dem Winkelbach hinterher, auf dem ca. 15 m. breiten Wiesenstreifen neben der Uferböschung durch den Wald:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1616.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3836" title="img_1616" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1616.jpg" alt="img_1616" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #27</em></p>
<p>Auch hier: Kein richtiger Weg, sondern nur eine Art holpriger Pseudpfad, der immer mal wieder durch Wildschweinspuren oder Unmengen von Maulwurfshügeln zerkratert war. Ein bisschen anstrengend, aber insgesamt gut zu laufen &#8211; zumal wir die perfekte Jahreszeit erwischt hatten, und das Gras schön niedrig war &#8211; in ein paar Monaten wird hier meterhohes Elefantengras voller Zecken und Brennesseln wuchern, durch das es fast kein Durchkommen geben dürfte.</p>
<p>Jetzt war´s aber noch ein hübsches, einsames Stück fernab der normalen Spazierwege, das sich gut bewältigen liess &#8211; rechts konstant der Winkelbach (den ich zugegebenermaßen etwas lieber mag, solange er die noch Lauter ist &#8211; oben im Odenwald ist er nämlich ein kleiner aber ungezähmter Bergbach, hier unten ist er kanalisiert und nicht so richtig naturnah, das ist doch ein bisschen weniger spektakulär), links der dichte aber noch kahle Waldrand mit seinen alten, knorrigen Bäumen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1604-06p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3837" title="img_1604-06p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1604-06p.jpg" alt="img_1604-06p" width="400" height="540" /></a><br />
<em>Bild #28: Kann sein, dass ich mich irre, aber ich hatte den Eindruck, dass die Bäume hier im Vergleich zur wenige Kilometer weiter westlich liegenden Bergstrasse noch nicht ganz so weit sind. Lediglich ein paar vereinzelte Knospen ließen sich hier unten erkennen</em></p>
<p>&#8230;ganz selten mal durchbrochen von einem Querweg tiefer in den Wald:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1614.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3838" title="img_1614" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1614.jpg" alt="img_1614" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #29</em></p>
<p>Abgesehen davon sah´s eigentlich immer recht ähnlich aus, egal ob nach einem halben Kilometer&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_161819p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3839" title="img_161819p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_161819p.jpg" alt="img_161819p" width="400" height="393" /></a><br />
<em>Bild #30</em></p>
<p>&#8230;oder nach anderthalb Kilometern:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_162021p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3840" title="img_162021p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_162021p.jpg" alt="img_162021p" width="400" height="380" /></a><br />
<em>Bild #31</em></p>
<p>Aber hübsch.</p>
<p>Lediglich die Geräuschkulisse änderte sich langsam, da sich zum frenetischen Gezwitscher der von Frühlingssonne und Hormonen aufgeheizten Waldvögel zusehends das dröhnen der unsichtbaren aber stetig näherrückenden Autobahn gesellte. Nicht ganz so idyllisch, aber zumindest ein guter Gradmesser dafür, dass wir vorankamen.</p>
<p>Nach insgesamt über vier Kilometern am Ufer war´s schließlich an der Zeit, sich vom Winkelbach zu verabschieden. Auf Höhe der Winkelbachbrücke vor Langwaden&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1622.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3844" title="img_1622" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1622.jpg" alt="img_1622" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #32: Winkelbachbrücke vor Langwaden. Die überquerten wir natürlich nicht, denn sie führt nach Süden, und wir wollten ja zurück nach Nordwesten. Aber fotografiert hab´ ich sie trotzdem. Wenn man schon mal da ist&#8230;</em></p>
<p>&#8230;links. Mal wieder ein ordentlicher Waldweg (Nibelungenweg/Gelbes Quadrat und Riedlinie/Blauer Kreis), der nach ein paar Metern die Kreuzung am Anfang der Langwader Fußgängerbrücke über die A67 erreichte&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1625.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3845" title="img_1625" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1625.jpg" alt="img_1625" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #33: Wegweiser kurz vor Langwaden. Im Hintergrund schimmert bereits die Autobahn durch die Bäume</em></p>
<p>&#8230;wo wir dann noch mal links abbogen, und uns auf den Rückweg machten. Radweg 25 im Jägersburger Wald, erst kurz ein Stück an der Wiese neben der A67 entlang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1627.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3846" title="img_1627" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1627.jpg" alt="img_1627" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #34</em></p>
<p>&#8230;und dann einfach nur noch geradeaus auf der &#8220;Langen Schneise&#8221;&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1628.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3847" title="img_1628" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1628.jpg" alt="img_1628" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild #35</em></p>
<p>&#8230;zurück nach Nordwesten, mittendurch durch den hohen, alten, sonnigen Wald:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1630-32p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3848" title="img_1630-32p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1630-32p.jpg" alt="img_1630-32p" width="400" height="875" /></a><br />
<em>Bild #36: Wenn eine Schneise Wald den Namen &#8220;Lange Schneise&#8221; trägt, ist sie meistens ziemlich lang</em></p>
<p>Schöner Weg. Gut zu laufen. Mit jedem Schritt liess das Rauschen der Autobahn hinter uns wieder etwas nach und die Vögel eroberten sich mehr und mehr ihren Platz an der Spitze des Geräuschpegels zurück.<br />
Hin und wieder mal ein einsamer Radfahrer, ansonsten nix los. Viel helles Sonnenlicht, viele Stimmungsvoll tiefe Schatten.</p>
<p>Nach ca. 1 km mehrten sich am Wegrand die Spuren kürzlich durchgeführter intensiver Baumfällarbeiten: Links und rechts waren gewaltige Stapel frisch geschnittener Baumstämme aufgetürmt, dazwischen immer mal die tiefen Spuren schweren Geräts, die sich Lindwurmartig in den Wald hineinzogen. Der Wald selbst schien davon kaum beeinträchtigt, der ist so groß und dicht, da fielen die gefällten Bäume im Gesamtbild nicht weiter auf.</p>
<p>An der großen Kreuzung mitten im Wald&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1637.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3849" title="img_1637" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1637.jpg" alt="img_1637" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #37: Links geht´s hier wieder runter an den Winkelbach, die Abzweigung rechts führt zur einsamen und halbvergessenen Brücke über die A67 zwischen Hähnlein und Langwaden</em></p>
<p>&#8230;wollte man uns dann umleiten:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1638.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3850" title="img_1638" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1638.jpg" alt="img_1638" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #38: Schildinspekteur Nemo</em></p>
<p>Allerdings konnte man &#8211; weil´s ja die Lange Schneise war &#8211; inzwischen bis zum gegenüberliegenden Waldrand gucken, und da gab´s keine Forstarbeiten.<br />
Und die vereinzelten Radfahrer waren auch alle durchgefahren.<br />
Und außerdem sind wir ja total die Draufgänger&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1643.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3852" title="img_1643" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1643.jpg" alt="img_1643" width="400" height="384" /></a><br />
<em>Bild #39: Ein Blick wie Steve McQueen</em></p>
<p>&#8230;also liefen wir dann doch durch.<br />
Was schwäbische Hippokraten können, können wir schließlich schon lange! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Überhaupt kein Problem, hier gab´s wie vermutet weder Kreissägen, noch Waldarbeiter, noch schweres Gerät, noch fallende Bäume. Nur viele ruhigen Wald, ein paar hübschen Lichtungen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1644.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3853" title="img_1644" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1644.jpg" alt="img_1644" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #40</em></p>
<p>&#8230;und zwischendurch mal das halbversteckte Häuschen des Gernsheimer Vogelschutzbundes, das mir hier noch nie aufgefallen war, obwohl ich eigentlich schon mal vorbeigekommen sein müsste:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1647.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3854" title="img_1647" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1647.jpg" alt="img_1647" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #41: Nanu? Wo kommt das denn her?</em></p>
<p>Und dann war der Jägersburger Wald auch schon wieder zu Ende:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1655.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3855" title="img_1655" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1655.jpg" alt="img_1655" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #42: Westlicher Waldrand am Ende der Langen Schneise</em></p>
<p>Wieder raus ins Freie, in die weiten, strahlend hellen, erdigbraunen Felder vor Gernsheim&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1656.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3856" title="img_1656" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1656.jpg" alt="img_1656" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #43: Wie gesagt &#8211; hatte etwas Wüstenartiges. Bei schlechtem Wetter sicher total trübsinnig, heute, unter den ungefilterten, warmen Strahlen der Frühlingssonne, war´s auf seine Weise aber auch irgenwie schön</em></p>
<p>&#8230;und auf holprigen, namenlosen Feldrainpfaden&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1658-68p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3857" title="img_1658-68p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1658-68p.jpg" alt="img_1658-68p" width="400" height="70" /></a><br />
<em>Bild #44: 180°-Ried-Panorama</em></p>
<p>&#8230;weg vom Wald und irgendwie zurück in Richtung des Ausgangspunktes&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1669.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3858" title="img_1669" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1669.jpg" alt="img_1669" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #45</em></p>
<p>Wüstenartig waren hier draußen übrigens auch wieder die Temperaturen, es war fast schon hochsommerlich warm. Da freute sich manch ein Expeditionsteilnehmer über die häufigen Schlammoasen am Weg:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1670.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3859" title="img_1670" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1670.jpg" alt="img_1670" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #45: Glücklicherweise war´s nur Wasser, anscheinend hatten die Bauern ihre Felder in der Umgebung noch nicht mit Gülle gedüngt&#8230;</em></p>
<p>Irgendwann mal westwärts, dann wieder nordwärts, vorbei an folienbedeckten Feldern, die so sehr in der Sonne gleissten, dass es einen fast blendete&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1671.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3860" title="img_1671" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1671.jpg" alt="img_1671" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #46: Die Bäume im Hintergrund, das ist übrigens schon wieder Maria Einsiedel</em></p>
<p>&#8230;bis wir schließlich auf den asphaltierten Feldweg zwischen Maria Einsiedel und den Aussiedlerhöfen am Stockweg gelangten. Noch schnell eine Panoramaaufnahme von der fernen Bergstrasse jenseits der Ebene gemacht&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1672-80p.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3861" title="img_1672-80p" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1672-80p.jpg" alt="img_1672-80p" width="400" height="42" /></a><br />
<em>Bild #47: Der langgezogene Bergrücken links ist das Frankensteinmassiv samt Ilbeskopf, das sich von Eberstadt bin Seeheim zieht. Wenn man ganz genau hinschaut, kann man relativ weit links, über dem äußersten Wellblechdachunterstand auf der Weide, die Türme der Burg Frankenstein erkennen.<br />
Rechts davon wird´s dann etwas niedriger, dort sind die Wiesen an der Neutscher Höhe zu sehen, gekennzeichnet durch die drei charakteristischen Windräder. Unter dem mittleren Windrad sieht man knapp über dem Waldrand das Lufthansa-Schulungszentrum über Seeheim. Rechts unter dem rechten Windrad kann man den weißen Funkmast an der Alexanderhöhe bei Jugenheim ausmachen, rechts davon (und wieder etwas höher) die Häuser von Steigerts auf der Steigertser Höhe. Rechts davon beginnt sich dann langsam das Melibokusmassiv aufzutürmen, erst zum noch relativ niedrigen Darsberg (über dessen Gipfel der Funkmast des höheren aber weiter hinter liegenden Felsbergs herausragt), direkt rechts darunter und nur knapp über den Gipfeln des Jägersburger Waldes der Turm vom Alsbacher Schloss. Dann der Melibokus selbst, auf dem man den hohen Funkturm und direkt davor den kleineren, leuchtenden Aussichtsturm erkennt (und direkt links unter dem Aussichtsturm die felsige Scharte am Abgrund, an der die Drachenfliegerrampe steht). Dann geht´s wieder abwärts in etwas niedrigere Höhenlagen (hinter denen bereits der mächtige Höhenzüg der Knodener Höhe sichtbar ist), bis zum Auerbacher Schloss, dass am ganz rechten Bildrand gerade noch erkennbar ist</em></p>
<p>&#8230;dann links, den Asphaltweg entlang bis zum Hubertushof ganz knapp vor Maria Einsiedel.<br />
Hier gab´s&#8230;</p>
<p>&#8230;blühende Forsythien (ein sicheres Zeichen, dass der Frühling da ist)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1681.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3862" title="img_1681" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1681.jpg" alt="img_1681" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #48</em></p>
<p>&#8230;Ponies und Pferde&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1682.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3863" title="img_1682" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1682.jpg" alt="img_1682" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #49</em></p>
<p>&#8230;kopflose Hühner&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1683.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3864" title="img_1683" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1683.jpg" alt="img_1683" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild #50</em></p>
<p>&#8230;sowie die letzte Abzweigung rechts hoch zum Ziel.<br />
Die nahmen wir.</p>
<p>Noch 400 m. nordwärts durch die Felder, vorbei an Horden nordic walkender Damen (von denen die meisten ein paar mitleidige Blicke für den hechelnden Nemo übrig hatten) und einem letzten, hübschen, mit frischen Blumen geschmückten Wegkreuz&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1685.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3865" title="img_1685" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/img_1685.jpg" alt="img_1685" width="400" height="543" /></a><br />
<em>Bild #51: Übrigens das, das in Bild #2 schon mal zu sehen war</em></p>
<p>&#8230;und dann hatten wir´s auch schon geschafft &#8211; Ziel!</p>
<p>Schöne Tour.<br />
Insgesamt schön problemlos, viel Licht und Wärme in ansprechender Umgebung, dazu das mal wieder das hübsche Maria Einsiedel und die Erkundung des bisher unentdeckten Winkelbachufers, so mag´ ich das.<br />
Allerdings auch mit einem Wermutstropfen, denn für Nemo war´s heute schon fast zu warm &#8211; denn werde ich bald in seine wohlverdiente Sommerpause schicken, und dann fürs nächste Jahr einsam und hundlos durch die Gegend streifen müssen&#8230;</p>
<p>Strecke: 10,5 km<br />
Zeit: Wees ick imma noch nüsch&#8230;<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 54,19 % (5,69 km von 10,5 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/maria-einsiedel-und-winkelbach.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-3806" title="maria-einsiedel-und-winkelbach" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/03/maria-einsiedel-und-winkelbach.jpg?w=128" alt="maria-einsiedel-und-winkelbach" width="128" height="93" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schlammschlacht im Jägersburger Wald (11,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/21/schlammschlacht-im-jagersburger-wald-115-km/</link>
<pubDate>Sun, 21 Dec 2008 20:24:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/21/schlammschlacht-im-jagersburger-wald-115-km/</guid>
<description><![CDATA[Ach je, schon wieder Sonntag, und erst zweimal gelaufen diese Woche &#8211; das würde wohl nix mehr ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ach je, schon wieder Sonntag, und erst zweimal gelaufen diese Woche &#8211; das würde wohl nix mehr werden mit dem Standartwochenziel von 40 km.<br />
Ist aber nicht so schlimm &#8211; im Moment hab ich einfach wichtigeres Zeug um die Ohren und deshalb keinen Kopf für den Sport, außerdem zu wenig Zeit und angesichts des Mangels an interessanten Strecken und dem fast durchgängig miesen Wetter auch einfach keine echte Lust.<br />
Kommt vor, gibt sich wieder (spätestens wenn´s Frühling wird <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  )&#8230;</p>
<p>Zumindest die 30 Wochenkilometer wollte ich aber doch noch voll machen, also musste ich heute wohl oder übel nochmal los. Nicht in die Berge, das hatten wir ja die letzten Male, und außerdem hatte ich keine Lust auf Aussicht &#8211; da hätte ich nur sehen müssen, wie der verflixte Rheingau am anderen Ende der Rheinebene in strahlendem Sonnenschein badet, während es hier an der Bergstrasse gewohnt eklig-dröge-trüb (wenn auch mit 10° ziemlich warm) war.<br />
Musste nicht sein. </p>
<p>Also eher Flachland. Und nicht direkt vor der Haustür, lieber mal wieder im Jägersburger Wald, wo´s immer noch ein paar unerlaufene Schneisen gibt, von denen ich die eine oder andere heute ins Laufnetz aufnehmen wollte.<br />
Plan gemacht, Nemo ins Auto gepackt, und so gegen 15:00 aufgebrochen.</p>
<p><!--more--><br />
Und zwar ins kleine Rieddörfchen Langwaden, das direkt am Nordostrand des Jägersburger Waldes liegt, und nur durch die A67 vom Hauptteil des Forsts getrennt ist (was aber kein Problem ist, dank der zwei Brücken, die von hier aus über die Autobahn führen).<br />
Guten Parkplatz im westlichen Zipfel des Orts gefunden, Nemo ausgepackt, und los ging´s.</p>
<p>Westwärts auf dem Nibelungenweg (gelbes Quadrat): Raus aus Langwaden, hoch auf die alte Autobahnbrücke (die nördlichere der beiden Langwader Brücken).<br />
Strammes Tempo, lief ganz gut, obwohl ich den Großteil des Tages bisher mit Möbelrücken und -schleppen verbracht hatte (Umbauarbeiten in der Wohnung &#8211; hätte mich lieber auf Wichtigeres konzentriert, aber das hat sich nunmal gerade so ergeben&#8230;) und deswegen schon ganz schön geschwitzt hatte.</p>
<p>Auf der anderen Seite der A67 die Brücke runter in den Wald, dort weiter dem Nibelungenweg nach Süden gefolgt, ein kurzes Stück am Ufer des träge dahinplätschernden Winkelbachs westwärts, dann links ab und den auf den Weg, der direkt unter den mächtigen Strommasten durch den Wald in Richtung nach Jägersburg führt (immer noch Nibelungenweg, außerdem auch die Riedlinie/blauer Kreis). </p>
<p>Schon ein bisschen trist hier unten, im kahlen Wald mit seinen traurigen, jungen Bäumchen unter dem weiten, bleigrauen Himmel (aus irgendeinem Grund gibt´s im Jägersburger Wald nur wenig Altwald, das Gros des Baumbestandes sind jüngere Bäume, die einfach nicht so beeindruckend wirken)&#8230;</p>
<p>300 m. nach dem Winkelbachufer ging´s rechts, auf die Rennigswiesenschneise. Unmarkierter Weg durch einen dichteren Teil des Waldes, in schrecklichem Zustand: Wucherige Buckelpiste voller Furchen, unebener Hubbel, und tiefer Löcher, in denen sich Pfützen von der größe ordentlicher Binnengewässer gesammelt hatten.<br />
Und schlammig war´s, unglaublich schlammig: Das Ried saugt sich ja ohnehin gerne mit Wasser voll, und nach dem Regen (ergänzt durch zeitweiligen leichten Bodenfrost) der letzten Wochen war der Weg mit einer zentimeterdicken Schlickschicht bedeckt, die &#8211; zumindest was Konsistenz und Trittsicherheit anging &#8211;  eine starke Ähnlichkeit mit Schmierseife aufwies. </p>
<p>Entsprechend war hier Schluss mit zügigem Tempo &#8211; wenn man rutschend und schlitternd über glitschigste Wildnispfade pflügt, hat man irgendwie andere Sorgen als den 5:30er Kilometerschnitt (z.B. &#8220;Nicht hinfratzen&#8221;,  &#8220;Die größeren Pfützen vermeiden, um nicht für immer im Morast zu versinken&#8221; oder &#8220;Ach du je, den Köter krieg ich ja nie wieder sauber&#8221;).<br />
Holiday on mud &#8211; ganz schön anstrengend&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Immerhin war die Navigation einfach, denn die Schneise führte fast 1,3 km schurgeradeaus nach Westen, bis sie schließlich den Waldrand und damit die Felder vor Groß-Rohrheim erreichte. </p>
<p>Auch hier liefen wir erstmal weiter geradeaus und westwärts. Ging auch nicht besser, der schwammartige Feldweg war nämlich genauso uneben und glibbrig, und dazu noch von schweren Traktorreifenspuren verunstaltet. </p>
<p>Nach einem halben Kilometer durch die Äcker (auf dem wir einen mindestens siebenköpfigen Schwarm aus Graureihern vor uns hertrieben und einen begrenzt erhebenden Blick auf die Kühltürme des AKW Biblis geniessen konnten) bogen wir links ab auf einen &#8211; wer hätte das gedacht &#8211; unsäglich unebenen, schlammigen, verpfützten Feldweg (natürlich unmarkiert), der uns zurück an den Waldrand brachte. </p>
<p>Dort rechts und 650 am Waldrand entlang bis zur Kreuzung der Landstrassen L3261 und L3111 am Forsthaus Jägersburg (der Weg war übrigens unsäglich schlammig und holprig, zur Abwechslung allerdings mal nicht wegen Traktorenspuren, sondern weil hier sich hier offenbar Generationen von Wildschweinen im Umgraben geübt haben). </p>
<p>Ab hier sah der Plan vor, wieder in den Wald reinzulaufen und kurz an  der L3261 in Richtung Langwaden zu laufen, um dann halbrechts auf die unmarkierte Jägerschneise abzubiegen und südwärts ins finstere (oder zumindest schlammige&#8230;) Herz des Waldes vorzudringen.<br />
Also machten wir das.<br />
Wieder mal äußerst unangenehm, am Rand der schmalen, vielbefahrenen Landstrasse ohne Seitenstreifen/Radew/Fußgängerweg zu laufen. Vor allem wenn man gleichzeitig mit seinem unwilligen Hund an der Leine ringen muss, der gar keine Lust hatte, im blöden, zugewucherten und vermüllten Strassengraben laufen und stattdessen ständig auf die schöne, bequeme Fahrbahn will&#8230;</p>
<p>Noch nerviger war allerdings die Tatsache, dass wir keine Spur von der Jägerschneise finden konnten. Früher war die sicher mal hier (deswegen ist sie auch auf der Karte), aber offenbar hat der Wald sie sich wiedergeholt &#8211; keine Schneise weit und breit.<br />
Na prima. Da hammer den Salat.</p>
<p>Kurze Pause zum Formulieren eines alternativen Plans, dann an der L3261 zurück zum Forsthaus Jägersburg und dort links, am Rand der L3111 südwärts in Richtung Einhausen.<br />
Natürlich kein Seitenstreifen/Radweg/Fußweg, noch beschissener zu laufen als gerade eben, und länger. </p>
<p>300 m. knöchelbrechender Quälerei im dornigen und mit McDonalds-Schachtel zugemüllten Strassengraben, dann hatte ich genug und bog blindlings bei der ersten Gelegenheit links in den Wald ab.<br />
Irgendein Waldweg, wusste nicht genau wo oder wohin, bloss erst mal weg von der piefigen Landstrasse.<br />
Dumm nur, dass der Weg nur knapp 100 m. lang war und dann abrupt vor einem eingezäunten Tiefbrunnen aufhörte.<br />
Endstation.<br />
Oh mann&#8230;</p>
<p>Kurzentschlossen wechselten wir in die Wildnis, nämlich auf eine längliche Waldwiese, die hinter dem Brunnen nach Nordosten führte, und von der ich mich zu erinnern glaubte, dass sie vielleicht möglicherweise halbwegs in ungefähr die richtige Richtung führen könnte.<br />
Oder auch nicht, so ganz sicher war ich ehrlich gesagt nicht mehr&#8230;</p>
<p>Die Wiese war schlammig, dornig und von Wildschweinen zerwühlt. Also erstmal nix Neues.<br />
Nach etwas über 100 m. ging rechts eine winzige, wucherige, unnmarkierte Schneise in den Wald rein.<br />
Mein Bauchgefühl meinte, das könnte die verschollene Jägerschneise sein, die wir ja eigentlich suchten.<br />
Also nahmen wir sie&#8230;</p>
<p>Normalerweise enden solche Situationen ja eigentlich immer damit, dass ich mich schrecklich verirre, und am Ende irgendwo in den Ardennen, dem Ural oder am Grund eines verlassenen Kohlebergwerks rauskomme.<br />
Aber heute muss ich euch enttäuschen: Es war tatsächlich die Jägerschneise, die etwas weiter südlich zwar immer noch total mies (schlammig, holprig, wucherig) war, aber sich mit ein bisschen Engagement und gutem, alten Masochismus durchaus laufen liess.<br />
Yaaay! </p>
<p>450 m. südostwärts durch den Wald, über Stock und Stein, Schlick und Pfütze, sowie diverse umgestürzte Bäume.<br />
Schließlich erreichten wir einen quer verlaufenden Weg, der breiter und besser aussah (nämlich die Saufang-Schneise), und auf den wir &#8211; weiterhin meinem Bauchgefühl folgend &#8211; nach rechts einbogen (nur zur Erinnerung: Wir waren zwar genau auf Kurs, aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht, entsprechend war weiterhin alles &#8220;Bauchgefühl&#8221; &#8211; der Jägersburger Wald ist riesig, sieht überall ziemlich gleich aus und bietet dem nicht ganz so ortskundigen Jogger kaum Orientierungspunkte. Wenn man da erstmal die Orientierung verliert, dann bleibt die in der Regel eine ganze Weile weg). </p>
<p>Und jetzt: Eeeeeeeeeeewig geradeaus. Immer die Saufang-Schneise runter (Markierung: Gelbe 2). Ganz gut zu laufen trotz Schlamm, aber vielleicht ein bisschen eintönig: Hier im Mittelteil wird der Forst von einem Netz aus geometrisch gezogenen, parallelen bzw. rechtwinkligen Quer- und Längs-Schneisen zerschnitten, die immer in gleichen Abständen durch den Wald getrieben sind und somit ein Schachbrett von absolut quadratischen Waldstücken mit jeweils genau 360 m. Kantenlänge bilden. Entsprechend kommt man alle zwei Minuten an eine Kreuzung (die ziemlich genauso aussieht wie die letzte Kreuzung. Und die vorletzte. Und die nächste. Und die übernächste) und kann ewig weit geradeaus gucken &#8211; das zieht sich gerne mal ein bisschen, gerade an einem unschönen Tag wie heute (bei Sonne ist es hingegen ziemlich hübsch hier drin). </p>
<p>Nach 1,6 km wieder mal eine dieser Kreuzungen, die allerdings von der gelben drei gestreift wurde &#8211; da ich inzwischen wieder halbwegs sicher war, dass wir die richtige Strecke liefen, nahm ich das als Zeichen zum Abbiegen: Links ab auf die Stockschneise (unmarkiert und schlammig) und 360 m. nordostwärts bis zur nächsten Kreuzung (wir erinnern uns: Waldquadrate mit 360 m. Kantenlänge), wo uns der blaue Kreis der Riedlinie erwartete.<br />
Perfekt, genau hier hatten wir hingewollt!  </p>
<p>Eigentlich hatte ich ja vorgehabt, nur kurz der Riedlinie nach Norden zu folgen, und dann auf verschlungenen, unmarkierten und unbekannten Schneisen irgendwie ostwärts durch den Wald zu rennen, aber ehrlich gesagt hatte ich dazu keine Lust mehr: Schließlich hatten wir uns heute schon genug verirrt, außerdem dämmerte es schon ein bisschen, und so langsam machte sich doch auch die anstrengende Möbelrückerei von heute bemerkbar.<br />
Also folgten wir halt lieber der Riedlinie, von der ich wusste, dass sie uns verlässlich bis zurück an die Langwader Autobahnbrücke führen würde. </p>
<p>1,3 km nordwestwärts durch den Wald. Über schlüpfrige Schlammberge (hier waren wohl gerade erst vor kurzem Kolonnen von Baggern und schwerbeladenen Holzlastern durchgepgflügt) und durch den Nieselregen.<br />
Dann halbrechts die Kreuzschneise hoch (immer noch Riedlinie, nun kam auch noch der Nibelungenweg [gelbes Quadrat] hinzu. 600 m. schnurgerade nach Norden, über die L3261 und den Parkplatz Küchengarten kurz vom Wasserwerk, dann nochmal 500 m. nordwärts, bis wir die Linie der gewaltigen Hochspannungsleitungen mitten im Wald erreichten.</p>
<p>Der (sowie weiterhin der Riedlinie und dem Nibelungenweg) folgten wir dann einfach nur noch nach Nordosten, zurück ans Winkelbachufer, über den Bach rüber, dann auf der Fußgängebrücke über die A67 und im letzten Tageslicht zurück nach Langwaden. </p>
<p>Na ja. Wetter war mies, der Wald war dreckig und schlammig, wir haben uns verirrt und eingesaut, und am Ende hab´ ich ganz schön die Möbelpackerei von heute morgen und mittag gespürt.<br />
Andererseits: Viel neue Strecke. Besser als nix.<br />
Insgesamt sicherlich keine Traumrunde, aber erträglich&#8230;</p>
<p>Strecke: 11,5 km<br />
Zeit: 1:05 h (10,62 km/h bzw. 5:39 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 64,17% (7,38 km von 11,5 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/schlammschlacht-im-jagersburger-wald.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/schlammschlacht-im-jagersburger-wald.jpg?w=128" alt="schlammschlacht-im-jagersburger-wald" title="schlammschlacht-im-jagersburger-wald" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-2605" /></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Erweiterte Wochenübersicht 2008 KW 48 (01.12.-07.12)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/07/erweiterte-wochenubersicht-2008-kw-48-0112-0712/</link>
<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 19:31:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/07/erweiterte-wochenubersicht-2008-kw-48-0112-0712/</guid>
<description><![CDATA[Aus Zeitgründen gibt´s vorerst leider nur Laufblog Light™, also die Laufberichte nur in Form eines e]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>Aus Zeitgründen gibt´s vorerst leider nur Laufblog Light™, also die Laufberichte nur in Form eines erweiterten Wochenrückblicks.<br />
Siehe unten.</em></p>
<p>Humpf. Bescheidene Woche. Das Wochensoll hab´ ich zwar erreicht, aber dieses Mal ist es mir echt nicht leicht gefallen.<br />
Schuld daran war vor allem das Wetter: Als bekennender Schönwetterläufer schlägt mir so eine Witterung wie in dieser Woche einfach furchtbar aufs Gemüt. Da muss ich mich jedesmal überwinden, um bei Sturm und Dauerregen loszulaufen, und die Touren unter solchen Bedingungen kotzen mich eigentlich ausnahmslos an, machen überhaupt keinen Spass, und kosten total viel Kraft. Ein, zweimal in der Woche ist das erträglich, aber wenn es von Montag bis Sonntag durchgängig feuchtkaltrüb ist und Bindfäden regnet&#8230; Bäh!!!</p>
<table style="border-collapse:collapse;border:black 1px solid;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="5">
<tbody>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Tag</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Strecke</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Zeit</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Entfernung</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Mo.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"> </p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Di.</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:center;border:black 1px solid;"> </td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Mi.</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:center;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/4-orte-runde-an-der-bergstrasse.jpg">4-Orte-Sprint bei Dauerregen</a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">0:40 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">7,9 km</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Do.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/raststatte-bb-griesheim-weiterstadt.jpg">An der Autobahn durchs Ried: Raststätte Büttelborn &#8211; Griesheim &#8211; Weiterstadt</a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">1:06 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">11,3 km</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="left">Fr.</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center">-<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/um-ober-beerbach.jpg"></a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Sa.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/um-den-melibokus-bei-regen.jpg">Wieder mal um den Melibokus</a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">1:06 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">10 km-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">So.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/jagersburger-wald-dez08.jpg">Halbwegs versöhnlicher Wochenabschluss im Jägersburger Wald  </a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center"> 1:04 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">11,2 km</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;vertical-align:top;border:black 1px solid;" colspan="3">Wochenlaufleistung</td>
<td style="font-weight:bold;vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">40,4 km</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Und hier noch die Berichte zu den einzelnen Läufen:</p>
<p><strong>Lauf #1, Mittwoch 3.12.08: 4-Orte-Sprint bei Dauerregen (7,9 km)</strong><br />
Ein grässlicher Tag: 3° Celsius, böiger und ziemlich starker Wind, und dazu auch noch ekelhafter Dauerregen &#8211; widerlich, da hätte ich am allerliebsten aufs Laufen verzichtet.<br />
Ging aber leider nicht, denn ich hatte gestern schon ausgesetzt, weil da so ein grässlicher Tag gewesen war, deshalb musste es heute halt wohl oder übel sein, wegen dem Wochenziel und so.</p>
<p><!--more--><br />
Also bin ich raus in den Regen/die Kälte/den Wind/den Matsch und hab´ wenigstens eine kleine Runde absolviert: Von Jugenheim auf dem Blütenweg nach Alsbach, durch Alsbach durch, dann über die grauen, verregneten Weinberge unterhalb vom Alsbacher Schloss bis nach Zwingenberg. In Zwingenberg den Grenzweg am nördlichen Ortsrand runter zur B3, und der dann mehr als 2,5 km nach Norden gefolgt, an der Sandwiese vorbei bis nach Bickenbach rein. Dort dann via Darmstädter Str., Jugenheimer Str. und dem Radweg neben der K146 durch Feld zurück nach Jugenheim, und dann auf der Bickenbacher Str./Hauptstr./Alsbacher Str. nach Hause.</p>
<p>Erkenntnisse:<br />
1) Bei so einem Wetter laufen macht mir keinen Spass<br />
2) Mit ständig verregneter/beschlagener Brille laufen macht mir keinen Spass<br />
3) Nasse Laufklamotten bei eisigem Wind machen keinen Spass<br />
4) Nasse Schuhe auch nicht<br />
5) Auch wenn´s keinen Spass macht: Diese Art von Wetter macht mich in der Regel total schnell, weil ich da schnelle Strecken laufe (nämlich Asphalt, nach 48 Stunden Dauerregen waren Feld- und Waldwege keine Option mehr), weil ich es schnell hinter mich bringen will, und vor allem, weil ich an solchen Tagen sowieso schon vor allem aus trotzigem Masochismus laufe, der sich auch bestens zum Tempomachen unterwegs eignet.</p>
<p>Sonstige Vorkommnisse? Beim schnellen Bergablaufen in Zwingenberg haben mir die Waden wehgetan, und auch bei strömenden Regen bietet sich manchmal eine Gelegenheit zu einer guten Tat (die in diesem Fall darin bestand, einer verloren wirkenden jüngeren Dame im BMW zu erklären, wie sie von Bickenbach nach Weinheim kommt) &#8211; wenigstens etwas&#8230;</p>
<p>Strecke: 7,9 km<br />
Zeit: 0:40 h (=11,85 km/h bzw. 5:04 min/km)<br />
Neue Strecke: -<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/4-orte-runde-an-der-bergstrasse.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2511" title="4-orte-runde-an-der-bergstrasse" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/4-orte-runde-an-der-bergstrasse.jpg?w=128" alt="4-orte-runde-an-der-bergstrasse" width="128" height="93" /></a></p>
<p><strong>Lauf #2, Donnerstag 4.12.08: An der Autobahn durchs Ried: Raststätte Büttelborn &#8211; Griesheim &#8211; Weiterstadt (11,3 km)</strong><br />
Heute eine Odyssee durchs Rhein-Main-Gebiet: Erst im monströsen Möbelhaus Segmüller in Weiterstadt an der A5 nach einem neuen Sofa Ausschau gehalten (Erkenntnisse: 1) Polstermöbel können ganz schön teuer sein. 2) Von aussen erinnert das Möbelhaus in seinem seelenlosen Gigantismus an einen stalinistischen Prachtbau. 3) Von innen ist es groß genug, um auf seinen drei oder vier Stockwerken eine ordentliche Jogginstrecke zu plotten [wäre doch mal was anderes, so eine Tour durchs Möbelhaus... <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ]), dann kurz rüber nach Mainz, und auf dem Rückweg noch schnell einen Lauf in der Semifremde neben der Autobahn eingegschoben, weil ich ja eh schon mal in der Gegend war.</p>
<p>Heutiges Laufgebiet: Das Platte Land zwischen Griesheim und Weiterstadt: Ein bisschen Wald, viele Äcker, und mittendrin eine Autobahn, ein paar Mülldeponien und ein Knast. Charming&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Wetter natürlich auch heute wieder mies, mit nieseligem Dauerregen, feuchtkaltem Südwind und Temperaturen um die 5°. Brrr.</p>
<p>Start auf der Autobahnraststätte Büttelborn Süd an der A67 &#8211; nicht wirklich pittoresk im grauen Herbstregen, aber immerhin mit guten Parkmöglichkeiten (Und zudem ein laufbloggerisches Novum, denn von einer Autobahnraststätte war ich bisher noch nie losgelaufen).<br />
Von hier aus Südwärts, vom Raststättengelände runter in die endlosen Spargeläcker des nördlich-zentralen Rieds, und am Waldrand des Hegwalds entlang in Richtung Griesheim.<br />
War alles erwartungsgemäß trist &#8211; das letzte Mal vor ich vor <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/16/projekt-nordwarts-griesheim-buttelborn-121-km/">über einem Jahr</a> hier vorbeigekommen, im Rahmen von &#8220;<a href="http://de.wordpress.com/tag/projekt-nordwarts/">Projekt Nordwärts</a>&#8221; und hatte die Gegend ziemlich trostlos gefunden &#8211; und da der 4.12.08 ein noch trüberer, ekeligerer Tag als der 16.11.07 war, änderte sich an dieser Einschätzung auch heute nicht wirklich viel &#8211; irgendwann muss ich hier einfach noch mal an einem schönen Sommerabend durchlaufen, um die Gegend auch mal unter anderen Umständen zu erleben&#8230;</p>
<p>Lauftechnisch lief´s ebenfalls ziemlich beschissen: Meine Beine waren nach der gestrigen Temporunde träge, schwer und unwillig, der Untergrund war ziemlich unangenehm (traktorreifenzerfurchte Wirtschaftswege nach drei Tagen Dauerregen sind nicht sehr lauffreundlich &#8211; der riedtypische Sandboden klebt und matscht zwar nicht besonders wenn er nass ist, aber dafür sackt er unter Belastung einfach so weg), und ausserdem hatte ich die ganze Zeit total fiesen Gegenwind. Anstrengend.</p>
<p>Nach etwas über einem km links, über die Äcker bis zum nächsten Wäldchen an der Autobahn, am Waldrand ein Stück geradeaus, dann wieder nach Süden im Richtung des Industriegbiets im griesheimer Norden, dessen geduckte Silhouette jenseits der Felder kauerte wie eine betongewerdene Herbstdepression.</p>
<p>Immer weiter südwärts, erst Äcker, dann die Weiterstädter Str. runter &#8211; eigentlich nur ein betonierter Fahrweg ohne Fahrbahnmarkierungen (und natürlich ohne Randstreifen/Radweg/Fußweg), der aber nichtsdestrotz ein Verkehrsaufkommen hatte, dass dem der nahen Autobahn in nichts nachstand &#8211; ständig musste ich in den Strassengraben wechseln, um Autos auszuweichen, das war dood.</p>
<p>Am der Nordostecke Griesheims links, auf einen asphaltierten Radweg neben dem Nordring und 750 m. ostwärts. Mehr Äcker, weiter hinten dann ein potthässliches junges Wäldchen, schließlich eine eckige Unterführung unter der A67 durch.</p>
<p>Direkt dahinter bog ich links ab und folgte dem Radweg 21 nach Norden. Hier fand ich´s hübscher als auf der anderen Seite der Autobahn: Mehr Wald, der zudem nicht neu und klein und hässlich war, sondern älter und imposanter &#8211; bei Sonne wäre das wahrscheinlich sogar richtig nett gewesen.<br />
Nach 300 m. kam der erste kleine Höhepunkt der Tour in Sicht, nämlich ein kleiner See, an dem ich zwar noch nie zuvor gewesen war, den ich aber trotzdem seit Jahrzehnten kenne, weil man ihn unweigerlich sieht, wenn man auf der A67 nach Norden fährt und kurz nach dem Waldrand hinter dem Darmstädter Kreuz nach rechts aus dem Auto guckt. Der See ist nicht groß und fast perfekt rechteckig, und hat mich wegen seiner irgendwie immer an eine Toastbrotscheibe erinnert, also hab´ ich ihn im Geiste bisher immer als den &#8220;Toastbrotsee&#8221; bezeichnet.<br />
Und heute wollte ich ihn zum ersten Mal aus der Nähe sehen.<br />
Ging leider nicht so richtig, denn das ganze Gelände drumrum ist ein gesperrtes Naturschutzgebiet (&#8220;Biotop am Weigandsbusch&#8221;), aber immerhin sah´s auch im Vorbeilaufen sehr nett und schilfig und gar nicht wirklich toastbrotig aus. Nett.</p>
<p>Und weiter nordwärts, auf einer kleine Brücke über den überraschend breiten Darmbach, dann an einer riesigen tiefgelegenen Niedrung voller Schilf vorbei, die offensichtlich so eine Art Notrückhaltebecken für den Fall ist, dass der Darm(bach) mal überläuft, und schließlich geradeaus in den Flachlandwald namens &#8220;Triesch&#8221;.<br />
An dessen Eingang war ´ne Schranke mit einem Schild, das jedem der den Wald betritt &#8220;Lebensgefahr&#8221; verheisst, ohne allerdings zu erklären warum. Das stoppte mich erstmal, weil´s so mysteriös war. Warum das wohl da war? Astbruch? Feuergefahr? Kannibalische Wildschweine?<br />
Ich überlegte kurz, ob ich nicht lieber eine andere Strecke nehmen sollte, aber ehrlich gesagt war mir nicht nach Umwegen zumute, und als dann 100 m. weiter vorne mitten im Wald auch noch ein Spaziergänger mit Hund auftauchte, der Weder von Astbruch noch von Feuer noch von kannibalischen Wildschweinen behelligt wurde, lief ich halt doch mittenrein in den Triesch, der sich als netter, lichter Flachlandwald mit viel Bodenbewuchs herausstellte, und nicht besonders lebensgefährlich rüberkam.</p>
<p>Nach 1,3 km auf der Salzlackschneise war der Wald dann zuende, und es erwarteten mich einmal mehr die weiten, verregneten Äcker des Rieds. 500 Nordwärts auf einem asphaltweg (der &#8220;Orfelder Rod&#8221;), bis an den Südrand von Weiterstadt, der unter dem bleigrauen, düsteren Himmel genauso trist und deprimierend wirkte wie Griesheim von Norden (schlimmer war allerdings der Anblick, der sich rechts des Weges hinter den Feldern bot: Die Betonwüste aus Einkaufszentren und Großmärkten an der A5 und der Riedbahn [allen voran der bereits erwähnte stalinstische Klotz des Möbelhauses Segmüller] mag ökonomisch eine tolle Sache für Weiterstadt sein, aber aber an einem Tag wie heute ist sie so unerträglich hässlich, dass es fast schon weh tut, da hinzugucken. Grausig!).</p>
<p>Kurz vor der B42 am Weiterstädter Ortsrand nach links, westwärts, und zwar über einen Kilometer &#8211; mehr Äcker, mehr schwere Beine, mehr Nieselregen von schräg vorne.<br />
Alles Mist.<br />
Dann schließlich links, auf einem überbreiten Fußweg neben einer tristen Strasse nach Süden, vorbei an einer etwas fragwürdig duftenden Kompostierungsanlage bis runter an den Haupteingang der JVA Weiterstadt, ihres Zeichens das modernste Gefängnis im Landkreis und außerdem der Ort, wo die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sprengstoffanschlag_gegen_die_JVA_Weiterstadt">RAF vor 15 Jahren ihren allerletzten großen Anschlag durchgeführt hat</a>.<br />
Noch ´ne Premiere, direkt an einem Gefängnis war ich bisher auch noch nicht vorbeigekommen.<br />
Hier rechts und dem äußeren Zaun am Nordrand der Anlage (hinter dem ein weiterer hoher Zaun mit Stacheldraht und eine noch höhere Betonmauer mit kleinen Wachtürmen liegt &#8211; sieht zumindest für einen Laien wie mich ziemlich ausbruchssicher aus. Aber das ist vermutlich auch Sinn der Sache&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) nach Westen gefolgt.<br />
An der Nordwestecke der JVA dann kurz noch nach Süden runter, und dann gleich wieder westwärts in die Äcker, nochmal auf einem unsäglich miesen, schlammigen, unebenen Feldweg.<br />
Hier fing´s dann richtig zu regnen an. Das fand ich scheisse.<br />
Aber es war auch nicht mehr weit. Das fand ich weniger scheisse -<br />
750 m. Feldweg, dann links auf einen etwas besseren Asphaltweg (Radweg 23), der geradewegs auf die Autobahnbrücke an der Raststätte Büttelborn führte, die ich hastig erklomm, von oben noch mal die Triste Aussicht auf die graue, dämmrige Landschaft genoss (ohne es wirklich zu geniessen) und auf der anderen Seite geradewegs runter zum wartenden Auto laufen konnte.<br />
Huije, geschafft!</p>
<p>Positiv: Viel neue Strecke, bis Weiterstadt gekommen (da war ich laufenderweise noch nie), mit dem Toastbrotsee und der JVA Weiterstadt ein paar interessante Orte erlaufen.<br />
Negativ: Lief nicht wirklich gut, war ein widerlicher Tag, hat nicht so richtig Spass gemacht.</p>
<p>Fazit: Na ja&#8230;</p>
<p>Strecke: 11,3 km<br />
Zeit: 1:06 h (10,27 km/h bzw. 5:50 min/km)<br />
Anteil der noch nie gebloggten/gelaufenen Passagen an der Gesamtstrecke: 96,37% (10,89 km von 11,3 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/raststatte-bb-griesheim-weiterstadt.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2525" title="raststatte-bb-griesheim-weiterstadt" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/raststatte-bb-griesheim-weiterstadt.jpg?w=128" alt="raststatte-bb-griesheim-weiterstadt" width="128" height="93" /></a></p>
<p><strong>Lauf #3, Samstag 6.12.08: Wieder mal um den Melibokus (10 km)</strong><br />
Ok, den können wir ganz kurz machen:<br />
Strecke: Hoch in den Wald, über die Ruine Jossa auf den Pürschweg am Ende des Darsbergtals. Auf dem Pürschweg weiter aufwärts, dann weit oben auf namenlosen Waldwegen, dem Lucibergweg und der Melibokusstr. einmal um den Melibokusgipfel, schließlich über Kattenberger Schneise, Melibokusweg, Darsbergwiese und Melibokusweg zurück.</p>
<p>Hund dabei.<br />
Wald feucht und kalt und schlammig und eklig.<br />
Laune schlecht.<br />
Wetter schlechter. Den großteil der Strecke (nämlich alles über 250 HM) hab´ ich IM INNEREN einer einzigen, eisig kalten Regenwolke absolviert, die um den Melibokus rum abhing. Entsprechend war´s superfeucht, und ich musste praktisch blind laufen &#8211; meine Brille war ständig so beschlagen und verregnet, dass ich sie schließlich abgesetzt habe &#8211; aber ohne ging´s auch nicht besser (von wegen Kurzsichtigkeit im finsteren Wald und so).</p>
<p>Hat überhaupt keinen Spass gemacht, sondern mich wirklich vom ersten bis zum letzte Schritt angekotzt.<br />
Drecksherbst, hoffentlich ist bald Schluss damit&#8230;</p>
<p>Strecke: 10 km<br />
Zeit: 1:06 h (= 9,1 km/h bzw. 6:36 min/km [schneller geht einfach nicht, wenn man nix sieht...]).<br />
Neue Strecke: Keine. Aber selbst wenn, hätte ich wohl nix davon bemerkt, wegen Regenblindheit und so&#8230;<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/um-den-melibokus-bei-regen.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2521" title="um-den-melibokus-bei-regen" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/um-den-melibokus-bei-regen.jpg?w=128" alt="um-den-melibokus-bei-regen" width="128" height="93" /></a></p>
<p><strong>Lauf #4, Sonntag 7.12.08: Halbwegs versöhnlicher Wochenabschluss im Jägersburger Wald (11,2 km)</strong><br />
Auch heute morgen war der Blick aus dem Fenster wieder mal ziemlich deprimierend: Zwar regnete es ausnahmsweise mal nicht mehr, aber es war immer noch grau, trüb und eklig.<br />
Bah! Da hatte ich echt überhaupt keine Lust, mir noch einen Lauf anzutun, auch wenn noch 10,8 km bis zum Wochensoll fehlten. </p>
<p>Immerhin hellte es nach dem Mittagessen langsam ein bisschen auf, so dass ich mich dann schließlich doch noch überwand, mich selbst und den Hund ins Auto lud, und runter an den Jägersburger Wald fuhr, um doch noch meine läuferische Pflicht zu tun, und dabei ein paar bisher ungelaufene Nebenschneisen zu erkunden (auf die Äcker um Zuhause rum hatte ich wirklich überhaupt keine Lust, genausowenig wie auf den Wald am Melibokus, da hatte mir die Tortur gestern voll und ganz gereicht). </p>
<p>Start mal wieder auf dem Parkplatz der Verdichterstation am Waldrand hinter Hähnlein, neben der L3112 nach Gernsheim.<br />
Hier unten war´s unglaublich feucht &#8211; der schwere Flachlandboden hatte sich nach den Regenfällen der letzten Tage wie ein Schwamm vollgesogen und was nicht mehr reinging, hatte sich in zahllosen Pfützen gesammelt, und der Wald hing voll fetter, schwerer Nebelschwaden &#8211; aber es war wenigstens nicht kalt oder windig, und oben, zwischen den Wolken schaute der blaue Himmel durch, also gar nicht so übel&#8230;</p>
<p>Gleich zu Anfang überquerten Hund &#38; Matthias die L3112 und liefen gegenüber der Verdichterstation südwärts in den Wald rein. Irgendein relativ gepflegter Radweg ohne Nummer, der erst auf die A67 zuführt, dann rechts in die Rohrlach-Schneise, dann wieder links in die Büttelweg-Schneise einknickte. Lief ganz gut, Nemo hatte es ziemlich eilig und peste vorneweg, ich kam etwas gemächlicher hinterher. </p>
<p>Und dann kam die Sonne raus.<br />
Unglaublich, was so ein bisschen direktes Sonnenlicht ausmacht: Auf einmal machte mir die Sache wieder Spass, und der eben noch eher unspektakuläre kahle Flachlandforst stellte sich als hübsche und abwechslungsreiche Waldlandschaft heraus,deren wabernden Nebelschwaden wunderbar stimmungsvoll von den schräg hereinfallenden Lichtstrahlen illuminiert wurden. Tat richtig gut &#8211; so hin und wieder brauch´ ich einfach ein bisschen Licht und Sonne, um das Laufen laufenswert zu machen&#8230;</p>
<p>Nach 700 sonnigen Metern auf der Büttelweis-Schneise versteckte sich unser wichtigster Himmelskörper wieder schamhaft hinter den immer dünner werdenden Wolken (die dadurch aber rosig schön schimmerten), und Nemo und ich bogen rechts ab und überquerten auf der alten, einsamen Autobahnbrücke mitten im Wald die A67. </p>
<p>Auf der anderen Seite dann geradeaus/halblinks weiter, auf einem guten aber namen- und weitgehend markierungslosen Kiesweg (gegen Ende war er dann mit der gelben 5 markiert) bis zum westlichen Waldrand, wo wir auf einen feuchtsumpfigen Wiesenpfad wechselten, der ein paar Meter jenseits der letzten Bäume am Ufer des Winkelbachs nach Nordwesten führte, und nach ein paar hundert Metern in einen alten Plattenweg überging. </p>
<p>Dem folgten wir, liefen an der Westecke des Waldes vorbei in die Äcker, nunmehr auf dem Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) bzw. der Riedlinie (Blauer Kreis). An unserem lokalen Wallfahrtsörtchen <a href="http://www.maria-einsiedel.de/">Maria Einsiedel</a> vorbei, direkt danach dann an der Kreuzung beim Hubertushof rechts, und in nordöstlicher Richtung durch die schier endlosen Äcker und Pferdekoppeln westlich von Gernsheim (die weiterhin unter herrlich blauem Himmel lagen, und dementsprechend schön freundlich wirkten). </p>
<p>Ewig lange gerade auf bequemen Asphalt und mit leichtem Rückenwind, da konnten wir nochmal gut Tempo machen (auch wenn man ein bisschen auf die Pfützen achten musste, die teils den gesamten Weg bedeckten und ungefähr genauso tief wie das Kaspische Meer zu sein schienen). Nach 1,2 km passierten wir das Gestüt Karlshof am Stockweg, wo ich Nemo lieber festmachte, damit er keins von den vielen Pferden reissen konnte, die am Wegesrand standen und irre glotzten (<em>Klarstellung: Nemo wäre mit seinen beachtlichen acht Kilo Gesamtgewicht rein physisch natürlich problemlos in der Lage, ein Pferd oder auch einen Büffel oder einen Bären zu erlegen, aber weil er ein lieber Kerl ist, würde er sowas niemals tun. Trotzdem: Sicher ist sicher&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> ).<br />
Danach noch einen halben Kilometer weiter auf dem Weg, der nunmehr zum Radweg 25 geworden war (zumindest laut Wanderkarte, vor Ort fiel mir kein Marker auf). Kurz vor der L3112 und kurz hinter dem Wasserwerk bogen wir dann wieder rechts ab und liefen auf einem schlammig-verlaubten Pfad westwärts in den Wald rein, der allenthalben von grasbewachsenen und eingezäunten Wasserhäuschen aufgelocktert wird. </p>
<p>500 m. ostwärts, dann die erste Schneise links hoch an die L3112, die überquert und auf der anderen Seite weiter geradeaus die Dornschneise hoch, und schließlich nach weiteren 600 m. rechts in die Orgäng-Schneise, an deren Ende eine Fußgängerbrücke über die A67 liegt, auf der wir eigentlich wieder zurück auf die Ostseite der Autobahn wollten.<br />
Uneigentlich stellte sich das leider als unmöglich heraus: Die Brücke war gesperrt, der Aufgang mit Brettern vernagelt, und jemand hatte ein schludrig ausgedrucktes Schild mit der Aufschrift &#8220;Betreten Verboten!&#8221; drangepappt. </p>
<p>Seufz! </p>
<p>Was hab´ ich eigentlich getan, dass die mir seit anderthalb Jahren ständig die Brücken sperren, auf denen ich über die A67 will, häh?<br />
Total nervig (zumal das ja eigentlich auch der offizielle Verlauf des Saar-Rhein-Main-Wegs ist, der damit unterbrochen wird), aber es liess sich nicht ändern &#8211; Nemo und ich mussten einen alternativen Übergang über die Autobahn finden.</p>
<p>Also liefen wir südwärts, kurz die Spundloch-Schneise runter, dann links auf der Löchernschneise bis fast an die Autobahn, dann wieder rechts die Kohlhof-Schneise runter, die erst über eine größere Lichtung voll unglaublich dicker Nebelschwaden direkt neben der A67 führte, und dann sang- und klanglos am Fuß der meterhohen Böschung der L3112 endete.<br />
Na Prima!</p>
<p>Auf Umkehren hatte ich keinen Bock, also kraxelten wir halt die Böschung bis an die Landstrasse hoch. Dort schnappte ich mir den Hund (es gibt so Momente, da bin ich echt froh, dass ich keine Dogge hab&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), kletterte über die Leitplanke, spurtete über die Fahrbahn, und kletterte über die Leitplanke auf der anderen Seite, wo wir wohlbehalten den Radweg zwischen Hähnlein und Gernsheim erreichten. Dem folgten wir dann neben der L3112 über die Autobahn und zurück zur Verdichterstation, und da war der Lauf dann zu Ende. </p>
<p>Ganz ehrlich: Keine Supertour, aber im Gegensatz zu den restlichen Touren dieser Woche zumindest ziemlich angenehm. Schon komisch, was so ein bisschen Sonne und blauer Himmel manchmal ausmachen können&#8230;</p>
<p>Strecke: 11,2 km<br />
Zeit: 1:04 h (<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 43,21% (4,84 km von 11,2 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/jagersburger-wald-dez08.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2526" title="jagersburger-wald-dez08" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/jagersburger-wald-dez08.jpg?w=128" alt="jagersburger-wald-dez08" width="128" height="93" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Meditatour zwischen Crumstadt und Stockstadt (13,4 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/11/06/niemandsland-zwischen-crumstadt-und-stockstadt-134-km/</link>
<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 20:29:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/11/06/niemandsland-zwischen-crumstadt-und-stockstadt-134-km/</guid>
<description><![CDATA[Heute war wieder einer von diesen deprimierend drögen Herbsttagen, die ich so richtig hasse: Dichte ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute war wieder einer von diesen deprimierend drögen Herbsttagen, die ich so richtig hasse:<br />
Dichte Bewölkung/Hochnebel, durch die nicht der Hauch eines Sonnenstrahls drang, deshalb war´s selbst um die Mittagszeit so trüb und dunkel, dass die Autos mit Licht unterwegs waren. Alles grau in grau, furchtbar demotivierend. Dazu regte sich kein Lüftchen, es war kalt aber auch irgendwie dumpf -Un après-midi de plomb (um mal den Titel eines <a href="http://www.bedetheque.com/fiche-9289-BD-Colere-noire-Un-apres-midi-de-plomb.html">obskuren frankobelgischen Comics</a> zu plagiarisieren. Die Deutsche Übersetzung lautet übrigens &#8220;Ein Nachmittag wie Blei&#8221;&#8230;).<br />
Schönes Laufwetter sieht anders aus. </p>
<p>Aber drücken wollte ich mich auch nicht, schließlich war schon Donnerstag und ich hatte erst eine Tour diese Woche. Also beschloss ich stattdessen, es mir heute so richtig dreckig zu geben. </p>
<p>Und zwar so:<br />
In meinem Laufnetz klaffte seit Monaten eine etwas größere Lücke mitten im plattesten Ried, zwischen Crumstadt, Stockstadt, Biebesheim und Allmendfeld. Bisher hatte ich mich nie so richtig motivieren können, die mal zu schliessen, denn da unten gibt es fast nichts: Flach wie ein Bügelbrett, ein paar einsame Landstrassen und einsamere Aussiedlerhöfe, dazwischen nur Rübenäcker:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/die-lucke-im-ried.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/die-lucke-im-ried.jpg" alt="die-lucke-im-ried" title="die-lucke-im-ried" width="400" height="290" class="alignnone size-full wp-image-2201" /></a><br />
<em>Ganz recht, werte Leser &#8211; das Spannendste, was Google Earth im fraglichen Gebiet anzuzeigen hat, ist eine Verdichterstation&#8230;</em></p>
<p>Das mag an einem freundlichen Sommertag noch ganz hübsch sein (wenn auch nicht so richtig doll spannend), aber an einem halblichtigen, dunstigen, kalten, bleigrauen Depri-Novembernachmittag wie heute ist es da draussen ungefähr genauso heiter und erbaulich wie auf einem Begräbnis.<br />
Brrrr.</p>
<p>Aber andererseits: An so einem furchtbaren Tag bewusst durch die graue Einöde zu laufen, das klang irgendwie auch wieder ganz faszinierend. Vielleicht ja mal eine interessante, ja vielleicht sogar eine läuternde, Erfahrung&#8230;<br />
(Ausserdem fiel mir eh nix Besseres ein <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p><!--more--><br />
Folgerichtig: Am mittleren Nachmittag gut einmummelt, rein ins Auto, und westwärts ins Ried getuckert, bis ins neblig-graue Crumstadt, das bereits in angemessener Tristesse unter dem gewaltigen, finster bleifarbenen Himmel kauerte.  </p>
<p>Start in der Rathausstr. Von hier aus ein bisschen durch den Ort, erst südwärts die Rathausstr., dann rechts in die Karlsbader Str.<br />
Wohngebiet, rechts etwas älter, links etwas neuer, sah ungefähr <a href="http://www.panoramio.com/photos/original/8591304.jpg">so</a> aus, nur nicht so freundlich.<br />
Nach etwas über 300 m., an der Strasse &#8220;Am Lohrrain&#8221; dann rechts und aus Crumstadt hinaus in die Felder. </p>
<p>Wow. Das war wirklich trostlos heute, fast so trostlos, wie ich es erwartet hatte.<br />
Ein Welt aus leeren, wuchtigen, menschenfeindlichen Flächen: Oben ein gewaltiger, tiefhängender grauer Himmel, der einen regelrecht niederdrückte, ja beinahe erschlug. Links und rechts braune Stoppeläcker im fahlen Halblicht, scheinbar bis in die Unendlichkeit (die liess aber auch nicht lange auf sich Warten, denn aufgrund der Wetterlage verlor sich die Fernsicht nach ein, zwei Kilometern im milchig-finsteren Dunst).<br />
Kurz hinter Crumstadt, wahrscheinlich auf dem Verlauf einer alten Neckarschleife, gab´s noch ein paar Bäume, an denen sich das imgrauen Nichts herumirrende Auge noch ein bisschen festhalten konnte, doch die waren bald passiert &#8211; und dahinter wurde es leer.</p>
<p>Hier war´s kalt und deprimierend und einsam &#8211; aber irgendwie gefiel´s mir.<br />
Wenn man sich darauf einlässt, einsam und verloren in die graue Leere zwischen den Orten zu laufen, ist es eigentlich sogar recht befreiend. Normalerweise versuche ich ja immer ganz bewusst zu laufen, mit allen Sinnen zu Erleben, Augen und Ohren offen zu halten.<br />
Heute war das genaue Gegenteil angesagt: Ohne äußere Stimuli versank ich schnell in mir selbst, liess das Bewusstsein nach innen gleiten, während mein Körper und das Unterbewusstsein sich ohne Aufsicht ums Laufen kümmerten.<br />
Vorteil: Ein bisschen wie Meditation<br />
Nachteil: Man erlebt nicht viel von der Umgebung. Aber da gab´s ja eh nichts zu erleben, zumal ausser mir hier draussen offensichtlich keine Menschenseele unterwegs war. </p>
<p>So ging´s erstmal 2,5 km über holprige, verschlammte Landwirtschaftswege, bis an die K154 vom Philippshospital. Dort links, an einer Ampel über die B44 und weiter in Richtung Stockstadt, vor dem Ortseingang jedoch links, und auf weiteren holprigen verschlammten Landwirtschaftswegen zwischen Äckern und der Rückseite eines grauen, tristen Gewerbegebiets nach Süden, und schließlich auf dem Odenwaldring außerhalb des Ortes (kein Seitenstreifen, kein Radweg) bis an die quer verlaufende K153 (von Stockstadt nach ääääh, offensichtlich nach nirgendwohin, die endet irgendwo weiter westlich einfach in der K151). </p>
<p>Kurz rechts, dann wieder links, weiter nach Süden. Offiziell auf der Riedlinie (blauer Kreis), aber viele Markierungen waren nicht zu sehen &#8211; hier draussen gibt´s einfach wenige Bäume, Zäune oder Pfosten, an denen man Marker anbringen könnte. Ansonsten alles beim Alten: Links Äcker (und die B44), rechts Äcker (und das geduckte, graue Stockstadt &#8211; heute war aber irgendwie auch alles grau&#8230;), im Kopf Zen. </p>
<p>An der Waldmühle (die bei schönerem Wetter und größerer Aufmerksamkeit möglicherweise ein hübsches, altes, freistehendes historisches Gebäude ist) über die graubraune Modau, direkt danach links und auf einem Feldweg am schilfigen Ufer des Fanggraben ein Stück nach Osten (weiterhin Riedlinie, glaube ich &#8211; Marker waren keine da). Nach 600 m. wieder rechts, wieder mal rein in die Äcker, auf denen hier bräunliche Spargelbüsche standen und es nach Maggi roch (Liebstöckel-Plantage?). </p>
<p>Laaaange Gerade nach Süden, geradewegs auf ein riesiges Hochregallager am Nordostrand des Biebesheimer Industriegebietes zu, das von geradezu exquisit monströser Hässlichkeit war &#8211; ein gewaltiger, disharmonischer Block, gestrichen in vier verschiedenen Grautönen, die das bisschen Tageslicht regelrecht aufzufressen schienen.<br />
Wer das geplant und gebaut hat muss ein wahrer Meister des Grässlichen sein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach 800 m. erreichte ich den Brunnenweg, bog links ab, überquerte die B44 auf einer Brücke, und lief dann ein paar hundert Jahre geradeaus, ostwärts durch die Äcker. Das Halblicht hatte sich inzwischen erst in Drittellicht, dann in Viertellicht gewandelt, denn aufgrund der undurchdringlichen tiefen Wolkendecke setzte die Dämmerung schon lange vor Sonnenuntergang ein &#8211; es wurde allmählich dunkel.<br />
Machte mir aber nicht viel aus, schließlich änderte sich kaum was (lediglich die unansehnlichen Biebesheimer Industrieanlagen weit rechts wurden hübscher, weil diverse helle Flutlichter angingen und alles stimmungsvoll ausleuchteten). </p>
<p>Ich passierte ein oder zwei einsame Bauernhöfe im Nichts (Karlshof?), die bis auf einen hysterisch keifenden Zwingerhund verlassen wirkten, wandte mich nach insgesamt fast 1,7 km schnurgeradeaus schließlich nach links, und lief bis zum Modauufer an der Hahnlachmühle (keine Ahnung, ob die auch hübsch ist, war schon zu dunkel und ich war zu sehr im Tran). Rechts, am Flussufer entlang weiter nach Osten, nach 300 m. über die K151, dann nach weiteren, vollkommen ereignislosen 700 m. auf einer kleinen Fugängerbrücke beim Birkenhof über die Modau, und von nun an nach Norden. </p>
<p>Inzwischen fast schon Nacht, links des hellgrau schimmernden Betonwegs ein kleines Gehölz mit diversen Tiefbrunnen, rechts weitere nach Maggi riechende Äcker. Nach 750 m. noch ein Schlenker nach rechts, dann wieder links, nun Radweg 25 nach Norden, bis zur Abzweigung vor dem Hof Wasserbiblos, dort links und auf einem asphaltierten Weg unter einer Oberlandleitung in Richtung Crumstadt. Möglicherweise war´s so kurz wieder etwas abwechslungsreicher, mit Hecken, Schrebergärten und einem weiteren Aussiedlerhof (&#8220;Landhof&#8221;), aber so richtig kriegte ich das nicht mit, denn inzwischen war es Rabennacht. </p>
<p>Aber ich hatte es ja auch fast geschafft: Kurz nach dem Landhof eine Linkskurve, dann ziemlich bald rechts und auf der Poppenheimer Str. ins abendlich beleuchtete Crumstadt hinein, geradeaus bis zur Dorfkirche und dem hübschen alten Rathaus, dort wieder links in die Rathausstr. zum Auto.<br />
Und Ende. </p>
<p>Na sowas!<br />
Das war doch tatsächlich eine interessante Erfahrung heute. Wenn man sich drauf einlässt, kann man auch einem abgrundtief drögen Tag im unspektakulärsten Teil des Rieds Einiges abgewinnen &#8211; der Trick besteht einfach darin, sich nicht ständig darüber zu ärgern, dass es nicht wie ein himmelhoch herrlicher Tag im spetkakulärsten Teil der Bergstrasse ist, sondern das Ganze einfach unvoreingenommen mitzunehmen, und sich ggf. in der Leere und Weite treiben zu lassen.<br />
Geht sicher nicht immer, und muss auch nicht immer sein, aber heute war´s eigentlich ganz angenehm.  </p>
<p>Strecke: 13,4 km<br />
Zeit: 1:15 h (10,72 km/h bzw. 5:36 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 94,25% (12,63 km von 13,4 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/crumstadt-stockstadt1.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/11/crumstadt-stockstadt1.jpg?w=128" alt="crumstadt-stockstadt1" title="crumstadt-stockstadt1" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-2208" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Jägersburger Wald und Weschnitzufer (15,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/10/17/jagersburger-wald-und-weschnitzufer-153-km/</link>
<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 20:23:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/10/17/jagersburger-wald-und-weschnitzufer-153-km/</guid>
<description><![CDATA[Ach verflixt! Gestern hätte ich laufen müssen, aber es hat den ganzen Tag in Strömen geregnet, desha]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ach verflixt! Gestern hätte ich laufen müssen, aber es hat den ganzen Tag in Strömen geregnet, deshalb hab´ ich verzichtet.<br />
Entsprechend mager sah dann heute auch meine bisherige Wochenbilanz aus: Schon Freitag, und erst ein Lauf mit gerade mal 11,4 km &#8211; da würde ich mich ranhalten müssen, wenn ich mein obligatorisches Wochenminimalziel von 40 km noch erreichen wollte.<br />
Im Klartext: Entweder jeweils heute, morgen und übermorgen einen Lauf um die 10 km, oder nur noch zwei Touren, aber dafür länger. </p>
<p>Ich entschied mich für Variante 2. Heute war der Oktober nämlich mal wieder wunderschön (fast schön genug für die Weinberge. Fast, aber nicht ganz&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), mit kalter, klarer Luft, blauem Himmel und viel Sonnenschein, da hatte ich richtig Lust auf eine etwas längere Tour.<br />
Zielgebiet war auch schnell gefunden, denn ich hatte noch eine schöne 15er-Flachlandstrecke im Ried in Petto, durch den südlichen Jägersburger Wald bis Einhausen, ewig lange das Weschnitzufer runter, dann via Jägerhof und Jägersburg zurück. Wollte ich eigentlich ja schon mal vor drei Wochen laufen, hatte sie dann aber aufgrund gewisser äußerer Faktoren zugunsten eines <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/09/27/50-min-marke-auf-10-km-geknackt-101-km/">masochistischen Hochtempo-Zehners</a> hintenangestellt.<br />
Heut war mir nicht nach Masochismus, da konnte ich die gut nachholen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Start auf dem Parkplatz Küchengarten an der L3261 zwischen Langwaden und Jägersburg, mittendrin im herbstlich-lichten Jägersburger Wald. Hier war´s schon richtig kühl, so 8°, aber die Luft war auch wunderbar frisch, klar und kalt und mit einem herrlichen, leicht scharfen Herbstaroma.<br />
Mag ich.</p>
<p><!--more--><br />
Vom Parkplatz Küchengarten erstmal runter an die L3261, kurz am Strassenrand links (kein Radweg, kein Seitenstreifen, nicht so doll), denn rechts rüber, an einer Schranke vorbei und südwärts auf der Kohlschneise (gelbe 2) in den Wald rein.<br />
Und geradeaus.<br />
Lange geradeaus.<br />
Der Jägersburger Wald ist nunr mal riesig, wenn man da eine der vielen, langen, schnurgeraden Schneisen runterläuft, dann dauert das eben.</p>
<p>Machte aber nix, denn heute war´s hier richtig, richtig schön. Abwechslungsreicher rotbraungrüngoldgelber Herbstwald, mal dicht, mal licht, wunderschön beleuchtet von der schrägstehenden Sonne, direkt über mir ein Streifen strahlendblauer Himmer, unter mit ein bunter Flickenteppich aus gefallenem Laub, strahlende Farben, tiefe Schatten, und alles schön still und friedlich (heute war Südwestwind, da wird das Dröhnen der nahen A67 in die andere Richtung gedrückt).<br />
Wirklich schön. Lediglich der Weg war mir etwas zu kiesig, und meine linker vorderer Aussenfuss tat wieder mal ein bisschen weh, aber das macht er in letzter Zeit ja immer, ist erträglich.<br />
Tempo übrigens langsam und entspannt &#8211; ich neige in letzter Zeit bei Flachlandtouren ja immer dazu, relativ schnell zu laufen, das wollte ich heute vermeiden, also nahm ich mich bewusst ein bisschen zurück, das war sehr angenehm.</p>
<p>Nach knapp 1,9 km bog ich rechts auf die rechtwinklig verlaufende Stockschneise ab. Die ist unmarkiert, entsprechend musste ich ein bisschen aufpassen, dass ich sie auch erwische (denn für mich sehen hier alle Schneisen relativ gleich aus), aber da´s die erste nach der Einmündung der gelben 3 war, liess sich das ganz gut bewerkstelligen.<br />
350 m. südwestwärts, ein bisschen geblendet von der schräg stehenden hellen Sonne (und gerade heute hatte ich Depp meine Mütze vergessen und wollte noch einige Kilometerchen mehr nach Westen &#8211; das würde grell werden&#8230;) und ein bisschen verzaubert vom Spiel des Herbstlichts im welkenden Laub. Dann wieder links, nach Südosten, dieses mal auf der Rundehausschneise (wie gesagt, die sehen eh alle gleich aus), die mit dem Blauen Kreis der Riedlinie markiert ist.</p>
<p>Nochmal lange schnurgerade durch den Wald (1,1 km), weiterhin schön, angenehm und etwas kiesig mit leicht schmerzendem linken Fuß, dann kurz vor dem Ende des Waldes rechts und auf dem &#8220;Junger Wald-Weg&#8221; (gelbe 3) zwischen Waldrand und den Feldern von Einhausen (dessen erste Häuser linkerhand in ca. 250 m. Entfernung herübergrüßten) bis an die L3111/Jägersburger Str.</p>
<p>Hier links (natürlich schon wieder kein Seitenstreifen und/oder Fußweg, meh!), am Strassenrand bis kurz hinter das Einhäuser (Einhausener?) Ortsschild, dann rechts von der Strasse ab, auf einen Feldweg, der zwischen gepflegten Pferdekoppeln kurz weiter westwärts führt, dann scharf nach Süden abknickt, und schließlich auf den Asphaltweg westlich von Einhausen führt, den ich schon inzwischen mehrmals gelaufen bin (unmarkiert, ist die Verlängerung der Ludwig-Jahn-Str. in Einhausen). </p>
<p>Und wieder westwärts, von Einhausen Weg in Richtung Biblis, bis zur Wegscheide am ersten Aussiedlerhof vor dem Dorf, die ich wahrscheinlich zeitlebens in fragwürdiger Erinnerung behalten werde, ich hier seinerzeit mal <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/08/17/jagersburger-wald-sud-177-km/">mitten im Lauf die größte und schlimmste Blase meiner bisherigen Laufkarriere verarzten musste</a> (das ist heute übrigens auf den Tag genau 14 Monate her. Tempus fugit, meine Lieben, Tempus fugit&#8230;). </p>
<p>Heute hatte ich keine Blase (nur den erträglich wehen linken Aussenfuss), also lief ich entspannt und guter Dinge durch, halblinks auf einen namenlosen und unmarkierten Feldweg, der parallel zum ca. 300 m. entfernten Weschnitzufer nach &#8211; na, kommt ihr drauf? Richtig, der führte natürlich nach Westen.<br />
Links und rechts herbstliche Felder, schön beleuchtet in der Sonne, die allerdings wirklich unangenehm blendete. Meistens versteckte sie sich aber hinter einer freundlichen Wolke, die mich netterweise ein bisschen abschirmte, also war´s kein Riesenproblem.  </p>
<p>Nach 800 m. ein Querweg links ab, den ich spontan nutzte, um runter bis ans Weschnitzufer zu laufen, wo ich dann wieder nach Westen (wohin auch sonst?) abbog und dem Flussverlauf folgte. Übrigens nicht auf dem Weg am Fuß des hohen Deiches (die Weschnitz muss zu Hochwasserzeiten wirklich ziemlich schlimm sein, so wie die zwischen Heppenheim und dem Rhein eingedeicht ist), sondern natürlich mitten obendrauf &#8211; da gibt´s zwar nur einen miesen mini-proto-Trampelfpad, aber es ist einfach netter. </p>
<p>Besonders heute, da war´s hier nämlich wunderschön &#8211; oben auf dem Deich über der braunen, überraschend breiten Weschnitz, direkt am anderen Ufer ein wunderbares Spalier aus turmhohen, alten Bäumen (Pappeln? Erlen? Ich kann zwar alle möglichen obskuren afrikanischen Antilopenarten bestimmen und einen Skink von einem Gecko unterscheiden, aber bei Bäumen bin ich leider ´ne echte Vollblinse), durch deren rotgelben Laubmantel die herrliche, klare Herbstonne schien und die Umgebung in ein tolles, rötlich-warmes Licht tauchte.<br />
Schööön.<br />
Tat mir richtig leid, dass ich keinen Foto dabeihatte. </p>
<p>Übrigens, wo ich gerade schon am Schwärmen bin, da nutze ich jetzt gerade mal die Gelegenheit, um eine Lanze fürs Südhessische Ried zu brechen.<br />
Ja, ich weiss, ich schreibe hier immer mal wieder Dinge über das Ried, die nicht so ganz uneingeschränkt positiv klingen, und verwende dabei gerne Adjektive wie &#8220;flach&#8221;, &#8220;dröge&#8221;, &#8220;langweilig&#8221;, &#8220;öde&#8221; oder &#8220;rübenackerig&#8221;.<br />
Und manchmal ist das Ried das auch.<br />
Aber manchmal ist es eben auch wunderschön.<br />
Und nicht nur da, wo man es ohnehin erwartet, auf dem Kühkopf oder am Mönchbruch und am Rheinufer.<br />
Aber im Gegensatz zu Odenwald und Bergstrasse ist das Ried einfach ein bisschen mehr auf das richtige Wetter angewiesen, um seine Reize richtig zeigen zu können &#8211; an einem traurigen, trüben, bedrückten Schlechtwettertag hat es tatsächlich nicht viel zu bieten, da können einen die weiten, graubraunen Äcker und der monströse bleigraue Himmel wirklich ganz schön runterziehen.<br />
Aber an einem stillen, klaren Herbsttag, an dem sich die Sonne in der Oberfläche der Weschnitz spiegelt, oder an einem stimmungsvollen Frühlingsmorgen, an dem sich fette, geheimnisvolle Nebelschwaden über die frischen Felder und Brachwiesen schleichen und die ersten schrägen Strahlen der Morgensonne einfangen, oder an einem lauen, faulen Sommerabend, wenn ein warmer Abendwind durch die endlosen Kornfelder flüstert während langsam die ersten Sterne am samtigen Nachthimmel aufwachen, oder selbst kurz vor einem winterlichen Unwetter, wenn sich blauschwarze Wolken wie gewaltige Bergmassive über den verhuschten, alten Bauerndörfern in der Ebene auftürmen &#8211; dann ist es schön hier, genauso schön wie oben im Wald und in den Hügeln.<br />
Also dran denken, wenn ich das nächstemal über das Ried herziehe: Das liegt nicht nur an der Landschaft, sondern auch am Wetter, und nicht zuletzt auch am wunderlichen alten Matthias, der sich mal wieder in seiner Launenhaftigkeit ergeht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>So, und damit zurück mittenrein in den schönen, klaren, sonnigen Herbstnachmittag an der Weschnitz. Hier ging´s weiter westwärts. Wieder mal ewig lang.<br />
Genauer gesagt 3,2 wunderbar entspannte Kilometer, in denen ich die Ruhe und die Einsamkeit und das Herbstlich so richtig genoß. Rechts tauchten in den Feldern langsam die seltsamen Konstruktionen aus Draht und Masten aus, die den ehemaligen Flugplatz am Jägerhof bevölkern, links die Weschnitz und die schier endlose Allee sonnendurchfluteter Flachlandbäume. Sogar der wehe Fuß stört nicht mehr so, weil´s hier oben auf dem Gras so schön weich und trittfreundlich war.<br />
Hach&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Irgendwann musste ich dann doch vom Deich runter, weil das Gras zu hoch zum laufen wurde, aber auch der Weg unterhalb des Damms erwies sich als angenehm und noch schön sonnig. Bei Kilometer 2,4 tauchte links eine kleine Fußgängerbrücke über die Weschnitz auf (meines Wissens die einzige auf den fast 6 km Flusslauf zwischen Einhausen und Biblis), kurz danach passierte ich ein paar Häuser am Damm, vor denen ein frei weidendes Pferd auf dem Weg stand und mein Vorbeilaufen mit einem verständnislosen Blick quittierte. Aber es liess mich durch, ohne mich zu beissen, zu treten oder in einen wahnsinnigen Berserkerrausch zu verfallen (Pferden trau´ ich ja alles zu&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), also kein Problem. </p>
<p>Schließlich dann rechts ab, an einem kleinen Wasserhäuschen (oder sowas in der Art? Ich weiss es nicht mehr genau&#8230;) rechts vom Damm weg und auf einem unmarkierten aber bequemen Weg bis auf die alte Asphaltstrasse westlich vom ehemaligen Flugplatz, der ich nun weiter nordwärts in Richtung Jägerhof folgte (Markierung erst gelbe 2, kurz danach auch das gelbe Quadrat des Nibelungenwegs).</p>
<p>Wieder mal eine lange Gerade, mit einem schönen Blick aus der Nähe auf die selstsamen Hochspannungskonstruktion auf der Flugplatzwiese, die mit ihren symmetrischen Leitungsanordnungen irgendwie an riesige Spinnennetze erinnern. Nach 800 m. dann rechts, auf der Asphaltstrasse am Waldrand zum gepflegten Anwesen des Jägerhofs (der immer sehr nett aussieht, muss man irgendwann mal hin essen gehen, um zu sehen, wie das so ist) und schließlich direkt hinte dem Jägerhof links und wieder in den Jägersburger Wald rein.<br />
Und wieder mal nordwärts, auf einem alten Asphaltweg durch den Wald, der inzwischen schon ziemlich kühl und schattig daherkam, weil die schräge Abendsonne nicht mehr durch die Bäume dringen konnte.</p>
<p>1 km, natürlich wie meistens hier schnurgeradeaus, bis zu einem einzelnen Haus am Waldrand, kurz vor der L3261 zwischen Biblis und Jägersburg. Laut Karte sollte hier ein Weg nach rechts abgehen, und kurz vor dem Waldrand ostwärts bis nach Jägersburg führen.<br />
Tat er auch&#8230; irgendwie.<br />
Man konnte gut sehen, wo er mal verlaufen war, allerdings hat sich offensichtlich seit mindestens einem Jahrzehnt niemand mehr um ihn gekümmert, entsprechend war er so überwuchert, dass ich ihn spontan als &#8220;unlaufbar&#8221; kategorisierte (und wer mich kennt, der weiss: Wenn ich einen Weg als &#8220;unlaufbar&#8221; bezeichne, dann kommt man da ohne einen Flammenwerfer oder ein Battalion machetenbewehrter Träger auch nicht durch&#8230;).<br />
Ging nicht, da musste ich umdisponieren.<br />
Aber wie? </p>
<p>Umkehren und auf gut Glück einen anderen Weg nach Osten suchen wollte ich nicht, zumal es so langsam zu dämmern anfing, und ich nicht unbegrenzt Licht haben würde.<br />
Also trat ich die Flucht nach vorn an: Raus zur L3161  und an deren Rand entlang nach Osten. </p>
<p>Nicht sehr schön: Sehr schmale Landstrasse mit viel Verkehr. Natürlich: Kein Randstreifen, kein Radweg, nix. Musste auf der Fahrbahn laufen, und bei jedem Auto in die völlig überwucherte Böschung ausweichen. Und zu allem Überfluss lief ich auch noch fast genau nach Osten, was bedeutete, dass die entgegenkommenden Autos voll von der Sonne in meinem Rücken geblendet waren, da fühlte ich mich nicht gerade besondes sicher&#8230;</p>
<p>Zum Glück passierte nichts, ich absolvierte die 1,4 km am Strassenrand ohne Unfall und erreichte schließlich die Abzweigung am Waldrand bei Jägersburg (das eigentlich nur aus dem alten Forsthaus besteht, in dem ein nettes Ausflugslokal untergebracht ist).<br />
Hier bog ich rechts ab, wieder mal in den Wald rein, lief ein paar Meter am Forsthaus vorbei, und lief dann nach links, weiter am Rand der L3261, die übrigens auch hier ziemlich schmal ist und  weder Seitenstreifen noch Radweg hat. Grmbglgfxst, das nervte.<br />
Aber immerhin nicht lange, denn nach ein paar Metern gings links in den Wald rein.<br />
Ähnliche Situation wie vorhin:<br />
Laut Wanderkarte ist hier ein Weg.<br />
Laut Realität auch, aber leider nur in Anführungszeichen. Also eigentlich ein &#8220;Weg&#8221;.<br />
Will heissen: Schmal, uneben, überwuchert, pockennarbig und fast schon wieder vom Wald aufgefressen. Ausser den Wildschweinen war hier schon lange niemand mehr gewesen (die hatten dafür aber um so mehr gewütet, und das Ganze in eine kraterige Mondlandschaft verwandelt).<br />
Eigentlich auch wieder nicht laufbar&#8230;</p>
<p>Aber noch länger mein Leben auf der blöden Landstrasse riskieren, das wollte ich auch nicht.<br />
Also bog ich doch ab und schlug mich halt durch. War holprig, dornig, knöchelbrecherig und ziemlich finster, denn die Sonne war inzischen endgültig am Untergehen.<br />
Aber es ging: Mit viel Vorsicht, wenig Tempo und dem einen oder anderen lautstarken Fluch stolperte ich in der hoffentlich richtigen Richtung durch den Urwald, verschreckte ein paar Rehe, saute mich ein, und malträtierte meine armen Beine mit mindestens fünf verschiedenen Sorten Disteln und Dornen (dieses Lycra-Zeugs schützt echt überhaupt nicht vor Gestrüpp, da könnte man genausogut nackt durchrennen&#8230;). </p>
<p>Nach ein paar hundert Metern wurde es wenigstens etwas besser (wobei galt: &#8220;besser&#8221; ≠ &#8220;gut&#8221;), und schließlich erreichte ich wieder einen anständigen Weg, nämlich den hinter dem Wasserwerk Jägersburg. Den lief ich dann weiter geradeaus, hinter dem Wildgehege entlang (kurze Pause um nach Wildparkbewohnern Ausschau zu halten. Ergebnis: Zwei Rothirsche [möglicherweise die ersten, die ich jemals beim Laufen gesehen habe, zumindest fällt mir keine vorherige Begegnung ein] und ein Wildschwein [beim letzten Vorbeilaufen im Sommer 07 war hier alles voll mit Wildschweinen, aber gegen Herbst dünnen die Wildparks ja immer ihre Rotten zugunsten der lokalen Gastronomie aus...]. Nicht übel).<br />
Am Ende des Wildgeheges dann rechts, auf der gelben 1 an der Längsseite des Wasserwerks nach Süden zurück an die L3261, auf der ich dann die letzten paar Meter bis zum Parkplartz Küchengarten zurücklegte, notgedrungen nochmal ohne Seitenstreifen etc.. </p>
<p>Sehr aparte Herbsttour zwischen Wald und Feldern, die aufgrund des moderaten Tempos schön entspannt und angenehm war. Lediglich die Strassenstrecken hätten nicht sein müssen, aber manchmal kann man sich´s halt nicht aussuchen.<br />
Morgen soll übrigens auch noch mal ein toller Herbsttag werden.<br />
Da lauf ich dann in die Weinberge.<br />
Echt jetzt! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 15,3 km<br />
Zeit: 1:29 h (= 10,31 km/h bzw. 5:49 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 91,7% (14,03 km von 15,3 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/jagersburger-wald-und-weschnitzufer.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/jagersburger-wald-und-weschnitzufer.jpg?w=300" alt="" title="jagersburger-wald-und-weschnitzufer" width="300" height="217" class="alignnone size-medium wp-image-1977" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kleine Runde im Jägersburger Wald (8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/06/22/kleine-runde-im-jagersburger-wald-8-km/</link>
<pubDate>Sun, 22 Jun 2008 11:19:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/06/22/kleine-runde-im-jagersburger-wald-8-km/</guid>
<description><![CDATA[Sonntagslauf mit Jost. Weiterhin eher flach und kurz, da bot sich mal wieder der Jägersburger Wald a]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sonntagslauf mit Jost.<br />
Weiterhin eher flach und kurz, da bot sich mal wieder der Jägersburger Wald an &#8211; nachdem wir´s vor <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/06/08/verirrt-im-jagersburger-wald-106-km/">zwei Wochen nicht bis nach Maria Einsiedel geschafft hatten</a>, hatte ich heute eine nette 11-km-Strecke rausgesucht, mit der wir das nachholen können würden &#8211; Parkplatz Venuleth-Schneise bis zum Winkelbach, dann via Riedlinie nach Maria Einsiedel, weiter nach Gernsheim, von da aus dann durch den Wald nördlich der L3112 zurück. </p>
<p>Sah ganz gut aus, hatte aber einen Schwachpunkt: Viel offenes Gelände. Nicht ideal bei 28+ Grad schwüler Hitze und prallem, gnadenlosen Sonnenschein. Aber hey, war ja nicht weit&#8230;</p>
<p><!--more--></p>
<p>Start also gegen 10:45 auf dem Parkplatz Venuleth-Schneise an der L3112 zwischen Gernsheim und Hähnlein. Auch hier unten im Wald war´s nicht wirklich frischer, weiterhin eine furchtbar drückende Hitze, die nicht wirklich angenehm war.<br />
Start Ostwärts, parallel neben der Strasse in Richtung Autobahn, langsames Tempo. Netter Weg, grasig, lichter Baumbestand, gut zu laufen, keine Markierung. Nach 400 m. rechts, auf der (unmarkierten) Kuhweidschneise in den Wald.<br />
Geradeaus.<br />
Geradeaus&#8230;<br />
Hin und wieder über eine Querschneise&#8230;<br />
Dann noch ein bisschen geradeaus &#8211; Wie das eben so ist im Jägersburger Wald mit seinen vielen langen schnurgeraden Schneisen. Links und rechts der hübsche aber wenig spektakuläre Wald, singende Vögel, das Rauschen der Autobahn, im Schatten der Bäume ein ganz klein bisschen weniger drückend.</p>
<p>Für mich lief´s eigentlich sehr gut, Jost hatte allerdings ziemlich zu kämpfen &#8211; Hitze, Trainingsrückstand (seitdem ich ihn abgeholt hatte, hatte er mir vorgejammert, wie fett er doch in den letzten Wochen geworden sei &#8211; sieht man ihm zwar nicht wirklich an, aber wenn er´s sagt, wird´s wohl stimmen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), dazu hatte er offensichtlich auch ziemlich starke Verdauungsprobleme. Entsprechend war er eigentlich von Anfang an ziemlich am Schnaufen, wirkte angestrengt.<br />
Nach einem Kilometer dann schon die erste Pause: Josts Darmperistatik (das Wort hab´ ich heute gelernt <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ) trieb ihn mal kurz in die Büsche (davon gab´s hier zum Glück genug), in Ermangelung eines Taschentuchs musste der ausgedruckte Streckenplan zur &#8220;Nachbereitung&#8221; mit (wozu so ein Google-Earth-Ausdruck doch nicht alles gut ist)&#8230;<br />
Von jetzt an also im Blindflug (den Streckenplan wollte ich nicht mehr benutzen, nachdem Jost damit fertig war&#8230;). </p>
<p>Weiter geradeaus auf der Kuhweid-Schneise nach Südwesten durch den Wald. Schließlich die Stockweg-Schneise (halbrechts die Lichtung mit den Wasserhäuschen oder was das ist), die wie geradeaus überquerten, und dann weiter auf der Linnig-Schneise liefen.<br />
Natürlich nach Südwesten, natürlich geradeaus, natürlich durch den Wald. </p>
<p>Nach 900 m. Ende der Linnig-Schneise (na ja, tatsächlich ging noch sowas wie ein völlig zugewuchertet Pseudo-Pfad geradeaus, aber der war nicht Laufbar). Kurz rechts auf der Schweinsgrub-Schneise (unmarkiert) zum Waldrand, nochmal rechts, und dann auf der Riedlinie (blauer Kreis) am Nordufer des Winkelbachs nach Westen in Richtung Maria-Einsiedel.<br />
Schöner Pfad am Waldrand, etwas uneben und mäanderig, mal was anderes als die ewigen schnurgeraden breiten Schneisen.<br />
Aber stickig, das war wieder unangenehm, vor allem für Jost, der so langsam richtig abbaute &#8211; nach einem halben Kilometer mussten wir erstmal eine Gehpause einlegen, damit er sich etwas erholen konnte.</p>
<p>Nach knapp 900 m. kam zum blauen Kreis der Riedlinie auch noch das gelbe Plus des Saar-Rhein-Main-Wegs dazu, kurz danach ging´s dann am Parkplatz Winkelbach endgültig aus dem Wald raus in die offenen Felder vor Gernsheim.<br />
Betonweg, links der Winkelbach, rechts Erdbeerfelder, oben die gnadenlos sengende Mittagssonne.<br />
Anstrengend für mich, zuviel für Jost, der heute wirklich einen echt miesen Tag erwischt hatte.<br />
Nächste Gehpause, und eine Planänderung: Nicht mehr nach Gernsheim und durch den Wald nördlich der L3112, stattdessen lieber ein paar Kilometer weniger durch die Felder. </p>
<p>Aber erstmal noch ein paar hundert Meter geradeaus durch die Felder, dann vorbei an <a href="http://www.maria-einsiedel.de/">Maria Einsiedel</a> (Sonntagmorgen an einem katholischen Wallfahrtsort, da stand der gesamt Parkplatz voll) und noch 200 m. geradeaus bis zur Kreuzung am Hubertus-/Georgenhof. Hier rechts, nach Nordosten in Richtung Stockweg.<br />
Und noch eine Gehpause.<br />
Jost war fertig, beschwerte sich ständig aber schwach darüber, wie unfit er sei.<br />
Aber mein Angebot, alleine weiterzulaufen und ihn mit dem Auto abzuholen schlug er aus &#8211; na gut, wer nicht will&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Stattdessen also ganz langsam weiter, mal joggend, mal gehend. 1,2 km durch die Äcker und Weiden bis an den Stockweg, zwischenzeitlich mißgünstig beäugt von einem Rudel rotbrauner Pferde am Wegesrand (Pferde &#8211; nachdem meine Cousine Anette gerade vorhin beim Familienessen die Geschichte zum Besten gegeben hat, wie ihr ein karnivorer Klepper letztes Jahr den Finger abgebissen hat [der inzwischen gottseidank wieder dran ist], sehe ich mein grundlegendes Mißtrauen gegen die Viecher wieder mal voll bestätigt&#8230;), ansonsten nix los.<br />
Wer ist denn auch so blöd, sich zur mittäglichen Siestazeit durch die sonnenverbrannten Felder zu schleppen?<br />
Ach ja richtig, wir&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Hinter dem Stockweg weiter geradeaus, (jetzt Radweg 25), 850 m. bis zur L3112, ein Teil davon am etwas kühleren Waldrand. Joggen. Gehen. Joggen. Gehen.<br />
An der Landstrasse rechts: Noch 1 km auf dem Fahrradweg bis zur Startpunkt, den wir dann noch langsam joggten (was Jost sichtlich schwer fiel), schließlich gegen Viertel vor Zwölf wieder am Auto.</p>
<p>Tja. Das war mal wieder weniger als geplant, sehr kurz und sehr langsam. Aber mehr war einfach nicht drin, Jost war angesichts der Hitze und seines Trainingsrückstandes heute einfach zu mitgenommen, entsprechend war das die einzig vernünftige Variante.<br />
Na ja, zumindest ich fühle mich noch ziemlich fit, vielleicht mach´ ich heute Abend ja noch mal eine ganz kurze Runde, um wenigstens noch über die 40 Wochenkilometer zu kommen&#8230;</p>
<p>Strecke: 8 km<br />
Zeit: 0:58 h (= 8,26 km/h bzw. 7:15 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/06/kleine-jagersburger-wald-runde.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/06/kleine-jagersburger-wald-runde.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-604" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/41818">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Verirrt im Jägersburger Wald (10,6 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/06/08/verirrt-im-jagersburger-wald-106-km/</link>
<pubDate>Sun, 08 Jun 2008 20:19:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/06/08/verirrt-im-jagersburger-wald-106-km/</guid>
<description><![CDATA[Sonntagslauf. Nachdem der gestrige Laufbericht zu einem ellenlangen Monster ausgeartet ist, machen w]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sonntagslauf.<br />
Nachdem der <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/06/07/bergwertung-oberes-lautertal-knodener-hohe-neunkircher-hohe-198-km/">gestrige Laufbericht</a> zu einem ellenlangen Monster ausgeartet ist, machen wir´s heute mal ein bisschen kürzer, so viel ist eh nicht passiert. </p>
<p>Also: Nach fünf Wochen Verletzungspause war Jost heute zum ersten Mal wieder dabei, wollte &#8220;Was Flaches, so maximal eineinhalb Stunden&#8221; laufen. Ich hatte noch ´ne Runde im Jägersburger Wald, auf die das passte, also nahmen wir die in Angriff. Der Plan: Vom Parklatz-Venuleth-Schneise südostwärts über unmarkierte Nebenschneisen, auf der Brücke mitten im Wald über die A67, am Waldrand nach Langwaden, wieder zurück über die Autobahn, am Ufer des Winkelbachs bis Maria Einsiedel und von dort aus zurück in den Wald und auf der Venuleth-Schneise (Saar-Rhein-Main-Weg) zurück.<br />
Ca. 13,5 km, relativ viel für einen Lauf nach fünf Wochen Pause, aber Jost traute ihn sich offenbar zu. </p>
<p><!--more--></p>
<p>Soweit so gut. Sonntag Morgen, Viertel vor Elf, schöne warmes Wetter. Start am Parkplatz-Venuleth-Schneise an der L3112 zwischen Gernsheim und Hähnlein. Südwestwärts die asphaltierte bzw. betonierte Schneise runter in den Wald (Markierung: Gelbes Plus). Entspanntes Tempo, freundlicher Flachlandwald mit einem Mix aus Schatten und Sonne, singende Vögel, relativ unspektakulär aber hübsch.</p>
<p>Nach 350 m. links in die unmarkierte Rohrlach-Schneise, geradeaus bis fast an die Autobahn, rechts die Kuhweideck-Schneise (unmarkiert) runter, an der nächsten Kreuzung wieder links bis fast zur Autobahn (Heckenseelach-Schneise, unangenehmer grober Schotter, ebenfalls unmarkiert), dann schließlich rechts runter bis zur Autobahnbrücke am Ende der Stockweg-Schneise.<br />
Die ersten 2,5 km vorbei, Jost hielt gut mit, Umgebung weiterhin derselbe nette Wald, bisher sehr angenehmer Lauf, alles bestens. </p>
<p>Links, und auf der alten, überwucherten Autobahnbrücke über die A67 in den Ostteil des Jägersburger Waldes. Ab hier wurde es dann hakelig: Westlich der Autobahn ist der Wald sehr gut zu belaufen, da dominieren breite, gut gepflegte Wege in schurgeraden Schneisen. Östlich der A67 sieht das alles aber ganz anders aus: Hier herrscht die Wildnis, mit dunkler, sumpfigen Flachlandwald der nur von wenigen, meist sehr schlechten/seit Jahren nicht gepflegten Wegen durchbrochen wird. </p>
<p>Laut Plan hätten vom Fuß der Brücke aus geradeaus bis an den östlichen Waldrand durchlaufen müssen. Auf der Wanderkarte hatte das ganz einfach ausgesehen, vor Ort erwies sich der entsprechende Weg allerdings als praktisch unlaufbar, eine schlammig-kraterige Ackerlandschaft, die in den letzten Jahren offenbar nur von zerstörungswütigen Wildschweinen genutzt worden war.<br />
Wollten wir nicht, also wichen wir vom Plan ab und bogen am Fuß der Brücke nach rechts auf einen etwas besseren (aber immer noch ziemlich überwucherten) Weg ab, von dem ich hoffte, dass er südwärts bis nach Langwaden führen würde.</p>
<p>Tat er natürlich nicht.<br />
Zwar führte er eine ganze Weile scheinbar vielversprechend gen Süden, näherte sich dabei mal kurz der Autobahn an, bevor er wieder ostwärts von ihr Wegknickte, aber nach 700 m. war dann Schluss. Ende Gelände, der Weg hörte einfach so mitten im Wald auf.<br />
Hmm.<br />
Zurück wollten wir (vor allem ich &#8211; ich lauf´ halt gerne immer weiter, bis zur vollständigen Verirrung&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ) nicht, viel Zeit zum Nachdenken blieb auch nicht (wie gesagt: Sumpfwald, sobald man stehen blieb, stürzten sich Schwärme von Stechmücken auf einen), also bogen wir scharf links ab und liefen nach Norden, auf etwas, das möglicherweise ein Pfad war (möglicherweise aber auch nur wenig bewachsener Waldboden). Zwar genau die falsche Richtung, aber irgendwann musste ja mal ein Querweg kommen, der durch die ansonsten undurchquerbare Sumpflache rechts von uns an den Waldrand führen würde. </p>
<p>Natürlich kam kein Querweg, stattdessen stolperten wir ca. 800 m. mehr schlecht als recht durch die Einöde nach Norden, bis auch das bisschen Pseudo-Pfad, dem wir bisher gefolgt waren, im unpassierbaren Nichts endete.<br />
Ich hatte uns endgültig verirrt (mit Hilfe der Wanderkarte, die hier nachweislich Wege verzeichnet, wo gar keine mehr sind).<br />
Erkenntnis: Verirren fühlt sich immer etwas blöder an, wenn man nicht alleine unterwegs ist&#8230;<br />
(Immerhin: Für mich war´s das dritte Mal Verrirt Sein in 24 Stunden, so langsam krieg ich echt Übung <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Vorwärts ging´s beim besten willen nicht mehr, also unter frenetischen Stechmückenangriffen umgedreht und ein paar hundert Meter zurück, dann rechts, auf dem usnsäglich schlechten Wildschweinsuhlenweg, den wir vorhin extra noch vermieden hatten, zurück zur Autobahnbrücke und wieder in die zivilisierte Oststeite des Waldes.</p>
<p>Damit war der Plan natürlich Makulatur, wir mussten uns was anderes Ausdenken. Ich hätte gerne versucht, wieder an die ursprüngliche Route anzuschliessen, aber das wäre noch mal relativ weit geworden, und da Jost doch lieber etwas kürzer machen wollte, einigten wir uns auf einen Kompromiss: Irgendwie zwischen &#8220;Direkt zurück zum Parkplatz&#8221; und &#8220;Ursprüngliche Route&#8221; auf gut Glück noch ein bisschen durch den Wald lavieren (was gar nicht soo einfach ist, denn hier sieht alles ziemlich gleich aus, da kann die Orientierung zuweilen etwas schwerer fallen).</p>
<p>Gesagt getan: Hinter der Brücke gleich links, die Bach-Schneise (gelbe 4) runter. Nach 250 m. passierten wir eine breitere Schneise, die ich (korrekt) als Lange Schneise identifizierte, und liefen weiter geradeaus. Ab hier war die Schneise mit dem blauen Punkt der Riedlinie markiert, dem folgten wir einfach mal. Halber Kilometer nach Südwesten, dann links in die Van der Hopp-Schneise (laut Karte, bin mir aber nicht sicher, ob die nicht eigentlich Van der Hoop-Schneise heissen muss&#8230;), 600 m. nach Nordwesten, dann links runter zu einer Kurve am Waldrand. Bis hierher war ich eher nicht orientiert gewesen, aber da direkt hinter den Bäumen der Winkelbach verlief, konnte ich unsere Position etwas besser einordnen, das war gut. </p>
<p>Ab hier runter von der Riedlinie, die geradeaus am Bachufer entlang ins Freie führte, stattdessen rechts um die Kurve und auf der Schweinsgrub-Schneise nach Nordwesten bis an den Waldrand und einen Blick über die endlos weiten Kornfelder geworfen: Links, ganz nahe Maria Einsiedel, direkt vor und sie charakteristischen Silobauten am Gernsheimer Industriehafen. Jetzt wusste ich wieder ganz genau wo wir waren.</p>
<p>Kurz rechts hoch, die Feldschneise am Waldrand entlang (kann ein Weg am Waldrand eigentlich ´ne Schneise sein???), bei der nächsten Gelegenheit wieder rechts in den Wald rein, 200 m. die lange Schneise entlang, dann links, und wir waren wieder auf der bequemen, betonierten Venuleth-Schneise/dem Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus). Jetzt nur noch 1,5 km plaudernd geradeaus (zumindest plauderte ich, Jost war inzwischen etwas wortkarg geworden und schnaufte ein bisschen &#8211; 5 Wochen Pause gehen halt nicht ganz spurlos an einem vorbei), und wir waren wieder am Ausgangspunkt.</p>
<p>Schöner entspannter Lauf, hübsche Umgebung, keine grandiosen Höhepunkte aber auch nichts wirklich Unschönes (bis auf die Blasen, die Jost sich gelaufen hatte, weil er ohne Socken gestartet war &#8211; aber das macht man ja auch nicht&#8230;). Ein bisschen schade vielleicht, dass es mit Maria Einsiedel und dem Winkelbach nicht geklappt hatte, aber so war´s auch ok.<br />
Und das bisschen Verirren, das gehört ja fast schon dazu&#8230;<br />
Insgesamt: Ruhig und angenehm, schöner Regenerationslauf zum Wochenabschluss.     </p>
<p>Strecke: 10,6 km<br />
Zeit: 1:08 h (= 9,35 km/h bzw. 6:25 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/06/verirrt-im-jagersburger-wald.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/06/verirrt-im-jagersburger-wald.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-577" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/37582">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bensheim - Lorsch (10,4 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/04/06/bensheim-lorsch-104-km/</link>
<pubDate>Sun, 06 Apr 2008 20:44:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/04/06/bensheim-lorsch-104-km/</guid>
<description><![CDATA[Es gibt ja so Zeiten, die sind einfach nicht für´s Laufen gemacht. Frühmorgens zum Beispiel (also pe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Es gibt ja so Zeiten, die sind einfach nicht für´s Laufen gemacht.<br />
Frühmorgens zum Beispiel (also per Definition alles vor 11:00 Vormittags), da fehlt einem immer so ein bisschen der richtige &#8220;Flow&#8221;, und ausserdem hat man i.d.R. wichtigere Dinge zu tun (wie Schlafen, Wach Werden, Frühstücken, oder Nicht-läuferischen Beschäftigungen Nachgehen).<br />
Aber manchmal lässt es sich eben nicht vermeiden, doch in der frühmorgendlichen No-Comfort-Zone loszujoggen, da muss man dann eben das Beste draus machen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  .</p>
<p>So z.B. heute: Die Mittagszeit war bei mir für Essengehen mit der Familie verplant, und nachmittags hatte Jost (Wochenende = Laufen mit Jost) eine dringende Verabredung (ich glaube, mit seinem Flachbildfernseher und der Bundesliga, kann aber sein, dass ich das falsch verstanden habe&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ). Also mussten wohl oder übel im frühen Sonntagmorgengrauen, sprich 10:30, los. </p>
<p>Immerhin war die Streckenauswahl heute mal kein so großes Problem, da ich schon vorgestern auf ein noch halbwegs unerlaufenes Stück Ried zwischen Bensheim, Einhausen und Lorsch aufmerksam geworden war, in dem sich eine durchweg asphaltierte 10-Km-Strecke hatte unterbringen lassen (Yay, die erste Tour in zweistelliger Kilometerlänge seit dem Bänderriss!!!), die dröge Äcker, triste Industriegebiete, und versmogte Durchgangsstrassen bis zum Abwinken versprach.<br />
Ok, ganz so schlimm war´s dann gar nicht.<br />
<!--more--></p>
<p>Start auf dem Parkplatz des Obi-Baumarktes am Berliner Ring (Hausnummer 100) in Bensheim. Das Auto schön subversiv quer über drei Parklätze gestellt (ok, da hier Sonntags tendenziell eher wenig los ist, war´s vielleicht nicht so doll richtig subversiv, aber fürs Parken auf einem ausgewiesenen Behindertenparklplatz ist mein Subversionsquotient einfach zu niedrig), ins wechselhaft-feuchtkühle Aprilwetter ausgestiegen, und los ging´s.</p>
<p>Den Parkplatz in südlicher Richtung verlassen und an der großen Kreuzung links die Brücke in der Schwanheimer Str. hoch und über die vergleichsweise leere A5. Gleich zu Anfang ein ordentliches Tempo, das aber gut klappte. Direkt hinter der Brücke dann über die Strasse und links runter in die Neuhofstr. am Südrand des Bensheimer Industriegebiets West, auf der dann am Nordufer des Neuen Grabens bis in die Felder. Ca. 250 m. nach dem Ende des Industriegebietes biegt der Asphalteg nach rechts ab, wir folgten (der Trampelfpad geradeaus am Grabenufer sah mit seinen hohen Alleebäumen zwar sehr apart aus, wirkte aber auch deutlich weniger trittfest als die geteerte Alternative, und wurde entsprechend auf &#8220;Ein Andermal&#8221; verschoben).</p>
<p>Nach 200 m. dann wieder links und 1 km geradeaus in den südlichsten Zipfel des Jägersburger Waldes am Kannengießerberg, der in der zwischen den Wolken hervorschauenden Vormittagssone richtiggehend hübsch ausschaute. Dort dann links auf die Riedlinie (blauer Kreis), dabei ein bisschen in Erinnerungen an <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/10/10/mannheim-318-km/">Ingos und meinen Lauf nach Mannheim im Frühherbst letzten Jahres</a> geschwelgt, bei dem ich hier das letzte Mal vorbeigekommen war. Damals war´s wärmer gewesen. </p>
<p>Nach sehr zügigen Knappen halben Kilometer durch den Wald (Jost machte in ganz schönes Tempo) erreichten wir die pittoureske <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Wattenheimer_Bruecke_02.jpg">Wattenheimer Brücke</a> über die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Weschnitz_04.jpg">nicht ganz so pittoureske Weschnitz</a> (die Renaturierungsmaßnahmen, die hier schon letzten Oktober im Gange waren, sind immer noch nicht weit genug vorangeschritten, um das adjektiv &#8220;pittouresk&#8221; auch nur ansatzweise zu rechtfertigen [ausser man findet nackte, schlammige Flussbetten, Dreckhaufen oder gelbe Schaufelbagger pittouresk - ich tu´s nicht]).</p>
<p>Dahinter weiter südwärts auf der Riedlinie, über die Landstrasse nach Einhausen, dann auf einer schmalen Brücke über die B47 (die hat wie alle Brücken im Lorscher Stadtgebiet auch einen Namen, den ich mir aber nicht gemerkt habe. Deshalb taufe ich sie hiermit auf den neuen Namen &#8220;Die schmale Brücke über die B47 bei Lorsch, auf der es nach frischem Holz gerochen hat und die in die Friedhofstrasse mündet&#8221;.) und schließlich auf die Friedhofstr. im Lorscher Stadtgebiet, die überraschenderweise am Friedhof entlang nach Süden führt. Die entlang, über die Bensheimer Str. an den Bahnübergang, knapp 2 Minuten Pausen an den geschlossenen Schranken (kurz durchatmen), dann über die Gleise und direkt dahinter links in die Karlstr. (&#8220;Adieu, Riedlinie&#8221;) und neben den Gleisen in dann zurück nach Osten, wo Lorsch nach 150 m. abrupt zu Ende war und durch die Ried-typischen Äcker und Wiesen ersetzt wurde. Weiterhin strammes Tempo, das aber dadurch etwas gedrosselt wurde, dass Jost beim Laufen versuchte, mir die Vorzüge von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Rawls">John Rawls</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/A_Theory_of_Justice">Theory of Justice </a> zu vermitteln (Grungedanke: Wenn wir wieder von vorne anfangen würden, wäre die Welt gerecht. Oder so ähnlich <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Nach 1,4 km auf der Geraden (Gewürzt mit einer ordentlichen Portion Philosophy 101, sowie der Sichtung von 2 phlegmatischen Langhaarziegen und einem Rudel Rehe) erreichten wir den <a href="http://www.golfclub-bensheim.de/index.php?w=2&#38;sub=uebersicht">Bensheimer Golfplatz</a>, wo wir halbrechts abbogen und weiter bis ans Nordufer der <a href="http://www.verband-steine-erden.de/redirect.asp?HREF=http://www.verband-steine-erden.de/menu-haupt/umwelt/beisp-4.htm">Erlache</a> liefen. Dort dann wieder links und weiter bis zur Autobahnunterführung (besondere Ereignisse: Wurden von einem etwas verkrampft wirkenden aber immerhin nett grüßenden Tempojogger überholt. Überholt werden ist doof.)., unter der A5 durch 150 m. danach auf eine kleine (namenlose, wir waren schließlich nicht mehr in Lorsch) Brücke. Da sich das Gespräch inzwischen von allgemeiner Gerechtigkeitsphilospophie weiter zu spezifischer Kapitalismuskritik entwickelte hatte, nutzte ich die Gelegenheit, und ließ Jost auf der Steigung zur Brücke hoch den Refrain der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Internationale_(Lied)">Internationalen</a> singen. Kriegte er gut hin, und verdiente sich damit sowohl das Recht zu fortgesetzter Kapitalismuskritik, als auch eine gute B-Note fürs Singen beim Bergauflaufen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  !</p>
<p>Auf der anderen Seite der Brücke der Berliner Ring mit seiner scheinbar endlosen Anneinanderreihung von Reifehändlern, Speditionen und Bürozweckbauten, immerhin gibt´s hier einen breiten Bürgersteig und nur spärlichen Sonntagmittagsverkehr, so dass wir zügig nach Norden durchlaufen konnten, bis wir schließlich nach ca. 1,7 km (inkl. einer Unterführung an Wormser Str) wohlbehalten und durchaus noch frisch wieder auf dem Obi-Parkplatz ankamen. </p>
<p>Guter Lauf auf einfachem Untergrund, teilweise in nicht ganz so toller Umgebung aber immerhin bei freundlichem Wetter, gutes Tempo. Und natürlich zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder über 10 km gelaufen, ohne dass es dabei irgendwelche Probleme gegeben hätte. Wat willste mehr? </p>
<p>Strecke: 10,4 km<br />
Zeit: 1:01 h (= 10,43 km/h bzw. 5:48 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href='http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/bensheim-lorsch.jpg'><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/04/bensheim-lorsch.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-455" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/21839">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Jägersburger Wald West (13,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/12/08/jagersburger-wald-west-133-km/</link>
<pubDate>Sat, 08 Dec 2007 16:57:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/12/08/jagersburger-wald-west-133-km/</guid>
<description><![CDATA[Ok, machen wir´s kurz: Wetter: Schlecht (Natürlich, was auch sonst. Das Wetter ist immer schlecht. V]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ok, machen wir´s kurz:</p>
<p>Wetter: Schlecht (Natürlich, was auch sonst. Das Wetter ist immer schlecht. Verdammter Spätherbst)- geschlossene, tiefe hängende Wolkendecke, wenig Licht, etwas Regen, kalter Wind &#8211; deprimierend wie immer, ein gewaltiger Abtörn.</p>
<p>Tagesform: Mies. Momentan irgendwie eh nicht so fit, dazu die letzten Nächte ausnehmend schlecht und wenig geschlafen, deswegen müde, abgespannt, lustlos. Außerdem leichter Schmerz in der linken Wade.</p>
<p>Warum geht man unter solchen Bedingungen trotzdem laufen?<br />
Pfft, ich hab´ echte keine Ahnung.<br />
Masochismus? Macht der Gewohnheit?<br />
Egal was es war, auf jeden Fall trieb´s mich raus&#8230;<br />
<!--more--><br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/12/06/mittleres-muhltal-113-km/">Vorgestern</a> hatte ich mich ja im wirren Zickzackkurs durch die hügelige Wildnis am Rand des Mühltals gequält, deswegen wollte ich mir heute mal was Schnörkelloses, Geradlinigies gönnen und entschied mich deshalb, nach monatelanger Abwesenheit mal wieder in den Jägersburger Wald zurückzukehren &#8211; <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/10/07/kurzer-lauf-im-ried-rodau-langwaden-schwanheim-fehlheim-126-km/">Osten</a>, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/11/jagersburger-wald-nord-153-km/">Norden</a>, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/08/17/jagersburger-wald-sud-177-km/">Süden</a> und <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/08/06/jagersburger-wald/">Mitte</a> des Forstes sind ja<br />
schon lange erlaufen, heute stand folgerichtig der Westteil des Forstes auf dem Programm, mit einem Abstecher nach Groß-Rohrheim.</p>
<p>Start auf dem Parkplatz &#8220;Küchengarten&#8221; an der L3261 (Langwaden-Biblis), mitten im Wald und kurz dem Wasserwerk Jägersburg. Ausgestiegen, erstmal voll in eine riesige Schlammpfütze gelatscht, dann zögerlich und unmotiviert losgelaufen, direkt nach Norden auf einem schlammigen, schmalen Waldweg ins schummrig-freudlose Grau des kahlen Waldes (Markierung Blauer Kreis, die Riedlinie).<br />
Von Anfang an alles unrund: Kein Laufrhytmus, schlechter Untergrund, schwere Atmung, schwerere Beine.<br />
Oh mann, das würde was werden&#8230;</p>
<p>Nach etwas über 400 Metern links (Markierung gelbes V), auf dem Waldweg unter den Hochspannungsleitungen ca. 300 m. grob westwärts bis zum Waldrand oberhalb des Wildgeheges am Wasserwerk, dort rechts auf die Asthofertränkschneise (wer denkt sich eigentlich solche bescheuerten Namen aus?), markiert mit der gelben 1. Rechts der kahle, dröge, unspektakuläre Wald, links die kahlen, drögen, unspektakulären Felder an deren Ende der blockige Meiler des AKW Biblis aufragte. Mittendrin der dröge, unspektakuläre Matthias auf dem Weg nach Norden (immerhin: Im Gegensatz zur Umgebung bin ich mit meinem momentanen Vollbart alles andere als kahl&#8230;).</p>
<p>Einen knappen Kilometer schnurgeradeaus, schließlich ein kleines Backsteinhäuschen (Wasser? Transformator? Toilette? Ich weiss es nicht, ist mir auch egal) an einer Kreuzung, hier ging´s im 90-Grad-Winkel nach links auf die Capell-Schneise, die durch noch mehr kahlen, drögen Wald westwärts führt, keine Markierung besitzt, und nach ziemlich genau 750 Metern auf Höhe des &#8220;Falltorhauses&#8221; (das ist halt einfach so´n Haus mitten im Nichts) in die weiten, offenen Felder östlich von Groß-Rohrheim endet.</p>
<p>Ab hier also: Kahle, dröge Äcker soweit das Auge reichte, darüber der bleigraue Himmel, in der Entfernung die geduckten Häuser von Groß-Rohrheim, überragt von den noch ferneren Kühltürmen des AKW.<br />
Meh, weiter!</p>
<p>Einen Kilometer geradeaus, ein asphaltierter Landwirtschaftsweg durch die Felder, rissig und mit voller Monsterpfützen, ein paar Obstbäume am Wegesrand (kahl und dröge, was sonst), zwischendrin einige Aussiedlerhöfe (einer davon mit einem untypisch großen Wohnhaus, sah ein bisschen nach LPG oder Kolchose aus&#8230;), ansonten viel graues Nichts.<br />
Nach einem Kilometer ging der Wirtschaftsweg in einen Radweg neben der Landstrasse über, ein paar hundert Meter dann das Gewerbegebiet im Nordwesten von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9F-Rohrheim">Groß-Rohrheim</a>. Auch hier immer weiter geradeaus durch die Schüco-Str. (offensichtlich so benannt nach der gleichnamigen Firma für Solarzellen, die hier angesiedelt ist), nach einem halben Kilometer dann durch eine Fußgängerunterführung unter den Bahngleisen durch und über die Falltorhausstr. in Richtung Ortskern.</p>
<p>Hier dann links, die Rheinstrasse/B44 runter, ein bekanntes Stück, denn hier war ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/10/02/lauf-am-rhein-gernsheim-klein-rohrheim-gross-rohrheim-133-km/">vor ein paar Monaten schon mal durchgekommen</a> &#8211; unspektakuläre Ortsmitte, kleine Geschäfte, eng stehende Häuser, relativ viel Verkehr &#8211; das Übliche.<br />
Am Ende der Rheinstr. gleich noch mal links, in die Kornstr. nach Südosten, ca. einen halben km auf einem teilweise sehr engen Bürgersteig, dann durch eine weitere Unterführung neben der Strasse wieder zurück auf die Ostseite der Bahntrasse, direkt hinter den Schienen über eine kleine Treppe in die Bibliser Str.</p>
<p>Eigentlich hätte ich an dieser Stelle direkt geradeaus gemusst, ostwärts in die Friedrich-Ebert-Str. Dummerweise verpasste ich die aber, was mir einen völlig unnötigen 800-m-Schlenker durch die östlichen Wohngebiete des Ortes einbrachte, bis ich wieder auf Kurst war (u.a. vorbei an einer quadratischen Kirche, durch Schubertweg und Beethovenstr.).<br />
Schließlich fand ich doch noch die Ebert-Str., über die ich Groß-Rohrheim dann in süd-südöstlicher Richtung verließ.</p>
<p>Noch mehr Grau, noch mehr Äcker, noch mehr Pfützen, 1 km durchs traurig-graue Ödland nach Süden, viel Zeit um sich bei einsetzendem Nieselregen auf schmerzende Beine, unverständlich kurzen Atem, und allgemeine Unlust zu konzentrieren und den einen oder anderen trostlos-finsteren Gedankengang zu verfolgen (Wir sehen schon: Richtig spassig war´s heute wirklich nicht). Immerhin auf halber Strecke eine kleine Aufheiterung, eine Spaziergängerin mit einem lustigen Jack-Russel-Terrier, der mit einem viel zu großen Fußball spielte &#8211; das rang mir dann doch mal ein kurzes Lächeln ab&#8230;</p>
<p>Am Ende des Feldweges stiess ich auf die Landstrasse nach Biblis, hier kurz rechts, einen Fahrradweg entlang, nach 100 m. dann die Strasse überqert und auf einer kleinen, mit vielen Schlaglöchern garnierten Asphaltweg direkt am Waldrand entlang einen weiteren lange Gerade südwärts, immer auf der Hut vor dem überraschend regen Verkehr, der vor allem aus Pferdetransporten bestand, war wohl eine Reitveranstaltung oder sowas in der Nähe (Markierung keine, aber hier geht´s zum &#8220;Jägerhof&#8221;, einfach den entsprechenden Schildern folgen).</p>
<p>Nach 900 m. dann wieder mal eine Markierung, der Nibelungenweg (gelbes Quadrat) ging hier links in den Wald rein, ich lief allerdings noch ein kleines Stück weiter bis zur Kante des Waldgebietes, und bog dann &#8211; dem Waldrand folgend &#8211; westwärts auf die Strasse am ehemaligen Flugplatz ein &#8211; eine große, offene Wiese, auf der sich ein bizarr-filigranes Gewirr aus seltsam geformten und positionierten Strommasten erhebt, verbunden durch ein regelrechtes Netz aus Kabeln und Leitungen &#8211; keine Ahnung, was das soll, aber es sieht auf jeden Fall ziemlich faszinierend aus.</p>
<p>Noch ein paar hundert Meter geradeaus am Waldrand entlang, dann erreichte ich den <a href="http://www.jaegerhof-biblis.de/">Jägerhof</a>, eine gutshofartige Ansammlung von schönen alten Häusern am Waldrand, die offensichtlich ein Restaurant beherbergt &#8211; war zwar noch nie drin, sah aber von außen durchaus apart aus, gepflegter Rasen, eine Voliere, ein Teich, etwas Weihnachtsbeleuchtung (die bereits angeschaltet war, es dämmerte inzwischen nämlich schon leicht). Hübsch, sollte man vielleicht mal im Sommer hin&#8230;</p>
<p>Direkt hinter dem Hof bog ich links in den Wald hinein ab, lief ca. 200 m. an der Westflanke des Komplexes entlang und erreicht dann wieder den Nibelungenweg (immer noch gelbes Quadrat), auf den ich westwärts (= nach rechts) einschwenkte.<br />
Ab hier dann wieder: Wald, weiterhin kahl und dröge, dazu im schwindenden Tageslicht deutlich düsterer als vorhin, hin und wieder mal etwas aufgelockert, beispielsweise durch die barrackenartige Bungalow-Hütte des Sängerkranz Biblis (wenn die hier draussen üben müssen, können sie nicht besonders gut sein&#8230;) oder eine etwas lichtere Passage vorbei an einer Schonung mit jungen Eichen.<br />
700 m. geradeaus, dann auf einer etwas glitschigen Holzbrücke über einen kleinen Bach, am Ufer entlang ca. 50 m. nach Süden, dann wieder links, ostwärts auf eine ewig lange Schneise durch den Wald (immer noch Nibelungenweg).</p>
<p>Einen Kilometer geradeaus, etwas unebener Waldweg, unangenehm wegen der großen Steine, die unter dem Laub verdeckt waren, weiterhin eher lustlos, schmerzende Waden, Sodbrennen (heute Mittag hatte ich Spaghetti mit etwas überwürzter Tomatensoße, die machten sich nun in einer Serie unangenehmer Tomatensoßenrülpser bemerkbar), dazu ansatzweises Seitenstechen (nanu, wo kam das denn her, sowas hatte ich ja schon seit Ewigkeiten nicht mehr gehabt&#8230;), hier und da mal ein Wasserhäuschen oder eine kryptische Markierung an einem Baum, ansonsten Wald, Wald, Wald, bekanntlich kahl und dröge. Irgendwann dann eine Strasse (L3111, Groß-Rohrheim &#8211; Einhausen), die überquert, noch ein knapper Kilometer Wald, schließlich halblinks (Nibelungenweg UND Riedlinie [blauer Kreis]), noch 400 atemlose Meter nordwärts, über die Strasse nach Langwaden, und ich hatte es geschafft &#8211; wieder am Auto!</p>
<p>Mannomann.<br />
Ein ganz mieser Lauf. Diese Woche war irgendwie alles andere als berauschend: Wenig Motivation, wenig Fitness, dazu dieses elende, beschissen-traurige Wetter, das einem jedwede Entdeckerfreude nimmt weil alles nur grau, langweilig und unschön wirkt &#8211; so macht´s einfach keinen Spass, Laufgenuss sieht anders aus. Eigentlich wollte ich morgen ja noch mal laufen gehen, aber im Moment fühle ich mich beim Laufen aber vor allem matt, ausgelaugt und lustlos, ich denke, da mach´ ich stattdessen einfach mal einen Tag mehr Pause, vielleicht hellt ja wenigstens das Wetter demnächst ein bisschen auf&#8230;</p>
<p>Strecke: 13,3 km<br />
Zeit: 1:18 h (= 10,23 km/h bzw. 5:51 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/12/jaegersburger-wald-west.jpg" title="jaegersburger-wald-west.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/12/jaegersburger-wald-west.thumbnail.jpg" alt="jaegersburger-wald-west.jpg" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/20547">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Projekt Nordwärts: Flughafen Frankfurt - Kelsterbach (13,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/12/04/projekt-nordwarts-flughafen-frankfurt-kelsterbach-135-km/</link>
<pubDate>Tue, 04 Dec 2007 16:27:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/12/04/projekt-nordwarts-flughafen-frankfurt-kelsterbach-135-km/</guid>
<description><![CDATA[ Projekt Nordwärts ist eine Serie von Läufen, mit denen ich in den nächsten Wochen etappenweise vom ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p> <a href="http://de.wordpress.com/tag/projekt-nordwarts/"><strong><font color="#b85b5a">Projekt Nordwärts</font></strong></a> ist eine Serie von Läufen, mit denen ich in den nächsten Wochen etappenweise vom südlichen Ende des Rhein-Main-Gebietes bis nach Frankfurt am Main laufen möchte, um die Strecke des Frankfurt-Marathons an mein übriges Streckennetz anzubinden. </p>
<p>Heute also Lauf #6 von Projekt Nordwärts. Letzte Woche hatte ich es ja immerhin schon <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/28/projekt-nordwarts-monchbruch-startbahn-west-152-km/">bis in den Hegwald am Westrand des Frankfurter Flughafens geschafft</a>, heute wollte ich endlich bis an den Main vorstossen (und zwar bei Kelsterbach).</p>
<p>Äußere Bedingungen: Pffft. Erträglich, mehr nicht (will heissen: Kein Regen [positiv], aber wieder mal einener von diesen deprimierend-tristen Herbsttagen in drögem Grau, an denen einen so gar nichts nach draußen treibt [nicht so positiv]).</p>
<p>Start auf dem Parkplatz am Airportring, am westlichen Ende des Flughafengeländes, von dem aus ich auf dem Fahrradweg neben der Straße nordwärts lief. Links Wald, rechts die Rollfelder, dahinter die Bauten der Cargo City Nord. Ein Kilometer geradeaus direkt an der vierspurigen, stark befahrenen Strasse entlang, dann machten Airportring und Fahrradweg an der Nordwestecke des Flughafens eine Linkskurve, von jetzt an also zwischen A3 und der Nordseite des Flughafengeländes ostwärts.<br />
<!--more--></p>
<p>Technisch ist die Strecke am Airportring gut zu laufen, ein flacher, breiter Fahrradweg/Bürgersteig in exzellentem Zustand. Was den Laufgenuß angehnt, ist die Strecke aber nichtsdestotrotz nahe am Totalausfall: Links ein ein dürrer, 30 m. breiter Waldstreifen mit dürren Kiefern und Birken, gleich dahinter die sechsspurige lärmende A3. Rechts direkt der Airportring, seines Zeichens vierspurig und sehr stark befahren, sofort dahinter der graue Wall einer titanischen Lärmschutzwand, sicherlich 15 oder 20 m. hoch, der sich &#8211; mit ganz wenigen kleinen Unterbrechungen &#8211; kilometerweit hinzieht, jeden Blick auf das Flughafengelände abblockt, und den Lärm der Autobahn und des Airportringes regelrecht kanalisiert und verstärkt &#8211; Laut, nichts auch nur ansatzweise Sehenswertes im Sicht, dazu die kumulierten Abgase einer Autobahn, einer stark frequentierten Umgehungsstrasse und eines Großflughafens &#8211; gute Laufumgebung sieht anders aus. Zudem fühlte ich mich heute auch noch ziemlich schlaff und unfit und hatte ein leicht wattiges Gefühl im Kopf, da zog sich das Ganze natürlich um so mehr&#8230;<br />
Aber gut, da musste ich nun mal durch.<br />
Also weiter, eine kleine Ewigkeit den Airportring entlang gen Osten.</p>
<p>Nach knapp 2,3 km endlich meine Abzweigung, vom Airportring links ab, auf der Mörfelder Str. über die Autobahn und die Bahntrasse in Richtung Kelsterbach, seines Zeichens schon wieder einer der (erschreckend vielen) Orte, die ich bisher nur als Autobahnausfahrt kannte.<br />
Wie würde es da wohl aussehen?</p>
<p>Naja, so lala. Direkt nach der Brücke gleich das Gewerbegebiet Kelsterbach Süd &#8211; nicht unbedingt ein berauschender Anblick, das übliche Konglomerat aus Autohäusern, Speditionsfirmen und Kühlmittelhändlern (oder sowas in der Art), in diesem Fall ergänzt Betriebe aus der Flughafenperipherie, wie beispielsweise dem NH-Airport-Hotel, einer Unterkunft mit dem äußeren Charme eines Büroblocks in der Vorstadt (ist ja eigentlich auch klar: Wer hier absteigt, tut das nur aus einem Grund, nämlich weil es direkt am Flughafen liegt &#8211; ästhetische Gesichtspunkte sind wohl eher zweitrangig&#8230;).</p>
<p>Nach 300 Metern war das Gewerbegebiet beendet, stattdessen nun ein halber Kilometer offenes Gelände (das sogenannte &#8220;<a href="http://www.regionalpark-rheinmain.de/default.asp?action=article&#38;ID=235">Mittelfeld</a>&#8220;), eine recht aparte Mischung aus Feldern und heideartigen Wiesen, dazwischen hin und wieder mal ein paar Schrebergärten, schließlich eine große Kreuzung am Ortseingang von <a href="http://www.kelsterbach.de/">Kelsterbach</a>.</p>
<p>Gezwungenermassen eine Pause an der Ampel, dann weiter auf der Mörfelder Str. in den Ort hinein. Wohngebiet, dazwischen ein Schule, das Rathaus (Neubau), nichts Besonderes aber nach der Tristesse am Airportring auf jeden Fall schon mal eine deutlich Verbesserung (zumal das hier nur das neuere Unterdorf war, durch das historische und vermutlich noch etwas reizvollere Oberdorf kam ich gar nicht).<br />
Nach 750 m. ein Unterführung unter der Bahntrasse durch (verziert mit Friedensbotschaften in vielen verschiedenen Sprachen &#8211; ob das hier unten was bringt, weiß ich nicht, war aber trotzdem irgendwie nett), direkt dahinter eine Grünanlage mit Klohäußchen, an dem ich links auf einen kleinen, namenlosen Fußweg zum Mainufer einbog.</p>
<p>Der bot erst mal eine ziemliche Überraschung, denn er entpuppte sich als Hohlweg, der relativ lange und relativ steil zwischen zwei hoch aufragenden Böschungen bergab führte &#8211; irgendwie war ich davon ausgegangen, dass hier alles mehr oder weniger dieselbe Höhe hat, stattdessen stellte sich nun heraus, dass Kelsterbach tatsächlich auf einer ca. 10 &#8211; 20 m. hohen Anhöhe über dem Flußufer sitzt, zu dem ich nun hinunter lief.<br />
Wer hätte das gedacht?</p>
<p>Unten dann: Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Main">Main</a>, auch bekannt als &#8220;Weißwurstäquator&#8221;, angeblich ja die Grenze zwischen Nord- und Süddeutschland &#8211; breit, schnell fließend, im stumpfen Herbstlicht graubraun schimmernd. Dahinter das Panorama der nördlichen Mainebene, eingegrenzt von der dunklen Silhoutte des Taunus, in der Ferne hoch aufragend der Feldberg (hmm, der Feldberg&#8230; 880 m. ü. NN., da müsste man irgendwann auch noch mal hochlaufen&#8230;:) ).<br />
Hübsch, trotz des trüben Depri-Wetters.<br />
Noch hübscher allerdings das Gefühl, jetzt jeden der drei großen Flüsse unserer Region erlaufen zu haben, und das alles in einem großen, ungebrochenen Streckennetz &#8211; <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/30/bickenbach-allmendfeld-gernsheim-135-km/">Rhein</a>, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/16/badische-bergstrasse-weinheim-bis-heidelberg-27-km/">Neckar</a>, und heute eben den Main.</p>
<p>Wie bei seinerzeit bei den beiden anderen Flüssen musste ich natürlich erst mal ans Ufer und zumindest mal eine Hand ins Wasser halten (mein persönliches &#8220;Ich hab den Fluss erreicht&#8221;-Ritual), dabei wäre ich beinahe noch in den Fluss gefallen, dann ging´s auch schon weiter: Ich bog links auf die Mainuferpromenade ein und folgte dem Flussufer und den Markierungen nach Südwesten (wieder Mal die gute, alte Riedlinie, Blauer Kreis, die übrigens hier in Kelsterbach ihren Anfang nimmt, außerdem das Blaue M des Mainweges).</p>
<p>Es folgte eine lange Gerade durch die <a href="http://www.regionalpark-rheinmain.de/default.asp?action=article&#38;ID=236">Wiesen am Mainufer</a>, rechterhand der Fluss, links die hoch aufragende Wand der Böschung, obendrauf die ersten Häuser von Kelsterbach (eigentlich sollte man ja erwarten, dass hier am Abhang mit freiem, unverbaubaren Mainblick vor allem Villen stehen sollten, tatsächlich wirkten die Häuser da oben zumindest aus meiner Froschperspektive nicht besonders ostentativ, später standen sogar einige Plattenbauten direkt an der Steilwand).<br />
Nach einem knappen Kilometer ging es etwas bergauf und vom Ufer Weg, oberhalb des kleinen <a href="http://www.kelsterbach.de/fileadmin/content/Fremdenverkehr_Freizeit/stadtplan/bildw_hafen/hafen.htm">Kelsterbacher Hafens</a> entlag (der wird offensichtlich rege benutzt, es lagen zwei Tankschiffe vor Anker), dann wieder runter zum Main, auf die Auwiesen südwestlich der Stadt, dort dann schließlich nach ca. 600 m links, durch einen Tunnel unter der B43 und der Bahnstrecke durch in den Kelsterbacher Stadtwald/Mönchwald hinein. Kurz die Orientierung verloren (hier geht eine ganze Menge Wege in verschiedene Richtungen ab, da kommt sowas schon mal vor), dann weiter der Riedlinie folgend über die Fahrstrasse in Richtung Flughafen und auf die lange, gerade Grundschneise nach Süden (Blauer Kreis).<br />
Schöner Mischwald, vor allem Kiefern und Stabeichen, gepflegte Wege, regelmässig aufgestellte Bänke und Infotafeln zu Geschichte und Ökologie. Nach ein paar hundert Metern rechts eine Art steiler Hügel, direkt im Anschluss die große offene Fläche des schilfumrankren Mönchwaldsees, der absolut ruhig da lag und in einem wunderschönen, ungewöhnlichen Dunkelgrün durch die Bäume schimmerte &#8211; sehr stimmig.</p>
<p>Direkt im Anschluss eine Kreuzung &#8211; ich wollte geradeaus, aber links lag in gerade mal 100 m. das <a href="http://www.kelsterbach.de/rathaus-verwaltung/verwaltung/aemter-und-abteilungen/sport-und-badeamt/fremdenverkehr/freizeitangebote/wildgatter.html">Wildgehege</a> im Stadtwald, das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, also eben mal ein kurzer Abstecher dorthin.<br />
Großes Areal, dicht bewachsen, nur leider konnte ich kein einziges Tier darin ausmachen, selbst als ich einmal ganz drumherum gelaufen war &#8211; offensichtlich hatten weder Rothirsche noch Mufflons Lust sich zu zeigen, kann man nichts machen&#8230;</p>
<p>Einmal ganz um das Wildgatter herum, dann wieder zurück in die Riedlinie, weiter südwärts durch den Wald, vorbei an einigen weiteren Infotafeln, liebevoll handgeschnitzen &#8220;Haltet den Wald sauber&#8221;-Schildern und einer Gruppe von kleinen Forsthütten auf einer Lichtung, wie gesagt, alles sehr hübsch.</p>
<p>Warum ich ständig darauf rumreite, dass hier alles so hübsch ist?<br />
Ganz einfach, hier durchzulaufen hat mich ziemlich nachdenklich gemacht:<br />
Der Kelsterbacher Stadtwald ist das Areal, das für den <a href="http://www.ausbau.fraport.de/cms/default/rubrik/2/2133.htm">Ausbau des Frankfurter Flughafens vorgesehen </a>ist. Sollten der also stattfinden (und danach sieht es ja momentan aus), würde das bedeuten, dass große Teile dieses Waldes einfach plattgemacht würden &#8211; Kiefern und Eichen, Wildgehege, Ruhebänke und Infatofaleln, Mönchwaldsee, das alles wird möglicherweise schon in wenigen Jahren einfach nicht mehr da sein.</p>
<p>Bisher war die Diskussion um den Flughafenausbau für mich als nicht direkt Betroffenen doch eher abstrakt (auch wenn ich Verwandschaft habe, die unmittelbar unter dem Ausbau zu leiden hätte), entsprechend hatte ich keine ausgeprägte Meinung dazu.<br />
Heute, vor Ort, hatte ich Gelegenheit, mal ernsthaft darüber nachzudenken.</p>
<p>Mein Schlüsse?</p>
<p>1). Die Vorstellung, dass ein ganzer Wald von mehreren hundert Hektar einfach so aus dem Weg geräumt werden soll, um den ohnehin schon riesigen Frankfurter Flughafen nochmals zu vergrößern (und das zu einem Zeitpunkt, zu dem fragwürdig ist, ob der Flugverkehr angesichts von Ressourcenknappheit und ökologischen Problemen mittel- und langfristig überhaupt weiterwachsen kann), die gefällt mir ehrlich gesagt überhaupt nicht.</p>
<p>2). Noch weniger gefällt mir die Vorstellung, dass dieser Ausbau zudem gegen den dezidierten Willen und auf Kosten der Lebensqualität von Zehntausenden Menschen aus der Region geschehen soll, die ihren Vorbehalten seit Jahren lautstark und eindeutig Luft machen &#8211; dass das Projekt trotzdem durchgedrückt wird schmeckt bei genauerer Betrachtung in der Tat arg nach politischer Willkür, und scheint mir zutiefst undemokratisch und ungerecht.</p>
<p>Entsprechend dieser Überlegungen muss ich sagen, dass ich vollstes Verständnis für die <a href="http://bbi.unser-forum.de/">Gegner des Flughafenausbaus</a> habe, und hoffe, dass sie sich durchsetzen können.<br />
Weiter so, Leute!</p>
<p>So, genug Regionalpolitik, machen wir noch schnell den Lauf zu Ende: Nach dem Abstecher zum Wildgatter also wieder auf die Riedlinie, 1 km nach Süden durch den Wald, ein kleiner Schlenker westwärts, dann auf einer langen Brücke über die Bahntrasse und die A3. Auf der anderen Seite die Kiesgrube am Mönchhofdreieck, an der ich schon beim letzten Mal vorbeigekommen war.<br />
Hier links, auf der asphaltierten &#8220;alten Hegwaldschneise&#8221; durch den Wald (kein Seitenstreifen oder Radweg, dazu intensiver LKW-Verkehr, entsprechend teilweise etwas unangenehm zu laufen &#8211; eben genau wie letzte Woche), nach 900 m. dann wieder der Airportring, rechts runter und noch ein kleines Stück neben der Strasse her, und ich war wieder beim Auto angekommen.</p>
<p>Kein besonders guter Lauf: Wetter dröge, Matthias unfit, Umgebung gerade am Flughafen alles andere als ein Hochgenuß. Immerhin wurde es um Kelsterbach herum deutlich besser, das Erreichen des Mains war schon ein kleines persönliches Highlight, und am Ende sogar noch ein bisschen politische Gewissensbildung im Mönchwald &#8211; das macht dann schon wieder Einiges wett&#8230;</p>
<p>Strecke: 13,5 km<br />
Zeit: 1:22 h (= 9,88 km/h bzw. 6:05 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/12/kelsterbach.jpg" title="kelsterbach.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/12/kelsterbach.thumbnail.jpg" alt="kelsterbach.jpg" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/20618">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Projekt Nordwärts: Mönchbruch - Startbahn West (15,2 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/28/projekt-nordwarts-monchbruch-startbahn-west-152-km/</link>
<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 16:35:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/28/projekt-nordwarts-monchbruch-startbahn-west-152-km/</guid>
<description><![CDATA[Projekt Nordwärts ist eine Serie von Läufen, mit denen ich in den nächsten Wochen etappenweise vom s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://de.wordpress.com/tag/projekt-nordwarts/"><strong><font color="#b85b5a">Projekt Nordwärts</font></strong></a> ist eine Serie von Läufen, mit denen ich in den nächsten Wochen etappenweise vom südlichen Ende des Rhein-Main-Gebietes bis nach Frankfurt am Main laufen möchte, um die Strecke des Frankfurt-Marathons an mein übriges Streckennetz anzubinden. </p>
<p><strong>Frage:</strong> Kann man mitten im Rhein-Main Gebiet 15 km laufen, ohne auch nur in Sichtweite einer Ortschaft zu kommen?</p>
<p><strong> </strong><strong>Antwort:</strong> Yup. Gar kein Problem. Zum Beispiel in den weitläufigen Forstgebieten am Frankfurter Flughafen, da gibt es kilometerweit praktisch nichts ausser Wald, nur spärlich durchbrochen von Wiesen oder vereinzelten Strassen (und natürlich dem Flughafen, aber den zählen wir mal nicht als Ortschaft im klassischen Sinne&#8230;).</p>
<p>Und genau dort wollte ich heute Teil von von Projekt Nordwärts absolvieren: Von der Mönchbruchmühle an der B486 zwischen Rüsselsheim und Mörfelden aus (also da, wo ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/26/projekt-nordwarts-gross-gerau-monchbruch-nauheim/">beim letzten Lauf</a> wieder nach Süden abgedreht war) nordwärts, durch das Naturschutzgebiet Mönchbruch, dann parallel bis fast an die A3 bei Kelsterbach, dann durch den Wald zurück nach Süden.</p>
<p>Gesagt getan.<!--more--><br />
Start also auf dem Parkplatz der <a href="http://www.moenchbruch-muehle.de/">Mönchbruchmühle</a>. Schon wieder Glück mit dem Wetter, zwar kalt und etwas diesig, aber strahlender Sonnenschein &#8211; hach, wenn´s doch bloß immer so wäre!<br />
Kurz gedehnt, dann gleich los, auf dem Radweg neben der Bundesstrasse (Radweg R8, allerdings keine Markierung in Sicht) ostwärts. Linkerhand, die weite, offene Fläche der Mönchbruchwiese, von einem durchgehenden Zaun von der Strasse getrennt. Mitten auf der Wiese, vom Radweg aus gut sichtbar: Ein Rudel Hirsche (wohl Damwild), das sich weder vom Verkehrslärm der Bundesstrasse, noch den tieffliegenden Flugzeugen beim Äsen stören liessen &#8211; wow, gleich zu Anfang des Laufes ein Highlight, so lob´ ich mir das!</p>
<p>Nach 600 m die Bundesstrasse überquert, auf der anderen Seite durch ein Gattertor im Zaun mitten rein ins Naturschutzgebiet (Laut AFC-Karte ist das u.a. der Radweg 8, davon war vor Ort allerdings nichts zu sehen &#8211; lediglich die schon arg verblassten Markierungen des Odenwaldclubs, ein weisses Dreieck und ein hohles gelbes Quadrat waren hin und wieder mal sichtbar).</p>
<p>Nordwärts auf dem sogenannten &#8220;Gundweg&#8221;, eine wunderschöne Strecke direkt am Waldrand &#8211; links direkt der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6nchbruch_(Landschaft)">Mönchbruch</a>, eine urige Feuchtwiese, hohes Gras zwischen dem Wasser im Sonnenlicht schimmerte, vereinzelte uralte Bäume, die äsenden Hirsche, ein Graureiher, ganz weit hinten, schon fast vom leichten Nebeldunst verhüllt, die dunkle Wand der Bäume. Rechts derweil lichter Laubwald, hautsächlich alte Buchen und Eichen, durch die die Sonne ungehindert Muster auf den Waldboden zeichnen konnte, dazwischen ein (oder mehrere) meandernde natürliche Wasserläufe und hin und wieder mal eine Waldwiese.<br />
Wunderschön, erinnerte mich landschaftlich total an die Gegend im Nationalpark von <a href="http://www.info-polen.com/natur/bialowieza.php">Białowieża</a> im Osten Polens&#8230;</p>
<p>Ich folgte dem Gundweg ungefähr 1,5 km, erst nach Norden, dann graduell ostwärts, bis ich schließlich an der zweiten Abzweigung nach links abbog, aus dem Wald hinaus ins offene Gelände auf die &#8220;Zinswiese&#8221;, eine weitere große Feuchtwiese nordöstlich des Mönbruchs &#8211; ebenfalls eine urwüchsig-schöne Marschlandschaft, leider mit Strommasten zugepflastert ist und direkt unter der Ab- bzw. Einflugschneise der Startbahn West, das trübt den Gesamteindruck doch merklich. Nichtsdestotrotz immer noch hübsch, vor allem der Fußweg durch die Wiese, ein kleiner erhöhter Damm mit einem alleeartigen Spalier knorriger alter Bäume.</p>
<p>Am Nordrand der Wiese eine Wegscheide, ich lief rechts, an einem Birkenwäldchen vorbei auf die &#8220;Neuwegschneise&#8221;, die hier am Rand eines ewig langen Streifens offenen Geländes mitten im Wald (offensichtlich eine künstliche Schneise, wohl für die Strommasten) nach Nordwesten verläuft.<br />
Gerader Weg, etwas zu grob geschottert aber insgesamt gut zu laufen, auch hier schöne Landschaft &#8211; links die offene Schneise, eine steppenartige sandige Heidelandschaft mit viel Buschwerk, rechts kiefernlastiger Mischwald, durch den hin und wieder das laut grummelnde Dröhnen eines startenden Großraumfliegers drang (die Startbahn West verläuft hier nur ein paar hundert Meter weiter westlich &#8211; nicht zu sehen, aber sehr deutlich zu hören).</p>
<p>Nach ca. 1,5 Kilometern am Rand des großen Heidestreifens erreichte ich die Mönchbruch-Schneise (Radweg 25/Regionalparkweg), auf der ich halbrechts in den Wald einbog, 500 m geradeaus lief, und dann noch mal halbrechts auf die Hohewart-Schneise/Riedlinie (Blauer Kreis) einschwenkte. Hier bereits ein schwacher Kerosingeschmack in der Luft, der Geruch von Flughafen, Urlaub, Abenteuer, weiter Welt&#8230; Es heisst ja, dass bestimmte Gerüche unmittelbar intensive Empfindungen hervorrufen können, bei mir war´s in diesem Fall ein akuter Anfall von Fernweh &#8211; da starten hier im Minutentakt die Maschinen zu irgendwelchen fremden, aufregenden Orten, und man selbst ist schon seit Jahren nicht mehr richtig rausgekommen&#8230;</p>
<p>&#60;Seufzer&#62;</p>
<p>&#60;Doppelseufzer&#62;</p>
<p>Und nochmal:<br />
&#60;Seufzer&#62;</p>
<p>Aber was willste machen?<br />
Eben, nix!<br />
Also weiter!</p>
<p>Noch ein paar hundert Meter auf der Riedlinie ostwärts durch den Wald, und ich war direkt an der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Startbahn_West">Startbahn West</a> angekommen, von der man allerdings nichts sah &#8211; statt offenem Blick auf die Piste war da nur ein massiver Betonzaun mit Stahlträgern als Streben, dahinter mehr Wald, aus dem hin und wieder ein Flutlicht-Mast mit Überwachungskamera ragte.<br />
Doch auch wenn von der Startbahn selbst nichts zu sehen war, zu überhören war sie nicht. Ich bin normalerweise ja überhaupt nicht an Technik interessiert, die meisten Leistungen moderner Ingenieurskunst lassen mich eher kalt, aber ganz ehrlich: Das tiefe Dröhnen, das entsteht, wenn 150 m. neben einem ein mehrere hundert Tonnen schwerer Metalkoloss von vier gewaltigen Turbinen mit über 300 km/h in den Himmel geprügelt wird, das geht einem wirklich durch Mark und Bein und ist schon ganz arg beeindruckend (andererseits muss ich sagen: Die Vorstellung, diese Geräuschkulisse in leicht abgeschwächter Form Tag für Tag 16 oder 18 Stunden um sich zu haben, ist nicht gerade angenehm &#8211; da kann ich die Gegner des Flughafenausbaus voll und ganz verstehen)</p>
<p>Für mich ging´s hier auf jeden Fall weiter nach Norden, auf einem breiten, leicht schlammigen Kiesweg am Flughafenzaun entlang (Immer noch Riedlinie, also blauer Kreis). Nach 1,2 km teilte sich der Weg nach links und rechts, ich lief rechts, zwischen Zäunen hindurch bis zur Ausichtsplattfrom am Anfang der Startbahn West, von der aus man <a href="http://www.qype.com/place/photos/80508-Aussichtsplattform-Startbahn-West-Frankfurt-am-Main?page=1">einen guten Blick auf das Flughafengelände</a> hat.</p>
<p>Ach du Scheisse, ist das riesig!!!!<br />
Wenn man im Flieger sitzt und drüberrollt, merkt man das gar nicht so, aber wenn man erst mal davorsteht &#8211; Boah!<br />
Rechts runter die Startbahn West, eine drei Kilometer lange und 500 Meter breite Schneise im Wald, geradeaus die beiden anderen Bahnen, vier Kilometer nach Nordosten, so weit, dass man die Terminalgebäude am Nordende der Bahnen im Dunst nicht mehr richtig sehen konnte.<br />
Mannomann, nicht schlecht, Herr Specht, da sieht man erstmal, wie groß ein Großflughafen wirklich ist!</p>
<p>Ein, zwei Minuten Aussichtspause, dann weiter, auf einem kleinen Fußpfad an den Airport-Ring, den dann auf einem breiten Fahrradweg entlang, erst kurz nach Westen, dann nordwärts, weiterhin guter Blick auf das Flughafengelände (von dem hier ein seltsames, fluktuierend-pfeiffendes Summgeräusch zu hören war. Etwas nervig), vorbei an einem Parkplatz (das wird wohl der Ausgangspunkt für den nächsten Lauf von &#8220;Projekt Nordwärts sein), bis zur alten &#8220;Hegwaldschneise&#8221;, einer Asphaltstrasse die kurz vor der A3 vom Airportring weg in westlicher Richtung in den Wald führt.</p>
<p>Der folgte ich nun einen knappen Kilometer (vorsichtig, hier gibt´s keinen eigenen Rad- oder Fußgängerweg, dafür aber regen LKW-Verkehr) und erreichte schließlich die Kiesgrube am Mönchofdreieck, am oberen Ende der langen Schneise, der ich nach der Zinswiese schon ein Stück gefolgt war. Hier links, der Strasse entlang der Kiesgrube folgend zurück nach Süden (Radweg 4 [aber wieder mal keine entsprechende Markierung zu sehen]/Regionalparkweg [=die dreiteilige magenta-Pyramide]). Um mich herum geschäftiges Treiben, behäbige Kieslaster auf dem Weg von oder zur Kiesgrube, dazu ein Wald ominös brummender Strommasten, rechts ein Miniaturgebirge aus Schutt- und Sandbergen (die im Sonnenschein so ein bisschen was von Sahara hatten).</p>
<p>Ein Kilometer auf der Strasse entlang, dann rechts ab, nach Süden in den Wald (Die &#8220;Stegwaldschneise&#8221; &#8211; Theoretisch Radweg 6, aber mal wieder nicht markiert).</p>
<p>Von da an: Einfach nur geradeaus. Eeeeeeewig geradeaus. Genauer gesagt: Mehr als drei Kilometer. Wald, wald, wald, nichts als Wald. Weiterhin ganz sonnig und hübsch, aber auf Dauer doch etwas Monoton, besonders wenn das Interessanteste, was man unterwegs sieht,<br />
ein vorbeifliegender Buntspecht und die Hütten der Naturfreunde Bischofsheim und des Odenwaldclub Rüsselsheim sind<br />
Ansonsten: Gut laufbarer aber unspektakulärer Weg durch den Flachlandwald, der sich ganz ordentlich zog, dabei irgendwann wieder zur Riedlinie (Blauer Kreis) wurde.</p>
<p>Schließlich, nach einer gefühlten halben Ewigkeit ein kleiner Schlenker auf die leicht versetzt nach Süden verlaufende Mönchbruch-Schneise (Radweg 25), noch ein paar Minuten weiter, dann der Waldrand am Nordende der Mönchbruch-Wiese.<br />
Fast geschafft.</p>
<p>Den letzten knappen Kilometer noch mal mitten durch die Mönchbruch-Wiese: Auf der Mönchburch-Allee, einem großartigen, von alten Kastanien gesäumten Weg, durch die Feuchtwiesen, herbstlich-goldener Sonnenschein, der vom im Wasser zwischen dem dichten Gras reflektiert wurde, in der Ferne ein paar Nebelschwaden über dem Marschland &#8211; herrlich, einfach herrlich, wunderbarste Natur, und das mitten im Rhein-Main-Gebiet!<br />
Sah ziemlich genau so aus wie bei diesem <a href="http://kugelblick.de/wwp412/5978_de.html">Link</a>.<br />
Perfekt!<br />
Am Ende der Allee ein <a href="http://kugelblick.de/wwp412/6048_de.html">Aussichtsturm</a>, da kletterte ich natürlich auch noch mal rauf und besah mir das ganze von oben (von da hatte man auch noch mal einen schönen Blick auf die immer noch friedlich weidenden Damhirche), dann noch ein paar hundert Meter bis zum <a href="http://www.gg-online.de/html/moenchbruch_schloss.htm">Jagdschloss</a>, das ebenfalls sehr hübsch ist (wenn auch mit etwas viel Patina, wird aber wohl gerade renoviert), über die B486 und zurück zum Auto.</p>
<p>Fazit: Hat viel Spass gemacht. Schönes Wetter und eine reizvolle Strecke, vor allem natürlich um den großartigen Mönchbruch herum, das ist ganz zweifellos eine der schönsten Ecken des Rhein-Main-Gebietes. Faszinierend auch der Spannungsbogen zwischen urwüchsiger Natur auf der einen, und dem hochmodernen Frankfurter Flughafen auf der anderen Seite &#8211; kaum zu glauben, wie nah diese beiden Extreme hier beieinander liegen.<br />
Sehr guter Lauf in gemütlich-moderatem Tempo.</p>
<p>Strecke: 15,2 km<br />
Zeit: 1:36 h (= 9,5 km bzw. ca. 6:20 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/flughafen.jpg" title="flughafen.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/flughafen.thumbnail.jpg" alt="flughafen.jpg" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/20536">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Projekt Nordwärts: Gross-Gerau - Mönchbruch - Nauheim (13,4 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/26/projekt-nordwarts-gross-gerau-monchbruch-nauheim/</link>
<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 17:09:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/26/projekt-nordwarts-gross-gerau-monchbruch-nauheim/</guid>
<description><![CDATA[Projekt Nordwärts ist eine Serie von Läufen, mit denen ich in den nächsten Wochen etappenweise vom s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://de.wordpress.com/tag/projekt-nordwarts/"><strong><font color="#b85b5a">Projekt Nordwärts</font></strong></a> ist eine Serie von Läufen, mit denen ich in den nächsten Wochen etappenweise vom südlichen Ende des Rhein-Main-Gebietes bis nach Frankfurt am Main laufen möchte, um die Strecke des Frankfurt-Marathons an mein übriges Streckennetz anzubinden.</p>
<p>Lauf #4 von Projekt Nordwärts &#8211; <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/22/projekt-nordwarts-buttelborn-klein-gerau-gross-gerau-131-km/">beim letzten Mal</a> hatte ich es bis an den Rand des riesigen Forstgebietes im südlich-zentralen Rhein-Main-Gebiet geschafft. Heute also weiter nach Norden, vom äußersten Punkt der letzten Tour nördlich von Gross-Gerau bis zum Mönchbruch, dann über Nauheim zurück. Erwartete dominante Geländeform: Wald, Wald, Wald, Wald, Wald, Wald und nochmals Wald.<br />
Oh, und natürlich Wald.</p>
<p>Wetter: Unbeständig-durchwachsen, Regen, Wolken, Sonne, alles mit dabei, fluktuierte quasi im Minutenrhythmus. Dazu kalt: 2-3 Grad, leicht windig. Brr.</p>
<p><!--more--><br />
Start: Waldparkplatz am Woogsdamm und der B44, nördlich von Gross Gerau. Von hier aus direkt in den Wald, den &#8220;Mönchbruchpfad&#8221; (Radweg 25) entlang nach Norden.<br />
Ewig lange gerade &#8211; vom Parkplatz bis zum Mönchbruch 4 Kilometer, einfach immer nur geradeaus. Bequemer, gut befestigter Waldweg (nach der <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/24/schone-gegend-schlechte-wege-zell-gronau-ober-hambach-128-km/">Tortur vorgestern</a> äußerst angenehm), so flach wie ein durchschnittliches Comedy-Programm im deutschen Privatfernsehen. Links und rechts nichts als kahle Bäume (meist dichter, mittelalter Mischwald mit wenig Unterholz). Praktisch direkt unterhalb der An- und Abflugschneise der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Startbahn_West">Startbahn West</a>, deswegen immer wieder das laute Röhren der Flugzeuge (wow, das ist echt laut, kein Wunder, dass die Anwohner keine Flughafenerweiterung wollen), ansonsten Totenstille im Wald.<br />
Oh, das ganze übrigens bei eiskaltem Regen und Wind, der durch die kahlen Bäume nicht abgehalten wurde, recht eklig.</p>
<p>Fassen wir zusammen: 4 km lange flache Gerade, guter Untergrund, keinerlei Ablenkungen, kalt &#8211; ideal, um mal so richtig aufs Tempo zu drücken.<br />
Genau das machte ich dann auch: Nach einer kurzen Aufwärmphase verfiel ich in einen schnellen, wahrscheinlich schon leicht anaeroben Semi-Sprint und raste mit einer Riesengeschwindigkeit (für meine Verhältnisse) durch den Wald.<br />
Lief super.<br />
Hin und wieder mal ein Wegstein oder eine Schneise, ein, zwei kleine Brücken über Bachläufe (einer davon durch ein Schild als Hegbach ausgewiesen), ansonsten: Bäume.<br />
Nach knapp 2,5 Kilometern eine größere Schneise, daneben eine Schutzhütte, in der ganz viele Bilder und/oder Zeitungsauschnitte hingen &#8211; sah interessant aus, aber ich war mitten drin, deswegen lief ich durch, ohne mir die Hütte genauer anzusehen &#8211; schade eigentlich (Markierung übrigens immer noch Radweg 25, nach der Hütte kam der blaue Kreis der Riedlinie dazu).<br />
Weiter, weiter, immer geradeaus, mehr Wald, dann auf einmal ein offenes Gatter, dahinter Gebäude, eine Strasse: Ich hatte den nördlichsten Punkt der heutigen Tour, die historische Häusergruppe mitten im <a href="http://www.gg-online.de/html/moenchbruch_nsg.htm">Naturschutgebiet Mönchbruch</a>, erreicht (und das in einer Superzeit: 19,5 Minuten für 3,92 km, das entspricht einem Durchschnitt von über 12 km/h bzw. einer Kilometerzeit von knapp unter 5 Minuten).</p>
<p>Äußerst hübsch hier, erst die <a href="http://www.moenchbruch-muehle.de/">Mönchbruchmühle</a> mit apartem Restaurant und (saisonal bedingt geschlossenem) Biergarten, ein schönes und gepflegtes altes Fachwerkhaus mit Nebengebäuden. Dann die B44, dahinter das ebenfalls äußerst hübsche <a href="http://www.gg-online.de/html/moenchbruch_schloss.htm">Jagdschloss</a> und die große offene Fläche der szenischen <a href="http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/10183171">Mönchbruchwiese</a> (na gut, so schön wie auf dem verlinkten Foto sah sie heute nicht aus, aber trotzdem&#8230;) &#8211; wirklich alles sehr hübsch, allerdings sah ich mich nicht zu lange um, schließlich will ich alles was nördlich der Bundesstrasse liegt (und damit auch das Jagdschloss und die Wiese) erst beim nächsten Lauf erkunden, das sparte ich mir also auf.</p>
<p>Stattdessen hier kurze Verwirrung, eigentlich wollte ich auf einem Waldpfad am hier durchfliessenden Schwarzbach wieder nach Süden, aber den konnte ich auf Anhieb nicht finden. Also noch mal 150 m. zurück, zur Orientierungstafel am Anfang der Lichtung, dort die Existenz des Pfades verifiziert, wieder an die B44, dort dann kurz links über den Schwarzbach und auf einem kaum sichtbaren, völlig überwuchterten Pfad durch ein zu öffnendes Gattertor (die nehmen das mit dem Naturschutzgebiet hier wohl sehr ernst) wieder in den Wald zurück, Richtung Südwest.</p>
<p>Überwucherter, schmaler Pfad parallel zum Schwarzbach, fast schon Urwaldhaft, wurde aber bald etwas besser. Ca 400 m., dann links, auf einer rustikalen Holzbrücke über den Bach, dann gleich wieder scharf rechts, westwärts. Auch hier wieder: Wald, Wald, Wald, zur Abwechslung mal etwas kiefernlastig.<br />
Nach einem halben Kilometer schimmerte vor mir eine riesige, offene Wiese durch die Bäume idyllisch eingefasst von noch mehr Wald (übrigens dieselbe Wiese, die man von der A67 aus in nördlicher Richtung rechts sieht, kurz bevor man das Rüsselsheimer Dreieck erreicht &#8211; also wieder ein bekannter Ort aus einer gänzlich unbekannten Perspektive!) &#8211; schöner Anblick, besonders weil inzwischen die Sonne rausgekommen war.<br />
Der Weg selbst knickte hier auf einer Lichtung links in die &#8220;Brandsee-Schneise&#8221; ab und lief parallel zur großen Wiese ca. 1 1/4 km nach Süden (Wald, Wald Wald, diesemal viele Birken, rechts immer mal Wiese).</p>
<p>Schließlich eine große Querschneise, markiert mit dem Blauen Kreis der Riedlinie und dem Pyramidenpfeil des Regionalparkwegs, hier rechts, westwärts. Noch mehr Wald, wieder mehr Kiefern, von der halbverhangenen schrägstehenden Sonne von hinten schwefelgelb angestrahlt, was einen sehr interessanten, scherenschnittartigen Silhouetteneffekt erzeugte.<br />
Nach etwas über einem Kilometer rechts ein einsames, altes Forsthaus an einer Lichtung (das &#8220;Untere Treburer Forsthaus&#8221;, Vereinsheim des Odenwaldclub Gross-Gerau), davor eine stark verwachsene Baumgruppe, von einer Plakette als <a href="http://www.nauheim.de/openpic.php?lang=de&#38;filename=/pics/medien//image_1083589060391.jpeg&#38;title=Naturdenkmal+K%F6rnerlinden&#38;width=600&#38;height=562">Naturdenkmal &#8220;Körnerlinden&#8221;</a> identifiziert, kurz dahinter ein kleines Eichenwäldchen das von einem Schild als der &#8220;Nauheimer Hochzeitswald&#8221; identifiziert wurde (was immer das bedeuten mag) &#8211; hübsch hier.</p>
<p>Noch etwas geradeaus, dann auf einer Schneise links (Radweg 12/Regionalparkweg), wo der Waldweg in eine Asphaltstrasse überging, auf der ich nach einem halben Kilometer die Autobahnbrücke bei Nauheim erreichte und die A67 überquerte (dabei Blick nach rechts auf den Taunus &#8211; ungewohntes Gefühl, beim Laufen eine nicht allzu weit entfernte Bergkette zu sehen die nicht die Bergstrasse ist&#8230;).</p>
<p>Dahinter eine offene Fläche umrahmt von Wald, Kleingärten, ein Freizeitgelände mit Basketballfeld, dann <a href="http://www.nauheim.de/">Nauheim</a>, eine Reihe kleiner, weißer Häuser, ordentlich aufgereiht am entfernten Waldrand &#8211; hübsch. Ich lief noch ein Stück geradeaus auf der Strasse (&#8220;Berzallee&#8221;) weiter, vorbei an einem Spalier schöner alter Alleebäume, und bog dann am Ortseingang links in den Wald in Richtung Hegbachsee ab (Radweg 27).</p>
<p>300 m. auf einem frisch gepflasterten und nagelneuen Fußweg nach Süden, dann kurz vor dem See nach links in den Seeweg (Dämliches Wortspiel des Tages: Heute lege ich einen Teil meiner Joggingstrecke auf dem Seeweg zurück. <em>Seeweg</em>, get it? Ha! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), eine geschwungene Kurve entlang einer Wohnwagensiedlung, dann auf einem Parkplatz vor einem blockigen Gebäude links, über einen weiteren Fußweg und einen Spielplatz ans östliche Ufer des <a href="http://www.nauheim.de/staticsite/staticsite.php?menuid=125&#38;topmenu=12">Hegbachsees</a>, direkt neben der Autobahn.<br />
Wieder so ein seltsam vertrauter aber zugleich unbekannter Ort &#8211; im Vorbeifahren auf der A67 habe ich den See schon X-Mal durch die Bäume schimmern sehen, dagewesen war ich bisher noch nie&#8230;</p>
<p>Vor Ort zu Fuß machte der See eigentlich einen sehr hübschen Eindruck: Große Wasserfläche, viel Wald, Enten und Kanadagänse drauf, dichter Uferbewuchs, direkt am weg gepflegte Liege- und Freizeitwiesen &#8211; lediglich die allenthalben aufsgestellten Warnschilder, die Sinngemäß darauf hinwiesen, dass der See eine Todesfalle aus Kolibakterien, Salmonellen und dünnem Eis sei, und man sich entsprechend unbedingt fernhalten solle, störten die Idylle etwas. Tja, man kann halt nicht alles haben&#8230;</p>
<p>Ich lief zwischen Ufer und Autobahn durch die Grünflächen und erreichte am Ende des Sees schließlich einen weiteren Parkplatz (mit weiterem blockigen Neubau) , über den ich mit einem kleinen Schlenker auf die Asphaltstrasse gelangte, die direkt neben der A67 nach Süden führt und den wunderbar prosaischen Namen &#8220;Hartmannslochschneise&#8221; trägt.<br />
Umgebung übrigens zur Abwechslung mal: Wald.<br />
Mal was Neues&#8230;</p>
<p>Nach 800 Metern eine Kurve zur Autobahnbrücke nach Gross-Gerau, wieder über die A67 rüber, dahinter dann die Feldschneise weiter nach Osten &#8211; weiterhin Asphaltierter Weg, links Waldrand, rechts die offenen Felder nördlich von Gross-Gerau mit bedingt erhebendem Blick auf die qualmenden Schlote der Zuckerrübenfabrik und die Lärmschutzmauer an der Autobahn.<br />
600 Meter nach der Brücke bog die Strasse rechts ab, ich lief auf einem etwas schlammigen Weg allerdings weiter stur nach Osten in den Wald rein (Yayyy, Wald&#8230;), und bog schließlich kurz vor dem Waldrand, mit Blick auf die Heimstättensiedlung, nach Norden in die Loogschneise ein. Hier noch 400 Meter nordwärts, dann halbrechts in einen kleinen, zugewucherten Trampelpfad, vorbei an der Rückfront des Geländes der Ahmadiyya-Moslems (laut <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ahmadiyya">Wikipedia</a> übrigens eine sympathisch liberale Glaubensgemeinschaft), und schließlich auf den Parkplatz mit dem wartenden Auto.</p>
<p>Wow. Sehr schnelle Tour, entsprechend am Ende etwas ausser Atem, aber ansonsten keine Probleme &#8211; gut. Sightseeing-technisch vielleicht nicht die attraktivste Strecke, die ich jemals gelaufen bin (obwohl gerade das NSG Mönchbruch bei schönem Wetter sicher einiges hermacht), aber ideal, um ein paar schnelle, ungestörte Kilometer in angenehmer Umgebung und auf gutem Untergrund zurückzulegen &#8211; sehr gute Joggingstrecke. Dazu die faszinierende Erkenntnis, dass es mitten im Herzen des scheinbar so dicht besiedelten Rhein-Main-Gebietes ein riesiges Areal mit relativ unberührter und zum Teil sehr schöner (Halb)Wildnis gibt, und das befriedigende Gefühl, wieder ein Stück mehr von der Landschaft jenseits der Autobahn erforscht zu haben &#8211; insgesamt gar kein so übler Lauf!</p>
<p>Strecke: 13,4 km<br />
Zeit: 1:13 h (11,01 km/h bzw. 5:27 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/gg-moenchbruch.jpg" title="gg-moenchbruch.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/gg-moenchbruch.thumbnail.jpg" alt="gg-moenchbruch.jpg" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/20383">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Projekt Nordwärts: Büttelborn - Klein-Gerau - Gross-Gerau (13,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/22/projekt-nordwarts-buttelborn-klein-gerau-gross-gerau-131-km/</link>
<pubDate>Thu, 22 Nov 2007 16:57:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/22/projekt-nordwarts-buttelborn-klein-gerau-gross-gerau-131-km/</guid>
<description><![CDATA[Projekt Nordwärts ist eine Serie von Läufen, mit denen ich in den nächsten Wochen etappenweise vom s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong><a href="http://de.wordpress.com/tag/projekt-nordwarts/">Projekt Nordwärts</a></strong> ist eine Serie von Läufen, mit denen ich in den nächsten Wochen etappenweise vom südlichen Ende des Rhein-Main-Gebietes bis nach Frankfurt am Main laufen möchte, um die Strecke des Frankfurt-Marathons an mein übriges Streckennetz anzubinden.</p>
<p>Heute also Lauf #3 im Rahmen von Projekt: Nordwärts.<br />
Schauplatz: Die Gegend um Gross-Gerau.<br />
Ein Gebiet, das mir faszinierenderweise zugleich sehr vertraut und praktisch unbekannt ist &#8211; als Autobahnbenutzer bin ich hier schon tausend Mal langgefahren, die Strecke auf der A67 ist mir quasi genauso vertraut wie mein Wohnzimmer.<br />
Abseits von der Autobahn sieht´s aber gleich ganz anders aus: In Büttelborn war ich in meinem ganzen Leben höchstens vier oder fünf Mal, Gross-Gerau kenne ich nur vom sehr seltenen Durchfahren und ein paar Besuchen in der (übrigens sehr netten) <a href="http://www.gg-online.de/html/fasanerie.htm">Fasanerie</a>, und nach Klein-Gerau hatte ich im Leben noch keinen einzigen Fuß gesetzt (um ehrlich zu sein, ich wusste noch nicht mal, welcher Ort &#8220;das da rechts von der Autobahn&#8221; war).<br />
Also eine ziemlich spannende Ausgangssituation: Ein Lauf in der vertrauten Fremde, der neue Perspektiven einer (ansatzweise) bekannten Gegend versprach.<br />
<!--more--></p>
<p>Wetter: Trist. Trübes Mittelgrau, sah zu Anfang noch halbwegs freundlich aus, verfinsterte sich im Verlauf der Tour aber immer mehr und ging von Nieselregen zu richtigem Regen über.<br />
Meh. Immerhin etwas wärmer als in den letzten Tagen&#8230;<br />
Machte nicht gerade viel Lust, aber was muss, das muss&#8230;</p>
<p>Start: Friedrich-Ludwig-Jahn-Strasse in <a href="http://www.buettelborn.de/">Büttelborn</a>, also dort, wo ich beim <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/16/projekt-nordwarts-griesheim-buttelborn-121-km/">letzten Lauf des Projektes Nordwärts</a> wieder nach Süden abgeknickt war.<br />
Heute ging´s natürlich in die andere Richtung, also nach Norden: Die Darmstädter Str. entlang in den Ortskern, vorbei an der Sparkasse in die Rhönstrasse, an deren Ende links in die Taunusstr. (die durch einen Grünstreifen zweigeilt ist). Recht hohes Tempo, der spröde Charme von Büttelborn bei schlechtem Wetter animierte nicht unbedingt zum Trödeln, ausserdem hatte ich furchtbaren Druck auf der Blase (wäre besser noch mal vor dem Start aufs Klo gegangen), und wollte so schnell wie möglich aus dem Dorf raus, um ein ruhiges Eckchen zum Ablassen dieses Drucks zu finden (am Ende war´s dann der bereits erwähnte Grünstreifen in der Taunusstr. &#8211; aaaah&#8230;).</p>
<p>200 Meter zwischen Ortsrand und Autobahnauffahrt westwärts durch die Taunnusstrasse, dann rechts, entlang der Landstrasse in Richtung Worfelden. Vorher hatte ich mir ein bisschen Sorgen gemacht, ob ich durch das Gewirr aus Autobahn, Landstrasse, Bundesstrasse und den Auf- bzw. Abfahrten dazwischen durchkommen würde, vor Ort stellte sich das dann aber als problemlos heraus &#8211; einfach auf den Radweg neben der Strasse (Radweg 25) und der Markierung unter/neben/über die Brücken gefolgt. </p>
<p>Hinter der Autobahnbrücke dann erst mal Flachland: Trübe Äcker, links die A67, dahinter Groß-Gerau mit seiner charakteristischen Skyline aus Wasserturm, den dampfenden Schloten der Zuckerfabrik und dem Blauen Kasten des Wick-Hochregallagers an der Autobahn, geradeaus im Dunst die etwas geduckt wirkenden Häuser von Klein-Gerau, rechts das graue Nichts (bei klarerem Wetter hätte man hier wahrscheinlich Weiterstadt in der Ferne gesehen).<br />
Neuer, asphaltierter Fahrradweg neben der Landstrasse, gut und schnell zu laufen, wenig los (ausser mir nur ein verschreckter Turmfalke und eine älterer Herr auf einem noch älteren Fahrrad) nach knapp einem Kilometer dann <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klein-Gerau">Klein-Gerau</a>, das eigentlich einen ganz aparten Eindruck machte &#8211; klar, typisches Rieddorf mit Neubaugebiet außenrum und einem Kern schmuckloser, dicht aneinandergedrängten Altbauten, wirkte aber nichtsdestotrotz netter als erwartet, bei gutem Wetter wär´s vielleicht sogar richtig hübsch gewesen.</p>
<p>Ich lief weiter nordwärts, durch die kleine, gepflasterte Thüringer Str. weiter in die Bahnhofstr.<br />
Da war dann allerdings erstmal Schluss: Schwer beschrankter Bahnübergang neben einem kleinen Provinzbahnhof (an dem wahrscheinlich kaum noch Züge halten), Schranken unten &#8211; warten.<br />
Und warten.<br />
Und warten.<br />
Kein Zug in Sicht. Gottseidank war´s halbwegs warm und windstill, sonst wäre ich da weggefroren.<br />
Und noch ein bisschen warten.<br />
Dumdidumdidumdidum&#8230;</p>
<p>Schließlich, nach über 5 Minuten endlich ein Güterzug, die Schranken gingen auf, ich konnte weiter, war etwas aus dem Rhythmus. Blöde Warterei&#8230;<br />
Die Waldstrasse entlang, durch ein unspektakuläres Wohngebiet und über einen kleinen Bach bis zum nördlichen Ende von Klein-Gerau, dort wieder ins offene Gelände (Weiterhin: Radweg 25). Auch hier: Eigentlich ganz hübsch, die obligatorischen Äcker von kleineren Feldern durchbrochen, hin und wieder ein Hof. </p>
<p>Nach ca. 700 m. dann Ende mit Feldern, hallo Bäume: Das südliche Ende des gewaltigen Forsts, der sich von hier mehr oder weniger ungebrochen bis nach Frankfurt hoch erstreckt. Für mich ging´s mittenrein, noch 200 Meter geradeaus dann dem Fahrradweg 25 folgend nach links, westwärts.<br />
Viel Wald, gemischt aber Kiefernlastig, kahl, mit regelmäßigem Bodenbewuchs (Brombeerhecken usw.), offensichtlich nicht besonders alt, flach, nicht wirklich unansehnlich aber doch etwas langweilig &#8211; aber da werd´ ich mich dran gewöhnen müssen, schließlich stehen mir noch einige Kilometer in diesem Wald bevor. Immerhin: Wenig Ablenkung, guter, fester Waldweg, da war weiterhin Tempo Machen angesagt.</p>
<p>Nach 400 Metern ging´s über die Bahngleise, eine gewaltige, steile Bahnbrücke, die angesichts der Tatsache, dass sie mitten im Nirgendwo am Ende eine Waldweges lag, völlig überdimensioniert wirkte &#8211; da hatte wohl irgendjemand noch ein paar hunderttausend Euro  Steuergelder übrig, die er schnell loswerden wollte&#8230;<br />
Aber hey, geschenktem Gaul schaut man nicht ins Maul, Hauptsache ein ordentlicher Weg über die Gleise, also rüber.  </p>
<p>Auf der anderen Seite: Noch mehr unspektakulärer Wald, und das mehr als einen Kilometer lang (Immer noch Radweg 25, nordwestliche Richtung). Schließlich eine kleine Abzweigung. Ich musste eigentlich geradeaus weiter, allerdings verkündete ein Wegweiser, dass es links zur &#8220;Denksäule&#8221; ginge, offensichtlich eine lokale Sehenswürdigkeit, die wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.<br />
Folgerichtig ein kurzer Abstecher nach links, kleiner Waldweg, gesäumt von ein paar seltsamen Rampen (für Biker mit dem unstillbaren Wunsch nach einem Schädel-Hirn-Trauma?), ca. 150 m. lang, am Ende eine kleine Lichtung mit einem etwas unmotiviert in der Landschaft rumstehenden Obelisken drauf, der Denksäule.<br />
Durchaus hübsch, das Highlight war aber fraglos die Inschrift, die in drolligem, verschwurbelt-archaischen Deutsch den Sinn des Obelisken erklärte &#8211; der wurde nämlich von den stolzen Gerauern Ende des 18. Jahrhunderts installiert, um daran zu erinnern, dass irgendein Fürst samz Hofstaat hier mal zwei Wochen campiert hat. Wie gesagt, war furchtbar äusserst drollig, leider war die Inschrift viel zu lang, um sie sich zu merken (und im Netz gibt´s gleich gar nichts zur Location), sonst hätte ich sie hier verbatim wiedergegeben.<br />
Sehr schön auch der Gedanke, dass das gemeine Volk so Happy war, dass ihr Landesvater bei ihnen Urlaub gemacht hat, dass sie deswegen gleich mal spontan ein Monument aufbauen. Da sieht man mal, wie die Zeiten sich geändert haben &#8211; wenn heute Roland Koch hier bei mir zwei Wochen im Wald hinterm Haus biwakieren, das lokale Wild in rauhen Mengen massakrieren, und seine Notdurft an den Wegen verrichten würde, wo ich sonst mit dem Hund gassi gehe, wäre mir das keine Stele wert. Aber vielleicht bin ich ja voreingenommen weil ich Roland Koch nicht mag&#8230;</p>
<p>Anyway, nach kurzer Bewunderung dieses bedeutenden historischen Monuments wieder zurück auf den Radweg 25, und nach ein paar Metern halb aus dem Wald raus (= links offenes Gelände, ein großer, eingezäuntes Acker, laut Schild ein &#8220;Versuchsfeld. Rechts Waldrand mit ein paar Häusern) und geradeaus auf einem aspahltierten Weg (&#8220;Am Woogsdamm&#8221;) bis zur B44.<br />
Kurz über die Bundesstrasse rüber, vorbei an einem muslimischen Freizeitzentrum (hübsch gelegen am Waldrand) auf den Waldparkplatz Gross-Gerau-Nord/Am Woogsdamm, von dem aus ich die nächste Tour in der Gegend starten will, dann wieder zurück, entlang der Bundesstrasse nach Süden, in Richtung Gross-Gerau. </p>
<p>Nach ca. 500 m. Gross-Gerau Nord, die sogenannte Heimstädtensiedlung. Erst Tankstelle und Autohändler, dann unspektakuläres Wohngebiet, an dessen Rand ich weiter südwärts lief (Frankfurter Strasse), bis ich das Industriegebiet an der Autobahn erreichte (ungewohnter Anblick: Der blaue Kasten des Wick-Hochregallagers von hinten &#8211; bisher kannte ich das nur von vorne, von der Autobahn aus).<br />
Auch hier weiter geradeaus, unter der Autobahnauffahrt durch, dann steil auf die Autobahnbrücke rauf, über die A67 und von Norden her in den eigentlichen Ortsbereich von <a href="http://www.gross-gerau.de/">Groß-Gerau</a>. </p>
<p>Ganz ehrlich: Von Norden kommend macht die Stadt keinen besonders einladenden Eindruck: Dröges Industriegebiet, durchbrochen von brachigem Bauerwartungsland, dahinter Blick auf die rauchenden Schlote der Zuckerfabrik, rechts die mehrspurige Fahrstrasse, die auf einer erhaben auf einer Hochtrasse unbehelligt über dem Industriegebiet verläuft.<br />
Allerdings ohne den Fuß/Radweg, der führt mittendurch, nicht wirklich hübsch, passte stimmungsmässig dafür aber um so besser zu dem rapide beschissener werdenden Wetter, dass sich inzwischen zu &#8220;dunkelgrau, mit leichtem Dauerregen&#8221; gewandelt hatte.<br />
Yay. </p>
<p>Nach 200 Metern wurde es dann noch etwas finsterer, der Fuß/Radweg verlief nun direkt unter der Hochtrasse, stockdunkel aber immerhin trocken, bis zum Bahnhof, dort eine Unterführung, dahinter endlich auf der Frankfurter Str. ins eigentliche Groß-Gerau (wie gesagt: Absolutes Neuland für mich, hier war ich noch nie&#8230;).<br />
Das war dann zugegeben schon deutlich netter: Belebt, beleuchtet, und zum Ortskern hin mit einer Reihe schöner alter Häuser mit viel Fachwerk (allen voran das schöne <a href="http://www.gross-gerau.de/Bilder/Panorama/GG-07-4a_14554x2882_600x338_opti_90_JA.html">historische Rathaus</a>), und eine <a href="http://www.gross-gerau.de/Bilder/Panorama/GG-07-4a_14554x2882_600x338_opti_90_JA.html">nette kleine Fußgängerzone</a> &#8211; durchaus ansehnlich, wenn nur das Wetter nicht so beschissen gewesen wäre&#8230;</p>
<p>Ich lief insgesamt noch ca. 600 m. die Frankfurter Str. nach Süden durch die Stadt und bog dann rechts in einen kleinen Fußweg mit Grünstreifen ab (&#8220;Friedrich-Ebert-Anlage&#8221;), der mich schließlich auf die Darmstädter Str. in Richtung Südwesten führte. Hier einen knappen Kilometer geradeaus, durch eine breite, baumbestandene Allee, etwas südlich vorbei am markanten <a href="http://www.meinestadt.de/kreis-gross-gerau/bilder?id=14497">Wasserturm</a> bis zu einer großen Kreuzung.<br />
Hier links, unter den Gleisen durch und aus dem Ort hinaus in das offene Stück zwischen Gross-Gerau und dem bereits sehr nahen Büttelborn. Richtung Südost, Fahrradweg entlang der B42. Inzwischen strömender Regen, verfrühte Dämmerung, dröger Ausblick, links düstere Äcker, rechts eine schlammige Grossbaustelle, laut Schild entseht hier das Gewergebebiet GG-08 mit Großmärkten und Fastfood-Schuppen. Unschön (und überhaupt: Wie kann es sich eigentlich lohnen, noch mehr Toom-Märkte u.ä. aus dem Boden zu stampfen &#8211; mal ehrlich, wir sind doch schon überversorgt, und weder Bevölkerung noch Kaufkraft werden in Zukunft groß ansteigen, trotzdem werden momentan neue Super- und Großmärkte gebaut, als gäb´s kein Morgen. Da stimmt doch irgendwas nicht&#8230;).</p>
<p>Ein Kilometer die Bundesstrasse entlang, dann über die Ampel am Ortseingang von Büttelborn, die Mainzer Strasse in Richtung Dorfmitte. Weiterhin strömender Regen, kalt, also Endspurt um es schnell hinter mich zu bringen &#8211; zog sich noch mal ordentlich, fast 1 km die Mainzer Str., dann rechts in die Darmstädter Str. und schließlich die Jahnstrasse mit dem Auto, klitschnass, ausser Atem, leicht unterkühlt. Brrr.</p>
<p>Hmm. Ein schneller Lauf auf gutem Untergrund, aber kein schöner. Einerseits wegen dem Scheisswetter, das keine Rechte Laune aufkommen liess, andererseits aber auch, weil es keine wirklich hübsche Strecke ist &#8211; zuviel davon führt durch Industriegebiete oder direkt an Bundes- oder Landstrassen entlang, das macht einfach nicht so viel Spass.<br />
Andererseits kein Totalausfall, es gab ja auch ein paar reizvolle Ecken, Klein-Gerau war relativ nett, die Denksäule hat mir gefallen, und auch Gross-Gerau dürfte &#8211; Sonnenschein vorausgesetzt &#8211; noch mal einen Blick wert sein.<br />
Zudem wieder ein Stück nordwärts gekommen, und dabei ein scheinbar vertrautes Gebiet aus einem ganz neuen Blickwinkel kennengelernt, das ist gut!</p>
<p>Strecke: 13,1 km<br />
Zeit: 1:13 h (= 10,77 km/h bzw. 5:35 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href='http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/gross-gerau.jpg' title='gross-gerau.jpg'><img src='http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/gross-gerau.thumbnail.jpg' alt='gross-gerau.jpg' /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/20376">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[MANNHEIM!!!!! (31,8 km) ]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/10/10/mannheim-318-km/</link>
<pubDate>Wed, 10 Oct 2007 20:21:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/10/10/mannheim-318-km/</guid>
<description><![CDATA[Heidenei, wir haben´s doch tatsächlich geschafft: Von Jugenheim bis nach Mannheim runter, eine Strec]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heidenei, wir haben´s doch tatsächlich geschafft: Von Jugenheim bis nach Mannheim runter, eine Strecke von insgesamt fast 32 km &#8211; Ingos und meine letzte Tour vor seinem Umzug nach Berlin und &#8211; als krönender Abschluss &#8211; unser mit Abstand längster Lauf bisher.</p>
<p>Entsprechend sollte er auch gleich als so eine Art Generalprobe für den Marathon dienen, vor allem im Bezug auf Laufdisziplin und Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme.<br />
Konkrete Ziele:<br />
1) Gut Durchkommen<br />
2) Langsam und möglichst gleichmässig durchlaufen (geplantes Tempo zwischen 6:40 und 7:00 min/km)<br />
3) Alle halbe Stunde was trinken, jede Dreiviertelstunde bis Stunde was essen.<br />
4) Spass dabei haben</p>
<p>Na dann mal los!</p>
<p><!--more--></p>
<p>Start um die Mittagszeit Jugenheim, Tagesform gut, Wetter gut. Das übliche Dehnen, dann ging´s los:<br />
Südwärts gen Mannheim!<br />
Na ja, zumindest die ersten 200 m.<br />
Am Jugenheimer Ortsrand fiel mir auf, dass ich meine Mütze vergessen hatte, und die sollte eigentlich schon mit. Also wieder zurück nach Hause, Mütze geholt, und noch mal von vorne:<br />
Südwärts gen Mannheim (diesmal richtig)!</p>
<p>Zuerst mal den Blütenweg (gelbes B) nach Süden, erst kurz durchs Feld, dann quer durch <a href="http://www.alsbach-haehnlein.de/">Alsbach</a>: Jugenheimer Str. bis zur Hauptstrasse, die rechts runter, durch die Bahnhofstrasse, unten am Kreisverkehr links auf die Zwingenberger Strasse, vorbei an der Feuerwehr und zum südlichen Orstausgang.<br />
Schon hier wurde klar, dass das mit der Laufdisziplin und dem bewusst langsamen Tempo wahrscheinlich nicht so ganz klappen würde, denn bereits auf den ersten Kilometern waren wir deutlich schneller als geplant (eher 5:50 bis 6:00 min/km statt 6:40 min/km). Da Ingo allerdings meinte, noch langsamer wäre eh nichts, und wir uns (natürlich &#8211; war ja noch nicht weit) topfit fühlten, machten wir eben erstmal in diesem schnelleren Tempo weiter.</p>
<p>Auf dem Radweg an der Strasse, zwischen Feldern und Weinbergen, bis zum Anfang von <a href="http://www.zwingenberg.de/">Zwingenberg</a>, und bogen dort scharf rechts westwärts in den Grenzweg ein, ca. 200 m. geradeaus, dann bei den Hochhäusern auf einen etwas überwucherten Feldweg bis zur B3. Hier links Richtung Zentrum Zwingenberg, dann aber gleich wieder rechts, kurz vor der Tankstelle durch die Unterführung unter der Bahntrasse durch.<br />
Hier dann weiter südwärts, durch die Rieslingstrasse durch das wenig malerische Zwingenberger Gewerbegebiet, vorbei am <a href="http://www.echo-online.de/kultur/detail.php3?id=265415">Rebenhof</a>, auf die neue Umgehungsstrasse (Platanenstrasse), deren Verlauf wir weiter bis zur Kreuzung mit dem Südende des Berliner Rings folgten (das ist da, wo dieses grosse Autohaus steht).</p>
<p>Dort dann rechts, auf dem Fahrradweg neben der Strasse durchs Feld in Richtung Autobahnauffahrt und Rodau. Auf der Autobahnbrücke hatten wir die erste halbe Stunde Laufzeit voll, und legten entsprechen dem Plan unsere erste kurze Trinkpause mit Blick auf die A5 ein.</p>
<p>Hinter der Brücke weiter bis <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rodau_(Zwingenberg)">Rodau</a>, und auf der Zwingenberger Strasse ganz durch den Ort durch (dieselbe Strecke wie vor <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/10/07/kurzer-lauf-im-ried-rodau-langwaden-schwanheim-fehlheim-126-km/">drei Tagen</a>) und weiter neben der Strasse nach Fehlheim durch die Äcker. Nach ca. 200 m. bogen wir halbrechts auf einen sehr schlechten Feldweg ab (sehr uneben, mit tiefen Traktorspuren, leicht schlammig, zugewachsen. Keine Markierung), der in einem großen Bogen um Fehlheim herum führte.<br />
Nach ca. 1 km. wurde der Weg dann deutlich besser (asphaltiert) und vereinigte sich mit dem rechterhand aus dem Wald kommenden Nibelungenweg (Markierung gelbes Quadrat), der jedoch bereits wenige Meter weiter wieder in Richtung Fehlheim abknickte, während wir weiter bis zum nordwestlichen Ortseingang von <a href="http://www.bensheim-online.de/stadtteile/schwanheim.html">Schwanheim</a> liefen.</p>
<p>Dort einen kurzen Schlenker nach rechts, dann gleich wieder links, den Ortsrand entlang weiter nach süden, vorbei an Pferdekoppeln, kleinen Obstgärten mit weidenden Gänsen, und einem pittouresken kleinen Friedhof, hinter dem die charakteristischen Doppeltürme der Schwanheimer Kirche aufragten. Alles ziemlich hübsch in der milden Herbstsonne.<br />
Und dann war Schwanheim auf einmal vorbei, und wir liefen mitten in die tiefsten Tiefen des zentralen Rieds.<br />
Im Klartext: Felder, Felder, Felder. Und Äcker. Und noch ein paar Felder. Und Äcker.<br />
Hatte ich schon die Felder erwähnt?<br />
Ok, hin und wieder wurde das Ganze durch einen Aussiedlerhof, ein Wäldchen, unsere zweite Trinkpause, sowie eine alte Dame im Elektrorollstuhl mit zwei unglaublich hysterischen Minihunden im Schlepptau aufgelockert, und auch die Aussicht (rechts: Südlichster Zipfel des Jägersburger Waldes. Links: Die Bergstrasse bei Bensheim, die sich durch den Dunst klar gegen die weiter hinten liegenden Höhenzüge abzeichnete) war ganz nett, aber ansonsten passierte die nächsten zwei Kilometer nicht viel.<br />
Wir waren übrigens immer noch deutlich schneller als geplant, und auch wenn´s immer noch rund lief, fragte Ingo irgendwo auf diesem Stück erstmals, ob wir nicht langsam mal die Hälfte des Weges geschafft hätten &#8211; hatten wir natürlich nicht, war gerade mal ein knappes Drittel, also weiter.</p>
<p>Nach zwei oder drei Kilometern war der Feldweg dann zu Ende, und wir bogen nach rechts in ein kleines, lichtes Wäldchen ab (&#8220;Kannengießerberg&#8221; bei Einhausen. Sehr hübsch), dort dabb wueder links, und auf einer <a href="http://www.ibnf.de/Referenzen/r03-Wattenheimer%20Bruecke/r03.htm">schönen alten Steinbrücke</a> (&#8220;Wattenheimer Brücke&#8221;) über die überraschend breite Weschnitz, die sich hier durch eine regelrechte Grossbaustelle schlängelt (wohl die oben verlinkte Brückensanierung). Damit waren wir auch auf der Riedlinie angekommen (Markierung: Blauer Kreis), dem Weg, dem wir die nächsten 15-20 km bis nach Mannheim folgen wollten &#8211; bisher also alles richtig gemacht.</p>
<p>Noch ein paar hundert Meter durch den Wald am Teschenauer Berg, dann erst über die Landstrasse nach Einhausen in ein neues, noch nicht <a href="http://www.eglorsch.de/angebot/daubhart.html">ganz fertiges Gewerbegebiet</a> am Lorscher Nordrand, und schließlich auf einer relativ schmalen Brücke über die vierspurige B47 ins eigentliche Stadtgebiet von <a href="http://www.lorsch.de/">Lorsch</a>, vorbei an einem großen Friedhof, über die Bensheimer Str. und durch die Bahhofstrasse in Richtung Stadtmitte (immer dem blauen Kreis der Riedlinie folgend).</p>
<p>Inzwischen waren etwas über 1 1/2 Stunden unterwegs &#8211; Zeit für die dritte Trinkpause, mit der wir unsere Vorräte allerdings erschöpft hätten (<a href="http://runnerspoint.de/artikel.htm?searchartnr=6970&#38;sbnr=6&#38;sgnr=3&#38;gnr=113&#38;gnr2=&#38;hr=">1 Trinkgürtel</a> mit 6 Flaschen = 3 Flaschen pro Person, also Sense nach dreimal Trinken).<br />
Entsprechend hielten wir beim Laufen durch Lorsch Ausschau nach einem Lebensmittelgeschäft, in dem wir unsere Vorräte auffüllen konnten &#8211; lange Zeit nichts (im nördlichen Lorsch gibt´s zwar einen Tauchshop und einen Lohnsteuerverein, aber anscheinend keine Supermärkte), aber schließlich wurden vor kurz vor dem Stadtzentrum doch noch fündig.<br />
Wir hielten an, tranken was, und kauften dann in einer Schleckerfiliale einen Liter Mineralwasser im Karton, den wir auf dem nahegelegen (und weiterhin wunderschönen) <a href="http://www.lorsch.de/stadt/rund/rund2.shtml">Lorscher Marktplatz</a> mit einem Beutel (genau für diese Situation mitgebrachten) Iso-Getränke-Pulvers versetzten, und die Mischung dann in die leeren Trinkfläschchen füllten (vermutlich ein etwas seltsamen Anblick für die guten Lorscher Bürger, wie die zwei durchgeschwitzten Kerle da auf ihrem Marktplatz da mit einem ominösen weissen Pulver rumhantierten&#8230;).<br />
Mission &#8220;Auftanken&#8221; erfüllt, wir hatten wieder Flüssigkeit für die zweite Hälfte unseres Laufs.</p>
<p>Noch ein kurzes Päuschen am Marktplatz, ein letzter Blick auf die prächtige <a href="http://www.kloster-lorsch.de/kloster/bauwerk.html">Königshalle</a> am hinteren Ende des Platzes, und schon ging´s weiter, dem blauen Kreis der Riedlinie folgend weiter südwärts durch Lorsch, erst die Neckarstrasse dann die Mannheimer Strasse bis zum südlichen Stadtrand mit Spielplatz und Vogelpark (auch hier waren wir ja <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/02/lorscher-wald-xx-km/">vor einiger Zeit schon mal vorbeigekommen</a>), und schließlich ganz aus Lorsch raus.</p>
<p>Inzwischen machte sich langsam doch so ein bisschen bemerkbar, das wir bisher merlich schneller als geplant gelaufen waren: Mit einem leichten Ziehen und Rumören machte die Beinmuskulatur auf sich aufmerksam. Bei mir selbst ging´s noch, aber Ingo &#8211; der ja in den letzten drei Wochen deutlich weniger trainiert hatte &#8211; fühlte sich nach eigener Aussage &#8220;schon so ein bisschen gebeutelt&#8221; (andererseits war davon nichts zu sehen, er lief ganz normal weiter, meist sogar ein Stück vor mir &#8211; war wohl also nicht so richtig gravierend).</p>
<p>Also weiter, immer weiter, nach Süden. Erst den Waldrand entlang, auf einem sandigen Weg vorbei an Feldern und Pferden, dann schließlich ganz in den Wald südlich von Lorsch, wo wir dann irgendwo auch den Halfway-Point unserer Strecke passierten. Nach ca. schon leicht zähen 3 km etwas eintönigen Trabens auf Waldwegen erreichten wir schließlich die Autobahnbrücke neben dem großen, grünen Hügel der Kreismülldeponie Lampertheim, und überquerten auf ihr die A67 &#8211; jetzt waren wir immerhin schon mal auf der richtigen Seite der Autobahn &#8211; da fühlte man sich irgendwie so, als wäre man schon fast in Mannheim angekommen&#8230;</p>
<p>Das war allerdings ein Trugschluss, denn zwischen uns und dem Ziel lagen noch deutlich mehr als 10 km Strecke, und die mussten erst noch geschafft werden.</p>
<p>Tja.<br />
An dieser Stelle würde ich gerne wie bisher fortfahren, und unseren Lauf in kleinsten Details beschreiben, aber ich fürchte, das geht nicht mehr.<br />
Warum?<br />
Na ja, eigentlich lässt sich der Rest des Laufes in wenigen Worten (und ganz ohne Verben!) beschreiben: Wald, Wald, leichte Erschöpfung, Wald, Wald, leichte Schmerzen in den Beinen, Wald, Wald, Aua, Wald, Wald Erschöpfung, Wald, Wald, Wald, Puuuh, Wald, Wald, Mannheim.</p>
<p>Ok, vielleicht doch etwas detaillierter.</p>
<p>Hinter der Autobahnbrücke ging´s weiter nach Süden. Durch den Wald. War vermutlich ein durchaus hübscher Wald, aber inzwischen waren wir schon leicht angestrengt und verfielen in eine Art Lauftrance, in der wir die nächsten Kilometer einfach nur runterrissen, ohne allzuviel zu bemerken. Irgendwann eine weitere Trinkpause, dann überquerten wir eine Strasse (die L3110 von Hüttenfeld nach Lampertheim), dahinter: Mehr Wald (der heisst hier &#8220;Wildbahn&#8221;). Wobei sich der hier dadurch auszeichnete, dass an seinem Eingang ein großes Schild darauf hinwies, das hier ein Testgelände der US-Army beginnt, und das betreten des Gehölzes auf eigenes Risiko erfolgt.<br />
Ok&#8230;</p>
<p>Danach weiter durch den Wald, wieder wie im Tran, einfach nur durch.<br />
Langsam rächte sich das höhere Tempo während der ersten Laufhälfte, die Beine wurden schwerer, fingen an ein bisschen weh zu tun, trotzdem immer weiter, Wald, Wald, Wald.<br />
Irgendwann rechts auf einen Asphaltierten Weg eingebogen (angenehm nach den langen Kilometern auf dem unebenen Waldweg), da dann wieder ewig geradeaus. Eeeeewig.<br />
Also wirklich so richtig lange (zumindest fühlte es sich so an &#8211; nachdem das Brennen in meinen Beinen die Lauftrance immer mehr durchdrang, begann ich damit, ständig auf die Uhr zu sehen, um ja nicht die nächste Trinkpause zu verpassen &#8211; die Zeit wollte und wollte nicht vergehen).</p>
<p>Irgendwann, nach ungefähr 100 Jahren, machte der Asphalweg dann ein paar Knicke, führte an einem mitten in der Wildnis abgestellten Dixie-Klohäuschen vorbei, und überquerte dann eine breite, lichtungsartige Schneise, die sich links und rechts im diesigen Nichts verlor.<br />
Weiter, weiter, immer weiter &#8211; inzwischen näherten wir uns km 30 unserer Tour, die Beine rebellierten langsam halbwegs ernsthaft, das Laufen viel deutlich schwerer.</p>
<p>Nach weiteren endlosen Minuten durch die grüne Masse des Waldes erreichten die lange ersehnte Autobahnbrücke über die A6, die das finale Stück der Tour einleitete. Wir machten unsere letzte Trinkpause, erklommen steifbeinig die Brücke, und liefen auf der anderen Seite auf die furchtbar lange, schnurgerade alte Poststrasse im Käfertaler Wald ein (wie immer: Blauer Kreis), die bis zum Ziel führen sollte.<br />
Eine kurze nachfrage bei einem freundlichen Spaziergänger ergab: Noch ca. 3 km bis zum Karlstern! Pfffuuuh&#8230; Noch ein gutes Stück, aber das Ende war in Sicht, also äscherten wir weiter geradaus.</p>
<p>Auch dieses Stück zog sich noch einmal gewaltig, inzwischen taten die Beine richtig weh und waren furchtbar schwer, aber immerhin mehrten sich langsam (gaaanz langsam) die Anzeichen, dass wir näher kamen: Mehr Spaziergänger, am (unglaublich weit entfernt wirkenden) Ende der Schneise waren Licht und Verkehr zu erkennen, schließlich tauchte links vor uns der Weiher am Karlstern auf, kurz darauf gefolgt vom <a href="http://www.mannheim.de/io2/browse/Webseiten/Freizeit/ausflug-und_wandertipps/kaefertaler_wald">Karlstern</a> selbst, einem netten kleinen Holzpavillion im Wald, von dem aus mehrere Wege stenförmig in alle Richtungen abgehen.<br />
Fast. Geschafft.<br />
Noch mal kurz angehalten um ein bisschen was aus dem hier stehenden Brünnchen zu trinken, dann noch ein paar Meter auf brennenden Beinen weitergewankt, vorbei am <a href="http://www.odenwald-quelle.de/familie/karlstern.phtml">Wildpark</a>, entlang der Waldparkplätze an der Lampertheimer Str., bis wir schließlich ins Offene kamen und links und rechts von uns Wohnhäuser standen &#8211; wir hatten es tatsächlich geschafft: Wir waren in Mannheim angekommen!!!!!</p>
<p>Boah. Das war mal ´n ordentliches Stück Arbeit!</p>
<p>So. Was machen wir jetzt daraus?<br />
An sich ein wirklich respektabler Lauf: Richtig weit, ziemlich anstrengend, hat aber auch viel Spass gemacht. Dazu etwas geschafft, von dem ich vor einem Jahr nicht geglaubt hätte, dass es überhaupt geht (&#8220;Nach Mannheim fährt man mit dem Auto&#8221;), und gleichzeitig ganz viel neues Gebiet erkundet (auch wenn sich viel davon auf den Begriff &#8220;Wald&#8221; runterkürzen lässt). Vielleicht keine wirklich spektakuläre Strecke, aber in weiten Teilen durchaus hübsch, dazu ideal für ein gleichmässiges, ungestörtes Durchlaufen.</p>
<p>Als Generalprobe für Frankfurt war es allerdings ein etwas durchwachsener Erfolg: Gegen Ende lief es doch schon verdammt schwer, und dabei waren es 10 km weniger als die Marathon-Distanz.<br />
Die generelle Kondition war dabei immerhin überhaupt kein Problem, von der her wären locker noch fünf oder zehn km mehr drin gewesen, und auch nach dem Lauf war ich nicht wirklich ausser Atem, erschöpft oder müde.<br />
Gut.</p>
<p>Schwierig war´s jedoch mit der Muskulatur: Ab km 25 fingen meine Beine an, immer schwerer zu werden, zu übersäuern, und zu schmerzen, bis die letzten km schließlich eine regelrechte Qual waren.<br />
Hätte ich so noch 10 km mehr geschafft?<br />
Ich glaube nicht.<br />
Also nicht so gut. Allerdings bedeutet das nicht, dass der Marathon unmöglich wäre: Zum einen ist da natürlich sowohl die Stimmung und die Motiviationslage eine andere. Zum anderen waren die Wege auf der heutigen Tour nicht immer ideal, was natürlich auf so einer langen Strecke mehr Kraft kostet und die Muskulatur stärker beansprucht.<br />
Und schließlich ist da noch die Sache mit der Laufdiszplin: Mit der hat es auch heute nicht geklappt &#8211; Insgesamt hatten wir am Ende mit 3:31 h zwar ziemlich genau die projizierte Zielzeit erreicht, aber die erste Hälfte der Route waren wir deutlich schneller als geplant gelaufen,  die zweite dafür aber (aufgrund der Ermüdungserscheinungen gezwungenermassen) deutlich langsamer. Also vermutlich auch ein Fall von Overpacing, entsprechend bestärkt mich dieser Lauf noch mal in der Absicht, den Marathon auf keinen Fall zu schnell und zu ambitioniert zu beginnen, sondern mich wirklich eisern an die geplante Zeit zu halten &#8211; dann klappt es hoffentlich auch mit den 10 Kilometern mehr.<br />
Wobei ich das ja eh vorhatte &#8211; aber vielleicht hat Ingo (der ja mehr als ich zum Overpacen neigt, weil er etwas ambitionierter an die ganze Sache rangeht) ja dasselbe draus gelernt, das wäre auf jeden Fall hilfreich&#8230;</p>
<p>Oh richtig, zumindest in einer Hinsicht war der Lauf auch noch ein voller Erfolg: Regelmässige Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme haben nicht nur gut funktioniert, sondern sich auch voll und ganz ausgezahlt: Kein Hunger, kein Durst, wenig generelle Ermüdung. Merke: Auf ganz langen Strecken hilft die regelmässige Zufuhr von Wasser und Nährstoffen ungemein!</p>
<p>Insgesamt ein anstrengender aber auch sehr lehrreicher Lauf, der eine ganze Menge Erkenntnisgewinn und vielleicht auch noch das nötige Quäntchen Demut für den Marathon gebracht hat.<br />
Zudem ein schöner und passender Abschluss für ein halbes Jahr gemeinsames Training:<br />
Noch mal vielen Dank, Ingo, und alles Gute in Berlin!!!</p>
<p>Strecke: 31,8 km (davon 400 m. Extra wegen der vergessenen Mütze am Anfang, sonst<br />
  wären´s nur 31,4 gewesen).<br />
Zeit: 3:31 h (= 9,04 km/h bzw. 6:40 min/km [allerdings die erste Hälfte <br />
 deutlich schneller, die zweite deutlich langsamer)<br />
Karten:<br />
- Teil 1: Jugenheim bis an die Weschnitz<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/10/mannheim1.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/10/mannheim1.jpg?w=128" alt="" width="128" height="86" class="alignnone size-thumbnail wp-image-208" /></a></p>
<p>- Teil 2: Weschnitz bis zur Strasse nach Lampertheim<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/10/mannheim2.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/10/mannheim2.jpg?w=128" alt="" width="128" height="85" class="alignnone size-thumbnail wp-image-209" /></a></p>
<p>- Teil 3: Strasse nach Lampertheim bis Mannheim<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/10/mannheim3.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/10/mannheim3.jpg?w=128" alt="" width="128" height="85" class="alignnone size-thumbnail wp-image-210" /></a></p>
<p>- Und noch mal die Gesamtstrecke:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/10/mannheim-ganz.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/10/mannheim-ganz.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-211" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/19926">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sololauf: Philippshospital - Kühkopf und zurück (13,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/22/solotour-crumstadt-kuhkopf-und-zuruck-135-km/</link>
<pubDate>Sat, 22 Sep 2007 16:05:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/22/solotour-crumstadt-kuhkopf-und-zuruck-135-km/</guid>
<description><![CDATA[Vorgestern steil in den Odenwald, heute als Kontrastprogramm wieder mal flach durch´s Ried. Genauer ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Vorgestern steil in den Odenwald, heute als Kontrastprogramm wieder mal flach durch´s Ried.<br />
Genauer gesagt: Das letzte unerlaufene Stück zwischen unserer <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/07/09/kuhkopf/">Kühkopftour</a> von vor zweieinhalb Monaten und meinem <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/18/sololauf-durchs-ried-eschollbrucken-crumstadt-und-zuruck-131-km/">Lauf bis Crumstadt</a> von letztem Dienstag.</p>
<p>Schon wieder alleine unterwegs, Wetter schön (aber fast schon wieder zu warm, dazu sehr diesig), Startzeit gegen 11:50 Uhr vormittags, Startpunkt am <a href="http://www.zsp-riedstadt.de/index2.html">Philippshospital</a>.<br />
<!--more--></p>
<p>Start nordwärts entlang der Strasse in Richtung Goddelau, erst durch die schattige, waldartige Siedlung des Philippshospitals, dann durch offenes Gelände, wo die pralle Mittagssonne ziemlich brannte. Auch heute war das Anlaufen wieder ziemlich zäh, was möglicherweise aber auch daran lag, dass ich schlecht geschlafen und nicht richtig gefrühstückt hatte, und entsprechend nicht so richtig auf Touren kam.</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern bereits die ersten Häuser von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Goddelau">Goddelau</a> (von Einheimischen auch liebevoll &#8220;Golle&#8221; genannt, ersichtlich an den liberal im Ort verteilten Werbeschildern für die &#8220;Goller Kerb&#8221; &#8211; weckte in mir übrigens unwillkürlich gewisse <a href="http://www.herr-der-ringe-film.de/v2/de/darsteller/gegner/gollum/gollum-2.php">Tolkien-Assoziationen</a>. Aber hey, Ortsnamen auf Südhessisch klingen ja meistens etwas seltsam, des is´ bei uns in Jurem joa oa net annerster&#8230;).<br />
Anyhow, geradeaus weiter auf dem kastaniengesäumten Fahrradweg, links eine Art Lärmschutzhecke, hinter der wohl mehr &#8220;Golle&#8221; lag, rechts jenseits der Strasse ein frisches Neubaugebiet (ist noch nicht mal auf der Google Earth-Karte drauf) voller zutiefst unansehnlich-blockiger Vielfamilienhäuser, wirkte ein klein bisschen trostlos.</p>
<p>Voll im Ort angekommen links die Hospitalstrasse entlang, dann gleich die nächste rechts in den Weidweg &#8211; eigentlich ein Umweg, aber wo ich schon mal da war (zum ersten Mal, vorher hat´s mich noch nie nach Goddelau verschlagen), wollte ich mir auch gleich noch das Geburtshaus des von mir sehr geschätzten Schriftstellers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_B%C3%BCchner">Georg Büchner</a> ansehen.<br />
Das war allerdings gar nicht so einfach zu finden, und so eierte ich ein bisschen durch die Nebenstrassen, bevor ich auf die entsprechende Beschilderung stiess und nach einer kleinen Ehrenrunde durchs Dorf fündig wurde: Das <a href="http://www.gg-online.de/html/buechnerhaus.htm">Büchnerhaus</a> stellte sich als hübsches, kleines Fachwerkhaus in einer ruhigen Seitenstrasse heraus, nicht wirklich spektakulär aber auf jeden Fall nett (da das Tor zu war, konnte ich nicht näher ran und mich genauer umsehen).</p>
<p>Wieder zurück auf die geplante Route: Auf der Ludwigsstrasse nach Westen, vorbei am überaus unansehnlichen und klotzigen Rathaus der Gemeinde Riedstadt, dann halblinks die Bahnofstrasse entlang, unter den Gleisen durch, und schließlich über die Römerstrasse aus Goddelau raus.</p>
<p>Ein kurzes Stück durch die Felder, über die B44, und schon war ich in <a href="http://www.riedstadt.de/site/daten/erfelden.php">Erfelden</a>. Geradaus durch die Bahnstrasse, im Ortskern dann erst halblinks, dann gleich noch mal ganz links, und die Rheinstrasse runter bis zur Uferpromenade am Altrhein. Dort dann über die sanft geschwungene <a href="http://fischerhp.de/pageID_467844.html">Fußgängerbrücke</a> auf den <a href="http://www.kuehkopf.de/">Kühkopf</a>, der nach den wenig spektakulären Kilometern durch Felder und eher schlichte Dörfchen auf Anhieb einen wohltuenden Kontrast bot: Sattgrüne Wiesen, urwüchsige Auwälder, ganz viel Natur, einfach immer wieder schön!</p>
<p>Von der Brücke aus lief ich kurz geradaus, bog aber noch vor dem <a href="http://www.forsthaus-kuehkopf.com/">Forsthaus </a>links ab auf den Haubentaucherweg (Markierung: H/der blaue Kreis der Riedlinie), der hier an dem/der Kisselwörth (was immer das ist&#8230;) nach Süden führt. Angenehm schattig, rechts wild wuchernder, praktisch unberührter Urwald, linkerhand zwischen den Bäumen eine Niederung voller Schilf.<br />
Wirklich schön, zumindest solange man in Bewegung ist &#8211; wer hier stehen bleibt, macht sich allerdings instant zum Ziel gewaltiger Schnakenhorden, wie ich bei einer (deswegen überhastet beendeten) Pinkelpause feststellen musste, also bei aller Schönheit kein idealer Ort zum Verweilen&#8230;;)</p>
<p>Nach etwas über einem km knickte der Weg dann leicht rechts ab und verwandelte sich in eine Art schnurgerade, beidseitig von imposanten, uralten Kastanien flankiert Waldweg/Allee-Kombo, die bis nach <a href="http://www.hofgut-guntershausen.de/geschichte.htm">Gunterhausen</a> an der südlichen Kühkopfbrücke führte.<br />
Hier angekommen stach mir rechts eine von diesen <a href="http://www.fa-navigator.de/deutschland/rhein/gernsheim/slide1_12.php">alten hammerförmigen Ölpumpen</a> ins Auge, die es früher immer mal wieder in im Ried zu sehen gab &#8211; und weil die mich schon als Kind immer irgendwie fasziniert hatten (&#8220;Die südhessischen Ölfelder&#8221; &#8211; klingt schon irgendwie komisch, oder?), machte ich spontan einen kleinen Schlenker, um sie mir genauer anzusehen: Zwar war sie nicht in Betrieb (die Zeiten der Ölförderung sind wohl vorbei), aber dafür gab´s eine interessante Infotafel, die man auch noch ungestört lesen konnte, da sie in der Sonne stand und das die Schnaken fernhielt.</p>
<p>Vorbei an den etwas verloren wirkenden Häusern von Guntershausen und der kleinen Gaststätte auf die Brücke nach Stockstadt, wieder runter vom Kühkopf (immer noch blauer Kreis, ausserdem das rote R des Rhein-Neckar-Weges). Direkt hinter der Brücke lief ich allerdings nicht geradeaus weiter, sondern bog rechts auf einen Weg ein, der auf die sogenannte Königsinsel führt &#8211; schließlich sollten es heute mindesten 13 km werden, deswegen musste ich da noch einen kleinen Umweg laufen (Markierung gelbe 5).<br />
Also einen weiteren alleeartigen Weg (grob geschottert, deshalb ziemlich unangenehm zu joggen) entlang ca. 1 km nach Westen, auch hier noch viel Natur, aber nicht so wild wie auf dem Kühkopf, dann schließlich halblinks hoch auf einen einen asphaltierten Feldweg, den noch etwas geradeaus (um einen möglichen Verbindungspunkt zu einem irgendwann später mal geplanten 20-km Lauf am Rhein entlang zu schaffen), dann eine Kehrtwende und auf dem Feldweg durchs offene Gelände (puuh, heiß!) wieder zurück nach <a href="http://www.stockstadt.de/">Stockstadt</a>.</p>
<p>Kurz vor dem Ortseingang überquerte ich ein kleines Flüßchen, das hier in den Althrein fliesst und sich im Nachhinein als die Modau herausstellte &#8211; irgendwie faszinierend, besonders nachdem ich vorgestern ja ein paar Meter von der Modauquelle auf der Neunkircher Höhe vorbeigelaufen war. Weiter zu einem Sportgelände voller kickender Kinder und gröhlender Soccer-Dads (&#8220;Ei dann lauf doch auchemol raus, Noel-Marvin!!!&#8221;), hier links auf den Deich am Ortsrand entlang.<br />
Dabei kurz haltgemacht, um eine alten Gedenkstein zu entziffern (&#8220;Hier ist 1740 mal irgend ein Landgraf über den Rhein gewechselt&#8221;. Ok. Interessant war dabei vor allem, dass selbst der Alt-Rhein fast zweihundert Meter entfernt war &#8211; da sieht man mal, wie sehr sich der Flusslauf in den letzten Jahrhunderten verändert hat).</p>
<p>Dem Deichverlauf weiter gefolgt (links ein Reitgelände), dann schließlich rechts in den Ort rein, auf die Vorderstrasse. Hier gab´s auch mal wieder eine Wegmarkierung (weisser Kreis), von der ich wusste, dass sie bis zum Philippshospital führte, also alles bestens.<br />
Ein Stück geradaus, dann rechts in die Friedrich-Ludwig-Jahn-Strasse in Richtung Crumstadt, durch eine wuchtige und etwas komplizierte Bahnunterführung und schließlich durch ein weiteres Industriegebiet am Ortsrand aus Stockstadt raus, praktisch auf die Zielgrade.</p>
<p>Noch ein kurzer Ampelstopp an der B44, dann ewig lang geradaus unter sengender Sonne (ok, sie war nicht wirklich sengend, aber ein bisschen kühler hätte es ruhig noch sein dürfen) durch die Äcker zum Philippshospital und dem wartenden Auto, finito.</p>
<p>Kein ganz perfekter Lauf. Alleine ist fällt es mir gerade in der Ebene irgendwie immer etwas schwerer, dazu war´s zeitweilig etwas zäh, zu warm, und Schlafmangel und fehlendes Frühstück machten´s auch nicht unbedingt angenehmer. Dazu ist die Strecke nur in Teilen (nämlich am und um den Kühkopf) so richtig schön, der Rest ist eher unspektakulär (und das auch nur, weil freundliches Wetter war &#8211; bei Nieselregen hätte es mir vermutlich überhaupt nicht gefallen).<br />
Aber immerhin: Nun ist die Strecke zwischen Bergstrasse und Rhein zumindest in diesem Teil des Rieds endgültig erschlossen, das ist auch was wert.</p>
<p>Strecke: 13,5 km<br />
Zeit: 1:27 h (ca 9,3 km/h bzw. ca. 6:25 min/km).<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/kuhkopf2-135.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/09/kuhkopf2-135.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-136" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/19647">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lorsch und Lorscher Wald (12,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/02/lorscher-wald-xx-km/</link>
<pubDate>Sun, 02 Sep 2007 19:24:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/09/02/lorscher-wald-xx-km/</guid>
<description><![CDATA[Eigentlich wäre heute ja wieder ein langer Lauf um die 25 km dran gewesen. Eigentlich. Dummerweise h]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Eigentlich wäre heute ja wieder ein langer Lauf um die 25 km dran gewesen.<br />
Eigentlich.<br />
Dummerweise hat die Kontaktaufnahme mit Ingo nicht so richtig geklappt, und bis wir dann endlich telefoniert hatten, war es schon zu spät, um einen Lauf über drei Stunden in Angriff zu nehmen, sonst wären wir voll in die Dunkelheit gekommen, und das wollten wir nicht.<br />
Also stattdessen wieder mal nur eine kurze Strecke, besser als nix&#8230;</p>
<p>Da wir irgendwann demnächst von der Bergstrasse bis nach Mannheim runter laufen wollen, versuchen wir seit einiger Zeit gezielt, Einzelabschnitte dieser Strecke schon mal im Vorraus zu absolvieren, um uns mit der Route etwas vertrauter zu machen. Entsprechend war heute der Mittelteil dran, nämlich durch Lorsch und den Lorscher Wald (weiter westlich waren wir ja schon <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/08/25/wald-westlich-lorsch-124-km/">vor einer Woche gelaufen</a>, aber das war mir etwas arg unspektakulär und zudem etwas zu weit ab von der idealen Mannheim-Route, also probierten wir´s heute mal östlich davon).</p>
<p><!--more--><br />
Mit dem Auto nach Lorsch (eine kleine Odyssee, weil ich´s verpeilt hatte, auf die Autobahn zu fahren, und wir stattdessen im Zickzackkurs durch diverse Rieddörfer und den Jägersburger Wald mussten), zum Parkplatz Hügeltränke an der Lampertheimer Brücke im Nordwesten der Stadt (von da aus waren wir vor einiger Zeit schon mal auf einen Lauf gestartet, den Ingo eigentlich bloggen wollte, es aber bisher noch nicht auf die Reihe gekriegt hat).</p>
<p>Vom Parkplatz aus erstmal nach Osten, nach Lorsch rein. Die breite, baumbestandene Nibelungenstrasse in Richtung Ortskern, dabei u.a. eine mitten auf der Strasse spielende Blaskapelle passiert (die irgendwas Schmissiges zum Besten gaben &#8211; &#8220;Hang on Sloopy&#8221;, oder sowas &#8211; cool!).</p>
<p>Geradeaus in die sehr schöne <a href="http://www.geo-naturpark.net/daten/kommunen/lorsch.php">Lorscher Altstadt</a>, bis zum Marktplatz, der mit seinen vielen gut besuchten Strassencafés ein urban-mediterranes Flair hatte. Da wir schon mal da waren, haben wir gleich mal einen Schlenker über den Marktplatz gelaufen, durch die prächtige <a href="http://www.kloster-lorsch.de/kloster/bauwerk.html">Königshalle</a> auf das Gelände des <a href="http://www.kloster-lorsch.de/kloster/kloster.html">Klosters Lorsch</a> &#8211; schließlich kommt man nicht alle Tage an einem UNESCO-Weltkulturerbe vorbei!<br />
Einmal um die Basilikareste, alles kurz angesehen, dann zurück über den Marktplatz und auf die Römerstrasse nach Süden (Riedlinie, Markierung: Blauer Kreis &#8211; das ist übrigens der Weg, der bis nach Mannheim runterführt).</p>
<p>Weiter durch Lorsch in tendenziell südöstlicher Richtung (Neckarstr.[?]/Mannheimer Str.), am Ortsrand vorbei an einem großem Spielplatz zum kleinen<a href="http://www.zoo-infos.de/set.html?/zoos/241.html"> Vogelpark Birkengarten </a>am Waldrand. Da mich sowas ja immer interessiert (und der Eintritt frei ist), haben wir kurz pausiert, um uns die kleine aber durchaus ansprechende Anlage anzusehen &#8211; nicht groß, aber durchaus nett, mehrere Volieren, ein Teich mit (übellaunigem) Wassergeflügel, und eine Freinlage für Nandus.</p>
<p>Weiter auf dem Weg mit dem blauen Kreis nach Süden aus Lorsch raus in den Welt, eine falsche Abzweigung und ein Stück auf dem Parallelweg weiter (Markierung: Gelbe 2), irgendwo dann wieder zurück auf die Hauptroute. Relativ ebene Waldwege mit recht weichem Untergrund, entsprechend angenehm zu laufen.</p>
<p>Insgesamt ging es ca. 2-3 km nach Süden mit relativ hohem Tempo durch den Wald, dann über eine Fußgängerbrücke am großen, grünen Hügel der Kreismülldeponie Bergstrasse (wer hier schon mal die Autobahn entlang gefahren ist, weiss, was ich meine, denn der künstliche Müllberg ist an dieser Stelle bestens zu sehen) über die A67.</p>
<p>Direkt hinter der Brücke rechts (Seeschneise, gelbe 6), nach ein paar hundert Metern rechts (Rehschneines, gelbes V), etwas später nochmal rechts (Lampertheimer Gescheid, gelbe 1), schließlich noch mal links (Krummschneise, gelbe 1). Da dann einfach mehrere km mit recht hohem Tempo nach Norden. Wald, Wald, Wald.  ohne dass irgendwas Berichtenswertes vorgefallen wäre (na ja, vielleicht bis auf die Horden suizidaler Insekten, die offensichtlich alle beschlossen hatten, ihrer sinnlosen Existenz mittels Kamikaze-Runs in meinen Mund und weiter in den Verdauungstrakt ein Ende zu setzen &#8211; musste gleich mehrmals anhalten, um so ein Biest rauszuspucken&#8230;), bis wir dann schließlich irgendwann auf die B47 stiessen, unter der Lorscher Brücke durchliefen, und wieder beim Auto waren.</p>
<p>Fazit: Schnelle Strecke, Lorsch ist hübsch und hat Einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten, der Lorscher Wald ist nicht ganz so spektakulär. Und die Route nach Mannheim ist damit endültig fest, die werden wir also hoffentlich irgendwann demnächst in Angriff nehmen.</p>
<p>Zeit: Keine Ahnung, hat niemand drauf geachtet.<br />
Streckenlänge: 12,3 km. Praktisch keine Steigung, viel angenehmer Waldboden.<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/03/lorschundlorscherwald.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/03/lorschundlorscherwald.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-430" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/19515">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Jägersburger Wald Süd (18 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/08/17/jagersburger-wald-sud-177-km/</link>
<pubDate>Fri, 17 Aug 2007 20:15:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/08/17/jagersburger-wald-sud-177-km/</guid>
<description><![CDATA[Den nördlichen Teil des Jägersburger Waldes hatten wir ja schon am 6.8. abgelaufen, heute sollte der]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Den nördlichen Teil des Jägersburger Waldes hatten wir ja schon am 6.8. abgelaufen, heute sollte der Süden drankommen (mit dem Hintergedanken, schon mal einen Teil der Strecke für einen möglichen 30 km-Lauf nach Mannheim zu erkunden). Start gegen kurz nach 19:00 wieder auf der Dorfstrasse des Ried-Dörfchens <a href="http://www.bensheim-online.de/stadtteile/langwaden.html">Langwaden</a>, Richtung Westen (Wetter: Freundlich, angenehme Temperatur). Diese Mal überquerten wir die A67 allerdings nicht auf der (immer noch im Bau befindlichen) Brücke, sondern auf der nördlich davon gelegenen Fußgängerbrücke. Auf der anderen Seite bogen wir dann gleich links ab und folgten dem Verlauf des Winkelbaches.</p>
<p><!--more-->Eigentlich hätten wir gleich noch mal links den Nibelungenweg (Markierung: Gelbes Quadrat) nach Südwesten entlanggemusst, aber irgendwie haben wir die richtige Abzweigung dann wieder mal verpasst (aus dem Kopf navigieren ist halt nicht so Meins&#8230;) und liefen stattdessen noch etwas weiter am &#8211; sehr hübschen, wildblumenbewachsenen &#8211; Bachufer entlang, bis wir schließlich auf die die Capell-Schneise gerieten, die weiter nördlich gerade nach Westen führte (Markierung gelbe 1). War aber nicht weiter schlimm, denn sie kam an der Asthofertränkschneise raus, auf der wir uns ja schon beim letzten Lauf im Jägersburger Wald verlaufen hatten (es bringt also doch was!), deswegen konnten wir uns da gut orientieren und bogen Scharf links nach Süden in Richtung <a href="http://www.riedgruppe-ost.de/jaegersburg.html">Wasserwerk</a> ab (weitehin gelbe 1).</p>
<p>Dort angekommen gings kurz nach links (gelbes V), dann nach ca. 200 m wieder nach Rechts (=Süden) auf die Kreuzschneise (die Riedlinie, Markierung Blauer Kreis) &#8211; wir waren wieder auf Kurs!</p>
<p>Der Kreuzschneise folgten wir dann eeeeeeeeewig lang durch den dichten Wald (hauptsächlich Nadelwald, hin und wieder etwas offenerer Laubwald) nach Süden (die Riedlinie bog irgendwann links ab, ab da folgten wir der gelbe 3). Teilweise ein ziemlicher Acker, entsprechend nicht immer angenehm zu laufen (Merke: Nur weil´s auf der Wanderkarte markiert ist, muss es noch lange kein breiter, gut gepflegter Weg sein&#8230;). Zudem machten David und Ingo ein ziemliches Tempo, mit dem ich kaum mithalten konnte, da mir meine neuen Einlegesohlen weiterhin relativ schmerzhafte Probleme bereiteten &#8211; entsprechend war ich meist 30 bis 60 m. hintendran und schnaufte mit Fersenschmerzen hinterher, was irgendwie nicht so lustig war (an dieser &#8220;Der Langsamste bestimmt das Tempo&#8221;-Geschichte müssen wir wohl noch etwas arbeiten&#8230;).</p>
<p>Unterwegs gab´s nicht viel, irgendwo mittendrin stand ein offensichtlich uralter Grenz(?)Stein im Wald, der ganz interessant war (mit schwer entzifferbarer und noch schwerer verständlicher lateinischer Schrift &#8211; da merkt man mal wieder, wie lang das Latinum inzwischen her ist). Irgendwann erreichten wir dann die Fahrstrasse zwischen Groß-Rohrheim und Einhausen. Da die (wieder mal) keinen Fahrrad- bzw- Fußgängerweg hatte, überquerten wie sie und liefen die Stockschneise (Markierung: Keine) nach Südwesten bis an den nahen Waldrand. Über einen Trampelpfad gelangten wir auf die Felder, wo gerade ein freundlicher Landmann in Wegesnähe Gülle ausfuhr, was das Atmen der guten, ehrlichen Landluft zu einem echten Erlebnis machte (ok, zumindest ich hab´ bis wir vorbei waren erstmal aufs Atmen verzichtet&#8230;).</p>
<p>Am Waldrand entlang nach Osten, dann ich Sichtweise von Einhausen nach Süden und bei einem Aussiedlerhof wieder nach Osten Richtung Dorf. Da allerdings erstmal eine längere Pause &#8211; die neuen Einlegesohlen hatten mir inzwischen äußerst unangenehme Blasen an beiden Fersen beschert, die ich mit zwei (in weiser Voraussicht mitgebrachten) Blasenpflastern verarzten musste (Was nicht viel gebracht hat &#8211; diese Compeed-Blasenpflaster halten zwar bestens, wenn man sie auf einen trockenen, sauberen Fuß klebt, aber wenn man schon verschwitzt und schmutzig ist, fallen sie einfach so wieder runter).</p>
<p>Danach langsam und (zumindest in meinem Fall) mit schlechter Laune und Schmerzen durch die beschaulich-unspektakuläre Riedgemeinde <a href="http://www.einhausen.de/">Einhausen</a>, an deren östlichem Ende wir nach Norden abbogen, um die A67 auf der Brücke in Richtung Schwanheim zu überqueren. Zumindest war das der Plan. Wie sich herausstellte, wird auch diese Brücke gerade renoviert, weswegen sie nicht passierbar war. Na super!</p>
<p>Stattdessen mussten wir also wieder in den Jägersburger Wald, der inzwischen aufgrund der forgeschrittenen Zeit schon arg dämmrig war. Um halbwegs auf Kurs zu bleiben, beschlossen wir, grob dem Verlauf der Autobahn nach Norden zu folgen, doch selbst das erwies sich als schwieriger als gedacht, da die doofen ollen Waldwege nicht direkt parallel zu A67 verlaufen. Entsprechend kamen wir immer weiter von der Autobahn weg, bogen dann irgendwann rechts ab, um näher dranzukommen, liefen in alle möglichen Richtungen, die offensichtlich alle falsch waren und/oder in Sackgassen endeten, sahen ein paar Wildschweine (zumindest David und Ingo &#8211; ich war aufgrund meiner Blasen inzwischen zu weit zurück, dass ich sie nicht sehen konnte, und so quängelig, dass meine laute Nörgelei sie vertrieben hat, bevor ich sie sehen konnte &#8211; Bah!), kamen schließlich durch den Wald direkt an die Autobahn (nur ein paar hundert Meter von der Brückenbaustelle entfernt &#8211; das war deprimierend), mussten wieder zurücklaufen, waren spätestens da völlig unorientiert, und erreichten schließlich irgendwie die anscheinend einzig funktionierende Möglichkeit zur Überquerung der A67 zwischen Langwaden und Einhausen, eine finstere Unterführung an irgendsoner Strasse &#8211; Scheisswald!</p>
<p>Inzwischen war´s auch praktisch schon dunkel, meine Fersen taten mehr weh als je zuvor (wie gesagt, die Blasenpflaster waren längst wieder abgefallen), und irgendwie joggten (im Fall von David und Ingo) bzw. schleppten (im Fall meiner Wenigkeit) wir dann weiter nach Norden durch den semi-nächtlichen Wald, und erreichten irgendwann einen Kanal (den &#8220;Schwanheimer Grenzgraben&#8221;, aber das wusste zu diesem Zeitpunkt niemand), dem wir dann bis ins rettende Langwaden folgen konnten (die Strecke war möglicherweise ganz hübsch, genau kann ich´s aber nicht sagen, da ich zu sehr damit beschäftigt war, schlecht gelaunt zu sein), wo wir gegen 21:05 ankamen.</p>
<p>Fazit: Zwei blutige Fersen, ansonsten aber alles fit &#8211; auch wegen des zwangsläufig nicht ganz so hohen Tempos der letzten Kilometer, das nicht besonders anstrengend war. Was haben wir gelernt?<br />
a) Blasen sind scheisse<br />
b) Wenn man welche hat, kann man entweder anhalten und sich beschweren, oder weiterlaufen und sich beschweren. Beschweren ist auf jeden Fall obligatorisch.<br />
c) Man darf sich nicht auf Autobahnbrücken verlassen, die werden immer dann renoviert, wenn man´s nicht brauchen kann<br />
d) Meine Behauptung, man könne sich im Ried nicht richtig verlaufen, war totaler Blödsinn<br />
e) Nach Sonnenuntergang ist es im Wald ziemlich dunkel</p>
<p>Zumindest für mich ein sehr unangenehmer Lauf.</p>
<p>Strecke: 18 km<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/02/jaegersburger-wald-sued.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/02/jaegersburger-wald-sued.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-416" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/19467">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
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