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	<title>schloss-schonberg &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/schloss-schonberg/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "schloss-schonberg"</description>
	<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 00:45:41 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Blogger Team-Up: Melibokus - Bensheim mit Gerd (16,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/05/24/blogger-team-up-melibokus-bensheim-mit-gerd-165-km/</link>
<pubDate>Sat, 24 May 2008 20:01:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/05/24/blogger-team-up-melibokus-bensheim-mit-gerd-165-km/</guid>
<description><![CDATA[Der Team-up ist ein klassisches Feature amerikanischer Superheldencomics: Batman macht Urlaub in Met]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/2jogger1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-545" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/2jogger1.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a></p>
<p>Der Team-up ist ein klassisches Feature amerikanischer Superheldencomics: Batman macht Urlaub in Metropolis, trifft sich da mit Superman, und gemeinsam polieren die beiden dann Lex Luthor und dem Joker solange die Fresse, bis das Gute gesiegt hat und die Welt wieder sicher für Freiheit, Demokratie und gedeckten Apfelkuchen ist.<br />
Wie gesagt: Klassisch.<br />
Und damit ist das Konzept bei weitem noch nicht ausgereift. Im Gegenteil &#8211; Team-Ups sind total trendy: Da vereinigt sich Schwarz mit Grün in Hamburg, die <a href="http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2Fticker%2F290206.html">Südamerikaner treffen sich und machen gemeinsam ihre eigene EU</a> auf, und selbst im <a href="http://www.ikea.com/at/de/catalog/products/70050572">klebrig-süssen Mandelkuchen von Ikea steckt irgendsoein nicht minder klebrig-süsser Hinterbänkler-Schokoriegel</a>.</p>
<p>Tja, die Zeichen der Zeit, da kann man sich natürlich nicht gegenstestemmen &#8211; was für einen Haufen fiktionaler und grotesk übermuskulierter Typen mit farbigen Leibchen in diversen überdrehten Bildergeschichten recht ist, das ist ist für den gemeinen aber dafür realen südhessischen Laufblogger (der übrigens auch gerne farbige Leibchen trägt, allerdings meist ohne Umhang oder Fledermausmaske <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ) nur billig.<br />
Deswegen gibt´s hier und heute DEN GROSSEN LAUFBLOGGER-TEAM-UP!!!<br />
(Bitte jetzt im Kopf den frenetischen Applaus aus der Konserve abfahren: YAAAAYYY, WOOOHOOOHOOOO etc etc etc&#8230;)<br />
&#8230;allerdings ohne jemandem die Fresse zu polieren oder die Welt zu retten, das war heute nicht geplant&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Unaufgeregter formuliert: Heute stand die seit Ende April geplante gemeinsame Tour mit <a href="http://www.diro-online.com/wordpress/">Gerd</a>, seines Zeichens ebenfalls Läufer und Laufblogger aus den Niederungen nordöstlich von Darmstadt, auf dem Programm.<br />
Eine ideale Gelegenheit, um dem eher etwas flachlandaffinen Gerd die Vorzüge des Berglaufens im Allgemeinen, und die der wunderschönen hessischen Bergstrasse im Besonderen nahezubringen.<br />
Entsprechend hatte ich mich schon im Vorfeld so richtig ins Zeug gelegt, und eine Route durch die Berge hinter Bensheim geplant die:<br />
1) Viele Sehenswürdigkeiten abdeckte (Melibokus, Auerbacher Schloss, Fürstenlager, Schloss Schönberg, Kirchberg)<br />
2) Viel abwechslungsreiche und schönen Landschaft zu bieten hatte (Berg und Tal, Wald, Wiesen, Weinberge, alles dabei)<br />
und dabei<br />
3) Nicht zu viele zu schlimme Steigungen enthielt (das war gar nich so leicht, denn hier geht´s nun mal viel hoch und runter. Am Ende löste ich das Problem, indem ich den Startpunkt auf den Gipfel des Melibokus setzte, so würden wie wenigstens viel mehr bergab als bergauf laufen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).<br />
Wunderbare Strecke von ca. 16 km, versprach ein toller Lauf zu werden&#8230;</p>
<p><!--more--></p>
<p>Samstag morgen um kurz nach Zehn wurde ich von Familie Gerd bei mir zuhause abgeholt: Kurze Begrüssung und Vorstellung mit Frau Gerd, Tochter Gerd (die uns am Start absetzen und am Ziel wieder einsammeln würden) und Gerd (alles nette Leut´ <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ), dann gemeinsame Weiterfahrt in Richtung Startpunkt. Kurzweilige Fahrt mit Multitasking: Einerseits betätigte ich mich als Navigator, andererseits führte ich gleichzeitig ein tiefschürfendens Gespräche mit der kleinen Helena, die neben mir auf der Rückbank saß. Themen unter anderem: Welche Sorten von Obst und Gemüse Helena mag (eigentlich alles ausser langweiligen Kartoffeln und labbrigem Zucchini, bei letzterem konnte ich ihr voll zustimmen), woher die Schnitzel kommen (Wenn ich das richtig verstanden habe sind die der &#8220;Po vom Schwein&#8221;. Daran werd´ ich mit Sicherheit denken, wenn ich das nächste Mal ein Schnitzel esse&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), was es Neues auf dem <a href="http://abenteueraufdemreiterhof.de.ubi.com/home.php">Nintendo Reiterhof</a> gibt (&#8220;Wenn das Pferd krank ist, kriegt es Medizin&#8221;. Das fand ich sehr vernünftig, selbst bei einem virtuellen Pferd), und welche Sorten Joghurt bei Gerds im Kühlschrank stehen (nämlich Erdbeere, Mango und Obstsalat).<br />
Aufgewecktes Kind, aus der wird noch mal was! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Schließlich der Startpunkt am Gipfel des <a href="http://www.melibokus.com/">Melibokus</a>, ca. 517 m. ü.NN. Sonnig, warm, aber mit kühlem Wind, ein wunderbarer Tag für eine wunderbare Strecke.<br />
Vor dem Loslaufen mussten wir natürlich noch kurz vor zur Aussichtsterrasse, von wo aus ich stolz den <a href="http://www.flickr.com/photos/diro1962/2517868767/">herrlichen Blick in die mehr als 400 m. unter uns liegende Ebene</a> präsentierte. Leider auch heute wieder eine extrem schlechte Fernsicht, deswegen reichte der Blick gerade mal bis zum Rhein &#8211; etwas schade, trotzdem noch hübsch.</p>
<p>Und dann ging´s auch schon los. Talwärts auf der langen, gewundenen Melibokusstr. am Osthang des Berges durch den schattigen Wald. Entspanntes, angenehm lockeres Tempo, ideal um sich langsam warmzulaufen und dabei ein bisschen ungezwungen zu plauden, zumal Gerd (der in Echt übrigens deutlich jünger aussieht als auf dem Avatar-Bildchen auf seiner Website und ich offenbar einen ähnlichen Laufrhytmus haben. Zwischendruch eine ganz kurze Pause an der Kurve unterhalb der Drei Brunnen (da wo die Strasse nach Süden abknickt), um den tollen Panoramablick zwischen den Bäumen hindurch nach Südosten zu geniessen,<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/melibokusstr.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-536" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/melibokusstr.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a>, danach dann zügig weiter runter bis an den Not-Gottes-Parkplatz zwischen Melibokus und Auerberg.<br />
(Die Fotos sind übrigens alle von Gerd und seinem Fotohandy, und werden natürlich mit seiner freundlichen Genehmigung verwendet).</p>
<p>Die ersten 2,4 km (genau ausgemessen dank Gerds nervig-präzisem GPS-Gerät <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) hatten wir schon mal gut bewältigt, jetzt war aber erstmal Schluss mit Gefälle. Stattdessen geradeaus/halbrechts auf die Fahrstrasse, der wir in einem ebenen, knapp 700 m. langen Bogen bis zum Parkplatz &#8220;Auerbacher Schloss&#8221; folgten. Weiterhin sowohl vom Laufen als auch der Konversation sehr angenehm.<br />
Am Parkplatz rechts auf den Burgenweg (blaues B)und hoch zum Schloss, dabei auf dem Zufahrtsweg die ersten 20 bis 30 Höhenmeter bis zum äußeren Tor, auf denen Gerd bestens mithielt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/aufgang-zum-schloss.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-537" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/aufgang-zum-schloss.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a></p>
<p>Sightseeing-Pause. Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Auerbach">Auerbacher Schloss</a> gilt nicht umsonst als eine der bedeutendsten Burgruinen in Südhessen, entsprechend mussten wir die natürlich genauer begutachten: Rein, in die innere Burganlage, dabei Gerds kleine Familie wiedergetroffen und zusammen hoch auf den hohen, nur über einen schmalen Wehrgang erreichbaren Aussichtsturm, von dem aus man einen grandiosen Rundumblick über Bergstrasse, Odenwald und Ried hat.<br />
Impressionen aus dem Fotohandy:</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/aufgang2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-538" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/aufgang2.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
Eingang zur Kernburg</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/schlosshof.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-540" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/schlosshof.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
Schlosshof</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/schloss-norden.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-541" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/schloss-norden.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
Blick vom Wehrgang nach Nordwesten, am Aussichtsturm vorbei auf Zwingenberg und Hähnlein</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/melibokus.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-542" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/melibokus.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
Blick vom Aussichtsturm nach Norden auf den Melibokus &#8211; da waren wir gerade runtergekommen.</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/2jogger-2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-544" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/2jogger-2.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
Jogger auf dem Wehrgang &#8211; Hier beschreibe ich Gerd gerade den Höhenzug um die Knodener Höhe. Mein Finger zeigt auf den Krehberg hinter Schannenbach. Rechts unten auf der Treppe: Helena.</p>
<p>Danach: Ende der Sightseeing-Pause. Weiterlaufen. Aus dem Schlosstor hinaus, dann direkt scharf rechts, durch eine schmale Mauerbresche auf den Alemannenweg (rotes S), der hier auf einem ziemlich schmalen und steilen Trampelpfad den sonnigen Südhang des Auerberges hinabführt. Erste Bewährungsprobe für Trittsicherheit, Knie und Gelenke, auch das gehört zum Berglaufen. War aber kein Problem, selbst die Vollbremsung mittendrin zum bewundern einer Blindschleiche (die sich partout nicht von Gerd fotografieren lassen wollte. Fotoscheues Reptil&#8230;) klappte bestens.</p>
<p>Nach knapp 200 m. Abstieg erreichten wir den ersten Querweg im Wald unterhalb der Burg, hier links (gelbe 4/gelbe 5) bis an die Fahrstrasse, die vom Schloss runter ins Tal führt, die dann wieder wieder halblinks hinauf zum Parkplatz &#8220;Auerbacher Schloss&#8221; &#8211; 350 m. bergauf, ca. 8% Steigung, für mich sehr angenehm, Gerd kam etwas ins Schnaufen, hielt aber bestens mit. Oben dann direkt am Anfang des Parkplatzes rechts von der Strasse ab und auf einem relativ steilen Waldweg in westlicher Richtung den Hang runter (gelbe 3) &#8211; der Abstieg nach Hochstädten hatte begonnen.</p>
<p>Ich muss zugeben, dieses Stück hatte mir im Vorfeld ein paar Bedenken gemacht: Ich kannte den Weg selbst noch nicht, und nachdem sich der mit dem gelben V markierte Abstieg nach Hochstädten etwas weiter nördlich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/05/21/auf-und-ab-sudlich-des-melibokus-auerberg-muhltahl-und-auerbach-159-km/">bei meinem Probelauf vor drei Tagen als unjoggbare Buckelpiste herausgestellt hatte</a>, hatte ich befürchtet, dass der Weg, den ich heute gewählt hatte, genauso schlecht sein könnte.<br />
Glücklicherweise zu unrecht: Nach 200 m. überquerten wir einen Querweg am Hang (den war ich vor drei Tagen zum Not-Gottes-Parkplatz hochgejoggt) und liefen geradeaus/links einen kleinen aber bequemen Pfad hinunter, folgten ihm durch eine Serpentine in einem kleinen, hübschen Seitental, und bogen dann links auf einen Hohlweg ab, der uns völlig problemlos direkt zum Waldrand über Hochstädten führte.<br />
 <br />
Wie immer ein schöner Anblick: Das kleine, tiefe Mühltal mit seinen geschwungenen Hangwiesen,eingegrenzt von den bewaldeten Höhenzügen des Felsbergs und der Ludwigshöhe, unten im Talgrund das idyllisch Dörfchen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hochst%C3%A4dten_(Bensheim)">Hochstädten</a>.</p>
<p>Kurzen Fotopause am Waldrand:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/hochstadten2.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/hochstadten2.jpg" alt="hochstadten2" title="hochstadten2" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3392" /></a><br />
Dann auf einem kleinen, baumbestandenen Hohlweg abwärts bis in das hübsche Neubaugebiet am westlichen Dorfrand, durch den Legelweg runter an die Mühltalstr., dort die kurz rechts, schließlich den kleinen Fußweg halblinks runter zum Bach am Talgrund, bei der Feuerwehr über die kleine Brücke und geradeaus weiter in den Weiherweg.</p>
<p>Von jetzt an wieder bergauf, durch ein wunderschönes Seitental bis auf den Nibelungenweg auf der nächsten Anhöhe (gelbe 3/gelbe 4). Der härteste Anstieg der ganzen Tour wartete auf uns, das wusste ich ja, nachdem ich das Stück <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/05/21/auf-und-ab-sudlich-des-melibokus-auerberg-muhltahl-und-auerbach-159-km/">vor gerade mal drei Tagen getestet und für &#8220;sacksteil&#8221; befunden hatte</a>.<br />
Dabei sieht am Anfang alles eigentlich recht harmlos aus: Ganz sanfter Anstieg auf der Strasse, links und rechts die Häuser von Hochstädten. Dann eine Linkskurve, die Häuser werden spärlicher und die Gärten großzügiger, rechts ist das Dorf schon zuende, dort erhebt sich steile, blühende Hangwiese bis zum Waldrand am oberen Ende des Tals, die Steigung nimmt langsam zu.<br />
Aber noch kein Problem: Gerd schnaufte zwar etwas, hielt aber bestens mit, zog sogar ein klein bisschen.<br />
Da ich etwas mehr Atem hatte, nutzte ich die Gelegenheit, ihm schon mal zu erzählen, wie schlimm der Anstieg noch werden würde &#8211; Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach 400 m. die nächste Linkskurve, rechts schattiger Bachgrund mit ein paar weisslich-beigen Kühen<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/kuh.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-547" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/kuh.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a>, schließlich die Wiesen am oberen Talende, Steigung 10%-15%. Inzwischen japste ich auch schon ordentlich, aber Gerd ackerte immer noch unbeirrt vorwärts, also liefen wir noch ein gutes Stück in den Hang hinein, bevor wir dann doch kurz vor dem Waldrand mit Gehen anfingen &#8211; das war auch gut so, denn ab hier wird´s richtig krass monstermässig Steil &#8211; 150 m. mit einer Steigung weit jenseits der 20%, das musste nun wirklich nicht sein (nachdem ich die Passage bereits am Mittwoch unter gewaltigsten Anstrengungen hochgejoggt war, wollte ich mir das auf keinen Fall nochmal antun).</p>
<p>Oben angegekommen eine ganz kurze Veschnaufpause, dann rechts, auf dem angenehm flachen Nibelungenweg (gelbes Quadrat) auf der Anhöhe südwärts durch den lichten, kühlen Wald, über die kaum spürbare Amalienhöhe, dann weiter bis zur Kreuzung beim Toten Mann, um den sich eine <a href="http://www.wild-annweiler.homepage.t-online.de/region/hessen/sagen_h.htm#o_t">fazinierende Sage aus dem 18. Jahrhundert</a> rankt.</p>
<p>Hier eine weitere kurze Pause, um ein paar leicht verirrten Nordic Walkern den richtigen Weg zum Fürstenlager und weiter auf den Kirchberg zu erklären (&#8220;Gelbes Quadrat, ab Fürstenlager blaues B, könn´se gar nicht verfehlen&#8230;&#8221;), danach noch mal kurz aber knackig aufwärts durch den kleinen, steilen Hohlweg hoch auf die Ludwigshöhe, schließlich einen bequemen halben Kilometer abwärts bis zu Waldrand hinter dem Fürstenlager. Hier halblinks runter in die herrlichen Hochwiesen über dem Fürstenlager, von den man einen tollen Blick ins untere Lautertal und auf die Hügel hinter Bensheim hat:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/uber-furstenlager.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-548" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/uber-furstenlager.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/uberfurstenlager3.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-549" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/uberfurstenlager3.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a></p>
<p>Hier dann ganz kurz rechts auf der gelben 7, nach 50 m. jedoch gleich wieder scharf rechts und auf der gelben 2/gelben 8 runter in den hübschen Talgrund, dem wir talabwärts folgten, vorbei an einen blökenden Schafherde und der Eremitage<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/eremitage.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-550" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/eremitage.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a> bis ins<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Staatspark_F%C3%BCrstenlager">Fürstenlager</a> mit seiner wunderbar gepflegten Parklandschaft<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/furstenlagerpark.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-551" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/furstenlagerpark.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
und den hübschen alten Häusern<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/furstenlager.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-552" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/furstenlager.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a></p>
<p>Geradewegs durch die Parkanlage hindurch, vorbei am <a href="http://sightseeing.photo-world-online.net/germany/bensheim/fuerstenlager/pages/Herrenhaus_a.html">Herrenhaus</a> und der großen Hangwiese in Richtung des großen Teiches am unteren Ende des Fürstenlagers, vor dem letzten Haus dann jedoch links und auf den leicht aufwärts führenden Weg an der Südwand des Tales. Bei den ersten Häusern Auerbachs dann scharf links, und in entgegengesetzter Richtung weiter am Hang aufwärts, den hübschen Pfad mit den Zypressen hinauf.<br />
Ziemlich steil, das strengte wieder ordentlich an, also gingen wir einfach mal wieder ein paar Meter, bis wir die Bäume oberhalb des Fürstenlager erreichten und uns schließlich über die etwas verschlungenen Pfade hier oben bis zu den Weinlagen am Höhenrücken durchlavierten und den &#8211; wieder mal großartigen &#8211; Blick nach Südwesten in die Ebene geniessen konnten (immerhin bis Mannheim und Ludwigshafen).</p>
<p>Bisher hatte die Tour ja bestens geklappt: Kein falsches Abbiegen, keine dummen Bauchentscheidungen die in der Wildnis endeten, kein orientierungsloses Herumirren in winzigen Waldstücken, in denen selbst ein besoffenes Wiesel mit grauem Star sich nicht verirren würde &#8211; kurzum: Bisher war der Lauf überhaupt nicht repräsentativ für meine üblichen Touren! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Das konnte natürlich nicht so weitergehen, schließlich sollte Gerd ja mal sehen, wie ich normalerweise unterwegs bin.<br />
Also verirrte ich uns kurz mal.<br />
Nur ein kleines bisschen, um mal zu zeigen, wie ich das sonst immer mache&#8230;<br />
Und natürlich ich vollster Absicht. Wie immer. Ich verirre mich immer in vollster Absicht. Hmjaja, genau so ist das nämlich&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Eigentlich hätten wir hier oben auf den Burgenweg stossen müssen, aber angesichts der vielen kleinen Pfade hatte ich ihn wohl verpasst, deswegen fanden wir uns unvermittelt auf einem mir unbekannten Weg zwischen Weinbergen und Ludwigslinde wieder, der offensichtlich nicht ganz richtig war.<br />
Kurskorrektur, kurze Cross-Passage auf einem unsäglich überwucherten Trampelfpad vorbei an ein paar Minicanyons durchs Gehölz, dann waren wir wieder auf Kurs.<br />
Siehste, Gerd, so läuft das nämlich normalerweise hier&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ostwärts auf dem Höhenweg direkt über dem Fürstenlager (schöner Blick links runter aufs Herrenhaus) bis zum einzeln stehenden Haus an der Anhöhe, direkt dahinter dann rechts abwärts, den staubigen Feldweg durch die Wiesen runter in Richtung Schönberg (unmarkiert, ist glaube ich die verlängerte Nußallee). An der Wegscheide nach 350 m. halblinks auf der Strasse &#8220;Am Schlossberg&#8221; in die oberen Regionen von &#60;a href=&#8221;http://www.bensheim-schoenberg.de/frameset/index.html, vorbei an den teilweise ziemlich prächtigen Neubauten am Hang (beim letzten direkt am Park kriegte Gerd sich gar nicht mehr ein, da kam wohl der Architekt in ihm durch &#8211; ist aber auch ein Wahnsinnsteil in Traumlage), dann an der oberen Pforte in den wunderschönen ruhigen Schönberger Schlosspark (egal wie voll es im Fürstenlager ein Tal weiter ist &#8211; hier verirrt sich fast nie jemand hin), über die große Wiese, dann am unteren Ende abwärts bis zur Rückfront des imposanten <a href="http://www.landhausamweinberg.de/luftaufnahmen-schloss-schonber.html">Schönberger Schlosses</a>, das ja leider nicht zur Besichtigung offen steht:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/schloss-schonberg.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-553" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/schloss-schonberg.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a></p>
<p>Hier bogen wir rechts ab und liefen auf einem kleinen Fußweg runter in das kleine Seitental westlich des Schloßbergs, in dem wir dem Hofweg aufwärts bis zum Parkplatz Herrenwingert am Schönberger Sportplatz folgten, kurz begleitet von zwei sehr jungen Vertretern der lokalen Dorfjugend mit Fahrrädern, die es auf ein kleines Wettrennen mit den beiden schwitzenden und keuchenden Joggern abgesehen hatten. War aber schon recht steil, und Gerd merkte man die Höhenmeter inzwischen doch schon ein ganz klein wenig an, also liessen wir sie ausnahmsweise mal grosszügig gewinnen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Am Schönberger Sportplatz, wunderschön in einem Hochtal unterhalb der Weinberge, stiessen wir wieder auf den Burgenweg (blaues B), dem wir nach links in Richtung Eichelberg folgten: Wunderschöne Gegend mit einer Mischung aus tiefem, alten Laubwald und offenen, sattgrünen Wiesen, dazu fast eben, lässt sich herrlich laufen. Nach 400 m. die Kreuzung am oberen Ende des Brunnenwegs, hier weiter auf dem Burgenweg, geradeaus in den schattigen Wald am hinteren Teil des Kirchberg. Hier ging´s noch mal ein bisschen bergauf, zwar nicht wirklich steil, aber inzwischen war Gerd doch ein klein wenig bergmüde (kein Wunder nach fast 15 km auf und ab), entsprechen liessen wirs ruhig angehen (tatsächlich ist es hier auch wirklich etwas steiler, als ich es von meinem <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/20/bensheimer-hinterland-kirchberg-und-schonberg-99-km/">letzten Lauf in dieser Gegend</a> in Erinnerung gehabt hatte).</p>
<p>Schließlich erreichten wir nach ca. 600 m. wieder offenes Gelände: Die Weinlagen am Kirchberg, hoch über Bensheim, mit einem wunderbaren Blick nach <a href="http://www.panoramio.com/photo/9781151">Süden die Bergstrasse entlang</a> und runter auf die Stadt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/bensheimvonoben2.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/bensheimvonoben2.jpg" alt="bensheimvonoben2" title="bensheimvonoben2" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-3396" /></a></p>
<p>Fast geschafft!</p>
<p>Blieb nur noch der kleine Anstieg rechts hoch am Waldrand entlang zum Kirchberghäuschen auf dem Gipfel &#8211; wenn schon denn schon. Zwar kein langes Stück, aber noch mal ein bisschen steil, entsprechend musste sich der arme Gerd (dem ich fälschlicherweise schon vor ein paar hundert Metern den letzten Anstieg versprochen hatte) noch ein klein bisschen quälen, bis wir schließlich das aparte Ausflugslokal im <a href="http://www.kirchberghaeuschen.de/">Kirchberghäuschen</a> erreichten. Kurze Ehrenrunde über die Terrasse, zwischen schoppentrinkenden und bratwurstessenden Bensheimer Bürgern hindurch, dann runter, auf dem ordentlich steilen Asphaltweg vom Häuschen aus durch die Weinberge runter zum Stadtpark. Dort dann dem Burgen- und Blütenweg folgend nach links, über die kleine Treppe runter nach <a href="http://www.bensheim.de/web/index.cfm?pm=info&#38;idInfoseite=80&#38;idMenu=8">Bensheim</a> hinein, 100 m. geradeaus an der B47/Nibelungenstr., dann über die Fußgängerampel in den Platanenstr., und schließlich über die Grieselstr. auf den hübschen <a href="http://217.113.177.2/webcam/index.html">Bensheimer Marktplatz</a>, wo wir bereits von Gerds Familie und einer kühlen Cola (aaaah!) erwartet wurden.</p>
<p>Das hat mal wieder viel Spass gemacht. Gerd ist ein angenehmer Laufpartner, ich konnte mal ein bisschen was von meinem Laufrevier/meinem Zuhause herzeigen, das Lauftempo war herrlich entspannt, das Wetter ziemlich gut, und die Strecke abwechslungsreich, wunderschön und voller Highlights (das wäre eigentlich auch mal was für eine kurze Wanderung). Besonders beeindruckt hat mich dabei vor allem, wie gut Gerd mit dem doch relativ schwierigen Gelände klargekommen ist &#8211; dafür, dass es sein erster &#8220;Berglauf&#8221; war, hat er sich super geschlagen: Zwei Daumern hoch, Gerd, das machen wir mal wieder!<br />
Team-Up geglückt, Fresse poliert, Welt gerettet! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Oh, und natürlich vielen Dank für die Fotos!</p>
<p>Wer wissen will, wie Gerd den Lauf erlebt hat, kann das <a href="http://www.diro-online.com/wordpress/?p=403"><strong>hier</strong></a> nachlesen.</p>
<p>Strecke: 16,5 km<br />
Zeit: Hmm, ich geb´ zu, da hab´ ich heute überhaupt nicht drauf geachtet. Laut Gerds High-Tech-Equipment sowas um die 2:12 h, aber da waren auch einige kleinere und größere Pausen dabei (und überhaupt, wer glaubt schon einer doofen kleinen Plastikkiste, die mit irgendwelchen Satelliten redet&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  )<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/melibokus-bensheim.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-555" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/melibokus-bensheim.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/33109">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bensheimer Hinterland: Kirchberg und Schönberg (9,9 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/20/bensheimer-hinterland-kirchberg-und-schonberg-99-km/</link>
<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 17:26:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/20/bensheimer-hinterland-kirchberg-und-schonberg-99-km/</guid>
<description><![CDATA[Hey, gutes Wetter! Auch wenn es morgens noch nicht danach ausgesehen hatte, hatte es die Sonne heute]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hey, gutes Wetter!<br />
Auch wenn es morgens noch nicht danach ausgesehen hatte, hatte es die Sonne heute Mittag, nach Tagen herbstlich-kalter Trübsal, doch tatsächlich geschafft, den allgegenwärtigen Dunst zu durchdringen, und sowas wie angenehme Herbststimmung zu erzeugen.<br />
Endlich mal wieder Bedingungen, die Lust aufs Laufen machten, das galt es natürlich auszunutzen.</p>
<p>Bis ich los konnte, war´s schon relativ spät, deshalb verzichtete ich auf die Weiterführung von <a href="http://de.wordpress.com/tag/projekt-nordwarts/">Projekt Nordwärts</a> (ehrlich gesagt hatte ich auch keine Lust, so einen perfekten Lauftag an das vermutlich deutlich weniger spektakuläre Flachland bei Gross-Gerau zu verschwenden) und entschied mich stattdessen für eine kurze, schöne Strecke an der Bergstrasse &#8211; Hügel und Täler im Bensheimer Hinterland.</p>
<p>Start am Schönberger Sportplatz, in einem kleinen, hübschen Tal zwischen Fürstenlager, Bensheim und Schönberg. Kühl, aber bei wunderbarem Sonnenschein, schon beim Loslaufen konnte ich mir da ein glückliches Grinsen nicht verkneifen.<br />
<!--more--></p>
<p>Zuerst in südwestlicher Richtung, Vorbei an einem dieser typischen gemauerten Wasserwerke (&#8220;Bensheimer Hochbehälter&#8221;) in den Wald. Markierung: Burgenweg, das gute alte blaue B.<br />
Bereits nach einem kurzen Stück wich der Burgenweg vom breiten, bequemen Spazierweg ab, und schlängelte sich parallel dazu ein paar Meter weiter rechts zwischen den Bäumen durch.<br />
Also gut, von mir aus, dann eben durch den Wald, immer hinter dem blauen B her: Ein enger, leicht gewundener Waldlehrpfad (mit entsprechenden Infotafeln), weiches, trockenes Herbstlaub am Boden, die Strecke weitgehend eben, sehr angenehm zu laufen &#8211; wer braucht da schon den breiten Spazierweg. Rechts lichter Wald, dahinter ein offener Hügel mit mehrern Dutzend weidender Schafe, links der Hauptweg, dahinter eine schöne, sonnige Wiese.</p>
<p>Nach ca. 200 m. vereinigte sich der Lehrpfad wieder mit dem Spazierweg an einer kleinen Kreuzung. Geradeaus ein abfallender Hohlweg in Richtung Bensheim (Brunnenweg), ich wollte allerdings auf den Kirchberg, entsprechend hielt ich mich halbrechts, weiterhin auf dem Burgenweg, in südwestlicher Richtung die bewaldete Bergflanke oberhalb des Brunnenwegs. Hier ging´s langsam etwas bergauf, allerdings sehr moderat, entsprechend kein Problem, mit gutem Tempo einen halben Kilometer weiter durch den ansehnlichen Hochwald mit altem Baumbestand.</p>
<p>Kurz vor dem Ende des Waldes erreichte ich einen kleinen, steilen Pfad, der an einem umzäunten Privatgrundstück rechts steil den Hang hinunter führte, daneben ein Schild &#8220;zur Gedenkstätte am Kirchberg&#8221;. Meine Route lag eigentlich geradeaus, aber wo ich schon mal da war, beschloss ich, mir das doch mal kurz anzusehen &#8211; also ein Abstecher nach rechts, den Abhang runter (steiler und länger als erwartet &#8211; das würde ich gleich auch wieder hochlaufen müssen), dann erreichte ich die <a href="http://www.arbeitskreis-zwingenberger-synagoge.de/gedenkstaetten/index.html#00000095230ab6601">Gedenkstätte</a> direkt oberhalb des Brunnenweges: Ein einfacher, ca. 1 m. hoher Stein mit Inschrift, errichtet zum Gedenken an zwölf Menschen, die hier 1945, drei Tage vor der Ankunft der Amerikaner, von der Gestapo ermordet worden sind. Davor ein paar frische Blumen, die davon zeugten, dass das Verbrechen auch heute noch nicht vergessen ist.<br />
Ein trauriger Ort.</p>
<p>Nach kurzem Innehalten wieder den Pfad zurück den Berg hoch (aufwärts kam er mir noch ein Stückchen länger und steiler vor. Pfuuuha!), oben angekommen weiter auf der ursprünglichen Route nach Südwesten, bis zum Ende des Waldes und dem oberen Rand des Weinanbaugebietes auf dem Kirchberg.<br />
Hier rechts, zwischen Weinberg und Waldrand die letzten paar hundert Meter aufwärts zum Gipfel des Kirchbergs und dem Kirchberghäuschen (immer noch: Blaues B).</p>
<p>Die letzten Meter vor der Kuppe &#8211; freue mich bereits auf den zu erwartenden <a href="http://www.bensheim-online.de/Bensheim-Panorama/p14.htm">Panoramablick</a> runter in die Ebene. Fast geschafft, oben schon die Spitzen der Weinstöcke auf der anderen Seite, man sieht immer mehr, dann bin ich oben.</p>
<p>Boaah!!!</p>
<p>Schwer atmend auf der Kuppe des Kirchbergs, freie Sicht ins Ried, das heute so ganz anders aussieht als sonst: Hier oben ist alles klar und wunderbar sonnig, doch die Ebene unter mir ist in Bodennebel gehüllt, eine wabernd-diesige Fantasielandschaft aus der sich allenthalben mehr oder weniger schemenhaft Häuser, Bäume, Kirchtürme erheben, ein bisschen wie Inseln, umspült vom Dunst, gleichzeitig verdeckt und hell erleuchtet durch die Strahlen der schräg einfallenden Sonne.<br />
Großartiger Anblick.<br />
Jogger über dem Nebelmeer.<br />
Ein bisschen wie bei <a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5b/Caspar_David_Friedrich_032.jpg">Caspar David Friedrich</a> (wenn auch weniger felsig, dafür weinbergiger und mit etwas mehr Sicht&#8230;)<br />
Spätestens jetzt ist der Tag gerettet.</p>
<p>Kurze Pause zum Geniessen, dann wurde es trotz Sonne empfindlich kühl und ich musst weiter. Über die Terasse des <a href="http://www.kirchberghaeuschen.de/">Kirchberghäuschens</a> (wenig los, nur zwei einsame Spaziergänger geniessen mit einem Gläschen Wein den Ausblick), dann auf den steilen Weg durch den Weinberg (&#8220;Kalkgasse&#8221;) runter nach Bensheim (Markierung B1), dabei noch mehr Ausblick.</p>
<p>Unten war´s gar nicht so neblig wie es von oben ausgesehen hatte, selbst hier war die Sonne stark genug um den Dunst zu durchdringen und alles in helles (wenn auch etwas diffusen) Licht zu baden &#8211; mir soll´s recht sein, war auch viel hübscher so.</p>
<p>Für mich ging´s hier weiter nach Süden, am Ende des Bensheimer Stadtparks durch die enge Gasse und die steile Treppe runter zur B47/Nibelungenstrasse oberhalb des Marktplatzes (letztmalig gelaufen mit Ingo auf dem <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/08/30/blutenweg-melibokus-starkenburg-18-km/">Weg zur Starkenburg</a>) &#8211; sowohl Burgen- als auch Blütenweg (gelbes und blaues B), entsprechend leicht zu navigieren.</p>
<p>Kurz geradeaus, unten dem großen Brückenbogen über der Strasse hindurch, über die B47 und &#8211; etwas weiter unten &#8211; den Winkelbach/die Lauter, in das beschauliche, ältere Wohngebiet am untersten Ende des schönberger Tals (Hunsrückstr.).<br />
Es folgte ein Stück mit einer etwas verwinkelten Wegführung, treppauf auf kleinen, teilweise extrem schmalen Fußwegen zwischen den Grundstücken hindurch, Knodener Str., Nelkenweg, Fliederweg, immer den beiden Bs folgend bis zum Wingertsweg.<br />
Hier kurze Verwirrung, die Markierungen waren auf Anhieb nicht auffindbar, allerdings wusste ich ja ungefähr, wo ich hin wollte, und lief schließlich halbrechts den Blütenweg (= Name der Strasse, allerdings unmarkiert) hinauf, und wechselte dann über einen kleinen Fußweg an seinem Ende in die Strasse &#8220;Am Streichling&#8221;.</p>
<p>Hier dann noch ein Stück geradeaus bis zum Röderweg, der zugleich das unterste Ende des Knodener Höhenwegs bildet (Markierung: Gelbes Dreieck) &#8211; hier wollte ich den Berg rauf, also links.<br />
Schon ganz ordentlicher Anstieg, ostwärts durchs Wohngebiet bis zum Ortsrand, dann geradeaus weiter in einen tief eingeschnittenen Hohlweg, links und rechts von hohen, bewachsenen Böschungen eingefasst, über denen hin und wieder mal ein bisschen Weinberg durchschimmerte, und immer weiter bergauf.</p>
<p>Pffuuuh!<br />
Hier ging´s teilweise richtig steil bergauf, das kostete ´ne ganze Menge Kraft und Atem, ordentlich anstrengend. Schließlich erreichte ich aber doch &#8211; schnaubend und schnaufend &#8211; nach ca. einem Kilometer Aufstieg das obere Ende des Hohlweges, auf die langgezogene Anhöhe zwischen Schönberger und Meerbachtal. Hübsch hier oben, wunderbare Hügellandschaft mit Weinbergen, Wald, Wiesen, schöner Ausblick rechts runter auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zell_(Bensheim)">Zell</a>, zudem war hier erst mal Schluss mit steil, denn der Knodener Höhenweg folgte ab hier relativ eben dem Verlauf des Bergrückens, also ideal zum Verschnaufen (das hatte ich mir jetzt aber auch redlich verdient).</p>
<p>Bereits wenige hundert Meter weiter dann eine kleine, spannende Überraschung: Aus dem Wäldchen links von mir ragte unvermittelt ein <a href="http://bensheim-bilder.de/Rand/pages/Blaue%20T%FCrmchen%20(3).htm">kleiner, hübscher Turm</a> auf, von dem ich bisher nichts gewusst hatte &#8211; genau die Art von Zufallsentdeckung, die ich beim Laufen über alles liebe. Klar, dass ich mir das aus der Nähe ansehen musste, also kleiner Sightseeing-Abstecher vom Weg ab nach links. Wie gesagt: Kleiner Turm, gemauert (laut Inschrift über der Tür 1910), mit Vorbau, davor eine Wiese mit Grillplatz. Wird übrigens das &#8220;Blaue Türmchen&#8221; genannt, wie mir ein freundlicher Passant auf Anfrage erklärte (noch mal Danke für die Auskunft).<br />
Alles sehr nett, dazu mit dem Nimbus des Selbstentdeckten, das war mir ein weiteres zufrieden-breites Grinsen beim Weiterlaufen wert&#8230;</p>
<p>Hinter dem Blauen Türmchen ging es weiter über die Anhöhe, die von der inzwischen schon sehr schräg stehenden Sonne in ein sattes, rötliches Licht getaucht wurde. Schöner Blick in den Odenwald rein, sehr komfortabel zu laufen, die Weinberge wurden weniger, dafür Felder und Wiesen auf der breiten Hochebene. Mittendrin ein gewaltiger Krähenschwarm direkt am Wegrand, wahrscheinlich mehr als einhundert Tiere, die unter lauten Protestschreien davonstoben als ich vorbeilief &#8211; faszinierender Anblick, hatte ein bisschen was von Hitchcock.</p>
<p>Schließlich der Waldrand oberhalb von Schönberg. Für mich bedeutete das: Weg vom Bergrücken, ins Tal runter, entsprechend scharf links, in einen weiteren Hohlweg, der hier steil nach unten führte (Baßmannweg, Markierungen gelbe 2/gelbe 3/B4). Vielleicht 600 oder 700 Meter abwärts durch den Wald, weiter unten öffnete sich der Hohlweg in ein breites, bewaldetes Tal das irgendwie was von einem verwilderten Park hatte (rechterhand eine steile Böschung, an deren oberen Ende irgendwelche großen Gebäude thronten), einem kleinen Bachlauf folgend unter einer etwas unmotiviert am Talende stehenden hübschen Brücke durch, und ich war unten, in einem Seitenarm des schönberger Tals.</p>
<p>Die Strasse weiter runter bis zur B47, dort rechts, ein Stück am schattigen und kühlen (die Sonne stand inzwischen so tief, dass es hier unten schon ziemlich dämmrig war) Talgrund die Bundesstrasse entlang ein paar hundert Meter talaufwärts, dabei ein toller Blick rechts hoch auf die Anhöhe, unter der ich gerade durchgelaufen war, und die von einem beeindruckenden, schlossartigen Gebäude dominiert wird (offensichtlich <a href="http://www.klinik-falkenhof.de/falkenhof/index.htm">Schloss Falkenhof</a> [denk´ mal an: Die in Schönberg haben nicht ein, sondern gleich zwei Schlösser - nicht schlecht, Herr Specht], über das ich allerdings fast nicht rausfinden konnte &#8211; schade, sah wirklich ziemlich großartig aus).<br />
Vorbei an dem großen Steinmetzbetrieb in einer der unteren Kurven des Ortes, dann links scharf links, von der B47 weg, auf dem Mozenrechweg in ein weiteres, tiefes Seitental.</p>
<p>Hier war wieder klettern angesagt, vorbei an ein paar versteckten Wohnhäusern am Talgrund steil aufwärts in Richtung Anhöhe, wieder mal ziemlich anstrengend und aufgrund des schnell schwindenen Lichtes auch schon ziemlich dämmrig (Markierung: Gelbe 1).<br />
Richtung oberes Talende Wiesen statt Wohnhäuser, dann freies Gelände, die Wiese unterhalb des Schönberger Sportplatzes (Auffälligstes Feature: Ein &#8220;Zelten-Verboten&#8221;-Schild auf der Wiese vor mir. Ok, zelte ich halt nicht&#8230;).<br />
Eigentlich hätte ich hier ganz einfach und unbekümmert ein bisschen nach Westen und dann nach Norden laufen können, und wäre schnell und mühelos zum Auto gekommen.<br />
Wollte ich aber nicht: Wo ich schon mal in Schönberg war, wollte ich auch noch mal übers Schloss und durch den Schlosspark, also stattdessen nach rechts, ein Stück die Wiese entlang, dann wieder in den Wald, halblinks am Hang entlang ins Seitental südlich des Schlosses (Markierung: Gelbe sechs).<br />
Etwas abenteuerlich zu laufen, eher ein Trampelpfad als ein, dazu die schlechter werdende Sicht, da musste man schon ein bisschen aufpassen. Nach ein paar hundert Metern dann wieder mal ein Abstieg, hinter/zwischen den Hausern im Tal bis runter in den Hofweg, kurz links den Talgrund hoch, dann gleich wieder rechts, steil den &#8220;Gerstengrund&#8221; bis aufs <a href="http://www.bensheim-schoenberg.de/frameset/geschichte_sehenwert_detail.asp?historySeeID=1">Schloss</a> hoch, das auch von hinten und in der beginnenden Dämmerung einen wunderbaren Anblick bietet.</p>
<p>Hier dann über die kleine Treppe in den Schlosspark, dort eher rechts gehalten (als Ingo und ich das <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/08/14/unteres-lautertal-16-km/">letzte Mal hier vorbeigekommen waren</a>, waren wir links gelaufen, da wollte ich heute mal die andere Seite nehmen). Also aufwärts, vorbei an der Victorialinde (war´s wirklich eine Linde? Weiss ich nicht mehr, auf jeden Fall seinerzeit von Queen Victoria gepflanzt) und der großen Wiese bis zum oberen Ende des Parks, wo es allerdings keinen Ausgang mehr gab &#8211; entsprechend musste ich über ein wüstes Baugrundstück waten (hier oben wird gerade alles mit modernistischen Luxusvillen für Neureiche zugepflastert. Ob das so schön wird&#8230;?), bis ich schließlich die Strasse hinauf in Richtung Fürstenlager erreichte. Ein letzter, machbarer Anstieg bis zum einsamen Haus oberhalb des Fürstenlagers, links auf den Höhenweg am Haus vorbei, und gleich dahinter wieder links, ein paar hundert Meter abwärts bis zum Parkplatz am Schönberger Sportplatz und dem Auto (Markierung gelbe 7/gelbe 8).</p>
<p>Wow. Tolles Wetter, tolle Umgebung, einige spannende und unerwartete Entdeckungen &#8211; fraglos der beste Lauf der letzten Wochen, hat einen Riesenspass gemacht, entsprechend fühlte ich mich hinterher erfrischt, entspannt und glücklich. Landschaftlich ist die Gegend hinter Bensheim wirklich eine der schönsten an der ganzen Bergstrasse, mit einer wunderbaren Mischung aus Wald, Wiesen und Weinbergen, malerisch eingepasst in die sanfte oder auch weniger sanfte Hügellandschaft. Allerdings auch kraftintensiv, die Hügel hier sind zwar nicht besonders hoch, aber sie sind teilweise verdammt steil, das kann schon mal ein bisschen anstrengend werden. Allerdings so eine aparte Strecke, das ist die Anstrengung allemal Wert: Alle Daumen hoch!!!</p>
<p>Strecke: 9,9 km (verflixt, 150 Meter mehr und ich hätte den Lauf in die nächsthöhere Kategorie stellen können&#8230;)<br />
Zeit: 1:10 min (= ca. 8,5 km/h bzw. 7:05 min/km &#8211; ziemlich langsam, wegen der vielen Sightseeing-Pausen und steilen Passagen).<br />
Karte:<br />
<a title="bensheim-hinterland-2.jpg" href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/bensheim-hinterland-2.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/bensheim-hinterland-2.thumbnail.jpg" alt="bensheim-hinterland-2.jpg" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/20372">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Unteres Lautertal (16,6 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/08/14/unteres-lautertal-16-km/</link>
<pubDate>Tue, 14 Aug 2007 15:06:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/08/14/unteres-lautertal-16-km/</guid>
<description><![CDATA[Nach unserer vorgestrigen Runde um den Felsberg, die ja teilweise am Rand des oberen Lautertals entl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nach unserer vorgestrigen Runde um den Felsberg, die ja teilweise am Rand des oberen Lautertals entlangführte, wollten wir heute mal den unteren Teil des besagten Tals erkunden. Und das ausnahmsweise sogar mal vormittags.</p>
<p>Treffen gegen 10:15 Uhr, mit dem Auto nach Auerbach auf den Parkplatz unterhalb vom Fürstenlager. Wetter bestens (ca 20 Grad, Sonnig mit ein paar Wolken, vielleicht etwas hohe Luftfeuchtigkeit, war aber noch erträglich). Über eine Treppe an der Bergwand ca. 20 m. nach oben auf einen Waldweg, dort kurz gedehnt und losgelaufen.</p>
<p><!--more-->Erster Teilabschnitt durch den <a href="http://www.schloesser-hessen.de/schloesser/bensheim/bensheim.htm">Staatspark Fürstenlager</a>, einem schönen Park, der früher mal Sommerresidenz der Landgrafen von Hessen-Darmstadt war. Über eine kleine Brücke auf die zentrale Allee am Teich entlang (Markierung: Nibelungenweg = gelbes Quadrat), durch die Gruppe hübscher barocker Häuschen vorbei am Herrenhaus, dann den mäßigen aber stetigen Anstieg durch das Langezogene Wiesental (halb Schafweide, halb englischer Garten) hinter dem Fürstenlager.</p>
<p>Am Ende des Tales kurz hinter der Eremitage kurz vom Nibelungenweg ab, nach rechts auf den Höhenrücken oberhalb der Weinberge (wunderbare Aussicht aufs Ried bis Mannheim). Dort dann links, der Steigung folgend einen blumengesäumten Pfad bis zum Waldrand und wieder auf den Nibelungenweg (immer noch Gelbes Quadrat). Der war hier ein ganzes Stück steiler, als ich ihn vom Wandern in Erinnerung hatte, liess sich aber trotzdem noch angenehm joggen, zumal das Teilstück eine hübsche Mischung aus Hochwald und offenen Wiesen bot, von denen man je nach Position ebenfalls wieder sehr schöne Aussichten sowohl nach Norden (Melibokus, Auerbacher Schloss, nördliche Rheinebene) als auch nach Süden (Starkenburg, Bergstrasse, MA/LU) hatte. Dazwischen die Wegkreuzung &#8220;beim toten Mann&#8221;, wo ein auf Schild die stimmungsvolle Geschichte des Ortes hinweist (Kurzfassung: &#8220;Hier hat eine Frau im 16. Jahrhundert ihren Mann mit der Axt erschlagen. Dummerweise fiel der Leichnam so, dass er genau auf der Grenze zwischen den Fürstentümern Hessen-Darmstadt und Erbach lag. Deshalb konnte man sich nicht einigen, wer die Mörderin jetzt hängen dürfe, und so wurde sie sieben Jahre abwechselnd in Zwingenberg [He-Da] und Schönberg [Erb] eingekerkert, bis man genug von dem Terz hatte, und sie &#8220;aus versehen&#8221; entkommen liess. Was aus ihr geworden ist, weiss keiner, doch man sagt, in dunklen Nächten würde der Stein am toten Mann von ihrem blutigen, wehklagenden Geist heimgesucht. Ende.&#8221; Cool, oder?).</p>
<p>Am <a href="http://www.mountainbike-touren.net/Selterswasser-Haeuschen.105.0.html">Selterswasserhäuschen</a> (auf der Karte der Knick in der Strecke mitte oben) hatten wir den Punkt erreicht, wo wir auf unserer Felsbergtour auch schon vorbeigekommen waren, doch dieses Mal liefen wir nicht weiter den Berg hoch, sondern bogen dafür rechts ab ins Tal hinein (Roter Balken &#8211; Weitwanderweg Odenwald-Vogesen). Ein langestreckter Abstieg (angenehm nach der ganzen Kletterei bisher) vorbei an Obstwiesen und Viehweiden und dem <a href="http://www.bergstrasse.de/vve/">Naherholungsgebiet Strietteich </a>(das in Echt wesentlich mehr hermacht als auf der Wanderkarte) in den kleinen Ort Elmshausen im Talgrund.</p>
<p>Da wir nicht das Tal runter laufen wollten, mussten wir auf der anderen Seite zwangsläufig wieder nach oben, allerdings verpassten wir dabei die richtige Abzweigung und fanden uns etwas zu weit vom Waldrand, zu dem wir eigentlich hin wollten, wieder. Wir waren &#8211; wieder mal, das gehört inzwischen schon irgendwie dazu - leicht falsch. Glücklicherweise war da ein Kiesweg rechts den Berg hoch, der offensichtlich genau dahin führte, wo wir hinwollten. Dummerweise gab´s den nur in XS (Xtra-Steil), aber irgendwie ging´s mit Hängen und Würgen &#8211; Joggen bei mehr als 15% Steigung macht auf Dauer irgendwie wenig Spass.</p>
<p>Im Wald wandten wir uns nach Rechts und liefen stetig aufwärts einen Seitenarm des Lautertals entlang (Wieder Weitwanderweg Odenwald-Vogesen, roter Balken). Nach ewig langer Steigung hatten wir endlich den Knodener Höhenweg auf dem Bergrücken erreicht (Gelbes Dreieck), dem wir nun &#8211; parallel zum Tal &#8211; nach Westen in Richtung Bergstrasse folgen konnten. Auch hier wieder ein ansehnlicher Landschaftsmix aus Hochwald und offenen, satten Wiesen, außerdem sahen wir eine riesengroße grünbraune Raupe mit Augenmuster und einem spornartigen Stachel, das hat mir irgendwie gefallen (deswegen isses auch auf der Karte&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ) .</p>
<p>Weiter übers <a href="http://www.bergsweintours.de/PAGES/schoenb_kreuz.html">Schönberger Kreuz</a>, kurzer Stopp zum Genießen der wirklich unglaublich grandiosen Aussicht, die man von da oben hat (WOW!!!!), dann in den Wald oberhalb von Schönberg (der sich primär durch die Horden von Handwerkern auszeichnet, die dort unerklärlicherweise Mittagspause machen) einmal mehr ins Lautertal runter, dieses mal nach Schönberg (das liegt hinter Bensheim).</p>
<p>Eine kurze Erfrischungsrast am Dorfbrunnen, dann die alte Schloßstrasse zum <a href="http://www.landhausamweinberg.de/luftaufnahmen-schloss-schonber.html">Schloss Schönberg</a> hinauf. Dort schon wieder pausiert, um das weissgetünchte, schön restaurierte Schloss zu bestaunen (war selbst bisher noch nie da gewesen, ein echtes Versäumnis) und einen kurzen Blicke und den schönen, perfekt gepflegten Innenhof zu werfen &#8211; sehr hübsch!</p>
<p>Gegenüber vom Schloss in den Schlosspark, der auf den ersten Blick wie ein sehr überschaubarer Garten wirkt, sich aber nach oben immer mehr erweiteret und schließlich &#8211; fast schon überraschend &#8211; in eine große, baumumrankte Wiese öffnet &#8211; ebenfalls hübsch!</p>
<p>Am oberen Parkende wieder auf die Strasse gewechselt und entlang vieler Baustellen (super Wohnlage, lockt offensichtlich Neureiche an&#8230;) ein letztes Mal bergauf gehechelt, bis wir schließlich wieder auf der Anhöhe über dem Fürstenlager waren. Da wir jedoch nicht direkt runter zum Auto wollten, sind wir dann noch einen Schlenker durch die Weinberge gelaufen, haben uns kurz verirrt (wie geht das in einem übersichtlichen Weinberg? Keine Ahnung, aber es geht!), und sind dann durch den sogenannten Lößweg (benannt nach dem dort abgelagerten Löß, den Ingo mit altbekannter Todesverachtung sofort verköstigen musste. Martkierung übrigens gelbes B &#8211; Blütenweg) zur Auerbacher Bergkirche und von dort wieder runter zum Parkplatz.</p>
<p>Insgesamt eine sehr, sehr schöne Strecke mit einigen interessanten Sehenswürdigkeiten und markanten Aussichtsspunkten, allerdings recht anspruchsvoll zu joggen, da es teilweise recht steil ist, und das stetige Auf und Ab irgendwann ein bisschen an die Substanz geht.</p>
<p>Streckenlänge 16,6 km, gebrauchte Zeit irgendwas um die 135 Minuten &#8211; nicht superschnell, aber angesichts der vielen Sightseeing-Pausen und Steigungen auf jeden Fall ganz ordentlich.<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/02/unteres-lautertal.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/02/unteres-lautertal.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-414" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/19439">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
