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	<title>seeheim-jugenheim &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/seeheim-jugenheim/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "seeheim-jugenheim"</description>
	<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 14:59:04 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Große Fünf mit drei Nullen (6,2 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/29/grose-funf-mit-drei-nullen-62-km/</link>
<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 21:42:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/11/29/grose-funf-mit-drei-nullen-62-km/</guid>
<description><![CDATA[Sodele! Heute Mittag den fünftausendsten Blogkilometer gelaufen. War jetzt nicht ganz so glamourös w]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sodele!</p>
<p>Heute Mittag den fünftausendsten Blogkilometer gelaufen. </p>
<p>War jetzt nicht ganz so glamourös wie ich mir das vielleicht gewünscht hätte &#8211; nicht auf einer großen Tour über die französische Grenze, nicht in der Pfalz oder im Taunus oder dem tiefen Odenwald, und nicht auf spannenden, neuen Pfaden, sondern bei einem eher trüben Musshaltmalsein-Gassi-Sechserchen mit Nemo irgendwo auf den ausgelatschten Wegen im Wäldchen zwischen Jugenheim und dem Schuldorf, nicht mal anderthalb Kilometer von zuhause entfernt. </p>
<p>Naja, bei 5000 Kilometern in knapp zweieinhalb Jahren kann halt nicht jeder dieser Kilometer ein echtes Erlebnis sein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!--more--><br />
Interessant finde ich dabei vor allem, wie konsistent ich anscheinend übers Jahr gesehen unterwegs bin &#8211; im November ´07 hab´ ich die 1000 geknackt, im November ´08 die 3000 und jetzt, im November ´09 die 5000.<br />
Dabei achte ich ja überhaupt nicht darauf, eine bestimmte Jahresleistung zu erzielen.<br />
Aber irgendwie nivelliert sich die Melange aus kleinen und größeren Krankheits-, Zeitmangel- und Verletzungspausen, aus starken Wochen in der Jahresmitte und schwächeren an den Jahresenden, aus viel und wenig und garnicht, am Ende irgendwie immer auf fast genau dieselbe Jahresstrecke.<br />
Offensichtlich bin ich also ein 2000-Kilometer-pro-Jahr-Läufer. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Weniger als ich mir seinerzeit zu Beginn der Aufzeichnungen ausgemalt habe (in der Hochphase der Marathonvorbereitung: &#8220;Jahahaa, 3000 Kilometer sollten gaaar kein Problem sein!!!&#8221;), aber insgesamt doch recht ordentlich.<br />
Zumal ich mir einbilde, dass viele dieser 2000 Jahreskilometer bei mir qualitativ extrem hochwertig sind&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>In diesem Sinne: Auf die nächsten 5000. </p>
<p>Die sollten dann im Juni 2012 erledigt sein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />   </p>
<p>Ansonsten gibt´s nicht viel zu berichten &#8211; trüber und müder Sonntag, keinen großen Antrieb, mir irgendwas auszudenken, aber es haben halt noch ein paar Kilometer bis zum Minimalwochenziel gefehlt.<br />
Also hab´ ich mir um halb vier nochmal schnell den Hund geschnappt und bin mit ihm die Minirunde ums Dorf gerannt &#8211; nach Alsbach, durch die Äcker nach Bickenbach, durch den Wald zum Schuldorf, und heim.<br />
Lief nicht besonders gut aber auch nicht besonders mies, Nemo war nicht so recht bei der Sache und hat ein bisschen gezickt, aber es war ja auch schnell vorbei.<br />
Ende&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>PS: Ach ja, richtig, es fehlt natürlich noch die obligatorische Frage, wo man rauskäme, wenn man diese 5000 Kilometer von mir zuhause aus immer nur in eine Richtung laufen würde:<br />
- Norden: Im Nordpolarmeer, irgendwo 500 km hinter dem Nordpol<br />
- Osten: In den Bergen an der Westgrenze von Ostkasachstan<br />
- Süden: Im Delta des Rio del Rey and der Grenze zwischen Kamerun und Nigeria<br />
- Westen: Im St.-Lorenz-Golf ca. 50 km südlich der kanadischen Küste (ungefähr auf der Länge des Orts Kaiahkautshenant im nordöstlichen Quebec) </p>
<p>Strecke: 6,2 km<br />
Zeit: Nicht genommen<br />
Neue Strecke: Naaa<br />
Karte:<br />
<a title="minilauf.jpg" href="http://laufblog.files.wordpress.com/2007/09/minilauf.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2007/09/minilauf.thumbnail.jpg" alt="minilauf.jpg" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mit dem Hund bei Nebel und Regen um den Melibokus (12,8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/08/mit-dem-hund-bei-nebel-und-regen-um-den-melibokus-128-km/</link>
<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 20:45:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/10/08/mit-dem-hund-bei-nebel-und-regen-um-den-melibokus-128-km/</guid>
<description><![CDATA[Uuuääh. Dauerregen. Draußen ist´s grau und feucht und eklig und unschön &#8211; genau die Art von tr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Uuuääh.<br />
Dauerregen.<br />
Draußen ist´s grau und feucht und eklig und unschön &#8211; genau die Art von trübem, drögen Herbsttag, die ich überhaupt nicht leiden kann (just for the record: Die Art von Herbsttag, die ich leiden kann, ist bunt und sonnig und warm, und hell und strahlend statt trüb noch dröge).</p>
<p>Entsprechend hab´ ich auch sowas von keine Lust &#8211; selbst ohne die allerletzten Erkältungsrückstände im System würd´ ich mich bei diesem Wetter am liebsten drücken.<br />
Aber das geht nicht.<br />
Schließlich muss ich nach der kleinen Krankheitspause wieder reinkommen, bevor der Schlendrian einkehrt.<br />
Also: Raus in den drögen Regen und laufen.<br />
Mrrhh..</p>
<p><!--more--><br />
Kein vorher geplante Strecke, das ist was für die Kür.<br />
Heute ist Pflicht, da lauf´ ich nicht weil ich mir Spaß oder Entdeckungen erwarte, sondern einfach nur so. Da braucht´s kein Plänchen.<br />
Einfach hoch in den feuchten, dunklen, tropfenden Wald hinterm Haus und schauen, wo´s einen hinverschlägt. </p>
<p>Immerhin muss ich nicht alleine starten &#8211; trüb und feucht und nicht zu warm, das ist gutes Wetter für den Hund, also schnapp´ ich mir Nemo beim Loslaufen und nehm´ ihn kurzerhand mit.<br />
Er freut sich riesig, dass seine Sommerpause vorbei ist (nicht so riesig freut er sich über den Regen, den mag er nämlich auch nicht so&#8230;). </p>
<p>Wir laufen in den Wald hoch, auf dem Burgenweg durchs untere Darsbergtal, hinauf zum Merckschen Wasserturm, dann den Pürschweg runter in Richtung Balkhäuser Tal und schließlich rechts den Melibokusweg hoch, der sich an der Ostflanke des Berges an den Seitentälern aufwärts windet. </p>
<p>Von der Physis her klappt´s schon wieder deutlich besser als beim letzen Mal, die erkältungsbedingte Schwere und Kurzatmigkeit, die mir vorgestern noch richtig zu schaffen gemacht hat, ist inzwischen schon wieder weitgehend weg, Tempo und Schrittfrequenz sind trotz der Steigung relativ zügig.<br />
Macht keinen echten Spaß (wie auch, an so einem häßlichen Tag), aber es ist auch nicht wirklich unerträglich.<br />
Für &#8220;Pflicht&#8221; schon mal ganz gut. </p>
<p>Und zumindest einen kleinen Lichtblick gibt´s, nämlich den Hund.<br />
Der ist nämlich mit Feuereifer bei der Sache.<br />
Man kann richtig sehen, wie er sich freut, mal wieder mitlaufen zu dürfen, selbst wenn ihm der Regen nicht besonders schmeckt. </p>
<p>Eigentlich ist Nemo ja nicht so richtig gut erzogen &#8211; wenn wir normal spazieren gehen, dann trödelt er gerne mal, mäandert von Wegrand zu Wegrand, überhört auch mal einen Pfiff, macht sein eigenes Ding (ist halt ein Terrier, die haben einen eigenen Kopf und viel Charakter. Nicht immer einfach, aber mir persönlich lieber als ein treudoof-devoter Retriever&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).<br />
Wenn wir zusammen laufen, ist das anders &#8211; da ist er auf einmal hochkonzentriert bei der Sache, lässt sich nicht ablenken, bleibt in der Nähe (ohne mir in die Beine zu geraten), hält mein Tempo (das für ihn eine seltsame Mischung zwischen Trab und Galopp bedeutet). Wenn wir eine eine Abzweigung kommen, wartet er, bis er weiss, wo wir hinwollen, vor uneinsichtigen steilen Kurven brauche ich ihm nur ein leises &#8220;langsam&#8221; zuzurufen, dann er lässt sich zurückfallen und überlässt mir den Vortritt (das ist mir wichtig, denn man weiss hier oben nie, ob sich nicht gerade ein entgegenkommender Mountainbiker anschickt, mit rückichtslos überhöhter Geschwindigkeit um die Kurve zu brettern &#8211; da ist es mir lieber, wenn ich vorne bin).<br />
Das klappt richtig prima mit uns, trotz der Sommerpause sind wir ein richtig eingespieltes Team, und das, ohne dass wir jemals dafür hätten trainieren müssen. Das klappt einfach von alleine, und macht mich immer ein bisschen stolz, dass ich so einen coolen Hund habe&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach langem Aufstieg erreichen wir die Darsberghütte, da wir beide noch relativ fit sind (und inzwischen so eingesulcht, dass es eh keinen Unterschied mehr macht), laufen wir einfach weiter bergauf, links den Pürschweg hoch in Richtung Melibokus.<br />
Hier oben lässt der Regen etwas nach, allerdings vor allem deshalb, weil nun voll in die Wolken geraten, die sich um den Melibokusgipfel herum angesammelt haben. Mit jedem Schritt wird´s nebliger und dampfiger, bis wir schließlich durch eine wattige, tropfende Zwischenwelt laufen, in der die Sichtweite deutlich unter 50 m. liegt und die Luftfeuchtigkeit an der 100%-Marke kratzt (nicht so ideal für den noch etwas hustigen Rachen&#8230;).</p>
<p>Als wir den Fahrweg zum Melibokus erreichen, entscheide ich auf eine Gipfelumrundung (hoch müssen wir heute nicht, Aussicht gibt´s eh keine). Also folgen wir dem feuchten Asphalt aufwärts bis zur nächsten Serpentine, wo wir dann geradeaus durchlaufen und auf Nibelungensteig/Alemannenweg bzw. dem obersten unmarkierten Schlammpfädchen einmal ganz um den Gipfel herumlaufen. Hier lichtet sich der Nebel etwas, auch der Regen hört auf, hin und wieder kann man zwischen den Bäumen den gelblichen Schimmer am Himmel jenseits der Rheineben erkennen, wo die Sonne sich langsam darauf vorbereitet, durch den schmalen Spalt zwischen Wolken und Horizont zu tauchen und unterzugehen (übrigens ein interessanter Anblick, denn hier sind wir ÜBER den extrem tief hängenden Wolken, die auf auf halber Höhe am Berg hängen und die Sicht runter zur Bergstrasse blockieren).<br />
Ein Stück unterhalb der Stelle, wo der Pürschweg auf die Melibokusstrasse triffe, wechseln wir auf den unmarkierten Serpentinenweg, dem  über dem alten Steinbruch bis runter zur Schutzhütte am Erlengrund folgen. </p>
<p>Von hier aus geht´s zurück nach Norden, auf Hoboken-Weg (gelbe 4) abwärts an die Hoboken-Hütte, wechseln rechts auf den Geisbergkopf-Weg bis zur Wegscheide am oberen Ende des Sperbergrundtals, wo wir uns dann endgültig auf den Rückweg machen und dem Jossaweg (gelbe <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8)' class='wp-smiley' /> folgen.<br />
Der geht erst nochmal ein Stück stramm bergauf, ums Hasselbachtal rum (erste leichte Ermüdungserscheinungen bei Hund und Herrchen, aber noch geht´s), dann unterhalb der Ruine Josse zurück ins obere Darsbergtal.</p>
<p>Inzwischen ist die Sonne untergegangen, der regennasse Wald versinkt langsam aber sicher in der Nacht, durch die Bäume hallt der hohle Ruf irgendeiner großen Eule (als meine Mutter ein Kind war, haben ihre Großeltern ihr erzählt, dass das hier oben der &#8220;Eulenwald&#8221; ist, wo ganz besonders große Eulen leben sollen &#8211; anscheinend ist da was dran&#8230;) &#8211; da lasse ich Nemo doch lieber wieder vorneweglaufen, schließlich ist er auch nicht größer als ein Feldhase, und ich will ja nicht, dass er als Futter für einen kurzsichtigen Uhu endet&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Dem Darsbergtal müssen wir dann nur noch bergab folgen, durch das graue restlicht der schwindenen Dämmerung bis zum Waldrand, dann die letzten Meter runter nach Jugenheim, wo die gelben Strassenlaternen bereits einen warmen und heimeligen Schein verbreiten. </p>
<p>Pff. Jooa.<br />
Pflicht eben, nicht besonders dolle oder spaßig, aber zumindest war ich laufen.<br />
Ein bisschen Stolz bin ich allerdings auf Nemo, der die fast 13 km richtig gut mitgelaufen ist und weggesteckt hat &#8211; stramme Leistung für einen kleinen Kerl mit Stummelbeinchen und einem halben Jahr trainingsrückstand.</p>
<p>Strecke: 12,8 km<br />
Zeit: Nicht genommen<br />
Neue Strecke: Keine<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/hund-nebel-melibokus.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/10/hund-nebel-melibokus.jpg?w=138" alt="Hund, Nebel, Melibokus" title="Hund, Nebel, Melibokus" width="138" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6551" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Jugenheim - Hofgut Hohenstein (13,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/20/jugenheim-hofgut-hohenstein-131-km/</link>
<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 21:06:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/20/jugenheim-hofgut-hohenstein-131-km/</guid>
<description><![CDATA[Auch der dritte Lauf diese Woche war gar nix! Sonntag, Abendessen auf dem Hofgut Hohenstein über Rei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Auch der dritte Lauf diese Woche war gar nix!</p>
<p>Sonntag, Abendessen auf dem Hofgut Hohenstein über Reichenbach, wollte ich hinlaufen.<br />
Immer noch ohne großen Enthusiasmus, letztlich war´s vor allem Gewohnheit und ein Gefühl von &#8220;Ach was soll´s&#8221;, aus denen ich mir die Schuhe gebunden hab´ und losgelaufen bin.</p>
<p>Furchtbares Wetter.<br />
Nochmal über 20 Grad, dazu eine Luftfeuchtigkeit von über 90%, alles diest und dampft, richtig eklig.<br />
Dazu dann noch die Nachwirkungen der zu schnellen Flachlandtour gestern, die mir nicht wirklich gut getan hat: Alles fühlt sich schwer, krampfig, verkatert, müde an, bereits die ersten Meter aufwärts in den Wald sind unangenehm und anstrengend. </p>
<p><!--more--><br />
Und auch der Kopf will wieder nicht so richtig mit, fühle mich weiterhin lustlos, desinteressiert, laufe fast schon mechanisch, ohne allzuviel Spaß an der Sache zu haben, bin mit den mahlenden Gedanken ganz woanders.</p>
<p>Geht alles gar nicht.<br />
Bereits beim Aufstieg auf dem Püschweg in Richtung Melibokus, meiner Hausstrecke, lege ich mehrere Gehpausen ein.<br />
Es fehlt an Kraft, aber eben auch am Willen, um auf schweren Beinen und mit einem seltsam zugeschnürten Klumpen irgendwo hinterm Solarplexus (da, wo man normalerweise den Extraberglaufsauerstoff reinatmet) durchzujoggen.</p>
<p>Oben an der Melibokusstr. dann links, steil abwärts, runter auf den Nibelungensteig und den Alemannenweg, irgendwo an der Ostflanke des Melibokus.<br />
Bin unkonzentriert, deshalb verpasse ich die richtige Abzweigung und muss einen Umweg laufen. Ein bisschen doof, denn damit kann ich die Karte vom letzten Mal nicht mehr verwenden. </p>
<p>Schließlich erreiche in den Waldrand über dem Mühltal, laufe steil abwärts durch die geschwungenen Bergwiesen (gelbes V dann gelbe 2) runter nach Hochstädten.<br />
Hübsch hier, aber heute ist es mir irgendwie egal, ich laufe einfach nur bergab. Fällt etwas leichter als bergauf, macht aber auch nicht wirklich Spaß&#8230;</p>
<p>In Hochstädten links, die Dorfstrasse rauf, dann rechts auf den Bangertshöhenweg (gelbe 3), der aufwärts durch ein Seitental führt, durch Wiesen und vorbei am alten Hochstädter Steinbruch.<br />
Recht steil, und wieder fehlt es mir an Muskel- und oder Willenskraft um durchzulaufen, also gehe ich auch hier ein ganzes Stück. </p>
<p>Schließlich rechts, hoch zum kleinen, gemauerten Selterswasserhäuschen am Waldrand über Elmshausen, wo ich auf den Nibelungenweg (gelbes Quadrat)/Weitwanderweg Odenwald Vogesen (roter Balken) einbiege und ostwärts an der Flanke des Teufelsbergs entlanglaufe.<br />
Das steilste Stück überhaupt, also gehend.<br />
Pfff, mir doch egal. </p>
<p>Ein Kilometer Ostwärts durch den lichten Wald, dann geht´s rechts runter, am Naturfreundehaus Borstein vorbei und den extrem steilen Asphaltweg am Borstein und dem Reichenbacher Steinbruch entlang runter nach Reichenbach, das idyllisch in den Grund des steilen Lautertals vor/unter mir gefaltet ist, während hoch oben auf der anderen Talseite bereits das Hofgut sichtbar ist.<br />
Gewitterstimmung, die feuchte Luft steht, es ist diesig, über dem Felsberg türmen sich schwarze Wolken, aus denen es blitzt und donnert.<br />
Meine Knie wollen übrigens auch nicht so recht auf dem extrem steilen Gefälle, noch ein Körperteil, der keine Lust auf Laufen hat. </p>
<p>Unten in Reichenbach geht´s dem Nibelungenweg hinterher in den Ortskern: Balkhäuser Str., Beedenkircher Str., dann am Rathaus links die Nibelungenstr./B47 hoch und schließlich rechts über die Knodener Str. auf die Hohensteiner Str.<br />
Ab dem Rathaus geht´s wieder bergauf, das fällt schwer, schwer, schwer.<br />
Außer man geht zwischendurch ein bisschen, was ich auch hier wieder mache. Kann einfach nicht genug Ehrgeiz aufbringen, um mich daran zu stören. </p>
<p>Vorbei am großen Steinmetzbetrieb, dann die fiesen, steilen Serpentinen der Hohensteiner Str. hoch, schließlich am oberen Ortsene den langen, obstbaumgesäumten Fahrweg aufwärts durch die (normalerweise, heute hab´ ich keinen Blick dafür) herrlichen Bergweiden an der Hopfenwiese.<br />
Das Stück ist anstrengend und ich bin´s noch nie durchgelaufen.<br />
Heute natürlich auch nicht, auch hier gehe ich wieder zwischendurch, und schere mich nicht weiter drum, obwohl das Gewitter inzwischen schon bedrohlich nahe gekommen ist. </p>
<p>Und irgendwann bin ich dann oben, verschwitzt, ausgelauft, klebrig, nicht wirklich zufrieden.<br />
Das Hofgut hat übrigens zu, Abendessen hier oben fällt aus.<br />
Passt irgendwie.</p>
<p>Schon komisch: Körperlich bin ich momentan so fit wie schon lange nicht mehr, aber der Kopf will gerade einfach nicht mitmachen.<br />
Wenig Spaß, wenig Enthusiasmus, wenig Konzentration = Wenig guter Lauf.<br />
Wie gehabt eben. </p>
<p>Strecke: 13,1 km<br />
Zeit: Gar nicht schnell<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 1,91% (0,25 km von 13,1 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/jugenheim-hohenstein09.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/jugenheim-hohenstein09.jpg?w=150" alt="Jugenheim-Hohenstein09" title="Jugenheim-Hohenstein09" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6372" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Grauer Lauf auf Hutzelstrasse und Hoher Strasse nach Ober-Ramstadt (17,7 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/17/grauer-lauf-auf-hutzelstrasse-und-hoher-strasse-nach-ober-ramstadt-177-km/</link>
<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 20:10:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/17/grauer-lauf-auf-hutzelstrasse-und-hoher-strasse-nach-ober-ramstadt-177-km/</guid>
<description><![CDATA[So schön der grandiose Ausflug in den Taunus am letzten Wochende auch war, in gewisser Hinsicht hat ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>So schön der <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/09/12/auf-den-grosen-feldberg-hochtaunus-mit-foto-309-km-teil-1-rauf/">grandiose Ausflug in den Taunus</a> am letzten Wochende auch war, in gewisser Hinsicht hat er sich im Nachhinein auch so ein bisschen als kontraproduktiv erwiesen.</p>
<p>Warum? </p>
<p>Tja, ehrlich gesagt hatte ich in den Tagen danach überhaupt keine Lust aufs Laufen.<br />
Kein Problem der Physis, da hatte ich die 31 Bergkilometer überraschend gut weggesteckt.<br />
Eher ein mentales &#8211; nach so einer großartigen Tour ist erst mal ein die Luft raus, so eine Art &#8220;zu-viel-Schönes&#8221;-Burnout.<br />
Die &#8220;normalen&#8221; Strecken scheinen im Vergleich irgendwie wenig reizvoll und nicht wirklich interessant, da hat man einfach keinen unbedingten Drang, wieder loszulaufen.<br />
Und wenn dann auch noch das Wetter tagelang so richtig hässlich feuchttrübgrauwindig ist&#8230; naja, dann macht sich halt irgendwie Unlust breit.<br />
Keine übellaunige &#8220;Null-Bock-Auf-Garnix&#8221;-Stimmung, auch kein weinerlicher Defätismus, mehr eine gar nicht so unangenehme Apathie, nach dem Motto &#8220;Ach, was soll ich denn heut´ irgendwas planen, das wird eh nicht so schön&#8221;.<br />
Dann kommt noch irgendwelches anderes Zeug dazu, das man erledigt, und ehe aufraffen kann, wird´s auf einmal abend und die Dunkelheit zieht auf, und damit isses zu spät zum laufen.</p>
<p>So geschehen am Dienstag.<br />
Und am Mittwoch.<br />
Erst heute, am Donnerstag, hab´ ich dann doch irgendwie die Kurve gekriegt, indem ich die Trägheit überlistet habe &#8211; wenn man zu desinteressiert ist, um irgendwas zu planen und sich dann drauf zu freuen, dann lässt man das eben und läuft stattdessen einfach los.<br />
Ein bisschen Lustlos, ohne Ziel oder Strecke, ohne Erwartungen und ohne allzuviel Enthusiasmus.<br />
&#8220;Going through the motions&#8221;, nennt man das im Anglophonen. </p>
<p>Genau das hab´ ich heute gemacht.<br />
Um kurz nach sechs uninspiriert in die Schuhe, ein bisschen uninspiriert gedehnt, und dann uninspiriert und ohne auch nur den leisesten Schimmer einer Idee, wo ich hinwollte (&#8220;pffft, ist eh alles egal&#8221;) in den grauen, drögen Abend gestartet.</p>
<p><!--more--><br />
In den Wald hinterm Haus wollte ich nicht (&#8220;pfft, laaangweilig&#8221;), also bin ich erstmal nordwärts gelaufen, auf dem Blütenweg (gelbes B) durch Jugenheim, bis zum unteren Eingang zum Heiligenberg am alten Rathaus. </p>
<p>Da hab´ ich mir dann gedacht: &#8220;Pff, och jooa, wennde schonmal hier bist, dann kannste auch mal hoch aufs Schloss laufen, und da siehste dann weiter&#8221;.</p>
<p>Also hab´ ich das gemacht:<br />
Rechts in den Park am Heiligenberg, unter der Bergkirche vorbei, auf dem Burgen- und Alemannenweg (blaues B/rotes S) hoch zum Weiher unterhalb der Klosterruine, dort dann die Allee aufwärts zum Schloss.<br />
Ziemlich lahm, weil´s steil war und meine Beine ein bisschen gemuckert haben. </p>
<p>Am Schloss hab´ ich mir dann gedacht: &#8220;&#8221;Pff, och jooa, wennde schonmal hier bist, dann kannste auch gleich nochmal um den Marienberg hinter zur Kaiserbuche laufen, und da siehste dann weiter&#8221;.<br />
Also hab´ ich das gemacht:<br />
Am Schloss vorbei, dann am Parkplatz rechts hoch in den Wald, dort auf den holprigen, unmarkierten Waldweg, der an der Südflanke des Marienbergs aufwärts führt, hinter dem Gipfel auf den SJ2 trifft und schließlich runter zum Waldrand an der Kaiserbuche führt.<br />
Ziemlich lahm, weil meine Beine immer noch gemuckert haben und ich keine Lust auf &#8220;schnell&#8221; hatte (auch keine richtige Lust auf &#8220;langsam&#8221;, aber das ist am Berg nunmal das standarttempo, also was soll´s?).</p>
<p>Da hab´ ich mir dann gedacht: &#8220;Pff, och jooa, wennde schonmal hier bist, dann kannste auch gleich nochn bisschen weiter hoch, über den Vogelherd hoch zur Kuralpe, und da siehste dann weiter&#8221;.</p>
<p>Also hab´ ich das gemacht:<br />
Über die Wiese am Hechlersgrund hoch über Balkhausen (das man vor lauter grauer Diesigkeit kaum erkennen konnte, ganz zu schweigen vom Melibokus auf der anderen Talseite), dann den SJ2 aufwärts durch den Wald, vorbei am einsamen Weiler Hainzenklingen, um die vielen Kurven am Vogelherd, zwischen einer gemischten Reiter/Pferde/Hundegruppe durch, und schließlich oben aus dem Wald raus und auf dem abfallenden Weg durch die Wiesen am Krämerhof runter zur Kuralpe.<br />
Ziemlich lahm, weil bergauf und muckernde Beine und fehlender Antrieb und so&#8230; </p>
<p>An der Kuralpe hab´ ich mir dann gedacht: &#8220;Pff, och jooa, wennde schonmal hier bist, dann kannste auch gleich nochmal die Hutzelstrasse hochlaufen, bis rüber zum Steigerts, und da siehste dann weiter&#8221;.<br />
Also hab´ ich das gemacht: Links die Hutzelstrasse hoch (Europäischer Fernwanderweg 1/Weißes Andreaskreuz und Weitwanderweg Odenwald-Vogesen/Roter Balken), leicht aufwärts durch die vielen Kuhbeweideten Hochwiesen bis rüber zum Steigerts.<br />
Normalerweise schreib´ ich an dieser Stelle immer, wie unglaublich hübsch es da oben ist (z.B. <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/09/05/versohnliche-zwertour-um-steigerts-und-ober-beerbach-83-km/">hier</a>), mit der abwechslungsreichen Landschaft und den herrlichen Blicken tief in den Odenwald rein.<br />
Heute aber nicht da war´s grau und öde und ich hab´ nicht wirklich drauf geachtet.<br />
Dafür war ich etwas weniger lahm, weil´s nicht mehr so richtig bergauf ging. Bloss einmal musste ich anhalten um die Beine etwas auszudehnen, die Oberschenkel waren ein bisschen knotig.<br />
Die zwei Dutzend Kühe am Wegrand haben ganz schön blöd geguckt. </p>
<p>Am Steigerts hab´ ich mir dann gedacht:<br />
&#8220;Pff, och jooa, wennde schonmal hier bist, dann kannste auch gleich noch´n bisschen weiter die Hutzelstrasse laufen, durch den Wald bis rüber an die Neutscher Höhe über Ober-Beerbach, und da siehste dann weiter&#8221;</p>
<p>Also hab´ ich das gemacht: Halbrechts auf dem Europäischen Fernwanderweg durch das Wäldchen am Steigerts, über den Parkplatz &#8220;An der Hutzelstr.&#8221; und die L3098 auf der Passhöhe zwischen Ober- und Schmal-Beerbach, dann immer weiter geradeaus durch die Felder und Wiesen, bis zur ersten Kreutzung auf der Hochebene an der Neutscher Höhe, kurz vor den Windrädern, wo´s links steil nach Ober-Beerbach runter geht und rechts sanft nach Neutsch.</p>
<p>Da hab´ ich mir dann gedacht: &#8220;&#8221;Pff, och jooa, wennde schonmal hier bist, dann kannste auch gleich noch den Rest der Hutzelstr. ablaufen, bis runter nach Frankenhausen, und da siehste dann weiter&#8221;.</p>
<p>Aber bevor ich das dann gemacht habe, hab´ ich nochmal telefoniert, denn das war zugleich auch der &#8220;Point of no return&#8221; &#8211; wenn ich hier bis Frankenhausen weiterlaufen würde, dann würde ich auf keinen Fall aus eigener Kraft vor Einbruch der Dunkelheit nach Hause schaffen.<br />
So gleichgültig, dass ich auf Glück in die Nacht laufe, und dann irgendwo am Arsch der Welt strande, war ich doch nicht, deshalb hab´ ich schnell rausgefunden, ob sich jemand auftreiben lassen würde, der mich am Ende der Tour (woauchimmer) aufsammelt und heimbringt.</p>
<p>Klappte, bei meinen Eltern war mein Vater zuhause und meinte, er hätte grad nix besseres zu tun und könne mich deshalb nachher irgendwo abholen.<br />
&#8220;Ok&#8221;, sag´ ich, &#8220;und dankeschön, dann meld´ ich mich nachher nochmal, wenn ich weiss, wo ich rauskomme&#8221;. </p>
<p>Dann bin ich weiter die Hutzelstrasse entlanggelaufen.<br />
Inzwischen verschwand die Apathie auch so langsam ein bisschen und machte einer neuen Emotion Platz, nämlich aktivem Unbehagen.<br />
An einem sonnigen, klaren Abend ist das hier oben eine der schönsten Strecken weit und breit, mit toller Fernsicht über die sanften Hügel der offenen Hochebene über die Täler in die Rheinebene und zu den Odenwaldhöhen.<br />
Aber heute, im stumpfen Dämmerlicht unter der erdrückenden bleigrauen Wolkendecke, waren Landschaft und die diesige Weite einfach nur kahl und leblos und leer und unfreundlich.<br />
Dazu noch ein eisiger, ekliger Wind, der ungehindert von Nordosten über die Anhöhe pfiff und mir in Mark und Bein fuhr (immerhin hatte ich wenigstens wieder den Nackenwärmer um, ein kleiner Trost).<br />
Da fühlte ich mich richtig unwohl, und weil´s hier oben auf dem Höhenweg nur noch ein bisschen auf und ab geht, wurde ich unwillkürlich schneller.</p>
<p>Immer geradeaus auf dem schmalen, grauen Asphaltband der Hutzelstr., links unten zog Ober-Beerbach vorbei, rechts unten Neutsch, danach ging´s ein bisschen bergauf und am Wäldchen auf dem Hundsrück entlang, und dann wieder bergab, runter ins Höhendörfchen Frankenhausen.</p>
<p>Da hab´ ich mir dann gedacht: &#8220;&#8221;Pff, och jooa, jetzt biste schon so weit nach Norden gelaufen, da kannste auch gleich weitermachen und die Hohe Strasse weiter bis Ober-Ramstadt nehmen, das haste noch nie von zuhause aus abgerannt, also warum nicht?&#8221;. </p>
<p>Und das hab´ ich dann gemacht:<br />
Die Felsbergstr. runter in den grauen, dämmrigen Ortskern, dann den Römerberg rauf und aus Frankenhausen raus auf die Anhöhe, wo man an halbwegs klaren Tagen bis Frankfurt gucken kann (heute nicht), und da dann die Hohe Strasse, die sowas wie die Verlängerung der Hutzelstr. ist, in den Wald rein.<br />
Am Waldrand nochmal kurz bei meinen Eltern angerufen und die Abholungsmodalitäten abgeklopft (gar nicht so einfach, denn ich war ja nicht vorbereitet und meine Ortskenntnis von Ober-Ramstadt war etwas schwammig. Wir haben uns dann auf &#8220;Irgendwo am Ortseingang nach der Bundesstr. ist ein Supermarkt, ich glaub ein Rewe, da auf dem Parkplatz&#8221; geeinigt. Hoffentlich würde das klappen). </p>
<p>Uuund dann: Wald.<br />
Genauer gesagt das große Waldstück am Höhenrücken von Rauhberg, Hohen Rodberg und Silberberg.<br />
Das Übliche: Normalerweise hübsch und freundlich, heute eher nicht.<br />
Da war´s vor allem finster.<br />
Was daran lag, dass es inzwischen kurz nach Sonnenuntergang war und Nacht wurde.<br />
Da wird im spätsommerlichen Laubwald schnell mal das Licht knapp. </p>
<p>Immerhin, das trieb mich an, denn hier draußen in der Finsternis wollte ich nicht verschütt´ gehen, also machte ich so langsam richtig Tempo.</p>
<p>&#8220;Das wird dir noch leid tun&#8221;, meinte meine nicht so ganz sattelfeste Tempomuskulatur dazu. </p>
<p>Hastend durch den Dämmerwald, den Rauhberg hoch und am Waldrand über Nieder-Modau vorbei (ein entgegenkommender Jogger, der einzige Mensch hier draußen, läuft offenbar auch gegen die Nacht. Wir grüßen uns gehetzt), dann wieder in den Schatten der Bäume (inzwischen war der Wegmarker des Fernwanderwegs 1 gar nicht mehr so leicht zu erkennen) und noch ein bisschen aufwärts (ack, das zog) bis zur großen Kreuzung zwischen Rodberg und Silberberg. </p>
<p>Hier bog ich links ab, vom Bergsattel weg, steil abwärts auf der Kreuzstr. (gelbe 1), mit viel Tempo und noch mehr Gottvertrauen, denn inzwischen war´s so finster, dass ich keine Streckendetails erkennen konnte, der Waldweg war einfach ein etwas hellerer Streifen in der Schwärze.<br />
Aber zum Glück ein gut gepflegter, ohne Schlaglöcher, Wurzeln oder Geröll. </p>
<p>Irgendwann dann ein grauer Fleck weit vorne in der Finsternis &#8211; der Waldrand.<br />
Raus, in die offenen Felder wo´s erst zu Drei Vierteln Nacht war.<br />
Rechts grüßten bereits die Lichter von Ober-Ramstadt herüber, der schönste Anblick, der sich mir heute geboten hat (und zwar nicht nur, weil da das Ziel war, sondern weil das wirklich total hübsch ist: Ober-Ramstadt liegt in Hanglage, entsprechend zog sich da drüben ein kleines Meer aus warmen, freundlichen Lichtern die dunkle Bergflanke jenseits des Tals hinauf und zwinkerte gegen die Schwärze an). </p>
<p>Fast geschafft, ich lief noch 200 m. über die Freifläche und bog dann kurz vor dem nächsten Waldrand rechts ab. Asphaltweg, abwärts durch die Wiesen in Richtung Tal.<br />
War ich noch nie vorher gelaufen, glaubte mich aber von einer früheren Streckenplanung zu erinnern, dass der mich ans Ziel führen würde (Hoffentlich!). </p>
<p>Nochmal ein ordentliches Stück, Felder, Wiesen, irgendwann ein Reiterhof (der Waldhof), ab hier stehen auch gelbe Strassenlaternen (gut so, denn inzwischen herrscht Dunkelheit), ein weiterer Hof, dann die Unterführung unter der neuen B426 durch zum Ortseingang von Ober-Ramstadt, rechts, da glüht schon das Rewe-Schild, auf die andere Strassenseite, da steht schon das &#8220;Taxi&#8221;, ran und fertig.<br />
Viertel nach Acht, es ist Nacht.  </p>
<p>Besonders schön war´s nicht.<br />
Aber dafür recht lang.<br />
17,7 km wäre ich heute nie im Leben gelaufen, wenn ich das geplant hätte.<br />
Immerhin&#8230;</p>
<p>Strecke: 17,7 km<br />
Zeit: 1:49 h (= 9,74 km/h bzw. 6:09 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 9,15% (1,62 km von 17,7 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/jugenheim-ober-ramstadt.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/jugenheim-ober-ramstadt.jpg?w=100" alt="Jugenheim - Ober-Ramstadt" title="Jugenheim - Ober-Ramstadt" width="100" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6361" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hinterm Melibokus nach Zwingenberg ´09 (12,8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/10/hinterm-melibokus-nach-zwingenberg-%c2%b409-128-km/</link>
<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 21:43:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/10/hinterm-melibokus-nach-zwingenberg-%c2%b409-128-km/</guid>
<description><![CDATA[Vor knapp einem Jahr ist meine Cousine zu einer Weltreise aufgebrochen &#8211; einmal rund um den Gl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Vor knapp einem Jahr ist meine Cousine zu einer Weltreise aufgebrochen &#8211; einmal rund um den Globus, Südamerika, Nordamerika, Pazifikregion, Australien, Asien&#8230;<br />
Zum Abschiedsessen auf dem <a href="http://www.echo-online.de/kultur/detail.php3?id=265415">Rebenhof</a> in Zwingenberg bin ich damals gelaufen, eine <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/09/25/hinterm-melibokus-nach-zwingenberg-128-km/">schöne, abwechslungsreiche Tour von zuhause aus über die Ostflanke des Melibokus, die Not-Gottes-Kapelle und Auerbach</a>. </p>
<p>Jetzt ist sie wieder da, zumindest für ein paar Tage auf &#8220;Urlaub vom Urlaub&#8221;, bevor sie wieder nach Down Under startet.<br />
Aus diesem Anlass gab´s dann heute Abend ein kleines Familienessen &#8211; in ähnlicher Besetzung wie vor einem Jahr, und natürluch wieder im Rebenhof in Zwingenberg (weil meine Cousine nach den ganzen, harten Monaten des Surfens auf Hawaii und am Bondi Beach verständlicherweise mal wieder Lust auf eine Biertischgarnitur, ´nen schlagerlallenden Alleinunterhalter und Kartoffeln mit Quark hatte.<br />
Ok, nicht auf den Alleinunterhalter, der war nur zufällig da&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Also alles irgendwie schon recht symmetrisch, da wollte ich die Symmetrie natürlich komplett machen und bin wieder hingelaufen &#8211; genau dieselbe Strecke wie letztes Jahr!</p>
<p><!--more--><br />
Auf eine genaue Streckenbeschreibung verzichte ich heute mal (kann ja nicht immer lang und ausgiebig sein, gell?), wen´s interessiert, der kann die <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/09/25/hinterm-melibokus-nach-zwingenberg-128-km/">hier nachlesen</a>.</p>
<p>Aber dazu wie´s lief schreib´ ich was.<br />
Das war nämlich nicht besonders gut.</p>
<p>Einerseits wegen dem Wetter &#8211; extrem hohe Luftfeuchtigkeit passt mir beim Berglaufen nie, da komm´ ich immer zu schnell außer Atem und außerdem schwitzt man wie blöde, ohne dass das Zeug verdunstet.<br />
Das gibt dann so eine schöne, gleichmäßige Ganzkörperschicht aus klammem, klebrigem Schweiss, der sich auf der Haut festsetzt und auf kurz oder lang unweigerlich in die Augen läuft und dort brennt wie blöde (bei mir dauert´s zwar immer etwas, weil ich ordentlich dicke Augenbrauen habe &#8211; auf einer Skala von 0 ["Haarlos"] bis 10 ["Mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lykanthropie">Lykanthropie</a> infizierter <a href="http://www.chroniknet.de/assets/48523_1.jpg">Breschnew</a> bei Vollmond"] immerhin eine 6 oder 7 &#8211; dauert das immer ein bisschen, aber irgendwann ist es dann soweit. Urks!).<br />
Dieser Schweiss reagierte dann gleich mal mit dem zweiten ungemütlichen Wetterfeature des gestrigen Tages, nämlich einem überraschend starken Nordwind, der mit semiarktischen Temperaturen offenbar direkt vom Polarkreis (das ist irgendwo hinterm Taunus, hab´ ich mir sagen lassen) herunterblies.<br />
Ergebnis: Atemlos, klebrig, kalt.<br />
Gah!</p>
<p>Neben den wetterlichen Unbilden wollten aber auch meine Beine nicht so richtig &#8211; das Übliche: Schwer, holzig, unwillig.<br />
Was meine Beobachtungen der letzten Wochen nochmal bestätigt hat:<br />
Was mir momentan zu schaffen macht, sind nicht die Bergläufe, sondern paradoxerweise Touren auf ebenen Strecke.<br />
Gestern 15,5 km Flachland bei Erzhausen und Walldorf &#8211; heute sind bestimmte Muskelpartien verkatert und nicht besonders leistungsfähig. </p>
<p>Macht irgendwie sogar Sinn: In den letzten Monaten bin ich entweder kaum gelaufen, oder ich hab mir Strecken ausgesucht, die mir Spass machen, und das waren fast immer nur Hügel oder Berge.<br />
Das hat offensichtlich dazu geführt, dass der Teil meiner Beinmuskulatur, der vor allem beim Flachlandlaufen beansprucht wird, einfach nicht mehr so richtig fit ist, und auf längere Touren auf ebener Strecke mit unangenehmem Muskelkater reagiert (was sich dann auch wieder beim Berglaufen bemerkbar macht, wo diese Muskelpartien zwar weniger, aber eben immer noch ein bisschen, gebraucht werden und dementsprechend schwächeln).</p>
<p>Sprich: In den letzten Monaten hab´ ich etwas zu einseitig trainiert, und jetzt krieg´ ich die Quittung dafür&#8230;</p>
<p>Und jetzt sitz´ ich da und frage mich:<br />
Soll ich gezielt wieder mehr Flachland trainieren?<br />
Das wäre erstmal unbequem, und weniger interessant, und eigentlich hab´ ich gar keine Lust drauf &#8211; aber dafür könnte ich das entstandene Defizit ausgleichen.</p>
<p>Oder mach´ ich weiter wie bisher, laufe überwiegend angenehme, schöne, abwechslungsreiche Bergstrecken (auf die ich viel mehr Lust habe), und riskiere dabei, dass das Flachlanddefizit bestehen bleibt oder sogar noch stärker wird?</p>
<p>Im Moment weiss ich´s wirklich nicht.<br />
Mal Schauen&#8230;</p>
<p>Na ja, wie dem auch sei: Trotz unangenehmen Wetter, unfreiwilliger Marinade in kaltem Schweiss und unwilligen Beinen hab´ ich mich auf jeden Fall um den Melibokus rumgeschafft, bin den wunderschönen Neun-Krümmweg über dem dampfigen Mühltal (hohe Luftfeuchtigkeit, remember?) bis zur Not-Gottes gefolgt, dann auf Schleichwegen nach Auerbach abgestiegen, und von dort aus schließlich gegen den Nordwind durch die flachen Felder (das war hart) nach Zwingenberg zum Rebenhof gelaufen.<br />
Wo´s dann Familie, Cola, Kochkässchnitzel und ein Schöppchen Weisswein gab.<br />
Das war dann gar nicht mehr unangenehm&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>So, und wenn ihr jetzt genug habt von meinem Gequengele, und den eintönigen Laufberichten aus der öden ollen Provinz, dann schaut doch einfach mal bei meiner Cousine vorbei &#8211; da freut sie sich ein bisschen, und es gibt (spätestens ab nächste Woche wieder) so viel Abenteuer, Sonne, Strand und Meer wie das andere Ende der Welt überhaupt zu bieten hat:<br />
<a href="http://www.haihappen-on-tour.de/">http://www.haihappen-on-tour.de/</a></p>
<p>Seufz&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 12,8 km<br />
Zeit: 1:23 h (= 9,25 km/h bzw. 6:29 min/km(<br />
Neue Strecke: Nee<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/09/hinterm-melibokus-nach-zwingenberg.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/09/hinterm-melibokus-nach-zwingenberg.jpg?w=150" alt="hinterm-melibokus-nach-zwingenberg" title="hinterm-melibokus-nach-zwingenberg" width="150" height="108" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1614" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Versöhnliche Zwergtour um Steigerts und Ober-Beerbach (8,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/05/versohnliche-zwertour-um-steigerts-und-ober-beerbach-83-km/</link>
<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 20:56:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/05/versohnliche-zwertour-um-steigerts-und-ober-beerbach-83-km/</guid>
<description><![CDATA[Selbst in den stabilsten Beziehungen ist nicht immer alles eitel Sonnenschein. Nehmen wir mal meine ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Selbst in den stabilsten Beziehungen ist nicht immer alles eitel Sonnenschein.</p>
<p>Nehmen wir mal meine Beine und mich: Wir sind jetzt seit über 30 Jahren zusammen, und haben in dieser langen Zeit noch nicht einmal ernsthaft an eine Trennung gedacht &#8211; aber manchmal kriselt´s eben doch ein bisschen.<br />
In der letzten Woche zum Beispiel.<br />
Da haben sie mir vorgeworfen, ich würde sie zu sehr unter Druck setzen, keine Rücksicht auf ihre Befindlichkeiten nehmen, nur an mich denken.<br />
Man kennt das ja, Beine werden in solchen Situationen schnell ein bisschen überdramatisch und emotional&#8230;</p>
<p>Da muss man dann auch schon mal über seinen Schatten springen und sich ein bisschen Mühe geben, um die Wogen zu glätten.<br />
Also hab´ ich sie gestern und heute mal so richtig verwöhnt:<br />
Lange schlafen, kaum Belastung und ein volles Wellness-Paket mit warmen Muskelentspannungsbädern und liebevollen Massagen mit genug Mobilat, um ein kleines Nagetier drin zu ersäufen (oder ersticken. Bei diesen zähflüssigen Salben kann ich das nicht so genau sagen).<br />
Ich hätte ihnen ja auch noch Blumen gekauft, aber damit können sie erfahrungsgemäß nichts anfangen.</p>
<p>Und tatsächlich, meine Konzilianz und Zuwendung haben gewirkt.<br />
Heute im Lauf des Tages sind sie immer weniger mürrisch geworden, und so gegen Abend hatte ich sie dann soweit weichgecremed, dass sie bereit waren, doch noch mal zu einer kleinen Tour aufzubrechen.<br />
Der alte Charme funktioniert also noch&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
 <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!--more--><br />
Ok, so, aber lösen wir uns langsam mal aus dem doofen Gleichnis und kommen zur Tagesordnung: Beine geschont und gepflegt und dadurch schon merklich besser, da konnte/wollte ich gegen Abend doch noch mal los.<br />
60+ Wochenkilometer und <a href="http://de.wordpress.com/tag/der-weg-nach-frankreich/">Weg nach Frankreich</a> sind zwar für diese Woche abgehakt, aber das ist ja kein Grund, die Beine in den Schoß zu legen und gar nix zu machen.</p>
<p>Also bin ich vor dem Abendessen noch mal los, odenwaldwärts.<br />
Nicht weit, nur in Richtung Ober-Beerbach, da gab´s noch ein paar bisher ungelaufene Wegstücke, die ich schon lange mal hatte machen wollen &#8211; schöne Landschaft, kurze Strecke und ein klein bisschen bergauf/bergab, das schien mir angemessen.<br />
Wetter passte auch wieder halbwegs, zwar hingen auch heute schwere, dunkle Wolken am Himmel, aber zwischen ihnen klafften große Lücken, durch die eine wunderbare helle Abendsonne schimmerte, das war nett. Aber kühl war´s nur noch 12 Grad und ein kalter Wind, da entschied ich mich wieder für´s Langarmshirt. </p>
<p>Start um kurz vor Sieben auf Parkplatz Klingenwald am Sonneneck, im Wäldchen auf der Anhöhe unterhalb von Steigerts, da wo Stettbacher Tal und Beerbachtal sich einen Rand teilen.<br />
Viel Zeit zum Dehnen nahm ich mir nicht, der Wind pfeift hier oben ganz schön, und er bringt ein erstes kaltes Herbstfrösteln mit.<br />
War aber nicht so schlimm, im Gegensatz zum letzten Mal liess sich der Start recht gut an, Beine und Kondition machten gut mit.<br />
Lag vielleicht auch an der Strecke, denn erstmal ging´s leicht bergab, den Dicktannen-Weg (gelbe 4) runter, der oberhalb des Fahrwegs zwischen Stettbach und Ober-Beerbach durch Wald und wunderschöne Hangwiesen führt &#8211; leichtes Gefälle, weicher grasiger Untergrund, das tat richtig gut.<br />
Und war ein kleines bisschen spannend, denn den Weg war ich noch nie zuvor gelaufen. Sehr hübsche Strecke, gerade in der schrägen Abendsonne, die die Weiden in rötlich-warmes Licht tauchte und die bewaldeten Passagen intensiv ausleuchtete. </p>
<p>Nach 600 m. sogar eine richtige kleine Entdeckung: Da steht doch tatsächlich ein Haus, versteckt in einem Seitental über der Strasse, und ich hatte bisher nicht mal gewusst, dass es da ist!<br />
Allerdings kommt hier wohl auch kaum jemand vorbei, zumindest machten sowohl die freilaufenden Hühner als auch der riesige Hund hinter dem Gatter in der offenen Eingangstür einen sehr konsternierten und verwirrten Eindruck, als sie meiner Ansichtig wurden&#8230;</p>
<p>Direkt danach dann noch ein bisschen weiter sanft bergab, bis in das Wäldchen nordöstlich von Stettbach, und da dann bergauf in Richtung Steigerts.<br />
Da hatte ich mir im Vorfeld eigentlich ein bisschen Sorgen gemacht, denn hier geht´s knackig aufwärts, laut Karte fast ein halber Kilometer mit ca. 15% Durchschnittsteigung. </p>
<p>Fiel mir aber ehrlich gesagt gar nicht so auf, die Waden machten ordentlich mit, die Puste hielt auch, das klappte überraschend gut.<br />
Prima! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zügig aufwärts, vorbei an einem Traktor mit grellen Scheinwerfern mitten im Wald, dann raus auf den offenen Wiesenhang unterhalb vom Steigerts (= dem Berg), an dem die ersten vereinzelten Häuser von Steigerts (= dem Dorf) stehen.<br />
Erster Ausblick über die Wiesen und die Täler des vorderen Odenwalds runter ins Flachland: Die Sonne selbst war gerade verdeckt, doch ihre Strahlen reichten wie dicke, helle Finger aus den dunklen Wolken heraus und tauchten die weite Rheinebene (vor allem Pfungstadt, auf das ich von hier oben geradewegs runterschaute) in schimmerndes Abendlicht.<br />
Sehr, sehr hübsch!</p>
<p>Noch ein Stückchen aufwärts bis auf den Fahrweg, der von Steigerts (dem Dorf) ausgehend durch den Wald am Steigerts (dem Berg) führt (Markierung: Der rote Balken des Weitwanderwegs Odenwald-Vogesen), dort rechts, auf dem alten, rissigen Asphalt am Waldrand in Richtung Kuralpe. </p>
<p>Ich liebe dieses Stück hier oben &#8211; das Dach von Seeheim-Jugenheim, der höchste Punkt des gesamten Gemeindegebietes auf dem zweiten, breiten Höhenkamm des Odenwaldes nach der Bergstrasse. Hier oben gibt´s herrlichen Wald, wunderbare Wiesen und vor allem:<br />
Aussicht!<br />
Und das in alle Richtungen &#8211; niemals ein umfassenden Rundumblick, aber alle paar Meter eine neue Perspektive zwischen Wäldchen, Tälern und Kuppen.<br />
Da ist der Blick runter ins Flachland, durch die tief eingeschnittenen ersten Odenwaldtäler, die als große Kerben den Blick durch die hohen bewaldeten Flanken der Bergstrasse nach Westen eröffnen, auf Rheinebene und Rheinhessen, bis hin zum Donnersberg.<br />
Da ist das Panorama des vorderen Odenwalds mit seinen hohen, markanten Gipfeln, denen mal hier allesamt begegnet &#8211; ganz rechts der Melibokus, der von hier aus so steil aussieht, wie er tatsächlich ist, heute abend leuchtend in der Abendsonne.<br />
Dahinter der Felsberg, ein mächtiger langer Rücken, nur noch einen Katzensprung entfernt.<br />
Links davon der Krehberg, schon etwas weiter weg, mit dem charakteristischen gestreiften Funkturm, auf den schattigen Flanken kann man die winzigen Häuser von Raidelbach erkennen.<br />
Und schließlich, links zentral, die Neunkirche Höhe, ein bewaldeter Koloss mit Radarantenne und dem Höhendorf Neunkirchen, dessen gelbe Kirche in der Abendsonne herüberstrahlt.<br />
Dazwischen: Der Odenwald, Lautertal und Modautal, durch den Pass südlich der Neunkircher Höhe erhascht man sogar noch einen Blick zum Anfang des Weschnitztals: Ein Flickenteppich aus kleinen Dörfern, großen und kleinen Waldstücken, hügeligen Wiesen und Feldern, strahlend im rotgoldenen Licht oder sanft im blauen Wolkenschatten, je nachdem, wo die Wolken gerade hinwandern.  </p>
<p>Atemberaubend schön, gerade an einem Abend wie heute, an dem sich die Pracht des langsam ausklingenden Sommers bereits mit einer milden, herbstlichen Melancholie mischt. </p>
<p>Nach dem Steigerts ein kurzes Stück die Hutzelstrasse runter, die Augen in die Ferne gerichtet, alles aufnehmend, dann links den Panoramaweg OB2 runter, ein Stück abwärts durch die schattigen Wiesen voll roter, glücklicher Kühe in Richtung Schmal-Beerbach, dann jedoch gleich scharf links und zurück hoch zum Wald auf dem Steigerts.<br />
Wieder ein bisschen bergauf, Untergrund dank der Regenfälle der letzten 48 Stunden etwas rutschig und weich, aber auch das klappt &#8211; meine Beine lassen mich zwar wissen, dass ihnen das nicht gefällt, aber sie verweigern sicht nicht. Gut so&#8230;</p>
<p>Dann rechts, am Waldrand über den Hangwiesen entlang, Augen nach rechts, zum Modautal und zur Neunkircher Höhe, alles prächtig beleuchtet vom roten Abendlicht, es ist so schön, dass ich am liebsten ewig verweilt hätte, aber es wurde langsam wirklich frisch, also weiter.</p>
<p>Kurz danach erreichte ich wieder die Hutzelstr., der ich nach rechts folgte, über den Parkplatz &#8220;An der Hutzelstr.&#8221; und die L3098 auf der Passhöhe zwischen Ober- und Schmal-Beerbach, dann hinaus auf die breite, offene, herrliche Hochebene zwischen Beerbachtal und Modautal (Marker: Europäischer Fernwanderweg 1).<br />
Auch hier: Ständig wechselnde wunderbare Ausblicke: In der Nähe die riesigen Windräder an der Neutscher Höhe, strahlendweiss glänzend im Sonnenlicht, abgesetzt gegen einen blauschwarzen Regenhimmel, der  über dem Dieburger Land liegt. Direkt voraus der Taunus, das gewaltige Feldbergmassiv, trotz dunkler Wolken und fernen Regenschlieren so glasklar und deutlich gegen den Himmel abgesetz, als wäre es nur einen Katzensprung (und nicht 55 km) entfernt.<br />
Links: Frankenstein-Massiv samt Burg Frankenstein, die rückwärtigen Bergstrassenflanken, durch die Täler und niedrigen Vorhöhen wiederum Rheinebene, Rheinhessen und Rheingau, und schließlich &#8211; ganz nah &#8211; die tiefe Mulde des oberen Beerbachtals, in der Ober-Beerbach bereits in den Abendschatten der Dämmerung entgegenträumte.<br />
Schon wieder: Wunderschön (Lediglich das vollgeparkte Feld unter dem einzelnen Windrand am Grubenberg störte etwas, anscheinend fand da so eine Art Cross-Rennen statt. Aber solange die nur da drüben crossen&#8230;).</p>
<p>Noch ein Stück auf der Hutzelstr. über die Hochebene, der Asphalt gefiel meinen Beinen nicht so sehr, der eisige Wind kühlte mir den verschwitzten Nacken aus, aber schön ´s trotzdem.</p>
<p>Irgendwann dann links, die alte Ernsthöfer Str. runter und nach Ober-Beerbach rein. Ordentlich abwärts, nicht ganz angenehm, ging aber.</p>
<p>Unten im Dorf an der Kirche vorbei, links die Erbacher Str. runter, dann rechts die Strasse in Richtung Steigerts hoch &#8211; der letzte Aufstieg für heute, nochmal 50 recht steile Höhenmeter am Rand der schmalen, Fahrstrasse durch die Wiesen, bis zum Talrand hoch.<br />
Schon ein bisschen anstrengend, aber auch das klappte &#8211; kleine Schritte, langsam, stetig aufwärts, um die beiden Serpentinen herum (pfuuuh, mit dem Auto ist das irgendwie weniger anstrengend&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), und dann war ich auch schon wieder am Ausgangspunkt beim Sonneneck, leicht angefroren, aber nicht über Gebühr angestrengt. </p>
<p>Ok, das war schon wieder ganz vielversprechend. Vielleicht geht da  morgen zum Wochenabschluss ja doch noch eine etwas längere Tour, vielleicht einen 15er durchs Weschnitztal oder so.<br />
Das Wetter soll ja schön werden&#8230; </p>
<p>Strecke: 8,3 km<br />
Zeit: 0:54 h (= 9,22 km/h bzw. 6:30 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 31,33% (2,6 km von 8,3 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/um-steigerts-und-ober-beerbach.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/um-steigerts-und-ober-beerbach.jpg?w=150" alt="Um Steigerts und Ober-Beerbach" title="Um Steigerts und Ober-Beerbach" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6023" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Burg Frankenstein mit schweren Beinen (15,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/02/burg-frankenstein-mit-schweren-beinen-155-km/</link>
<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 20:41:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/02/burg-frankenstein-mit-schweren-beinen-155-km/</guid>
<description><![CDATA[Mittwoch. Zwei Tage Pause nach den läuferischen Strapazen des Wochenendes, eigentlich genug, also br]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Mittwoch.<br />
Zwei Tage Pause nach den läuferischen Strapazen des Wochenendes, eigentlich genug, also brech´ ich abends zum Laufen auf. </p>
<p>Hab´ mir was Unkompliziertes rausgesucht: Mal wieder auf die Burg Frankenstein zwischen Mühltal und Malchen, da war ich jetzt seit <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/31/frankenstein-zu-halloween-127-km/">letztem Oktober</a> nicht mehr, höchste Zeit, da oben mal wieder nach dem Rechten zu sehen.<br />
Unkompliziert ist das ganze übrigens deshalb, weil ich die Strecke aus dem FF kenne, da sind keine Pläne oder Wegmarker nötig.<br />
Aber ordentlich Höhenmeter sind´s trotzdem, und außerdem mindestes 15 km, mal sehen, wie das so klappt&#8230;</p>
<p><!--more--><br />
Am Anfang recht gut: Ich starte zwischen 18:00 Uhr und 19:00 in den heiter bis wolkigen Abend, Temperaturen sind angenehm, die Beine scheinen erstmal halbwegs gut mitzumachen. </p>
<p>Nordwärts, dem Blütenweg (gelbes B) folgend durch Jugenheim. Durch den Pauerweg, an der Krone entlang die Hauptstr. hoch, am Eingang zum Heiligenberg vorbei, dann geradeaus über die Abzweigung ins Stettbacher Tal die Seeheimer Str. hoch, schließlich dann rechts die Strasse &#8220;Am Tannenberg&#8221; hinauf, die extrem steil aufwärts bis zu der kleinen Treppe führt, auf der man von Jugenheim aus in den Wald gelangt.<br />
Es klappt.<br />
Selbst die wirklich harte Steigung Am Tannenberg, die ich sonst gerne auch mal gehend bewältige, jogge ich relativ problemlos hoch, nur die Treppe nehme ich lieber etwas langsamer &#8211; kein Grund, sich auf den ersten ein, zwei Kilometern kaputt zu machen.</p>
<p>Oben im Wald dann links, den hübschen Weg am Waldrand entlang nach Norden (SJ3), über den ersten Häusern Seeheims entlang bis zur <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/20/best-of-seeheim-jugenheim-mit-hund-und-foto-85-km/">Kreuzung direkt unterhalb der Lufthansa und am südlichen Eingang zum Goldschmidt-Park</a>, dort links und auf dem Domweg (den bin ich noch nie gelaufen, das fällt mir jetzt erst auf) runter in die exklusiveren Wohnviertel Seeheims am Hang. Bergablaufen geht auch ganz gut (noch!).<br />
Schön zu wissen&#8230;</p>
<p>Am unteren Ende des Domwegs rechts die Villastr./den Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) hoch, dann links und über das kleine Treppchen runter auf die Ober-Beerbacher Str., der ich nach rechts folge, aus Seeheim hinaus in Richtung Ober-Beerbach.<br />
Dieses Stück ist immer ein bisschen unangenehm: Landstrasse, kein Radweg, kein Randstreifen, ein paar unübersichtliche Kurven.<br />
Aber ich schaffe es, nicht überfahren zu werden.<br />
Yayy for me!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Einen halben Kilometer nach dem Ortsende erreiche ich die Abzweigung, an der es rechts zur Lufthansa hochgeht.<br />
Mir egal, ich will links, aufwärts in Richtung Zehn-Wege-Platz auf dem Burgenweg &#8211; also dann: Links von der Landstr. ab und die Hangflanke hinauf in den Wald.</p>
<p>Vor diesem Stück habe ich immer viel Respekt, denn es geht mehrere hundert Meter sehr steil bergauf &#8211; ein schöner Gradmesser der jeweiligen Fitness, wie ich finde.<br />
Heute läuft es scheinbar super, die Steigung, die mich vor ein paar Monaten noch ernsthaft in Atemnot gebracht hat, läuft relativ reibungslos &#8211; bis sich zum ersten Mal meine Waden melden!<br />
Scheint so, als hätten sie das Extremberglaufwochenende doch nicht so gut weggesteckt &#8211; jetzt, wo sie auf einmal über eine längere Distanz mein Körpergewicht den Berg hochwuchten müssen, melden sie sich ernsthaft zu Wort.<br />
And they´re NOT amused.</p>
<p>Da ist dann auf einmal sehr schnell Sense mit reibungslos, beinahe von einem Moment auf den anderen wird´s anstrengend und ein bisschen schmerzhaft.<br />
Mit holzigen, verkaterten Beinen einen steilen Berg hochrennen, das macht weder mir noch meinen Beinen Spaß (vielleicht dem Berg, aber der schweigt dazu&#8230;).<br />
Ack!</p>
<p>Schließlich erreiche ich doch den Zehn-Wege-Platz an der Karlshöhe (von dem ca. 8-12 Wege abgehen, jedesmal wenn ich da bin, komme ich auf eine andere Zahl&#8230;), den ich überquere und den unmarkierten Weg hinauflaufe, von dem ich weiss, dass er mit sehr moderater Steigung an der Ostflanke des Frankenstein/Ilbeskopf-Massivs durch den Wald führt, und irgendwann den Fahrweg vom Beerbachtal zur Burg Frankenstein erreicht. </p>
<p>Normalerweise ein sehr bequemer Weg (mit der bequemste auf den Frankenstein), heute jedoch nicht.<br />
Bei jedem Schritt jagen mir meine Waden das elektrochemische Äquivalent wüster Beschimpfungen durch die Nervenbahnen, es krampft, schmerzt, strengt unheimlich an.<br />
Da ziiiieht sich auf einmal auch der eigentlich so bequeme Waldweg schier endlos, während mir dank der wenig leistungswilligen Hebe-Muskulatur so langsam aber sicher die Puste ausgeht.</p>
<p>Entsprechend bin ich heilfroh, als ich endlich die große Wiese über Nieder-Beerbach und damit auch die Fahrstrasse zur Burg erreiche.<br />
Kurze Pause um die Aussicht übers abendliche Beerbachtal aufzunehmen (und den malträtierten Waden etwas Ruhe zu gönnen), dann geht´s links, auf dem schmalen Asphaltband weiter aufwärts, in den Wald, in Richtung Burg. </p>
<p>Der feste Untergrund ist überraschenderweise etwas angenehmer als der Waldweg der letzten Kilometer, aber richtig gut läuft´s trotzdem nicht &#8211; meine Waden wollen heute einfach nicht klettern, die Muskulatur probt ein bisschen zivilen Ungehorsam und teilt ihre Pein mit mir.<br />
Autsch.</p>
<p>Auch der Fahrweg zieht sich (wenigstens ist praktisch keine Verkehr, bis auf ein einziges Auto und einen schnurrbärtigen Radfahrer mit zauseliger Vokuhila-Matte, der mich beim Aussichtaufnehmen über Nieder-Beerbach überholt hat und nun gaaaaaaanz langsam davonzieht (an einem guten Tag könnte das vielleicht meinen Jagdinstinkt wecken, heute bin ich allerdings froh, dass ich überhaupt vorankomme).<br />
Zum Glück verflacht der Anstieg langsam etwas, das entlastet meine unwilligen Waden.</p>
<p>Ich bin heilfroh, als ich endlich, schon etwas atemlos und mit geschundenen Waden, den Parkplatz unterhalb der Burg erreiche.<br />
Von hier aus geht´s noch ein bisschen Bergauf, unter den mächtigen Mauern des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Frankenstein_(Bergstra%C3%9Fe)">Frankensteins</a> entlang zum Haupttor und hinein in die Vorburg.<br />
Irgendwann muss ich hier auch noch mal mit dem Foto hoch und eine richtige Beschreibung der beeindruckenden Burganlage mit ihren vielen Sagen und Mythen posten, aber heute nicht &#8211; heute bin ich einfach nur froh, den höchsten Punkt der Tour erreicht zu haben!</p>
<p>Kurz verschnauft, dann geht´s weiter &#8211; ich verlasse die Vorburg durch die kleine Pforte in der Ostmauer und folge dann dem Alemannenweg/Burgenweg/HW12 (weißer Doppelbalken) an der Burgmauer entlang, dann ein steiniges, schmales Pfädchen runter zum Jungbrunnen unterhalb der Burg (leider versiegt, dabei könnten meine armen alten Beine so eine übernatürliche Frischzellenkur gerade dringend brauchen), und von dort aus dann schließlich immer dem weißen Doppelbalken des HW12 folgend die Bergflanke hinab in Richtung Malchen.<br />
Inzwischen schon kurz vor Sonnenuntergang, da wird´ss hier im Wald langsam aber sicher duster.</p>
<p>Der HW windet sich so ein bisschen den Berg runter, überquert dann die Fahrstrasse runter nach Eberstadt, verwandelt sich für ein paar hundert Meter in einen mit viel zu grobem Schotter belegten läuferischen Albtraum, und erreicht schließlich an den Blütenhängen über Malchen den Waldrand.<br />
Von hier aus hat man eine schöne Aussicht nach Westen, und da dort gerade die Sonne rotgolden versank, mache ich auf der Ruhebank am Waldrand eine kleine Pause, trinke meine eine mitgenommene Flasche Isoplörre, und sauge den herrlichen Sonnenuntergang auf. </p>
<p>Danach: Sputen &#8211; ich weiss von früheren Läufen, dass es vom Malcher Dorfkern (in dem ich noch nicht bin) bis nach Hause noch ziemlich genau fünf Kilometer sind, wenn ich also nicht voll in die Dunkelheit kommen will, muss ich einen Zahn zulegen.</p>
<p>Zuerst klappt das prima, was vielleicht daran liegt, dass Malchen ein Dorf in steiler Hanglage ist &#8211; wenn man da von oben kommt (so wie ich) und die lange Frankensteiner Str. in Richtung Ebene hinabläuft, hat man die Gravitation eindeutig auf seiner Seite.<br />
Entsprechend zügig abwärts, vorbei an der alten Dorflinde und der kleinen Kapelle, bis kurz vor die Strassenbahnhaltestelle am unteren Ortsende, da dann links und durch den Weg mit dem etwas kurios klingenden Namen &#8220;Im Metzger&#8221; runter auf den Radweg, der neben Strassenbahn und der Alten Bergstrasse am Fuß der Blütenhänge nach Seeheim führt.</p>
<p>Dieses Stück mag ich nicht besonders &#8211; 1,3 km Gerade, an deren Ende Seeheim verheissungsvoll winkt und doch nur überraschend langsam näherkommt. Hier werde ich immer unfreiwillig schnell, und heute abend ist keine Ausnahme.<br />
Schritt für Schritt nehme ich Tempo auf, schließlich will ich ja vor der Dunkelheit daheim sein, also nichts wie los.<br />
Auch das gefällt meinen Beinen überhaupt nicht, auch wenn nun eine neue Muskelgruppe den Staffelstab des Katerns und Muckerns übernimmt &#8211; waren es bergauf vor allem die &#8220;Hub&#8221;-Muskeln in meinen Waden gewesen, die mir eingeheizt hatten, so melden sich nun die Muskeln zu Wort, die hinten am Bein sitzen, da wo der Oberschenkel in den Hintern übergeht.<br />
Das sind große, schwere Muskeln, wenn die sich beschweren, dann merkst du das! </p>
<p>Aber egal, weniger als fünf Kilometer bis nach Hause, da kann ich genausogut auch weiter machen, also ziehe ich das Tempo durch, auch wenn´s ein etwas schwer fällt und mein Puls eine aufgekratzt und hastig durch die Adern tanzt. </p>
<p>Als ich Seeheim erreiche, tut alles schon ein bisschen weh (vor allem die Tempomuskeln unter der Arschkante), aber ich weiss, wenn ich jetzt nachlasse ist Schluss.<br />
Also haste ich durch, neben den Strassenbahnschienen die lange, lange Leuschner-Str. runter bis ans Rathaus, dann an der Sport- und Kulturhalle vorbei (heute scheint mehr Sport als Kultur angesagt, zumindest lässt melodische der Chorgesang, der aus einem beleuchteten Fenster dringt darauf schliessen), von dort runter an die Heidelberger, und an der aus Seeheim raus bis zur Feuerwehr.</p>
<p>Inzwischen schappt die Dämmerung merklich in Richtung Nacht, ein strahlender Mond steht am Himmel, und ich pfeife aus dem letzten vorletzten Loch.<br />
Aber ich pfeife, das ist die Hauptsache. </p>
<p>Die paar hundert Meter zwischen Seeheim und Jugenheim sind schnell überbrückt, mit schmerzenden Beinen und kurzem Atem laufe ich in meinem dämmrigen Heimatort ein, bis zur großen Kreuzung an der Luwigsstr.<br />
Hier muss/kann/darf ich nochmal kurz pausieren, an der Fußgängerampel über die Ludwigsstr.<br />
Leider nur ein paar Sekunden, dann wird sie schon grün.<br />
Wieder loslaufen erfordert immense Willenskraft, so schwer und schmerzig sind meine Beine und so kurz ist mein Atem. </p>
<p>Aber ich bin ja fast da.<br />
Wankend, schwankend, aber gezwungen zügig laufe ich weiter, vorbei an den Restaurants am Friedensbrunnen (es riecht gut nach Essen, mir fällt auf, dass ich ordentlich Kohldampf habe), dann die Sandmühlstr. hoch, vorbei an der katholischen Kirche und dem Spielplatz, über die Hauptstr., und dann die letzten, schlimmen, langen 500 m. bis zum Ziel.<br />
Als ich zuhause ankomme ist es nacht.<br />
Ich schwanke durchs Tor zur Haustür, auf Beinen, die aus Blei gemacht zu sein scheinen.<br />
Ach nein, kann nicht sein, Blei schmerzt nicht&#8230;<br />
Schuhe aus (ääächz), Tür auf, rein, geschafft &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes. </p>
<p>Puuh, so langsam beginne ich wohl ernsthaft, die erhöhte Kilometerleistung und die vielen, vielen Höhenmeter der letzten Wochen zu spüren.<br />
Mal sehen, wie sich das entwickelt&#8230;</p>
<p>Strecke: 15,5 km<br />
Zeit: 1:35 h (9,79 km/h bzw. 6:08 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 2,19% (0,34 km von 15,5 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/frankenstein-redux.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/frankenstein-redux.jpg?w=120" alt="Frankenstein Redux" title="Frankenstein Redux" width="120" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6002" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ungezwungene Umrundung des Melibokus (14,7 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/08/27/ungezwungene-umrundung-des-melibokus-147-km/</link>
<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 21:10:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/08/27/ungezwungene-umrundung-des-melibokus-147-km/</guid>
<description><![CDATA[So, heute machen wir´s mal kurz: Obwohl meine Beine gestern an der Knoblochsaue doch schon ziemlich ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>So, heute machen wir´s mal kurz: </p>
<p>Obwohl meine Beine gestern an der Knoblochsaue doch schon ziemlich unwillig waren, bin ich heute wieder gestartet (ehrlich gesagt: Ich hab´ letzte Woche festgestellt, dass mein Examensbäuchlein selbst dann noch zu sehen ist, wenn ich es einzuziehen versuche, da muss mit mehr Sport gegengesteuert werden &#8211; auch wenn´s ein bisschen weh tut!).</p>
<p>Allerdings mal wieder ohne Vorgaben, Plan, feste Strecke oder Uhr.<br />
Einfach mal los, gegen Abend raus und in die Berge hinterm Haus gelaufen, frei Schnauze. </p>
<p>Auch mal wieder schön, so vollkommen frei durch den eigenen &#8220;Hinterhof&#8221; zu laufen, wo man jeden Weg und jedes Pfädchen kennt. </p>
<p>Wunderschöner Abend, sonnig und warm, genau richtig für so eine Tour.<br />
<!--more--></p>
<p>Interessanterweise lief´s überraschend gut. Meine Beine knarzten und ziepten zwar ein bisschen, machten die ersten Anstiegsmeter hoch in den Wald gut mit, also entschied ich mich gleich schon mal für eine etwas längere Variante und lief am Merck´schen Wasserturm vorbei auf den Pürschweg (SJ2), dem ich links abwärts um die Bergflanke herum in Richtung Balkhäuser Tal folgte. </p>
<p>Dort dann rechts hoch und den langen aber moderaten Aufstieg auf dem Melibokusweg in Richtung Darsberghütte angegangen.<br />
Ostseite des Bergmassivs, schön kühl und schattig, Kondition gut, Beine weiterhin in Ordnung, zwar nicht taufrisch aber durchaus leistungswillig (ich hab´s ja schon mehrfach erwähnt, aber paradoxerweise fällt mir Berglaufen im Moment einfach irgendwie leichter als Laufen im Flachland, vor allem wegen der Muskulatur, die mit Anstiegen und Gefällen irgendwie besser klarkommt). </p>
<p>Ganzes Stück bergauf, dann spontan auf den unebenen, zugewucherten, steilen,  Kisselsgrund-Weg (gelbe 7), der sich über die lichten Hänge über dem Balkhäuser Tal bis zur Kattenberger Schneise hinter der Darsberghütte windet (Uffa, das letzte Stück war sackanstrengend und voller Brennesseln, aber ich hab´ durchgehalten), dort dann links und schließlich auf den unmarkierten, halbvergessenen Pfad, der der einzig joggbare Waldweg östlich des Bergsattels ist. </p>
<p>Dort dann runter ins Tälchen am Waldrand über Balkhausen (Ack, 20+% steil bergab, das tat dann doch etwas weh) und gleich wieder fast so steil bergauf, bis auf den Nibelungensteig hinter dem Melibokus, genauer gesagt die herrliche Lichtung auf einem vorgelagerten Bergrücken, von der aus man den atemberaubenden Blick nach Süden und Osten hat (<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/05/img_3022-25p.jpg">die hier</a>, bloß dass der Gerd heute nicht da oben war&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> )</p>
<p>Dann den Nibelungensteig runter zum Waldrand über der &#8220;Roten Sohl&#8221; zwischen Balkhäuser Tal und Mühltal, dort rechts und am Waldrand entlang auf den Neun-Krümmweg, dem ich dann weiter nach Süden folgte.<br />
Der vielleicht schönste Weg am Melibokusmassiv, grandiose Ausblicke über das tolle Mühltal und die von der Abendsonne gestreichelten riesigen Bergflanken dahinter, hier zu laufen ist jedesmal ein Erlebnis (einziger Wehrmutstropfen &#8211; der Feldhase, der mir sonst fast jedes mal begegnet, wenn ich hier oben vorbeikomme, war heute nicht da. Hoffentlich ist ihm nichts passiert). </p>
<p>Am Ende des Neun-Krümmwegs dann etwas aufwärts zum Alemannenweg und dem bis zum abendlichen Not-Gottes Parkplatz zwischen Melibokus und Auerbacher Schloss gefolgt. </p>
<p>Inzwischen nicht mehr ganz taufrisch, deshalb nahm ich für den Rückweg den Comoder Weg, der zwar etwas länger ist als der darüber verlaufende Herrenweg (und deutlich länger als der Weg geradewegs über den Melibokusgipfel), aber dafür keine Steigung und nur minimales Gefälle hat und deshalb angenehm zu laufen ist. </p>
<p>Dachte ich zumindest. Tatsächlich erwies sich das minimale Gefälle allerdings als so nah an &#8220;eben&#8221;, dass meine ohnehin schweren Beine doch wieder ordentlich zu protestieren anfingen, zudem zoooog er sich endlos (was aber immer so ist, weil er in den unteren Melibokusregionen um jedes<br />
breite Seitental rummäandern muss, während die höhergelegenen Wege diese Täler mehr oder wenige umgehen).<br />
Gegen Ende baute ich dann richtig ab, allerdings verzeihlich, schließlich war das mein fünfter Lauf in sieben Tagen, und ich hatte in diesem Zeitraum fast 70 km und deutlich über 2000 HM runtergerissen &#8211; das ist schon ziemlich viel für einen dicken, trägen alten Sack wie mich&#8230;</p>
<p>Zum Glück gab´s auch ein paar entschädigenden Momente, namentlich der herrliche Sonnenuntergang, der sich gerade zwischen den Bäumen im Westen abspielte, und die große Lücke zwischen den Bäumen irgendwo über Auerbach, von der man einen unheimlich klaren Blick über die Ebene nach Südwesten hatte, auf Pfälzerwald und Haardt &#8211; schon ein cooles Gefühl, wenn du zum ersten Mal da rüber guckst und die ehemals fremden, unbekannten Berge plötzlich benennen kannst (das hohe da war die Kalmit, also musste das daneben die Hohe Loog sein, und rechts davon dann der Weinbiet, und das da ganz rechts, mit dem hohen Fernsehturm, das war dann wohl der Weilerskopf.<br />
Danke, <a href="http://de.wordpress.com/tag/der-weg-nach-frankreich/">Weg nach Frankreich</a>! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Irgendwann, es dämmerte schon stark, endlich das Alsbacher Schloss, fußlahm die Abkürzung über das Freizeitgelände auf den Panoramaweg (gelbe 2) genommen und runter ins Dorf gelaufen, dort von der Hindenburgstr. am Steilhang noch einmal den Post-Sonnenuntergangs-Abendhimmel mit seinen strahlenden Rot- und Orangetönen genossen, und dann über Schlossstr., Lindenstr., Am Katharinenberg und den Blütenweg im Feld zurück nach Hause. </p>
<p>Wunderschön entspannt, und am Ende waren´s fast 15 km, die ich allerdings auch ziemlich schmerzhaft in den Beinen spürte.<br />
Freitag ist dann auf jeden Fall Ruhetag, damit´s am Samstag hoffentlich mit mal wiedert etwas frischeren Beinen weitergehen kann.<br />
Vielleicht mach´ ich da ja mal ein bisschen badischen Odenwald&#8230;</p>
<p>Strecke: 14,7 km<br />
Zeit: Keine Ahnung<br />
Neue Strecke: Nada<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/147er-melibokusumrundung.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/08/147er-melibokusumrundung.jpg?w=150" alt="14,7er Melibokusumrundung" title="14,7er Melibokusumrundung" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-5870" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kleine Tour bergauf: Von zuhause auf die Kuralpe (9,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/08/11/kleine-tour-bergauf-von-zuhause-auf-die-kuralpe-95-km/</link>
<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 21:35:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/08/11/kleine-tour-bergauf-von-zuhause-auf-die-kuralpe-95-km/</guid>
<description><![CDATA[Vor etwas über einem Monat war ich zum letzten Mal auf der Kuralpe hinter Balkhausen &#8211; Familie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Vor etwas über einem Monat war ich zum letzten Mal auf der <a href="http://www.kuralpe.de/">Kuralpe</a> hinter Balkhausen &#8211; Familienessen &#8211; und bin danach von da oben runtergelaufen (Nachzulesen <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/07/05/leicht-erweiterte-wochenubersicht-2009-kw-27-29-06-%e2%80%93-05-07/">hier</a>). </p>
<p>Dabei hab´ ich mich ein bisschen so gefühlt, als würde ich schummeln, weil´s deutlich mehr bergab als bergauf ging (wie das eben so ist, wenn man aus den Bergen in die Ebene läuft).</p>
<p>Heute nun die Gelegenheit, diese &#8220;Schummelei&#8221; wieder auszubügeln.<br />
Wieder Famileinessen, wieder auf der Kuralpe, und weil´s zudem noch ein überraschend schöner Abend geworden war, machte ich mich auf, dort hochzulaufen.<br />
Selbe Strecke wie vor einem Monat, nur eben in der anderen Richtung, hoch in die Berge (und zwar richtig: 550+ Höhenmeter auf weniger als 10 Kilometer Strecke, das ist schon ´ne Hausnummer). </p>
<p><!--more--><br />
Start gegen viertel vor sechs, zu spät um noch pünktlich zu sein, aber das liess sich nicht mehr ändern- müsste mich halt beeilen, so gut es ging. </p>
<p>Es ging nicht gut.<br />
Bereits auf den ersten Metern hoch in den Wald merkte ich, wie meine immer noch Blutergußgebeutelte linke Seite nicht so recht die überraschend anstrengende Aufwärtspassage durchs untere Darsbergtal hochwollte &#8211; Hüfte am Bluterguß fühlte sich irgendwie an wie Seitenstechen, dazu krampfte mein linkes Bein, vermutlich wieder wegen leichter Schonhaltung.<br />
Und außerdem war es auch noch richtig schwülwarm, selbst hier unten in den niederen Regionen des Hangwaldes, auch kein gutes Vorzeichen für eine anstrengende Bergstrecke.  </p>
<p>Aber da musste ich halt mal durch, also quälte ich mich weiter aufwärts, um die Anhöhe am merckschen Wasserturm rum (dank der vor kurzem hinter den Wolken hervorgekommen prallen Sonne noch ein Stückchen feuchtheisser als unten im Tal), dann auf den langen, stetig ansteigenden Pürschweg in Richtung Melibokus.</p>
<p>Eigentlich ja meine Hausbergstrecke, die lauf´ ich normalerweise relativ problemlos und zügig hoch, aber heute war´s stockend, krampfig und anstrengend. Immerhin nicht so sehr wegen der Ausdauer, sondern vor allem wegen der Muskulatur (neben dem linken Bein muckte auch noch mein Rücken ein bisschen), die heute einfach partout keine Lust hatte, mich bergauf zu stemmen.</p>
<p>Schon interessant, wie sich so ein vertrautes Stück auf einmal ziehen kann wenn´s unrund läuft&#8230;</p>
<p>Wenigstens gab´s an den lichteren Stellen, da wo man durch die Lücken im Hangwald runter in die Ebene gucken kann, sowas wie eine Kompensation für die Mühen: Trotz der großen Feuchtigkeit war die Luft über der Rheinebene heute glasklar, und entsprechend grandios war die Aussicht: Im Ried die Dörfer und Städtchen gestochen scharf in der Sonne, am Horizont Frankfurt (scheinbar zum greifen nahe) und dahinter der mächtige Taunus, der heute nicht nur als dunstige Silhouette wahrnehmbar war, sondern als dreidimensionale Erhebung, auf deren Flanken man problemlos Täler, Waldgebiete und Ortschaften erkennen konnte.<br />
So einen Blick gibt´s selbst hier oben nur ein paar mal im Jahr, einfach herrlich.</p>
<p>Abgesehen davon war´s aber vor allem schweisstreibend und anstrengend: Das nicht enden wollende Darsbergtal hoch, die eeeewig lange Aufwärtspassage zur Darsberghütte, das erst unerträglich steile dann dankenswert flache (aber undankenswert kurze) Stück dann schließlich die vorerst letzte Steigung an der Melibokusflanke bis zum Anfang des Fahrweges.<br />
Uijuijui&#8230;</p>
<p>Hier dann scharf links und auf dem extrem steilen und unmarkierten Pfädchen geradwegs die Ostflanke runter auf den Nibelungensteig.<br />
Konnte ich heute nicht Joggen, wie schon am Samstag im Pfälzerwald passten dem Bluterguß die ganz steilen schwierigen Abstiege überhaupt nicht, also schonte ich ihn lieber und ging, bis runter auf den nach Osten <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/05/img_3022-25p.jpg">herausragenden Vorbergrücken hinter dem Melibokus</a>, wo die Bergflanke relativ kahl ist und der Nibelungensteig durchkommt.. </p>
<p>Wieder Pause.<br />
Die Aussicht hier oben war so bedrückend schön, da konnte ich einfach nicht durchlaufen.<br />
Herrliche Sicht, links über das Balkhäuser Tal hinweg zum Frankenstein-Massiv und weiter bis zum Taunis, rechts über die herrlichen Täler hinter Bensheim bis weit in die Ebene, und die Bergstrasse runter bis zum Ölberg bei Schriesheim.<br />
Alles Kristallklar und im wunderbaren Licht der Abendsonne, dass im Süden jedoch von beeindruckend blauschwarzen Turmwolken konterkariert wurde.<br />
Wie gesagt: So eine Sicht gibt´s nur ein paarmal im Jahr&#8230;</p>
<p>Danach weiter abwärts, den Nibelungensteig runter ins Dreiquellental, dann weiter runter zum Waldrand und auf dem wunderbaren Höhenweg zwischen Mühltal und Balkhäuser Tal durch die weiten Bergwiesen bis zur Brücke über die L3103 (Fotos von diesem Stück gibt´s u.a. <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/05/22/blogger-team-up-4-das-erste-drittel-nibelungensteig-mit-gerd-und-foto-167-km/">hier</a>). </p>
<p>Zeit für den zweiten großen Aufstieg, hoch auf den Felsberg.<br />
Argl. </p>
<p>Erstmal den Nibelungensteig über dem Schollrain hoch.<br />
Aufwärts durch offene Hangwiesen, herrliche Aussicht (allerdings gegen die Laufrichtung, da musste man kurz pausieren und sich umdrehen, um was davon zu haben. Das war gut&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), anspruchsvolle (heute irgendwie etwas ZU anspruchsvolle) Steigung, fieser Untergrund aus zu tiefem und zu grobem Schotter.<br />
Wie gesagt: Argl.</p>
<p>Oben am Waldrand dann das gemeinste Stück der heutigen Tour: Anstatt dem Nibelungensteig zu folgen nahm ich den direkten Weg hoch zur Fahrstrasse auf den Felsberg.<br />
Halsbrecherisches Pfädchen am Steilhang, steinig, rutschig, Steigung deutlich über 20% &#8211; das war schon vor einem Monat beim Bergablaufen eine Tortur gewesen, bergauf lief da gar nix.<br />
Gehen war angesagt. Keuchend, mit protestierenden Beinen und protestierendem Bluterguß bis hoch an die Fahrstrasse, der ich dann durch den Wald bis auf den Felsberg folgte.</p>
<p>Zoooooog sich &#8211; hinter jeder kleinen Kurve und hinter jedem kleinen Vorsprung hofft man auf den Waldrand, der signalisiert, dass man fast oben ist. Aber der lässt sich Zeit&#8230;</p>
<p>Irgendwann dann aber doch oben, raus aus dem Wald, zur kleinen Häusergruppe unterhalb der Kuppe, nochmal kurz die Sicht nach Norden genossen (Wieder Frankfurt und der Taunus, immer noch herrlich), dann links den europäischen Fernwanderweg 1/Weitwanderweg Odenwald-Vogesen runter.<br />
Nochmal steil abwärts, neben einer langsam zuwachsenden Lichtung runter in den Wald, dort geradeaus und nur noch leicht abfallend (aaah!) zum Waldrand und weiter bis zur Kuralpe. </p>
<p>Geschafft! (Und zwar in jeder Hinsicht).</p>
<p>Danach dann gutes Essen in familiärer Runde, das entschädigte dann endgültig für die Quälerei. </p>
<p>Fazit: Bergauf ist irgendwie anstrengender als bergab, aber bergab kann auch ganz schön fies sein, besonders mit Bluterguß an der Flanke.<br />
Nicht ideal, die nächsten Tage werd´ ich mich wohl noch etwas schonen und tendenziell ins Flachland ausweichen&#8230;</p>
<p>Strecke: 9,5 km<br />
Zeit: Nicht schnell<br />
Neue Strecke: Keine<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/07/kuralpe-heim.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/07/kuralpe-heim.jpg?w=150" alt="Kuralpe - Heim" title="Kuralpe - Heim" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-5219" /></a><br />
<em>(Ist dieselbe Karte wie vom Lauf in anderer Richtung vor einem Monat &#8211; einfach Start und Ziel vertauschen, dann stimmt´s)</em></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Jan 8, 2009 &ndash; Seeheim-Jugenheim, Germany]]></title>
<link>http://euro2008helton.wordpress.com/2009/08/04/jan-8-2009-seeheim-jugenheim-germany/</link>
<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 22:34:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>euro2008helton</dc:creator>
<guid>http://euro2008helton.wordpress.com/2009/08/04/jan-8-2009-seeheim-jugenheim-germany/</guid>
<description><![CDATA[Earlier in our trip we visited with a Frankfurt CISV delegation that had attended Charlotte’s CISV c]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Earlier in our trip we visited with a Frankfurt CISV delegation that had attended Charlotte’s CISV camp in Pittsburgh in July 2008.&#160; The family of Lea, one of the members of that delegation, had invited us to stay at their home if it fit with our schedule on our way back to Frankfurt for our return trip home.</p>
<p>With such a kind offer, we made this fit with our plans so the day before we were due to depart Frankfurt we met up with the Kerwer family in the city of Seeheim-Jugenheim, located less than 50 kilometres south of Frankfurt.</p>
<p>The Kerwer home was located on the edge of a large green space that we explored on a brilliantly sunny but cool day</p>
<p>It didn’t take long for the snowball fight to break out.</p>
<p><img style="border-bottom:0;border-left:0;display:block;float:none;margin-left:auto;border-top:0;margin-right:auto;border-right:0;" title="IMG_8058" border="0" alt="IMG_8058" src="http://euro2008helton.files.wordpress.com/2009/08/img_8058.jpg?w=304&#038;h=229" width="304" height="229" /> </p>
<p>The Kerwer children’s school was located in part of this common green space area.</p>
<p><img style="border-bottom:0;border-left:0;display:block;float:none;margin-left:auto;border-top:0;margin-right:auto;border-right:0;" title="IMG_8066" border="0" alt="IMG_8066" src="http://euro2008helton.files.wordpress.com/2009/08/img_8066.jpg?w=304&#038;h=229" width="304" height="229" /></p>
<p>It had some pristine snow that was calling out, “snow angel, snow angel…”</p>
<p><img style="border-bottom:0;border-left:0;display:block;float:none;margin-left:auto;border-top:0;margin-right:auto;border-right:0;" title="IMG_8067" border="0" alt="IMG_8067" src="http://euro2008helton.files.wordpress.com/2009/08/img_8067.jpg?w=252&#038;h=334" width="252" height="334" /></p>
<p>I’ve remarked earlier in this blog about how impossible it is for kids of a certain age to pass by a playground without experiencing it.&#160; This day provided another data point in my ongoing research.&#160; We took advantage of the opportunity by having the kids pose for this picture.</p>
<p><img style="border-bottom:0;border-left:0;display:block;float:none;margin-left:auto;border-top:0;margin-right:auto;border-right:0;" title="IMG_8071" border="0" alt="IMG_8071" src="http://euro2008helton.files.wordpress.com/2009/08/img_8071.jpg?w=252&#038;h=334" width="252" height="334" /></p>
<p>A little further on from the school was a pond that was frozen quite solid.&#160; A circular track had been cleared for skaters.</p>
<p><img style="border-bottom:0;border-left:0;display:block;float:none;margin-left:auto;border-top:0;margin-right:auto;border-right:0;" title="IMG_8078" border="0" alt="IMG_8078" src="http://euro2008helton.files.wordpress.com/2009/08/img_8078.jpg?w=444&#038;h=334" width="444" height="334" /></p>
<p>A group photo of the Kerwer family with Charlotte and Allister.</p>
<p><img style="border-bottom:0;border-left:0;display:block;float:none;margin-left:auto;border-top:0;margin-right:auto;border-right:0;" title="IMG_8096" border="0" alt="IMG_8096" src="http://euro2008helton.files.wordpress.com/2009/08/img_8096.jpg?w=444&#038;h=334" width="444" height="334" /></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schwülwarme Melibokus-Tour (10,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/30/schwulwarme-melibokus-tour-101-km/</link>
<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 21:45:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/30/schwulwarme-melibokus-tour-101-km/</guid>
<description><![CDATA[Oh mann, das war vielleicht schwül und dampfig heute. Zwar hat´s am Nachmittag ordentlich gewittert ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Oh mann, das war vielleicht schwül und dampfig heute. Zwar hat´s am Nachmittag ordentlich gewittert und danach war´s zumindest etwas kühler, aber dafür ist die Luftfeuchtigkeit nach den heftigen Regenfällen nochmal ordentlich angestiegen.<br />
Wie in der Waschküche, puuuuh&#8230;</p>
<p>Entsprechend bin ich wieder mal spät gestartet, so gegen 21:00. Hoch in den Wald in Richtung Melibokus.<br />
Standardstrecke: Auf dem Burgenweg durchs Darsbergtal, dann links hoch und am merck´schen Wasserturm vorbei auf den Pürschweg, dem dann einfach immer weiter aufwärts gefolgt.</p>
<p><!--more--><br />
Eigentlich hatte ich ja vorgehabt, über den Gipfel bis zur Not Gottes zu laufen und von dort aus über den Comoder Weg nach Zwingenberg abzusteigen und am Fuß der Bergstrasse zurückzulaufen.</p>
<p>Aber irgendwie hatte ich dann unterwegs nicht so richtig Lust, und mein linkes Knie hat etwas gezickt, und alles war eklig feucht und klebrig, und außerdem wurde es auch schon wieder dunkel, also hab´ ich unterwegs kurzfristig umdisponiert und beschlossen, nur den Gipfel zu erstürmen und wieder heimzulaufen.</p>
<p>Und das hab´ ich dann auch gemacht. Ganz knapp nach Sonnenuntergang oben angekommen (was schade war, denn durch die extreme Luftfeuchtigkeit hatte die untergehende Sonne extrem groß und rot ausgesehen), ein paar Minuten von der Drachenfliegerrampe runter in die geheimnisvoll-dunstige Ebene unter dem roten Abendhimmel geschaut, dann wieder abwärts durch den schnell dunkel werdenen Wald, auch auf dem Pürschweg.</p>
<p>10,1 km, keine neue Strecke, ordentliche aber nicht berauschende Zeit, bis auf das etwas unwillig mäkelnde Knie keine Probleme.<br />
Ok.</p>
<p>Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/melibokusundzuruck.jpg"><img src="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/melibokusundzuruck.jpg?w=128&#038;h=93#38;h=93&#38;h=93" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p>PS: Falls das jetzt etwas kürzer und unenthusiastischer klingt als sonst &#8211; die nächsten Wochen werden bei mir wieder stressig, mit wenig Zeit und vor allem wenig freiem Kopf fürs Laufen und Erleben, das macht sich so langsam bemerkbar, sowohl bei den Touren selbst als auch beim Bloggen. Mal sehen, wie sich´s entwickelt&#8230;</p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bergtour in die Sommernacht: Neutscher Höhe und Beerbachtal (18,8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/28/bergtour-in-die-sommernacht-neutscher-hohe-und-beerbachtal-188-km/</link>
<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 21:58:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/28/bergtour-in-die-sommernacht-neutscher-hohe-und-beerbachtal-188-km/</guid>
<description><![CDATA[Gestern: Kleine Wanderung (eigentlich nur ein längerer Spaziergang, wir waren gerade mal etwas über ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Gestern: Kleine Wanderung (eigentlich nur ein längerer Spaziergang, wir waren gerade mal etwas über 3 Stunden unterwegs) mit Freunden durch Rheinhessen und die Pfalz, danach gemütlicher Grillabend in wunderschöner Lage, auf dem Grillplatz am Warteturm über Albisheim an der Pfrimm, einem überaus hübschen Plätzchen, das <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/05/03/projekt-westwarts-durchs-zellertal-143-km/">ich letztes Jahr beim Laufen entdeckt habe</a> (da sieht man´s endlich mal, dass das doch zu was nütze ist).</p>
<p>Heute: Der Tag danach, fühle mich matschig, kopfschmerzig, verkatert &#8211; was ok gewesen wäre, wenn ich wenigstens was getrunken hätte, aber bis auf vielleicht 0,4 l Weisswein, verteilt über den ganzen Abend, war ich trocken geblieben.<br />
Kater ohne Suff, da merkste, dassde alt wirst&#8230;</p>
<p>Entsprechend war mir auch gar nicht nach laufen, zumal´s draußen unglaublich schwül und stickig war.<br />
Aber bisher standen ja erst zwei Läufe und knapp über 30 km diese Woche zu buche, und ein bisschen mehr wollte ich dann doch noch erreichen.</p>
<p>Also hab´ ich mir am Abend, als meine dämmrigen Lebensgeister so langsam wieder erwacht waren, doch noch schnell eine Route zusammengesucht. Nicht zu kurz sollte es, um wenigstens noch die 40 Wochenkilometer vollzumachen. Aber auch nicht zu lang, so richtig gut war ich ja nicht drauf. Und in der Nähe, aber mit neuer Strecke, und am liebsten in Richtung Odenwald, weil ich da Lust drauf hatte und es da oben zweifellos weniger schwül und stickig sein würde als unten in der Rheinebene.</p>
<p>Am Ende suchte ich mir eine Strecke über die Neutscher Höhe und durchs Beerbachtal aus &#8211; an sich bekanntes Terrain, aber mit genug unerforschten kleinen Nebenwegen, um´s interessant zu machen.<br />
Aufs genaue Ausmessen hab´ ich aus Zeitgründen verzichtet.<br />
Ich schätzte die Tour einfach mal auf 10 bis 12 km, das klang genau richtig (und war ordentlich danebengeschätzt, wie sich später rausstellen sollte).</p>
<p><!--more--><br />
Start sehr spät, so gegen 21:00 Uhr in Ober-Beerbach, auf dem Parkplatz &#8220;Am Mühlfeld&#8221; über dem Beerbach. Hier unten in der Talmulde war die Sonne schon fast weg, auf dem besten Weg hinter den Bergen der Bergstrasse zu versinken.<br />
&#8220;Nicht schlimm&#8221;, dachte ich mir, &#8220;sind ja nur 10 oder 12 km, Sonnenuntergang ist erst in einer halben Stunde und danach dämmert´s noch ewig, das schaffste locker bevor´s ganz dunkel wird&#8221;.<br />
Jaaaa, genau&#8230;</p>
<p>Und Start, durchs abendlich-friedliche Odenwalddorf. Die Ernsthöfer Str. hoch, unter der erhöht stehenden hübschen Kirche durch, dann links in den Neutscher Grund und auf einer Seitenstrasse, in der ich noch niemal zuvor gewesen war, aufwärts aus dem Dorf raus in Richtung Neutscher Höhe.<br />
Tempo recht ordentlich aber nicht übertrieben, lief eigentlich ganz gut, nachdem ich erstmal angefangen hatte.</p>
<p>Wie immer wunderschön hier oben. In letzter Zeit hab´ ich mich ja viel in Rheinhessen rumgetrieben, und finde die Landschaft dort inzwischen durchaus reizvoll und interessant, aber zur Abwechslung mal wieder ein bisschen Odenwald, das tat richtig gut: Weite Hangwiesen auf denen blökende Schafe und zottige Kühe (Galloways? Schottische Hochlandrinder?) weiden, zirpende Grillen, ein einsamer Raubvogel am Himmel, das hohe grünbraune Gras auf den Hügelflanken wiegt sich in der Abendsonne, schimmert mal golden, mal silbrig. Dazwischen ein schmale Versteckte Täler, ein paar Felder und Gärten, und natürlich der dichte, dunkelgrüne Wald.<br />
Friedlich, ruhig, herrlich pastoral und idyllisch&#8230;</p>
<p>Irgendwo hier muss mir dann auch die einzige Getränkeflasche, die ich heute mitgenommen hatte, aus dem Gürtel gefallen sein, ohne dass es mir aufgefallen wäre &#8211; das sollte sich später dann noch ein bisschen rächen.</p>
<p>Immer weiter aufwärts auf mehr oder weniger steilen Feld- und Wiesenwegen, allesamt gut zu laufen und unmarkiert, bis ich schließlich die Hutzelstr. erreichte, oben auf dem breiten, offenen Plateau der Neutscher Höhe, von wo man normalerweise einen tollen Blick nach Westen und Norden hat (heute nicht so sehr, zu diesig, aber hübsch war´s trotzdem, wie es in der Abendsonne leicht rötlich angehaut dalag).<br />
Kurz links den Asphaltweg entlang, dann aber gleich wieder rechts und auf einem schmalen, überwucherten, noch nie zuvor gelaufenen (zumindest von mir, irgendjemand anderes wird hier sicher schon mal langgekommen sein&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) Feldwegen durch die goldgelben Felder (weitgehend unmarkiert, nur auf einem kurzen Querweg zeigte sich mal kurz das rote S des Alemannenwegs).<br />
Das ist Sommerabendlandschaft hier oben, wenn der Abendwind weht und die schräge Sonne mit letzter Kraft über den Ilbeskopf lugt und die Grillen zirpen und man höchstens mal ein paar Ziegen auf ihrer Weide begegnet, dann ist es einfach nur schön&#8230;</p>
<p>Runter in den winzigen Modautaler Ortsteil <a href="http://modautal.cross-mail.com/modules.php?name=MiscContent&#38;grp=ortsteile&#38;select=neutsch">Neutsch</a>, nachdem die ganze Anhöhe benannt ist.<br />
Gegen Neutsch wirkt selbst das friedliche Ober-Beerbach groß und geschäftig &#8211; das Dörfchen liegt (relativ) weitab der großen Durchgangsstrassen in einer kleinen Mulde am Rand der Hochebene zwischen Wald, Feldern und Wiesen, unterhalb der riesigen weißen <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/img_0060.jpg">Windkraftanlagen</a>, die zu seinem inoffiziellen Wahrzeichen geworden sind.<br />
Außen ein paar etwas neuere Wohnhäuser, im Ortskern vor allem alte Bauernhöfe mit viel Fachwerk. Strassen gibt´s zwar mehrere, aber keine Strassennamen, alle Häuser hier haben einfach nur eine Hausnummer (also &#8220;Neutsch 1&#8243;, &#8220;Neutsch 17&#8243;, &#8220;Neutsch 38&#8243; usw).<br />
Hier ist es echt pastoral, und wenn´s hier oben ein bisschen flacher wäre, und ein paar mehr Birken und weisse Lattenzäune rumstehen würden, würde sich´s ein bisschen anfühlen wie aus einem Astrid-Lindgren-Roman&#8230;</p>
<p>Ich lief über die Strasse &#8220;Neutsch&#8221; ein (vorbei an einer älteren Dame, die irgendwas unverständliches in einem seltsamen Tonfall nuschelte &#8211; &#8220;Huuujoujoujoaa&#8221; oder so ähnlich), lief dann rechts in die Strasse &#8220;Neutsch&#8221;, lief vorbei am Gasthaus Lautenschläger (Zielpunkt <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/25/hoch-in-die-berge-jugenheim-neutsch-115-km/">dieses Laufs</a>) und bog dann im Dorfkern links in die Strasse &#8220;Neutsch&#8221; ein, auf der ich abwärts auf der K137 in Richtung Modau und Frankenhausen aus dem Dorf rauslief.</p>
<p>Eigentlich sah der Plan vor, dass ich hier irgendwo rechts durch einen Verbindungsweg auf die Anhöhe nordöstlich von Neutsch komme und dort in den Wald am Hasenlauf reinlaufe.</p>
<p>Uneigentlich konnte ich den Verbindungsweg allerdings nicht finden (vielleicht verpasste ich ihn auch, wer weiss&#8230;).<br />
Hm.<br />
Ich versuchte es nochmal über die <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0220.jpg">Zinsel-Kapelle</a> am Hang über der Strasse (viele kleine, unebene Stufen hoch, dann kurz auf die Wiese hinter dem hübschen Kirchlein) und einen Nebenweg, der allerdings vor einem einzeln stehenden Wohnhaus am Waldrand endete, dann gab´ ich auf &#8211; kein klarer Durchgang zur eigentlich geplanten Route, dann eben anders: Statt durch den Wald lief ich nun einfach die Landstrasse runter, von der ich wusste, dass sie mich an genau denselben Punkt führen würde wie die eigentlich vorgesehenen Waldwege.</p>
<p>Abwärts auf dem Asphalt, links der eingezäunte Berghang mit den <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/img_0197a.jpg">Zucht-Damhirschen</a>, von denen <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/08/17/nordlicher-odenwald-mit-ingo-ein-laufbericht-mit-fotos-162-km/">mich letzes Jahr mal einer in die Hand geknapst hat</a>. Heute liess ich sie mal links liegen, einmal vom Hirsch gebissen werden reicht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Normalerweise würde ich mich an dieser Stelle ein bisschen darüber beschweren, dass ich die Landstrasse runterlaufen musste, denn natürlich war sie relativ uneinsichtig (ein paar waldige Kurven) und verfügte weder über Seitenstreifen noch einen Fuß-/Radweg.<br />
Aber heute war das überhaupt kein Problem &#8211; Sonntagabend halb Zehn Uhr abends ist auf der Strasse zum/vom Nicht-Mal-300-Seelen-Dörfchen Neutsch nämlich gar nix los, ich hatte die Fahrbahn für mich alleine.<br />
Angenehm.</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern die Einmündung in die Landstrasse von Frankenhausen nach Modau, hier bog ich rechts ab und lief zwischen dem dichten, dunklen Wald und den Wiesen des schon im blauen Abendschatten versinkenden Neutscher Bach-Tals weiter abwärts. Auch hier: Kein Verkehrsteilnehmer auf der Landstrasse außer mir, bequem und abfallend war´s auch, so lässt sich´s aushalten&#8230;.</p>
<p>Fast ein Kilometer talwärts, immer am linken Strassenrand und mit gespitzten Ohren, ob da nicht vielleicht doch ein Auto käme (Antwort: Nö), dann bog ich scharf links auf einen Waldweg unter dem &#8220;Hainbühl&#8221; ab.</p>
<p>Hier im Wald, am Südosthang den schmalen Bergtals, war es kühl und vor allem schon ziemlich düster, da merkte man erstmal richtig, dass es so langsam zu Ende ging mit dem Tageslicht.<br />
Aufwärts, auf einem ordentlichen aber namenlosen (zumindest laut Wanderkarte) Waldweg, über einen ordentlichen aber namenlosen (zumindest laut Wanderkarte) Bach in einem kleinen Seitental, dann am Rand dieses Tals weiter bergauf, irgendwann rechts auf einen weniger ordentlichen aber genauso namenlosen (zumindest laut Wanderkarte) Pfad, der &#8211; überwuchert von Springkraut &#8211; nordwärts um das soeben hochgelaufene Bachtal herumführte, sich ein oder zweimal in eine veritable Bade- und Saunalandschaft für Wildschweine verwandelte (den Hufabdrücken nach gut angenommen), und schließlich wieder in einen besseren Waldweg mündete, auf dem ich links aus dem dunklen Wald hinaus auf die offene Anhöhe östlich von Frankenhausen gelangte.</p>
<p>Noch so´n hübsches Fleckchen. Über das lange Wiesental, das sich nach Nordosten bis zum fast 100 m. tiefer gelegene Waschenbach zieht, hat man einen wunderbaren Blick nach Norden, bis hin zum Taunus und nach Frankfurt (beides heute nur ganz schemenhaft zu erkennen), dazu gibt´s mehr Satte Hangweiden und alte Obstbäume am Wegrand, während es leicht bergab in Richtung Frankenhausen geht.</p>
<p>Kurz vor dem Ortseingang rechts, auf den Balerts-Höhen-Weg (gelbe 2). Kurvig mit feinem Kies, ein bisschen bergab, dann wieder ein bisschen bergauf durch die Wiesen, verständnislos angestarrt von den massigen Kühen (Limousin-Rinder?), die hier oben weideten.<br />
Die Sonne war inzwischen hinter dem mächtigen Frankenstein-massiv am westlichen Horizont versunken, der Abendhimmel glühte in strahlenden Rot- und Gelbtönen.</p>
<p>Abwärts, ins nächste Tal, durch die Felder am Steinbruch hinter Waschenbach den Emmertsberg runter bis an die K138 im Talgrund und dort rechts, weiter bergab in Richtung Waschenbach.<br />
Wie gehabt: Landstrasse, kein Seitenstreifen aber auch keinerlei Verkehr, entsprechend liess sie sich prima laufen. Bloß ein bisschen frisch war´s hier unten schon, kein Wunder, denn das letzte direkte Sonnenlicht war sicher schon vor einigen Stunden in das tiefe, schmale Tal gefallen.</p>
<p>Inzwischen war ich schon eine ganze Weile unterwegs &#8211; die Uhr näherte sich so langsam der großen 22, es dämmerte schon ordentlich, und ich hatte noch ein sehr ordentliches Stück vor mir &#8211; war wohl nix mit den 10 bis 12 Kilometern, die ich eigentlich geplant hatte, das sah mir mehr nach 15 bis 16 aus.<br />
Und ein bisschen Durst kriegte ich so langsam auch.<br />
Warum hatte ich bloß die doofe Flasche verloren?</p>
<p>Abgesehen davon lief´s aber noch prima, immerhin. Ich folgte der Strasse ein ganzes Stück das Tal runter, erst kurz durch die Wiesen, dann durch den Wald am Waschenbacher Steinbruch, und bog schließlich (mal wieder) links auf einen unmarkierten und (zumindest auf der Wanderkarte) nicht näher benannten Waldweg ein, der mit mit stetiger Steigung und scharfer Krümmung aufwärts brachte, bis auf den Querweg unterhalb vom Rand des nächsten Steinbruchs (nämlich dem Hinter Nieder-Beerbach).<br />
Rechts, durch den Wald, vorsichtig zwischen zwei Meterlangen Pfützen hindurch, dann aufwärts und auf dem Glasberg an den Waldrand direkt über der Steinbruchkante.</p>
<p>Wow!<br />
Toller Blick, über das gewaltige, mindestens 50 m. tief abfallende Loch in der Berflanke mit seinen schroffen Basaltwänden hinweg nach Westen und Nordwesten, auf den Frankenstein, das Mühltahl, Eberstadt und die dahinter liegende Rheinebene, bis hin zum scherenschnittartig gegen den leuchtenden Abendhimmel abgehobenen Taunus. Schööön!</p>
<p>Ich folgte dem Weg weiter, erst kurz nach Norden, dann in einer langen Linkskurve um den Nordrand des Steinbruch abwärts. Laut Wanderkarte und Google Earth sollte hier eigentlich Wald sein, tatsächlich lief ich jedoch durch einen große, relativ frisch gerodete Freifläche, über die man weiterhin einen schönen Blick nach Nordwesten hatte (auch wenn die Rodung wahrscheinlich bedeutet, dass der Steinbruch noch weiter in diese Richtung in den Berg getrieben werden soll, was ich ein bisschen Schade fand, wegen dem schönen Wald und dem schönen Weg).</p>
<p>Kurze Begegnung mit einem fliehende Rehbock, am unteren Ende des freien Stücks an einem massiven Minihäuschen vorbei (wahrscheinlich zum Unterstellen, um sich bei einer Sprengung im Steinbruch vor fliegendem Geröll zu schützen) dann wieder in den nun schon ordentlich düsteren Wald und weiter nach links und bergab bis zum Waldrand über dem unteren Beerbachtal.</p>
<p>Immerhin: Ab hier war Rückweg angesagt.<br />
Aber einige Kilometerchen hatte ich noch vor mir, das meiste davon bergauf, und es dämmerte inzwischen schon mit Macht &#8211; Plänchenlesen ging nur noch im Freien, im Schatten der Bäume war´s bereits zu dunkel.</p>
<p>Südwärts, den überraschend breiten und bequemen Asphaltweg am Waldrand entlang (zweifellos ist der als Zufahrt für den Steinbruch so gut ausgebaut), dann unvermittelt in eine Mondlandschaft aus zehnmeterhohen Kiesbergen am Wegrand, die im fahlen Licht des sterbenden Tages ziemlich beeindruckend und schroff wirkten.<br />
Dahinter dann ein wunderschönes dämmriges Seitental mit Wiesen und Obsthainen, erfüllt vom Blöken einer Schafherde am gegenüberliegenden Hang.<br />
Ich lief bis kurz vor den Breitenloh-Hof und bog dann scharf nach rechts ab, auf den Weg Mt2 (die Markierung konnte man noch erkennen), der mich durch die Wiesen- und Heckenlandschaft nach Nieder-Beerbach bringen sollte.<br />
Die Schafe verstummten nach kurzer Zeit, und auf einmal war es fast vollkommen still &#8211; so still, dass ich eine kleine Pause machte und mit geschlossenen Augen einfach ein paar Augenblicke die Ruhe genoss, in der außer dem Zirpen der Grillen nichts zu hören war &#8211; keine Motorengeräusche von Autos, kein vorbeiratternder Zug, keine Stimmfetzen in der Ferne, kein vorbeifliegendes Flugzeug, nichts von den normalem Hintergrundrauschen, das das Leben an der Bergstrasse normalerweise begleitet, war hier hinten zu hören.<br />
Es war einfach nur still und friedlich und dämmrig, und es tat gut, sich zumindest eine kleine Weile in diesem Frieden zu verlieren.</p>
<p>Dann weiter, um eine kleine Hügelkante, dann runter auf dem bequem Asphaltierten Mt2 runter nach Nieder-Beerbach, begleitet von ein paar flatternden Fledermäusen, die zur allabendlichen Insektenjagd aufbrachen. Schräg vor mir, schon in tiefe Nachtschatten gehüllt und wunderbar gelegen im langen Beerbachtal unterhalb des Frankensteins lag Nieder-Beerbach, ganz ruhig bis auf einen bellenden Hund, bläulich-schläfrig und nur erhellt vom Schein der Strassenlaternen und dem rötlichen Schimmer des prächtigen Halbmondes, der im samtblauen Nachthimmel vor mir aufgetaucht war.<br />
Inzwischen war es schon fast Nacht.</p>
<p>Runter ins verwaist daliegende Dorf, die Hintergasse hinab, dann links auf die schmale Untergasse. Zwischendurch studierte ich noch einmal mein Plänchen im Schein der Strassenlaternen, versuchte mir so gut es ging die verworrenen und unmarkierten Pfade des Rückwegs einzuprägen.</p>
<p>Am Ende der Untergasse dann links, den &#8220;Viehtrieb&#8221; hoch. Knackige Steigung zwischen den letzten Häusern Nieder-Beerbachs den Hang hoch, so langsam begann ich die heute zurückgelegte Strecke zu spüren, wurde kurzatmiger, Durst und Hunger nahmen zu &#8211; eigentlich hatte ich ja erwartet, um diese Zeit schon wieder daheim zu sein und zu abend zu essen, da rächte sich die falsche Längenschätzung bei der Tourplanung nun ein bisschen.</p>
<p>Nach knapp 200 m. auf dem &#8220;Viehtrieb&#8221; halblinks in die Strasse &#8220;Am Pechkopf&#8221;, an deren Ende das Dorf aufhörte und ein schmaler, pflanzenumrankter Pfad über dem Beerbachtal anfing. Den lief ich hoch.<br />
Unter den Bäumen herrschte nun endgültig Nacht, dort wo Wiesen und Hecken vorherrschten, konnte man die Umgebung noch ganz schwach im Widerschein des verblassenden Dämmerlichts erkennen. Rechts ging es anscheinend steil abwärts in den Talgrund, ich hielt mich lieber links&#8230;</p>
<p>Von der Dämmerung in die Sommernacht laufen ist eine interessante Erfahrung.<br />
Der Gesichtssinn tritt zurück, dafür gewinnen die anderen Sinne an Bedeutung, man hört, spürt, riecht aufmerksamer in die Dämmerung hinein, setzt die Schritte anders, um nicht über eine Unebenheit im Weg zu stolpern. Die Umgebung fühlt sich anders an, geheimnisvoller, die Weite verschwindet und macht einem intensiveren Erleben der unmittelbaren Nähe platz, der Äste und Ranken und Gräser an den Beinen, dem Zirpen der Grillen, den Rufen unsichtbaere Nachtvögel, dem Rhythmus der eigenen Atmung, dem leichten Abendwind auf der verschwitzen Haut, dem Geruch von Wald, Wiese, Heu, und nicht zuletzt dem schmalen Band des Weges, das sich nur dadurch vom Rest der Nacht abhebt, dass es etwas heller als die Umgebung ist.</p>
<p>Vielleicht hätte mich das endgültige Heraufziehen der Dunkelheit beunruhigen müssen, schließlich waren es noch immer ein paar Kilometer bis zum Ziel und ich war den Weg noch nie gelaufen.<br />
Aber es fühlte sich nicht beunruhigend an, hier draußen in die laue Sommernacht zu laufen, als Schatten zwischen anderen Schatten den richtigen Pfad zu suchen, im Limbus zwischen grauer Dämmerung und nachtblauer Schwärze.<br />
Und ich war nicht allein.<br />
Während ich meinen Weg in die Nacht machte, tauchten sie am Wegesrand auf, erst eins, dann zwei, dann fünf, dann ein ganzes Ballett kleiner, strahlender Leuchtpunkte, die wie verspielte Irrlichter durch die samtige Dunkelheit tanzten, sich zu Grüppchen zusammenfanden und wieder verteilten, ein Stück mit mir kamen um sich dann wieder zwischen den schemenhaften Bäumen und Büschen und Feldern jenseits des Weges verloren &#8211; Ende Juni ist die Zeit der Glühwürmchen, und hier draußen, an denfreundlichen Hängen des Beerbachtals, hielten sie heute Nacht ihren großen Ball ab &#8211; und ich durfte Zaungast sein.<br />
Sowas Schönes ist mir lange nicht mehr passiert.</p>
<p>Irgendwann eine T-Kreuzung im Dunkel, es ging nach rechts und nach links. Ich versuchte mich an den richtigen Kurs zu erinnern, aber er fiel mir nicht mehr ein, das Plänchen war inzwischen vollkommen nutzlos.<br />
Also folgte ich eben meinem Bauchgefühl und lief nach link, aufwärts, das fühlte sich richtig an.<br />
Erst einen dunklen Waldrand entlang, dann an einer dichten Hangwiese vorbei, in der irgendetwas vor mir aufschreckte und raschelnd und knackend floh &#8211; wahrscheinlich ein Reh, aber wer weiss das schon in der Dunkelheit?</p>
<p>Je höher ich kam, umso weniger sicher war ich, noch richtig zu sein. Der Weg knickte ein paarmal ab, der Mond war hinter einer Wolke in Deckung gegangen, ich hatte keine Ahnung, ob ich noch in die richtige Richtung lief, bis ich schließlich schon relativ weit oben innehielt und mich umsah: Rechts hinter mir, erkannte ich den dunklen Kegel des Melibokus mit seinem blinkenden Funkturm, wie er sich gegen den etwas helleren Nachthimmel erhob &#8211; und zwar in einer ganz anderen Richtung, als er hätte sein müssen.<br />
Hm, da war ich wohl falsch abgebogen, und stand jetzt mitten in der Nacht irgendwo am Rand des Beerbachtals auf einem unbekannten Weg.<br />
Verirrt aber nicht verloren (denn wirklich verloren gehen kann man hier oben nicht, wenn man sich ein bisschen auskennt, selbst wenn´s dunkel ist), in einer warmen Sommernacht, umgeben musizierenden Grillen und tanzenden Glühwürmchen gibt es Schlimmeres&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich lief den Weg einfach weiter bergauf, durch mehr Felder und Wiesen, bis er schließlich an einem Waldrand auf einen asphaltierten Weg stiess, den ich identifizieren konnte &#8211; irgendwie war ich wohl ein ganzes Stück in die falsche Richtung gelaufen und schließlich an der Augustenhöhe zwischen Nieder-Beerbach und Frankenhausen rausgekommen.</p>
<p>Aber wenigstens wusste ich, wie ich von hier aus sicher und relativ problemlos zurück nach Ober-Beerbach kommen konnte &#8211; einfach der Hutzelstr. über die Neutscher Höhe folgen, zwar noch mal ein ordentlicher Umweg, aber auch bei Dunkelheit gut zu laufen und kaum zu verfehlen. Prima!</p>
<p>Aber erst mal rechts, auf dem Asphaltweg am Rand der Streittanne ostwärts bis zum Ortseingang von Frankenhausen, und dort dann auf die Hutzelstrasse. Nochmal gut aufwärts, auf dem breiten, unbeleuchteten Asphaltweg über den Buckel am Hundsrück und auf die Neutscher Höhe. Gut zu laufen, und dank offener Feld- und Wiesenlandschaft mit gutem restlicht, in dem man genug erkennen konnte, um sich nicht die Haxen zu brechen.</p>
<p>Noch mal ein ganz schönes Stück, vielleicht 3 km über die Hochebene. Auch hier: Fast perfekte Stille bis auf die Grillen, laue Sommernachtatmosphäre, Einsamkeit. Nur einmal sah ich die Scheinwerfer eines fernen Autos über den Fahrweg nach Neutsch kriechen, ansonsten war ich alleine, zwischen dem weiten Himmel (der leider nicht ganz Sternenklar war, das wäre herrlich gewesen), den weiten, dunklen Feldern, und dem fernen Lichterglanz der Dörfer und Städte in der Rheinebene, lief mit mir selbst und den paar Glühwürmchen, die es hier hochgeschafft hatten, stetig und nun doch schon recht angestrengt südwärts die Strasse entlang, bis ich endlich die erste Wegkreuzung über Ober-Beerbach erreichte.</p>
<p>Rechts, nochmal ein paar Meter über den Buckel des Pechkopfes (Puuuh), und dann nur noch abwärts, steil abwärts, auf der rissigen, alten Neutscher Str. hinein ins schlafende Ober-Beerbach, dessen Strassenlaternen mir nach dem langen Laufen in der Dunkelheit beinahe blenden grell erschienen, an den dunklen Häusern vorbei ins Dorf runter, wieder unter der Kirche vorbei, und schließlich, erschöpft aber zufrieden (den schattigen Weg erfolglos nach der verlorenen Trinkflasche absuchend) zum Ausgangspunkt der Tour.<br />
Die Uhr zeigte 23:16 Uhr &#8211; so spät bin ich glaube ich noch nie angekommen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 18,8 km<br />
Zeit: Insgesamt etwas über 2 Stunden unterwegs.<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 66,6% (12,52 km von 18,8 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/neutscher-hohe-beerbachtal.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-5193" title="Neutscher Hohe + Beerbachtal" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/neutscher-hohe-beerbachtal.jpg?w=135" alt="Neutscher Hohe + Beerbachtal" width="135" height="150" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der 4000ste Kilometer: Von Zuhause an den Rhein (13,6 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/16/der-4000ste-kilometer-von-zuhause-an-den-rhein-136-km/</link>
<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 21:44:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/16/der-4000ste-kilometer-von-zuhause-an-den-rhein-136-km/</guid>
<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich´s ja erstmal nicht an die große Glocke hängen und erst zum großen Laufblog-Jub]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Eigentlich wollte ich´s ja erstmal nicht an die große Glocke hängen und erst zum großen Laufblog-Jubiläums-Post am 1.7. verwursten, aber nachdem es heute zufällig und ungeplant auf den Punkt genau hingekommen ist, erwähn´ ich es doch schon mal: Heute abend hab´ ich den viertausendsten Laufblog-Kilometer erlaufen.<br />
Hat zwar deutlich länger gedauert, als ich mir das seinerzeit vorgestellt hatte (das schreib´ ich seit 3000 km jedesmal wenn ich ´ne Tausendermake erreiche&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), aber so ein ganz bissken stolz bin ich natürlich trotzdem&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>So. Aber von vorne.<br />
Heute ist mir was aufgefallen: Ich bin noch nie von Zuhause an den Rhein gelaufen.<br />
Vor knapp zwei Jahren hab´ ich die <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/30/bickenbach-allmendfeld-gernsheim-135-km/">Tour mal BEINAHE von Zuhause aus gemacht</a>, aber ganz am Stück, Haustür bis Rheinufer &#8211; noch nie!<br />
Keine Ahnung warum, aber da musste natürlich endlich mal Abhilfe geschaffen werden.<br />
Deswegen heute auf dem Programm:<br />
Westwärts, geradewegs durchs Ried hindurch, bis nach Gernsheim ans Rheinufer.</p>
<p><!--more--><br />
Schön lange gewartet und schließlich gegen 20:30 losgelaufen &#8211; wenn man schon der untergehenden Sonne entgegenläuft, dann soll die auch richtig untergehen, damit man auch was davon hat. </p>
<p>Die Strecke von der Bergstrasse an den Rhein ist wunderbar unkompliziert: Man läuft einfach so lange nach Westen, bis das Land zu Ende ist und der Fluss anfängt.<br />
Als kleine Bonusschwierigkeiten gibt´s unterwegs zwei Bundesautobahnen und zwei Bahnlinien, die man nur an bestimmten Punkten überqueren kann, aber ansonsten ist das wirklich kinderleicht. </p>
<p>Na ja, eigentlich fast schon zu leicht &#8211; damit das nicht langweilig werden würde, schaltete mein Körper freundlicherweise mal gleich nach dem Start die inzwischen schon traditionell beim ersten Lauf der Woche krampfenden Waden zu, die mir die nächsten Kilometer versüssten (oder verbitterten. Auf jeden Fall würzten).</p>
<p>Und so ging´s dann in den schönen, sonnig-frischen Frühsommerabend. Gemessenen Schrittes westwärts durch Jugenheim, leicht bergab, bis runter an die Bickenbacher Str., dort dann links und auf dem Radweg neben der birkengesäumten K146 nach Bickenbach.<br />
Zuerst entspannt, als die krampfenden Waden offensichtlich wurden (immer dieselben Muskelpartien, vorne außen am Schienbein unterhalb der Knie. Verdammte Insubordination) dann etwas holpriger&#8230;</p>
<p>Durchquerung von Bickenbach auf der Standardstrecke: An die Darmstädter Str., dann rechts und am offen durch den alten Ortskern fliessenden Landbach durch Bachwinkel und Bachgasse, dann die lange, schattige Bahnhofstr. runter und schließlich am Bahnhof durch die Unterführung unter den Gleisen hindurch und ins Gewerbegebiet. </p>
<p>Waden: Weiterhin krampfig.<br />
Tempo: Entsprechend etwas zurückhaltend.<br />
Laune: Trotzdem gut, weil´s so ein schöner Abend war. </p>
<p>Im Gewerbegebiet folgte ich erstmal dem Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) zur Berta-Benz-Str., dann rechts auf die Autobahnbrücke am Lindenhof, auf der ich die A5 überquerte (und obendrauf eine kurze Wadenausdehn- und -ausschüttelpause machte. Aah, das tat gut). </p>
<p>Auf der anderen Seite dann das große Niemandsland zwischen den Autobahnen, kilometerweit nichts als Äcker, Wiesen, Marschland und hin und wieder mal ein Aussiedlerhof &#8211; das hessische Ried, wie es leibt und lebt.<br />
Mit dem Ried hadere ich ja zuweilen gerne mal etwas und beschwere mich darüber, dass es hier so flach und groß und eintönig ist &#8211; das ist aber meistens im Winter, der nun mal nicht die beste Zeit fürs Ried ist.<br />
Tatsächlich ist das hier eine Landschaft für lange, laue Spätsommerabende, denn dann entfalten die weiten, reifen Felder, die unter dem blausamtenen, endlosen Himmel zur Musik der Grillen im Abendwind tanzen, ihre volle Schönheit, und es ist unheimlich schön hier unten.<br />
Heute war noch keiner dieser Spätsommerabende, aber es war schon verflixt nah dran: Ruhig, friedlich, idyllisch, ländlich.<br />
Wenn die Waden nicht gekrampt hätten, wär´s schon fast perfekt gewesen&#8230;</p>
<p>Hinter der Brücke einfach nur geradeaus, auf dem unmarkierten Betonweg an Lindenhof und Weidhof entlang in Richtung WNW, mitten hinein ins Herz der Erbene, immer der untergehenden Sonne entgegen, die gerade direkt vor mir hinter einer größeren Wolkenbank versunken war &#8211; eigentlich ganz angenehm, das blendete nicht so.<br />
Lange gerade.<br />
Richtig lange gerade.<br />
1,5 km wie mit dem Lineal gezogen. Rechts noch ein paar Weiden, dann links das längste Zwiebelfeld aller Zeiten, fast einen Kilometer Zwiebeln, Zwiebeln, nichts als Zwiebeln.<br />
Während einer weiteren Dehnpause zählte ich mal grob, wieviel Zwiebeln so ungefähr auf einen Meter wuchsen (ca. 50) und rechnete das dann eben so grob auf die geschätzten Felddimensionen um:<br />
Ca. 800 m. Feldlänge x ca. 200 m. Feldbreite x ca. 50 Zwiebeln auf einen Meter, das machte&#8230;<br />
äähhh&#8230;<br />
pfff&#8230;<br />
ja, genau: Ca. 8 Millionen Zwiebeln.<br />
Das sind ordentlich Knollen, Freunde!<br />
Allerdings wohl noch nicht wirklich reif, riechen konnte man sie kaum&#8230;</p>
<p>Schließlich der einsame Prüf- und Vermehrungshof mitten in der zwiebeligen Pampa, hier bog ich kurz auf den Radweg 19 ein, lief links um den Hof herum (schöner Blick zurück auf die abendliche Bergstrasse, vom Frankenstein über den Melibokus bis zur Starkenburg &#8211; irgendwann muss ich von diesem Anblick noch mal ein Panoramafoto machen&#8230;), und dann geradeaus weiter.<br />
Das erste Stück neue Strecke für heute, ein unmarkierter, total zugewucherter, unebener Feldrainweg.<br />
Holprig, aber merklich weicher als die bisherigen Betonplattenwege, das gefiel wenigstens den krampfigen Waden.</p>
<p>Und immer weiter westwärts, mehr Zwiebeln, etwas Getreide, eine zu unterquerenden Hochspannungsleitung, rechts die Büsche und schilfigen Niederungen der Schilflache, dann hatte ich auch schon wieder festen Boden unter den Waden, nämlich den vom Erlensee kommenden Radweg 28.<br />
Westsüdwest in Richtung Neuhof, zur Abwechslung mal an einem großen Fenchelfeld vorbei, das im Gegensatz zu den Zwiebeln schon ordentlich duftete.<br />
Hier sank die Sonne auch wieder unter der Wolkenbank hervor, eine riesiger prächtigorangeroter Feuerkugel auf dem Weg zum Horizont, dessen rotes Licht lange, schwache Schatten in die Felder zeichnete. </p>
<p>Am Neuhof die zweite Autobahnüberquerung, dieses Mal über die A67.<br />
Alte Brücke, aus der Zeit als &#8220;die Autobahn&#8221; noch das moderne Symbol  des Aufschwungs im jungen Wirtschaftswunderdeutschland war: Etwas einsam hier draußen im Niemandsland, dicht bewachsen, wirkt leicht verwittert.<br />
Mag ich sehr gerne. </p>
<p>Hoch, rüber, auf der anderen Seite runter, nun direkt auf die rapide sinkende Sonne zu, im strahlenden und immer noch leicht blendenden Abendlicht des brennenden Glutballs, umhoppelt von einem Dutzend vollkommen furchtloser Kaninchen, umschmeichelt vom leichten Abendwind, der nach Sommer roch, und nach Freiheit, und nach Zwiebeln (hier war wohl doch ein etwas reiferes Feld in der Nähe&#8230;).<br />
Herrlich&#8230;</p>
<p>Ungefähr hier fiel mir dann auch auf, dass meine Waden offenbar resigniert hatten, und nur noch ganz leicht ohne echten Enthusiasmus vor sich hinkrampften, mehr aus Gewohnheit als aus Überzeugung.<br />
Na endlich, da konnte ich ja ´nen Tritt zulegen.</p>
<p>Natürlich westwärts (bzw. westsüdwetwärts), natürlich durch die Felder, während rechts von mir der Gernsheimer Stadtteil Allmendfeld vorbeizog.<br />
Allmendfeld mag ich total gerne: Das Dorf wurde erst in den Dreissiger Jahren gegründet und fühlt sich dadurch ganz anders an, als die vielen älteren Orte der Umgebung: Wo die meisten Rieddörfer eng und ein bisschen klaustrophobisch sind, ist Allmendfeld riesengroß und offen, besteht nur aus ein paar ganz langen Strassen (von denen man behauptet, dass sie ursprünglich mal ein Hakenkreuz formen sollten), an denen großzügig Bungalows mit Obstbaumbestückten Gärten und Aussiedlerhöfe mit weiten Pferdekoppeln aufgereiht sind.  So ein bisschen eine grüne Oase inmitten der endlosen Felder, pastoral und hübsch, vor allem an Sommerabenden&#8230;</p>
<p>Ich lief heute nur am äußersten Südrand vorbei, auf dem Berleweg in Richtung Gernsheim. Die Sonne war nun schon so tief, dass die entfernten Häuser von Allmendfeld sie verdeckten, außerdem roch´s hier mal wieder etwas anders, nämlich nach reifen Erdbeeren (messerscharf kombinierte ich, dass das wohl das Erdbeerfeld war, an dem ich gerade vorbeilief).</p>
<p>Immer geradeaus, immer nach Westen, immer weiter in Richtung Gernsheim. Inzwischen lief alles Kreisrund, die Waden hielten´s Maul und das war gut so. </p>
<p>Als ich ein paar hundert Meter hinter Allmendfeld den nordwestlichsten Zipfel des Jägersburger Waldes passierte, machte ich noch eine kleine<br />
Pause, denn rechts versank die Sonne nun endgültig hinter dem Horizont (der von den riesigen Lagerhallen im Biebesheimer Industriegebiet gebildet wurde. Zugegeben, nicht so richtig romantisch, aber was Besseres war halt gerade nicht da), dabei wollte ich ihr zusehen.<br />
Faszinierend wie schnell das geht &#8211; eben noch ein feuriger Halbkreis, dann nur noch ein schmaler, schimmernder Rand, und dann ist sie weg, und nur der rosapastellschimmernde Himmel zeigt noch indirekt, dass sie von jenseits des Randes der Welt weiterleuchtet.<br />
Schön&#8230;</p>
<p>Dämmerung, und vor mir kam bereits Gernsheim in Sicht.<br />
Schnellen Schritts den Berleweg entlang, um noch ein bisschen neue Strecke zu kriege verzichtete ich heute mal darauf, dem Radweg zu folgen und lief stattdessen geradeaus durch bis zur B44 vor dem Ortsrand.<br />
Keine so gute Idee, denn da ging´s nicht weiter &#8211; also musste ich kurz  am Rand der Bundesstrasse entlang zur großen Kreuzug vor Gernsheim.<br />
Normalerweise vielfrequentiert (auch von vielen Lastwagen und Sattelschleppern), kein Radweg, kein Randstreifen &#8211; zum Glück war´s heute Abend relativ ruhig, das ging irgendwie.</p>
<p>An der Kreuzung dann rechts und auf der Heidelberger Str. hinein in die &#8220;Schöfferstadt&#8221; Gernsheim (wie das Ortsschild verkündet &#8211; Gernsheim ist der Geburtsort von Peter Schöffer, einem Mitstreiter von Johannes Gutenberg bei der Erfindung des Buchdrucks, auf den ist man hier &#8211; sicher nicht zu unrecht &#8211; ziemlich stolz).<br />
Schon recht dämmrig, und ich fühlte mich ziemlich fit, also drehte ich hier noch mal richtig auf und nahm das letzte Stück im Semisprint in Angriff: (Natürlich) Westwärts in die Stadt hinein, am Schwimmbad und dem neuen Kreisel vorbei (war der letztes Mal schon hier?),  geradeaus die Bensheimer Str. runter bis zur Bahnunterführung, unter den Gleisen durch (hier roch´s nach Urin, da hatte ich den Erdbeergeruch vorhin irgendwie netter gefunden), auf der anderen Seite die Treppe hoch (keuch!), dann hastig weiter, immer geradeaus, immer westwärts durch die enger werdenden Strassen, Zwingenberger Str. (hübsche alte Steinkirche rechts), dann Schafstr. (keinerlei Verkehr auf den Questrassen, da konnte ich einfach so durchlaufen), dann die alte B44/Biebesheimer Str. vor den Hafenanlagen, fast da, nur noch ein paar hundert Meter links runter, dann rechts, in die wunderbar benannte &#8220;Promenande Bar-sur-Aube&#8221; (Rhein-Neckar-Weg, rotes R), die nicht nur wunderbar französisch-mediterran klingt sondern auch ein bisschen so aussieht mit ihren kleinen Alleebäumchen und dem vollen Yachthafen, der nun rechts vorbeizog, schnell, schnell geradeaus, bis zur Anlegestelle <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/03/13/fruhling-am-rhein-gernsheimer-rheinschleife-und-eicher-see-mit-fotos-128-km/">der Fähre rüber nach Rheinhessen</a>, die aufgrund der Uhrzeit schon den Betrieb eingestellt, an den Schranken vorbei, auf die Uferpromenade, dann noch schnell die steile Treppe runter, und dann war ich am Ziel: Am Ufer des breiten, mächtigen Rheins, dessen Oberfläche herrlich im Abendlicht schimmerte, rosa-pastellig unter dem weiten Himmel, während draußen, zwischen den Ufern, gemächlich ein Lastkahn in die Dämmerung schipperte.<br />
Wunderschöne Abendstimmung.<br />
Und weil ich noch nie von zuhause hergelaufen war, wiederholte ich auch noch mal mein persönliches Fluss-erreicht-Ritual: Zwei Finger ins Wasser (das aus der Nähe so ein bisschen ölig und schleimig aussah) und einen Tupfer Feuchtigkeit auf die heisse Stirn.<br />
Das heisst soviel wie: Hier bin ich, Rhein! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Schöne Tour durchs sommerabendliche Ried, bis auf die Waden schön unkompliziert, trotz der Waden mit ordentlichem Tempo &#8211; die letzten 2,3 km vom Gernsheimer Ortsrand bis zum Ufer hab´ ich sogar mit einer Kilometer-Zeit von deutlich unter 5 Minuten durchgezogen, überhaupt nicht übel für meine Verhältnisse.<br />
Hat Spass gemacht, außerdem zum ersten Mal von daheim ans Rheinufer und am Ende standen auch noch genau 4000 Kilometer auf dem Laufblog-Zähler, das kommt bestimmt nicht wieder&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 13,6 km<br />
Zeit: 1:19 h reine Laufzeit (= 10,33 km/h bzw. 5:48 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 16,99% (2,31 km von 13,6 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/jugenheim-gernsheim.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/jugenheim-gernsheim.jpg?w=150" alt="Jugenheim-Gernsheim" title="Jugenheim-Gernsheim" width="150" height="39" class="alignnone size-thumbnail wp-image-5049" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Etwas zähe Waldtour um den Melibokus (12,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/10/etwas-zahe-waldtour-um-den-melibokus-125-km/</link>
<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 20:17:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/10/etwas-zahe-waldtour-um-den-melibokus-125-km/</guid>
<description><![CDATA[Haaachje&#8230; Irgendwie bekommen mir zwei Tage Pause am Stück nie so gut. Letzte Woche war´s danac]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Haaachje&#8230;<br />
Irgendwie bekommen mir zwei Tage Pause am Stück nie so gut. Letzte Woche war´s danach arg krampfig, und diese Woche &#8211; na ja&#8230;</p>
<p>Gestern in Mainz gewesen, wollte danach unterwegs noch ein bisschen laufen, aber als ich dann gegen 21:00 endlich meinen Kram erledigt hatte und ziemlich abgespannt heimwärts gefahren bin, hatte ich irgendwie keinen echten Drang mehr, noch anderthalb Stunden durch den Wald bei Worfelden zu rennen (dort war die Tour geplant) und hab´s gelassen. </p>
<p>Dafür dann eben heute.<br />
&#8220;Meh&#8221;-Tag.<br />
Mäßiges Wetter, mäßige Laune, mäßige Tagesform &#8211; alles nicht unerträglich mies, aber doch ein bisschen näher an &#8220;schlecht&#8221; als an &#8220;gut&#8221;.<br />
Meh.</p>
<p><!--more--><br />
Start gegen 20:00 Uhr. Das mag ich am Sommer, dass man entspannt in den Abend laufen kann ohne hetzten zu müssen. Wunderbar, und viel besser als die Zeit zwischen November und Februar, wo man zusehen muss, dass man bis 16:00 Uhr durch ist, wenn man überhaupt ein bisschen Tageslicht haben möchte&#8230;</p>
<p>Erstmal südwärts, unter dichten grauen Wolken bei leichtem Nieselregen und extremer Luftfeuchtigkeit (die wiederum mag ich gar nicht) auf dem Blütenweg durchs Feld nach Alsbach.<br />
Langsam, ein bisschen steifbeinig, etwas träge und mit offensichtlich recht niedrigem Kreislauf &#8211; und die Tatsache, dass das Abendessen gerade mal 15 Minuten her war und mir im Magen lag, half auch nicht unbedingt&#8230;<br />
Wie gesagt: Nicht unsäglich mies, aber besonders gut war´s auch nicht, deshalb änderte ich auf den ersten paar hundert Metern auch spontan meine Pläne. Ursprünglich hatte ich eine große Tour um das gesamte Melibokusmassiv laufen wollen, 16 bis 17 Kilometer über Zwingenberg, Auerbach, Hochstädten und Balkhausen, aber das wär´ heut´ einfach nix gewesen, stattdessen kürzte ich die Tour schnell mal um ein ganzes Stück und entschloss mich, oben im Wald um den Melibokus zu laufen.</p>
<p>Durch Alsbach, Asphalt etwas hart, leicht verspannt und träge, Nieselregen immerhin so leicht, dass er nicht nervte: Jugenheimer Str, Katharinenberg, Lindenstr., dann die Kirchstr. links hoch zum Alsbacher Schloss &#8211; den ganz kurzen Aufstieg auf Burgen- und Alemannenweg (blaues B/rotes S), erst das lange Bachtal unter dem Schloss hoch (der Eselsgrund), dann rechts in die Hindenburgstr., kurz danach links und relativ steil durch einen Hohlweg am Hang bis zur Burg.<br />
Fiel nicht leicht, Niedriger Kreislauf und hohe Luftfeuchtigkeit sind keine Traumkombo, da sieht man schon mal ein paar kleine Sternchen vor den Augen tanzen. </p>
<p>Oben angekommen das Schloss ignoriert (&#8220;Jaja, Alsbacher Schloss, sehr nett, aber nur bei gutem Wetter, nicht unter bleigrauem drögen Abendhimmel&#8221;) und links am Freizeitgelände entlang in Richtung Melibokus.<br />
Dann kurze Pause um mit der Frage zu ringen, wie ich weiterlaufen sollte: Rechts den längeren aber bequemeren Comoder Weg, oder links den kürzeren aber steileren Herrenweg.<br />
Hmmm, gar nicht so leicht&#8230;</p>
<p>Schließlich entschied ich mich &#8220;kurz und anstrengend&#8221; und folgte der gelben 4 des Hoboken-Wegs bergauf zum Beginn des Herrenwegs. Nicht wirklich steil, aber heute fiel´s ein bisschen schwer. Uffa!</p>
<p>An der ersten Kehre: Herrenweg rechts. Am Hang entlang, stetig aber mild aufwärts in Richtung Auerbacher Schloss.<br />
Lauf´ ich normalerweise sehr gern, heute war´s nicht so der Bringer. Immerhin hielt das dichte Blätterdach den doofen Nieselregen ab. </p>
<p>Nach einem Kilometer kurz über Nibelungensteig/Lucibergweg, die allerdings schnell wieder nach links in Richtung Melibokuskuppe abbogen (heute war ich doch recht froh, da nicht hoch zu müssen), nach 2 km ging´s dann endlich abwärts runter zum Not-Gottes-Parkplatz zwischen Melibokus (den ich damit halb umrundet hatte) und Auerbacher Schloss. Auch schon wieder ein halbes Jahr her, dass ich her bei klirrender Kälte an einem herrlichen <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/11/berglauf-bei-schnee-und-sonne-uber-den-melibokus-aufs-auerbacher-schloss-mit-foto-km/">sonnig-verschneiten Januartag vorbeigekommen war und Fotos geschossen hatte</a>, schon faszinierend, wie anders das heute aussah.</p>
<p>Hier war´s dann auch schon Zeit für den Rückweg &#8211; an der Westflanke des Melibokusmassivs war ich hergelaufen, nun wollte ich an der wilden Ostflanke zurück &#8211; scharf links, kurz die Melibokus-Strasse hoch, dann rechts ab und auf dem Melibokusweg (gelbe 6, außerdem rotes S des Alemannenwegs) in den dichten, einsamen Hangwald an der mittleren Ostflanke rein, dann wiederum halbrechts und auf dem Neunkrümmweg weiter.</p>
<p>Den Neunkrümmweg mag ich. Er ist unmarkiert und einsam und etwas verwildert, nicht so sehr, dass er unlaufbar wäre, aber so sehr, dass es schon ein bisschen interessanter ist hier zu laufen. Außerdem hat er schönen, weichen Waldboden, das kam mir heute sehr entgegen.<br />
Und er führt kurz über dem Waldrand am Rand des Mühltals vorbeim, entsprechend hat man hier immer wieder herrliche Ausblicke über die Hangwiesen ins das herrliche Tal hinab, und weiter über die dahinterliegenden Höhenzüge die Bergstrasse runter.<br />
Wunderschön, und womöglich einer meiner absoluten Lieblingswege in der Gegend (hab´ ich allerdings noch nie drüber nachgedacht). </p>
<p>Hier lief´s dann langsam etwas besser. Den schlammigen Weg entlang, die Ausblicke auf Felsberg und Krehberg genossen, Rehe in Rauhen Mengen gesehen (wie gesagt: Total einsam hier), zwischenzeitlich versucht auf einem unbekannten Pfad runter ins Mühltal zu kommen (endete nach 50 m. Brennesseln und Dornen am Waldrand vor einem Elektrozaun, da kehrte ich wieder um) &#8211; sehr schön.<br />
Und dann, plötzlich, ein ganz besonderer Moment &#8211; direkt hinter einer Kehre, mitten auf dem Weg schreckte ich ein massiges, graubraunes, überraschend großes Tier auf, das mit einem enervierten Schnauben im dichten Gestrüpp am Wegrand verschwand &#8211; Dachs!<br />
Seit zehn Jahren laufe ich jetzt durch den Wald, aber einem Dachs bin ich noch nie begegnet &#8211; heute war das allererstemal, dass ich einen in freier Wildbahn getroffen habe.<br />
Wahnsinn, damit war der Abend gerettet (auch wenn ich ein leicht mulmiges Gefühl hatte, als ich an der Stelle vorbeilief, an der er im Dickicht verschwunden war &#8211; das war ein ganz schöner Karwenzmann gewesen, sicher einen halben Meter lang und mit Riesenkrallen, wenn der beschlossen hätte, heute Abend eines meiner Beine essen zu wollen, wär´ das sicher hässlich geworden&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  )! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Weiter den Neunkrümmweg entlang, bis zur einsamen Wegscheide am Waldrand zwischen Mühltal und Balkhäuser Tal. Hier oben treffe ich normalerweise immer wenn ich vorbeikommen, einen einzelnen, großen Feldhasen. Wirklich immer. Der ist fast schon sowas wie ein alter Freund.<br />
Heute war er nicht da. Schade, hoffentlich ist ihm nichts passiert&#8230;</p>
<p>Ich lief links, nochmal in den Wald rein und leicht bergauf bis auf den untersten Weg an den Drei Quellen, dann weiter zum Waldrand am Schollrain, da <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/05/img_3030-36p.jpg">wo der Nibelungensteig vom Melibokus aus dem Wald kommt und durch die herrlichen Wiesen am Talrand führt</a>.<br />
Vorletzten Freitag <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/05/22/blogger-team-up-4-das-erste-drittel-nibelungensteig-mit-gerd-und-foto-167-km/">bei der Nibelungensteig-Tour mit Gerd</a> waren wir hier rechts gelaufen, rüber in Richtung Felsberg gelaufen.<br />
Letzten Freitag, bei <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/06/05/ich-kann%c2%b4s-noch-spontaner-28er-durch-die-berge-hinter-seeheim-jugenheim-279-km/">meinem spontanen 28er</a> war ich keuchend und japsend in links gelaufen, den steilen Nibelungensteig zum Melibokusgipfel hoch.<br />
Heute hingegen lief ich halbrechts/geradeaus, den bequemen, leicht abfallenden &#8220;Balkhäuser Rentnerweg&#8221; runter durch die Wiesen an die L3103 Balkhausen-Hochstädten. Hier begegnete mir auch der Feldhase (ich nahm einfach mal an, dass es mein Freund von der Kreuzung über Hochstädten war und grüßte ihn freundlich. Er rannte freundlich weg). </p>
<p>Mmmh, gemächlich bergab im grauen Abendlicht, in der Nase den Geruch von Heu und nassem Asphalt. Angenehm&#8230;</p>
<p>An der Landstrasse links nach Balkhausen rein, und von nun an einfach immer bergab &#8211; durch das endlos lange unterdorf, am Tahlhof rechts und gleich wieder links, auf dem Balkhäuser-Tal-Weg (gelbe 3) am Rückhaltebecken im Talgrund vorbei, an dessen Oberfläche mindestens zwei Dutzend großer Karpfen (?) dümpelten, dann am alten Forsthaus vorbei wieder an die L3103 und auf dem Fuß-/Radweg neben der Strasse den Rest des Tals runter bis nach Jugenheim und nach hause. </p>
<p>Hjaaaneeenaja&#8230;<br />
Nicht super. Aber auch nicht mies.<br />
Eine Füllsel-Tour, wie´s halt auch mal sein muss.<br />
Bis auf meinen allerersten Dachs, der war super!</p>
<p>Strecke: 12,5 km<br />
Zeit: Nicht genommen, langsam.<br />
Neue Strecke: Nicht wirklich<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/umdenmelibokusrunde.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/umdenmelibokusrunde.jpg?w=150" alt="Umdenmelibokusrunde" title="Umdenmelibokusrunde" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4892" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Europawählenlaufen (7 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/07/europawahlenlaufen-7-km/</link>
<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 21:10:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/07/europawahlenlaufen-7-km/</guid>
<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich nach dem Berglauf-28er ja mal zwei Tage pausieren. Aber nachdem Beine und Musk]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Eigentlich wollte ich nach dem Berglauf-28er ja mal zwei Tage pausieren.<br />
Aber nachdem Beine und Muskulatur schon wieder nach einem Tag relativ frisch und gut in Schuss waren, und dann auch noch nachmittags eine Wolkenlücke mit ein bisschen Sonnenlicht den drögen, trüben dauerrerverregneten Sonntagnachmittag auflockerte, überlegte ich´s mir anders (wobei zugebenermaßen auch die Vorstellung, zum ersten mal seit Ewigkeiten über 60 Wochenkilometer zu laufen, eine gewisse Rolle spielte&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). </p>
<p>Außerdem war ja Europawahl, da musste ich ja sowieso nochmal raus und mein Kreuzchen machen. Ehrensache.<br />
(Wie man bei sowas Wichtigem und Positiven wie einer Europawahl nicht wählen gehen kann, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel, das kommt mir immer irgendwie arg dumm und kurzsichtig vor. Andererseits &#8211; wie man wählen gehen und dabei irgendwelche rechtsnationalen Steinzeitpopulisten mit dummdreisten Anti-Europa-Idiotenparolen seine Stimme geben kann , wie es viele unserer Nachbarn getan habe, ist mir zugegebenermaßen noch mehr ein Rätsel &#8211; da zweifelt man manchmal echt an der Mündigkeit von signifikanten Teilen der kontinentalen Bürgerschaft&#8230;). </p>
<p>Also doch noch mal raus, gegen 17 Uhr die Wahlkarte in die Laufweste gepackt, die Schuhe geschnürt, und los. </p>
<p><!--more--><br />
Ganz unspektakuläre Tour, einfach ´ne kleine Runde durch die Nachbardörfer und dann zum Wahllokal: Blütenweg nach Alsbach, dort die Hauptstr. runter (wie immer an Wahltagen fand ich es irgendwie schön, vielen Wählern zu begegnen, die gerade zum alsbacher Wahllokal strebten oder schon wieder auf dem Heimweg wahren, mit dieser leicht feierlichen, irgendwie zufriedenen &#8220;Wir haben an einem demokratischen Akt teilgenommen&#8221;-Gravitas. Mag ich).</p>
<p>Dann weiter über die alte Bergstrasse, an der Melibokusschule vorbei, über die zwei neuen Kreisel, an der L3112 die Brücke in Richtung Hähnlein hoch, schließlich rechts runter, die Abfahrt neben dem alten jüdischen Friedhof runter zur B3.<br />
Dort dann einfach immer nur geradeaus, auf dem Radweg neben der Strasse an der Sandwiese entlang, nach Bickenbach rein, die Darmstädter Str. hoch bis zum nordöstlichen Ortsrand, dann am Landbach durch die Felder zurück nach Jugenheim und durch die Wohngebiete unterhalb der Strassenbahn bis zur Bürgerhalle.<br />
Wählen.</p>
<p>Wie <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/18/matthias-lauft-wahlen-105-km/">beim letzten Mal </a> herrschte nicht allzuviel Andrang, entsprechend ging´s ruck-zuck &#8211; Zettel abgeholt, in die Kabine am Rand der Turnhalle (hmm, dieser typische Turnhallengeruch nach altem Hallenboden und Bohnerwachs, schon lange nicht mehr gerochen), der richtigen Partei meine Stimme gegeben, Karte und Zettel abgegeben, und schon war ich wieder raus, nach weniger als fünf Minuten.  </p>
<p>Deswegen nochmal, und auch wenn ich Gefahr laufe, mich zu wiederholen: Das ist eine wichtige Angelegenheit für uns alle &#8211; und fünf Minuten alle fünf Jahre sind doch eigentlich nicht zuviel verlangt, da sollte eigentlich jeder seinen Hintern aus dem Sessel wuchten und wählen gehen, und nicht nur 42% der Wahlberechtigten&#8230; </p>
<p>Und das war´s dann auch schon fast, nun nur noch durch die Bahnhofstr. und dann rechts, die letzten paar hundert Meter bei einsetztendem Regen nach Süden, dann war ich wieder daheim. </p>
<p>Lief gut, trotz der ungewohnt langen Tour am Freitag keine größeren Beschwerden, und als Bonus auch noch der Bürgerpflicht Genüge getan, netter Wochenabschluss.</p>
<p>Strecke: 7 km<br />
Zeit: Uhr hab´ ich daheimgelassen, war eh ja nur ein Miniründchen<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 4,14% (0,29 km von 7 km &#8211; zwei bisher nie gelaufene Querstrassen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> )<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/europawahlrunde.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/europawahlrunde.jpg?w=150" alt="Europawahlrunde" title="Europawahlrunde" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4883" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Harte Tour mit harten Waden: Holpernd um den Erlensee (11,6 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/03/harte-tour-mit-harten-waden-holpernd-um-den-erlensee-116-km/</link>
<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 20:47:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/03/harte-tour-mit-harten-waden-holpernd-um-den-erlensee-116-km/</guid>
<description><![CDATA[Oh mann, manchmal hab´ ich echt das Gefühl, mein Körper will mich verarschen. Da bin ich Ende letzte]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Oh mann, manchmal hab´ ich echt das Gefühl, mein Körper will mich verarschen.<br />
Da bin ich Ende letzter/Anfang dieser Woche drei Tage in Folge gelaufen, anspruchsvolle Touren mit ordentlich Höhenmetern und/oder (für meine momentanen Verhältnisse) gar nicht mal sowenig Strecke.<br />
Und das hat prima geklappt, tatsächlich ist es sogar von Tag zu Tag besser gelaufen.<br />
Sogar obwohl ich ein bisschen dehnfaul war&#8230;</p>
<p>Dann einen Tag Pause, und heute dann ein eigentlich vollkommen laues, leichtes, entspanntes Flachlandründchen &#8211; und auf einmal wird´s aus heiterem Himmel furchtbar zäh und krampfig und total anstrengend. </p>
<p>Aber von vorne:</p>
<p><!--more--><br />
Heute hatte ich läuferisch mal nichts Besonderes vor &#8211; keinen großen Plan, kein entferntes Ziel, keine lange im Voraus geplottete Strecke.<br />
Stattdessen wollte ich einfach mal wieder irgendwie ein bisschen was Nahes ablaufen, irgendeine ruhige, entspannte Strecke von zuhause aus in den freundlich-leicht bewölkten, kühlen Abend rein, ganz enspannt und unambitioniert. Kurz vor dem Start entschied ich mich spontan für eine Runde um den Erlensee hinter Bickenbach &#8211; da war ich schon fast ein Jahr nicht mehr gewesenen und die Strecke ist wunderbar unkompliziert, genau das Richtige. </p>
<p>Schön lange gewartet bis die Sonne schon fast am Horizont war, und dann so gegen 20:30 los.<br />
Eigentlich mag ich langsame, träge, faule Runden in der blauen Stunde durch einen Sommerabend, das ist immer so schön friedlich, besinnlich und vollkommen Stressfrei.<br />
Eigentlich&#8230;</p>
<p>Nur dass es das heute nicht war &#8211; praktisch mit dem Loslaufen gab´s Probleme.<br />
Die Waden, genauer gesagt die Muskelstränge vorne außen am Schienbein, unterhalb vom Knie.<br />
Die wollten überhaupt nicht mit und stellten sich demenstpechend von Anfang an quer, waren unkooperativ, holzig, krampfig.<br />
Schon interessant, wie so ein paar kleine Muskelchen, an die man normalerweise nicht mal richtig denkt, einen Unterschied zwischen einem schönen, ruhigen Abendlauf und einer unangenehmen, verkrampften (Tor)Tour machen können. </p>
<p>Ich lief erstmal abwärts durch Jugenheim, die Merckstr. runter, dann über &#8220;Sandacker&#8221; und den Pappelweg auf die Bickenbacher Str., dann aus Jugenheim raus und auf dem Radweg an der birkengesäumten K146 durchs Feld nach Bickenbach.<br />
Eigentlich wunderbare friedliche Abendstimmung über den sattgrünen Feldern, leichter Abendwind, untergehende Sonne schräg von vorne, hätte mir richtig gefallen müssen.<br />
Aber ich war mit den Waden beschäftigt, die so schwer und unwillig waren, dass ich nach gerade mal einem Kilometer die erste Dehnpause einlegen musste.<br />
Das half ein bisschen.<br />
Für ein paar hundert Meter.<br />
Aber leider keine Dauerlösung &#8211; asphaltharte Waden auf wadenhartem Asphalt, das war heute kein Rollen oder Gleiten, sondern ein extrem unschönes, unrundes Stampfen, das leicht weh tat und trotz langsamem Tempo viel mehr Kraft kostete, als es eigentlich hätte sein dürfen.<br />
Als ich Bickenbach erreichte, dachte ich bereits ernsthaft über einen Abbruch nach&#8230;</p>
<p>Aber dann dehnte ich halt noch mal/schon wieder und machte doch weiter, erfahrungsgemäß läuft sich das meist irgendwann halbwegs raus.</p>
<p>Schwerfällig durch Bickenbach, die schöne Bachgasse runter, neben dem offen fließenden Landbach an den alten Häusern und Höfen vorbei, auf dem erdigen Untergrund neben dem Bach, der war eine Idee weicher, das half etwas.<br />
Dann über die Bebelstr. und auf der Bahnhofstr. zum Bahnhof, mit noch mal Dehnen und &#8211; nach gerade mal 3 km &#8211; einer kleinen Gehpause.<br />
Fast schon peinlich: Atmung und Puls fast auf Ruheniveau, kaum geschwitzt, aber ich musste einfach ein bisschen gehen und die Waden ausschütteln, bevor´s weitergehen konnte.<br />
Autsch, Mistdinger!</p>
<p>Am Bahnhof auf dem Saar-Rhein-Main-Weg unter den Gleisen durch und bis zur Bertha-Benz-Str. im Gewerbegebiet, dort dann rechts aus Bickenbach raus in die Felder und nach ein paar hundert Metern links unter der A5 durch.<br />
Vorerst Schluss mit Asphalt, stattdessen weicher Sandboden.<br />
Das gefiel den Waden. Ein bisschen.</p>
<p>Rechts hoch in den Wald, dann links durch eine Schneise ans Ostende vom Erlensee und gegen den Uhrzeigersinn den schmalen, zugewucherten Weg am Ufer entlang. Erlensee-Rundweg (Marker Gelbe 2). </p>
<p>Der Erlensee ist erst ein paar Jahrzehnte alt und hat mal als Kiesgrube angefangen, aus der ein Großteil des Fundaments der lokalen Autobahnstreifen stammt. Sieht man ihm heute aber nicht mehr an, hier ist alles wild und zugewachsen, der Uferweg nur ein schmales Pfädchen, das sich zwischen den Bäumen hindurchschlängelt.<br />
Ich mag´s hier. </p>
<p>Westwärts am Nordufer entlang, da wo sich gerne die Nudisten tummeln. Heute abend waren sie aber schon weg, da war ich ganz froh drüber (nicht dass ich was gegen Nudisten hätte, aber hier trifft man meist auf ältere und generell Walrossförmige Exemplare, die den Kampf gegen die Schwerkraft schon lange verloren haben &#8211; und die sind irgendwie nicht so ganz mein Fall, gerade wenn sie einem ungezwungen und generell &#8230;schwingend auf dem schmalen Pfädchen entgegenkommen. Gutgebaute paarundzwanzigjährige-Supermodel-Beachvolleyballerinnen-Nudisten sind hingegen unerklärlich rar&#8230;).<br />
Dafür waren die Stechmücken umso zahlreicher, die kommen aus dem nahen NSG Pfungstädter Moor, das zwar ökologisch unglaublich wertvoll ist, aber eben auch eine Brutstätten für Blutsaugergesocks.<br />
Hätte ja gerne noch ´ne Dehnpause an einem Baum gemacht, aber anhalten war hier nicht, sobald ich langsamer als 6 oder 7 km/h wurde, stürzte sich die Meschpoke mit gierigen Rüsseln auf jeden offenen Quadratzentimeter Haut und begann,  Blut abzupumpen.<br />
Keine Ahnung, wie die Nudisten das aushalten, ich musste auf jeden Fall notgedrungen durchrennen, auch wenn die Waden kreischten&#8230;</p>
<p>Am westlichen Ende des Nordufers sah ich eine riesige Schafherde am Rand des Moores vor sich hinweiden und blöken (hätte gerne geschaut, aber die Schnaken ließen mich nicht&#8230;), dann ging´s links ab, am Hauptbadestrand und dem verwaisten Kiosk vorbei, dann wieder links und am schmalen Süduferpfad (der für die Angler reserviert und dementsprechend mit Verbotsschildern zugepflastert ist ["Denk nicht mal dran, dich ohne Angelschein dem Ufer zu nähern, Fremder] zurück nach Osten.</p>
<p>Waden immer noch hart und krampfig, entsprechend noch mal eine Geh- und Dehnpause, dann war das Seeufer zu Ende und ich lief im offenen Gelände rechts runter in Richtung Lindenhof.<br />
Schöne Abendstimmung, die Sonne war inzwischen hinter dem Horizont versunken und beleuchtete nur noch die rotgolden schimmernden Wolken und den riesengroßen, milchigen Mond über dem Melibokus, bis auf das Rauschen der nahen Autobahn war alles ganz friedlich. </p>
<p>Links des Weges die Rollrasenfelder des Hartenauer Hofs, herrlich einladend und viel weicher als dieser blöde Betonplattenweg, auf dem ich gerade lief &#8211; wäre liebend gerne aufs grüne Gras gewechselt, dummerweise war hier gerade ein mürrisch dreinblickender Typ an einer Bewässerungsanlage zugange, der mich sicher angeschnauzt hätte, wenn ich über seinen Kunstrasen gelaufen wäre.<br />
Also weiter Betonweg, schweren harten Schritt um schweren harten Schritt, erst auf die Strasse zum/vom Erlensee (Radweg 28), dann weiter zum Lindenhof.<br />
Ack.<br />
Ack.<br />
Ack&#8230;</p>
<p>Am Lindenhof links (Saar-Rhein-Main-Weg, gelbes Plus) und auf der Autobahnbrücke über die A5 und zurück ins Bickenbacher Gewergebiet, dort der Benz-Str. nach rechts gefolgt.<br />
Kein Fußweg, kein Randstreifen, Fahrbahnrand in Richtung Bickenbach.<br />
Immerhin wenig verkehr.<br />
Am Pflanzenhof vorbei, unter der Bahn durch, dann auf dem Fliederweg nach Bickenbach rein, über die B3, am Jagdschloss entlang, und schließlich die Hügelstr. hoch. </p>
<p>Inzwischen dämmerte es ernsthaft und wurde langsam frisch, aber immerhin hatten sich meine Waden so langsam mit der Lauferei abgefunden und kooperierten &#8211; zwar immer noch etwas mürrisch und unwillig, aber wenigstens hatten sie die Krampferei aufgegeben.</p>
<p>Einmal zurück durch Bickenbach, am Ende der Hügelstr. dann auf die namenlosen kleinen Feldwege zwischen Bickenbach, Jugenheim und Alsbach gewechselt und heimwärts.<br />
Auch hier: Schön friedlich und dämmerig, als Bonusdreingabe Unmengen Karnickel, die in alle Richtungen davonstoben, sobald ich mich näherte.<br />
Meine Beine machten immer besser mit.<br />
Klar, jetzt wo´s fast geschafft war&#8230;</p>
<p>Über den Strassenbahnübergang im Feld, 150 m. das dümmste Kaninchen des Abends vor mir hergeschäucht (da sich nicht entscheiden konnte, ob es links oder rechts in die Büsche fliehen sollte, und deshalb halb panisch halb gemächlich im Zickzackkurs auf dem Weg vor mir herhoppelte), über die L3100, dann den flachen Hang hoch auf den Blütenweg und mit dem allerletzten Tageslicht links nach Hause. </p>
<p>Heidenei. Dafür, dass es ganz langsam und flach war, ist das heute nicht wirklich gut gelaufen. Am Ende war ich ganz schön abgeschafft und steif, und das, obwohl ich mich nicht mal angestrengt hatte. Anscheinend mögen meine Waden im Moment einfach keinen Asphalt und kein Flachland, sondern haben nur Lust auf Waldboden und Steigungen.<br />
Ein bisschen schade um den wunderschönen Abend, aber was will man machen&#8230;</p>
<p>Strecke: 11,6 km<br />
Zeit: Mit Geh- und Dehnpausen fast 1:20 h<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 3,62% (0,42 km von 11,6 km &#8211; irgendwie hab´ ich´s geschafft, auf dieser Standartstrecke tatsächlich noch ein paar noch nicht gebloggte Meterchen einzufügen)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/erlenseerunde.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/erlenseerunde.jpg?w=150" alt="Erlenseerunde" title="Erlenseerunde" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4861" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kleine Bergtour zum Wochenabschluss: Jugenheim - Steigerts (7,5 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/31/kleine-bergtour-zum-wochenabschluss-jugenheim-steigerts-75-km/</link>
<pubDate>Sun, 31 May 2009 20:48:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/31/kleine-bergtour-zum-wochenabschluss-jugenheim-steigerts-75-km/</guid>
<description><![CDATA[Kinder, ich sach´ euch: Das is´ vielleicht ´ne Essengeherei dieses Wochenende &#8211; gestern erst M]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Kinder, ich sach´ euch: Das is´ vielleicht ´ne Essengeherei dieses Wochenende &#8211; <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/05/30/bundesstrase-wald-und-weinberge-an-der-bergstrasse-von-jugenheim-ins-meerbachtal-144-km/">gestern erst Mittagessen in Vetters Mühle in Bensheim-Zell</a>, und heute gleich schon wieder, dieses Mal im <a href="http://www.zum-talblick.de/index.htm">Talblick</a> im kleinen Bergdörfchen Steigerts auf dem wunderschönen &#8220;Dach&#8221; von Seehei-Jugenheim.</p>
<p>Passte mir perfekt in den Kram &#8211; einerseits fehlte mir ja noch ein Lauf diese Woche und ich hatte nochmal richtig Lust auf ein paar ordentliche Höhenmeterchen, andererseits wollte ich aber nicht mehr so weit laufen, weil morgen bereits die nächste Tour ansteht (Mainz-Kastel nach Wiesbaden rein), da schien mir ein bisschen Mäßigung angebracht.<br />
Und Steigerts war da perfekt: Über den Heiligenberg, die Kuralpe und die Hutzelstraße sind´s von zuhause aus weniger als 8 Kilometer Strecke, die aber trotzdem mit knapp 400 Höhenmetern samt herrlicher Landschaft aufwarten können.<br />
Genau das Richtige zum Wochenabschluß.</p>
<p><!--more--><br />
Start von daheim aus gegen 12:00 Uhr, eine knappe Stunde vor der verabredeten Mittagessenzeit (wollte ausnahmsweise mal nicht signifikant zu spät kommen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).<br />
Wetter herrlich warm und sonnig, Matthias frisch, ausgeruht und bester Dinge. </p>
<p>Entspanntes Tempo, um den wunderbaren Tag zu genießen und die wie üblich zu Anfang leicht zickigen Waden zu schonen, auf dem Blütenweg (gelbes B) nordwärts durchs Dorf.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/jossastr.jpg">Jossastr.</a> und gleich links, durch den <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0495.jpg">schattigen Pauerweg</a>, die <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/hauptstr.jpg">Hauptstr. hoch</a>, dann kurz hinter der Krone rechts auf den <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0496.jpg">Fußweg, der neben der Strasse zum Heiligenberg hoch führt</a>.<br />
Der Anfang vom Aufstieg.</p>
<p>Wenn man von Jugenheim über den Heiligenberg, den Vogelherd und die Hutzelstrasse auf den Steigerts laufen möchte, hat man einen Weg vor sich, der ziemlich anstrengend ist.<br />
Aber auch ziemlich ehrlich: Es geht einfach immer nur bergauf.<br />
Man klettert, klettert, klettert, klettert, klettert und irgendwann ist man oben.<br />
Das mag ich&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Links, an der Gedenkstätte für die <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/eingang-heiligenberg.jpg">Jugenheimer Weltkriegstoten</a> vorbei und den verbundgepflasterten Fußweg unterhalb der <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0503.jpg">Bergkirche</a> hoch, an der Kreuzung neben der Kirche dann geradeaus und auf dem Burgenweg (blaues B)/Alemannenweg (rotes S) weiter bergauf, bis zur Fahrstrasse am romantischen Weiher vor dem Schloss, wo gerade ein paar Kinder nach Kaulquappen fischten. Hab´ ich früher auch gemacht&#8230;</p>
<p>Bis hierher schon gut steil, das brachte mich gleich mal richtig schön auf Betriebstemperatur. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und wieder links, die <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_0549.jpg">Strasse zum Schloss hoch</a> (das verlinkte Bild ist aus dem Januar, heute war´s natürlich viel grüner und schattiger), kurz verschnauft und den wie immer herrlichen <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/01/img_05501.jpg">Anblick</a> von Schloss Heiligenberg gewürdigt, dann um die Anlage herum und auf vor dem Parkplatz scharf rechts, aufwärts (natürlich! Was denn auch sonst?) zum Waldrand, dort halbrechts auf den namenlosen schmalen Weg, der südlich des Gipfels um den Marienberg herum führt. </p>
<p>Abenteuerlich: Schmaler Weg am sonnigen Steilhang, uneben, zugewuchert, zuweilen mit schönen Blicken durchs dichte Blätterdach runter ins Balkhäuser Tal.<br />
Und teilweise ganz schön steil.<br />
Weiter bergauf&#8230;</p>
<p>Hinter dem Gipfel des Marienbergs stößt der Weg relativ bald auf den Wanderweg SJ2, auf dem´s dann ein Stück bergab runter zum Hechlersgrund geht &#8211; eine kleine Gelegenheit zum Verschnaufen und Treiben lassen, die nutzte ich natürlich. </p>
<p>Runter zum Waldrand an der Kaiserbuche, dann auf dem uralten Asphaltweg über die herrliche offene Anhöhe am Hechlersgrund (sonnenbeschienene Weiden mit freundlichen Pferden, rechts eine wunderbare Aussichte über Balkhausen hinweg zum Melibokus), am Ende des Wiesenstückes dann geradeaus in den dichten, schattigen Wald am Vogelherd. </p>
<p>Von nun an einfach dem Weg SJ2 hinterher, der kurz drauf rechts abbiegt, am versteckten Weiler Hainzenklingen bei Stettbach vorbeiführt, und sich dann stetig aber meist mit erträglicher Steigung (manchmal am oberen Ende der Komfortzone, aber insgesamt noch drin) über einem steilen, langen Bachtal durch den wunderschönen Kiefern-/Laubmischwald windet, irgendwann eine scharfe Kehre vollzieht, und schließlich nach noch ein paar steileren Passagen am oberen Ende des Walds am Vogelherd wieder ins Freie führt. </p>
<p>Runter zur Kuralpe (wieder bergab, nochmal Durchatmen und Genießen), durch unsagbar schöne Sommerwiesen, frisch gemäht und nach Heu riechend, mit zirpenden Grillen und blökenden Schafen. Rechts hinter dem Balkhäuser Tal der mächtige Rücken des Felsbergs, links darunter die Kuralpe, deren Parkplatz wie an einem solchen Sonntagmittag zu erwarten aus allen Nähten platzte.<br />
Gemächlich bergab, an ein paar Reitern vorbei bis zur L3098 bei der Kuralpe, dort dann links die Hutzelstraße hoch (Marker: Weitwanderweg Odenwald-Vogesen/Roter Balken und Europäischer Fernwanderweg 1/Weisses Andreaskreuz). </p>
<p>Eine meiner Lieblingspassagen überhaupt: Die asphaltierte Hutzelstraße führt sanft aufwärts durch unsagbar schöne Bergwiesen, am Wegesrand stehen schattige Bäume, hin und wieder passiert man ein Wäldchen oder ein paar weidende Kühe. Es ist schön still hier oben, und <a href="http://www.panoramio.com/photos/original/12865518.jpg">die Aussicht ist traumhaft</a> &#8211; rechts blickt man in den Odenwald rein, über das weite, wunderschöne Modautal zur Neunkircher Höhe und weiter nach Norden, am Otzberg vorbei ins Dieburger Land. Links hingegen öffnet sich immer wieder mal der Blick durch die Vorberge des Odenwalds hinunter in die unendlich große Rheinebene, bis er schließlich am Taunus oder dem Berg- und Hügelland in Rheinland-Pfalz hängen bleibt.<br />
Hochgenuß!!</p>
<p>Gemächlich aufwärts, alles im Fluss, Augen je nach Bedarf nach rechts, links oder geradeaus, ein, zweimal machte ich auch ein Aussichtspäuschen (obwohl ich das alles schon oft genug gesehen hab´ &#8211; einmal mehr geht immer!!!), dann schließlich das Wäldchen am Steigerts, seines Zeichens mit 440 m. ü. NN der höchste Punkt von Seeheim-Jugenheim.</p>
<p>Hier links in den Wald, dem Weitwanderweg Odenwald-Vogesen folgend um die Kuppe herum, an ziemlich vielen Wanderern und Bikern vorbei, die ebenso glücklich und zufreiden wirkten, wie ich mich fühlte.</p>
<p>Am Ende des Wäldchens dann geradeaus den Asphaltweg runter und die letzten Meter durchs Winzige steigerts auf der Anhöhe bis auf die Außenterasse des <a href="http://www.zum-talblick.de/">Talblicks</a>, wo´s ein leckeres Mittagessen (ausnahmsweise mal kein Kochkässchnitzel, das hatte ich ja erst gestern) und einen grandiosen Blick auf die Frankfurter Skyline jenseits der Ebene gab. </p>
<p>Alles perfekt: 7,5 herrlich entspannte Kilometer, knapp 400 herrlich anspruchsvolle Höhenmeter, und das alles in herrliche pittoresker Landschaft bei herrlicher Sonntagslaune, abgerundet mit überbackenem Schweinelendchen mit Herzoginkartoffeln.<br />
So sollten alle Laufwochen enden!!! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 7,5 km<br />
Zeit: Knapp unter einer Stunde, mit allem Drum und Dran<br />
Neue Strecke: Keine<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/jugenheim-steigerts.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/jugenheim-steigerts.jpg?w=150" alt="Jugenheim-Steigerts" title="Jugenheim-Steigerts" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4794" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bundesstraße, Wald und Weinberge: An der Bergstrasse von Jugenheim ins Meerbachtal (14,4 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/30/bundesstrase-wald-und-weinberge-an-der-bergstrasse-von-jugenheim-ins-meerbachtal-144-km/</link>
<pubDate>Sat, 30 May 2009 20:27:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
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<description><![CDATA[Irgendwie ist in letzter Zeit relativ häufig Laufen im Meerbachtal angesagt &#8211; letzten Sonntag ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Irgendwie ist in letzter Zeit relativ häufig Laufen im Meerbachtal angesagt &#8211; letzten Sonntag erst die wunderschöne Tour von <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/05/24/unter-der-knodener-hohe-von-wilsmhausen-nach-gronau-121-km/">Wilsmhausen nach Gronau</a>, heute dann Mittagessen mit der Verwandschaft im Ausflugslokal <a href="http://www.vettersmuehle.de/">Vetters Mühle</a> im Bensheimer Ortsteil Zell &#8211; im unteren Meerbachtal.</p>
<p>Aber hey, mir soll´s recht sein, da unten ist es verdammt hübsch, und wenn man eh dorthin muss, dann kann man das ja auch gleich zu Fuß erledigen.<br />
Folgerichtig heute auf dem Plan: Am späten Vormittag von zuhause aus bis runter nach Zell, um dort rechtzeitig zum Mittagessen gegen 13:00 Uhr anzukommen.<br />
Möglich waren dabei zwei Routen:<br />
1) Entweder der B3 am Fuß der Bergstraße folgen und von Bensheim aus nach Zell hochlaufen. Unkompliziert, flach, und ehrlich gesagt ein bisschen langweilig<br />
2) Oder eine Route geradewegs durch die Berge wählen und einfach irgendwie über die Höhenzüge und durch die steilen Täler am Rand des Odenwalds. Überhaupt nicht langweilig, aber mit einem Streckenprofil wie ein Riegel Toblerone &#8211; Sackanstrengend, mit hunderten von Höhenmetern und einigen extrem brutalen An- und Abstiegen, außerdem extrem zeitaufwändig (&#8220;Hoch-runter-hoch-runter-hoch-runter-hoch-runter&#8221; geht einfach nicht so schnell wie &#8220;Geradewegs eben durch&#8221;).</p>
<p>Auf &#8220;unkompliziert und ein bisschen langweilig&#8221; hatte ich keine rechte Lust, aber die Monsterleidenstour über multiple Höhenrücken wollte ich mir auch nicht voll geben, also entschied ich mich schlussendlich für einen Kompromiß: Den ersten Teil der Strecke würde ich eher flach am Fuß der Bergstraße laufen, und in Auerbach dann links hoch in die steilen, wunderschönen Vorberge des Odenwalds einbiegen und mich auf bisher unbekannten (und wahrscheinlich relativ abenteuerlichen) Nebenpfaden über die vorgelagerten Anhöhen und kleinen Seitentäler der Bergstraße bis Zell durchschlagen.<br />
Best of both worlds, das sah doch prima aus!</p>
<p><!--more--><br />
Vormittags die Siebensachen zusammengepackt &#8211; Plänchen (essentiell angesichts der verschlungen Pfade, über die der zweite Tourteil führen sollte), zwei Fläschchen Isoplörre im Trinkgürtel (Berglaufen bei Wärme, da hat man besser ein bisschen was dabei um die Kehle zu benetzen), und das Handy, um bei der wartenden Verwandschaft anzurufen, falls ich mich verspäten sollte (was durchaus wahrscheinlich war, angesichts der Tatsache, dass ich mich wieder mal ein bisschen zu spät auf die Socken machte und die Strecke aus Zeitgründen nicht vermessen hatte).<br />
Und Start, gegen halb Zwölf auf die Piste.</p>
<p>Aaaaaaaaah.<br />
Wahrscheinlich hat jeder Läufer davon, wie das für ihn perfekte Laufwetter auszusehen hat.<br />
Meins sieht so aus:<br />
Es herrschen 17° bis 22° Celsius. Die Sonne strahlt aus einem azurblauen Himmel mit ein paar Schäfchenwolken. Die Luft ist klar und frisch, mit exzellenter Fernsicht und moderater Luftfeuchtigkeit. Und dazu weht eine leichte, erfrischende Brise.<br />
Heute war perfektes Laufwetter!<br />
Herrlich, da war das glückliche Grinsen vom ersten Schritt an wie festgetackert&#8230;</p>
<p>Südwärts, auf dem Blütenweg (gelbes B) aus Jugenheim raus und durch die sonnigen Felder nach Alsbach, dort der Standardroute durchs Oberdorf gefolgt (Jugenheimer Str., &#8220;Am Katharinenberg&#8221;, &#8220;Lindenstr.&#8221;, Hochstr.) und schließlich auf dem Blütenweg durch die Weinberge bis zum Grenzweg am Nordrand von Zwingenberg.</p>
<p>Lief ziemlich gut soweit. Meine Waden waren ein bisschen schwer und krampfig, wie schon die ganze Woche. Aber kein Problem, ich machte einfach schön langsam und achtete darauf, sie nicht zu sehr zu beanspruchen, das ging relativ problemlos.<br />
Außerdem war´s entspannter so, genau richtig um die schöne Umgebung bei Kaiserwetter so richtig zu geniessen.</p>
<p>Auch in Zwingenberg folgte ich dem Blütenweg weiter nach Süden, durch die ruhigen, freundlichen Wohngebiete an der Jugenheimer Str. und der Stuckertstr., bevor ich am Friedhof rechts in die Friedhofstr. einbog und sanft abwärts zur alten Bergstraße runter lief (die Alternative wäre gewesen, steil links den Hang &#8220;Auf der Ebene&#8221; hochzulaufen, aber da hatte ich keine Lust zu &#8211; erstens stand für später ja noch genug &#8220;Steil&#8221; auf der Tagesordnung, und zweitens hätte ich vor Auerbach dann trotzdem irgendwann wieder runter an die Bergstraße gemusst. Nee, nee, nee, das war nix).</p>
<p>Also schön entspannt abwärts, am Friedhof entlang, dann auf dem extrem schmalen Bürgersteig an den alten Häuseln links die alte Bergstraße (Alsbacher Str.) runter, die sich kurz darauf mit der neuen Bergstraße (B3) vereinigte.<br />
Und weiter südwärts, ausgeglichen und entspannt an der B3 durch Zwingenberg.<br />
Die wunderschöne Altstadt hatte ich ja gerade letzten Freitag beim <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/05/22/blogger-team-up-4-das-erste-drittel-nibelungensteig-mit-gerd-und-foto-167-km/">grandiosen ersten Teil des Nibelungensteigs</a> genießen können, also liess ich sie heute mal im wahrsten Sinne des Worte links liegen und lief stattdessen ein Stück durch den kleinen, lauschigen Zwingenberger Stadtpark an der alten Stadtbefestigung entlang.<br />
Gepflegte Grünflächen, hohe alte Bäume, hin und wieder mal links ein Einblick in die schmalen Kopfsteinpflastergassen mit ihren alten Fachwerkhäusern, überragt vom mächtigen grünen Bergkegel des Melibokus &#8211; sehr nett, und außerdem schön schattig, das war gar nich mal so unangenehm nach den letzten paar Kilometern in der prallen (wenn auch gottseidank nicht besonders heissen) Sonne.</p>
<p>Am Ende des Stadtparks dann wieder an die B3.<br />
Wie gehabt, neben der Straße entlang. Immer weiter nach Süden.<br />
Übrigens durchaus nett &#8211; es gibt ja Strecken neben Bundesstraßen, die sind nicht besonders hübsch, gerade draußen in der Pampa, wo das meist Tempolimit hoch und die Fuß-/Radwege oft schmal oder nichtexistent sind.<br />
Aber die B3 führt durch die Orte, da ist praktisch immer Tempo 50 (das dank der in den letzten Jahren immer häufiger auftauchenden Starenkästen am Straßenrand meist auch eingehalten wird) und es gibt immer was zu Schauen, schließlich sind das hübsche und alte Dörfer und Städte, die sich hier wie an einer Perlenkette aufgereiht die Bergstraße runterziehen.</p>
<p>Inwzischen war ich übrigens am Ende von Zwingenberg angekommen, das quasi nahtlos in den Bensheimer Stadteil Auerbach übergeht.<br />
Zeit: High Noon. Tönende Kirchenglocken aus allen Richtungen begleiteten meinen Einlauf in Auerbach. Schön! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das nördliche Auerbach ist ein altes Villenviertel, da läuft sich´s immer recht schön &#8211; links und rechts der Strasse stehen viele große alte Häuser in großen alten Gärten voller großer alter Bäume.<br />
Schattig und angenehm und die regelmäßigen Querstrassen boten szenische Aussichten auf die steilen, sonnigen Weinberge (uijuijui, hier geht´s wirklich ordentlich aufwärts) und das beeindruckende <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/11/berglauf-bei-schnee-und-sonne-uber-den-melibokus-aufs-auerbacher-schloss-mit-foto-km/">Auerbacher Schloß</a> mit seinen beiden großen Rundtürmen (beflaggt und wunderschön vor dem strahlendblauen Himmel) auf dem Auerberg hoch über der Stadt.</p>
<p>Und immer weiter südwärts neben der B3. Zwischendrin machte ich mal ´ne kurze Dehnpause für die Waden (das gefiel ihnen) und trank meine erste Flasche brühwarme Isoplörre (gah!), ansonsten ging´s schön gleichmässig weiter, im herrlichen, warmen Schein der Mittagssonne durch Auerbach, das zu Fuß irgendwie viel länger ist, als wenn man dem Auto durchfährt (komisch&#8230;).</p>
<p>Nach 1,7 km überquerte ich schließlich die große Kreuzung an der Bachgasse, wo´s links hoch nach <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/11/14/hochstadter-tal-furstenlager-lautertal-mit-fotos-134-km/">Hochstädten und ins Fürstenlager</a> geht, und weitere 200 m. war dann endgültig Schluss mit lustig.</p>
<p>Ok, gut, eigentlich stimmt das überhaupt nicht.<br />
Tatsächlich war nur Schluss mit &#8220;Bequem und ein bisschen langweilig&#8221;.<br />
&#8220;Lustig&#8221; fing hingegen jetzt erst so richtig an!<br />
Ab hier ging´s nämlich links hoch, runter von den ausgetretenen, altbekannten Pfaden und geradewegs hinauf in Richtung der steilen, wunderbaren, pittoresken, steilen Weinberge.</p>
<p>Die übrigens total steil sind, falls ich das noch nicht erwähnt haben sollte&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zuerst gar nicht schlimm:<br />
Links von der B3 ab und den schmalen Hochzeitsweg hinauf.<br />
Wieder mal älteres Wohngebiet, sanft am Hang, noch gar nicht steil.<br />
Überhaupt kein Problem</p>
<p>Dann über die Ludwigsstr. und weiter den Hochzeitsweg hoch.<br />
Der nun schon etwas anzog.<br />
Schon ein bisschen fordernd.</p>
<p>&#8230;und dann noch etwas mehr anzog&#8230;<br />
Puha, warum war denn die Sonne auf einmal so heiss?</p>
<p>&#8230;und dann *pfffft* noch etwas *uff* mehr anzog&#8230;<br />
Heidenei. Anstrengend!<br />
Aber immerhin gaben meine Waden praktisch instant Ruhe, sobald es steiler wurde. Irgendwie kamen sie mit der Steigung viel besser klar als mit der Ebene, deshalb übergaben sie den Staffelstab des Quengelns ab hier dann auch an meine Oberschenkelmuskulatur (Sektion: &#8220;Hinten außen, da wo die Beine in den Hintern übergehen&#8221;), die von nun an die Beschwererei übernahmen, und sich sogleich mit Gusto (und unwilligem Ziehen) in ihre neugewonnene Aufgabe stürzten.<br />
Immer mal was Neues, das macht´s interessanter&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Schließlich erreichte ich &#8211; schon gut angeschwitzt und fröhlich keuchend &#8211; den östlichen Ortsrand, da wo das steile Auerbach aufhört und die steileren Weinberge anfangen. Der Hochzeitsweg geht hier noch weiter, geradeaus den Hang hoch in die Weinlagen.<br />
Mit über 20% Steigung!!!!</p>
<p>Zum Glück musste ich da nicht hoch, stattdessen ging´s rechts ab, auf den Blütenweg (wie gehabt: Gelbes B), der zwischen Rebenreihen und Ortsrand weiter nach Süden führt.<br />
Der hat auch fast 20% Steigung, aber nur ein paar Meter, dann begradigt er sich etwas und geht eben und bequem weiter.<br />
Dumm nur, dass ich dieses Stück schon mehrmals gelaufen bin und die Parole ab hier &#8220;Neue Strecke&#8221; lautete &#8211; folgerichtig war´s nix mit &#8220;eben und bequem&#8221;, stattdessen ging´s gleich wieder links ab, auf einen unmarkierten und offensichtlich ziemlich neuen Asphaltweg, der schräg aufwärts in die Weinberge hinaufführte und &#8211; wie könnte es anders sein &#8211; total steil war.<br />
Schweisstreibend&#8230;</p>
<p>&#8230;aber auch wunderschön!!!<br />
Wie gesagt:<br />
Perfektes Wetter: Herrlicher Sonnenschein, strahlendblauer Himmel, ein paar weisse Wattewölkchen.<br />
Und großartige Umgebung: Rebenhreihen allenthalben, zugleich aufgeräumt und üppig wachsend, sattgrün am Steilhang.<br />
Und dann die Aussicht.<br />
Klarer Tag, 70 m. über der Ebene, nichts im Weg, was den Blick behindern könnte. Da breitet sich die scheinbar die ganze weite Welt vor einem aus, oder zumindest der gewaltige und nachweislich wunderbar anzusehende Teil der ganzen weiten Welt, der zwischen Taunus, Hunsrück, Pfälzerwald und Bergstrasse liegt.<br />
Aaaaah.<br />
Hier hätte ich selbst dann ein oder zwei Minuten Genusspause gemacht, wenn ich nicht verzweifelt nach Atem gerungen hätte.<br />
An sowas kann ich mich einfach nicht sattsehen.<br />
Herrlich.</p>
<p>Leider konnte ich nicht so lange verweilen, wie ich es gerne getan hätte, wollte ja schließlich um eins in Zell sein &#8211; und da war ich schon recht spät dran.<br />
Also schweren Atems und schwereren Herzens weiter den Weg hoch, an einem unvermittelt auftauchenden Hoftor links (hier hat sich offenbar jemand ein Domizil mitten in den Weinberg gebaut, das erklärt auch den neuen Asphaltweg. Beneidenswerte Wohnlage [Außer bei Glatteis.. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ]!) und einen winziges Pfädchen hoch, dann schließlich auf einem fast ebenen Pfad ein Stück die Weinbergsflanke entlang.<br />
Schon recht abenteuerlich, hier oben kommt wohl nicht oft jemand vorbei, zumindest nachdem Dschungel aus mannshoher Hangwiesenflora zu schließen, die links und rechts des Weges himmelwärts wucherte (der Weg selbst war gottseidank notdürftig gemäht, sonst hätte ich hier umkehren müssen).</p>
<p>250 m. geradeaus durch die Weinlage (&#8220;Auerbacher Fürstenlager&#8221; &#8211; <a href="http://www.antes-web.de/360GradHerrnwingertFuerstenlager.htm">hier gibt´s ein wunderbares Panoramabild des Hanges</a>, das noch etwas weiter oben aufgenommen wurde), dann musste ich viele der teuer erkeuchten Höhenmeterchen auch schon wieder abgeben: Scharf rechts und auf einem schmalen, rissigen, alten Betonwegchen so steil abwärts, schon fast ein bisschen wehtat &#8211; allerdings wurde der leichte Schmerz klar von Dankbarkeit dafür überlagert, dass ich hier nicht HOCHlaufen musste, also alles prima! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Unten im Talgrund erreichte ich den Mühlbachweg am Grund des schmalen Hochtals. Früher mal eine Verbindungsstraße zwischen Bensheim und Schönberg, heute für den Durchgangsverkehr gesperrt und nur noch Zufahrt zum wunderbaren Naturparkplatz Herrenwingert zwischen Kirchberg, Fürstenlager und Schönberger Schloß.</p>
<p>Hier kurz links, ein Stück die rissige alte Straße runter.<br />
Hübsch: Rechts der steile, sonnige Weinberg, links dichter, schattiger Hangwald. Besonders gut gefiel mir das selbstgemalte Krötenwarnschild, das eine gute Seele hier aufgestellt hat.</p>
<p>Nach wenigen Metern war dann auch schon wieder Schluss mit abwärts und ich lief halblinks in den urigen und überraschend dunklen Wald hinein (Mühlbergweg, gelbe 5), durch dessen geschlossenes Blätterdach nur hier und da ein vereinzelter Sonnenstrahl drang (was irgendwie wunderbar stimmungsvoll war).</p>
<p>Google Earth behauptet, dass sich hier die &#8220;Heinrich-von-Kleist-Str.&#8221; durch den Wald zieht.<br />
Was irgendwie ein bisschen drollig ist, denn Realität behauptet, dass es hier keine Straße gibt, ja sogar nicht mal einen richtigen Weg, sondern nur ein paar winzig-wirre-Pfade, die sich irgendwie den Hang hoch und runter schlängeln.<br />
Wie meistens in solchen Situationen behält die Realität recht (das macht aber nichts, im Gegenteil &#8211; irgendwie mag ich es, wenn Google Earth Fehler macht, das ist so schön menschlich&#8230;) <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Keine Strasse, kein Weg, nur geheimnisvolle Trampelpfädchen, denen ich irgendwie folgte (die gelbe 5 hatte ich planmäßig verloren, wollte sie aber irgendwann wiederfinden: Ein bisschen bergab, ein bisschen bergauf, kurz ratlos rumgestanden, in die eine Richtung, noch ein bisschen ratlos rumgestanden, umentschieden, in die andere Richtung, schließlich einen steilen Anstieg zwischen Springkraut und alten Ästen hoch, an dessen Ende ich keuchend und mit wunderbar ziehender und mosernder Oberschenkelmuskulatur tatsächlich wieder auf die gelbe 5 traf &#8211; und das sogar ungefähr dort, wo´s geplant gewesen war.<br />
Va bene!</p>
<p>Gelbe 5 nach rechts, unerwartet den Waldrand an einer beeindruckend idyllischen Hangwiese mit Blick in die Rheinebe erreicht, kurz pausiert und genossen (und mich gefragt, warum ich Depp eigentlich den Foto nicht mitgenommen hatte), und dann schnell weiter zum nächsten Höhenmeterwiederloswerden, dieser mal durch einen tief eingeschnittenen uralten Hohlweg mit meterhohen Baumbestandenen Wänden, an dessen unterem Ende ich erst an ein paar Häusern (Zivilisation! Nein sowas!) vorbeirannte und schließlich die Einmündung zum Brunnenweg hoch auf den Eichelberg hinter Bensheim erreichte.</p>
<p>Den Brunnenweg wollte ich schon lange mal laufen. War jetzt schon ein paarmal am oberen Ende vorbeigekommen (beispielsweise beim <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/05/24/blogger-team-up-melibokus-bensheim-mit-gerd-165-km/">allerersten Lauf mit Gerd</a> vor einem Jahr) und das hatte jedesmal total hübsch ausgesehen, deswegen hatte ich ihn heute endlich mal mit eingeplant.<br />
Na dann: Scharf links und den Brunnenweg hoch.</p>
<p>Breiter, bequemer Weg durch den Wald, sehr moderate Steigung (ein Novum auf der heutigen Tour), links ein kleines Bächlein, rechts passierte ich direkt den Weg zum <a href="http://www.arbeitskreis-zwingenberger-synagoge.de/gedenkstaetten/index.html#00000095230ab6601">Gedenkstein der Nazi-Morde vom 24.4.1945</a>, dann relativ sanft aufwärts durch den schönen Wald, bis ich nach 700 angenehmen Metern an der wunderschönen Wegkreuzung zwischen Herrenwingert und Eichelberg ankam (außer Atem war ich übrigens trotzdem, denn ich hatte die geringe Steigung zum Tempomachen genutzt).</p>
<p>Mannomann, ist das hübsch hier oben!<br />
Ich hab´s ja schon öfter geschrieben, aber es kann nichts schaden, das hin und wieder mal zu wiederholen:<br />
Das Berg- und Hügelland hinter Bensheim ist wahrscheinlich der landschaftlich schönste Teil der gesamten Bergstraße!<br />
Hier hat´s einen unglaublich aparten und abwechslungsreichen Mix aus Buschland, Wildwiesen, Wald, Weiden und Weinbergen, verteilt über kleine aber steile Anhöhen und tiefe Bachtäler, dazwischen immer mal ein kleines Dörfchen oder eine Sehenswürdigkeit, alles zusammengedrängt auf überraschend engem Raum &#8211; hier wartet praktisch hinter jeder Kehre (und davon gibt es viele) ein anderer Landschaftstyp, eine neue Aussicht, eine unerwartet Entdeckung, das macht die Gegend unheimlich spannend und wunderschön!</p>
<p>Point in case: Die Wegkreuzung zwischen Herrenwingert und Eichelberg. In der Mitte eine Runde Bank um einen Baum herum, links und rechts schattiger Wald, geradeaus eine herrliche Wildkräuterwiese in der Mittagssonne, komplett mit Grillenzirpen und einer leichten Brise, die Wellenmuster in die hohen Gräser blies.<br />
Und genau da lief ich jetzt lang:<br />
Kurz geradeaus, dann rechts und auf dem Wanderweg B1 mitten durch die Wiese bis zum nächsten Waldrand, zwischen einigen mehr oder weniger verwilderten Gartengrundstücken hindurch (hier oben gibt´s Gärten? Wow, das ist sicher cool, hier sein persönliches kleines verstecktes Wochenendausflugsziel zu haben) und bei &#8211; wieder mal ganz schön fieser &#8211; Steigung auf den Eichelberg hoch.<br />
Dabei ein kurzer Blick auf die Uhr, der zeigte, dass ich unmöglich rechtzeitig zur vereinbarten Uhrzeit ankommen würde &#8211; inzwischen war ich zwar weniger als zwei Kilometer Luftlinie vom Ziel entfernt, aber zwischen mir und Zell lagen noch ein großes Tal (das Lautertal) und ein steiler Bergrücken (die Anhöhe am blauen Türmchen) &#8211; und es war schon zehn vor eins.<br />
Hrm, zu spät wie immer . ber wenigstens hatte ich das Handy dabei und konnte schnell sagen&#8230;</p>
<p>Oben am Eichelberg ein toller Pfad am Bergrücken &#8211; schmal, einsam, uneben, abenteuerlich, nicht ganz im Wald, nicht ganz im Offenen, dafür aber voll in der Sonne. Hmmm&#8230;.<br />
Kurzes Stück geradeaus, dann eine scharfe Kehre, etwas abwärts, dann war ich auf einmal wieder mitten in den Weinbergen.<br />
Ab hier: Eichelberg-Weg (gelbe 6) &#8211; vielleicht gerade 20 cm. schmal, gut überwuchert, steil abwärts direkt durch die Rebenreihen, und außerdem wunderschön. Diese Nebenwege erwiesen sich mehr und mehr als entdeckerische Volltreffer.</p>
<p>Am unteren Ende des Weinberghangs dann rechts und auf einem weiteren schmalen, dunklen Hohlweg (unmarkiert) weiter talwärts.<br />
Beeindruckend tief eingeschnitten, links und rechts erhoben sich schluchtartige Lehmwände von mindestens 3 oder 4 m. Höhe, auf denen alte Bäume wuchsen, so dass es sich hier fast wie in einem kühlen Tunnel anfühlte. Allerdings musste man gut aufpassen, denn hier lag vom Astgewirr bis zum halben Gartenstuhl alles Mögliche im Weg rum, da war ein bisschen Wendigkeit gefragt (gut dass meine muckenden Beine inzwischen entnervt aufgegeben hatten und mich nun ungestört die tolle Umgebung geniessen ließen&#8230;).</p>
<p>Runter runter runter runter runter, am unteren Ende der Rinne zwischen ein paar Häusern an einem uralten Mäuerchen hindurch, dann stand ich plötzlich mitten in Bensheim an der Nibelungenstr./B47.<br />
Bestens!</p>
<p>Über die verwaiste Bundesstraße (Samstag Mittag 13:00 Uhr ist hier wohl keine Stoßzeit), dann rechts, Richtung Stadtmitte, dann jedoch gleich wieder links und auf der Elisabethenstr. über leise riedwärts plätschernde Lauter.<br />
Zeit für den letzten Aufstieg.</p>
<p>Und zwar zuerst auf der <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_00061.jpg">Hunsrückstr</a>., die einen großen Bogen nach links beschreibt und dabei so steil aufwärts durch das Wohngebiet am Hohberg führt, dass der Bürgersteig neben der Fahrbahn aus Stufen besteht.<br />
Aaaaaaaargh, das zog rein (aber auf eine gute Art <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  )!</p>
<p>Oben dann link in den Nelkenweg (steil bergauf), wieder links auf die Konrad-Adenauer-Str. (leicht bergauf), dann rechts in die Theodor-Heuss-Str. (leicht bergauf).<br />
Übrigens freundliches, ruhiges Wohngebiet in Hanglage, grün und mit einigen echt hübschen Häuschen, hier oben war ich noch nie gewesen.</p>
<p>Von der Heuss-Str. ging´s dann relativ bald rechts raus auf den Hohberg-Weg (gelbe 2). Zuerst fand ich die Abzweigung nicht, lief ein paar Meter in die falsche Richtung, irrte dann kurz über eine Wiese am Strassenrand (und schreckte dabei ein Reh auf, das nur wenige Meter hinter den Häusern geäst hatte), dann wies mir ein freundlicher Passant mit lustig kläffendem Pinscher den richtigen Weg, der sich wieder mal als schmaler, abenteuerlicher Pfad herausstellte, der zwischen Waldwiesenbuschlandgärtenoderso und den letzten Häuser am Ortsrand ostwärts führt.<br />
Natürlich bergauf.<br />
Natürlich gut steil.</p>
<p>Inzwischen war ich schon deutlich zu spät, also machte ich Tempo.<br />
Zumindest die ersten zweihundert Meter.<br />
Dann wurde es steiler, mir ging die Puste aus, und mein Körper und ich einigten uns darauf, die letzten Höhenmeter vielleicht ausnahmsweise mal gehend zu bewältigen.<br />
Machten wir dann auch.</p>
<p>Auf der Anhöhe angekommen stieß ich direkt auf bekanntes Terrain: Der herrliche Knodener Höhenweg (gelbes Dreieck) auf dem sanft ansteigenden Höhenrücken zwischen Wiesen und Weinbergen, dem ich nun 750 m. nach Osten folgte.<br />
Vorbei am pittoresken <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0084a.jpg">Blauen Türmchen</a>, das ich aus Zeitgründen mal links liegen ließ, nur noch ganz leicht bergauf, immer geradeaus den herrlichen Weg hoch (wer wissen will, wie das alles genau aussieht <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/18/weinberge-zwischen-bensheim-und-heppenheim-mit-fotos-157-km/">kann hier vorbeischauen</a>, da gibt´s ´nen Sack voll richtig schöner Fotos von hier oben)<br />
Schnellschnellschnell, war ja schließlich zu spät.</p>
<p>Ganz schön warm wenn man mit Volldampf in der Mittagssonne leicht bergauf durchs offene Gelände rennt&#8230;</p>
<p>Nach ca. 750 m. erreichte ich die Abzweigung, der ich rechts runter ins Meerbachtal folgen wollte.<br />
Na ja, nicht genau DIE Abzweigung, aber zumindest eine in der Nähe.<br />
Da verirrte ich mich dann noch mal kurz in den Weinbergen bevor ich dann doch den richtigen Weg entdeckte und mich auf den letzten Abstieg machte.<br />
Asphaltweg bergab die waldweinweidenbewachsene Bergflanke runter gen Zell.<br />
Immer noch richtig schnell, das schüttelte gut durch.<br />
Schnaufschnaufschnauf (Beinaua, Beinaua, Beinaua)</p>
<p>Kreuzung &#8211; links abwärts.</p>
<p>Schnaufschnaufschnauf (Beinaua, Beinaua, Beinaua)</p>
<p>Links unten taucht Zell auf, wie immer unheimlich hübsch und idyllisch ins Meerbachtal geschmiegt, dahinter das weite, herrliche Weinland hinter Bensheim und Heppenheim.</p>
<p>Schnaufschnaufschnauf (Beinaua, Beinaua, Allesaua)</p>
<p>Scharfe Kehre nach links, weiter runter, rechts steile Gärten, erste Häuser, ein Taubenschlag, dann noch eine Kehre in der ein hübsches Brünnschen steht (das hat auch einen Namen, beschliesse ihn mir zu merken und vergesse ihn 10 Sekunden später wieder&#8230;)</p>
<p>Schnaufschnaufschnauf (Allesaua, Allesaua, Allesaua)</p>
<p>&#8230;und dann bin ich unten in Zell. Schöner kleiner Ort hinter Bensheim, eingeschlossen von steilen Hängen, zieht sich ewig ein einer langen Straße das Tal hoch, mittendurch fliesst der offene Meerbach, ich laufe rechts die Gronauer Str. runter.<br />
Fast da, Endspurt&#8230;</p>
<p>Links der Meerbach, ein kleine Grünstreifen, eine Statue die den nackten Hintern zur Straße hält (wahrscheinlich was Folkloristisches)</p>
<p>&#8230;Endspurt&#8230;.</p>
<p>Kurve, Fachwerkhäuser, großer Parkplatz</p>
<p>&#8230;Eeeeeendspuhhhhhhrt (will gar kein Ende nehmen)</p>
<p>&#8230;und da!</p>
<p>Links taucht das Ziel auf, das Gasthaus <a href="http://www.vettersmuehle.de/">Vetters Mühle</a>, auch bekannt als &#8220;die Käsekuchenmühle&#8221; (zumindest laut meiner Mutter, die in ihrer Kindheit hier mit ihren Großeltern zum Käsekuchenessen hergewandert ist, vielleicht über dieselben Wege die ich heute genommen habe), kleine Brücke über den Meerbach, Hoftor und DA!</p>
<p>Puha!</p>
<p>Geschafft.</p>
<p>Schwer atmend, fast eine halbe Stunde zu spät, aber sehr zufrieden mit der tollen, tollen Tour.<br />
Das obligatorische (und leckere und gewaltig portionierte) Kochkässchnitzel hab´ ich mir heute redlich verdient&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das war richtig gut heute. Vor allem die Entscheidung, den zweiten Teil des Laufs auf winzigen, unbekannten Nebenstrecken zu absolvieren. Das hat genau die Mischung aus Anstrengung, Abenteuer und herrlicher Umgebung gebracht, die ich beim Laufen am allerliebsten hab´.<br />
Wetter super, Lauf super, Gegend super, Matthias super (drauf!).<br />
Perfekt!!!</p>
<p>Strecke: 14,4 km<br />
Zeit: Irgendwas zwischen 1:35 und 1:45 h<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 47,01% (6,77 km von 14,4 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/jugenheim-zell2.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/05/jugenheim-zell2.jpg?w=75" alt="Jugenheim - Zell" title="Jugenheim - Zell" width="75" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4789" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Abendlicher 10er durch Bickenbach, irgendwie geschmacksneutral (10,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/26/abendlicher-10er-durch-bickenbach-irgendwie-geschmacksneutral-103-km/</link>
<pubDate>Tue, 26 May 2009 20:22:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/26/abendlicher-10er-durch-bickenbach-irgendwie-geschmacksneutral-103-km/</guid>
<description><![CDATA[Hmm&#8230; Ok, ich muss gestehen, heute abend bin ich so ein bisschen ratlos. Weil: Ich war laufen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hmm&#8230;</p>
<p>Ok, ich muss gestehen, heute abend bin ich so ein bisschen ratlos.<br />
Weil: Ich war laufen &#8211; und irgendwie will mir so gar nichts Besonderes einfallen, was ich jetzt drüber schreiben könnte.<br />
Passiert mir auch nicht oft, sowas&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Eigentlich wollte ich heute ja nach Wiesbaden hoch und bei einem Freund in der Innenstadt was abholen und dabei natürlich auch gleich noch ´ne kleine Runde da oben rennen.<br />
Aber das hat dann nicht geklappt, also hab´ ich mich am späten Dienstagnachmittag zuhause gefunden, wollte laufen, hatte kurzfristig keine Strecke, und auch gar keine Lust, mir jetzt noch irgendwas Cleveres aus den Fingern zu saugen.<br />
Oh, trüb und regnerisch war´s auch noch, aber das war weiter nicht schlimm, so zwischendurch mag ich das als Abwechlsung zur Sonne mal ganz gerne, solang´s nicht zu kalt ist oder ewig lang dauerregnet&#8230;</p>
<p><!--more--><br />
Tja, also hab´ ich mich für eine unkomplizierten und unspektakulären Standartzehner entschieden, den wo ich von daheim aus durch Bickenbach bis ins Ried jenseits der A5 laufe, und dort dann auf dem Saar-Rhein-Main-Weg zurück, noch mal durch Bickenbach und heim.</p>
<p>Und dabei ist einfach irgendwie überhaupt nichts Berichtenswertes passiert.<br />
War insgesamt weder superschnell noch schneckenlangsam, am Anfang haben die Waden (die noch auf &#8220;Berglaufen&#8221; standen und keinen Bock auf Asphalt und Flachland hatten) ziemlich gekrampft, am Ende hab´ ich Tempo gemacht und mir ist ein bisschen die Puste ausgegangen, und zwischendrin bin ich halt zweimal durch Bickenbach gelaufen, und außerdem durch Spargeläcker und über zwei Autobahnbrücken und das Interessanteste was passiert ist, war dass ich Kaninchen gesehen hab´, und irgendwo in den Äckern beinahe von einem Kleinbus voller Spargelerntearbeiter überfahren worden wäre.<br />
Jaaa, gut, ok, eigentlich war´s gar nicht so beinahe, der Kleinbus ist in Wirklichkeit mit mehr als genug Abstand an mir vorbeigedonnert&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das war´s dann.<br />
Und nicht dass wir uns jetzt falsch verstehen:<br />
Überhaupt kein mieser Lauf oder sowas, nicht dröge, oder anstrengend oder langweilig, aber eben auch nicht das Gegenteil &#8211; war nicht supertoll, war nicht schlimm, sondern&#8230; naja, war&#8230; halt&#8230; einfach.<br />
Irgendwie so.</p>
<p>Ich fürchte, damit kann ich nach über einem Monat, in dem ich mir mindestens zweimal die Woche irgendwelchen supergeilen Premiumtouren in exotischen Gefilden gegönnt habe, blogtechnisch nicht mehr so ganz umgehen.<br />
Muss ich demnächst wohl mal wieder dran arbeiten&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wenn ihr Genaueres über die Strecke wissen wollt, oder sehen wollt, wie man richtig, richtig gute Laufberichte über sie schreibt, dann schaut <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/29/wettlauf-matthias-gegen-die-nacht-103-km/">einfach hier nach</a>, das ist dieselbe Tour wie heute, nur in gut und lustig beschrieben &#8211; die Zeit habt ihr ja, weil ihr euch hier ja mal ausnahmsweise nicht durch 2000+ Wörter lesen müsst, sondern nur durch 450&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und nein, Christian, bevor du fragst: Deprimiert oder lustlos bin ich nicht. Ehrlich! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Am Donnerstag lauf´ ich wahrscheinlich bei Mainz über den Rhein, da gibt´s wieder mehr zu berichten, hoff´ ich.</p>
<p>Strecke: 10,3 km<br />
Zeit: 1:00 h (= 10,3 km/h bzw. 5:50 min/km)<br />
Neue Strecke: Wenn, dann isses mir entgangen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /><br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/2-x-durch-bickenbach.jpg"><img title="2-x-durch-bickenbach" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/2-x-durch-bickenbach.jpg?w=128&#038;h=93#38;h=93" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kleines Abendründchen nach Balkhausen (9,2 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/17/kleines-abendrundchen-nach-balkhausen-92-km/</link>
<pubDate>Sun, 17 May 2009 20:42:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/17/kleines-abendrundchen-nach-balkhausen-92-km/</guid>
<description><![CDATA[Sonntag Abend, Woche fast rum, ein kleiner Lauf fehlte noch zum Pensum. Viel wollte ich allerdings n]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sonntag Abend, Woche fast rum, ein kleiner Lauf fehlte noch zum Pensum.<br />
Viel wollte ich allerdings nicht mehr machen.<br />
Einerseits weil mein Fotolaufbericht aus dem Zellertal immer noch nicht fertig war (arg im Verzug, und eigentlich mach´ ich nicht so gerne neue Touren, solange die letzten noch nicht gebloggt sind).<br />
Andererseits weil ich gestern/heute Nacht erst gegen 3:00 Uhr ins Bett gekommen war und dabei beim Blick auf die Nachttischuhr irgendwie unabsichtlich den Wecker aktiviert hatte &#8211; der stand auf kurz vor halb Sieben und trieb mich dementsprechend unsanft nach nicht mal dreieinhalb Stunden Schlaf aus den Federn (und das mit dem Einschlafen hat danach irgendwie nicht mehr geklappt).<br />
Aargh.<br />
Da war ich dann heute irgendwie so ein bisschen matschig.</p>
<p><!--more--><br />
Folgerichtig hab´ ich nur noch eine kleine, unkomplizierte Runde im Wald hinterm Haus gedreht: Den Pürschweg in Richtung Melibokus hoch, nach zwei Dritteln der Strecke (kurz hinterm Hohe-Stich-Weg) links über den Bergkamm und den steilen, halbversteckten Trampelpfad zur Roten Sohl am Rand des Balkhäuser Tals runter<br />
Dort dann durch die Wiesen das hübsche Seitental runter, nach Balkhausen rein, dann links und auf der Felsbergstr. durch das langgestreckte Dorf abwärts, schließlich auf dem Fußweg am Rand des unteren Balkhäuser Tals (gelbe 3, glaub´ ich) zurück bis nach Jugenheim und nach hause.</p>
<p>Keine Probleme, lief ganz gut trotz großer Schwüle (hatte vorher ordentlich geregnet, entsprechend dampfte der Wald regelrecht), die zwei- oder dreihundert Höhenmeter bis zum Bergkamm waren klappten bestens, und ansonsten war´s schön ruhig und entspannt, wie sich das für einen gemütlichen, wenn auch etwas trüben Frühlingsabend gehört.</p>
<p>Etwas über 9 km, Wochenpensum erfüllt, alles prima!</p>
<p>Strecke: 9,2 km<br />
Zeit: Pfffjoaaa, also schnell war´s net grad&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Neue Strecke: Nada<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/winterrunde-nach-balkhausen.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2404" title="winterrunde-nach-balkhausen" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/11/winterrunde-nach-balkhausen.jpg?w=128&#038;h=93#38;h=93" alt="winterrunde-nach-balkhausen" width="128" height="93" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nach langer Kür mal wieder Pflicht - Müde Standardrunde durch Jugenheim, Seeheim, Bickenbach und Alsbach (10 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/12/nach-langer-kur-mal-wieder-pflicht-muder-standartrunde-durch-jugenheim-seeheim-bickenbach-und-alsbach-10-km/</link>
<pubDate>Tue, 12 May 2009 20:04:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/12/nach-langer-kur-mal-wieder-pflicht-muder-standartrunde-durch-jugenheim-seeheim-bickenbach-und-alsbach-10-km/</guid>
<description><![CDATA[Hmph. Es gibt so Tage, die sind eigentlich nicht zum Laufen gemacht. Heute zum Beispiel. Matthias: A]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hmph.<br />
Es gibt so Tage, die sind eigentlich nicht zum Laufen gemacht.<br />
Heute zum Beispiel.</p>
<p>Matthias: Abgespannt, ein bisschen kopfschmerzig, hat gar keine Lust auf die Rennerei.</p>
<p>Wetter: Erst Dauerregen später extrem unstet, unglaublich schwül und drückend, auf eine unangenehme Art und Weise &#8211; sobald die Sonne durchkam (selten) war´s bullenheiss und stickig, wenn sie nicht da war setzte sich die Feuchtigkeit hingegen als klebrig-klammer Film auf die Haut und kühlte unangenehm aus.</p>
<p>Ganz ehrlich: In den letzten Wochen hätt´ ich es wahrscheinlich ganz mit dem Laufen gelassen, einfach weil ich da nur nach Lust und Laune gestartet bin. Aber so langsam will ich ja wieder so ein bisschen einen festen Turnus mit vier Touren pro Woche hinkriegen, da muss man dann halt auch mal los, wenn man überhaupt gar keine Lust hat und sich ein bisschen träge und malad fühlt.</p>
<p><!--more--><br />
Also bin ich gegen Abend, als es wenigstens etwas freundlicher wurde, doch noch leicht widerstrebend aufgebrochen, um zumindest mal einen lauen Zehner runterzureissen.</p>
<p>Auf was Besonderes hatte ich natürlich grad überhaupt keine Lust, also lief ich einfach wieder mal meine alte, unspektakuläre <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/09/27/50-min-marke-auf-10-km-geknackt-101-km/">Standartrunde</a>: Auf dem Blütenweg durch Jugenheim, weiter nach Seeheim, über die Strassenbahn, durchs Schuldorf, auf dem Saar-Rhein-Main-Weg durch den Wald bis Bickenbach, dort am Bahnhof vorbei, weiter an die B3, schließlich am hoch nach Alsbach und am Alsbacher Ortsrand durch die Felder zurück nach Hause.<br />
Normalerweise mach´ ich hier ja gerne Tempo, heute aber nicht.<br />
Keine Lust/Motivation/Energie.<br />
Pffft&#8230;</p>
<p>Einfach irgendwie durch. Lief nicht wirklich gut aber auch nicht unsagbar schlecht, richtig Spass hat´s nicht gemacht, war etwas krampfig und kurzatmig, Nacken kühlte eklig klamm aus, gegen Ende zog sich´s, wenn die Sonne durchschaute war´s ganz hübsch (der Sonnenuntergang war sogar spektakulär), in den Feldern riesige Kaninchenherden gesehen, und am Ende unfreiwillig sogar noch ein paar Meterchen. neue Strecke auf dem Weilerweg gelaufen, weil der Feldweg den ich sonst immer nehme, von irgendeinem landwirtschaftlichen Gerät versperrt war, und dann war´s irgendwann zu Ende und ich irgendwie noch ein bisschen matter, als ich´s eh schon gewesen war.</p>
<p>Tja, was soll ich sagen? Nachdem ich jetzt Wochenlang nur Traumtouren hatte, war´s heute mal wieder nicht ganz so traumhaft.<br />
Bin fast versucht ein &#8220;endlich&#8221; einzufügen, schließlich kann´s nicht immer nur toll sein.<br />
Von daher auch nicht schlimm, auch mal wieder eine nicht so dolle Tour zwischendurch, das zeigt ja vielleicht auch, dass der Laufalltag sich so langsam wieder einstellt &#8211; und das muss ja nicht nur schlecht sein&#8230;</p>
<p>Außerdem hat´s damit mal wieder für einen in minutenschnelle runtergetippten Blogeintrag mit unter 500 Wörtern gereicht, das ist auch ganz nett&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 10 km<br />
Zeit: Nicht genommen<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 0,18% (0,18 km von 10 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/temporunde-um-bickenbach.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-502" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/temporunde-um-bickenbach.jpg?w=128&#038;h=93#38;h=93&#38;h=93" alt="" width="128" height="93" /></a><br />
(Zumindest ungefähr &#8211; heute bin ich den Weilerweg bis Alsbach durchgelaufen und erst dann links abgebogen, ist aber nur ein winziger Unterschied, dafür hab´ ich dann keine neue Karte gemacht&#8230;)</p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kleine Standortbestimmung fürs Berglaufen: Melibokus (10,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/07/kleine-standortbestimmung-furs-berglaufen-melibokus-101-km/</link>
<pubDate>Thu, 07 May 2009 20:06:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/05/07/kleine-standortbestimmung-furs-berglaufen-melibokus-101-km/</guid>
<description><![CDATA[Hmm, gestern schon wieder eine bügelbrettflache Strecke durch Asparagus Country nordwestlich von Dar]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Hmm, gestern schon wieder eine bügelbrettflache Strecke durch Asparagus Country nordwestlich von Darmstadt gelaufen, so langsam wird´s mal wieder Zeit, etwas mehr an den Bergen zu arbeiten.<br />
Besonders weil übernächsten Samstag ein harter Berglauf mit Gerd von Rodau (190 m. ü.NN.) auf die Neunkircher Höhe (605 m.ü.NN) ansteht (und die Höhen-Angaben sind nur die halbe Wahrheit, denn zwischendurch geht´s auch immer mal wieder ein bisschen bergab, was die Gesamt-HM nochmal deutlich vergrößert), und übernächstes Wochenende dann die noch viel härtere erste Nibelungensteigetappe &#8211; auch mit Gerd &#8211; die es gleich auf ca. 800 teils brutale Höhenmeter bringt.</p>
<p>Da sollte man vorher schon abgecheckt haben, ob man auch wirklich noch bergfest ist.</p>
<p>Wie das geht?<br />
Ganz einfach: Man läuft mal wieder auf seinen Hausberg, den Melibokus (zumindest wenn man an der nördlichen Bergstrasse wohnt und den Melibokus als Hausberg hat).<br />
Ideal zur Standortbestimmung: Du startest, läufst 5 km durchgängig mit einer Durchschnittsteigung von 8% bergauf, und wenn du oben bist, weisst du genau, wo du stehst (oder röchelnd liegst, je nach Fitnessgrad&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Das hab´ ich dann heute mal gemacht, um zu sehen, wie´s so mit der Bergfestigkeit steht.</p>
<p><!--more--><br />
Übrigens fast so was wie eine kleine Premiere &#8211; zum ersten Mal seit fast genau zwei Monaten mal wieder eine bereits erlaufene Strecke und keine Neuentdeckung.<br />
Ungewohnt&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Start um kurz vor acht, herrlicher Abend, mit milder Luft, schrägem Sonnenlicht, klarem blauen Himmel. Schööön.<br />
Uhr hab´ ich bewusst daheimgelassen um nicht in Versuchung zu geraten, meinen Rekordzeit für die Melibokusbesteigung zu brechen (geht im Moment eh nicht).</p>
<p>Hoch in den Wald, und dann immer weiter aufwärts, Standartstrecke via Burgenweg/Pürschweg/Melibokusstr.<br />
Eine genauere Beschreibung der Route lass´ ich heute mal weg, schließlich hab´ ich die schon runtergetippt &#8211; wer wissen möchte, wie meine &#8220;Hausstrecke&#8221; ungefähr aussieht, kann sich das z.B. <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/12/kommt-wir-laufen-auf-den-melibokus-101-km/">hier</a> anschauen (sogar mit Fotos, auch wenn der Wald da deutlich herbstlicher aussieht als er heute war).<br />
Nur soviel: Wunderschön, so ein Lauf durch den sattgrünen, abendlich-friedlichen Frühlingswald an den steilen Westhängen der Bergstrasse.</p>
<p>Hoch auf den Melibokus. Wie gesagt, 5 km aufwärts, ca. 400 Höhenmeter, ordentliche Steigung.<br />
Bis ich oben war. In einem Rutsch, hab´ mir sogar das Anhalten an den schönen Aussichtspunkten zwischendurch verkniffen, weil ich durchlaufen wollte.</p>
<p>Gute Nachricht: Generelle Kraft und Ausdauer sind vorhanden. Hab´ den Aufstieg gut weggesteckt, ohne dass mir die Puste ausgegangen wäre. Auf den letzten Metern vor dem Gipfel war´s nochmal ein bisschen anstrengend, aber vor allem deshalb, weil ich nochmal etwas Tempo gemacht habe um nicht von einem Radfahrer überholt zu werden. Insgesamt gar kein Problem.</p>
<p>Nicht ganz so gute Nachricht: Meine Muskulatur, vor allem in den Waden, machte zwar mit, war aber doch ziemlich unwillig angesichts der beträchtlichen Hubleistung, die es nunmal braucht, um meine ca. 75 Kilo lebendgewicht vom Fuß der nördlichen Bergstrasse auf ihren höchsten Gipfel zu wuchten. Und auch der Rücken war nicht ganz glücklich.<br />
Ging noch, aber ob´s für den wesentlich fordernderen Nibelungensteig in zwei Wochen reicht&#8230;?<br />
Mal schauen.</p>
<p>So.<br />
Wo ich schon oben auf dem Gipfel war, belohnte ich mich natürlich auch noch mit einem kleinen Abstecher zu meinem Lieblingsplatz, dem Felsvorsprung am Abgrund bei Drachenfliegerrampe, unterhalb vom Aussichtsturm.</p>
<p>Wahnsinn.<br />
An einem normalen Tag ist die Aussicht von hier oben herrlich.<br />
Aber wenn man einen guten Tag erwischt, mit klarer Luft und schönem Licht erwischt, ist sie atemberaubend schön.</p>
<p>Heute war ein richtig guter Tag.</p>
<p>Ich versuch´s mal zu beschreiben, auch wenn ich zwangsläufig scheitern muss:</p>
<p>Hier oben ist es ruhig, ganz ruhig, nur der Wind fährt leise vorbei und die Vögel singen. Vor einem, 400 Meter weiter unten, jenseits der steilen, langen, grünen Bergausläufer erstreckt sich die gesamte nördliche Rheinebene wie ein herrlicher, unglaublich detaillierter, wunderschöner Flickenteppich aus Städten und Dörfen, Feldern und Wäldern, Hügeln und Tälern, Seen und Flüssen.<br />
Es ist klar heute, das heisst man sieht ALLES.<br />
Außerdem versinkt gerade die Sonne im Westen über den Hügeln Rheinhessens &#8211; noch ist sie ein Stück vom Horizont entfernt, aber sie schickt bereits ein schräges, warmes, rötliches Abendlicht aus, das in die weite Ebene hineinflutet und alles erstrahlen lässt.</p>
<p>Im Norden schaut man über die niedriger werdenden Hänge der Berge hinweg bis zum niedrigeren, sanfteren Messeler Hügelland mit seinen dichteren Wäldern. Davor die alte Bergstrasse, wie sie von Seeheim durch die Obstwiesen nach Malchen verläuft, dann weiter nach Eberstadt, dann weiter nach Darmstadt. Dahinter, scheinbar zum Greifen nahe, in Wirklichkeit jedoch fast 45 km entfernt, die imposante Skyline von Frankfurt mit seinen mächtigen Wolkenkratzern, die ihrerseits jedoch wie dünne Streichhölzer wirken im Vergleich zur gewaltigen, gestochen Scharfen Silhouette des Taunus, die sich nordwestlich der Mainmetropole erhebt, und so klar sichtbar ist, dass man man problemlos die Türme auf dem Großen Feldberg und der Hohen Wurzel ausmachen kann, ebenso wie hellen Flecken wo sich kleine und größere Orte zwischen die dichten Wälder der Taunusflanken schmiegen.</p>
<p>Der Blick schweift weiter nach Westen, er folgt dem Taunus bis zu den Zwillingshauptstädten Wiesbaden und Mainz und Weiter dem flacheren Rücken des Rheingaus entlang, bis er sich in der Ferne in den Höhen des Hunsrücks am Beginn des Mittelrheintals verliert.<br />
Südlich davon kommt Rheinhessen, ein weites, offenes Hügelland aus endlosen Weinbergen und kleinen Dörfern, das im Abendlicht der immer näher rückenden rotgoldenen Sonne erstrahlt und sich nach Süden hinzieht bis zum imposanten Höhenrücken des Donnersbergs in 50 km Entfernung. Heute kann man problemlos den riesigen Sendeturm auf seinem mächtigen bewaldeten Rücken erkennen.<br />
Südlich davon dann die Weinstrasse, der Anfang des Pfälzerwaldes, ein Mauer aus steilen, grünen Bergen, die sich weiter nach Süden zieht &#8211; wenn nicht ein Baum im Weg wäre, könnte man haute bis zu ihrem Ende schauen, jenseits der Grenze bei Wissembourg im Elsass, und vielleicht sogar noch darüber hinaus bis zu den fernen, fremden Vogesen.</p>
<p>Davor, näher zwei weitere Zwillingstädte am Rhein, die Chemiemetropole Ludwigshafen, erkennbar am Wald aus Schornsteinen der BASF, direkt daneben Mannheim, beinahe unscheinbar doch gekennzeichntet durch den 213 m hohen Fernmeldeturm. Rechs davon Worms mit dem Dom im Abendlicht, daneben die friedlich wirkenden Kühltürme des AKW Biblis, irgendwo hinter Mannheim Speyer, ebenfalls mit Dom.</p>
<p>Mittendrin und überraschend nah, wie ein golden strahlendes Band, der Rhein im Abendlicht, wie er sich nordwärts durch die herrliche Landschaft schlängelt, und dann &#8211; in unmittelbarer Nähe &#8211; Zuhause: Gernsheim, der Jägersburger Wald, Pfungstadt, Seeheim, Hähnlein, Bickenbach, Zwingenberg, Alsbach, Jugenheim, und direkt unter mir, zugleich nah und weit weg, das Alsbacher Schloss, klein und irgendwie paradox weit unten. Alles ist vertraut und zugleich wunderbar ungewohnt aus dieser Perspektive, man kann sich einfach nicht satt sehen an der Pracht und der Schönheit.</p>
<p>Unberschreiblich friedlich und unbeschreiblich schön.</p>
<p>Am liebsten würde ich ewig hierbleiben, oder zumindest solange, bis die Sonne endgültig als rotgoldener Glutball am Horizont versunken ist und sich die blaulilane Dunkelheit über das Land legt, aber das geht leider nicht.<br />
Nach ein paar Minuten merke ich, wie ich anfange auszukühlen und die Muskeln steif werden. Und außerdem muss ich ja noch zurück, und im Wald wird es extrem schnell dunkel, sobald die Sonne weg ist.<br />
Also reisse ich mich schwersten Herzens los, schaue mich noch einmal wehmütig um, und laufe dann zurück nach Hause, langsam die fünf km abwärts auf dem Weg den, ich hochgekommen bin.<br />
Zwischendurch schimmert noch ein paarmal die rote Sonne durchs Blätterdach des Hangwaldes, als wollte sich mich erinnern, was ich gerade verpasse.<br />
Als ich unten ankomme, ist sie versunken.</p>
<p>Hachja.<br />
Durchatmen, kurz die unsagbar schöne Aussicht vom Melibokus hintenanstellen und noch mal zurück zur Grundfrage:<br />
Wie bergfit bin ich?<br />
Leidlich. Für den Melibokus auf dem Pürschweg reicht´s.<br />
Ob´s allerdings auch für Melibokus, Felsberg UND die halbe Knodener Höhe auf dem wesentlich härteren Nibelungensteig genug ist (und zwar am Stück)?<br />
Ich weiss ja nicht&#8230;<br />
Das werden wir dann in zwei Wochen sehen.<br />
Immerhin ist ja auch noch der Gerd dabei, der die Hausaufgaben, zu denen ich ihm geraten hab (intensives Berglaufen und möglichst viel Training an/jenseits der anaeroben Schwelle) auch nicht ganz so ernsthaftig verfolgt, wie er vielleicht könnte.<br />
Können wir uns also wenigstens zusammen hochstümpern&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 10,1 km<br />
Zeit: Nicht genommen.<br />
Neue Strecke: Keine.<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/melibokusundzuruck.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-481" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/melibokusundzuruck.jpg?w=128&#038;h=93#38;h=93" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Auf dem Blütenweg nach Norden: Jugenheim - Seeheim - Malchen (und zurück. 11,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/04/07/auf-dem-blutenweg-nach-norden-jugenheim-seeheim-malchen-und-zuruck-113-km/</link>
<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 21:43:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/04/07/auf-dem-blutenweg-nach-norden-jugenheim-seeheim-malchen-und-zuruck-113-km/</guid>
<description><![CDATA[Das hier ist die Kurzfassung eines Laufberichts, die ich am 7.4.09 direkt nach dem entsprechenden La]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>Das hier ist die Kurzfassung eines Laufberichts, die ich am 7.4.09 direkt nach dem entsprechenden Lauf runtergetippt hatte, um dann am folgenden Tag einen richtigen Eintrag draus zu machen.<br />
Allerdings ist mir dann was <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/04/09/sendepause/">viel Wichtigeres</a> dazwischen gekommen, das über eine längere Zeit meine ganze Aufmerksamkeit und Kraft gefordert hat.<br />
Deswegen hab´ ich den Bericht nie geschrieben und die Rohfassung hat eine kleine Ewigkeit unberührt im WordPress-Speicher vor sich hin gedarbt.<br />
Jetzt, zwei Wochen später (21.4.09), hätte ich eigentlich die Zeit, den Bericht nachzuholen, aber ehrlich gesagt ist mir das zu lange her, und in der Zwischenzeit ist zuviel anderes Zeugs passiert, so dass ich ihn trotz Stichworten einfach nicht mehr gut zusammenkriegen würde.<br />
Deshalb poste ich jetzt halt einfach mal die rohe Kurzfassung von vor zwei Wochen, der Vollständigkeit halber, damit der Lauf wenigstens im Archiv auftaucht.<br />
Und damit´s nicht wie Faulheit oder Unvermögen aussieht, nennen bezeichnen wir das Ganze einfach mal als &#8220;Bonus-Eintrag, der Einblicke in meinen kreativen Schaffensprozess gibt&#8221;&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
<em>Bleibt natürlich eine (hoffentlich einmalige) Ausnahme!<br />
Here we go:</em></p>
<p><!--more--><br />
Wetter, Spontanität</p>
<p>Frühling + Bergstrasse</p>
<p>Blütenweg &#8211; nicht so grün</p>
<p>abends. scön</p>
<p>zu schnell. scheiss drauf</p>
<p>Jugenheim &#8211; ortskern, herrlich<br />
magnolien, forsythien, kirschen</p>
<p>Seeheim</p>
<p>villen</p>
<p>ortskern, natale</p>
<p>alt seeheim + der wein</p>
<p>blütenhänge</p>
<p>hinterfozig steil, puste geht aus</p>
<p>schöner blick</p>
<p>wald, </p>
<p>hoch runter hoch runter</p>
<p>malchen</p>
<p>wohnlage</p>
<p>alte bergstrasse<br />
joggerin &#8211; jagd<br />
erwischt, doofe schnepfe<br />
tempo halten urk</p>
<p>seeheim<br />
durch,<br />
jugenheim, schwimmbad<br />
heim</p>
<p>heidenei. Am Anfang zu schnell, am Ende dafür geblecht&#8230;<br />
Aber schön!</p>
<p>Strecke: 11,3 km<br />
Zeit: 1:04 h (= 10,59 km/h bzw. 5:40 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 7,79% (0,88 km von 11,3 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/blutenweg09.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/blutenweg09.jpg?w=128" alt="blutenweg09" title="blutenweg09" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4080" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Von Orthopäden und Abwrackprämien (3,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/04/03/von-orthopaden-und-abwrackpramien-31-km/</link>
<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 20:54:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/04/03/von-orthopaden-und-abwrackpramien-31-km/</guid>
<description><![CDATA[Heute kein richtiger Lauf. Aber so ein bisschen Kram, der irgendwie mit der Lauferei zu tun hat. Ers]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute kein richtiger Lauf.<br />
Aber so ein bisschen Kram, der irgendwie mit der Lauferei zu tun hat.</p>
<p>Erstmal: Der Besuch beim Orthopäden.<br />
Wegen meinem zickenden linken Bein, das sich in den vergangenen Wochen beim Laufen ja immer mal ein bisschen komisch angefühlt hat (zwar nicht &#8220;total schlimm&#8221;-komisch aber immerhin &#8220;irgendwie ist es nicht so ganz wie´s sein soll&#8221;-komisch, das nervt auf Dauer ja auch).<br />
Ist zwar inzwischen schon wieder von alleine etwas normaler geworden, aber wenn man den Termin dann schon mal hat&#8230; </p>
<p><!--more--><br />
Also heute morgen in der Praxis im Nachbarort vorbeigeschaut und das Bein begutachten lassen. Der Orthopäde hat ein bisschen dran rumgedreht und -gerenkt, geguckt ob ich überall volles Gefühl hab (Antwort: Ja), und mir dann noch ein bisschen beim Stehen zugeschaut. Alles gar nicht schlimm.</p>
<p>Diagnose: Nichts Ernstes, wohl mal wieder meine schiefen alten Knicksenkfüße, die da zusammen mit einem Satz verkürzter Muskeln irgendwo in meinen Beinen ein bisserl Ärger machen.<br />
Keine Ahnung, warum sich das gerade jetzt wieder bemerkbar gemacht hat<br />
(Mögliche Gründe:<br />
- Werde alt und klapprig<br />
- Stehe gerade etwas besser im Futter als in den letzten Jahren, also vielleicht ja ein bisschen mehr Gewicht, dass der der Bewegungsapparat verdauen muss [andererseits: Sooo viel isses auch wieder nicht, vielleicht drei oder vier Kilo]<br />
- Meine Laufschuhe sind nicht mehr ganz taufrisch und federn entsprechend nicht mehr so gut ab<br />
- Bin im moment relativ oft relativ arg verspannt [das passiert schon mal, wenn man täglich bis in die frühen Morgenstunden auf einem suboptimalen, durchgerittenen Schreibtischstuhl vor dem Laptop sitzt und konzentriert schafft], das könnte was damit zu tun haben<br />
- War in den letzten Monaten sehr dehnfaul. Das rächt sich vielleicht auf Dauer<br />
- Some or all of the above).</p>
<p>Anyhow, hab´ dann ein Rezept für Knicksenkfußeinlagen gekriegt, sowie die Ermahnung, in Zukunft wieder fleissiger zu dehnen, und das war´s.<br />
Wie gesagt: Offenbar nichts Schlimmes, sehr erfreulich.</p>
<p>Danach bin ich dann auch gleich noch Schuhekaufen gegangen.</p>
<p>Ganz spontan.<br />
Weils so langsam eh mal wieder Zeit ist.<br />
Und weil neue Schuhe dem Bein ja vielleicht ganz gut tun.<br />
Aber vor allem, weil mir das <a href="http://www.lang-lauf-jugenheim.de/">Schuhhaus Lang</a>, seines Zeichens lokaler Sportfußbekleidungshändler meines Vertrauens, gerade per Mail mitgeteilt hatte, dass sie heute und morgen in einer Sonderaktion eine &#8220;Abwrackprämie&#8221; zahlen &#8211; wenn man mit seinen alten, ausgelatschten Laufschuhen vorbeikommt und neue kauft, gibt´s 15 Euro Rabatt!<br />
Und, na ja, 15 Euro sind 15 Euro, gerade wenn man sich irgendwann demnächst eh mal wieder neue Schuhe besorgen wollte&#8230;</p>
<p>Normalerweise ist Schuhekaufen ja eine furchtbar dröge Geschichte &#8211; mir eine endlose Parade von quietschbunten überglorifizerten Möchtegernhightechwunderfußwärmern mit lächerlichen Namen, dämlichen Designs und mehr &#8220;Features&#8221; als ein handelsüblicher Mittelklassewagen (größtenteils aus der Kategorie &#8220;Grandios klingender Marketing-Bullshit&#8221;) an die Quanten zu schnallen, das ist irgendwie nicht besonders spassig.<br />
Zumal sich beim ersten Dutzend Versuche traditionell unweigerlich rausstellt, dass der jeweilige Schuh&#8230;<br />
a) &#8230;entweder nicht richtig sitzt<br />
oder<br />
b) &#8230;zwar total gut sitzt aber meinen armen krummen Beinen pronationstechnisch so schlimm mitspielen würde, dass ich mir statt seiner Anschaffung auch einfach ´nen Hammer besorgen und mir den Bewegungsapparat mit dem malträtieren könnte (&#8211;&#62; Etwas billiger, gleicher Effekt)</p>
<p>Wie gesagt &#8211; unendlich dröge. Dass es Leute gibt, die an sowas allen Ernstes Spass haben (HALLO?!? Wir Reden hier von SCHUHEN &#8211; Das sind Gebrauchsgegenstände wie ein Kehrblech oder eine Knoblauchpresse, die sollen ihre Funktion erfüllen und nicht zu buntig-debilen Lifestylechoiceprodukten hochgepusht werden, über deren jeweilige Leistungsmerkmale erwachsene Menschen ernsthaft reden, als ob´s wichtig oder auch nur interessant wäre. Graaaahhh!!!) &#8211; absurd! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ähem. Wo war ich? </p>
<p>Ach ja, Schuhe, neu kaufen, normalerweise immer lästig. </p>
<p>Heute war´s anders:<br />
Erstes Paar Schuhe anprobiert (wieder irgendwas von Brooks) &#8211; PERFEKT!!!<br />
Sitzen gut, fühlen sich super an, selbst die Laufbandanalyse hat keinerlei Einwände.<br />
Auf Anhieb die richtigen, das ist mir in zehn Jahren Lauferei noch nicht passiert.<br />
Leicht beunruhigend. Aber einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul. </p>
<p>Also hab´ ich die gekauft.<br />
Brooks &#8220;irgendwas&#8221;.<br />
Sie sind neu, kommen in zwei Varianten (&#8220;links&#8221; und &#8220;rechts&#8221;) , haben ein etwas blödsinniges Farbschema (wie alle Sportschuhe. Warum gibt´s die eigentlich nicht in Uni-Graubraun? Oder wenigstens Olivgrün?) , und sind sind weicheierig-quietschsauber (aber da arbeite ich noch dran). Was sie für eine Triple-Duplex-Hyper-Softlife-Dämmung haben oder wie der Traction-Performance-Hybrid-Goremeistertex-Index ist, das kann ich euch allerdings nicht sagen, vor allem weil´s mir gepflegt an meinem kräftig gebauten Podex vorbei geht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Neues Paar Schuhe, ohne Hickhack und Aufwand, einfach so.<br />
Wer hätte das gedacht. </p>
<p>Meine Alten musste ich dann allerdings auch wirklich da lassen, wegen der Abwrackprämie.<br />
Hatte ja insgeheim gehofft, dass ich sie wieder mitnehmen kann (denn wozu braucht das Schuhhaus Lang meine alten, rissigen, in Schmutz und Ehren ergrauten Quanten), aber die wollten sie tatsächlich behalten. Da fiel der Abschied dann auf einmal doch irgendwie ziemlich schwer&#8230;<br />
Aber: 15 Euro sind 15 Euro, und ansonsten hätten sie ja doch nur zuhause rumgestanden und Platz gefressen. Also liess ich sie am Ende dann doch zurück, verabschiedete mich leicht wehmütig von ihnen, und fühlte mich wie ein dreckiger Verräter, als ich den Laden verliess.<br />
Seufz.</p>
<p>Immerhin: Draußen war´s sonnig, und ich hatte neue Schuhe an den Füßen, in denen sich´s herrlich angenehm und vollkommen problemlos laufen (fast schon: Gleiten) liess. Auf denen trabte ich dann erstmal heim. </p>
<p>&#8230;und drehte dann kurz danach beim Gassigehen mit Nemo gleich noch eine Mini-Einweihungsrunde durch den sonnigen, lichten Frühlingwald (Burgenweg, Alemannenweg am Waldrand, Hasselbachtal, Blütenweg), die den positiven Eindruck bestätigte: Die Neuen sind leicht, herrlich federnd, sitzen bestens, und es kratzt/hakt/scheuert gar nix.<br />
Ich hab´ also allen Grund mißtrauisch zu sein, denn normalerweise ist am Anfang immer irgendwas mit neuen Schuhen.<br />
Aber wir werden sehen &#8211; Morgen gibt´s einen Vierzehner am Mainufer, da werden sie mir wahrscheinlich unvermittelt die Füße zu Stümpfen schreddern&#8230;</p>
<p>Bis dahin:<br />
IN MEMORIAM:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/schuhe.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/schuhe.jpg" alt="schuhe" title="schuhe" width="400" height="595" class="alignnone size-full wp-image-3886" /></a><br />
Brooks Defyance, Ende April 2008 &#8211; Anfang April 2009</p>
<p>Und just for fun noch die Mikro-Läufchen von heute, die ich eigentlich gar nicht erwähnen dürfte, weil sie so kurz waren:<br />
1) In Rot: Zuhause &#8211; Schuhladen &#8211; Zuhause (hin und zurück 1,1 km)<br />
2) In Gelb: Mini-Einweihungsründchen mit Nemo durch den Wald (2 km)<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/schuhkaufrunde.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/04/schuhkaufrunde.jpg?w=128" alt="schuhkaufrunde" title="schuhkaufrunde" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-3887" /></a></p>
<p>Zusammen: 3,1 km<br />
Zeit: Egal<br />
Neue Strecke: Natürlich nicht</p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ich kann´s noch! Spontaner 28er durch die Berge hinter Seeheim-Jugenheim (27,9 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/05/ich-kann%c2%b4s-noch-spontaner-28er-durch-die-berge-hinter-seeheim-jugenheim-279-km/</link>
<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 21:59:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/06/05/ich-kann%c2%b4s-noch-spontaner-28er-durch-die-berge-hinter-seeheim-jugenheim-279-km/</guid>
<description><![CDATA[Beim Sport soll man auf seinen Körper hören, heisst es. Ok. Meiner hat mir am Mittwoch, beim Lauf mi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Beim Sport soll man auf seinen Körper hören, heisst es.<br />
Ok.<br />
Meiner hat mir am Mittwoch, beim Lauf mit krampfigen Waden um den Erlensee, erklärt, dass er im Moment einfach keine so rechte Lust auf harten Asphalt im ebenen Flachland hat.<br />
Das war relativ eindeutig.</p>
<p>Also sind wir heute ins Bergland. Nach Nordosten, in die steilen Hänge und tiefen Täler zwischen Seeheim und Ober-Beerbach, da gab´s zwischen Wald und Wiesen tatsächlich noch ein paar kleine, geheimnisvolle Wege auf der Wanderkarte, die ich noch nie gelaufen bin, das sah interessant aus und versprach Höhenmeter bis zum Abwinken, in kleinen, steilen Dosen (auf, ab, auf, ab, auf, ab&#8230;) </p>
<p>Genau gemessen hab´ ich die Strecke vorher nicht, irgendwas zwischen 10 und 15 km, war alles recht.<br />
Aber einen guten Plan hab´ ich mir gemacht und mitgenommen, um die kleinen, geheimnisvollen Wege auch ja nicht zu verpassen, da oben in den dichten, zerklüfteten Wäldern navigiert sich´s nämlich gar nicht so einfach, selbst wenn man schon eine ordentliche Ortskenntnis mitbringt&#8230;</p>
<p>Start am Abend, kurz nach halb sieben. Freundliches Wetter, heiter, ein bisschen Sonne, ein bisschen Wolken, unter 20°, leichter Wind, etwas diesig. Gutes Laufwetter. Passte zu meiner guten Lauflaune.<br />
<!--more--></p>
<p>Nordwärts durchs abendliche Jugenheim. Gemächlich und entspannt.<br />
Vorgestern bei der Tour um den Erlensee hatten sich meine Waden von Anfang an gesträubt und mir zu verstehen gegeben, dass das ´ne harte Tour werden würde.<br />
Heute hielten sie von Anfang an Ruhe und machten willig mit, also ob sie wüssten, dass uns heute vor allem weiche, freundliche Waldwege und schöne, angenehme Steigungen erwarten würden&#8230;<br />
(Ja, ich geb´s zu: Wenn ich in die Berge laufe, dann nicht weil ich so ein harter Hund bin, der echte Herausforderungen sucht und sich richtig quälen will &#8211; im Gegenteil, ich mach´ das so ein bisschen aus Bequemlichkeit, weil mir bergiges Terrain in mancherlei Hinsicht einfach leichter fällt als das Flachland)</p>
<p>Durch den grünen Pauerweg mit seinen alten Villen und großen Gärten zur Hauptstr., dort geradeaus, am <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/eingang-heiligenberg.jpg">Eingang zum Heiligenberg</a> und dem <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/jugenheim.jpg">alten Rathaus</a> und dem <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/roseneck.jpg">Roseneck</a> vorbei, durch die ruhige, schattige Seeheimer Str., dann auf dem schmalen Pfad oberhalb der Feuerwehr durch die Felder und Gärten (Blütenweg: Gelbes B) rüber nach Seeheim.</p>
<p>Gleich am Ortseingang rechts den Zeppelinweg hoch. Der erste richtige Anstieg heute, 100 m. bei ordentlicher Steigung die Strasse hinauf.<br />
Lief super &#8211; Atmung konstant, Tempo kaum reduziert, das flutschte nur so. Seehr vielversprechend, da hatte ich offenbar einen richtig guten Tag erwischt.</p>
<p>Weiter nordwärts, Karolinenstr. (leicht geschwungen, leicht bergauf, dann leicht bergab, nett), der womöglich namenlose grasige Fußweg an der alten Mauer unterhalb vom Goldschmidt-Park (womöglich ist der auch nicht nicht namenlos, aber ich hab´ keine Ahnung wie er heisst), dann halblinks den Domweg runter, rechts die Villastr. hoch (dabei ein bisschen die Villen bewundert, die alt genug sind, um aus einer Zeit zu stammen, als &#8220;Neureich&#8221; und &#8220;Geschmacklos&#8221; noch nicht synonym waren), und schließlich wieder links und kurz vor der Ober-Beerbacher Str. auf den Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus), der im Zickzackkurs aus dem Ort hinaus und den steilen Wiesenhang am Kreuzberg hochführt.<br />
Schöner Blick über Seeheim ins Ried (wenn auch etwas diesig), anspruchsvolle Steigung, mit ich mir schon das eine oder andere Mal richtig schwer getan hab´ &#8211; heute lief ich sie zügig und guter Dinge einfach so durch, ohne dass es richtig anstrengend gewesen wäre.<br />
Prima! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Oben am Waldrand links, über den letzten Häusern vorbei und geradeaus auf den Lufthansa-Ring (Burgenweg, blaues B), der halblinks/geradeaus durch den Wald runter ins Ober-Beerbacher Tal (das eigentlich Elsbachtal heisst) führt.<br />
Ciao, Höhenmeter, bis gleich&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Im Talgrund kurz hinter Seeheim über die K143 nach Ober-Beerbach, auf der anderen Seite wieder in den Wald, den Burgenweg/Alemannenweg hoch in Richtung Karlshöhe.<br />
Halber Kilometer bergauf, 50 oder 60 HM, schon ganz ordentlich &#8211; heute lief ich´s einfach so durch, gemächlich und und kontrolliert, ohne Probleme (wenn man mal von dem Drecksack von Kamikaze-Biker absieht, der mich an der ersten Kurve beinahe plattgebügelt hätte, weil er unbedingt mit 30 oder 40 Sachen den unübersichtlichen, kiesigen, steilen Waldweg runterbrettern musste. Natürlich ohne Helm, Vernunft oder Rücksicht, das stört die richtige coolen Jungs ja nur. Bastard!).</p>
<p>Oben auf der Anhöhe, da wo der Burgenweg eine lange Rechtskurve beschreibt bevor er dann zum Zehn-Wege-Platz an der Karlshöhe führt, fiel mir was Neues auf: Links am Wegesrand stand eine (neue?) Infotafel mit einem Plan des alten Seeheimer Schlossparks, der direkt unterhalb des Weges anfängt. Daneben ein kleiner Weg links runter in den Park, offensichtlich relativ frisch von Unkraut und anderem Bewuchs befreit &#8211; den hatte ich vorher noch nie bemerkt und war ihn entsprechend auch noch nie gelaufen.<br />
Hmmm&#8230;<br />
Ach, was soll´s, so ein kleiner Umweg schadet ja nicht: Spontan links von der geplanten Route abgewichen und in den Schlosspark runtergelaufen, der eigentlich gar kein richtiger Park mehr ist, sondern nur etwas lichterer Wald mit einigen Pfaden drin, an dessem unterem Ende das Seeheimer Schloss steht (heute Privatbesitz und die beste Wohnllage im Ort).<br />
Bergab, steil bergab, halbrechts abwärts durch den Park/Wald bis zum unteren Ausgang hinterm Schloss.<br />
Ciao, Höhenmeter, bis gleich&#8230;</p>
<p>Dort rechts, auf den Weg SJ3, von dem ich wusste, dass er ebenfalls zum Zehn-Wege-Platz führt (bei Zehn Wegen nicht weiter verwunderlich&#8230;). Und schon wieder bergauf, durch die friedlichen Hangwiesen über Seeheim. Weidende Kühe, ein bisschen Aussicht, angenehme Abendsonne, ein riesenhafter Feldhase (oder Waldwiesenberghanghase, um genau zu sein), der reisaus nahm, sobald er mich bemerkte, dann war ich auch schon wieder im Wald, erklomm die letzten Meter zur Karlshöhe und erreichte schließlich den Zehn-Wege-Platz am südlichsten Teil des Frankenstein-Massivs, auf dem es neben einer kleinen Schutzhütte tatsächlich total viele Wege gibt, die in alle Richtungen in den Wald führen (ob´s wirklich zehn sind weiss ich nicht genau Jedesmal wenn ich hier bin zähle ich nach, und jedesmal kommt dabei eine andere Zahl zwischen acht und zwölf raus&#8230;). </p>
<p>Hier muss man immer so ein bisschen aufpassen, dass man den richtigen Weg erwischt, gerade wenn man nordwärts in Richtung Frankenstein will, denn da hat man fünf bis sechs Alternativen zur Auswahl.<br />
Ich nahm den Zweiten links von der Hütte, einen unmarkierten Waldweg an der Ostflanke des Frankensteins nach Norden durch den Wald führt, bis er schließlich über Nieder-Beerbach auf die Fahrstrasse zum Frankenstein führt &#8211; möglicherweise der Nieder-Beerbach-Weg oder Nieder-Beerbacher-Pfad, aber ganz sicher bin ich mir nicht. </p>
<p>Mannomann, hier war ich schon lange nicht mehr gelaufen&#8230;<br />
Das letzte Mal war ich hier mit Ingo vorbeigekommen, vor fast zwei Jahren am 1.7.07, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/07/01/frankenstein/">bei der allerersten Tour, die wir auf diesem Blog gepostet haben</a> (heidenei, was waren das damals für kurze, unpräzise Laufberichte&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).<br />
Damals war mir dieses Stück furchtbar steil und unendlich lang vorgekommen.<br />
Heute nicht.<br />
Schöner schattiger Wald, Mini-Steigung von durschnittlich ca. 5%, das lief sich quasi von selbst.<br />
Superangenehm, und irgendwie schön zu sehen, dass zwei Jahre Training trotz Verletzungspausen, Zeit- und Stressorgen und Winterschlendrian einen merklichen Unterschied machen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach ca. 1,4 km ging halbrechts auf den Galgenweg (gelbe 6) ab. Hier machte ich die erste Trinkpause und palaverte kurz mit zwei anderen Joggern, die mich darauf hinwiesen, dass ich da nicht runterlaufen solle, weil ich zuviel Höhenmeter verlieren würde, und mir nicht so recht glauben wollten, dass genau das der Plan war&#8230;</p>
<p>Und wieder bergab, den Galgenweg runter.<br />
Ciao, Höhenmeter, bis gleich&#8230;</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern eine kleine Lichtung am Hang, direkt danach rechts, kurz danach links &#8211; hier wollte ich eigentlich eine kleine Ehrenrunde um den &#8220;Dammrücksbühl&#8221; drehen, einen Vorberg des Frankenstein-Massivs über dem Ober-Beerbacher Tal. Dummerweise war der (unmarkierte) Weg so schlecht und überwuchert, dass das nicht besonders gut klappt, also wechselte ich nach ca. 100 Metern querfeldein über den Hang auf den nächstniedriegeren Weg, dem ich dann irgendwie&#8230; folgte.<br />
Vor Ort überhaupt kein Problem, der Weg war in gutem Zustand und ganz leicht abschüssig &#8211; bloß auf der Wanderkarte konnte ich ihn beim besten Willen nicht finden. Keine Ahnung, ob da die Karte nicht stimmt (was in über zwei Jahren, die ich mit den Karten laufe, nur ein- oder zweimal vorgekommen ist) oder ich es nicht auf die Reihe gekriegt habe, auf jeden Fall ging´s irgendwie abwärts, um eine scharfe Kurve, ein Stück oberhalb der Fahrstrasse im Talgrund entlang, und schließlich an den Wiesen des Schweizerlochs aus dem Wald raus.<br />
Genau da, wo ich hingewollt hatte, auch wenn mir nicht ganz klar war (und immer noch nicht ist), wie ich da hingekommen war.<br />
Hmm&#8230;<br />
Ein bisschen seltsam, aber immerhin auf Kurs&#8230;</p>
<p>Links runter, immer noch auf dem Galgenweg zwischen dem Waldrand und den wunderschönen langgezogenen Wiesen des Schweizerlochs runter, auf denen rote Kühe in der Abendsonne weideten und Grillen zirpten. Etwas Gedankvenverloren, weil ich spontan an den Abend vor ca. 10 Jahren denken musste, als mein Vater sein Auto nach einem Jagdausflug zu einem der nahegelegenen Hochsitze hier sein Auto auf einen Zaunpfahl am Fuß der leicht abschüssigen Böschung gesetzt hatte, und wir dann mitten in der Nacht stundenlang im Schlamm ackern mussten, bis die Karre wieder flott war.<br />
Those were the days&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Unten: Wieder im Ober-Beerbacher Tal, aber schon ein ganzes Stück oberhalb von Seeheim.<br />
Kurz links an der Kreisstrasse lang (weiterhin gelbe 6), kein Seitenstreifen aber wenig Verkehr (die beiden Autos, die mir entgegenkamen, schleuderten allerdings in Formel-Eins-tauglichem Tempo die schmale, abschüssige Strasse runter &#8211; wie sich das halt gehört im Odenwald, wo die einheimischen nur für Traktoren und den lieben Gott bremsen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' />  ), nach 100 m. rechts ab, kurz durch die Wiesen, dann auf der anderen Talseite in den Wald am Kühlkopf. </p>
<p>Der nächste Aufstieg: Kurz rechts, dann links auf den Kühlkopfweg (gelbe 4), in der nächsten Kehre dann halblinks geradeaus und den unmarkierten Waldweg nach Ober-Beerbach hoch. Eigentlich hatte ich erwartet, dass dieses Stück ziemlich hart werden würde, stattdessen war´s jedoch total angenehm: Moderate Steigung, schöner Wald, nach ein paar Kurven tauchte erst rechts über mir der Ober-Beerbacher Sportplatz auf, dann gab´s links ein paar Ausblicke zwischen den Bäumen hindurch auf die hübschen Hangwiesen unterhalb des Dorfes, und dann war ich auch schon am Ortsrand, wo ich unter den toll gelegenen Häusern durch die Weiden lief, und schließlich nochmal etwas steiler aufwärts den nördlichen Ortseingang an der Eberstädter Str. (Weitwanderweg Odenwald-Vogesen, roter Balken) erreichte.<br />
Hübsch wie immer, Ober-Beerbach in seiner kleinen Talmulde, umgeben von steilen Hängen mit lichten Wiesen und dunklen Wäldern ist einfach ein schöner Anblick&#8230;</p>
<p>Rechts in den Ort rein, dann gleich wieder rechts, schmaler Fußweg zum Einstein-Ring, dann durch die Str. &#8220;Im Hesseltal&#8221; hoch zu den letzen Häusern auf dem Rand des Talkessels und geradeaus auf dem Weg OB3 zurück in den Wald.<br />
Neues Stück, noch nie gelaufen, wunderschön: Bergrücken mit Blick auf den Melibokus, links und rechts des Weges sonnige Weiden mit Pferden, richtig angenehm zu laufen.</p>
<p>Und abwärts in den Wald rein, runter zur Kreuzung am Schlößchen (das ist eine Kuppe, kein Gebäude).<br />
Ciao, Höhenmeter, bis gleich&#8230;</p>
<p>Im Wald zwischen den Bergen westlich vor Ober-Beerbach (dem Kühlkopf und dem Kniebrecht) gibt es ein schmales, langes, schluchtartiges Tal, das zweifellos einer der abgelegensten Orte im ganzen Gemeindegebiet von Seeheim-Jugenheim ist. Keine Ahnung wie es heisst, die Wanderkarte und der Flurplan schweigen sich da aus, ich weiss nur, dass es das Tal mit dem Bach ist, der die Märchenteiche speist.<br />
Und da wollte ich jetzt runter.</p>
<p>&#8230;und hatte schon wieder dasselbe Problem wie eben gerade am Dammrücksbühl: Mein wanderkartenbasiertes Plänchen liess sich einfach nicht mit der Realität vereinen &#8211; die Wege waren hier eindeutig anders als auf der Karte, egal wie sehr ich mich anstrengte, das auf einen Nenner zu bringen. Gleich zwei Kartenfehler auf einer Tour, das ist mir noch nie passiert!<br />
Zum Glück war die Navigation aber trotzdem kein Problem: Ich wollte runter ins Tal, also musste ich immer nur bergab laufen, in mehreren Serpentinen den steilen Hang hinab, durch den einsamen, schönen Wald (hier kommt sicher fast nie jemand vorbei), bis ich unten war, und da dann einfach dem Bachlauf am dunklen, kühlen Talgrund folgen bis ich die Märchenteiche erreichte, die still und grün im Abendschatten lagen.</p>
<p>Und wieder aufwärts, zum &#8211; so dachte ich zumindest &#8211; letzten Aufstieg für heute, der es allerdings noch mal in sich hatte: Von den Märchenteichen die Flanke des Kniebrecht hoch und weiter bis auf den Tannenberg &#8211; 140 Höhenmeter auf 1,4 km Strecke&#8230;</p>
<p>&#8230;lief schon wieder beängstigend glatt. Ich hatte mir den unmarkierten Friedensquellenweg ausgesucht, der durch einen tief in der Bergflanke eingegrabenen Hohlweg durch den düsteren Fichtenwald bergauf führte, zwei Serpentinen machte, dann an einer T-Kreuzung nach rechts abknickte, und schließlich am Rand des Bannwalds am Kniebrecht (der seit ein paar Jahren ohne Forstwirtschaft vollkommen sich selbst überlassen wird) wieder in den Weg OB3 mündete, auf dem ich die Wegkreuzung am Fuß den Tannenbergs erreichte.<br />
Topfit, praktisch nicht außer Atem, Puls ganz ruhig, bis hierher war der Aufstieg überhaupt kein Problem gewesen. </p>
<p>Deswegen nahm ich dann auch den kurzen Weg zum Tannenberg. Um mal zu zitieren, was ich beim <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/01/20/best-of-seeheim-jugenheim-mit-hund-und-foto-85-km/">letzten Mal</a>, als ich hier vorbeigekommen bin drüber geschrieben habe:</p>
<blockquote><p>Der läuft schnurgerade den Hang hoch, und ist eigentlich so steil, dass er nur von völlig durchgeknallten Hardcore-Offroad-Biker-Deppen mit Todeswunsch benutzt wird (und selbst das nur bergab…).</p></blockquote>
<p>150 m. Strecke, 30+% Steigung.<br />
Hehe&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Lustig, wie schnell einem bei solchen Passagen die Puste ausgeht.<br />
Erstes Drittel: Gar kein Problem, joggte langsam und entspannt den Steilhang hoch und dachte noch sowas wie &#8220;<em>Hey, eigentlich gar nicht so schlimm&#8230;&#8221;</em><br />
Zweites Drittel: Uuuh, und dann war auf einmal die Puste knapp, und der Hang noch nicht mal halb zu Ende. Noch ein Schrittchen langsamer&#8230;<br />
Letztes Drittel: Ging nicht mehr, die letzten paar Meter musste ich dann doch gehen, das war einfach zu steil und zu lang. Puuuh!</p>
<p>Oben dann noch ein Stückchen weiter am Hang bergauf in Richtung Tannenburg (nun wieder joggend, hatte mich schnell wieder erholt), bis zur letzten Serpentine unterhalb der Burgmauern. Ganz hoch wollte ich heute nicht, stattdessen hatte ich mir einen bisher unerlaufenen Trampelpfad ausgeguckt, der von hier den Westhang runter in Richtung Alexanderhöhe lief.<br />
Zu meiner Überraschung war der sogar markiert: Alemannenweg/rotes S.<br />
Prima, na dann bergab!<br />
Ciao, Höhenmeter, das war´s dann für heute (dachte ich)&#8230;</p>
<p>Recht steil und schmal und steinig und sehr hübsch, so mitten durch den lichten, abendsonnigen Wald mit dichten Brombeerhecken links und rechts des Pfades &#8211; sehr nett und brachte mich war ruck-zuck runter an die Kreuzung vor der Alexanderhöhe.</p>
<p>Da machte ich dann erstmal Bestandsaufnahme:<br />
Eineinhalb Stunden unterwegs, eigentlich sah der Plan vor, dass ich von hier aus direkt runter nach Jugenheim und nach Hause laufen sollte.<br />
Aber ich war topfit.<br />
Beine: Wie neu.<br />
Kraft: Voll da.<br />
Energie: Virtueller Zeiger mitten im grünen Bereich.<br />
Kein Hunger, kein Durst, keine Müdigkeit, keine Beschwerden.<br />
Nur ganz viel Spass.<br />
Irgendwie hatte ich noch richtig Lust zum Weitermachen<br />
Hmm&#8230;</p>
<p>Spontan reifte in mir eine etwas verrückte Idee: Als mich vorhin am Galgenweg die beiden anderen Jogger vor dem Höhenmeterverlust gewarnt hatten, hatte ich ein bisschen angegeben und gemeint, dass ich noch &#8220;In Richtung Melibokus&#8221; wolle.<br />
Was sachlich nicht falsch war, denn ich wollte ja nach Süden (= In Richtung Melibokus), aber viel grandioser daherkam, als es eigentlich gedacht war, weil´s implizierte, dass ich AUF den total weit entfernten Melibokus zu laufen gedachte&#8230;<br />
Ehrlich gesagt so ein bisschen kleinlich, aber was erzählen die mir auch in MEINEM WALD (oder so), wo´s hoch und runter geht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Hmmm&#8230;<br />
Aber wenn ich da jetzt wirklich noch hochlaufen würde, wär´s ja nicht kleinlich gewesen, sondern einfach nur die Wahrheit&#8230;<br />
Hmmmmmmm&#8230;</p>
<p>Verfolgen wir mal kurz das interne Zwiegespräch zwischen meiner Abenteuerlust und meiner Vernunft:<br />
A: &#8220;<em>Hey, ich weiss was! Wir laufen jetzt noch auf den Melibokus</em>&#8220;</p>
<p>V: &#8220;<em>Klar. Und danach verbessern wir unseren Kilometerrekord auf 3 Minuten, backen den besten Käsekuchen und knacken die Weltformel. Sonst noch was?</em>&#8220;</p>
<p>A: <em>&#8220;Nee, echt jetzt, ich mein´s ernst: Wir laufen jetzt noch auf den Melibokus!&#8221;</em></p>
<p>V: <em>&#8220;Du spinnst!! Wir sind sind jetzt schon 10 oder 12 km gelaufen</em> [tatsächlich waren´s 14]<em> und bis wir da oben und wieder daheim sind sind´s nochmal 10 oder 12 km!</em> [tatsächlich waren´s 14] <em>. Soweit sind wir seit dem <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/09/06/darmstadt-halbmarathon-212-km/">Halbmarathon letztes Jahr</a> nicht mehr gelaufen</em> [tatsächlich waren wir schon seit dem Marathon vorletztes Jahr nicht mehr soweit gelaufen - gut dass Vernunft nicht genau bescheid wusste... <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ] <em> und du weisst ja wohl noch, wie wir da abgekackt haben! Ich weiss das noch, aber Hallo, Frollein!!! Und da ging´s am Ende nicht nochmal durch zwei Täler und 500 Höhenmeter bergauf!!!&#8221;</em></p>
<p>A:<em>&#8220;Pööh, ach, letztes Jahr! Da war doch alles anders. Heute sind wir topfit,</em> [da flunkert sie ein bisschen, die Abenteuerlust... <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ] <em>das ist überhaupt gar kein Problem, das kriegen wir locker hin. Glaub´ mir, ich kenn mich mit sowas aus&#8221;</em></p>
<p>V: <em>&#8220;Jaja, duuu kennst dich aus. Wie war das noch, als wir uns total am Felsberg verirrt haben, weil Fräulein Abenteuerlust meinte, dass wir jetzt den unbekannten Weg da vorne hoch müssen&#8230;?&#8221;</em></p>
<p>A: <em>&#8220;Menno! Das ist vier Jahre her und du reitest immer noch drauf rum. Und außerdem hat das doch Spass gemacht, oder?&#8221;</em></p>
<p>V: <em>&#8220;Pfff, Spass, Spass, Spass, was Anderes fällt dir auch nicht ein, oder? Hast du mal geguckt wie spät es ist. In ´ner knappen Stunde geht die Sonne unter, und dann wird´s zappenduster da oben. Schon mal daran gedacht, häh? Nee, haste natürlich nicht, dass muss ich erledigen, sonst stehen wir da nämlich auf einmal mitten im Wald und es ist arschkalt und sackdunkel und&#8230;&#8221;</em></p>
<p>A: <em>&#8220;Ha, daher weht der Wind: Du hast einfach nur Schiss, gib´s doch zu!</em></p>
<p>V: [Laut] <em>&#8220;WAS!?!! ICH UND SCHISS?!! JA GEHT`S DENN NOCH!!!??? ICH HAB´ VOR GAR NIX SCHISS, ICH DENK´ NUR MAL NACH BEVOR WIR UNS WIEDER IN IRGENDEIN WAHNSINNSPROJEKT STÜRZEN, SONST MACHT DAS HIER NÄMLICH KEI&#8230; hey, hörst du mir überhaupt zu?&#8221;</em> </p>
<p>A [im Singsang]: <em>&#8220;Vernuuhunft hat Schiihiss, Vernuuhunft hat Schiihiss, Vernuuhunft hat Schiihiss&#8230;&#8221;</em>  </p>
<p>V [Sauer]: <em>&#8220;Gar nicht!</em>&#8220;</p>
<p>A: <em>&#8220;Wohl!! Vernuuhunft hat Schiihiss, Vernuuhunft hat Schiihiss&#8230;</em> </p>
<p>V: <em>&#8220;ACH JA???!!!</em></p>
<p>A: <em>&#8220;Jaaa!! Vernuuhunft hat Schiihiss, Vernuuhunft hat Schiihiss&#8230;&#8221;</em></p>
<p>V: [Pikiert]<em>&#8220;Okay!!! Gut!! Gut!! Bittschön!! Wenn´s das ist, was du willst, gut!! Dann laufen wir jetzt halt auf den Melibokus.<br />
Pff. Mir doch egal.<br />
Wer´n ja sehen wer morgen wieder rumpienst und wimmert, wenn wir vor lauter Muskelkater nicht mal mehr aufs Klo wackeln können. Falls wir nicht vorher schon irgendwo unterwegs verschütt´ gehen!!!<br />
Und dann werd´ ich lachen, du blöde Schickse, &#8216;Haha&#8217;, werd´ ich dann sagen &#8216;Haha, siehstewohl, ich hab´s ja gleich gesagt&#8217;&#8230;&#8221;</em></p>
<p>A: <em>&#8220;YAAAAAYYYYY, WIR LAUFEN AUF DEN MELIBOKUS!!!!!!</em></p>
<p>Und so sind wir dann nicht nach Hause gelaufen, sondern auf den Melibokus.<br />
Nochmal genausoweit wie bisher, bloss noch etwas steiler.<br />
Total der Irrsinn&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und abwärts: Den Burgenweg/Alemannenweg runter, um die Alexanderhöhe rum, dann NICHT rechts runter nach Jugenheim, sondern geradeaus, den unmarkierten Waldweg unter dem Jugenheimer Handyturm runter bis an die K146 im schönen Stettbacher Tal.<br />
Dort links, 150 m. die Strasse hoch, dann über den Parkplatz vom Hotel-Restaurant Brandhof (wie immer Pickepackevoll, mit Autos von nah und fern. Wundert mich immer wieder ein bisschen, denn das Essen ist hier zwar durchaus gut, aber ein bisschen teuer, und es gibt Dutzende anderer Restaurants und Gasthöfe in der Nähe, die genausogut sind, aber wo sich fast nie jemand hinverirrt&#8230;) und schließlich rechts den Hofgrundweg (gelbe 2) hoch, der zwischen den Waldrand unterm Marienberg und der herrlichen langen Wiese des Hofgrunds aufwärts zum Höhenrücken zwischen Balkhäuser und Stettbacher Tal.<br />
Nach 300 m. links am Waldrand eine einsame, kleine Bank aus massivem Stein, hübsch verziert und mit der Inschrift<br />
&#8220;<em>In Gedenken an unseren Hans. Gefallen in den Karpaten am 12. Februar 1915</em>&#8220;.<br />
Finde ich immer ein bisschen traurig, weil ich mir den armen Hans vorstellen muss, der vor fast 100 Jahren weit, weit weg von zuhause sein zweifellos viel zu junges Leben in einem der sinnlosesten Kriege der Menschheitsgeschichte verloren hat, und an die Menschen, denen er sosehr gefehlt hat, dass sie ihm hier draußen ein Denkmal errichtet haben&#8230;. </p>
<p>Kurz danach halbrechts in den Wald, weiter bergauf bis zur Kreuzung an der Kaiserbuche (einstmals der Ort, wo Zar Alexander II. gerne zu frühstücken pflegte, wenn er auf dem Heiligenberg weilte, heute leider nur noch ein toter Stumpf), dann links, auf dem rissigen Ex-Fahrweg zwischen Stettbacher und Balkhäuser Tal (SJ2) durch die Wiesen am Hechlersgrund (rechterhand freundliche Ponies, dahinter der täuschend nah wirkende Melibokus), in den Wald am Vogelherd, dort dann gleich rechts den schmalen Hechlersgrund-Weg (gelbe 5) runter und nach 200 m. über einen namenlosen Trampelpfad auf den schmalen Weg, der durch das hübsche, sumpfige Seitental unter dem Schulberg (die &#8220;Rohrwiesen?&#8221;) runter nach Balkhausen führt.<br />
Ciao, Höhenmeter, bis gleich&#8230;</p>
<p>Während ich hier runterlief versank die Sonne hinter dem mächtigen Rücken des Darsbergs auf der anderen Talseite &#8211; die Dämmerung hatte begonnen. </p>
<p>Unten in Balkhausen dann hoch an die Felsbergstr. und der nach links gefolgt, aufwärts durch das endlos lange Dörfchen zwischen den schönen, steilen Hängen des Balkhäuser Tals, das ruhig und friedlich in den Abend hineindämmerte.<br />
Der letzte Aufstieg hatte begonnen &#8211; 5 Kilometer und über 300 Höhenmeter bergauf.<br />
Oy vey! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zuerst mal überhaupt kein Problem: Die Durchschnittsteigung auf der Felsbergstr. in Balkhausen  liegt im unteren einstelligen Prozentbereich, das ist so minimal, das merkt man überhaupt nicht.<br />
800 m. aufwärts durchs Dorf, vorbei am kleinen Friedhof mit der Kapelle, dem kleinen Brünnchen über dem Talgrund, der kleinen Feuerwehr (hier ist vieles klein, das ist nett) bis zur großen Abzweigung nach Hochstädten, direkt dahinter links auf den alten Hochstädter Weg (SJ V) und bergauf aus Balkhausen raus bis zur Strassenbrücke am Schollrain.<br />
Das war schon steiler, und so langsam merkte ich die fast 20 km und 600 oder 700 Höhenmeter, die mir inzwischen schon in den Knochen steckten: Beine etwas schwer und hart (aber da schaffte eine Dehnpause nochmal Abhilfe), Atmung kürzer, imaginäre Nadel auf dem imaginären Energie-O-Meter im gelben Bereich. </p>
<p>Und es wurde nicht besser, denn nun ging´s den Nibelungensteig hoch. Vor <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/05/22/blogger-team-up-4-das-erste-drittel-nibelungensteig-mit-gerd-und-foto-167-km/">genau zwei Wochen war ich hier mit Gerd schön langsam und entspannt bei strahlender Nachmittagssonne runtergekommen</a>, heute nun durfte ich langsam und nicht mehr ganz entspannt in der Abenddämmerung die Gegenrichtung hochschnaufen.<br />
Heidenei, so steil war das aber neulich nicht gewesen!!!</p>
<p>Immer weiter bergauf, japsend und keuchend den herrlichen Weg auf dem Bergrücken zwischen Mühltal und <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/05/img_3040-42p.jpg">Balkhäuser Tal </a>hoch, über den plötzlich ein erbarmungslos kalter Abendwind pfiff, der meinen durchgeschwitzten Torso bis ins Mark durchfror, bis ich endlich den Waldrand unter dem Melibokus erreichte.<br />
Brrrr&#8230;</p>
<p>Hier war dann der leichte Teil vorbei.<br />
Jetzt ging´s richtig bergauf (zumindest mit dem Weg, mit dem Matthias ging´s derweil tendenziell eher bergab).<br />
Am Rand eines schmalen Seitentals hoch zur Wegscheide unter den drei Quellen.<br />
Uff. Aua. Siestewohl [sagte die Vernunft].<br />
Ostflanke des Berges, dichter Wald, hier herrschte nur noch graues Halblicht, es war empfindlich kühl. </p>
<p>Dann scharf rechts, über an der abgeholzten Lichtung entlang auf den <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2009/05/img_3022-25p.jpg">wunderschönen offen Bergrücken</a>, von dem Gerd und ich neulich die tolle Aussicht nach Süden genossen hatten. Heute war sie nicht minder toll, der Himmel noch im feurigen rot der untergehenden Sonne, die Bergstrasse darunter hingegen in immer dunkler werdende purpurne Abendschatten gehüllt.<br />
Hätte gerne länger verweilt und geschaut (und verschnauft), aber der eisige Wind und das sterbende Licht trieben mich weiter.<br />
Aufwärts, immer aufwärts, mit kurzem Atem und schweren Schritten.<br />
Zwischendurch ging ich jetzt immer mal ein bisschen, nicht weil es nicht anders gegangen wäre, sondern weil ich spürte, dass meine Kraft so langsam zur Neige ging und deshalb haushalten wollte.</p>
<p>An die Fahrstrasse auf den Melibokus, immer noch fast 100 HM unter dem Gipfel.<br />
Dunkel. Kalt. So langsam kamen auch Hunger (letzte Mahlzeit: Mittagessen um 13:00, das war jetzt über acht Stunden her, und ich hatte nichts mitgenommen, weil ich ja nicht mit so einem langen lauf gerechnet hatte [siestewohl, sagte die Vernunft]) und ein bisschen Durst (zwei 175 ml. Flaschen im Gurt, die letzte hatte ich am Tannenberg geleert, das war auch schon wieder ´ne Stunde her) dazu, Beine blieben schwer, Atem kurz.</p>
<p>Strasse hoch, bis zur ersten Serpentine, dann geradeaus auf den unmarkierten Waldweg, der unter dem Nibelungensteig um die Südflanke führt &#8211; Um Streckendopplungen vermeiden, wollte nicht zweimal dasselbe Stück laufen und vermied deshalb den oberen Teil der Strasse. Dafür: Umweg und ein paar Extra-HMs. Ganz so fertig war ich offenbar noch nicht, dass ich das in Kauf nahm.</p>
<p>Durch den finsteren Wald an der Südflanke, leicht bergab (gut weil: Jetzt bergab. Schlecht weil: Später mehr bergauf), auf herrlich weichen alten Tannennadeln. Noch ein Päuschen an einem weiteren Aussichtspunkt (Geheimtipp) am Hang, von dem aus man nach Süden über die weiten Täler hinter Bensheim schauen kann &#8211; wunderschön unter purpurnem Dämmerhimmel mit fast vollen Mond, leider fehlte mir inzwischen ein bisschen die Kraft, um es voll zu geniessen. </p>
<p>Und dann wieder bergauf (bisschen gehen&#8230;), auf den Nibelungensteig/Lucibergweg, Serpentine (bisschen gehen), Serpen&#8230;uuuuffffhaaaaa&#8230;tine (bisschen gehen), aaaargl, Serphhhfffffauaaaaentine, fast oben, Weg unter der Kuppe, links, die letzten 20 steilen Meter (bisschen gehen)&#8230;<br />
Oben.<br />
Ach du Scheisse, ich hab´s echt geschafft.<br />
Ich bin noch auf den Melibokus gelaufen. </p>
<p>Wanke zur Terasse (die Drachenflugrampe will/kann ich mir nicht mehr antun), gucke runter.<br />
Eine der schönsten Zeiten auf dem Melibokus ist die Dämmerung, wenn man weit über der Ebene thront und die Sonne versinken sieht, während die Ebene unten immer dunkler wird und nach und nach die Lichter in den vermeintlich winzigen Dörfern und Städtchen angehen, bis das ganze Ried ein herrlicher Vorhang aus samtiger Nacht und funkelnden Lichtern wird. Das ist ein magischer Moment.<br />
Bin gerade richtig.<br />
Auch wenn mir ein bisschen die Kraft zum Staunen fehlt.</p>
<p>Schaue ein paar Momente runter. Dann fange ich an zu frieren, und fast dunkel ist es auch schon.<br />
Muss noch nachhause.<br />
Gute Nachricht: Nur noch bergab.<br />
Schlechte Nachricht: Noch 5 Kilometer.<br />
Und es ist schon fast Nacht&#8230;</p>
<p>Wende mich ab, stapfe über die Kuppe bis ich wieder Fahrt aufnehme, laufe auf der anderen Seite die Strasse runter, die nur noch ein graues Band im Dämmerlicht ist.<br />
An der ersten Serpentine geradeaus, die Abkürzung, steiler Pfad durchs dunkel, spart ein paar hundert Meter (dafür stolpere ich fast über den Grenzstein zwischen den Gemarkungen Auerbach und Zwingenberg, den irgendein Hirni direkt auf den Pfad gepflanzt hat), unten dann der Pürschweg, abwärts, heimwärts. </p>
<p>Normalerweise sind das die kürzesten viereinhalb Kilometer die ich kenne. Heute zieht sich´s wie lauwarmer amerikanischer Pizzakäse.<br />
Je tiefer ich komme, umso dunkler wird´s &#8211; gut dass ich den Weg in und auswendig kenne und er in exzellentem Zustand ist.<br />
Einfach geradeaus, bergab durch die Finsternis, während meine Beine protestieren und sich mein Geist in erschöpft-wirren Gedankengängen verliert und immer mehr zurückzieht, bis ich nichts weiter bin als ein kaum noch existenter Schatten, der auf dem schemenhaften Weg durchs unendliche dunkle Nichts gleitet.</p>
<p>Still ist es nachts im Wald, nur hin und wieder flieht irgendwas Großes am Wegesrand vor mir (zum Glück flieht es!), ansonsten nur mein keuchender Atem und die dumpfen Schritte, es ist saukalt.<br />
Irgendwann links die Lichtung am Hohe-Stich-Weg, noch einmal kommt mein Verstand aus der Trance zurück um einen letzten Blick in die schimmernd-dunkle Ebene zu werfen, dann geht´s weiter abwärts.<br />
Darsberghütte&#8230;<br />
Kehre über der Jossa&#8230;<br />
Darsbergtal&#8230;<br />
Kehre über dem Merckstal, 50 m. ganz leicht bergauf&#8230; Auuua!<br />
Merckscher Wasserturm&#8230;<br />
Burgenweg im unteren Darsbergtal&#8230;<br />
Waldrand&#8230;<br />
Jossastr., harter Asphalt, Strassenlaternen&#8230;<br />
Daheim&#8230;<br />
Puuuhaa!!!!</p>
<p>Dehnen, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2009/06/05/wenn%c2%b4s-dem-esel-zu-gut-geht/">Terz</a>, heisses Entspannungsbad, Abendessen und fertig. </p>
<p>Wow.<br />
Ganz ehrlich: Da bin ich doch ein bisschen stolz drauf.<br />
Am Ende waren´s 27,9 km und zwischen 900 und 1000 HM (ganz genau kann ich´s nicht bestimmen, aber runde einfach mal frech auf 1000 auf, das hab´ ich mir verdient).<br />
So weit bin ich seit eineinhalb Jahren nicht mehr gelaufen, vor allem nicht mit einem ganzen Höhenkilometer.<br />
Und es klappt noch (wieder?): Am Ende war ich zwar erschöpft und steif und müde, aber keinesfalls fix und fertig &#8211; wenn ich gemusst hätte, wären da auch noch ein paar Kilometer mehr drin gewesen (aber das hätte weh getan).<br />
Verdammt cooles Gefühl, zu wissen, dass ich an einem ordentlichen Tag einen anstrengenden Dreissiger durchstehen kann, und danach nicht eine Woche ausser Gefecht bin. </p>
<p>Ebenfalls faszinierend: 28 km, und ich war die ganze Zeit &#8220;nicht weit weg von daheim&#8221;&#8230;</p>
<p>Siestewohl, sagt die Abenteuerlust&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 27,9 km<br />
Zeit: 3:16 h reine Laufzeit (= 8,54 km/h bzw. 7 min/km)<br />
Anteil den noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 26,67% (7,44 km von 27,9 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/grosse-bergrunde-um-see-ju.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/06/grosse-bergrunde-um-see-ju.jpg?w=108" alt="Grosse Bergrunde um See-Ju" title="Grosse Bergrunde um See-Ju" width="108" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-4873" /></a></p>
<p>M.</p>
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