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	<title>selbstlosigkeit &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "selbstlosigkeit"</description>
	<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 09:10:43 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Pflanze Liebe, Glaube und Hoffnung in die Herzen]]></title>
<link>http://derwegmitliebe.wordpress.com/2009/09/09/24/</link>
<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 22:25:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>derwegmitliebe</dc:creator>
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<description><![CDATA[Pflanze Liebe, Glaube und Hoffnung in die Herzen Der Mann, der Bäume pflanzte ( Elzeard Bouffier ) v]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table style="width:100%;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top"></td>
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</tr>
</tbody>
</table>
<table style="width:100%;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<col width="100%"></col>
<col width="30"></col>
<tbody>
<tr>
<td valign="top">
<div style="font-weight:bold;"><span style="color:#008080;">Pflanze Liebe, Glaube und Hoffnung in die Herzen</span></div>
<p><span style="color:#008080;"><br />
</span></p>
<div style="float:left;"><span style="color:#008080;"><a href="blog_showEntry('2ca676efad29b6dd5b4d4024657836a0');"><img style="margin-right:10px;margin-bottom:6px;" src="http://homepage.t-online.de/extras/public/blog.cls?account_id=ATOIX0IR4L26&#38;instance_id=28403&#38;action=getImage&#38;img_id=98f90a8ef2047e5923aaa75b291910d0" border="0" alt="" width="120" height="90" /></a></span></div>
<p><span style="color:#008080;">Der Mann, der Bäume pflanzte ( Elzeard Bouffier )</span></p>
<p>von Jean Giono (1895 –1970) <span style="color:#008080;"> übersetzt von Walter Tappolet aus: Französische Erzählungen</span></p>
<p><span style="color:#008080;">Damit der Charakter eines Menschen wahrhaft außergewöhnliche Qualitäten offenbart,<br />
muss man das Glück haben, seine Tätigkeit während        vieler Jahre beobachten zu können.</span></p>
<p><span style="color:#008080;">Und wenn dieses Tun frei ist von jeglichen Eigennutzen und die ihn leitende Idee von beispiellosem Edelmut,<br />
wenn ferner sicher feststeht,<br />
dass er nirgendwoher Dank erwartet,<br />
und wenn er zu dem allen auf der Welt sichtbare Spuren hinterließ,<br />
dann hat man gewiss einen unfehlbaren Charakter vor sich.</span></p>
<p><span style="color:#008080;">Vor etwa vierzig Jahren machte ich eine lange Fußwanderung über die jeglichem Tourismus völlig unbekannten Höhen der sehr alten Alpen, die sich in die Provence hinein erstrecken.</span></p>
<p><span style="color:#008080;">Die Gegend wird begrenzt im Südosten und Süden durch den Mittellauf der Durance zwischen Sisteron und Mirabeau; im Norden durch den Oberlauf der Drome von der Quelle bis Die; im Westen durch die Ebenen der Grafschaft Venaissin und das Vorgebirge des Mont-Ventoux.</span></p>
<p><span style="color:#008080;">Sie umfaßt den ganzen nördlichen Teil des Departement Basses-Alpes, den Süden des Departement Drome und ein kleines Gebiet des Departement Vaucluse.</span></p>
<p><span style="color:#008080;">Zu der Zeit, da ich meine große Wanderung in diesem Ödland in 1200 bis 1300 Meter Höhe unternahm, waren da karge und eintönige Heideflächen.<br />
Es wuchs nur der wilde Lavendel.<br />
Ich durchstreifte das Hochland, wo es am breitesten war, und nach drei Tagen befand ich mich in einer trostlosen Lage wie noch nie.<br />
Ich kampierte neben den Ruinen eines verlassenen Dorfes.<br />
Ich hatte seit dem Vorabend kein Wasser mehr und mußte welches finden.<br />
Die wie Wespennester dicht gedrängten Häuser, obzwar verfallen, brachten mich auf den Gedanken, daß es hier einstmals eine Quelle oder einen Brunnen gegeben haben müsse.<br />
Es gab auch eine Quelle, aber sie war versiegt.<br />
Die fünf, sechs Häuser ohne Dächer, von Wind und Regen zerstört, die kleine Kapelle mit eingestürztem Türmchen, das alles war angeordnet wie in den lebendigen Dörfern; aber alles Leben war daraus entwichen.<br />
Es war ein schöner Junitag, mit viel Sonne, aber in diesen ungeschützten und gegen den Himmel offenen Gegenden blies der Wind mit unerträglicher Gewaltsamkeit.<br />
Sein Heulen in den Skeletten der Häuser war das Heulen eines Raubtiers, das bei seiner Mahlzeit gestört wird. Ich mußte aufbrechen.<br />
Nach fünf Stunden Marsch hatte ich noch immer kein Wasser gefunden, und nichts konnte mir die Hoffnung geben, welches zu finden.<br />
Überall die gleiche Trockenheit, das gleiche dürre Gras.<br />
Da sah ich in der Ferne eine kleine schwarze Silhouette stehen.<br />
Ich hielt sie für den Stumpf eines Baumes.<br />
Auf gut Glück ging ich darauf zu.<br />
Es war ein Hirte.<br />
Etwa fünfzig Schafe lagerten auf der heißen Erde und ruhten sich neben ihm aus.<br />
Er gab mir zu trinken aus seiner Fellflasche, und dann führte er mich zu seiner Hütte in einer Mulde der Hochebene.<br />
Er holte ausgezeichnetes Wasser aus einem sehr tiefen natürlichen Erdloch, über dem eine primitive Winde aufgestellt war.<br />
Der Mann sprach wenig.<br />
Das ist so bei einsam lebenden Menschen; aber man spürte, daß er seiner sicher war und dieser Sicherheit vertraute.<br />
Das war ungewöhnlich in dieser Einöde. Er wohnte nicht in einer Schäferhütte, sondern in einem Steinhaus. Man sah genau, wie durch seine Arbeit die Ruine, die er bei seiner Ankunft vorgefunden hatte, ausgebessert worden war.<br />
Das Dach war solid und wasserdicht.<br />
Der Wind, der daran rüttelte, erzeugte auf den Ziegeln ein Rauschen wie am Meeresstrand.<br />
Der Haushalt war aufgeräumt, das Geschirr gewaschen, der Boden gekehrt, das Gewehr eingefettet.<br />
Die Suppe kochte auf dem Herd.<br />
Ich bemerkte, daß er frisch rasiert war und daß alle seine Knöpfe gut angenäht waren und seine Kleider ausgebessert mit der peinlichen Sorgfalt, welche die Flicken unsichtbar macht.<br />
Er teilte seine Suppe mit mir.<br />
Als ich ihm nachher meinen Tabaksbeutel anbot, sagte er er rauche nicht.<br />
Sein Hund, ebenso schweigsam wie er, war freundlich ohne Unterwürfigkeit.<br />
Er hatte sogleich seine Zustimmung gegeben, daß ich die Nacht dableiben solle; das nächstgelegene Dorf war mehr als anderthalb Tagemärsche von hier. Abgesehen davon kannte ich die Beschaffenheit dieser seltenen Weiler hierzulande bereits zur Genüge.<br />
Es gibt vier oder fünf, einer weit vom anderen entfernt, an den Abhängen dieser Berge, im Buschholz der Steineichen, weltenweitab von den befahrbaren Straßen.<br />
Sie sind bewohnt von Köhlern, die Holzkohle brennen.<br />
In solchen Ortschaften lebt es sich schlecht. Die Familien, eng zusammengedrängt in einem äußerst rauhen Klima, im Sommer wie im Winter, toben ihren Egoismus im engen Kreis aus.<br />
Der unbewußte Ehrgeiz steigert sich zum allgegenwärtigen Wunsch, nicht in diesem Ort bleiben zu müssen.<br />
Die Männer bringen die Kohle auf Lastwagen in die Stadt und kommen dann wieder.<br />
Unter diesem ständigen Wechseldasein brechen die stärksten Charaktere zusammen.<br />
Die Frauen hegen ständigen Groll.<br />
Man streitet sich um alles, ebenso<br />
sehr um den Kohlenverkauf wie um die Bank in der Kirche, um die Tugenden, die sich gegenseitig bekämpfen, um die Laster, die einander widerstreiten, um die ständige allgemeine Vermischung von Laster und Tugend.<br />
Zu alle dem greift der ebenfalls unaufhörliche Wind noch die Nerven an. Es gibt ganze Epidemien von Selbstmord und zahlreiche Fälle von Wahnsinn, die tödlich enden.<br />
Der Hirte, der nicht rauchte, holte einen kleinen Sack und schüttete einen Haufen Eicheln auf den Tisch.<br />
Er machte sich daran, sie genau zu untersuchen, indem er die guten von den schlechten trennte.<br />
Ich rauchte meine Pfeife.<br />
Ich erbot mich, ihm zu helfen.<br />
Aber er meinte, das sei seine Sache. Das war es in der Tat. Angesichts der Sorgfalt, die er für seine Arbeit aufwandte, drängte ich mich nicht auf. Damit erschöpfte sich unsere ganze Unterhaltung.<br />
Als er einen ziemlich großen Haufen guter Eicheln auf der Seite hatte, zählte er sie ab in Gruppen zu zehn. Dabei schied er noch die kleinen aus und die mit einem winzigen Riß; er prüfte sie sehr genau.<br />
Als er endlich hundert vollkommene Eicheln vor sich hatte, hörte er auf, und wir gingen schlafen.<br />
Im Zusammensein mit diesem Menschen breitete sich Friede aus. Am anderen Morgen fragte ich ihn, ob ich noch den ganzen Tag bei ihm ausruhen dürfe.<br />
Er fand das ganz natürlich oder vielmehr: er erweckte den Eindruck, daß nichts ihn stören könne.<br />
Ich hatte diesen Ruhetag nicht unbedingt nötig, aber ich war neugierig und wollte noch mehr erfahren.<br />
Er trieb seine Herde aus dem Stall und führte sie auf die Weide.<br />
Vor dem Weggehen tränkte er den Sack mit den sorgfältig ausgewählten und gezählten Eicheln in einem Eimer Wasser.<br />
Ich beobachtete, daß er anstelle eines Steckens eine Eisenstange mitnahm, so dick wie der Daumen und ungefähr anderthalb Meter lang.<br />
Ich tat so, als ob ich mich im Umherwandern ausruhte, und ging auf einem Weg, der parallel zu seinem verlief.<br />
Die Weide für seine Tiere befand sich in einer Mulde.<br />
Er überließ die kleine Herde der Obhut des Hundes und stieg den Hügel hinan, wo ich dahinging.<br />
Ich fürchtete, er käme, um mir Vorwürfe zu machen wegen meiner Neugierde, aber keine Spur davon: dies war sein Weg, und er lud mich ein, ihn zu begleiten, wenn ich nichts besseres vorhätte.<br />
Er stieg noch zweihundert Meter weiter auf die Anhöhe.<br />
Als er an einer bestimmten Stelle war, zu der er hinwollte, begann er seinen Eisenstab in die Erde zu stoßen.<br />
Er machte Löcher und legte in jedes eine Eichel hinein und machte das Loch wieder zu.<br />
Er pflanzte Eichen.<br />
Ich fragte ihn, ob das Land ihm gehöre. Nein, antwortete er. Ob er wisse wem es gehöre.<br />
Er wußte es nicht.<br />
Er vermute, daß es Gemeindeland sei, oder vielleicht gehöre es Leuten, die sich nicht darum kümmerten.<br />
Ihn focht es nicht an, daß er die Besitzer nicht kannte.<br />
So setzte er hundert Eicheln mit größter Sorgfalt.<br />
Nach dem Mittagsmahl nahm er seine Sämannsarbeit wieder auf.<br />
Ich muß wohl sehr hartnäckig gewesen sein mit meinen Fragen, daß er darauf antwortete.<br />
Seit drei Jahren pflanzte er Bäume, hier in dieser Einsamkeit.<br />
Er hatte bereits hunderttausend gepflanzt.<br />
Von den hunderttausend hatten zwanzigtausend getrieben.<br />
Von diesen zwanzigtausend, damit rechne er, werde er noch die Hälfte verlieren durch die Nagetiere oder durch Umstände, die nicht vorauszusehen sind in den Plänen der Vorsehung.<br />
Es blieben also zehntausend Eichen, die wachsen würden da, wo es vorher nichts gegeben hatte.<br />
Ich fragte mich, welches Alter dieser Mann wohl habe.<br />
Offenbar war er über fünfzig. Fünfundfünfzig, sagte er mir.<br />
Er hieß Elzeard Bouffier.<br />
Er hatte einen Bauernhof besessen, in der Ebene unten.<br />
Dort hatte er sein Auskommen gehabt.<br />
Er hatte seinen einzigen Sohn verloren, dann auch seine Frau. So hatte er sich in die Einsamkeit zurückgezogen, wo er Gefallen daran fand, beschaulich zu leben mit seinen Schafen und seinem Hund.<br />
Er hatte sich überlegt, daß diese Gegend absterben werde aus Mangel an Bäumen.<br />
Er setzte hinzu: Da er doch nichts Wichtiges zu tun habe, sei es sein Plan, hier Abhilfe zu schaffen.<br />
Ich selber führte damals, ungeachtet meiner Jugend, ein einsames Leben, darum verstand ich es, behutsam mit einsamen Menschen umzugehen.<br />
Trotzdem beging ich einen Fehler.<br />
Eben wegen meiner Jugend mußte ich an die Zukunft denken und an das Erhaschen des Glücks.<br />
Ich sagte, daß in dreißig Jahren diese zehntausend Eichen großartig stehen würden.<br />
Er entgegnete sehr schlicht: Wenn Gott ihm das Leben erhalte, werde er in dreißig Jahren so viele gepflanzt haben, daß diese zehntausend wie ein Tropfen im Meer seien.<br />
Er studierte übrigens bereits die Aufzucht der Buchen und hatte neben seinem Haus mit Bucheckern eine Pflanzschule angelegt.<br />
Die Setzlinge, die er mit einem Gitter vor den Schafen geschützt hatte, standen prächtig.<br />
Er denke ebenfalls daran, so sagte er mir, etwas weiter unten Birken zu pflanzen, da es dort ein paar Meter unter der Oberfläche Feuchtigkeit gebe.<br />
Am folgenden Tag trennten wir uns.</span></p>
<p><span style="color:#008080;">Im Jahr darauf begann der Krieg von 1914, in den ich fünf Jahre lang einbezogen war.<br />
Ein Infanteriesoldat konnte nicht an Bäume denken!<br />
Um die Wahrheit zu sagen: Die Sache hatte keinen Eindruck hinterlassen, ich hatte sie nur als einen Zeitvertreib betrachtet, etwa wie eine Briefmarkensammlung, und vergessen.<br />
Aus dem Krieg entlassen, befand ich mich im Besitz einer winzigen Demobilmachungsprämie und hatte zugleich ein großes Bedürfnis nach frischer Luft.<br />
Deswegen und aus keinem anderen Grund machte ich mich in jene Einöden auf.<br />
Das Land hatte sich nicht verändert. Immerhin, oberhalb des verfallenen Dorfes entdeckte ich in der Ferne so etwas wie einen grauen Nebel, der die Höhen wie ein Teppich bedeckte.<br />
Seit dem Vorabend dachte ich wieder an den Hirten, der Bäume pflanzte. «Zehntausend Eichen», sagte ich mir «nehmen wirklich eine große Fläche ein.</span></p>
<p><span style="color:#008080;">Ich hatte während dieser fünf Jahre zu viele Menschen sterben sehen, als daß ich mir nicht Elzeard Bouffiers Tod hätte vorstellen können &#8211; um so mehr, als man mit zwanzig Jahren fünfzigjährige Männer als Greise betrachtet, denen nichts mehr übrigbleibt als zu sterben.<br />
Er war nicht gestorben.<br />
Er war sogar gut im Saft.<br />
Er hatte seinen Beruf gewechselt.<br />
Er hatte nur noch vier Schafe, aber dafür etwa hundert Bienenstöcke.<br />
Die Schafe hatte er abgegeben, weil sie die Baumpflanzungen gefährdeten.<br />
Um den Krieg, sagte er mir, habe er sich ganz und gar nicht gekümmert.<br />
Er habe &#8211; und das konnte ich selber feststellen &#8211; unbeirrbar weiter gepflanzt.</span></p>
<p><span style="color:#008080;">Die Eichen von 1910 waren also zehn Jahre alt und höher als ich und als er. Der Anblick war beeindruckend.<br />
Ich war buchstäblich sprachlos, und weil er auch nicht redete, verbrachten wir den ganzen Tag damit, daß wir schweigend im Wald herumgingen.<br />
Der Wald erstreckte sich, in drei Abteilungen, in seiner größten Ausdehnung elf Kilometer weit.<br />
Wenn man sich vergegenwärtigte, daß dies alles von den Händen und dem Herzen dieses Mannes herrührte, dann ging einem auf, daß die Menschen auch in anderer Hinsicht herrscherliche Macht haben könnten wie Gott, nicht nur im Zerstören.<br />
Elzeard Bouffier hatte seinen Plan weiterverfolgt.<br />
Buchen, die mir bis zu den Schultern reichten, bewiesen es; sie hatten sich ausgebreitet, so weit man schauen konnte.<br />
Die Eichen standen dicht und waren über das Alter hinaus, wo der Wildverbiß ihnen etwas anhaben konnte.<br />
Wenn die Vorsehung dieses Werk zerstören wollte, wäre sie fortan auf Zyklone angewiesen.<br />
Elzeard Bouffier zeigte mir wunderbare Birkenhaine, die fünf Jahre alt waren; sie stammten also von 1915, als ich in Verdun kämpfte.<br />
Überall, wo er zu Recht Feuchtigkeit unter der Oberfläche vermutete, hatte er Birken gepflanzt; sie standen zart und fest wie junge Mädchen.<br />
Dieses schöpferische Werk schien übrigens weiterzuwirken.<br />
Er kümmerte sich nicht darum.<br />
Er verfolgte hartnäckig seine schlichte Aufgabe.<br />
Aber als ich in die Dörfer hinunter kam, sah ich Wasser fließen in Bachbetten, die seit Menschengedenken völlig trocken gewesen waren.<br />
Es war die großartigste Kettenreaktion, die ich je zu sehen bekommen habe.<br />
(In weit zurückliegender Zeit hatten diese trocken gewesenen Bäche schon einmal Wasser gehabt. Einige der traurigen Dörfer, von denen ich zu Beginn meines Berichtes gesprochen habe, hatten an Plätzen gestanden, wo früher gallo-römische Siedlungen gewesen waren.<br />
Bei den vorhandenen Spuren hatten Archäologen den Boden durchforscht und Angelhaken gefunden an Orten, wo man sich im 20. Jahrhundert mit Zisternen behelfen mußte, wenn man ein wenig Wasser haben wollte.)<br />
Auch der Wind verstreute manche Samen. Gleichzeitig mit dem Wasser gab es auch wieder Kopf- und Trauerweiden, Wiesen, Gärten, Blumen und eine gewisse Lebensgrundlage.<br />
Die Veränderung ging so langsam vor sich, daß man sich an sie gewöhnte, ohne erstaunt zu sein.<br />
Die Jäger, die in diesen einsamen Gegenden nach Hasen oder Wildschweinen jagten, hatten wohl das Sprießen junger Bäume beobachtet, aber sie hatten es irgendeiner Laune der Natur zugeschrieben.<br />
So ist es zu erklären, daß niemand das Werk dieses Mannes störte.<br />
Wenn jemand eine Ahnung davon gehabt hätte, wäre es vielleicht verhindert worden.<br />
Aber niemand hatte eine Ahnung.<br />
Welcher Mensch in den Dörfern unten und in den Verwaltungen hätte sich eine solche Ausdauer in schönster Selbstlosigkeit vorstellen können?</span></p>
<p><span style="color:#008080;">Von 1920 an habe ich mindestens einmal jedes Jahr Elzeard Bouffier besucht. Ich habe ihn nie wanken oder zweifeln sehen.<br />
Freilich wer weiß: Vielleicht stand Gott dahinter!<br />
Ich habe Elzeard Bouffiers Verdruß nicht nachgerechnet.<br />
Man kann sich vorstellen, daß es bis zu einem solchen Gelingen viel Widrigkeit zu überwinden galt. Um eine solche Leidenschaft zum Erfolg zu bringen, mußte er verzweifelt kämpfen. Er hatte ein Jahr lang mehr als zehntausend Ahorne gepflanzt.<br />
Sie gingen alle ein.<br />
Im nächsten Jahr gab er die Ahorne auf, um auf die Buchen zurückzukommen, die noch besser gediehen als die Eichen.<br />
Um den außergewöhnlichen Charakter dieses Mannes einigermaßen zu erfassen, darf man nicht vergessen, daß sich alles in vollkommener Einsamkeit abspielte.<br />
So vollkommen, daß Elzeard Bouffier gegen Ende seines Lebens die Gewohnheit zu sprechen verloren hat.<br />
Oder sah er keine Notwendigkeit dafür?<br />
Im Jahre 1933 bekam er den Besuch eines staunenden Forstaufsehers.<br />
Dieser Beamte gab ihm die Weisung, doch ja draußen kein Feuer zu machen, um das Gedeihen dieses natürlichen Waldes nicht zu gefährden.<br />
Es sei nämlich das erste Mal &#8211; so sagte ihm der ahnungslose Mensch , daß man einen Wald ganz von selber hervorsprießen sehe.<br />
Zu dieser Zeit pflanzte Elzeard Bouffier Buchen, und zwar zwölf Kilometer von seinem Haus entfernt.<br />
Um sich das Hin und Hergehen zu ersparen &#8211; denn er war jetzt fünfundsiebzig Jahre alt -, faßte er den Plan, eine Steinhütte am Ort seiner Pflanzungen zu bauen, was er im folgenden Jahr auch ausführte.<br />
Im Jahre 1935 kam eine ganze Delegation, um den «natürlichen Wald» zu besichtigen.<br />
Ein hoher Beamter des Wasser- und Forstwesens war dabei, ein Abgeordneter, etliche Techniker.<br />
Man redete viele unnütze Worte.<br />
Man beschloß, etwas zu unternehmen. Glücklicherweise wurde nichts unternommen außer dem einzig Vernünftigen: Man stellte den Wald unter Staatsschutz und verbot, hier Kohle zu brennen.<br />
Denn es war unmöglich, nicht überwältigt zu sein von der Schönheit dieser jungen Bäume in voller Kraft. Sogar gegenüber dem Abgeordneten erwies sich die mächtig bezaubernde Wirkung!<br />
Ich hatte einen Freund unter den Forstmeistern der Delegation.<br />
Ich eröffnete ihm das Geheimnis.<br />
An einem Tag der nächsten Woche machten wir uns zusammen auf die Suche nach Elzeard Bouffier.<br />
Wir trafen ihn mitten in seiner Arbeit, zwanzig Kilometer vom Ort der Inspektion entfernt.<br />
Dieser Forstmeister war nicht umsonst mein Freund.<br />
Er hatte einen Blick für den Wert der Dinge.<br />
Er war auch verschwiegen.<br />
Ich bot die paar Eier an, die ich als Gastgeschenk mitgebracht hatte.<br />
Wir teilten den Imbiß unter uns dreien, und einige Stunden vergingen in stummer Betrachtung der Landschaft.<br />
Die Seite, von der wir kamen, war bestanden mit Bäumen von sechs bis sieben Meter Höhe.<br />
Ich dachte zurück an den Anblick dieser Gegend im Jahr 1913: nur Wüste&#8230;<br />
Die friedliche und regelmäßige Arbeit, die frische Höhenluft, die Genügsamkeit und vor allem die Heiterkeit des Herzens hatten diesem Greis eine schier feierliche Gesundheit verliehen.<br />
Er war ein Streiter Gottes.<br />
Ich fragte mich, wie viele Hektar Land er wohl noch mit Bäumen bepflanzen werde.<br />
Vor dem Aufbruch machte mein Freund nur einen kleinen Vorschlag zu bestimmten Arten, denen der Boden hier eigentlich zusagen müßte.<br />
Er versteifte sich nicht darauf.<br />
«Aus dem einfachen Grund», sagte er mir gleich nachher, «daß der gute Mann von der Sache mehr versteht als ich. »<br />
Nach einer Stunde Fußmarsch &#8211; der Gedanke hatte sich in ihm weiterentwickelt &#8211; fügte er hinzu:<br />
«Er weiß viel mehr als wir alle. Er hat den Großen Weg zum Glück gefunden. »<br />
Es ist diesem Forstmeister zu verdanken, daß nicht nur der Wald, sondern auch das Wohlergehen dieses Mannes unter Obhut gestellt wurde.<br />
Er ernannte drei Forstaufseher zum Schutz und versetzte sie derart in Furcht und Zittern, daß sie gegenüber möglichen Bestechungsversuchen der Köhler fest blieben.<br />
Eine ernste Gefahr drohte dem Werk einzig im Krieg von 1939.<br />
Die Automobile wurden mit Holzgas betrieben; es gab nie genug Holz.<br />
Man fing schon damit an, Eichen von 1910 zu fällen. Aber die Bestände befanden sich so weit weg vom Straßennetz, daß dieses Unternehmen sich als finanziell völlig unrentabel herausstellte.<br />
Man gab es wieder auf.<br />
Der Hirte hatte nichts bemerkt; er lebte dreißig Kilometer davon entfernt und führte friedlich seine Aufgabe weiter, ohne vom 39er Krieg etwas zu wissen so wenig wie von dem anno 14.</span></p>
<p><span style="color:#008080;">Ich habe Elzeard Bouffier zum letzten Mal im Juni 1945 gesehen.<br />
Er war damals siebenundachtzig Jahre alt.<br />
Ich hatte wieder den Weg durch die «Wüste» gewählt, aber jetzt gab es, trotz der Zerrüttung, in die der Krieg das Land gestürzt hatte, eine Autobusverbindung vom Tal der Durance ins Gebirge.<br />
Dieser schnellen Beförderung schrieb ich es zu, daß ich die Gegend meiner früheren Wanderungen nicht nicht wiedererkannte.<br />
Es schien mir auch, als ginge die Fahrstraße durch neue Ortschaften. Ich mußte den Namen eines Dorfes<br />
erfragen, um sicher zu sein, daß ich mich wirklich in der ehemals so verlassenen Gegend befand.<br />
Ich stieg in Vergons aus dem Bus.<br />
Im Jahre 1913 hatte dieser Weiler von zehn bis zwölf Häusern nur noch drei Einwohner gehabt.<br />
Die waren Halbwilde gewesen, die sich haßten, von der Jagd mit Fallen lebten, in ihrer physischen und moralischen Verfassung fast den Menschen der Vorgeschichte vergleichbar.<br />
Brennesseln hatten die verlassenen Häuser umwuchert.<br />
Die Lebensbedingungen waren hoffnungslos gewesen.<br />
Für diese Menschen war es nur noch darum gegangen, auf den Tod zu warten &#8211; ein Zustand, der keineswegs die Tugenden begünstigt!<br />
Das alles hatte sich verändert.<br />
Sogar die Luft.<br />
Statt der trockenen und heftigen Winde, die mich früher empfingen, wehte ein leichtes Lüftchen voller Wohlgerüche. Ein Murmeln, ähnlich dem des Wassers, kam von den Höhen: es war der Wind in den Wäldern.<br />
Und das Erstaunlichste: Ich hörte, wie Wasser in ein Becken plätscherte.<br />
Ich sah, man hatte einen Brunnen gebaut, der reichlich floß.<br />
Und, was mich am meisten rührte: Man hatte vor etwa vier Jahren daneben eine Linde gepflanzt; sie war schon recht stattlich.<br />
Das war ein untrügliches Symbol neuen Lebens.<br />
Übrigens gab es im Dorf Vergons Anzeichen eines Wirkens, das nur mit Hoffnung unternommen werden kann.<br />
Die Hoffnung war zurückgekehrt!<br />
Man hatte die Ruinen weggeräumt, verfallene Mauerreste abgebrochen, fünf Häuser aufgebaut.<br />
Der Weiler zählte nun achtundzwanzig Bewohner, darunter vier junge Familien.<br />
Die neuen Häuser, frisch verputzt, waren von Gemüsegärten umgeben, in denen abwechselnd, aber schön gereiht, Gemüse und Blumen wuchsen: Kohl und Rosen, Lauch und Löwenmäulchen, Sellerie und Anemonen.<br />
Vergons war ein Ort geworden, an dem man gern wohnte.<br />
Ich verließ Vergons und wanderte zu Fuß weiter.<br />
Der Krieg war eben erst zu Ende gegangen und hatte noch nicht wieder das volle Aufblühen des Landes erlaubt. Aber Lazarus war dem Grab entstiegen. In den unteren Bereichen der Bergabhänge sah ich kleine Felder mit auflaufender Gersten- und Roggensaat und am Grunde der engen Täler grünende Wiesen.<br />
Es bedurfte nur der acht Jahre, die uns von jener Zeit trennen, damit das ganze Gebiet von Gesundheit und Wohlergehen strahlte.<br />
Wo ich 1913 Ruinen gesehen hatte, stehen jetzt saubere Bauernhäuser, die von einem glücklichen und angenehmen Leben zeugen.<br />
Die alten Quellen, gespeist von den Regen und Schneefällen, die von den Wäldern festgehalten werden, sprudeln wieder.<br />
Man hat Wasserkanäle angelegt.<br />
In Ahornwäldchen gibt es neben jedem Haus einen Brunnen, der in einen Teppich von frischer Minze überfließt. Die Dörfer sind nach und nach wieder aufgebaut worden.<br />
Eine Bevölkerung ist aus der Ebene, wo das Land teuer geworden ist, heraufgekommen und hat sich hier niedergelassen und Jugend, Aufbruchstimmung und Unternehmungsgeist mitgebracht.</span></p>
<p><span style="color:#008080;">Man begegnet in den Gassen wohlgenährten Männern und Frauen, Jungen und Mädchen, die gern lachen und wieder Spaß haben an ländlichen Festen. Wenn man zu den Neusiedlern die alte Bevölkerung hinzu zählt die ist, seit sie so gesund lebt, kaum wiederzuerkennen , so verdanken mehr als zehntausend Menschen ihr Glück Elzeard Bouffier.</span></p>
<p><span style="color:#008080;">Wenn ich bedenke, daß ein einziger Mann, allein auf seine physischen und moralischen Kräfte gestellt, genügte, um aus der Wüste dieses Gelobte Land erstehen zu lassen, dann finde ich, trotz allem, das menschliche Dasein etwas Wunderbares.<br />
Und wenn ich ausrechne, wieviel Beständigkeit, Seelengröße, Eifer und Selbstlosigkeit nötig war, um bis ans Ziel zu kommen, dann erfüllt mich eine unendliche Hochachtung vor dem alten Bauern ohne Bildung, der ein Werk zu schaffen wußte, das Gottes würdig ist.<br />
Elzeard Bouffier ist im Jahre 1947 friedlich gestorben im Altenheim von Banon</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Innere Haltung ]]></title>
<link>http://richtersblog.wordpress.com/2009/06/16/innere-haltung/</link>
<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 17:34:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jo Richter</dc:creator>
<guid>http://richtersblog.wordpress.com/2009/06/16/innere-haltung/</guid>
<description><![CDATA[Es gibt viele Akte der Selbstlosigkeit. Man erkennt sie daran, dass derjenige, der sie erbringt, sic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://richtersblog.wordpress.com/files/2009/06/button.jpg"><img src="http://richtersblog.wordpress.com/files/2009/06/button.jpg" alt="button" title="button" width="510" height="506" class="aligncenter size-full wp-image-991" /></a><br />
<br /></br><br /></br><br />
Es gibt viele Akte der Selbstlosigkeit. Man erkennt sie daran, dass derjenige, der sie erbringt, sich jenseits der eigenen Perspektiven oder Interessen orientiert und daran, dass sie für denjenigen, der empfängt, ein überraschendes, unvermutetes Moment beinhalten. Tatsächlich ist bei Akten der Selbstlosigkeit sehr oft ein transformatives, wandelndes Agens tätig, das es im Nachhinein schwer bestimmbar macht, wer auf einer nichtmateriellen Ebene der Gebende und wer der Empfangende ist. Gerade weil diese Akte jenseits der Selbstzuschreibung geschehen, besitzen sie eine übermenschliche Wahrheit. Formalisierten Akten, die auf gesellschaftlicher Übereinkunft oder einer alltäglichen Vertragshandlung beruhen, fehlt dieses transformative Element. Sie bilden etwas Bekanntes ab und nach und dienen der Verfestigung bestehender Strukturen.<br />
<br /></br><br /></br><br />
<a href="http://richtersblog.wordpress.com/files/2009/06/ohne-zucker.jpg"><img src="http://richtersblog.wordpress.com/files/2009/06/ohne-zucker.jpg" alt="ohne zucker" title="ohne zucker" width="509" height="361" class="aligncenter size-full wp-image-992" /></a><br />
<br /></br><br /></br></p>
<p>Diese Unterscheidung ist sehr wichtig, wenn sich der Blick auf die sogenannte &#8220;Wohltätigkeit&#8221; richtet. Ist es nicht so, dass viele sogenannte Hilfsveranstaltungen sich lediglich auf die Verfestigung eines bestehenden Machtgefälles richten, indem sie &#8220;Anders-Sein&#8221; akzentuieren und manifestieren und somit zur Aktualisierung der Differenz beitragen? Es ist nicht die Tat selbst, die eine Wandlung zum vermuteten Besseren bewirkt, sondern die innere Haltung, aus der eine Handlung in die Mitwelt dringt. Die Illusion über die eigenen Motivlagen, die von der narzisstischen Seite der Persönlichkeit genährt wird, ist zudem nicht zu unterschätzen. Wer nicht seine Aufmerksamkeit auf die Andersheit des Anderen richtet, wird aus dem Kreislauf des Selbst-Nehmens und Selbst-Gebens keinen Ausweg finden, selbst wenn er oder sie ihn suchen sollte. Geben und Nehmen ist in erster Hinsicht ein Akt der aufmerksamen Begegnung und in erst in zweiter Linie ein Akt der Übereignung oder des Teilens.<br />
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<a href="http://richtersblog.wordpress.com/files/2009/06/action.jpg"><img src="http://richtersblog.wordpress.com/files/2009/06/action.jpg" alt="action" title="action" width="510" height="286" class="aligncenter size-full wp-image-1011" /></a><br />
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Eines der meistgelesenen Lehrbücher zur Ethik &#8211; das ist die philosophische Disziplin, die sich mit Handlungen befasst &#8211; ist die Bhagavad-Gita. Ich besitze eine zerfledderte und mit Tesaband umklebte Ausgabe in Englisch und Sanskrit, die in der dreizehnten Auflage 1961 in Gorakphur erschien. Nicht nur in dieser Hinsicht ist dieses Buch älter als ich selbst. Der Plot ist schnell wiedergegeben: Der Kriegsherr Arjuna lernt von seinem Streitwagenlenker Krischna eine der Situation nicht nur im engeren Sinne angemessene Entscheidung zu fällen. Zu diesem Zweck vermittelt ihm Krischna die Grundlagen des Yoga als Orientierung: die Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf Wissen und Weisheit.<br />
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<a href="http://richtersblog.wordpress.com/files/2009/06/know-this.jpg"><img src="http://richtersblog.wordpress.com/files/2009/06/know-this.jpg" alt="know this" title="know this" width="510" height="286" class="aligncenter size-full wp-image-1003" /></a><br />
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Zu Beginn des XIVten Kapitels spricht Krischna über die &#8220;Sattvic form of charity&#8221;  und zwar als eines der Kennzeichen desjenigen, der &#8220;naturally endowed with devine vritues&#8221; sei. In diesem Text geht es tatsächlich darum, die Beziehung zwischen dem, was göttlich (&#8220;devine&#8221;) ist und dem was natürlich gegeben (&#8220;naturally endowed&#8221;) sei zu erläutern, denn menschliches Handeln vermag diese Verbindung erlebbar zu machen und zu aktualisieren. Sich unter diesem Aspekt der Aufmerksamkeit zwischen Menschen und den materiellen Formen dieses Handelns zu nähern, kann Horizonte öffnen.<br />
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<a href="http://richtersblog.wordpress.com/files/2009/06/sacrifice-gift-and-penance.jpg"><img src="http://richtersblog.wordpress.com/files/2009/06/sacrifice-gift-and-penance.jpg" alt="sacrifice gift and penance" title="sacrifice gift and penance" width="510" height="286" class="aligncenter size-full wp-image-1009" /></a><br />
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</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[In der Tram, nach der Wiesn]]></title>
<link>http://blogozentriker.wordpress.com/2009/03/16/in-der-tram-nach-der-wiesn/</link>
<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 17:18:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>blogozentriker</dc:creator>
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<description><![CDATA[- Hast du das eigentlich ernst gemeint? - Natürlich. Was denn? - Na, dass man sich nur treu bleiben ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>- Hast du das eigentlich ernst gemeint?<br />
- Natürlich. Was denn?<br />
- Na, dass man sich nur treu bleiben kann, indem man sich untreu wird?<br />
- Ich hab ja gemeint, sich selbst. Sich selbst untreu werden. Von Untreue dir gegenüber war ja zu keinem Zeitpunkt die Rede.<br />
- Ja, ich weiß schon. Aber ernst hast du das gemeint?<!--more--><br />
- Na, klar hab ich das ernst gemeint. Warum sollte ich wohl sonst so was sagen?<br />
- Das ist doch aber ein unglaublich trauriger Satz.<br />
- Wieso?<br />
- Na, wenn man jemandem untreu wird. Dann liebt man ihn nicht genug.<br />
- Was hat das denn mit Liebe zu tun.<br />
- Treue ist doch Ausdruck von Liebe. Finde ich.<br />
- Schon. Aber doch nicht immer. Nicht, wenn&#8217;s um einen selbst geht.<br />
- Doch. Find ich schon.<br />
- Im Gegenteil. Ich finde, wenn es um einen selbst geht, dann ist Untreue ein Beweis von Liebe.<br />
- Wieso das denn?<br />
- Man will halt noch etwas herausfinden. Über sich selbst. Eine wahrere Wahrheit. Man will über die laue Behaglichkeit hinaus. Das ist doch Liebe, oder?<br />
- Aber muss das denn zu Selbstverrat führen?<br />
- Bei manchen Naturen halt schon.<br />
- Und du bist so eine Natur?<br />
- Leider, ja.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Selbstlose Hilfe]]></title>
<link>http://dontblog.wordpress.com/2009/02/24/selbstlose-hilfe/</link>
<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 04:16:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>dontblog</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die unterhaltsame Konversation mit Peter hat mich mal darüber nachdenken lassen, ob es tatsächlich, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;">Die unterhaltsame Konversation mit Peter hat mich mal darüber nachdenken lassen, ob es tatsächlich, so wie er denkt, keine atheistischen Menschen gibt, die sich selbstlos für andere einsetzen. Ich bin ja Atheistin, und ich helfe auch gern anderen Menschen und ein wenig setze ich mich auch für die Gesellschaft und die Welt und kleine Kinder ein. So trage ich zwar nicht besonders gern, weil die immer total überladen sind, Kinderwagen Treppen rauf und runter, also je nachdem, wo die Mutter mit dem Kind halt hinwill. Das liegt aber weniger an meiner Selbstlosigkeit sondern daran, dass ich mich stundenlang über das Strahlen einer Mutter freuen, der ich (obwohl ich hoch und sie runter) den Kinderwagen tragen half. Hat mich zwei Sekunden &#8220;gekostet&#8221; und die Mutter blockiert nicht stundenlang die Treppe. Ist ja auch praktisch.</p>
<p style="text-align:justify;">Immer gern denke ich auch an das lächelnde Gesicht der älteren Dame, die ich in der sehr vollen U-Bahn fragte, ob sie ihren Stehplatz gegen meinem Sitzplatz tauschen möchte. Hat mir auch nicht weh getan und in 10 Minuten hätte ich eh aufstehen müssen&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">Nein, nicht mal als Schöffin arbeite ich freiwillig aus reiner Selbstlosigkeit. Da geht es mir darum, mehr über das deutsche Rechtssystem zu erfahren und außerdem ist es meist ziemlich interessant. Schon lustig, wo die Leute ihre Drogen immer so finden. Im Hof standen zwei total schöne Pflanzen, die habe sie sich dann auf den Balkon gestellt und das Zeug in der Kommode muss noch vom Vormieter sein. Und die Tüte mit dem Koks lag auch im Hof, und da wollte er nicht das Risiko eingehen, dass die Kinder das finden. Ja, man kann da schon seinen Spaß haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Den ganzen Ökokram kaufe ich auch nur deshalb, weil ich mich nicht mit Giftstoffen füttern und umgeben möchte, nicht weil es besser für die Umwelt ist. Und die Arbeitsplätze, die ich erhalte, weil ich nicht in Discountern und bei Biliglöhnern einkaufe, die sind gut für meinen Geldbeutel, ich mag nämlich nicht noch mehr Sozialabgaben bezahlen.</p>
<p style="text-align:justify;">Nein, wenn ich es mir so recht überlege, ich bin doch eine ziemlich egoistische Kuh.</p>
<p style="text-align:justify;">Rahmen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Mutter Theresa - Selbstlose Seele]]></title>
<link>http://xspn.wordpress.com/2009/01/26/mutter-theresa-selbstlose-seele/</link>
<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 01:15:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>James P.</dc:creator>
<guid>http://xspn.wordpress.com/2009/01/26/mutter-theresa-selbstlose-seele/</guid>
<description><![CDATA[Skopje, Irland, Kalkutta: Die Liste der Orte, an denen Mutter Theresa gewirkt hat ist lang, ihre sel]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Skopje, Irland, Kalkutta: Die Liste der Orte, an denen Mutter Theresa gewirkt hat ist lang, ihre selbstlosen Taten und Hilfeleistungen an bedürftige Kinder und Menschen der Dritten Welt sind ohne Verlgleich und mit Worten kaum zu beschreiben. Sie wurde zum Inbegriff christlicher Nächstenliebe, ist Nobelpreisträgerin und wurde von Papst Johannes Paul II. im Jahr 2003 selig gesprochen.</p>
<p>Ihr Leben selbst begann nicht so trostlos, wie das Elend mit der sie später einmal konfrontiert werden sollte. Am 27. August 1910 in wohlhabene Verältnisse geboren, orientierte sich Gonxha (so lautete ihr bürgerlicher Name) sehr früh an der Religion und ihren Werten. Im Alter von 10 Jahren starb ihr Vater plötzlich und völlig unerwartet. Ein tiefgreifender Einschnitt im Leben des jungen Mädchens. Sie begann sich in der Folge mehr und mehr mit dem eigenen Glauben zu beschäftigen. Im Alter von zwölf war sie bereits dazu bereit Ordensfrau zu werden &#8211; mit 18 trat sie dem Bund der Loretoschwestern bei, die sich der Bildung der ärmsten Schichten Indiens verschrieben hat. Nach einer kurzen Zwischenstation in Irland kam Mutter Theresa 1928 in Kalkutta (Indien) an und sollte dort 17 Jahre verbleiben. In einer Schule übernahm sie eine Tätigkeit als Lehrerin und später auch als Rektorin. Nach dem lanmäßigen Ausscheiden 1946 begann sie damit, in den Elendsvierteln der Stadt Todkranke (insbesondere Leprakranke) und Waisenkinder zu betreuen. Ab 1950 fand dies dann auch unter dem Mantel der von ihr neu-gegründeten Organisation &#8220;Missionarinnen der Nächstenliebe“ statt. Während der folgenden fast fünfzig Jahre leitete sie ein Heer von 5.000 Schwestern in 130 Ländern der Erde &#8211; immer die gute Sache im Sinn. Mitte der 80er Jahre trat eine neue Herausforderung hinzu: Die Betreuung von AIDS-Patienten und deren Hinterbliebenen.</p>
<div id="attachment_185" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-185" title="foto-5" src="http://xspn.wordpress.com/files/2009/01/foto-5.jpg" alt="Mutter Theresa mit berühmt gewordenem Kopftuch" width="400" height="263" /><p class="wp-caption-text">Mutter Theresa mit berühmt gewordenem Kopftuch</p></div>
<p>Trotz einiger kritischer Stimmen (die unausgebildetes Personal, enge<br />
Räumlichkeiten, Ablehnung gegenüber Abtreibungen bemängeln) ist und bleibt Mutter Theresa in meinen Augen eine Lichtgestalt, die ihren Ruf als<br />
&#8220;Engel der Armen&#8221; auch nach ihrem Tod am 5. September 1997 rechtfertigt.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zwei Bergsteiger und ihr Karma]]></title>
<link>http://zentao.wordpress.com/2008/11/14/zwei-bergsteiger-und-ihr-karma/</link>
<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 20:12:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>zentao</dc:creator>
<guid>http://zentao.wordpress.com/2008/11/14/zwei-bergsteiger-und-ihr-karma/</guid>
<description><![CDATA[Tags: Achtsamkeit, Alltag, Bergsteigen, Hilfe, Leben, Menschen, Rettung, selbstlos, Selbstlosigkeit,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Tags: Achtsamkeit, Alltag, Bergsteigen, Hilfe, Leben, Menschen, Rettung, selbstlos, Selbstlosigkeit,]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der nicht ganz selbstlose Koch]]></title>
<link>http://analysepatient.wordpress.com/2008/07/31/der-nicht-ganz-selbstlose-koch/</link>
<pubDate>Thu, 31 Jul 2008 20:59:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>analysepatient</dc:creator>
<guid>http://analysepatient.wordpress.com/2008/07/31/der-nicht-ganz-selbstlose-koch/</guid>
<description><![CDATA[Wer anderen ein Hähnchen grillt, beißt oft selbst hinein!]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div>
<div>Wer anderen ein Hähnchen grillt, beißt oft selbst hinein!</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
</item>

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