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	<title>selbstreflexion &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/selbstreflexion/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "selbstreflexion"</description>
	<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 08:04:25 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Problem bei der Selbstreflexion]]></title>
<link>http://oliviawolff.wordpress.com/2009/11/20/problem-bei-der-selbstreflexion/</link>
<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 15:13:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>oliviawolff</dc:creator>
<guid>http://oliviawolff.wordpress.com/2009/11/20/problem-bei-der-selbstreflexion/</guid>
<description><![CDATA[Durch Selbstreflexion ist es Menschen möglich an Erfahrungen und Weisheit dazuzugewinnen, da sie auf]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Durch Selbstreflexion ist es Menschen möglich an Erfahrungen und Weisheit dazuzugewinnen, da sie auf diese Weise reflektieren was in ihrem Leben gut/nicht gut läuft, Gründe dafür in Erfahrung bringen und somit daraus lernen. Der Selbstreflexion sind jedoch Grenzen gesetzt, da der Mensch sich selber nicht zu 100 % klar beurteilen kann und seine Selbstreflexion durch seine subjektive Sichtweise geprägt ist. Neben der  Selbstreflexion ist die Teamreflexion von größter Bedeutung, da hierdurch  gegenseitiges Feedback abgegeben werden kann und dadurch Lernprozesse stattfinden können.</p>
<p>Quelle: Frey, D. &#38; Greif, S. (Hg.) (2004). Sozialpsychologie. Ein Handbuch in Schlüsselbegriffen. 4. Aufl. München: PVU.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Was mache ich, während ich meditiere?]]></title>
<link>http://herzgefuehl.wordpress.com/2009/11/18/was-mache-ich-wahrend-ich-meditiere/</link>
<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 16:55:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>Josephine</dc:creator>
<guid>http://herzgefuehl.wordpress.com/2009/11/18/was-mache-ich-wahrend-ich-meditiere/</guid>
<description><![CDATA[Es kursieren viele unterschiedliche Auffassungen darüber, was eigentlich Meditation ist.  So denken ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Es kursieren viele unterschiedliche Auffassungen darüber, was eigentlich Meditation ist.  So denken zum Beispiel viele, dass man sich in der Meditation vorrangig von der Realität abschließe oder ausklinke, um in andere Welten zu gehen oder Kontakt mit anderen Wesen herzustellen oder um himmlische Botschaften zu empfangen. Das ist jedoch ganz und gar nicht meine Art der Meditation.</p>
<p>Wenn ich meditiere, dann nicht aus dem Wunsch heraus, dem schnöden Alltag zu entfliehen. Auch wenn ich in der Herz-Meditation mit meinem geistigen Herzen in Kontakt trete, tue ich das nicht als Ersatz für einen guten Roman oder einen spannenden Film. Oft genug geht es nicht einmal um Inspiration. Ganz im Gegenteil: Meditation ist für mich eine Form der Selbstreflexion und Selbstorganisation. Sie ermöglicht mir, bewusst und eigenverantwortlich zu leben.</p>
<p>Meditation ist für mich etwas Bodenständiges. Sie erdet mich aus der Flut von Gedanken, die oft genug gar nichts mit mir persönlich zu tun haben, die ich jedoch aufgrund meiner Wahrnehmung, meines Alltages aufschnappe, durch Bücher, Medien, Gespräche, Erledigungen, Arbeit oder was auch immer.</p>
<p>Setze ich mich also hin, dann aus dem Wunsch heraus, mit mir selbst Kontakt aufzunehmen und nach mir zu schauen. Ich stelle Verknüpfungen her, zwischen mir und den Ereignissen und lasse außen vor, was sich als nicht relevant erweist.<!--more--></p>
<p>So viele Dinge beanspruchen unseren Kopf und das logische Denken. Sie haben nichts mit unseren Gefühlen oder Bedürfnissen zu tun. Und können uns so in Beschlag nehmen, dass wir uns selbst beinahe vergessen, im Alltag. Gehe ich im ersten Schritt meiner Meditation nun vom Kopf zum Herzen und versuche mich zu fühlen, erde ich mich in meiner körperlichen Präsenz und im Hier und Jetzt. Von dort ausgehend, verarbeite ich die Ereignisse des Tages oder der Nacht.</p>
<p>Sprache stellt vieles linear dar, was eigentlich synchron läuft: Das Hineinfühlen in mein Herz läuft in Wahrheit parallel zur Verarbeitung. Indem ich mich meinem Herzen zuwende, verkleinere ich den Radius meines Denkens: Dinge, die mit anderen, dem Geschäftlichen und Erledigungen zu tun haben, lasse ich durch die Verarbeitung los und schaue nach, wie es mir ganz persönlich geht. Währenddessen stellt sich für mich automatisch ein, was am Tag meinen Bedürfnissen entsprechend gelaufen ist und was nicht. Denn je deutlicher ich in meinem Körper präsent bin und das Herzgefühl habe, desto klarer signalisiert die Einheit von Körper und Psyche mir auch, was sie braucht bzw. über den Tag entbehrt hat.</p>
<p>Je öfter ich in der Meditation übe, auch im Körpergefühl oder Herzgefühl präsent zu sein, desto deutlicher begleitet mich dieses Gefühl auch im Alltag. Daher ist es für mich wohltuend und wichtig, vor allem an stressigen Tagen, wo nicht viel Zeit zum Kontakt mit eigenen Bedürfnissen geblieben ist, Herz-Meditation zu üben.</p>
<p>Wofür ist es gut, seine Gefühle präsent zu haben, selbst im stressigen Alltag? Ganz klar: Als Menschen sind wir keine rein geistigen Wesen, sondern in unserem Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit davon abhängig, dass auch unser Körper sich wohl fühlt. Habe ich das Herzgefühl präsent, spüre ich, was ich brauche und kann darauf achten, dass ich ausreichend Pausen habe, genug trinke, genug frische Luft habe, etc. Das Herzgefühl bildet einerseits also eine starke Brücke zum körperlichen Wohlsein.</p>
<p>Andererseits bildet das Herzgefühl auch eine starke Brücke zur Psyche. Vielleicht würden es die meisten Menschen Bauchgefühl oder Intuition nennen, jedenfalls signalisiert das geistige Herz auch, wenn wir mental überstimuliert, ausgelaugt und Ruhe bedürftig sind oder schickt uns Impulse und Signale, wie wir spontan aus einer Situation das Beste machen können. Es vermag flexibel auf eine Situation einzugehen, während der reine Verstand immer nach seiner vorgefertigten &#8220;To-Do-Liste&#8221; geht.</p>
<p>Außerdem dient die Präsenz des Herzgefühls auch dazu, im guten Kontakt zu den Menschen zu treten, denen wir begegnen. Kommunizieren wir aus dem Herzgefühl heraus, können wir auch zwischen den Zeilen lesen und darauf entsprechend eingehen. Das stärkt unser soziales Miteinander und wird von Mitmenschen auch geschätzt. Mit offenen Herzen denken, sprechen und Dinge tun, regt im Gegenüber sehr oft das Öffnen des eigenen Herzens an. Somit kann eine warme, herzliche und freundliche Atmosphäre entstehen.</p>
<p>Doch ich wollte in diesem Beitrag zuerst schreiben, was ich in meiner Meditation mache: Ich übe das Herzgefühl, indem ich den Tag aufarbeite und überprüfe, wo ich mit offenen Herzen gehandelt, gedacht und gesprochen habe. Ich gehe schwierige Situationen noch einmal durch und versuche nachzuspüren, was hätte anders laufen können oder besser. Ich schaue, wie ich mich entwickelt habe und was mir der Tag an wichtigen Lektionen gebracht hat. An diesem Punkt gewinne ich automatisch Distanz dazu und kann den Tag leicht loslassen und die Ereignisse etwas beiseite legen.  Nun kann ich mich dem Privaten zuwenden.</p>
<p>Und wo sind in dieser Meditation nun die höheren Welten und höheren Wesen? Und wo ist das Ausklinken aus der Realität? Sie sind nicht Gegenstand der Meditation. Denn Meditation dient mir in erster Linie dazu, in meine Mitte zu kommen. Dazu ist es notwendig, den Tag zu verarbeiten und zu schauen, was er mir gebracht hat. Und habe ich das angeschaut, habe ich ein richtig gutes Gefühl und die Gewissheit, mit mir und dem Leben, was ich führe, in Kontakt zu stehen. Ich fühle mich nicht fern gesteuert oder den Ereignissen ausgeliefert. Ich fühle mich nicht entfremdet. Und ich habe durch diese Selbstreflexion die Möglichkeit, mir für den nächsten Tag oder später vorzunehmen, das anders zu machen, was meinen Herzen nicht entsprochen hat oder wo ich von dem abgewichen bin, was ich mir vorgenommen habe.</p>
<p>All dies geschieht, während ich zum Herzen hinab tauche. Und das sichere Zeichen, im Herzen angekommen zu sein, ist folgendes: Ein warmes, klares, entspanntes und freundliches Gefühl. Manchmal bin ich sicherlich auch müde und erschöpft, so dass ich versucht bin, gleich noch ein kleines Schläfchen zu machen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Aber das ist zugleich auch Anzeichen dafür, dass ich alles verarbeitet habe, was der Tag mir gebracht hat.</p>
<p style="text-align:left;">Und manchmal, wenn es meine körperliche und mentale Verfassung erlaubt, lasse ich mich dann von meinem Herzen noch woanders hin tragen oder lausche ihm und dem, was es mir noch so mitteilen möchte&#8230; Aber das kommt eben erst viel, viel später und ist das Sahnehäubchen obenauf. Der wirkliche Nutzen meiner Meditation liegt in erster Linie in Selbstreflexion und Selbstorganisation. Beides sind Voraussetzungen dafür, für mich selbst Verantwortung zu übernehmen und zu tragen. Und ein dementsprechendes Leben zu führen. Je geübter ich in dieser Meditation bin, desto mehr verwirkliche ich sie im Alltag.</p>
<h6 style="text-align:right;"><span style="color:#888888;">© Josephine Lehnert</span></h6>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Donnerstag 29. Oktober '09]]></title>
<link>http://gerdinisrael.wordpress.com/2009/10/29/donnerstag-29-oktober-09/</link>
<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 15:26:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>shorsh</dc:creator>
<guid>http://gerdinisrael.wordpress.com/2009/10/29/donnerstag-29-oktober-09/</guid>
<description><![CDATA[Heute morgens hatte ich Schicht. Wir hatten 3 Patienten zu duschen und einige mehr, die ein Bedwash ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute morgens hatte ich Schicht. Wir hatten 3 Patienten zu duschen und einige mehr, die ein Bedwash bekommen sollten. Die Arbeit war heute wie gewöhnlich. Nur eins nicht! Mein erster Notfall.<br />
Es war der letzte Patient, der geduscht werden sollte. Wir waren auch schon beim Trocknen, als er auf einmal kurz gezuckt hatte. Wir schauten uns an und der Blick meiner Arbeitspartnerin sagte nur soviel wie: „Was war das denn jetzt?“ Ich glaube ich habe auch so geschaut wie sie. Der Patient begann im Gesicht rot anzulaufen.</p>
<p><!--more weiterlesen...-->Was nun folgte, war ein „Ballagan“ – würde man in Israel sagen.<br />
Ich hörte den Satz „Call Sr. Monika!“ und lief los. Ich stürmte ins office und fragte nach Schwester Monika. Jeder war in seiner Arbeit vertieft. Meine Blicke schweiften in jeden Winkel der Räume um das Office, doch ich konnte Schwester Monika nicht finden. Irgendwie war ich auch nicht in der Lage etwas aus meinem Mund zu bekommen und jemanden sagen, was passiert ist. Ich wollte Schwester Monika.<br />
Da ich sie nicht sofort fand und mir die Ärztin über den Weg lief, stammelte ich ein paar Worte, die ihr bedeuteten mit mir zu kommen. Meine Hektik beeinflusste ihre Geschwindigkeit und wir rannten beide zum Ort des Geschehens: Der Duschraum.<br />
Inzwischen blickte meine Partnerin in den Flur und schrie mit fuchtelnden Händen die Pfleger zusammen. Dabei sagte sie aufgeregt, und man konnte ein schreckliches Bedauern in ihrer Stimme erkennen: „He should not die!“<br />
Nein! Er sollte nicht!         Als ich ankam – es waren nur 20 Meter vom Office bis zum Duschraum- war der Patient im Gesicht schon blau angelaufen. Ich meine aber, es war eher weiß als blau. Vieleicht täuscht mich auch meine mangelnde Notfallerfahrung. Ein Pfleger rief „in sein Zimmer zum Sauerstoff!“ Ich riss den Trolley auf dem der Patient lag aus dem Duschraum. Schnell stellten wir fest, dass in seinem Zimmer grad kein Sauerstoff präpariert war. Also ab ins Nebenzimmer. Doch da kam schon der Physiotherapeut mit einer Sackkarre, auf der ein riesiger Ballon stand. Jetzt hieß es also doch zurück in sein Zimmer. Inzwischen war Sr. Monika eingetroffen und nahm die Führung in die Hand. Die Sauerstoffmaske wurde dem Patienten aufgesetzt, sodass er sich wieder erholen konnte. Die Farbe kam in sein Gesicht zurück. Ich bemerkte, dass er diese kurze Zeit über noch immer ohne Klamotten auf dem Trolley lag und deckte ihn mit einem Sheet zu.</p>
<p>Ab dem Zeitpunkt war ich erstmal fertig und konnte nur zusehen was die Fachkundigen taten. Sr. Monika sagte ihre Vermutung und gab uns Informationen, wie wir mit dem Patienten weiter umgehen sollten, was den Patienten noch erwarten könnte und worauf wir zu achten hätten.<br />
Ich hab im Grunde nicht viel getan und dennoch hat diese kurze Zeit viel Energie gekostet. Wir beschlossen in die Pause zu gehen, nachdem wir die Arbeit mit dem Patienten erledigt hatten.<br />
Ansonsten war die Schicht gut geplant und unsere Arbeit sinnvoll organisiert.<br />
Jetzt liege ich auf meinem Gelege, nachdem ich die Stube gefegt habe und die Wäsche in die Maschine gegeben habe und genieße meine freie Zeit.<br />
Ich hoffe ihr könnt euch heute auch mal für ein paar selbstreflektierende Gedanken zurücklehnen.<br />
Gruß</p>
<p>euer Gerd</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[I LOVE THE COKA COLA COMPANY]]></title>
<link>http://gerdinisrael.wordpress.com/2009/10/12/i-love-the-coka-cola-company/</link>
<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 14:13:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>shorsh</dc:creator>
<guid>http://gerdinisrael.wordpress.com/2009/10/12/i-love-the-coka-cola-company/</guid>
<description><![CDATA[Merke, dass ich total der Coka Cola- Junkey geworden bin. Wer möchte den ersten Wurf machen? Geworfe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Merke, dass ich total der Coka Cola- Junkey geworden bin.</p>
<p>Wer möchte den ersten Wurf machen? Geworfen wird nur mit Kommentaren.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-170" title="P1010111" src="http://gerdinisrael.wordpress.com/files/2009/10/p1010111.jpg" alt="P1010111" width="450" height="600" /></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zwei Fehler und die Katzen der Ben Jehuda]]></title>
<link>http://gerdinisrael.wordpress.com/2009/09/27/zwei-fehler-und-die-katzen-der-ben-jehuda/</link>
<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 16:28:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>shorsh</dc:creator>
<guid>http://gerdinisrael.wordpress.com/2009/09/27/zwei-fehler-und-die-katzen-der-ben-jehuda/</guid>
<description><![CDATA[Fehler oder Fehlende? Es ist erstaunlich wie zuneigend Katzen sein können, obwohl diese Eine mir noc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom:0;">Fehler oder Fehlende?</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignnone" src="http://www.uliorca.de/Tiere/peterle.jpg" alt="" width="327" height="223" /></p>
<p style="margin-bottom:0;"><!--more den Artikel lesen...--></p>
<p style="margin-bottom:0;">Es ist erstaunlich wie zuneigend Katzen sein können, obwohl diese Eine mir noch nie begegnet ist.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Sie ist weiß und hat schwarze Stellen, die ca. 40 % des Fells ausmachen. Oder auch schwarz mit 60 % weißen Fells. Fakt ist, dass sich nicht genau definieren lässt, wo schwarz und wo nicht schwarz ist. Aber das spielt ja keine Rolle.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Als ich die Ben Jehuda in Jerusalem von der Jaffa Road aus betrat &#8211; es war Shabbat, sprachen sie mich an. Nicht die Katzen. Zwei junge Männer. Und sie fragten mich, ob ich mich ihnen anschließen wolle.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wörtlich klang das etwa so: „Do you want to Join us. For praying. Its only 10 min.“ Erst verstand ich sie nicht und fragte nochmal nach. Auf die folgende Frage, ob ich jüdisch sei, antwortete ich mit „No“. Sie erklärten mir, dass sie noch zwei Männer bräuchten um zusammen beten zu können. „You don&#8217;t know this, that we need 10 for praying togehter?“ fragten der von mir aus links Stehende etwas vorwurfsvoll. „Yes, Yes i Know this.“ erwiederte ich. „Ok, you will join us?“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Eine Weile überlegte ich. Eine Kippa, in der ich mein Kleingeld gewickelt hatte, hatte ich sogar dabei.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Erst hatte ich die Katzen in der Seitenstraße garnicht bemerkt. Sie fielen mir erst dadurch auf, dass ein junger Mann ganz nah an ihnen vorbei ging und sie dennoch nicht wegliefen. Ich wurde neugierig. Die eben gemachte Beobachtung sollte für mich zum Experiment werden. Ich ging gleich wie der junge Mann an den Katzen vorbei. Es passierte das Beobachtete Nr.1.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Ich wurde neugieriger und entschloß, bei ihnen zu verweilen. Dazu ging ich in die Hocke und lehnte mich an die Hauswand. Es war erstaunlich. Die Katze kam auf mich zu. Das war, was ich als zweites beobachtete.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Abgesehen davon, dass ich eine Katze als Haustier hatte und Katzen gern und angenehm fand, hatte ich eine Abneigung zu dieser, die mich anmiaute und ihren Körper an den Knien rieb. Es war eher eine Hygienische Abneigung. Sie sah gegenüber den anderen Katzen eher gepflegt aus. Aber was sie wirklich war, weiß ja keiner.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Aus meiner Neugier heraus musste ich einfach das Beobachtete Nr.2  auf die Probe stellen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Ich stand auf. Die Katze hielt mit ihrem Miauen und Ansschmiegen an, nachdem sie sich zwei Schritte von mir entfernt hatte. Sie schaute mich an.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Ich entschloß mich mit ihnen mitzukommen. Irgendwie kam mir die Situation aber komisch vor. Warum? Ich war Nicht-Jude! Ganz einfach. Außerdem unterschied ich mich besonders in der Kleidung von ihnen. Ich hatte mich für den ruhigen Nachmittag gestylt um durch die Straßen zu schlendern. Ich trug ein lila T-shirt, eine Jeans mit schwarzem Gürtel und gelbe Chucks und dazu eine Schildsonnenbrille. Meine Gegenüber waren in ihrer üblichen Schwarz-Weiß Shabbattracht gekleidet. Was genau weiß und was nicht weiß war, das kann ich nicht sagen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Während wir uns unserem Ziel näherten, fragte ich also nochmal nach ob es Ok sei, das ich mitkomme, obwohl ich kein Jude sei. Was ich nun hörte, war ein „Aahaa“ und der Zweite fragte, ob meine Mutter jüdisch sei. Meine Antwort: „No“. Mit Zuversicht, dass sich meine fragliche Lage nun ändern würde, versuchte ich etwas mit folgenden Worten zu erklären: „I, wondered why you said „Join us!“, although i said, „I&#8217;m not jewish“. Dabei fühlte ich ein bisschen Mitleid mit den zwei Suchenden. Mit einem „Ahaa, ok, thankyou“ entließen sie mich und ich wandte mich meinem geplanten Weg zu.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Ich setzte mich in die Hocke. Es passierte das Beobachtete Nr.2. Die Kazte kam wie erwartet auf mich zu und wiederholte ihre Schmeicheleien. Ich wiederholte mein Experiment. Erhlich gesagt, machte es mir Spaß die Entscheidung darüber zu haben, ob die Katze zu mir kommen sollte oder von mir bleiben sollte.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Als ich mich von den Katzen entfernte, folgte mir diese Eine.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Auf der Ben Jehuda jedoch war ich wieder allein.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sätze und Wörter, die ich in Deutschland lassen musste]]></title>
<link>http://gerdinisrael.wordpress.com/2009/09/25/satze-und-worter-die-ich-in-deutschland-lassen-musste/</link>
<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 08:53:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>shorsh</dc:creator>
<guid>http://gerdinisrael.wordpress.com/2009/09/25/satze-und-worter-die-ich-in-deutschland-lassen-musste/</guid>
<description><![CDATA[Liebe Jugend, ich begrüße euch an diesem Abend und freue mich, dass&#8230; Und wie läuft&#8217;s mit]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Liebe Jugend, ich begrüße euch an diesem Abend und freue mich, dass&#8230;</p>
<p style="margin-bottom:0;">Und wie läuft&#8217;s mit deinen Kindern im Kindergarten?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Hi Gerd, kannst du am Samstag Einleitung machen?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Ich bin in 10 Min mit meinen drei Damen bei dir.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Mittwoch 20 Uhr, Anspiel üben! Auswendig.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Unser Küchenteam ist diesmal an der Reihe.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Hat noch jemand dazu einen Gedanken?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Geeeaaad, Gustav und Johann sind da!</p>
<p style="margin-bottom:0;">Nimm bitte deine Frisbeescheibe mit.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Gerd, hast du Lust auf Roller fahren?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Gerd, kannst du mir Mathe erklären.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Was machen wir Sonntag abends?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Was sagt ihr zum Jugendbesuch?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Sollen wir mit dem Roller dahin?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Nimmst du deine Ukulele mit?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Gerd, der Drucker ist kapput.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Mein Wunsch war gewesen..</p>
<p style="margin-bottom:0;">Itangedirimkansemerzem.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Gerd ich kapier das nicht.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Big City life in the House.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Do Re Mi Fa So La Si Do.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Lied Nr. 380 im ersten.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Heute Abend: Milano!</p>
<p style="margin-bottom:0;">Geeeaaaaaaaaaaad!</p>
<p style="margin-bottom:0;">Kann ich mitfahren?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Gerd, wer war das?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Mooooouuuuuses!</p>
<p style="margin-bottom:0;">Gustav Gusgustav.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Joumarusslan.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Gerd Pferd.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Gerd fährt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Stange.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Gerdi.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Stressig und ekelig ganz nah bei angenehm und ruhig]]></title>
<link>http://gerdinisrael.wordpress.com/2009/09/04/stressig-und-ekelig-ganz-nah-bei-angenehm-und-ruhig/</link>
<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 11:53:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>shorsh</dc:creator>
<guid>http://gerdinisrael.wordpress.com/2009/09/04/stressig-und-ekelig-ganz-nah-bei-angenehm-und-ruhig/</guid>
<description><![CDATA[Morgen bin ich ein Monat in Jerusalem. Mittlerweile sind schon über drei Wochen Arbeit im French hin]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Morgen bin ich ein Monat in Jerusalem. Mittlerweile sind schon über drei Wochen Arbeit im French hinter mir. Selbstreflektierend kann ich sagen, dass ich schon eine Übersicht über die Tätigkeiten und Aufgaben in den verschiedenen Schichten habe. Diese kann ich in meiner Schicht  nach Prioritäten und bedrfnisse/Umstände der Patienten ordnen und systematisch durchführen.</p>
<p>Mein Eindruck über den ersten Monat:</p>
<p>Es gibt Tage, da ist die Schicht sehr angenehm, entspannend und zufriedenstellend, weil man in der Zeit liegt, Zeit zu einem Päuschen hat und die Arbeit zu zweit systematisch vorangeht. Manchmal aber sieht es nach allem Anderen aus, als eben erwähnt.</p>
<p>Gestern morgens hatte ich meine schrecklichste Schicht und heute meine angenehmste. Warum?:</p>
<p><!--more Weiterlesen...--></p>
<p>Für jede  Schicht werden die Patienten auf die Völontäre etc. aufgeteilt. Gestern habe ich mit Nathalie zusammen gearbeitet. Sie ist eine Woche nach mir gekommen und eine quallitative Arbeitspartnerin. Wir hatten 7 Patienten zu pflegen (ca. Standard). Davon mussten 2 geduscht werden und die Anderen sollten ein Bedwash bekommen. Zudem musten wir die Patienten erst fertig machen, die in den Rollstuhl zum Frühstücken sollten. Die im Bett bleiben, sollten Wasser und Flüssignahrung bekommen und im Bett gewechselt und gedreht werden.</p>
<p>Ich startete nach dem Report (Schichtübergabe) motiviert in unsere Arbeit. Motiviert, bis ich den Überblick über unsere Aufgaben verlohr. Der Grund war der: JEDER (außer ein) Patient hatte Stuhl &#8211; &#8220;three plus&#8221; (+++). Wer schonmal im Pflegebereich gearbeitet hat, der weiß, dass es ein längerer Aufenthalt bei einem Patienten ist, wenn alles raus ist und das Zeug seinen Weg ins Freie sucht . &#8220;LECKER!&#8221; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Im Endeffekt waren wir noch um 12 Uhr (Standard ca. 11.15 Uhr) beim letzen Patient, der geduscht werden musste. Duschen? &#8211; Kein Thema. Doch hier kam  es anders. Wir begannen wie gewohnt. Wie es in dieser Schicht kommen sollte, so hatte auch dieser letzte Patient Stuhl. während dem Duschen! Schwierig war bein ihm noch, das er vomiting-gefärdet ist (to vomit = übergeben ). d.h. VORSICHTIG den Patienten drehen. Mit dem Stuhl hatte ich mich schon abgefunden, doch dann kam es nochmal aus allen Ecken und Kanten im hohen Bogen.</p>
<p>Wir standen. Meine Kollegin hatte den Patient sofort auf die Seite genommen. Ich, die laufende Brause in der Hand wusste wir nicht, was ich machen sollte. Die Kollegin ebenso wenig. vielleicht Hilfe hohlen? Die Nurses waren alle beschäftigt. Wir begannen einfach irgendwas zu tun. Es war ein Durcheinander. Ich versuchte mit der Brause erst mal den Stuhl und den Sputum von der Duschliege wegzuspülen. Meine Kollegin schloß sich an und säuberte die Wand, die ebenflls betroffen war.</p>
<p>So mussten wir erstmal wieder unseren Arbeitsplatz herrichten um fortzufahren. Nach dieser Dusche fehlte mir jeder Überblick über noch zu erledigende Aufgaben und was schon erledigt ist. Ich glaube ich wollte es auch nicht mehr wissen. Nur noch Feierabend&#8230;</p>
<p>Wir waren fertig mit den Nerven am Ende der Schicht. Ich hab am Tag vorher die 18-24 Uhr Schicht gehabt und brauchte deshalb erstmal einen ausgiebigen Schlaf. 4 Stunden <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Eine Schicht wie heute könnte man sich für jeden Tag wünschen. Kollege war diesmal Zimmernachbar Benedikt, der schonmal für ein Jahr hier war und nun in Deutschland studiert und während der Semesterferien Hebräisch lernen gekommen ist. Die Ruhe die er ausstrahlt, hat auch einen beruhigenden Effekt auf die Arbeit.</p>
<p>Heute hatten wir ebefalls 7 Patiente. Es lief alles nach Plan. Wir waren 6 Stunden beschäftigt. jedoch ohne Stress, und wir hatten auch Zeit für eine Halbe stunde Pause ohne Sorgen und gedanke, was noch zu tun sei. Ich konnte es alles beruhigt vergessen und nach der Pause wieder aufgreifen. Mit einem russischn Patienten und seine Verwanten konnte ich zwischendurch noch Kontakt aufnehmen und ein Schwätzle haben. Und mit einer anderen Patientin haben wir späßchen gemacht und gelacht. Das ist angenehm.</p>
<p>Eben kam Bene nochmal in mein Zimmer, und wir haben uns gegenseitig für die angenehme Schicht bedankt.</p>
<p>Ich denke, dass beide Schichten eine Erfahrung wert sind.  Wenn ich die unangenehme Schicht aus Gottes Hand nehme, so ist das eine richtige Reaktion, denn Gott hat mit mir das vor, was mir zum Besten dient und was mich weiter bringt. &#8220;Was nicht tötet härtet ab&#8221;.</p>
<p>Natürlich darf ich auch die guten Tage/Schichten als ein  Geschenk Gottes sehen und ihm meinen Dank aussprechen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Denen, die Gott lieben, dienen alle Dinge zum Besten&#8230;&#8221;</p>
<p>Römer 8,28</p></blockquote>
<p>Sowohl die guten als auch die nicht guten Dinge!</p>
<p>Das war ein kleiner Einblick in meine Arbeit. I hope you enjoyed it.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Unterscheidung von Geist und Körper resultiert aus einer Behinderung unseres Gedächtnisses..]]></title>
<link>http://metasubjekt.wordpress.com/2009/08/20/die-unterscheidung-von-geist-und-korper-resultiert-aus-einer-behinderung-unseres-gedachtnisses/</link>
<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 20:02:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>ELIASS</dc:creator>
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<description><![CDATA[Mit dieser These läßt sich gut denken. Unser einheitliches Erleben unterscheiden wir in körperlich u]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Mit dieser These läßt sich gut denken.<br />
Unser einheitliches Erleben unterscheiden wir in körperlich und geistige Erlebnisse, weil unser Verstand nichts darstellen kann, das beides zugleich ist.<br />
Man möge mir bitte die Schädeldecke öffnen, damit ich mit meinen Fingern mein Gehirn betasten kann: Ein gruseliges Gefühl befällt mich, während meine Fingerspitzen über die weiche, warme, feuchte Oberfläche meines Gehirns gleiten. Ich breche den Vorgang ab. Meine Schädeldecke ist wieder geschlossen. Nun erinnere ich mich an das soeben erlebte.<br />
Wie könnte ich die Sinneserfahrung meiner Finger und das begleitende seltsame Gefühl mit Worten ausdrücken, die beides zugleich beschreiben? Es geht nicht, obwohl ich beides zugleich erlebt habe. Das einheitliche Erleben muß in die Kategorien von Körper und Geist zerlegt werden, um es beschreiben zu können. Und schlimmer noch: Ich muß die Beschreibungen nacheinander formulieren. Beide Sätze könnten nicht gleichzeitig formuliert oder gelesen werden, sondern nur nacheinander. Das einheitliche Selbsterleben zerfällt in zeitlich aufeinanderfolgende Teilaspekte dieses Erlebens sobald man es erinnert, um es zu beschreiben: Ein Schisma unserer Selbsterfahrung, die den Beschränkungen unseres Gedächtnisses unterworfen ist. Es merkt sich Erlebnisse, indem es sie zuvor in Erlebnisse der Sinnesorgane und Erlebnisse der inneren Befindlichkeit unterscheidet, die ohne Mitwirkung von Sinnesorganen zustande kommen. Wenn ich ein Erlebnis beschreibe und danach die Erinnerung an dieses Erlebnis mit dessen Beschreibung vergleiche, dann erscheint mir das Erlebnis wie ein Pullover und dessen Beschreibung wie der lange Faden, aus dem er gestrickt gewesen ist. Wenn ich die Bedeutung des Fadens aufnehme, dann ist das, als würde ich diesen wieder zu dem Pullover stricken der er einmal war.</p>
<p>Das Strickmuster sind die Regeln, nach denen wir Sprache verstehen und die Bedeutung aus der Beschreibung rekonstruieren. Können wir sicher sein, daß die Rekonstruktion dieses Pullovers mit dem Original übereinstimmt? Hinzu kommt: Was beschrieben worden ist, ist schon nicht mehr das Orginal, sondern nur unsere Erinnerung daran. Also das, was uns von dem Erlebnis im Gedächtnis übrig geblieben ist.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[biografisches schreiben und körperkult]]></title>
<link>http://schreibschrift.wordpress.com/2009/05/27/biografisches-schreiben-und-korperkult/</link>
<pubDate>Wed, 27 May 2009 16:31:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>christof</dc:creator>
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<description><![CDATA[lebensbedingungen haben einfluss auf moden, aber auch auf den umgang mit dem eigenen körper. je nach]]></description>
<content:encoded><![CDATA[lebensbedingungen haben einfluss auf moden, aber auch auf den umgang mit dem eigenen körper. je nach]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA["erinnern, wiederholen, durcharbeiten" von lutz von werder - ein buchtipp]]></title>
<link>http://schreibschrift.wordpress.com/2009/04/27/erinnern-wiederholen-durcharbeiten-von-lutz-von-werder-ein-buchtipp/</link>
<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 13:44:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>christof</dc:creator>
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<description><![CDATA[lutz von werder, einer der mitbegründer des masterstudiengangs &#8220;biografisches und kreatives sc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[lutz von werder, einer der mitbegründer des masterstudiengangs &#8220;biografisches und kreatives sc]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Blätterrauschen über artgerechte Tierhaltung]]></title>
<link>http://verlorenegeneration.de/2009/04/24/blatterrauschen-uber-artgerechte-tierhaltung/</link>
<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 14:06:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>sehrzynisch</dc:creator>
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<description><![CDATA[Als Werbebegleitung für die neue Single unseres einzigen bundesdeutschen Swing-Stars Roger Cicero (J]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Als Werbebegleitung für die neue Single unseres einzigen bundesdeutschen Swing-Stars Roger Cicero (Jazz und Swing waren ja auch der Soundtrack zu letzten Weltwirtschaftskrise) betätigen sich die Feuilletonredakteure der deutschen Großzeitungen dieser Tage darin Zustandsbeschreibungen des männlichen Geschlechts abzuliefern &#8211; der Tenor ist meist düster: es steht nicht gut um den modernen Mann.<br />
<!--more-->Willi Winkler <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/418/464022/text/">bemüht</a> in seinem Artikel für die Süddeutsche Zeitung gleich den Hamlet um die Tragödie des Mannes auf die Bretter zu hiefen:</p>
<blockquote><p>Held geht also nicht mehr, aber sonst sind die Optionen rar. Der jugendliche Größenwahn, der ganze Aufstand mit den ozeanischen Allmachtsphantasien muss notwendig zerschellen an den Erfordernissen des Alltags, an der Schulpflicht, dem Gruppendruck, dem Familienzwang und allgemeinen Elend.
</p></blockquote>
<p>Nach einem journalistischen Hoppla Hopp über World of Warcraft, starke Schlampen bei Heidi Kulm und Bobele becker als letztem Helden gehts hinten im Artikel irgendwo um bündlerische Lagerfeuer-unter-Männern-Sein Romantik und schließlich schließt der Autor defätistisch mit Freud:</p>
<blockquote><p>&#160;Kann also jemand unglücklicher sein als der junge Mann? In seinen letzten Jahren wurde der strenge Sigmund Freud strenger denn je: &#8220;Man möchte sagen&#8221;, formulierte er schließlich 1930 im Unbehagen in der Kultur, &#8220;die Absicht, dass der Mensch glücklich sei, ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten.&#8221;
</p></blockquote>
<p>Kernthese: Dem Mann geht es schlecht. schön ausgemalt, Lösungen: Keine.<br />
Aber Winkler ist ja nicht der einzige, der sich des Männerthemas annimmt. Im Hamburger Abendblatt <a href="http://www.abendblatt.de/daten/2009/04/23/1132885.html">siniert</a> Armgard Seegers darüber nach, ob man die Jungs vergessen habe. Ihr Artikel ist nicht von der neoromantischen Schwärmerei Winklers, sondern kühl und sachlich (wie es sich für Hamburger wohl gehört), sie hält sich mehr an Zahlen als an Befindlichkeiten:</p>
<blockquote><p>Schon bei der Geburt sterben mehr männliche als weibliche Säuglinge, auch der plötzliche Kindstod betrifft sie häufiger. Sie werden schneller krank und sind häufiger von Unfällen betroffen. Männer ernähren sich nicht so gesund, treiben weniger Sport, nehmen eher Drogen und leiden häufiger an Krankheiten. Ihre Lebenserwartung liegt in westlichen Gesellschaften im Durchschnitt sechs bis sieben Jahre unter der von Frauen. Auch bei den Selbstmorden sind sie viermal häufiger vertreten als Frauen
</p></blockquote>
<p>Was folgt ist auch bei Ihr die Dianose, den Männern sei ihr Rollenbild abhanden gekommen. Und es finden sich auch dieselben Beispiele wie bei Winkler: World of Warcraft und der ausgediente, traumatisierte Vietnamheimkehrer. Auch hier nur Diagnose. Krisenmalerei. Fast resignierend lässt die Autorin am Ende einen gealterten Playboy zu Wort kommen, der bekennt:&#8221;Ich lass mich lieber von Frauen erobern. Da riskiere ich weniger.&#8221;<br />
Der Spiegel kann bei so einem heißen Thema natürlich nicht hintenanstehen und lässt Henning Engeln über das vergessene Geschlecht <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,601269,00.html">schreiben</a>. Spiegeltypisch wissenschaftlich, Forscher werden zitiert, Objektivität ist ein wertvolles Gut. Es geht um Brutalität. Jungs und Männer haben nicht nur ein Problem, sie sind eines wird ebenfalls spiegeltypisch mit der konkreten Aufhängersituation suggeriert:</p>
<blockquote><p>Die Wilma-Rudolph-Oberschule im Berliner Stadtteil Zehlendorf gerät im Juni 2008 in die Schlagzeilen. Zwei 14-Jährige drängen einen 13-jährigen Mitschüler in die Jungentoilette, schlagen ihn und filmen die Attacke mit dem Mobiltelefon. Sie wollten den Jungen offenbar mit Gewalt dazu anstiften, anderen Schülern ihre Telefone zu rauben.
</p></blockquote>
<p>Herr Englen startet dann den Husarenritt über die Jungs als Verlierer von Evolution, Wirtschaft und Schule, über die Statisken, die Jungs als das schwache Geschlecht zeigen bis zu ihrem natürlichen Aktivitätsdrang, der mit dem geforderten Rollenverständnis nicht in Einklang gebracht werden kann. Männer werden einfach nicht mehr gebraucht. Zum Schluss darf ein Soziologe in abstraktem Sätzen erkären, warum man das Rollenmuster ersetzen muss:</p>
<blockquote><p>Nach Hurrelmann müsste es für Pädagogen heute zunächst darum gehen, an dieses stereotype Rollenmuster anzuknüpfen, um es letztlich durch ein flexibleres Muster abzulösen. Dazu gehöre zum Beispiel, jungen Männern Freude am Leben in einer sozialen Gemeinschaft oder mehr Sensibilität für den eigenen Körper mit seinen Stärken und Schwächen zu vermitteln. Wichtig sei dabei, die Eigenheiten der Jungen zu berücksichtigen &#8211; etwa ihre Bedürfnisse nach Bewegung -, über neue Formen körperlicher Aktivität nachzudenken und transparente, klare Umgangsformen, Rituale und Symbole zu finden.
</p></blockquote>
<p>Wie das gehen soll: kein Wort. Ob das geht? kein Wort. Jedenfalls werde ich das Gefühl nicht los, der Soziologe argumentiert von hinten nach vorne. Und dann am Ende &#8211; spiegellike again &#8211; ein wenig politische Korrektheit, damit Alice Schwarzer nicht aufschreit:<br />
&#160; </p>
<p>Auch wenn es ums Geld geht, herrscht noch lange keine Gleichheit: Im Jahr 2005 verdienten weibliche Angestellte durchschnittlich 29 Prozent weniger Geld als ihre männlichen Kollegen. Selbst für vergleichbare Tätigkeiten bekamen Frauen ein um 17 Prozent geringeres Gehalt als Männer.</p>
<p>Klaudia Schultheis formuliert es so: &#8220;Wenn Jungen die Schule erst einmal durchlaufen haben, stellen sich ihnen keine Probleme mehr.&#8221;</p>
<p>Puh: gelobt sei, was hart macht. Wer meinen Sammlungen tatsächlich bis hier her gefolgt ist, wírd eines Merken: Unsere Leitmedien schreiben ohne Skrupel voneinander ab. Außerdem scheuen Sie sich nicht seitenlange Zustandsbeschreibungen ohne Schlussfolgerungen abzuliefern. Irgendwie schwingt da aber bei allen Autoren zwischen den Zeilen das Geschlechterbild mit, das der alte Schiller in seiner Glocke, dem unübertroffenen Meisterwerk des Spießertums, in Verform <a href="http://www.lyrikwelt.de/gedichte/schillerg3.htm">goß</a>:&#160; &#160;
</p>
<blockquote><p><font size="3" face="Arial">Der Mann muß hinaus</font><br />
<font size="3" face="Arial"> In&#8217;s feindliche Leben,</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Muß wirken und streben</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Und pflanzen und schaffen,</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Erlisten, erraffen,</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Muß wetten und wagen,</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Das Glück zu erjagen.</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Da strömet herbei die unendliche Gabe,</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Es füllt sich der Speicher mit köstlicher Habe,</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Die Räume wachsen, es dehnt sich das Haus.</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Und drinnen waltet</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Die züchtige Hausfrau,</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Die Mutter der Kinder,</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Und herrschet weise</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Im häuslichen Kreise,</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Und lehret die Mädchen</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Und wehret den Knaben,</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Und reget ohn&#8217; Ende</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Die fleißigen Hände,</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Und mehrt den Gewinn</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Mit ordnendem Sinn,</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Und füllet mit Schätzen die duftenden Laden,</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Und dreht um die schnurrende Spindel den Faden,</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Und sammelt im reinlich geglätteten Schrein</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Die schimmernde Wolle, den schneeigen Lein,</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Und füget zum Guten den Glanz und den Schimmer,</font><br />
<font size="3" face="Arial"> Und ruhet nimmer.</font>
</p></blockquote>
<p>und nun zum Abschluss der anfangs zitierte Song von Roger Cicero:</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/ZrDSGnPGjMI&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/ZrDSGnPGjMI&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Sehnsucht nach der Einen und ihre Kraft]]></title>
<link>http://kanjusei.wordpress.com/2009/04/06/die-sehnsucht-nach-der-einen-und-ihre-kraft/</link>
<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 11:54:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>kanjusei</dc:creator>
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<description><![CDATA[&gt;&gt;Ich bin ja wohl am Durchsten überhaupt&lt;&lt;, &gt;&gt;Ich bin ja wohl das Durchste überhau]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
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<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;">&#62;&#62;Ich bin ja wohl am Durchsten überhaupt&#60;&#60;,  &#62;&#62;Ich bin ja wohl das Durchste überhaupt&#60;&#60; Ungefähr im Rahmen dieser Worte habe ich wohl zu mir selbst geflüstert, als ich auf dem Fahrrad saß und zurück zu meinem Wohnheim, am Rande des Morioka-Waldes, fuhr. Zuvor hatte ich gelacht und zwar mit einem ungläubigen Kopfschütteln, was wohl in seiner Essenz nicht stärker hätte sein können. Das Lachen allerdings war ein wirklich „Herzhaftes“ gewesen und wandelte sich danach, trotz großer Sehnsucht, die tief aus meinem Inneren drang, in ein zufriedenes Lächeln. &#62;&#62;Na siehst du…du kannst tief aus dem Herzen heraus lachen. Ist doch alles gar nicht so schlimm.&#60;&#60;</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;"> </span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;">Einen Tag zuvor war ich in einem recht undergroundmäßigen Musikclub gewesen und hatte, den zweiten Freitag in Folge, eine junge Frau oder, für mich schöner, ein „Mädchen“ nicht aus den Augen lassen können. Wie sie tanzte&#8230;so natürlich. Ihre Augen zeigten Tiefe und ihre Bewegungen waren für mich anmutig und grazil, eine Augenweide, wobei die meisten sicherlich anders gedacht hätten. „Sie hatte was“ wäre vielleicht trotzdem aus den Mündern vieler erklungen, doch für mich war da viel mehr.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;"> An diesem Tag saß ich wieder, gefesselt und gefangen, an einem Computer der Bibliothek und kam in eine schlechte Stimmung, weil ich das Gefühl hatte wieder nicht „voranzukommen“. Nicht etwa im Bezug auf die Leistungsgesellschaft, sondern im Bezug auf mich selbst. Und die Liebe, ja die Liebe…Wer kennt es nicht? Die Sehnsucht und das Streben nach der großen Liebe oder zumindest das Denken daran. Die, die erfüllt und Glück bringt, aber dennoch nicht blind macht. Die, die einen Zustand von Erleuchtung, das Erfassen des Universums, sprich Vollkommenheit bewirkt und die Zweisamkeit keine blockierenden, limitierenden Wirkungen hat. Glücklich sein, aber trotzdem, ohne Grenzen, nachdenken, etwas bewegen und diese Welt verändern können, da Ansporn, Wille und Tiefe noch immer so stark vorhanden sind wie beim „Alleinsein“. </span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;">So fuhr ich, mit einem Gefühl von Unzufriedenheit und Unmut, Richtung Kokai, einer Einkaufspassage mit zahlreichen, traditionellen Geschäften und Gemüsehändlern, deren Stände in garageartigen, zur Gasse hingerichteten Teilen gewöhnlicher Häuser oder Gebäude, die sich aneinanderreihten untergebracht waren. Ich dachte an dies und das und vor allem an sie. Und als der Gedanke immer klarer wurde, da…kam sie mir entgegen. &#62;&#62;Guten Tag!&#60;&#60; sagte ich und sie nickte mit der gleichen Art, die mich bereits einen Tag zuvor denken ließ &#62;&#62;Schwierig&#60;&#60; oder &#62;&#62;Mühe&#60;&#60;. Die Haare wirkten irgendwie anders als am gestrigen Abend, nicht so voll und nach hinten zu einem Knäuel gebunden anstelle nach unten gekämmt. Absolut in Verwirrung und mit zuvor selten erlebter Perplexität spuckte ich auf Japanisch nur ein &#62;&#62;Unglaublich…&#60;&#60; heraus und stellte wie von selbst auch mein Fahrrad vor dem Supermarkt ab, in dem sie, wie es schien, einkaufen wollte. Ein bisschen komisch wirkte es wahrscheinlich schon, da ich bereits an den Fahrradstellplätzen vorbei war und wieder umkehrte. Ich tat so als ob ich ganz normal einkaufen wolle, nahm einen Einkaufskorb, was auch sie tat, und gerade als ich sie ansprechen wollte ging sie, im Gegensatz zu mir, auf die Treppe zu den oberen Etagen zu. Ich hielt es scheinbar nicht für gut ihr zu folgen und so überlegte ich in aller Verwirrtheit was ich denn überhaupt kaufen könnte und lief absolut planlos durch den Supermarkt. Schließlich kaufte ich etwas, was ich immer kaufte und ging wieder nach Draußen, zu meinem Fahrrad.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;"> &#62;&#62;Wie mach ich es nur? Wie stell ich es nur an? Das ist doch wohl kein Zufall…&#60;&#60;</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;">Ein persischer Bekannter, der immerzu sehr hilfsbereit war und stets ein offenes Ohr hatte, lehrte mich einmal ein Sprichwort aus seinem Land: „Wenn du die Tür deines Hauses aufmachst und unter die Fußmatte guckst, dann ist da das Pech. Das Glück jedoch klopft nur einmal an deiner Tür und es liegt an dir es in dein Haus zu bringen. Es wartet nicht, es zieht weiter.“ Mehrere Male schon hatte ich es ziehen lassen und die Nachwirkungen Demotivation, Ohnmacht und Lethargie kamen so wie der Hang zur Resignation und Depressionen.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;">Ich musste wieder, nach langer Zeit, an dieses Sprichwort denken, da meine Gefühle „dieses Mal wirklich anders“ waren <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> . Ich überlegte wie ich möglichst clever und unauffällig die Zeit…Nein, zuerst dachte ich, ich warte und frage sie einfach nach ihrem Namen. Zunächst aber kaufte ich erst etwas Gemüse an einer „Gemüsegarage“, wo eine junge Frau sich sogar noch an meinen Namen erinnerte, der als Gesprächsinhalt eine Woche zuvor doch eher latent nebenbei gefallen war, als als ein Satz, an den man sich noch lange erinnern würde. &#62;&#62;&#8230;Ich bin ein bisschen klug…&#60;&#60; sagte die schielende, Tiefe Ausstrahlende, als ich mein Erstaunen über die vergewissernde Nachfrage in Bezug auf meinen Namen zum Ausdruck brachte. Diese Äußerung ihrerseits wirkte in keiner Hinsicht arrogant oder dergleichen, vor allem da es dieser Verbalität gar nicht bedurft hätte, um die Cleverness, Klug- und Keckheit zu erfassen, die dieser gute Mensch innehatte. </span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;"> Nach dem optionalen Kleineinkauf ging ich zurück zu meinem Fahrrad, dann wieder etwas die Gasse hoch, schaute noch einmal bei einem Laden vorbei, bei dem ich sonst immer eingelegten Kohl kaufte und der sich direkt diagonal gegenüber des Supermarktes befand. Da der Besitzer gerade dabei war Feierabend und den Laden dicht zu machen, ging ich wieder die paar Schritte zurück und kaufte beim Gemüsehändler mit den Worten &#62;&#62;Aus Versehen vergessen.&#60;&#60; erneut etwas (allerdings konnte ich dieses Etwas für meinen Kochtopf eigentlich immer gebrauchen). In mir selbst vertieft ging ich geistesabwesend auf und ab, blieb bei meinem Fahrrad stehen, ging etwas vor und guckte durch das Supermarktfenster, wo mir eine Verkäuferin der Drogerieabteilung einen vielleicht skeptischen Blick zuwarf. Erst jetzt begriff ich, dass es ihr vielleicht unangenehm sein könnte. Also ging ich, jedoch nicht unbedingt in Rücksicht auf sie, zurück zu meinem Fahrrad und stellte mich, mit dem Versuch Mut anzusammeln, erneut in Richtung Supermarkttüre. War sie überhaupt mit einem Fahrrad gekommen oder hatte ich mich getäuscht? Recht viel Zeit war schon verstrichen. Hatte sie vielleicht durch eine andere Türe den Supermarkt schon längst verlassen?</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;"> </span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;">Wie es der Zufall(…) wollte kam, nach einer Episode wortwörtlich Zeit vertreibendem, jedoch recht praktischen Kopfhörerentwirrens, eine andere junge Frau, die ich von meiner heimatlichen Uni kannte und es entwickelte sich, ich dachte zunächst zu meinen Gunsten, eine Alibikonversation dafür, dass ich noch immer vor dem Supermarkt stand. Ich redete absolut verplant an ihr vorbei und blickte verworren durchgehend Richtung Supermarkttüre. Da ich eigentlich nur ein äußerst geringes Interesse für die Person mit der ich sprach hatte, waren die Unkonzentration und das für mich selbst unnatürliche, krampfhafte Verhalten von doppeltem Ausmaß. </span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;"> Gerade als sie mich nach einer Kontaktmöglichkeit fragte, schwebte der Engel in seinem schwarzweißen, nahezu barocken Rock wieder aus dem Supermarkt heraus. Ich schaltete alles um und sagte nur &#62;&#62;Ich muss jetzt aber mal weg!&#60;&#60; oder so ähnlich. Aber irgendwie verstand sie, die blonde junge Frau, das nicht und so wandelte sich die anfangs vermutete Gunst doch in eine kleine Hürde um. Das zierliche Mädchen, mit dem Rock natürlicher Art, nahm ihr Fahrrad, welches fast neben dem meinigen stand. &#62;&#62;Doch!&#8230; Natürlich!&#8230; Klar war sie mit dem Rad gekommen…sonst wäre sie doch gar nicht erst nach mir in den Supermarkt gekommen.&#60;&#60; Ich sagte noch einmal, vielleicht, aus der Perspektive des Gegenübers, noch plumper &#62;&#62;Ich muss jetzt weg&#60;&#60; (haha) und sah verzweifelt wie meine schwarzhaarige Braut auf ihr Gefährt stieg und einen unkalkulierten Weg einschlug. Ich schwang mich einfach auf das meine und folgte ihr um die Ecke. &#62;&#62;’Tschuldige…Entschuldigung!&#60;&#60; preschte es abwesend und unbewusst, in leiser Rufart aus meinem Mund. Sie drehte sich um und hielt an. &#62;&#62;Das ist vielleicht etwas direkt, aber darf ich Dich nach Deinem Namen fragen? &#60;&#60; sagte ich geradewegs, einfach heraus. &#62;&#62;Aber natürlich!&#60;&#60; antwortete sie und sagte mir ihren Namen. Nanu, was war das für eine Stimme?&#8230; Die hatte ich aber ganz anders in Erinnerung und auch diese Tonlage hätte ich gar nicht erwartet dachte ich formlos. Mir kamen die ersten Zweifel, die eine Verwirrung mit sich brachten, die wahrscheinlich ihresgleichen sucht. Wir fuhren zusammen weiter und ich sagte, eingebettet in eine Art Selbstvorstellung, aus welchem Land ich kam. Sie erwiderte, dass meine Muttersprache ihr Hauptfach sei, was ich irgendwie erst später verstand. &#62;&#62;Du bist STUDENTIN?&#60;&#60; fragte ich sie verblüfft, mit dem Hang zum Verstehen. Gestern war sie laut Information eines Freundes noch Friseurin gewesen. &#62;&#62;Warst Du gestern im Janson?&#60;&#60; setzte ich fort. Sie sagte irgendetwas anderes, doch ich war so aufgelöst, dass ich fast gar nichts mehr registrierte. Aber die Konversation flutschte, floss und mir war nicht unwohl. &#62;&#62;Was ist Janson?&#60;&#60; fragte sie und ich verstand. Nein, sie war es nicht…aber woher? Woher kannte ich sie? Und vor allem, WIE konnte all das möglich sein?</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;"> &#62;&#62;Aber woher kennen wir uns denn? Wir haben bisher aber noch nicht miteinander gesprochen, oder?&#60;&#60; fragte ich, sagte ich halb, feststellend. &#62;&#62;Nur „Hallo“.&#60;&#60; entgegnete sie. &#62;&#62;Man, man entschuldige, ich bin ein Trottel…entschuldige&#60;&#60; lachte ich geistig und vielleicht auch physisch, kopfschüttelnd über mich selbst und meine Verpeiltheit, die erneut ein Ausmaß erreichte, mit dem ich wirklich nicht mehr gerechnet hätte. Sie fragte mich, wo denn der Club sei und ich sie, ob sie schon einmal da gewesen wäre und später des Weiteren, nachdem sie verneinte, ob sie denn schon einmal in einem anderen Club in der Stadt gewesen sei. Sie verneinte erneut, sagte jedoch, dass sie eigentlich schon seit längerer Zeit gerne einmal in einen gehen würde. Wir unterhielten uns folgend über Musik, welche jedoch nicht unbedingt in Verbindung mit der Clubthematik gebracht werden kann, außer dass es sich eben auch um Musik handelt – Klassik. Chopin, Schumanns Träumerei, Schubert und Erik Satie waren die Namen und Themen, die fielen. Bei Chopin kann ich nicht mal mehr als Dilettant gelten, aber Schumann und Satie brachte ich mit etwas Wissen und auch aufrichtigem Interesse mit ins Gespräch ein. </span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;"> Später dachte ich darüber nach, ob ich denn auch bei ihr, für die das Desinteresse sich mit jedem Mal wo ich sie sah immer mehr herausstellen sollte, so sein könnte wie ich wirklich bin. Der Grund dafür lag wahrscheinlich darin, dass ich mir, die Anmut der zwei Freitage Janson in Folge betreffend, in meinen Gedanken schon wieder Wunschbilder ausgemalt hatte. Ferner, so denke ich, ist es grundsätzlich so, dass man nach längerer Zeit des geschlechtlichen Alleinseins und auch sexueller Enthaltsamkeit auf zweisamer Ebene, für „Vergucken“ und Illusionieren leicht „anfällig“ ist. Ich dachte erst, dass dieses Nachdenken das Niederschreiben dieser Zeilen wahrscheinlich noch überdauern würde, jedoch kam ich schließlich zu der schon lange überfälligen, endgültigen (Selbst)Erkenntnis, dass ich lernen müsse mich zu entfernen, vom sofortigen Nachdenken („Gucken“) oder, treffender gesagt, „Harschen, ob es was geben könnte oder nicht“. Menschen macht euch frei!!! Schlaft miteinander ohne zwangsmäßig in einer Beziehung sein zu müssen!! (auf einer passenden, angemessenen Ebene) Das erspart viel (Negatives). Und eine Menge großer, zivilisatorischer Probleme!</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;">So fuhren wir noch einige Zeit nebeneinander her. Einmal schlitterte ich mit dem Reifen am Bordstein, kurz danach sie. Bis vor ihre Haustüre begleitete ich sie, das Mädchen mit dem gestellten, fassadenhaften und leicht krampfhaft gezwungenen Lächeln, wo sie mich über-raschenderweise nach meiner Nummer fragte. Ich gab ihr ersatzweise meine Emailadresse. Nachdem wir uns verabschiedet hatten fuhr ich den Weg wieder zurück – lachend und meiner Geisteswelt Nichtsfassen und die temporäre Unfähigkeit, Aufzurollen und etwas Treffendes zu sagen entgegenbringend. Nachdenklich stimmte mich das Ganze allerdings schon, jedoch keineswegs negativ. Wie war es möglich gewesen, dass ich SIE für SIE hielt? Waren sie sich ähnlich? Ich glaube eher weniger. Was war da also nur passiert? War es soweit gekommen, dass ich eigentlich in der Lage wäre mich nach all der Pein in etwas reinzusteigern, sobald mir die Ausstrahlung und das Aussehen einer Frau gefielen. Allerdings würde ich wahrlich und sicherlich mit mehr Frauen schlafen, als ich eine ´Beziehung` eingehen würde.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;"> Am Ende des Tages besinnt man sich wieder zurück auf die Eine, die aus der Jugend vielleicht…das erste und eventuell auch einzige Mal wenn man das Gefühl hat, dass man jemanden mehr liebt als alles andere, als sein eigenes Leben. Aber ist auch diese Besinnung vielleicht nicht nur ein Hineinsteigern, weil es mit der, die man momentan „wirklich“ begehrt irgendwie nicht zu klappen scheint oder einfach niemand kommt? Ich weiß es nicht…kann es nicht glauben, weil ich an etwas anderes glaube oder ich glaube es nicht, weil ich Angst habe.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;"> Schließlich begann ich mich bis zu dem Punkt zu fragen, ob ich denn wirklich „heterosexuell“ bin, wobei ich denke, dass jeder denkende Mensch irgendwann zu dem Ergebnis kommen dürfte, dass diese Bezeichnungen ausschließlich ein Produkt und eine Illusion unserer Zivilisation sind.</span></span></p>
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<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-family:Times New Roman,serif;"><span style="font-size:medium;">Der Wunsch, das Sehnen und das daraus werdende Streben nach Liebe, DER Liebe.<br />
Die Kraft der Sehnsucht. Mächtig, suggestiv, gefährlich, manipulierend, weisend?</span></span></p>
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</div>]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Die ICH-AG]]></title>
<link>http://youngpotentials.wordpress.com/2009/03/31/die-ich-ag/</link>
<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 14:34:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>thilop</dc:creator>
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<description><![CDATA[Dafür dass ich wieder mal länger gebrauch habe, heute mal ein längerer Eintrag. In Anschluss an mein]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Dafür dass ich wieder mal länger gebrauch habe, heute mal ein längerer Eintrag. In Anschluss an mein]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Das Selbst und seine Muster]]></title>
<link>http://selbstregulationsblog.wordpress.com/2009/03/01/das-selbst-und-seine-muster/</link>
<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 14:27:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>selbstregulationsblog</dc:creator>
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<description><![CDATA[Auf der Suche nach einem möglichst einfachen Modell, das dennoch umfassend anwendbar ist, kam folgen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Auf der Suche nach einem möglichst einfachen Modell, das dennoch umfassend anwendbar ist, kam folgen]]></content:encoded>
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