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	<title>senf &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/senf/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "senf"</description>
	<pubDate>Sun, 27 Dec 2009 22:57:40 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Kartoffelsalat mit Lachs ]]></title>
<link>http://meinmyblog.wordpress.com/2009/11/29/kartoffelsalat-mit-lachs/</link>
<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 17:54:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>elschummi</dc:creator>
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<description><![CDATA[Zutaten 2 kg Salatkartoffeln 400 ml Fleischbrühe 4 EL Weinessig 10 EL Öl 2 EL mittelscharfer Senf 30]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Zutaten 2 kg Salatkartoffeln 400 ml Fleischbrühe 4 EL Weinessig 10 EL Öl 2 EL mittelscharfer Senf 30]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Zwischenbilanz]]></title>
<link>http://nadiakumar.wordpress.com/2009/11/23/zwischenbilanz/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 05:27:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nadia Kumar</dc:creator>
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<description><![CDATA[Seit einer Woche oder so finden jeden Tag Hochzeiten statt. Man hört den ganzen Tag Musik von irgend]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Seit einer Woche oder so finden jeden Tag Hochzeiten statt. Man hört den ganzen Tag Musik von irgendwo her, und wenn es dunkel wird gibt es hier und da Feuerwerk und Hochzeitsumzüge ziehen durch die Straßen, machen bis nachts einen riesen Lärm.</p>
<p>Ansonsten ist gerade alles sehr ruhig. Sab kuch shaant hota hai. Auch das neue Mädchen der Nachbarn. Sie wird jetzt zwei, drei Wochen alt sein. Und ist soooo süß. Sie weint auch nicht ständig, wie befürchtet, sondern quäkt nur ein bisschen leise vor sich hin, wenn was nicht stimmt. Alles ist ruhig.</p>
<p>Ich bin jetzt seit 3 ½ Monaten hier. Halbzeit, könnte man sagen. Zeit, mal eine Zwischenbilanz zu ziehen.</p>
<p>&#160;</p>
<p>Tja, was soll ich sagen. Es geht mir immer noch gut. Ich genieße jeden Tag, nehme alles intensiv wahr und alles mit, was man mitnehmen kann. Allerdings muss ich zugeben, dass sich jetzt langsam ein bisschen Melancholie und Heimweh bemerkbar macht. Weiß nicht, ob das daran liegt, dass auch hier Winter geworden ist und das Wetter einfach melancholisch macht, oder daran, dass meine innere Uhr auf Vorweihnachtszeit steht und sich nach Lebkuchen und Lichterketten und Familie sehnt. Nach meiner Badewanne und heißer Schokolade, nach dem Friedenspark und Nebel und buntem Laub. Danach, Mädchensachen mit Mädchen zu reden. Nach einem Gin Tonic und richtig gutem Drum&#8217;n'Bass. Nach Karsten.</p>
<p>Das Wetter. Ist eigentlich nicht das, was man bei uns Winter nennen würde. Das Termometer stand heute tagsüber auf 22°, die Sonne scheint wieder. Ich schlafe jetzt zwar mit Decke und trage Socken, aber es ist immer noch schön und ich dusche noch mit kaltem Wasser (warmes gibt es auch gar keins). Die Inder frieren schon richtig doll. Sie tragen schon seit Wochen Wollpullis und Schals und Jacken. Und irgendjemand hat in Massen einen Strickpullunder auf den Markt geworfen, den die Männer jetzt alle überm Hemd tragen. Dieser Pullunder sieht aus wie 80er-Jahre-DDR-Mode, ist aus der grässlichsten Synthetikflauschwolle gemacht und es gibt ihn in den grässlichsten Farben zwischen Pinkorange und Burgunderkackrot. Und alle tragen ihn, ohne sich zu schämen. Alter!</p>
<p>Und obwohl am Wetter eigentlich nichts auszusetzen ist – es ist weder grau noch kalt noch nass – liegt eine trübe Stimmung in der Luft.</p>
<p>Mein Hindiunterricht ist zwar immer noch nichts, was man wirklich jemandem erzählen könnte, aber wir haben zumindest schon mal einen Einblick in die Anforderungen der Prüfung bekommen und ich kann mich darauf gezielt vorbereiten. Die neue Lehrerin gibt sich Mühe, aber sie hat es halt auch nicht drauf. (Warum gibt es hier eigentlich nicht das Fach Hindi als Fremdprache zu studieren, wo die Leute etwas Fremdsprachendidaktik lernen würden?) Außerdem regt sie mich zuweilen ganz schön auf, weil sie immer wieder erzählt, dass Indien das beste aller Länder ist, die Kultur die älteste und reichste und alle anderen Länder eigentlich Barbarenstaaten sind. Dort – im Ausland, was alles in großer Brei ist – gibt es überhaupt keine Kultur. Die Menschen essen das falsche und machen überhaupt alles falsch, sind eigentlich sogar durchweg dumm und böse. Und jeder, der nach Indien kommt, sieht das sofort und bleibt darum hier. Ich muss mich sehr zusammenreißen, wenn ich ihr zuhöre. Aber ich werde mir das, was sie sagt merken, schön ausformulieren, auswendig lernen und in der Prüfung auch sagen, dann bekomme ich bestimmt ne 1. Das hat damals schon bei Herrn Schampera im Religionsunterricht der Mittelstufe funktioniert. Nachdem ich aufgehört hatte, mit ihm darüber zu diskutieren, ob Religion Privatsache ist (das war quasi jedes Jahr, jede Stunde, jede Klassenarbeit das Thema), habe ich in Klausuren einfach genau das geschrieben, was er gesagt hat und habe gute Noten dafür bekommen. Scheiß drauf, die Meinung von solchen Leuten kann man eh nicht mehr ändern. Diese Meinung, dass in Indien alles viel toller ist, als sonst wo, scheint unter Indern übrigens ziemlich verbreitet zu sein. Patriotismus wird auch ganz groß geschrieben. Und auf ihre Armee sind sie ganz besonders stolz. Einerseits erzählen sie, wie tollerant hier alle sind, dass die Religionen alle nebeneinander bestehen könnnen, aber es wird dann doch abwertend über Muslime geredet, und von der offenen Feindschaft gegenüber Pakistan will ich gar nicht mal reden.</p>
<p>Hindi. Ich denke, ich kann sagen, dass ich was lerne. Natürlich. Manchmal hätte ich gerne, dass es schneller geht und ich flüssig über alles reden kann. Aber das funktioniert leider noch nicht. So grundlegend wichtige Sachen habe ich drauf, wie mit Rickshavalas und sonstigen Leuten über Preise zu verhandeln, nach dem Weg zu fragen, Fahrkarten zu kaufen und an Museumskassen so zu tun, als wäre ich kein Ausländer. Das funktioniert immer. Aber zuhause spreche ich immer noch viel Englisch. Ich versuche alles was ich in Hindi sagen kann, auch in Hindi zu sagen, aber die Guptas fallen auch selbst immer wieder ins Englische zurück. Dabei verstehe ich inzwischen eigentlich so gut wie alles in Hindi. Zumindest das Wichtige. Ich kann auch Fernsehen und Filme schauen, ohne nachfragen zu müssen und Zeitung lesen, ihne jedes Wort nachzuschlagen. Und meine Aussprache ist zumindest auch so, dass die Leute mich verstehen. Hohe philosophische Diskussionen kann ich aber noch nicht in Hindi führen. Das ist die nächste Stufe.</p>
<p>Im Algemeinen bin ich aber zur Zeit ein wenig gefrustet. Das hat auch mit meiner kleinen Identitätskrise zu tun, die ich seit  Benares mit mir rumschleppe.</p>
<p>Eines der Ziele meines Indienaufenthaltes war ja, zu sehen, ob ich tatsächlich eine indische Seite habe.</p>
<p>Ich dachte es eigentlich, anfangs. Ich konnte mich schnell ganz gut anpassen und relativ unauffällig bewegen. Solange ich keine hohen philosophischen Gespräche führen musste. Ich esse mit der Hand (und finde das total gut, hab gar keine Lust mehr, Besteck zu benutzen, was man in einem Restaurant dann doch machen sollte), benutze kein Klopapier und wasche mich mit kaltem Wasser in indischer Eimer-Seifen-Technik. Mein Körpergeruch hat sich auch schon verändert, ich rieche nach Masala (hoffentlich kannst du mich noch riechen, wenn du kommst, Karsten:-)</p>
<p>Aber das alles macht mich ja nicht indisch. Es sind Kleinigkeiten, mit denen ich kämpfe. Meine Körperhaltung zum Beispiel. Und einen eigenen Kleidungsstil zu finden. Anfangs habe ich versucht, nur indische Kleidung zu tragen, aber dadurch falle ich eher auf, als wenn ich meinen eigenen Mix&#8217;n'Match-Stil trage, weil ich mich nicht wie indische Mädchen in indischer Kleidung bewegen kann. Ich habe mir jetzt auch eine Jeans gekauft und fühle mich damit wieder total wohl. Das Problem ist, dass ich hier in Allahabad keinen wirklichen Kontakt mit einer etwaigen modernen Jugendkultur habe (die gibt es hier einfach nicht), wo ich mich einfügen könnte. Und sonst kann ich mich nirgends einfügen.</p>
<p>Dazu kam, dass ich, während ich mit Bea unterwegs war, und immer wenn ich mit Irina und Max zusammen bin, die offensichtlich Ausländer sind, auch offensichtlich Ausländer bin.</p>
<p>Und es stört mich, offensichtlich Ausländer zu sein. Denn dann fühle ich mich als Fremdkörper. Man wird angestarrt und anders behandelt. Die Leute haben keinen Respekt mehr vor einem als Mensch, sondern scheinen tatsächlich zu denken, dass man ein zu melkender Geldsack ist, der dazu aus einem unzivilisierten Barbarenstaat kommt. Ich merke diesen Unterschied wirklich. Und darum mag ich es, als einer der ihren erkannt zu werden. Denn letztlich bin ich es ja auch, irgendwie.</p>
<p>Aber Max hat in Benares etwas gesagt, was mich sehr beschäftig und sogar ein bisschen verletzt hat. Er sagte: Warum versuchst du, dich zu verstellen und etwas zu sein, was du nicht bist?</p>
<p>Aber letztlich bin ich es eben doch. Irgendwie. Ich bin zwar – aus Zufall oder Schicksal, wie man es auch nennen will &#8211;  in Deutschland aufgewachsen und europäisch modern geprägt, und darüber auch ganz froh, aber eine Hälfte von mir kommt nun mal aus Indien. Ich habe hier Familie, mit der ich mich inzwischen genau so verbunden fühle, wie mit der deutschen. Ich versuche diese indische Seite gerade zu entdecken und ihr die Möglichkeit zu geben, sich zu entwickeln. Und die Tatsache, dass man sie mir nicht anerkennen will, hat mich verletzt und beschäftigt mich sehr. Denn ich habe meine Rolle in dieser Gesellschaft noch nicht gefunden und ich frage mich, ob ich vielleicht doch versuche, etwas zu sein, das ich nicht bin.</p>
<p>Und da kommt das Heimweh, nach einer Umgebung, in der ich genau weiß, wer ich bin, wie ich mich verhalten muss, und in der ich auch hohe philosophische Gespräche führen kann (theoretisch). In der ich die moderne junge Frau sein kann, die ich bin; in der ich meine Nische gefunden habe.</p>
<p>Meine momentane Identitätskrise liegt also daran, dass ich zwiegespalten bin. Weil ich beides bin, aber beides hier nicht so richtig sein kann. Weil ich die Nische für meine Mischung noch nicht gefunden habe. Ich denke, es liegt an den Orten. Allahabad und Benares sind nicht die richtigen Orte. In Hyderabad und Delhi hingegen habe ich mich sehr wohl gefühlt.</p>
<p>&#160;</p>
<p>Aber wie gesagt, es geht mir nicht schlecht. Ich genieße jeden Moment, weil mir alles ein wenig intensiver erscheint. Und weil ich gerade Zeit habe, mir solche Gedanken zu machen. (Ach Mist, jetzt muss ich zugeben, dass Indien auch für mich ein bisschen zum Selbstfindungstrip geworden ist. Vielleicht lasse ich mir ja doch noch ein Om-Zeichen in den Nacken tätowieren und kaufe mir diese Schlabberhosen und gehe in einen Ashram&#8230;) Und es gibt auch sehr vieles, was mir hier wirklich sehr gut gefällt.</p>
<p>Die Süßigkeiten, um mit dem Wichtigsten anzufangen. Ich fahr einfach total ab, auf diese mit Zucker getränkten Bomben in jeder Variation. Und die Bandbreite ist wirklich riesig. Es gibt immer wieder was neues. Glücklicherweise sind die Guptas beide auch solche Naschkatzen und dazu äußerst gut zu mir (((ja, die sozialistischen indischen Freunde sind gut zu mir))). Hier fühle ich mich wirklich sehr wohl,  und das nicht nur, weil es jeden Tag Mitthai gibt. Sie betrachten mich wie ein eigenes Kind. Die Betonung liegt auf Kind. Davor hatte Jan mich ja schon gewarnt. Und anfangs war es auch schwierig, weil ich seit etwa 6 Jahren auf relativ eigenen Füßen stand. Jetzt nicht mehr alles selbst machen zu können (angefangen beim Bad putzen und Blumen gießen), war eine große Umstellung. Aber inzwischen fühle ich mich in dieser Rolle ganz gut und lasse es zu, dass sich jemand um mich kümmert. Sie sagen immer wieder: &#8216;Du bist das Kind und du bist weit weg von zuhause. Darum muss es dir gut gehen.&#8217; Na gut, lasse ich es mir halt gut gehen. „Als das Kind Kind war fielen ihm die Beeren wie nur Beeren in die Hand, und jetzt immer noch&#8230;“ (P.H.)</p>
<p>Überhaupt das Essen. Mir schmeckt einfach alles hier.</p>
<p>Ich mag es, viel Zeit zu haben. Und mir für alles auch Zeit nehmen zu können. Hier stresst man sich nicht so. Es dauert halt alles so lange, wie es dauert. Am Sangam laufen gerade die Vorbereitung für die im Januar stattfindende Magh Mela. Allerdings läuft es viel zu langsam, wie ich der Zeitung entnehmen konnte. Es wird wahrscheinlich alles nur halb fertig werden, aber das wird auch nicht so schlimm sein.</p>
<p>Ich mag es, am Sangam zu sitzen. Zu sehen, wie sich das schmutzige Wasser der Ganga mit dem nicht ganz so schmutzigen Wasser der Yamuna mischt. Da werde ich ruhig und bekomme eine leise Ahnunug davon, warum dieser Ort als so heilig betrachtet wird. Ganga darshan hai ganga snan.</p>
<p>Ich mag die Filme mit ihrem enormen Unterhaltungswert, die Musik und die Tanzszenen. Und die Soaps mit ihren abartig emotionalen, dramatischen Spannungsbögen. In der einen Serie &#8216;Uttaran&#8217; sind in den letzten vier Wochen ungefähr drei Tage vergangen. Und es ist so unheimlich spannend. Es geht übrigens immer ums heiraten. Immer. Erstaunlich, was man daraus alles machen kann.</p>
<p>Ich mag den Gedanken, dass ich jetzt tatsächlich hier bin, in dem großen unbekannten fremden Land, vor dem ich so Angst hatte, und dass ich zwar eine kleine Identitätskrise habe, aber sonst ganz gut klar komme.</p>
<p>Meine Gefühle sind also geprägt von meiner ausgeglichen zwiegespaltenen Waagenatur: ich liebe es, ich verachte es; ich will länger bleiben, ich will wieder heim.</p>
<p>So, jetzt hab ich mich aber ganz schön nackig gemacht&#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[12.11.ff]]></title>
<link>http://nadiakumar.wordpress.com/2009/11/21/339/</link>
<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 14:32:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nadia Kumar</dc:creator>
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<description><![CDATA[Am Donnerstag hat die Mausi sich noch mal einen Tag ausruhen können, in aller Ruhe packen und sich m]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Am Donnerstag hat die Mausi sich noch mal einen Tag ausruhen können, in aller Ruhe packen und sich mental auf die Heimreise vorbereiten. Am Nachmittag nach der Uni kam ich und habe ihr ein paar Sachen gebracht, die sie für mich mitnehme sollte. Es war gar nicht so viel. Aber die Tasche, die wir extra gekauft hatten, hat sie auch alleine gut voll bekommen mit der Sammlung an Paschmina- und Seidenschals, die sie sich überall zusammengekauft hat. Alem kam auch noch und wir sind ein letztes mal zu Big Bazaar und haben nochmal Cappuccino und Schokokuchen konsumiert. Bea wurde langsam nervös wegen morgen, ob auch alles klappt. Sie hatte ein Flugticket von Allahabad nach Delhi für Samstag Nachmittag, eine Hotelreservierung in Delhi für Samstag auf Sonntag inklusive Termin bei der Fußpflege, einen Fahrer, der sie vom Flughafen zum Hotel und vom Hotel zum Flughafen fahren würde und am Sonntag früh den Flug nach Düsseldorf zurück. Eigentlich konnte nix schief gehen. Aber es war ja Freitag der 13.!</p>
<p>Und so kam es. Dies ist die Geschichte, wie ich sie aus der Ferne am Telefon miterlebt habe (das Telefon war mit Alems Ersatzsimkarte bestückt und musste von uns auch mehrmals aus der Ferne nachgeladen werden weil die Roaminggebühren ihre Balance aufgebraucht haben). Als sie am Freitag Nachittag am Flughafen Allahabad ankam, regnete es. Völlig untypisch für diese Zeit. Das kann nur am Klimawandel liegen! Regen heißt Wolken und Wolken bedeuten am kleinen allahabader Flughafen: Flug fällt aus. Das wusste man aber nicht sofort, sondern hat die Fluggäste noch ein, zwei Stunden warten lassen. Es wurde abendlich, als die endgültige Absage kam und viele Menschen jetzt mehr oder weniger dringend nach Delhi kommen mussten. Glücklicherweise hat Mausi einen Menschen getroffen, der seine Eltern genauso dringend nach Delhi bringen musste, wie sie selbst dort hin musste und der zudem ein Oberorganisierer war, wie sie meinte. Erst war der Ersatzplan, mit dem Taxi nach Delhi zu fahren. Was teuer wäre, aber man hätte sich die Kosten geteilt. Später habe ich aber mittbekommen, dass sie stattdessen nach Lucknow fahren, dort am Sonntag einen frühen Flug nach Delhi nehmen. Ich habe befürchtet, dass das Sonntag früh dann alles viel zu knapp wird und Bea den Heimflug verpasst. Aber Gott ist groß, alles ging gut. Und in Lucknow hatte sie auch noch ein richtig gutes Hotel, was dieser Herr Oberorganisierer beschafft hat.</p>
<p>Das Geld für das Flugticket von Allahabad heimse ich ein, sofern es denn wirklich erstattet werden wird.</p>
<p>Als ich also mausilos in Allahabad zurückblieb, wurde es fast sofort ruhig um mich herum. Fast. Denn mein Fahrrad stand noch bei Kamalji, an der Regenrinne festgekettet. Sie hat mich Sonntag angerufen, dass ich es dringend abholen soll, weil es da geklaut wird. Also habe ich Sonntag nachmittabends mit Alem einen Spaziergang zu Kamalji gemacht. (Es wird jetzt übrigens schon um halb sechs dunkel, darum habe ich Alem mitgenommen, damit ich nicht im Dunkeln alleine heim fahren muss. Ich bin schon ein richtiges indisches Mädchen geworden&#8230;)</p>
<p>Wir haben das Fahrrad genommen und sind wieder zu mir heim gelaufen. Unterwegs hat es wieder angefangen zu regenen. Alem hatte sein Notizbuch dabei, weil er am Abend noch ein Seminar hatte.  Als wir bei mir ankamen, habe ich ihm gesagt, er soll kurz warten, ich hole eine Plastiktüte, damit das Notizbuch nicht nass wird. Wir sind hinten rein, haben das Rad im Flur abgestellt, ich bin hoch in mein Zimmer, er ist unten in die Wohnung, um Maji hallo zu sagen. Mit der Plastiktüte kam ich wieder runter, da kam gerade ein Anruf, dass sein Seminar ausfällt. Also, trink noch einen Tee (Maji und Alem haben sich inzwischen sehr gut angefreundet). Ungefähr 7 einhalb Minuten später fiel mir mein Rad ein, das ja noch im Flur stand. Eiligst bin ich aufgesprungen, um es anzuketten. Aber es war schon weg.</p>
<p>Ich sage auch gar nichts weiter dazu. In der gleichen Sekunde, wie ich seinen Verlust feststellte, hatte ich mich auch schon davon verabschiedet. Das  habe ich ja in Leipzig schon geübt. Und irgendwie war ich fast ein wenig erleichtert, dass es weg war. Nach dem Unfall war nicht nur das Fahrrad ein wenig ramponiert, sondern meine Gefühle dem Rad gegenüber auch.</p>
<p>Mein Finger ist übrigens wieder so gut geworden, dass ich mir keine großen Hoffnungen mache, einen Behindertenausweis zu bekommen. Nur das Gelenk ist noch ein klein wenig dick, aber bewegen lässt er sich, wie vorher.</p>
<p>Tja, seit dem ist es hier ruhig geworden. Ich habe bei meinen Daily Soaps wieder aufgeholt und lerne wieder regelmäßig meine Vokabeln. Jetzt bleibt es wahrscheinlich auch erstmal so ruhig, denn Francisco ist irgendwohin verreist, also fällt mein Nachhilfeunterricht aus und Alem ist auch für zwei Wochen nach Hause geflogen, nach Kabul. Und sonst kenne ich ja keinen hier&#8230;</p>
<p>Und ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch im Dezember. Wir werden uns eher nicht so einen Reisestress machen, sondern uns wahrscheinlich drei Wochen im Hotelzimmer einschließen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[11.11. Mangadh]]></title>
<link>http://nadiakumar.wordpress.com/2009/11/19/11-11-mangadh/</link>
<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 14:15:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nadia Kumar</dc:creator>
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<description><![CDATA[Dieses Magenekelgefühl hat sich bei uns beiden über Nacht noch ein bisschen verstärkt. Trotzdem sind]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Dieses Magenekelgefühl hat sich bei uns beiden über Nacht noch ein bisschen verstärkt. Trotzdem sind wir am nächsten Tag mit Lehrer-Santosh nach Mangadh gefahren. Das ist ein Ort ca. 60 km von Allahabad entfernt (Santosh hat ein Auto). Dort steht ein Tempel.</p>
<p>Unterwegs haben Santosh und ich Kulfi gegessen, ein Eis aus Milch mit Kardamon und anderen Gewürzen. Von der Straße, also ein Herd für Keime. Bea-Mausi wollte ihrem eh schon angeschlagenen Magen nicht noch so was zumuten und hat es nicht gegessen. Vielleicht hätte sie besser, denn mir ging es danach erstaunlicherweise erheblich besser.</p>
<p>Der Tempel ist ein neuer, von einem Guru für sich selbst erbaut, der sich Rasik Ras nennt. Ich musste mich arg zusammenreißen, nicht laut loszulachen. Rasik Ras. Saftiger Saft (Rasik ist auch ein Name für Krishna-Anhänger, der er ja ist, und Ras heißt nicht nur Saft, sondern auch Lebenelixier. Also der Name macht schon Sinn, aber ich finde ihn trotzdem ziemlich l&#8230;lustig). Der Tempel ist altem Tempelstil nachempfunden und von außen schön. Von innen aber ist er noch kitschiger, als mein neues Seitenlayout. Überall Bilder und Statuen von Rasik Ras. Der wird übrigens von indischen Gelehrten sehr wohl als großer Guru und Inkarnation von sonstwem anerkannt. Und er hat auch einen Haufen ausländische Anhänger. Klar, irgendwer muss ja diesen selbstverherrlichenden Tempelbau finanziert haben. Direkt neben dem Temmpel ist auch der ziemlich große Wohnbereich der Anhänger.</p>
<div id="attachment_337" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://nadiakumar.wordpress.com/files/2009/11/img_3707.jpg"><img class="size-medium wp-image-337" title="IMG_3707" src="http://nadiakumar.wordpress.com/files/2009/11/img_3707.jpg?w=300" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">drinnen durfte man nicht fotografieren</p></div>
<p>Leiiider leiider war Rasik Ras gerade nicht zu hause, wir konnten seinen Weisheiten also nicht lauschen (sogar Guptaji sagt, er sei ein großer Gelehrter und Redner). Wir hatten eh größere Sorgen. Mausijis Magen wollte wieder nach Hause, zu einer anständigen Toilette. Der Ausflug wurde also für beendet erklärt und wir haben unterwegs nichts mehr angeschaut (der Ort, wo Ramas Vater das Opfer vollzogen hat, damit er einen Sohn bekommt, soll auf dem Weg liegen, hätte ich ja schon gerne gesehen) und sind wieder heim gefahren.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mo, 9.11.]]></title>
<link>http://nadiakumar.wordpress.com/2009/11/18/mo-9-11/</link>
<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 05:45:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nadia Kumar</dc:creator>
<guid>http://nadiakumar.wordpress.com/2009/11/18/mo-9-11/</guid>
<description><![CDATA[Um uns für die vom Guesthaus angebotene, kostenlose Sonnenaufgangsbootsfahrt auf der Ganga anzumelde]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Um uns für die vom Guesthaus angebotene, kostenlose Sonnenaufgangsbootsfahrt auf der Ganga anzumelden waren wir zu spät gewesen, also haben wir den Sonnenaufgang auf dem Dach angeschaut. Das war auch schön.</p>
<p><a href="http://nadiakumar.wordpress.com/files/2009/11/img_3591.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-331" title="IMG_3591" src="http://nadiakumar.wordpress.com/files/2009/11/img_3591.jpg?w=300" alt="" width="300" height="200" /></a> Aber man konnte die Sonne im Dunst erst sehen, als sie schon eine Handbreit überm Ganga-Horizont stand. Blick auf die morgendliche Stadt, vereinzelt Menschen auf den Dächern, meditierend. Affen. Sita-Ram-Gesänge aus dem Westen und dazugehörige Glockenschläge. Wir waren sogar eine Weile alleine, dann sind die zwei Khaansaamaas (Kellner) aufgewacht, die auf den Tischen geschlafen haben. Und haben unfeierliche Unruhe verbreitet. Relativ bald  kamen auch die Holländer und die Israelis und die Deutschen und haben alle Schokoladenpancakes mit Banane gegessen. Wir auch, es war super. Und der Kaffe kam in einem riesigen Pott, nicht in kleinen indischen ein-Schluck-Portionen. Wir haben den ganzen Vormittag auf dem Rooftop verbracht, mit Kaffe, Frühstück, Internet, noch ein Frühstück,&#8230; Aber irgendwann sind wir doch weg gekommen. Einfach mal los. Sind gleich bei den burning ghats gelandet, wo die Leichen verbrannt werden. Ein Typ kam und hat uns aus unserer Mitthaibox (Süßigkeiten aus Benares sind berühmt und das zurecht) was abgeluchst und uns die hinduistischen Verbrennungsriten erklärt. Das war nett und ausführlich, so dass ich auch noch was lernen konnte. Aber dann wollt er eine Spende für die armen Leute, weil das Holz so teuer ist. Einhundert waren nicht genug. Zweihundert waren nicht genug. Jeder musste was geben, damit unser Karma auch ja gut wird. Rgg. Weiter. Dann wurden wir belagert von ein paar anderen, die es auch ganz toll fanden, dass Nadiaji und Mausiji und ein dost (Freund), der nicht geheiratet wird, da waren. Sie wollten auch unser Mitthai. Das geht dann doch zu weit. Geld, okay, aber meine Süßigkeiten!!! Wegwegweg. Ich hab es wieder gemerkt, wie es mir alles zu viel wurde. Weiter. Weiter. Sind dann direkt von Masseuren angequatscht worden. Max hat sich fangen lassen. Erst wurde seine Hand im Stehen gequetscht, dann sein Rücken im Sitzen, irgendwann lag er auf einem Jutesack auf dem ghat und hat sich komplett durchwalken lassen.</p>
<p><a href="http://nadiakumar.wordpress.com/files/2009/11/img_5490.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-333" title="IMG_5490" src="http://nadiakumar.wordpress.com/files/2009/11/img_5490.jpg?w=300" alt="" width="300" height="200" /></a>Es sah super entspannend aus. Aber der Preis stieg natürlich auch von 30 auf 300. Aber als wir da so saßen und Max dabei zugesehen haben, wie er entspannt wird, da habe ich mich auch entspannt. Bea und ich haben die Mitthaibox fast leer gemacht und den Rest dann einem kleinen Jungen gegeben, der uns angestarrt hat. Er wollte sie glaube ich gar nicht. Ach. Man kann so viel falsch machen mit geben und nicht geben. Und mit reden und nicht reden. Auf wen lässt man sich ein? Man kann natürlich einfach niemandem was geben und mit keinem reden, aber wo geht dann die Menschlichkeit hin? Und wenn man sich doch auf einige Menschen einlassen will, auf wen dann? Nach welchen Maßstäben beurteilt man, ob es jemand ehrlich meint mit einem? Die Jungs, die uns zwischen burning ghat und Massageghat belagert haben, die schienen einfach neugierig. Darum haben wir ihnen erzählt, wo wir herkommen, dass wir Nadiaji und Maxji sind, die nicht verheiratet sind und es auch nicht sein werden und dass Mausiji auch dabei ist. Sie wollten wissen, warum wir nicht heiraten werden und wir waren in Erklärungsnot. Ich sagte auf Hindi, ich kann ihn nicht heiraten, er hat kein Geld. Das verstehen sie! Der eine meinte zum Spass, dass er genug Geld hat, ich soll ihn doch heiraten. Und mit der Mausi hatten sie auch Spass. Mausi finden alle Inder irgendwie sofort gut. Zur Tante hat man ein ähnlich gutes Verhältnis, wie zur Mutter, darum war Mausi immer schnell beliebt. Und es hat sich schnell rumgesprochen, dass eine weiße Mausi in Benares rumläuft, mehrmals wurde uns „Ah Mausi“ entgegengerufen, wenn wir um eine neue Ecke kamen.</p>
<p>Nun, nachdem Max tiefenentspannt wieder in diese Welt zurück gekommen war, sind wir weiter die ghats lang gelaufen, bis ganz runter zum Asighat. Unterwegs wurden wir nochmal angequatscht, von einem angeblichen astrologer, der mir aus der Hand und aus dem Gesicht und aus den Sternen lesen wollte. Weil Max und Bea beide sich schon was „Gutes“ gegönnt haben, meinten wir, dass ich mir das jetzt geben soll. <a href="http://nadiakumar.wordpress.com/files/2009/11/img_5541.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-334" title="IMG_5541" src="http://nadiakumar.wordpress.com/files/2009/11/img_5541.jpg?w=300" alt="" width="300" height="200" /></a>Für 300 Rp hat er mir also lauter nette Sachen erzählt, die er von der Ganga erfahren hat. Ihm zufolge werde ich 91 jahre alt und werde zwei Kinder haben und mit 48 alles erreicht, was ich erreichen wollte (Karsten, das heißt, dann werden wir unser Haus mit Türmchen abbezahlt haben). Und am 20. November fängt meine goldene Zeit an. WUNDERBAR, das ist ja schon in zwei Tagen!!! Schließlich sind wir mit dem Boot zurück, haben schön gegessen und Max verabschiedet, der wieder nach Sarnath fahren musste. Bea und ich haben abends die Ganga-Arti vom Boot aus angeschaut. Auch dieser Bootvala wollte hinterher mehr, als vorher ausgemacht war. Tips. Teeps. Weil das Boot ja nicht ihm gehört, sondern dem Meister. Mehr mehr mehr. Es scheint eine art competition zu sein, wer am meisten raus holen kann, wer die blöden Touris am meisten übern Tisch ziehen kann.  Alles in allem hat mir der Tag dann zwar doch noch ganz gut gefallen, aber mein Verhältnis zu Benares bleibt zwiespältig.<a href="http://nadiakumar.wordpress.com/files/2009/11/img_5561.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-335" title="IMG_5561" src="http://nadiakumar.wordpress.com/files/2009/11/img_5561.jpg?w=300" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Wahrscheinlich habe ich hier in einem letzten Leben schon was schlechtes erlebt&#8230; Am Dienstag haben wir zwei wieder den Sonnenaufgang angeschaut, Pankace gegessen und Kaffe getrunken. Und uns mit zwei deutschen Mädels unterhalten. Die eine hat erzählt, sie hat sich auch von diesem astrologer (oder einem anderen) catchen lassen. Und sie hat ihm 2100 gegeben. Huuu, da bin ich ja richtig billig weggekommen.  Bevor wir wieder heim gefahren sind, haben wir eine letzte kleine Shoppingtour gemacht. Das kann man in Benares gut.  Die Rückfahrt war nicht ganz so zuverlässig, wie die Hinfahrt. Ständig wurde angehalten und mehr Leute wurden reingequetscht, als Platz hatten. Eine Stunde zu spät (darüber kann man sich ja nicht mal richtig aufregen) kamen wir in Allahabad an. Und hatten beide ein nicht so angenehmes Magenekelgefühl, das nur aus der Küche des Rooftoprestaurants kommen konnte.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Rammstein - Liebe ist für Alle da]]></title>
<link>http://plattentellerrand.wordpress.de/2009/11/16/rammstein-liebe-ist-fur-alle-da/</link>
<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 16:46:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>motorcash</dc:creator>
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<description><![CDATA[Mit &#8220;Senf&#8221; startet Plattentellerrand eine neue Rubrik, in der Geschehnisse in der Musiki]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Mit &#8220;Senf&#8221; startet Plattentellerrand eine neue Rubrik, in der Geschehnisse in der Musikindustrie von der Redaktion, Autoren und den Lesern geführt werden können. Jeder ist herzlich zur Partizipation eingeladen.  Seitens der Redaktion, wird der Beitrag editiert. Leser  können sich per Kommentar an der Diskussion beteiligen. Also los gehts:<br />
<b>Motorcash:</b> &#8220;Heute nutze ich die Gelegenheit und verwende meine virtuelle Feder als Schwert im Kampf gegen die Zensur. In der Plattentellerrand Redaktion entbrannte vor kurzem eine Diskussion über die Indizierung der neuen Rammstein CD &#8220;Liebe ist für Alle da&#8221;. Um die Brieftaschen von Richard Kruspe und Co. mache ich mir wahrlich keine Sorgen und die Verkaufszahlen bestätigen, dass auch kein Grund dazu herrscht. Dennoch möchte ich zur Debatte einladen, ob es gerechtfertigt ist, dass Album auf den deutschen Index zu setzen. Als musikafiner Mensch betrachte ich auch Tonträger als Kunst, die im konkreten Fall als jugendgefährdend eingestuft wurde. Das Rad oder gar sich selbst haben Rammstein mit diesem Tonträger sicherlich nicht neu erfunden. Ganz im Gegenteil &#8211; die Songs erinnern eher an die Anfangszeiten von Rammstein. Die Produktion indes ist fetter denn je. Nie war es so angenehm Christoph Schneider beim Trommeln zuzuhören. Aber nun weg von der Musik &#8211; hin zu den Texten, die Anscheinend der Dorn im Auge der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf Antrag des Bundesfamilienministeriums gewesen sind. Das sonore und rollende RRRRRR von Lindemann ist sicherlich nicht ausschlaggebend für eine Indizierung. Vergleicht man die Texte von &#8220;Liebe ist für Alle da&#8221; mit den bisherigen Veröffentlichungen, so schleicht sich der Verdacht ein, dass Zensursula härter durchgreift als ihre Vorgänger im Ministerium, da bislang noch kein Rammstein Album indiziert wurde.<br />
Ich oute mich jetzt öffentlich als Freund der Texte Lindemanns. Kaum jemand weiß es, die deutsche Sprache in der Musik so schön zu formen. Lindemann, der sich oftmals der Technik der Chiffrenlyrik bedient und bereits einen Gedichtband veröffentlicht hat, würde ich persönlich auch eher als Lyriker denn als Sänger bezeichnen.<br />
Als Paradebeispiel habe ich mir aus dem aktuellen Tonträger das Lied<br />
&#8220;Frühling in Paris&#8221; gewählt:</p>
<blockquote><p>
&#8220;Die Lippen oft verkauft und weich<br />
Und ewig sie berühren<br />
Wenn ich ihren Mund verließ<br />
Dann fing ich an zu frieren&#8221;</p></blockquote>
<p>Lässt sich darin etwas jugendgefährdendes erkennen? Auf den ersten Blick sicherlich nicht. Wagt es der Hörer allerdings den Text zu interpretieren, dann besteht die Möglichkeit, dass dieser zum Schluss kommt, dass das Lyrische-Ich hier seinen ersten sexuellen Kontakt mit einer Prostituierten beschreibt. Noch immer nicht jugendgefährdend, oder? Bricht man diese Interpretation auf ihren Kern herab, so bleibt die Aussage: &#8220;Der singt davon, wie er eine Hure fickt&#8221;. Naja &#8211; harte Worte, aber nicht wirklich gefährdend in meinen Augen.<br />
Da geht es in Österreich glücklicherweise anders zu. Ludwig Hirsch hat seinerzeit in dem Lied &#8220;Omama&#8221; die Textzeile &#8220;Lieb Jesukind lass Oma doch verrecken&#8221; benutzt und landete damit einen Erfolg. Hier ist doch Offensichtlich der Wunsch nach dem Tod eines engen Familienmitgliedes zu erkennen. Um bei Hirsch zu bleiben&#8230;denkt man an das Lied &#8220;Geh spuck den Schnuller aus&#8221;, dann ist hier klar die Szenerie einer Kinderschändung beschrieben. Jedoch auf dem Index? Nein &#8211; in Österreich ist das Kunst.<br />
Ergo: Anscheinend haben die Österreicher ein ausgeprägteres Gefühl für Kunst und Provokation in der Musik, als es unsere Deutschen Nachbarn haben.<br />
Anbei eine Chart Grafik. Wer könnte wohl hinter den Sternchen stecken?<br />
<a href="http://s641.photobucket.com/albums/uu135/plattentellerrand/?action=view&#38;current=charts.jpg" target="_blank"><img src="http://i641.photobucket.com/albums/uu135/plattentellerrand/charts.jpg" border="0" alt="Photobucket"></a><br />
Und jetzt auf zur fröhlichen Diskussion&#8221;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[7.-14.11. Letzte Woche mit Mausi]]></title>
<link>http://nadiakumar.wordpress.com/2009/11/14/7-14-11-letzte-woche-mit-mausi/</link>
<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 12:29:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nadia Kumar</dc:creator>
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<description><![CDATA[Kamalji hatte Mausi nahegelegt, dass sie unbedingt noch nach Kajurao muss, bevor, sie wieder nach Ha]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Kamalji hatte Mausi nahegelegt, dass sie unbedingt noch nach Kajurao muss, bevor, sie wieder nach Hause geht. Wir haben also in ihrem Reiseführer nachgeschaut, was es da überhaupt zu sehen gibt. Der Reiseführer sprach von Tempeln mit erotischen Darstellungen und da hatte ich schon wieder keine Lust mehr drauf. Ich habe mir vorgestellt, wie da Touristen – Frauen mittleren Alters jener Sorte, derer sich Arun erwehren musste &#8211; um die Tempel rumschleichen und „Karmasutra“ flüstern (und um es gleich mit zu erwähnen: ICH weiß, dass es KAMAsutra heißt und dass es darin nicht um wilden Sex in abgefahrenen Posen geht. Lesen hier eigentlich auch Kinder mit?).</p>
<p>Aber Bea wollte sich das schon gerne anschauen (oh nein, wie klingt das denn jetzt). Also haben wir einen Versuch gestartet, einen Ausflug dorthin organisiert zu bekommen. Kamalji hat irgendwas von einem Bus geredet und von einem Reisebüro, zu dem man hinkommt, wenn man am Medical College weiter geradeaus fährt. Oder so. Wir sind per Ricksha als am Medical College vorbei und haben einen Bus gefunden und einen Laden, an dem dranstand, dass er mit Reisen zu tun hat, aber von Kajurao wusste niemand was. Also sind wir wieder zurück gefahren. Per Ricksha. Unterwegs hat uns der Rickshafahrer vom Hinweg überholt und dachte, er hätte jetzt einen Anspruch auf uns als Fahrgäste und wollte uns übernehmen. Aber ich hatte keine Lust auf ihn und wollte nicht umsteigen, hab mit den beiden Rickshavalas diskutiert. Dabei haben die sich natürlich auch miteinander unterhalten und unserer neuer Vala hat rausgefunden, dass der alte viel mehr verlangt hatte, also ist sein Preis schlagartig auch gestiegen. Schrghk. Er hat von mir aber keinen Paisa mehr bekommen, als vorher ausgemacht war.</p>
<p>Daheim hat Guptaji mir erzählt, dass es diesen direkten Bus-Service nicht mehr gibt, weil er zu wenig genutzt wurde. Man müsste also eine lange umständliche Fahrt mit Umsteigen von Zug auf Bus und Übernachten auf sich nehmen, um jene Darstellungen zu sehen, die nach dem Taj Mahal gleich als zweites assotiiert werden.</p>
<p>Gut, also nicht Kajurao. Dafür fahren wir dann halt nach Benares.</p>
<p>Samstag nach der Uni hab ich also die Mausi geschnappt und bin mit ihr per Bus nach Varanasi los. Das ist seltsamerweise etwas, worauf man sich verlassen kann. Man geht einfach zum Busbahnhof und steigt in den nächsten Bus, auf dem Benares steht, zahlt 76 Rp und ist ca. drei Stunden später da. Wir waren mit Max verabredet, der auch mal wieder aus seinem Sarnath-Nest rauskommen wollte. Er wollte sich auch schonmal um Unterkunft kümmern. Er rief aber an, als wir schon unterwegs waren und meinte, er muss wieder nach Sarnath fahren, weil er seinen Passport vergessen hatte. Ohne Passport kriegt ein Ausländer legal kaum noch eine Unterkunft.</p>
<p>…</p>
<p>Ich hatte meinen auch nicht dabei.</p>
<p>Max hat uns also erstmal mit nach Sarnath mitgenommen. Da wollte wir am nächsten Tag sowieso hin und Max meinte, in dem Guesthaus, in dem er am Anfang lange gewohnt hat, kriegen wir auch so ein Zimmer. Meinen Studiausweis hatte ich ja dabei.</p>
<p>Also haben wir eine Autorisksha nach Sarnath genommen und Bea und ich sind dort im Jain Guesthaus abgestiegen, von wo man direkt auf den Park schauen kann, in dem Buddha seine erste Predigt gehalten hat. Schönes Guesthaus, nette Menschen, vernünftige Preis und gutes Essen. Ich hab mir ein riesen Fettnapf geleistet und eine Mücke zerklatscht, die mir um den Kopf geschwirrt ist. (Das Jain Guesthaus gehört Dr. Jain, der ein Jain ist, also ein Angehöriger der Jainreligion, die KEINE LEBEWESEN TÖTET. Unter keinen Umständen. Darum war es ein Paradies für Mücken. Wir haben sie im Zimmer dann aber doch heimlich weiter gemeuchelt. Ach, all dieses schlechte Karma kann man kaum wieder gut machen.)</p>
<p>Schönes Guesthaus. Leider mit einem Backsteinhandel direkt vor unserem Fenster, welches man nicht mal richtig zumachen konnte. Und dieser Handel florierte am besten Nachts zwischen 12 und 4 Uhr. Die Mausi hat keine Auge zugetan.</p>
<p>Nach dem Frühstück (Porridge mit Banane, hmmm) kam Max und wir haben unser Tagesprogram gestartet. Sarnath ist nicht so groß, man kann es in einem Tag abarbeiten. Gazellenhain und Buddhistischen Tempel mit Darstellungen aus der Buddhavita (Dank Frau Zin kannte ich sie alle und konnte sie der Mausi erzählen), Stupa und das Gelände drumrum. Ich war da, wo man sagt, dass Buddha am liebsten gesessen ist&#8230;</p>
<p>In Sarnath gibt es sehr viele Tibeter. Maxens Uni ist auch eine von zwei tibetischen Unis in Indien. Nach dem Touripflichtprogramm haben wir bei Tibetern Wollshawls gekauft und dann bei einem Tibeter Mittag gegessen. Nudelsuppe und Momos. Uns fiel auf, dass wohl jede Kultur an jedem Ort der Welt auf die Idee gekommen ist, Fleisch oder Gemüse in Teigtaschen zu packen.</p>
<p>Beim Weiterschlendern haben wir Max&#8217; Nachbarin getroffen, die Masseuse und Kosmetikerin ist. Bea ist gleich da geblieben und hatte ein weiteres Erlebnis der lustigen Sorte, das sie ja vielleicht selbst posten kann.</p>
<p>Und dann haben wir es doch gewagt, noch nach Varanasi zu fahren. Dort sind wir straight wieder zum Shanti Guesthaus, in dem Max gestern schon erzählt hat, dass er keinen Pass dabei hat und dass von uns beiden auch eine ihren nicht hat. Max hatte seinen nun, aber ich ja immer noch nicht. Ich hab es auf die andere Tour probiert und mit meinem Studiausweis gewedelt und Hindi geredet und gesagt, dass ich aus Allahabad bin. Der Manager hat es mir fast geglaubt. Fast. Leider steht auf dem Studiausweis auch meine deutsche Adresse. Also nix zu machen, ohne Passport kommst du hier nicht rein. Nach wildem Diskutieren und Überlegen habe ich Max&#8217; Rat befolgt und Guptaji angerufen, damit er in mein Zimmer geht, meinen Pass holt, ihn scannt und per mail schickt.</p>
<p>Er konnte aber gerade nicht in mein Zimmer hoch gehen, weil er alleine war. Was, wenn  jemand kommt? Wir haben also gewartet, bis Maji auch heimkam. Dann hat er gesucht und nicht gefunden. Ich konnte auch wirklich nicht genau sagen, wo er hätte suchen sollen. Aber beim Suchen hat er eine Kopie davon gefunden und die dann geschickt (er hat tatsächlich auch einen Scanner, hatte ich gar nicht gewusst).</p>
<p>Es gab noch genau zwei freie Zimmer. Einmal die Billigversion für 150 Rupien und ein Super Delux für 1000. Bea und ich haben das Super Delux genommen und uns einen Hasen gefreut über Klimaanlage und warmes Wasser. Mehr hat das Super Delux bei genauerem Hinsehen gar nicht geboten und wegen dem fehlenden Fenster war der schimmlige Muff am zweiten Tag schon nicht mehr erträglich. Aber erstmal haben wir es nur mit dem anderen verglichen, in dem Max dann geschlafen hat.</p>
<p>Und  an dieser Stelle muss ich mal einen Kommentar über das Shanti Guesthaus machen.</p>
<p>Das Shanti Guesthaus ist wahrscheinlich das berühmteste Guesthaus für Backpacker in Varanasi. Es steht wohl im Rough Guide und im Lonely Planet und muss sich zu keiner Zeit Sorgen mache, dass es nicht genug belegt ist (wir haben irgendwo ein Foto vom Manager hängen gesehen, wie er fett vor seiner Villa mit Pool steht). Und bisher habe ich nur mit Begeisterung davon reden gehört.</p>
<p>Aber: ich fand es überhaupt nicht toll. Das schlimmst sind die fehlenden Fenster. Die meisten Zimmer sind wie Gefängniszellen, vier kahle Wände mit einem Bett. Ein Schrank mit Klo und ein Schrank mit Dusche. Wenn der Strom ausfällt ist es zappenduster und man muss sein eigenes Schloss mitbringen, das man sich vor die Tür hängen kann. Das Klientel besteht ausschließlich aus jenen globetrottenden Rucksackern, mit denen ich mich irgendwann mal identifizieren konnte, derer ich aber inzwischen zu viele getroffen habe. Sie sitzen abends in ihren frisch gekauften Schlabberhosen mit ihrem Lonely Planet und ihrem Herman Hesse Band in dem Rooftop Restaurant, vor sich ihre Klopapierrolle, trinken ihr Bier und erzählen sich gegenseitig, wo sie gerade waren, wo sie als nächstes hingehen und was sie für tolle Erlebnisse hatten. Es wird unheimlich viel angegeben, weil man ja ein ziemlich toller Typ ist, wenn man eine solche Reise macht. Und um es gleich zuzugeben. Ich lästere hier nur deshalb so darüber ab, weil ich merke, wie ich selber so werde, wenn ich in so einer Umgebung bin. Und ich kann mich selbst nicht ausstehen, wenn ich so werde. Aber zurück zum Shanti. Das Rooftop Restaurant ist das höchste in der Stadt, man hat eine schöne Aussicht und die Karte ist wirklich mit einer super Auswahl bestückt. Es gibt nicht nur indisches Essen, sondern eigentlich von überall das berühmteste. Und was wir bekommen haben war wirklich lecker. Aber sowohl Bea als auch ich haben die nächsten Tage unseren Magen dermaßen gespürt, dass mit eben jenem leckeren Essen etwas nicht gestimmt haben kann. Und der eine Kellner verströmt so eine Unlust, das man ihm am liebsten einen Tritt verpassen möchte.</p>
<p>Ach ja, aber eigentlich ist das schlimmste, dass es keine Fenster gibt:-). Ich persönlich finde das Ganpati Guesthaus auch viel schöner. Da hab ich zwar noch nie übernachtet, aber mal auf dem Rooftop gesessen und da gefiel es mir viel, viel besser.</p>
<p>Jo bhi. Die erste Nacht haben wir einen wohlverdienten tiefen Schlaf geschlafen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mal was neues]]></title>
<link>http://nadiakumar.wordpress.com/2009/11/14/mal-was-neues/</link>
<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 09:54:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nadia Kumar</dc:creator>
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<description><![CDATA[gegen den grauen Winteralltag. Mausiji sitzt nach einigen indischen Widrigkeiten nun im Flieger Rich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>gegen den grauen Winteralltag.</p>
<p>Mausiji sitzt nach einigen indischen Widrigkeiten nun im Flieger Richtung Heimat und ich kann mich auch entspannen.</p>
<p>Heute ist hier übrigens Kindertag. Weil Jawarhar Lal Nehru Kinder so geliebt hat. Happy Childrens&#8217; Day!</p>
<p>Und Francisco und ich (Ashram-Santosh hat viel zu tun im Ashram) waren bei unserer Professorin zum Essen eingeladen. Da musste ich natürlich wieder unheimlich viel essen. Darum liege ich jetzt im halben Fresskoma auf meinem Bett und muss gleich erst mal viel schlafen und entspannen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Freitag, 30.10.]]></title>
<link>http://nadiakumar.wordpress.com/2009/11/06/freitag-30-10/</link>
<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 09:11:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nadia Kumar</dc:creator>
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<description><![CDATA[Nach einer angenehmen Nacht im Hotel in Jaipur ging es wieder sehr früh los. Um 6 haben wir Arun, un]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Nach einer angenehmen Nacht im Hotel in Jaipur ging es wieder sehr früh los. Um 6 haben wir Arun, unseren Fahrer getroffen und ausgecheckt. Dann hat es nochmal eine Weile gedauert, weil unser Auto eingeparkt war und die Fahrer der zwei Autos, die hinter unserm standen, erstmal gesucht und geweckt werden musste. Die große Nachricht des Tages war, dass ganz in der Nähe von Jaipur  in der Nacht ein riesiges Feuer in einem Öldepot ausgebrochen ist. Es muss wohl einem Inferno gleichgekommen sein, vielleicht kam die Nachricht ja bis zu euch durch. Es kamen mehrere Menschen ums Leben und man konnte das Feuer nicht löschen. Es hat mehrere Tage gebrannt, bis es ausgebrannt war.</p>
<p>Und dann haben wir wieder mehrer Stunden auf der Straße verbracht, ehe wir in Pushkar angekommen sind. In Pushkar war gerade der weltgrößte Kamelmarkt. Und Pushkar hat einen der wenigen Brahmatempel, wenn nicht den einzigen. Und in Pushkar gibt es drei sehr heilige Seen (die aber gerade ziemlich trocken waren). Wenn man zu Kartika Purnima, dem Vollmond, der jetzt vor ein paar Tagen war, darin badet, dann geht man nach diesem Leben direkt in die Ewigkeit über, ohne wiedergeboren zu werden. Darum ist zu dieser Zeit auch der Pilger- und Touristenstrom dementstprechend. Wir haben wieder die hochkonzentrierte Dosis genommen. Sind in Pushkar vom Auto aufs Kamel umgestiegen, zwei Stunden lang durch Kamelmarkt und Stadt geritten und dann wieder nach Delhi zurückgefahren, ohne im Tümpel gebadet zu haben. Ich habe sehr wohl Lust auf noch ein, zwei Leben. Den Brahmatempel habe ich mich nicht getraut anzuschauen. Ich habe mir vorgenommen, nicht mehr ohne indigen indische Begleitung einen Tempel zu betreten. Weil man als Ausländer nur dumm rumsteht und dann ausgenommen wird. Diese Regel habe ich diese Woche gebrochen und wurde prompt wieder ausgenommen. Dazu später mehr.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-300" title="IMG_3280" src="http://nadiakumar.wordpress.com/files/2009/11/img_3280.jpg?w=300" alt="Kamel und Bea-Mausi" width="300" height="200" />Vom Kamel aus hatten wir einen erhabenen Überblick auf das bunte Treiben unter uns. Zuerst habe ich mich ganz schön blöd gefühlt, man wird von unten so begafft. Aber wir haben schließlich auch gegafft, in die andere Richtung halt. Und dann habe ich mich gleich wieder an damals erinnert, an eines meiner letztes Leben, als ich als Wüstenprinzessin auf dem Kamel reitend mit der Karavane von Palast zu Palast gezogen bin (schließlich ist ein Palast nicht genug).<img class="aligncenter size-medium wp-image-301" title="IMG_5215" src="http://nadiakumar.wordpress.com/files/2009/11/img_5215.jpg?w=300" alt="IMG_5215" width="300" height="200" /></p>
<p>Als unsere Kamel-Zeit abgelaufen war – eigentlich haben sie uns sogar 20 Minuten zu früh abgeworfen, aber wir hatten auch schon alles gesehen – sind wir noch einmal zu Fuß durch die Gassen geschlendert und dann zum Auto zurück. Es war ungefähr 14:30 Uhr, als wir Richtung Delhi zurück aufgebrochen sind. Nachts um elf kamen wir an. Arun hat unterwegs akute Anzeichen von Müdigkeit gezeigt. Wir mussten ihn zwingen, mal Pause zu machen und uns die restliche Fahrt mit ihm unterhalten, damit er nicht einschläft. Aber er hat auch ein paar lustige Geschichten von seinen früheren Erlebnissen mit Touristen erzählt. Er musste sich wohl schon gegen die eine oder andere weibliche Reisebegleitung erheblich zur Wehr setzen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>In Delhi haben wir wieder unser altes Hotel bezogen und haben erstmal viel, viel geschlafen.</p>
<p>Am nächsten Tag haben wir Beas maßgeschneiderten Salvar-Kamiz abgeholt und sind abends noch zur Lightshow des Roten Forts in Delhi. Das hat auch Shah Jahan gebaut, darum sieht es aus, wie alle seine Forts, wir mussten es bei Tageslicht also nicht nochmal sehen. Aber die Licht-und-Sound-Show war wirklich toll. Man saß im Hof wie in einem Hörspiel, in dem die Geschichte des Ortes der letzten 400 Jahre erzählt und mit bunten Lichtspielereien untermalt wurde. Empfehlenswert; falls jemand von euch mal in der Gegend ist&#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schweinefilet in Honig-Senf-Marinade]]></title>
<link>http://dbaezol.wordpress.com/2009/11/05/schweinefilet-in-honig-senf-marinade/</link>
<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 16:41:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniel</dc:creator>
<guid>http://dbaezol.wordpress.com/2009/11/05/schweinefilet-in-honig-senf-marinade/</guid>
<description><![CDATA[Wieder mal wollten wir im Haus gemeinsam Essen, nur was? Beim Einkaufen wurde ich fündig, 3 Schweine]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wieder mal wollten wir im Haus gemeinsam Essen, nur was?<br />
Beim Einkaufen wurde ich fündig, 3 Schweinefilets im Angebot. Natürlich sofort gekauft.<br />
Schnell war auch meinem Nachbarn und mir klar was es dazu geben soll, Karoffeln und Möhren.</p>
<p>3 Schweinefilets für 8 Personen, kein Problem, aber wie bereitet man die zu? Eine so große Pfanne besitze ich nicht.<br />
Wir haben kurzerhand den Entschluss gefasst, die Filets im Backofen zuzubereiten.</p>
<p>Da kam uns die Idee, eine lecker Marinade muss her. Angelehnt an <span style="text-decoration:line-through;">meine</span> unsere lecker Ente, wandelte ich spontan wie ich bin das Rezept ab und kreirte eine Honig-Senf-Marinade.</p>
<p>Zusammenstellung: Eine gute Portion fliessfähiger Honig, ein guter klecks Senf,  Salz,  Pfeffer, Paprika, Knoblauch, ein Schuß Sojasoße.</p>
<p>Anwendung: Die Filets auf den Rost geben und mit der Marinade bepinseln, nach einem Weilchen wenden und wieder bestreichen.</p>
<p>Das Ergebnis: Einfach wahnsinnig leckere Schweinefiltes.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Donnerstag, 29.10.]]></title>
<link>http://nadiakumar.wordpress.com/2009/11/05/donnerstag-29-10/</link>
<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 07:38:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nadia Kumar</dc:creator>
<guid>http://nadiakumar.wordpress.com/2009/11/05/donnerstag-29-10/</guid>
<description><![CDATA[Wir hatten eine 2-Tages-Tour mit Auto und Fahrer und Übernachtung in Jaipur gebucht. Der Fahrer, Aru]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Wir hatten eine 2-Tages-Tour mit Auto und Fahrer und Übernachtung in Jaipur gebucht. Der Fahrer, Arun, kam frühs um halb sieben, damit wir genug Zeit haben. Jaipur ist schließlich ca 4 Stunden von Delhi entfernt. Blöderweise standen wir ziemlich bald im Stau und statt um 11, wie geplant, kamen wir nachmittags erst in Jaipur an. Im japanische-Touristen-Style haben wir angeschaut, was es anzuschauen gab:</p>
<div id="attachment_297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-297" title="IMG_5082" src="http://nadiakumar.wordpress.com/files/2009/11/img_50821.jpg?w=300" alt="IMG_5082" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Amir Fort des Maharajas von Jaipur</p></div>
<p>das alte Fort des Maharajas von Jaipur, den Palast der Winde von draußen fotografiert, dann zum Stadtpalast des neuen Maharajas. Es gibt tatsächlich noch einen. Wenn man viel Geld bezahlt, dann kann man sogar mit ihm zu Abend essen. Hatten wir aber grad keinen Bock drauf. Wir haben uns dafür von einem falschen Künstler namens Heman im palastinternen Kunstmarkt einlullen lassen. Ich habe mich so gut auf Hindi mit ihm unterhalten und er hat uns schöne Bilder gezeigt, an denen er angeblich 2 Wochen gemalt hat, die waren natürlich auch dementsprechend teuer. Wollten wir nicht kaufen. Aber trotzdem hat es uns gefallen, was er so hatte und Bea hat sich eine relativ günstige auf Reispapier gemalte Karte ausgesucht. Irgendwie zufrieden habe wir ihn nach unserem Kauf wieder verlassen. Nach dem Palast war es für alles andere zu spät, aber für das Hotel noch zu früh. Arun hat uns deshalb zu einem Textilfabrikverkauf gebracht. Dort haben wir uns wieder einlullen lassen.</p>
<p>Ich muss ja schon, sagen, das macht schon richtig Spaß, so einzukaufen. Man setzt sich hin, unterhält sich ein wenig mit dem Verkäufer, bekommt einen Tee und dann breiten sie ihre Waren vor einem aus. Man kann alles anfassen und anschauen und vergleichen, während man mitten drin sitzt, in den schönen wertvollen Stoffen. Die Preise schienen dort vernünftig zu sein und Bea hat alles gefunden, was sie sowieso kaufen wollte. Also haben wir uns dort auch als gute Kunden erwiesen. Dann habe wir noch genau dieselbe Karte dort gesehen, die wir im Palast von Henam gekauft haben.  Für ein Viertel des Preises. Und auf meine Frage hin haben sie gesagt, die werden von Kunstschülern in Massenproduktion hergestellt. HENAM! Du Schuft.</p>
<p>Mit jetzt schon gemischteren Gefühlen sind wir ins Hotel, um auch dort festzustellen, dass auf dem Prospekt das schönere, noblere nebenan abgebildet war und dass es an Kleinigkeiten, wie Handtüchern gemangelt hat. Aber es gab warmes Wasser und W-Lan umsonst. Also haben wir wieder nicht geklagt. Das warme Wasser war auch für mich ein ungewohnter Luxus, den ich mich gar nicht zu sehr zu genießen getraut habe.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mittwoch, 28.10.]]></title>
<link>http://nadiakumar.wordpress.com/2009/11/04/mittwoch-28-10/</link>
<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 08:21:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nadia Kumar</dc:creator>
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<description><![CDATA[Am Mittwoch haben wir den halben Tag im Reisebüro verbracht, um Alems Heimfahrticket und unser Heimf]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Am Mittwoch haben wir den halben Tag im Reisebüro verbracht, um Alems Heimfahrticket und unser Heimfahrticket und unsere Rajasthanfahrt klar zu machen. Außerdem haben wir Alem ausgecheckt, er ist am Abend ja dann gefahren. Das haben die natürlich so kompliziert wie möglich gemacht. Aber dann sind wir schleißlich doch noch zur Jama Masjid gekommen. Am Eingang mussten wir pro mitgebrachter Kamera 200 zahlen, aber dafür nicht diese dämlichen bunten, geblümten Plastikkutten tragen, die die anderen Touristen angedreht bekommen haben. Die sahen echt bescheuert aus. Aber wir waren anständig genug gekleidet. <img class="aligncenter size-medium wp-image-289" title="IMG_4983" src="http://nadiakumar.wordpress.com/files/2009/11/img_4983.jpg?w=300" alt="IMG_4983" width="300" height="200" /></p>
<p>Die Jama Masjid ist die größte Moschee Indiens. Sie wurde, wie alles Großartige in der Gegend, von Shah Jahan gebaut, dem größenwahnsinnigen Moghulherrscher, in dessen Harem ich im letzten Leben gelebt habe. Sie ist echt schön und vom Turm hat man einen tollen Blick auf das diesige Delhi. Wegen dem Smog kann man ja nicht so weit sehen, aber es ist trotzdem toll. <img class="aligncenter size-medium wp-image-287" title="IMG_3181" src="http://nadiakumar.wordpress.com/files/2009/11/img_3181.jpg?w=300" alt="IMG_3181" width="300" height="200" /></p>
<p>Hier ist mir das gleiche passiert, wie in Agra, im Taj Mahal (ich habe es noch gar nicht erzählt). Im Taj kamen zwei Jungs auf Alem zu und haben ihn gefragt, ob sie ein Foto von der Madam haben können. Ich dachte, sie meinen die weiße Madam, aber dann haben sie sich abwechselnd neben mich gestellt und ein Handyfoto gemacht. Ich fand das ja total skuril. In der Jama Masjid kamen wieder zwei, aber sie haben gar nicht mehr gefragt. Ich hab nur plötzlich gemerkt, wie einer neben mir stand und der andere sein Handy draufgerichtet hat. Und dann haben sie gewechselt. Ich verstehe nicht so richtig, was das ganze sollte, aber die Version mit fragen fand ich ja doch irgendwie netter. Auch wenn sie Alem gefragt haben und nicht mich. Aber so ist es halt hier. Wenn ein Kerl dabei ist, dann ist er der Chef, egal in welcher Beziehung er steht. Ich habe lange gebraucht, das zu akzeptieren, aber letztlich ist es doch nicht so das übelste. Das habe ich gemerkt, als Alem dann weg war. Wir haben ihn abends in ein Autotuktuk Richtung Bahnhof gesetzt und da standen wir Mädchen nun alleine da. Seit dem lastet die Verantwortung für die Sicherheit und Unterhaltung und Fortbewegung der weißen Madam auf mir und das ist verdammt anstrengend. Wenn man mit einem Ausländer unterwegs ist, hat niemand mehr Respekt vor einem (ihr merkt schon, ich betrachte mich jetzt nicht mehr als Ausländer, seit ich die Taj Mahal Probe bestanden habe). Die Leute sehen nur noch Geldscheine und die wollen sie haben. Das ist traurig aber auch irgendwie verständlich. Und  es ist ja nicht so, dass man nicht gerne mal großzügig ist, aber es sind so viele und alle wollen was abhaben und sie bitten nicht, sie verlangen. Das geht einem echt auf die Nerven.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Passend zum Herbst]]></title>
<link>http://salatliebe.wordpress.com/2009/11/03/passend-zum-herbst/</link>
<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 21:10:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>saskiacb</dc:creator>
<guid>http://salatliebe.wordpress.com/2009/11/03/passend-zum-herbst/</guid>
<description><![CDATA[Salat Nr. Zwei Grüner Salat mit Weintrauben und Walnüssen 500g Eichblattsalat 1 Bund Ruccola 200g bl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Salat Nr. Zwei</p>
<h3>Grüner Salat mit Weintrauben und Walnüssen</h3>
<ul>
<li>500g Eichblattsalat</li>
<li>1 Bund Ruccola</li>
<li>200g blaue Trauben</li>
<li>100g Walnußkerne</li>
<li>1 Tl. französischen Senf (oder anderen sehr milden Senf)</li>
<li>1 ½ El. Zitronensaft</li>
<li>½ El. Balsamico</li>
<li>2 El. Walnußöl</li>
<li>1 El. Olivenöl</li>
<li>Pfeffer und Salz</li>
<li>Zucker</li>
</ul>
<p>Den kleingerupften Salat mit dem ebenfalls etwas zerkleinerten Ruccola vermischen. Die Trauben entkernen und die Walnüsse grob hacken. Aus den restlichen Zutaten eine Soße rühren und über den Salat gießen. Mit den Trauben und den Nüssen garnieren.</p>
<p>Zu diesem Salat machen sich ein Ciabatta oder ein Wurzelbrot gut – dazu ein paar Scheiben Ziegenkäserolle und Feigensenf.</p>
<p>Buon appetito!</p>
<div class="zemanta-pixie" style="margin-top:10px;height:15px;"><a class="zemanta-pixie-a" title="Reblog this post [with Zemanta]" href="http://reblog.zemanta.com/zemified/c932474d-0fb0-4f5c-881d-c826c821e7fb/"><img class="zemanta-pixie-img" style="border:medium none;float:right;" src="http://img.zemanta.com/reblog_e.png?x-id=c932474d-0fb0-4f5c-881d-c826c821e7fb" alt="Reblog this post [with Zemanta]" /></a></div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Dienstag,27.10., Agra]]></title>
<link>http://nadiakumar.wordpress.com/2009/11/03/dienstag27-10-agra/</link>
<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 04:27:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nadia Kumar</dc:creator>
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<description><![CDATA[Am Dienstag sind wir nach Agra gefahren. Was steht da? Jaaa, das Taj Mahal. Wohl DAS Gebäude, das je]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Am Dienstag sind wir nach Agra gefahren. Was steht da? Jaaa, das Taj Mahal. Wohl DAS Gebäude, das jeder mit Indien in Verbindung bringt. Darum war das auch Punkt eins auf der Liste (direkt nach Shoppen:-)</p>
<p>Wir haben den Zug genommen. Taj Express, frühs um sieben. Waren also um halb sieben am Bahnhof und mussten noch Fahrkarten kaufen. Eigentlich hätten sowohl Alem als auch ich es besser wissen müssen, aber hier haben wir uns nicht eine Sekunde drüber Gedanken gemacht, ob wir Tickets und Sitzplätze bekommen.</p>
<p>Am Ticketschalter war eine Schlange, ungefähr 17 km lang. Aber es gab einen Ladys-Schalter. Die Verantwortung des Fahrkartenkaufs ging also von Alem an mich über. In der Frauen-Schlange waren genau 4 Frauen, also eigentlich kein Problem. Aber diese 4 Frauen haben gekämpft wie Tigerinnen, keine hat es der anderen gegönnt, zuerst bedient zu werden. Dazu kamen jene Männer, die drum rum standen und den Frauen ihr Geld entgegengestreckt haben, damit sie ihnen Fahrkarten kaufen. Ich bin mitten rein.  Ich war aber die größte Tigerin (schon wegen meiner Körpergröße) und hatte darum nach einem kurzen Kampf unsere drei Fahrkarten.</p>
<p>Aber das heißt ja noch nix. Denn in indischen Zügen sitzt man nur, wenn auf der Fahrkarte eine Sitzplatznummer steht. Das war bei uns natürlich bei diesem kurz-vor-knapp-Kauf nicht der Fall. Von den Plätzen, wo wir uns hingesetzt hatten wurden wir also weggeschickt, von den nächsten auch, so dass wir am Ende in dem vollen Zug standen. Drei Stunden Fahrt, wäre irgendwie machbar gewesen, aber nicht sehr angenehm. Alem ist losgezogen und hat einen Kalakotvala gesucht, „einen mit einer schwarzen Jacke“. Das sind die Fahrkartenschaffner, jene mit der Liste, auf denen die Reservierungen verzeichnet sind; und Alems beste Freunde. Er hat schon mehr als einmal mit ihnen mauscheln müssen, um einen Platz im Zug zu ergattern. Er hat es also tatsächlich geschafft, dass nach einer Stunde wenigstens die weiße Madam sitzen konnte, und die letzte Stunde saßen wir alle fröhlich nebeneinander. In dem Zug waren viele andere Ausländer. Zum Beispiel eine Frau in einem für Indien viel zu kurzen weißen Kleid. Die hat glaub&#8217; ich die ganze Fahrt über keinen Sitzplatz bekommen.</p>
<p>In Agra angekommen haben wir schlauerweise erst mal die Reservierung für den Rückweg erledigt. Und dann mussten wir uns gegen die auf uns einstürmenden Ricksha- und Taxi- und Guidevalas wehren, die am Bahnhof schon auf dumme Touristen warten. Alem ist souverän vorausgelaufen und Bea und ich hinterher. Ein paar Minuten später hatte er mit einem Taxivala einen vernünftigen Pris für den ganzen Tag ausgemacht. Der hat uns also erst zum Taj Mahal gefahren und versucht unser Vertrauen zu erschleichen, indem er uns vor allen anderen gewarnt hat.</p>
<p>Taj Mahal: Bea hat sich schön brav an der Ausländerschlange angestellt und ich hab wieder am Ladies-Schalter Lokal-Tickets für Alem und mich geholt. Nur für die, die es noch nicht wussten: Ausländer zahlen 750 Rp und Inder 20. Hier als Inder erkannt zu werden war meine nächste Herausforderung.</p>
<div id="attachment_282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 210px"><img class="size-medium wp-image-282" title="IMG_4848" src="http://nadiakumar.wordpress.com/files/2009/11/img_4848.jpg?w=200" alt="so ein dämliches Touristenfoto habe ich natürlich trotzdem mit mir machen lassen" width="200" height="300" /><p class="wp-caption-text">dieses dämliche Touristenfoto habe ich natürlich trotzdem mit mir machen lassen</p></div>
<p>Zur Haupthungerszeit hat unser Fahrer uns natürlich erst zu jenen teuren Restaurants gebracht, mit denen er sein Abkommen hatte. Aber wir haben uns nicht einlullen lassen und sind erst beim dritten geblieben, das mehr nach origininal indisch aussah (von den Leuten und von den Preisen). Bea hats geschmeckt. Sehr zu meiner Freude verspeist sie alles, was ich ihr liefere, mit größtem Appetit und ohne Magenprobleme.</p>
<p>Dann wollten wir uns noch zum Babytaj fahren lassen, von dem wir nur wussten, dass es etwas dieses Namens gibt und dass es auch sehr schön sein soll. Aber der Fahrer hatte noch mehr Abkommen mit anderen Leuten und hat uns zu einem Marmorkunsthandwerkladen gefahren, wo sie kleine Marmornachbildungen des Taj Mahal verkauft haben. Er sagte, das wird Baba Taj genannt und jenes, das wir suchen sei zu weit draußen. Zur Strafe haben wir da nix gekauft, sondern haben uns zum Fort bringen lassen, von dem er uns abgeraten hatte. Idiot.</p>
<p>Das Taj Mahal war natürlich sehr schön und eindrucksvoll. Leider war es total von Touristen – indischen und ausländischen – überlaufen. Und die haben einen absolut nicht feierlichen Lärm gemacht. Besonders drin, wo der Sarg des Königspaares steht, ist mir mal wieder aufgefallen, dass es für Inder jenen heiligen Bereich nicht gibt, den manche Religionswissenschaftler als essentiell für religiöse Sphären betrachten. Bilkul nahi.</p>
<p>Viel mehr beeindruckt hat mich aber das Rote Fort, also der Agra-Palast von Taj-Erbauer Shah Jahan (der hat überall, wo er mal war, ein solches Riesenteil hingestellt. Ich habe jetzt insgesamt drei seiner Paläste gesehen). Ich habe mich sofort an mein letztes Leben als orientalische Prinzessin erinnert und mich wie daheim gefühlt. Es ist wirklich schön. Wer von euch da mal hingehen sollte: das Fort nicht unterschätzen!!! Es steht viel zu sehr im Schatten des Taj Mahal.</p>
<p>Die Heimfahrt verlief angenehm auf reservierten Plätzen. Bea hat sich mit der Frau im weißen Kleid unterhalten, die auch wieder da war und jetzt neben ihr saß. Sie haben sich gegenseitig ihre Touristen-in Indien-Erfahrungen erzählt und Bea konnte sich ein wenig mit ihren eigenen „lokal guides“ brüsten.</p>
<p>Und wieder einmal waren alle glücklich und zufrieden.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nachtrag I]]></title>
<link>http://nadiakumar.wordpress.com/2009/11/02/nachtrag-i/</link>
<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 13:17:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nadia Kumar</dc:creator>
<guid>http://nadiakumar.wordpress.com/2009/11/02/nachtrag-i/</guid>
<description><![CDATA[So. update. Wo waren wir. Von vorne am Besten. Am vorletzten Samstag Abend bin ich ja mit Alem in De]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->So. update. Wo waren wir.</p>
<p>Von vorne am Besten.</p>
<p>Am vorletzten Samstag Abend bin ich ja mit Alem in Delhi angekommen. Wir haben kurzfristig entschieden, dass er mitkommt, schließlich war ich ihm ja noch eine gemeinsame Reise schuldig. Und es war sehr angenehm, dass ich nicht alleine war. Schließlich ist Delhi für mich auch neues Terrain. Und die Verwandten hatten diesmal auch keine Zeit für mich.</p>
<p>Wir haben also schon mal das Hotel bezogen und die Gegend abgecheckt. Das Hotel hat Guptaji reserviert, es ist das gleiche, in dem er auch immer absteigt, wenn er in Delhi unterwegs ist. Ich hatte eigentlich den Onkel beauftragt, aber der hat es nicht geschafft in einer einigermaßen angenehmen Preisklasse was aufzutreiben.</p>
<p>Alem hatte ja aus Afghanistan eine Klamotte (ein traditionelles Gewand) für mich bestellt. Die hat er jetzt schon seit Wochen bei sich zuhause gehabt. Und wie wir da zusammen in dem Hotelzimmer waren, hielt er es wohl für den richtigen Moment für die Übergabe.</p>
<p>Das Teil ist total toll. Um nicht zu sagen wunderschön. Es ist mit kleinen Perlen bestickt und mit Spiegeln behangen, sauschwer. Leiderleiderleider fällt mir nicht eine Gelegenheit ein, bei der ich das anziehen könnte.<img class="aligncenter size-medium wp-image-277" title="IMG_3024" src="http://nadiakumar.wordpress.com/files/2009/11/img_3024.jpg?w=300" alt="IMG_3024" width="300" height="200" /></p>
<p>Am Sonntag waren wir auch im Touribüro und haben uns schon mal angeschaut, was man so machen kann. Die haben aber vor allem diese teuren, privaten Touren in die Umgebung vertrieben, wie ich sie ja dann tatsächlich mit Bea nach Rajasthan gemacht habe. Erstmal war für uns aber nix interessantes dabei. Und dann sind wir zum Flughafen. In Delhi fährt man eher mit 3wheeler, also den Autorickshas; allein schon, weil die Entfernungen immer viel weiter sind, als in Allahabad.</p>
<p>Wir sind also per Autoricksha zum Flughafen gefahren und haben dort auf die Ankunft von Bea-Mausi gewartet. Und glaubt es oder nicht: am Delhi International Airport muss man für den Arrival-Bereich, wo man Ankommende abholt, Eintritt zahlen. 80 Rupien pro Person. Drecksw&#8230;</p>
<p>Als wir so die Ankommenden begutachtet haben, kam doch tatsächlich ein Freund von Alems kleinem Bruder durch die Sicherheitskontrolle. Aber bis Alem sich von seiner Überraschung erholt hatte und ihm hinterher rennen konnte, war der schon weg.</p>
<p>Und dann kam die Mausi, ihre Winterjacke noch über dem Arm hängend. Nur so zur Information: hier ist es jetzt auch Winter und die Inder packen ihre Wollschals und Wollpullis aus. Aber es sind nun mal immernoch ca. 28 Grad und für unsereiner super angenehmes Wetter.</p>
<p>Mit der Mausi sind wir also zum Hotel zurückgefahren und abends afghanisch essen gegangen. Mehr war vom Sonntag auch gar nicht übrig.</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Es wurde nochmal kompliziert, weil Alem in ein Einzelzimmer umgezogen ist, Bea zu mir kam, unser Zimmer aber auf seinen Namen lief und sie das neue Zimmer jetzt auf Beas Namen geschrieben haben. Das wurde wieder interessant, als Alem ausgecheckt hat und dann nochmal, als Bea und ich auch abgereist sind. Dazu später mehr.</p>
<p>Am Montag waren wir erst mal shoppen. In Delhi gibt es einen unterirdischen Bazaar, der ist beim Connough Place, falls es jemand bei Google Maps nachsehen will. Dort sind lauter kleine Läden in indischem Stil. Ein gewiefter ladenvala hat uns in seinen Laden gelockt. Dort haben wir Kaffee bekommen und uns seine Waren zeigen lassen. Bea hat schließlich 2 Kashmir-Pashmina-Shals gekauft und sich ein Salvar-Kamiz-Dress schneidern lassen. Und ich hab die Verhandlungen übernommen. Der Ladenvala konnte sehr gut English, aber er hat mir den Gefallen getan, mit mit auf Hindi zu verhandeln und mir das Gefühl gegeben, dass er sich darüber freut. Und dass ich tatsächlich gute Preise rausgeschlagen habe. Denn natürlich sind die Preise sehr viel höher, wenn jemand dabei ist, der so weiß ist, wie die Bea-Mausi. Am Ende waren also alle zufrieden. Bea dachte, sie hat günstig tolle Sachen eingekauft, der Ladenvala dachte, er hat ein gutes Geschäft gemacht (weil wir letztlich ja doch echt viel Geld dagelassen haben) und ich habe mich gefreut, dass mein Hindi schon so weit reicht, dass ich solche Geschäfte führen kann.</p>
<p>Dann sind wir noch zum India Gate, was aufmerksame Blogleser ja schon kennen. Außerdem wollten wir die Jama Masjid noch mitnehmen, die größte Moschee Indiens.</p>
<p>Dummerweise haben wir einen Rickshavala erwischt, der ein Abkommen mit einem anderen Laden hatte. Er hat uns also zuerst dort vorbei gefahren und dafür einen Liter Benzin und einen Chai spendiert bekommen. Und die Mausi hat sich dort auch tatsächlich noch schönen Silberschmuck gekauft. Als wir dann zur Masjid kamen, hat die aber gerade für das Abendgebet zugemacht, wir konnten also nicht mehr kucken.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lieber Senf auf dem Trikot als Decke auf den Beinen]]></title>
<link>http://vertig0.wordpress.com/2009/10/29/lieber-senf-auf-dem-trikot-als-decke-auf-den-beinen/</link>
<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 11:40:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>vertig0</dc:creator>
<guid>http://vertig0.wordpress.com/2009/10/29/lieber-senf-auf-dem-trikot-als-decke-auf-den-beinen/</guid>
<description><![CDATA[Heute über einen netten Bericht gestolpert. Fussball im Logenbereich: Loge,ne feine Sache,Essen und ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Heute über einen netten Bericht gestolpert. Fussball im Logenbereich: Loge,ne feine Sache,Essen und ]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mustard in Germany - ABB ]]></title>
<link>http://surfingmustard.wordpress.com/2009/10/27/mustard-in-dusseldorf-iii-abb/</link>
<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 16:41:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>iandimustard</dc:creator>
<guid>http://surfingmustard.wordpress.com/2009/10/27/mustard-in-dusseldorf-iii-abb/</guid>
<description><![CDATA[The German Mustard (Mostert) ABB brand originated in 1726 in the Mustard loving capitol of Düsseldor]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>The German Mustard (Mostert) ABB brand originated in 1726 in the Mustard loving capitol of Düsseldorf. The local goods store that stocks it looks like the original.  ABB stands for Albert Bernhard Bergrath. They call it a &#8216;mostert&#8217;, which is differentiated from a &#8217;senf&#8217; by the usage of Wine-grape-juice (traubenmost) instead of vinager. Post WWI this process was altered to use grape wine vinegar extract.</p>
<p>http://www.duesseldorf-altstadt.net/htm/duesseldorfer_abb_senf.htm</p>
<p>http://de.wikipedia.org/wiki/Traubenmost</p>
<p>I have yet to try this one, so will amend this post with comments thereafter.</p>
<div id="attachment_12" class="wp-caption alignleft" style="width: 269px"><img class="size-medium wp-image-12" title="abb_mostert" src="http://surfingmustard.wordpress.com/files/2009/10/abb_mostert.jpg?w=259" alt="ABB Mostert" width="259" height="300" /><p class="wp-caption-text">Albert Bernhard Bergrath Mustard</p></div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mustard in Germany- Löwensenf]]></title>
<link>http://surfingmustard.wordpress.com/2009/10/27/mustard-in-dusseldorf-ii/</link>
<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 16:19:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>iandimustard</dc:creator>
<guid>http://surfingmustard.wordpress.com/2009/10/27/mustard-in-dusseldorf-ii/</guid>
<description><![CDATA[Löwensenf appears to have been started in 1903 in Metz Germany (now part of France), and moved to Dü]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Löwensenf appears to have been started in 1903 in Metz Germany (now part of France), and moved to Düsseldorf around 1920. Headquarters and production remain there, and the original recipe has not changed since the move.</p>
<p>History and Sales:</p>
<p>http://www.loewensenf.de/2_loewensenf/1_geschichte/index.php</p>
<div id="attachment_23" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-23" title="lowen senf 2" src="http://surfingmustard.wordpress.com/files/2009/10/lowen-senf-2.jpg?w=300" alt="lowen senf 2" width="300" height="171" /><p class="wp-caption-text">löwensenf</p></div>
<p>&#160;</p>
<div id="attachment_7" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-7" title="löwensenf" src="http://surfingmustard.wordpress.com/files/2009/10/lowensenf.jpg?w=300" alt="Löwensenf Düsseldorf" width="300" height="205" /><p class="wp-caption-text">Löwensenf Düsseldorf</p></div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mustard in Germany: Düsseldorf]]></title>
<link>http://surfingmustard.wordpress.com/2009/10/27/mustard-in-dusseldorf/</link>
<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 16:04:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>iandimustard</dc:creator>
<guid>http://surfingmustard.wordpress.com/2009/10/27/mustard-in-dusseldorf/</guid>
<description><![CDATA[White Label Mustard with a sharp bite. I can&#8217;t be certain about this one, but it appears to be]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>White Label Mustard with a sharp bite. I can&#8217;t be certain about this one, but it appears to be an Aldi white label brand. Much as I&#8217;m not into buying from mega food producers, this mustard is exceptional and comes in the classic toothpaste tube to confuse your travel-mates &#60;keep it in you bath kit&#62;</p>
<p>Düsseldorf is looking like a Senf HQ for Germany, Should have a category of its own, no?</p>
<dl>
<dt><img title="echt_dusseldorfer_senf" src="../files/2009/10/echt_dusseldorfer_senf1.jpg?w=300" alt="Echt Dusseldorfer Senf" width="300" height="225" /></dt>
</dl>
</div>]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
