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	<title>sinn-volles-leben &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "sinn-volles-leben"</description>
	<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 17:01:07 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Wie versprochen...]]></title>
<link>http://maxmachtabi.wordpress.com/2008/03/08/wie-versprochen/</link>
<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 19:14:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>Max</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich hatte gestern ja versprochen, noch den Bericht zu den Besinnungstagen und natürlich zur gestrige]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich hatte gestern ja versprochen, noch den Bericht zu den Besinnungstagen und natürlich zur gestrigen Theateraufführung nachzureichen. Here we go!</p>
<p>Die Orientierungstage standen dieses Jahr eindeutig unter dem Motto &#8220;Ein Jahrgang wird zum Schaf&#8221; oder &#8220;Mit angezogener Handbremse&#8221;. Im Vorfeld wurden wir von zahlreichen Lehrern gewarnt, es bloß nicht so ausarten zu lassen wie im vorigen Jahr. Die sofortige Abreise auf eigene Kosten und der mit Sicherheit noch unangenehmere Ausschluss von allen Schulfahrten wurden angedroht und wir nahmen das Ganze auch ziemlich ernst &#8211; wir hatten ja gesehen, dass die Streichung der Schulfahrten schon im letzten Jahr durchgesetzt wurde und hatten da verhältnismäßig wenig Bock drauf. (Und ganz ehrlich: Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass es der verzweifelte Versuch war, allen Lehrern zu zeigen, dass wir nicht die sind, für die wir gehalten werden.) Also ging es sehr piano zu, geschätzte 5-10% der Leute hatten Alkohol dabei, die große Masse aber nicht.<br />
Ich selbst habe auch lediglich Apfelschorle und Cola eingepackt und an den beiden Abenden auch insgesamt nur zwei Biere konsumiert &#8211; die richtige Feierlaune kam nämlich zumindest bei mir irgendwie nicht auf. Es war alles ganz nett, ich habe die zwei Tage mit all den anderen Leuten genossen &#8211; aber es war eben keine echte Party.<br />
Noch am Ankunftstag haben wir mit den Workshops angefangen. Ich war beim Thema &#8220;SINN-volles Leben&#8221; gelandet, der Titel stellte sich jedoch als etwas irreführend heraus. Wir haben uns mit Werten und Perspektiven beschäftigt, aber eben nicht mit der philosophischen Frage nach dem Sinn des Lebens. Geleitet wurde die Veranstaltung von der süßen Deutsch/Englisch-Studentin Nina, dem Ex-Diskobesitzer Stefan und dem etwas zurückhaltenden Benni &#8211; drei absolut geniale Menschen, allesamt liebenswert und einfach cool drauf. Ich sollte noch erwähnen, dass die Drei sich absolut ergänzt haben: Stefan hat viel mitdiskutiert und hat sich immer wieder aktiv eingebracht, Nina hat den Überblick über die Organisation gehabt und Benni war der Ruhepol, der gut zuhören konnte.<br />
Der Workshop war ein Wechsel aus Spielen (von okayen Dingern wie dem Schreispiel bis hin zu geilen Geschichten wie der Kissenjagd oder der Herbergssuche) und Diskussionsrunden. Vor allem als wir in Kleingruppen darüber reden sollten, was wir tun würden, wenn wir nur noch eine Woche zu leben hätten, entstand eine sehr fruchtbare Unterhaltung mit Melly, Anne Wissner, Helena und Felix W.. Vor allem bei letzterem hatte ich irgendwie erwartet, dass er sich nicht so perfekt in die Runde einfügen würde, wie er es tat. Alle Extravaganzen waren auf einmal vom Tisch, Felix hörte zu und sagte sehr kluge Sachen. Hat mir wirklich viel Spaß gemacht! Wunderbar war auch, dass mit dem Resultat dieser Gruppenarbeit, dem Plakat, alle zufrieden waren. Wir hatten es binnen einer halben Stunde geschafft, uns als Gruppe zu finden, vertrauensvoll über ein verhältnismäßig intimes Thema zu reden, uns zu einigen und das Ergebnis dieser Einigung mit Unterstützung von Fotos aufzubereiten. Genau gleich verlief es bei der anschließenden Diskussion um unsere fünf wichtigsten Werte. Gleiche Gruppe und wieder waren alle mit dem Ergebnis zufrieden. Mein persönliches Highlight: Die gemeinsame Einigung, Ehrlichkeit nicht zu den fünf wichtigsten Werten zu zählen &#8211; und das anschließende Geständnis aller, dass sie genau das von vornherein dachten, aber davon ausgingen, dass es alle anderen dazuzählen würden.<br />
Abschließend kann ich nur sagen, dass ich den Workshop wirklich sehr genossen habe, einerseits wegen der Zusammenstellung unserer Gruppe und der Leiter, andererseits auch wegen des Programms an sich, das wirklich ansprechend gestaltet wurde. Am liebsten hätte ich noch einen Tag mit Melly, Anne, Helena und Felix weiter über das Thema gesprochen, so konstruktiv und produktiv und klug und inspirierend war das.<br />
Die Abende auf Feuerstein waren eine seltsame Mischung aus Auf-dem-Zimmer-sitzen-und-mit-den-anderen-quatschen, in der Burgkneipe rumhängen und Bier trinken (wie gesagt, bei mir blieb&#8217;s bei zweien am ersten Abend) und der ein oder anderen gepflegten Partie Billard. Irgendwie war die Burg extrem verwirrend und Irrgarten-ähnlich angelegt, es gab keinen festen Sammelpunkt und irgendwie verteilten sich alle über das gesamte Haus.<br />
So viel also den Besinnungstagen, die wirklich mit einem sehr schönen Programm aufwarten konnten.</p>
<p>Zum Theater gestern zwei Worte: Geht besser.<br />
Im Nachhinein besonders spannend: die eigene Aufgeregtheit. Von unglaublicher Anspannung kurz vor Einlass bis zu absoluter Ruhe als ich vor dem Beginn des Stücks alleine hinter der Bühne stand und das Publikum hörte. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so verhalten würde &#8211; aber lieber so als andersherum.<br />
Aber zur Aufführung selbst: Unser kleiner Akrobatik-Prolog hat trotz ungeheuer laut schlagendem Herzen wunderbar funktioniert, war auf den Punkt gespielt und ohne Pannen. Und als dann auch noch der Beginn des ersten Akts nur so flutschte, freute ich mich schon auf einen wundervollen Abend mit einer von vorne bis hinten perfekten Aufführung. Der Wind sollte sich jedoch drehen und im Verlauf des ersten Akts schlichen sich immer wieder kleinere Fehler ein, es gab Hänger im Text und Auslassungen. Konkrete Schuldige waren nicht auszumachen und auch unsere Souffleuse konnte nicht mehr viel bewegen, da alle Darsteller ihren jeweiligen Text schon gesagt hat und sich erst danach verhedderten. Im Lauf des zweiten Akts wurde es endgültig zur Katastrophe, die Fehler häuften sich und wir hatten ernste Bedenken, wie der Abend enden würde. Besonders hervorzuheben die Verfolgungsjagd zwischen Max, Effe und mir am Ende des zweiten Akts: bei den Proben hatte sie stets geklappt, jetzt verlor Max den Fächer auf der Bühne und beim Versuch, ihn wieder an sich zu nehmen (während Effe und ich ziemlich geistesgegenwärtig reagierten und zu retten versuchten, was zu retten war), auch noch seine Schuhsohle.<br />
In der Pause dann das Aufeinandertreffen der Meinungen: Wir Darsteller zerknirscht, die Stimmung im Publikum ausgezeichnet, wenn man unseren &#8220;Außenposten&#8221; glauben durfte. Irgendwie gelang es uns dann doch noch, unsere Verzweiflung in Mut umzuwandeln. Auf einmal hatten wir nichts mehr zu verlieren, während wir gleichzeitig absolut konzentriert waren. Der dritte Akt ging dementsprechend nahezu perfekt über die Bühne, so gut haben wir ihn zuvor eigentlich nicht gespielt (obwohl ich immer noch ein kleines bisschen traurig war, dass Andi mein Stichwort überging und ich ohne persönlichen Schluss-Gag von der Bühne musste). Das Publikum applaudierte laut, aber zwei Mal zu früh. Einmal wollte es die Statue ignorieren, die sich noch hoffnungsvoll in Richtung Bühnenrand aufgemacht hatte, beim anderen Mal verzögerte es durch das Applaudieren Flos finalen Einsatz und musste schließlich durch massiven Einsatz der Soundanlage dazu gebracht werden, abrupt aufzuhören und doch noch einen weiteren, aber diesmal geplanten Schluss zu erleben.<br />
Etwas schade war allerdings, dass die Zuschauer mit der Statuen-Damaris in absoluter Top-Form nichts anfangen konnte. Es schien, als habe man vorher verbreitet, man dürfe bei ihren Auftritten keinesfalls lachen. Damaris tobte auf der Bühne auf und ab und spielte so exakt wie noch nie zuvor, wir alle lachten uns hinter der Bühne kaputt und im Publikum: Totenstille. Wahrscheinlich dachte man, dass sie sich ernstlich müht und nicht, dass sie absolut überkandidelt und ironisiert ist. Schade irgendwo, die Statue war nämlich irgendwie mein Highlight der Premiere&#8230;<br />
Absolut unbeschreiblich war für mich das Gefühl, als der Prolog gut über die Bühne ging und das Stück anfing. So was Elektrisierendes habe ich noch nie erlebt&#8230;<br />
Ach ja: Nachher wurde natürlich noch etwas gefeiert, ich bin um kurz nach 23 Uhr aber aufgebrochen (eine ganze Reihe Leute saß noch herum und trank Sekt-Reste), um am nächsten Morgen bei der Wasserwacht fit zu sein. Beim Heimfahren dann noch mal ein absolut genialer Moment: Ich biege gerade ab nach Lonnerstadt, da spielt das Radio auf einmal &#8220;Ti amo&#8221; &#8211; und ich werde absolut ruhig und rundum zufrieden. Als ich dann vor unserem Haus stehe, läuft das Lied immer noch. Ich schalte den Motor aus, das Licht ebenso und schaue mir den dunklen Nachthimmel an. Ein Moment, den ich nie vergessen werde, ruhig und zufrieden im Auto mit diesem Lied.<br />
Aber Schluss jetzt, für Sonntag bleibt nur die Parole: Wir können&#8217;s besser!</p>
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