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	<title>sinnfragen &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/sinnfragen/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "sinnfragen"</description>
	<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 09:01:57 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Sinnfragen zu Selbst- und Zeitmanagement]]></title>
<link>http://petraschuseil.wordpress.com/2009/02/16/sinnfragen-zu-selbst-und-zeitmanagement/</link>
<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 03:35:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>petraschuseil</dc:creator>
<guid>http://petraschuseil.wordpress.com/2009/02/16/sinnfragen-zu-selbst-und-zeitmanagement/</guid>
<description><![CDATA[Was ist zuviel? Für was fehlt Zeit? Was beansprucht zuviel/die meiste Zeit? Was bleibt liegen? Was b]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><ul style="margin-top:0;" type="disc">
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was ist zuviel?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Für was fehlt Zeit?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was beansprucht zuviel/die meiste Zeit?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was bleibt liegen?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was braucht mehr Zeit?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Wo stecken die Zeitkiller?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was wird verschoben?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was kommt zu kurz?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was ist das Gute an der derzeitigen Situation / dem Stress /<br />
dem Zeitdruck?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was wird dadurch gemieden?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was, wenn mehr Zeit wäre?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Vor was drücke ich mich?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was ist zeit-raubend?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was wäre zeit-sparend?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was ist zeit-intensiv?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was kann sofort abgestellt werden?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was wäre jetzt sofort die sinnvollste Änderung / Zeitersparnis?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was kann delegiert werden?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was ist am dringlichsten / dringensten?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was ist wichtig / am wichtigsten?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was ist nicht wichtig und nicht dringend?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Was ist wichtig und findet keine Beachtung?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Wozu ist das gut?</span></span></span></li>
<li class="MsoNormal"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Sind Beruf- und Privatleben zeitlich in Balance?</span></span></span></li>
</ul>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS;">Welche Frage spricht Sie am meisten an? Welche Frage läßt Sie &#8220;aufhorchen&#8221;, nachdenklich werden, bei welcher Frage werden Sie ganz ruhig?</span></span></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Jugendliche und Spiritualität]]></title>
<link>http://youththeology.wordpress.com/2009/02/13/jugendliche-und-spiritualitat/</link>
<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 13:47:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>sofa111</dc:creator>
<guid>http://youththeology.wordpress.com/2009/02/13/jugendliche-und-spiritualitat/</guid>
<description><![CDATA[In der Evangelisch-reformierten Zeitung für die deutsche und rätoromanische Schweiz &#8220;reformier]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>In der Evangelisch-reformierten Zeitung für die deutsche und rätoromanische Schweiz <a title="Homepage reformiert. Regionalausgabe Zürich" href="http://www.reformiert.info/region-zuerich/index.html" target="_blank">&#8220;reformiert.&#8221; </a>ist heute ein Dossier erschienen mit dem Titel: &#8220;Suche nach Sinn &#8211; Jugendliche und Spiritualität&#8221;.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-117" title="jugendspiritualitat3" src="http://youththeology.wordpress.com/files/2009/02/jugendspiritualitat3.jpg?w=300" alt="jugendspiritualitat3" width="300" height="253" />Darin zu finden sind <a href="http://www.reformiert.info/artikel_5544.html" target="_blank">drei Portraits von jungen Erwachsenen</a>, die sich stark mit religiösen Fragen beschäftigen, und ein <a href="http://http://www.reformiert.info/artikel_5546.html" target="_blank">Interview mit Thomas Schaufelberger</a>, das eine neue Ära der kirchlichen Jugendarbeit skizziert.</p>
<p>Hier das Interview:</p>
<p><strong>«In der kirchlichen Jugendarbeit kommt eine neue Ära in Sicht»</strong></p>
<p><strong><em>Kirche und Jugend/</em> </strong>Junge Erwachsene sind heute ernsthafter als früher am Suchen nach Lebensinhalt, sagt Pfarrer Thomas Schaufelberger aus Stäfa. Seine Vision: Die Kirche soll den Jungen die Infrastruktur zur Verfügung stellen, damit sie selbstständig eine neue Form von Religion leben können.</p>
<p><!--more--><strong>Herr Schaufelberger, was bewegt junge Erwachsene heute auf ihrer spirituellen Suche? </strong></p>
<p>Ich erlebe es so, dass sie stark interessiert sind an Ernsthaftigkeit und Tiefgang. Sie wollen dem, was sie antreibt, wirklich auf den Grund gehen.<img class="alignright size-medium wp-image-118" title="thomas-schaufelberger" src="http://youththeology.wordpress.com/files/2009/02/thomas-schaufelberger.jpg?w=182" alt="thomas-schaufelberger" width="182" height="300" /></p>
<p><strong>Sie meinen mehr, als es Junge früher taten?</strong></p>
<p>Ich kann nur von den Jungen sprechen, mit denen ich arbeite. Und ich habe auch keinen jahrzehntelangen Überblick über die kirchliche Jugendarbeit. Aber ich staune immer wieder über den Willen von jungen Erwachsenen, sich nicht zufriedenzugeben mit dem, was sie sehen. Sie durchschauen beispielsweise klar, wie hohl unser Wirtschaftssystem ist. Ich denke schon, dass Junge heute ernsthafter nach Lebensinhalt suchen als früher.</p>
<p><strong>Aber sie suchen nicht unbedingt die Kirche. </strong></p>
<p>Nein, sie suchen ihr Eigenes, das, was sie im Kern ausmacht. Sie sind weder in einem speziell engen Sinn fromm, noch haben sie ein besonders grosses Herz für die Landeskirche. Ich glaube, dass in der Jugendarbeit eine neue Ära in Sicht kommt.</p>
<p><strong>Was für eine neue Ära meinen Sie? </strong></p>
<p>Der Theologe Ernst Tröltsch beschrieb 1912, dass Religion im Lauf der Geschichte in drei Typen vorkam. Der eine Typus, die «Sekte», ist eine abgeschlossene Gemeinschaft, bei der klar ist, wer dazugehört und wer nicht. Diesem entsprechen meist die Freikirchen. Die Landeskirche dagegen entspricht dem Typus der «Anstalt»: Hier gehört man von Geburt an zu einer Institution, egal, was man denkt, und man bleibt dabei, sei es aus Überzeugung oder Bequemlichkeit. Tröltsch sprach davon, dass es noch eine dritte Form von Religion geben muss. Ich denke, dass diese neue Form am Entstehen ist.</p>
<p><strong>An was für eine Form denken Sie? </strong></p>
<p>An eine eher selbstorganisierte Form von Religion, die nicht von oben hierarchisch gesteuert werden kann. Wir sollten Jugendlichen und jungen Erwachsenen die kirchliche Infrastruktur zu Verfügung stellen, damit sie ihr ganz Eigenes gestalten können.</p>
<p><strong>Lassen Sie in Stäfa schon Versuchsballone für diese neue Form von Jugendarbeit steigen? </strong></p>
<p>Wie die neue Form endgültig aussehen wird, weiss ich selbst auch nicht. Aber ich denke, dass unsere Angebote in Stäfa ein bisschen in die neue Richtung gehen. Wir wollen Jugendlichen und jungen Erwachsenen laut Jugendkonzept Räume anbieten, um Visionen für ihr eigenes Leben zu finden.</p>
<p><strong>Was heisst das konkret? </strong></p>
<p>Verschiedene Anlässe werden von Jungen für Junge gestaltet, so der «sofa»-Gottesdienst und der Event «Die Nacht». Als Pfarrer habe ich im Vorbereitungsteam lediglich eine moderierende Funktion. Was im Gottesdienst passiert, bestimmen die jungen Erwachsenen. Dabei entstehen sehr berührende Dinge.</p>
<p><strong>Können Sie ein Beispiel nennen? </strong></p>
<p>Im letzten «sofa»-Gottesdienst hat ein Jugendlicher ein Eingangsgebet in Form eines Slam-Poetry-Textes vorgetragen. Es ging um die Themen Geld, Verantwortung übernehmen, Erwachsenwerden und doch die Träume fürs Leben erhalten. Es kam eine ungeheure Intensität zum Ausdruck. Mir ist es ein grosses Anliegen, dass Junge sich selbst und ihre Werte auf solche Weise erforschen und ausprobieren können.</p>
<p><strong>Sie wollen Jugendliche also nicht im engen Sinn «zum Glauben führen»? </strong></p>
<p>Ich bin überzeugt, dass die Landeskirche mit Jugendlichen anders umgehen muss, als es Freikirchen manchmal tun. Unsere Theologie verbietet uns, Junge zu manipulieren. Unser Ziel kann nicht sein, dass alle dasselbe glauben.</p>
<p><strong>Welches ist Ihr Ansatz? </strong></p>
<p>Mein wichtigster theologischer Ausgangspunkt ist das Verhalten, das Jesus anderen Menschen gegenüber an den Tag legte. Ich finde in der Bibel keine einzige Geschichte, in der Jesus einen Menschen zu etwas zwingt, das nicht zu ihm gehört. Den «Besessenen» im Lukasevangelium (Luk. 8, 30) fragt Jesus als Erstes nach dem Namen. Das heisst für mich: Er will ernsthaft wissen, wer dieser Mensch ist.</p>
<p><strong>Und diese Haltung versuchen Sie den Jugendlichen entgegenzubringen</strong>?</p>
<p>Ja. Gleichzeitig will ich ihnen eine christliche Perspektive anbieten zur Frage nach dem Sinn des Lebens. Ich arbeite viel mit biblischen Geschichten. Ziel ist es, dass die Jungen Zusammenhänge sehen zwischen der biblischen Geschichte und sich selbst und so biblische Fäden in ihre eigene Lebensgeschichte hineinzuweben beginnen.</p>
<p><strong>Das klingt gut. Gelingt es auch? </strong></p>
<p>Bei den einen gibt es mehr solche biblische Fäden, bei den anderen weniger. Damit müssen wir leben. Ich glaube, dass sich die offene Theologie der Landeskirche auch auf ihre Struktur auswirkt: Sie kann und soll Junge nicht so eng anbinden, wie es die Freikirchen manchmal tun.</p>
<p><strong>Sondern ihnen Räume für ihr Eigenes anbieten? </strong></p>
<p>Ja. Ich hoffe sehr, dass die Landeskirche diese Entwicklung nicht aus Angst verpasst.</p>
<p><em>Thomas Schaufelberger, 41, ist reformierter Pfarrer in Stäfa. Er engagiert sich seit vielen Jahren in der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. </em></p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Hier die drei Portraits:</span></p>
<p><strong>Suche nach Sinn</strong></p>
<p><strong><em>Spiritualität von Jugendlichen/</em> Was glauben junge Erwachsene? Welche Gedanken machen sie sich über den Sinn des Lebens und über Gott? Drei junge Erwachsene, die sich stark mit religiösen Fragen beschäftigen, erzählen. Und Pfarrer Thomas Schaufelberger berichtet von seinen Beobachtungen in der kirchlichen Jugendarbeit.</strong></p>
<p><strong>Kathrin Binder, 18, Fachmittelschülerin</strong></p>
<p><strong>Austausch.</strong> «Ich diskutiere gerne und viel mit anderen Menschen. Über Themen<strong>,</strong> die mich interessieren, über das Leben und auch über den Glauben. Es ist wie in der Schule: Erst, wenn du einen Stoff jemand anderem erklärst, merkst du, dass du ihn selbst nicht richtig verstanden hast. Im Austausch mit anderen lerne ich mich besser kennen.</p>
<p><strong>Befreiend.</strong> Ich finde immer jemanden, mit dem ich über Glaubensfragen diskutieren kann. Natürlich sage ich nicht: ‹Hallo, ich will mit dir über den christlichen Glauben sprechen.› Es ergibt sich vielmehr aus ganz normalen Gesprächen. Zum Beispiel in der Winterthurer Jugendkirche, wo ich mich im Vorbereitungsteam für die Gottesdienste engagiere. Manchmal lachen wir dort drei Stunden nur herum, manchmal haben wir tief gehende Diskussionen. Allerdings sind dort alle etwas älter als ich. Fast häufiger rede ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen in der Fachmittelschule, wo ich die letzte Klasse besuche. Oder beim Klettern, meinem wichtigsten Hobby. Klettern ist eine Art Befreiung für mich, ich kann meine Energie rauslassen.</p>
<p><strong>Zweifel.</strong> Ein Gottesdienst dagegen spricht das Geistige an. Ich fühle mich danach ruhiger und ausgeglichener. Gott ist für mich so etwas wie ein guter Geist, der mich umgibt. Wenn es mir schlecht geht, habe ich das Gefühl, dass mich etwas trägt. Manchmal weiss ich allerdings nicht, ob ich mir das nur einbilde. Vielleicht gehen diese Zweifel irgendwann weg, wenn meine Überzeugungen gefestigter sind? Auch in den Diskussionen mit anderen komme ich manchmal ins Zweifeln. Ich rede ab und zu mit Jugendlichen aus Freikirchen, die recht extrem sind im Glauben. Sie haben mir auch schon vorgeworfen, ich sei keine rechte Christin, weil ich glaube, dass alle Religionen wahr sind und nicht nur das Christentum. Ein solcher Vorwurf macht mir schon etwas zu schaffen. Ich frage mich dann: Haben die vielleicht recht und ich liege falsch, weil ich immer alles versöhnen will?</p>
<p><strong>Eingebettet.</strong> Doch ich wehre mich auch. Ich bin nicht eine, die es allen recht machen will. Allgemein liegt mir allerdings schon viel daran, dass es den Menschen, die um mich herum leben, gut geht. Ich fühle mich eingebettet unter meinen Kolleginnen und Kollegen. Nach dem Schulabschluss im kommenden Sommer möchte ich einen halbjährigen Sozialeinsatz in Ghana, Indien oder Malaysia machen. Danach beginne ich die Ausbildung zur Pflegefachfrau. Das ist ein extrem vielseitiger Beruf. Und man hat Einblicke in ganz verschiedene Leben; ich denke das hilft, das eigene Leben einzuordnen.»</p>
<h2>Andreas Ziegler, 20, Elektroniker (Stäfa)</h2>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-119" title="andy-ziegler" src="http://youththeology.wordpress.com/files/2009/02/andy-ziegler.jpg" alt="andy-ziegler" width="480" height="319" />Rap-Songs.</strong> «Mich hats schon immer gedrängt, über das Leben nachzudenken. Warum, weiss ich nicht; es hat sich so ergeben. Eines meiner Hobbys ist Musik. Ich schreibe Rap-Songs und vertone sie manchmal auch mit einem Kollegen im Heimstudio. Die Songs sind ein Ventil: Ich beschreibe, was mich beschäftigt. Zum Beispiel, dass ich es ungerecht finde, dass nicht alle Menschen würdige Lebensbedingungen haben. Über diese Themen rede ich auch in der reformierten Kirche Stäfa in den ‹sofa›-Gottesdiensten, die von Jungen für Junge gemacht werden. Ich gestaltet oft einen Teil des ‹Impuls›, also das, was im normalen Gottesdienst die Predigt ist. Letztes Mal sprach ich anhand des biblischen Gleichnisses von den Talenten über den Umgang mit Geld. Meine These: Mit dem eigenen Geld zu wuchern bedeutet, dass man beim Geldanlegen nur darauf schaut, möglichst viel Gewinn zu machen. Es wäre jedoch viel sinnvoller, gute Zwecke im Auge zu haben.</p>
<p><strong>Tief gehend.</strong> Die Diskussionen im ‹sofa›- Vorbereitungsteam bedeuten mir viel: Sie sind intensiv und tief gehend. Und die Rückmeldungen nach den Gottesdiensten freuen mich. Jemand hat mich mal gefragt, ob ich nicht Pfarrer werden wolle. Aber mich interessiert das Technische zu sehr. Ich habe eine Lehre als Elektroniker abgeschlossen und werde nach der Rekrutenschule in einen technischen Beruf einsteigen. Der Glaube ist für mich relativ wichtig. Gott ist für mich so etwas wie ein guter Kollege, etwas Unterstützendes. Ich bete auch. Allerdings ist Beten für mich nichts Megamystisches. Ich spreche einfach innerlich mit Gott, erzähle, was mich belastet oder was ich mir wünsche.</p>
<p><strong>Respekt.</strong> Mit meinem Texten im ‹sofa› will ich die Leute auf keinen Fall zubombardieren, das kann ich nicht ausstehen. Der Glaube ist etwas Persönliches und schliesslich muss jeder das für sich finden, was für ihn stimmt. Ich interessiere mich auch für den Buddhismus. Meine Tante, die Buddhistin ist, hat mir davon erzählt und ich habe viel darüber gelesen. Im Buddhismus versuchst du, zur Ruhe zu kommen. Nach dem Joggen meditiere ich manchmal an einem schönen Ort in der Natur. Es tut gut, den Kopf zu leeren. Das ist ein bisschen wie bei der Kampfkunst Kung-Fu, die ich betreibe: Nach der Lektion ist mein Körper voll Schweiss und mein Kopf leer. Das Christentum dagegen hat für mich mehr mit Handeln zu tun. Es gibt gute Regeln vor. Zum Beispiel den Respekt vor anderen Menschen und Lebenseinstellungen. Ich finde, daran mangelt es an vielen Orten.»</p>
<h2>Magdalena Hegglin, 21, Philosophiestudentin</h2>
<p><strong>Ungewiss.</strong> «Was mich oft beschäftigt, ist die Ungewissheit des Lebens. Der Gedanke, dass ich scheitern könnte. Das betrifft alle Bereiche meines Lebens, in denen ich frei bin, eine Entscheidung zu treffen. Es gibt so vieles, das mich interessiert: mein Philosophiestudium, das Musizieren mit der Geige, Theaterspielen, Schreiben, Film, Freundschaften, meine Familie mit vier Brüdern und einer Schwester. Da weiss ich manchmal nicht: Auf was soll ich mich konzentrieren, wo führt mein Leben hin?</p>
<p><strong>Schreiben.</strong> Mit solchen Fragen setze ich mich unter anderem auseinander, indem ich schreibe. Wenn ich alleine bin und zur Ruhe komme, habe ich immer das Bedürfnis, zu schreiben. Früher führte ich intensiv Tagebuch, heute etwas weniger. Seit neun Jahren habe ich denselben Brieffreund, mit dem ich mich austausche. Kürzlich habe ich an einem Schreibwettbewerb teilgenommen, den das Kloster Fahr für Jugendliche ausgeschrieben hat. Anlässlich des 80. Geburtstags der Schriftstellerin Silja Walter war man aufgefordert, in Briefform von seinen Lebensfragen und der Suche nach Gott zu erzählen. Zum Schreiben war ich ein Wochenende im Kloster. Das war sehr schön. Die Ruhe und die klare Tagesstruktur der Schwestern haben mir geholfen, mich zu konzentrieren.</p>
<p><strong>Vertrauen. </strong>Mein Glaube ist so etwas wie ein Ruhepunkt für mich. Er nimmt mir meine Fragen und Zweifel nicht ab, aber er gibt mir ein Grundvertrauen ins Leben. Ich bete jeden Morgen und Abend &#8211; zum Beispiel Psalmen, die ja oft Vertrauen ausdrücken. Wie ich mir Gott vorstelle? Mich berührt die Bibelstelle aus dem Buch Exodus, in der Gott zu Mose sagt: ‹Ich bin, der ich bin.› Oder in einer anderen Übersetzung: ‹Ich bin der ‹ich bin da›.› Gott ist für mich nicht einfach eine Energie oder ähnlich, sondern ein konkretes Gegenüber, das allerdings unfassbar bleibt. Ich habe nicht das Gefühl, Gott genau verstanden zu haben.</p>
<p><strong>Freiheit.</strong> Ich bin in Zug katholisch aufgewachsen. Den Katholizismus habe ich nicht als etwas Enges erlebt. Sicher gibt es Dinge in der katholischen Kirche, mit denen ich nicht einverstanden bin. Doch dass ich den christlichen Glauben so positiv erfahren habe, verdanke ich meinen Eltern. Sie vermitteln mir keine Theorien, sondern ihr Leben ist mir ein Beispiel. Sie haben mir immer meine Freiheit gelassen. Beispielsweise haben sie nie versucht, mich zu einem weniger ‹brotlosen› Studium zu bewegen. Philosophie, das ist für mich: Genau denken lernen, den Dingen auf den Grund gehen. Im Sinn von: Es gibt keine Tabus, man darf alle hinterfragen.»</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Warum blogst du? Oder: Warum blogst du nicht?]]></title>
<link>http://lysch.wordpress.com/2007/12/30/warum-blogst-du-oder-warum-blogst-du-nicht/</link>
<pubDate>Sun, 30 Dec 2007 14:59:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>lysch</dc:creator>
<guid>http://lysch.wordpress.com/2007/12/30/warum-blogst-du-oder-warum-blogst-du-nicht/</guid>
<description><![CDATA[Was guckst blogst du? Jahresende &#8211; Zeit der Nachdenklichkeit und des Philosophierens&#8230; We]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Was guckst blogst du? Jahresende &#8211; Zeit der Nachdenklichkeit und des Philosophierens&#8230; We]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[What the Harry Heck?]]></title>
<link>http://ferdleisbaer.wordpress.com/2007/11/24/what-the-harry-heck/</link>
<pubDate>Sat, 24 Nov 2007 15:35:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>ferdleisbaer</dc:creator>
<guid>http://ferdleisbaer.wordpress.com/2007/11/24/what-the-harry-heck/</guid>
<description><![CDATA[Wie der Titel bereits etwas vorwegnimmt, stellt sich die Frage, was zur Hölle soll das? Good questio]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wie der Titel bereits etwas vorwegnimmt, stellt sich die Frage, was zur Hölle soll das? Good question, your problem!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

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