<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress.com" -->
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>

<channel>
	<title>sozialpadagogik &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/sozialpadagogik/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "sozialpadagogik"</description>
	<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 08:44:32 +0000</pubDate>

	<generator>http://en.wordpress.com/tags/</generator>
	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Mein neues Blog]]></title>
<link>http://axelstoolbox.wordpress.com/2009/11/15/mein-neues-blog/</link>
<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 11:54:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>axelstoolbox</dc:creator>
<guid>http://axelstoolbox.wordpress.com/2009/11/15/mein-neues-blog/</guid>
<description><![CDATA[Hallo, für alle, die an Träumen interessiert sind, empfehle ich mein neues Blog: dreampaths.wordpres]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Hallo, für alle, die an Träumen interessiert sind, empfehle ich mein neues Blog: dreampaths.wordpres]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wollknäuel zuwerfen...]]></title>
<link>http://feydbraybrook.wordpress.com/2009/11/10/wollknauel-zuwerfen/</link>
<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 18:06:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>feydbraybrook</dc:creator>
<guid>http://feydbraybrook.wordpress.com/2009/11/10/wollknauel-zuwerfen/</guid>
<description><![CDATA[Eine kleine Anekdote aus meinem Leben, und &#8211; nein! &#8211; es ist kein Witz, sondern tatsächli]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Eine kleine Anekdote aus meinem Leben, und &#8211; nein! &#8211; es ist kein Witz, sondern tatsächlich so passiert:</p>
<p><img src="http://feydbraybrook.wordpress.com/files/2009/11/wolle.jpg" alt="wolle" title="wolle" width="468" height="617" class="aligncenter size-full wp-image-492" /></p>
<p>dieses Bild stellt die Störung einer Lehrveranstaltung an der FH Wiesbaden im Fachbereich Sozialwesen dar. Bevor der Prof beginnen konnte, mußten er und seine Tutorin erst noch die zwischen Garderobe und diversen Stühlen und Tischen festgemachte Wolle entfernen. Sie war vom allseits beliebten Wollknäuel-Zuwerf-Kennenlern-Spiel übriggeblieben. Wenn das mal nicht so dermaßen Sozpäd ist, weiß ich auch nicht. Also das ist so ähnlich wie der Ärger des Meisters über die Holzspäne in einer Schreinerei (&#8220;&#8230;da hat der Hobel (Name geändert) gestern wieder Überstunden geschoben&#8230;&#8221;), nur daß es der Ärger des Profs über unaufgeknotete Wollnetze ist. Allein schon der symbolische Gehalt unentwirrter (Beziehungs-)Knoten ließ die Vibes im Raum ins Unerträgliche wachsen, doch ganz deeskalierend konnte die Tutorin als basisnahes Element das ihre zum lebensweltorientierten Perspektivenwechsel beitragen:</p>
<p>nach zwei Minuten war der Beziehungsknoten entwirrt. Das muß also ein Patchwork-Beziehungsgeflecht gewesen sein.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die unpolitische Jugend?]]></title>
<link>http://kkbkonline.wordpress.com/2009/10/27/die-unpolitische-jugend/</link>
<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 08:48:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>hueseyin08</dc:creator>
<guid>http://kkbkonline.wordpress.com/2009/10/27/die-unpolitische-jugend/</guid>
<description><![CDATA[Ist unsere Jugend wirklich unpolitisch? „Ich interessiere mich nicht für Politik“. Die ist eine gäng]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Ist unsere Jugend wirklich unpolitisch? „Ich interessiere mich nicht für Politik“. Die ist eine gäng]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Neues Projekt als Vorbereitung]]></title>
<link>http://axelstoolbox.wordpress.com/2009/09/23/neues-projekt-als-vorbereitung/</link>
<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 16:10:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>axelstoolbox</dc:creator>
<guid>http://axelstoolbox.wordpress.com/2009/09/23/neues-projekt-als-vorbereitung/</guid>
<description><![CDATA[Hier bekommt ihr die Möglichkeit, in einem Projekt, das ihr den anderen vorstellen könnt, eure Noten]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Hier bekommt ihr die Möglichkeit, in einem Projekt, das ihr den anderen vorstellen könnt, eure Noten]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Referate in Sozialpädagogik]]></title>
<link>http://axelstoolbox.wordpress.com/2009/09/18/referate-in-sozialpadagogik/</link>
<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 17:27:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>axelstoolbox</dc:creator>
<guid>http://axelstoolbox.wordpress.com/2009/09/18/referate-in-sozialpadagogik/</guid>
<description><![CDATA[Für diejenigen, die sich eine Zusatznote im Fach Sozialpädaogik ergattern wollen, stelle ich Referat]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Für diejenigen, die sich eine Zusatznote im Fach Sozialpädaogik ergattern wollen, stelle ich Referat]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wovor haben wir Angst?]]></title>
<link>http://axelstoolbox.wordpress.com/2009/09/12/wovor-haben-wir-angst/</link>
<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 21:02:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>axelstoolbox</dc:creator>
<guid>http://axelstoolbox.wordpress.com/2009/09/12/wovor-haben-wir-angst/</guid>
<description><![CDATA[Ängste und wie man mit ihnen umgehen kann, werden uns in einem unserer zukünftigen Themen beschäftig]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Ängste und wie man mit ihnen umgehen kann, werden uns in einem unserer zukünftigen Themen beschäftig]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Unser Verhältnis zum Essen]]></title>
<link>http://axelstoolbox.wordpress.com/2009/09/09/unser-verhaltnis-zum-essen/</link>
<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 19:03:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>axelstoolbox</dc:creator>
<guid>http://axelstoolbox.wordpress.com/2009/09/09/unser-verhaltnis-zum-essen/</guid>
<description><![CDATA[Die Art und Weise, wie wir unser Essen behandeln, sagt viel darüber aus, wie wir unser Leben behande]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Die Art und Weise, wie wir unser Essen behandeln, sagt viel darüber aus, wie wir unser Leben behande]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Vergangenheit ändern]]></title>
<link>http://axelstoolbox.wordpress.com/2009/09/09/die-vergangenheit-andern/</link>
<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 18:54:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>axelstoolbox</dc:creator>
<guid>http://axelstoolbox.wordpress.com/2009/09/09/die-vergangenheit-andern/</guid>
<description><![CDATA[Es gibt viele Dinge in unserem Leben, von denen wir denken, dass sie für bestimmte Probleme verantwo]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Es gibt viele Dinge in unserem Leben, von denen wir denken, dass sie für bestimmte Probleme verantwo]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zum Abschied]]></title>
<link>http://kkbkonline.wordpress.com/2009/07/01/zum-abschied-2/</link>
<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 08:54:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>axel57</dc:creator>
<guid>http://kkbkonline.wordpress.com/2009/07/01/zum-abschied-2/</guid>
<description><![CDATA[(Rede anlässlich der Entlassungsfeier am 23.06.09; es gilt das gesprochene Wort) ‚P’ wie Pfarrer Wit]]></description>
<content:encoded><![CDATA[(Rede anlässlich der Entlassungsfeier am 23.06.09; es gilt das gesprochene Wort) ‚P’ wie Pfarrer Wit]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[thiersch bei dir zuhause?]]></title>
<link>http://mehrdisziplin.wordpress.com/2009/06/25/thiersch-bei-dir-zuhause/</link>
<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 21:08:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>sadisziplin</dc:creator>
<guid>http://mehrdisziplin.wordpress.com/2009/06/25/thiersch-bei-dir-zuhause/</guid>
<description><![CDATA[Auf  dem Tübinger Multimedia Server (TIMMS), der Uni Tübingen, ist eine Vorlesungsreihe von und mit ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Auf  dem Tübinger Multimedia Server (TIMMS), der Uni Tübingen, ist eine Vorlesungsreihe von und mit Hans Thiersch zu ersteigern. Er bezieht in 32 Einheiten zu je ca. 45 Minuten Stellung zu der Theorie der Sozialpädagogik.  Als Bonusmaterial gibt es eine Einführung in die Erziehungswissenschaften. Folge dem Verweis&#8230;</p>
<p><a href="http://timms.uni-tuebingen.de/List/List01.aspx?author=Thiersch%2C+Hans">http://timms.uni-tuebingen.de/List/List01.aspx?author=Thiersch%2C+Hans</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vom Zauberwald bis zum Meeting der Naturforscher ]]></title>
<link>http://kkbkonline.wordpress.com/2009/05/27/vom-zauberwald-bis-zum-meeting-der-naturforscher/</link>
<pubDate>Wed, 27 May 2009 18:28:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>axel57</dc:creator>
<guid>http://kkbkonline.wordpress.com/2009/05/27/vom-zauberwald-bis-zum-meeting-der-naturforscher/</guid>
<description><![CDATA[Studierenden aus der Fachschule für Sozialpädagogik zeigten sich in den Projektpräsentationen von ih]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Studierenden aus der Fachschule für Sozialpädagogik zeigten sich in den Projektpräsentationen von ih]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Verschiedene Artikel...]]></title>
<link>http://janinakoeck.wordpress.com/2009/04/22/verschiedene-artikel/</link>
<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 21:11:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>janinakoeck</dc:creator>
<guid>http://janinakoeck.wordpress.com/2009/04/22/verschiedene-artikel/</guid>
<description><![CDATA[&#8230;.noch aus sozialpädagogischen Zeiten z.B. meinem Studium sind jetzt auch online zu lesen. Zue]]></description>
<content:encoded><![CDATA[&#8230;.noch aus sozialpädagogischen Zeiten z.B. meinem Studium sind jetzt auch online zu lesen. Zue]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[münchner sozialreferat und wohnungsamt nachts fotografiert weil ich keine zeit habe neben meinem 120 stunden 1.25 euro job auch noch kostenloser reporter, sozialarbeiter und arbeitsablaufoptimierer zu sein obwohl ich dafür schon lange zeit benutzt werde  ]]></title>
<link>http://sensiblochamaeleon.wordpress.com/2009/03/30/munchner-sozialreferat-und-wohnungsamt-by-night/</link>
<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 08:52:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>sensiblochamaeleon</dc:creator>
<guid>http://sensiblochamaeleon.wordpress.com/2009/03/30/munchner-sozialreferat-und-wohnungsamt-by-night/</guid>
<description><![CDATA[bayrische verfassung:Artikel 106 (Anspruch auf angemessene Wohnung; Unverletzlichkeit der Wohnung) (]]></description>
<content:encoded><![CDATA[bayrische verfassung:Artikel 106 (Anspruch auf angemessene Wohnung; Unverletzlichkeit der Wohnung) (]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Noblesse oblige]]></title>
<link>http://zynaesthesie.wordpress.com/2009/03/24/noblesse-oblige/</link>
<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 23:03:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>bee</dc:creator>
<guid>http://zynaesthesie.wordpress.com/2009/03/24/noblesse-oblige/</guid>
<description><![CDATA[„Kommen Sie am besten gleich zur ersten Sendung“, hatte mir Siebels geraten, „Sie werden staunen, wi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>„Kommen Sie am besten gleich zur ersten Sendung“, hatte mir Siebels geraten, „Sie werden staunen, wie authentisch das Format ist!“ Also fuhr ich ins Studio. Bisher war auf den alten Fernseh-Fuchs noch immer Verlass gewesen.</p>
<p>Annegret Noble kam gerade aus der Maske und setzte sich auf die Designercouch. Wo war der alberne Strohhut? Warum steckte die Therapeutin auf einmal im Hosenanzug und trug kostspieliges italienisches Schuhwerk? War sie am Ende selbst Opfer eines erlebnistherapeutischen Experiments geworden? „Wir passen uns dem Publikum an“, klärte mich Siebels auf, „die gepflegte Maske ist Teil der Strategie für das Premium-Publikum.“</p>
<p>Und schon schlurfte die erste Verhaltensgestörte rein. Wie ich dem Sendeprotokoll entnahm, war Noée-Shaleena (16) mehrmals volltrunken im Wagen ihrer Mutter aufgegriffen worden. Sie hatte mit dem Springmesser einen Polizeibeamten verletzt und schließlich ihren kleinen Bruder vom Balkon auf den Kiesweg geworfen; der Dreijährige liegt seit Monaten im Wachkoma.</p>
<p>Zunächst war alles normal. Das halbwüchsige Ding mit den zahlreichen Piercings und den Klamotten, denen man nicht sofort ansah, ob sie aus der Edelboutique oder doch von der Mülldeponie stammten, pöbelte die brünette Störungsstelle an, hörte nicht auf ihre Beschwichtigungsversuche und benahm sich überhaupt so, wie man es von ihr erwarten konnte: gar nicht. Plötzlich eskalierte die Situation. Das Mädchen hatte eine goldene Kreditkarte aus der Handtasche gezogen und versuchte, Annegret Noble die Arme aufzuschlitzen. Erst drei hinter der Sitzbank hervorhechtende Bodyguards rangen die blondierte Furie zu Boden. „Das büßt Du mir“, schrie sie, „das sag ich meinem Pappi! Der macht Dich fertig, Du blöde Sau! Du landest im Knast!“</p>
<p>Einigermaßen konsterniert blickte ich Siebels an. „Was geht denn hier ab? Pappi? Knast? Normalerweise droht man doch mit Schlägern?“ Er schlug sich vor die Stirn. „Ach so, Sie hatten ja das Exposé nicht bekommen! Hier geht’s ausschließlich um Kinder aus der Oberschicht. Die drohen natürlich mit dem Rechtsanwalt.“ Zwischendurch wurde Mandy (15) ins Studio geführt. Gefährliche Körperverletzung, Einbruchdiebstahl, dazu mehrere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. „Ich gebe zu“, flüsterte Siebels, „wir verlangen dem Zuschauer einiges ab.“ Ich war ganz seiner Ansicht. „Nein, Sie verstehen das falsch. Ich meine nicht diese ungehobelte Sprache, die Gewaltbereitschaft, ich meine damit, dass wir der Gesellschaft so schonungslos den Spiegel vorhalten.“ Ob das nicht auch die anderen Sendungen täten? „Ach was! Schauen Sie sich doch mal diesen Kram an, da wird die so genannte Unterschicht stilisiert, der unterste Rand, damit sich der Zuschauer darüber erheben kann. Ein total verkorkstes Modell von V-Effekt. Wir arbeiten mit der medialen Widerspiegelung. Das Publikum sieht, dass die Probleme aus den Umständen seiner eigenen Schicht entstehen, und begreift, dass es selbst daran Schuld ist. Die alten Mechanismen, Verdrängung, die Suche nach dem Sündenbock, das geht nicht mehr.“ „Sündenbock?“ „Sicher. Die angebliche Machtelite kann sich doch nur konstituieren, wenn sie für ihr Versagen die Unterschicht verantwortlich macht. Sie lenkt von ihrer eigenen Unfähigkeit ab, indem sie die Schuld für ihr Versagen nach unten abschiebt.“ Derweil agierte Mandy wie vorhergesehen ihre Aggression an der Sozialklempnerin aus.</p>
<p>„Außerdem“, fügte Siebels hinzu, „ist unser sozialpädagogisches Konzept viel wirksamer.“ Ich verstand nicht gleich. „Wir sehen es am familiären Umfeld. Seelisch verroht, Moralvorstellungen sind nicht mehr vorhanden oder werden nicht realisiert, manche wären dem Gymnasialbesuch zum Trotz eher für die Sonderschule geeignet, zu allem noch diverse Suchterkrankungen. Die Kinder sind dementsprechend.“ Ich zuckte zusammen. „Was haben denn Sie jetzt gedacht? Das Problem sind die Eltern. Man sieht es doch, selten mal Menschen- oder Waffenhändler, der überwiegende Teil stammt aus dem höheren Bankmanagement.“ Ich tupfte mir den Schweiß ab.</p>
<p>Kevin (17) betrat die Szene. Nach erfolgreicher Kokserkarriere schulte er derzeit auf Zuhälter um. Offenbar wies sein Elternhaus eine leichte soziale Mobilität auf, wofür auch das gerade anhängige Verfahren wegen Sprengstoffbasteleien sprach. „Wir haben einen bildungspolitischen Auftrag. Indem wir die Jugendlichen davon abhalten, die Biografien ihrer Eltern nachzuleben, werden wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht. Denn nichts ist verhängnisvoller, als die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen.“</p>
<p>Etwas unterschied Kevin von den anderen. War es sein Fluchen? Dass er der Psycholorette die Brille zerknickte? Immerhin blieb die ihrer eigenen Predigt treu und hielt die Fehler ihrer Patienten aus. Sicherlich ließ sie sich auch nur aus Schafsgeduld ins Gesicht spucken.</p>
<p>Da stürmte der Schlacks auch schon auf uns zu. Siebels trat er so heftig in den Unterleib, dass der sich auf dem Boden krümmte. „Weg da, Du Schwuchtel“, brüllte mich der Grünschnabel an, „oder Du bist gleich tot!“ Ich muss ihn beim Ausholen ein wenig unglücklich erwischt haben. Er drehte sich, während er einige Meter weit in die Türme aus Stapelstühlen flog. Mit zitternden Fingern tastete er sein Gesicht ab, da stand ich auch schon über ihm. „Pass mal gut auf, Milchgesicht“, säuselte ich sanft, „das war Ernst. Und wir wollen doch beide nicht, dass der Onkel jetzt gute Laune kriegt, oder?“</p>
<p>Als ich Siebels aus der Klinik abholte – er war eine Nacht zur Beobachtung dort geblieben – frohlockte der Produzent. „Wir haben einen neuen Sponsor! Kevins Vater hat ein hübsches Sümmchen springen lassen. Sein Sohn ist noch am selben Tag zum Vorstellungsgespräch als Altenpflegehelfer angetreten. Freiwillig übrigens.“</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lernwoche der Berufsfachschule Kinderpflege]]></title>
<link>http://kkbkonline.wordpress.com/2009/03/18/lernwoche-der-berufsfachschule-kinderpflege/</link>
<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 10:51:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>lamms</dc:creator>
<guid>http://kkbkonline.wordpress.com/2009/03/18/lernwoche-der-berufsfachschule-kinderpflege/</guid>
<description><![CDATA[der Klassen Bki 71 und Bki 72 vom 2. bis zum 6. März 2009 Fotos von der Präsentation der Projekte vo]]></description>
<content:encoded><![CDATA[der Klassen Bki 71 und Bki 72 vom 2. bis zum 6. März 2009 Fotos von der Präsentation der Projekte vo]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Redhandday  12. Februar 2009: eine weltweite Aktion gegen den Einsatz von Kindersoldaten]]></title>
<link>http://kkbkonline.wordpress.com/2009/02/15/redhandday-12-februar-2009-eine-weltweite-aktion-gegen-den-einsatz-von-kindersoldaten/</link>
<pubDate>Sun, 15 Feb 2009 09:41:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>lamms</dc:creator>
<guid>http://kkbkonline.wordpress.com/2009/02/15/redhandday-12-februar-2009-eine-weltweite-aktion-gegen-den-einsatz-von-kindersoldaten/</guid>
<description><![CDATA[Bei uns am KKBK durchgeführt von der Bki 71– unterstützt von vielen SchülerInnen und LehrerInnen Die]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Bei uns am KKBK durchgeführt von der Bki 71– unterstützt von vielen SchülerInnen und LehrerInnen Die]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Trommelworkshop der BKi 82]]></title>
<link>http://kkbkonline.wordpress.com/2009/02/15/trommelworkshop-der-bki-82/</link>
<pubDate>Sun, 15 Feb 2009 09:30:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>lamms</dc:creator>
<guid>http://kkbkonline.wordpress.com/2009/02/15/trommelworkshop-der-bki-82/</guid>
<description><![CDATA[Bei unserem Trommelworkshop mit Herrn Cramer und Frau Lehmann hatten wir sehr viel Spaß. Wir haben g]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Bei unserem Trommelworkshop mit Herrn Cramer und Frau Lehmann hatten wir sehr viel Spaß. Wir haben g]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Familienfest der Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger Bki 82]]></title>
<link>http://kkbkonline.wordpress.com/2009/02/11/familienfest-der-kinderpflegerinnen-und-kinderpfleger-bki-82/</link>
<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 21:19:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>lamms</dc:creator>
<guid>http://kkbkonline.wordpress.com/2009/02/11/familienfest-der-kinderpflegerinnen-und-kinderpfleger-bki-82/</guid>
<description><![CDATA[von Sarah Wittich Von September 2008 bis zum Februar 2009 haben uns viele nette Familien „aufgenomme]]></description>
<content:encoded><![CDATA[von Sarah Wittich Von September 2008 bis zum Februar 2009 haben uns viele nette Familien „aufgenomme]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das “Kinderhaus”: Modell einer ‘feldbezogenen’ Sozialarbeit]]></title>
<link>http://neusozialarbeit.wordpress.com/2009/02/11/das-%e2%80%9ckinderhaus%e2%80%9d-modell-einer-%e2%80%98feldbezogenen%e2%80%99-sozialarbeit/</link>
<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 18:33:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>Johann Ohneland</dc:creator>
<guid>http://neusozialarbeit.wordpress.com/2009/02/11/das-%e2%80%9ckinderhaus%e2%80%9d-modell-einer-%e2%80%98feldbezogenen%e2%80%99-sozialarbeit/</guid>
<description><![CDATA[Das populärste Schlagwort  der gegenwärtigen Sozialarbeit heißt sozialräumliche Orientierung. Und ma]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div class="entrytitle"><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/Boxhagener01%20%282%29.jpg?hl=de"><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--></a><img style="border:0 none;" src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/Boxhagener01%20%282%29.jpg?hl=de&#38;display=thumb&#38;width=420&#38;height=420" alt="" width="420" height="283" /></div>
<div class="entrybody">
<div class="snap_preview">
<div id="g_body" style="overflow:auto;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/Boxhagener01%20%282%29.jpg?hl=de"></a></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#888888;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Das populärste Schlagwort  der gegenwärtigen Sozialarbeit heißt </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span style="font-family:Garamond;"><span style="color:#c0c0c0;">sozialräumliche Orientierung</span><span style="font-family:Garamond;">.</span></span></span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><span style="font-family:Garamond;"> Und mancher führt es im Munde, als habe er soeben Amerika entdeckt. Aber es waren  schon ein paar Pioniere vorher da.</span></span> </em></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;"><span style="color:#888888;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">In den Jahren 1990-1994 betrieb die <span style="color:#c0c0c0;">Diaphora. Gesellschaft für neue Erziehung mbH</span> das Projekt eines Verbundes von <span style="color:#c0c0c0;">„Kinderhäusern“</span> in Berlin und Umgebung. Im Sommer 1994 konnte das erste Kinderhaus  – <span style="color:#c0c0c0;">Little Space</span> in der Boxhagener Straße in Friedrichshain – eröffnet werden. Es kam aber wohl zu früh. Schon nach wenigen Monaten musste es Insolvenz anmelden. Vielleicht findet es unter günstigeren Bedingungen einen Nachfolger? Darum hier noch einmal die damalige</span></em> <span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"><em>„Allgemeine Konzeption“</em></span></span><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--></p>
<p class="MsoNormal">
<p><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/Boxhagener01%20%282%29.jpg?hl=de"><br />
</a></span></p>
<p><span style="color:#888888;"><span style="font-weight:bold;font-size:16pt;"><span style="font-family:'Trebuchet MS',sans-serif;"> </span></span></span></p>
<p><span style="color:#888888;"><span style="font-weight:bold;font-size:16pt;"><span style="font-family:'Trebuchet MS',sans-serif;"> </span></span></span></p>
<p><span style="color:#888888;"><span style="font-weight:bold;font-size:16pt;"><span style="font-family:'Trebuchet MS',sans-serif;"> </span></span></span></p>
<p><span style="color:#888888;"><span style="font-weight:bold;font-size:16pt;"><span style="font-family:'Trebuchet MS',sans-serif;"> </span></span></span></p>
<p><span style="color:#888888;"><span style="font-weight:bold;font-size:16pt;"><span style="font-family:'Trebuchet MS',sans-serif;">Allgemeine Konzeption für einen Verbund von</span></span><br />
<span style="font-size:24pt;"><span style="color:#c0c0c0;"><span style="font-weight:bold;font-family:'Comic Sans MS',sans-serif;"><em>Kinderhäusern</em></span></span><br />
</span><span style="font-weight:bold;font-size:16pt;"><span style="font-family:'Trebuchet MS',sans-serif;">im Berliner Raum</span></span></span></p>
<p><span style="color:#888888;"><span style="font-weight:bold;font-size:16pt;"><span style="font-family:Trebuchet MS;"> </span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="color:#c0c0c0;"><span style="font-size:12pt;font-family:Arial;"><span style="font-size:12px;">aus: </span><em><span style="font-size:12px;">Jugendhilfe</span> </em></span><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:12px;">(Luchterhand) Heft 8/1993</span></span></span></span></p>
<p><span style="color:#c0c0c0;"><em><span style="font-size:12pt;"> </span></em></span></p>
<p style="font-family:times new roman,serif;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="color:#c0c0c0;"><strong><em><span style="font-size:12pt;">Aufgaben der Sozialarbeit</span></em></strong></span><br />
</span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Das System der sozialen Arbeit ist im Umbruch begriffen. Im Zeichen von Differenzierung – Individualisierung &#8211; Pluralisierung kann die Sozialarbeit nicht mehr als normativer Ordnungsfaktor gelten. Sie muß sich als reguläres Dienstleistungsangebot neu definieren. Ihr spezifischer Charakter ist helfende Beratung. Keine Lebensweise ist heute an und für sich richtiger als eine andere. Die Unterscheidung von Notfall und Normalfall gewinnt zusehends wertenden Charakter und läßt sich kaum noch objektivieren. Die Sozialarbeit muß sich von doktrinalen Fragestellungen freimachen und zu einer streng pragmatischen Sichtweise entschließen. Sie bewerkstelligt keine Lösungen, sondern sucht nach Bedingungen, die günstiger sind als andere. Ihr Kriterium ist nicht mehr ‚normal oder unnormal’, sondern nur noch ‚mehr oder weniger’.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;text-align:right;">
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Ihre Aufgaben werden dadurch unspezifischer. Der einzelne Sozialarbeiter muß nun, als Fachmann für Alles, ‚mehr können’ als die Spezialisten von gestern, denn er wird sich von Fall zu Fall umstellen müssen. Ebenso unspezifisch müssen die Institutionen der sozialen Arbeit werden. Sind die Maßstäbe für normal und unnormal einmal verloren, werden auch die Differentialdiagnosen über ‚Störungsart’ und ‚Abweichungsgrad’ hinfällig. Die Einrichtungen können sich nicht mehr selber typologisieren und klassifizieren, indem sie ihre Klientel nach ‚Merkmalen’ sortieren; sondern die Nutzer selbst definieren den Charakter des Angebots durch die Art und Weise, wie sie davon Gebrauch machen. Das heißt: Welches die ‚geeignete Behandlung’ ist, muß sich im Prozeß helfender Beratung selbst erweisen können. Das reduziert die Fehlgriffe und ist vom menschlichen und vom fiskalischen Standpunkt aus sparsamer.</span><br />
</span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"> </span><span style="font-size:medium;"><br />
<span style="font-size:12pt;">Namentlich die Unterscheidung zwischen ‚weicher’ Jugendhilfe (Prävention, ‚Förderung’) und ‚harter’ Jugendhilfe (Intervention, ‚Hilfe zur Erziehung’) sowie zwischen stationären und ambulanten Diensten muß überwunden werden durch allgemeine, d.h. umfassende Angebote, die grundsätzlich allen möglichen Nutzern und Bedarfslagen offenstehen. ‚Hohe Schwellen’, die das Eingeständnis eigner Mangelhaftigkeit zur Bedingung für die Gewährung von Hilfe machen, schrecken ab und müssen zur (je zu begründenden) Ausnahme werden: Hilfe ist umso wirksamer, je zeitiger sie in Anspruch genommen wird. Aus haushälterischer Sicht müssen niedrige Schwellen und kurze Wege zur Regel der neuen Sozialarbeit werden.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Wer helfende Beratung in Anspruch nimmt, definiert sich nicht ipso facto als defizitär. Das moderne Leben hat bis in die privatesten Winkel seine Selbstverständlichkeit verloren und fordert immer wieder scharfe Wendungen. Krisen sind nicht Symptome von Devianz, sondern Bestandteil des Normalen. Nicht der Ratsuchende ist problematisch, sondern der, der keine Hilfe mehr zu finden hofft. Ihm muß die soziale Arbeit sich anbieten, indem sie im ‚Feld’ Zeichen setzt.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"> </span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Vor allem die Formen des persönlichen Zusammenlebens haben aufgehört, selbstverständlich zu sein. Einst verdankte die Familie ihre Selbstverständlichkeit dem Umstand, daß sie als Versorgungsbetrieb für den Einzelnen unersetzlich war. Doch ihre hauswirtschaftliche Bedeutung ist ihr durch öffentliche wie kommerzielle Dienstleister nach und nach abgenommen worden, ebenso wie ihre sozialisatorischen Aufgaben. Privates Zusammenleben verengt sich seither immer mehr auf die bloße Beziehungsebene. Die Folge ist eine Informalisierung der Verhaltensmuster, alles muß immer wieder neu ausgehandelt werden. An die Stelle der Ökonomie ist Psychoökonomik getreten. Wechselseitige Glückserwartungen wuchern und belasten die intimsten Bereiche mit dem Prinzip von Leistung und Gegenleistung, so dass es den Einander-Angehörigen immer seltener gelingt, Nähe und Distanz in ein zuträgliches Verhältnis zu bringen. (Die auffällige Zunahme der sog. „Kernstörungen“ in der psychotherapeutischen Klinik hängt damit zusammen.) Die modernen Familienbildungen sind ihrem Wesen nach störanfällig, und was vormals als Hort der Geborgenheit einen Gegenpol zur öffentlichen Konkurrenz bildete, erscheint heute als der eigentlich riskante Teil des Lebens.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Kinder sind für ihre Eltern heute wichtiger als je zuvor. Sie kommen schon mit gewaltigen Erwartungen beladen zur Welt und müssen im System gegenseitiger Zuwendungsansprüche oft die Vermittlerrolle übernehmen, und gegebenenfalls den (mehrfachen) ‚Delegierten’ spielen. Das lebensgeschichtlich unumgängliche ‚Drama von Trennung und Versöhnung im Jugendalter’ (H. Stierlin) nimmt unter solchen Voraussetzungen immer häufiger katastrophische Formen an. Es entsteht eine ‚Ausreißerkultur’ mit Querverbindungen zur kriminellen und Drogenszene, deren Existenz eine weitere Bedrohung für den Bestand der Familien ist.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Die Pubertät, als der kritische Lebensabschnitt par excellence, wird dabei in der Öffentlichkeit heute bezeichnenderweise vor allem als eine „Lücke“ wahrgenommen. Lausbubenstreiche, die einst selbstverständlich waren, werden nun als Gewaltbereitschaft und Bandenwesen skandalisiert und diskriminiert.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Es handelt sich um eine langfristige zivilisatorische Entwicklung in allen modernen Gesellschaften. Unerwartet zugespitzt erscheint sie im Osten Deutschlands in der Folge des sozialen und kulturellen Umbruchs durch die Wiedervereinigung. Dort hatte die Quasi-Monopolisierung aller Versorgungsfunktionen durch den Staat und seine ‚gesellschaftlichen Organisationen den Einzelnen von der Verantwortung für seine Lebensführung weitgehend enteignet. Die Familie überlebte als eine Nische, die &#8211; im doppelten Sinn &#8211; von den „Beziehungen“ zusammengehalten wurde; nicht aber durch ein gemeinsames Lebensrisiko. Mit dem unvorbereiteten Einbruch materieller Unsicherheit beim Übergang in die Marktwirtschaft wird nun keineswegs die Selbstverständlichkeit der (klein-) bürgerlichen Zellen-Familie restauriert, sondern werden im Gegenteil die familialen Beziehungen einer zusätzlichen Zerreißprobe ausgesetzt. Der spektakuläre Rückgang der Ehescheidungen ist dabei eher ein Zeichen von Vorsicht als von Zuversicht und könnte sich als Zeitbombe erweisen. </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"> </span><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Im Westen Deutschlands stellen sich die Sozialarbeiter nach und nach, tastend und manchmal unentschlossen, auf ihre neuen Aufgaben ein; die Neubestimmung ist noch nicht an ihrem Ziel, aber schon im Gang. Im Osten des Landes muß dagegen das System der sozialen Arbeit neu aufgebaut werden. Eine bloße Anpassung an das westliche Ist-Niveau würde einerseits den dortigen Erfordernissen schon nicht mehr gerecht, und könnte andererseits den Innovationsprozeß im Westen nur hemmen. Im Osten besteht die Chance und die Notwendigkeit, Sozialarbeit von vornherein als öffentliches Dienstleistungssystem einzurichten, und zwar sowohl durch eine entsprechende Ausbildung der Professionellen als durch die Implementierung von Modelleinrichtungen. So könnte die Sozialarbeit im Osten Deutschlands zur Schrittmacherin des fälligen Modernisierungsschubs im ganzen Land werden.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#c0c0c0;"><span style="font-size:medium;"><br />
</span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:left;"><span style="color:#c0c0c0;"><span style="font-size:medium;"><strong><em><span style="font-size:12pt;">Das Kinderhaus I: Die Außenansicht</span></em></strong></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><em><span style="font-size:12pt;"> </span></em><em><span style="font-size:12pt;"> </span></em></span></span></p>
<p style="font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/kinderhaus0003_bearbeitet-1%20%283%29.jpg?hl=de"><img src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/kinderhaus0003_bearbeitet-1%20%283%29.jpg?hl=de&#38;display=thumb&#38;width=200&#38;height=200" border="0" alt="" width="178" height="200" /></a><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Das Projekt Kinderhaus ist eine allgemeine Antwort auf eine allgemeine zivilisatorische Krisenerscheinung. Es stellt eine soziale Gemeinschaftseinrichtung neuen Typs dar, die eines Tages ebenso selbstverständlich sein wird wie heute die Kindertagesstätte.</span></span><span style="font-size:medium;"><br />
</span><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Es soll sein:</span></span></span></p>
<p style="font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><br />
<span style="color:#c0c0c0;"><span style="font-size:12pt;"><em>ein umfassendes Angebot im sozialen Feld;<br />
eine naheliegende Ressource bei der Regulierung familiärer Krisen, und<br />
eine ausgezeichnete Statt zur Bewältigung eines riskanten Lebensabschnitts.</em></span></span></span></span></p>
<p style="font-family:times new roman,serif;text-align:right;margin:0 0 0 24.24pt;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><em> </em></span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Kinderheime gelten herkömmlich als sonderpädagogische Erziehungswerkstätten. Sie sollen Defizite ‚im’ Kind oder ‚in’ seiner Familie kompensieren und einen erwünschten Sollzustand (wieder-) herstellen. Sie bedürfen dazu eines besonders ‚geschützten’ Milieus. Heimerziehung gilt als Sozio- oder gar Psychotherapie.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"> </span><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">In der Wirklichkeit hat sich auch das Institut Kinderheim längst zu einer regulären öffentlichen Dienstleistung entwickelt. Unbeschadet von offiziellen therapeutischen Diskursen ist die Population der deutschen Kinderheime heute nicht nennenswert ‚gestörter’ als der Durchschnitt der anderen Kinder. In Schlagworten wie ‚Normalisierung’ und ‚Öffnung nach außen’ wird dem zunehmend Rechnung getragen. Es reicht allerdings nicht, nur die Wörter zu ändern, die über die Heimerziehung gesagt werden. Irgendwann müssen auch die sachlichen Bedingungen geschaffen werden, die in den Heimen ‚normales Leben’ möglich machen. Die Heime müssen, nach innen wie nach außen, offen werden; denn ‚normal’ ist heute der Unterschied, nicht die Schablone.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Als naheliegende Ressource zur Entschärfung familiärer Krisen &#8211; niedrige Schwellen, kurze Wege &#8211; soll in den städtischen Wohngebieten Berlins ein Verbund von Kinder-häusern eingerichtet werden.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Die Kinderhäuser sollen ihre möglichen Nutzer nicht abschrecken, sondern einladen. </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Sie sollen im ‚Feld’ ein Zeichen setzen.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Damit ist ihre innere Verfassung präjudiziert &#8211; negativ. Enge, verregelte und komplizierte Strukturen laden nicht ein, sondern schrecken ab, ihre Botschaft lautet: „Ihr könnt alle kommen &#8211; sofern ihr euch fügt.“ Und dann wird nur der kommen wollen, der es „nötig hat“ &#8211; weil ihm nichts anders übrigbleibt. So aber wären die Kinderhäuser auch nur Notbehelf und unvermeidliches Übel: eine sonderpädagogische Nische wie das herkömmliche Kinderheim; aber nicht der öffentliche Ort, der es als naheliegende Ressource sein müßte.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Öffnung nach außen setzt voraus: Offenheit im Innern. Die innere Struktur des Kinderhauses muß zugleich weit und fest genug sein, um die Zufuhr neuer Elemente von außen zu verkraften und als Bereicherung statt als Störung aufzunehmen. Sie muß ihrerseits informell, d.h. unmittelbarer Ausdruck des Lebensgefühls seiner Bewohner sein, um jederzeit improvisieren zu können. Sie muß flexibel sein, und das ist sie nur, wenn sie einfach ist.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/RMfkiez3.jpg?hl=de"><img style="border:0 none;" src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/RMfkiez3.jpg?hl=de&#38;display=thumb&#38;width=420&#38;height=420" alt="" width="420" height="287" /></a><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Es wird nicht ausbleiben, daß ein großes Haus, in dem viele Kinder ein geselliges Leben führen, zum Attraktionspol für die Kinder der ganzen Umgebung wird. In größeren und kleineren Trauben werden sie am Hauseingang herumlungern. Man wird sie nicht vertreiben können, also muß man sie hereinlassen. Die jugendlichen Bewohner des Kinderhauses sollen ihre Freunde mit nach oben bringen können, wie es in den städtischen Wohnquartieren eben üblich ist. Daß jeder Bewohner über sein eigenes Zimmer verfügen kann, ist eine Bedingung dafür. Eine hinreichende Ausstattung der Gemeinschaftsräume ist die andere.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Das Kinderhaus wird nicht nur Wohnstatt, sondern zugleich auch informeller Treffpunkt und Drehscheibe für die <a rel="nofollow" href="http://www.jochen-ebmeier.de/13.html"><span style="font-size:14px;">Kindergesellschaft</span></a> des Viertels sein. Es setzt im Feld das Zeichen, daß die Flegeljahre keine „Lücke“ sind, sondern ein Lebensabschnitt so ehrenwert wie die andern.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;text-align:right;font-family:times new roman,serif;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Dabei wird der offene Bereich nicht räumlich oder personell vom inneren Wohnbereich getrennt; der Grad der Öffnung nach außen wird je nach dem Rhythmus des häuslichen Lebens neu auszumakeln sein. Das ist seinerseits nur möglich, wenn den Bewohnern im Innern ein Privatraum garantiert wird, in dem sie vor den Ansprüchen der Andern geschützt sind.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;text-align:right;font-family:times new roman,serif;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;text-align:right;font-family:times new roman,serif;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">In dem Maß, wie das Kinderhaus für die Kinder und die Familien des Viertels zu einem vertrauten, weil gastlichen Ort wird, entwickelt es sich zu einem Stützpunkt für eine nicht-formalisierte Familien-Sozialarbeit, bzw. stadtteilbezogene Familienhilfe. Bedarf an helfender Beratung muß nun nicht von den Beratern selber ausgespäht und ‚erfaßt’ werden, sondern kann ‚sich zeigen’ im Verlauf einer alltäglichen Kontaktaufnahme im geselligen Verkehr, zu dem es einlädt.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"> </span><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Aus fachlichen Gründen ist es nicht ratsam, daß das Kinderhaus diese ins ‚Feld’ hinausgreifende Sozialarbeit in eigner Regie durchführt. Es wird sich beizeiten auf die Rolle einer Anlaufstelle zurückziehen. Direkt beim Träger werden Sozialarbeiter mit neuer, polyvalenter Qualifikation angestellt, die ohne Rcksicht auf die Belegungsrate des Kinderhauses in eigener Verantwortung diejenige Form von helfender Beratung entwickeln, die der jeweiligen Situation entspricht. Sie sollen zwischen dem Kinderhaus und seinem Umfeld vermitteln; aber keine „Zuarbeit“ leisten.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"> </span><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Solange noch ein oder zwei Kinderhäuser isoliert in der Landschaft stehen, werden sie wohl Neugier erregen; aber jenen Grad an Vertrautheit, dessen eine dauerhafte Ausstrahlung ins ‚Feld’ bedarf, werden sie erst als Repräsentanten eines neuen Typus von sozialer Gemeinschaftseinrichtung erreichen können. Es wird daher zügig der Aufbau eines Verbundsystems von etwa einem halben Dutzend Kinderhäusern im Berliner Raum betrieben. Während der Aufbauphase des Verbundes werden die einzelnen Kinderhäuser ihre Rolle in den Gemeinwesen erst noch unvollkommen spielen können. Pragmatische Zwischenlösungen werden sich nicht immer vermeiden lassen.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;">
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Zur Offenheit der Kinderhäuser gehört schließlich, daß Kinder hier nicht nur Kindern begegnen können, sondern auch Erwachsenen; und zwar, wie es ja normal wäre, auch solchen, die ihnen nicht mit beruflichen Absichten entgegentreten. Erwachsene, die gelegentlich ihre Zeit mit Kindern verbringen wollen, weil sie daran Gefallen haben, sind dort willkommen. Das trägt zur Entpädagogisierung der Alltagsatmosphäre bei, selbst wenn es anläßlich von an sich ‚zweckmäßigen’ Verrichtungen geschieht, wie z.B. der Schulaufgabenhilfe: Dabei haben sich pädagogische Amateure bislang stets besser bewährt als die Profis.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:left;"><span style="color:#c0c0c0;"><span style="font-size:medium;"><strong><em><span style="font-size:12pt;">Das Kinderhaus II: Die Innenansicht</span></em></strong></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><strong><em><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></em></strong></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><em><span style="font-size:12pt;"> </span></em></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Als öffentliches Dienstleistungsangebot in einer pluralistischen Kultur kann das </span><span style="font-size:12pt;">Kinderhaus nicht besondere Lebensent würfe als die ‚richtigen’ verbindlich machen wollen. Menschenbilder und Erziehungsziele gehören nicht zu seinem Pensum.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/kinderhaus0002_edited%20%282%29.jpg?hl=de"><img style="border:0 none;" src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/kinderhaus0002_edited%20%282%29.jpg?hl=de&#38;display=thumb&#38;width=420&#38;height=420" alt="" width="420" height="286" /></a><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Erziehung ist, wo sie gelingt, eine Leistung der Heranwachsenden selbst, und besteht im wesentlichen darin, sich aus gegebenen Bedingungen selbst heraus zu finden. Berufsmäßige Pädagogik ist daher keine lineare Verkettung von Ursachen und Wirkungen, sondern lediglich die Gestaltung eines Bedingungsgefüges. „Erziehung meint hier nichts anderes als den alltäglichen Umgang.“ (Hans Hermann Groothoff) Das ‚pädagogische Verhältnis’ jedoch „im engeren und eigentlichen Sinn ereignet sich und ist möglich und nötig nur von Fall zu Fall“. Es ist kein Zustand, der sich herbeiführen läßt, sondern ein Glück, das sich manchmal einstellt, wenn günstige Bedingungen gegeben sind. Es ist personale Begegnung und darum nicht operationalisierbar. (Die Plethora des pädagogischen Personals zählt zu den einengenden Bedingungen.)</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"> </span><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Wie jeder Haushalt, ist das Kinderhaus sowohl Versorgungsbetrieb als auch Stätte persönlichen Lebens. Es vereinigt unter seinem Dach eine sachliche (Leistungs-) Dimension mit einer leidenschaftlichen (Ausdrucks-) Dimension. Im Unterschied zu den weitgehend auf die Beziehungsebene geschrumpften familialen Kleinsthaushalten unserer Tage kann es aber, als großer Haushalt, beide Ebenen scheiden und gesondert darstellen. Es begründet damit einen Spiel-Raum, in dem seine Bewohner Nähe und Distanz jeweils neu ausbalancieren können. Es stellt insofern einen grundsätzlich heilsamen Ort dar, denn es ermöglicht ein Unterbrechen beginnender Chronizisierung und bietet die Chance zu einem Neuanfang. Die Wirksamkeit weitergehender therapeutischer Eingriffe beruht auf der Möglichkeit solch einstweiliger Abstandnahme von „den Andern“, von der bisherigen Lebensgeschichte und von sich selbst.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Der ‚äußeren’ Aufgabe eines jeden, Nähe und Distanz ins Verhältnis zu setzen, korrespondiert die ‚innere’ Aufgabe, die regressiven mit den progressiven Persönlichkeitsanteilen abzustimmen, wenn anders ‚Spaltung’ und ‚Rückzug aus der Welt’ vermieden werden sollen. Diese Abstimmung ist besonders durch die heftigen Progressions-Schübe der Pubertät gefährdet; zumal in einem Erziehungssystem, das kindlichen Unfug als pathologisches Symptom verfolgt.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Progression geschieht als Weltbezug, Leistung und Verkehr. Regression bedeutet Selbstbezug, ‚Ausdruck’ und Intimität. Der Raum der einen heißt Gesellschaft, der der anderen Gemeinschaft. Als leistungsbezogener großer Haushalt hat das Kinderhaus eine gesellschaftliche Dimension, die allen erlaubt, miteinander verkehren zu können, ohne einander nahetreten zu müssen. Als Stätte personalen Lebens bietet es Raum für die Bildung von Gemeinschaften, in denen die, die sich nahestehen, beieinander sein können.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Verordnete Nähe ist pathogen. Das Kinderhaus gibt seinen Bewohnern keine Gruppenstrukturen vor, in die sie sich fügen sollen. Kinder können die Gemeinschaften, deren Intimität sie suchen, alleine und ohne das Dazwischentreten eines erwachsenen Bezugsvirtuosen bilden. Ihre spontanen Gruppenbildungen tragen wahlverwandtschaftlichen, „bruderschaftlichen“ Charakter und sind, als personale Begegnung im freien Spiel von Trennen und Verbinden, wesentlich informell; sie überschneiden einander („Geflecht“, L. Krappmann) und lassen sich nicht sondern und ‚verfassen’. Ein zuständiger Betreuer kann ihnen daher nicht beigeordnet werden.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Das Kinderhaus erkennt erstmals die erzieherische Bedeutung der Kinderfreundschaften ausdrücklich an und macht sie zum Bestandteil seiner inneren Verfassung.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Soll Nähe gewählt werden können, muß zuerst Distanz möglich sein. Einem jeden muß sein persönliches Rückzugsgebiet garantiert sein. Wie jedes Kind ein „Recht auf sein Geheimnis“ hat (Janusz Korczak), so hat es ein Recht auf Alleinsein. Jedes Kind hat ein Recht auf seine eigenen vier Wände und auf die Tür, die es hinter sich zumachen kann.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Die Kinder werden im Kinderhaus in Einzelzimmern wohnen.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/kinderhaus0001_edited%20%282%29.jpg?hl=de"><img style="border:0 none;" src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/kinderhaus0001_edited%20%282%29.jpg?hl=de&#38;display=thumb&#38;width=420&#38;height=420" alt="" width="291" height="420" /></a><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Soll Nähe gewählt werden können, muß eine Auswahl möglich sein. Es müssen genügend Menschen anwesend sein.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Soll Nähe gewählt werden können, muß man die andern kennen. Es dürfen nicht zu viele Menschen anwesend sein, weil sonst der Überblick verloren geht.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">In jedem Kinderhaus soll Raum für etwa zwanzig Kinder sein.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Auch unter den erwachsenen Haushaltsangehörigen sollen die Kinder diejenigen auswählen können, deren Nähe sie wünschen; doch nicht nur unter jenen. Die Öffnung des Kinderhauses für pädagogische Laien dient auch diesem Ziel. </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Im Übrigen wird es im Kinderhaus keine Unterscheidung zwischen pädagogischem und hauswirtschaftlichem Personal geben. Für ‚Beziehungen’ sind alle gleichermaßen zuständig.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Andere ‚Srukturen’ &#8211; Zeitpläne, Aufgabenverteilung, räumliche Gliederung &#8211; , als die sich aus den Erfordernissen des Haushaltes augenfällig von selbst ergeben, hat der Alltag des Kinderhauses nicht nötig. Sein Rahmen ist weit und fest, weil er einfach ist. Es bedarf daher keiner erklügelten Hausordnung. Die Regeln des täglichen Verkehrs können sich auf den ‚gesellschaftlichen’ Leistungsbereich beschränken und in ständiger Übung „von selbst ergeben“.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Der selbstregulierenden Dynamik freier Geselligkeit wird zuerst eine Chance gegeben, damit normative Interventionen der erwachsenen Professionellen im Grenzfall als Ausnahmen die Regel bestätigen können. Dabei ist es notwendig, die private und die öffentliche Sphäre des Lebens im Kinderhaus so voneinander zu scheiden, daß Verkehrsstörungen und öffentliche Geltungsprobleme nicht die persönlichen Beziehungen ergreifen, und daß persönliche Konflikte nicht zum öffentlichen Thema werden müssen. Was öffentlich ist, wird nicht privatisiert, und was privat ist, nicht veröffentlicht. Jeder soll jederzeit aus dem einen Bereich in den andern ausweichen können. Die Informalisierung der Gruppenstrukturen f</span><span style="font-size:12pt;">ü</span><span style="font-size:12pt;">hrt in das Anstaltsleben eine Instanz „negativer Rückkoppelung“ (Norbert Wiener) ein und erlaubt, daß ein Großteil der Alltagskonflikte ‚sich von allein regeln’ können &#8211; ohne Eingriff einer überlegenen fachlichen Intelligenz.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Nicht dem Erreichen gesetzter Erziehungsziele und der ‚Arbeit am Kind’ gilt das Hauptaugenmerk der professionellen Pädagogen im Kinderhaus, sondern der Qualität des Zusammenlebens selbst. Letztere ist nicht die Resultante von soundsoviel individuellen ‚Behandlungsplänen’, sondern eine Realität sui generis. Als „Raumklima“ ist sie unmittelbarer Ausdruck des Lebensgefühls seiner Bewohner. Es bildet die Zuversicht der Kinder ab, daß sie sich-selbst herausfinden werden aus den Bedingungen, die ihnen dort gegeben sind. Finden sie diese Zuversicht, dann wird es ihnen auch gelingen. Die Bedingungen so anzuordnen, daß die Zuversicht wachsen kann, ist die eigentliche Leistung des Pädagogen.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Dadurch ändert sich, verglichen mit herkömmlichen Erziehungsanstalten, seine Stellung im Alltag des Kinderhauses. Er ist hier nicht in erster Linie Funktionär einer gefaßten pädagogischen Absicht, sondern unmittelbar: Teilnehmer. Er unterscheidet sich von anderen durch seine persönlichen Eigenschaften, von denen er jeweils ‚mehr’ oder ‚weniger’ hat als jene, und daß er in allen Bereichen &#8211; auf der sachlichen Versorgungs-, wie auf der persönlichen Beziehungsebene und im Austausch mit dem gesellschaftlichen Umfeld &#8211; größere Verantwortung übernimmt als die Kinder, verdankt sich dem biographischen Umstand, daß er erwachsen ist; nicht aber einer besonderen professionellen Fertigkeit. Von den Kindern unterscheidet er sich nur noch graduell, nicht mehr funktional.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/RMfkiez2.jpg?hl=de"><img style="border:0 none;" src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/RMfkiez2.jpg?hl=de&#38;display=thumb&#38;width=420&#38;height=420" alt="" width="420" height="287" /></a><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Die spezifisch professionelle, weil absichtsvolle Seite seiner Tätigkeit (=„Arbeit“) findet nicht im alltäglichen Umgang statt; dieser ist vielmehr unmittelbar und persönlich. Sondern findet statt in den dienstlichen Sitzungen außerhalb des Alltags. Deren fachliche Aufgabe besteht nicht in der (positiven) Ausarbeitung pädagogischer Handlungsstrategien, sondern in der (kritischen) Reflexion auf die pädagogischen Haltungen einerseits, und in der &#8211; stets neuen – Einsicht in die Sozio- und Psychodynamik des geselligen Prozesses andererseits. Dort werden nicht praktische Anweisungen formuliert, sondern werden die Maßstäbe der Pragmatik prüfend gesichert. Die Dienstbesprechung ist ihrem Sinn nach Instanz der Selbstkontrolle. Sie ist nicht Teil des Alltags, sondern sein Spiegel.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Denn der Auftrag des Pädagogen ist paradoxal. Er soll sein Erwerbsleben so führen, ‚als ob’ es sein Privatleben sei. Zugleich soll er die Trennbarkeit von Öffentlichem und Privatem garantieren, damit Nähe und Distanz wählbar bleiben. Er soll über die Scheidung von ‚Objektebene’ und ‚Beziehungsebene’ wachen, aber sein ‚Objekt’ ist selber eine ‚Beziehung’. Sein Berufsalltag ist ein Drahtseilakt zwischen Authentizität und Simulation und hat wesentlich artistischen Charakter. Wie jeder Künstler bedarf er der fachmännischen Kritik; deren Forum ist die Dienstbesprechung. Und darum soll er in der Regel nicht allein ‚Dienst tun’, sondern stets einen Mitartisten zur Seite haben, der ihm bei seiner Darbietung zusieht.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Da er von berufswegen ein Doppelleben führt, bedarf er selber helfender Beratung. Die regelmäßige Präsenz externer Fachbeobachter &#8211; Psychiater, Soziologen, Systemberater… &#8211; dient der Supervision, nicht der Praxisanleitung. Was er ‚tun soll’, muß (und kann nur) der Pädagoge in jedem Moment selber wissen. Dazu braucht er einen freien Kopf, und den verschafft ihm allein regelmäßige ‚Reinigung’ durch Selbstreflexion &#8211; außerhalb des Berufsalltags.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Maßstab der Selbstreflexion ist, für die Einzelnen wie für die ‚Institution’, vorliegende Konzeption sowie die „Kleine Erziehlehre“. Einmal jährlich wird eine Gesamtbilanz gezogen. Der Leiter der Einrichtung verantwortet die Gültigkeit vorliegender Konzeption nach innen und außen. Im Übrigen schafft der Verbund eine dauerhafte, fachlich qualifizierte Öffentlichkeit, die die Verbindlichkeit der Maßstäbe garantiert.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Die im Kinderhaus angestellten Erwachsenen teilen und verantworten gleichrangig das Leben der ihnen anvertrauten Kinder in allen seinen Bereichen. Haushaltsführung, ‚Beziehungsarbeit’ und Austausch mit dem Umfeld (Nachbarschaft, Schule, Behörden) sind dabei gleichermaßen ‚wichtig’ und gleichermaßen ‚pädagogisch’. (Sie teilen und verantworten nicht allein. Doch das Wirken anderer Interventen im ‚Feld’ geht ein in die Bedingungen ihres Handelns und verkürzt nicht ihre Verantwortung; Verantwortung ist kein teilbarer Kuchen.)</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">In der Haushaltsführung lassen sich zwei Aufgaben spezifizieren, die ein besonderes handwerkliches Können verlangen: Die Gestaltung der gemeinsamen Mahlzeiten und die Ausgestaltung des Wohnraums. Beide gehen unmittelbar ein in die Qualität des Zusammenlebens. Küchenchef und Hausmeister sind kein </span><span style="font-size:12pt;">techni-sches Hilfspersonal, sondern zusätzlich qualifizierte Professionelle.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Auch die angestellten Erwachsenen &#8211; und gerade sie &#8211; sollen den ihnen zuträglichen Grad von Nähe und Distanz jeweils selbst wählen können; vor allem zu ihren Kollegen. Aus berufshygienischen Gründen ist es daher im allgemeinen nicht ratsam, daß die Angestellten ebenfalls, wie die Kinder, im Kinderhaus wohnen; wenn es auch ‚eigentlich’ logisch erschiene… Es muß genügen, wenn lediglich der Leiter dort seine Wohnung nimmt.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Im Rahmen des Verbundes wird es möglich sein, daß die pädagogischen Mitarbeiter aus dem Kinderhaus in die Feld-Arbeit überwechseln.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><br />
</span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:left;"><span style="color:#c0c0c0;"><span style="font-size:medium;"><strong><em><span style="font-size:12pt;">Feld-Arbeit</span></em></strong></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><strong><em><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></em></strong></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><em><span style="font-size:12pt;"> </span></em></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Ein Anspruch auf Hilfe zur Erziehung wird nach § 27 KJHG durch die Tatsache begründet, daß „eine dem Wohl des Kindes oder Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist“. Zu einer Ergründung von Ursachen („Ätiologie“) und zu einer diagnostischen Wertung (etwa: „gefährdet oder geschädigt“) ist nach Geist und Buchstab des neuen Gesetzes niemand mehr aufgerufen. Ist jene Tatsache einmal festgestellt, überprüft das Jugendamt im Hinblick auf eine mögliche Übernahme der Kosten, ob eine angebotene Hilfe „geeignet und notwendig“ ist. </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="text-align:right;clear:both;"><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/RMfkiez6.jpg?hl=de"><img style="border:0 none;" src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/RMfkiez6.jpg?hl=de&#38;display=thumb&#38;width=420&#38;height=420" alt="" width="420" height="287" /></a></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Wenn ein Kind und seine Familie entschlossen sind, sich voneinander zu trennen, so ist in der Regel davon auszugehen, daß eine dem Wohl des Kindes entsprechende Erziehung zum gegebenen Zeitpunkt nicht (mehr) gewährleistet ist. Das Kinderhaus bietet Hilfe in grundsätzlich allen Fällen an, wo ein Kind aus dem einen oder andern Grunde nicht mehr im Haushalt seiner Eltern wohnen kann oder will und nicht wesentlich jünger als zehn, aber auch nicht älter als vierzehn Jahre ist. Diese pragmatische Indikation reicht als Aufnahmebedingung aus. Ob und welche zusätzlichen Hilfsangebote angezeigt sind, wird sich im Verlauf des Aufenthalts im Kinderhaus selbst erweisen.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Ob eine Unterbringung in einem fremden Haushalt notwendig wird (i. S. v. § 34 KJHG), hängt davon ab, „wie ernst“ es dem Kind und der Familie mit ihrem</span><span style="font-size:12pt;"> Trennungswunsch ist. Diese Frage ist jedoch nicht durch gutachtlichen Sachverstand zu entscheiden, sondern wiederum nur pragmatisch: durch Erprobung. Ausreißen und Verstoßung sind Gesten, die oft ihr Gegenteil bedeuten sollen. Darüber können sich die Beteiligten nicht durch Introspektion Gewißheit verschaffen, sondern indem sie zur Tat schreiten. Dann steht eine Trennung nicht am Schluß, sondern am Beginn eines Prozesses von helfender Beratung (und kann entsprechend kurz gehalten werden). Das Kinderhaus übernimmt so die Aufgaben eines Kindernotdienstes und leistet einen Beitrag zur Zivilisierung der ‚Ausreißerkultur’ (Stierlin).</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Wenigstens vier von je zwanzig Zimmern sollen daher für kurzfristige und Notaufnahmen bereitstehen.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Die Frage, ob ein Hilfsangebot im gegebenen Fall „geeignet“ ist oder nicht, wird von den beteiligten helfenden Beratern je nach ihrer eigenen beruflichen Perspektive oft unterschiedlich beantwortet. ‚Objektive’ Antworten sind in diesem Bereich nicht möglich; man kann nur versuchen, bekannte Fehlerquellen auszuschließen. Die mittlerweile üblichen Fallkonferenzen dienen diesem Zweck.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Fallkonferenzen, bei denen nur Vertreter von helfenden und verwaltenden Institutionen das Wort haben, laufen Gefahr, deren eigene Interessen stärker zu gewichten, als dem je individuellen ‚Fall’ zuträglich ist. (Das gilt für das geldgebende Jugendamt ebenso wie für ein unterm Belegungsdruck ächzendes Kinderheim und eine überforderte Schule.) Es ist nötig, in den Entscheidungsfindungsprozeß frühzeitig Fachleute einzuführen, die am Ausgang jenes Prozesses kein eigenes berufliches Interesse haben, weil ihre Arbeitsstelle nicht einzelnen ‚Fällen’ und deren ‚Lösung’ zugeordnet ist, sondern, dem ‚ganzen Feld’.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="text-align:right;clear:both;"><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/RMfkiez5.jpg?hl=de"><img style="border:0 none;" src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/RMfkiez5.jpg?hl=de" alt="" /></a></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Direkt beim Träger des Kinderhausverbundes werden darum Sozialarbeiter angestellt, deren Tätigkeit nicht auf die einzelnen Kinderhäuser, sondern auf die jeweiligen Wohnquartiere bezogen ist und in sich Merkmale des Streetworkers, des Familienhelfers und der klassischen Familienfürsorge mit denen eines Heimberaters vereinigt. Sie sollen im Vorfeld des Kinderhauses informellen Kontakt zu den möglichen Nutzern aufnehmen und das Kind und seine Familie mit den vorhandenen Hilfs-Ressourcen bekannt machen. Es obliegt dabei ihrem eigenen fachlichen Urteil, zu welcher Hilfsmöglichkeit sie den Nachfragern raten &#8211; und, wenn sie dafür Gründe sehen, von der einen oder andern Möglichkeit abzuraten. Ihre Aufgabe gegenüber den Einrichtungen der Sozialarbeit ist nicht die des Zuträgers, sondern die eines Vermittlers zwischen Nutzern und Anbietern; insofern beraten sie beide Seiten.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Hat sich ein Kind zum Einzug in das Kinderhaus entschlossen, haben die polyvalenten ‚Feldarbeiter’ die Aufnahme vorzubereiten, den ‚Fall’ gegenüber dem Jugendamt zu vertreten und während des ganzen Aufenthalts des Kindes im Kinderhaus für dessen regelmäßigen Verkehr mit seiner Familie zu sorgen und, wenn sie es als nötig erachten, weitergehende therapeutische Eingriffe (Systemberatung o.ä.) in die Wege zu leiten. (Wo Eingriffe in die ‚Tiefen’ der kindlichen Persönlichkeit angezeigt sind, ist es die Trennung von der Familie in der Regel nicht, und umgekehrt.) Sie handeln den Kontrakt zwischen Kinderhaus und Familie aus (z.B. die voraussichtliche Aufenthaltsdauer betreffend, Familienkonferenzen usw.) und wachen &#8211; als Vertragspartner &#8211; über dessen Einhaltung. Sie sorgen für turnusmäßige Fallkonferenzen und regen, wenn es soweit ist, die Rückkehr des Kindes nach Hause an und beraten die Familie nach ihrer Wiedervereinigung.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Im Rahmen des Verbundes wird es möglich sein, daß Feld-Arbeiter in die Kinderhäuser überwechseln.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">Bewohnern des Kinderhauses, die mit fünfzehn, sechzehn Jahren der Kindergesellschaft entwachsen sind, soll der Übergang in selbständigere Wohnformen &#8211; WGs, betreutes Wohnen u.a. &#8211; ermöglicht werden, sofern sie aus dem einen oder andern Grund nicht in den Haushalt ihrer Familie zurückkehren können oder wollen. Diese ‚Nachbetreuung’ zählt zu den vornehmsten Aufgaben der Feldarbeiter. Sie haben die erforderlichen Nachfolgeeinrichtungen gegebenenfalls selber zu initiieren.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;">In dem Maße, wie das Kinderhaus als reguläre Dienstleistung ins Bewußtsein der Öffentlichkeit dringt, wird der Erstkontakt zwischen Kinderhaus und Nutzern teils im Kinderhaus selbst, teils durch die Feldarbeiter hergestellt. Während der Aufbauphase des Verbundes, solange erst ein oder zwei Kinderhäuser isoliert im Raum stehen, wird dieser Kontakt, wie in einem herkömmlichen Kinderheim, durch die Jugendämter vermittelt werden müssen. Das Kinderhaus wird die Arbeit mit den Familien, die Fallkonferenzen und weiterführende therapeutische Leistungen in dieser Phase aus eignen Mitteln veranstalten. Dabei ist es sich der Versuchung bewußt, in die eigne Tasche zu wirtschaften, und ist von Anbeginn bestrebt, jene Aufgabe an Professionelle abzutreten, deren berufliche Existenz von der Belegungsrate des Kinderhauses unabhängig ist.</span></span></span></p>
<p style="margin-top:0;margin-bottom:0;margin-right:0;font-family:times new roman,serif;text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:medium;"><span style="font-size:12pt;"> </span></span></span></p>
<div style="text-align:right;"><span style="color:#888888;"><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/boxplatz%20%282%29.jpg?hl=de"><img style="border:0 none;" src="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/boxplatz%20%282%29.jpg?hl=de" alt="" /></a><strong><span style="font-size:14px;"><span style="font-size:18px;"><span style="font-size:18px;"><span style="font-size:14px;"> </span></span></span></span></strong></span></div>
<div style="text-align:right;"><span style="color:#c0c0c0;"><strong><span style="font-size:14px;"><span style="font-size:18px;"><span style="font-size:18px;"><span style="font-size:14px;"><em>D</em></span></span><span style="font-size:14px;"><span style="font-size:18px;"><span style="font-size:12px;"><span style="font-size:14px;"><em>iaphora</em>. </span></span><span style="font-size:14px;">Gesellschaft für neue Erziehung mbH (g</span></span></span></span></span><span style="font-size:12px;"><span style="font-size:14px;">emeinnützig</span></span><span style="font-size:14px;">)</span></strong></span></div>
<div style="text-align:right;"><span style="color:#888888;"><span style="font-size:x-small;">Geschäftsführer Jochen Ebmeier</span></span></div>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="font-weight:bold;"> </span></span></span></span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"><span style="color:#666666;"><span style="color:#800000;"><span style="font-weight:bold;">NB</span>:</span> Aufgrund der voranstehenden Konzeption erteilte die Berliner Senatsjugendverwaltung im Mai 1994 die Betriebsgenehmigung für das Kinderhaus <em>Little space</em> in der Boxhagener Straße in Friedrichshain. Leider mußte es schon im Winter wieder schließen.</span></span></span></p>
</div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Eine Steinzeit-Technologie? ]]></title>
<link>http://neusozialarbeit.wordpress.com/2009/02/06/eine-steinzeit-technologie-2/</link>
<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 11:43:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>Johann Ohneland</dc:creator>
<guid>http://neusozialarbeit.wordpress.com/2009/02/06/eine-steinzeit-technologie-2/</guid>
<description><![CDATA[Die Sozialarbeit vor ihrer Dritten industriellen Revolution Kästchendenken … . In der industriellen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="margin:0 0 .0001pt;"><strong><em><span style="font-family:Garamond;color:#716059;"> </span></em></strong><strong><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#424142;">Die Sozialarbeit vor ihrer Dritten industriellen Revolution</span></strong></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><strong><span style="font-family:Garamond;color:black;"> </span></strong></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/steinzeit2_das_experimen.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-436" title="steinzeit2_das_experimen" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/steinzeit2_das_experimen.jpg?w=460&#038;h=285#38;h=285" alt="" width="460" height="285" /></a></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &#60;![endif]--><!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:Garamond; 	panose-1:2 2 4 4 3 3 1 1 8 3; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:647 0 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} a:link, span.MsoHyperlink 	{color:blue; 	text-decoration:underline; 	text-underline:single;} a:visited, span.MsoHyperlinkFollowed 	{color:purple; 	text-decoration:underline; 	text-underline:single;} p 	{mso-margin-top-alt:auto; 	margin-right:0cm; 	mso-margin-bottom-alt:auto; 	margin-left:0cm; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --><!--[if gte mso 10]&#62; &#60;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman";} --> <!--[endif]--></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">Kästchendenken …</span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">In der industriellen Fertigung ist es seit Jahren eine Binsenweisheit: Von ei­nem bestimmten Stand der technologischen Entwicklung an schlägt die Arbeitstei­lung um aus einem Antrieb in ein Hemmnis der Produktivität. In dem nach seinem ersten Theoretiker, dem amerikanischen Ingenieur <em>F. W. Taylor </em></span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/regal_1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-437" title="Regal" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/regal_1.jpg?w=240&#038;h=180#38;h=180" alt="" width="240" height="180" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">benannten System der mechanisierten Fabrik galt es, alle Arbeitsgänge in kleine, einfache Sequenzen zu zergliedern und auf routinierte Spezialisten zu verteilen. Für die Abstimmung der atomisierten Teilarbeiten aufeinander sorgte die höhere</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Intelligenz der Geschäftsleitung. Aus den Montagehallen Henry Fords nahm Taylors System seinen Siegeszug durch die Welt.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;"><br />
</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Doch eines Tags war der Punkt erreicht, wo die Zeitersparnis, die man durch gezielte Perfektionierung voneinander isolierter Arbeitsgänge erreichen konnte, wieder wett-gemacht wurde durch die sinkende Anteilnahme des Arbeiters an seinem Werk: Die Diskussion um die Humanisierung der Arbeitswelt zielte auf Seiten der Industrie von Anbeginn auf Steigerung der Produktivität durch erneuerte Arbeitsfreude. Von einem bestimmten Grad der Qualifikation an ist es nämlich, menschlich gesprochen, unver-meidlich, daß die Arbeitskräfte auch gewisse kulturelle Ansprüche an ihre Tätigkeit entwickeln. Man kann das eine nicht ohne das andere haben. </span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">…und Tonnenideologie </span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Der parzellierten Organisationsform des Arbeitsvorgangs entsprach freilich eine bestimmte Art des Produkts: Das Taylor-System gehört zu einer </span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/tonne.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-438" title="tonne" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/tonne.jpg?w=300&#038;h=199#38;h=199" alt="" width="300" height="199" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Massenproduktion, die auf eine gewisse Anzahl verhältnismäßig einfacher Durch- schnittsbedürf- nisse berechnet ist; wobei die Qualität dann standardisiert werden kann. Kästchendenken und Tonnenideologie liegen nah beieinander &#8211; wenn nämlich ein Experte der indifferenten Masse ‘Bevölkerung’ nach Maßgabe seiner Kapazitäten ‘Bedürfnisse’ zurechnet, die er dann planmäßig “abdeckt”. Da der Experte den Markt immer nur über den Daumen anpeilen kann, werden in diesem industriellen System tote Kosten in Gestalt von brachliegenden Ressourcen und Produktion auf Halde nicht ausbleiben.</span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;">
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">In einer Gesellschaft, die durch Individualisierung, Differenzierung und Pluralisierung gekennzeichnet ist, nimmt diese Vergeudung überhand, denn die Nachfrage individualisiert sich mit den Lebensstilen. Namentlich Hersteller sehr teurer Produkte &#8211; Autos z. B. &#8211; müssen Formen industrieller Fertigung entwickeln, die unmittelbar auf spezifische Nachfragen reagieren können, wenn (und  wo) sie ’sich zeigen’ &#8211; um nicht einen Teil der Ressourcen auf Verdacht in Vorratslagern brachlegen zu müssen.</span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;">
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">the Human factor</span></em></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;">
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Das macht die Wiedereinführung der menschlichen Intelligenz in den Produktionsvorgang erforderlich. In der </span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/moderntimes4.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-439" title="Charlie Chaplin in Modern times" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/moderntimes4.jpg?w=414&#038;h=321#38;h=321" alt="" width="414" height="321" /></a></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Taylor-Fabrik war die produktive Einbildungskraft des lebendigen Arbeitsvermögens lediglich eine virtuelle Fehlerquelle, </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">die möglichst auszuschalten war: Auf perfekt routinierte  Handlungsabläufe reduziert, war die Arbeitskraft zu einem Subsystem der Maschine geworden. Nun sollen die brachliegenden humanen Reserven mobilisiert werden ; der mitdenkende Arbeiter, dessen Entscheidungskompetenz gefordert ist, soll den Produktionsap­parat flexibler machen.</span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;">
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Nach einem mißlungenem Anlauf in Schweden (Volvo) in den siebziger Jahren hatte das neue System in den Achtzigern in Japan (Toyota) seinen Durchbruch und ist, über Amerika, inzwischen auch in die deutsche Automobilindustrie eingekehrt. </span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">,</span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;">
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">‘Funktionsintegration’ durch Gruppenarbeit heißt das neue Stichwort, statt Spezialistentum ist Polyvalenz gefordert: Der eine soll an die Stelle des andern treten können. Wobei ‘Rotation’ nicht etwa das Ende der Arbeitsteilung bedeutet, sondern deren Höhepunkt: Eine umfassend qualifizierte Equipe verteilt die Aufgaben in eigner Verantwortung jedesmal neu, pragmatisch und je nach Lage der Dinge. Und ebenso pragmatisch kooperieren die Equipen auch horizontal miteinander, ohne zeitraubenden Instanzenweg. Die Informationen fließen direkt, ohne unnötige Redundanz, ‘Rauschen’ und Übertragungsverluste. ‘Flache Hierarchien’ &#8211; und am besten gar keine &#8211; sind Folge und Bedingung einer solchen Arbeitsorganisation. </span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;">
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Doch was in der industriellen Fertigung, wo man es mit toten Stoffen zu tun hat, schon selbstverständlich ist, ist es ausgerechnet in der Sozialarbeit, alias Helfende Beratung, wo man doch mit lebenden Menschen zu tun hat, noch lange nicht. &#8211; Paradox?</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Daß die spezialisierten Dienste, daß die ‘zuständigen’ Ämter und Abteilungen ei­fersüchtig über ihre geschützten Jagdgründe wachen und darüber, daß ja kein Loch in die Wände ihrer fachlichen Schubläden gebohrt wird &#8211; ist es absurd? Lauscht man den Klängen aus den Brüos der Jugendbehörden, so “muß das so sein”. Es sei nämlich die natürliche Folge des KJHG, welches in soundsoviel Paragraphen soundsoviel Bedarfe definiert, indem es soundsoviele Leistungen aufzählt, die ihnen entsprechen &#8211; und vor allem soundsoviel Töpfe schafft, aus denen das Geld kommt. Folgt aus dieser gesetzlichen Prämisse der Jugendhilfe ihre Parzellierung in </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">ebensoviele spezialisierte ‘Dienste’ mit sachlicher Notwendigkeit?</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">Landnahme</span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Mitnichten. Zuerst waren nämlich die vielen Dienste da, nicht die gesetzlichen Definitionen. Unterm Dach eines längst obsoleten JWG war ein institutioneller Wildwuchs ins Kraut geschossen, der keiner irgend professionellen Idee gehorchte, sondern lediglich dem Gesetz des geringsten Widerstands: Wo immer der wuchernde Berufsstand der Helfenden Berater eine “L</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">ü</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">cke” im System der (bezeichnenderweise so genannten) “psychosozialen Versorgung” erspähte, da sickerten sie ein, “deckten” sie “ab” und verteidigten die neugewonnene Parzelle mit Klauen und Nägeln gegen eine nimmermüde Konkurrenz.<a rel="nofollow" name="_ednref1"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=7617"><span><span style="color:purple;">[1]</span></span></a> Das Kästchendenken ist ein Produkt des Aneignungsprozesses. Die Paragraphen des KJHG sanktionierten dann nur noch den Status quo von 1990; sie beschreiben einen (dagewesenen) Zustand, aber begründen tun sie nichts.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/deutschorden.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-440" title="Deutscher Ritterorden" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/deutschorden.jpg?w=210&#038;h=162#38;h=162" alt="" width="210" height="162" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Die</span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> junge Standesgeschichte der Sozialarbeit/Sozialpädagogik </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">ist die Geschichte einer Landnahme, und die äußert sich treffend in einer herrschaftlichen Metaphorik.Ihre Kampflosung heißt “Defizit”.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Das ist eine verschämte Sekundärbildung zu ‘Defekt’, von lat. <em>deficere</em>, und beide bedeuten, daß “etwas fehlt”. Doch daß etwas fehlt, kann nur der aussagen, der weiß, was ‘eigentlich’ alles da sein müßte; einer, der es besser weiß (und besser kann) als andere. Das Eroberungs- und Besitzstandswahrungs-Motiv der Professionellen reproduziert täglich neu eine hoheitlich-normative Fachlogik der Sozialen Arbeit, die “eigentlich” längst erledigt war. Was Ausnahme ist und was Regel, wer kann es noch sagen? Es ist gar keine Frage der richtigen Lehre mehr, sondern eine praktische Evidenz: Selbst wenn sie es wollte, die Sozialarbeit kann gar nicht mehr normativ sein &#8211; weil die verbindlichen Normen fehlen. Nichts ist mehr selbstverständlich.  Was der Einzelne soll, ist problematisch geworden. Und wird erstmal das Sollen zweifelhaft, ist bald auch das… Sein nicht mehr ganz faßbar.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">sich-selbst heraus-finden</span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Es muß nun jeder sehen, wo er bleibt. Die gesellschaftlichen Institutionen ent­lasten ihn weiterhin &#8211; beim Gehen, aber nicht mehr von der Wahl seines Weges. Wohin er soll, muß jeder selbst herausfinden. Dabei ist die Lage, in der er steckt, unübersichtlicher denn je. Mit den ehrwürdigen Ordnungen sind auch die Orientierungsmarken geschwunden. Anything goes &#8211; woran soll man sich da noch halten? Was wichtig ist und was nebensächlich, verschwimmt in Gleich-Gültigkeit. Die Situation, in der sich einer befindet, mag ihm da leicht als ein Knoten vorkommen, in den er so fest verstrickt ist, daß er sich nicht mehr von Andern unterscheiden kann.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Daß einer allein nicht mehr zurechtkommt, ist in einer solchen Welt kein Defizit mehr, sondern gehört selber zur Norm. Helfende Beratung ist eine reguläre Dienstleistung geworden, die jeder früher oder später mal in Anspruch nimmt &#8211; in diesem Lebensbereich oder in einem andern. Rechtsberatung, Steuerberatung, Schönheitsberatung, Gesundheitsberatung, Anlageberatung &#8211; und Beratung in Fragen der privaten Lebensführung.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;">
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Damit ist der gesellschaftliche Platz der Sozialarbe</span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/gestrupp.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-441" title="Gestrüpp" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/gestrupp.jpg?w=300&#038;h=225#38;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">it radikal neu definiert. Nicht mehr Fürsorge, Anleitung und Versorgung im defizitären Ausnahmefall; nicht Wiederanpassung an eine materiale Norm: So und so sollst du es machen. Sondern helfende Beratung als reguläre Dienstleistung, denn die Norm ist heute nur noch formal: daß sich jeder selbst zurechtfindet. Die “schweren” Fälle unterscheiden sich in solcher Perspektive von den banalen nur noch graduell, nicht kategorial. Die Übergänge sind gleitend, klassifikatorische Rubriken verlieren ihren praktischen Sinn, denn jeder ‘Fall’ ist nunmehr singulär: Welches sein rechter Weg ist, kann keiner wissen als der Ratsuchende selbst. Er muß sich-selbst heraus-finden aus dem mehr oder minder festen Knoten, in dem er steckt. Wo er lang soll, kann kein Wegweiser ihm zeigen, er muß finden, indem er geht. Auch das schönste Ziel frommt nicht einem Jeden. “Eines schickt sich nicht für alle, schaue jeder, wie er’s treibe. Schaue jeder, wo er bleibe &#8211; und wer steht, daß er nicht falle”: Denn nicht jeder ist dem Weg gewachsen, der zu seinem Ziel führt.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Der helfende Berater hat vor allem einen Vorteil: Er steckt nicht selber in dem Knoten drin, sondern kann ihn von außen betrachten. Er hat Abstand und Übersicht. Seine Fachausbildung hat seinen Blick geschärft und er nimmt Möglichkeiten wahr, die dem Ratsuchenden verborgen sind wie der Wald von Bäumen. Er kann ihm Ausgänge zeigen und ihm Mut machen, daß er finden wird, wenn er sucht. Sich selbst herausfinden in dem Doppelsinn, daß er einen Ausweg sieht &#8211; und daß er unterwegs sich selbst antrifft als einen, der seinem Knoten zwar ‘angehört’, der aber auch herauskann: weil er will.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Diagnostische Begriffe, die dazu dienen, Populationen nach Fallmerkmalen zu sortieren, haben keinen praktischen Zweck mehr. Die Streitfrage, wie weit sie theoretisch gerechtfertigt sind, erledigt sich damit. Selbst in der Medizin ist ja der Begriff der Gesundheit (alias Normalität) nur negativ gefaßt als Abwesenheit von Krankheit: wenn die Funktionen der physischen Organisation ungestört verlaufen. Plausibel ist er auch dem Nichtfachmann, als Leben ohne Beschwerden. Im Bereich des psychischen Befindens fehlen solche Selbstverständlichkeiten. In der bürgerlichen Welt ist das Leben zu einer Aufgabe geworden; also beschwerlich seinem Wesen nach (nicht nur, aber immer auch). Worin die Aufgabe besteht &#8211; was er ’soll’ -, muß indessen jeder selbst herausfinden, siehe oben.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">Diagnosen?</span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Diagnostische Kategorien haben da nur noch heuristischen, erkenntnisleitenden, doch keinen konstitutiven, erkenntnisstiftenden Wert.</span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/mikroskop.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-442" title="Diagnose" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/mikroskop.jpg?w=210&#038;h=210#38;h=210" alt="" width="210" height="210" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> Sie sind ein Hilfsmittel, ein Geländer, an dem sich der Betrachter ins Durcheinander der individuellen Problemlagen vorantastet. Steht er erst mittendrin, kann er loslassen und mit seinen eigenen Augen sehen. Auf wahre Begriffe kommt es ihm nicht an, nur auf gangbare Wege. Er denkt pragmatisch, nicht doktrinal, und von seinen Deutungen weiß er: Alles kann auch anders sein. </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Das sind Binsenweisheiten, die kaum noch wer ausdrücklich bestreitet. Warum sie also wiederholen? </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Weil der diagnostische Sprach- und Denkduktus unter den Praktikern der Sozialarbeit einfach nicht totzukriegen ist. Denn die Wörter, die über die Sozialarbeit gesagt werden mögen, sind willfährig und Schall und Rauch, wenn die sachlichen Voraussetzungen ihrer täglichen Praxis ihnen nicht entsprechen. Für die Praktiker sind ihre sachlichen Voraussetzungen die Institutionen, die sie beschäftigen: die Plethora der um ihren Marktanteil konkurrierenden ‘Dienste’. Wenn aber der Ausgangspunkt der professionellen Reflexion der einzelne ‘Dienst’ und seine spezifische Leistung ist, dann verschwimmen die ratsuchenden Individuen Perspektivisch zum Abstraktum ‘Klientel’, das anhand allgemeiner Merkmale erst noch bestimmten Gesetzen (Begriffen, Typen, ‘Störungen’…) als deren jeweilige ‘Fälle’ zugeordnet werden muß. Die grammatische Unsitte, die weibliche <em>clientela</em> zum unpersönlichen Neutrum ‘das Klientel’ umzutaufen, entlarvt die ganze Logik, die den fachlichen Bestimmungsgrund der Sozialarbeit in der Selbstdefinition der Dienste ansetzt, statt im persönlichen Problem des jeweiligen Nutzers. Der diagnostische Denkstil ist unausrottbar, weil er dazu dient, den konkurrierenden Diensten die Kundschaft zuzuweisen &#8211; nicht zu viel und nicht zu wenig… ‘Das Klientel’ ist ein Kuchen, den es aufzuteilen gilt, und darum kann er nie groß genug sein.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">Generalistik</span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Eine Sozialarbeit, die Berater und nicht mehr Wegweiser sein will, hat es nicht mit Fällen, sondern mit Personen zu tun. Wenn der Berater an dem einen etwas findet, was ihm bei einem andern auch schon auffiel, mag ihm das zur Orientie­rung dienen. Es charakterisiert dann sein eignes Nachdenken; doch nicht den Ratsuchenden. Denn der ist nicht für ihn, sondern er für jenen da. Bestimmungsgrund der Beratung sind nicht der Ratgeber und seine Begriffe, sondern der Ratsuchende und sein Problem, und die sind singulär. Sozialarbeit ist eine zusätzliche Ressource, die den Menschen bei der Bewältigung ihrer Lebensaufgaben zur Verfügung steht. Art und Weise der Hilfe wird bestimmt durch den Gebrauch, den der Ratsuchende von ihr.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> <span style="color:#ffffff;">.</span></span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Die Aufgaben des Sozialarbeiters präsentieren sich dadurch unspezifischer. Er weiß jetzt nicht mehr im Vorhinein, was da auf ihn zukommt. Er weiß nichtmal, ob er ihm gewachsen sein wird. Er steht in einem ‘Feld’ und wartet auf die Nachfrage &#8211; die ’sich zeigen’ muß, ehe er sie erkennen kann. Und dann muß er sich ihr stellen; das heißt: sich auf sie einstellen. Also statt das ‘Feld’ nach allgemeinen Begriffen zu sortieren und aufs besondere Profil der jeweiligen Dienste zu verteilen, “läßt er sie alle kommen” und berät sie so lange, wie er kann. Wenn er dann auch nicht mehr weiter weiß, läßt er sich selbst beraten, oder er rät. Schlimmstenfalls läßt er einen andern ran, vielleicht sogar einen Spezialisten… </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Die Sozialarbeiter müssen wieder zu waghalsigen Generalisten </span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/dietrich.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-443" title="Generalschlüssel" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/dietrich.jpg?w=210&#038;h=158#38;h=158" alt="" width="210" height="158" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">werden, wie sie es in den Anfängen ihres Berufs waren. <a rel="nofollow" name="_ednref2"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=5819"><span><span style="color:purple;">[2]</span></span></a> Als umfassend qualifizierte Professionelle können sie das Spezialistentum überwinden und ihre Arbeitsteilung auf eine höhere Stufe stellen &#8211; als wechselnde Aufgabenverteilung von Fall zu Fall innerhalb einer eigenverantwortlichen Equipe. Daß das “nicht geht”, ist freilich ein verbreitetes Vorurteil &#8211; und beruht auf der eigenartigen Vorstellung, bei der Sozialarbeit käme es auf technische Präzision an und nicht auf produktive Einbildungskraft.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#ffffff;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">unscharfe Logik</span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Doch auch hier zeigt sich das naturwissenschaftliche Denken der zeitgenössischen Technik humaner als die Schubkasten-Logik behördlicher Beziehungsarbeiter. Die elektronische Datenverarbeitung, Prototyp von Präzision und Perfektion, erweist sich nämlich als schwerfällig und… ungenau bei der Darstellung komplexer Sachverhalte. Ihre Sprache kennt nur ja und nein, richtig oder falsch, und ihr ‘Denken’ ist eine lineare Verkettung binärer Sätze.</span></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><span style="color:#ffffff;">…</span></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Damit läßt sich aber nur die Realität im Labor oder einem andern künstlichen System adäquat beschreiben. In der restlichen &#8211; physikalischen bis betriebswirtschaftlichen &#8211; Wirklichkeit sind die Ereignisse immer komplex,</span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/unscharf.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-444" title="unscharf" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/unscharf.jpg?w=241&#038;h=300#38;h=300" alt="" width="241" height="300" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> d. h. vielfältig bedingt. Schon für die Steuerung von Maschinensystemen im produktiven </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Bereich ist die scharfe Ja-Nein-Logik zu ‘genau’ und schematisch; nicht zu reden von unternehmerischen Entscheidungen. Komplexität verlangt nach Vereinfachung &#8211; jedenfalls, wenn gehandelt werden soll. Nicht auf die treue Verrechnung aller Details kommt es an, sondern auf Einstellung, Zentrierung und Umstrukturierung des Wahrnehmungsapparats.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Die Beschreibung ganzer Gestalten erfordert analogisch-qualifizierende, nicht digital-zählende Zeichensysteme. Unterm Namen <em>Fuzzy Logic</em> wird neuerdings die natürliche Sprache mit ihren wertenden, aber vagen Alltagsbedeutungen in die Computertechnik eingeführt, und die ersten fuzzy-technischen Waschmaschinen, Staubsauger und Backöfen kommen gerade auf den Markt, die ihre Aufgaben selbst wahrnehmen und sich in Kenntnis ihrer Möglichkeiten je darauf umstellen können</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Und was heute schon den Staubsaugern zugemutet wird, soll für eine Equipe intelligenter Menschen eine Nummer zu groß sein? Das  wird im Ernst keiner behaupten. Dennoch: “Es geht nicht.” Warum nicht ? Weil es den Beamten in ihren Schubläden nicht gefällt?</span><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#696560;"> </span></p>
<p><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">das praktische Beispiel</span></em><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Ja, so könnte es sein. Es ist jedenfalls der Eindruck, der bei der Betrachtung des höchst aufhaltsamen Aufstiegs des Modells <em>Kinderhaus</em> von der Idee zur Wirklichkeit entsteht. Vor knapp drei Jahren erstmals in der Öffentlichkeit ent­wickelt, war es von Anbeginn als Exempel für die Sozialarbeit neuen Stils konzipiert; gleichzeitig und in Einem: soziokulturelle Tagesstätte für ältere Kinder in den städtischen Wohnvierteln; informelle Anlaufstelle für ratsuchende Kinder und ihre Familien; gesellige Wohnstatt für jene, die &#8211; aus dem einen oder andern Grund &#8211; nicht im Haushalt ihrer Eltern wohnen können oder wollen. Ein integratives Angebot (diesmal paßt das Wort), wo die Schubladenwände zwischen ‘weicher’ und ‘harter’ Jugendhilfe &#8211; zwischen ‘Förderung’/Prävention und ‘Hilfe zur Erziehung’/Intervention &#8211; ebenso gefallen ist wie die zwischen ’stationär’ und ‘ambulant’.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">..</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Nach drei Jahren und viel Mühsal ist im Berliner Arbeiterbezirk Friedrichshain jetzt,</span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/kinderhaus0003_bearbeitet-1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-445" title="Kinderhaus &#34;Little space&#34;" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/kinderhaus0003_bearbeitet-1.jpg?w=268&#038;h=300#38;h=300" alt="" width="268" height="300" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> als Grundstein zu einem Verbund gleichartiger Einrichtungen im ganzen Berliner Raum, das erste Kinderhaus eröffnet worden.  Eine Scheidung  zwischen ‘offenem’ (Club-) und ‘geschlossenem’ (Heim-) Bereich findet nicht statt. Jeder Bewohner kann seinen Freund mit nach oben bringen (denn er hat hier sein eigenes Zimmer und kann die Tür hinter sich zumachen), während Tagesräume und Werkstätten den Kindern der Nachbarschaft offenstehen. Ebenso sind die hier beschäftigten Sozialpädagogen gleichermaßen “für alles zuständig”, eine Auftei­lung der Verantwortung geschieht nicht. Was von innen wie ein Haushalt mit vielen Kindern und mit offenen Türen aussieht, präsentiert sich von außen, d.h. vom ‘Feld’ aus gesehen, als Treffpunkt und Drehscheibe der <em>Kindergesellschaft</em> im Quartier &#8211; und das ist die Perspektive, auf die es fachlich ankommt.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Freilich kein Angebot an alle Welt, sondern für eine bestimmte Stufe auf dem Lebensweg: die ehedem so genannten Flegeljahre, heute von der Berliner Behörde “Lücke-Alter” getauft, weil sie nicht weiß, was sie damit machen soll. Doch nicht die Professio-nellen weisen hier einem Klienten seinen Stand zu, sondern er selbst weist sich als dazugehörig aus &#8211; indem er ‘das Angebot annimmt’. Da es aber der Lebensabschnitt ist, der sich durch das ‘Drama von Trennung und Versöhnung’ (H. Stierlin) auszeichnet, bleibt es nicht aus, daß eine Menge Krisenfälle darunter sind; und daß hier und da helfende Beratung in engerem Sinn angezeigt ist. Indes wird sich der Bedarf umso freier zu erkennen geben, je weniger die Professionellen danach spähen: der diagnostische Blick schreckt ab. </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Oftmals kann die einstweilige Abstandnahme zwischen Eltern und Kindern den familiären Knoten soweit lockern, daß sie durchatmen und sich eigene Lösungen einfallen lassen; das Kind wohnt eine Weile im Kinderhaus und kehrt dann von allein zu den Eltern zurück. Gelegentlich wird ein professioneller Vermittler nötig. Familientherapie und Systemberatung setzen aber nicht immer eine Trennung voraus. Wer was ‘braucht’, kann keiner im voraus wissen &#8211; man wird es ausprobieren müssen.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">das Imperium schlägt zurück</span></em></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><span style="color:#ffffff;">..</span></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Daß Einrichtungen dieser Art zweckmäßig und, da sie kostspielige herkömmliche   (”therapeutische”) Kinderheime und Notdienste überflüssig machen, auch fiskalisch sinnvoll sind, wer wollte es leugnen. Nein, fachlich gibt es keinen Einwand gegen das Kinderhaus-Modell. Dennoch, “es geht nicht”. Weil nämlich diese Einrichtung nicht dem Schubladensystem</span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/dasimperium07.jpg"><img class="size-medium wp-image-446 alignright" title="Szenenbild aus Das Imperium schlägt zurück" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/dasimperium07.jpg?w=300&#038;h=127#38;h=127" alt="" width="300" height="127" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">der Berliner Senatsjugendverwaltung entspricht. Welcher Abteilung sollen sie es zuordnen? Aus welchem Topf es finanzieren? Schließlich werden hier Leistungen erbracht, die unter &#8211; sage und schreibe &#8211; ein ganzes Dutzend Paragraphen des KJHG fallen! Weil hier <em>zuviel</em> geleistet wird, können sie “nicht damit umgehen”. Denn wer meinte, wo viele Verwaltungsressorts für dasselbe innovative Projekt zuständig sind, da wetteifern sie alle darum, die Federführung zu übernehmen, der &#8211; weiß nicht, wo wir leben. Der Vorgang wird  von  einem  Schreibtisch auf den andern verschoben, monatelang; und monatelang hing das Kinderhaus Friedrichshain finanziell in der Schwebe, nicht aus Geldmangel, sondern aus Entscheidungsschwäche.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Würde es nicht von einem privaten Unternehmer geführt, der zu pokern wagt &#8211; es hätte unter solchen Umständen nie entstehen können.<a rel="nofollow" name="_ednref3"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=1337"><span><span style="color:purple;">[3]</span></span></a></span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">lean production </span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Der Behörde ist es unheimlich, denn es ist der Prototyp einer neuen Generation von sozialen Gemeinschaftseinrichtungen. Das gilt auf der Objektebene &#8211; was dort wie gemacht wird &#8211; ebenso wie auf der Beziehungsebene &#8211; die institutionellen Bedingungen, unter denen es gemacht wird. Es unterscheidet sich von Omas fürsorglichen Diensten und Abteilungen ebenso wie… </span><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">lean production</span></em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> von </span><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/lean.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-447" title="lean production; PR-Bild" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/lean.jpg?w=300&#038;h=269#38;h=269" alt="" width="300" height="269" /></a><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Taylors System. Da ist zuerst das Prinzip variabler Arbeitsteilung in einer eigenverant- wortlichen Gruppe. Zudem der Grundsatz der ‘Inselfertigung’ &#8211; nämlich daß die Arbeitsgruppe von der Bedarfsanalyse über die Produktentwicklung und die Fertigung bis hin zur Vermarktung für den ganzen Arbeitsprozeß selbst zuständig ist. Die unmittelbare Nähe zum Ort der Nachfrage &#8211; </span><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">just in place</span></em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> &#8211; erlaubt ein adäquates Angebot im rechten Moment &#8211; </span><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">just in time</span></em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">. </span></p>
<p style="text-align:right;margin:0 0 .0001pt;" align="right"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align:left;margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">‘Kurze Wege’ für die Ratsu­chenden &#8211; das bedeutet die Auflösung jener Kathedralen der Sozialarbeit, die der Stolz mancher westdeutschen Kommune sind, wo alle ‘Dienste’ aufeinander hocken und wo für alles vorgesorgt ist; und ihre Verteilung auf polyvalente Stützpunkte in den Wohnvierteln. Menschliche Größenordnungen bedeuten ‘niedrige Schwellen’: </span><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">downsizing</span></em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> im Jargon der Betriebswissenschaft. </span><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">Downcosting</span></em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> ist eine &#8211; erwünschte &#8211; direkte Folge: sofern nämlich jetzt die Informationen unmittelbar an den gelangen, der sie gebrauchen kann, statt sich in einem Wasserkopf zu stauen, wo alle Signale zu einem diffusen Rauschen interferieren, so daß tote Kosten wie Fehlvermittlungen, Wartezeiten und Kontaktbrüche an der Tagesordnung sind. Die Informationskanäle, die zur Vernetzung der Stützpunkte untereinander erforderlich sind, werden aus deren internem Kommunikationsfluß ausgegliedert &#8211; </span><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">outsourcing</span></em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> &#8211; und einem auf logistische und administrative Belange beschränkten Dienstleistungszentrum zugeordnet. Buchhaltung und Terminplanung z. B. werden im Kinderhaus-Verbund elektronisch verbunden sein.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Was in Landesbehörden für helfende Beratung als “nicht machbar” und als Kopfgeburt realitätsferner Ideologen gilt, ist in der Industrie längst Geschäftsalltag. Richtig ist allerdings, daß Geld dort wirklich eine Rolle spielt &#8211; weil es das eigene ist. Da sind Unternehmer tätig, und die sind unabhängig. Dem aber mißtraut die Behörde erst recht.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">Umordnung der Sozialarbeit</span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></em></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Demgegenüber erweist sich unser System der Sozialen Arbeit in neun Zehnteln seiner Bestandteile als eine Technologie des industriellen Steinzeitalters. Unterdessen ist sie aber zu einem Industriezweig geworden, der hunderttausenden ein Aus-, d. h. Einkommen gibt; aus öffentlichen Mitteln. Da geht es nicht länger an, daß sie gedanklich bei ihren Nachbarfächern zur Untermiete wohnt. Die Zeit für eine kohärente Selbstreflexion ist überreif. Statt auf Pump weiter zu wursteln, schuldet sie der Öffentlichkeit eine umfassende Ortsbestimmung im gesellschaftlichen Gefüge.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">In der Moderne verlieren die überlieferten, gemeinschaftsförmigen Sozialisations-Strukturen ihre Bedeutung an kommerzielle und öffentliche Vermittlungs-Agenturen. Sozialarbeit wird zu einem Mitbewerber in der großen Dienstleistungsbranche der Berater. Als Anbieter auf dem Markt wird sie zu einem Organ der zivilen Gesellschaft.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Der Widerspruch zwischen ihrem privaten, beratenden Auftrag und ihrer institutionellen Verfaßtheit im Öffentlichen Dienst tritt erst jetzt ganz zutage. Wie der hoheitliche Charakter der behördlichen Sozialarbeit ihre helfende Absicht immer wieder dementiert &#8211; und umgekehrt -, und so weder der eine noch die andre wirklich zum Tragen kommt, ist längst dargestellt worden.<a rel="nofollow" name="_ednref4"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=5275"><span><span style="color:purple;">[4]</span></span></a> Fataler in ihren praktischen Konsequenzen ist die institutionelle Bindung der Sozialarbeit in hierarchische Verwaltungsapparate womöglich, indem sie ein nie versiegender Quell für Kästchendenken, Definitionsdünkel und spezialistische Machbarkeitsträume ist. Helfende Beratung ist, wenn sie zustande kommt, personale Begegnung; als solche ist sie unwiederholbar und läßt sich schlech-terdings nicht zu ‘Vorgängen’ objektivieren. Objektivieren aber muß die staatliche Hoheit, so wahr sie die Allgemeinheit vertritt. Die Sozialarbeit vertritt immer die Einzelnen. Sie ist nicht politisch, sondern zivil. </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">An ihre durchgängige Umordnung zur allgemeinen Dienstleistung, zu einer öffentlichen Ressource bei der privaten Lebensbewältigung, ist nicht zu denken, solange sie nicht aus ihrer organischen Verstrickung in die öffentliche Verwaltung befreit ist. Den Weg dahin haben wir gezeigt:<a rel="nofollow" name="_ednref5"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=4815"><span><span style="color:purple;">[5]</span></span></a> die Überführung der gesamten ‘klinischen’ Sozialarbeit aus den Verwaltungen heraus in privatrechtliche Trägerschaft &#8211; Vereine oder Gesellschaften -, die von den Gebietskörperschaften selber zu gründen wären; und deren öffentliche Verfassung in obligatorischen Berufskammern   -   damit die Behörde nicht Sozialarbeiter, und die Sozialarbeit nicht Behörde spielen muß.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="color:#ffffff;">.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#990000;">[für die Veröffentlichung in<em> Sozial Extra</em> redigiert von Wolfgang Hinte]</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><a href="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/raederwerk.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-448" title="Vorgang" src="http://neusozialarbeit.files.wordpress.com/2008/10/raederwerk.jpg?w=425&#038;h=282#38;h=282" alt="" width="425" height="282" /></a></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">7-8/1993</span></p>
<div class="MsoNormal"><span style="font-family:Garamond;color:black;"></p>
<hr size="1" /></span></div>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><a rel="nofollow" name="_edn1"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=5476"><span><span style="font-family:Garamond;color:purple;">[1]</span></span></a><span style="font-family:Garamond;color:black;">Ein letztes Aufbegehren des Kümmer-Prinzips in der Sozialarbeit war der missionarisch-agitatorische Gestus der 68er: Sogenannte Randgruppen sollten emanzipiert werden. Aber in der individualisierten Risikogesellschaft läßt sich jede willkürlich herausgegriffene Menschenmenge ‘irgendwie’ als Randgruppe definieren. Der emanzipatorische Anspruch entpuppt sich so als Vehikel der Landnahme.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><a rel="nofollow" name="_edn2"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=6376"><span><span style="font-family:Garamond;color:purple;">[2]</span></span></a><span style="font-family:Garamond;color:black;">Über die Art seiner wissenschaftlichen Ausbildung ließe sich vieles sagen. Positives Wissen, das er nur zu lernen bräuchte, gibt es für ihn kaum. Eher geht es darum, sein Mißtrauen und seine Urteilskraft zu wappnen gegen die Selbstverständlichkeiten, die ihm sein Berufsleben leichtmachen wollen.</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><a rel="nofollow" name="_edn3"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=9635"><span><span style="font-family:Garamond;color:purple;">[3]</span></span></a><span style="font-family:Garamond;color:black;"> …und hat - damit die Fachwelt wieder in Ordnung kommt – ja auch nicht lange bestanden. [Nachtrag 2006]</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><a rel="nofollow" name="_edn4"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=4314"><span><span style="font-family:Garamond;color:purple;">[4]</span></span></a><span style="font-family:Garamond;color:black;">siehe<a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/goog_1220561182816"> </a><a rel="nofollow" href="http://groups.google.de/group/jochenebmeierpadagogik/web/ein-vorschlag-zur-umordnung-der-jugendhilfe?hl=de">“Befreit die Sozialarbeit &#8211; ein Vorschlag zur Umordnung der Jugendhilfe”</a> in Sozial Extra 2/91</span></p>
<p style="margin:0 0 .0001pt;"><a rel="nofollow" name="_edn5"></a><a href="http://lesbian-sexashbydietlindetowncreek77.googlegroups.com/web/ff7209268d.html?gda=eiYnLkEAAACmW3JOhfDbWLif8GYkU3SdaHmL0vU82jIcxiZLBELHTvB4I9rOQDVjHWqXVeSY7JFTCT_pCLcFTwcI3Sro5jAzlXFeCn-cdYleF-vtiGpWAA&#38;rnd=8932"><span><span style="font-family:Garamond;color:purple;">[5]</span></span></a><span style="font-family:Garamond;color:black;">siehe ebd. &#8211; Die Kammer schafft öffentliche Kontrolle, zugleich qualifiziert sie sie fachlich: Das ist neu und kann nicht schaden. Die Vergabe von Steuergeldern ist aber ein hoheitlicher Akt, und Sache der Behörde. Die Kammer kann ihr, wennschon keine objektiven, doch immerhin fachliche Vergabekriterien an die Hand reichen. Denn heute gilt dort doch immernoch: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, und: Wer hat, dem wird gegeben… </span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Worauf's beim Ringen ankommt]]></title>
<link>http://jochenebmeier.wordpress.com/2008/12/29/woraufs-beim-ringen-ankommt/</link>
<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 16:52:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>Johann Ohneland</dc:creator>
<guid>http://jochenebmeier.wordpress.com/2008/12/29/woraufs-beim-ringen-ankommt/</guid>
<description><![CDATA[Diskussionsbeitrag für den Ringerverein  Siegfried Nordwest 1887 e.V. im Mai 1996 Seit einem halben ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;"><span style="color:#800000;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Diskussionsbeitrag für den Ringerverein  Siegfried Nordwest 1887 e.V. </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;"> </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">im Mai 1996 </span></em></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"><img class="alignnone size-full wp-image-823" title="lorenzgoelzbzm07" src="http://jochenebmeier.wordpress.com/files/2008/12/lorenzgoelzbzm07.jpg" alt="lorenzgoelzbzm07" width="342" height="264" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Seit einem halben Jahr beobachte ich nun aufmerksam das Ringen und mach mir so meine Gedanken. Ich finde, es ist an der Zeit, daß ich mal aufschreibe, was mir aus meiner Warte dazu bislang eingefallen ist. Der wundeste Punkt am „Standort Deutschland“ ist, daß es hier zu viele Leute gibt, die auf Nummer sicher gehn. Und die letzte Ursache für sogenannte Jugendkriminalität, Gewaltbereitschaft“, </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">„aggressives Verhalten“ (und wie die Modewörter sonst heißen) ist, daß Kinder und Jugendliche keine natürlichen Gefahren mehr erleben können &#8211; und sich künstliche verschaffen müssen, weil sie noch nicht auf Nummer sicher gehen wollen; Gott sei Dank! </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Beim Ringen kann einer erfahren, daß <img class="alignleft size-medium wp-image-790" src="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/12/1214918048_12933_148751.jpg?w=300&#038;h=228#38;h=228" alt="" width="300" height="228" />1) Leben auch Gefahr bedeutet; daß das gerade 2) den Reiz der Sache ausmacht, und daß man 3) mit Anstand über die Runden kommen kann (und daß es im Zweifelsfall nicht darauf ankommt, ob einer heult, sondern wie er heult). Das ist ein ganzer Komplex von sittlichen und ästhetischen Themen… </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Das Ringen kann also nicht nur im Lebenslauf des Einzelnen, sondern &#8211; wenn es eine gewisse Breitenwirkung fände &#8211; auch im Leben der ganzen Gesellschaft eine „bildende“ Rolle spielen; wenigstens eine ganz, ganz kleine. Trotzdem ist Ringen keine Sozialpädagogik.  Sozialpädagogik ist zuerst einmal eine Erwerbsarbeit für Sozialpädagogen (und ob sie überdies noch etwas mehr ist, ist durchaus strittig).  Aber Sport ist Spiel &#8211; egal wie groß oder klein der ist, der ihn treibt. </span><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;">Und doch ist es ein Unterschied, ob einer als Kind ringt, oder als Erwachsener. Der Erwachsene hat seinen Lebensstil schon mehr oder weniger fertig. Wenn er diesen oder jenen Sport (weiter) betreibt, dann bestätigt und befestigt er damit diejenigen persönlichen Eigenarten, auf die er sich ohnehin schon festgelegt hat. Ein Kind befindet sich aber in einem persönlichen Wachstumsprozeß, im umfassendsten Sinn des Wortes. Da wirkt der Sport noch menschenbildend (oder, wie Erwerbserzieher sagen, „pädagogisch“). </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p style="text-align:right;"><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Daß im Sport des Erwachsenen das Athletische im Vordergrund steht &#8211; nämlich der Erfolg, das Resultat des Kampfs -, versteht sich von selbst: <img class="alignright size-medium wp-image-791" title="2008-fritz" src="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/12/2008-fritz.jpg?w=232&#038;h=300#38;h=300" alt="2008-fritz" width="232" height="300" />Sonst bräuchte man gar nicht erst anzufangen. Dadurch nähert sich sein „Spiel“ an Arbeit an. Aber wenn Kinder kämpfen wollen, wäre diese Gewichtung ganz verkehrt. Hier geht es zuerst um den Kampf selbst: die Gefahr, das Wagnis, den ‚Kick’ und die Haltung. So soll es sein &#8211; und zwar nicht erst aus „pädagogischen“, sondern schon aus ganz sportlich-pragmatischen Gründen. Denn wem es vor allem darum geht, einen guten Kampf zu bieten, der hat auch das Zeug zum Sieger. Wer aber von vornherein gebannt auf das Ergebnis starrt, der wird zu sehr die Niederlage fürchten &#8211; und hat gute Chancen, zu verlieren.</span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;"> </span></p>
<p><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:black;">Ein Erwachsener treibt einen Kampfsport,<img class="alignleft size-medium wp-image-792" title="grab0880" src="http://jochenebmeier.files.wordpress.com/2008/12/grab0880.jpg?w=300&#038;h=200#38;h=200" alt="grab0880" width="300" height="200" /> weil er etwas leisten, weil er sich und andern etwas beweisen will. Das kommt bei Kindern zwar auch schon vor, ist aber nicht gut. Normalerweise treiben Kinder einen Kampfsport, weil sie was erleben wollen. Aber wenn sie nicht schon völlig verzogen sind, werden sie recht bald merken, daß sie auf die Dauer nur so lange was erleben, wie sie auch was leisten. Vielleicht kann man es so ausdrücken: Während Ringen bei den Erwachsenen immer ein ausgesprochener Leistungssport bleiben wird, hat es für Kinder auch ein bißchen den Charakter von Breitensport.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#c1bfff;"> </span></em></p>
<p style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:14pt;font-family:Garamond;color:#999999;">[…folgen einige praktische Vorschläge zur Veränderung des Trainings]</span></em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
