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	<title>sozialromantik &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "sozialromantik"</description>
	<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 12:50:57 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Sozialromantik]]></title>
<link>http://mediokra.wordpress.com/2009/02/22/sozialromantik/</link>
<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 16:52:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediokra</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich lese gerade das Buch &#8220;Das Herz ist ein einsamer Jäger&#8221; von Carson McCullers. Es spie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich lese gerade das Buch &#8220;Das Herz ist ein einsamer Jäger&#8221; von Carson McCullers. Es spielt in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts im Süden der USA. Darin geht es um eine Gruppe von Außenseitern, die sich um den Taubstummen John Singer sammeln. Jake Blount ist Kommunist (ohne in der Partei zu sein); wie ein Wanderprediger zieht er durch die Viertel der Arbeiter und der Farbigen, um ihnen die Wahrheit &#8211; so sieht er das &#8211; zu verkünden. Aber er erntet meist nur Gelächter oder bezieht Prügel. Er hat etwas Getriebenes und ist völlig verzweifelt, dass die Menschen nicht einsehen wollen, dass sie nur ausgebeutet werden. Er trinkt ziemlich viel. Und wie das mit Betrunkenen so ist: im Rauschzustand redet er sich noch mehr in Rage.</p>
<p>Das erinnert mich an manche Gestalten, die ab und zu in der U-Bahn oder in Bahnhöfen zu beobachten sind. Gerade letztens im U-Bahnhof Marienplatz war wieder einer. Trotz deutlich schwerer Zunge schien er einen ziemlich klaren Kopf zu haben und konnte seine Gedanken verständlich formulieren. In seiner Rede &#8211; getrieben von der Wut, die ich mir so ähnlich bei Jake Blount vorstelle &#8211; ging es um soziale Ungerechtigkeit, ein ganzes Leben gearbeitet und nun Hartz IV, die Großkopferten, die den Hals nicht vollkriegen und so weiter.<br />
Grundsätzlich bin ich einverstanden mit diesen Leuten. Sicher nicht in allen Punkten, aber dieser Turbokapitalismus der letzten Jahre und die größer werdende soziale Kälte machen auch mich wütend.<br />
Aber muss diese Art von Kämpfertum mit Ungewaschenheit einhergehen? Als ich an dem Mann vorbeiging, hat es mir fast den Atem verschlagen. Da war es mit der Sozialromantik erst einmal vorbei.</p>
</div>]]></content:encoded>
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