<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress.com" -->
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>

<channel>
	<title>stettbach &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/stettbach/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "stettbach"</description>
	<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 15:02:16 +0000</pubDate>

	<generator>http://en.wordpress.com/tags/</generator>
	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Versöhnliche Zwergtour um Steigerts und Ober-Beerbach (8,3 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/05/versohnliche-zwertour-um-steigerts-und-ober-beerbach-83-km/</link>
<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 20:56:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2009/09/05/versohnliche-zwertour-um-steigerts-und-ober-beerbach-83-km/</guid>
<description><![CDATA[Selbst in den stabilsten Beziehungen ist nicht immer alles eitel Sonnenschein. Nehmen wir mal meine ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Selbst in den stabilsten Beziehungen ist nicht immer alles eitel Sonnenschein.</p>
<p>Nehmen wir mal meine Beine und mich: Wir sind jetzt seit über 30 Jahren zusammen, und haben in dieser langen Zeit noch nicht einmal ernsthaft an eine Trennung gedacht &#8211; aber manchmal kriselt´s eben doch ein bisschen.<br />
In der letzten Woche zum Beispiel.<br />
Da haben sie mir vorgeworfen, ich würde sie zu sehr unter Druck setzen, keine Rücksicht auf ihre Befindlichkeiten nehmen, nur an mich denken.<br />
Man kennt das ja, Beine werden in solchen Situationen schnell ein bisschen überdramatisch und emotional&#8230;</p>
<p>Da muss man dann auch schon mal über seinen Schatten springen und sich ein bisschen Mühe geben, um die Wogen zu glätten.<br />
Also hab´ ich sie gestern und heute mal so richtig verwöhnt:<br />
Lange schlafen, kaum Belastung und ein volles Wellness-Paket mit warmen Muskelentspannungsbädern und liebevollen Massagen mit genug Mobilat, um ein kleines Nagetier drin zu ersäufen (oder ersticken. Bei diesen zähflüssigen Salben kann ich das nicht so genau sagen).<br />
Ich hätte ihnen ja auch noch Blumen gekauft, aber damit können sie erfahrungsgemäß nichts anfangen.</p>
<p>Und tatsächlich, meine Konzilianz und Zuwendung haben gewirkt.<br />
Heute im Lauf des Tages sind sie immer weniger mürrisch geworden, und so gegen Abend hatte ich sie dann soweit weichgecremed, dass sie bereit waren, doch noch mal zu einer kleinen Tour aufzubrechen.<br />
Der alte Charme funktioniert also noch&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
 <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!--more--><br />
Ok, so, aber lösen wir uns langsam mal aus dem doofen Gleichnis und kommen zur Tagesordnung: Beine geschont und gepflegt und dadurch schon merklich besser, da konnte/wollte ich gegen Abend doch noch mal los.<br />
60+ Wochenkilometer und <a href="http://de.wordpress.com/tag/der-weg-nach-frankreich/">Weg nach Frankreich</a> sind zwar für diese Woche abgehakt, aber das ist ja kein Grund, die Beine in den Schoß zu legen und gar nix zu machen.</p>
<p>Also bin ich vor dem Abendessen noch mal los, odenwaldwärts.<br />
Nicht weit, nur in Richtung Ober-Beerbach, da gab´s noch ein paar bisher ungelaufene Wegstücke, die ich schon lange mal hatte machen wollen &#8211; schöne Landschaft, kurze Strecke und ein klein bisschen bergauf/bergab, das schien mir angemessen.<br />
Wetter passte auch wieder halbwegs, zwar hingen auch heute schwere, dunkle Wolken am Himmel, aber zwischen ihnen klafften große Lücken, durch die eine wunderbare helle Abendsonne schimmerte, das war nett. Aber kühl war´s nur noch 12 Grad und ein kalter Wind, da entschied ich mich wieder für´s Langarmshirt. </p>
<p>Start um kurz vor Sieben auf Parkplatz Klingenwald am Sonneneck, im Wäldchen auf der Anhöhe unterhalb von Steigerts, da wo Stettbacher Tal und Beerbachtal sich einen Rand teilen.<br />
Viel Zeit zum Dehnen nahm ich mir nicht, der Wind pfeift hier oben ganz schön, und er bringt ein erstes kaltes Herbstfrösteln mit.<br />
War aber nicht so schlimm, im Gegensatz zum letzten Mal liess sich der Start recht gut an, Beine und Kondition machten gut mit.<br />
Lag vielleicht auch an der Strecke, denn erstmal ging´s leicht bergab, den Dicktannen-Weg (gelbe 4) runter, der oberhalb des Fahrwegs zwischen Stettbach und Ober-Beerbach durch Wald und wunderschöne Hangwiesen führt &#8211; leichtes Gefälle, weicher grasiger Untergrund, das tat richtig gut.<br />
Und war ein kleines bisschen spannend, denn den Weg war ich noch nie zuvor gelaufen. Sehr hübsche Strecke, gerade in der schrägen Abendsonne, die die Weiden in rötlich-warmes Licht tauchte und die bewaldeten Passagen intensiv ausleuchtete. </p>
<p>Nach 600 m. sogar eine richtige kleine Entdeckung: Da steht doch tatsächlich ein Haus, versteckt in einem Seitental über der Strasse, und ich hatte bisher nicht mal gewusst, dass es da ist!<br />
Allerdings kommt hier wohl auch kaum jemand vorbei, zumindest machten sowohl die freilaufenden Hühner als auch der riesige Hund hinter dem Gatter in der offenen Eingangstür einen sehr konsternierten und verwirrten Eindruck, als sie meiner Ansichtig wurden&#8230;</p>
<p>Direkt danach dann noch ein bisschen weiter sanft bergab, bis in das Wäldchen nordöstlich von Stettbach, und da dann bergauf in Richtung Steigerts.<br />
Da hatte ich mir im Vorfeld eigentlich ein bisschen Sorgen gemacht, denn hier geht´s knackig aufwärts, laut Karte fast ein halber Kilometer mit ca. 15% Durchschnittsteigung. </p>
<p>Fiel mir aber ehrlich gesagt gar nicht so auf, die Waden machten ordentlich mit, die Puste hielt auch, das klappte überraschend gut.<br />
Prima! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zügig aufwärts, vorbei an einem Traktor mit grellen Scheinwerfern mitten im Wald, dann raus auf den offenen Wiesenhang unterhalb vom Steigerts (= dem Berg), an dem die ersten vereinzelten Häuser von Steigerts (= dem Dorf) stehen.<br />
Erster Ausblick über die Wiesen und die Täler des vorderen Odenwalds runter ins Flachland: Die Sonne selbst war gerade verdeckt, doch ihre Strahlen reichten wie dicke, helle Finger aus den dunklen Wolken heraus und tauchten die weite Rheinebene (vor allem Pfungstadt, auf das ich von hier oben geradewegs runterschaute) in schimmerndes Abendlicht.<br />
Sehr, sehr hübsch!</p>
<p>Noch ein Stückchen aufwärts bis auf den Fahrweg, der von Steigerts (dem Dorf) ausgehend durch den Wald am Steigerts (dem Berg) führt (Markierung: Der rote Balken des Weitwanderwegs Odenwald-Vogesen), dort rechts, auf dem alten, rissigen Asphalt am Waldrand in Richtung Kuralpe. </p>
<p>Ich liebe dieses Stück hier oben &#8211; das Dach von Seeheim-Jugenheim, der höchste Punkt des gesamten Gemeindegebietes auf dem zweiten, breiten Höhenkamm des Odenwaldes nach der Bergstrasse. Hier oben gibt´s herrlichen Wald, wunderbare Wiesen und vor allem:<br />
Aussicht!<br />
Und das in alle Richtungen &#8211; niemals ein umfassenden Rundumblick, aber alle paar Meter eine neue Perspektive zwischen Wäldchen, Tälern und Kuppen.<br />
Da ist der Blick runter ins Flachland, durch die tief eingeschnittenen ersten Odenwaldtäler, die als große Kerben den Blick durch die hohen bewaldeten Flanken der Bergstrasse nach Westen eröffnen, auf Rheinebene und Rheinhessen, bis hin zum Donnersberg.<br />
Da ist das Panorama des vorderen Odenwalds mit seinen hohen, markanten Gipfeln, denen mal hier allesamt begegnet &#8211; ganz rechts der Melibokus, der von hier aus so steil aussieht, wie er tatsächlich ist, heute abend leuchtend in der Abendsonne.<br />
Dahinter der Felsberg, ein mächtiger langer Rücken, nur noch einen Katzensprung entfernt.<br />
Links davon der Krehberg, schon etwas weiter weg, mit dem charakteristischen gestreiften Funkturm, auf den schattigen Flanken kann man die winzigen Häuser von Raidelbach erkennen.<br />
Und schließlich, links zentral, die Neunkirche Höhe, ein bewaldeter Koloss mit Radarantenne und dem Höhendorf Neunkirchen, dessen gelbe Kirche in der Abendsonne herüberstrahlt.<br />
Dazwischen: Der Odenwald, Lautertal und Modautal, durch den Pass südlich der Neunkircher Höhe erhascht man sogar noch einen Blick zum Anfang des Weschnitztals: Ein Flickenteppich aus kleinen Dörfern, großen und kleinen Waldstücken, hügeligen Wiesen und Feldern, strahlend im rotgoldenen Licht oder sanft im blauen Wolkenschatten, je nachdem, wo die Wolken gerade hinwandern.  </p>
<p>Atemberaubend schön, gerade an einem Abend wie heute, an dem sich die Pracht des langsam ausklingenden Sommers bereits mit einer milden, herbstlichen Melancholie mischt. </p>
<p>Nach dem Steigerts ein kurzes Stück die Hutzelstrasse runter, die Augen in die Ferne gerichtet, alles aufnehmend, dann links den Panoramaweg OB2 runter, ein Stück abwärts durch die schattigen Wiesen voll roter, glücklicher Kühe in Richtung Schmal-Beerbach, dann jedoch gleich scharf links und zurück hoch zum Wald auf dem Steigerts.<br />
Wieder ein bisschen bergauf, Untergrund dank der Regenfälle der letzten 48 Stunden etwas rutschig und weich, aber auch das klappt &#8211; meine Beine lassen mich zwar wissen, dass ihnen das nicht gefällt, aber sie verweigern sicht nicht. Gut so&#8230;</p>
<p>Dann rechts, am Waldrand über den Hangwiesen entlang, Augen nach rechts, zum Modautal und zur Neunkircher Höhe, alles prächtig beleuchtet vom roten Abendlicht, es ist so schön, dass ich am liebsten ewig verweilt hätte, aber es wurde langsam wirklich frisch, also weiter.</p>
<p>Kurz danach erreichte ich wieder die Hutzelstr., der ich nach rechts folgte, über den Parkplatz &#8220;An der Hutzelstr.&#8221; und die L3098 auf der Passhöhe zwischen Ober- und Schmal-Beerbach, dann hinaus auf die breite, offene, herrliche Hochebene zwischen Beerbachtal und Modautal (Marker: Europäischer Fernwanderweg 1).<br />
Auch hier: Ständig wechselnde wunderbare Ausblicke: In der Nähe die riesigen Windräder an der Neutscher Höhe, strahlendweiss glänzend im Sonnenlicht, abgesetzt gegen einen blauschwarzen Regenhimmel, der  über dem Dieburger Land liegt. Direkt voraus der Taunus, das gewaltige Feldbergmassiv, trotz dunkler Wolken und fernen Regenschlieren so glasklar und deutlich gegen den Himmel abgesetz, als wäre es nur einen Katzensprung (und nicht 55 km) entfernt.<br />
Links: Frankenstein-Massiv samt Burg Frankenstein, die rückwärtigen Bergstrassenflanken, durch die Täler und niedrigen Vorhöhen wiederum Rheinebene, Rheinhessen und Rheingau, und schließlich &#8211; ganz nah &#8211; die tiefe Mulde des oberen Beerbachtals, in der Ober-Beerbach bereits in den Abendschatten der Dämmerung entgegenträumte.<br />
Schon wieder: Wunderschön (Lediglich das vollgeparkte Feld unter dem einzelnen Windrand am Grubenberg störte etwas, anscheinend fand da so eine Art Cross-Rennen statt. Aber solange die nur da drüben crossen&#8230;).</p>
<p>Noch ein Stück auf der Hutzelstr. über die Hochebene, der Asphalt gefiel meinen Beinen nicht so sehr, der eisige Wind kühlte mir den verschwitzten Nacken aus, aber schön ´s trotzdem.</p>
<p>Irgendwann dann links, die alte Ernsthöfer Str. runter und nach Ober-Beerbach rein. Ordentlich abwärts, nicht ganz angenehm, ging aber.</p>
<p>Unten im Dorf an der Kirche vorbei, links die Erbacher Str. runter, dann rechts die Strasse in Richtung Steigerts hoch &#8211; der letzte Aufstieg für heute, nochmal 50 recht steile Höhenmeter am Rand der schmalen, Fahrstrasse durch die Wiesen, bis zum Talrand hoch.<br />
Schon ein bisschen anstrengend, aber auch das klappte &#8211; kleine Schritte, langsam, stetig aufwärts, um die beiden Serpentinen herum (pfuuuh, mit dem Auto ist das irgendwie weniger anstrengend&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ), und dann war ich auch schon wieder am Ausgangspunkt beim Sonneneck, leicht angefroren, aber nicht über Gebühr angestrengt. </p>
<p>Ok, das war schon wieder ganz vielversprechend. Vielleicht geht da  morgen zum Wochenabschluss ja doch noch eine etwas längere Tour, vielleicht einen 15er durchs Weschnitztal oder so.<br />
Das Wetter soll ja schön werden&#8230; </p>
<p>Strecke: 8,3 km<br />
Zeit: 0:54 h (= 9,22 km/h bzw. 6:30 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 31,33% (2,6 km von 8,3 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/um-steigerts-und-ober-beerbach.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2009/09/um-steigerts-und-ober-beerbach.jpg?w=150" alt="Um Steigerts und Ober-Beerbach" title="Um Steigerts und Ober-Beerbach" width="150" height="109" class="alignnone size-thumbnail wp-image-6023" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Erweiterte Wochenübersicht 2008 KW 49 (08.12.-14.12)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/14/erweiterte-wochenubersicht-2008-kw-49-0812-1412/</link>
<pubDate>Sun, 14 Dec 2008 16:38:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/12/14/erweiterte-wochenubersicht-2008-kw-49-0812-1412/</guid>
<description><![CDATA[Aus Zeitgründen gibt´s vorerst leider nur Laufblog Light™, also die Laufberichte nur in Form eines e]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>Aus Zeitgründen gibt´s vorerst leider nur Laufblog Light™, also die Laufberichte nur in Form eines erweiterten Wochenrückblicks.<br />
Siehe unten.</em></p>
<p>Auch diese Woche hätte besser sein können &#8211; lauftechnisch war sie zwar trotz meist miesen Wetters halbwegs in Ordnung, doch von der elektronischen Seite (die ja auch zum Bloggen im Internet gehört) katastrophal: Totalausfall des ver$#*%@en Computers wegen kaputter Festplatte, daraufhin tagelang mit dem verdammten Scheissding gerungen (und ich HASSE HASSE HASSE sowas!!!!) und dabei unheimlich viel wertvolle Zeit verschwendet, bis der ganze Dreck wieder halbwegs funktionerte  - das wirkt sich natürlich auch auf den Sport aus (sowohl zeitlich als auch stimmungsmässig)&#8230;</p>
<table style="border-collapse:collapse;border:black 1px solid;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="5">
<tbody>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Tag</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Strecke</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Zeit</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Entfernung</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Mo.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"> </p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Di.</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:center;border:black 1px solid;"> <a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/heiligenberg-kuralpe-stettbach.jpg">Steiler Vorstoss in die Berge &#8211; Heiligenberg &#8211; Kuralpe &#8211; Stettbach</a></td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">1:15 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">11,6 km</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Mi.</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:center;border:black 1px solid;">
<p align="center">-<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/4-orte-runde-an-der-bergstrasse.jpg"></a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Do.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/jugenheim-zwingenberg2.jpg">10 unangenehme Standartkilometer an der Bergstrasse</a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">0:58 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">10,1 km</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="left">Fr.</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/heiligenberg.jpg">Mal wieder um den Heiligenberg </a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">1:05 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">10 km</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">Sa.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center">-<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/12/um-den-melibokus-bei-regen.jpg"></a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">-</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">So.</td>
<td style="vertical-align:top;border:black 1px solid;">
<p align="center"><a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/12/14/sonnige-hohentour-an-der-neutscher-hohe-hutzelstrasse-herchenrode-hoxhohl-mit-hund-und-foto-124-km/">Sonnige Höhentour ins Modautal: Neutscher Höhe &#8211; Herchenrode &#8211; Hoxhohl (mit Hund und Foto)</a></p>
</td>
<td style="vertical-align:top;white-space:nowrap;border:black 1px solid;">
<p align="center">1:17 h</p>
</td>
<td style="vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">
<p align="center">12,4 km</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;vertical-align:top;border:black 1px solid;" colspan="3">Wochenlaufleistung</td>
<td style="font-weight:bold;vertical-align:top;text-align:right;border:black 1px solid;">44,1 km</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&#8230;und hier noch die Berichte zu den ersten drei Läufen (der vierte wird morgen separat nachgereicht, denn heute war so herrliches Wetter, dass ich mir zur Belohnung für den unsäglichen Ärger der letzten Tage eine wunderschöne Tour mit Hund und Foto über die Neutscher Höhe gegönnt habe, die trotz weitgehendem Versagen der Kamera [Ich hasse die Technik, und die Technik hasst mich...] eigenen Post wert ist).</p>
<p><!--more--><br />
<strong>Lauf #1, Dienstag 9.12.08: Steiler Vorstoss in die Berge &#8211; Heiligenberg &#8211; Kuralpe &#8211; Stettbach (11,6 km)</strong><br />
Letzte Woche wieder viel Flachland gelaufen, deshalb wollte ich diese Woche gleich mal mit einer ordentlichen Bergtour einsteigen. Passenderweise war mir vor einiger Zeit auf der Karte ein Hangwäldchen zwischen Stettbach und der Hutzelstrasse aufgefallen, in dem ich noch nie gewesen war (übrigens kein Wunder, denn es ist total weit ab vom Schuss, und sogar auf der Karte sah es furchrbar unwegsam aus&#8230;), also plante ich eine Strecke dorthin: Über den Heiligenberg und den Vogelherd an die Kuralpe, dort ein Stück die Hutzelstrasse entlang, und schließlich durch das geheimsnisvolle Wäldchen runter nach Stettbach und durchs Stettbacher Tal zurück.<br />
Knackige Tour aufs &#8220;Dach&#8221; von Seeheim-Jugenheim, zumal ich mir auch noch vornahm, gergauf nicht die halbwegs bequemen aber längeren Hauptwege (SJ1 und SJ2) zu nehmen, sondern es mit brutalen, miesen, steilen Nebenpfaden zu versuchen.<br />
Man will sich´s ja schließlich nicht zu einfach machen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wetter wie meistens in letzter Zeit: Kalt und trüb und neblig und insgesamt ziemlich &#8220;meh&#8221;. Aber wenigstens regnete es nicht&#8230;</p>
<p>Von zuhause aus nordwärts durch Jugenheim: Pauerweg, Hauptstrasse, dann rechts ab und auf dem Fußweg unterhalb der Bergkirche und dem Burgen-/Alemannenweg (respektive Blaues B und rotes S) bis hoch zum Schloss.<br />
Schon ganz schön steil und anstrengend, aber ich war ja noch frisch und lief bewusst langsam (denn ich wusste ja, dass es auf den nächsten viereinhalb Kilometern tendenziell nur in eine Richtung gehen würde, nämlich bergauf &#8211; und das z.T. mit furchtbar fiesen Steigungen&#8230;).</p>
<p>Am Schloss vorbei zum Parkplatz, wo ich scharf rechts abbog, hoch zur Kreuzung am Waldrand oberhalb des Schlosses. Links kommt man hier auf den SJ2, der um den steilen, hohen Marienberg herum führt. Rechts geht der Balkhäuser-Tal-Weg ab, der schön sanft bergab ins Balkhäuser Tal führt.<br />
Und geradeaus gibt´s einen winzigen, fiesen, anstrengenden Wildschweinpfad, der mit teils brutaler Steigung geradwegs steilen den Hang des Marienbergs hochführt und relativ nah unterhalb der Kuppe vorbeiläuft.<br />
Den nahm ich natürlich.</p>
<p>Hach ja! Beim erklimmen solcher extremsteigungen sieht man immer sehr schön, ob man in Topform ist oder nicht.</p>
<p>Ich bin es momentan nicht.</p>
<p>Autsch!</p>
<p>Ganz schöne Quälerei, zumal der Pfad überraschend glitschig und sumpfig war (an ein paar Stellen wuchs sogar sowas wie Schilf &#8211; ziemlich ungewöhnlich für den Bergwald&#8230;), und zudem die hinterfotzige eigenschaft hat, vor jeder uneinsichtigen Kurve am Hang so zu tun, als würde er verflachen &#8211; nur um dann direkt hinter der Kurve um so steiler weiter anzusteigen.<br />
Das ist echt total super für die Moral&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Nach ein paar hundert Metern japste ich wie ´ne alte Dampflok, meine meine winterlich-unfitten Beine angesichts der starken Belastung, und außerdem beschlug mir von der vielen Schwitzerei wieder mal ständig die Brille (immerhin: Das war ´ne gute Ausrede, um ein, zwei kurze Pausen zum Verschnau&#8230;ääääh zum Brille Putzen einzulegen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).<br />
Heidenei!</p>
<p>Insgesamt fast 900 m. durch den frostigen, kahlen Hangwald hoch über dem Balkhäuser Tal, dann hatte ich die erste richtige Herausforderung der Tour gemeistert (Puuh!), und durfte mich auf dem abfallenden/ebenen SJ2 an der Kaiserbuche vorbei über den offenen Höhensattel am Hechlersgrund etwas regenerieren.</p>
<p>Allerdings nur einen halben Kilometer, dann ging´s in den Wald am Vogelherd, durch den hoch zur Anhöhe über Kuralpe wollte.<br />
Natürlich nur bergauf.<br />
Auf dem kürzesten Weg.<br />
Der &#8211; wie so oft beim Berglaufen &#8211; beileibe nicht der beste oder bequemste war&#8230;</p>
<p>Zuerst ging´s ja eigentlich noch ganz gut: Auf der alten Asphaltstrasse am Goschenrod in den Wald rein und nach knapp 150 m. rechts auf dem Weg SJ2 aufwärts bis zur Kreuzung Waldrand über Hainzenklingen. Steigung und Wegqualität ordentlich aber erträglich.<br />
Aber dann&#8230;<br />
Wer von hier aus weiter aufwärts bis zur Kuralpe möchte, hat prinzipell zwei Optionen:<br />
Wer klug ist, folgt er weiter dem SJ2, der sich in mehreren Serpentinen am Rand eines langen Tals relativ sanft aufwärts schlängelt &#8211; der ist zwar etwas länger, aber gut in Schuss, und durch die größere Strecke wird die Steigung erträglich.<br />
Wer weniger klug ist, oder sich was zu beweisen hat, kann aber auch geradeaus/halblinks laufen, wo ein unmarkiertes und kaum sichtbares Pfädchen durch einen Hohlweg zwischen den Bäumen aufwärts geht. Das kommt letztlich an genau derselbe Strecke raus wie der SJ2, ist aber wesentlich kürzer.<br />
Und steiler.<br />
Und in erbärmlichstem Zustand (glibbriger Schlamm mit vereinzelten Stolpersteinen und Ästen, versteckt unter einer Dezimeterdicken Laubschicht&#8230;).</p>
<p>Den nahm ich.</p>
<p>Doppelautsch!!</p>
<p>Noch härter als der Weg am Marienberg, teils konnte man hier gar nicht joggen &#8211; also rutschte, stolperte, keuchte ich mich im Schneckentempo durch aufwärts die Wildnis, wobei ich nicht mal mehr genug Atem hatte, um mich selbst für die Scheissidee, hier langzulaufen, zu verfluchen.<br />
Oh, und zu allem überfluss bot der kahle Wald die meiste Zeit auch noch einen wunderbaren Blick auf den breiten, angenehmen SJ2 weiter unten am Hang, der auf höhnischste Art und Weise bequem und flach aussah. Der Bastard&#8230;</p>
<p>Irgendwann wurde es dann dann immerhin etwas bequemer: Ich erreichte einen besseren Weg, der an einer versteckten kleinen Hütte mitten im Wald (hier hatte ich mir vor vielen Jahren bei einem Schulausflug mit Übernachtung mal eine furchtbare Erkältung geholt) vorbei führte, dann noch mal ein paar Meter steil (Uffa!) bergauf führte, und sich schließlich kurz vor dem Waldrand wieder mit dem Weg SJ2 vereinte &#8211; geschafft, damit war ich oben!<br />
Heidenei&#8230;</p>
<p>Aus dem Wald hinaus auf in die Wiesen zwischen Balkhäuser Tal und Lautertel, die von winterlich-frostigem Rauhreif bedeckt waren. Normalerweise hat man hier eine tolle Sicht, heute hing aber ein dunstiger Eisnebel über den Kuppen, der alles jenseits von ein, zwei Kilometern verhüllte. Trotzdem nett, zumal es bergab ging, auf dem SJ2 durch die Wiesen, vorbei am Krämerhof und einer kälteresistenten Schafherde, bis runter zur L3101 an der Kuralpe.<br />
Und dort dann links die Hutzelstrasse hoch (markiert u.a. mit mit dem weissen Andreaskreuz des europäischen Fernwanderwegs 1 und dem Roten Balken des Weitwanderwegs Odenwald-Vogesen).<br />
Schon wieder bergauf, aber ganz gemächlich, und mit einer schönen Aussicht auf die weiten, weisslichen Hügel des Modautals und die Neunkircher Höhe, das war eigentlich sehr nett. Wenn bloss meine Brille nicht ständig beschlagen wäre&#8230; (immerhin bescherte mir das eine interessante Erkenntnis, die schon länger in mir gegärt hatte: Wenn meine Brille beim Berglaufen beschlägt, dann beschlägt sie fast immer auf der Seite, wo´s bergab geht. Keine Ahnung warum, aber es ist so&#8230;).</p>
<p>Nach ziemlich genau einem entspannten (wenn auch halbbeschlagenen) Kilometer Hutzelstrasse war´s Zeit abzubiegen: Links führte ein schmaler, vereister Feldweg (der mir bisher noch nie aufgefallen war) geradewegs in das geheimnisvolle, vergessene Wäldchen an der Kohlwiese, durch dass ich runter nach Stettbach laufen wollte.</p>
<p>Kein Wunder, dass das vergessen ist: Dicht bewaldeter Steilhang am Rand eines isolierten Nebentals, kaum erreichbar (laut Karte genau ein Eingang und ein Ausgang), Wege eigentlich nicht vorhanden &#8211; das Proto-Wildpfädchen, auf das ich hier geriet, war eigentlich nur ein Stück Urwald mit etwas weniger Bewuchs, das sich über Stock, Stein und Baumstamm (alles unter einem dicken Teppich aus Laub begraben) in prekären Kurven an den Abhang schmiegte.<br />
Wahrscheinlich bin ich der erste Jogger, den es jemals hierher verschlagen hat &#8211; eine überaus coole Vorstellung! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Allzuviel war allerdings nicht mit Joggen &#8211; das war eher eine langsame, bedächtige Kletterei auf dem rutschigen, steilen, mit Stolperfallen gespickten &#8220;Weg&#8221;, übervorsichtig um ja nicht wegzurutschen oder umzuknicken, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf &#8220;Wenn du dir hier was brichst, findet dich keine Sau&#8221; (ok, gerade die Sauen hätten mich in so einem Fall wahrscheinlich schon irgendwann gefunden und meinen gefrorenen Kadaver gefressen&#8230;).</p>
<p>Natürlich passierte nichts dergleichen &#8211; nach dem steilsten Abstieg wurde der Weg etwas besser, ich erschreckte ein Reh und bog einmal falsch ab (merkte es aber gleich), und gelangte schließlich wohlbehalten zum einzigen Ausgang des Wäldchens, der in den Weg oberhalb der Höhenstr. in Stettbach mündete.<br />
Ab hier war´s dann kein Problem mehr: Runte ins Dorf, am Salon Forthuber vorbei (Erkenntnis: Hmm, könnte mir mal wieder die Haare schneiden lassen), durch den Ortskern abwärts, rechts die Strasse &#8220;Am Hang&#8221; hoch, auf dem Weg an der Fuchswiese aus Stettbach raus und runter bis zur Strasse nach Wallhausen, über die auf die Landstrasse im Talgrund (K144) und auf der dann zügig und entspannt immer bergab zurück nach Jugenheim, wo ich noch einen kurzen Schlenker über die Bergkirche am Heiligenberg machte, und dann nach Hause lief.</p>
<p>Whoa. Das war anstrengend. Und gut. Geht doch nichts über eine schöne, fiese Bergtour durch die Wildnis&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Strecke: 11,6 km<br />
Zeit: 1:15 (= 9,28 km/h bzw. 6:28 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 20% (2,32 km von 11,6 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/heiligenberg-kuralpe-stettbach.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2552" title="heiligenberg-kuralpe-stettbach" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/12/heiligenberg-kuralpe-stettbach.jpg?w=128" alt="heiligenberg-kuralpe-stettbach" width="128" height="93" /></a></p>
<p><strong>Lauf #2, Donnerstag 11.12.08: 10 unangenehme Standartkilometer an der Bergstrasse (10,1 km)</strong><br />
Oh mann: Trübdrögkaltmistiges Wetter, ich fühle mich total unfit, und heute morgen ist auch noch der Rechner abgeschmiert und hat sich seitdem noch nicht wieder aktivieren lassen (entsprechend schreibe ich diese Zeilen auf dem Notstandslaptop meiner Eltern, der aufgrund seiner winzigen Tastatur und des winzigen Displays nicht wirklich zum Verfassen von Laufberichten geeignet ist).<br />
Alles Mist, da hatte ich wirklich gar keine Lust. Aber dann hat´s nachmittags ganz leicht angefangen zu schneien, und weil ich Schnee ja so gerne mag, bin ich halt doch noch mal los. Allerdings nur eine altbekannte Standardstrecke, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/04/29/jugenheim-zwingenberg-mit-neuen-schuhen-101-km/">10 km durch die Nachbardörfer</a>, denn wegen der PC-Probleme kann ich momentan ja nicht auf Google Earth zugreifen, und entsprechend auch keine neuen Strecken kartografieren, also musste was her, wo ich schon eine Streckenkarte online habe&#8230;</p>
<p>Tja, was soll ich sagen: Es war einfach nur gräßlich: Ich war unlustig und übellaunig, meine Beine hatten mir den Berglauf von vorgestern noch nicht verziehen und taten so, als wären sie aus Blei, mein Rücken schmerzte etwas, ich fühlte mich total müde und abgespannt, hatte schreckliches Sodbrennen (echt total gut für den Atemrhythmus, wenn du rülpsend durch die Pampa rennst&#8230;) und ausserdem verwandelte sich der nette Schnee ungefähr zwei Minuten nach dem Start in garstigen Nieselregen.<br />
Ich sag´s ja: Alles Mist.<br />
So schleppte ich mich halt runter von Jugenheim nach Bickenbach, am Bahnhof auf dem Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) unter den Gleisen durch, dann auf dem Radweg 17 durch die trübe, dröge Sandwiese, und schließlich am zwingenberger Hundeplatz vorbei zur B3 am Zwingenberger Ortsrand. Lief furchtbar, und kurz hinter der Sandwiese bekam ich dann auch noch furchtbare Verdauungsprobleme, die mich mal wieder dran erinnerten, dass man nicht nur mit leerem Magen, sondern am besten auch mit leerem Darm joggen sollte (es gibt ja Jogger, die sich dann einfach ein ruhiges Gebüsch suchen, und der Natur ihren Lauf lassen &#8211; kann ich aber leider nicht, denn ohne eine schöne, saubere Porzelanschüssel mit halbwegs hygienischer Klobrille in einer ruhigen, stressfreien Umgebung geht da gar nix). Aber immerhin lenkte das zyklische Bauchreissen und der immer stärker werdende Druck im Unterleib von all den anderen unangenehmen Wehwehchen ab, die mich bis dato geplagt hatten.<br />
Yay.</p>
<p>Entsprechend verkrampft den Rückweg absolviert, den Zwingenberger Grenzweg hoch (steil, aber das merkte ich kaum, weil ich zu sehr mit mir selbst beschäftigt war&#8230;), dann auf dem Blütenweg durch die Weinberge nach Alsbach und dort auf der üblichen Route (Hochstr., Lindenstr. [hier hielt mich irgendein Rentner auf, und ich musste ihm - fast platzend - dreimal den Weg ins nächste Lebensmittelgeschäft erklären. Aargh!!], Am Katharinenberg, Jugenheimer Str., Blütenweg durchs Feld) ab nach Hause, in mein schönes, ruhiges Bad, wo ich all das Vorfand, was mir unterwegs gefehlt hatte&#8230;</p>
<p>Fazit: Net so gut. Vergessen wir am besten ganz schnell wieder&#8230;</p>
<p>Strecke: 10,1 km<br />
Zeit: 0:58 h (=10,45 km/h bzw. 5:45 min km &#8211; in der zweiten Hälfte aufgrund bestimmter Faktoren übrigens deutlich schneller als in der ersten&#8230;)<br />
Neue Strecke: Nah!<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/jugenheim-zwingenberg2.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-492" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/04/jugenheim-zwingenberg2.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p><strong>Lauf #3, Freitag 12.12.08: Um den Heiligenberg (10 km)</strong><br />
Hrm. Der Haupt-Internet- und Google-Earth-Rechner ist immer noch ausser Gefecht, und es ist nicht so ganz sicher, ob ich ihn jemals wieder hinkriege, zumal ich zu allem Überfluss ja auch grundsätzlich so wenig Interesse an diesem ganzen unnützen, beschissenen, komplizierten Computergedöns habe, dass es mir furchtbar auf den Zeiger geht und mich gleichzeitig schrecklich anödet. Wieso kann der Dreck bitteschön nicht einfach entweder funktionieren und eindeutig kaputt sein, häh?<br />
Entsprechend suchte ich mir auch heute wieder eine Strecke raus, die ich schon mal gelaufen war, und von der ich dementsprechend keine neue Karte machen musste. Wetter war immerhin ganz freundlich (wenn auch kalt), also suchte ich mir was Nettes raus:<br />
Einmal um den Heiligenberg (zuletzt gelaufen <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/04/15/um-den-heiligenberg-10-km/">im letzten Frühling</a>).<br />
Und weil´s nicht so weit war, und zudem viel durch Wald und Wiesen führt, nahm ich auch gleich noch den Hund mit (der ist bei Bergläufen im Winter eh ganz praktisch, da hat man an den schlimmsten Steigungen immer mal einen Grund für ´ne Verschnauf&#8230;ääääh für eine Schnupper-und-Beinheb-Pause).</p>
<p>Zuerst nordwärts durch Jugenheim, alles schön langsam und kontrolliert um Kraft zu sparen, denn die steilen Bergtouren strengen im Moment doch ganz schön an (zumindest ich lief langsam und kontrolliert, Nemo zog und zerrte als gäb´s kein Morgen. Aber solange meine 75 Kilo am einen Ende der Leine gegen seine 8 Kilo am anderen Ende stehen, bestimme immer noch ich, wie wir laufen&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Durch den Pauerweg, dann die Hauptstrasse hoch, am Heiligenberg, dem alten Rathaus und dem Roseneck vorbei, dann rechts die K144 ins Stettbacher Tal hoch. Schmale Strasse am Talgrund ohne Bürgersteig, aber hier ist nie viel Verkehr, entsprechend läuft sich´s selbst mit Hund ganz gut. Am Haus Waldfrieden über den Stettbach und runter von der Strasse und links aufwärts in den Wald, hoch auf den Heiligenberg. Fieses Stück, ist steil und zieht sich, aber wir waren ja noch frisch, entsprechend liefs ganz gut. Oben angekommen kurzen Blick von hinten über die Obstwiesen zum Schloss, dann links und auf dem bequemen, relativ ebenen Lokalweg SJ1 im Wald oberhalb des Stettbacher Tals nach Osten. Hier oben lag sogar noch ein bisschen Schnee, das gefiel mir irgendwie (aber heute gefiel mir eh alles, wahrscheinlich wegen dem etwas helleren Wetter).</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern auf SJ1 halblinks, steil abwärts zurück ins Stettbacher Tal (da gingense hin, die schönen Höhenmeter&#8230;), dort aus dem Wald raus und über den Parkplatz hinter dem Brandhof wieder an die K144, der wir talaufwärts in Richtung Stettbach folgten.<br />
Kaum Steigung, wenig Verkehr (der zudem langsam fahren muss weil die Strasse schmal, alt und kurvig ist), rechts die herrlichen Wiesenhänge des mittleren Stettbacher Tals &#8211; hier lässt sich´s laufen, auch wenn´s keinen Radweg oder Seitenstreifen gibt.</p>
<p>Kurz hinter dem Parkplatz Talweg bogen wir rechts ab, auf den alten Asphaltweg, der unterhalb von Hainzenklingen rüber ins Balkhäuser Tal führt (Markierung: Gelbe 2) und folgten ihm durch Weiden voller tougher, zottiger Limousinrinder bis zum Waldrand unterhalb des Goschenrod (Warum die Kühe tough sind? Na ja, verbringt ihr mal Tag und Nacht im freien, und das bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und nur mit einem gelben Ohrclip bekleidet&#8230;)</p>
<p>Dort bogen wir rechts ab, ein paar Meter am Waldrand entlang, dann wieder mal mit ordentlichem Anstieg in den Wald rein, bis wir die Wegscheide am Goschenrod erreichten (bis dahin gelbe 2). Dort ging´s wieder links, auf der gelben 6 (bei wunderbar angenehmen 3% oder 4% Anstieg) weiter aufwärts durch den inzwischen schon moderat verschneiten Wald.<br />
Wunderbar ruhig, gar nichts los hier oben, lediglich ein paar Rehe liessen sich von uns stören und ergriffen indigniert die Flucht, verfolgt von Nemos nicht wachsamen Blicken (den dazugehörigen Nemo hatte ich vorsichtshalber an die Leine genommen, sobald die Rehe aufgetaucht waren, auch wenn´s wahrscheinlich nicht nötig gewesen wäre).</p>
<p>Nach einem knappen Kilometer erreichten wir wieder die alte Asphaltstrasse hinter/unter Hainzenklingen und folgten ihr nach Rechts, über den offenen Hechlersgrund oberhalb von Balkhausen (hier herrschte eine tolle Stimmung aus Eisnebel, indirekt strahlendem Himmel, und der gefrorenen Rückseite des Melibokus jenseits des Balkhäuser Tals) bis zur Kreuzung an der Kaiserbuche, auf der Rückseite des Heiligen- bzw. Marienbergs (Markierung: Gelbe 6, Gelbe 5).</p>
<p>Bis hierhin immer noch alles gut, also hielten wir uns trotz dem schönen Blick nach Balkhausen und auf den Melibokus nicht weiter auf, sondern folgten gleich dem Asphaltweg am Waldrand links runter ins Balkhäuser Tal (schon wieder: Da gingense hin, die schönen Höhenmeter&#8230;). Bergauf ist dieses Stück immer ziemlich fies (davon konnte wohl auch die nette einsame Joggerin ein Lied singen, die uns unterweges schwer schnaufend entgegenkam, aber trotzdem noch ein freundliches Lächeln und einen Atemlosen Gruß erübrigen konnte &#8211; so mag ich das <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ), bergab lief´s dagegen wie geschmiert&#8230;</p>
<p>Im Talgrund kurz hinter dem Talhof angekommen bogen wir rechts auf den Balkhäuser Tal-Weg (gelbe 3) ein und liefen am Waldrand westwärts, vorbei am großen Rückhaltebecken und dem alten Forsthaus im Talgrund, dann wieder mal hoch in den Wald, aufwärts zum Schloss Heiligenberg, dass wir nach ein paar Minuten ordentlichem aber nicht zu schlimmen Anstieg wohlbehalten erreichten.</p>
<p>Am Schloss entlang westwärts, die alleeartige Fahrstrasse runter, hinter dem Weiher links, nochmal leicht aufwärts (Burgenweg [blaues B] &#38; Alemannenweg [Rotes S], an der Klosterruine, der Zentlinde und dem Alexandermausoleum vorbei auf die Kreuzwiese, unterhalb des prächtig funkelnden goldenen Kreuzes quer über die Wiese drüber, dann auf dem Eselspfad abwärts bis runter zum Nonnenbrünnchen im Balkhäuser Tal (Da gingense hin, die Höhenmeter&#8230;).<br />
Unten angekommen über den Parkplatz Nonnenbrünnchen, dann rechts, auf dem Radweg neben der L3103 zurück nach Jugenheim, dort kurz nach dem Ortseingang scharf links in den Christallerweg. Hübsch anzusehen mit seinen alten Villen (allen voran natürlich das blaue Haus), aber leider auch richtig steil &#8211; das zog noch mal so richtig rein, hier aufwärts in den Wald reinzulaufen und sich bis zur Kreuzung von Pürsch- und Melibokusweg hochzukämpfen. Uffa!<br />
Immerhin war´s ab da etwas weniger steil, als wir rechts den Pürschweg (SJ2) hochhechelten, um den Bergvorsprung über den Merck-Gärten bogen, und schließlich halbrechts auf den Weg zum Merckschen Wasserturm liefen, über den wir schließlich auf den Burgenweg im Darsbergtal und nach Hause gelangten.</p>
<p>Schönes Wetter, schöne Umgebung = Gute Tour. Hat Spass gemacht und gutgetan, sowohl mir als auch dem Hund.</p>
<p>Strecke: 10 km<br />
Zeit: 1:05 h (= 9,23 km/h bzw. 6:30 min/km)<br />
Neue Strecke: -<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/04/heiligenberg.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-467" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/04/heiligenberg.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p><strong>Lauf #4, Sonntag 14.12.08: Sonnige Höhentour ins Modautal: Neutscher Höhe &#8211; Herchenrode &#8211; Hoxhohl (mit Hund und Foto, 12,4 km)</strong> wird wie gesagt morgen oder so mit eigenem Post nachgereicht.</p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Burg Tannenberg und Stettbacher Tal - Ein Laufbericht mit Fotos (13,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/08/05/burg-tannenberg-und-stettbacher-tal-ein-laufbericht-mit-fotos-131-km/</link>
<pubDate>Tue, 05 Aug 2008 20:25:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/08/05/burg-tannenberg-und-stettbacher-tal-ein-laufbericht-mit-fotos-131-km/</guid>
<description><![CDATA[Der heutige Tag fing als einer der schönste des Jahres an! Azurblauer, wolkenloser Himmel, strahlend]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Der heutige Tag fing als einer der schönste des Jahres an! Azurblauer, wolkenloser Himmel, strahlender Sonnenschein, eine wunderbar angenem Brise, frische, wohlschmeckende Luft, Temperaturen knapp über 20 Grad, alles strahlte wie in Technicolor. Und es war richtig klar, so klar, wie man es hier an der dampfig-diesigen Bergstrasse nur ein paar mal im Jahr erlebt: Perfekte Fernsicht in alle Richtungen, nicht nur die Silhouetten der entfernten Höhenzüge, sondern jedes kleine Detail an ihren Hängen war zu erkennen &#8211; die weiten Felder am Donnersberg, die schimmernden Windräder bei Framersheim, oder die weissen Häuser von Eltville, alles gestochen scharf und glasklar!<br />
Herr-lich!!!!</p>
<p>Eigentlich hatte ich ja heute nicht laufen wollen (3 Tage hintereinander? Eher nicht&#8230;), aber an so einem Tag?<br />
Musste sein!<br />
Und weil´s so wunderbar war, beschloss ich sogar, mal wieder die (inzwischen wieder geflickte) Digitalkamera mitzunehmen! Da braucht´s dann natürlich auch motive, deswegen heute eine wunderschöne Bergroute mit Lufthansa, Burg Tannenberg, Stettbacher Tal, Hainzenklingen, Heiligenberg.</p>
<p>Leider hatte ich morgens keine Zeit, deshalb vertagte ich den Lauf bis zum Abend, und da war der Tag dann leider nicht mehr einer der schönsten des Jahres, sondern &#8220;nur noch&#8221; ganz ok &#8211; im Lauf des Nachmittags hatte sich der Himmel zugezogen und war nun mit einer dünnen aber durchgängigen Wolkenschicht bedeckt &#8211; anstatt azurblauem Himmel und herrlichem Sonnenschein herrschte nun so ein leicht gedämpftes Halblicht, das diffus vom milchig-weissen Himmel schimmerte und alles leicht trüb wirken liess. Nicht wirklich ideal für schöne Fotos (zumindest nicht, wenn ich hinter dem Sucher stehe), aber was willste machen?</p>
<p>Eben. Nix!<br />
Hatte mir vorgenommen mit Foto zu laufen, also zog ich das auch durch!</p>
<p><!--more--></p>
<p>Start um kurz nach sieben. Zuerst mal in nördlicher Richtung durch Jugenheim, natürlich auf dem Blütenweg (gelbes B). Also erstmal die Jossastr. hoch&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/jossastr.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1009" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/jossastr.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 1: Jossastr. in Jugenheim. Übrigens die Route, die ich normalerweise in den Wald nehme, wenn ich zum Melibkous will</em></p>
<p>&#8230;dann links durch den Pauerweg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/pauerweg.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1010" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/pauerweg.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 2: Eingang zum Fußweg durch den parkartigen Mittelteil des Pauerwegs</em></p>
<p>&#8230;und schließlich nach dem Balkhäuser Tal die Hauptstr. hoch in Richtung Försterei/Altes Rathaus:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/hauptstr.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1011" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/hauptstr.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 3: Obere Hauptstr. in Jugenheim. Rechts das Haus Krone, weiter oben der Anfang vom Heiligenberg</em>.</p>
<p>Oben angekommen kurze Fotopause im alten Herzen Jugenheims&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/jugenheim.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1012" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/jugenheim.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 4: Kreuzung Haupt- und Alexanderstr. Links das Forsthaus, rechts vorne das alte Rathaus, dahinter das Gasthaus Tannenberg</em></p>
<p>&#8230;mit dem Eingang zum Heiligenberg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/eingang-heiligenberg.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1013" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/eingang-heiligenberg.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 5: Eingang zum Heiligenberg. In der Bildmitte das Gedenkmal für die Jugenheimer Weltkriegstoten</em></p>
<p>&#8230;dem Siegfriedbrunnen am alten Rathaus&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/brunnen.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1014" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/brunnen.jpg?w=309" alt="" width="309" height="480" /></a><br />
<em>Bild 6</em></p>
<p>&#8230;und dem hübsch bepflanzen Roseneck:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/roseneck.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1015" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/roseneck.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 7</em>.</p>
<p>Dann weiter geradeaus nach Norden, die Seeheimer Str. hoch und schließlich rechts über den steile Fußweg am Ende der Strasse &#8220;Am Tannenberg&#8221;&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/am-tannenberg-2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1017" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/am-tannenberg-2.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 8</em></p>
<p>&#8230;und die kleine Treppe&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/treppe.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1018" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/treppe.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 9</em></p>
<p>&#8230;hoch in den Wald, dort dann nach links auf den Burgen- bzw. Alemannenweg:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/burgenweg.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1019" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/burgenweg.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 10: Rotes S = Alemannenweg, Blaues B = Burgenweg</em></p>
<p>Und aufwärts. Erst kurz den Burgenweg, dann dort wo er nach ein paar hundert Metern rechts auf einen Trampelpfad in Richtung Alexanderhöhe abknickt geradeaus auf dem unmarkierten (und ordentlich steilen) Wag durch den dichten Wald zur Lufthansa hoch.<br />
Nach 700 m. streift der Weg den Waldrand an der schnurgeraden, mit Wildblumen und -kräutern bewachsenen Schneise, die den Hang hoch bis hinter die Lufthansa führt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/schneise.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1021" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/schneise.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 11</em></p>
<p>&#8230;auf die ich kurz rauslief, um die schöne Aussicht runter in die Ebene zu geniessen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/schneisenblick.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1022" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/schneisenblick.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 12: Blick von Hang vor der Lufthansa nach Südosten. Direkt unten Jugenheim, dahinter Bickenbach, rechts dahinter Gernsheim, schemenhaft am Horizont das rheinhessische Hügelland</em></p>
<p>Dann wieder zurück an den Weg und weiter bergauf, an der nächsten Wegscheide links, dann noch mal links abwärts in Richtung Lufthansa. Eigentlich hatte ich gehofft, dass die Bauarbeiten dort inzwischen schon soweit gediehen wären, dass man wieder mal durchlaufen könnte.<br />
Tja, Pustekuchen, am Waldrand erwartete mich das hier:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/schilder.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1023" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/schilder.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 13</em></p>
<p>Kein Durchkommen, musste umdrehen, wieder hoch zur letzten Wegscheide, und dort links, um die Baustelle auf dem weiter oben entlangführenden Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus) zu umgehen.<br />
Blöde Lufthansa-Baustelle! Nicht nur, dass der Neubau ein <a href="http://www.lh-seeheim.de/baustellen-impressionen/">noch hässlicherer und charmeloserer Klotz</a> wird als der alte, nein, die nervigen Bauarbeiten versperren mir jetzt schon seit Monaten meine üblichen Laufwege. Hrggllllmrrrrbldlfthansa&#8230;</p>
<p>Aber gut, dann eben weiter oben durch den lichten Wald&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/waldweg.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1024" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/waldweg.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 14</em></p>
<p>&#8230;wobei sich zwischen den Wipfeln hin und wieder sehr ansprechende Ausblicke auftaten:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/donnersberg.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1025" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/donnersberg.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 15: Der langezogene Bergrücken ist der über 50 km entfernte <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/06/18/projekt-westwarts-ende-donnersberg-193-km/">Donnersberg in der Pfalz</a>, die Dampfsäule davor steigt von einem der Kühltürme des <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/10/14/an-den-rhein-und-um-den-meiler-akw-biblis-und-umgebung-15-km/">AKW Biblis</a> auf (Zweifellos absolut harmlos, aber als mittelbarer Anrainer hat man doch immer ein leicht mulmiges Gefühl, wenn man Biblis rauchen sieht&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). </em></p>
<p>Nach ein paar hundert Metern erreichte ich eine weitere grasbedeckte Schneise (die geht runter ins Ober-Beerbacher-Tal), auf der ich rechts auf den Höhenkamm lief, und mich dann gleich nochal rechts runter auf den obersten Waldweg in Richtung Tannenburg.</p>
<p>Der Tannenberg, auf dem die Tannenburg (oder richtiger: Die Burg Tannenberg. Aber ich bin ja von hier, also darf ich sie Tannenburg nennen) liegt, ist eigentlich nicht besonders hoch &#8211; 340 m.ü.NN und damit ca. 240 m. über der Ebene, das ist im Vergleich zum Melibokus (517 m.ü.NN) oder dem Frankenstein/Ilbeskopf (422 m.ü.NN) nicht besonders viel. Aber er ist verflixt steil &#8211; ein überraschend spitzer Kegel, der relativ anstrengend zu erlaufen ist, egal aus welcher Richtung man kommt.<br />
Entsprechend kam ich beim Aufstieg über den Nord- und den Osthang ganz schön ins Keuchen (auch wenn er nicht so schlimm ist wie der von Westen), und war schließlich ziemlich froh, als ich nach fast einem Kilometer auf dem schmalen, gut ansteigenden Pfad im finsteren Wald (deswegen auch keine Fotos &#8211; keine Motive, und es war zappenduster) endlich mein erstes Etappenziel erreicht hatte: Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Tannenberg">Burg Tannenberg,</a> hoch über Seeheim.</p>
<p>Bevor wir zu den Bildern kommen, vielleicht erst mal ein kleiner geschichtlicher Diskurs:<br />
Die Burg Tannenberg ist ein historischer Ort: Die erste Festungsanlage in Europa (vielleicht sogar der Welt), die mit Hilfe von Belagerungswaffen auf Schwarzpulverbasis eingenommen wurde &#8211; und damit einer der Orte, an dem der Anfang von Ende des Mittelalters begann.</p>
<p>Und das war so:<br />
Gegen Ende des 14. Jahrhunderts war die Burg Tannenberg durch jahrhundertelanges wildes Vererben im Besitz von insgesamt 18 verschiedenen Parteien, den sogenannten Ganerben. Keiner von denen wohnte auf der Burg, die meisten davon nicht mal in der Nähe, entsprechend fühlte sich niemand so richtig für sie verantwortlich.<br />
Das nutzte die Burgbesatzung aus, und begann damit, die reich beladenen Handelskarawanen zu überfallen, die am Fuß der Bergstrasse entlangzogen.<br />
Auf Dauer kein erträglicher Zustand für die umliegenden Städte (u.a. Frankfurt, Mainz, Speyer, Friedberg, Gelnhausen, Worms und Wetzlar) und Fürstentümer (Kurpfalz, Nassau) die sich deshalb 1399 zusammenschlossen, um dem Treiben ein Ende zu setzen, und mit einem gemeinsamen Landfriedensheer vor die Burg zogen (natürlich erst, nachdem sie diese Absicht netterweise mit Fehdebriefen an die Raubritter angekündigt hatten ["Lieber Hartmut von Kronberg. Hiermit möchten wir Dir mitteilen, dass wir beabsichtigen, Deine Burg zu schleifen und Dich aufzuhängen. Hoffen, das ist ok. Mit lieben Grüßen - Dein Landfriedensheer" <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' />  ].<br />
Muss ja schließlich alles seine Ordnung haben).<br />
Dummerweise war das aber gar nicht so einfach &#8211; die Burg Tannenberg verfügte über starke Mauern und stand auf einem steilen, von allen Seiten schwer erreichbaren Bergkegel, so dass sich die kleine Besatzung von ca. 60 Mann problemlos der ersten Angriffe erwehren konnte (zumal sie über ein paar <a href="http://www.historiavivens1300.at/realien/tb-buechse.htm"> fiese frühe Handfeuerwaffen</a> verfügten).<br />
In dieser Situation hatte die mächtige Reichsstadt Frankfurt dann irgendwann die Faxen dicke und entsandte Anfang Juli 1399 die modernste Waffe der damaligen Zeit (vielleicht ja auch, um dem Rest der Welt zu zeigen, dass man sich mit Frankfurt besser nicht anlegt) &#8211; die &#8220;Große Frankfurter Büchse&#8221;, eine 70 Zentner schwere Kanone, die in der Lage war, 50 cm durchmessende Steinkugeln mit gewaltiger Wucht zu verschießen. Das Geschütz wurde auf einen Kahn verladen, mit starkem Geleitschutz (die Tannenberger Raubritter hatten Verwandschaft im Vordertaununs, da musste man aufpassen) den Main hinuntergeschifft, dann den Rhein hinaufgetreidelt, und schließlich von Gernsheim aus von mehreren Dutzend Pferden bis nach Seeheim geschleppt, wo man es unter gewaltigen Anstrengungen die steilen Hänge hinaufschleifte und in einer eigens dafür vorbereiteten Geschützstellung installierte.<br />
Loslegen konnte man allerdings immer noch nicht, denn wie sich herausstellte, waren die mitgebrachten Kanonenkugeln (die natürlich alle handgearbeitet waren) zu groß und passten deshalb nicht in den Lauf. Also musste man erst neue Kugeln hauen und heranschaffen lassen, was ebenfalls wieder ein paar Tage kostete, bis man schließlich am 14.7.1399 endlich mit dem Beschuss beginnen konnte.<br />
Der dauerte eine Woche, richtete schreckliche Schäden an, und führte schließlich dazu, dass die zermürbte und erschöpfte Burgbesatzung am 21.7. kapitulierte. Die Raubritter bekamen einen Klaps auf die Finger, weil sie unartig gewesen waren, einen auf den Rücken, weil sie so tapfer gekämpft hatten (gehängt wurde niemand, die Meisten wurden kurz eingekerkert und dann schnell wieder freigelassen), die Tannenburg wurde gesprengt, und das Zeitalter der Burgen begann, sich  seinem Ende zuzuneigen<br />
Ja ja.<br />
So war das damals.</p>
<p>Heute ist dann auch nicht mehr allzuviel übrig &#8211; Im Gegensatz zu Frankenstein und Alsbacher und Auerbacher Schloss wurde die Tannenburg nicht wieder zu Beginn der Neuzeit aufgebaut. Entsprechend sind heute vor allem Fundamente und Mauerreste erhalten, dazu gibt´s einen ansaztweise wiederaufgebauten Bergfried von 1987 und eine grandiose Aussicht über Seeheim und die Rheinebene nach Nordwesten. Alles in allem ein schöner, spannender Platz mit ganz viel Geschichte, der auf jeden Fall einen Besuch wert ist:</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/tannenburg-1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1026" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/tannenburg-1.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 16: Ruine Tannenberg von Osten kommend. Alte Mauerreste, in der rechten oberen Bildmitte das neu gemauerte Fundament des alten Bergfrieds</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/tannenburg-2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1027" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/tannenburg-2.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 17: Am Nordrand der alten Kernburg führt der Weg bis zum steil abfallenden Westhang des Tannenbergs&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/tannenburg-3.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1028" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/tannenburg-3.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 18: &#8230;von wo aus sich ein grandioser Blick nach Nordwesten bietet&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/tannenburg-4.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1029" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/tannenburg-4.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 19: &#8230;über Seeheim und Pfungstadt hinweg bis zum fast 60 km entfernten Rheingau&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/tannenburg-5.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1030" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/tannenburg-5.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 20: &#8230;nach Norden bis zum Taunus (die höchste Erhebung halbrechts mittig ist der große Feldberg. Unten Seeheim, rechts davon die Alte Bergstrasse Richtung Malchen, etwas darüber die Hochhäuser von Eberstadt Süd 3)&#8230;</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/tannenburg-6.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1031" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/tannenburg-6.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 21: &#8230;und noch mal direkt von oben auf den blockigen Lufthansa-Neubau</em></p>
<p>Dann wieder zurück, durch die alte Kernburg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/tannenburg-7.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1032" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/tannenburg-7.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 22</em></p>
<p>&#8230;vorbei am relativ neuen Gedenkstein&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/tannenburg-8.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1033" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/tannenburg-8.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 23</em></p>
<p>&#8230;und einem sichtbaren Überbleibsel der finalen Burgbelagerung&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/tannenburg-9.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1034" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/tannenburg-9.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 24: Kanonenkugel</em></p>
<p>&#8230;wieder zurück zum Ostende der Burg und auf einem extrem steilen unmarkierten Trampelfpad hinunter in den Wald am Höhenrücken des Kniebrecht hinter dem Tannenberg. Ab hier auf dem Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus)&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/saar-rhein-main.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1038" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/saar-rhein-main.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 25</em></p>
<p>&#8230;bei leichter Steigung durch den ebenfalls wieder recht düsteren Wald&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/wald2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1041" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/wald2.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 26</em></p>
<p>&#8230;vorbei an der Hütte kurz hinter dem Tannenberg&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/hutte.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1040" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/hutte.jpg?w=400" alt="" width="400" height="293" /></a><br />
<em>Bild 27</em></p>
<p>&#8230;dem Bannwald, der völlig sich selbst überlassen wird&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/bannwald.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1042" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/bannwald.jpg?w=284" alt="" width="284" height="533" /></a><br />
<em>Bild 28</em></p>
<p>&#8230;und ein paar netten Felsformationen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/felsen1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1084" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/felsen1.jpg?w=400" alt="" width="400" height="281" /></a><br />
<em>Bild 29</em></p>
<p>&#8230;bis ich schließlich nach ca. 1,5 km den Waldrand oberhalb von Wallhausen erreichte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/wallhauser-waldrand.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1045" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/wallhauser-waldrand.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 30: In der Bildmitte eines der wenigen Dächer von Wallhausen</em></p>
<p>Hier links und nochmal relativ steil hoch, zwischen dichtem Wald und satten Bergweiden aufwärts, dabei den herrlichen Blick über das weite, hügelige Stettbacher Tal genossen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/tal2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1046" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/tal2.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 31: Blick übers obere Stettbacher Tal von Norden aus</em></p>
<p>Nach gut 200 m. eine Abzweigung. Kurz angehalten um sich mit dein Eingeborenen zu unterhalten. Die erwachsenen zeigten allerdings wenig Interesse an einer gepflegten Konversation&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/schaf1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1047" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/schaf1.jpg?w=400" alt="" width="400" height="275" /></a><br />
<em>Bild 32</em></p>
<p>&#8230;doch immerhin war zumindest einer der Jüngeren bereit, ein paar freundliche Worte mit mir zu wechseln:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/schaf2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1048" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/schaf2.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 33: Unsere Konversation im Wortlaut:<br />
M.: &#8220;Hi Schaf!&#8221;<br />
S.: &#8220;Määäääh!&#8221;<br />
M.: &#8220;Danke gut. Und selbst?&#8221;<br />
S.: &#8220;Määääh!&#8221;<br />
M.: &#8220;Echt? Hämorrhoiden? In Deinem Alter? Das klingt aber unangenehm.&#8221;<br />
S.: &#8220;Määääh. Määäh! Määähähäää.&#8221;<br />
M.: &#8220;Tja, was will man da machen? Aber das wird schon wieder! So, jetzt muss ich aber auch schon wieder weiter, mach´s gut Schaf.&#8221;<br />
S.: &#8220;Määäääh!&#8221;<br />
Ich find´s ja faszinierend, dass Schafe richtig reden können.<br />
Die meisten anderen Tiere machen normalerweise Geräusche, die ganz anders klingen, als das, was Menschen von sich geben. Aber ein mähendes Schaf klingt wirklich genauso wie jemand, der gerade einen halben Liter Helium inhaliert hat und &#8220;Määäh!&#8221; sagt.<br />
Schafe sind cool! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
</em></p>
<p>Und weiter. An der Abzweigung rechts, auf einen unmarkierten, wucherigen Feldweg, der leicht abfallend am Talrand nach Süden führte, erst durch die wunderbaren Obstwiesen, dann durch ein hübsches Hangwäldchen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/hangwaldchen.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1049" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/hangwaldchen.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 34</em></p>
<p>&#8230;dann wieder durch mehr herrliche Hangwiesen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/wiesen.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1050" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/wiesen.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 35</em></p>
<p>&#8230;von denen aus man einen schönen Blick auf das abendliche Wallhausen tief unten im versteckten Seitental hatte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/wallhausen.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1051" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/wallhausen.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 36</em></p>
<p>350 m. nach dem Ende des Wäldchens ein Zusammentreffen mit einer Herde Jungkühe, die erst panisch davonstoben, als sie mich kommen sahen (irgendwie ein gutes Gefühl, so ehrfurchtgebietend zu sein, dass man 3 Tonnen Fleisch und Muskeln in die Flucht schlagen kann), mich dann erst mißtrauisch aus der Entfernung beglotzten&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/kuhe1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1052" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/kuhe1.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 37: Wer errät, welche von denen Elsie heisst, darf einen Gasteintrag auf diesem Blog machen&#8230;</em> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8230;um sich dann doch noch ein Herz zu fassen, um dann doch unisono (und &#8211; im Fall von einer der hinteren Kühe &#8211; unablässig kackend) näher zu kommen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/kuhe-2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1053" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/kuhe-2.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 38</em></p>
<p>&#8230;und Hallo zu sagen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/kuh3.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1054" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/kuh3.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 39 &#8220;Haaaal-looooo!&#8221;</em></p>
<p>Danach dem Feldweg noch ein Stück weiter bergauf gefolgt, bis er schließlich in die schmale Fahrstrasse am obersten Talrand mündete (Die von Stettbach nach Ober-Beerbach):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/strasse.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1055" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/strasse.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 40</em></p>
<p>Hier rechts, vorsichtig (wie gesagt: Schmal, gewunden, kein Randstreifen) am Strassenrand abwärts in Richtung Stettbach.<br />
Einen langsameren Verkehrsteilnehmer überholt&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/schnecke.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1056" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/schnecke.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 41: &#8220;Aus dem Weg, du Schnecke!&#8221;</em></p>
<p>&#8230;das seltsame Licht der zeitweilig durch die Wolken linsenden Sonne zur Kenntnis genommen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/gegenlicht.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1057" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/gegenlicht.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 42: Ich mag Gegenlichtaufnahmen&#8230;</em></p>
<p>..und einmal mehr den unvergleichlichen Blick von oben über das bestürzend schöne Stettbacher Tal genossen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/stettbacher-tal1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1058" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/stettbacher-tal1.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 43 Oh mann, wenn da doch nur noch der strahlende Sonnenschein von heute morgen geherrscht hätte&#8230;</em></p>
<p>Schließlich dann Einlauf ins idyllische Bergdörfchen Stettbach (oder, wie der Einheimische sagt, &#8220;Stiwwisch&#8221;):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/stettbach1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1059" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/stettbach1.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 44: Man beachte die Feuerwehr, die eifrig den linken Bildrand bevölkerte, mit sich selbst palaverte, und fleissig blaulichtete.</em></p>
<p>Geraderwegs durchs Dorf durch, erst geradeaus durch die steil abfallende Strasse &#8220;Am Berg&#8221;, vorbei an der hübsch gelegenen Kneipe &#8220;<a href="http://www.schoene-aussicht-stettbach.de/">Zur schönen Aussicht</a>&#8220;&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/stettbach2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1060" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/stettbach2.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 45</em></p>
<p>&#8230;an der Kehre im Ortskern runter auf die Talstr&#8230;.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/stettbach3.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1061" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/stettbach3.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 46: Links geht´s hier hoch zum Salon Forthuber, wo sich die Dame und der Herr mit Geschmack die Haare schneiden lassen&#8230;</em></p>
<p>&#8230;die dann neben dem offen dahinplätschernden Stettbach bis zum unteren Dorfausgang&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/stettbach4.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1062" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/stettbach4.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 47</em></p>
<p>&#8230;wo ich den Ort halblinks auf dem steilen Asphaltweg (&#8220;Hainzenklingen&#8221;) verliess, der um eine Kuppe herum ins Seitental mit dem versteckten Weiler Hainzenklingen führt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/stettbach5.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1063" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/stettbach5.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 48</em></p>
<p>Ordentlich anstrengender Aufstieg, der nach den bereits gestemmten mehreren hundert Höhenmetern schon so ein bisschen an die Substanz ging. Da ich den Asphaltweg nicht ganz durchlaufen wollte (kenne ihn schon), bog ich nach ca. 250 m. am Anfang des Wäldchens links auf einen Waldweg ab, der noch steiler und anstrengender war, im Gegenzug aber noch mal einen wunderbaren Ausblick aufs abendliche Stettbach bot:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/stettbach-von-obe.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1064" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/stettbach-von-obe.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 49</em></p>
<p>Nach dem Wäldchen war der Pfad arg zugewuchert&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/wucherweg.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1065" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/wucherweg.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 50: Weg? Wo ist denn hier bitte ein Weg?</em></p>
<p>&#8230;und mündete dann schließlich auf den gekiesten Weg, der vom Vogelherd in Stettbach nach Hainzenklingen führt. Noch eine letzte Anstrengung bis zur Kuppe&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/fast-oben.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1066" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/fast-oben.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 51: &#8220;Fast&#8230; oben&#8230;!&#8221;</em></p>
<p>&#8230;und ich erreichte die wunderbare, herrliche, einsame Anhöhe oberhalb von Hainzenklingen, von der aus man einen unglaublich grandiosen Blick in die Weite der Rheinebene hat:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/hainzenklinger-anhohe1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1067" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/hainzenklinger-anhohe1.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 52: Man beachte die schöne Abendstimmung</em></p>
<p>Überwältigend! Wirklich einer der schönsten Plätze im Gemeindegebiet von Seeheim-Jugenheim! Ein, zwei Minuten stehen und geniessen, dann noch ein paar Fotoexperimente mit der herrlichen Wildhaferwiese:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/hafer1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1068" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/hafer1.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 53: Naher Hafer vor ferner Ebene</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/hafer2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1069" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/hafer2.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 54: &#8230;und nochmal Hafer</em></p>
<p><a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/haferfeld.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1070" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/haferfeld.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 55: Das Bild gefällt mir, tolle Stimmung. Die Bergkette im Hintergrund ist einmal mehr der Taunus um den Feldberg.</em></p>
<p>Dann weiter, runter in den dämmrigen Weiler Hainzenklingen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/hainzenklingen.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1071" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/hainzenklingen.jpg?w=400" alt="" width="400" height="359" /></a><br />
<em>Bild 56: Der Berg im Hintergrund ist der Melibokus, erkennbar am charakteristischen Turm</em></p>
<p>Geradeaus an den paar Häusern vorbei und runter ins düstere Tal, in den Wald und weiter bis auf den alten Asphaltweg zwischen dem Stettbacher und dem Balkhäuser Tal&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/asphaltstr-zw-talern.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1072" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/asphaltstr-zw-talern.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 57</em></p>
<p>&#8230;über den Bergrücken am Goschenrod und runter auf die Freifläche oberen Ende des Hechlersgrundes im Balkhäuser Tal&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/balkhauser-tal.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1074" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/balkhauser-tal.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 58: Unten im Tal ein paar Häuser von Balkhausen, dahinter die steile Bergwand des Melibokusmassivs</em></p>
<p>&#8230;vorbei am toten, traurig zugewachsenen Stumpf der ehemals so stolzen Kaiserbuche&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/kaiserbuche.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1075" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/kaiserbuche.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 59</em></p>
<p>&#8230;und schließlich auf die Kreuzung im Wald auf der Rückseite des Marienbergs, von wo aus man in mehreren Richtungen zum Heiligenberg oder in die Täler laufen kann:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/kreuzung.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1076" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/kreuzung.jpg?w=400" alt="" width="400" height="300" /></a><br />
<em>Bild 60</em></p>
<p>Inzwischen hab´ ich schon fast alle Wege am Marien- und Heiligenberg abgelaufen, es fehlte mir eigentlich nur noch einer: Ein schmaler, unsäglich schlechter Trampelfpad der vom unwegsamen Gipfel des Marienbergs geradewegs bis runter an den Heiligenberg führt. Also nahm ich den in Angriff: Geradeaus auf der SJ2 den Berg hoch in den Wald rein, an der zweiten Wegscheide links (unmarkiert), nach 100 m. gleich wieder rechts, auf das unsäglich miese und steile Pseudopfädchen, das direkt auf den Gipfel des Marienbergs führt. Hier war´s inzwischen Stockfinster (dichter Wald, Osthang), entsprechend schleppte ich mich fast blind den elend langen Anstieg hoch, stolperte über Stöcke und Steine, verfing mich in Dornen, und scheuchte eine regelrechte Legion von Rehen auf, die raschelnd in die Dunkelheit flohen (ein Rehbock bellte dabei empört vor sich hin &#8211; ganz ehrlich, dieses schallende, rülpsende Bellgeräusch kann schon etwas beunruhigend klingen, wenn man mutterseelenallein durch den einsamen, finsteren Wald stolpert).<br />
Übrigens keine Fotos, keine Motive, zu dunkel, und die Kamera meldete inzwischen bei jedem Einschalten, dass die Batterie praktisch leer sei, und sie nicht mehr wolle (bis zu diesem Zeitpunkt eine leere Drohung, aber nicht mehr lange&#8230;)</p>
<p>Nach einer kleinen Ewigkeit hatte ich endlich den Gipfel erreicht (der so unspektakulär ist, dass es eigentlich keinen Grund gibt, sich den Aufstieg anzutun), und lief geradewegs darüber hinweg, auf den winzigen Hangpfad, der mir noch gefehlt hatte.<br />
Den war ich bisher nur ein einziges Mal gelaufen, vor Jahren, und da war er mir extrem schlecht vorgekommen. Und das war am hellichten Tag und im Winter.<br />
Heute, in der Dämmerung und im August, war er ungleich schlechter: Steil, nicht trittsicher, und über und über mit Dornenranken und Brennesseln überwuchert, da war jeder Schritt eine Qual.<br />
Auf dem Weg nach unten erhaschte ich noch ein letztes Bild der untergehenden Sonne zwischen den Bäumen&#8230;<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/untergang.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1077" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/untergang.jpg?w=383" alt="" width="383" height="480" /></a><br />
<em>Bild 61</em></p>
<p>&#8230;und dann war auf einmal der Pfad zu Ende.<br />
Na ja, stimmte nicht ganz, er verwandelte sich eigentlich nur in ein undurchdringliches Dornen- und Brennesselfeld:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/nesseln.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1078" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/nesseln.jpg?w=400" alt="" width="400" height="533" /></a><br />
<em>Bild 62: &#8220;Ach du Kacke?!? Da soll ich durch!?&#8221;</em></p>
<p>Da stand ich nun. Mitten im Nichts. Fast im Dunkeln. Zurück konnte und wollte ich nicht, für einen Umweg hätte das Licht nicht mehr gereicht. Also schnappte ich mir einen Prügel, und schlug mir so gut es ging einen Pfad durch das fast 50 m. lange Todesdickicht. Ging übrigens unentschieden aus: Ich räumte Unmengen von Brennesseln und Dornen aus dem Weg, dafür stachen und verbrannten sie mich nach Strich und Faden.<br />
Aber am Ende war ich durch, und konnte den Pfad bis unten hinters Schloss durchlaufen.</p>
<p>Fotografieren war allerdings nicht mehr: Einerseits zu dunkel, andereseits hatte auch die Fotobatterie nach dem letzten schlechten Bild des Brennesseldickichts endgültig den Geist aufgegeben.<br />
Sorry Freunde: Heute keine Bilder vom Heiligenberg mehr, mit seinem herrschaftlichen Schloss, dem gepflegten Schlosspark, dem romantischen Teich, der idyllischen Klosterruine, der uralten Zentlinde, dem würdevollen Alexandermausoleum, dem prächtigen goldenen Kreuz oder der wunderbaren Kreuzwiese. Einfach selber mal hinfahren, oder hoffen, dass ich noch mal mit dem Foto vorbeikomme&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich passierte jedenfalls das Schloss, rannte runter zum Teich, bog links ab, lief unterhalb der Klosterruine bis zur Kreuzung über dem Nonnenbrünnchen, bog rechts auf die Kreuzwiese ab, bahnte mir meinen Weg durch die wachsenden Wildblumen, kletterte am Ende auf den Fußweg unterhalb der Wiese, hielt mich rechts bis zur Fahrstrasse, und folgte dann den Serpentinen runter ins dämmrige Jugenheim, wo ich über den Pauerweg wieder zurück nach Hause lief.<br />
Ende.</p>
<p>Fazit: Ok, das mit dem Foto klappt schon etwas besser. Er nervt zwar immer noch total und stört meinen Rhythmus, aber immerhin verwackele ich weniger Bilder. Problematisch ist allerdings weiterhin die Extrazeit, die das Fotografieren kostet, die berechne ich immer noch nicht richtig ein &#8211; bei Abendläufen führt das dann so wie heute dazu, dass ich zu spät starte, in die Dämmerung komme, und am Ende nicht mehr genug Licht da ist.<br />
Muss ich dran arbeiten.<br />
Schade war auch, dass der Abend nicht das hielt, was der morgen versprochen hatte &#8211; das diffuse, milchig-trübe Licht eignet sich einfach nicht so gut zum Schiessen schöner Fotos wie strahlender, klarer Sonnenschein mit viel Licht und Schatten, entsprechend sind gerade die Bilder der herrlichen Landschaft nicht so gut, wie sie bei idealerem Wetter gewesen wären.<br />
Insgesamt aber trotzdem ein schöner Lauf, auch wenn ich dem Fotografieren weiterhin skeptisch gegenüberstehe und mit den Bildern von heute nicht so ganz zufrieden bin&#8230;</p>
<p>Strecke: 13,1 km<br />
Zeit: 1:28 h reine Laufzeit (= 8,93 km/h bzw. 6:43 min/km)<br />
Anteil der noch nie gebloggten/gelaufenen Passagen an der Gesamtstrecke: 26,87% (3,52 km von 13,1 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/tbs11.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/tbs11.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1099" /></a></p>
<p>Karte mit den Entstehungsorten der einzelnen Bilder:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/08/tbs2.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/08/tbs2.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1100" /></a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ums Stettbacher Tal (15 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2008/05/17/ums-stettbacher-tal-15-km/</link>
<pubDate>Sat, 17 May 2008 19:58:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2008/05/17/ums-stettbacher-tal-15-km/</guid>
<description><![CDATA[Heute hatte ich Lust auf einen Berglauf. Ok, ich hab´ ich im Moment ständig Lust auf Bergläufe, aber]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute hatte ich Lust auf einen Berglauf.<br />
Ok, ich hab´ ich im Moment ständig Lust auf Bergläufe, aber nachdem ich vorgestern die <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/05/15/bickenbach-und-seeheimer-wald-129-km/">Pflicht im Flachland</a> erledigt hatte, gab´s keinen Grund, heute zur Kür nicht wieder ostwärts gen Odenwald zu starten.<br />
Zielgebiet: Das Stettbacher Tal.<br />
Passte ganz gut, da ich ja gerade erst am Dienstag <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/05/13/powerrunde-ums-balkhauser-tal-146-km/">durchs Balkhäuser Tal gelaufen war</a>, und somit beide Täler hinter Jugenheim innerhalb einer Woche um-/durchlaufen konnte, schöne Symmetrie. Außerdem eine wirklich hübsche Gegend mit einigen bisher unerlaufenen Ecken, an denen ich meinen Neugier stillen konnte (gespannt war ich vor allem auf den in einem Seitental versteckten Weiler Wallhausen, in den ich es bisher noch nie geschafft hatte).</p>
<p>Da ich ja immer versuche, neue oder zumindest ungebloggte Wege zu laufen, erwies sich die konkrete Planung allerdings als schwierig: Fast alle Strecken um das Tal herum bin ich im Verlauf des letzten Jahres ein- oder mehrmals gelaufen, entsprechend war´s gar nicht so leicht, da eine spannende Route auszubaldowern. Schlußendlich endschied ich mich dafür, am Südhang des Tannenbergs auf halber Höhe talaufwärts zu laufen (ein ziemlicher Zickzackkurs, weil man unterwegs jedes Seitental umrunden muss), und den Rückweg über die fast parallel verlaufende Fahrstrasse am Talgrund anzutreten. Das Endergebnis ist die unförmigste Route, die ich seit langem hatte &#8211; aber eben mit viel neuer Strecke und ohne Dopplungen, das ist die Hauptsache&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!--more--><br />
Wetter: Freundlich, angenehme Temperaturen um 20 Grad, etwas hohe Luftfeuchtigkeit &#8211; gar nicht mal Schlecht.</p>
<p>Erstmal nach Jugenheim rein gestartet, Alsbacher Str. runter, Hauptstr. hoch, durch die schattige Lindenstrasse, ein kleiner übermütiger Schlenker am <a href="http://www.echo-online.de/kultur/detail.php3?id=316781">Schwimmbad</a> vorbei (einfach so, weil ich hier schon ewig nicht mehr vorbeigekommen war), dann auf der Burkhardstr. zurück an die Hauptstr. und zum Eingang des Stettbacher Tals. Bis hierher wieder mal die üblichen Probleme mit der krampfenden Muskulatur um die Schienbeine rum, aber ohne die Inlays und am Hang legte sich das schnell wieder.</p>
<p>Weiter das Stettbacher Tal hoch, das hier unten noch sehr schmal ist &#8211; der Stettbach, eine enge Strasse, links ein Haus, rechts ein Haus (manchmal auch nur auf einer Seite), dann geht´s auch schon steil die bewaldeten Hänge von Tannenberg und Heiligenberg hoch. Nach 350 m., kurz vor der Brücke über den Stettbach am Haus Waldfrieden, ging´s dann scharf links, von der Strasse ab und auf dem Burgenweg (blaues B) mit einer ordentlichen Steigung hoch in den Wald am über der Seeheimer Str., dort ein Stück geradeaus, schließlich scharf rechts und über einen steilen Trampelpfad (immer noch Burgenweg) bis hoch zur Wegscheide vor der Alexanderhöhe.</p>
<p>Hier geradeaus rechts, auf den unmarkierten Weg direkt oberhalb des Mobilfunk-Sendemastes, dem dann eine lange Zeit auf halber Höhe zwischen Tannenberg und Stettbacher Tal nach Osten gefolgt.<br />
Sehr angenehmer Weg: Zwar unmarkiert aber gut in Schuss, kurvig und ganz leicht aufwärts führend (vielleicht 3% oder 4% Steigung, wunderbar zu laufen), vornehmlich durch schönen, angenehm schattigen Buchenwald.</p>
<p>Nach 1,4 bequemen Kilometern eine Wegscheide am oberen Ende eines steilen, schmalen Bachtals, hier rechts auf den &#8220;Mittelweg&#8221; (gelbe 1/SJ1), dem runter bis zum Parkplatz Tannenberg im mittleren (und deshalb schon wesentlich breiteren) Talgrund gefolgt. Runter an die Strasse wollte ich nicht (die war ja für den Rückweg reserviert), also stattdessen wieder links in den Wald rein, und dem Weg durch das Seitental hinter dem Parkplatz nach oben gefolgt (&#8220;Brunnenweg&#8221;/gelbe 1).<br />
Übrigens eine ungewöhnliche Umgebung, denn das Tal besteht nicht wie meist üblich nur aus einer einzigen zentralen Rinne, sondern aus einem Netz tief eingeschnittener kleiner &#8220;Canyons&#8221;, zwischen denen allenthalben kleine Steile Hügel aufragen, auf denen gerade mal für einen oder zwei Bäume Platz ist. Sieht faszinierend aus, und gibt es meines Wissens in der näheren Umgebung nur noch am Höhenrücken zwischen Waschenbach und der Mordach.</p>
<p>Am oberen Ende des Tals verliess ich die gelbe 1, die hier links hoch auf den Höhenrücken führt, und lief stattdessen um die Bergnase an der östlichen Talwand herum ins nächste Seitental (das ebenfalls wieder kleine Nebencanyons hatte), wo ich auf den &#8220;Wallhäuser Weg&#8221; (gelbe 3) stiess, dem ich talaufwärts nach links folgte.<br />
Hier sah der Plan vor, dass ich dem Weg an Wallhausen vorbei einen knappen Kilometer aufwärts bis an den Saar-Rhein-Main-Weg folgen sollte, um dann scharf rechts auf einen kleinen Pfad am Waldrand einzubiegen, auf dem ich von oben nach Wallhausen rein laufen würde. Der erste Teil des Plans klappt auch ziemlich gut: Zügig den langen, ordentlichen Aufstieg durch das schöne Tal hoch, den Hillbilly auf dem näselnden Cross-Motorrad, der hier auf und ab fuhr, geflissentlich ignoriert, unterwegs die erste Abzweigung nach Wallhausen rechts liegen gelassen, noch ein paar Serpentinen gelaufen, und schon war ich oben am Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus), der hier weiter aufwärts bis Ober-Beerbach führt.<br />
Das Problem: Ich konnte den kleinen Trampelpfad am Waldrand nicht finden. Da gab´s nur Wald und Wiese, letztere hinter Elektrozaun.<br />
Hmm. Vielleicht ja weiter oben?<br />
(-Matthias läuft 150 m. den Saar-Rhein-Main-Weg hoch, geniesst dabe den tollen Blick nach rechts übers Stettbacher Tal-)<br />
Nee.<br />
Auch nicht.<br />
Kein Pfad.<br />
Hmmm.<br />
Hat sich die Wanderkarte wohl geirrt (oder wahrscheinlicher: Da gab´s mal einen Pfad, aber der ist dem Zahn der Zeit anheimgefallen), kann man nichts machen.<br />
Na gut. Nach Ober-Beerbach wollte ich nicht, also kehrte ich notgedrungen wieder um und lief die gelbe 3 wieder zurück bergab zur ersten Abzweigung nach Wallhausen, und nahm eben die.<br />
Eine lange Kurve durch ein kleines Seitental, Waldrand und eh voila:<br />
Wallhausen.<br />
Der verlorenen, mythische Weiler nördlich von Stettbach, endlich von einem zivilisierten Forscher (= mir <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ) entdeckt!</p>
<p>Nicht dass es viel zu entdecken gegeben hätte, denn Wallhausen besteht eigentlich nur aus zwei Höfen mit vielleicht vier Häusern und ein paar Bauwagen. Aber hübsch ist es allemal: Die beiden Höfe sind idyllisch in die oberen Regionen des überraschend großen Seitentals genestelt, umgeben von wunderbar sattgrünen Wiesenhängen, die mit Obstbäumen und dichten Beerenhecken bestanden sind, darüber die imposanten Erhebungen des Steigerts und des Kniebrecht, rechts runter ein wunderbarer Blick über das mittlere Stettbacher Tal bis an den Melibokus. Wirklich schön!</p>
<p>Ich folgte der alten, rissigen Asphaltstrasse, die über dem Grund des Wallhäuser Tals sanft abwärts durch die herrlichen Sommerwiesen in Richtung des Haupttals führt, am Strassenrand alle 30 Meter ein nummerierter Holzmast (18&#8230;17&#8230;16&#8230;15&#8230;), über den die Stromleitungen für Wallhausen laufen (oder ist das Telefon?). Schließlich bog ich kurz vor der Fahrstrasse im Tal links ab und folgte dem Feldweg über die Fuchswiesen nach Osten bis Stettbach, das wunderschön zwischen den Hangwiesen am oberen Ende des Stettbacher Tals liegt. Einlauf von Nordosten über die Strasse &#8220;Am Hang&#8221;, vorbei schönen alten Schulhaus und der kleinen Gerätehaus der freiwilligen Feuerwehr, dann runter an die Talstr.</p>
<p>Von hier aus hätte ich eigentlich schon bequem über die Fahrstrasse zurück nach Jugenheim laufen können. Wollte ich aber nicht: Zum Stettbacher Tal gehört nämlich noch ein zweiter Weiler namens Hainzenklingen, das südwestlich von Stettbach an einem weiteren Seitental liegt. Der musste natürlich auch noch mit ins Programm, und zwar auf unbekannten Schleichwegen, auch wenn das noch einen ordentliche Kletterei bedeutete. Deshalb an der Talstr. nicht nach rechts Richtung Jugenheim, sondern nach links, durch den winzig-hübschen Ortskern mit seinem gepflegten Pflaster und dem offen talwärts fließenden Stettbach, an der Kurve in Richtung Ober-Beerbach dann rechts (&#8220;Am Vogelherd) und nach 25 m. links in die Kohlwiesenstr., und durch einen mir bis dato weitgehend unbekannten Teil des Dorfes (komplett mit mißtrauisch stierenden Rentner in einem der Höfe &#8211; wahrscheinlich bin ich der erste Jogger, der hier jemals vorbeigekommen ist, zumindest so wie er mich anglotze).</p>
<p>Südwärts aus Stettbach raus und ein schönes Seitental hoch, von dem ich bisher nicht mal so richtig gewusst hatte, dass es überhaupt da ist. Schade eigentlich, denn auch hier war´s natürlich überaus hübsch, sattgrüne Bergwiesen voller Wildblumen, große alte Bäume, ein kleine Bach. Der Weg war allerdings relativ schlecht, steil und ziemlich uneben, man sah im an, dass er eigentlich nirgendwo hinführt. Nach ein paar hundert Metern endeter er dann auch mehr oder weniger in den Wiesen, lediglich halbrechts führte ein Pseudopfad über den kleinen Bach und durch einen extrem steilen Hohlweg weiter in Richtung Waldrand &#8211; auf der Karte hatte das irgendwie anders ausgesehen, aber da ich nun schon mal da war, blieb mir ja nichts anderes übrig, als ihm zu folgen.<br />
Also weiter aufwärts, bis zum Wald, dort dann tendenziell rechts, ein noch tieferer, steilerer Hohlweg bergauf, der Pfad war kaum mehr zu sehen &#8211; war das überhaupt noch ein Pfad, oder vielleicht nur ein normales Stück Waldboden mit etwas weniger Bewuchs?<br />
Ganz sicher war ich mir nicht, aber da mir die Vorstellung, auf gut Glück tiefer ins Niemandsland vorzudringen, ziemlich gefiel, machte ich natürlich weiter, auch wenn ich die letzten Meter des Hohlwegs gehend zurücklegen musste, denn er war einfach zu steil.<br />
Am oberen Ende stand ich dann mitten in der Wildnis, irgendwo im Wald zwischen Stettbach und Kuralpe. Keine fiese, steinige, steile, zugewucherte, dornige Wildnis wie am Dienstag auf dem Marienberg, sondern ein freundliches Stück lichter Buchenwald am Hang über einer kleiner Bachsenke (wohl die Verlängerung, des Tals, das ich gerade hochgelaufen war), wenig Unterholz, wunderbar weicher, griffiger Waldboden, an sich kein Problem, bloss sowas wie einen echten Weg gab´s nicht.<br />
Der Pfad/Vielleicht-auch-kein-Pfad teilte sich hier, führte entweder geradeaus den Hang hoch, oder rechts runter zum Grund der Bachsenke. Geradeaus war er allerdings nach wenigen Metern mit einem umgestürzten Baum versperrt, ausserdem tendierte mein Bauchgefühl nach rechts (ausnahmsweise mal zurecht, denn geradeaus wäre an der Kuralpe rausgekommen), also lief ich runter in die Senke, überquerte den Bach auf Höhe eines kleinen, handgebauten Staudamms, und erklomm die steile Talwand auf der gegenüberliegenden Seite (weiterhin auf dem Pfad/Nicht-Pfad).<br />
Direkt hinter dem kleinen Höhenrücken ein weiteres Tal, an dessen Grund der Waldrand und &#8211; ein Weg!<br />
Na perfekt, genau danach hatte ich ja gesucht.<br />
Also abwärts zum Weg (der nirgendwo hinführte, sondern hier einfach nur mitten im Wald losging), und ihm dann nach Norden gefolgt. Schöner, uriger Waldrand oberhalb von Stettbach, leicht abfallend, gut zu laufen. Nach 350 m. um eine Linkskurve, dahinter ein nickliges Stück mit ganz frischem Schotter (widerlich, aber immerhin zeugte das davon, dass hier in letzter Zeit Menschen vorbeigekommen waren), und schließlich der Asphaltweg der Westlich von Stettbach am Vogelherd hochführt.<br />
Keine Ahnung wie ich das geschafft, aber genau hier hatte ich hingewollt.<br />
Ausnahmsweise mal alles richtig gemacht, gutes Gefühl <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich folgte dem Weg geradeaus den Hang hoch auf den Höhenrücken oberhalb von Hainzenklingen.<br />
Hier machte ich erstmal Pause und bewunderte die unglaubliche Aussicht nach Westen und Norden in die Ebene. Der Einfachheit halber zitiere ich einfach mal meinen <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/09/ober-beerbach-steigerts-stettbach-jugenheim-127-km/">letzten Blogeintrag</a> von hier oben:</p>
<blockquote><p>WOW!!!</p>
<p>Was für ein Ausblick!!!</p>
<p>Ok, das schreibe ich hier alle Naslang, aber der hier oben ist wirklich was Besonderes!<br />
Der kleine Höhenrücken zwischen Stettbach und Hainzenklingen hat eine Höhe von ungefähr 330 bis 340 Metern. Nach Westen hin (also zur Ebene) geht es steil bergab, wobei der Hang nur aus Wiesen besteht, also nichts, was die Sicht verdeckt. Entsprechend hat man einen perfekten Blick nach Westen die beiden Täler hinter Jugenheim entlang bis in die Ebene &#8211; ganz nah dran, gleichzeitig erhöht genug, um alles zu sehen.<br />
Und an so einem klaren Tag wie heute ist das wirklich alles! Die Rheinebene, dahinter die sanften Höhenzüge Rheinhessens und der rheinhessischen Schweiz, immerhin ca. 50 km Luftlinie entfernt. In nördlicher Richtung der Höhenzug Hunsrück &#8211; Rheingau &#8211; Taunus, davor Mainz und Wiesbaden, das hell schimmernd am Hang liegt. Im mittleren Vordergrund das Ried, ganz nah die bunten, herbstwaldbedeckten Höhenzüge der Bergstrasse, und alles im wunderschönen Schein der Herbstsonne, die just in diesem Augenblick durch die Wolken brach und das gesamte Panorama in ein warmes Licht tauchte.</p></blockquote>
<p>So, jetzt ersetzen wir kurz noch alle Anspielungen auf den Herbst mit Frühsommerpendants, und schon haben wir das herrliche Panorama, dass sich hier oben bot.<br />
Wahnsinn, wahrscheinlich die schönste Aussicht in ganz Seeheim-Jugenheim (höchstens der Steigerts kann da noch mithalten).<br />
Wun-der-bar!!!</p>
<p>Nach zwei, drei Minuten andächtigen Geniessens riss ich mich dann aber doch los (Merke: Schöne Orte nie zu lange in Anspruch nehmen, sonst nutzen sie sie ab. Ausserdem keuchte gerade ein uralter Kleintraktor auf dem Weg hinter mir entlang, dessen Schaufen und Rattern die Stimmung ein klein wenig trübte) und folgte dem Weg links den Hang runter bis nach Hainzenklingen. Hübscher Weiler am Hang, etwas größer als Wallhausen, angenehm einsam. Ich mag´s hier&#8230;</p>
<p>Scharf rechts, die Asphaltstrasse in Richtung Stettbach. 400 m. leicht aufwärts durch die Wiesen, dann um ein Wäldchen auf einer vorgelagerten Anhöhe herum (nach links ein schöner Blick aufs mittlere Stettbacher Tal), schließlich runter in den Talgrund zur Talstr. am Stettbacher Ortsanfang. Hier dann links und auf der Fahrstrasse (K144) westwärts das Tal runter gen Jugenheim .</p>
<p>Abwärts auf Asphalt, links und rechts die weiten, offenen Wiesen des oberen Stettbachtals. Eigentlich gut zu laufen, allerdings merkte ich inzwischen doch schon etwas die Strapazen des heutigen und der letzten Läufe: Nicht mehr so ganz taufrisch, jeder Schritt ein bisschen zu schwer, müde Beine, müder Kopf. Trotzdem hielt ich ein zügiges Tempo, schließlich hatte ich es ja fast geschafft.</p>
<p>Nach 850 m. verengte sich das Tal, die Strasse schmiegte sich an den Waldrand. Weiter bergab, vorbei am Parkplatz Tannenberg, dem Brandhof, den schönen Häusern im inzwischen schon sehr schmalen und dunklen Talgrund, der Forellenzucht, schließlich nach etwas über 1,5 km der Jugenheimer Ortsanfang am Haus Waldfrieden. Hier noch mal links hoch, kleiner aber anstrengender Aufstieg auf dem Alemannenweg (rotes S) zur Bergkirche am Heiligenberg, um die Kirche herum (zur Abwechslung mal links), dann runter zum Ausgang des Heiligenbergs und von dort aus die letzten 700 m. auf dem Blütenweg (gelbes B) nach Hause.</p>
<p>Puuh&#8230;</p>
<p>Sehr, sehr schöner Lauf, anspruchsvoll, herrliche Landschaft, mit vielen faszinierend unbekannten Ecken im eigenen Hinterhof, und ein bisschen Herumirren in der Wildnis, hat wieder mal einen Riesenspass gemacht. Andererseits war´s aber gegen Ende auch ziemlich anstrengend, zum Einen weil die Tour aus verschiedenen Gründen deutlich länger als geplant war, Zum Anderen weil sich die vielen anstrengenden Berg- und Crossläufe der letzten Zeit wohl doch so langsam ein bisschen bemerkbar machen &#8211; war nicht schlimm, aber ich denke, den morgigen Sonntagslauf werde ich wohl etwas ruhiger angehen, als ich usprünglich vorgehabt hatte&#8230;</p>
<p>Strecke: 15 km<br />
Zeit: 1:42 h (8,82 km/h bzw. 6:48 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/stettbacher-tal.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-529" src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/05/stettbacher-tal.jpg?w=128" alt="" width="128" height="92" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/30978">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ober-Beerbach - Steigerts - Stettbach - Jugenheim (12,8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/09/ober-beerbach-steigerts-stettbach-jugenheim-127-km/</link>
<pubDate>Fri, 09 Nov 2007 18:08:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.wordpress.com/2007/11/09/ober-beerbach-steigerts-stettbach-jugenheim-127-km/</guid>
<description><![CDATA[Heute mal wieder eine Strecke auf Seeheim-Jugenheimer Gebiet, ganz nah an Zuhause. Auf meiner Übersi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute mal wieder eine Strecke auf Seeheim-Jugenheimer Gebiet, ganz nah an Zuhause.<br />
Auf meiner Übersichtkarte aller gebloggten Läufe hatte bisher noch eine kleine aber deutliche Lücke im und ums Stettbacher Tal geklafft &#8211; zwar war ich hier natürlich schon oft unterwegs, aber seit Start unseres Lauftagebuchs sind wir irgendwie immer drumrum gelaufen.</p>
<p>Höchste Zeit, dieses bisher ungebloggte Gebiet, quasi den eigenen Hinterhof, auch mal abzuarbeiten!</p>
<p>Ursprünglich hatte ich geplant, eine 17-km Rundroute zu laufen, von Jugenheim über die Nordflanke des Tannenbergs nach Ober-Beerbach, dann weiter auf den Steigerts, runter nach Stettbach und über Hainzenklingen und den Heiligenberg zurück nach Jugenheim.<br />
Aber, na ja, das Wetter war arg durchwachsen, meine rechte Wade rumorte noch ein bisschen von <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/07/am-fus-der-bergstrasse-bensheim-heppenheim-und-zuruck-126-km/">letztem Mal</a>, und soviel Zeit hatte ich auch nicht, deswegen schenkte ich mir einfach mal das erste Drittel und liess mich stattdessen bei Ober-Beerbach absetzen&#8230;</p>
<p>Start also kurz vor Ober-Beerbach, auf dem kleinen Parkplatz am oberen Ende der Strasse nach Seeheim, kurz bevor sie in die Strasse zwischen Ober- und Nieder-Beerbach mündet.<br />
Wetter wie gesagt durchwachsen: Ziemlich kalt (5 Grad), windig (saukalte Böen), tendenziell trüb und wolkig (hin und wieder mal ein kleiner Fetzen blauer Himmel dazwischen). Aber trocken, das war gut.<br />
<!--more--></p>
<p>Vom Startpunkt aus auf die Fahrstrasse nach Ober-Beerbach (die hier gleichzeitig auch der Fernwanderweg Odenwald-Vogesen ist, Markierung roter Balken) und ihr 200 Meter nach Süden bis zum Dorfeingang gefolgt (kein Radweg, kein Seitenstreifen, nur Fahrbahn &#8211; nicht gerade sehr Fußgängerfreundlich für einen großen Fernwanderweg). Dabei ein wunderbarer Blick durch das Ober-Beerbacher Tal hinunter in die Ebene und bis nach Rheinland-Pfalz rüber, Ried, Rheinhessen, Die Windräder bei Framersheim, der Donnersberg, alles glasklar zu erkennen. Besonders hübsch: Auf der anderen Rheinseite schien die Sonne, entsprechend strahlte alles da drüben in warmen, wunderschönen Herbsttönen (auch wenn ich´s ehrlich gesagt etwas unfair fand, dass ich mich hier durch die graue Tristesse schleifen musste, während jenseits des Rheins der schönste Sonnenschein herrschte. Verflixte Pfälzer&#8230;).</p>
<p><a href="http://www.ober-beerbach.de/">Ober-Beerbach</a>: Einlauf am oberen südlichen Dorfrand (Eberstädter Str.), vorbei an der Gaststätte zur Waldeslust, gleich dahinter rechts, durch ein kurzes Stück Fußgängerweg hangaufwärts in den Albert-Einstein-Ring.<br />
Puh, gleich zu Anfang ordentlich steil, Ober-Beerbach liegt nun mal mitten in einem Talkessel, wer da an den Rand will muss klettern. Dazu ein wirklich eisiger Wind, bei dem ich spontan bereute, keine Handschuhe angezogen zu haben, wärend ich frierend den Berg hochschnaufte (und das, während man sich in Rheinland-Pfälzer in der Herbstsonne aalte &#8211; skandalös&#8230;).</p>
<p>Am südlichen Ende des Wohngebietes wieder aus Ober-Beerbach raus, auf den Weg über den Höhenrücken am westlichen Rand der Talsenke (weiterhin roter Balken). Hübsch: Weideland und Obstwiesen, der Weg selbst mit stetiger Steigung und gut zu laufen, dazu noch mehr grandiose Ausblicke auf die gesamte Rheinebene bis Taunus und Donnersberg, zweigeteilt in ein tristes, trübes Hessen und ein strahlend sonniges Rheinland-Pfalz (der geneigte Leser merkt schon: Solche grundlegenen Ungerechtigkeiten bei der Wetterverteilung beschäftigen mich, deswegen werde ich da bis auf Weiteres noch ein bisschen drauf rumreiten) &#8211; schön!<br />
Der Nachteil der tollen Aussicht war, dass der kalten Wind aus der Ebene hier noch ungehinderter blasen konnte, wirklich unangenehm.</p>
<p>Auf dem ungefähr 600 Meter nach süden, vorbei an der Mündung des Weges zur Tannenburg (beschrieben in <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/08/02/sololauf-tannenberg-ober-beerbach-hutzelstrasse-auf-die-kuralpe-127-km/">diesem</a> Eintrag) bis auf die Fahrstrasse nach Steigerts/Stettbach. Auch hier weiter bergauf, auf der Strasse in Richtung Steigerts.<br />
Allerdings nur nicht lange: Kurz hinter der Abzweigung nach Stettbach knickte ich (dem roten Balken folgend) links ab, vorbei an der <a href="http://ph850.s002-r01h03.ec-c.net/images/projekt02.jpg">Schutzhütte &#8220;Sonneneck&#8221;</a> (Das Bild ist vom <a href="http://ph850.s002-r01h03.ec-c.net/index.php">Verschönerungsverein Ober-Beerbach</a>) in das kleine Waldstück namens &#8220;Klingenwald&#8221;. Auch hier bergauf, auf einem dick mit laub bedeckten Waldweg erst ein paar hundert Meter ostwärts, dann am Waldrand nach Süden, bis ich wieder die Fahrstrasse nach Steigerts erreichte (war zwar ein Umweg, aber einerseits war ich hier noch nie vorher gewesen, und anderseits versprachen die Bäume etwas Schutz vor dem schneidend kalten Wind, das war´s mir wert).</p>
<p>Auf der Strasse weiter bergauf bis Steigerts (damit <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/11/04/ruckkehr-in-den-odenwald-lautertalmodautal-15-km/">nach letztem Sonntag</a> zum zweiten Mal in einer Woche hier oben), vorbei am <a href="http://www.talblick-steigerts.de/startseite.htm">Talblick</a> und rechts in die Ohlystrasse, geradeaus durchs Dorf durch (wie gesagt: Hübsch hier oben), und weiter bis zum Anfang des Waldstücks auf dem Steigerts.<br />
Hier allerdings nicht weiter geradeaus in Richtung Hutzelstrasse, sondern stattdessen rechts, am Waldrand unterhalb der Kuppe entlang in westlicher talwärts (Markierung: Gelbe 4).<br />
Rechts Wiesen, eine paar vereinzelte Häuser, dahinter noch mehr toller Blick in die Ebene (Weiterhin Sonne jenseits, Trübsal diesseits des Rheins. Um das noch mal richtig reinzureiben hatte es inzwischen übrigens ein bisschen zu Hageln angefangen. Toll&#8230;), dann ging´s auch schon das größere Waldstück oberhalb von Stettbach.</p>
<p>Schöner Herbstwald, es ging bergab (immer noch gelbe 4), südlich einer Kuppe ins Stettbacher Tal hinunter. Nicht ganz angenehm zu joggen, denn der Weg war grob geschottert und mit viel Laub bedeckt, dazu recht steil. Nach etwas einem halben Kilometer ein Bogen nach Norden, bis fast auf die Landstrasse am oberen Ende des Stettbacher Tals, kurz davor jedoch auf einen etwas weiter unten verlaufenden Weg zurück nach Süden eingebogen (unmarkiert) und diesem bis auf die langestreckte Wiese oberhalb/östlich von Stettbach gefolgt.<br />
Hier dann weiter runter, nach Stettbach rein, auf der steilen Höhenstrasse vorbei am unvergleichlichen <a href="http://www.stettbach.de/salonsteinmetz/">Salon Forthuber</a> (seit Jahrzehnten der Friseursalon meines Vertrauens!) hinab in den kleinen, beschaulich-idyllischen Stettbacher Ortskern (nette alte Häuser, gepflasterte Strasse, offener Bach &#8211; hübsch).</p>
<p>Die letzten zwanzig Minuten bis hierher waren ziemlich entspannt gewesen, schließlich ging´s fast nur bergab. Damit war jetzt allerdings erst mal Schluss &#8211; nicht umsonst gilt für das Laufen im Odenwald die Weisheit &#8220;What goes down must come up&#8221;. Konkret bedeutete das: Gerade erst im Talgrund angekommen, musste ich jetzt erstmal wieder ordentlich klettern, die südliche Talseite der Stettbacher Mulde rauf.<br />
Und die hat´s ganz schön in sich.<br />
Durch &#8220;Im Vogelherd&#8221; aus dem Dorf raus, rapide bergauf durch Weiden und Obstwiesen (auch die äußerst hübsch anzuschauen, besonders, da inzwischen auch hier die Sonne hin und wieder mal zwischen den schnell treibenden Wolken hervorlugte). Asphaltierter weg, steil aber laufbar, schaufend den Hang hoch, Schließlich eine lange Serpentine am Waldrand, und ich hatte ich den Höhenrücken zwischen Stettbach und Hainzenklingen erklommen.</p>
<p>WOW!!!</p>
<p>Was für ein Ausblick!!!</p>
<p>Ok, das schreibe ich hier alle Naslang, aber der hier oben ist wirklich was Besonderes!<br />
Der kleine Höhenrücken zwischen Stettbach und Hainzenklingen hat eine Höhe von ungefähr 330 bis 340 Metern. Nach Westen hin (also zur Ebene) geht es steil bergab, wobei der Hang nur aus Wiesen besteht, also nichts, was die Sicht verdeckt. Entsprechend hat man einen perfekten Blick nach Westen die beiden Täler hinter Jugenheim entlang bis in die Ebene &#8211; ganz nah dran, gleichzeitig erhöht genug, um alles zu sehen.<br />
Und an so einem klaren Tag wie heute ist das wirklich alles! Die Rheinebene, dahinter die sanften Höhenzüge Rheinhessens und der rheinhessischen Schweiz, immerhin ca. 50 km Luftlinie entfernt. In nördlicher Richtung der Höhenzug Hunsrück &#8211; Rheingau &#8211; Taunus, davor Mainz und Wiesbaden, das hell schimmernd am Hang liegt. Im mittleren Vordergrund das Ried, ganz nah die bunten, herbstwaldbedeckten Höhenzüge der Bergstrasse, und alles im wunderschönen Schein der Herbstsonne, die just in diesem Augenblick durch die Wolken brach und das gesamte Panorama in ein warmes Licht tauchte.</p>
<p>Unglaublich schön.<br />
Und einer von diesen Momenten, wo man für ein kleines Weilchen einfach nur glücklich ist.<br />
Davon sollte es mehr geben&#8230;</p>
<p>Nach ein paar Minuten, die ich einfach nur mit einem debilen Grinsen auf den Lippen die Schönheit der Szenerie genossen hatte, wurde es allerdings ordentlich kalt &#8211; der Wind hatte trotz Sonne nichts von seiner polaren Schärfe eingebüsst, also riss ich mich schweren Herzens los, und setzte meinen Weg fort, die Bergflanke hinab in den verschollenen Weiler Hainzenklingen (der eigentlich gar nicht verschollen ist, aber nachdem ich mehrere Jahre immer mal wieder dran vorbeigelaufen bin, ohne ihn richtig zu bemerken oder auch nur genau zu wissen, wo er ist, kriegt er von mir einfach mal dieses Adjektiv spendiert &#8211; klingt doch auch viel cooler als einfach nur &#8220;Hainzenklingen&#8221;, oder?), eine beschauliche Ansammlung von ein paar Häusern, ruhig gelegen in einem seitlichen Hochtal des Stettbacher Tals.</p>
<p>Hier hatte ich eigentlich geplant, über die Asphaltstrasse am Talgrund unterhalb des Weilers zu laufen, bis ich wieder das Stettbacher Tal erreicht hätte, allerdings stellte sich vor Ort raus, dass das nicht ging: Am Ende des Weilers war der Weg mit weiß-rotem Absperrbang gepflastert, davor ein Schild mit der Aufschrift: &#8220;Forstarbeiten &#8211; Lebensgefahr&#8221;.</p>
<p>Tja. Wir haben ja inzwischen schon gelernt, dass ich solchen Schildern in der Regel durchaus Beachtung schenke (z.B. <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/10/04/verirrt-hinter-pungscht-pfungstadt-griesheim-und-zuruck-194-km/">hier</a> oder <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/10/23/frierend-im-ried-biblis-wattenheim-hofheim-133-km/">hier</a>), entsprechend war die Route damit für mich gestorben und ich musste umdisponieren.</p>
<p>Glücklicherweise kenne ich mich hier oben ganz gut aus, deswegen hatte ich sofort eine Ausweichroute parat: Durch den Wald oberhalb des Weilers, parallel zum ursprünglich geplanten Weg und kurz vor dem Hechlersgrund zurück auf Kurs.<br />
Ha. Bin ich gut oder was?<br />
Konkret bedeutete das erst einmal wieder zurück, aus Hainzenklingen raus und auf dem Weg den ich gekommen war wieder auf die Anhöhe über den Häusern, um dort auf die Ausweichroute abzubiegen.<br />
Also zurück, bergauf (puh, beim Runterlaufen war mir das nicht so steil vorgekommen), auf den Höhenrücken mit der Wahnsinnsaussicht (Seufz. Schööön!), von da nach rechts, weiter aufwärts in den Wald am Vogelherd.<br />
Dort dann oberhalb von Hainzenklingen westwärts, auf einem schmalen Waldweg, der unter der dicken Herbstlaubschicht furchtbar morastig und entsprechend glitschig war, bis ich die Wegkreuzung im Wald oberhalb von Hainzenklingen erreicht hatte.<br />
Hier ´wandte ich mich rechts, abwärts auf dem Gemeindewanderweg SJ2 nach Nordwesten, in Richtung Kaiserbuche und Heiligenberg (derselbe Weg, den ich auf dem Lauf <a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/20/sololauf-aufs-dach-des-odenwaldes-neunkircher-hohe-175-km/">zur Neunkircher Höhe</a> genommen hatte, bloss in anderer Richtung).</p>
<p>Nach ein paar hundert Metern erreichte ich das obere Ende des Hechlersgrundes, also der Hochwiese zwischen Balkhäuser und Stettbacher Tal, oberhalb des Talhofes. Eigentlich hätte ich hier direkt links zum Heiligenberg weiterlaufen können, aber da es eh schon ein recht kurzer Lauf war, und ich ausserdem noch mal ins Stettbacher Tal runter wollte, lief ich stattdessen rechts, praktisch eine Ehrenrunde um den Hügel namens &#8220;Goschenrod herum&#8221;.<br />
Bereits nach wenigen Metern stiess ich auch hier wieder auf eine Absperrung mit Warnschild vor Forstarbeiten, dieses Mal allerdings mit den dazugehörigen Forstarbeitern, die mir auf Anfrage mitteilten, dass sie gerade keine Bäume im fraglichen Gebiet fällten und ich deshalb passieren dürfe.<br />
Bestens.</p>
<p>Also den Hang runter, auf die kleine Strasse im Talgrund unterhalb von Hainzenklingen, die ich ja sowieso hatte nehmen wollen, bevor mich die Absperrungen vom Kurs abgebracht hatten. Ca. 700 m. nordwärts zum Stettbacher Tal hin. Links Wald, rechts Wiese, dazu ein bisschen Sonne, sehr apart. Am unteren Ende des Weges dann wieder links, nicht ins Stettbacher Tal rein, sondern stattdessen den Waldrand entlang wieder leicht bergauf, und auf der anderen Seite des Goschenrod in entgegengesetzter Richtung wieder zurück zum Hechlersgrund, den ich nach weiteren 700 Metern leichten Anstiegs wohlbehalten erreichte (Markierung gelbe 2).</p>
<p>Hier dann auf dem asphaltierten Weg rechts (schöner Blick ins Balkhäuser Tal und den dahinterliegenden Melibokus) bis zum hinteren Ende des Marienbergs (= der obere Teil des Heiligenbergs), vorbei an den traurigen Resten der Kaiserbuche in den Wald rein, und weiter geradeaus, wieder mal bergauf (Markierung: SJ2).<br />
Knapp 1,5 km durch den Wald, an der nördlichen Bergflanke um den Marienberg herum, und schließlich kurz oberhalb des Heiligenbergs über einen kleinen Trampelpfad auf den Weg SJ1 auf Höhe des Waldrandes gewechselt und über den Heiligenberg:<br />
Erst der sanfte Bogen am Waldrand oberhalb der Obstaumwiesen entlang, mit schönem Blick auf die <a href="http://www.landhausamweinberg.de/luftbild_schloss_heiligenberg.html">Rückseite</a> von <a href="http://www.diebergstrasse.de/index.php?id=145">Schloss Heiligenberg</a>, lediglich etwas getrübt durch den Anblick des hässlichen, unnötigen Parkplatzes, der hier vor einigen Jahren vom Land Hessen ohne Rücksicht auf Verluste in die Obstaumwiesen planiert wurden, um den fetten, faulen Lehrern, die hier oben Fortbildung haben, die fünf Minuten Fußmarsch vom Parkplatz am Nonnenbrünnchen zu ersparen. Schande über Dich, Land Hessen!</p>
<p>Weiter runter zum Schloß, vorbei an der Terrasse mit dem netten (nach der grandiosen Aussicht über Hainzenklingen gibt´s hier einfach nicht mehr als ein &#8220;nett&#8221;) Blick in dem Ebene und dem kleinen Park mit dem Mammutbaum runter zum ruhigen, idyllischen Schlossteich. Da ich beim letzten Mal die Strasse genommen hatte, lief ich heute anders, nämlich hinter dem Teich halblinks hoch, vorbei an den weiteren Sehenswürdigkeiten des Heiligenbergs, die hier hintereinander aufgereiht sind: Die kleine aber feine <a href="http://www.meinestadt.de/seeheim-jugenheim/tourismus/pix?id=144391">Klosterruine</a>, die uralte Zentlinde, das <a href="http://www.meinestadt.de/seeheim-jugenheim/tourismus/pix?id=144401">Alexandermausoleum</a> (Grabstätte der Battenbergs/Mountbattons), das <a href="http://www.meinestadt.de/seeheim-jugenheim/tourismus/pix?id=144388">prächtige goldene Kreuz</a> und schließlich die weite, offene Kreuzwiese, von der aus man einen ebenfalls sehr netten (s.o.) Blick in die Ebene hat (Markierung übrigens blaues B &#8211; der Burgenweg).<br />
Wie immer alles ganz großartig, immer wieder schön hier oben.</p>
<p>Weiter die Kreuzwiese runter, den kleinen Fußweg unterhalb der Wiese bis zur serpentinigen Strasse ins Dorf runter, und dort noch einen knappen Kilometer auf dem Blütenweg (gelbes B) bis nach Hause.</p>
<p>Superschöne Strecke &#8211; bei der ganzen Lauferei im etwas entfernteren Umland hatte ich fast ein bisschen vergessen, wie hübsch es zuhause sein kann. Wetter insgesamt gut, keine größeren Probleme, wenn auch teilweise aufgrund der steilen Auf- und Abstiege etwas fordernd, aber das hat den Spass eigentlich nur vergrößert. Dazu im großen und ganzen annehmbares Wetter -was will man mehr?</p>
<p>Strecke: 12,7 km<br />
Zeit: 1:27 h (= 8,76 km/h bzw. 6:51 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/sj-hinterland.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2007/11/sj-hinterland.jpg?w=128" alt="" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-282" /></a></p>
<p><a href="http://www.runmap.de/route/23077">Interaktive Streckenkarte</a></p>
<p>M.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
