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	<title>stolze-heteros &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/stolze-heteros/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "stolze-heteros"</description>
	<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 20:26:04 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Von Meersburgern die auszogen, den Deutschen das Vögeln beizubringen ]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/11/26/von-meersburgern-die-auszogen-den-deutschen-das-vogeln-beizubringen/</link>
<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 17:00:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[Oftmals ist Politik einfach nur langweilig. Nicht jedoch bei der CDU. Und schon gar nicht bei CDU-Or]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Oftmals ist Politik einfach nur langweilig. Nicht jedoch bei der CDU. Und schon gar nicht bei CDU-Ortsverbänden. Und ganz gewiss nicht im badischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Meersburg">Meersburg</a>. Dort nämlich kommt es zu Debatten, die so erfrischend dämlich sind, dass von Langeweile nun wirklich keine Rede sein kann. Wie üblich <a href="http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/meersburg/Schwule-erregen-Konservative;art372486,4050253">geht es dabei um die Frage</a>, wer mit wem vögelt, und wie man Menschen dazu bringen kann, anders zu vögeln, als sie das bislang tun. Weltbewegende Themen, die es dem Parteigenossen Werner Leicht besonders angetan haben. So stört ihn</p>
<blockquote><p>dass die neue Regierung, wie er gehört habe, die „Gleichstellung der Homo-Ehe weiter vorantreiben wolle“. Er verlangt, der Ortsverband möge den „Mandatsträgern“ schreiben , dass er dies ablehne.</p></blockquote>
<p>Kaum etwas ist alberner, als ein Provinzler mit Allmachtsphantasien. Wenn da nicht noch die Sekundanten wären:<!--more--></p>
<blockquote><p>Leicht bekommt Schützenhilfe von Anton Model. Dieser ereifert sich über den homosexuellen Hamburger Regierenden Bürgermeister Ole von Beust, dem er schon mal habe schreiben wollen, „weil er bei einer Schwulenparade dabei war.“ Model fragt sich: „Was ist mit dem C in CDU?“</p></blockquote>
<p>Gute Frage? Unbedingt! Denn das &#8220;C&#8221; steht schließlich für &#8220;Clitoris&#8221;. Und Männer die diese nicht anbeten, haben in der CDU nun mal nichts verloren. Ist doch klar!</p>
<p>Die Debatte gewinnt an Fahrt und die jüngere Generation der Partei zegt sich verwundert:</p>
<blockquote><p>Der 19-jährige Adrian Künstler wirft ein: „Ein Grund, warum es weniger Zulauf zur christlichen Partei gibt, ist diese Intoleranz.“</p></blockquote>
<p>Absolut korrekt, doch leider zu klug für den Vorsitzenden Leicht. Der lebt nämlich nicht im gestern, sondern im vorvorgestern:</p>
<blockquote><p>„Junger Freund, der große Fehler kam“, als man Homosexualität nicht mehr als Krankheit angesehen habe. Das sei sie aber und sie trage dazu bei, dass die Bevölkerung immer mehr abnehme.</p></blockquote>
<p>Genau! Homosexuelle sind schuld, dass Frauen die Pille nehmen, dass Männer Kondome benutzen, und überhaupt die Heteros nicht mehr in der Lage sind, ihrer <em>biologischen Verpflichtung</em> nachzukommen und ordentlich viele kleine Deutsche zu produzieren.</p>
<blockquote><p>Als Künstler entgegnet, Homosexualität sei „keinesfalls gesellschaftsvernichtend“, kann Leicht gar nicht mehr an sich halten und bezeichnet Homosexuelle als „pervers“.</p></blockquote>
<p>Doch es wird noch lustiger. Denn nun erhebt sich der bekennende Heterosexuelle Horst-Peter Schieber und wirft ein:</p>
<blockquote><p>„Wir müssen mit der Zeit gehen“, obwohl: „Ich bin auch nicht dafür, dass so Schwule rum rennen.“</p></blockquote>
<p>Besser wäre es wahrscheinlich sie würden nicht &#8220;rum rennen&#8221;, sondern &#8220;sitzen&#8221;, so wie damals zu Zeiten des 175 eben. Das nun wieder findet Stefan Rötzer ein wenig unbefriedigend, schließlich gehe es doch nicht primär darum, zu verdammen, sondern Lösungsmöglichkeiten anzubieten:</p>
<blockquote><p>„Ich kann nur davor warnen, dass man wegen einer Eigenschaft auf einen Menschen zeigt und sagt: ‚Das ist ein schlechter Mensch!&#8217;“ Man müsse sich vielmehr selbst fragen: „Was können wir dagegen tun?“</p></blockquote>
<p>Was tun? Eine Frage, die sich schon der Genosse Lenin gestellt hat. Die Antwort ist klar:</p>
<blockquote><p>Wenn es gelänge, den Familien wieder mehr Raum zu geben, dann könne man diese „neuen Phänomene“, die „Strömungen, die man nicht haben will, an den Rand drängen.“</p></blockquote>
<p>Was genau Rötzer damit sagen will, erschließt sich nicht jedem sofort, doch man kann vermuten, dass seine Erklärung dahin geht, den geradezu unmenschlichen Druck, der auf konventionellen Familien lastet, zu verringern, damit junge Männer und Frauen wieder freiwillig miteinander verkehren, statt sich, wie bislang üblich, in die Homosexualität zu flüchten.</p>
<p>Doch wir wollen nicht den Eindruck erwecken, als wären &#8211; abgesehen vom jungen Adrian Künstler &#8211; alle CDU-Mitglieder in Meersburg vollkommen gaga. Nein, manche sind sich in der Tat bewusst, was das &#8220;C&#8221; in &#8220;CDU&#8221; wirklich heißt:</p>
<blockquote><p>Ein CDU-Mitglied sagt zu Leichts Ansichten leise: „Und da wundert man sich, wie das Dritte Reich entstanden ist.“ Er und ein paar andere spenden Künstler Beifall. Über Leicht sagt Schüler Künstler laut: „Die Meinung stirbt mit ihm aus.“</p></blockquote>
<p>Und das, so möchte man hinzufügen, das ist auch gut so.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der kleine große Unterschied]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/11/22/der-kleine-grose-unterschied/</link>
<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 09:00:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[Volker Beck hat in der &#8220;Welt&#8221; eine Replik auf das Pamphlet von Philipp Gut verfasst. Ric]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Volker Beck hat in der &#8220;Welt&#8221; eine Replik auf das <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/07/02/im-namen-der-diskretion-uber-die-kunst-intellektuell-zu-begrunden-dass-schwule-einem-tierisch-auf-den-sack-gehen/">Pamphlet</a> von Philipp Gut <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article5276618/Die-Homophobie-ist-immer-noch-Alltag.html">verfasst</a>. Richtig so. Doch leider hilft auch das nichts. Denn die Reaktionen sind immer die gleichen: Es gibt Menschen, die verstehen und andere, für die es nur eine Weltsicht gibt:<!--more--></p>
<p>&#8220;Liebe&#8221;</p>
<p><a href="http://gaywest.wordpress.com/files/2009/11/straight-kiss3.jpg"><img class="size-full wp-image-10075 alignnone" title="Straight Kiss" src="http://gaywest.wordpress.com/files/2009/11/straight-kiss3.jpg" alt="" width="283" height="283" /></a></p>
<p>&#8220;Kult&#8221;</p>
<p><a href="http://gaywest.wordpress.com/files/2009/11/gay-couple3.jpg"><img class="size-full wp-image-10076 alignnone" title="Gay Couple" src="http://gaywest.wordpress.com/files/2009/11/gay-couple3.jpg" alt="" width="285" height="208" /></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Carrie forever!]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/11/19/carrie-forever/</link>
<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 09:00:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[Carrie Prejean ist einfach nur cool! Nicht nur, dass sie all den Opfern des homosexuellen Terrors ei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://gaywest.wordpress.com/?s=carrie+prejean">Carrie Prejean</a> ist einfach nur cool! Nicht nur, dass sie all den Opfern des <em>homosexuellen Terrors</em> ein bildhübsches Gesicht <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/04/23/schwule-gegen-barbie/">gegeben hat</a>, nein, sie steht auch für ihre Überzeugungen ein. Konservativ wie sie ist, präsentiert sie sich bei Schönheitswettbewerben um ihre Weiblichkeit zu vermarkten; gottgläubig wie sie ist, ließ sie sich ihre von Gott gegebenen Brüste <a href="http://celebglitz.com/36698/Celebrity-Gossip/carrie-prejean-breast-implant-before-and-after-photos.aspx">vergrößern</a>; fromm wie sie ist, zeigt sie sich auch mal von ihrer <a href="http://www.radaronline.com/exclusives/2009/11/exclusive-30-nude-photos-8-sex-tapes-carrie-prejean-surface">sexuellen Seite</a>.</p>
<p>Diese Doppelzüngigkeit hat natürlich Spuren hinterlassen, wie Talkmaster <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Larry_King">Larry King</a> kürzlich erleben musste. Ganz großes Kino:</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/1R0a9xq6uek&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/1R0a9xq6uek&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Warum Menschen gegen die Homo-Ehe sind - und was dazu zu sagen ist]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/11/16/warum-menschen-gegen-die-homo-ehe-sind-und-was-dazu-sagen-ist/</link>
<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 17:00:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[Angesichts der Proteste in Österreich gegen den Entwurf eines Partnerschaftsgesetzes für gleichgesch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Angesichts der Proteste in Österreich gegen den Entwurf eines Partnerschaftsgesetzes für gleichgeschlechtliche Paare &#8211; Proteste übrigens von Homosexuellen, denen ein solches Gesetz nicht weit genug geht -, stellt die Zeitung &#8220;Die Presse&#8221; durch den Mund eines Protestierenden die Frage: &#8220;<a href="http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/521699/index.do?direct=521709&#38;_vl_backlink=/home/index.do&#38;selChannel=101">Wovor fürchtet ihr euch?</a>&#8220;</p>
<p>Gemeint sind damit natürlich jene Heteros, welche die Gleichstellung homo- und heterosexueller Paare ablehnen. Die Frage ist durchaus interessant, denn obwohl ich mich schon mehrere Jahre zwangsläufig mit dieser Frage beschäftigen muss, fehlt mir bis heute eine schlüssige Antwort. Fragt man oppositionelle Heten, kommt immer wieder der gleiche Wust von Erklärungen aus ihrem Mund, die sich grob in die folgenden Kategorien einteilen lassen:<!--more--></p>
<p>1.) &#8220;Ich kann Homos nicht ausstehen&#8221;</p>
<p>Diese Begründung macht immer noch am meisten Sinn, denn es ist völlig logisch, dass man denjenigen Menschenen, die man auf Teufel komm raus nicht ausstehen kann, auch eine Gleichstellung verweigern will.</p>
<p>2.) &#8220;Die Ehe dient der Fortpflanzung und darf demnach nur Mann und Frau (gemeinsam) offenstehen&#8221;</p>
<p>Dieses Argument ist das Dümmste, weil Ehe und Fortpflanzung <a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/11/07/seminar-nummer-8-von-der-ehe-und-der-narzisstischen-arroganz-der-heteros/">nichts miteinander zu tun haben</a>. Diejenigen die meinen, es hätte was miteinander zu tun, haben offenbar im Biologieunterricht geschlafen.</p>
<p>3.) &#8220;Die Ehe ist traditionell die Verbindung zwischen Mann und Frau&#8221;</p>
<p>Obgleich diese Begründung nicht zur Dümmsten gehört, ist sie doch überaus merkwürdig. Denn inwiefern sind Traditionen denn bitte schön relevant? Man muss sich wohl nicht ausmalen wie unsere Welt aussehen würde, hätte die Menschheit sich brav an alle überlieferten Traditionen gehalten.</p>
<p>4.) &#8220;Homosexualität, und damit auch die Ehe zwischen Menschen gleichen Geschlechts, ist gegen den Willen Gottes&#8221;</p>
<p>Das ist die Trumpfkarte die man schwerlich widerlegen kann, weil Gott nun mal nicht widerlegbar ist und Glaubensbekenntnisse an sich eine starke Überzeugungskraft haben. Dennoch lässt sich dieses Bekenntnis folgendermaßen kontern:</p>
<p>a) <em>die atheistische Sicht:</em> Es gibt keinen Gott, also ist das Argument ohnehin irrelevant</p>
<p>b) <em>die theologische Sicht:</em> Das Argument zeugt von geringem Wissen der Religionsgeschichte, der heiligen Schrift, bzw. der (inner)religiösen Debatten überhaupt. Denn die Meinung, dass Homosexualität gegen den Willen Gottes ist, ist bei weitem nicht die alleinige Sichtweise innerhalb der Religionsgemeinschaften.</p>
<p>c) <em>die liberale Sicht:</em> Selbst wenn man glaubt, Homosexualität sei gegen den Willen Gottes, ergibt sich daraus nicht das Recht, diesen Glauben in staatliches Gesetz zu gießen</p>
<p>d) <em>meine persönliche Sicht (1):</em> Woher will man wissen, dass Gott gegen Homosexualität ist? Wenn dem so ist, dann soll Gott dies gefälligst persönlich verkünden und sich nicht fehlbaren Menschen oder Büchern als Sprachrohre bedienen.</p>
<p><em>(2):</em> Selbst wenn Gott persönlich verkünden sollte, Homosexualität sei gegen seinen Willen, stellt sich die Frage, auf welcher Grundlage sich Gott überhaupt erdreistet, das Leben von Menschen zu reglementieren. Nur weil Gott nun mal Gott ist? Das ist keine gute Diskussionsgrundlage, sondern hat etwas autoritäres. Ein Gott, der Liebe bestraft, ist keine gute Vaterfigur, und hat es nicht verdient, ein Vorbild für irgendjemanden zu sein.</p>
<p>Summa summarum lassen sich sämtliche Einwände gegen die Eheöffnung also recht gut kontern. Persönlich glaube ich allerdings, dass alle Argumente gegen das Eherecht gleichgeschlechtlicher Paare sich im Kern auf Argument Nummer 1.) zurückführen lassen, denn  im Kern steckt dahinter doch immer die Weltsicht, dass das Leben und die Liebe homosexueller Menschen gegenüber denen von Heteros minderwertig ist.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Suckers!]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/11/04/suckers/</link>
<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 13:00:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/11/04/suckers/</guid>
<description><![CDATA[Das Volk, &#8220;der große Lümmel&#8221;, hat den Homos mal wieder formvollendet in die Weichteile g]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Das Volk, &#8220;der große Lümmel&#8221;, hat den Homos mal wieder formvollendet in die Weichteile getreten. In <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maine">Maine</a> hat es die vom Parlament eingeführte Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare <a href="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/usa-volksabstimmung-in-maine-ueber-homosexuellen-ehe-gescheitert_aid_450944.html">rückgängig gemacht</a>. Der Bundesstaat an der an und für sich liberalen Ostküste hat mit dieser Entscheidung erneut seinen Ruf als konservativster Neuenglandstaat bestätigt.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ein echtes Schätzchen]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/11/03/ein-echtes-schatzchen/</link>
<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 17:00:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/11/03/ein-echtes-schatzchen/</guid>
<description><![CDATA[Diejenigen, die bislang noch niemals etwas von Arkadiusz Onyszko gehört haben, dürfen sich glücklich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Diejenigen, die bislang noch niemals etwas von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Arkadiusz_Onyszko">Arkadiusz Onyszko</a> gehört haben, dürfen sich glücklich schätzen. Bis jetzt! Denn dieser, <a href="http://www.ob.dk/files/pub/10607.jpg">durchaus nicht unattraktive Mann</a>, ist Fußballspieler beim dänischen Verein FC Midtjylland. In dieser Eigenschaft hat der gebürtige Pole kürzlich seine Autobiografie mit dem bezeichnenden Titel &#8220;Fucking Polack&#8221; veröffentlicht. Anstatt sich allerdings über diesen Weg zu outen, und der Welt endlich den ersten aktiven offen schwulen Fußballspieler zu präsentieren, <a href="http://www.pridenews.dk/index.php/component/content/article/1-latest-news/67-onyszko1">greift er ganz tief in genau jenes Klo</a>, das vor ihm schon so viele benutzt haben:<!--more--></p>
<blockquote><p>&#8220;Ich hasse Schwule. So richtig. Es ist ätzend sie reden zu hören, so als wären sie Mädchen. Mit jemandem der schwul ist, kann ich nicht im selben Raum sein&#8221;</p>
<p>&#8220;Sie einander küssen zu sehen. Es ist widerlich. Beim Fußball habe ich noch niemals jemanden getroffen, der schwul ist. Das ist einfach nicht möglich.&#8221;</p></blockquote>
<p>Na ja, möchte man meinen, noch so ein Dämlack, der seine oralen Stinkbomben unters Volk streut. Was soll&#8217;s? Dummheit ist halt unendlich.</p>
<p>Doch halt, bevor wir uns wieder dem Tagesgeschäft widmen, hier noch zwei weitere Fakten über Onyszko: Er ist ein Fan der durch ihren konsequenten Pazifismus bekannten Bikergang &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hells_Angels">Hells Angels</a>&#8221; und wurde in diesem Frühjahr dafür verurteilt, seine Frau verprügelt zu haben. Überraschend, oder?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Von der Penetranz der Heterosexualität im öffentlichen Raum unter besonderer Berücksichtigung des Kultes um den staatlich abgesegneten Beischlaf]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/29/von-der-penetranz-der-heterosexualitat-im-offentlichen-raum-unter-besonderer-berucksichtigung-des-kultes-um-den-staatlich-abgesegneten-beischlaf/</link>
<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 17:00:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/29/von-der-penetranz-der-heterosexualitat-im-offentlichen-raum-unter-besonderer-berucksichtigung-des-kultes-um-den-staatlich-abgesegneten-beischlaf/</guid>
<description><![CDATA[Philipp Gut hat mit seinem Artikel den Schwulen schlussendlich einen Gefallen getan, weil er nämlich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Philipp Gut hat mit <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article4878502/Homosexualitaet-ist-zu-einer-Art-Religion-geworden.html">seinem Artikel</a> den Schwulen schlussendlich einen Gefallen getan, weil er nämlich Dämme eingerissen und ziemlich klar aufgezeigt hat, dass es jenseits der &#8220;Scheiß-Schwuchtel&#8221;-Homophoben, eben auch noch diejenigen gibt, die an und für sich zwar nichts gegen Schwule haben, allerdings nur solange niemand mitbekommt, dass es eben Schwule gibt.</p>
<p>Zu diesen gehört auch ein gewisser &#8220;Torsten&#8221;, seines Zeichens Blogschreiber und CSU-Wähler. Torsten leidet an den Homosexuellen. Warum? Keine Ahnung! Vielleicht hat ihm einer von den Homos den neuesten BMW weggeschnappt &#8211; Schwule müssen schließlich nicht so auf das Geld achten, wegen fehlender Kinder und so -, oder seine Haare nicht angemessen frisiert; die Gründe hierfür sind nicht klar ersichtlich. Dass Torsten allerdings an den Schwulen leidet, macht er unmissverständlich schon in der Überschrift <a href="http://csu-blogger.de/2009/10/18/das-leid-mit-den-homosexuellen/">seines Beitrags klar</a>:<!--more--></p>
<blockquote><p>Das Leid mit den Homosexuellen&#8230;</p>
<p>…wäre keines, gäbe es nicht diesem unsäglichen Kult, als ob Homosexuelle die besseren Menschen wären, nur weil man sie früher als krank bezeichnet hat und es im Zeitalter der politischen Korrektheit nicht mehr darf.</p></blockquote>
<p>Schon merkwürdig, nicht wahr? Obwohl man Homosexuelle nicht mehr als &#8220;krank&#8221; bezeichnen darf, hat Torsten es  in seinem Beitrag getan. Und, was ist passiert? Wurde er verhaftet? Musste er nach Bautzen? Nein, das einzige, was er riskiert hat, ist Widerspruch. Aber genau das ist es ja, was Homophobe nicht ertragen können. Früher war das natürlich besser, da wurden alle die Widerspruch anmeldeten, vorsorglich nach Maßgabe des §175 angeklagt. Heute ist das alles nicht mehr ganz so einfach.</p>
<p>Natürlich darf Torsten sagen, dass Schwule krank seien &#8211; <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/10/17/meinungsfreiheit-auch-fur-deppen/">ich werde ihm dieses Recht immer zugestehen</a> -, zumal er das ja auch wunderbar begründen kann:</p>
<blockquote><p>Der Begriff “krank” ist dabei wie viele andere Begriffe auch immer eine Definitionssache: so wie es heute  Krankheiten und Befunde gibt, die früher unbekannt waren, kann es sich auch umgekehrt verhalten, aber das nur am Rande.</p></blockquote>
<p>Das ist wohl wahr, und deshalb könnte umgekehrt ein fieser Schwuler auf die Idee kommen, alle Heteros als &#8220;krank&#8221; zu bezeichnen. Es ist ja nicht so, <a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/02/26/heterosexualitat-von-der-perversion-zur-tugend/">als ob der <em>heterosexuelle Lebensstil</em> ungefährlich sei</a>, und Belege für die Schädlichkeit der Heterosexualität gibt es zuhauf: Schon alleine die Tasache, dass die größten Massenmörder der Geschichte ein Produkt heterosexueller Zeugung und Erziehung waren, sollte einen stutzig machen&#8230;</p>
<p>Natürlich würde ich solche albernen Argumente niemals ernsthaft vertreten, weil ich eben ein ganz lieber und seriöser Schwuler bin, allerdings auch ein solcher, der beständig mit offenem Hosenladen herumläuft, ganz so, wie es Philipp Gut moniert hat, und wie es Torsten anerkennend zitiert:</p>
<blockquote><p>Nach der erfolgreichen Emanzipation dürfte man eigentlich erwarten, dass die Homosexuellenbewegung etwas lockerer wird und die penetrante “Sichtbarkeit” zurückstellt. Schwulsein wäre dann einfach eine sexuelle Veranlagung, eine Privatsache, die nach den Regeln des guten Geschmacks in der Öffentlichkeit endlich wieder diskreter behandelt würde. Man läuft ja auch sonst nicht dauernd mit offenem Hosenladen herum.</p></blockquote>
<p><a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/07/02/im-namen-der-diskretion-uber-die-kunst-intellektuell-zu-begrunden-dass-schwule-einem-tierisch-auf-den-sack-gehen/">Wie bereits von mir gesagt</a></p>
<blockquote><p>Nun, womöglich wäre ich sogar bereit, meine Veranlagung in Zukunft etwas diskreter zu behandeln. Allerdings nur, wenn auch die Heteros endlich aufhören, mich mit ihren Küssereien, ihren Hochzeitsparaden, ihren Familienbildern und ihren Fragen nach meiner Freundin zu belästigen.</p></blockquote>
<p>Und genau das ist es eben, was Heteros einfach nicht begreifen wollen: Dass sie <em>beständig </em>mit offenem Hosenladen herumlaufen, und ihre sexuelle Veranlagung eben <em>nicht </em>&#8220;diskret&#8221; behandeln. Was ja okay wäre, wenn man nicht immerfort diesen Doppelstandard auf  Homos anwenden würde.</p>
<p>Es ist ja nun wirklich nicht so, dass ich Probleme mit dem nackten BILD-Girl hätte, das mich jeden Tag in der S-Bahn angrinst, nein, das Problem besteht darin, dass dieses BILD-Girl eben als Beleg für die Diskretion der heterosexuellen Orientierung in der Öffentlichkeit gehandelt wird, während zwei Schwule die Händchen halten, bereits als ultimativer Beweis für den Kult um die Homosexualität herhalten müssen.</p>
<p>Zugegeben, als CSU-Wähler ist Torsten vielleicht kein Fan der BILD-Mädchen (zumindest offiziell), nur rettet ihn das auch nicht vor seiner Doppelmoral, denn wogegen er garantiert nichts hat ist, dass Mann und Frau, jeden Tag, quer durch die Bundesrepublik &#8211; ach was: weltweit &#8211; der Öffentlichkeit mitteilen müssen, dass sie soeben geheiratet haben. Ich, mit meinem zarten Gemüt, bekomme jedes Mal einen halben Herzinfarkt, wenn eine penetrant hupende Kolonne Autos vorbeifährt, um die glücklich Neuvermählten zu beschallen, so laut, dass garantiert jeder mitbekommt, wie geil die Heterosexualität im Allgemeinen und der staatlich abgesegnete Beischlaf im Besonderen ist.</p>
<p>Hochzeiten an sich, sind ja eigentlich nichts anderes als ein Kult um die heterosexuelle Orientierung.</p>
<p>Wie jetzt, das sind sie nicht? Nun ja, man erzähle das Philipp Gut nebst Torsten. Denn deren Argumentationen lassen schlussendlich keinen anderen Befund zu.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Inflationierung des Ekels]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/27/die-inflationierung-des-ekels/</link>
<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 12:00:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/27/die-inflationierung-des-ekels/</guid>
<description><![CDATA[Der Artikel des stolzen Heteros Philipp Gut, sorgt innerhalb der schwulen Szene noch immer für Aufre]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Der <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article4878502/Homosexualitaet-ist-zu-einer-Art-Religion-geworden.html">Artikel</a> des stolzen Heteros Philipp Gut, sorgt innerhalb der schwulen Szene noch immer für Aufregung, für mehr, als er es eigentlich vedient hat:</p>
<blockquote><p>Ekelgefühle sind auf jeden Fall bei den Schwulen ausgeprägt, die die Gutsche Tirade gelesen haben.</p></blockquote>
<p>so jedenfalls analysiert es Elmar Kraushaar in <a href="http://www.taz.de/1/wahrheit/artikel/1/der-homosexuelle-mann-26/">seiner neuesten Kolumne</a>. Nun, ich habe die Tirade von Philipp Gut <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/07/02/im-namen-der-diskretion-uber-die-kunst-intellektuell-zu-begrunden-dass-schwule-einem-tierisch-auf-den-sack-gehen/">gelesen</a>, ich bezeichne mich auch als schwul, doch ein Ekelgefühl beschlich mich bei dem Artikel von Gut nicht. Klar, sein Elaborat ist borniert, ahnungslos, kleinlich, über alle Maßen dämlich, bigott und hinterfotzig, aber eklig? Mein Gottchen, Kraushaar, get a life! Eklig ist was ganz anderes: Spinat z.B. oder die Damenschuhmode der letzten Saison. Die war wirklich der Gipfel der Geschmacklosigkeit.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Auf dass Peter und Gabriel auch morgen noch Freunde sind]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/24/auf-dass-peter-und-gabriel-auch-morgen-noch-freunde-sind/</link>
<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 16:00:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[Eines der anschaulichsten Beispiele für die zunehmende Anerkennung, die Schwule und Lesben in der Ge]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Eines der anschaulichsten Beispiele für die zunehmende Anerkennung, die Schwule und Lesben in der Gesellschaft erreicht haben, ist der Aspekt, dass nicht mehr nur gefragt wird, wie Homosexualität entsteht, sondern dass man sich nun auch mit der Frage beschäftigt, warum es eigentlich Menschen gibt, die Homosexuelle <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article4946747/Psychologen-suchen-Gruende-fuer-Homophobie.html">nicht leiden können</a>:</p>
<blockquote><p>„Ich bin schwul, und das ist gut so.“ Ob der vielzitierte Satz des Berliner Bürgermeisters Klaus Wowereit zu mehr Akzeptanz von Schwulen in der Gesellschaft beigetragen hat, ist ungewiss. Sicher ist: Bei vielen Menschen muss er auf Ablehnung gestoßen sein, denn sie finden Homosexualität keineswegs „gut so“, sondern lehnen sie als unmoralisch ab: Diese Ansicht vertreten einer Umfrage zufolge 21,8 Prozent der Deutschen.</p></blockquote>
<p>Was an sich doch eine erfreulich geringe Zahl ist, die man, nach meiner Einschätzung, allerdings schwerlich noch weiter verringern kann. Es scheint realistisch zu sein, immer von ungefähr einem Viertel der Bevölkerung auszugehen, mit denen man lieber nichts zu tun haben will und die sich gegen jegliche Aufklärung als immun erweisen. Damit muss man wohl leben.</p>
<p>Doch wieso gibt es eigentlich solche Menschen?<!--more--></p>
<blockquote><p>Bereits Sigmund Freud, Urvater der Psychoanalyse, hatte dafür eine Erklärung parat: Wer Homosexualität in Bausch und Bogen verdamme, bekämpfe damit nur seine eigenen homosexuellen Impulse. In der Tat gibt es prominente Beispiele für ein solches Verhalten. So verteufelte der evangelikale Prediger Ted Haggard in den USA Homosexualität als unmoralisches und unbiblisches Verhalten und sprach sich heftig gegen jegliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften aus. Doch schließlich musste der prominente Prediger zugeben, ein sexuelles Verhältnis zu einem Callboy unterhalten zu haben.</p></blockquote>
<p>Diese Theorie hat es zu einiger Berühmtheit gebracht, auch innerhalb der Schwulenszene selbst, wo man schnell dabei ist, jeden, der mit schwulenfeindlichen Äußerungen um sich wirft, zu attestieren, selber ein heimlicher Homo zu sein. In Einzelfällen mag das sicherlich zutreffen, als einen Grundsatz würde ich diese These allerdings nicht behandeln.</p>
<p>Und damit bin ich nicht der Einzige:</p>
<blockquote><p>Allein ein solcher Verdrängungsmechanismus reiche jedoch nicht aus, um das Phänomen der Homophobie lückenlos zu klären, schreibt der Wissenschaftsjournalist Rolf Degen in einem Bericht in der Novemberausgabe des Wissenschaftsmagazins „bild der wissenschaft“: Vorbehalte gegen Schwule gebe es vor allem bei älteren Menschen mit niedrigem Bildungsstand, bei Menschen mit starkem Bezug zur Religion und Menschen, die keinen Kontakt zu Homosexuellen haben, zitiert die Zeitschrift den amerikanischen Psychologen Gregory Herek von der Universität von Kalifornien in Davis.</p></blockquote>
<p>Wobei dabei ein konservatives Verständnis von Religion die Karte ist, die wohl am meisten sticht:</p>
<blockquote><p>Der religiöse Hintergrund scheint eine besonders große Rolle zu spielen: So hat der Kieler Psychologe Bernd Simon bei jungen Männern türkischer Herkunft besonders häufig antihomosexuelles Gedankengut beobachtet. In einer Umfrage lehnten 38 Prozent eine rechtliche Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften ab, während es bei gleichaltrigen Schülern mit deutschstämmigen Eltern 74 Prozent waren.</p></blockquote>
<p>Kneift mich (aber bitte nicht zu doll), aber wenn ich dieser Umfrage Glauben schenken mag, würde das ja wohl bedeuten, dass &#8220;Urdeutsche&#8221; ein größeres Problem mit Schwulen und Lesben haben, als türkischstämmige Jugendliche. Dass dem nicht so ist, ging vor zwei Jahren durch die ganze Presse, denn konkret gestalteten sich die Zahlen von Bernd Simon <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0926/lokales/0020/index.html">so</a>:</p>
<blockquote><p>Gleiche Rechte für Hetero- und Homosexuelle fanden 74 Prozent der deutschen Schüler, 47 Prozent der russischen und nur noch 38 Prozent der türkischen Schüler richtig.</p></blockquote>
<p>Was nichts anderes heißt, als dass ein traditionell-patriarchal geprägtes Umfeld, angefüllt mit tradierten Normen von Geschlechterrollen, eher zur Homophobie beiträgt. Dass Religion diese Weltbilder oftmals bestätigt bzw. gar verursacht, dürfte dabei als bekannt vorausgesetzt werden.</p>
<blockquote><p>Warum gerade junge Männer schwulenfeindliche Tendenzen zeigen, verwundert Psychologen immer wieder – schließlich fallen Schwule als potenzielle Konkurrenten im Wettbewerb um Frauen aus.</p></blockquote>
<p>Ein durchaus lustiger Erklärungsansatz, der manche Hetero-Männern bestimmt auch überzeugt.</p>
<blockquote><p>Doch der oft ungebundene und freie Lebensstil vieler schwuler Männer erweckt häufig Neidgefühle: „Das ist die Angst, dass da jemand glücklicher ist“, vermutet der Mediziner Marshall Forstein von der Harvard-Universität in „bild der wissenschaft“.</p></blockquote>
<p>Eine Theorie, die, ehrlich gesagt, ziemlich weit hergeholt klingt. Denn es dürfte weniger Neid, als vielmehr die schon oben erläuterte verunsicherte männliche Geschlechtsbild sein, welches nicht wenige männliche Jugendliche zu Aversionen gegen Schwule treibt, ein Effekt der naturgenäß noch verstärkt wird, wenn man nie gelernt hat, die eigenen Überzeugungen und Weltbilder zu hinterfragen.</p>
<blockquote><p>Ein wichtiger Aspekt der Homophobie sind die Ekelgefühle, die Homosexuelle bei manchen Menschen auslösen. Auch hier ergeben Verhaltenstests ein Erklärungsmuster: So fanden Psychologen der Cornell-Universität in Ithaca in Tests mit hundert Probanden heraus, dass Männer und Frauen mit größerer Tendenz, Ekel zu entwickeln, auch bei der Konfrontation mit homosexuellen Praktiken mehr Ekelreaktionen zeigen als für dieses Gefühl weniger empfängliche Versuchspersonen. Ekelgefühle waren bei konservativen Menschen grundsätzlich stärker ausgeprägt als bei politisch eher links stehenden, ergaben weitere Studien ­- was erklären könnte, weshalb in konservativen Kreisen die Ablehnung von Homosexualität größer ist.</p></blockquote>
<p>Es erklärt allerdings nicht, <em>warum </em>bei konservativ eingestellten Menschen die Ekelgefühle größer sind. Dabei erscheint die Antwort relativ simpel. Linke haben vom Grundsatz und ihrem Weltbild her, weniger Berührungsängste, sich mit wirklichen oder vermeintlichen &#8220;Randgruppen&#8221; der Gesellschaft an einen Tisch zu setzen; ihr gesamte politische Legitimation beziehen sie ja aus dem Anspruch, jeden an die Hand zu nehmen, die sie von der Gesellschaft als benachteiligt ansehen. Konservative tun sich schwer mit gesellschaftlichen Neuerungen, weil es ja zu ihrem Leitbild gehört, dass alles gefälligst so bleiben soll, wie es ist. Dass man sich mit so einer Einstellung schwerer tut, Schwule und Lesben wirklich kennen zu lernen und zu begreifen, dass diese eben nicht die monströsen Freaks sind, die in ihren Köpfen herumspuken, ist da nur folgerichtig.</p>
<p>Ein, wie ich finde, wichtiger Aspekt, der zu Homophobie führen kann, wird im Artikel leider nicht behandelt. Nämlich die simple Tasache, dass Homosexuelle nun mal zu einer zahlenmäßigen Minderheit gehören. Wenn man sich die Frage stellt, warum Schwule und Lesben keinerlei Berührungsängste mit Heteros haben, und ein Ekelgefühl gegenüber Heterosexualität nicht gegeben ist, dann folgt als Antwort doch der Umstand, dass homosexuelle Menschen von klein auf mit Bildern und Ausdrucksformen der Heterosexualität umgeben sind, zumeist ja bereits durch die Eltern. Man lernt eben, dass Heterosexualität etwas völlig normales ist. Und das liegt eben mitnichten an einer Verschwörung (der Kirche, des Kapitals, Israels), die zum Ziel hat, Homosexualität zu unterdrücken, sondern folgt dem simplen Fakt, dass es nun mal weitaus mehr Heteros als Homos gibt. Für einen Hetero, der in einer heterosexuellen Welt aufwächst, ist es völlig normal sich zu wundern, wenn er auf einmal darauf stößt, dass es doch tasächlich Menschen gibt, die nicht so lieben wie er selbst. Dass es dann zu Gefühlen der Fremdheit, zu Vorurteilen oder gar der Aversion kommen kann, erscheint auch nicht unbedingt ungewöhnlich. Doch all diese Gefühle, lassen sich durch Aufklärung und Gewöhnung abmildern, bzw. zum Verschwinden bringen.</p>
<p>Und was folgt aus alledem? Nun, die Tatsache, dass es Homosexualität gibt, sollte bereits in der Erziehung und in der Schule vermittelt werden, eben aus dem Grund, damit der in der Blüte seiner männlichen Hormone stehende Peter nicht aus allen Wolken fällt, wenn ihm sein bester Kumpel Gabriel mitteilt, dass er sich in ihn verliebt hat.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Gefährliches Leben, sinnloses Sterben - Warum Schwule alle dem Tod geweiht sind]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/21/gefahrliches-leben-sinnloses-sterben-warum-schwule-alle-dem-tod-geweiht-sind/</link>
<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 16:00:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[Jan Moir ist Klatschreporterin beim britischen Boulevardbatt Daily Mail. Jan Moir hat über den kürzl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Jan Moir ist Klatschreporterin beim britischen Boulevardbatt Daily Mail. Jan Moir hat über den kürzlichen Tod des Ex-Boyzonesängers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Gately">Stephen Gately</a> einen <a href="http://www.dailymail.co.uk/femail/article-1220756/A-strange-lonely-troubling-death--.html">Artikel</a> geschrieben. Jan Moir hat nun wegen ihres Artikels <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/Wie-eine-Kolumne-ein-ganzes-Land-erzuernt/story/29039492">ein Problem</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Weshalb Stephen Gatelys Tod kein natürlicher war», titelte die bekannte Journalistin vergangene Woche und stellte in ihrem Text eine Verbindung zwischen Gatelys Todesfall und seiner Homosexualität her: «Etwas ist faul mit der Berichterstattung, die uns weismachen will, dass Gatelys Tod ein tragisches Unglück war … gesunde, 33-jährige Männer sterben nicht einfach so auf dem Sofa weg.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ja, richtig, üblicherweise sterben gesunde 33jährige Männern nicht &#8220;einfach so&#8221; weg. <!--more-->Nur hat das auch niemals jemand behauptet. Denn der Autopsiebericht Gatelys lässt wenig Zweifel, dass ein &#8220;einfach so&#8221; nun wirklich nicht die Todesursache war:</p>
<blockquote><p>Einem Autopsiebericht zufolge erlag der Sänger einem Lungenödem, also eine Krankheit, bei dem sich Wasser in der Lunge angesammelt hat.</p></blockquote>
<p>Jan Moir hätte es also dabei belassen können. Tat sie aber nicht. Statt dessen musste sie unbedingt einen Zusammenhang konstruieren, der nur allzu bekannt anmutet:</p>
<blockquote><p>Another real sadness about Gately&#8217;s death is that it strikes another blow to the happy-ever-after myth of civil partnerships.</p>
<p>Gay activists are always calling for tolerance and understanding about same-sex relationships, arguing that they are just the same as heterosexual marriages. Not everyone, they say, is like George Michael.</p>
<p>Of course, in many cases this may be true. Yet the recent death of Kevin McGee, the former husband of Little Britain star Matt Lucas, and now the dubious events of Gately&#8217;s last night raise troubling questions about what happened. [...]</p>
<p>For once again, under the carapace of glittering, hedonistic celebrity, the ooze of a very different and more dangerous lifestyle has seeped out for all to see.</p></blockquote>
<div id="TixyyLink" style="border:medium none;overflow:hidden;color:#000000;background-color:transparent;text-align:left;text-decoration:none;">Den Kern ihrer Aussage hat uns der schweizerische &#8220;Tagesanzeiger&#8221; noch einmal übersetzt auf den Punkt gebracht:</div>
<blockquote><p>&#8220;Gatelys Tod ist ein weiterer Schlag für den verlogenen Mythos von glücklichen Lebenspartnerschaften … unter der glitzernden Fassade des Hedonismus ist nun der Schlamm eines anderen, gefährlichen Lebensstils hervorgeronnen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Man beachte, dass Moir sich nicht damit zufrieden gibt, auf die angebliche &#8220;Gefährlichkeit&#8221; eines &#8220;hedonistischen Lebensstils&#8221; zu insistieren, sondern dass sie diesen &#8220;Lebensstil&#8221; in Zusammenhang bringt mit Lebenspartnerschaften von Homosexuellen. Was soll ein solcher Artikel anderes sein, als  ein erneuter Aufguss des alten homophoben Vorurteils, das Leben, die Liebe und die Beziehungen von Schwulen zerstören die in ihnen involvierten Menschen?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Meinungsfreiheit auch für Deppen]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/17/meinungsfreiheit-auch-fur-deppen/</link>
<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 16:00:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/17/meinungsfreiheit-auch-fur-deppen/</guid>
<description><![CDATA[Homosexualität richte sich &#8220;gegen die Familie, den Ort des Fortbestandes des menschlichen Gesc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote><p>Homosexualität richte sich &#8220;gegen die Familie, den Ort des Fortbestandes des menschlichen Geschlechts und also auch des Überlebens einer Nation.&#8221;</p></blockquote>
<p><a href="http://bazonline.ch/schweiz/standard/Klage-von-Schwulen-gegen-SVPSchmaehschrift-Abgewiesen/story/19526087">Ein kleiner Satz mit großer Wirkung</a>. <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/07/16/breaking-news-homos-sind-jetzt-eine-rasse/">Wie berichtet</a>, hat diese Äußerung der Jugendorganisation der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizerische_Volkspartei">Schweizerischen Volkspartei </a>(SVP) für einen Sturm im Wasserglas bei allen möglichen Homo-Organisationen des Alpenlandes gesorgt. Auf Basis des &#8220;Antirassismusgesetzes&#8221; wurden sage und schreibe 29 Klagen gegen die SVP eingereicht.</p>
<p>Vergeblich. Denn auf Entscheidung eines zuständigen Richters, wurde die Strafanklage abgewiesen:</p>
<blockquote><p>Für die Schwulenorganisation Pink Cross und die Lesbenorganisation LOS ist dies &#8220;inakzeptabel und unerträglich&#8221;.</p></blockquote>
<p>Ich dagegen finde es, langsam aber sicher, unerträglich, dass es sich in den westliche Ländern einbürgert, wegen jeder Äußerung irgendwelcher Hohlköpfe Klage einzureichen. <!--more-->Vermutlich bin ich ein mittelalterlicher Mensch, einer der an so lächerlichen Ideen wie der Meinungsfreiheit festhält, die natürlich auch (und gerade) dann zu gelten hat, wenn man mit den Gesagten nicht einverstanden ist. War da nicht mal irgendwas <a href="http://www.zitate-online.de/literaturzitate/allgemein/252/ich-mag-verdammen-was-du-sagst-aber-ich.html">mit Voltaire</a>?</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.&#8221;</p></blockquote>
<p>Um zu verdeutlichen, auf welch dünnem Eis sich die Kläger bewegen, stellen wir uns die Sachlage doch einmal umgekehrt vor; eine Schwulenorganisation würde also folgendes in den Raum werfen:</p>
<p><em>Das Christentum richtet sich gegen die Grundfesten des menschlichen Zusammenlebens,  gegen die Menschlichkeit, gegen den Anstand, gegen die Freiheit des Einzelnen und zerstört damit die Seele der Menschheit an sich. </em></p>
<p>Würde eine beliebige christliche Kirche dagegen Klage erheben, ich prophezeihe, dann wäre der Teufel los. Bitter würde man sich über die Knebelung der Meinungsfreiheit von  Seiten des Klerus beklagen, und zwar vermutlich auch von Seiten der selben Personen, die gegen die Jüngelchen von der SVP geklagt haben. Dabei haben sowohl die Aussagen der SVP über Homosexualität, als auch die über das angebliche Wesen des Christentums eines gemeinsam: Sie stimmen nicht; sind Unfug; sind nichts weiter als Gedankenfürze, intellektuell verbrämt, ja, aber dennoch von überaus schlechtem Geruch.</p>
<p>Und dennoch muss man so etwas sagen dürfen, ohne befürchten zu müssen, dass eine Anzeige ins Haus flattert. Für die Freiheit der Meinung &#8211; auch für Deppen mit dummen Ansichten &#8211; einzutreten bedeutet selbstverständich noch lange nicht, jeder Meinung zuzustimmen. Wer aber dem Staat zugesteht, er sei dafür verantwortlich, Meinungen zu sanktionieren, die einem nicht passen, und sei es, weil man sie als beleidigend, falsch und schädlich empfindet, der braucht sich nicht wundern, wenn irgendwann einmal die eigene Meinung zensiert wird.  Und wer glaubt, es sei richtig, Aussagen gegen Homosexualität zu sanktionieren, aber solche gegen Christen, Heteros oder die SVP nicht, der sollte nicht so tun, als würde er für die Gleichberechtigung eintreten.</p>
<p><em><br />
</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hallo, Monsieur Gut!]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/17/hallo-monsieur-gut/</link>
<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 09:01:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ja, kennen wir uns nicht? Doch, doch, wir hatten bereits das Vergnügen. Damals in der Schweiz. Was t]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ja, kennen wir uns nicht? Doch, doch, wir hatten bereits das Vergnügen. <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/07/02/im-namen-der-diskretion-uber-die-kunst-intellektuell-zu-begrunden-dass-schwule-einem-tierisch-auf-den-sack-gehen/">Damals in der Schweiz</a>. Was treibt Sie denn nun <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article4878502/Homosexualitaet-ist-zu-einer-Art-Religion-geworden.html">nach Deutschland</a>? Ach ja, der Kult um die Schwulen. Ist ja auch wichtig das Thema. Nicht nur in der Schweiz, sondern gerade hier in Deutschland, wo dieser Kult noch höhere Wellen schlägt, als im beschaulichen Alpenland. Stellen Sie sich vor, Herr Gut, jetzt bekommen wir sogar einen schwulen Minister! Und natürlich behandelt dieser seine sexuelle Orientierung  genau so, wie Sie, Herr Gut, es beklagt haben. Man sollte es nicht glauben, der Westerwelle bringt doch tatsächlich seinen Lebensgefährten mit auf offizielle Empfänge! Nicht gerade diskret, oder? Aber so sind sie nun mal, die Schwulen! Doch gut, dass sie jetzt da sind, Herr Gut, und auch die Deutschen endlich auf die peinlichen Exzesse der Homos aufmerksam machen. Wir brauchen Sie, Herr Gut! Wir lieben Sie! Natürlich rein diskret.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Moralisch unterbelichtet]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/16/moralisch-unterbelichtet/</link>
<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 08:00:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/16/moralisch-unterbelichtet/</guid>
<description><![CDATA[In Italien hat es in der letzten Zeit eine Welle von Gewalttaten gegen Schwule gegeben. Als Reaktion]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>In Italien hat es in der letzten Zeit eine Welle von Gewalttaten gegen Schwule gegeben. Als Reaktion darauf wurde im Parlament ein Gesetzesentwurf eingebracht der vorsah, Straftaten die gegen Personen verübt werden weil sie homosexuell sind, härter zu bestrafen. Dieser Entwurf wurde nun gekippt unter tatkräftiger Beteiligung der üblichen Verdächtigen <a href="http://diepresse.com/home/panorama/welt/515385/index.do?_vl_backlink=/home/panorama/welt/index.do">aus rechtskonservativen und katholischen Kreisen</a>:</p>
<blockquote><p>Die Stimmung zu dem Thema in Italien gab der venezianische Parlamentsabgeordnete Filippo Ascierto jüngst ganz ungefiltert wieder. Im Fernsehen sagte der Parteifreund Berlusconis: „Es ekelt mich an, wenn ich sehe, dass zwei Männer sich küssen. Zwar sind Jungs, die auf Homosexuelle losgehen, Schwachköpfe. Schwule aber, die ihre Homosexualität zur Schau stellen, befinden sich auf demselben Niveau.“</p></blockquote>
<p>Eine solche Aussage muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Gewalttaten gegen Leib und Leben von Menschen stehen also auf derselben Stufe, wie öffentliches Küssen, Händchen halten und behördlich genehmigtes Feiern auf dem CSD. Doch was wundert man sich? Zeugt ein solches Weltbild doch von nichts anderem als von moralischen Relativismus, der so typisch ist für diejenigen, welche das Wort &#8220;Moral&#8221; gar nicht oft genug in den Mund nehmen können, wenn es darum geht zu begründen, warum man gegen Schwule zu sein habe.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Maines Entscheidung]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/07/maines-entscheidung/</link>
<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 08:00:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/10/07/maines-entscheidung/</guid>
<description><![CDATA[Ganz ähnlich wie in Kalifornien im letzten Jahr, entscheiden die Wähler des US-Bundesstaates Maine a]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ganz ähnlich <a href="http://gaywest.wordpress.com/?s=proposition+8">wie in Kalifornien im letzten Jahr</a>, entscheiden die Wähler des US-Bundesstaates <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maine">Maine</a> am 3. November , ob die kürzlich durch das Parlament eingeführte Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/07/10/proposition-8-reloaded/">beibehalten oder wieder rückgängig gemacht werden soll</a>.</p>
<p>Gegner und Befürworter der &#8220;Question 1&#8243; genannten Initiative zur Abschaffung des Ehestatus, legen sich mächtig ins Zeug, um für ihre Positionen zu werben. Dabei zeigt sich wieder einmal deutlich: die Befürworter von &#8220;Question 1&#8243; (also diejenigen <em>gegen </em>die Homo-Ehe) haben nichts anderes zu bieten als Vorurteile, Ängste und Abneigungen gegen schwule und lesbische Menschen. Wie könnte es auch anders sein?</p>
<p>Hier ein Spot gegen die Ehe<!--more--></p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/FijVUbUlV3s&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/FijVUbUlV3s&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Man beachte die Intention! Die besorgten Eltern wollen einem tatsächlich weis machen, es wäre für einen Zweitklässler unzumutbar &#8211; aus dem Märchen &#8220;<a href="http://www.amazon.de/King-Linda-Haan/dp/1582460612/ref=sr_1_2?ie=UTF8&#38;s=books-intl-de&#38;qid=1212428634&#38;sr=8-2">King &#38; King</a>&#8221; &#8211; zu lernen, dass ein Prinz einen anderen Prinzen heiraten könne, natürlich <a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/06/04/disney-gefahr-fur-die-kinder/">ganz im Gegensatz zu allen anderen Märchen und Geschichten</a>, in der es zum Standard gehört, dass der junge Prinz schlussendlich die Prinzessin heiratet, ein Umstand, für den Zweitklässler selbstverständlich niemals zu jung sind. Die einzige Aussage, die mit diesem Spot getroffen werden soll, ist also klar: Homosexualität ist etwas, das abzulehnen ist.</p>
<p>Und nun der Spot der Befürworter der Ehe, denen es dagegen <em>wirklich </em>um Anstand, um Moral, um Menschlichkeit geht:</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/3s3FURNG2wA&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/3s3FURNG2wA&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Unser Staat bleibt schwulenfrei]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/09/28/unser-staat-bleibt-schwulenfrei/</link>
<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 12:00:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/09/28/unser-staat-bleibt-schwulenfrei/</guid>
<description><![CDATA[Für Sozialdemokraten, Grüne und andere so genannte &#8220;Progressive&#8221; muss es wie eine Ironie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Für Sozialdemokraten, Grüne und andere so genannte &#8220;Progressive&#8221; muss es wie eine Ironie der Geschichte anmuten, dass ausgerechnet durch ein liberal-konservatives Votum, nach einer Frau nun auch noch ein Schwuler an die Spitze der deutschen Regierung befördert wird. Guido Westerwelle wird aller Wahrscheinlichkeit nach der neue Vizekanzler und der nächste Außenminister der Bundesrepublik sein.</p>
<p>Und auch kulturkonservativen Granden muss das wie eine Verhöhnung ihres Selbstbildes vorkommen, und wird vermutlich erneut als Beleg dafür dienen, dass das <em>sozialethische Empfinden</em> Deutschlands nachhaltig schwer desorientiert sei und einem wachsweichen Werterelativismus Platz gemacht habe. Für die Zukunft darf man sich, aus diesen Reihen, auf lustige Kommentare freuen.</p>
<p>Einen der ersten dümmlichen Kommentare machte jedoch <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/2009/9/27/news-134794243/detail.html">ausgerechnet ein Sozialdemokrat</a>:<!--more--></p>
<blockquote><p>Durch eine diffamierende Äußerung fiel bei der Wahl-Party am Sonntag Abend im Duisburger Rathaus der städtische Dezernent und Kämmerer Peter Langner (SPD) auf. „Ich will keinen schwulen Außenminister haben”, sagte er.</p></blockquote>
<p>Angesichts dieser äußerst merkwürdigen Äußerung, sei Herrn Langner geraten, doch eine bipolitische rot-rote Koalition <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/09/18/wir-sind-alle-gut-zu-vogeln/">mit Volker Lindenau</a> einzugehen, auf dass man die sexuelle Orientierung von Herrn Westerwelle weiterhin produktiv &#8220;satirisch&#8221; verarbeiten kann.</p>
<p><strong>Update (28.09.09):</strong> Natürlich hat Peter Langner das alles <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/2009/9/28/news-134906406/detail.html">nicht so gemeint</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Selbstverständlich habe ich als ein in jeglicher Hinsicht toleranter Mensch keinerlei Vorurteile gegenüber Homosexualität», erklärte Langner. Schon gar nicht sei es seine Absicht gewesen, die gleichgeschlechtliche Liebe in irgendeiner Weise zu diskriminieren. «Wenn ich durch meine Äußerung Gefühle von Menschen verletzt habe, dann tut mir das leid, und ich entschuldige mich in aller Form dafür.&#8221;</p></blockquote>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Carrie - Eine Geschichte von Liebe und Leid]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/09/23/carrie-eine-geschichte-von-liebe-und-leid/</link>
<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 08:00:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/09/23/carrie-eine-geschichte-von-liebe-und-leid/</guid>
<description><![CDATA[Langsam weiß man nicht mehr, ob man lachen oder weinen soll. Carrie Prejean, unschuldiges Opfer der ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Langsam weiß man nicht mehr, ob man lachen oder weinen soll. Carrie Prejean, <a href="http://gaywest.wordpress.com/?s=carrie+prejean">unschuldiges Opfer der Schwulenmafia</a>, lässt sich vor illustrem, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Family_Research_Council">rechtskonservativem Publikum</a> als Kämpferin für Gott, die Wahrheit und Heterosexualität feiern:</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/1PldM5w9Mc0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/1PldM5w9Mc0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>Nach dieser Rede steht nun zweifelsfrei fest: Diese Frau ist dumm; schlicht und ergreifend dumm.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Auf zur fröhlichen Schwulenhatz]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/09/21/auf-zur-frohlichen-schwulenhatz/</link>
<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 11:46:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/09/21/auf-zur-frohlichen-schwulenhatz/</guid>
<description><![CDATA[Mal wieder haben in Berlin ein paar Kritiker, ihren Unmut über die Homosexualisierung der Welt kund ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Mal wieder haben in Berlin ein paar Kritiker, ihren Unmut über die <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/07/02/im-namen-der-diskretion-uber-die-kunst-intellektuell-zu-begrunden-dass-schwule-einem-tierisch-auf-den-sack-gehen/">Homosexualisierung</a> der Welt <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Prenzlauer-Berg-Homophobie-Uebergriff;art126,2904937">kund getan</a>:</p>
<blockquote><p>Eine Jugendgruppe hat drei Schwule angegriffen. Die Jugendlichen verfolgten die Männer im Alter von 19, 23 und 34 Jahren in der Nacht zu Samstag am Volkspark Friedrichshain, wie ein Polizeisprecher am Montag mitteilte. Mit den Worten: &#8220;Jetzt machen wir die Schwuchteln fertig&#8221; wurde dem 19-Jährigen in den Rücken getreten. Außerdem haben die Angreifer versucht, den 34-Jährigen zu schlagen. Der 23-Jährige wurde von einer Jugendlichen getreten und mit einer Flasche beworfen [...]</p></blockquote>
<p>Interessant übrigens, dass bei diesem Vorfall eine Frau dabei war. Vielleicht sollte man  diesen Vorfall zum Anlass nehmen, sich <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/09/19/schwuler-sexismus-vom-ubel-an-frauen-keinerlei-interesse-zu-haben/">zur Abwechslung</a> mal über die Schwulenfeindlichkeit bei Frauen auszulassen&#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Shame on Belgrad!]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/09/20/shame-on-belgrad/</link>
<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 10:00:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/09/20/shame-on-belgrad/</guid>
<description><![CDATA[Im Osten nichts Neues: Eine für diesen Sonntag in Belgrad angekündigte Kundgebung von Schwulen und L]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://www.welt.de/vermischtes/article4572273/Homosexuellen-Parade-in-Belgrad-abgesagt.html">Im Osten nichts Neues</a>:</p>
<blockquote><p>Eine für diesen Sonntag in Belgrad angekündigte Kundgebung von Schwulen und Lesben ist aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgesagt worden. Das Innenministerium könne nicht für die Sicherheit den Teilnehmer garantieren, gaben die Veranstalter am Samstag bekannt. „Der Staat hat vor der Gewalt kapituliert“, heißt es in einer Erklärung der Schwulenvereine.</p></blockquote>
<p>Die Erklärung der Schwulenvereine ist natürlich richtig, denn würde die Mitglieder des Innenministeriums Eier in der Hose haben, würden sie zugeben, dass sie die Sicherheit der Teilnehmer gar nicht garantieren <em>wollen</em>. Als Konsequenz unterwirft sich Belgrad einem Mob von homophoben Trotteln, die garantiert genau so blöd sind, wie sie <a href="http://www.welt.de/multimedia/archive/1253379300000/00901/gayparade_DW_Politi_901681g.jpg">auf diesem Foto</a> aussehen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Von mir aus schlaft euch selber bei, ihr dollen Heteros, darüber spotten werd' ich nicht, und euch nicht hau'n zu Brei"]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/09/09/von-mir-aus-schlaft-euch-selber-bei/</link>
<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 08:00:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/09/09/von-mir-aus-schlaft-euch-selber-bei/</guid>
<description><![CDATA[Und da soll noch mal einer sagen, beim Besuch der ultrarechts-katholischen Spinnerseite &#8220;kreuz]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Und da soll noch mal einer sagen, beim Besuch der ultrarechts-katholischen Spinnerseite &#8220;kreuz.net&#8221;, könne man nichts lernen. Oder haben Sie, liebe Leser, schon mal von diesem Gedicht <a href="http://www.kreuz.net/article.3625.html">gehört</a>? Ich nicht:</p>
<p><span style="font-style:italic;">Von mir aus schlaft euch selber bei,<br />
und  schlaft mit Drossel, Fink und Star<br />
und Brehms gesamter Vogelschar,<br />
mir ist es einerlei,<br />
nur schreit nicht  dauernd wie am Spieß,<br />
was Ihr für tolle Kerle wärt.<br />
Bloß weil ihr hetero verkehrt,<br />
seid Ihr noch  nicht Genies.</span></p>
<p>Okay, ertappt, <!--more-->im Original geht es natürlich nicht um heterosexuellen, sondern um Verkehr von &#8220;hintenrum&#8221;, soll also eine deutliche &#8220;Kritik&#8221; am Gebaren Schwuler sein, ihr Leben so zu leben, wie Heterosexuelle auch, d.h. <em>nicht </em>versteckt. So zumindest die Interpretation von &#8220;kreuz.net&#8221;.</p>
<p>Dennoch macht meine Version deutlich mehr Sinn. Denn welche Personengruppe ist von der Überlegenheit ihrer sexuellen Orientierung so überzeugt, dass sie die Protagonisten der anderen sexuellen Orientierung herabwürdigen, diskriminieren und kriminalisieren?</p>
<p>Das Originalgedicht ist übrigens von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erich_K%C3%A4stner">Erich Kästner</a> und lautet vollständig <a href="http://thesoulsmirror.insomnialuder.de/ErichKastner/erichkastner.html">so</a>:</p>
<p><em>Hier können kaum die Kenner<br />
in Herz und Niere schauen.<br />
Hier sind die Frauen Männer.<br />
Hier sind die Männer Frauen.</em></p>
<p><em>Hier tanzen die Jünglinge selbstbewusst<br />
im Abendkleid und mit Gummibrust<br />
und sprechen höchsten Diskant.<br />
Hier haben die Frauen Smokings an<br />
und reden tief wie der Weihnachtsmann<br />
und stecken Zigarren in Brand.</em></p>
<p><em>Hier stehen die Männer vorm Spiegel stramm<br />
und schminken sich selig die Haut.<br />
Hier hat man als Frau keinen Bräutigam.<br />
Hier hat jede Frau eine Braut.</em></p>
<p><em>Hier wurden vor lauter Perversion<br />
vereinzelte wieder normal.<br />
Und käme Dante in eigner Person<br />
er fräße vor Schreck Veronal.</em></p>
<p><em>Hier findet sich kein Schwein zurecht.<br />
Die Echten sind falsch, die Falschen sind echt,<br />
und alles mischt sich im Topf,<br />
und Schmerz macht Spaß, und Lust zeugt Zorn,<br />
und Oben ist unten, und Hinten ist vorn.<br />
Man greift sich an den Kopf.</em></p>
<p><em>Von mir aus, schlaft euch selber bei!<br />
Und schlaft mit Drossel, Fink und Star<br />
und Brehms gesamter Vögelschar!<br />
Mir ist es einerlei.</em></p>
<p><em>Nur, schreit nicht dauernd wie am Spieß<br />
was ihr für tolle Kerle wärt!<br />
Bloß weil ihr hintenherum verkehrt,<br />
seid ihr noch nicht Genies.</em></p>
<p><em>Na ja, das wär dies.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Barbie strikes again]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/09/01/barbie-strikes-again/</link>
<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 08:00:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/09/01/barbie-strikes-again/</guid>
<description><![CDATA[Carrie Prejean, die sich mit den Schwulen dieser Welt angelegt hat, Zweite bei den amerikanischen Mi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Carrie Prejean, <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/04/23/schwule-gegen-barbie/">die sich mit den Schwulen dieser Welt angelegt hat</a>, Zweite bei den amerikanischen Miss-Wahlen wurde und schließlich in ihrer Eigenschaft als Miss California gefeuert wurde, weil sie Vertragsbedingungen nicht einhalten wollte; jenes All-American Barbiegirl also, läutet nun eine neue Schlacht ein. Nicht mehr Miss California zu sein, lastet schwer auf ihrem Haupt und deshalb hat sie sich kurzerhand überlegt, ihre ehemaligen Arbeitgeber zu verklagen. Warum? Nein, nicht weil sie ihren Arbeitsvertrag nicht lesen kann, sondern wegen einer schwulen Verschwörung im Hintergrund, einer Verschwörung die zum Ziel hat, ein armes Mädchen fertig zu machen, weil es sich stolz zur Ehe zwischen Mann und Frau <a href="http://www.advocate.com/news_detail_ektid108399.asp">bekennt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;We will make the             case that her title was taken from her solely       because             of her support of traditional marriage,&#8221; her attorney,             Charles LiMandri, said in a statement on Monday.</p></blockquote>
<p>Herzlichen Glückwunsch, Herr Anwalt, da haben Sie sich ja einen Fall von ungeheurer Tragweite herausgepickt. Beauty-Queen gegen die Schwulen-Mafia. Anderen Anwälten wäre ein solcher Fall peinlich. Aber wahrscheinlich beherrscht Miss Prejean die Kunst, <em>richtige Männer</em> für ihre Dienste zu entlohnen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Brinkmann weiß, was Deutsche wünschen]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/08/24/brinkmann-weis-was-deutsche-wunschen/</link>
<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 16:00:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/08/24/brinkmann-weis-was-deutsche-wunschen/</guid>
<description><![CDATA[Nachdem die CSU ihre Klage vor dem Verfassungsgericht bezüglich der Gleichstellung homosexueller Leb]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nachdem die CSU ihre Klage vor dem Verfassungsgericht bezüglich der Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften zurückgezogen hat, schäumt das ganz rechte Lager und sieht in der putzigen Bayernpartei nicht viel mehr, als einen Haufen dekadenter roter Socken. Insbesondere die Volksgenossen der &#8220;Deutschen Volksunion&#8221; (DVU) sind entsetzt und <a href="http://www.news4press.com/Patrik-Brinkmann-Ich-moechte-unsere-Kind_485569.html">schicken mit Patrick Brinkmann</a> ein wahres Sturmgeschütz in die Schlacht um Familie, Abendland und penil-vaginalen Geschlechtsverkehr:</p>
<blockquote><p>dvu.de: Herr Brinkmann, Sie haben sich dazu entschlossen, die DVU finanziell bei Ihrer Klage beim Verfassungsgericht gegen die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften zu unterstützen. Was war Ihr Beweggrund?</p></blockquote>
<p>Na, was war wohl sein Beweggrund? <!--more-->Brinkmann ist eben ein Deutscher, ein Hetero und stolz darauf. Das heutzutage mit den Schwulen, das ist doch alles Wahnsinn; der ganze Liberalismus und so. Wo kommen wir denn dahin? So geht das einfach nicht mehr weiter, mit Volk und Vaterland:</p>
<blockquote><p>Ich muss vorwegschicken, dass ich mich politisch sehr früh in Schweden engagiert habe. Ich komme aus einem nationalen Elternhaus und auch aus einem christlich geprägten Elternhaus. Daraus ergibt sich, dass ich dem Anything-Goes des Liberalismus stets skeptisch gegenüber eingestellt war. Und das ist auch hier so. Religiös ist Homosexualität als Norm nicht zu akzeptieren und biologisch ist sie auch Wahnsinn. Wenn man jetzt homosexuellen Paaren die Möglichkeit gibt, Kinder zu adoptieren oder in Lebenspartnerschaften aufzuziehen, dann stellt das eine natürliche Ordnung des Abendlandes auf den Kopf, die ich stets verteidigen wollte.</p></blockquote>
<p>Dummerweise interessiert sich die &#8220;natürliche Ordnung&#8221; so gar nicht dafür, dass Brinkmann sie verteidigen will. Denn er ist auch nur ein Mensch, dessen Meinung sich im Wettstreit einzelner Individuen mit der Lebensrealität messen lassen muss. Ob Brinkmann aus seiner religiösen Sicht Homosexualität für nicht akzeptabel hält, oder sie als einen &#8220;biologischen Wahnsinn&#8221; bezeichnet, ist für den Gesamtzusammenhang ungefähr so relevant, wie ein Huhn, das sich entschließt am Sonntag statt einem, gleich zwei Eier zu legen. Schließlich will niemand unseren Brinkmann dazu zwingen, künftig homosexuell zu leben.</p>
<p>Doch Brinkmanns Sorgen reichen grundsätzlich tief. Es kann in seinem Weltbild nun mal nicht angehen, dass es Menschen gibt, die ein anderes Leben führen als er selbst. Als guter Rechter dem Konzept der Volksgemeinschaft verpflichtet, widerspricht es nun einmal seiner &#8220;natürlichen Ordnung&#8221;, wenn Menschen ihre Freizeit anders nutzen als mit dem gegengeschlechtlichen Partner plus dem lieben Nachwuchs, die Schönheiten der deutschen Natur und Kultur zu erkunden. Weil es diese unerhörten Menschen aber nun mal gibt, muss man die Familie jetzt immer öfter im Stich lassen um gegen die Saat des Bösen kämpfen, die in der deutschen Natur mächtig Blüten treibt:</p>
<blockquote><p>dvu.de: Deshalb auch Ihre Beteiligung an einer spektakulären Demonstrationen in Schweden im Jahre 2001 in Storkyrkan?</p>
<p>Patrik Brinkmann: Das stimmt, ich war damals beteiligt an einer wichtigen moralischen Willenskundgebung vor dieser Kirche. Es ging der Menge darum, dem Druck der Schwulen-Lobby zu trotzen, die die politische Klasse jedes Jahr ein Stückchen mehr unter Druck setzt. Die jährlich stattfindenden Schwulenparaden in aller Welt, das war damals der Anlass, werden immer unerträglicher. Wir wollten klar und deutlich Nein sagen zu dieser Entwicklung.</p></blockquote>
<p>Na schön, Brinkmann, dann sag halt &#8220;nein&#8221;. Das ist dein gutes Recht, das ist deine Angelegenheit; jeder braucht eben so sein Hobby. Aber warum gleich diese grundsätzliche Kritik? Füllt das Leben als stolzer heterosexueller Deutscher, den Tag nicht ganz so befriedigend aus, wie man sich das am Anfang vorgestellt hat?</p>
<blockquote><p>Die Politik ist verantwortlich. Die Schwulen für ihren Defekt nicht – höchstens dann, wenn sie diesen Defekt politisch zur Norm zwingen wollen. Die Politik müsste dafür sorgen, dass Homosexualität nicht als etwas Normales angesehen wird. Vielmehr müssen diejenigen Therapieeinrichtungen gefördert werden, die den Homosexuellen die Eingliederung in ein normales Leben ermöglichen. Es geht hier nicht darum die Menschen zu diskriminieren, aber sie dürfen auch keine Sonderrechte genießen. Wenn jemand krank ist und ich ihm seine Krankheit diagnostiziere, diskriminiere ich ihn ja auch nicht.</p></blockquote>
<p>Wohl wahr: Wenn jemand wie Brinkmann absoluten Unsinn von sich gibt, dann muss man ihn ja deshalb auch nicht gleich diskriminieren. Es reicht eigentlich aus, sich über ihn lustig zu machen, bzw. ihn bei jeder Gelegenheit daran zu erinnern, wie abgrundtief dumm seine Ansichten sind; dass er ein Mensch von vorgestern ist, der grundlegende wissenschaftliche und gesellschaftliche Fortschritte verschlafen hat. Nicht, dass dies jetzt sonderlich überraschen würde:</p>
<blockquote><p>Lassen Sie mich bitte eines sagen.</p></blockquote>
<p>Ja, Brinkmann, gib&#8217;s uns&#8230;</p>
<blockquote><p>Der zentrale Punkt in einer Kultur sind nach meiner Auffassung die Familien. Ohne Familien kein Volk, keine Kultur, keine Nation. Nationale, rechte Politik muss deshalb in erster Linie Familienpolitik sein. Ich habe sechs Kinder und das bedeutet: Ich möchte das leben, was ich politisch sage. Es wäre immer gut, wenn Politiker das vorleben würden, was sie sagen.</p></blockquote>
<p>Puh, das ist aber nun echt langweilig und schon so seit 1945, oder so,  total out.</p>
<blockquote><p>Wir haben aber eine Politik, die kinder-und familienfeindlich ist. Denken Sie nur einmal an die erlaubte Tötung von Kindern im Mutterleib. Es ist doch pervers, dass der gefährlichste Ort für ein Kind im Bauch seiner Mutter ist, statistisch. Da ist Neukölln nichts dagegen. Also, erstmal brauchen wir Lebensschutz.</p></blockquote>
<p>Ja, schon schlimm das mit dem Mutterleib, rein statistisch gesehen. Und das mit dem Lebensschutz ist schon echt wichtig. Insbesondere im Zusammenhang mit der Todesstrafe, welche die DVU <a href="http://www.google.de/#hl=de&#38;ei=S0yRSqiSPNSi_AaV9IivAg&#38;sa=X&#38;oi=spell&#38;resnum=0&#38;ct=result&#38;cd=1&#38;q=dvu+todesstrafe&#38;spell=1&#38;fp=1&#38;cad=b">natürlich befürwortet</a>. Und was eigentlich Abtreibungen mit homosexuellen Partnerschaften zu tun haben, das erschließt sich aus den Äußerungen des Herrn Brinkmann auch nicht so recht. Denn Abtreibung ist doch eigentlich ein ziemlich heterosexuelles Phänomen.</p>
<p>Aber wo Logik auf der Strecke bleibt, da regieren die Emotionen:</p>
<blockquote><p>Dann ist es natürlich überhaupt nicht egal, wo Kinder aufwachsen. Ich möchte mich gern mal mit einem siebzehn Jahre alten Jungen unterhalten, wie der es bei seinem lesbischen Erzieherpaar findet. Es ist doch eine total perverse Situation, wenn man sich vorstellt, dass homosexuelle Paare quasi ein Kind bestellen und austragen lassen.</p></blockquote>
<p>Und wer bitte schön hindert Herrn Brinkmann daran, sich mit dem Sohn eines Lesbenpaares zu unterhalten? Wahrscheinlich nur die Angst davor, der Junge könnte zu Protokoll geben, dass es zwei Frauen als Eltern natürlich hunderttausend Mal hoch x besser sind, als ein rechtsextremer Depp. Man frage einmal die sechs Kinder von Brinkmann, wie sie es denn finden bei einem Vater aufzuwachsen, der geistig irgendwann zwischen vorgestern und dem <a href="http://www.google.de/url?sa=t&#38;source=web&#38;ct=res&#38;cd=1&#38;url=http%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FPr%25C3%25A4kambrium&#38;ei=7E2RSt2MGoP1_AaG4sGvAg&#38;rct=j&#38;q=pr%C3%A4kambrium&#38;usg=AFQjCNFCb9U9doHX949BXZ3wUkanfSftig">Präkambrium</a> stecken geblieben ist.</p>
<blockquote><p>Kinder brauchen Vater und Mutter. Das steht für mich aus anthropologischen wie aus religiösen Gründen fest. Wir brauchen endlich wieder Politiker, die solche Wahrheiten aussprechen. Heute werden homosexuelle Lebenspartnerschaften gleichgestellt morgen werden Transsexuelle und Sodomie gleichgestellt. Europa ist ein Narrenhaus und die Narren sitzen an der Regierung.</p></blockquote>
<p>Und niemand ist da, um die Gräuel der schwul-trans-sodomitischen Weltherrschaft zu verhindern. Außer dem Obernarr Patrick Brinkmann, mannhaft vereint mit den Volksdeutschen von der DVU:</p>
<blockquote><p>Die CSU hat die Familien im Stich gelassen, die Kinder und hat das Grundgesetz und die Werte des Abendlandes verraten. Die DVU, da bin ich mir sehr sicher wird als Neue Rechte ihren Weg machen. Wir brauchen eine Partei, die eine neue, wiederbelebte Demokratie schafft. Dieser Prozess soll den Kindern helfen, die niemals unter solch widrigen Bedingungen aufwachsen dürfen. Unsere Kinder brauchen Schutz. Ich möchte unsere Kinder schützen. Und diesen Schutz soll die DVU durch die Klage erzwingen.</p></blockquote>
<p>Wobei man den Rechtsextremen attestieren muss, dass auch sie sich ein wenig zivilisiert haben. Früher da hätten sie nämlich noch die Todesstrafe für Schwule gefordert. Natürlich auch alles um das Leben und &#8220;unsere Kinder&#8221; zu schützen. Denn schließlich kann man das eine vom anderen nicht trennen. Zumindest dann nicht, wenn man doof ist.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kriegserklärung? Kiss my Ass!]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/08/06/kriegserklarung-kiss-my-ass/</link>
<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 10:43:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/08/06/kriegserklarung-kiss-my-ass/</guid>
<description><![CDATA[Nachdem die Adrian-Schwuchtel vor kurzem die geistige Schmiere von &#8220;carlos&#8221; gewürdigt ha]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Nachdem die Adrian-Schwuchtel vor kurzem die geistige Schmiere <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/07/31/vom-zusammenhang-zwischen-rattenkotze-und-adrian-schwuchteln-ein-pisa-depp-erzahlt/">von &#8220;carlos&#8221; gewürdigt hat</a>, ist ihm klar geworden, dass er eine masochistische Ader haben muss. Denn er war aus dem Forum der &#8220;Männerechtler&#8221; nicht mehr hinauszubekommen und las sich ein Post nach dem anderen durch. Fazit: Es ist erstaunlich, an wieviel Exemplaren des Homo sapiens die Evolution vollkommen vorbeigerauscht ist; man kommt sich wirklich vor, als befände man sich in einer Runde mit Höhlenmenschen.</p>
<p>Doch Höhlenmenschen hin oder her, die &#8220;Argumente&#8221; gegen ein Adoptionsrecht für Lesben und Schwule sind in ihrer Primitivität schon wieder genial:<!--more--></p>
<p>- Schwule missbrauchen Kinder</p>
<p>- Schwule können (!) sich nicht fortpflanzen</p>
<p>- Schwule missbrauchen kleine Jungs</p>
<p>- Schwule und Lesben können naturgemäß keine Kinder bekommen</p>
<p>- Schwule sind pervers</p>
<p>- Schwule wollen Sex mit Kindern</p>
<p>- Schwule sind doof</p>
<p>- Schwule sind krank</p>
<p>- Schwule wollen Sex mit kleinen Jungs</p>
<p>- Schwule sind Feministen und deshalb doof</p>
<p>- Lesben sind Frauen und deshalb doof</p>
<p>Größe Empörung also unter unseren &#8220;Männerechtlern&#8221;. Ist ja auch irgendwie fies: Zuerst setzen die Frauen durch, dass sie gefragt werden wollen, bevor man Sex mit ihnen hat, und dann kommen irgendwelche Schwuchteln und wollen den Männern auch noch ihre Söhne nehmen.</p>
<p>User &#8220;Flint&#8221; <a href="http://wgvdl.com/forum/forum_entry.php?id=77177">rekapituliert</a> den Zustand der hetero-homosexuellen Beziehungen:</p>
<blockquote><p>Ich bin derselben Meinung wie die absolute Mehrheit hier: macht von mir aus was ihr wollt, -solange ihr nicht andere schädigt. Ich habe nichts gegen euch solange ihr euch zurückhaltet und strikt Rücksicht auf die Allgemeinheit nehmt.</p></blockquote>
<p>Ehrlich gesagt: Wenn es so entzückend formuliert ist, kann ich zu einem solch großherzigen Angebot nur sagen: Die &#8220;Allgemeinheit&#8221; kann mir mal meine Poperze küssen!</p>
<p>Doch solche kompromisslose Frechheit bedingt natürlich die Eskalation:</p>
<blockquote><p>Den Griff nach den Kindern sehe ich als <strong>zwingende</strong> Kriegserklärung!!!!!</p></blockquote>
<p>Nun gut, dann haben wir eben Krieg, &#8220;Flint&#8221;. Glaubst Du etwa, eine Adrian-Schwuchtel fürchtet sich vor jemanden, dem schon der Schwanz schrumpft, wenn er nur das Wort &#8220;schwul&#8221; hört?</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Nichts gegen Homos" - außer dies, das... und, ach ja, das auch noch]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/07/18/nichts-gegen-homos-auser-dies-das-und-ach-ja-das-auch-noch/</link>
<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 16:00:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
<guid>http://gaywest.wordpress.com/2009/07/18/nichts-gegen-homos-auser-dies-das-und-ach-ja-das-auch-noch/</guid>
<description><![CDATA[Über Thommen &#8211; mit dem ich mir über die Kommentarfunktion ab und an kleine, harmlose Scharmütz]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Über <a href="http://www.arcados.com/">Thommen</a> &#8211; mit dem ich mir über die Kommentarfunktion ab und an kleine, harmlose Scharmützel liefere &#8211; bin ich auf einige wunderbare Sätze gestoßen, die der Unternehmensberater Stöhlker auf seinem Blog <a href="http://www.stoehlker.ch/weblog/2009/06/23/dienstag-nichts-gegen-homos/">verfasst hat</a>:</p>
<blockquote><p>Man könnte meinen, die Zukunft der Welt hinge von den Schwulen und Lesben ab. Sie setzen rund um den Globus die Regierungen unter Druck, auch Barack Hussein Obama, indem sie mit einer perfekten Lobby immer mehr Rechte einfordern.</p></blockquote>
<p>Ist das nicht allerliebst? <!--more-->Offensichtlich füllt die Unternehmensberatung das Leben von Herrn Stöhlker nicht aus, nein man muss sich auch noch ganz prosaisch zum <em>Grande Probleme</em> des 21. Jahrhunderts äußern: der Homosexualisierung der Welt.</p>
<p>Nicht nur, dass die Homos die Regierungen unter Druck setzen &#8211; sogar die USA unter Barack <em>Hussein </em>Obama &#8211; nein, sie fordern auch <em>noch mehr</em> Rechte. Ist das zu fassen? Wo leben wir eigentlich?</p>
<p>Und als wenn das nicht schon genug wäre, gibt es dann noch diesen schwulen Gesinnungsterror:</p>
<blockquote><p>Wer sie nicht begünstigt, gilt als “Fascho”, “Macho” oder viel schlimmeres.</p></blockquote>
<p>Ja, grauenvoll. Aufrechte Kritiker des <em>schwulen Lebensstils,</em> werden nicht nur als &#8220;Faschos&#8221; oder &#8220;Machos&#8221; verhöhnt, nein, zuweilen erdreisten sich die Schwulen auch, die stolzen Heteros mit der ultimativsten aller Schmähvokabeln zu brandmarken. Ich rede natürlich von dem hässlichen <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/03/09/unterwegs-mit-pussiefickern/">Wort&#8230;</a></p>
<p>Doch Herr Stöhlker hat glücklicherweise starke Nerven:</p>
<blockquote><p>Mir ist dies eigentlich gleichgültig,</p></blockquote>
<p>aber&#8230;</p>
<blockquote><p>aber ich bezweifle, dass die Zukunft der Welt von derlei Diskussionen abhängt.</p></blockquote>
<p>Da hat der gute Mann sogar recht. Denn die Zukunft der Welt hängt vielmehr von physkalischen Komponenten, wie z.B. der Lebensdauer unserer Sonne und des Aktivitätsgrades Schwarzer Löcher, ab. Doch mit solchen Kleinigkeiten kann man sich natürlich nicht abgeben. Nein, es muss schon <em>ums Ganze</em> gehen:</p>
<blockquote><p>Wir sollten mehr tun für die Familien. Ich freue mich über jede junge Familie mit Kindern mehr als über jedes Homo-Pärchen; diese Freiheit sei uns gestattet.</p></blockquote>
<p>&#8220;Uns Heteros&#8221;, wollte Herr Stöhlker wohl eigentlich sagen. Dabei stellt sich die Frage, wer ihn denn dazu zwingen will, sich mehr über homosexuelle Paare als über Familien mit Kindern zu freuen. Die berüchtigte <em>Rosa Nostra</em> etwa?</p>
<p>Nein, nein, Herr Stöhlker, seien Sie ganz beruhigt. Was mich angeht, ich verlange von Ihnen gar nichts. Außer einer gute Unternehmensberatung. Man kann nur hoffen, dass Sie Ihren Kunden dabei nicht ähnlich kreative Ideen, wie die obigen, vortragen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kollektiver Wahn]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/07/06/kollektiver-wahn/</link>
<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 13:28:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[Während Philipp Gut der Meinung ist, Schwule seien heutzutage gesellschaftlicher Mainstream, legt An]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Während Philipp Gut der Meinung ist, Schwule <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/07/02/im-namen-der-diskretion-uber-die-kunst-intellektuell-zu-begrunden-dass-schwule-einem-tierisch-auf-den-sack-gehen/">seien heutzutage gesellschaftlicher Mainstream</a>, legt <a href="http://gaywest.wordpress.com/2009/05/29/vom-scharlatan-zum-dissidenten-libertare-aller-lander-vereinigt-euch/">André Lichtschlag</a> von der &#8220;eifrei&#8221; naturgemäß <a href="http://ef-magazin.de/2009/07/06/1329-politisch-korrekter-weg-in-den-totalitarismus-schwulsein-als-religioeses-bekenntnis">noch einen drauf</a>. Der <em><a href="http://gaywest.wordpress.com/?s=totalitarismus">schwule Stalinismus</a></em>, er klopft an unser aller Haustür.</p>
<p>Lohnt es sich darüber zu schreiben? Nein, nicht dieses Mal; nicht schon wieder. Es bleibt lediglich festzustellen, dass gewisse heterosexuelle Männer der kollektive Wahn befallen hat.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Im Namen der Diskretion - Über die Kunst intellektuell zu begründen, dass Schwule einem tierisch auf den Sack gehen]]></title>
<link>http://gaywest.wordpress.com/2009/07/02/im-namen-der-diskretion-uber-die-kunst-intellektuell-zu-begrunden-dass-schwule-einem-tierisch-auf-den-sack-gehen/</link>
<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 16:00:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>Adrian</dc:creator>
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<description><![CDATA[Viel ist in den letzten Jahren von einer angeblichen &#8220;Homosexualisierung&#8221; der Gesellscha]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em></em>Viel ist in den letzten Jahren von einer angeblichen &#8220;Homosexualisierung&#8221; der Gesellschaft gesprochen worden, ein Schlagwort, das für nicht wenige Lesben und Schwule bestenfalls wie ein müder Witz, schlimmstenfalls wie blanker Zynismus daherkommt. In der Schweizer &#8220;Weltwoche&#8221; hat sich Philipp Gut daran abgearbeitet, <a href="http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-27/artikel-2009-27-handschellen-in-rosarot.html">seinen Lesern zu erklären</a>, warum diese Ansicht falsch ist, und es tatsächlich so etwas wie eine &#8220;Homosexualisierung&#8221; gibt.</p>
<p>Gut holt weit aus und beginnt seinen Artikel ausgerechnet mit dem neuen Film &#8220;<a href="http://movies.universal-pictures-international-germany.de/brueno/">Brüno</a>&#8221; von Sacha Baron Cohen:</p>
<blockquote><p>In der Schweiz startet «Brüno» am kommenden Donnerstag. Und auch hier gibt die Tunten-Satire, wie überall, bereits vor der Premiere zu reden. Die Meinungen der Voraus-Interpreten gehen merkwürdig auseinander: Während die einen den Film für eine «beleidigende» Attacke auf die Schwulen halten, sehen die andern in ihm eine «Entlarvung der Homophobie».<!--more--></p></blockquote>
<p>Zu dem Film selbst kann und will ich mich noch nicht äußern, da ich ihn noch nicht gesehen habe. Drängender als eine Filmkritik ist aber ohnehin, eine Einschätzung der Gut&#8217;schen Thesen:</p>
<blockquote><p>Man könnte die Sache auch etwas unverkrampfter betrachten. Wäre es nicht möglich, dass «Brüno» mit satirischen Mitteln die Realität zur Kenntlichkeit entstellt? Kann es sein, dass sich der Film zu Recht über das seit Jahren anschwellende Theater um Schwule, Lesben und die Bedeutung sexueller Veranlagungen in der Öffentlichkeit lustig macht? Nichts gegen persönliche Vorlieben, aber die Homosexualisierung der Gegenwart erreicht Rekordwerte.</p></blockquote>
<p>Mit dem letzten Satz hat Gut den Rahmen abgesteckt indem sich seine Argumentation bewegt. Seine Behauptung, es gäbe eine &#8220;Homosexualisierung der Gegenwart&#8221; schmückt er dann auch weit reichend, aber doch wenig originell aus:</p>
<blockquote><p>Es ist ein irritierender Kult um die Schwulen entstanden, Homosexualität ist zu einer Art Religion geworden. Wer sich outet, wird zum leuchtenden Märtyrer einer bekennenden Kirche. Wer sich dem Kult widersetzt, den trifft der Bannstrahl.</p></blockquote>
<p>Es ist leicht irritierend, dass Gut zum Beweis für den &#8220;Kult&#8221; um die Homosexualität ausgerechnet auf das Coming-Out verweist. Denn das hat nun wirklich nichts mit dem Eintritt in eine Kirchengemeinde zu tun, sondern ist eine grundlegende Bedingung um der heterosexuellen Mehrheit &#8211; die von jedem von vornherein erwartet, dass man heterosexuell sei &#8211; zu erklären, dass man eben nicht heterosexuell ist. Jeder ungeoutete Schwule wird die Fragen von Eltern, Verwandten und Freunden kennen, ob man denn nicht schon eine Freundin habe, oder ob man die Neue in der Parallelklasse nicht auch total scharf fände. Was bitte schön soll es mit &#8220;Märtyrertum&#8221; zu tun habe, wenn man die heterosexuellen Mehrheit sachlich darauf hinweist, dass man eben nicht auf das andere Geschlecht steht? Und wieso sollte diejenigen der Bannstrahl treffen, die sich dem &#8220;Kult&#8221; widersetzen? Ich zumindest habe noch nie von Geschichten gehört, in denen ein Junge von zu Hause flüchten musste, weil er sich in ein Mädchen verliebt hat. Desgleichen sind auch Vorfälle äußerst rar gesät, dass einem heterosexuellen Paar die körperliche Unversehrtheit abgesprochen wird, weil sie Hand in Hand durch die Straßen schlendern.</p>
<blockquote><p>Wie in allen Glaubenssystemen gilt auch hier: Wer die Stirn runzelt, gehört nicht dazu. Die Schwulenparty will nicht gestört werden.</p></blockquote>
<p>In der Tat; wer die Stirn runzelt, das bedeutet, seine Missbilligung mit der Homosexualität eines Mitmenschen ausdrückt, gehört in der Tat nicht zum Chor der<em> schwulen Gemeinde</em>. Doch inwiefern sollte das verwunderlich sein?</p>
<blockquote><p>Das erstaunt, auch vor dem Hintergrund der Geschichte. Die moderne Homosexuellenbewegung ist jung, in diesen Tagen hat sie ihr vierzigjähriges Jubiläum gefeiert. Kaum eine andere Emanzipationsbewegung hat in so kurzer Zeit so viel erreicht. Von Ächtung und Diskriminierung kann keine Rede mehr sein. Einst verlacht und verfolgt, üben Homosexuelle heute selbstverständlich alle erdenklichen Bürgerrechte aus.</p></blockquote>
<p>Entweder versucht Gut seine Leser hier arglistig zu täuschen, oder er ist tatsächlich unwissend. Sicher, wenn man den gleichberechtigten Ehestatus nicht als Bürgerrecht definiert, könnte man argumentieren, dass der Gleichberechtigung genüge getan wurde. Zu kolportieren, Schwule und Lesben würden vierzig Jahre nach Stonewall nicht mehr geächtet und diskriminiert; eine solche These zeugt allerdings von atemberaubender Ahnungslosigkeit.</p>
<blockquote><p>Besonders akzeptiert sind sie in der Schweiz. Im Jahr 2005 hat der Souverän mit 58 Prozent der Stimmen sogar ja gesagt zu den eingetragenen Partnerschaften – in der weltweit einzigen Volksabstimmung zum Thema.</p></blockquote>
<p>Das alles ist schön, keine Frage, ändert aber nichts an der Tatsache, dass von einer konsequenten Gleichstellung mit den Rechten heterosexuelle Paare noch keine Rede sein kann. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Partnerschaftsgesetz">So bleibt es schwulen und lesbischen Paaren weiterhin verboten</a>, Kinder zu adoptieren und auch der Zugang zur Fortpflanzungsmedizin ist ihnen verwehrt. Doch sehen wir großzügig darüber hinweg und gestehen Gut zu, dass das Gesetz nichtsdestotrotz ein &#8220;triumphaler Aufstieg&#8221; der Rechte homosexueller Menschen ist:</p>
<blockquote><p>Doch die rechtliche Gleichstellung macht bloss einen Teil des triumphalen Aufstiegs aus. Die Anerkennung, die Homosexuelle geniessen, geht weit darüber hinaus. Der Staat fördert sie, die Gesellschaft buhlt um ihre Gunst. Die Schwulen bestimmen heute, wie über Schwule zu denken und zu sprechen ist.</p></blockquote>
<p>Selbst wenn wir das Spielchen mitspielen, stellt sich die Frage, wo denn, bitte schön, schön Gut hier ein Problem sieht? Denn ist es nicht so, dass der Staat auch Heterosexuelle fördert, die Gesellschaft um deren Gunst buhlt und Heterosexuelle bestimmen, wie über Heterosexuelle zu denken und zu sprechen ist?</p>
<blockquote><p>Und vor allem, worüber man nicht sprechen darf. Der Punkt scheint erreicht, wo die Propagierung des eigenen Lebensstils auf Kosten der Meinungsäusserungsfreiheit ins Intolerante kippt. Jüngstes Beispiel ist der Fall von Carrie Prejean, die den Titel einer Miss California wegen kritischer Äusserungen zur Homoehe abgeben musste.</p></blockquote>
<p>Zunächst einmal, musste <a href="http://gaywest.wordpress.com/?s=carrie+prejan">Carrie Prejan</a> den Titel der Miss California nicht abgeben, weil sie sich kritisch zur Homo-Ehe geäußert hat, sondern weil sie gewisse Vertragsbedingungen nicht erfüllen wollte. Weiterhin ist es reichlich bemüht, ausgerechnet diesen Fall als Fanal für eine Gefährdung der Meinungsfreiheit zu sehen. Carrie Prejan hat dargestellt, dass sie Schwulen ein Recht verwehren würde, dass sie selbstverständlich in Anspruch zu nehmen bereit ist. Warum nun ein schwules Jury-Mitglied diese Äußerung auch noch belohnen bzw. keine Beachtung schenken sollte, erklärt uns Gut nicht. Mehr noch: In jedem anderen Fall als den der Homosexualität, würde Gut überhaupt nicht auf die Idee komme, dass hier die Meinungsfreiheit eingeschränkt würde. Wie wäre es z. B., die Prejan hätte sich gegen die Ehe für Moslems ausgesprochen? Würde man es dann auch als &#8220;intolerant&#8221; empfinden, wenn ihr ein moslemischer Preisrichter die Krone verweigert?</p>
<blockquote><p>Längst haben die Schwulen den Spiess umgedreht. Belege dafür drängten sich in den letzten Tagen und Wochen geradezu auf. In Berlin zogen am Samstag aus Anlass des Christopher Street Day Zehntausende von Lesben und Schwulen zum Brandenburger Tor, angeführt vom schwulen Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Riegelt man für diskriminierte Minderheiten ganze Innenstädte ab?</p></blockquote>
<p>Welcher Spieß soll hier bitte schön umgedreht worden sein? Will uns Gut etwa weismachen, Schwule wären die einzigen, die Demonstrationen veranstalten dürfen, für die Innenstädte abgesperrt werden? Will er tatsächlich behaupten, die Tatsache, dass es den CSD gibt, sei ein Ausweis einer Gesellschaft, die Homosexuelle ebenso akzeptiert wie Heterosexuelle?</p>
<blockquote><p>Ähnliches gilt von der Euro-Pride in Zürich. Das Hochamt der internationalen Homogemeinde dauerte vom 2. Mai bis zum 7. Juni, länger als einen Monat. Dabei überboten sich öffentliche Hand und private Sponsoren mit Unterstützungsleistungen. Entsprechend ging der Dank der Veranstalter an unzählige Stellen: ans Stadtpräsidium, an den Stadtrat, das Präsidialdepartement, das Polizeidepartement, das Amt für Bewilligungen, die Elektrizitätswerke, an Grün Stadt Zürich, die Wasserwerke, das Tiefbauamt, an Schutz und Rettung, die Zürcher Aids-Hilfe, an Zürich Tourismus sowie an den Regierungsrat, die Kantonalverwaltung, den Lotteriefonds (er überwies 100 000 Franken), die Standortförderung und die Greater Zurich Area. Unter den Sponsoren waren British Airways, Campari, Coca-Cola, Nivea, Red Bull, die SBB und andere mehr.</p></blockquote>
<p>Und noch einmal? Worin besteht hier das Problem? Unterstützen Firmen, Kommunen und Behörden nicht auch Familien, konventionelle Stadtfeste und die Love Parade?</p>
<blockquote><p>Zum Kult um die Schwulen gehört die Anbiederung. Sacha Baron Cohen hat als PR-Gag zur Lancierung seines Films in den Niederlanden den Rotlichtbezirk von Amsterdam in «Pink Light District» umbenannt. Doch auch hier hinkt die Satire der Wirklichkeit hinterher. Zum 25-Jahr-Jubiläum der Bewegung (1994) strahlte New York das Empire State Building zwei Tage lang in den Farben Rosa und Fuchsia an. Tel Aviv stellte vergangenen Monat anlässlich der Gay Pride Parade auf Regenbogenbeleuchtung um. Und auch Zürich übt sich in chamäleonhafter Anpassung. Die Stadt hisste – neben dem Schweizerkreuz und dem <em>Züri</em>-Wappen – während der Euro-Pride die Homofahne.</p></blockquote>
<p>Soll es nun darauf hinauslaufen? Wird der &#8220;Kult um die Schwulen&#8221; tatsächlich mit der Regenbogenflagge begründet? Worum geht es Gut? Ärgert er sich, dass Heteros keine Flagge haben? Mitnichten! Seine Argumentationskern ist noch undurchsichtig, kommt aber langsam ins Rollen: Eben der Umstand, dass Heterosexuelle <em>keine </em>Flagge haben, <em>kein</em> Äquivalent zum CSD und <em>keine </em>Führungen zu heterosexuellen Zootieren, muss als Beweis um den &#8220;Kult&#8221; herhalten, der um die Homosexualität gemacht wird.</p>
<p>Und diese Beispiele sind ja noch lange nicht alles:</p>
<blockquote><p>Die Liste lässt sich verlängern. Im Zürcher Zoo fanden Führungen zu schwulen Tieren statt. Die SP, die Partei der lesbischen Stadtpräsidentin Corine Mauch, warb mit dem Zungenbrecherspruch «Wir sind Partei für lesBischwule Anliegen». Besonders hervor tat sich die Stadtpolizei. Sie schaltete ganzseitige Inserate, die rosa gepolsterte Handschellen zeigten. Darunter der Text: «Willkommen zur Euro-Pride 2009. Wir sorgen für Sicherheit, damit Zürich eine weltoffene, tolerante Stadt bleibt.»</p></blockquote>
<p>Und? Ist es in der Gesellschaft selbstverständlich zu wissen, dass es Homosexualität im Tierreich gibt? Sind lesbische Stadtpräsidentinnen selbstverständlich? Ist es selbstverständlich, dass die Polizei &#8211; einst das Machtorgan zur Inhaftierung Homosexueller &#8211; zeigt, dass sie sich dem Schutz Schwuler und Lesben verpflichtet fühlt? Ist es das wirklich?</p>
<blockquote><p>Bei solchen Auftritten liess es die Stadtpolizei nicht bewenden. Unter ihrem Patronat führte Pink Cop, der Verein homosexueller Polizistinnen und Polizisten in der Schweiz, eine «internationale Fachtagung» durch. Der Titel hiess, so selbstredend wie selbstbezogen: «Polizei und Homosexualität». Die schwulen Ordnungshüter fordern, «dass alle Schweizer Polizeikorps» das Thema «Homosexualität in den eigenen Reihen bereits in der Grundausbildung behandeln – wie es die Stadtpolizei seit Jahren betreibt».</p></blockquote>
<p>Was nagt an Gut? Was genau stört ihn? Es ist doch wohl nicht von der Hand zu weisen, dass Homosexuelle in der Stadtlandschaft ein weitaus höheres Risiko eingehen, beschimpft und verprügelt zu werden, als dies Heteros tun. Warum sollte sich die Polizei nicht mit dem Thema Homosexualität auseinandersetzen, wenn es Homosexuelle nun mal gibt?</p>
<p>Und gleiches gilt auch für die Armee:</p>
<blockquote><p>Seit dem 1. Januar 2009 verfügt die Schweizer Armee über einen entsprechenden Befehl. Der einfühlsame Umgang mit homosexuellen Kameraden ist «Pflichtthema» in der Kaderausbildung. Sehr zur Freude der Queer Officers Switzerland. Der schwule Offiziersverein geht der Armeespitze mit «Engagement» zur Hand, um «die Ausbildungseinheiten mitzugestalten und die höheren Kader zu beraten und zu unterstützen».</p></blockquote>
<p>Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Wo liegt das Problem von Gut? Worum geht es ihm? Will er eine Indoktrinierung der Gesellschaft hin zur Homosexualität konstruieren? Man könnte fast dieser Meinung sein:</p>
<blockquote><p>Selbst vor Kindern und Schulen machen die schwulen Pressure-Groups nicht halt. «Die Schule ist ein Ort, an dem Homosexualität nur beschränkt Zutritt hat – vielleicht eine letzte heterosexuelle Bastion?», klagten die Initianten der Euro-Pride. «Die Thematisierung von Fragen zur sexuellen Orientierung» müsse «sowohl mit der allgemeinen Sexualerziehung als auch fächerübergreifend im jeweiligen Kontext in allen Altersstufen behandelt werden». Von der Unterstufe bis zum Militär, vom Erstklässler bis zum Armeeoffizier: «Homosexualität» soll lebensbegleitender Pflichtstoff werden.</p></blockquote>
<p>Und schon wieder bleiben nur Fragen. Ist sich Gut nicht über die Lage homosexueller Schüler im Klaren? Hat er noch nie von den höheren Raten für Depressionen und Suizid unter homosexuellen Jugendlichen gehört? Ist ihm bewusst, dass &#8220;Schwuchtel&#8221; zu den beliebtesten Schimpfworten auf dem Schulhof gehört? Warum sollten Kinder und Jugendliche im Sexualunterricht nicht lernen, dass es auch Homosexualität gibt? Hab ich umgekehrt etwa protestiert, als mir in der Schule erklärt wurde, dass ein Junge sich in ein Mädchen verliebt, gehöre zum natürlichen Gang der Dinge?</p>
<p>Bitte, Gut, kläre uns auf:</p>
<blockquote><p>Es geht auch längst nicht mehr darum, ob Schwule und Lesben ihre Sexualität praktizieren dürfen. Was hier zum Ausdruck kommt, ist etwas anderes. Wir haben dem Phänomen religiöse Züge attestiert, der konservative amerikanische Autor Dinesh D’Souza spricht von einer «Ideologie».</p>
<p>Ein Vergleich mit der Antike erhellt, was damit gemeint ist. Unter den alten Griechen gab es viele Schwule, darunter so berühmte wie Sokrates. Doch das bedeutete nicht, dass der Philosoph die Welt durch eine rosa Brille betrachtete. Sokrates war auf selbstverständliche Weise schwul, aber er hätte nie beabsichtigt, die Schule, den Staat, die Armee daran zu messen.</p></blockquote>
<p>Mir persönlich ist es ziemlich schnuppe, woran Sokrates seine Homosexualität nicht gemessen haben soll. Denn ich für meinen Teil, beurteile Schule, Staat und Armee, und zwar genau daran, ob er mit Homosexuellen so umgeht wie mit Heteros. Bisher lautet die Antwort darauf leider &#8220;Nein&#8221;.</p>
<blockquote><p>Wo ist der Punkt, an dem der berechtigte Protest gegen Unterdrückung, Verkennung und Diskriminierung umschlägt in peinliche Propaganda für persönliche Vorlieben? Wie sehr interessiert es uns eigentlich, wer welchen sexuellen Praktiken nachgeht und warum? Kommt als Nächstes die Latexfraktion? Oder beglücken uns die Tierliebhaber mit ihren Vergnügungen? Exhibitionismus wird zum Massenphänomen.</p></blockquote>
<p>Der Vergleich mit Latexfetischisten und Tierliebhabern; der Verweis auf exhibitionistische Massenphänomene, insbesondere aber die Reduzierung der Homosexualität auf &#8220;sexuelle Praktiken&#8221; ist nur die Spitze des Eisberges der endgültig klar macht, worum es Gut eigentlich geht. Um eine klare Separierung zwischen Hetero- und Homosexualität. Erstere dürfen natürlich über ihre Sexualität an Schulen aufgeklärt werden, sie dürfen auch bei der Armee auch sagen, dass sie verpartnert sind. Wenn es um Schwule geht, wird daraus allerdings &#8220;Propaganda&#8221;, &#8220;Exhibitionismus&#8221; und eine Zurschaustellung &#8220;sexueller Praktiken&#8221;.</p>
<blockquote><p>Homosexualität ist Weltanschauung und politisches Programm geworden. Eine Nebensächlichkeit drängt sich ins Zentrum. Homosexuelle Politiker wie Klaus Wowereit oder Corine Mauch werden nicht nach ihren Überzeugungen und Taten beurteilt, sondern nach ihren sexuellen Präferenzen. «Enttäuscht sind viele Schwule und Lesben darüber, dass Obama bisher keine offen homosexuelle Person in sein Kabinett berufen hat, doch nun fokussieren sich die Hoffnungen auf die anstehende Ernennung eines neuen Mitglieds des Obersten Gerichts», meldete kürzlich ein Schweizer Onlineportal. Es stünden zwei Lesben im Gespräch. Halleluja!</p></blockquote>
<p>Dass Wowereit und Mauch nach ihrer sexuellen Orientierung beurteilt werden, stimmt wahrscheinlich nur insoweit, dass es Leute gab, die beide <em>wegen </em>ihrer Homosexualität<em> nicht </em>gewählt haben. Heterosexuelle Politiker dürften auch selten Hassmails bekommen, weil die Wähler mit dem Geschlecht von deren Partnern nicht einverstanden sind. Sicher, man kann es albern finden, die Qualifikation zweier Richterkandidaten danach zu bemessen, ob sie Lesben sind. Man könnte sich allerdings auch die Frage stellen ob es nicht ebenso albern ist, das Privatleben einflussreicher Persönlichkeiten ans Licht der Öffentlichkeit zu zerren und bei Politikern vom Lande zu fragen, ob sie denn überhaupt verheiratet seien. Ja, auch das kommt immer noch vor.</p>
<blockquote><p>Eigentlich haben die Homosexuellen mit der rechtlichen Gleichstellung und der gesellschaftlichen Akzeptanz ihre Ziele erreicht. Sie befänden sich in einer «sehr privilegierten Lage», die Politik sei ihnen «sehr wohlgesinnt», heisst es im Begleitheft zur Euro-Pride. Die Gegnerschaft sei «unbedeutend».</p></blockquote>
<p>Oh ja, unsere Lage ist durchaus &#8220;privilegiert&#8221; und unsere Gegnerschaft auch durchaus &#8220;unbedeutend&#8221;. Vor allem, wenn man sie mit der Situation vergangener Jahrzehnte vergleicht. Was allerdings nicht die Tatsache vernebelt, dass Homosexuelle weder rechtlich <em>gleichgestellt</em>, noch gesellschaftlich <em>akzeptiert </em>sind. Doch wahrscheinlich verstehen solche Feinheiten nur Homosexuelle selber.</p>
<blockquote><p>Die Opferrolle, mit der Lesben und Schwule noch immer kokettieren, passt nicht mehr. Ihre Demonstrationen sind zu hohlen Ritualen gutmenschlicher Bekenntnisse geworden, die nichts kosten. Wer hingeht, kann sich besser fühlen eine Gratistoleranz.</p></blockquote>
<p>Nun will ich nicht bestreiten, dass es Menschen gibt, die sich in der Opferrolle sauwohl fühlen. Ich denke auch, es wäre auch vermessen, sich als Schwuler in der westlichen Gesellschaft als Opfer zu fühlen. Dennoch fühle ich mich nicht in dem Maße anerkannt, wie es der Fall wäre, würde ich darauf Wert legen, eine Frau zum Bette zu führen. Doch eine solche Einschätzung gehört vermutlich wieder zu den Sensibilitäten, für die man schwul sein muss, um sie zu begreifen.</p>
<blockquote><p>Geradezu ein Gemeinplatz ist geworden, dass der schwule Lifestyle weite Teile des öffentlichen Lebens dominiert. «Beim Schweizer Fernsehen sind Homosexuelle im Vorteil», titelte der <em>Blick</em> vor zwei Jahren. Und verwies auf schwule Moderatoren wie Kurt Aeschbacher, Sven Epiney, Patrick Rohr, Charles Clerc, Dani Fohrler und Christian Franzoso. Das <em>Magazin</em> widmete den Homosexuellen eine Doppelnummer. «Wir werden alle immer schwuler», wurde festgestellt. Schwule Kultur habe «nicht nur die Hoheit in Mode- und Designfragen, schwule Kultur hat uns heterosexuelle Männer (und Frauen) in fast allen Lebensbereichen beeinflusst».</p></blockquote>
<p>Was natürlich schon ziemlich verwerflich ist, vergleicht  man es mit Zeiten, in denen Schwule, anstatt die heterosexuellen Lebensbereiche zu beeinflussen, noch in Gefängnisse gesperrt wurden.</p>
<blockquote><p>Wenn alle schwul sind, ist niemand mehr schwul. Die Minderheit gibt längst den Ton an. Umgekehrt erstaunt es, dass Lesben und Schwule Ehen schliessen und selbst Kinder adoptieren wollen (und sich so die letzten Eigenheiten der Heterosexualität aneignen).</p></blockquote>
<p>Erstaunen kann das allerdings nur diejenigen, die ihr Wissen über Homosexuelle allein aus den Redaktionstuben der einschlägigen Massenmedien beziehen. Nur dann nämlich kann man sich zu der aberwitzigen Behauptung versteigern, homosexuelle Menschen seien so verschieden, so &#8220;anders&#8221; von ihren heterosexuellen Kollegen, dass sie eigentlich gar kein Interesse an Ehe und Kindern haben dürften. Aber was will man andererseits  für eine Argumentation erwarten, die Homosexualität nicht als sexuelle Orientierung, sondern als Lifestyle, Ideologie und Religion sieht?</p>
<p>Doch vielleicht ist Homosexualität ja nicht nur das, nicht wahr Herr Gut? Vielleicht ist sie ihrem Wesen nach auch zutiefst unmoralisch. Zur Beantwortung dieser Frage wenden wir uns doch einfach mal dem Kronzeugen Thomas Mann zu:</p>
<blockquote><p>Frühere Generationen dachten freier. Thomas Mann, selbst homoerotisch veranlagt, sah die Homosexualität durchaus unsentimental: «Sie ist ‹freie› Liebe im Sinn der Unfruchtbarkeit, Aussichtslosigkeit, Konsequenz- und Verantwortungslosigkeit. Es entsteht nichts aus ihr, sie legt den Grund zu nichts, ist<em> </em>l’art pour l’art, was ästhetisch recht stolz und frei sein mag, doch ohne Zweifel unmoralisch ist.» Sie «irrlichteliere», schweife «nach allen Seiten». Ihr fehle «die Treue».</p></blockquote>
<p>Und die Schwulen von heute sollten sich gefälligst an Mann ein Beispiel nehmen und ihre Veranlagung endlich wieder &#8220;unsentimental&#8221; und diskret behandeln. Denn machen wir uns nichts vor. Was Gut will ist, dass Schwule wieder schön in den Schrank zurückkriechen aus dem sie herausgekommen sind, auf dass sie die <em>normale Menschheit</em> nicht weiterhin mit ihrem <em>Lebensstil</em> belästigen.</p>
<blockquote><p>Nach der erfolgreichen Emanzipation der Schwulen dürfte man eigentlich erwarten, dass die Homosexuellenbewegung etwas lockerer wird. Welche Bedeutung hat die penetrante, ja das öffentliche Leben bedrängende «Sichtbarkeit» noch?</p>
<p>Schwulsein wäre dann einfach eine sexuelle Veranlagung, eine Privatsache, die nach den Regeln des guten Geschmacks in der Öffentlichkeit endlich wieder diskret behandelt würde. Man läuft ja auch sonst nicht dauernd mit offenem Hosenladen herum.</p></blockquote>
<p>Nun, womöglich wäre ich sogar bereit, meine Veranlagung in Zukunft etwas diskreter zu behandeln. Allerdings nur, wenn auch die Heteros endlich aufhören, mich mit ihren Küssereien, ihren Hochzeitsparaden, ihren Familienbildern und ihren Fragen nach meiner Freundin zu belästigen.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong>Update (3.07.09) </strong><em>Absatz über Carrie Prejan korrigiert.</em></p>
</div>]]></content:encoded>
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