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	<title>susanne-gaschke &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/susanne-gaschke/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "susanne-gaschke"</description>
	<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 05:53:57 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Lesetipp: Klick. Strategien gegen die digitale Verdummung, von Susanne Gaschke]]></title>
<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/05/12/lesetipp-klick-strategien-gegen-die-digitale-verdummung-von-susanne-gaschke/</link>
<pubDate>Tue, 12 May 2009 09:41:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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<description><![CDATA[Susanne Gaschke hat nichts gegen Computer und Internet, aber etwas gegen die  Ideologen des digitale]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Susanne Gaschke hat nichts gegen Computer und Internet, aber etwas gegen die  Ideologen des digitalen Paradieses, gegen Microsoft im Kindergarten, gegen Medienpädagogen im Dienste der Softwarekonzerne. Die Rhetorik mancher Netzgurus erinnert sie an neoliberale und marxistische Heilsversprechen.</p>
<p>Das richtige Buch, um zu einem kritischen, rationalen Gebrauch von Computer und Internet zurückzukehren:</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 178px"><a href="http://www.amazon.de/Klick-Strategien-gegen-digitale-Verdummung/dp/3451299968"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41H55yA%2BHkL._SL500_AA240_.jpg" alt="Gaschke, Klick" width="168" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Gaschke, Klick</p></div>
<p>Man kann dieses flüssig geschriebene Buch der Journalistin mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendliteratur lesen und auf die gelehrten internetkritischen Texte von <a title="Manfred Spitzer" href="http://beat.doebe.li/bibliothek/p01290.html" target="_blank">Manfred Spitzer</a>, <a title="Stefan Weber" href="http://www.zeit.de/2007/29/P-Stefan-Weber" target="_blank">Stefan Weber</a>, Stanley Wilder, <a title="Nicholas Carr" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/07/14/verandert-sich-unser-gehirn-durch-google-und-co/" target="_blank">Nicolas Carr</a> und auch auf den quirligen <a title="Clifford Stoll" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/06/04/clifford-stoll-wiederlesen/" target="_self">Clifford Stoll</a> erstmal verzichten.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der große Online-Stempel - Ein Kommentar]]></title>
<link>http://blogts.wordpress.com/2009/05/12/der-grose-online-stempel/</link>
<pubDate>Tue, 12 May 2009 01:50:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>Felyx</dc:creator>
<guid>http://blogts.wordpress.com/2009/05/12/der-grose-online-stempel/</guid>
<description><![CDATA[Der hier kommentierte Artikel ist Qualitätsjournalismus: In der Grotte der Erinnerung von Miriam Mec]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Der hier kommentierte Artikel ist <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E67F2AC3CEC9746EC93DC9FF0E5679312~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Qualitätsjournalismus: In der Grotte der Erinnerung</a> von Miriam Meckel auf FAZ.net</p>
<p><strong>Sind Sie &#8220;ON&#8221;?</strong> &#8211; Was bitte?<br />
Wie sehen Offline-Menschen die Welt? Sie sehen sie wahrscheinlich geteilt in eine On- und eine Offline-Welt. Ganz im Gegensatz zu Online-Menschen. Der Begriff ist unschön, aber &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Digital_native">Digital Natives</a>&#8221; gefällt mir auch nicht unbedingt.</p>
<p>Daher erläutere ich lieber genau: Wie kann jemand über die Zukunft des Journalismus, ja sogar des &#8220;Qualitätsjournalimsus&#8221; philosophieren, wenn er sich folgenderweise äußert</p>
<blockquote><p>Wollen wir unsere informationelle Zukunft entwerfen als Netzwerk verschalteter Neuronen und verlinkter Datenströme, getrieben durch ein Programm, das immer Gleiches rekombiniert, um es uns als Wirklichkeit zu präsentieren? Wenn nicht, dann brauchen wir weiterhin den professionell organisierten Ausbruch aus diesem Kreislauf. Wir brauchen Menschen, die von ihrem Schreibtisch aufstehen und sich von ihrem Computer lösen, um zu beobachten, was in der Welt geschieht.</p></blockquote>
<p>und damit Journalisten meint? Und nur Journalisten meint, also denkt, dass Blogger sich nicht von &#8220;ihrem Computer lösen&#8221;?</p>
<p>Um direkt ein relativ prominentes Gegenbeispiel zu nennen (neben jeder bloggenden oder sonstwie im Netz aktiven Person, die sich doch z.B. tatsächlich auch vom &#8220;Schreibtisch löst&#8221; und in der Welt neue Reize aufnimmt): Sascha Lobo <a href="http://saschalobo.com/2009/05/05/interview-mit-franziska-heine-hauptpetentin-der-epetition-gegen-netzsperren/">interviewt auf seinem Blog</a> Franziska Heine, die Initiatorin der <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">Petition gegen Netzsperren</a>. Wie ein Beitrag, den ich kürzlich gelesen habe sinngemäß (Ich habe ihn leider nicht wiedergefunden, für einen Hinweis auf den Beitrag würde ich mich sehr freuen!) treffend formulierte: &#8220;Zeitungen lassen Sascha Lobo die Interviews machen, die sie machen sollten&#8221;.</p>
<p>Ja, Franziska Heine würde inzwischen noch mehrmals interviewt und war auch in der Tagesschau. Jedoch <strong>nachdem</strong> die mutmaßliche Horde von &#8220;Menschen, die unter Recherche nur das Googlen eines Suchbegriffs&#8221; verstehen, die Petition zum Überaschungserfolg der Woche gemacht hatten. Miriam Meckel scheint dies ausgeblendet zu haben.</p>
<p>Doch der Reihe nach. <!--more--></p>
<p><strong>Die Intention</strong><br />
Wenn zurzeit eine Debatte jeden Journalisten beschäftigt bzw. beschäftigen sollte, so ist es die Zukunft von Zeitungsverlagen. Das Internet, Blogs, &#8220;Privatjournalisten&#8221;, Google Books, Google News: Flexibilität ist gefragt, Veränderung wird gefordert. (Blogtsssssss..: <a href="http://blogts.wordpress.com/2009/05/03/gepixelt-oder-gedruckt/">Gepixelt oder gedruckt?</a>)<br />
Daher ist es nur zu begrüßen, wenn eine renommierte Tageszeitung wie die FAZ einem Artikel zu diesem Thema Platz bietet. Dennoch kann ich mich einiger Gedanken zu Frau Meckels Theorien nicht entledigen. Nach der philosophischen Einleitung geht es ans Eingemachte:</p>
<blockquote><p>Bislang ist es der Journalismus, der die Menschen mit Neuigkeiten aus der Welt versorgt, sie durch gut recherchierte und erzählte Geschichten interessiert und fasziniert. Das bringt zum Beispiel nicht nur dem Leser einer Tageszeitung oft ein Lesevergnügen, es sorgt auch für die soziale Synchronisation unserer Gesellschaft.</p></blockquote>
<p>Der Begriff der &#8220;sozialen Synchronisation&#8221; schreit schon geradezu nach &#8220;Blogs mit Kommentarfunktion!&#8221;, nach &#8220;Tweete mich, verbreite diesen Link!&#8221;, sowie natürlich auch nach lebhaften Diskussionen mit Mitmenschen von Angesicht zu Angesicht. Daher erwartet der geübte Leser gleich eigentlich eine Lobeshymne auf die Neuerungen und Chancen des Web 2.0.</p>
<p>Falsch erwartet:</p>
<blockquote><p>Das Internet hat dem professionellen Qualitätsjournalismus einen bunten Strauß an publizistischen Aktivitäten an die Seite gestellt, bei dem Amateure zu Autoren werden, die eine subjektive, volatile und momentorientierte Berichterstattung praktizieren. Das ist zunächst eine Ergänzung, die eine spannende Herausforderung bekannter Öffentlichkeitskonzepte bedeuten und die Herstellung von Inhalten demokratisieren kann.<br />
Doch sie hat Konsequenzen: Wie lässt sich ein professionell angelegter Qualitätsjournalismus noch finanzieren, wenn Informationen im Netz zur Commodity werden und kostenlos zu haben sind?</p></blockquote>
<p>Anstatt zu Fragen, warum der professionell angelegte Qualitätsjournalismus die Herausforderung nicht als Chance begreift, wird einfach die altbekannte Frage nach der Finanzierbarkeit gestellt. Doch wie soll diese Frage geklärt werden, bevor &#8220;Qualitätsjournalismus&#8221; sich weiterentwickelt hat? Ich frage auch nicht nach meinem Gehalt, bevor ich weiß welchen Beruf ich ergreife.</p>
<p>Wie dem auch sei, Frau Meckel zieht eine Antwort von der Internetunternehmerin Ariana Huffington (<a href="http://www.huffingtonpost.com/arianna-huffington">Vorstellung auf huffingtonpost.com</a>) heran:</p>
<blockquote><p>Die Zukunft liegt nicht im Qualitätsjournalismus, der durch ein Mediensystem getragen ist. Sie liegt in einer Kombination aus Bürgerjournalismus und stiftungsfinanzierten Investigativfonds</p></blockquote>
<p>(<a href="http://commerce.senate.gov/public/_files/HuffingtonTestimonyFutureofJournalism.pdf">Opening Remarks of Arianna Huffington for the Senate Subcommittee on Communications, Technology, and the Internet’s Hearing on &#8220;The Future of Journalism&#8221;</a>)</p>
<p>Das hört sich einerseits gewöhnungsbedürftig, andererseits einfach innovativ an. Meckel denkt dazu:</p>
<blockquote><p>Stattdessen (<em>statt traditionellem Journalismus, Anm.</em>) berichten Bürger für Bürger, indem sie ihre Lebenserfahrung und die Beobachtungen ihrer Lebenswelt im Netz veröffentlichen. Und wenn nicht eine Stiftung sich bereit erklärt, für Recherche zu bezahlen, dann beruht diese Bürgerberichterstattung auf nichts anderem als der permanenten Reproduktion und Neukombination von vorhandenen Informationen, wie sie im Netz längst üblich ist.</p></blockquote>
<p>Das ist nun streitbar. Ich möchte nicht behaupten, dass die &#8220;Blogosphäre&#8221; voll und ganz sinnvoll ist. Sie ist es ebensowenig wie das gesamte Spektrum an Zeitschriften. &#8220;Lisa&#8221;, &#8220;Laura&#8221;, &#8220;Das Goldene Blatt&#8221; etc. sind mindestens genauso eine Beleidigung für den Intellekt wie diverse DSDS- oder BigBrother-Blogs. Auch mit vielen &#8220;Wir haben ein Kind bekommen&#8221;-Blogs (Bei Interesse einfach einige Male auf den Pfeil oben Rechts in der Ecke klicken.) kann ich mich nicht anfreunden. Doch natürlich soll jeder schreiben was er mag, dafür sind Blogs nunmal optimal.<br />
Doch dies meint Frau Meckel höchstwahrscheinlich garnicht. Mit der Reproduktion und Neukombination ist eventuell sogar genau das gemeint, was ich (als Schüler und &#8220;aus Spaß&#8221;) gerade vollziehe. Das Aufteilen eines Artikels, um Argumente genau zu beleuchten und zu kommentieren. &#8220;Wiederkäuen&#8221; wenn man es unschön ausdrücken möchte. Sicher, das ist ein Teil des Netzes. Fast genau wie in Zeitungen Filme, Äußerungen von Politikern oder sonstige Medienvorkommnisse durch Journalisten kommentiert werden. Natürlich hat Frau Meckel recht, wenn sie meint, dass eine Berichterstattung nicht nur hieraus bestehen könne. Doch man muss erkennen, dass ein Teil des &#8220;Qualitätsjournalismus&#8221; auch genau das ist, und das ist auch in Ordnung so. Warum sollte man Bloggern dieses Recht absprechen? Wenn &#8220;Bürgerberichterstattung&#8221; dem Leser besser gefällt &#8211; bitteschön!<br />
Damit stehen Journalisten im Verhältnis zu &#8220;Bürgerjournalisten&#8221; wie Microsoft zu OpenSource. Eine Konkurrenzsituation.</p>
<p><strong>Welchen Weg nimmt der professinelle Journalismus? Es liegt in seiner Hand</strong><br />
Womit wir beim nächsten Punkt wären: Frau Meckel bestreitet die Möglichkeit der Finanzierung von Recherche, also professionellem Journalismus durch eine Art Stiftung. Wieder fällt mir OpenSource ein. Ich bin kein großer Spendenfreund, wirklich nicht. Durch Spenden wird nichts dauerhauft erhalten, der Sinn erschließt sich mir nicht. Doch wenn ich mir überlege, ein Zeitungs/Zeitschriftenabo zu kündigen, um zwei meiner Lieblingsblogs am Leben zu erhalten, bzw. Ihnen die Finanzierung der Recherche mitermöglichen &#8211; Ich wäre dabei.</p>
<p>Doch wer außer Frau Huffington würde sich anmaßen, die Zukunft des Online/Qualitäts/Journalismus genau zu kennen? Genauso nämlich würde ich z.B. ein Print-Abo behalten, wenn mir die Publikation gefällt. Ihren Online-Auftritt kann Sie damit sicherlich auch (zumindest mit-)finanzieren. Denn -<a href="http://www.youtube.com/watch?v=1D1cap6yETA">Good news, everyone!</a>- das Internet bietet für jeden Mehrwert. Businessinsidder.com <a href="http://www.businessinsider.com/henry-blodget-can-the-newspaper-industry-really-be-this-stupid-about-google-news-2009-5">mag Google News</a>. Traffic bringt nicht nur Google Werbeerträge. <strong>Natürlich </strong>funktioniert aber im Internet für die breite Masse kein 2€/Artikel-Modell. Wer dies versucht, ist selber Schuld.</p>
<p><strong>Der Algorithmus hat einen Fehler gemacht!</strong><br />
Unter der Unterüberschrift <em>Recherche ist mehr als die Suche bei Google und Co.</em> schildert Frau Meckel, wie in Google News irrtümlich eine alte Meldung als neu datiert wurde, und somit United Airlines Börsenkurs ins Wanken brachte. Der Absatz endet</p>
<blockquote><p>Die softwarebasierte komplexe Generierung von „Nachrichten“. Eine virtuelle Informationswelt eben.</p></blockquote>
<p>Ein automatischer Vorgang hatte wohl eine falsche Auswahl getroffen. Wer einen Suchbegriff eingibt und glaubt danach nicht mehr denken zu müssen, der hat selber Schuld. Soll hier gerade ernsthaft versucht werden, eine suboptimale Softwarefunktion für das Handeln sich darauf verlassender Menschen verantwortlich zu machen?</p>
<p>Man kann es kaum glauben.<br />
Voll und ganz disqualifiziert sich Frau Meckels Gedankengang, wenn man mal ein Zitat aus ihrem Text und einen Link nebeneinanderstellt:</p>
<blockquote><p>Wir brauchen Menschen, die unter Recherche mehr als die Eingabe eines Begriffs in eine Suchmaschine verstehen.</p></blockquote>
<p>vs.<br />
<a href="http://www.bildblog.de/5704/wie-ich-freiherr-von-guttenberg-zu-wilhelm-machte/">Wie ich Freiherr von Guttenberg zu Wilhelm machte</a><br />
Dem ist nichts hinzuzufügen.</p>
<p>Am Ende erkennt Frau Meckel auf einmal:</p>
<blockquote><p>Der Journalismus muss sein Überleben auch selbst in die Hand nehmen und für sich argumentieren. Er muss seine Kunden überzeugen, dass journalistische Qualität einen sozialen Wert hat, der wiederum eines materiellen Gegenwerts bedarf.</p></blockquote>
<p>Am Schluss ein schöner Gedanke, das freut doch! Natürlich, dem stimme ich voll und ganz zu. Der Journalismus muss für sich selbst Verantwortung übernehmen, und sich nicht einfach nur über das böse, böse Google ärgern.</p>
<p>Ein kleiner Nachsatz löst wieder Unverständnis aus:</p>
<blockquote><p>Und dafür muss eine Gesellschaft bezahlen.</p></blockquote>
<p>Wie jetzt? Eben hieß es noch, dass sich auf den &#8220;Goodwill von Stiftungen&#8221; nicht verlassen werden kann. Und jetzt soll &#8220;die Gesellschaft&#8221; für den bereits überzeugten Kunden den Journalismus finanzieren? Frau Meckels Aussage wird hier nicht ganz klar klar.</p>
<p><strong>Was soll man davon halten?</strong><br />
Es ist eigenartig zu beobachten, wie wenig sich scheinbar mit den Möglichkeiten des Web 2.0 auseinandergesetzt wird, bevor es kritisiert, bevor pauschal ein &#8220;Online ist dieses und jenes&#8221;-Stempel bemüht wird. Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt. Doch warum provozieren &#8220;professionelle Medienprofis&#8221; einen Grabenkrieg, den es überhaupt nicht geben muss?<br />
Mit ihren voreiligen Schlüssen stellt sich Frau Meckel für mich in eine Reihe mit Susanne Gaschke, deren <a href="http://209.85.129.132/search?q=cache:Q6SMtX9FcI4J:www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EF43047F1D4E7491C9E7DEE82DCB199A1~ATpl~Epalmversion~Scontent.html%20die%20netzanbeter&#38;hl=de&#38;client=firefox-a&#38;gl=de&#38;strip=1">einstigen FAZ-Beitrag &#8220;Die Netzanbeter&#8221;</a> Tapio Liller auf seinem Blog par excellence <a href="http://www.opensourcepr.de/2009/05/03/gaschke/">zerlegt</a>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Aufruf zur großen Urheberrechtsdebatte]]></title>
<link>http://jagodamarinic.wordpress.com/2009/04/23/aufruf-zur-grosen-urheberrechtsdebatte/</link>
<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 18:46:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>jagodamarinic</dc:creator>
<guid>http://jagodamarinic.wordpress.com/2009/04/23/aufruf-zur-grosen-urheberrechtsdebatte/</guid>
<description><![CDATA[Die ZEIT läutet die große Urheberrechtsdebatte ein. Man möge das geistige Eigentum schützen, all jen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die ZEIT läutet <a href="http://www.zeit.de/2009/18/pirate-bay-urheberrecht">die große Urheberrechtsdebatte ein</a>. Man möge das geistige Eigentum schützen, all jene, die illegalen Austausch von Geistesergüssen fördern, hinter Gitter befördern und zu Millionenstrafen verbannen.</p>
<p>Leitartikel, vorne links. Die Debatte ist im Print angekommen. Geistiges Urheberrecht. Wie wenig die Printmedien sich für geistiges Urheberrecht interessieren, wird dabei unter den Tisch gekehrt. Derzeit sind sie die Schutzengel der Urheber. Man verfolge zu dieser Haltung den Fall Hürlimann meets FAZ und <a href="http://www.perlentaucher.de/blog/">Perlentaucher</a> Das Internet will alles umsonst, Zeitungen wollen es so gut wie umsonst. Da scheint mit &#8220;umsonst&#8221; wesentlich transparenter. Mit &#8220;umsonst&#8221; läßt sich arbeiten, da weiss man, womit man am Ende des Monats rechnen kann, hebt sich das Schreiben für den Feierabend auf und kann noch etwas sinnvolles anfangen mit dem Rest seiner Zeit.</p>
<p>Die Schutzpatronen der Urheber bezahlen selbst nämlich ein Zeilengeld, mit dem man die Finanzkrise hätte voraussagen können. Online-Abdrucke wortlos all inclusive. Verwertungsrechte ebenso. Schließlich steht der Artikel des Urhebers ja in der Zeitung und <em>die</em> wird schließlich gelesen, da kann man nicht mehr verlangen, schon gar keine Entgeltung in Form von Euros&#8230; &#8220;Der Artikel wird aber gelesen&#8221; klingt wie der <em>eigentliche</em> Lohn, doch den gibt es auch im Netz, ganz umsonst und ohne Redaktionszensur, für all jene also, die gelesen werden wollen, nicht die schlechteste Lösung.</p>
<p>Genau genommen ist das alles ein Debattenschauspiel: Jene, die wenig bezahlen, rücken jenen, die nichs bezahlen auf den Leib. Im Grunde ist es die Angst um den eigenen Redakteuersessel und nicht die Sorge um das Konto der Verfasser. Denn Fakt ist: Der Urheber behält in den meisten Fällen die Rechte, doch erhält er kaum Geld. Oft tritt er auch noch dumm und dusslig sein Recht mit einem unbedachten Vertragsabschluss ab. Hilflosigkeit, Idealismus und eine gute Prise Dummheit wohl, letztere könnte man auch durch &#8220;falsch verstandene Selbstverwirklichung&#8221; oder &#8220;den Glaube an einen öffentlichen Diskurs&#8221; ersetzen.</p>
<p>Der Kampf der Printmedien gegen das Internet ist kein Kampf um gerechte Entlohnung, es ist ein Kampf um Hoheitsrechte. Kein Kampf um Qualität. Denn zu diesen Preisen gibt es keine Qualität, das hat uns H&#38;M längst am eigenen Leib spüren lassen.</p>
<p>Die Debatte um Urheberrechte betriftt nicht nur Autoren, Wissenschaftler und Künstler, sondern auch freie Journalisten. Gerne werden hierzulande vorzeigeamerikanische Journalisten für sechsjährige Recherchen für Reportagen in den Himmel gelobt, niemand fragt nach STRUKTURELLEN Hintergründen dafür. Als wäre hier jeder Journalist zu dumm, eigensinnig und weltfremd, um gründlich arbeiten zu wollen. Die Rezipienten, die Qualität WOLLEN, stellen das nächste Problem dar, das  STRUKTURELL anzugehen wäre. Wo sind die Leser hin, die Inhalte wollen statt Fakten und Aufzählungen von Statistiken? Die bereit sind, für Inhalte Geld auszugeben? Heutzutage ist man schon dankbar, wenn Leute überhaupt Lust auf Inhalte haben. Doch statt sich strukturellen Überlegungen zu widmen wird immerzu der Untergang des Abendlandes beschworen, das Ende einer wohl gepflegten Kultur.</p>
<p>Es gab einmal eine Zeit, da sprachen weise, grauhaarige Männer noch von Geboten für den Journalismus, die inhaltlicher Natur waren. Dabei spielte das Geld eine wichtige Rolle, vielleicht, weil ohne das Geld die folgenden Punkte schwerer zu garantieren waren:</p>
<ol>
<li> Gute Journalisten brauchen eine gute Ausbildung.</li>
<li> Guter Journalismus kostet Geld.</li>
<li> Journalisten müssen unabhängig von ökonomischen      Interessen sein.</li>
<li> Gute Journalisten brauchen einen eigenen Kopf.</li>
<li> Journalisten müssen Zusammenhänge erkennen.</li>
<li> Journalisten sollten einen Standpunkt haben.</li>
<li> Journalisten sind Beobachter, nicht Handelnde.</li>
<li> Journalisten sollten die Wirklichkeit abbilden.</li>
<li> Journalisten tragen Verantwortung für das, was sie tun.</li>
<li> Journalisten tragen Verantwortung für das Gemeinwesen.</li>
</ol>
<p>Johannes Rau, Bundespräsident, Juni 2004. Seither ist eine Ära vergangen.</p>
<p>Urheberrechte wurden seit jeher ausgebeutet, sei das im Verlagswesen oder der Musikindustrie, in den Printmedien oder im Netz. Die Debatte beginnt weit vor dem Internet, das Internet fordert sie lediglich neu ein. Mäzenentum, Urheberrechte, immer wurde eine Lösung gefunden, derzeit sollte sie erneut gesucht werden, statt das Ende des Abendlandes einzuläuten &#8230;</p>
<p>Heute hat ein Journalist eine gute Ausbildung, Geld soll er aber nicht kosten, geschweige denn eine Anstellung. Ein eigener Kopf ist gefragt, solange er dem Chefredakteur gefällt. Für Zusammenhänge ist weder Platz noch Zeit, der Leser hat schließlich ein breites Angebot, mit dem er seinen Tag füllt. Den Standpunkt übernehmen die Leserkommentare, die ungefiltert die Geisteshaltung des Gemeinwesens wiederspiegeln &#8211; nicht immer im Bewußtsein der Verantwortung für das Gemeinwesen. Journalisten könnten auch handeln, nachdem sie beobachtet haben, meine Meinung.Ökonomische Interessen haben sie keine, lassen sich nur gerne zum Essen einladen, das verbucht man jedoch unter kulinarisches Interesse oder Bundespresseveranstaltung. Die Wirklichkeit ist ohnehin nicht mehr abzubilden, weshalb sollte Journalisten gelingen, was kein Künstler mehr vermag? Und Verantwortung zu übernehmen  für das, was man tut, ist eine Lektion, die keiner erteilt in dieser Zeit. Der Staat hilft gerade einem Haufen Verantwortungsloser aus der Scheiße, weshalb sollte irgendeiner bei Verstand daraus schließen, dass er für etwas einzustehen hat?</p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/523/466108/text/">Artikel in der SZ</a> über den Verdacht, dass der Richter des Pirate Bay Protestes einer Lobby-Organisation zum Urheberrechtsschutz angehörte.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>

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