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	<title>theologie-at &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "theologie-at"</description>
	<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 03:15:14 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Gebote ohne Gesetzlichkeit]]></title>
<link>http://alexkupsch.wordpress.com/2008/08/05/gebote-ohne-gesetzlichkeit/</link>
<pubDate>Tue, 05 Aug 2008 13:02:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alex</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wie gesagt lese ich mich gerade durch ein Standardwerk der alttestamentlichen Theologie, Gerhard von]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img src="http://alexkupsch.files.wordpress.com/2008/08/torah-tm.jpg?w=89&#038;h=64" width="89" height="64" alt="torah.jpg" style="float:left;margin-top:1px;margin-right:3px;" /></p>
<p><a href="http://alexkupsch.wordpress.com/2008/07/30/was-ich-wirklich-lese-wenn-ich-zeit-habe/">Wie gesagt</a> lese ich mich gerade durch ein Standardwerk der alttestamentlichen Theologie, Gerhard von Rads &#8220;Theologie des Alten Testaments&#8221;. Der Abschnitt zur Bedeutung der Gebote hat mir besonders gut gefallen, weil er sehr schön zeigt, wie die Wahrnehmung der Gottesgebote durch Israel zunächst meilenweit von dem abweicht, was wir voreilig als &#8220;Gesetzlichkeit&#8221; abtun. Das hat mit folgenden Aspekten zu tun:</p>
<p><strong>Gottes Gebote sind Zeichen seiner Erwählung.</strong><br />
Die Zehn Gebote beginnen ja gar nicht mit einem Gebot, sondern mit einer Selbstvorstellung: &#8220;Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten, aus der Sklaverei, befreit hat.&#8221; Mit der Ausrufung der Gebote über Israel kommt die Bundesbeziehung Gottes zu seinem Volk zu einem vorläufigen Höhepunkt. Weil Gott sich Israel als sein Volk erwählt hat, deshalb gibt er ihm seine Gebote. Und deshalb hat Israel &#8220;die Offenbarung der Gebote als Heilsereignis ersten Ranges verstanden und gefeiert.&#8221; (von Rad, 207)</p>
<p><strong>Gottes Gebote sind Lebenszuspruch.</strong><br />
Die Gebote Gottes wurden von Israel nicht als ewiges Sittengesetz verstanden, sondern als eine konkrete Zuwendung seines Gottes. Indem Jahwe seinen Willen offenbart, eröffnet er seinem Volk einen Lebensraum. In den Geboten zeigt Gott seinem Volk an: So könnt ihr leben, darauf liegt Segen. Dabei ist zu beachten, wie weit der Rahmen durch die Zehn Gebote zunächst gesteckt ist &#8211; das ist keine penible Regelung bis in die kleinsten Details des Alltags, sondern ein Rahmen, der gewisse Eckpunkte beschreibt. Deshalb ist wohl davon auszugehen, &#8220;daß solche Forderungen im Sinne jener &#8216;Tafeln&#8217; als erfüllbar, und zwar als leicht erfüllbar, galten. (&#8230;) Da ist kein Erschrecken oder ein Seufzen wie über eine Last, sondern nur Dank und Lobpreis.&#8221; (von Rad, 209)</p>
<p><strong>Gottes Gebote beziehen den Menschen mit ein.</strong><br />
Die Religionswissenschaft kennt neben den Gesetzestexten des Alten Testaments noch zahlreiche andere, außerisraelitische Rechtssammlungen. Eine Besonderheit des AT ist, dass die Gebote dort <em>Begründungen</em> kennen. Nicht alle aber einige. Es gibt &#8220;theologische&#8221; Begründungen: Das Verbot, Menschenblut zu vergießen, weil der Mensch Ebenbild Gottes ist. Oder &#8220;heilsgeschichtliche&#8221; Begründungen: Am Sabbat auch die Knechte und Mägde und Fremden ruhen zu lassen, weil Gott Israel einst Israel selbst aus der Sklaverei geführt hat, usw. G. von Rad schließt daraus: &#8220;Jahwe will Gehorsam, aber er will Menschen, die seine Gebote und Ordnungen verstehen, d.h. Menschen, die sie auch innerlich bejahen. Es ist ein mündiger Gehorsam, den Jahwe fordert.&#8221; (von Rad, 211)</p>
<p><strong>Gottes Gebote sind beweglich</strong>.<br />
Israel hat den Gotteswillen nicht als starres, unveränderliches Lehrgebäude angesehen (jedenfalls nicht, so von Rad, vor einer gewissen Erstarrung in nachexilischer Zeit). Die Gebote waren stets für eine konkrete geschichtliche Situation gedacht und gesprochen und mussten deshalb in neuen Situationen neu interpretiert und verstanden werden. Vielleicht ist das der springende Punkt, wenn es um Gesetzlichkeit geht: Sind die Gebote Rahmen zur Gestaltung eines Lebensraumes oder verselbständigen sie sich hin zu einer Eigenwelt, die als unantastbar gilt, egal wie fremd sie neuen Situationen gegenüber steht? Wer jetzt übertragend an Themen wie die &#8220;Frauenfrage&#8221; denken möchte, soll das gerne tun&#8230;</p>
<p>Bis heute feiern die Juden übrigens, wie ich gerade lese, das sog. &#8220;<a href="http://www.ikg-wien.at/static/unter/html/re/simchat.html">Simchat Tora</a>&#8220;: Das Fest der Freude über die Tora. Das Gesetz wird in einer Prozession getragen und geküsst, es wird ausgelassen getanzt und optional darf für die Kinder mit Süßigkeiten geschmissen werden. Soviel zur Gesetzlichkeit&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
</div>]]></content:encoded>
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