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	<title>unwort &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/unwort/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "unwort"</description>
	<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 19:28:05 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Brückentechnologie]]></title>
<link>http://tomswochenschau.wordpress.com/2009/11/27/bruckentechnologie/</link>
<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 10:53:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>tom</dc:creator>
<guid>http://tomswochenschau.wordpress.com/2009/11/27/bruckentechnologie/</guid>
<description><![CDATA[Der Begriff &#8220;Brückentechnologie&#8221; meint nicht die Architektur von Brücken, sondern ist ei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><span style="font-size:1.5em;">D</span>er Begriff &#8220;Brückentechnologie&#8221; meint nicht die Architektur von Brücken, sondern ist eine moderne Vokabel aus dem aktuellen Politsprech. Es ist das Lieblingswort der Gelbwurst-Partei, wird aber auch immer gerne bei der Union und anderen Atomlobbyisten in den Mund genommen.<br />
<!--more--><br />
Von schwarz-gelb nach klardeutsch übersetzt soll es bedeuten, dass Kernkraft ein Übergang von umweltschädlicher Energieerzeugung (z.B.Kohlekraftwerke) zu umweltfreundlicher regenerativer Energie ist, also eine &#8220;Brückentechnologie&#8221;. Eine derartige Wortwahl suggeriert, dass Kernenergie nur zur Überbrückung eines relativ schmalen (wobei &#8220;relativ&#8221; noch genauer definiert werden müsste) Zeitfensters genutzt werden soll.</p>
<p>Berücksichtigt man allerdings den Fakt, dass Atommüll, welcher sich aus einem radioaktiven &#8220;Cocktail&#8221; zusammensetzt, nämlich Plutonium &#38; Co, nur mal &#8220;eben kurz&#8221; c.a. 100.000 Jahre in teils maroden Endlagern vor sich hin strahlt, was in etwa der Dauer der gesamten Menschheitsgeschichte entspricht, gehört das Wort &#8220;Brückentechnologie&#8221; als Analogie zur Kernenergie in die Liste der Unwörter des Jahres 2009.  Atomkraft als Brückentechnologie zu bezeichnen, ist ebenso sinnreich wie Brennholzverleih.</p>
<p>Der größte Knaller ist der Profalla, völlig schmerzfrei verkündete er:</p>
<blockquote><p>
Atomstrom ist für die CDU Ökostrom
</p></blockquote>
<p>Jepp, Atomstrom als &#8220;CO2-freundlichen Ökostrom&#8221; zu bezeichnen entspringt der gleichen Logik als würde man Wodka als fettarm anpreisen,&#8230; <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nachdenkliches zum Unwort des Jahres 2009]]></title>
<link>http://hmilz.wordpress.com/2009/11/19/nachdenkliches-zum-unwort-des-jahres-2009/</link>
<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 16:59:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>hmilz</dc:creator>
<guid>http://hmilz.wordpress.com/2009/11/19/nachdenkliches-zum-unwort-des-jahres-2009/</guid>
<description><![CDATA[Viel ist bereits über Vorschläge zum Unwort des Jahres 2009 geschrieben und gebloggt worden. An sich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Viel ist bereits über Vorschläge zum Unwort des Jahres 2009 geschrieben und gebloggt worden. An sich wäre dem wenig hinzuzufügen -  &#8220;me too&#8221; Artikel braucht&#8217;s wirklich nicht in dieser Welt, in der sich jeder nahezu beliebig ausbreiten kann (obwohl &#8211; es bleibt abzuwarten, wie sich das Thema <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31396/1.html" target="_blank">Leistungsschutzrechte</a> darauf auswirken wird).<br />
Trotzdem gibt es neben der <strong>Schweinegrippe</strong> (die keine ist, aber der Regenbogenpresse herrliche Schlagzeilen und damit hohe Auflagen ermöglicht), den <strong>notleidenden Banken</strong> (mir kommen die Tränen &#8212; erst machen sie ihr Spielzeug kaputt und dann kommen sie angeheult &#8220;Mamaaaaaaa&#8221;), die <strong>Abwrackprämie</strong> (da wurden die Leute fürs kaputtmachen vermutlich perfekt funktionierender Spielzeuge bezahlt, also das Gegenteil zu den notleidenden Banken), das <strong>Zugangserschwerungsgesetz</strong>, das den Zugang so schwer gemacht hätte (und <a href="http://www.internet-law.de/2009/10/kommen-die-netzsperren-uber-den-umweg.html" target="_blank">noch nicht vom Tisch</a> ist!), dass einem vor Lachen der Bauch wochenlang weh tat, oder dem <strong>Wachstumsbeschleunigungsgesetz</strong>, dessen Gegen-Wortschöpfung <strong>Wachstumsverhinderungsgesetz</strong> (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=qYmZon8WDIg" target="_blank">Steinmeier</a>) mindestens ebenso sperrig ist, noch einen Begriff, der gerade aus Piratensicht den ganzen Zynismus der Regierenden ausdrückt: <em><strong>systemrelevant</strong></em>.</p>
<p>Wer diesen Ausdruck erstmalig geprägt hat, dürfte heute nur noch schwierig herauszufinden sein. Google <a href="http://www.google.de/search?q=systemrelevant" target="_blank">findet</a> immerhin &#8220;ungefähr 140.000&#8243; Fundstellen. Eine der frühesten Fundstellen stammt vom 21.02.2009 und steht in <a href="http://www.welt.de/welt_print/article3245452/Systemrelevant.html" target="_blank">WELT ONLINE</a>. Danach stammt der Ausdruck vom ehemaligen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück. Die verehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel bemühte diesen Begriff im Zusammenhang mit der von ihr zu der Zeit nicht beabsichtigten Rettung von Opel &#8212; wohl vor allem, weil die SPD das zu ihrem (Wahlkampf-) Thema gemacht hat; oder war sie Überzeugungstäterin? &#8212; Anfang März 2009 und wird in <a href="http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc~E57D1DCF51D894E918D2128A99F356C67~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">FAZ.NET</a> zitiert.</p>
<p>Weiter muss man wohl nicht suchen &#8211; damit haben sich mit die höchsten &#8220;systemrelevanten&#8221; Staatsamtsträger dieses Begriffs bedient. Fehlen nur der Bundespräsident und der Bundestagspräsident &#8212; dass die sich dazu öffentlich geäußert hätten, ist mir nicht bekannt. Aber die bestimmen ja auch nicht lt. Artikel 65 Satz 1 Grundgesetz<em></em> <em></em><strong></strong> die <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2009/richtlinienkompetenz_des_bundeskanzlers.pdf" target="_blank">Richtlinien der Politik</a>.</p>
<p>Was die Regierenden den Regierten damit wohl sagen wollen?</p>
<ul>
<li>Bürger, die sich vielleicht mit dem Häuslebau übernommen haben und nun vor der Privatinsolvenz stehen, weil die Banken nach ihrer Zockerorgie behaupten sie wären klamm, haben das Pech, irrelevant für das System zu sein? Tragische Einzelschicksale.</li>
<li>der Mittelstand, der in Wahlkampfzeiten gerne als &#8220;Stütze der Wirtschaft&#8221; bezeichnet wird und im vergangenen Frühjahr in Sachen Kredite für Überbrückungs-, Zwischen-, Projektfinanzierung in die Röhre schauen musste, so dass am Ende die Arbeitnehmer mittelbar und unmittelbar durch Kurzarbeit und Entlassungen die Last zu tragen haben, ist nun doch system-irrelevant? Ja geht&#8217;s noch?</li>
<li>die Banken (&#8220;die gut gewirtschaftet haben und durch die Krise unverschuldet in Not geraten sind&#8221;, Angela Merkel im Tagesspiegel, <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=3996" target="_blank">2nd source</a>) bekommen Zucker in den Allerwertesten geblasen, damit sie nachher um so schöner weiter machen können und sich beispielsweise anstatt Kredite zu vergeben von den Staatsgeldern, die sie zu 0,5 Prozent bekommen, Staatsanleihen kaufen können, die höher verzinst sind? Aber hallo, Frau Merkel!</li>
</ul>
<p>Was mag das für ein System, für eine Kommunikation sein? Meine unmaßgebliche Meinung: #epicfail.</p>
<p>Nachdenklich,<br />
Euer Pirat.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[(Un-)Wort des Jahres]]></title>
<link>http://docjott.wordpress.com/2009/10/24/un-wort-des-jahres/</link>
<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 13:24:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>DocJott</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Und sagt später nicht, ich hätte es nicht bereits vorhergesagt.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><a href="http://www.google.de/search?q=wachstumsbeschleunigungsgesetz">Wachstumsbeschleunigungsgesetz</a>.</p>
<p>Und sagt später nicht, ich hätte es nicht bereits vorhergesagt.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Künstler brauchen Anerkennung oder Wein ...? Gedichte, die niemand braucht]]></title>
<link>http://kinderhotelzeno.wordpress.com/2009/10/15/kunstler-brauchen-anerkennung-oder-wein-gedichte-die-niemand-braucht/</link>
<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 23:18:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>kinderhotelzeno</dc:creator>
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<description><![CDATA[Seltsamer Titel, aber treffend, wenn man zartbesaitete Künstlerseelen kennt. Empfindsame Menschen si]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Seltsamer Titel, aber treffend, wenn man zartbesaitete Künstlerseelen kennt. Empfindsame Menschen si]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Entschlossen ]]></title>
<link>http://federwelt.wordpress.com/2009/08/26/entschlossen/</link>
<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 12:13:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Federwelt</dc:creator>
<guid>http://federwelt.wordpress.com/2009/08/26/entschlossen/</guid>
<description><![CDATA[Erwischt habe ich mich gerade beim Schreiben. Es ist ein älterer Text, den ich gerade überarbeite un]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Erwischt habe ich mich gerade beim Schreiben. Es ist ein älterer Text, den ich gerade überarbeite und da, da, da steht es, eines meiner Unwörter des Jahrzehnts.</p>
<p style="text-align:center;">ENTSCHLOSSEN</p>
<p>Wie eine heimtückische Salmonelle schleicht es sich überall immer und immer wieder in Texte ein, seien es Berichte, Kurzgeschichten, Romane &#8230; Texte halt.</p>
<p>&#8220;Entschlossen reckte sie ihr Kinn und ging &#8230;&#8221; &#8211; &#8220;Entschlossen griff er zum Colt &#8230;&#8221; &#8211; &#8220;Er warf die angebrochene Cognacflasche entschlossen in &#8230;&#8221; &#8211; &#8220;Er sagte das mit entschlossener Miene&#8230;&#8221; Und so weiter und so fort.</p>
<p>Entschlossen hatte ich, weil genervt, beschlossen, dieses Wort zu ignorieren, egal, wo es mir auch begegnet. Warum?  Weil ich seinen Daseinszweck nicht begreife. Doch ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, was ich hiermit entschlossen verkünde.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Existenz]]></title>
<link>http://tamagothi.wordpress.com/2009/07/30/existenz/</link>
<pubDate>Thu, 30 Jul 2009 02:18:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nachtwaechter</dc:creator>
<guid>http://tamagothi.wordpress.com/2009/07/30/existenz/</guid>
<description><![CDATA[Unter den vielen Bullshit-Wörtern des gegenwärtigen Neusprechs spiegelt wohl kein anderes so sehr di]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img alt="Existenz - Die Fachhochschule Hannover bietet in Kooperation mit hannoverimpuls Workshops zum Thema Existenzgrünung in den kommenden zwei Monaten vom..." height="398" hspace="4" src="http://tamagothi.files.wordpress.com/2009/07/existenz.jpg?w=450&#038;h=398" vspace="4" width="450" /></p>
<p>Unter den vielen Bullshit-Wörtern des gegenwärtigen Neusprechs spiegelt wohl kein anderes so sehr die Tatsache wider, dass dem nicht völlig verwirtschafteten Leben eines Menschen jeglicher Anspruch auf ein Sein abgesprochen wird, wie <em>dieses eine Wort</em> &#8220;Existenzgründung&#8221;.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Opfer]]></title>
<link>http://tamagothi.wordpress.com/2009/07/18/opfer/</link>
<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 23:37:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nachtwaechter</dc:creator>
<guid>http://tamagothi.wordpress.com/2009/07/18/opfer/</guid>
<description><![CDATA[Ein &#8220;hübsches&#8221; Beispiel dafür, wie im Streben der heutigen Blendredner nach kaltem Schön]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ein &#8220;hübsches&#8221; Beispiel dafür, wie im Streben der heutigen Blendredner nach <em>kaltem</em> Schönsprech angesichts des Üblen der irrationale Unfug längst überwundener Zeiten neu geboren wird, ist das deutsche Wort &#8220;Opfer&#8221;.</p>
<p>In seiner ursprünglichen Bedeutung meinte dieses Wort einen Abwehrzauber durch eine bewusste, die Schrecken des Schicksals vorauseilend vorwegnehmende Gabe an irgendwelche personal, nach dem Vorbilde des Menschen gedachten Weltenlenker, die sich mit dem &#8220;freiwillig&#8221; gegebenen Opfer als eine Art &#8220;Schutzgeld&#8221; besänftigen lassen und begnügen sollten und deshalb im Angesichte des Geopferten nicht den dräuenden Schaden über die Gemeinschaft der Menschen ergießen sollten. Wie sehr die so bedienten Gottheiten im Zuge einer solchen Frömmigkeit zum Widerspiegel der Willkür der menschlichen Herrschaft gerieten (und auf diesem Wege die Herrschaft vergöttlichten) und wie sehr ein solcher <em>magisicher Aberglaube</em> zum <em>Zement der Herrschaft</em> und ihres willkürlichen Gewaltanspruches taugt, wird durch bloßes Betrachten offenbar. Untrennbar mit diesem Konzept verbunden ist in einer christlich geprägten Gesellschaft die auf Paulus zurückgehende theologische Konstruktion, dass Jesus aus Nazaret sich stellvertretend für alle daran Glaubenden am Galgen geopfert habe und ihren Tod auf sich genommen habe, damit diese leben können, ja, in Erfüllung narzisstischer Süßträume ewiglich leben können.</p>
<p>Der moderne, nur scheinbar sachliche Ge- und Missbrauch dieses Wortes ist ein <em>völlig anderer</em> und dient <em>nur zur Verblendung</em> der Lesenden und Hörenden. Wenn immer die <em>Gewalt</em> &#8212; sei es die menschliche Gewalt des Alltags in einem Wettbewerb jedes Menschen gegen jeden Menschen auf einem Schlachtfeld voller Überfluss und auch jene vor allem im Maßstab monströsere Gewalt des Krieges oder aber auch das wuchtige Ablaufen natürlicher Prozesse, das man eine Katastrophe heißt &#8212; aus Menschen Geschädigte und Getötete macht, so wollen die Blendredner das <em>klare Sprechen und Schreiben</em> von Geschädigten und Getöteten <em>vermeiden</em>, weil es bei den Hörenden einen zu deutlichen Eindruck der Tatsächlichkeit des Geschehens hervorruft und im so geweckten Hirne vielleicht auch immer wieder einmal die Frage nach den Gewalttätern und ihren persönlichen Vorteilen oder nach der <em>Hilflosigkeit des nützlichen Gottes im Dienste dieser Gewalttäter</em> weckt. Solche Fragen sind schädlich für die eingeforderte <em>Verherrlichung</em> der Gewalt. Da kommt den Blendrednern der <em>classe politique</em> und den von ihnen in Brot gehaltenen Speichelleckern in Glotze und Journaille die Möglichkeit eines solchen sprachlichen Rückgriffes auf das psychische Material magischer Konzepte gerade recht, und sie ernennen die geschädigten und getöteten Menschen kurzer Hand zu Opfern. Dass ihre pfäffischen Schergen von der Judaskanzel hinweg weiterhin das Wort im älteren, primitiv-magischen Sinne gebrauchen, passt prächtig in die Absicht des sprachlichen Gewaltverberges. Und. Führt im Kontext einer christlich durchjauchten Gesellschaft zu der durchaus erwünschten, vorbewussten und doch psychisch wirkmächtigen Auffassung vieler Menschen, dass sie nicht mehr zu Betroffenen der Gewalt werden können, weil andere ja an ihrer Stelle zu Opfern geworden sind &#8212; die latente Entsolidariserung, die sich mit diesem <em>mindfuck</em> verbindet, ist dabei ein zusätzlicher Gewinn für die Profiteure der Gewalt.</p>
<p>Den wenigsten Menschen ist diese Manipulation durch Sprache <em>bewusst</em>. Doch wer mit offenen Ohren durch die Straßen geht, kann hören, dass sich zumindest bei den Pubertierenden eine dumpfige Einsicht regt, denn diese nehmen sich das umgepresste Wort &#8220;Opfer&#8221; und verwenden es unter sich genau so böse, wie die Sprecher des undeutlichen Deutsch und Gutsprecher der Gewalt böse sind. &#8220;Opfer&#8221; gilt unter ihnen als derbes Schimpfwort, und es wird auch gern einmal als Adjektiv verwendet, um etwas herabzuwürdigen &#8212; &#8220;<em>Wie opfer ist das denn</em>?!&#8221; meint keineswegs die Haltung eines Menschen, der sich in der gern geforderten und moralisch verherrlichten Form für andere hergibt, sondern einen Zustand von Schwäche, Ausgeliefertsein und völliger Wehrlosigkeit gegenüber der erlittenen Gewalt. Das Unbewusste der so sprechenden, jungen Menschen hat sehr genau aufgefasst, was mit der Sprache und auf diesem Weg auch mit dem Denken der Sprechenden angestellt werden soll.</p>
<p><em>Mit Gruß an Tugrul</em></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Reichtum und wohlstand]]></title>
<link>http://schwerdtfegr.wordpress.com/2009/06/17/reichtum-und-wohlstand/</link>
<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 22:50:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>124c41</dc:creator>
<guid>http://schwerdtfegr.wordpress.com/2009/06/17/reichtum-und-wohlstand/</guid>
<description><![CDATA[Und ich spreche als bettelnder, obdachloser künstler zu dem menschen, der sich um alles andere kümme]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Und ich spreche als bettelnder, obdachloser künstler zu dem menschen, der sich um alles andere kümmert und mich verachtet: &#8220;Zeig du mir einmal deinen &#8216;reichtum&#8217; und deinen &#8216;wohlstand&#8217; ohne glück und ohne taten, und ich will dir aus meinem glück und aus meinen taten den reichtum und wohlstand in meinem leben zeigen, den du nicht siehst.&#8221;</p>
<p>Und dieses mein sprechen, es könnte irgendwann der grund sein, dass man mich und meinesgleichen einfach elimiert; erschießt oder für verrückt erklärt und wegsperrt und kriminalisiert und verknastet. Da lebe ich.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Daten und Vernunft]]></title>
<link>http://wwwut.wordpress.com/2009/03/23/daten-und-vernunft/</link>
<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 17:19:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>124c41</dc:creator>
<guid>http://wwwut.wordpress.com/2009/03/23/daten-und-vernunft/</guid>
<description><![CDATA[Das bestwirksame Brechmittel des heutigen Tages kann (oder konnte) im Videotext des BRD-Staatsfernse]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Das bestwirksame Brechmittel des heutigen Tages kann (oder konnte) im Videotext des BRD-Staatsfernsehens ARD nachgelesen werden. (auf Seite 127, Stand 23. März, 12.50 Uhr)</p>
<blockquote>
<p>Die Bundestagsfraktionen von Union und SPD wollen den Gesetzentwurf der Regierung gegen Datenmissbrauch entschärfen. [...] Zuvor hatte bereits SPD-Verbraucherschützer Zöllmer eine vernünftige Lösung gefordert. Verlage, Versandhändler, Direktbanken und -versicherer wollen den Gesetzentwurf stoppen, wonach sie Kundendaten nur noch mit schriftlicher Genehmigung der Verbraucher weitergeben dürften.</p>
</blockquote>
<p>Werte Volkszertreter im Reichstage (<em>vertreten</em> tut ihr den größeren Teil der Menschen in Deutschland, jene, die nicht zu den Besitzenden und ihren Erben gehören, ja schon lange nicht mehr),</p>
<p>es ist einmal mehr faszinierend, für welche Zwecke ihr den zu Recht in hohem Ansehen stehenden Begriff von der Vernunft zuweilen in den Dreck und in die Scheiße zieht. Da macht eure Regierung einmal ein Gesetz, das verbreiteten Nöten einer immer mehr in jeder Äußerung ihres Daseins verwirtschafteten Bevölkerung der BRD begegnet; ein Gesetz, dem man vielleicht noch vorhalten könnte, das es nicht weit genug ginge; und ihr pustet mit dümmlicher Dreistigkeit in die Medien &#8212; sicherlich, nachdem ihr mit gewissen Wirtschaftsvertretern ein bisschen geplauscht und vielleicht auch den einen oder anderen Vorteil für euch vereinbart habt &#8212; dass es sich dabei um etwas &#8220;Unvernünftiges&#8221; handele. Nein, ganz so direkt sagt ihr es dann doch nicht, ihr faselt davon, dass eine &#8220;vernünftige Lösung&#8221; gefunden werden muss.</p>
<p>Es scheint für so ein mieses, korruptes Pack wie euch ja völlig <em>unvernünftig</em> zu sein, wenn das Recht der Menschen auf informationelle Selbstbestimmung so ernst genommen wird, dass irgendwelche Daten aus Kundenkontakten nicht einfach so, ohne eine formelle und nicht versehentlich zu erteilende Einwilligung der betroffenen Menschen, weiter gegeben werden dürfen. Da können eure menschenverkaufenden Freunde aus der Wirtschaft ja gar kein vernünftiges Geschäft mehr mit diesen Daten machen. Und deshalb wollt ihr so einen Gesetzentwurf stoppen und durch einen &#8220;vernünftigen&#8221; ersetzen, damit auch endlich wieder so richtig g’scheit die Judasgroschen fließen, wenn eure Kundenverkäufer die erhobenen Daten nicht nur für die eigenen Geschäfte nutzen können, sondern sie auch fröhlich und ohne besondere Auflagen verramschen können. Als ob hier in der BRD noch nicht genug Menschen durch ein monströses und zuweilen gar kriminelles Marketing abgezockt und betrogen worden sind. Schön, dass so einmal mehr klar wird, welchem Abschaum ihr jeden Tag mit eurer P’litik dient, und wessen Interessen ihr jeden Tag mit eurer P’litik an den Meistbietenden verscherbelt.</p>
<p>Alle reden von der P’litikverdrossenheit (die übrigens vor allem eine allgemeine und völlig verständliche Verdrossenheit wegen der P’litiker ist). Ihr macht sie.</p>
<p>Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fragen zur Finanzkrise]]></title>
<link>http://polilog.wordpress.com/2009/02/17/fragen-zur-finanzkrise/</link>
<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 15:00:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dominik</dc:creator>
<guid>http://polilog.wordpress.com/2009/02/17/fragen-zur-finanzkrise/</guid>
<description><![CDATA[Während ich mir zurzeit eine genussvolle Auszeit nehme, mich mit Freunden treffen und die letzten Se]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Während ich mir zurzeit eine genussvolle Auszeit nehme, mich mit Freunden treffen und die letzten Seiten von Robert Misiks (wirklich lesenswerten) Buch &#8220;<em>Politik der Paranoia &#8211; Gegen die neuen Konservativen</em>&#8221; lese, tauchen immer und immer wieder Fragen zu meinem persönlichen Unwort des letzten, des heurigen und des kommenden Jahres auf: der Finanzkrise.</p>
<p>War schon die Börse an sich für mich ein vollkommen unverständliches Unding, gegen welches ich mich von Anfang an zu sträuben begann, ist die aktuelle Krise, welche ich bis vor kurzem vollkommen unterschätzt habe (ich dachte, nur Amerika wäre wirklich schlimm davon betroffen, Österreich würde nur ganz leicht gestreift werden) ein riesiger Fragenpool.</p>
<ol>
<li>Milliarden um Milliarden [weltweit mehrere Billionen Dollar/Euro (glaubte man eigentlich jemals, dieses Wort im Kombination mit einer Währung nennen zu müssen)] pumpen die Industriestaaten in ihre Wirtschaft. Konjunkturpakete nennen sie sie, und dadurch möchte man die größte Gefahr übergehen. Doch was, wenn all das nicht fruchtet? Die USA haben schon jetzt ein Budgetloch und wären nach einem misslungenen Konjunkturpaket bankrott. Was wäre dann?</li>
<li>Hat eigentlich noch kein einziger Politiker Robert Misiks Buch gelesen? Es beschreibt wunderbar meine Ansichten und wäre ein guter Ratgeber für die Finanzkrise (und gegen die neuen Konservativen). Warum wird zurzeit so viel Geld in die Wirtschaft hineingesteckt (vor allem in Konzerne, die für all diesen Mist heute zuständig sind), und nicht in den Sozialstaat? Warum erhöht man nicht das Arbeitslosengeld, wo bleibt das Grundeinkommen? Warum nimmt man sich jetzt nicht die Zeit und das (im Überschuss verbutterte Geld) um den Sozialstaat (in Österreich) von Grund auf zu erneuern und zu verbessern? Um die Schere zwischen Reich und Arm wieder etwas zuschnappen zu lassen? Sind denn alle Politiker so blind? Oder so verdammt konservativ?</li>
<li>Warum geht man bei staatlichen Konzernen nicht einfach so weit, vollkommen missratene Manager wie Ötsch oder Wrabetz fristlos zu kündigen und einfach mal ganz frech gegen das Recht zu verstoßen. Sie sollten einfach mal versuchen, ihre &#8220;Abfindung&#8221;, die Prämie für ihren &#8220;Erfolg&#8221; als Manager zu verlangen: die Öffentlichkeit schafft es vielleicht genauso wie bei dem Doch-nicht-Weihbischof Wagner, ihn wieder in die Versenkung zurückzudrängen. </li>
<li>Was, wenn die ganze Weltwirtschaft nicht nur zusammenbricht (das ist sie zurzeit beinahe schon zu einem großen Teil), sondern explodiert. Und man mit einer neuen Zeitrechnung beginnen muss? Und plötzlich wieder alle Länder Entwicklungsländer sind?</li>
<li>Wie groß ist die Finanzkrise nun wirklich? In der aktuellen <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1234507096861">FS Misik Folge</a> beginnt er mit den Horrorszenarien, die schrecklich klingen, aber möglicherweise schon bald real sein könnten. Politiker sprechen von einem Ende Mitte bis Ende 2010. Andere meinen, dass erst in der Mitte des nächsten Jahrzehnt von einem neuen Aufschwung zu sprechen sein kann. Sprecht euch doch bitte mal ab, und erklärt mir ganz nüchtern, wie es denn nun um die Weltwirtschaft steht. Zurzeit schmückt mein Kopf diese unwohle Gefühl des gefährlichen Halbwissens!</li>
<li>Und wie und warum muss eine Wirtschaft ständig wachsen? Wie ist es möglich, dass jährlich die Wirtschaft um so und so viele Prozente stieg und warum ist ein Minus von 1 Prozent so schrecklich? Gibt es denn keine Grenze nach oben? Und war nicht absehbar, dass ein rasantes Wirtschaftswachstum irgendwann ein Ende haben muss?</li>
<li>Und wie &#8211; verdammt noch mal &#8211; funktioniert die Börse? (Ich bitte um Erklärungen, als würde man es einem Kindergartenkind erklären: wie spekuliert man? Was ist ein DAX, ATX, Nasdaq?)</li>
</ol>
<p>Fragen über Fragen. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass ich mich damit an die Öffentlichkeit wende. Vielleicht kann mir jemand eine Antwort darauf geben. Ich wäre zumindest jedem, der sich die Mühe macht, darüber nachzudenken, sehr verbunden.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Platz 1 an die „Notleidenden Banken“]]></title>
<link>http://blog.toptarif.de/2009/01/22/platz-1-an-die-%e2%80%9enotleidenden-banken%e2%80%9c/</link>
<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 15:42:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>toptarif</dc:creator>
<guid>http://blog.toptarif.de/2009/01/22/platz-1-an-die-%e2%80%9enotleidenden-banken%e2%80%9c/</guid>
<description><![CDATA[Die Banken dieser Welt haben es schwer. Niemand hat ihnen erklärt, dass es vielleicht keine so gute ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Die Banken dieser Welt haben es schwer. Niemand hat ihnen erklärt, dass es vielleicht keine so gute ]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[wortklauberei (21)]]></title>
<link>http://schreibschrift.wordpress.com/2009/01/21/wortklauberei-21/</link>
<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 13:51:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>christof</dc:creator>
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<description><![CDATA[unwort des jahres: &#8220;notleidende banken&#8221; selten spricht einem eine nominierung so aus dem]]></description>
<content:encoded><![CDATA[unwort des jahres: &#8220;notleidende banken&#8221; selten spricht einem eine nominierung so aus dem]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Notleidende Banken]]></title>
<link>http://buchstaeblich.wordpress.com/2009/01/20/notleidende-banken/</link>
<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 13:15:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>buchstaeblich</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8230; so lautet das Unwort des Jahres 2008. Es geistert gerade durch alle Medien, ich wähle als Ta]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>&#8230; so lautet das <em>Unwort des Jahres 2008</em>.<br />
Es geistert gerade durch alle Medien, ich wähle als Tageskandidaten fürs Zitiertwerden via Losverfahren die <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,3961871,00.html">Deutsche Welle</a>.</p>
<p>So ganz schlecht finde ich die Wahl nicht, da der Begriff impliziert, in leeren, ungeheizten Tresorräumen seien arme Kassierer bei Wasser und Brot eingesperrt, und abgehärmte Bänker und andere Zocker stünden an Ecken in Fußgängerzonen, barfuß und halbnackt in Lumpen, während der Wind ihnen das Vaterunser durch die Rippen pfeift.</p>
<p>Und das entspricht nun einmal nicht so ganz den Tatsachen, nicht wahr?</p>
<p>Der <a href="http://duenenwanderer.wordpress.com/2009/01/20/reis-fur-notleidende-banken/">Dünenwanderer</a> ist übrigens auch tief bewegt!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Obamas Vogelschau]]></title>
<link>http://duenenwanderer.wordpress.com/2009/01/20/obamas-vogelschau/</link>
<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 11:51:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dünenwanderer</dc:creator>
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<description><![CDATA[28500000 &#8211; achtundzwanzigeinhalb Millionen &#8211; ist eine durchaus stolze Zahl, finde ich. U]]></description>
<content:encoded><![CDATA[28500000 &#8211; achtundzwanzigeinhalb Millionen &#8211; ist eine durchaus stolze Zahl, finde ich. U]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Gastbeitrag: „Wir begreifen die Wege des Himmels nicht!“ Wackenroder weiß Weises]]></title>
<link>http://vizekoenigin.wordpress.com/2008/12/20/gastbeitrag-%e2%80%9ewir-begreifen-die-wege-des-himmels-nicht%e2%80%9c-wackenroder-weis-weises/</link>
<pubDate>Sat, 20 Dec 2008 10:40:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>vizekönigin</dc:creator>
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<description><![CDATA[Heute ist andersrum. Das Unwort kommt im Rahmen von Konnas Blogjulklapp-Aktion mit einem wunderbaren]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Heute ist andersrum. Das Unwort kommt im Rahmen von <a href="http://konna.pytalhost.de/2008/11/11/blogjulklapp-2008-es-geht-wieder-los/" target="_blank">Konnas Blogjulklapp-Aktion</a> mit einem wunderbaren Gastbeitrag bei mir zu Wort. Danke dafür, ich hab mich sehr amüsiert! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1188" title="blog-julklapp" src="http://vizekoenigin.wordpress.com/files/2008/12/blog-julklapp.jpg" alt="blog-julklapp" width="251" height="72" /><br />
Was uns Menschen hauptsächlich von Tieren wie Wildschweinen oder Seepocken unterscheidet, ist unsere Fähigkeit, zu sprechen. Wir können mit unseren Mitmenschen kommunizieren, und zwar verbal. Manchmal funktioniert es ganz gut, manchmal eher weniger.</p>
<p>Wir Menschen sind auch so stolz auf unsere Sprachfähigkeit, dass wir einerseits extra ein eigenes Wort erfunden haben, um diese unsere Sprachfähigkeit zu beschreiben (langage, und nein, es fehlt kein u), und andererseits etwa 6500 verschiedene Sprachen erfunden haben, just for the fun of it.</p>
<p>Eigentlich haben es die Wildschweine da besser, wenn man mal drüber nachdenkt. Denn wenn ein westeuropäisches Wildschwein unvermutet auf ein Wüstenwarzenschwein trifft, gibt es keine Kommunikationsprobleme: &#8220;Grunz&#8221; versteht jedes Schwein, ob borstig oder warzig. Seepocken haben bisher ebenso wenig über Kommunikationsprobleme geklagt, was vermutlich daran liegt, dass sie nicht reden, also auch keine Kommunikationsprobleme kennen; und wenn sie sie kennten, könnten sie sich nicht beklagen, weil sie nicht reden können. Ein teuflischer Kreis.</p>
<p>Menschen jedoch können sowohl reden als auch klagen. Und beides tun sie viel, oft und gern.<br />
Nun gibt es bei Menschen die Unsitte, sich selbst besonders toll zu finden. Und wenn man schon sich selbst nicht besonders toll finden kann, weil man möglicherweise erkannt hat, dass man nicht toll ist , findet man eben andere Menschen toll, weil sie etwas Tolles gesagt haben. Zum Beispiel &#8220;Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast&#8221;. Ja, der Churchill ist schon ein schlauer Kerl&#8230; Oder &#8220;Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.&#8221; Hach, Einstein. Ist er nicht weise?</p>
<p>Diese Leidenschaft für das Gesagte besonders intelligenter Leute erstreckt sich auch blindlings auf Zitate, die lediglich leidlich intelligent klingen und zumeist von Menschen stammen, die kein Schwein (&#8220;Grunz!&#8221;) kennt (und auch keine Pocke):</p>
<ul>
<li>„Wir begreifen die Wege des Himmels nicht“ (Wilhelm Wackenroder)</li>
<li>„Viele Scheidungen sind die Folge einer Mid-Wife-Chrisis“ (Kuno Klaboschke)</li>
<li>„Wenn man sich nicht mehr wehren kann, dann ist es Liebe“ (Martin Viertel)</li>
</ul>
<p>Besonders letzteres erstickt geradezu an seiner eigenen Überflüssigkeit, klingt aber trotzdem unglaublich weise. Ach, muss dieser Herr Viertel toll sein&#8230;</p>
<p>Die blinde Zitateliebe geht so weit, dass der handelsübliche Leser nicht mal mehr unterscheiden kann und vor allem auch gar nicht mehr will, ob ein Zitat nun echt ist oder nicht. Ich habe vor ein paar Monaten auf meinem <a href="http://www.das-unwort.de/" target="_blank">Blog</a> ein Zitate-Widget eingefügt, in dem ich einige Weisheiten veröffentlicht habe. Es scheint niemandem aufgefallen zu sein, dass diese Zitate ebenso erfunden waren wie ihre angeblichen Verursacher. Ich schwadronierte:</p>
<ul>
<li> &#8220;Freunde können schweigen und gleichzeitig unglaublich viel sagen.&#8221; (Frieder Semmund)</li>
<li> &#8220;Wo du gehst, ist der Weg.&#8221; (Johannes Alterhusser)</li>
<li> &#8220;Das Wesen eines Menschen kann man nicht fotografieren, sondern nur beschreiben. Was ist also mächtiger: das Bild oder das Wort?&#8221; (Miroslav Hrondcek)</li>
<li>&#8220;Das Glück ist nur deshalb so schwer zu finden, weil es kleiner ist, als man es gerne hätte.&#8221; (Julius Wurger)</li>
</ul>
<p>Für einige der Zitate bekam ich sogar Lob: Das sei doch wirklich schön, was da steht. Mag ja sein: Nur ist es von mir. Ist es dadurch weniger schön?</p>
<p>Nicht? Aber es käme Ihnen schon komisch vor, wenn ich auf meinem eigenen Blog Zitate von mir veröffentlichte, oder?</p>
<p>Eben.</p>
<p>Nicht mal bei folgendem Zitat, mit dem ich den Versuch eigentlich beenden wollte, hat sich jemand beklagt:</p>
<ul>
<li>&#8220;Du wirst deine Ziele erreichen, wenn du ganz fest an dich glaubst &#8211; und hart arbeitest.&#8221; (Jens Knobloch)</li>
</ul>
<p>Und das ist ja nun wirklich platter als Nordfriesland jemals war. Und glauben Sie mir: Ich weiß, wie flach Nordfriesland ist, ich wohne nämlich nebenan.</p>
<p>Die Bereitschaft der Menschen, etwas zu akzeptieren, wenn man es in wabernde, wohlklingende Weisheiten webt, scheint unergründlich.</p>
<p>Lassen Sie mich also schließen mit einem beliebten Zitat des weisen Handwerkermeisters Jens S. Nargel: &#8220;Das Leben ist wie Fliesenlegen: Irgendwann greift jeder zum Hammer.&#8221;</p>
<p>Unwort des Tages: &#8220;Wir begreifen die Wege des Himmels nicht.&#8221;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Macht mit: Lebensmensch zum Unwort des Jahres wählen]]></title>
<link>http://rotersalon.wordpress.com/2008/10/20/macht-mit-lebensmensch-zum-unwort-des-jahres-wahlen/</link>
<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 10:01:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>denkerschmiede</dc:creator>
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<description><![CDATA[Auf http://www-oedt.kfunigraz.ac.at/oewort/ kann wie gewohnt über die (Un-)Wörter des Jahres abgesti]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Auf http://www-oedt.kfunigraz.ac.at/oewort/ kann wie gewohnt über die (Un-)Wörter des Jahres abgesti]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Was ist "normal" ?]]></title>
<link>http://minimumbrain.wordpress.com/2008/09/15/was-ist-normal/</link>
<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 04:21:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>Felix Becker</dc:creator>
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<description><![CDATA[Folgende Zeilen stellen eine Texterörteung aus dem Jahre 2001 dar. Wohlgemerkt, der Text (vermutlich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>Folgende Zeilen stellen eine Texterörteung aus dem Jahre 2001 dar. Wohlgemerkt, der Text (vermutlich von Hans Magnus-Enzensberger) der der Aufgabe zugrunde lag, wird mit keinem Wort erwähnt. Trotzdem fiel die Benotung den Umständen entsprechend gut aus.</em></p>
<p>Deutschland unter dem Regime Hitlers war ein Ort zu einer Zeit, als man nicht mit Gewissenheit sagen konnte, dass einem das eigene Leben sicher war, selbst als &#8220;Urdeutscher&#8221;. Um nicht aufzufallen passte man sich der öffentlichen Meinung an. Man nahm sie als die eigene Meinung an. Selbstverrat war der Preis um zu den &#8220;Gewinnern&#8221; zu gehören, denn Widerstand war die ungleich schwerere Alternative dazu den rechten Terror gewähren zulassen.</p>
<p>Am Anfang stehen die Gewohnheiten und die Einteilung in gut und schlecht anhand dieser &#8220;Norm&#8221;, die als Hemmschuh für jeden Fortschritt wirkt, denn &#8220;was der Bauer nicht kennt, das ißt er auch nicht&#8221;. Aber die Ausgrenzung im größeren Maßstab und die Definition des &#8220;Normalen&#8221; erfolgt durch Tugenden, die wir uns nur all zu gern selbst anheften und Erwartungen, die wir nur schwer halten können an uns selbst stellen. Zum einen durch die Leitkultur, wie sie die Republikaner im Wahlkampf zum Landtag anführten. Doch wer kann schon von sich behaupten, zu der Gesellschaft zu gehören, die er so überzeugt verteidigt ? In den seltensten Fällen handelt doch ein Anhänger einer solch fragwürdigen politischen Gruppierung aus reiner Überzeugung. Vielmehr steht ein Ansehen im Vorderdrund, dass es zu erlangen gilt, wie der Spießbürger, der seinen Garten nicht für sich, sondern für die Nachbarn pflegt. Man will zu einer Gesellschaft gehören, die sich ihre Zwänge selbst auferlegt. Und dabei bleiben Menschen auf der Strecke. So war zum Beispiel ein Punkt im Parteiprogramm der &#8220;Reps&#8221; eine Klassenaufteilung in gute und schlechte Schüler, von Ausländerklassen ganz zu schweigen.</p>
<p>Die oberflächliche Betrachtung der Sachverhalte ist Bestandteil &#8220;öffentlichen Meinung&#8221;. Und Punks, Homosexuelle, ausländische Mitbürger oder Behinderte bieten für solche subjektiven Beurteilungen eben eine große Angriffsfläche.</p>
<p>Manch einer würde nach der letzten Landtagswahl für die CDU stimmen, auch wenn er bei der Wahl selbst einer ganz anderen Partei seine Stimme gegeben hat und folgt so einem Herdentrieb der nur die Schwachheit der Menschen zeigt. Diese primitive Denkweise, das Offensichtliche nicht zu hinterfragen, es als solches zu akzeptieren und das irrationale Bedürfnis sich immer mit dem gerade stärkeren zu koalieren führt aber weg von einem Umfeld der Toleranz.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Unwort des Tages]]></title>
<link>http://daronn.wordpress.com/2008/07/23/unwort-des-tages/</link>
<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 14:18:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>daRONN</dc:creator>
<guid>http://daronn.wordpress.com/2008/07/23/unwort-des-tages/</guid>
<description><![CDATA[Wenn mir eine Behörde mitteilt, sie hätte Forderungen gegen einen Insolvenzschuldner, die aus dem Ei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p style="text-align:justify;">Wenn mir eine Behörde mitteilt, sie hätte Forderungen gegen einen Insolvenzschuldner, die aus dem Eigenanteil für den</p>
<p style="text-align:center;"><strong>Schülerspezialverkehr</strong></p>
<p style="text-align:justify;">resultieren, dann macht mich dieses Wort durchaus nachdenklich. Ist das mit dem Spezialverkehr in Verbindung mit Minderjährigen nicht irgendwie verboten oder verbietet sich von selbst?! Oder habe ich einfach nur wieder zu wirre Gedanken? Wohl Letzteres&#8230; &#8216;tschuldigung!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Notleidende Banken ...]]></title>
<link>http://auslassungspunkte.wordpress.com/2009/01/20/notleidende-banken/</link>
<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 09:20:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>be|es|ha</dc:creator>
<guid>http://auslassungspunkte.wordpress.com/2009/01/20/notleidende-banken/</guid>
<description><![CDATA[&#8230; wurde mit folgender Begründung zum Unwort des Jahres 2008 gekürt: Das Verhältnis von Ursache]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>&#8230; wurde mit folgender Begründung zum <a class="wpGallery" href="http://www.unwortdesjahres.org/" target="_blank">Unwort des Jahres 2008</a> gekürt:</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">Das Verhältnis von Ursachen und Folgen der Weltwirtschaftskrise wird rundweg auf den Kopf gestellt.</p>
<p class="MsoNormal"><!--more weiterlesen--></p>
<p class="MsoNormal">Während die Volkswirtschaften in ärgste Bedrängnis geraten und die Steuerzahler Milliardenkredite mittragen müssen, werden die Banken mit ihrer Finanzpolitik, durch die die Krise verursacht wurde, zu Opfern stilisiert.</p>
</blockquote>
<p>Als aussichtsreicher Anwärter für 2009 bringt sich dieses schon in Stellung:</p>
<div id="attachment_903" class="wp-caption aligncenter" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-903" title="konjunkturpaket" src="http://auslassungspunkte.wordpress.com/files/2009/01/konjunkturpaket.jpg" alt="© Paket: Rainer Sturm/pixelio " width="200" height="152" /><p class="wp-caption-text">© Paket: Rainer Sturm/pixelio </p></div>
</div>]]></content:encoded>
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