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	<title>von-daniie &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/von-daniie/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "von-daniie"</description>
	<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 14:40:08 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Vorüberlegungen]]></title>
<link>http://daniievalente.wordpress.com/2009/09/29/voruberlegungen/</link>
<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 05:51:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>Juli</dc:creator>
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<description><![CDATA[irgendwann zwischen, neben, bei: 24. und 25. September 2009 Neue Mitteilungen: &#8220;Sitze im Zug.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>irgendwann zwischen, neben, bei: 24. und 25. September 2009</p>
<p>Neue Mitteilungen:  &#8220;Sitze im Zug.&#8221; Die überschwänglichen Freude hält ungefähr so lange, bis meinem Kopf wieder genügend Sauerstoff zugeführt wird und mir einfällt, dass das kommende Wochenende bereits anderweitig verplant wurde. Einmal im Jahr schafft es meine Familie, mütterlicherseits, zusammenzutreffen. Ob im eigenen Heim, einem gemütlichen Gasthof oder einem Hotel mit Halbpension, das Programm lässt sich meist voraussehen und mit dem Schlussapplaus zerstreuen sich die Wege wieder. Also wechseln meine Gefühle und meine Gesichtsfarbe innerhalb von einer Minute noch ein weiteres Mal und mit ein wenig mehr als nötiger Reserviertheit beende ich das Gespräch. Du kannst ja auch nichts dafür, dass du nur vier Tage ohne die Liebsten ausgehalten hast und die meinen mich dieser Tage aus der Stadt beordern.  So setze ich denn meinen Weg fort und bin mit dem nächsten erwachen genauso frustriert, wie am Morgen zuvor. Im Traum war er mir wieder erschienen, mal so, wie ich ihn kenne, mal in veränderter Form und dann wieder ganz der meine. Sobald ich die Augen aufschlage, ist er Weg und nur das Gefühl bleibt. Es ist so, als wäre er die ganze Zeit bei mir, würde über mich wachen, mich zum lachen bringen und mich trösten. Wie töricht! Eine Rückkehr in die Heimat rückt so immer weiter nach hinten hinaus, ein Ausflug aus der Stadt wirkt plötzlich verlockend. Im Gepäck eine Stimme, die mich seit einigen Wochen nicht mehr loslässt, die Musik, die mich verleitet, begleitet und hineinreitet, in Trauer, Freude, Belustigung und einem erhobenen Haupt, mit dem ich allem entgegensehe und nicht darüber nachdenke, was ich nicht habe, sondern daran glauben lässt, dass ich alles kann. Danke Clueso. Als dann, so beginnt das Wochenende, wir werden sehen, was es bringt…</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ich weiß es nicht]]></title>
<link>http://daniievalente.wordpress.com/2009/03/18/ich-weis-es-nicht/</link>
<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 17:32:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniie Valente</dc:creator>
<guid>http://daniievalente.wordpress.com/2009/03/18/ich-weis-es-nicht/</guid>
<description><![CDATA[Ein langer Gang, zu viele Fenster; ganz sicher nicht unzählbar Wie viele es sind, weiß ich nicht. Be]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ein langer Gang,<br />
zu viele Fenster; ganz sicher nicht unzählbar<br />
Wie viele es sind, weiß ich nicht.</p>
<p>Belebte Straßen, gefüllte Gehwege<br />
Hektische Bürger, auf dem Weg zu Bus oder Bahn<br />
Wohin ich geh, weiß ich nicht.</p>
<p>Eine Band steht auf der Bühne,<br />
ein Pulk an Menschen, es ist heiß und ich mittendrin<br />
Was ich da mache, weiß ich nicht.</p>
<p>Die Töne erklingen, die Masse bewegt sich<br />
ich bleibe stehen; unbewegt<br />
Warum ich nichts höre, weiß ich nicht.</p>
<p>Da spielt eine Melodie in meinem Kopf<br />
Eine Stimme, dich mich lahmstellt, nicht sprechen lässt<br />
und Selbstdenken ausschaltet.</p>
<p>Ich erkenne dich, du siehst mich deutlich<br />
unsere Blicke kreuzen einander<br />
Die Tanzenden reißen uns auseinander</p>
<p>Wo du jetzt bist, ich weiß es nicht.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fragen]]></title>
<link>http://daniievalente.wordpress.com/2009/03/12/fragen-2/</link>
<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 19:08:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniie Valente</dc:creator>
<guid>http://daniievalente.wordpress.com/2009/03/12/fragen-2/</guid>
<description><![CDATA[Wie weit sind Vernunft und Herz voneinander getrennt? Was bedeutet dir ein Kuss und eine Nacht? Wohi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wie weit sind Vernunft und Herz voneinander getrennt?<br />
Was bedeutet dir ein Kuss und eine Nacht?<br />
Wohin wirst du gehen, wenn du wieder erwacht bist?<br />
Wer wird dir noch Freund und wer Freind sein?<br />
Wirst du dich selbst noch ertragen können?</p>
<p>Nicht sehr weit, zuweilen übersteigt das eine das andere und schaltet es vollends aus.<br />
Vielleicht ein Leben, möglicherweise die Freiheit.<br />
Das wirst du sehen, wenn du die Augen aufschlägst.<br />
Freund kommt, Feind geht.<br />
Das würdest du wohl nie erfahren, käme es nicht erst dazu.</p>
<p>Und so vergeht ein weiterer Tag voller Gedanken, voller Kummer und der Sehnsucht.<br />
So endet jede Woche doch erneut auf die gleiche Art und Weise.<br />
Und so begegnen sich unsere Blicke, laufen schnell wieder auseinander.<br />
Werden nie mehr teilen als diesen einen Abend. Werden daran erinnern, was es heißt frei zu sein.<br />
Wir denken nicht zurück, halten nicht daran fest. Es soll besser so sein?<br />
Ich glaube es kaum, auch mit müden verklebten Augen nimmer. So weit traue ich mir doch noch. Nimm mich an die Hand, zeige mir noch einmal den Weg, gib mich nicht auf und: I&#8217;ll follow you into the dark.</p>
<p>In der Liebe und im Krieg gäbe es keine Unmöglichkeiten.<br />
Ihr spinnt doch alle!</p>
<p>Und so stelle ich mir doch wieder die selben Fragen, weiß die Antworten der Vernunft nur zu gut: glaube, dass es anders auch gehen würde. Sehe Erwartungen, fange an zu zweifeln. Will es recht machen, hintergehe mich dabei selbst. Übernehme Verantwortung, gestalte den Weg so, wie man es von mir verlangt. Aber zu einem besseren Menschen hat es mich deswegen noch lange nicht gemacht. Nur die Vernunft, ja die, die sagt mir in solch einem Moment: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Wir streben nach dem höchstmöglichen, dem besten Gewinn. Wirtschaftsgymnasiasten, danke schön. Also laufen wir aneinandervorbei als kannten wie einander nicht, tun so, als lebte es sich gut so, wie es ist.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Neujahrsanfang]]></title>
<link>http://daniievalente.wordpress.com/2008/12/14/neujahrsanfang/</link>
<pubDate>Sun, 14 Dec 2008 19:14:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniie Valente</dc:creator>
<guid>http://daniievalente.wordpress.com/2008/12/14/neujahrsanfang/</guid>
<description><![CDATA[Angespannte Hektik: Elisabeth Herzsprung durchläuft zügig das riesige Appartement. Ihre hohen Absatz]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Angespannte Hektik:<br />
Elisabeth Herzsprung durchläuft zügig das riesige Appartement. Ihre hohen Absatzschuhe klingen auf dem Parkett wider. Vor einem Spiegel im Flur bleibt sie stehen, richtet ihre Frisur. Dann läuft sie weiter und sieht in jedes Zimmer. Ihr Mann Markus Herzsprung kommt aus einem Nebenzimmer und ist dabei seine Manschettenknöpfe anzubringen.<br />
An der Seite des großen festlich geschmückten Christbaum bleibt er stehen: &#8220;Schatz, du hast wirklich alle Räume noch einmal durchgesehen, es fehlt nirgends an etwas und für klinische Sauberkeit wurde auch gesorgt.&#8221;<br />
Elisabeth beunruhigt: &#8220;Ja ich weiß, aber deine Eltern haben wir nur einmal im Jahr zu Besuch.&#8221; Sie wischt noch einmal über einen Schrank.<br />
Markus schließt den letzten seiner Knöpfe und zieht seine Frau dann am Arm zu sich: &#8220;Sei unbesorgt. Es ist alles perfekt.&#8221; Er küsst sie. &#8220;Wollen wir jetzt gehen?&#8221;<br />
Elisabeth streicht ihre Kleidung glatt und räuspert sich: &#8220;Natürlich.&#8221;<br />
Vom Sofa nimmt sie ihre Handtasche und einen dicken Mantel auf. Richtung Flur bleibt sie am Geländer einer Wendeltreppe stehen.<br />
Sie ruft nach oben: &#8220;Ella, kommst du?&#8221;<br />
&#8220;Ja.&#8221; Tönt es aus den oberen Stockwerk.</p>
<p>In ihrem eigenen Zimmer steht Ella Herzsprung vor dem Fenster, ein Leuchtender Stern hängt als Weihnachtsschmuck darin. Ella hält ein Telefon am Ohr: &#8220;John, ich muss jetzt los.&#8221;<br />
&#8220;Ja, den Termin habe ich.&#8221;<br />
&#8220;Ich werde morgen fertig. Dem Druck kann nichts mehr im Wege stehen.&#8221;<br />
&#8220;Bis später.&#8221;</p>
<p>Ein Weihnachtsmarkt:<br />
Überall sind Buden aufgebaut, viel zu viele Menschen sind anwesend, Weihnachtsmusik tönt aus den Boxen, Elisabeth und Markus treffen auf Bekannte und fleißig werden Hände geschüttelt.<br />
Peter Tauscher: &#8220;Hallo.&#8221;<br />
Elisabeth: &#8220;Hallo.&#8221;<br />
Markus Herzsprung: &#8220;Grüß dich.&#8221;<br />
Sonja Tauscher: &#8220;Wie schön, dass wir uns trotzdem gefunden haben.&#8221;<br />
Peter: &#8220;Ella, hallo.&#8221;<br />
Ella: &#8220;Hey.&#8221;<br />
Zusammen besichtigen sie den Weihnachtsmarkt und bleiben an einem Glühweinstand stehen.<br />
Markus und der Bekannte Peter bringen vier Tassen mit dampfendem Inhalt. &#8220;So, für die Damen, mit Heidelbeer, wir Herren, bekommen die hier. Was drin ist verraten wir nicht.&#8221;<br />
Markus und sein Freund Peter lachen.<br />
Ella steht daneben und entdeckt den Musikladen direkt hinter ihnen: &#8220;Mama, ich geh noch mal ins Musikhaus Charts&#8221;<br />
Elisabeth nickt eifrig: &#8220;Mach nur.&#8221;</p>
<p>Ella tritt in das Geschäft ein, die Türglocke klingelt.<br />
Friedrich Juste, der an einem Drehstand steht, hebt den Kopf und ihre Augen treffen sich.<br />
&#8220;Hi.&#8221; Meint er freudig überrascht.<br />
&#8220;Hallo.&#8221; Sie lächelt schüchtern, geht dann weiter.<br />
Sie durchläuft das Musikgeschäft und ihre Augen strahlen bei all den Gitarren.<br />
Friedrich sieht ihr hinter.<br />
Bei den Drums bleibt sie stehen und ist versucht darauf zu schlagen.<br />
Friedrichs Vater, Rainer Juste, tritt aus einem Hinterraum. Er verabschiedet sich von einem Verkäufer: &#8220;Machs gut.&#8221;<br />
&#8220;Bis zum nächsten Mal.&#8221; und entdeckt Friedrichs Blick. Die Männer nicken sich zu.<br />
Rainer Juste energisch: &#8220;Junge.&#8221; Doch Friedrich reagiert nicht.<br />
Er schlägt Friedrich sanft auf den Hinterkopf. &#8220;Komm, wir gehen.&#8221;<br />
Friedrich überrascht: &#8220;Was?&#8221;<br />
Er wendet sich noch einmal um, damit er Ella ein letztes Mal sehen kann.<br />
Rainer raunt: &#8220;Komm endlich!&#8221;<br />
Friedrich trottelt seinem Vater hinter, der amüsiert lächelt.</p>
<p>Eine Oper:<br />
Unzählige schick gekleidete Menschen befinden sich auf dem Weg zur Oper oder bereits im Foyer. Man unterhält sich freundlich oder nickt sich zu.<br />
Ella und ihre Eltern nehmen ihre Plätze ein.<br />
Das Licht wird gedimmt und durch die Sitzreihen läuft ein erwartungsvolles Raunen.<br />
Das Orchester spielt die ersten Töne und der Vorhang öffnet sich. Der Dirigent, Raines Juste aus dem Musikgeschäft, leitet seine Musiker schwungvoll. </p>
<p>Nach dem Konzert sitzen die Gäste an einzelnen Tischen beisammen. Kellner bringen Essen an die Tische und man unterhält sich laut schwatzend. Der Raum ist voll von Stimmen und den Geräuschen des Bestecks.<br />
Neben Ella, Elisabeth und Markus Herzsprung haben sich auch Walter und Serena Herzsprung eingefunden. Außerdem sitzt noch ein befreundetes Paar der Grosseltern mit am Tisch und die Bekannten von Elisabeth und Markus vom Weihnachtsmarkt.<br />
Walter führt das Gespräch an: &#8220;Wenn Marcel einmal den Ball an den Fuß bekommt, dann kannst du gar nicht so schnell gucken, da ist er schon weg. Sogar der Trainer aus der A will ihn jetzt haben, aber Karsten denkt gar nicht daran seinen fähigsten Spieler wegzugeben. Er ist schon dreimal zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde.&#8221;<br />
Willhelm Hinze tönt: &#8220;Hört, hört!&#8221; und prostet in die Runde.<br />
Walter Herzsprung selbst lobend: &#8220;Und Claire war letzte Woche in der Zeitung.&#8221;<br />
Mena Hinze interessiert: &#8220;Ach so?&#8221;<br />
Serena ergänzend: &#8220;Schon das zweite Mal.&#8221;<br />
Walter ist überrascht, dass noch niemand von dem Erfolg seiner Enkelin gehört hat und berichtet weiter: &#8220;Ja sie schreibt doch mit ihrem Schreibzirkel in der Schule kleine Geschichten.&#8221;<br />
Ella legt ihren Löffel ab und sieht zu ihrem Vater. Dieser schüttelt kaum merklich den Kopf.<br />
Ella legt die Stirn in Falten. Sie tupft sich mit einer Serviette den Mund ab, schiebt ihren Stuhl ein wenig nach hinten und steht auf: &#8220;Bitte entschuldigt mich.&#8221;<br />
Zügigen Schrittes verlässt sie den Saal und durchquert den breiten Flur. Die großen Fenster sind geöffnet und man kann nach draußen auf den Balkon gehen.</p>
<p>Ella stützt sich auf die Brüstung und schließt die Augen.<br />
Einen Moment atmet sie tief durch und wird dabei nur von den Lichtern der Stadt und den Geräuschen der Straße begleitet, während die Gespräche und das Gelächter in den Hintergrund rückt.<br />
Sie merkt, wie jemand hinter ihr steht und sie dreht sich um.<br />
Friedrich steht lächelnd vor ihr und hält ein Glas in der Hand: &#8220;War es dir drinnen zu warm?&#8221;<br />
Ella außer sich: &#8220;Unerträglich!&#8221; sie besinnt sich eines besseren, geht aber dennoch freundlich auf den Jungen ein: &#8220;Aber warum fragst du?&#8221;<br />
&#8220;Du bist fluchtartig nach draußen gestürmt.&#8221;<br />
&#8220;Oh, ja.&#8221; Es entsteht eine kurze Pause zwischen den beiden.<br />
Friedrich interessiert sich weiter: &#8220;Wie hat dir das Konzert gefallen?&#8221;<br />
Gefällig antwortet sie: &#8220;Es war sehr schön. Und dir?&#8221;<br />
Friedrich gelangweilt: &#8220;Irgendwann hängt es einem zum Halse heraus. Mein Vater ist der Dirigent dieser Oper und ich habe schon einige Vorstellungen mit angesehen.&#8221;<br />
Mit mehr Begeisterung als zuvor: &#8220;Ich könnte es noch einmal sehen.&#8221;<br />
Friedrich freundlich: &#8220;Friedrich Juste mein Name übrigens.&#8221; Er reicht ihr die Hand.<br />
Ella lacht, nimmt aber an.<br />
Walter Herzsprung tritt auf die beiden zu: &#8220;Ella! Hier steckst du ja, hier steckst du ja.&#8221;<br />
Friedrich ihrem Großvater entgegen: &#8220;Guten Abend.&#8221;<br />
Walter gutmütig: &#8220;Guten Abend.&#8221;<br />
Ella macht die beiden miteinander bekannt: &#8220;Großpapa, das ist Friedrich Juste.&#8221;<br />
Sie schütteln die Hände: &#8220;Angenehm, ist Ihr Vater zufällig Rainer Juste?&#8221;<br />
Friedrich höflich: &#8220;Ja, kennen Sie ihn?&#8221;<br />
Walter weltmännisch: &#8220;Er ist ein langjähriger Bekannter. Vielleicht treffe ich ihn ja noch irgendwo?&#8221;<br />
Friedrich gastfreundlich: &#8220;Nach den Konzerten mischt er sich stets unter die Gäste.&#8221;<br />
Walter: &#8220;Dann halte ich die Augen offen. Ella, du machst das hier?&#8221;<br />
Ella zuversichtlich: &#8220;Natürlich.&#8221;<br />
Walter verabschiedet sich mit einem weiteren Händedruck von Friedrich: &#8220;Na dann, noch einen schönen Abend, Friedrich, es hat mich gefreut.&#8221;<br />
Friedrich gefällig: &#8220;Ebenfalls.&#8221;<br />
Walter ist aus ihrer Sichtweite verschwunden und Ella schlägt die Hand vor den Mund: &#8220;Oh Gott ist das peinlich.&#8221;<br />
Friedrich interessiert: &#8220;Wieso?&#8221; er sieht wie sie fröstelt und schieb hinterher: &#8220;Sollen wir erst einmal wieder herein gehen?&#8221;<br />
Ella: &#8220;Ja bitte.&#8221;  Sie verlassen den Balkon und durchlaufen den Flur und setzen sich in den Zuschauerraum der Oper.<br />
Ella erklärend: &#8220;Ich meinte, dass er dich so zu überfallen mit seinen Fragen&#8221;<br />
Friedrich tut es mit einer Handbewegung ab: &#8220;Ach, das ist nicht weiter schlimm.&#8221;<br />
Ella nachfragend und ihn genauestens musternd: &#8220;Wirklich nicht? &#8220;<br />
Friedrich sieht sie herausfordert an: &#8220;Würdest du dich mit mir treffen?&#8221;<br />
Ella zu erst missverstehend: &#8220;Was?&#8221;<br />
Friedrich: &#8220;Dann würde ich die Bekanntschaft mit deinem Großvater immer mit etwas gutem verbinden.&#8221;<br />
Ella lacht, meint dann aber: &#8220;Gern.&#8221;<br />
Friedrich ist völlig überrascht von ihrer Zusage: &#8220;Treffen?&#8221;<br />
Ella bestätigend: &#8220;Ja.&#8221;<br />
Friedrich: &#8220;Morgen Abend, was hältst du davon?&#8221;<br />
Ella: &#8220;Es soll mir recht sein.&#8221;<br />
Friedrich: &#8220;Okay, dann hole ich dich um sieben ab und wir gehen Eislaufen?&#8221;<br />
Ella überlegt einen Moment: &#8220;Wir treffen uns fünf nach sieben an der Eissporthalle.&#8221;<br />
Friedrich zufrieden: &#8220;Na gut, dann so.&#8221;</p>
<p>Elisabeth und Markus stehen an der Bar und bedienen gerade ihre Gäste. Ella grüßt alle von weiten. Ihre Mutter sieht fragend zu ihr: &#8220;Willst du noch weg?&#8221;<br />
&#8220;Ja, ich bin zum Eis laufen verabredet.&#8221; Meint Ella und schlingt ihren Schal um den Hals. Elisabeth kommt näher und drückt ihre Tochter. &#8220;Dann viel Spaß.&#8221;<br />
&#8220;Danke, genießt den Abend.&#8221; Antwortet Ella und verschwindet im Flur.<br />
Ihre Mutter wirft einen Blick in ihr Zimmer. Die Schlittschuhe stehen im Regal und Elisabeth ruft Ella hinterher: &#8220;Warum nimmst du denn nicht deine Schlittschuhe mit?&#8221;<br />
Die Tür fällt ins Schloss. Elisabeth sieht ahnungslos zu ihren Besuchern.</p>
<p>Die Außenbahn der Eissporthalle ist durch vier Flutlichter hell erleuchtet. Ella und Friedrich staken lächelnd auf die Eisfläche zu.<br />
Ella sieht in strahlend an: &#8220;Bist du bereit?&#8221;<br />
Friedrich noch lächelnd und scherzend: &#8220;Wenn du los sagst.&#8221;<br />
Beide lachen und lassen sich dann über die Eisfläche gleiten.<br />
Sie nehmen vom Rand frisch gefallenen Schnee ab und beschießen sich damit. Sie steuern auf einander zu und halten sich aneinander fest.<br />
Ella neckend: &#8220;Du bist!&#8221; sie tippt ihm auf die Brust und läuft dann davon.<br />
An ihrer Eintrittsstelle angelange lehnt Ella gegen eine Absperrung und grinst ihn an.<br />
Friedrich kommt außer Atem an und lehnt sich neben ihr ab: &#8220;Du läufst wirklich sehr gut.&#8221;<br />
Ella grinst: &#8220;Viel Übung.&#8221;<br />
Von weiter weg wird ein Ruf deutlich: &#8220;Hey, Friedel.&#8221;<br />
Ein junger Mann kommt neben ihnen kommt nur schwer zum stehen, lacht dennoch. &#8220;Diego, das ist Ella, Ella, Diego.&#8221;<br />
&#8220;Hallo.&#8221; Meint Diego freundlich und reicht Ella die Hand.<br />
&#8220;Hey.&#8221; Sie nickt und lächelt.<br />
An Friedrich gerichtet: &#8220;Ich werde was trinken.&#8221;<br />
Friedrich: &#8220;Okay.&#8221;<br />
Ella verlässt die Eisfläche.<br />
&#8220;Mann, ich versuche dich schon die ganze Woche zu erreichen, aber du gehst einfach nicht an dein Telefon, wofür hast du das ding eigentlich?&#8221;<br />
Ella erreicht die Tribüne und geht zu ihren Sachen. Dort nimmt sie die Thermoskanne und gießt sich Tee in den abgeschraubten Deckel.</p>
<p>Die Jungs unterhalten sich eine Weile. Ella verfolgt mit den Augen die anderen Menschen auf der Eisfläche. Ihre Miene wird nachdenklich und vor ihrem geistigen Augen spiegelt sich ein Unfall auf der Eisfläche wieder. Eine junge Eiskunstläuferin stürzt und prallt immer und immer wieder auf.<br />
Friedrich blickt ernst zu Ella hinunter: &#8220;Ella?&#8221;<br />
Ella schreckt auf und fragt: &#8220;Was?&#8221;<br />
Friedrich ist besorgt: &#8220;Alles in Ordnung?&#8221;<br />
Ella schüttelt den Kopf und lächelt wieder: &#8220;Ja, ja. Entschuldige.&#8221;<br />
Friedrich legt seine Stirn an ihre: &#8220;Kein Problem Süße.&#8221;<br />
Sie küssen sich sanft und schmunzeln dann beide.<br />
Ella flüstert: &#8220;Danke!&#8221;<br />
Friedrich verdreht die Augen und weist dann auf die anderen am Rand der Eisfläche: &#8220;Meine, meine Freunde wollen noch in eine Karaokebar.&#8221;<br />
Ella entfährt ein: &#8220;Oh ja.&#8221;<br />
Friedrich ist überrascht, dass sie zustimmt: &#8220;Ja?&#8221;<br />
Ella: &#8220;Klar, warum nicht.&#8221;</p>
<p>Sie sitzen zu zehnt um einen kleinen Tisch und lachen und johlen als Diego an der Reihe ist. Ein schiefer Ton folgt auf den nächsten doch er lässt sich den Spaß nicht nehmen. Ella geht an die Bar, eine junge Frau tritt auf sie zu. Friedrich kommt gerade aus einer Seitentür wieder herein.<br />
Ella wird von einer jungen Frau angesprochen: &#8220;Ella Herzsprung?&#8221; Friedrich tritt gerade aus einer Seitentür.<br />
Ella ist im ersten Moment überrascht, will nicht erkannt werden: &#8220;Wie bitte, oh nein.&#8221;<br />
Die junge Frau beharrt auf ihre Erinnerung: &#8220;Na klar, du bist doch Eiskunstläuferin.&#8221;<br />
Ella ist am gehen und meint noch: &#8220;Ich glaube, sie verwechseln mich.<br />
Die fremde Frau guckt irritiert, gibt aber auf und geht weiter. Friedrich legt seinen Arm um Ella.<br />
Ella windet sich heraus und meint dann mit ernstem Ausdruck: &#8220;Friedrich, ich muss jetzt gehen.&#8221;<br />
Sie nimmt ihre Jacke vom Haken und ist schon verschwunden.</p>
<p>Zu Hause ankommend sitzt Markus Herzsprung auf der Coach im Wohnzimmer. Er sieht sich alte Videos an. Zu sehen ist ein kleines Mädchen in einem kurzen Röckchen und weißen Schlittschuhen. Sie winkt in die Kamera.<br />
Ella meint genervt: &#8220;Pa, kannst du das nicht bitte ausschalten?&#8221;<br />
Er lehnt sich nach hinten: &#8220;Mir gefällt es aber.&#8221;<br />
Ella resolut: &#8220;Ich kann es nicht sehen.&#8221; Schnaufend stapft sie die Treppen nach oben und betritt ihr Zimmer.<br />
Sie wirft ihre Jacke über die Sofalehne und setzt sich selbst hin. Der Fernseher erhellt den Raum und Ella schaltet die Sender durch. Einen Bericht über ein Eislaufpaar verfolgt sie kurz, dann legt sie genervt den Kopf nach hinten.<br />
Das Telefon klingelt<br />
Sie sieht auf ihre Jacke und wartet, bis es aufhört.<br />
Resigniert seufzt sie. </p>
<p>Ella lehnt sich an die Schulter ihres Vaters im Wohnzimmer. Noch immer läuft ein Video mit dem kleinen Mädchen über den Bildschirm.<br />
Ella ruhig: &#8220;Ich glaube, ich habe jemanden ziemlich vor den Kopf gestoßen.&#8221;<br />
Markus sanftmütig: &#8220;Was ist denn passiert?&#8221;<br />
Elisabeth tritt aus dem Schlafzimmer. Eingehüllt in einen Morgenmantel sieht sie sich eine Weile die beiden an.<br />
Ella: &#8220;Eine junge Frau hat mich erkannt und angesprochen, ich habe geleugnet, dass ich Ella Herzsprung bin, aber Friedrich hat die Wahrheit dennoch erkannt.&#8221;<br />
Markus väterlich: &#8221; Wenn er ein rechtschaffener junger Mann ist, wird er sich wieder bei dir melden.&#8221;<br />
Ella genervt: &#8220;Und eine Erklärung erwarten.&#8221;<br />
Markus überlegend: &#8220;Das kannst du dir dann noch immer überlegen. Du musst niemandem etwas über dich erzählen, was du nicht willst. Du selbst entscheidest das.&#8221;<br />
Ella: &#8220;Danke Papa.&#8221;<br />
Markus küsst die auf die Stirn, beide starren eine Weile auf den Fernseher.<br />
Markus unvermittelt: &#8220;Sieht du John in den nächsten Tagen?&#8221;<br />
Ella: &#8220;Ich nehme es an.&#8221;<br />
Markus: &#8220;Dann grüß ihn bitte.&#8221;<br />
Ella: &#8220;Ich werde es versuchen.&#8221;<br />
Elisabeth bricht in die Stille herein: &#8220;Ihr seid mir zwei echte Herzsprungs! Eigensinnig, stolz und unverbesserlich. Es ist fünf Uhr am Morgen.&#8221;<br />
Kopfschütteln gesellt sie sich zu den beiden aufs Sofa und kuschelt sich an ihren Ehegatten.</p>
<p>Ella liegt in einer dampfenden Wanne, ihr Gesicht ist unter Wasser getaucht.<br />
In ihren Gedanken laufen die Bilder der letzten Tage noch einmal der Reihe nach ab: Die erste Begegnung mit Friedrich im Musikhaus Charts &#8211; das Tischgespräch mit ihren Großeltern &#8211; das Wiedersehen auf dem Balkon &#8211; das Auftreten ihres Großvaters &#8211; Eislaufen mit Friedrich zusammen &#8211; der Unfall, der Unfall, immer wieder der Unfall.<br />
Ihr Kopf schießt aus der Wasseroberfläche hervor.<br />
Sie atmet schwer.</p>
<p>Ella und John Herzsprung sitzen am hellerlichten Tag in einem Cafe.<br />
Ella poltert drauf los: &#8220;Es ist einfach so unfair!<br />
John meint besänftigend: &#8220;Ella!&#8221;<br />
Ella ist aufgeregt und die Worte sprudeln nur so aus ihr heraus: &#8220;Das ist doch wahr. Sie kommen hier her und feiern ihren Schützling ab, das was du schon geleistet hast sehen sie gar nicht. Es scheint ihnen nichts zu bedeuten, obwohl wir das gleiche Recht darauf hätten diese Aufmerksamkeit von ihnen zu bekommen, wie Claire und Marcel.&#8221;<br />
John trinkt einen Schluck aus seiner Tasse und sieht dann fürsorglich zu Ella: &#8220;Du bist von ihnen enttäuscht, das verstehe ich. Aber du musst es nicht meinetwegen sein. Ich habe dieser Familie schon lange den Rücken gekehrt und es ist mir gleich, ob sie das was ich meine Arbeit nenne achten oder nicht.&#8221;<br />
Ella sieht wütend in die entgegen gesetzte Richtung: &#8220;Kleinbürgerlich sind sie einfach. Verbohrt und altmodisch.&#8221;<br />
John lacht lauthals und sieht seine kleine Schwester gerührt an.</p>
<p>Friedrich läuft zusammen mit seinen Freunden an dem Cafe vorbei. Er erkennt Ella und bleibt stehen.<br />
&#8220;Ist das nicht Ella?&#8221; fragt Martin.<br />
&#8220;Wer ist der Typ bei ihr?&#8221; will ein anderer Freund wissen.<br />
Friedrich schaut ernst drein. Zu seinen Freunden meint er: &#8220;Geht schon mal vor, ich komme gleich nach.&#8221;</p>
<p>John sieht zu Friedrich auf, der mit einem Blick der nach Antworten sucht auf sie zugesteuert kommt. &#8220;Hey.&#8221;<br />
&#8220;Hallo.&#8221; Entgegnet Friedrich knapp. Er sieht zu Ella, die merkt, dass sie die Situation erklären muss: &#8220;Friedrich, das ist mein Bruder John.&#8221;<br />
John sieht die Blicke die die beiden untereinander austauschen und steht auf: &#8220;Ich gehe mal bezahlen.&#8221;<br />
Friedrich und Ella sehen sich noch immer fragend an.</p>
<p>Sie stehen draußen auf einem Parkplatz.<br />
John und Ella verabschieden sich mit einer Umarmung. Ella fragt mit gequältem Gesichtsausdruck: &#8220;Kommst du heute Abend vorbei?&#8221;<br />
John blickt sie mitleidig an: &#8220;Ich bezweifle es.&#8221;<br />
Ella: &#8220;Dann wünsche ich dir ein frohes neues Jahr.&#8221;<br />
John meint herzlich: &#8220;Ich dir auch Schwesterherz. Auf das du glücklich wirst.&#8221;<br />
Ella meint abschließend: &#8220;Wir hören voneinander.&#8221;<br />
&#8220;Ganz sicher. &#8221; an Friedrich gewand: &#8220;Hat mich gefreut.&#8221;<br />
Friedrich sieht John noch immer rivalisierend an, sagt dennoch knapp: &#8220;Tschau.&#8221;</p>
<p>Ella sieht Friedrich fragend an. Sie schlagen einen Weg in den Park ein. Menschen mit Raketen und Silvesterknallern laufen an ihnen vorbei.<br />
Friedrich fragt argwöhnisch: &#8220;Dein Bruder?&#8221;<br />
Ella bestätigend: &#8220;Ja.&#8221;<br />
Friedrich sieht sie prüfend von der Seite an.<br />
Ella ruhelos: &#8220;Was ist los?&#8221;<br />
Friedrich beschützend: &#8220;Ich habe mir Sorgen um dich gemacht.&#8221;<br />
Ella sieht weg und meint ein wenig trotzig: &#8220;Das, das musst du nicht.&#8221;<br />
Friedrich rechtfertigend: &#8220;Ich hatte keine Ahnung, was der Grund war für deine plötzliche Flucht und dann konnte ich dich Tage lang nicht erreichen. Als nächstes sehe ich dich mit irgendeinem Typen in einem Cafe sitzen und gemütlich Cappuccino schlürfen.&#8221;<br />
Ella bleibt stehen und meint belustigend: &#8220;Du warst eifersüchtig?&#8221;<br />
Friedrich nur halb ernst: &#8220;Ich finde das nicht lustig.&#8221;<br />
Sie küsst ihn und sein Gesichtsausdruck wird sanftmütiger, während er seinen Arme um sie schlingt und nicht mehr weglässt.<br />
Ella: &#8220;Nein, ist es nicht. Es tut mir Leid. Aber um dich zu beruhigen, John ist tatsächlich mein Bruder. Und es war mir wichtig ihn zu sehen. Ich brauchte jemanden, mit dem ich reden konnte.&#8221;<br />
Friedrich lässt sie los und nimmt stattdessen ihre Hand: &#8220;Worüber reden?&#8221;<br />
Ella seufzt: &#8220;Ich bin wütend auf meinen Großvater, weil er immer nicht sieht, dass er noch mehr als zwei Enkel hat. Mein Cousin ist Fußballer und weiß Gott was für ein hochbegabter Mensch.&#8221;<br />
Friedrich sieht ausflüchtend weg. Seine Stirn liegt in Falten, sich zum reden durchgerungen sieht er ernst zu ihr: &#8220;Ella?&#8221;<br />
Anstatt ihn reden zu lassen bricht Ella aus sich heraus: &#8220;Nein, ich will das nicht verstehen. Weist du, mein Großvater hat sich noch nicht einmal die Mühe gemacht meinen Bruder oder mich näher kennen zu lernen. Er hat einfach gerichtet und glaubt seine Meinung ist die einzig richtige und alles was außerhalb des Bereichs Fußballgott liegt, zählt nicht.&#8221;<br />
Friedrich will mehr erfahren: &#8220;Was hat dein Bruder denn verbrochen?&#8221;<br />
&#8220;Sagen dir die Namen Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir etwas?&#8221;<br />
&#8220;Die zwei französischen Philosophen die nicht so sehr auf Monogamie standen?&#8221;<br />
&#8220;Genau. In einem gutbürgerlichen Familie wie der meinen ist das gar nicht gut angesehen. Mein Bruder ist für meine Großeltern das schwarzes Schaf der Familie. Er hat wahrscheinlich so gut wie alles falsch gemacht, was man in ihren Augen unter sträflich zählen könnte. Mit 18 ist er nach Amerika ausgewandert und hat dort für einen Verlag angefangen zu arbeiten. Fünf Jahre später ist er zurückgekommen und hat sich hier den Traum einer eigenen Zeitungsredaktion erfüllt. Er ist unverheiratet und lebt mit drei Frauen zusammen. Er hat übrigens einen Freund.&#8221;<br />
&#8220;Wow, ich glaube kaum, dass auch nur irgendeine Familie das akzeptieren würde.&#8221;<br />
&#8220;Eher nicht. Aber er tut immer etwas für sein Glück und hat dabei schon viel erreicht.&#8221;<br />
&#8220;Was willst du einmal erreichen?&#8221;<br />
Sie überlegt einen Moment.<br />
&#8220;Ich weiß nicht.&#8221; Resigniert sie. &#8220;Vielleicht anfangen mein eigenes Leben zu führen.&#8221;<br />
&#8220;Tust du das denn nicht?&#8221;<br />
&#8220;Ich fürchte nein.&#8221;<br />
&#8220;Ella, kann ich dich etwas fragen?&#8221;<br />
&#8220;Natürlich.&#8221;<br />
&#8220;Was ist damals passiert?&#8221;<br />
Sie setzen sich auf eine Parkbank.<br />
Sie seufzt, dann beginnt sie zu erzählen: &#8220;Ich war 19 und am Höhepunkt meiner jugendlichen Karriere als Eiskunstläuferin angelangt. Die europäischen Meisterschaften standen an und ich hatte es ins Finale geschafft. Bei meinem letzten Lauf jedoch stürzte ich. Das war das Ende, ich kehrte dem Eiskunstlaufen den Rücken und habe mich nach meiner Kurierung um mein Studium gekümmert.&#8221;<br />
&#8220;Aber die Menschen erkennen dich noch immer.&#8221;<br />
&#8220;Ich will das aber nicht, für mich ist das etwas was hinter mir liegt und womit ich abgeschlossen habe.&#8221; Ein Rentnerpaar kommt angelaufen. Friedrich und Ella stehen auf, um das Paar sich setzen zu lassen.<br />
&#8220;Das verstehe ich. Aber du musst nicht deinen Namen deswegen verleugnen.&#8221;<br />
&#8220;Nein?&#8221;<br />
&#8220;Du bist so schlau und talentiert. Du brauchst dich nicht verstecken. Ich finde es unglaublich, dass du dich dennoch traust auf das Eis zu gehen.&#8221;<br />
Sie lacht: &#8220;Alles nur Tarnung.&#8221;<br />
&#8220;Ich habe dir eh nicht geglaubt, dass du nur viel geübt hast.&#8221;<br />
&#8220;Das war noch nicht mal gelogen.&#8221;<br />
&#8220;Nein, aber ich habe gar nicht gewusst, wer du bist. Allein dein Auftreten hat mich schon so fasziniert, dass ich alles andere herum vergessen habe und es nicht wichtig war.&#8221;<br />
&#8220;Ich weiß nicht ob das ein Kompliment sein soll.&#8221;<br />
&#8220;Ich würde es durchaus als solches bezeichnen.&#8221;<br />
Sein Handy klingelt. Er sieht entschuldigend zu Ella und meint dann: &#8220;Mein Vater.&#8221;<br />
Ella redet gut zu: &#8220;Dann geht ran.&#8221;<br />
Sie dreht sich ab und kratzt etwas Eis von einem Schild.<br />
&#8220;Was gibst?&#8221;<br />
&#8220;Noch unterwegs.&#8221;<br />
&#8220;Das habe ich doch gesagt.&#8221;<br />
&#8220;Nein.&#8221;<br />
&#8220;Ja Vater. Bis dann.&#8221; Er klappt sein Handy zusammen und steckt es in die Manteltasche.<br />
Entschuldigend küsst er sie auf die Stirn: &#8220;Ich soll nach Hause und bei den Vorbereitungen helfen.&#8221;<br />
&#8220;Ihr schmeißt eine Silvesterparty?&#8221;<br />
&#8220;Ja, in der Villa Esche.&#8221;<br />
&#8220;Ernsthaft? Meine Familie hat eine Einladung dafür.&#8221;<br />
&#8220;Wirklich? Das ist ja fabelhaft.&#8221;<br />
&#8220;Ja! Dann sehen wir uns also schon heute Abend wieder?&#8221;<br />
&#8220;Davon gehe ich aus.&#8221;</p>
<p>Eine große Festivität in einem Saal.<br />
Ella und ihre Familie ist anwesend, ordentlich gekleidete Paare und wichtige Persönlichkeiten laufen auf und ab.<br />
Ella und Friedrich erblicken sich von weiten.<br />
Ihr Vater verfolgt ihren Blick und erkennt Friedrich als den Grund für Ellas leuchtende Augen.<br />
Gutmütig meint er: &#8220;Geh schon.&#8221;<br />
Ella jubelnd: &#8220;Danke, Papa.&#8221; Sie küsst ihn auf die Wange und schlängelt sich dann durch die Massen.</p>
<p>Gerade wollen Ella und Friedrich sich begrüßen, als Marcel zu ihnen tritt.<br />
Marcel schleimend: &#8220;Ella, wie schön dich hier zu sehen.&#8221;<br />
Ella ist überrascht: &#8220;Marcel, was machst du denn hier?&#8221; noch ein wenig argwöhnischer:  &#8220;Bist du nicht auf einer Feier deines Fußballvereins?&#8221;<br />
Marcel überheblich: &#8220;Das, ist die Feier und Friedrich ist mein bester Abwehrspieler!&#8221;<br />
Ella sieht Friedrich unverständlich an. Dieser seinerseits blickt demütig und sucht nach Worten um ihr zu erklären, warum er es ihr noch nicht erzählt hatte.<br />
Marcel: &#8220;Was ist los Cousinchen? Du guckst so, als hättest du dich auf der Party geirrt.&#8221;<br />
&#8220;Sieht wohl so aus. Bitte entschuldigt mich.&#8221;<br />
Marcel lacht dümmlich und hebt gespielt unwissend die Schultern. &#8220;Frauen.&#8221; Meint er zu Friedrich.<br />
Während Marcel den nächsten anspricht, sieht Friedrich hinter Ella her. Er überlegt ob er ihr nachlaufen soll. Sein Blick auf sie wird verdeckt.<br />
Er stellt sein Glas auf einem Tablett ab und geht in die Richtung von Ella.</p>
<p>Er durchläuft die Räume und lauscht an den Zimmertüren.<br />
Unterwegs begegnet ihm eine Haushaltsdame: &#8220;Guten Abend Frau Melinski, haben sie gerade eine junge Dame gesehen, die durch diesen Gang gelaufen ist?&#8221;<br />
&#8220;Jawohl, vor zwei Minuten hat sie mich nach ihrem Zimmer gefragt, ich habe sie hinein gelassen. War das richtig?&#8221;<br />
Friedrich muss ihre Worte erst richtig ankommen lassen, dann antwortet er abgehackt: &#8220;Ja&#8221; nach einer Pause: &#8220;Danke.&#8221;</p>
<p>Friedrich tritt leise in den Raum.<br />
Ella steht am Fenster, während im Kamin ein Feuer prasselt.<br />
Der Raum wird nur schwach erhellt. Ein großer, schwerer Schreibtisch, ein breites Himmelbett, ein weiterer Schrank und Gemälde an den Wänden, sowie die hohe Decke werden sichtbar.<br />
Friedrich geht auf Ella zu: &#8220;Warum bist du so wütend?&#8221;<br />
Ella sieht in mit hochgezogenen Augenbrauen an: &#8220;Was?&#8221;<br />
Friedrich energisch: &#8220;Du bist nicht zufrieden wie dein Großvater deinen Cousin vorzieht und nicht sieht, was dein Bruder aufgebaut hat.&#8221; Friedrich setzt sich auf das Fußende seines Bettes und streift die Schuhe ab: &#8220;Ich wünschte, ich hätte dir schon früher gesagt, was ich mache. Dass dein Cousin und ich in einem Team spielen. Ich wollte es auch, aber du warst heute im Park so aufgebracht, ich wollte dich nicht noch mehr verstimmen. Du hast es nicht verdient, von irgendwem oder durch irgendetwas verletzt zu werden. Ich würde alles tun, nur damit es dir besser geht.&#8221;<br />
Ella stößt jammernd: &#8220;Ach Friedrich!&#8221; aus.<br />
Friedrich zieht sie auf seinen Schoß und flüstert: &#8220;Ich werde dir zuhören. Ich lasse dich ausreden, aber ich bitte dich, sei ehrlich zu mir.&#8221;<br />
Sie beginnt zu weinen und schmiegt sich an seine Brust. </p>
<p>Ella erwacht am frühen Morgen. Neben ihr liegt Friedrich, der tief und fest schlummert.<br />
Zufrieden lächelnd schwingt sie sich aus dem Bett und tritt an das Fenster.<br />
Das Sonnenlicht scheint hinein und taucht alles in ein goldgelbes Licht.<br />
Ella öffnet behutsam das Fenster und beugt sich nach draußen. Der verschneite Park vor ihr liegt still und weit da. Ein paar Vögel zwitschern und sie saugt die kalte Luft ein. Sie scheint einen Entschluss gefasst zu haben, als sie das Fenster zügig schließt und dann ihre Sachen vom Boden aufnimmt und den Raum verlässt.</p>
<p>Friedrich steht aufgeregt vor der Tür der Familie von Ella.<br />
Ellas Vater tritt an die Tür: &#8220;Guten Morgen, was kann ich für dich tun?&#8221;<br />
Friedrich ist ein wenig unsicher: &#8220;Ist Ella da?&#8221;<br />
Markus Herzsprung meint: &#8220;Nein, sie ist im Stadion.&#8221;<br />
Friedrich überrascht: &#8220;Im Eisstadion?&#8221;<br />
Markus Herzsprung lächelt: &#8220;Ja.&#8221; </p>
<p>Im Eisstadion:<br />
Friedrich läuft durch die Ränge. Auf der Eisfläche läuft nur eine einzige Person.<br />
Ella dreht ihre Pirouetten, wird schneller, bremst ab. Läuft wieder los. Friedrich ist bei ihr angekommen. Sie erkennt ihn und kommt auf ihn zu. Die beiden lächeln.<br />
Er fragt: &#8220;Würdest du dich mit mir treffen?&#8221;<br />
&#8220;Nur zu gern.&#8221;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wenn Abendveranstaltungen zu schön sind]]></title>
<link>http://daniievalente.wordpress.com/2008/11/23/wenn-abendveranstaltungen-zu-schon-sind/</link>
<pubDate>Sun, 23 Nov 2008 14:33:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniie Valente</dc:creator>
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<description><![CDATA[Sie wollte es umgehen dieses Gefühl, es abschütteln können, nicht mehr an ihn denken: Sie hatten ein]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Sie wollte es umgehen dieses Gefühl, es abschütteln können, nicht mehr an ihn denken:</p>
<p>Sie hatten einer wunderschönen Abend miteinander verbracht, gelacht, getanzt und zusammen die Zeit genossen. Und jetzt, da war es ihr unmöglich, sich nicht auszumalen, was hätte alles noch eintreten können.</p>
<p>Sie sah ihm am Eingang und wollte nicht wahrhaben, was ihre Augen erblickten.<br />
Glaubte plötzlich wieder an das personifizierte Böse und im nächsten Moment rief man freudig ihren Namen: &#8220;Da bist du ja wieder.&#8221;<br />
Sie schloss sich der Gruppe an, wohl wissend, dass es nicht gut für sie war.<br />
Warum musste sie auch zulassen, dass er ihr so nahe kam?<br />
Hatte sie nicht genau gewusst, dass das passieren würde, wenn sie gemeinsam das Konzert erleben würden?<br />
Was war eigentlich passiert?<br />
Waren scheinbar zufällige oder auch unausweichliche Berührungen möglicherweise doch viel bedeutender?</p>
<p>Sie sind noch immer dieselben, doch in ihrem Inneren wissen sie, dass etwas anders ist.<br />
Sie spürt den aufkeimenden Zweifel und den Unmut.</p>
<p>Was würde geschehen, wenn sie sich schon am nächsten Tag wieder sehen?<br />
Nicht viel, meint sie überspielt.<br />
Sie wird ihm nicht zeigen, dass sie sich nicht sicher fühlt.<br />
Vielleicht wird er unsicher sein, sich aber nicht trauen, es auszusprechen.</p>
<p>Beide werden weiterhin so leben wie bisher, mit der Gewissheit im Herzen, großartige Stunden miteinander geteilt zu haben.<br />
Denn sie wird dort bleiben, wo sie hingehört und er, er wird weiterhin das Gespinst in ihrem Kopf sein, ihr schlaflose Nächte bereiten, die Hölle auf Erden verkörpern.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Augenblick, er ist vergänglich ]]></title>
<link>http://daniievalente.wordpress.com/2008/05/28/der-augenblick-er-ist-verganglich/</link>
<pubDate>Wed, 28 May 2008 05:14:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniie Valente</dc:creator>
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<description><![CDATA[Auszug eines Briefes von Leonore Casement an Evan O&#8217;Connor Einen Moment verweilen Nur einen Au]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>Auszug eines Briefes von Leonore Casement an Evan O&#8217;Connor</em></p>
<p>Einen Moment verweilen<br />
Nur einen Augenblick an nichts mehr denken.<br />
Sich befreien, von den Gedanken,<br />
die das Herz so erschweren,<br />
den Kopf so müde und den Tag so lang machen.</p>
<p>Nichts wissen und doch alles verstehen.<br />
Sie sehen, dass Sie nichts sehen.<br />
Jetzt können Sie auch unbelastet weitergehen.<br />
Eilen.<br />
Renne.<br />
Nicht bemerken, dass es noch mehr gibt.</p>
<p>Nimm mich mit auf deiner Reise<br />
Trage mich weit weg<br />
Ich will dir folgen bis auf Ewig<br />
Mein Leben, es gehört ganz dir.<br />
Es soll sich erfüllen<br />
Kennt keinen anderen Sinn<br />
Ich liebe dich so sehr<br />
Und gleichzeitig weiß ich doch<br />
Dass es irgendwann eines Tages alles vorbei sein kann.</p>
<p>Fordern wir doch das Leben und nehmen es stets so,<br />
Wie es vor uns tritt<br />
Es ist viel zu kurz um noch länger zu warten<br />
Lass uns leben<br />
- Und wenn es nur für einen Augenblick ist.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ich mache es so, wie ich will.]]></title>
<link>http://daniievalente.wordpress.com/2008/02/26/ich-mache-es-so-wie-ich-will/</link>
<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 14:34:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniie Valente</dc:creator>
<guid>http://daniievalente.wordpress.com/2008/02/26/ich-mache-es-so-wie-ich-will/</guid>
<description><![CDATA[Warum wird das Leben an manchen Tagen nur immer noch komplizierter? Und warum fährt ein Bus nur imme]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Warum wird das Leben an manchen Tagen nur immer noch komplizierter?<br />
Und warum fährt ein Bus nur immer noch langsamer, als gerade noch zulässig, so das man am liebsten aufspringen will, und lautstark durch den Bus ruft, dass es einem zu langsam ging?<br />
-je rêve-<br />
Und schon wieder ist ein Dienstag verträumt.<br />
&#8220;Nein, lasst das. Ich mache es auf meine Weise.&#8221; Ich weiß nur noch nicht wie, fügte sie in Gedanken zu sich selbst hinzu und senkte resignierend den Kopf. Mit ruhigen Schritten betrat sie den Klassenraum und im selben Moment klingelte es zum Unterricht vor. Ach ja, wir wollten ja eher mit dem Unterricht beginnen, denkt sie, als sie die Lehrerin die Tür schließen sieht und setzt sich an ihren Platz.<br />
Die große Pause war mal wieder viel zu schnell vergangen, und außerdem war das Ergebnis nicht sonderlich befriedigend. Der, die, das, irgendwas und es fiel ihr doch nicht das richtige Wort dafür ein.<br />
Natascha war noch nicht wieder da und die Lehrerin blickte grimmig auf den leeren Platz.<br />
&#8220;Sie kommt gleich. Sie ist noch auf der Toilette.&#8221; fiel es Vana rettend ein. Während sie sich insgeheim fragte, was Natascha in Wirklichkeit anstellte. Sie hatte nichts konkretes gesagt, aber eigentlich wollte Vana auch gar nicht, dass sie sich einmischte.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zeilen die nie erhört werden - Evan schreibt an Leonore]]></title>
<link>http://daniievalente.wordpress.com/2008/01/28/zeilen-die-nie-erhort-werden/</link>
<pubDate>Mon, 28 Jan 2008 20:35:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniie Valente</dc:creator>
<guid>http://daniievalente.wordpress.com/2008/01/28/zeilen-die-nie-erhort-werden/</guid>
<description><![CDATA[Wenn ich an dich denke, dann ist es wie ein entzündetes Feuerwerk. Du gehst mir nicht mehr aus dem K]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wenn ich an dich denke, dann ist es wie ein entzündetes Feuerwerk.<br />
Du gehst mir nicht mehr aus dem Kopf, bis ich dich wieder sehe und ich leben ständig in einer Art Fantasiewelt.<br />
Es ist nur noch eine Hülle die mich umgibt und ich selbst bin kaum anwesend.<br />
Du bist alles, was ich brauche.<br />
Du bist alles, was es noch für mich gibt.<br />
Niemals wollte ich, dass es soweit kommt<br />
Konnte mir nie vorstellen, dass ich einmal so empfinde<br />
Konnte mir nie vorstellen, dass ich einmal so verfallen bin<br />
Ausgeliefert, machtlos, eingeschränkt in meinem Danken, Handeln und Fühlen<br />
Ich weis nicht, was du mit mir anstellst<br />
Mit dir zu leben, ist wie zu träumen<br />
Mit die die zeit zu verbringen ist wie zu schweben<br />
Alles fliegt an uns vorbei und doch interessiert es mich nicht<br />
Die Welt ist in Aufregung, doch es fesselt mich nicht mehr<br />
Etwas aufgeben, um etwas neues zu erreichen?<br />
Haben wir schon das geschafft, wovon wir immer gesponnen haben?<br />
So vieles ist ungeklärt.<br />
So wenig besprochen.<br />
Ein neuer Morgen bricht an und ich kann schon das Licht des frühen Tages sehen<br />
Wirst du an meiner Seite sein?<br />
Werden wir die Chance bekommen zusammenzubleiben?<br />
Werden sie uns trennen?<br />
Kann ich überhaupt noch ohne dich leben?<br />
Wenn du meinen Brief bekommst, dann lass es mich wissen.<br />
Ich werde da sein.<br />
Ich werde auf dich warten.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wenn Leonore und Evan sich in der Bibliothek treffen.]]></title>
<link>http://daniievalente.wordpress.com/2008/01/24/wenn-leonie-und-sam-sich-in-der-bibliothek-treffen/</link>
<pubDate>Thu, 24 Jan 2008 15:28:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniie Valente</dc:creator>
<guid>http://daniievalente.wordpress.com/2008/01/24/wenn-leonie-und-sam-sich-in-der-bibliothek-treffen/</guid>
<description><![CDATA[Wenn er auf sie wartet Er wusste, dass sie nicht so war, wie die anderen Mädchen, die bisher in sein]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Wenn er auf sie wartet</strong></p>
<p>Er wusste, dass sie nicht so war, wie die anderen Mädchen, die bisher in sein Leben getreten waren.<br />
Zugegeben, er hatte vor seiner Zeit an der Universität wenige Freundschaften mit gleichaltrigen und erst recht nicht mit Mädchen geführt, aber auf der anderen Seite waren jene die er während meines Studentenlebens kennen gelernt hatte, auch nur irgendwelche Bekanntschaften gewesen, die ihm nicht viel bedeutet hatte und die er rasch wieder vergaß. Sie langweilten ihn zu schnell, wenn sie ihm nach dem Mund redeten und er verlor in kürzester Zeit das Interesse an ihnen, denn sie taten es alle.<br />
Ganz anders war es bei ihr.<br />
Diesem Mädchen.<br />
Warum konnte er sie nicht aus seinen Gedanken streichen und sie ein einfaches Gesicht unter so vielen, die mir jeden Tag begegneten, sein lassen?<br />
Nur ein Mädchen unter so vielen.<br />
Das war sie.<br />
Ein Mädchen, dass ihm ohne es zu ahnen den Kopf verdreht hatte und von dessen Gegenwart er abhängig geworden war, bevor er auch nur einen Gedanken daran verschwenden hätte können.<br />
Er war abhängig, weil er sie jeden Tag sehen musste.<br />
Er war abhängig, weil er das Gefühl hatte, dass sonst sein Tag keinen Sinn hatte.<br />
Er war abhängig, weil er bereits am Morgen den Nachmittag herbeisehnte, um ihren Blick zu spüren, ihre Nähe zu wissen, zu sehen, dass es sie noch gab.<br />
Und doch, war sie nur ein Mädchen. Ein Mädchen!<br />
Er wusste nicht mehr über sie, als jeder andere aufmerksame Außenstehende Beobachter auch hätte feststellen können.<br />
Ihre wundervoll geschwungenen Wimpern flatterten ein wenig zu schnell, wenn sie aufgeregt war, ein warmer rot Ton lies ihre Wangen erhellen, wenn sie sich ertappt fühlte.<br />
Er hatte ihr Gesicht ganz deutlich vor seinem geistigen Auge. Jedes Detail wurde deutlich und er erinnerte mich gern an die einzelnen Momente in denen er in den Genus ihres wirklichen Ichs gekommen war. Das Lächeln, das ihre Mundwinkel umspielte, wenn sie sich amüsierte. Diese leicht gerunzelte Stirn, wenn sie etwas komisch fand. Ihre Mimik schrieb Bände und wie gern hätte er jede einzelne Erkenntnis vor sie getragen und mit ihr geteilt.<br />
Trotz ihrer perfekten weiblichen Größe hatte sie einen sehr zierlichen Körper und ein schmales Gesicht. Er schätzte sie auf 16, höchstens 17 Jahre und war sich doch nicht sicher. Ihre Augen leuchteten immer.<br />
Wenn er sie erblickte, war sein erster Gedanke jedes Mal aufs Neue, dass sie wohl den ganzen Tag Fragen stellen konnte, ohne sich bei einer einzigen zu wiederholen. Natürlich konnte er das nicht wirklich wissen, aber allein der Gedanke gefiel ihm. Sich daran festzuhalten, daran war nicht zu denken. Was wenn sie sich eines Tages doch einmal ansprechen würde und sich seine Phantasien als Illusion herausstellen würde?!<br />
Er wollte nicht weiter darüber nachdenken.<br />
Es war fünf vor drei und sie musste bald vor der Zentralbibliothek auftauchen. </p>
<p>*</p>
<p><strong>Wenn sie darüber nachdenkt</strong></p>
<p>Wenn wir träumen, dann merken wir manchmal gar nicht, wie schnell die Tage und Wochen vergehen.<br />
Wie weit weg wir uns treiben lassen und dass es am Ende gar nicht darauf ankommt, was noch gestern war oder was morgen sein wird, wir leben nur für uns selbst und dabei wissen wir doch nicht, wo wir ankommen werden.<br />
Plötzlich stand sie vor dem großen Gebäude und wusste nicht, ob sie auch heute wieder hineingehen sollte.<br />
Seit Wochen spielten sie dieses Spiel.<br />
Ein Spiel, das sie beide erfunden hatten, ein Spiel, das sich selbst gefunden hatte.<br />
Sie kannten sich nicht.<br />
Sie haben nie miteinander darüber gesprochen und doch lief es jedes Mal nach demselben Prinzip ab.<br />
Überhaupt sprachen sie eigentlich nie.<br />
Mit einem einzige Mal als er etwas zu ihr gesagt hatte, hatte er sie sofort in seinen Bann gezogen und der sie nicht mehr losließ. Seine Stimme hatte etwas an sich, dem man einfach nicht widerstehen konnte.<br />
Seine gepflegte Äußere Erscheinung war gekonnt in Studentenmanier unter der persönlichen Individualität versteckt, aber es stand ihm gut.<br />
Zu gut! , dachte sie wehmütig und war schon auf dem besten Weg einfach umzukehren und es zu beenden.<br />
Beenden? Was eigentlich?<br />
Sie hatte keinerlei Beziehung zu ihm und rügte sich, überhaupt solche Gedanken zu haben.<br />
&#8220;Einer unter vielen.<br />
Einer, der mir nicht mehr aus dem Kopf gehen will!<br />
Weil er da ist.<br />
Weil er auf mich wartet.<br />
Weil er …&#8221;<br />
Sie konnte es sich nicht erklären.<br />
Resigniert senkte sie den Kopf.<br />
Sie war noch mehr verwirrt als zuvor und wusste nicht was sie tun sollte.<br />
&#8220;Vernunft und so.&#8221; Dachte sie bei sich, aber auf die darauf folgenden Fragen war sie nicht gefasst.<br />
Wieso musste alles immer nur so kompliziert sein?<br />
Warum hatte sie überhaupt begonnen, sich zu fragen was sie dort tat, wenn es bisher doch immer so gut gelaufen war und sie keinen Grund hatte, sich mit unnötigen Überlegungen ins Unglück zu stürzen.<br />
Sie ließ mich noch einen Moment um tief Luft zu holen.<br />
Alle ihre Gedenken wurden geordnet und sicher verwahrt in ihrem Hinterkopf gedrängt. Später wenn sie Zeit dafür hätte, würde sie die wieder hervorkramen und ihnen die gebührende Aufmerksamkeit zukommen lassen, versprach sie sich.<br />
Sie würde ihn wieder sehen.<br />
Zwischen ihrem letzten Treffen lagen zwei ganze Wochenendtage während denen sie begriffen hatte, wie sehr sie darauf fixiert war, ihn zu sehen.<br />
In diesem Moment war sie sich sicher, dass es um drei war, und der Nachmittag beginnen würde.</p>
<p>Sie war gerade versucht durch die automatischen Türen in die Bibliothek hineinzugehen als er plötzlich vor ihr stand.<br />
Lächelnd grüßte er sie, so als wären sie alte Freunde.<br />
Freunde? , dachte sie bei sich und antwortete ein wenig verlegen.<br />
Sie hatte nicht damit gerechnet, dass er einfach so vor ihrer Nase auftauchen würde, ohne diesen gewohnten Sicherheitsabstand eines Regals oder des Computers.<br />
&#8220;Hast du Lust dir die Ausstellung in der Galerie anzusehen?&#8221; fragte er mit seiner beruhigend wirkenden Stimme unverblümt geradewegs hinaus, während all der Lärm der von vorbeifahrenden Bussen und Autos, auf der großen Kreuzung hinter ihnen, zu erlöschen schien.<br />
Zögernd nickte sie und sagte artig: &#8220;Ja, warum nicht.&#8221;<br />
Sie sah in sein Gesicht und als es sich erhellte konnte sie nicht anders, als sein Lächeln zu erwidern.<br />
&#8220;Er hat mit mir gesprochen! Dabei wollte ich es doch sein, die das nächste Mal mutig ist.&#8221;</p>
<p>Während sie schweigend über die Straße liefen und eingehüllt von all den Passanten nichts weiter an sich herankommen lassen brauchten, überlegte sie, ob sie vielleicht zu schnell geantwortet hatte.</p>
<p>*</p>
<p><strong>Was er über sie denkt</strong></p>
<p>Als er sich traute über sie nachzudenken, weil viel zu viele Menschen um sie herum kein Gespräch zuließen, spürte er die aufkeimende Wärme in sich und war versucht nie mehr mit Lächeln aufzuhören.<br />
Sie war noch viel herrlich liebreizender anzusehen, als er sie in Erinnerung behalten hatte. Ihre jung bis fast noch kindlichen Gesichtszüge besaßen eine natürliche Schönheit ohne Beispiel.<br />
Am liebsten hätte er sie die ganze Zeit über angestarrt, doch das war nicht möglich. Die Fußgänger die abgehetzt oder in langsamen Feierabendtrott durch die Stadt liefen waren einfach überall und sie mussten sich förmlich durch die Massen durchzwängen.<br />
Er ließ ihre wenigen gesprochenen Worte in seinem Kopf wiederkehren und erinnerte sich dabei an die flüchtige Röte auf ihren Wangen. Ihm schien es so, als ob sie sich nicht sicher war, ob das anständig wäre, oder ob sie dazu eine Erlaubnis bräuchte. Dennoch hatte sie zugestimmt.<br />
Er fragte mich, aus welchen Verhältnissen sie stammte.<br />
Ihre Kleidung und ihr gesamtes Äußeres waren sehr gepflegt und ordentlich und dennoch hatte sie ihren eigenen Stil.<br />
Sie hatte kleine Locken, die wild um ihren Kopf fielen und im Wind aufgeregt tanzten. Sie steckte sie nie zusammen oder befestigte eine Strähne mit einer Haarnadel, dazu waren die Haare wahrscheinlich einfach zu unzähmbar. Manchmal trug sie riesige Ohrringe oder ließ mehrere Ketten um ihren Hals bammeln, doch nie wirkte etwas zu viel oder überladen, sondern stets aufeinander abgestimmt und vollendet. Sie erreichten den Marktplatz und dort liefen die Menschen mehr auseinander und jeder konnte mit etwas mehr Abstand zu seinem Vorder- oder Hintermann laufen.<br />
Sie blickte zu ihm und er stellte fest, dass sie gar nicht so viel kleiner war als er selbst. Er sah in ihre Augen und musste vehement dem Drang widerstehen sie nicht zu küssen.<br />
Er stellte fest, dass wir an der Galerie angekommen waren und er öffnete eine der Glastüren und hielt sie für sie auf.</p>
<p>*</p>
<p><strong>Wenn sie mit ihm den nächsten Schritt wagt</strong></p>
<p>&#8220;Eine Schmetterlingsausstellung!&#8221;<br />
Durchfuhr es ihre Gedanken, als sie die Plakate an den Wänden der Eingangshalle erblickte.<br />
Ohne zu wissen, was zur Zeit in der Galerie gezeigt werden würde hatte sie zugesagt.<br />
Ohne darauf zu achten, dass sie eigentlich gar nicht dort hätte sein sollte, war sie mit einem Wildfremden Mann mitgegangen.<br />
&#8220;Sollte ich darüber nachdenken?<br />
Nein, eigentlich nicht.&#8221; Überlegte sie für sich. Denn in dem Moment, in dem er sie gefragt hatte, fühlte sie sich sicher und glaubte nicht daran, dass er gefährlich sein könnte.<br />
Er schien es einfach nur leid zu sein, dass er nicht mehr über sie wusste und versuchte so, mehr Kontakt aufzubauen.<br />
Während sie noch damit beschäftigt war an die Decke des Vorraums zu starren, um die bunt geflügelten Schmetterlinge zu bestaunten, war er zwei Eintrittskarten besorgen gegangen.<br />
Lächelnd sagte sie: &#8220;Dankeschön!&#8221; und wurde schon wieder rot.<br />
Als er daraufhin ebenfalls schmunzelte war sie sich sicher, dass er es gesehen hatte.<br />
In seiner Gegenwart viel es ihr schwer überhaupt einen klaren Gedanken zu fassen, geschweige denn, nicht rot zu werden, wenn er sie direkt ansah.<br />
&#8220;Wollen wir gehen?&#8221; fragte er, anscheinend hatte sie einen Tick zu lang ihren eigenen Gedanken hinterher gehangen.<br />
Anstatt zu antworten lief sie an ihm vorbei zu den Schranken und steckte ihre Karte in den Drehtürautomaten.<br />
Eine Weile liefen die beiden schweigend nebeneinander her und betrachteten die Vielfalt und die Pracht, die von diesen kleinen geflügelten Lebewesen ausging. Die Ausstellung war gut besucht und keiner von ihnen wollte als erster das Schweigen brechen. Nur hin und wieder ließen sie einen flüchtigen Blick zu und wenn sie sich dabei in die Augen sahen, senkte er genauso schnell seinen Kopf, wie sie versuchte in eine andere Richtung zu gucken.<br />
Es war schon fast albern, dass sie nicht ganz normal mit einander reden konnten, aber es besaß dennoch seinen Reiz und es schien ihnen zu gefallen.<br />
Sie war sich sicher, dass es von ganz allein kommen würde, wenn sie soweit waren und wollte die förmlich ruhige  Atmosphäre noch  nicht zerstören.</p>
<p>Sie betraten gerade einen etwas weniger von Besuchern durchwanderten Raum, als laute Rufe von weiter entfernt ihn anhielten stehen zu bleiben und sich umzudrehen.<br />
&#8220;Evan! Evan!&#8221; brachte ein alter Mann hervor. Während er langsam näher auf sie zukam, stütze er sich auf einen Stock. Er trug eine Kappe, die sie zuvor nur bei Künstlern wie Van Gogh gesehen hatte und war in altmodische Kleidung eingehüllt. Auf seiner Brust prangte ein altes Abzeichen, das wie ein Familienwappen aussah. Ein goldner Löwe auf grünem Untergrund war von einem Weinreigen und einem Ritterrüstungshelm umrahmt. Darunter war weniger deutlich der Name O&#8217;Connor zu lesen.<br />
&#8220;Evan ó Conchobhair !&#8221; sagte er nochmals, als er endlich bei ihnen angekommen war und reichte Evan die Hand.<br />
&#8220;Evan?&#8221; dachte sie erfreut. Endlich kannte sie seinen Namen, Formgewandt erwiderte Evan den Händedruck und nuschelte dann etwas ihr völlig unverständliches, weil es in einer anderen Sprache gesprochen zu werden schien. &#8220;Ciamar a tha tu, Buachaill?&#8221;  fragte der Alte und sie konnte auch dieses mal nicht wissen, wovon er sprach. &#8220;Gut, gut!&#8221; antwortete Evan ein wenig eilig im ihr vertrauten Englisch. Sie konnte nur annehmen, dass der Alte ihn nach seinem Befinden gefragt hatte. &#8220;Was treibt dich hierher Großvater?&#8221; fragte Evan und sein Großvater begriff, dass Evan seiner Begleitung wegen in einem klaren Englisch antwortete. Kurz schien der Alte zu überlegen und sagte dann mit kratziger Stimme: &#8220;Warum stellst du mir deine reizende Begleitung nicht endlich vor!&#8221; Es war keine Frage, sondern viel mehr eine Aufforderung und Evan hatte keine andere Wahl. Er seufzte, doch mit einer einzigen fließenden Handbewegung sagte er dann: &#8220;Großpapa, das ist… Sarah O&#8217;Sullivan. Und Sarah, dieser alte Starrkopf hier ist mein Großvater Jasper Conchobhair.&#8221;<br />
&#8220;Nun, Miss O&#8217;Sullivan, es freut mich sehr ihre Bekanntschaft zu machen, junges Fräulein.&#8221; meinte Evans Großvater und hob seine Mütze, bei einem gekonnten und nicht zu übertrieben wirkenden Knicks, vom Kopf. Als er ihre Hand nahm und den Handrücken küsste, wurde sie augenblicklich rot und brachte nur ein leises &#8220;Ganz meinerseits!&#8221; hervorbringen. Sie sah Evan unmissverständlich fragend und hilflos an, während sein Großvater gerne noch ein wenig länger in ihrer Gesellschaft geblieben wäre. &#8220;Nun Conchobhair, wenn du nichts dagegen hast, dann werden wir jetzt weitergehen.&#8221; &#8220;Nein, nein. Ich wollte euch keines Wegs aufhalten. Geht eurer Wege!&#8221; &#8220;Danke, Slán!&#8221; verabschiedete sich Evan ruhig und wandte sich bereits zum gehen. &#8220;Kommst du am Sonntag zum Mittagessen?&#8221; rief er ihm noch hinterher. &#8220;Is dóigh liom.&#8221; antwortete Evan mit einer nach oben gehalten Hand, während er weiterging. Bestimmend nahm er ihre Hand, weil er sie wohl vor seinem Großvater retten wollte.<br />
Sie waren kaum wenige Wände in Sicherheit, da begann sie zu lachen. &#8220;Was ist? Was hast du?!&#8221; wollte Evan wissen, weil er nicht verstand, warum sie nicht mehr aufhören konnte sich den Bauch zu halten.<br />
&#8220;Du hättest dein Gesicht sehen sollen, als er dich aufgefordert hat uns einander vorzustellen und dann als wir schon am Gehen waren, da hast du irgendetwas gesagt, was ihn erzürnt hat. Dabei sah er dir so verärgert hinterher, dass es einfach nur lustig war ihn anzusehen.&#8221; Sprudelte es aus ihr heraus und sie hatte Mühe, sich überhupt verständlich genug auszudrücken. Jetzt musste auch Evan Lächeln und sah zu dem Eingang zurück, in den sie halb blind gestolpert waren, als geflüchtet waren. &#8220;Was hast du denn zu ihm gesagt?&#8221; wollte sie wissen. &#8220;Das was ich immer sag, dass ich es noch nicht weiß. Es macht Spaß ihn ein wenig zu reizen. Eigentlich weiß er ganz genau, dass ich jeden Sonntag zum Mittagessen erscheine.&#8221; &#8220;War das Gälisch in dem ihr euch unterhalten habt?&#8221; fragte ich ihn neugierig.<br />
&#8220;Ja, mein Großvater spricht eigentlich gar kein Englisch, aber bei dir hat er eine Ausnahme gemacht.&#8221; Sagt er anerkennend und sie beide bemerkten in diesem Augenblick, dass ihre Finger noch immer ineinander verschlungen waren. &#8220;Oh, tut mir leid. Ich wollte nur nicht, dass du dir noch einmal die Hand küssen lassen musst!&#8221; sagte er grinsend und dabei mussten sie wieder lachen. Er gab ihre Hand frei und sagte: &#8220;Du heißt eigentlich gar nicht Sarah O&#8217;Sullivan, habe ich Recht?!&#8221;<br />
In ihrem Kopf purzelten die Gedanken nur so durch die Gegend. Woher wollte er das Wissen? Überhaupt fiel ihr in diesem Moment wieder ein, wie überrascht sie gewesen war, als er sie ausgerechnet unter dem Namen vorgestellt hatte, der auf ihrem von einer Freundin geborgten Bibliotheksausweis stand.<br />
Sie sah ein, dass dies wohl die einzige Möglichkeit für ihn gewesen war, ihren Namen in Erfahrung zu bringen, auch wenn es nicht ihrer war. Gleichzeitig konnte sie sich aber nicht erklären, wie er auf die Idee kommen konnte, an der Echtheit des Namen zu zweifeln.<br />
&#8220;Nein?&#8221;, fragte sie verwundert, und tat so, als hätte er Unrecht. &#8220;Woher willst du das wissen?&#8221;<br />
&#8220;Nun, ich denke einfach nicht, dass du so heißt! Aber ich finde es schon noch heraus.&#8221; sagte er vergnügt. Ebenfalls strahlend und nahm sie erneut sein Hand. &#8220;Sehen wir uns jetzt noch den Rest an?&#8221;<br />
Es dauerte keine Sekunde bevor er den Entschluss gefasst hatte sich darauf einzulassen.<br />
Sie wusste nicht, woher ihr plötzlicher Mut stammte, aber sie war sich sicher, dass sie nichts tat, was sie hinterher bereuen würde.<br />
Sie schlenderten durch die hohen Räume und sie fühlte sich so, als hätte sie nie zuvor einen schöneren Traum gehabt.<br />
Sie fühlte sich so, als könnte sie ein Stück mehr sie selbst sein. Dort an einem Ort, wo es niemanden interessierte, wer sie war. Er kannte sie nicht und doch glaubte sie, dass er mehr verstand, als die meisten Menschen mit denen sie tagtäglich zu tun hatte und die sich ihre Freunde oder Familie nannten. </p>
<p>*</p>
<p><strong>Wenn er mit ihr eine Ausstellung besucht</strong></p>
<p>Ihr Lächeln war unbeschreiblich schön. Er konnte sich nicht entsinnen, je zuvor so sehr etwas begehrt zu haben, wovon er nicht wusste, was es war.<br />
Die Zeit verging, ohne dass sie etwas davon ahnten und doch sollten sie schon bald wieder getrennte Wege gehen. Er bekam ein Gefühl von Schwäche, als er an die Zeit dachte, wenn sie nach draußen in die Welt zurückzukehren und die Schönheit der gemeinsamen Stunden verblassen würden.<br />
&#8220;Solange wir zusammen sind, scheint es ganz gleich was außerhalb dieser verzauberten und mächtigen Räume geschieht. Es besitzt keine Bedeutung und doch quält mich der Moment, an dem ich wieder allein bin und alle Eindrücke auf mich herabstürzen werden. Weil es manchmal zu viel wird. Weil kein Tag dem nächsten gleicht und wir derweilen die Kontrolle über uns selbst verlieren können. Mir ihr zusammen wirkt nichts gleich. Alles ist wie ein Frühling, der gerade erst die jüngsten Sonnenstrahlen des Tages vernimmt. &#8220;<br />
Ihn durchfuhr ein Schauer und noch ehe er begriff was geschehen war, stand sie schon fünf Meter von ihm entfernt und sah ihn misstrauisch an.<br />
&#8220;Ich gehe jetzt lieber.&#8221; sagte sie in ihrer leisen, aber bestimmend Art.<br />
Er hatte keine Möglichkeit mehr zu erwachen, oder sie daran zu hintern. Sie ging an mir vorbei durch die Tür und war verschwunden.<br />
Was war passiert?<br />
Er besaß keine Erinnerung mehr an die letzten Minuten, oder waren es vielleicht auch schon Stunden?<br />
Er hatte seinen Bedenken freien Lauf gelassen und nicht darauf geachtet, dass sie noch immer bei ihm war. Es hätte keinen Grund für seine Trauer geben dürfen. Aber als er einmal daran gedacht hatte, dass er nach ihrem Abschied ohne sie weiterleben musste, war es wie ein Selbstläufer und er war nicht mehr Herr seiner Gefühle gewesen. &#8220;Ich habe an die Zukunft gedacht, in der ich sie nicht haben konnte, obwohl ich sie in der Gegenwart doch schon hatte. Leibhaftig vor mir stehend, mit engelsgleichen Gesicht und süßer Jugend.&#8221;<br />
Und jetzt war sie weg.<br />
Gegangen. Und er hatte es nicht einmal verhindern können. &#8220;Warum musste ich nur so dumm sein, und noch mehr haben wollen, anstatt mit dem zufrieden zu sein, was ich bereits hatte?&#8221;</p>
</div>]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Die Welt hat sich gedreht]]></title>
<link>http://daniievalente.wordpress.com/2007/12/22/die-welt-hat-sich-gedreht/</link>
<pubDate>Sat, 22 Dec 2007 09:28:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniie Valente</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wenn es vorbei ist in einer so langen Beziehung, dann bedarf es nicht vieler Worte, man weiß es einf]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wenn es vorbei ist in einer so langen Beziehung, dann bedarf es nicht vieler Worte, man weiß es einfach so.</p>
<p>&#8220;Was ist los? Was hast du?&#8221;<br />
&#8220;Ach, ich denke nur darüber nach, wie schnell sich die Welt innerhalb der letzten Woche gedreht hat!&#8221;</p>
</div>]]></content:encoded>
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