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	<title>wirtschaftsethik &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/wirtschaftsethik/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "wirtschaftsethik"</description>
	<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 12:24:44 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Wirtschaftsethik an der Univerisät Zürich? ]]></title>
<link>http://montagsmailer.wordpress.com/2009/11/23/wirtschaftsethik-an-der-univerisat-zurich/</link>
<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 15:26:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dorian Gray</dc:creator>
<guid>http://montagsmailer.wordpress.com/2009/11/23/wirtschaftsethik-an-der-univerisat-zurich/</guid>
<description><![CDATA[In den letzten Monaten hat das Fach Wirtschaftsethik einige mediale Aufmerksamkeit erhalten. Nachdem]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><em>In den letzten Monaten hat das Fach Wirtschaftsethik einige mediale Aufmerksamkeit erhalten. Nachdem Ulrich Thielemann, Wirtschaftsethikprofessor an der HSG, das Schweizer Steuersystem kritisiert hatte, wurde er nicht nur vom Rektor gerügt, es wurde auch gleich das Fach an sich grundsätzlich in Frage gestellt. Ex-Bundesrat Christoph Blocher bewarb sich gar für den Lehrstuhl für Wirtschaftsethik in St.Gallen, erwähnte aber nebenbei, dass er das Fach selbst eigentlich überflüssig finde. LAMM findet, dass gerade in der Ökonomie, die ja per Definition dem Menschen dienen sollte, Ethik und Moral eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Auch die Universität scheint dem in ihrem Leitbild Rechnung zu tragen. Durchkämmt man aber das Vorlesungsverzeichnis der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät nach einer Vorlesung in Wirtschaftsethik, stellt man fest: Es gibt keine. Am nächsten kommt dem Ganzen noch ein freiwilliges WAHLModul in &#8220;Ökonomischer Ethik&#8221; (etwas ungeschickter Titel finden wir, naja). Wir wandten uns an die Fakultätsleitung und fragten, wo an der Universität Zürich  angehende Ökonomen Diskussionen um Moral und Ethike in der Wirtschaft führen müssen?</em></p>
<blockquote><p>Guten Tag Herr Dekan</p>
<p>Vor kurzem habe ich mich mit einem befreundetem Wirtschaftsstudent der Uni Zürich unterhalten, da ich selbst in Erwägung ziehe ein Wirtschaftsstudium als Zweitstudium zu absolvieren. Im Laufe dieses Gesprächs wurde mir klar, dass keine der Pflichtvorlesungen das Thema Ethik im heutigen Wirtschaftssystem aufgreift. In den Pflichtvorlesungen werden zwar die Grenzen von ökonomischen Modellen erwähnt, aber nicht kritisch diskutiert.</p>
<p>Eine Vorlesung, welche die Studenten zur kritischen Betrachtung des heutigen Wirtschaftssystems auffordert, würde meiner Meinung nach ihren Betrachtungshorizont erweitern und ihr kritisches Denkvermögen schärfen – zwei wichtige Kompetenzen um als Wirtschaftsexperte den vielseitigen Herausforderungen und komplexen Zusammenhänge in der heutigen Welt entsprechen zu können.</p>
<p>Wäre es deshalb für die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Uni Zürich nicht erstrebenswert nach dem Vorbild der Universität St. Gallen einen Lehrstuhl für Ethik und Wirtschaft aufzubauen, welche dementsprechende Pflichtvorlesungen anbieten könnte?</p>
<p>Ich würde mich sehr freuen, wenn sie zu meiner Frage Stellung nehmen könnten.</p>
<p>Vielen Dank und freundliche Grüsse</p></blockquote>
<p>Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät nahm Stellung:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Dame</p>
<p>Vielen Dank für Ihre Anfrage, auf die ich Ihnen gerne in Absprache mit dem Dekan antworte. Ethik und Corporate Social Responsibility sind sehr wichtige Tehmen, wenn man sich mit den Wirtschaftswissenschaften auseinandersetzt.</p>
<p>Unsere Fakultät vertritt die Ansicht, dass diese Fragen in allen Fächern der Wirtschaftswissenschaften kritisch reflektiert werden und als Querschnittsthemen ständiger Bestandteil der Lehre sein sollen.</p>
<p>Deshalb ist nicht geplant, an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät einen Lehrstuhl in Wirtschaftsethik einzurichten. Da die Universität Zürich aber ein umfassendes Studienangebot hat, das auch Ethik-Kurse umfasst, hätten Sie die Möglichkeit, im Rahmen freier Wahlpunkte entsprechende vertiefende Veranstaltungen zu belegen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüsse</p></blockquote>
<p>So wie ich das verstehe, sollten die Professoren nach eigenem Gutdünken ethische Probleme ansprechen; ob sie dies tatsächlich tun, kümmert aber eigentlich niemanden so richtig. Denn: Es gäbe da jo noch, rein theoretisch, die Möglichkeit an einer anderen Fakultät freiwillig ein paar Kurse zu belegen. Wieviele Wirtschaftsstudenten pro Semester einen solchen Kurs besuchen, sollte eigentlich auch das nette Dekanat wissen. Wir <span style="text-decoration:line-through;">werden nachfragen und bereiten uns auf bedrückende Zahlen vor&#8230; </span>haben nachgefragt:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrtes Dekanat</p>
<p>Vielen Dank für Ihre aufschlussreiche Antwort. Zwei Fragen hätte ich trotzdem noch:</p>
<p>1)      Ist es den rein organisatorisch möglich solche Ethik-Kurse zu belegen – sprich gibt es da keine Probleme mit zeitlichen Überschneidungen und lässt das Arbeitspensum eines Wirtschaftsstudiums eine zusätzliche Auseinandersetzung mit ethischen Themen im Rahmen solcher Kurse zu?</p>
<p>2)      Von wie vielen Wirtschaftsstudenten wird das Angebot dieser Ethik-Kurse genutzt?</p>
<p>Ich würde mich freuen, wenn Sie mir diese zwei weiteren Fragen beantworten könnten.</p>
<p>Mit freundlichen Grüssen</p></blockquote>
<p>Glücklicherweise antwortete das Dekanat sehr prompt:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Dame</p>
<p>An unserer Fakultät werden lediglich die Pflichtveranstaltungen zeitlich so abgestimmt, dass sie sich nicht überschneiden. Die weiteren Veranstaltungen im Rahmen der Wahlpflichtbereiche werden nicht aufeinander abgestimmt. Es ist Sache der Studierenden, sich aufgrund ihrer persönlichen Schwerpunkte Stundenplände zusammenzustellen. Dies gilt selbstverständlich auch, wenn die Veranstaltungen von anderen Fakultäten angeboten werden wie es die Ethik-Module wären.</p>
<p>Wenn Sie in einem Semester Module im Gesamtumfang von 30 ECTS-Punkten belegen, absolvieren Sie ein Vollzeitstudium. Ein ECTS-Punkt bedeutet 30 Arbeitsstunden für die Studierenden. Diese 30 Punkte setzen sich aus Heimarbeit und Präsenzunterricht zusammen.</p>
<p>Leider haben wir keine Auswertung zur Verfügung, welche darüber Auskunft gibt, wie viele Wirtschaftsstudierende Ethik-Kurse belegen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüssen</p></blockquote>
<p>Nun ja, viel mehr wissen wir jetzt auch nicht. So wie es zu erwarten war und vermutlich an allen Instituten und Fakultäten der Universität gehandhabt wird: Studenten schaut selbst. Nach meiner eigenen Erfahrung überschneiden sich des öfteren Pflichtmodule mit Wahlmodulen, weshalb ich es besonders wichtig fände, ein Ethikmodul (darf auch eines sein, das die Wirtschaftsfakultät selbst anbietet, aber bitte wirklich Wirtschaftsethik; nicht einfach nur Unternehmensethik) zum Pflichtmodul zu erklären.</p>
<a name="pd_a_2292291"></a><div class="PDS_Poll" id="PDI_container2292291" style="display:inline-block;"></div><script type="text/javascript" language="javascript" charset="utf-8" src="http://static.polldaddy.com/p/2292291.js"></script>
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</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[kunst und so ]]></title>
<link>http://sensiblochamaeleon.wordpress.com/2009/11/04/wir-mischen-wieder-mal-den-kunstmarkt-auf/</link>
<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 08:55:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>sensiblochamaeleon</dc:creator>
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<description><![CDATA[dieser mythos von der brotlosen kunst gehört entmystifiziert und mythgebustet der künstler der nur d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[dieser mythos von der brotlosen kunst gehört entmystifiziert und mythgebustet der künstler der nur d]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[SEO-Ethik : heiligt der zweck die mittel ?]]></title>
<link>http://sensiblochamaeleon.wordpress.com/2009/09/08/seoethik-heiligt-der-zweck-die-mittel/</link>
<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 08:23:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>sensiblochamaeleon</dc:creator>
<guid>http://sensiblochamaeleon.wordpress.com/2009/09/08/seoethik-heiligt-der-zweck-die-mittel/</guid>
<description><![CDATA[ich werde seit einiger zeit immer wieder angeschrieben, ob ich nicht linktausch machen wollen würde,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[ich werde seit einiger zeit immer wieder angeschrieben, ob ich nicht linktausch machen wollen würde,]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Social Entrepreneurship-Konferenz in Lüneburg]]></title>
<link>http://socialstartup.wordpress.com/2009/08/05/social-entrepreneurship-konferenz-in-luneburg/</link>
<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 07:19:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dipl. Pol. Thomas Leppert</dc:creator>
<guid>http://socialstartup.wordpress.com/2009/08/05/social-entrepreneurship-konferenz-in-luneburg/</guid>
<description><![CDATA[Unter dem Titel „Auch DU bist ein Social Entrepreneur! Wirtschafts- und Unternehmensethik und ICH.“ ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><span>Unter dem Titel</span></p>
<p><span>„Auch DU bist ein Social Entrepreneur! Wirtschafts- und Unternehmensethik und ICH.“  </span></p>
<p><span>findet vom 13. bis 15. November 2009 in Lüneburg die Herbsttagung statt von sneep, dem studentischen Netzwerk für Wirtschafts- und Unternehmensethik, statt.</span></p>
<p><span>Weitere Info&#8217;s zur Veranstaltung, zu der wir noch ausführlicher berichten werden, gib es erstmal <a href="http://csr-news.net/main/2009/08/03/„auch-du-bist-ein-social-entrepreneur-wirtschafts-und-unternehmensethik-und-ich" target="_self">hier</a>.</span></p>
<p><span><strong> </strong><br />
</span></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Korruption und Ethik]]></title>
<link>http://harrygambler2009.wordpress.com/2009/08/04/korruption-und-ethik/</link>
<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 11:06:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>harrygambler2009</dc:creator>
<guid>http://harrygambler2009.wordpress.com/2009/08/04/korruption-und-ethik/</guid>
<description><![CDATA[Anfüttern Immer mehr Blogger werden im Bereich der Korruption aktiv. Ein Blog beschäftigt sich mit d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div id="attachment_627" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><img class="size-thumbnail wp-image-627" title="0,1020,115705,00" src="http://harrygambler2009.wordpress.com/files/2009/08/01020115705007.jpg?w=150" alt="Anfüttern" width="150" height="108" /><p class="wp-caption-text">Anfüttern</p></div>
<p>Immer mehr <a href="http://http://www.dnwe.de/Anti-Korruption.html" target="_blank">Blogger</a> werden im Bereich der Korruption aktiv. Ein Blog beschäftigt sich mit dem Thema Korruption, Wirtschaftsethik und Netzwerken. &#8220;Angesichts der Vorgänge bei der Deutschen Bahn wird derzeit über die Grenzen der Korruptionsbekämpfung in Konzernen diskutiert.Anti-Korruptionsrichtlinien haben es mit Konsens zu tun. Ihr konkreter Stoff aber sind die Konflikte auf Märkten mit korruptionsbehaftetem Geschäft&#8221;.*</p>
<p>* <a href="http://www.dnwe.de/Anti-Korruption.html">http://www.dnwe.de/Anti-Korruption.html</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gut und Böse in der Wirtschaft?  ]]></title>
<link>http://vandenhoeck.wordpress.com/2009/07/20/gut-und-bose-in-der-wirtschaft/</link>
<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 13:33:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>Karen Saure (V&amp;R)</dc:creator>
<guid>http://vandenhoeck.wordpress.com/2009/07/20/gut-und-bose-in-der-wirtschaft/</guid>
<description><![CDATA[Klaus-Jürgen Grün, Autor des bei Vandenhoeck &amp; Ruprecht erschienenen Titels »Das Gehirn und sein]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Klaus-Jürgen Grün, Autor des bei Vandenhoeck &amp; Ruprecht erschienenen Titels »Das Gehirn und sein]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Papst-Ökonomie]]></title>
<link>http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2009/07/13/papst-okonomie/</link>
<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 14:52:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Muriel</dc:creator>
<guid>http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2009/07/13/papst-okonomie/</guid>
<description><![CDATA[In der FAZ steht ein Interview mit einem Wirtschaftsethiker. Der heißt Professor Peter Ulrich und fi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>In der FAZ steht ein <a href="http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc~E983DDC01C3C94481912DE695D5E68FD3~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell">Interview mit einem Wirtschaftsethiker</a>. Der heißt Professor Peter Ulrich und findet <a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~ED30D6B30FCE94372943F5199846F24DC~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">die Ideen des Papstes</a> zur neuen Wirtschaftsordnung offenbar richtig gut. Kurz zusammengefasst ist der Heilige Vater für mehr Ethik, weniger Spekulation und eine &#8220;echte politische Weltautorität&#8221;, die die Weltwirtschaft steuert. Nun kann man gegen Ethik nicht viel sagen, und Spekulation kann naturgemäß auch wirklich schädlich sein, aber trotzdem werde ich bei solchen Sprüchen immer ein bisschen kribbelig, insbesondere bei Autoritäten, die irgendwas weltweit steuern sollen. Papst-Bashing ist mir zu billig, ich klaue ja auch keine Lutscher von Babys, aber zu den Äußerungen von Herrn Professor Ulrich möchte ich ein bisschen was sagen.</p>
<p>Nun ist das gar nicht so einfach, denn in dem Interview findet sich nicht viel kommentierbarer Inhalt. Der größte Teil besteht aus solchem Gerede wie</p>
<blockquote><p>&#8220;Gewinnmaximierung heißt ja, dass ich alle damit konfligierenden Wertgesichtspunkte dieser einen Dimension unterordne, ohne Rücksicht auf die Folgen für die betroffenen Menschen.&#8221;</p>
<p>oder</p>
<p>&#8220;An die Spitze einflussreicher Unternehmen gehören Leute, die glaubwürdig sind, weil sie integer sind und ihr Wirtschaftsdenken nicht von ihrem Selbstverständnis als anständige Bürger abspalten.&#8221;</p></blockquote>
<p>Man kann dem schwer widersprechen, aber man kann dem meiner Meinung nach auch keinen ernsthaften handhabbaren Vorschlag zu einer Verbesserung unseres Wirtschaftssystems entnehmen. &#8220;Es gibt eine Alternative zur Gewinnmaximierung&#8221;, steht über dem Interview, aber drin steht nur romantisches Geschwurbel, das jeder gute Politiklehrer in den Arbeiten seiner Schüler ganz dunkelrot markieren müsste. Zum Beispiel:</p>
<blockquote><p>&#8220;Eine faire, ausgewogene Wirtschaftsweise würde immer damit beginnen zu fragen, welche legitimen Ansprüche von wirtschaftlichem Handeln betroffen sind.&#8221;</p></blockquote>
<p>Aha. Ja. Ok. Und jetzt?</p>
<blockquote><p>&#8220;Unser Ziel sollte eine Gesellschaft sein, in der möglichst alle Bürger in realer Freiheit leben. Dazu müssen wir zwischen Bürgerfreiheit und freiem Markt klar unterscheiden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Au ja, das klingt fein. Dann machen wir das doch ab jetzt so, oder?</p>
<p>Mit <a href="http://www.fixmbr.de/auri-sacra-fames/#comment-36585" target="_blank">freundlicher Unterstützung</a> durch Oliver von F!XMBR habe ich einen einzigen echten Handlungsvorschlag gefunden, und der lautet, dass Schülern im Wirtschaftskundeunterricht beigebracht werden muss, &#8220;dass Konsum allein nicht die Erfüllung des Lebens ausmacht&#8221;. So einfach ist das. Ich weiß nicht, ob die Lehrerschaft sich sehr verändert hat, aber mir wurde diese Erleuchtung zu Schulzeiten im Politik-, Deutsch-, Latein-, Kunst-, Geschichts- und sogar im Sportunterricht permanent über den Kopf gehauen, und ich muss gestehen, dass sie mich nicht sehr nachhaltig beeindruckt hat. Natürlich trifft auch dieser Spruch zu, aber gerade weil er so offensichtlich stimmt, ist er vollkommen trivial und sagt uns eigentlich doch wieder gar nichts.</p>
<p>Die &#8220;Alternative zur Gewinnmaximierung&#8221; sieht also so aus, dass wir eine &#8220;faire, ausgewogene Wirtschaftsweise&#8221; brauchen, mit Leuten an der Spitze, die &#8220;glaubwürdig&#8221; sind, und dass möglichst alle Bürger &#8220;in realer Freiheit leben&#8221;. Noch mal: Der Mann lehrt an einer Universität. Er ist Professor. Er forscht seit Jahren in diesem Bereich. Er hat ein Institut für Wirtschaftsethik gegründet.</p>
<p>Nebenbei: Dass wir die Krise vor allem hemmungslosem Gewinnstreben zu verdanken haben, halte ich für eine grobe Vereinfachung an der Grenze zur schlichten Unwahrheit. Dazu habe ich <a href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2009/06/25/wir-zahlen-nicht-fur-eure-krise/">hier</a> vor einiger Zeit schon mal ein bisschen was geschrieben. Kurz gesagt hat die Krise meiner Meinung nach viel mehr mit völlig falschen Anreizen zu tun, gesetzt von einer Regierung, die unbedingt jedem ein Eigenheim finanziert haben wollte und dafür diese merkwürdigen quasi-staatlichen Vehikel Fanny Mae und Freddy Mac geschaffen hat. Und dann natürlich mit einer gewissen Dummdreistigkeit der beteiligten Banken, die, wie wir <a href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2009/07/04/bad-idea/" target="_blank">gerade erleben</a>, leider völlig gerechtfertigt war. Vielleicht wäre das Wirtschaftssystem, das Herr Professor Ulrich einrichten will, wirklich angenehm zum Leben. Aber wer glaubt, dass es darin keine Krisen mehr gäbe, der ist vielleicht ein echt netter Kerl, versteht aber nicht viel von Ökonomie.</p>
<p>Zum Schluss sagt Professor Ulrich:</p>
<blockquote><p>&#8220;Vor zwanzig Jahren hat man oft den Satz des Satirikers Karl Kraus gehört, in dem ein Student zu seinem Professor kommt und sagt, er möchte gerne Wirtschaftsethik studieren, und der Professor erwidert: &#8216;Nun entscheiden Sie sich mal, junger Mann: das eine oder das andere?&#8217;&#8221;</p></blockquote>
<p>Anscheinend muss man sich wirklich entscheiden.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Was tun wir?]]></title>
<link>http://befoo.wordpress.com/2009/06/26/was-tun-wir/</link>
<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 12:54:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>befoo</dc:creator>
<guid>http://befoo.wordpress.com/2009/06/26/was-tun-wir/</guid>
<description><![CDATA[Kurz und bündig: The Foo e.V. ist gemeinnützig. The Foo e.V. fördert das nachhaltige Bewußtsein in a]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><img class="alignleft size-medium wp-image-73" title="the foo ev" src="http://befoo.wordpress.com/files/2009/06/the-foo-ev1.jpg?w=300" alt="the foo ev" width="300" height="133" />Kurz und bündig:<br />
The Foo e.V. ist gemeinnützig.<br />
The Foo e.V. fördert das nachhaltige Bewußtsein in allen Ebenen.<br />
The Foo e.V. fördert die nachhaltge (TBL) Wissenschaft und Forschung.<br />
The Foo e.V. möchte  einen &#8220;Raum für Nachhaltigkeit&#8221;, in dem Leben und Arbeiten harmonisch möglich ist.<br />
The Foo e.V. fördert nachhaltige TBL Projekte.<br />
The Foo e.V. wird weltweit tätig sein.<br />
The Foo e.V. arbeitet generationsübergreifend. Nachhaltigkeit ist ein Thema für Kinder wie für Senioren.</p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-96" title="our team with joined hands" src="http://befoo.wordpress.com/files/2009/06/fotolia_4277430_xs.jpg?w=150" alt="our team with joined hands" width="150" height="100" /><strong>Für diese Ziele brauchen wir weltweit Foo&#8217;s und finanzielle Mittel!</strong><br />
Untertützen Sie uns und Sie unterstützen den nachhaltigen Wandel, den diese Welt so dringend braucht! Werden Sie ein Foo und machen die Welt jeden Tag ein bisschen besser!</p>
<p><strong>Hier die lange Version.<br />
The Foo e.V. hat satzungsgemäß folgende Aufgaben:</strong></p>
<p>Der Zweck des Vereins ist die Unterstützung und Förderung der Forschung und Bewusstseinsbildung im beruflichen und gesellschaftlichen Leben hinsichtlich der Einheit und ganzheitlichen Umsetzung der drei Säulen der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie, soziales und gesellschaftliches Engagement auch Triple Bottom Line (TBL)genannt). Der Verein wirkt im Sinne der Volksbildung, der Förderung internationaler nachhaltiger Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und sieht sich insbesondere dem Prinzip einer globalen nachhaltigen Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft verpflichtet. Der so genannte „Foo“-Verhaltensgedanke, also die Ausrichtung an der TBL, soll global bekannt gemacht und verbreitet werden, um ein nachhaltiges Bewusstsein für die drei Säulen der Nachhaltigkeit (TBL) in Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen. Zur Erreichung seiner Ziele arbeitet der Verein mit den Medien, mit Bildungseinrichtungen und mit solchen Institutionen und Einrichtungen zusammen, die Aufgaben, Zweck und Ziele des Vereins unterstützen.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-76" title="Kohlendioxid Ausstoß" src="http://befoo.wordpress.com/files/2009/06/fotolia_10787625_xs1.jpg?w=300" alt="Kohlendioxid Ausstoß" width="180" height="161" /><strong>Das versucht er mit folgenden Mitteln:</strong></p>
<p>- öffentliche Stellungnahmen,<br />
- Organisation und Durchführung von öffentlichen<br />
   Informationskampagnen und Veranstaltungen,<br />
- Publikationen,<br />
- Beteiligung oder Durchführung von Bildungsveranstaltungen in<br />
   Firmen, Institutionen, Behörden, Schulen und anderen<br />
   Bildungseinrichtungen,<br />
- Bildungsmaßnahmen in Form von Seminaren, Tagungen und<br />
   Vorträgen,  Ausstellungen,<br />
- Beteiligung sowie Spenden an nachhaltige Verbände, Vereine und Institutionen,<br />
- Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Organisationen durch  <br />
   Förderung von Programmen und Maßnahmen,<br />
- Globale Präsenz von „Foo’s“ (v.a. durch Förder- und Ehrenmitglieder)<br />
- Kooperation mit nationalen und internationalen Unternehmen, Organisationen und Institutionen, um Nachhaltigkeit weltweit zu fördern.<br />
- Der Verein stellt den Foo’s (Mitgliedern) umfassendes Material (online und offline) und Methoden zur Verfügung, um den Satzungszweck in die Welt zu bringen.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-95" title="unity and strength" src="http://befoo.wordpress.com/files/2009/06/fotolia_1170777_xs.jpg?w=300" alt="unity and strength" width="300" height="232" /><strong>Aufgaben des Vereins sind insbesondere:</strong></p>
<p>Der Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedern und Anderen in Bereichen der Nachhaltigkeit, sowie die Vertiefung und Erweiterung des Fachwissens im Bereich aller Aspekte der TBL.<br />
Das Nachhaltigkeitsbewusstsein &#8211; als wichtige persönlich individuelle Funktion der Menschen zu fördern.</p>
<p><strong>Dafür brauchen wir Foos!<br />
Werdet Foos und wir helfen die Welt jeden Tag ein bisschen besser zu machen!</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-49" title="The Foo key visual" src="http://befoo.wordpress.com/files/2009/06/bitmap-in-the-foo-vc-tj.jpg" alt="The Foo key visual" width="492" height="137" /></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Business meets Ethics]]></title>
<link>http://gebauer.wordpress.com/2009/05/24/business-meets-ethics/</link>
<pubDate>Sun, 24 May 2009 15:05:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>gebauer</dc:creator>
<guid>http://gebauer.wordpress.com/2009/05/24/business-meets-ethics/</guid>
<description><![CDATA[7 Vortragsabende. 3 Workshops. 1 Podiumsdiskussion. 11 Fragen. Kann Entsorgungswirtschaft nachhaltig]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>7 Vortragsabende. 3 Workshops. 1 Podiumsdiskussion. 11 Fragen.</p>
<p>Kann Entsorgungswirtschaft nachhaltig sein?</p>
<p>Welche Rolle spielt Unternehmensethik in der BWL?</p>
<p>Was verbindet Corporate Responsibility und Leadership?</p>
<p>Ist Corporate Responsibility ein Feigenblatt mit revolutionärem Potential?</p>
<p>Wie kann gemeinsam erfolgreiche Korruptionsbekämpfung betrieben werden?</p>
<p>Wo liegen Chancen und Herausforderungen marktbasierter Armutsbekämpfung?</p>
<p>Welchen Beitrag leisten privatwirtschaftliche Akteure zum globalen Regieren?</p>
<p>Wie hängen Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit zusammen?</p>
<p>Können Hochschulen verantwortungsvolles Wirtschaften lehren?</p>
<p>(Wie) Können Finanzinvestoren nachhaltig agieren?</p>
<p>Was hat Welthandel mit Gerechtigkeit zu tun?</p>
<p>1 Antwort? <strong>BUSINESS MEETS ETHICS </strong></p>
<p>Öffentliche Veranstaltungsreihe. LMU München. Mai bis Juli 2009. Eintritt frei. Mitdiskutieren erwünscht. Workshopteilnahme nach Anmeldung.</p>
<p>Programm und Informationen unter <a title="Business meets Ethics" href="http://www.business-meets-ethics.de" target="_blank">www.business-meets-ethics.de</a>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Business meets Ethics]]></title>
<link>http://nonsensausdemoff.wordpress.com/2009/05/24/business-meets-ethics/</link>
<pubDate>Sun, 24 May 2009 14:57:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>gebauer</dc:creator>
<guid>http://nonsensausdemoff.wordpress.com/2009/05/24/business-meets-ethics/</guid>
<description><![CDATA[7 Vortragsabende. 3 Workshops. 1 Podiumsdiskussion. 11 Fragen. Kann Entsorgungswirtschaft nachhaltig]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>7 Vortragsabende. 3 Workshops. 1 Podiumsdiskussion. 11 Fragen.</p>
<p>Kann Entsorgungswirtschaft nachhaltig sein?<br />
Welche Rolle spielt Unternehmensethik in der <span class="caps">BWL</span>?<br />
Was verbindet Corporate Responsibility und Leadership?<br />
Ist Corporate Responsibility ein Feigenblatt mit revolutionärem Potential?<br />
Wie kann gemeinsam erfolgreiche Korruptionsbekämpfung betrieben werden?<br />
Wo liegen Chancen und Herausforderungen marktbasierter Armutsbekämpfung?<br />
Welchen Beitrag leisten privatwirtschaftliche Akteure zum globalen Regieren?<br />
Wie hängen Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit zusammen?<br />
Können Hochschulen verantwortungsvolles Wirtschaften lehren?<br />
(Wie) Können Finanzinvestoren nachhaltig agieren?<br />
Was hat Welthandel mit Gerechtigkeit zu tun?</p>
<p>1 Antwort?</p>
<h2><span class="caps">BUSINESS</span> <span class="caps">MEETS</span> <span class="caps">ETHICS</span></h2>
<p>Öffentliche Veranstaltungsreihe. <span class="caps">LMU</span> München.<br />
Mai bis Juli 2009.<br />
Eintritt frei. Mitdiskutieren erwünscht.<br />
Workshopteilnahme nach Anmeldung.<br />
Programm und Informationen unter<br />
<a href="http://www.business-meets-ethics.de/">www.business-meets-ethics.de</a>.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[synonyme für "geld"]]></title>
<link>http://sensiblochamaeleon.wordpress.com/2009/04/02/wertcluster-eingefangene-digitalsierte-und-undomestizierbare-worter/</link>
<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 09:51:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>sensiblochamaeleon</dc:creator>
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<description><![CDATA[wert im sprachgebrauch _____________________ mythen von der 2 billionen leichten wolke freien kapita]]></description>
<content:encoded><![CDATA[wert im sprachgebrauch _____________________ mythen von der 2 billionen leichten wolke freien kapita]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Berliner Rede - viel reden, nichts sagen?]]></title>
<link>http://lowestfrequency.wordpress.com/2009/03/25/berliner-rede-viel-reden-nichts-sagen/</link>
<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 17:43:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>lowestfrequency</dc:creator>
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<description><![CDATA[Gestern in seiner Berliner Rede überraschte Bundespräsident Horst Köhler mit einer sehr selbstkritis]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Gestern in seiner Berliner Rede überraschte Bundespräsident Horst Köhler mit einer sehr selbstkritis]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Balance]]></title>
<link>http://ohmannthomas.wordpress.com/2009/03/15/balance/</link>
<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 17:01:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>ohmannthomas</dc:creator>
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<description><![CDATA[Meine Frau und ich haben in unserem Bordell die perfekte Balance zwischen Profit und Moral gefunden.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Meine Frau und ich haben in unserem Bordell die perfekte Balance zwischen Profit und Moral gefunden.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Blumen]]></title>
<link>http://ohmannthomas.wordpress.com/2009/03/12/blumen/</link>
<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 02:16:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>ohmannthomas</dc:creator>
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<description><![CDATA[Mit Ihrer Wirtschaftsethik können Sie bei uns keinen Blumenstiel gewinnen.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Mit Ihrer Wirtschaftsethik können Sie bei uns keinen Blumenstiel gewinnen.</p>
</div>]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[CSR - Was ist das, wie geht das, wer macht das?]]></title>
<link>http://homosociologicus.de/2009/02/01/csr-was-ist-das-wie-geht-das-wer-macht-das/</link>
<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 19:00:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>Stefan Spiess</dc:creator>
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<description><![CDATA[(CC) Flickr.com / by CanadianVeggie von Stefan Spiess CSR &#8211; Corporate Social Responsibility - ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><div id="attachment_929" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-929" title="Jede Entscheidung beeinflusst Gesellschaft - nicht nur in der Zukunft." src="http://homosociologicus.wordpress.com/files/2009/02/319319469_b548c567fa_b.jpg" alt="Nur in der Zukunft? - Jede Entscheidung beeinflusst die Gesellschaft. Auch jetzt." width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">(CC) Flickr.com / by CanadianVeggie</p></div>
<p><em>von Stefan Spiess</em></p>
<p>CSR &#8211; Corporate Social Responsibility - das ist eine Idee aus den USA. Seit einiger Zeit findet sich der Begriff immer häufiger, besonders beliebt ist er bei Marketingmenschen und deren Gegnern. Der Grundgedanke ist, dass sich Unternehmen freiwillig sozial und ökologisch verantwortungsbewusst verhalten sollen, also <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftsethik">bestimmte ethische Richtlinien befolgen [Wiki:Wirtschaftsethik]</a>.  Die EU sieht CSR als&#8230;</p>
<blockquote><p>Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf <strong>freiwilliger</strong> Basis <strong>soziale Belange und Umweltbelange </strong>in ihre Unternehmenstätigkeit und in die <strong>Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern</strong>zu integrieren. <a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2001:0366:FIN:DE:PDF">[Grünbuch der verantwortlichen EU-Kommission]</a></p></blockquote>
<p>Ich möchte in diesem Artikel die hervorgehobenen Teile der Idee erklären, und erläutern, was CSR in Deutschland bringen kann. Soziologisch gesehen, natürlich. Am Schluss ein Beispiel für exzellente Arbeit: AddioPizzo in Italien und eine kurze Blogschau zum Thema.</p>
<p><!--more--></p>
<h4>
<div class="mceTemp">Was heisst hier freiwillig? &#8211; Was Ihre Kaufentscheidung mit CSR zu tun hat</div>
</h4>
<p>Freiwillig ist hier ein seltsamer Begriff. Sie müssen sich das im Falle von CSR in etwa so vorstellen: Ein Unternehmen macht etwas freiwillig, wenn es etwas macht, was nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Das heisst aber nicht, dass es das völlig freiwillig macht. Und hier kommen sie ins Spiel: Sie können mit Ihrer Kaufkraft und Ihren Nachfragen mitbestimmen, wie sich die Firmen, denen Sie Ihr Geld hinterhertragen, verhalten!</p>
<p>Die Idee kommt, wie bereits erwähnt, aus den USA. Da der US-Amerikanische Staat weitaus weniger regelt als der deutsche, hat sich CSR dort aus zivilbürgerlichem Engagement entwickelt. Wenn der Staat die Unternehmen nicht zwingt, der Gesellschaft etwas zurückzugeben, dann tut man es eben selbst.</p>
<p>Warum das für sie wichtig ist? Die Soziologische Theorie kennt seit langem den Begriff des Trittbrettfahrerproblems. Wenn man sich ein Unternehmen als einen Bürger von vielen vorstellt, der alle Vorzüge einer Gesellschaft nutzt, dann hat dieser Unternehmensbürger stark vereinfacht zwei Möglichkeiten:</p>
<ul>
<li>Er nimmt alles mit und gibt nichts zurück.</li>
<li>Er versucht, für das was er bekommt, auch etwas zurückzugeben.</li>
</ul>
<p>Dazwischen sind alle möglichen Mischungen denkbar. Das erste Extrem ist dabei der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trittbrettfahrer-Problem">Trittbrettfahrer [Wiki]</a>. Das zweite Unternehmen handelt so, dass es ein &#8220;guter Bürger&#8221; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Citizenship">[Wiki:Corporate Citizenship]</a> ist. Neben &#8220;Steuern zahlen&#8221; oder &#8220;Arbeitsrecht beachten&#8221;, werden dabei von immer mehr Menschen auch Dinge wie &#8220;Menschenrechte achten&#8221;, &#8220;keine Kinderarbeit einsetzen&#8221; oder &#8220;unter umweltverträglichen Bedingungen herstellen&#8221; verstanden (<em>Siehe unten.</em>).</p>
<p style="padding-left:30px;"><strong>Zusammenfassend</strong>:<em> CSR ist freiwillig, weil es nicht durch Gesetze vorgeschrieben ist. Jeder Mensch in einer Gesellschaft kann selbst dazu beitragen, dass ein Unternehmen sich &#8220;freiwillig&#8221; dem Druck der Öffentlichkeit beugt, indem er oder sie Kaufentscheidungen bewusster fällt oder einfach so lange nachbohrt, bis etwas passiert.</em></p>
<h4>Soziale Belange und Umweltbelange &#8211; Kann ein Unternehmen die alle berücksichtigen? Was für Punkte sind das, die Unternehmen beachten sollen?</h4>
<p>Zwei einfache Fragen, zwei einfache Antworten.</p>
<ol>
<li>Nein, ein Unternehmen kann natürlich nicht alle Punkte berücksichtigen oder alle Probleme lösen. Allerdings kann es die Interessen derer berücksichtigen, die von seinen Entscheidungen und von der Art seiner Produktion betroffen sind. Soziologisch betrachtet könnte man sagen: Immer, wenn ein Unternehmen weiß, wie sich sein Handeln auswirkt, dann kann auch darüber entscheiden, im Sinne von CSR zu handeln. Dabei sollte man nicht vergessen, dass es immer Menschen sind, die hinter solchen Entscheidungen stehen. Durch Ihr Kaufverhalten sind sie einer von denen, die mit entscheiden.</li>
<li>Ein Unternehmen, das Dienstleistungen anbietet, kann seinen Arbeitnehmern einen fairen Lohn zahlen. Ein Anbieter von Kaffee kann den Kaffeebauern das Produkt zu fairen Preisen abkaufen. Stets geht es also darum, dass man sich fair verhält und auch die Bedürfnisse und Interessen von schwachen Betroffenen berücksichtigt. Ein solcher &#8220;schwacher Betroffener&#8221; kann auch ein Ökosystem oder eine Tierart sein. Das ist eigentlich alles, was sich hinter den &#8220;Umweltbelangen&#8221; verbirgt.</li>
</ol>
<h4>Wer oder was sind Stakeholder?</h4>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stakeholder">Stakeholder[Wiki]</a>sind alle , die von der Tätigkeit eines Unternehmens betroffen sind. Eine Übersicht möglicher Stakeholder:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-917" title="stakeholder" src="http://homosociologicus.wordpress.com/files/2009/02/stakeholder.jpg" alt="stakeholder" width="500" height="375" /></p>
<p>Sie sehen, dass dabei auch &#8220;Personen&#8221; wie die Umwelt genannt werden. Diese werden vertreten von Umweltorganisationen und &#8211; es wird sie mittlerweile nicht mehr überraschen &#8211; von Ihnen. Das gleiche gilt für &#8220;die Gesellschaft&#8221;, &#8220;die Armen und Schwachen&#8221;, &#8220;die Frauenrechte&#8221; oder &#8220;die Menschenrechte&#8221;.</p>
<h4>Wie funktioniert CSR in Deutschland?</h4>
<p>Wir haben ausreichend Gesetze in Deutschland, eigentlich sogar schon zu viel, das hört man oft. Außerdem ist doch der Staat dafür zuständig, die durchzusetzen, und nicht Otto Normalbürger!</p>
<p>Das mag schon sein.  Aber &#8220;der Staat&#8221; ist nicht immer dabei, wenn Sie ein Schnitzel kaufen, dessen Haltbarkeitsdatum umetikettiert wurde (<a href="http://4topas.wordpress.com/2007/08/28/gammelfleisch/">Gammelfleisch.</a>). &#8220;Der Staat&#8221; ist auch nicht immer da, wenn Sie ein Kind bekommen haben, und dringend einen Krippenplatz brauchen. Außerdem: &#8220;Der Deutsche Staat&#8221; ist nicht im Ozean unterwegs, um allen Fischern, die bei Ihrem Thunfischfang <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schleppnetzfischerei#Nachteile_und_Gefahren">ordentlich Delphine killen [Wiki:Schleppnetzfischerei]</a>, auf die Finger zu hauen.</p>
<p>Es gibt also auch in Deutschland Möglichkeiten, wie Sie durch Ihre Kaufentscheidungen für mehr Gerechtigkeit und Lebenswert sorgen können.</p>
<h4>Ein Beispiel aus Italien &#8211; Damit sich keine Schleichwerbung einschleicht, für eine Bürgerinitiative und ihre Geschäftsidee</h4>
<p>Die Vereinigung AddioPizzo hat im Mai 2008 einen Supermarkt mit mehreren Händlern eröffnet, in dem ausschliesslich nachweislich Schutzgeldfreie Produkte verkauft werden (<em>Für nähere Informationen finden sie <a href="http://sizilienexkursion08.de/berichte/addiopizzo-%e2%80%93-antiracket-der-neuen-generation/">hier</a> einen Artikel von uns.</em>). Die Unternehmer leisten also Ihren Beitrag in der Bekämpfung eines gesellschaftlichen Problems, indem sie den steinigeren Weg gehen &#8211; Die Einkäufer belohnen das, indem Sie dort vermehrt einkaufen. Das ist ein wirklich wundervolles Beispiel, wie Ihre Entscheidungen jeden Tag dazu beitragen können, über staatliche Regelungen hinaus Ihr Land und Ihre Gemeinschaft ein bisschen besser zu machen. Und vielleicht sogar die von Menschen, die sie niemals kennen lernen werden.</p>
<p>Wir von Homosociologicus finden darum: CSR ist ein prima Konzept, das jeder in seinem Alltag wiederfinden kann. Wenn es gut umgesetzt ist, und nicht nur ein Marketing-Gag oder sogar der Versuch, unternehmerische Verantwortungslosigkeit zu vertuschen, dann ist es ein beeindruckendes Transportmittel für gesellschaftliche Veränderungen von unten.</p>
<h4>Blogs und Internetportale zum Thema</h4>
<p>Blogs und Artikel bei WordPress:</p>
<ul>
<li><a href="http://kirstininchile.wordpress.com/2009/01/05/ehrliche-csr/">Patagonia &#8211; Ehrliche CSR? (Kristin&#8217;s Chile Weblog)</a></li>
<li><a href="http://robertlecker.wordpress.com/">Fokus Verantwortung (Robert Lecker)</a></li>
<li><a href="http://arbeitundtechnik.wordpress.com/2008/10/06/csr/">CSR &#8211; Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (Arbeit&#38;Technik)</a></li>
<li><a href="http://glocalist.wordpress.com/2009/01/05/nachhaltigkeit-medien-und-werbung/">Nachhaltigkeit, Medien und Werbung (Glocalist Blog)</a></li>
</ul>
<p>Portale:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.csreurope.org/">CSR Europe</a></li>
<li><a href="http://csr-news.net/main/">CSR-News</a></li>
</ul>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Kunst der Lüge? Ansichten eines Außenseiters über das Personalwesen]]></title>
<link>http://bwlbote.wordpress.com/2008/12/18/die-kunst-der-luge-ansichten-eines-ausenseiters-uber-das-personalwesen/</link>
<pubDate>Thu, 18 Dec 2008 19:12:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>Harry Zingel</dc:creator>
<guid>http://bwlbote.wordpress.com/2008/12/18/die-kunst-der-luge-ansichten-eines-ausenseiters-uber-das-personalwesen/</guid>
<description><![CDATA[Als Mann an der Maus bin ich Zahlen, Daten und Fakten gewohnt. Ein Programm läuft oder es läuft nich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Als Mann an der Maus bin ich Zahlen, Daten und Fakten gewohnt. Ein Programm läuft oder es läuft nicht. Dazwischen gibt es nichts. Codezeilen lügen nicht. Computer versagen zwar dann und wann, aber sie tun das wenigstens ehrlich: mit einer Fehlermeldung, bisweilen auch ganz in Blau. Wer weiß, wo er IRQ_LESS_OR_EQUAL zu suchen hat, der repariert die Situation, so einfach ist das. Mit Schrecken und Entsetzen sehe ich da, was bisweilen in der Personalabteilung so vor sich geht. Das Leben kann so verlogen sein&#8230;</p>
<p><a href="http://www.bwl-bote.de/20081219.htm" target="_blank">Mehr&#8230;</a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Grundeinkommen zwischen Aufklärung und Bürgergesellschaft]]></title>
<link>http://grundeinkommensblog.wordpress.com/2008/11/04/grundeinkommen-aufklarung-burgergesellschaft/</link>
<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 23:13:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Binoc</dc:creator>
<guid>http://grundeinkommensblog.wordpress.com/2008/11/04/grundeinkommen-aufklarung-burgergesellschaft/</guid>
<description><![CDATA[Eine Pilgerfahrt. Von Paul Willems. Wege nach Rom, so weiß man sprichwörtlich zumindest, gibt es vie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><strong>Eine Pilgerfahrt.</strong><br />
<em>Von Paul Willems.</em></p>
<p style="text-align:justify;">Wege nach Rom, so weiß man sprichwörtlich zumindest, gibt es viele. Wege zum Grundeinkommen, jedenfalls der Vielzahl kursierender Entwürfe nach, auch. Fast möchte man meinen: zu viele. Man mag auch Ziele verfehlen, weil zu viele Wege dorthin führen. Jedenfalls drängt sich dieser Eindruck dem Betrachter, außerhalb wie innerhalb der Debatten um das ‚rechte’ Grundeinkommen, auf.</p>
<p style="text-align:justify;">Von außen gesehen stets ein leicht zu habendes Motiv, die Debatte gar nicht erst Ernst zu nehmen. Von innen gesehen oftmals Anlass, den je eigenen Standpunkt wiederholend zu vervielfältigen und ihm wenigstens mehr Platz zu schaffen. In der Summe mag so der Eindruck entstehen, er breite sich aus, der ‚gute’ Gedanke. Und in einem etwas oberflächlichen Blick: Da finde schon was zusammen, was zusammen gehört. Dabei weiß man oder könnte doch wissen, dass zwischen den Befürworter ein und derselben Idee durchaus große Unterschiede darin bestehen, mit welchem Ziel und aus welchem Motiv heraus man sich auf den Grundeinkommensweg begeben hat.</p>
<p style="text-align:justify;"><!--more--></p>
<p style="text-align:justify;">In einer holzschnittartigen These: Motive wie Ziele reichen von der reale Emanzipation des Menschen – und damit der Einlösung eines Versprechens der Neuzeit – bis hin zu ‚effizienteren’ Sozialstaatstechniken – und damit ein Stück weit Etikettenschwindel – und finden sich unter einem gemeinsamen Begriffsdach zusammen. Gestritten wird freilich weniger miteinander, sondern die Modelle setzen sich voneinander ab, behaupten aber eine irgendwie grundsätzliche Gemeinsamkeit im Kern.</p>
<p style="text-align:justify;">Die folgenden Überlegungen werden mit dem zuvor skizzierten Spagat zu tun haben. Und damit auch mit den Verrenkungen und nicht nur orthopädisch bedenklichen Stellungen. Dazu bedarf es einer Restauration des Ideologiebegriffs: Den braucht man als Einspruch gegen die erschlichene Allmacht des marktwirtschaftlichen Denkens &#8211; auch und gerade im Zentrum der Grundeinkommensdebatte. Auch hier holzschnittartig: die Rede ist von der Marktkonformität des Grundeinkommens. Ohne die, so hört man doch, ist das Grundeinkommen nicht zu haben. Und damit fällt die Frage an, ob damit nicht schon der ‚Bedingungslosigkeit’ des Grundeinkommens Grenzen gesetzt sind. Über diese Grenzen muss man offensiver in einen gemeinsamen Diskurs treten.</p>
<p style="text-align:justify;">Das Grundeinkommen, spätestens in der Frage seiner Finanzierbarkeit, bleibt &#8211; trotz all seiner behaupteten ‚befreienden’ Wirkungen – in der Defensive: Nicht zu viel bitte, weil nicht zu bezahlen, aber erst recht nicht zu viel, weil dann keiner mehr das tut, was alle tun müssen, damit es uns allen besser geht: Arbeiten gegen Lohn. Damit, dass das Grundeinkommen, so heißt es, von denen bezahlt werden muss, die für Geld arbeiten, ist schon eine unsichtbare Zahl genannt, die nicht überschritten werden darf. In dieser Konstellation wiederholt sich das überkommene Sachzwangargument der Ökonomie innerhalb einer Debatte, die in Teilen wenigstens, doch die Emanzipation von einer Erwerbsgesellschaft in Reinkultur will.</p>
<p style="text-align:justify;">Zwar arbeiten wir alle – oder werden dazu trotz fehlender sinnvoller Angebote wenigstens genötigt &#8211; seit Generationen brav vor uns hin, ohne dass sich der versprochene Effekt eines allgemeingültigen, d. h. allgemeinwohlorientierten Aufschwungs einstellt, aber dennoch wird die Mahnung nicht  etwa fragwürdig, nur so, indem wir dabei bleiben, ginge es voran. Unter marktwirtschaftlichen Prämissen nämlich führt nur ein Weg nach Rom. Und nur ein Modell, das mehr oder weniger glaubwürdig das Etikett Grundeinkommen zu tragen weiß und dennoch diese Maxime nicht außer Kraft setzt, passt dazu.</p>
<p style="text-align:justify;">Damit leisten wir uns eine Art Defizitluxus: Weder nehmen wir es so ganz Ernst mit der Armutsbekämpfung, noch registrieren wir ein zunehmendes Demokratiedefizit angesichts des Auseinanderdriftens ökonomischer Macht und ihrem Namen und Anliegen nach allgemeinwohlgestaltender Politik. Im nationalen oder europäischen Gestaltungsraum vielleicht noch harmlos, weltweit jedoch keineswegs. Teilhabedefizite, sowohl an Reichtum wie Entwicklungschancen, aber besonders ins Sachen Bildung, sind Einfallstore des Totalitären. Aber das hier nur am Rande.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Rede soll also sein von ‚unterkomplexen’ Strategien zur Herleitung der Idee des Grundeinkommens an sich. Die nämlich, etwas ernster genommen, setzt Markierungsmarken, die von pragmatischen und durchaus wohlmeinenden Umsetzungsstrategien nicht beschädigt werden dürfen. Damit ist die Rede auch davon, dass sonderlich Finanzierungsstrategien und –optionen nicht, mit marginalen Änderungen, von den Transfermöglichkeiten im Sinne des ‚status quo’ allein, sondern von dem geprägt sein müssen, was überhaupt erst in eine zivile Balance gebracht werden muss. Anders formuliert: So, wie wir bislang Mittel abschöpfen, um öffentliche Infrastrukturaufgaben zu finanzieren und sozialpolitische Errungenschaften zu entwickeln (bzw. in der jetzigen Phase eher herunterfahren) – und das ist ein Dilemma schlechthin und hat noch gar nichts mit dem Grundeinkommen zu tun -, ist Teil des Problems, keineswegs eine ‚neutrale’ Grundlage. Wer das Grundeinkommen ernsthaft ‚bedingungslos’ will, setzt einen ‚Paradigmenwechsel’ in Gang, der über die bislang gedachten Umsetzungsszenarien hinausgeht. Was zu beweisen ist.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Verfassungsrecht versus menschliche Verfassung.</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Es bietet sich an, mit einem kurzen historischen Debattenrückblick Ralf Dahrendorfs 84er Thesen zum Grundeinkommensthema als bis heute nicht zu bewältigenden ‚Spagat’ zwischen Emanzipation und Marktlogik vorzustellen.</p>
<p style="text-align:justify;">Viele von Ihnen werden die Argumentation kennen. Ralf Dahrendorf formuliert den Anspruch auf ein Grundeinkommen als ‚Bürger- bzw. Menschenrecht’ in einer der ersten Publikationen zum Thema (1984) zwingend. Er spricht einschränkungslos davon, dass eine Gesellschaft gleicher Staatsbürger nicht zugleich eine Gesellschaft der Mehrklassigkeit der Dazugehörigen und einer Unterklasse der Nichtzugehörigen sein kann. Wenn, so Dahrendorf weiter, es nicht zu den Grundrechten eines jeden Bürgers gehört, dass seine materielle Lebensgrundlage garantiert wird, so zerfällt die Staatsbürgergesellschaft. Es geht hier schlicht um die hinreichende Bedingung dafür, eine Gesellschaft zu schaffen, in der sich zu leben lohnt. Für Alle.</p>
<p style="text-align:justify;">Falls das nicht darüber auf den Weg gebracht wird, jedem Bürger im Verfassungsrang die materiellen Bedingungen seiner Existenz fraglos zu garantieren, entsteht zunehmend ein Zweifeln an der Rechtsordnung und eine Bedrohung des gesellschaftlichen Grundvertrags, den wir alle miteinander eingegangen sind. So weit, so gut. Eigentlich reicht diese Formulierung vollkommen aus, um die Unbedingtheit eines menschenrechtlich bestimmten Anspruchs zu definieren und auf Verfassungsebene umzusetzen. Was spricht bis heute dagegen?</p>
<p style="text-align:justify;">Dem gegenüber steht eine universelle Befürchtung. Eine zu weitgehende Entkoppelung von Arbeit (Erwerbsarbeit) und Einkommen zerstört nach Dahrendorf ein Reihe sozialer und individueller Ordnungssysteme. Wenn Gesellschaften auf die Disziplinierungsfunktion der Erwerbsarbeit dadurch verzichten, dass ein Grundeinkommen realiter eine Wahlfreiheit schafft, Erwerbsarbeitsplätze anzunehmen oder nicht, führt dies – zusätzlich zu den damit auch von Vielen erwarteten wirtschaftlichen Schwierigkeiten -  zu folgenreichen weiteren Destabilisierungseffekten. Dahrendorf sieht dies in drei Bereichen gegeben:</p>
<p style="text-align:justify;">Wegfall der Differenzierungsmöglichkeiten von Wohlfahrtschancen; Wegfall der Bildungssysteme für Selbstbild und Selbstwert/-bewusstsein; Wegfall der Prinzipien der Strukturierung von Zeithaushalten.</p>
<p style="text-align:justify;">In der Konsequenz dieses Argumentes: Die Menschen sind nicht mündig genug, jenseits einer vorgegebenen (Erwerbs)Alltagsordnung, ihr Leben zu steuern und zu organisieren.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Menschenbilder.</strong></p>
<p style="text-align:justify;">In der breit geführten Diskussion um die Wirkungen eines Grundeinkommens finden sich viele zustimmende wie ablehnende Argumente zu dieser zentralen Frage. In seiner allgemeinsten Fassung ließe sich hier der Konfliktverlauf erfassen als Streit um die Henne und das Ei: Sind Menschen so, dass man die von Dahrendorf genannten Befürchtungen hegen muss, weil sie von ‚Natur’ aus zu solchen Verhaltensweisen neigen – oder sind sie so, weil ihnen keine anderen lebensgeschichtlichen Perspektiven in einem ausweglos marktorientierten Verwertungssystem geboten werden, sodass sie überhaupt erst ‚freie’ und selbstbestimmte Steuerungskompetenzen dann entwickeln könnten, wenn sie auch tatsächlich freie Wahlmöglichkeiten haben. Man misstraut den Menschen, jedenfalls den anderen, mahnt folglich zur Vorsicht. Und daneben gibt es die vielen Gegenreden, die auf den ‚guten’, jedenfalls ‚besseren’ Menschen setzen.</p>
<p style="text-align:justify;">Man weiß in der Debatte um den Trick: Strukturelle Deformationen werden individualisiert, sodass der Arbeitslose gleich auch schon der von jeher Arbeitsunwillige ist, Kausalitäten werden verkehrt, sodass der, der ist, was er ist, dies nicht etwa geworden ist durch die Bedrängnis der Umstände und missratende Sozialisation, sondern von ‚Natur’ aus und damit Urbild aller Menschennatur.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Frage aber ist keine der Anthropologie, sie ist eine genuin ethische und setzt sich von daher mit offenen oder verdeckten normativen Vorgaben auseinander, die zu der einen wie zu der anderen Einschätzung der ‚Potentiale’ des Menschlichen führen. Die scheinbar unauflösbare Gegenüberstellung von menschenrechtlicher Forderung (Grundeinkommen bzw. materielle Sicherheit) und anthropologisch-ökonomischer Warnung (Destabilisierung menschlicher Routinen) setzt nämlich auf einer historischen (theoretischen, also ideologischen, wie realpolitischen) Abspaltung auf, die sich in den Köpfen wie in der gesellschaftlichen ‚Praxis’ bis zur Tabuisierung verfestigt hat.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Alternativen.</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Hierzu möchte ich auf die Arbeiten von Peter Ulrich zum, man wird es so nennen dürfen, doppelten Paradigmenwechsel der Wirtschaftethik verweisen. Mit dem ‚ersten’ zu Zeiten des aufkommenden Kapitalismus und des Aufkommens und dominierender werdenden ökonomischen Denkens, setzt nämlich schon eine Verblendung bzw. Ausblendung ein. In vielen Schriften von Ulrich, hier zitiert aus ‚Politische Ökonomie, wirtschaftsethisch rekonfiguriert &#8211; Funktionale Systemökonomie im Kontext praktischer Sozialökonomie` [zfwu 7/2 (2006)], zeichnet er die Auslösung der ökonomischen Lehre aus der gesellschaftlichen Verantwortung hin zu einer vergleichweise ‚naturwissenschaftlichen’ und also zweckfreien, durch und durch rationalen, aber dennoch oder darum effizienten Steuerungssystematik wirtschaftlicher Prozesse nach.</p>
<p style="text-align:justify;">„Am Anfang und während der längsten Zeit ökonomischen Denkens galt die aristotelische Trias: Ökonomie wurde als Teil der Politik und die so verstandene Politische Ökonomie wiederum als Teil der Ethik begriffen. Normativität war dieser Disziplin gleichsam ins Stammbuch geschrieben, und das entspricht durchaus ihrem Gegenstand ‚Wirtschaften’ als einer elementaren Dimension humaner Praxis. (…) Erst die Neoklassiker wollten ab etwa 1870 ihr Fach von allen ethisch-normativen und politischen Beimischungen „purifizieren“, also eine „reine“ und „autonome“ Ökonomik betreiben. Das impliziert ein Zwei-Welten-Modell von (ökonomisch als „sachfremd“ wahrgenommener) Ethik und Politik einerseits und (als wertfrei sowie unpolitisch aufgefasster) Ökonomik andererseits. Nicht grundlos nennt sich die Disziplin, die bei den vorwiegend angelsächsischen Klassikern ganz zutreffend Political Economy hieß, längst nicht mehr so.“</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Ideologie der Marktwirtschaft.</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Ökonomie soll seitdem reiner Sachzusammenhang sein, in dem Gesetze und Regeln, richtig angewandt, ein stabiles, effizientes Funktionieren ermöglichen. In seinen Konsequenzen aber zeitigte das ökonomische System krasse Gerechtigkeitsdefizite bzw. ein zunehmendes Verteilungsungleichgewicht. Zwar wurde und wird zum Ausgleich behauptet, dass es in der Folge allen besser gehen würde. Dass das so nicht stimmt, wissen wir nicht erst seit heute.</p>
<p style="text-align:justify;">Eine Abspaltung also, die affektive Disposition des homo oeconomicus und dessen stärkstem Antrieb, das egoistische Streben nach Besitz und Gewinn, sollte damit auch der entscheidende humane Grund(an)trieb sein, den es durch geeignete Maßnahmen zu schützen und zu entwickeln gälte, damit es Allen besser gehe. Und wie von selbst soll sich damit nicht nur ein ökonomischer, sondern ein positiver kultureller und sozialer Entwicklungsprozess entfalten.</p>
<p style="text-align:justify;">Dieser Grundansatz, einmal verfestigt, wird zugleich universal und bestimmt heute alle anderen gesellschaftlichen Felder, inklusive der ‚Logik’ von Sozialtransfers. Die Ökonomisierung, geknüpft an eine nicht mehr hinterfragte Normierung des Menschen zum homo oeconomicus, bestimmt jeden Aspekt und gibt vor, dass nur ‚unternehmerisch’ Bildung und Arbeit, selbst Haushalt und soziale Tätigkeit sschlechthin zu organisieren sei. Es mag in Katastrophensituationen gerade noch gehen, bedingungslose Hilfe anzubieten, darüber hinaus gilt das als verwerflich, mache man damit doch den Bedürftigen gleich zum Ohnmächtigen.</p>
<p style="text-align:justify;">Die ökonomische Rationalität und ihre verengende Reduktion des Menschen auf eine strikt verhaltenspsychologische Determination, die ja von vielen geradezu zu einem fundamentalistischen Dogma erhoben wird, wird zum gesamtgesellschaftlichen Universalmaßstab und generiert ein Menschenbild, das in der Tat einen strikt ‚normativen’ Charakter besitzt. Kritischer gesehen sich als passende ‚Ideologie’ der Marktwirtschaft zeigt. Bleibt doch eine solche Bestimmung des Menschen erkennbar eindimensional und lässt a priori keine weitere Bestimmung der menschlichen ‚Natur’ im Zentrum einer ‚sozialen’ Verhaltenstechnologie zu. Die jenseits der ‚ökonomischen’ Emanzipation des Menschen entstandenen Definitionen zum Wesen des Menschen fallen ersatzlos weg: als Mitglied der bürgerlichen Zivilgesellschaft mag er neben dem Markt zwar herzeigen dürfen, wozu er  sonst noch tauge. Im Markt, damit dieser funktioniere, habe jedoch keine andere Definition Raum.</p>
<p style="text-align:justify;">Unter der Tarnkappe einer ‚reinen’ Wissenschaft gilt fortan ein methodischer Reflexionsstopp (Ulrich) vor dieser impliziten Brachialnormativität, die die Ökonomie als unpolitisch ausgibt und deshalb in der Folge auf einen methodisch kontrollierten Umgangs mit ihrer eigenen realpolitischen Funktion und ihren Konsequenzen verzichtet. Demnach irrt nie die Ökonomie, sondern die Menschen verstehen sie nicht bzw. wissen ihre produktiven Potentiale nicht zu nutzen. Erst wenn sie sich, in jeder Lage, der ökonomischen Logik fügen, werden sie erfolgreich. Und wenn sie dieser Logik nicht folgen, ist ihr Scheitern selbstverschuldet.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Deformation: Von unten bis oben.</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Im Umkehrschluss kehrt die Individualisierung des Versagens an den oberen Sprossen der Fresskette wieder als ‚moralisches’ Versagen der Wirtschaftseliten, die ein an sich unproblematisch effizientes System aus unlauteren Motiven zu eigennütziger Bereicherung abschöpfen. Das mag wohl auch so sein, aber die strikte Bereicherungsmaxime als Triebfeder des Systems schlechthin gilt freilich weiterhin, lediglich ‚individuelle’ Hemmungslosigkeit soll nicht erlaubt sein. Damit aber soll nicht mehr erreicht werden, als die strukturelle Monstrosität des Systems aus der Kritik zu nehmen. Statt Kritik an der strukturellen Logik des marktwirtschaftlichen Systems rücken allenfalls die individuellen Verfehlungen des Einzelnen in den Blick, zuweilen gar noch mit einem gewissen Verständnis gepaart, dass der, der eben noch schnell sich die Taschen fülle oder Gelder jenseits der Steuer in unangreifbare Fernen schaffe, nicht wirklich weit weg von einer weithin geschätzten Geschäftsidee operiere – während man andererseits den so genannten Sozialschmarotzer mit doppelter Häme begegnet, da die ja nicht einmal den Spielregeln zustimmen, die sie angeblich ausnützen. Das geht schon gar nicht, das andere nur zu weit.</p>
<p style="text-align:justify;">Solch universelle ‚Metaphysik’ des Marktes führt zu einer Art Binnen-Kolonalisierung der Menschen: Extrinsische Motivation als alleiniger Bestimmungsgrund ökonomisch richtigen Handelns führt zum Imperialismus des Extrinsischen überhaupt. Bildung degradiert zur Optimierung der eigenen Verwertungspotentiale, verklärt wird die Unterordnung unter die Diktatur des scheinbar Faktischen, gefordert der Gehorsam der Ideologie der Erwerbsarbeit gegenüber.</p>
<p style="text-align:justify;">Die derart eingeleitete und lange eingeübte Deformation des Menschen zum homo oeconomicus wird zum stärksten Argument dafür, dieser sei nun einmal so und darauf müssten die Ökonomie und ihr kleiner Bruder, der klassische Sozialstaat Rücksicht nehmen, indem in Sachen Wirtschaftswachstum positive Anreize zuhauf und in Sachen Sozialfürsorge &#8211; am anderen Ende ansetzend &#8211; heftige negative Anreize, sprich Mittel- bzw. Ressourcenverknappungen und entwürdigende Gehorsams- bzw. Arbeitsweltsimulationen etabliert werden.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Ökonomisierung der Welt (Bildung, Sozialstaat, Sozialarbeit) wird imperial. Was sich am Markt behauptet, ist gut, alles andere verfällt dem Ineffizienzverdacht. Das Instrument wird zum Selbstzweck bzw. zum Herrschaftsinstrument: Alle sollen das tun, was Wachstum befördere  &#8211; und das heißt ja schon lange nicht mehr ein vielleicht sinnreiches Wachstum an Arbeitsplätzen und damit Teilhabemöglichkeiten innerhalb der hier anstehenden Scheinlogik von Teilhabe.</p>
<p style="text-align:justify;">Dieses abgeschottete Denken wird allenfalls durch äußere Katastrophen irritiert. Krieg, so kann man sagen, gilt dabei nicht einmal wirklich als Katastrophe. Er ist eher ein legitimes Mittel des Marktes. Faschistische ‚Übertreibungen’, um es im Marktbegriff zu beschreiben, haben an diesem Blickwinkel kaum etwas geändert. Erst die manifest werdende ökologische Bedrohung erzwingt Verhaltensänderungen, aber nicht etwa beruhend auf der Einsicht in die zu schützende Ökosphäre an sich, sondern weil das Spiel nicht weiter gehen kann, wenn man eine leidige‚Spielbedingung’, dass Leben überhaupt noch möglich bleiben muss, außer Acht lässt.</p>
<p style="text-align:justify;">Und auch die periodisch aufkommenden Megakatastrophen der Finanzmärkte – wir erleben ja nicht die erste und Babykatastrophen gab es zuhauf – führen nicht wirklich zu einer Besinnung, sondern zu hektischen Korrekturen nur in den Grenzen, dass solche Störfälle deshalb in den Griff zu bekommen sein müssen, damit das Spiel wieder weiter gehen kann.</p>
<p style="text-align:justify;">Issac Pinto, Berater und Finanzier des holländischen Staates, formulierte 1771 in seinem “Traité de la Circulation et du Crédit” recht drastisch: Der Handel sei, einem Wort von John Locke gemäß ein Spiel, aber an Bettlern könne man nichts gewinnen. Wenn man lange Zeit hindurch allen alles abgenommen hätte, so müsste man in gütlichem Übereinkommen den größten Teil des Gewinns wieder zurückgeben, um das Spiel von neuem anzufangen zu können.<br />
 <br />
Jedenfalls intern, wenn wir auch alle als Steuerzahler dafür bürgen, so scheint es angesichts der Finanzkrise, regelt das Kapital eine Art Neubeginn des Spiels. Was Pinto freilich dachte: Dass die strukturell entstehende Verarmung dazu führen müsste, die Ressourcen neu auf alle zu verteilen, damit alle von neuem beginnen dürfen. Das aber geschieht keineswegs: Wie die Zahlen und Statistiken zeigen, mischt eine immer kleiner und zugleich immer reicher werdende Gruppierung die Karten zwar neu, teilt sie aber bis auf kleine Abweichungen unter denselben Spielern wieder aus.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Konsequenzen.</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Die Abspaltung von Instrument und Zweck (Marktwirtschaft und Wohl Aller) ist nicht durch nachträgliche Korrektur zu kompensieren. Der Kompromiss bleibt faul, umstritten, instabil. Die Geschichte des klassischen Sozialstaates ist die vom mageren Auf und vom satten Ab sozialer Sicherung. Eine Art halbherzige Gerechtigkeit, die nur so weit gehen darf, wie es der Markt zulässt. Und wir wissen heute: Er lässt nach unten hin kaum etwas, nach oben hin alles zu.</p>
<p style="text-align:justify;">Wenn man die sinnleere Effektivität des Marktes will, muss man, um sie sich dienstbar zu machen und ins Lebensdienliche umzuwandeln, ein übergreifendes Abschöpfungssystem generieren, dass zweiter Hand und jenseits des Marktes, wenn auch in der Konsequenz von ihm getragen, den Menschen die Wahl geben, als zoon politikon, als ein auf ein vernünftiges soziales Miteinander angewiesenes wie ausgerichtetes‚ geselliges Wesen (auf) zu wachsen.</p>
<p style="text-align:justify;">Das ist die elementarste Begründung für ein bedingungsloses Grundeinkommen, die zunächst Menschen vor den Kollateralschäden des Marktes schützt und ihnen eine Wahlfreiheit nur dann gibt, wenn die Höhe eines Grundeinkommens tatsächlich dem Angebot zur kulturellen Teilhabe entspricht und vor ‚bedingungslosem’ Verwertungszwang schützt.</p>
<p style="text-align:justify;">Peter Ulrich spricht in einer seinen Schriften davon, dass eine zivilisierte Marktwirtschaft, die die Dominanz ethisch orientierter sozialer Ordnungen über eine zweckdienlich organisierte Marktwirtschaft wieder herstellt, des Instruments ‚Grundeinkommen’ vermutlich bedarf, um ein zumindest im Ansatz materielles ‚Gleichgewicht’ der als Staatsbürger formal auf Augenhöhe befindlichen Individuen überhaupt erst im Ansatz herzustellen. Und sonderlich als Marktteilnehmer ist allein über ein solches Instrument ein Stück weit Wahl- und Verhandlungsfreiheit hergestellt.</p>
<p style="text-align:justify;">Im leicht zynischen Imperativ der Jetztzeit, zum Unternehmer in eigener Sache werden zu müssen, den man ja gerne jedem Hartz IV-Empfänger ins Stammbuch zu schreiben wünscht, pointiert dieser ‚ethische’ Appell  ein strukturelles Wettbewerbsdefizit gleich doppelt: Weder hat der, der keine Arbeit hat, eine angemessene Chance, sie zu erhalten, noch ist der, der sie hat, in der Lage, sich zu ‚unternehmen’.</p>
<p style="text-align:justify;">Ohne vorgeordnete materielle Absicherung bedeutet der Zwang zur Übernahme von Erwerbsarbeit eine radikal unterlegene Wettbewerbssituation. Ein ernst genommener ‚freier Wettbewerb’ verträgt sich nicht mit dem unabweisbaren Zwang, sich als ‚Ware’ mit schwankendem Wert und, trotz gewerkschaftlicher Organisation, ohne wirksame Verhandlungsposition anpreisen zu müssen. Zudem bleibt der Einzelne der tendenziellen Willkür von Konjunkturschwankungen preisgegeben. Um als ‚Unternehmer’ im doch angedachten Sinne der Floskel auftreten zu können, bedürfte es einer realen Option im Sinne eines bGE, um über die Bedingungen mit zu entscheiden, zu denen man, wenn schon, sich und seine Fertigkeiten ‚anbietet, die über die tradierten und eben auch defensiven Möglichkeiten der Tarifpolitik hinausreichen.</p>
<p style="text-align:justify;">Der Ordoliberalismus, konsequent gedacht, hätte eine reale Wettbewerbsfreiheit im Verhältnis von ‚Kapital’ und ‚Arbeit’ zu fordern, die letztlich zentrale Bedingung eines ‚fairen’ Wettbewerbs zwischen den unterschiedlich und unterschiedlich machtvoll positionierten Kontrahenten. Das aber ist nur auf der Grundlage einer vorgeordneten Existenzsicherung zu haben.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Fazit.</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Die Implantierung ‚humaner’ Formen des Wirtschaftens erfordert darüber hinaus (und setzt es in der Finanzierungsfrage unbedingt voraus), dass wirtschaftliche Wertschöpfungsketten, jenseits der bislang eingeführten Transfermodelle, an das Allgemeinwohl – sowohl im Sinne einer angemessenen Finanzierung nationaler wie internationaler Infrastrukturmaßnahmen, einer  teilhabegewährenden Grundfinanzierung der Menschen schlechthin wie im besonderen in der Armutsbekämpfung im Sinne einer bei den Menschen ankommenden ‚Entwicklungshilfe’   &#8211; etwa im Sinne eines weltweiten Grundeinkommens -, zurückgekoppelt werden.</p>
<p style="text-align:justify;">Die ‚unterkomplexe’ Einbettung der Grundeinkommensidee (trotz aller Aspektvielfalt) liegt zum einen in der Einebnung der gravierenden Bedeutungsunterschiede im Hinblick auf ‚positive’ Effekte, die durchaus sinnvolle Marktkonformitäten erzeugen, aber darüber hinaus emanzipatorischen Ansprüchen nicht genügen – und, in einzelnen Modellen, auch gar nicht dazu führen sollen. Es spricht nichts dagegen, sondern alles dafür, das Grundeinkommensmodell zu nutzen, um die Marktkonformität von Menschen zu erhöhen – das aber doch nur, wenn zugleich ein Mehr an Optionen generiert wird.</p>
<p style="text-align:justify;">Das beachtliche Problemlösungspotential des bGE allein auf der Ebene einer optimierten Marktkonformität zu sehen und die ethische Fundierung wie Beiwerk abzuhandeln, greift zu kurz. Dies zeigt sich m. E. vor allem in der sich auch in der Grundeinkommensdebatte durchhaltenden Tabuisierung scheinbarer ökonomischer Sachzwänge, die sich in den Finanzierungsmodellen manifestiert. Diese Tabuisierung zwingt ja gerade den ‚klassischen Sozialstaat’ in die Defensive und bewirkt den finanziellen Abbau unverzichtbarer Infrastrukturmaßnahmen im sozialpolitischen und bildungspolitischen Raum.</p>
<p style="text-align:justify;">Das bGE als gesellschaftspolitische Innovation und Emanzipation wird es nur geben, wenn diese Tabuisierung aufgegeben und durch vernünftige ‚ordnungspolitische’ Eingriffe in das verselbstständigte marktwirtschaftliche Geschehen auf den Weg gebracht wird. Eine solche ordnungspolitische Vorgabe entwickelt zugleich auch andere Verhältnisse auf dem ‚Arbeitsmarkt’ und justiert das Verhältnis von Staat (als Stellvertreter des Agent des allgemeinen Bürgerwillens) und Wirtschaft neu.</p>
<p style="text-align:justify;">Und um zum Schluss auf die Dahrendorf’sche ‚Alternative’ zurück zu kommen: Die Destabilisierung, von der nicht nur er warnt, ist durchaus eine reale. Vorsichtig formuliert ließe sich sagen: Wir erleben das, wovor die Kritiker eines bGE auf hohem finanziellem Niveau warnen, gerade inmitten von Gesellschaften, die eben keine Grundeinkommensgesellschaften, sondern radikal marktkonform gebürstete Gesellschaften sind.</p>
<p style="text-align:justify;">Die liegt eben daran, dass die zuvor beschriebene Aufspaltung ‚moderner’ Gesellschaften in dominierend gewordenen ökonomischer Partiallogiken befangen bleiben und der Idee nach eigentlich dominierende aufgeklärte Zielvorgaben hauptsächlich den  ökonomischen Erfordernissen, aber nicht ihren zivilgesellschaftlichen Visionen gemäß fortentwickelt worden sind. Es käme darauf an, gerade über das Modell bGE, diesen unheilvollen Zusammenhang umzukehren. Keine leichte, eher sogar eine irritierend komplexe Aufgabe, da man in der Tat mit den herangewachsenen Deformationen rechnen und ihnen mit sinnvollen Maßnahmen begegnen muss.</p>
<p style="text-align:justify;">Aber gerade diese marktökonomische Deformation ist das stärkste Argument für eine gesellschaftliche Erneuerung. Zurzeit machen es sozusagen ökonomieimmanente Systemstörungen leichter, den ‚Glaubensgewissheiten’ der Marktwirtschaft wirkliche Alternativen entgegen zu setzen.</p>
<p style="text-align:justify;">Aber dennoch droht eine politische Debatte, die das ökonomische System lediglich wieder ins ‚Lot’, aber darüber hinaus keine humane Umgestaltung unter der Dominanz zivilgesellschaftlicher Ideen auf den Weg bringen will. In der Konsequenz sind damit die gerade durch die Ökonomisierung der Welt bewirkten gesellschaftlichen Erosionen (Bildung, Soziale Teilhabe, Armutsbekämpfung, Ökologische Zerstörungen, Friedenspolitik, solidarische Menschheit etc.) weiterhin auf zerstörerischem Kurs.</p>
<p style="text-align:justify;">Allein ein weltweites Bekenntnis zu allgemeinen Teilhabe- und Entwicklungschancen über ein reales und effektives Transfersystem, zu dem die ökonomischen Potentiale der Marktwirtschaft aber eindeutig an allgemeinwohlorientierte Investitionspolitik zurückgekoppelt werden müssen, kann hier korrigierend eingreifen. Die Entwicklung ‚aufgeklärter’ Individuen, die in der Tat im Sinne der von Dahrendorf definierten Gestaltungsaufgaben selbstbestimmt und planvoll agieren können, setzt deren ‚visionäre’ Befreiung von Lebensnot und fremdbestimmter Lebensplanung voraus. Aber eben auch die Erkennbarkeit von ernsthaften Bemühungen und glaubwürdigen Schritten hin zu einem lebenswerten Miteinander jenseits der totalitär gewordenen Verwertungsdominanz.</p>
<p style="text-align:justify;">Vernünftigen ‚Visionen’ im Interesse einer friedfertigen, solidarischen Menschheit Umsetzungsoptionen vorzuenthalten, führt zu den zunehmenden ökologischen wie sozialen Verwerfungen, deren scheinbar unaufhaltsame Eskalation wir heute beobachten. Ebenso Chance wie Imperativ: Die Probleme endlich anzuerkennen und innovative Lösungen miteinander zu gestalten, statt sie einmal mehr bloß zu reparieren versuchen und ansonsten weiter zu machen wie bisher.</p>
<p style="text-align:justify;">***</p>
<p>© Paul Willems. Alle Rechte vorbehalten.<br />
Kontakt zum Autor über <a href="http://www.binoc.de" target="_blank">www.binoc.de</a></p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Über den Autor:</strong> Paul Willems,  studierter Philosoph und Germanist, Schwerpunkte: Politische Theorie, Gerechtigkeitstheorien, Deutscher Idealismus. Konzeption und Aufbau der brandStiftung (Köln), Gründungsmitglied binoc.</p>
<p><a href="http://technorati.com/faves?sub=addfavbtn&#38;add=http://grundeinkommensblog.wordpress.com"><img src="http://static.technorati.com/pix/fave/btn-fave2.png" alt="Add to Technorati Favorites" /></a> <a title="Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen" href="http://www.mister-wong.de/add_url/" target="_top"><img src="http://www.mister-wong.de/img/wong.gif" border="0" alt="Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen" /></a> <a title="Diese Seite zu Favoriten.de hinzufügen" href="http://www.favoriten.de" target="_top"><img src="http://www.favoriten.de/buttons/80x15_12.gif" border="0" alt="Diese Seite zu Favoriten.de hinzufügen" /></a> <a href="http://blogpingr.de" title="Blog Ping-Dienst, Blogmonitor"><img src="http://blogpingr.de/track/blogtrack/buttons/1/" alt="BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor" width="80" height="15" border="0" /></a></p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Neue Ausgabe des Glocalist Magazine: Nachhaltigkeit in Werbung und PR]]></title>
<link>http://sebastianbackhaus.wordpress.com/2008/11/04/neue-ausgabe-des-glocalist-magazine-nachhaltigkeit-in-werbung-und-pr/</link>
<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 10:51:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>Sebastian Backhaus</dc:creator>
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<description><![CDATA[Glocalist Magazine &#8211; das Magazin für Wirtschaftsethik &#8211; bringt in der November-Ausgabe d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Glocalist Magazine &#8211; das Magazin für Wirtschaftsethik &#8211; bringt in der November-Ausgabe d]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[wer ist eigentlich friedhelm hengsbach? ]]></title>
<link>http://schimaere.wordpress.com/2008/10/10/wer-ist-eigentlich-friedhelm-hengsbach/</link>
<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 14:02:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>juhu</dc:creator>
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<description><![CDATA[In Krisenzeiten, wie z.B. die aktuelle Weltfinanzkrise, fragt man am besten Friedhelm Hengsbach. Zum]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>In Krisenzeiten, wie z.B. die aktuelle Weltfinanzkrise, fragt man am besten <a href="http://www.sankt-georgen.de/nbi/inst/hengsbach.html" target="_blank">Friedhelm Hengsbach</a>. Zumindest ist er derzeit ein vielzitierter Mensch (Süddeutsche, Stern, ZEIT&#8230;)  und gefragter Gast bei diversen Talks (ARD-Presseclub, Maybritt Illner&#8230;) rund um das Thema der gegenwärtigen Krise.</p>
<p><a href="http://schimaere.wordpress.com/files/2008/10/friedhelm3.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-984" title="friedhelm3" src="http://schimaere.wordpress.com/files/2008/10/friedhelm3.jpg" alt="" width="213" height="141" /></a></p>
<p>Fotocredit: <a href="http://www.sankt-georgen.de/nbi/inst/hengsbach.html">Nell-Breuning-Institut</a></p>
<p>Friedhelm Hengsbach ist Philosoph, Theologe, Wirtschaftswissenschaftler und gehört dem Jesuitenorden an. Er scheint ein weitsichtiger Querdenker unserer Zeit zu sein, dem insbesondere in Zeiten kollektiver Verunsicherung und Ratlosigkeit Gehör geschenkt wird. Vor allem äußert er sich zu den Themen Kapitalismus, Arbeit, Arbeitslosigkeit, Armut und sogar Geschlechterdemokratie (um ehrlich zu sein: ich war ein wenig erstaunt- haben sich doch eine Vielzahl christlicher Vertreter dem patriarchalen System auf immer und ewig verschrieben).</p>
<p>Wer ihn jedenfalls noch nicht kennen sollte und sich für die obigen Themen erwärmen kann, sollte mal auf der Seite vom Nell-Breuning-Institut stöbern. Eine Auswahl seiner Reflektionen stehen SurferInnen als PDF zum <a href="http://www.sankt-georgen.de/nbi/publ/beitrag.html" target="_blank">Download </a>zur Verfügung. Noch nicht gekannte oder neue Perspektiven auf unsere Gesellschaft und ihre Prozesse könnten sich dadurch eröffnen. Und geht uns unsere Gesellschaft nicht alle etwas an?!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Krise? Welche Krise?]]></title>
<link>http://wegbegleiter.wordpress.com/2008/10/01/krise-welche-krise/</link>
<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 07:16:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>wegbegleiter</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die irische Regierung übernimmt eine Bürgschaft über 400 Milliarden Euro für ihre angeschlagenen Ban]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Die irische Regierung übernimmt eine Bürgschaft über 400 Milliarden Euro für ihre angeschlagenen Banken. Währenddessen können sich dort selbst Menschen mit zwei Jobs kaum den Zahnersatz leisten. Die USA planen einen 700 Milliarden Rettungsprogramm. Und auch wir lassen uns gegenüber der Hypo Real Estate mit 35 Milliarden Bürgschaft nicht lumpen.</p>
<p><strong>Morituri te salutan</strong>t &#8211; die Todgeweihten grüßen dich! Der momentane Ablauf der Bankenrettungen und -stützungen, bei dem es um Summen geht, die reichen würden, das Hungerproblem der gesamten Welt locker zu schultern (jaja, ich weiß, das lässt sich nicht nur mit Geld lösen), erinnert fatal an die <strong>Erhöhung der Dosis bei einem Suchtkranken</strong>. Mehr vom Falschen macht es aber nicht besser &#8211; ein Entzug muss her. Wer hat den Mut, <strong>quer</strong> zu denken? Und nicht immer mehr vom Falschen zu verlangen? Wären Banken wie Fortis vor einem Jahr verstaatlicht worden, hätten alle &#8220;Kommunisten!&#8221; gerufen und den kleinen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/McCarthy-Ära" target="_self">McCarthy</a> gespielt. Nun gebietet es die wirtschaftliche &#8220;Vernunft&#8221;? Wer denkt quer und mutig? </p>
<p>Wie stellt sich eigentlich Gott ein Wirtschaftssystem vor? Mit regelmäßigem Schuldenerlass (alle sieben Jahre), Freilassung von Sklaven und Enteignung und Rückgabe von Grundstücken an den ursprünglichen Besitzer. Dazu eine heilige Gelassenheit im Umgang mit Geld. Radikal? Sicher. Und ich bin mir bewusst, wir müssen Realpolitik machen und haben keine Theokratie. Trotzdem ist es Wille Gottes. Warum sind wir denn da so wenig &#8220;bibeltreu&#8221;? Und rufen mehr nach der <strong>Macht des Marktes</strong> als nach der <strong>Macht Gottes</strong>? Seltsam. </p>
<p>Vielleicht sollte folgendes nicht ganz einfache, aber sehr spannende Buch zur Pflichtlektüre werden: <a href="http://www.amazon.de/Hausordnung-Biblische-Impulse-theologische-Wirtschaftsethik/dp/3905577143/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#38;s=books&#38;qid=1222845119&#38;sr=8-1" target="_self">Die Hausordnung der Tora. Biblische Impulse für eine theologische Wirtschaftsethik (Franz Segbers)</a>. Wir brauchen Querdenker. Und gerade Christen sind hier gefordert. Denn Gott liebt diese Welt.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die katholische Soziallehre VII]]></title>
<link>http://jobo72.wordpress.com/2008/04/03/die-katholische-soziallehre-vii/</link>
<pubDate>Thu, 03 Apr 2008 11:19:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>jobo72</dc:creator>
<guid>http://jobo72.wordpress.com/2008/04/03/die-katholische-soziallehre-vii/</guid>
<description><![CDATA[Einige Hinweise auf weitere Texte zur Wirtschaftsethik Josef Bordat (2005a): Von Verzicht und Vollbe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p><i>Einige Hinweise auf weitere Texte zur Wirtschaftsethik</i></p>
<p>Josef Bordat (2005a): <a href="http://www.sicetnon.org/content/pdf/verzicht.pdf" title="Von Verzicht und Vollbeschäftigung. Utopische Gedanken zu Wirtschaft, Gesellschaft, Konsum und Arbeit." target="_blank">Von Verzicht und Vollbeschäftigung. Utopische Gedanken zu Wirtschaft, Gesellschaft, Konsum und Arbeit.</a> In: Sic et Non. Zeitschrift für Philosophie und Kultur. Sektion „Politische Philosophie“.</p>
<p>Josef Bordat (2005b): <a href="http://www.marburger-forum.de/mafo/heft2005-2/bordat.html" title="Erziehungsethos ohne Zeigefingermoral. Die fetten Jahre sind vorbei (2004) als globalisierungskritisches Aufklärungskino." target="_blank">Erziehungsethos ohne Zeigefingermoral. Die fetten Jahre sind vorbei (2004) als globalisierungskritisches Aufklärungskino.</a> In: Marburger Forum. Beiträge zur geistigen Situation der Gegenwart. Jg. 6, Nr. 2.</p>
<p>Josef Bordat (2006a): Alte Kritik des neuen Liberalismus. Zur Aktualität der katholischen Soziallehre des 19. Jahrhunderts. In: Poligrafi. International Edition (Solidarity and Interculturality). Vol. 11, No. 41/42, Ljubljana, S. 151-170.</p>
<p>Josef Bordat (2006b): <a href="http://www.marburger-forum.de/mafo/heft2006-1/Bord_G.htm" title="Marburger Forum. Beiträge zur geistigen Situation der Gegenwart." target="_blank">Globalisierung. Versuch einer Annäherung. In: Marburger Forum. Beiträge zur geistigen Situation der Gegenwart.</a> Jg. 7, Nr. 1.</p>
<p>Josef Bordat (2006c): Jenseits der eindimensionalen ökonomischen Verwertungslogik. Der Berliner Philosoph Hans Poser hat den Begriff der Technodizee entwickelt. In: Scheinschlag. Berliner Stadtzeitung. Jg. 17, Nr. 10, Berlin, S. 14.</p>
<p>Josef Bordat (2007a): <a href="http://english.ohmynews.com/ArticleView/article_view.asp?menu=A11100&#38;no=352334&#38;rel_no=1&#38;back_url=" title="Biopiracy. The undesirable effects of intellectual property rights." target="_blank">Biopiracy. The undesirable effects of intellectual property rights.</a> In: Ohmy News International.</p>
<p>Josef Bordat (2007b): <a href="http://www.holy.or.at/count.php?id=1273" title="Wirtschaftsliberalismus. Grundlagen – Entwicklung – Probleme – Alternativen." target="_blank">Wirtschaftsliberalismus. Grundlagen – Entwicklung – Probleme – Alternativen.</a> In: Die Neue Lese-Homepage. Newsfeeds, Texte und mehr.</p>
<p>Josef Bordat (2008): Verzicht und Vollbeschäftigung. Der Faktor Zeit als Schlüssel zu einer alternativen Wirtschaftsweise. In: Le Temps (in) saisissable? Actes du 2ème colloque transfrontalier des jeunes chercheurs en Sciences Humaines et Sociales de l’Université Marc Bloch de Strasbourg. Straßburg, S. 43-49.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Verschiedene Sichten der Ethik]]></title>
<link>http://tendedunchu.wordpress.com/2008/03/25/verschiedene-sichten-der-ethik/</link>
<pubDate>Tue, 25 Mar 2008 16:45:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>tendedunchu</dc:creator>
<guid>http://tendedunchu.wordpress.com/2008/03/25/verschiedene-sichten-der-ethik/</guid>
<description><![CDATA[Wie in meinem letzten Blog-Eintrag angekündigt, möchte ich nun einige Sichten der Ethik kurz vorstel]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Wie in meinem letzten Blog-Eintrag angekündigt, möchte ich nun einige Sichten der Ethik kurz vorstellen, bevor ich mich spezifisch der Informationsethik widme, welche für die Informationswissenschaft von besonderer Bedeutung ist. Als Beispiele von unterschiedlichen Sichtweisen der Ethik habe ich mir jene der Rechtsethik, religiös motivierter Ethik, Medizin- und Bioethik, Wirtschaftsethik und Technikethik ausgesucht.</p>
<p><!--more--><br />
<!--more--></p>
<p><strong>3.1 Rechtsethik</strong></p>
<p>In der Rechtsphilosophie ist die Ethik ein zweiter Normkreis neben den Rechtswissenschaften an sich, dessen Regeln sich aus dem Zusammenleben entwickelt haben und nicht mit Hilfe des Staates durchgesetzt werden können. Darum werden die Normen der Ethik mittels gesellschaftlichen Drucks durchgesetzt, z.B. durch Ächtung des Betroffenen.</p>
<p>Es gibt auch Bereiche in denen Ethik und Recht deckungsgleich sind, Beispiele stellen Diebstahl und Mord dar, welche beide sowohl ethisch geächtet werden, als auch rechtlich strafbar sind. Im Falle von Lügen hingegen handelt es sich um ein ethisch verwerfliches Verhalten, wobei dies aus Sicht des Rechtsstaates nur in ganz bestimmten Fällen gesetzeswidrig ist (zum Beispiel im Falle von Betrug). (Lexexakt, 2007)</p>
<p><!--more--><br />
<!--more--></p>
<p><strong>3.2 Religiös motivierte Ethik</strong></p>
<p>Im Falle religiös motivierter Ethik beruft man sich auf eine göttliche Offenbarung als Quelle von Handlungsnormen.</p>
<p>Religion gibt somit Handlungsanweisungen über ein moralisch korrektes Verhalten an seine Gläubigen. Dabei geschieht dies meist in Form einer Doktrin. Der einzelne Mensch soll nicht über Ethik und Moral reflektieren. Er soll sich so verhalten, wie dies seine Religion als moralisch richtig betrachtet.</p>
<p>Dieser Anspruch der Religion das moralisch korrekte Verhalten zu kennen, widerstrebt eigentlich einem modernen Ethik-Verständnis, welches davon ausgeht, dass Ethik der Ausfluss einer Diskussion und somit auch nichts Statisches ist und allgemeine &#8211; also auch religionsunabhängige &#8211; Geltung haben soll.</p>
<p>Als extremes Beispiel für ein von einer bestimmten Religion, bzw. einer Glaubensrichtung dieser Religion, als moralisch korrekt betrachtetes Verhalten, sei der Glaubenskrieg &#8220;Jihad&#8221; genannt. Dieser heilige Krieg für die eigene Religion wird von entsprechender Glaubensrichtung als moralisch korrekt taxiert. Eine moderne Ethik verlangt aber eine Diskussion darüber, ob ein solches Verhalten moralisch korrekt ist oder nicht. Insofern steht Ethik und Religion in einem Spannungsverhältnis.</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/ozSMjTxdjsU&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/ozSMjTxdjsU&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span><br />
<span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/KNhJmFXPTJw&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/KNhJmFXPTJw&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span><br />
<!--more--><br />
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<p><strong>3.3 Medizin- und Bioethik</strong></p>
<p>Die Frage über den Anfang und das Ende eines menschlichen Lebens ist nicht klar definiert. Man ist sich nicht sicher, ob das Leben mit der Zeugung, der Geburt oder irgendwann dazwischen beginnt. Entsprechend ist es unklar, ob das Ende aller Hirnfunktionen als Todeskriterium ausreicht.</p>
<p>Der ethische Diskurs muss somit herbeigezogen werden, um den Umgang mit Embryos bzw. Feten (Abtreibungsproblematik), mit Euthanasie- und Transplantationsproblemen und weiteren Themen mehr zu diskutieren. So werfen die Möglichkeiten genetischer Manipulation (Klonen) zum Beispiel neue Fragen auf, die nicht durch medizinisches Wissen allein beantwortet werden können (Wingi, 2002)</p>
<p>Einer der aktuellen Fälle, der internationalen Anklang gefunden hat, ist der Tod der Französin Chantal Sebire. Seit acht Jahren litt sie an Esthesioneuroblastoma &#8211; eine seltene Krebskrankheit. Da in Frankreich Euthanasie (Sterbehilfe) gesetzlich nicht erlaubt ist, wurde ihr die Unterstützung zum gewählten Freitod von den Ärzten verweigert. Es stellt sich hier aus ethischer Sicht die Frage, ob es ethisch korrekt ist den Freitod zu wählen, bzw. ob es ethisch korrekt ist, jemanden, der sich für den Freitod entschieden hat, dabei nicht zu unterstützen.</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/MTLvJNPefkU&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' /><param name='allowfullscreen' value='true' /><param name='wmode' value='transparent' /><embed src='http://www.youtube.com/v/MTLvJNPefkU&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;hd=0' type='application/x-shockwave-flash' allowfullscreen='true' width='425' height='350' wmode='transparent'></embed></object></span></p>
<p>auf <a title="sabire in english" href="http://edition.cnn.com/2008/HEALTH/conditions/03/20/france.tumor/index.html#cnnSTCText" target="_blank">englisch</a> für die Leser, die Französisch-Faul sind.</p>
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<p><strong>3.4 Wirtschaftsethik</strong></p>
<p>Die Wirtschaftethik behandelt Fragen, welche ökonomische Handlungsweisen und -gesetze in Einklang mit sozialer Gerechtigkeit zu bringen versucht.</p>
<p>Ebenso wird diskutiert, wer eigentlich die Verantwortung für das ökonomische Handeln trägt, wenn nicht mehr einzelne Menschen, sondern international agierende Konzerne, die das Wirtschaftsgeschehen bestimmen. (Wingi, 2002)</p>
<p>Hausmanninger (2003, S. 36) definiert die Wirtschaftsethik folgendermassen:</p>
<blockquote><p>„Der folgende Ansatz schliesst an die Auffassung der Wirtschaftsethik als ethische Ökonomie an, bemüht sich also um eine Versöhnung ökonomischer und ethischer Rationalität, oder, diskursiv formuliert, um eine Integration strategischer und kommunikativer Vernunft. [...] Wirtschaftsethik wird so zur Vernunftethik des Wirtschaftens.&#8221;</p></blockquote>
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<p>Meiner Meinung nach ist es anspruchsvoll Ethik und Wirtschaft in Einklang zu bringen. Es erfordert oft eine Umstellung im Denken, eine Anpassung bisher als gut anerkannter Handlungsweisen. Eine ethisch legitimierte Handlungsweise ermöglicht aber auch ganz neue Geschäftsmodelle und ist oft längerfristig orientiert, als eine möglichst grosse, kurzfristige Gewinnabschöpfung. Wichtig ist auch in diesem Bereich die Diskussion darüber, was als ethisch vertretbar betrachtet werden kann und was nicht.</p>
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<p><strong>3.5 Technikethik</strong></p>
<p>Zentraler Aspekt bei der Technik sind die Fragen nach dem verantwortungsbewussten Umgang mit den neuen Medien (Fernsehen, Internet). Hausmaninnger (2003, S. 83) nennt dabei Benutzerfreundlichkeit und <a title="definition datensicherheit" href="http://www.itwissen.info/definition/lexikon//__data%20security_Datensicherheit.html" target="_blank">Datensicherheit </a> als zwei Qualitätsmerkmale der Informationstechnik, welche von ethischer Relevanz sind. Mit Benutzerfreundlichkeit ist gemeint, dass die Technik auch senioren- und behindertengerecht ist.</p>
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<p><strong>3.6 Fazit</strong></p>
<p>Obwohl diverse Sichten von Ethik existieren und der Schwerpunkt unterschiedlich gelegt wird, bleibt den unterschiedlichen Sichtweisen eines gemein: die Frage nach dem Guten, dem moralisch Richtigen.</p>
<p>Die Antworten auf diese Frage dürften von Kultur zu Kultur anders ausfallen. Darum ist es wichtig, dass man zu einem gemeinsamen Nenner kommt und dies ist erst dann möglich, wenn ein Diskurs über Ethik stattfindet und die Bereitschaft gemeinsam zu einer konstruktiven Lösung zu kommen, vorhanden ist.</p>
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<p><strong>3.7 Themenvorschau</strong></p>
<p>Beim nächsten Blog werde ich über die Informationsethik berichten.</p>
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<p><strong>3.8 Literaturverzeichnis</strong></p>
<p><a href="http://de.citeulike.org/user/dunchutende" target="_blank"><strong>Hausmanninger T.; (Hrsg). (2003)</strong>. Handeln im Netz. Bereichsethiken und Jugendschutz im Internet. München: Wilhelm Fink</a></p>
<p><a href="http://de.citeulike.org/user/dunchutende" target="_blank"><strong>Lexexakt (2007)</strong>. „Ethik&#8221; URL: http://www.lexexakt.de/glossar/ethik.php [Stand: 20. Februar 2008]</a></p>
<p><a href="http://de.citeulike.org/user/dunchutende" target="_blank"><strong>Wingi, H. (2000)</strong>. „Grundfragen der Ethik&#8221;. URL:  http://www.schulfach-ethik.de/ethik [Stand: 18.02.2008]</a></p>
</div>]]></content:encoded>
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