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	<title>zu-lange-nachgedacht &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://en.wordpress.com/tag/zu-lange-nachgedacht/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "zu-lange-nachgedacht"</description>
	<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 00:23:50 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Fehlen Worte]]></title>
<link>http://pfandtasse.wordpress.com/2008/02/25/fehlen-worte/</link>
<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 19:40:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>Till</dc:creator>
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<description><![CDATA[Warum haben wir eigentlich nur ein einziges Wort für Liebe? Das ist für mich der Gipfel des Schublad]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Warum haben wir eigentlich nur ein einziges Wort für Liebe? Das ist für mich der Gipfel des Schubladendenkens und führt zu so viel Mißverständnissen. Ein einziges Wort für Weiß, ein einziges für Schnee mag einem Inuit nicht genügen, für unsere Breiten reicht es. Aber einer der vielschichtigsten Emotionen derart ignorant gegenüberzustehen&#8230; sträflich!</p>
<p><a href="http://flickr.com/photos/10379492@N08/2056596108/" target="_blank"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2331/2056596108_ebee89aad3.jpg?v=0" height="188" width="250" /></a></p>
<p>Schade, dass ich so wenig von fremden Sprachen verstehe. Ich wüsste gern, wie andere Kulturen das handhaben. Im Spanischen gibt es zum Beispiel das Wort &#8220;desamor&#8221;, was so viel wie &#8220;Entlieben&#8221; bedeutet, und entgegen unserer eher substanziellen Vorstellung &#8220;Liebe an &#8211; Liebe aus&#8221;, auf der Vorstellung von Liebe als ständig ab- und zunehmende, also sich stets verändernde Emotion basiert.</p>
<p>Über das, wofür wir keine Worte haben, kann nicht gedacht werden. Ich hätte gern mehr Worte. Wer welche hat, mag sie bitte hierlassen.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Mehr Soziologie in der Wirtschaft!]]></title>
<link>http://pfandtasse.wordpress.com/2008/01/31/mehr-soziologie-in-der-wirtschaft/</link>
<pubDate>Thu, 31 Jan 2008 15:27:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>Till</dc:creator>
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<description><![CDATA[Gestern auf dem Heimweg habe ich mit Tamer, meinem Mitgründer bei sonntagmorgen Kaffee, über das Ver]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Gestern auf dem Heimweg habe ich mit Tamer, meinem Mitgründer bei <a href="http://www.sonntagmorgen.com/" target="_blank">sonntagmorgen Kaffee</a>, über das Verhalten von Menschen am Markt und die unterschiedlichen Sichtweisen darauf gesprochen. Er (Wirtschaftsinformatiker) und ich (Kommunikationswissenschaftler, also von Haus aus eher soziologisch geprägt) waren uns im Grundsatz einig, dass die Annahme <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theorie_der_rationalen_Entscheidung" target="_blank">rationalen Verhaltens</a> zwar bequem, aber unzureichend ist.</p>
<p>Wirtschaftswissenschaftler arbeiten in der Regel mit mathematischen Modellen und konstruieren Zusammenhänge als Formeln. Diese greifen nur, wenn man Rationalität unterstellt und tendieren zu starren Ursache-Wirkung-Ketten. Geschäftsideen und Strategien werden anhand dieser Modelle und scheinbar offenkundiger Einflussfaktoren bewertet: Absatzmarkt, Konkurrenzsituation, Markteintrittsbarrieren etc. (Klar spielt <u>darüber hinaus</u> das Team eine entscheidende Rolle und viele Investoren haben das erkannt, aber hier geht es um die Geschäftsidee an sich.).</p>
<p>Ein Fehler, wie wir denken, denn Märkte werden von Menschen gemacht, und die verhalten sich, von außen betrachtet, bei weitem nicht immer rational. Den ersten Punkt setzt zum Beispiel das <a href="http://www.cluetrain.de/" target="_blank">Cluetrain-Manifest</a> voraus, allerdings gehen die Verfasser davon aus, dass die Märkte durch die fortschreitende Vernetzung intelligenter werden. Da bin ich mir noch nicht so sicher.</p>
<p>Nach rationalen Kriterien wären einige der bekanntesten und erfolgreichsten Firmen der Welt nicht finanziert worden, attestiert Andreas Göldi in seinem kurzweiligen Beitrag über die <a href="http://medienkonvergenz.com/2008/01/22/wie-wird-aus-einer-geschaeftsidee-eine-erfolgreiche-firma/" target="_blank">Erfolgsfaktoren von Geschäftsideen</a>. Er schreibt, dass durch die immer häufigere Anwendung von Erkenntnissen aus Physik, Biologie, Informatik und Gehirnforschung das Bild der Wirtschaft nicht einfacher, sondern im Gegenteil komplexer werde. Wen wundert&#8217;s. Ein gutes Modell vereinfacht die Dinge so weit wie möglich und behält so viel Komplexität wie nötig, und je nach Erkenntnisinteresse kann für ein und denselben Vorgang ein anderes Modell passend sein.</p>
<p>Was sind denn eigentlich &#8220;der Markt&#8221; oder &#8220;die Märkte&#8221;? <a href="http://www.cluetrain.de/" target="_blank">Gespräche</a>, laut Cluetrain. Stimmt, meine ich: Ich stütze mich, vielleicht einfach aufgrund meiner eingangs erwähnten Prägung, gern auf einen ursprünglichen Transfer aus der Biologie: die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziologische_Systemtheorie" target="_blank">Systemtheorie</a><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziologische_Systemtheorie" target="_blank"> nach Luhmann</a>. Systeme bestehen in diesem Modell aus Kommunikation. Geld oder Macht sind symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien, die die Fortführung der Kommunikation sicherstellen. Kommunikation in einem System erfolgt immer im Code des jeweiligen Systems, zum Beispiel &#8220;zahlen &#8211; nicht zahlen&#8221; in der Wirtschaft.</p>
<p>Faszinierend an der soziologischen Systemtheorie ist ihre schier unbegrenzte Anschlussfähigkeit. Hat man das Zusammenspiel aus System, Code und Kommunikationsmedium einmal verinnerlicht, fällt einem die gemeinsame Betrachtung zum Beispiel von Politik, Recht und Wirtschaft viel leichter. Natürlich ist es auch wieder nur ein Modell von vielen, ein Ausschnitt des Erfassbaren, aber es hilft, Zusammenhänge jenseits des eigenen Systems zu verstehen. Dem einen oder anderen Zahlenreiter würde etwas soziologischer Input wohl gut tun, um zu erkennen, was seine Standortentscheidung, Rationalisierung, Preispolitik etc. ist: Kommunikation.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mensa]]></title>
<link>http://pfandtasse.wordpress.com/2007/12/08/mensa/</link>
<pubDate>Sat, 08 Dec 2007 13:51:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>Till</dc:creator>
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<description><![CDATA[Bei einem stabilen Schnitzel, das ich mir mit Heidelbeersoße gourmetisiert habe, habe ich mir folgen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Bei einem stabilen Schnitzel, das ich mir mit Heidelbeersoße gourmetisiert habe, habe ich mir folgende Frage gestellt: Gibt es eigentlich Mensa-Essen, das billiger verkauft als eingekauft wird? An der Kasse werden alle abgewogenen Waren pauschal pro Gramm einheitlich berechnet. Wenn jetzt die Heidelbeersoße an der Mensa-Kasse zum Gulaschpreis verkauft wird, was ist, wenn ich täglich ein Kilo davon nach Hause trage? Vielleicht pack ich es neu ab und verkauf es über Ebay. Oder ich spar es für bessere Zeiten&#8230;</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Zitat zum Tage]]></title>
<link>http://pfandtasse.wordpress.com/2007/10/15/zitat-zum-tage-2/</link>
<pubDate>Mon, 15 Oct 2007 18:58:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>Till</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8220;Zukunft? Zukunft geht vorbei.&#8221;]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><blockquote><p>&#8220;Zukunft? Zukunft geht vorbei.&#8221;</p></blockquote>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Dem Terror in die Hände spielen]]></title>
<link>http://pfandtasse.wordpress.com/2007/09/16/dem-terror-in-die-hande-spielen/</link>
<pubDate>Sun, 16 Sep 2007 12:03:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>Till</dc:creator>
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<description><![CDATA[Beim einen Bäcker gabs keine Sesambrötchen mehr. Beim anderen kein Roggen. Trotzdem war die Welt noc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Beim einen Bäcker gabs keine Sesambrötchen mehr. Beim anderen kein Roggen. Trotzdem war die Welt noch in Ordnung, bis ich den Hausflur wieder betreten habe. &#8220;Schäuble warnt vor Atom-Anschlag&#8221; titelte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung des Nachbarn.</p>
<p>Ich habe der Versuchung widerstanden, meinem Nachbarn seine Frühstückslektüre zu klauen, aber die Schlagzeile und die ersten Sätze haben mir schon wieder gereicht. Paranoia hin, berechtigte Befürchtungen her, aber von Schäuble hätte ich vor ein paar Jahren noch ein anderes Format erwartet. Mit den immer neuen Horrorszenarien, mit denen er seine Visionen vom Überwachungsstaat rechtfertigen will, spielt er den Terroristen in die Hände.</p>
<p>Terror bedeutet Furcht, und nur davon lebt er. Terroristen wählen den Weg des Terrors, weil sie uns zahlenmäßig und militärisch bei weitem nicht gewachsen sind, selbst unserer Zivilbevölkerung nicht. Die Macht, die sie dagegenstellen, heißt Angst, schon seit die Assassini des &#8220;Alten vom Berge&#8221; Hassan-i-Sabah ihr Unwesen trieben. Die Angst, dass es ausgerechnet mich treffen könnte und nicht meinen Nachbarn. Die Angst vor einem Gegner, der den eigenen Tod nicht fürchtet und sich damit unseren Mechanismen entzieht. Es ist diese Angst und nicht der wirklich angerichtete Schaden, durch die der Terror wirkt. Ein Terroranschlag, über den nicht gesprochen, berichtet und debattiert wird, ist wertlos.</p>
<p>Nicht nur das: Terror ist Zermürbung. Die Reaktion ist einkalkuliert. Terror treibt Regierungen dazu, weiter in Richtung Repression zu tendieren und sich gegen ihre eigenen Bürger zu wenden. Erst diese Spannung, das Auseinanderdriften von paranoidem Staat und unter Generalverdacht gestellten Bürgern, macht die Gefahr für die innere Sicherheit aus.</p>
<p>Um so mehr muss ich mich über Innenpolitiker und Journalisten wundern, die Hand in Hand nicht nur diesen Sonntag Angst und Schrecken verbreiten. Ich will weiß Gott nicht dafür plädieren, Gefahren totzuschweigen, aber existenzielle Ängste von Wählern und Büergern zustimmungsheischend und auflagensteigernd einzuspannen halte ich für unverantwortlich.</p>
<p>Wurde schon tausendmal gesagt, war aber wieder nötig. Einen schönen, ruhigen, sonnigen Sonntag wünsche ich noch!</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Verlust und Gewinn - Risiko und Chance]]></title>
<link>http://pfandtasse.wordpress.com/2007/09/07/verlust-und-gewinn-risiko-und-chance/</link>
<pubDate>Fri, 07 Sep 2007 17:04:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>Till</dc:creator>
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<description><![CDATA[Gestern beim Mittagessen hat mir ein Freund eine Geschichte erzählt: Ein früherer Kollege war Jahre ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Gestern beim Mittagessen hat mir ein Freund eine Geschichte erzählt: Ein früherer Kollege war Jahre zuvor seinen Schulden nach Südamerika entflohen und hatte sich seitdem nicht mehr gemeldet. Auf keine E-Mail mehr geantwortet, nichts. Schon längst hatte man das Schlimmste vermutet, doch vor kurzem kamen gleich mehrere Mails.</p>
<p>Nach einigen wilden Partywochen in der neugewonnenen Freiheit, als das Geld alle war, schlug sich der Flüchtling als Lehrer durch und kam im schlimmsten Ghetto von Rio unter. Als er gerade aufgeben und reumütig nach Deutschland zurückkehren wollte, erfuhr er, dass seine Freundin ein Kind erwartete.</p>
<p>Heute hat er einen guten Job, eine Frau, ein Haus und ein kleines Mädchen. Kurz: ein neues Leben. Was ich damit sagen will? Dass Risiko auch Chance und Verlust auch Gewinn bedeutet. Dass man aus dem Nichts etwas aufbauen kann, wenn man den Willen dazu hat. Und dass im Leben sowieso immer alles anders kommt.</p>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Strauch im Hof]]></title>
<link>http://pfandtasse.wordpress.com/2007/08/17/der-strauch-im-hof/</link>
<pubDate>Fri, 17 Aug 2007 12:32:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Till</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich hab aus gegebenem Anlass heute morgen doch &#8220;Wag the long tail&#8221; geschwänzt &#8211; mu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><p>Ich hab aus gegebenem Anlass heute morgen doch &#8220;Wag the long tail&#8221; geschwänzt &#8211; muss sowieso um 16.30 schon wieder in Aachen sein, aber man sieht sich heute Abend auf der Party! &#8211; und stattdessen den Strauch im Hof gestutzt.</p>
<p><img src="http://pfandtasse.wordpress.com/files/2007/08/schnitte.jpg" alt="Schnitte" /></p>
<p>Dann stehe ich vor diesem grünen, giftigen Strauch, der schon da ist, seit ich denken kann, und räsoniere. Was schneide ich weg, was lasse ich dran? Nimmt das zu viel Licht? Oder wirkt es dann zu kahl? Mich bringt so was zum Nachdenken. Viele Analogien.</p>
<p>Ich tendiere im Zweifel dazu, etwas nicht wegzuschneiden, sondern lieber erst mal wachsen zu lassen und zuzusehen, was draus wird. Manchmal wäre es besser, konsequenter zu sein. Ein mutiger Schnitt &#8211; und es fällt wieder Licht auf den Boden, es wächst etwas neues, das sonst keine Chance gehabt hätte. Aber was?</p>
<p>Der größte Feind des modernen Menschen ist seine Freiheit. Kontingenz, die Fülle der Möglichkeiten. Dass etwas so oder auch anders sein könnte, mit ungewissem Ausgang. Manchen Menschen jagt das solche Angst ein, dass sie alles wachsen lassen und keine Schnitte machen. Bis alles eingeht.</p>
<p>Ich habe geschnitten. Schade um das schöne Grün, aber zumindest kommt die Sonne wieder durch.</p>
</div>]]></content:encoded>
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