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Der tödliche Blick

Eingeladen zum Theatertreffen 2014 – Rimini Protokoll: Situation Rooms, Ruhrtriennale / Hebbel am Ufer, Berlin/HAU2

Von Sascha Krieger

Vielleicht ist das Ganze ja Ergebnis einer ausgeklügelten Dramaturgie: Über ein halbes Jahr musste man warten, bis die letzte zum Theatertreffen 2014 eingeladene Arbeit, der im Mai logistische und terminliche Schwierigkeiten im Wege standen, endlich in Berlin zu sehen war. 887 more words

Deutsch

it’s a love story for the new age: on the formal relationship between theatre and new media

I’m talking about my generation/Talking about that newer nation/And if you don’t like it/
You can beat it, beat it baby

—Lana Del Rey, “Brooklyn Baby”

1,562 more words

Die Welt als Puppenstube

Theatertreffen 2014 – Die Geschichte von Kaspar Hauser, Schauspielhaus Zürich (Regie: Alvis Hermanis)

Von Sascha Krieger

Was ist dieser Kaspar Hauser nicht alles gewesen, seit er 1828 kaum sprechend und sich linkisch bewegend in Nürnberg auftauchte: ein „wildes Kind“, ein „reines Wesen“, ein Betrüger, Mittelpunkt einer Verschwörung eines Kriminalfalls, Symbol für den gesellschaftlichen Außenseiter, Opfer von Erziehung und Sprache, ja, selbst eine Krankheit ist nach ihm benannt. 852 more words

Deutsch

Zeugnis geben

Theatertreffen 2014 – Die letzten Zeugen. Ein Projekt von Doron Rabinovici und Matthias Hartmann, Burgtheater Wien (Einrichtung: Matthias Hartmann)

Von Sascha Krieger

Als der Applaus endet, ist es ganz still. 914 more words

Deutsch

Im Schwitzkasten des Lebens

Theatertreffen 2014 – Louis-Ferdinand Céline: Reise ans Ende der Nacht, Residenztheater München (Regie: Frank Castorf)

Von Sascha Krieger

Eigentlich ist beim Anblick von Aleksandar Denícs Bühnenbild schon alles klar: Seine Bretterverschlagslandschaft in dem alles nur noch Erinnerung einstiger Lebensfülle ist: die schäbigen Salons in Bretterbuden, die verdreckte Küche, der Rettungswagen, der längst niemanden mehr rettet, die alten, halb abgerissenen Plakateetwa jene von Muhammad Alis Kampf gegen George Foreman im damaligen Zaire. 984 more words

Deutsch

on the visionary radicalism of Robert Borgmann's dystopian UNCLE VANYA

“People who blindly subordinate themselves to collectives already turn themselves into something like material, annihilate themselves as self-determined beings. This meshes with the willingness to treat others like amorphous mass … A democracy that does not merely function, but holds itself to the standard of its actual definition, requires critical, reflective, self-determined people.

2,100 more words

"Ist ja nix passiert!"

Theatertreffen 2014 – Anton Tschechow: Onkel Wanja, Schauspiel Stuttgart (Regie: Robert Borgmann)

Von Sascha Krieger

So abrupt ist der Übergang selten: Gerade noch herrschte emsiges Treiben, als das Premierenpublikum schnell noch zur Garderobe eilte, die Toilette aufsuchte, sich zum Platz drängte, hier und dort hallo sagte, Bekannte begrüßte oder einfach jene, von denen man wollte, dass sie wissen, dass man auch da ist. 841 more words

Deutsch